# Fed Hike, Bond Squeeze, and Commodity Rotation

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-09-16

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über einen politischen Rückschlag für Krypto, ängstliche Reformmanager und die gefährliche Bondwette vor der Fettsitzung.
Im Thema des Tages verraten wir euch sieben Fonds für ein Comeback der Old Economy und in der AAA-Idee machen wir einen knallharten Kassensturz bei euren Versicherungen.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Lea Oetjen und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Mittwoch, der 16.
September und wir wünschen euch einen standfesten Start in den Tag.
Standfestigkeit ist dieser Tage eine Qualität, die nicht jeder im politischen Berlin für sich reklamieren kann.
Friedrich Merz dürfte gerade besonders darauf achten, wie fest die Beine seines Chefsessels noch verschraubt sind.
Schließlich...
wird gerade da sehr auffällig dran gesägt.
Und gestern Abend versuchte er bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung Halt bei Konrad-Adenauer und Rang dann auch so ein bisschen um Vertrauen.
Aber richtig krass soll es am Wochenende angeblich werden, wenn dann die Landesfürsten über März Zukunft beraten und wenn es dann zum Schwur kommt.
Ja, richtig krass, beziehungsweise viel mehr intensiv dürfte auch der heutige Tag werden.
Und zwar auf der anderen Seite des Atlantiks, denn heute Abend entscheidet ja die Fed über die künftigen Zinsen und die Wall Street hat sich da gestern schon einmal in Deckung vorbegeben.
Der Dow ging 0,6 Prozent leichter aus dem Handel, der S&P 500 verlor 0,5 Prozent und der Nestec 100 ebenfalls 0,6 Prozent.
Klingt jetzt erstmal nach Kleinkram, ist aber breiter als es aussieht, nämlich fast 350 der 500 Werte im S&P standen am Ende im Minus.
Und der Taktgeber, der liegt sowieso woanders, nämlich im Anleihemarkt.
Aber das hängt dann auch mit der FED zusammen.
Also insofern passt das dann doch irgendwie wieder zusammen.
Die Rendite 10-jähriger amerikanischer Staatsanleihen, die hat die 5-Prozent-Marke ja erreicht.
Im Tageshoch standen gestern 5,04 Prozent auf dem Schirm.
Und das ist der höchste Stand seit 2007.
Und besonders unangenehm war dann auch eine...
13 Milliarden schwere Emissionen von 20-jährigen US Treasuries.
Und die lief schwach.
Und wenn sowas schwach läuft, dann rutschten natürlich danach die Kurse weiter ab.
Sprich, die Renditen gingen weiter hoch.
Und auch in Deutschland oder in Europa merken wir ja die Hitze des amerikanischen Rentenmarkts.
Die zehnjährige Bundesanleihe, die rentiert mittlerweile mit 3,53 Prozent.
So hoch wie seit 2009 nicht mehr.
Dazu kommt noch weiterhin das Thema Öl.
Brent hat gestern bei rund 109 Dollar geschlossen.
WTI sprang 4,6 Prozent auf 106 Dollar.
Im September allein ist die Sorte der Spitze jetzt sogar schon um 18 Prozent teurer geworden.
Und über einen Grund hatten wir euch ja schon aufgeklärt, dass es die saudische Ost-West-Bipeline, die beschädigt ist.
Und dass es eben die einzige große Exportrude, die die Straße von Humus umgeht und ausgelegt ist auf bis zu sieben Millionen Barrel am Tag.
Und jetzt bedrohen die Houthis zu.
zusätzlich auch noch die Route ins Rote Meer.
Und dann gibt es hohe Tankerraten, Kriegsprämien, Versicherungskosten.
Irgendwie läuft das alles in die falsche Richtung.
Ein Stratege von Wells Fargo hat das schön auf den Punkt gebracht.
Höhere Zinsen und teures Öl zusammen seien wie ein Marathon mit Gewichten an den Knöcheln.
Die Zinsen erhöhen den Abzinsungsfaktor natürlich trotzdem für künftige Gewinne.
Und das Öl frisst die Kaufkraft und die Margen.
womit wir beim Hauptereignis wären, die Märkte, die preisen für die Fettsitzung über 90% Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung.
Und das wäre die erste Zinserhöhung seit 2023.
Und spannend ist nicht das Ob, sondern der Zinsausblick von Fettschef Kevin Worsch.
Genau, die Schlüsselfrage lautet, ob der mittlere Fettpunkt für 2026 eine Erhöhung zeigt oder gleich zwei.
Goldman Sachs rechnet mit einer Mehrheit von 10 zu 8 für nur eine.
Die Swap-Märkte sind mutiger und preisen für den Rest des Jahres rund 50 Basispunkte ein.
Aber die Anleger, die haben sich entsprechend aufgestellt.
In der Kundenumfrage von JP Morgan sind die Short-Positionen bei Anleihen binnen einer Woche um 10 Prozentpunkte gesprungen.
Das ist der schnellste Aufbau seit 2025.
Und die City, die nennt diese Positionierung taktisch extrem.
Also das heißt Short, wenn man einfach auf steigende langfristige Renditen weiter wettet.
Ja, und das ist auch für euch entscheidend, denn wenn Walsh erhöht und dabei zahm klingt, sitzt der Bondmarkt auf einer sehr einseitigen Wette.
Dann sind auch schnell fallende Renditen möglich und Aktien bekämen Luft.
Klingt der falkenhaft, geht die Rutschpartie möglicherweise noch weiter.
Das könnte jetzt auch so ein Short-Squeeze bei Anleihen geben.
Also ihr seht, da ist alles möglich.
Und passend dazu auch die Fondsmanager-Umfrage der Bank of America.
Die Barreserven der Fondsmanager sind von 3,5 auf 3,9 Prozent gestiegen.
Also das ist die berühmte Cash-Quote.
Und das ist der größte Sprung seit März.
Und die Risikofreude, die ist auf den niedrigsten Wert seit, ja.
drei Monaten gefallen.
Und die Rangliste der Ängste hat sich gedreht.
Größtes Extremrisiko ist jetzt ein untergeordneter Anstieg der Anleihenrendite.
Die KI-Blase ist damit vom ersten Platz verdrängt.
Anleihen sind so stark untergewichtet wie seit 2022 nicht mehr.
Und nur 16 Prozent der Befragten glauben, dass die Anleihenrückkäufe von US-Finanzminister Bassent die Renditen auch wirklich drücken.
Und bei Aktien bleiben dieselben Manager trotzdem übergewichtet.
Der Anteil derer, die für die kommenden zwölf Monate zweistellige Gewinnwachstum die Aktie erwartet, ist sogar auf den höchsten Stand seit 2021 gestiegen.
Also Angst vor Zinsen, aber die Zuversicht bei den Gewinnen, das geht.
Offensichtlich auch beides gleichzeitig.
Deutlich weniger Zuversicht gab es dabei Krypto.
Bitcoin verlor 3,8 Prozent auf gut 76.000 Dollar.
Ether verlor 6,2 Prozent.
Im US-Senat ist das große Krypto-Gesetz, der Clarity Act, mit 49 zu 50 Stimmen gescheitert.
Nötig wären 60 gewesen.
Aus Kryptowildwest sollte ein regulierter Markt werden.
Er sollte vor allem die jahrelange Streitfrage klären, wann ein Token dann ein Wertpapier ist und wann ein digitaler Rohstoff.
Also wann überwacht die SEC und wann überwacht die SEC?
DCFTC.
Ja, und dann gab es Streit über so einige Sachen und deswegen ist das jetzt noch nicht in Kraft gesetzt.
Und die Aktien, die Kryptoaktien haben noch stärker verloren.
Coinbase schloss 10 Prozent, tiefer Circle verlor 11 Prozent, obwohl es bei denen ja um den Genius Act, nicht den Clarity Act geht.
Da geht es ja um Stablecoins, aber trotzdem ist die Krypto schlechter gelaufen.
Und in der letzten Stunde vor der Abstimmung wurden bullische Wetten über rund 300 Millionen Dollar zwangsliquidiert.
Wahnsinn.
Und Europa war es vergleichsweise entspannt, wenn man mal von den Krypto-Schwankungen absieht.
Der DAX gab 0,2 Prozent nach auf 25.402 Punkte, der Eurostoxx 50 verlor 0,4 Prozent und vorn lagen klar Öl- und Gaswerte sowie Versorger.
Am Ende standen die Finanzwerte, der Subindex der Finanzdienstleister verlor 1,7 Prozent, UBS büßten 3,4 Prozent ein, die Deutsche Bank verlor 2,4 Prozent.
Auslöser waren Aussagen des Bank of America-Chefs zu weitgehend stagnierenden Handelserträgen und Investmentbanking-Gebühren.
Und wenn ihr euch ja von den China-Konjunkturdaten erzählt, die rauskommen sollten, und die sind sehr schwach ausgefallen und dann haben auch Luxusaktien verloren.
LVMH verloren 2,6 Prozent, Richemont 1,9.
Und bei deutschen Chemieaktien, da gab es eine Rückstufe von Evonik, die verloren deswegen 2,9 Prozent.
Und Lanxess, die verloren 2,6 Prozent wegen hoher Energiekosten.
Ja, und unter der Oberfläche läuft ja gerade die eigentliche Verschiebung.
Der Nasdaq 100 ist unter seine 50- und seine 100-Tage-Linie gefallen.
Das Geld rotiert in Energie, Qualität und Defense.
Solange die zehnjährige Rendite aber über fünf Punkten steht, ist die Anleihe der ernsthafte Wettbewerber der Aktie.
Und deshalb schaut heute Abend weniger auf den Zinsschritt und mehr auf die Punktprognosen.
Die entscheiden schließlich über den Herbst.
Also einfach mal Blick auf einen Anleihemarkt.
So, und ich blicke jetzt mal schnell auf die Termine.
Da ist natürlich die Fettsitzung, das hatten Sie ja gesagt, da ist 92% Wahrscheinlichkeit für ein Rate-Hike.
Dann gibt es die amerikanischen Einzelhandelsumsätze, Zahlen des Immobilienkonzerns Lenner nach Börsenschuss und OnSemi hat Investor Day.
Und dann gibt es noch das Big Bang KI Festival 2026.
Und das startet miteinander mit Digitalminister Carsten Wildberger, Umweltminister Carsten Schneider und Grün-Co-Chefin Franziska Brandner.
Das Thema des Tages.
Holger, wir starten jetzt hier mal mit einer kleinen Zeitreise.
Wir gehen zurück ins Jahr 2011.
Was war damals die heißeste Story an der Börse?
Da ich ja schon länger dabei bin, kann ich das...
noch so in etwa überlegen.
Es gab damals so einen chinesischen Häuserboom und einen wahnsinnigen Rohstoffboom auch noch dazu.
Und deswegen waren es die, weiß ich nicht mal sagen, die Minenaktien wie BHP oder Rio Tinto oder Vale oder Anglo American.
Und die waren damals so die Könige der Weltwirtschaft.
Und die Rohstoffpreise, die kannten nur eine Richtung und alle sprachen vom Superzyklus, der wohl nie enden würde.
Ja, und deshalb haben auch die Konzerne investiert, als gäbe es kein Morgen.
BHP hat 2012 mehr als 20 Milliarden Dollar in neue Kapazitäten gesteckt.
Rio Tinte rund 80 Milliarden, Vale rund 16 Milliarden.
Bei vielen lag die Investition sogar über dem Cashflow.
Und dann kamen die große Angebotsschwemme und die Rohstoffpreise, die kollabierten.
Reihenweise mussten die Vorstandschefs gehen.
Das Kapital wanderte in Silicon Valley und das war dann die Geburtsstunde von Tech.
Weil 2011 oder 2012 wollte von Tech niemand so richtig was wissen.
Und dann ging es aber so richtig los.
Ja, und 15 Jahre später läuft derselbe Film jetzt mit vertauschten Rollen.
Heute pumpen die Tech-Giganten ihren Cashflow mit derselben Maßlosigkeit in KI-Rechenzentren.
Dabei hat die Chronologie von damals etwas sehr Unbequemes.
Der MSCI World Metals and Mining Index hatte nämlich sein Hoch im Jahr 2011.
Die Investitionsbudgets ihren Gipfel aber erst 2012.
Man muss ja sagen, die Vorstände haben weitergebaut, als der Markt eigentlich sein Urteil schon gesprochen hatte.
Von Mitte 2011 bis Ende 2015 verlörend der MSCI World Minenindex gut 60 Prozent und der Tech-Index, der gewandt im selben Zeitraum 80 Prozent.
Und für alle, die jetzt bei Microsoft oder Meta auf den CapEx-Gipfel warten, heißt das, das Signal, das kommt zu spät.
Dann haben mich die Aktien schon gedreht.
Wenn man sich den CapEx-Gipfel mal anschaut, der wird ja noch nicht für morgen oder übermorgen weiter, sondern frühestens 2030.
Insofern, wenn das Ding ungefähr ein Jahr vorher dreht, hätten wir noch ein bisschen, wenn dieselbe Regel gilt.
Ja, die Old Economy hat auf jeden Fall ihre Lektion gelernt.
BHP hat 2025 mit 9,5 Milliarden Dollar weniger als die Hälfte des alten Spitzenwerts investiert.
Anglo American 3,3 Milliarden, Glencore 5,9, Freeport 4,5 Milliarden.
Die zehn größten Minenkonzerte gaben zusammen 52 Milliarden aus.
Kaum mehr als die Top 3 auf dem Höhepunkt nominal ohne Inflationsbereinigung.
Ja, schon Wahnsinn, wie wenig das nur noch ist.
Und stattdessen gibt es gewaltig freie Cashflows und Rekorddividende.
Eine Ausnahme gibt es Rio Tinto.
Die haben ihre CapEx auf 12,3 Milliarden Dollar hochgefahren.
Das ist gut zwei Drittel des alten Rekords.
Tendenz steigend.
Und die Disziplin, die fängt schon wieder so ein bisschen an zu bröckeln.
Aber es ist noch Disziplin da.
Ja, Henrik Lieber hatte ja auch in der Samstagsfolge schon die Formel dafür geliefert.
Die Ära Asset Light gehe zu Ende.
Wir hatten ein paar Jahre, in denen wir mit leichten, eleganten Geschäftsmodellen Geld verdienen konnten, ohne investieren zu müssen.
Aber die Investitionen kommen zurück, sagte er.
Und damit werden auch Rohstoffe gebraucht.
Und ähnlich sieht das Jeff Curry, das war ja der ehemalige Goldman Sachs Rohstoffstar.
Der hat jetzt eine eigene Analyse-Boutique aufgemacht und der sagt, die kommende Dekade gehöre den physischen Rohstoffen.
Anleger sollten Tech etwas zurückfahren.
Und er hat so gesagt, vergesst Tech, die kommende Dekade gehört den Rohstoffkonzernen.
Na, wenn wir schon mal gucken, Kupfer ist nach oben ausgebrochen, Öl und Gas, die dürften wegen leerer Reserven auch langere Zeit teurer bleiben, selbst wenn diese ganzen Straßen wieder frei sind.
Und die Unterinvestition in Mien...
und Raffinerien, die dürften auch auf dem Gebiet weiter für Preisschübe sorgen.
Ein Signal, das viele übersehen.
Bondrenditen und Rohstoffe laufen nicht selten parallel.
Die US-10-Jährige bei rund 5 Prozent, die Bundesanleihe bei rund 3,5 Prozent und gleichzeitig der Bloomberg Commodity Index, NASA im Allzeithoch von 757 Punkten vom 10.
September.
Es ist also kein Zufall, dass es gerade im Gleichlauf nach oben geht.
Und wer Kraftwerke, Rechenzentren und Rüstung baut, der braucht eben Kapital und Material.
Und beides wird knapp.
Also steigen Zinsen und Rohstoffpreise gemeinsam.
Asset Light hieß fallende Zinsen und fallende Rohstoffe.
Asset Heavy, der...
dreht eben beides nach oben.
Die Banken ziehen da mit.
Kupfer gilt als struktureller Gewinner und Anglo-American und Tech fusionieren für 53 Milliarden Dollar zu Anglo-Tech mit über 70 Prozent Kupferanteil.
Der neue Name wird ab 2027 gelten.
Gold schützt vor Staatsschulden.
Jetzt werdet ihr euch natürlich fragen, wie man das alles denn im Depot überhaupt spielen kann.
Natürlich, wenn es um verschiedene Rohstoffe geht, dann ist es am besten über Fonds zu machen.
Und wir haben uns mal...
Gut 100 gemischte Rohstofffonds angehört.
Nicht nur Energie oder nicht nur Edelmetall, sondern wirklich gemischte im Querbeet.
Und da ist wirklich die Wahl des Produkts entscheidend, wie die Rendite ausgefallen ist.
Auf Jahressicht liegt der Median von diesen 100 bei plus 42 Prozent, also relativ hoch.
Über zehn Jahre bei 10,3 Prozent pro Jahr.
Aber wenn man sich die Zehn-Jahres-Sache anguckt, da ist die Spanne erreicht von 4,4 Prozent bis 15,5 Prozent jährlich.
Ja, das ist über eine Dekade dann natürlich schon ein erheblicher Unterschied.
Der beste Zehnjahreswert der ganzen Kategorie kommt von einem passiven Produkt.
Der Invesco ETF auf die europäische Basic Resources hat 15,5 Prozent pro Jahr gemacht und führt auch auf Jahressicht mit plus 69 Prozent.
Und warum gerade Europa, werdet ihr euch fragen?
Naja, weil die Schwergewichte alle in London notieren.
Rio Tinto, Glencore, Anglo American.
Der ETF ist also im Kern ein Mineninvestment mit europäischem Etikett.
Und nur ein einziger aktiver Fonds hält über zehn Jahre mit.
Und das ist der Earth Exploration Fund mit 15 Prozent durchschnittliche jährliche Rendite.
Und dieses Haus ist die zweite Erkenntnis.
Earth Resource Investment aus Frankfurt hat zwei Fonds, die die 3- und 5-Jahreswertung mit weitem Abstand anführen.
Der Strategic Resources Fund hat 48 Prozent pro Jahr über drei Jahre gemacht.
Der Exploration Fund 23 über fünf.
Aber ihr müsst wissen, das sind Portfolios aus Explorern und Juniorminern.
Also das spekulativste Ende des Sektors.
In schwachen Phasen sind die Rückschläge da natürlich doppelt so heftig.
Und wer es ein bisschen globaler und breiter mag, der nimmt den Wanneck S&P Global Mining.
Da habt ihr 152 Minenkonzerne, darunter auch die Dickschiffe BHP, Newmont, Freeport, McMorren.
Über fünf Jahre hat er 17,5 Prozent im Schnitt pro Jahr gemacht, über drei Jahre 26,5 Prozent, also sogar mehr als der Europa-ETF.
Und spannend könnte auch so ein aktiver Rohstoff-ETF sein, der erst seit kurzem am Markt ist, nämlich der ABRDN Future Raw Materials.
Der wurde erst im vergangenen Mai aufgelegt.
Hat sich aber seither auch ganz gut geschlagen.
Ja, und dann gibt es noch eine dritte Erkenntnis, die eine Warnung ist.
Am unteren Ende stehen die breiten Materials ETFs auf den S&P 500 oder den MSCI Europe mit gerade mal 11 Prozent auf Jahressicht.
Die schleppen Chemie und Verpackungswerte nämlich mit sich, die vom Metallboom nichts haben.
Wer den Zyklus spielen will, braucht Minen und keine Materialien.
Bleibt noch eine nüchterne Rechnung nach plus 50 oder 60 Prozent in zwölf Monaten.
Ist natürlich schon einiges in den Kursen drin und Rohstoffaktien bleiben eigentlich auch zyklisch.
Und wenn man jetzt nicht mit einem mega super langen Zyklus rechnet.
kann es auch mal da Rückstiege geben.
Achtet also auf die Investitionsdisziplin der Rohstoffkonzerne.
Und solange BHP bei der Hälfte des alten CapEx bleibt, trägt die Knappheit und gehen die Budgets breit auf die Rio Tinto-Kurs.
Dann könnte dieser Schweinezyklus, dass dann wieder Überkapazitäten sind, von vorne beginnen.
Aber erst mal dürfte es länger gehen, weil eben diese Knappheit, bevor man das wieder rausgeholt hat, einige Jahre in Anspruch nehmen dürfte.
So, und jetzt Butter bei die Fische.
Was heißt das konkret?
Vielleicht 5% Beimischung per Sparplan statt in einer Tranche.
Die Gegenposition zu einem MSCI World Depot, das zu 70% einer KI-Wette hängt.
Also es ist doch interessant, dass so ein bisschen Old Economy als Absicherung gegen die New Economy, das hätte man sich 2011 wahrscheinlich auch nicht träumen lassen.
Die AAA-Idee des Tages.
Eine private Haftlicht hier, eine Hausradar, dann noch eine Kfz-Polize, Rechtsschutz, eine Unfallversicherung und ein Handytarif, der noch den Displayschutz umfasst.
Und dann ist da natürlich auch noch ganz hinten im Ordner die Reisegepäckversicherung, die man vor zig Jahren mal vorsichtshalber abgeschlossen hat und die seitdem jedes Jahr einfach weiterläuft.
Versicherungen können sich durchaus schnell läppern.
Und nach einer Rechnung der Verbraucherzentrale Hamburg gibt jeder Deutsche im Durchschnitt rund 2500 Euro im Jahr für seine Versicherungen aus.
Und die Beitragseinnahmen der Branche sind 2025 um 6,6 Prozent auf 254 Milliarden Euro geklettert.
Laut den Prognosen soll es auch in diesem Jahr deutlich weiter steigen.
Das Problem ist dabei nicht unbedingt die Menge an Versicherungen, sagt zumindest die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.
Sie findet, die Deutschen sind nicht überversichert, dafür aber falsch versichert.
Und weil jeder Euro, den ihr zu viel für Versicherung zahlt, am Ende ja nicht in euren Depot landen kann, geben wir euch jetzt drei Tipps für den ultimativen Versicherungsschutz.
Und der erste Tipp.
Der ist eigentlich banal, aber viele beherzigen den nicht.
Existenzielle Risiken, die muss man natürlich zuerst absichern.
Und ganz vorn steht da die private Haftpflicht.
Wenn ihr jemanden schwer verletzt oder einen großen Sachschaden verursacht, dann können die Forderungen in die Millionen gehen.
Ihr könnt schnell pleite sein, das wollt ihr nicht.
Und die Verbraucherzentralen, die empfehlen deshalb eine Deckungssumme von mindestens 10 Millionen Euro für Personen, Sach- und Vermögensscheiden.
Und wenn ihr die ganzen Versicherungsbetrüger nicht mitbezahlen wollt, dann nehmt ihr einfach einen Selbstbehalt dazu.
weil die Betrüger sind ohne Selbstbehalt versichert.
Ebenfalls wichtig ist die Absicherung der eigenen Arbeitskraft.
Wer berufsunfähig wird, verliert womöglich über Jahre oder Jahrzehnte sein Einkommen.
Für viele ist das finanziell viel gefährlicher als ein kaputtes Handy oder ein verlorener Koffer.
Eine Risiko-Lebensversicherung wird wichtig, wenn Partner oder Kinder finanziell vom eigenen Einkommen abhängen.
Und Immobilienbesitzer brauchen außerdem eine Wohn-Gebäude-Versicherung möglichst.
Und das würde ich auf jeden Fall raten.
Elementarschutz gegen Starkregenüberschwemmung.
Und ihr solltet immer gucken in der Polizei, ob ihr auch so einen Rückstau mit versichert habt.
Wenn es nämlich ganz doll regnet, dann kann schnell mal das Wasser von unten in den Keller drücken und dann ist es sehr unschön.
Die einfache Regel lautet deshalb, versichert zuerst, was euren Lebensstandard bedroht.
Ein gesprungenes Handy oder...
Sonst was, das kann man ja relativ schnell und auch vor allem selbst ersetzen.
Ein abgebranntes Haus eher nicht.
Dann kommen wir zu Tipp Nummer zwei.
Doppelte Deckung suchen.
Gerade bei Reiseversicherungen passiert das schnell.
Vielleicht gibt es bereits Schutz über die Kreditkarte, den Reiseveranstalter oder ein Versicherungspaket.
Trotzdem wird vom Buchen noch eine Reiserücktrittsreisegepäck oder Auslandskrankenversicherung angeklickt.
Doppelversichert heißt bei Sachversicherung übrigens nicht doppelt kassieren.
Erschattet wird nur der tatsächlich entstandene Schaden.
Die Versicherer teilen da untereinander gerne die Kosten einfach auf.
Häufig entstehen solche Doppelungen auch, wenn Menschen zusammenziehen.
Dann laufen zwei Hausrat- oder Haftpflichtverträge weiter.
In diesem Fall sollte man die Polisen zusammenlegen und prüfen, welcher Vertrag die besseren Bedingungen hat.
Der jüngere Vertrag kann bei einer Mehrfachversicherung unter Umständen aufgehoben werden.
Wichtig ist da eine Ausnahme bei Summenversicherung.
Funktioniert das ein bisschen anders?
Also falls ihr zwei private Unfall- oder Risikolebensversicherung habt, zahlt im Versicherungsfall grundsätzlich jeder Vertrag die vereinbarte Summe.
Kommen wir zu Tipp Nummer drei.
Tarife.
an das tatsächliche Leben anpassen.
Beim Auto lohnt der Blick auf die Fahrerkilometer-Selbstbeteiligung und den Kasko-Schutz.
Und wenn die Kinder nicht mehr mit dem Wagen fahren, kann der Fahrerkreis kleiner werden.
Und bei einem zwölf Jahre alten Auto, da rechnet sich möglicherweise die teure Vollkasko nicht mehr.
Weil im Totalschaden höchstens der Zeitwert ersetzt wird.
Und auch Zusatzbausteine altern, nicht nur das Auto.
Ein Rentner braucht natürlich keine Berufsunfähigkeits- oder Krankentagegeldversicherung mehr, wenn das entsprechende Einkommensrisiko nicht mehr besteht.
Auch ein Arbeitsrechtsschutz kann im Ruhestand natürlich überflüssig werden.
Und wie geht man jetzt da praktisch vor?
Man schreibt erstmal alles auf.
Versicherer, Beitrag, Zahlweise, Versicherungssumme, Selbstbeteiligung, Laufzeit, Kündigungsfrist.
Besonders genau schaut man auf Verträge, die seit fünf oder zehn Jahren unverändert laufen.
Und danach sortiert man in drei Gruppen.
Unverzichtbar, Anpassen, Unverzichtbar.
Ja, ganz wichtig ist aber, wichtige Policen niemals vorschnell zu kündigen.
Bei Berufsunfähigkeits-, Kranken- oder Pflegesusatzversicherungen sollte der neue Vertrag bereits angenommen sein, bevor er den alten kündigt.
Sonst können neue Gesundheitsfragen oder Wartezeiten eine gefährliche Lücke reißen.
Und sparen lässt sich auch ohne Kündigung eine höhere Selbstbeteiligung, kann den Beitrag senken, ebenso die jährliche statt monatliche Zahlung.
Und manchmal reicht ein Anruf beim Versicherer mit einem günstigeren Konkurrenzangebot.
Der beste Versicherungscheck streicht deshalb nicht einfach möglichst viele Verträge.
Er verschiebt das Geld dorthin, wo ein Schaden wirklich wehtut.
Weniger Sammelsurium, weniger Doppelungen und am Ende mehr Schutz an den entscheidenden Stellen.
Hörer über das Meister-Investorinnen-Thema des Tages beschweren.
Auf Spotify ging es richtig zur Sache.
Auch mal wieder unter die Göttlinie.
Also ich kann das wirklich nicht verstehen.
Ich würde mal sagen, lockert euch mal ein bisschen durch, Freunde.
Rafft euch, sagt man.
Ich würde nicht sagen, lockert euch.
Ich würde sagen, rafft euch.
Aber es ist im Endeffekt auch egal, weil ich finde, es gibt Schlimmeres, als irgendwie Emanze genannt zu werden.
Ich bin ja eine emanzipierte Frau, da kann man mich auch Emanze nennen.
Bist du Emanze?
Obwohl ich hatte die Idee mit dem Thema, ich muss ja wirklich sagen, ich hatte die Idee mit dem Thema, aber ich fand die Zahlen so bemerkenswert.
Und da ging es jetzt nicht so, oh, Gender Gap und Heule und sonst was.
Es ist einfach eine bemerkenswerte Sache.
Und dann dachten wir uns, hey, einfach nur sagen, dass weniger Frauen das machen, da wollten wir natürlich noch ein bisschen Nutzwert dazu packen und dann haben wir halt noch die Meisterinvestorin gesucht.
Ja, so schnell kann es gehen, dass sich manche Männer getriggert fühlen.
Und da ging es nicht um Gender und um sonst was.
Und ich bin auch nicht der Gender König oder sonst was.
Und ich verstehe es nicht.
Also deswegen sage ich, ich sage nochmal.
Durchlockern.
So.
Genau, ich schreiche nochmal ein Raff dich, beziehungsweise Raff euch hinter der.
Und dann ist das Thema damit auch abgehakt.
Ich bleibe dabei.
Es ist faszinierend, wie schnell sich manche Menschen getriggert fühlen können.
Naja, so.
Nächstes Thema, bessere Nachrichten.
Wir wollen nämlich noch einen Shoutout an den Chris vergeben, der noch versucht hat, die Debatte auf Spotify ein bisschen sachlicher zu gestalten.
Wir haben es wahrgenommen.
Es hat aber nicht so funktioniert.
Aber trotzdem, danke für den Versuch.
Umso schöner noch, dass sich Bennet mit AAA sehr wohl fühlt.
Er hört uns jeden Tag auf dem Weg zur Schule und wünscht sich nur, dass wir manchmal noch mehr Begriffe ein bisschen einfacher erklären.
Danke für den Input, lieber Bennet.
Einen schönen Tag in der Schule und wir achten auf jeden Fall darauf, dass wir ein bisschen niedrigschwelliger werden.
Und dann hat sich noch Hörer Patrick gebildet, nachdem ich mich ja darüber markiert hatte, dass ich jetzt zwei Tage auf die Telekom gewandert habe.
Zwei Tage, die geben mir immer so Termine, von 8 bis 16 kommt der Techniker.
Und die sagen auch nicht irgendwie eine halbe Stunde vorher, jetzt kommen wir oder eine Stunde, sondern du musst dann von 8 bis 16 an der Klingel sitzen und musst sofort aufmachen.
Und nach zwei Tagen, nachdem der Techniker nicht gekommen war und ein dritter Termin, der nicht zustande gekommen war und ich nach einer Woche kein Internet habe, hatte ich mich da bei Devlin und Shape, jetzt habe ich den Bär der Deutschen Telekom gegeben und da hat Patrick geschrieben.
und hat gesagt, er könne das durchaus verstehen, aber er wolle sich kümmern um meinen Anschluss.
Jetzt bin ich mal gespannt, ob am Donnerstag ist der nächste Termin oder ob der Patrick das schneller hinbekommt.
Naja, auf jeden Fall ist das sehr misslich.
Glaube ich.
Toi, toi, toi.
Ich hatte mit der Telekom noch nie Probleme.
Ich glaube auf Holz.
Und ich würde auch mich nie schlecht über die Telekom äußern.
Ich habe nämlich vor ein paar Jahren mal ein Gedicht von CEO Tim Hütges bekommen.
Das hat mich nachhaltig beeindruckt.
Und wie hieß er, wenn der Techniker nicht kommt, hieß das Gedicht wahrscheinlich.
Nee, es ging um den Stromausfall, glaube ich damals.
Ja, du siehst es auch, Ausfall ist Ausfall.
Ja, es war aber wirklich, vor allem wie schnell er das geschickt hatte, hat mich nachhaltig beeindruckt, muss ich sagen.
Und ja, wenn euch auch AAA nachhaltig beeindruckt, kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und wenn ihr wissen wollt, ob der Tim mir noch ein Gedicht schreibt, wenn der Techniker nicht kommt in der Überschrift, dann müsst ihr morgen reinhören.
Und das ist dann ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
