# AI Market Rotation and Dangote IPO Analysis

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-09-15

## Transcript

Ist die Aktie hinter Arcteryx und Salomon endlich mal günstiger?
Woher kommt das 50 Milliarden Dollar Vermögen vom reichsten Mann Afrikas?
Und was war sonst gestern?
An der Börse los.
Spoiler, nix Gutes.
Aber das alles klären wir jetzt.
Mein Name ist Noah Leidinger.
Heute ist Dienstag, der 15.
September.
Und das ist ohne Aktien wird schwer.
Gesponsert wird dieser Podcast von Scalable Capital, den Broker, die jetzt auch eine direkte KI-Verbindung haben.
Also ihr könnt dann mit JetGPT oder Claude euer Depot analysieren und vor allem könnt ihr zum Beispiel auch Aktien kaufen oder verkaufen.
Mehr Infos gibt es wie immer in der Beschreibung.
Und außerdem noch ein Hinweis in eigener Sache.
Wir suchen jemanden, der als Werkstudent Lust hat, uns in der Produktion zu unterstützen.
Also bei der Audio- und Videoproduktion von diesem Podcast.
Also wenn ihr da Erfahrung und vor allem Leidenschaft...
für dieses Thema habt, bewerbt euch auf jeden Fall.
Link dazu ist auch in der Beschreibung.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Wenn man wissen will, was gestern an der Börse los war, muss man sich eigentlich nur den DAX anschauen.
Die KI-Profiteure wie Infineon oder Siemens Energy haben um die 7% verloren, waren ganz unten im DAX.
Ganz oben war dafür das KI-Sorgenkind SAP.
Das hat 4% zugelegt.
Und international sah es genauso aus.
KI-Aktien sind durch die Bank stark gefallen, klassische Software-Aktien, die unter Sorge vor KI-Konkurrenz leiden, haben dafür zugelegt.
Vor allem übrigens Cyber-Security-Aktien, Crowdstrike, Z-Scaler und Palo Alto haben alle über 10% zugelegt sogar.
Und ich habe ja letzte Folge gesagt, dass es spannend wird, wie sich die Aussagen von Sam Altman, Dario Amodai und Elon Musk auswirken werden, dass sie aus Sicherheitsgründen die KI-Entwicklung bremsen wollen.
Ich hätte aber nicht damit gerechnet, dass die Reaktion so krass ist.
KI ist ja schon im jetzigen Stand einfach sehr mächtig und wird viel weniger genutzt, als sie genutzt werden könnte.
Außerdem werden ein Großteil der Rechenzentren für KI-Nutzung gebaut und nicht fürs Training.
Die Nachfrage bleibt da also auch erstmal hoch, wenn die KI-Entwicklung komplett gestoppt wird.
Und davon redet ja auch niemand.
Aber die Reaktion gestern zeigt eben gut, wie nervös die Börse bei dem Thema ist und wie irrational die Börse manchmal ist, hat man gestern bei der Rum Group gesehen.
Die haben früher mal Rumble betrieben, eine Videoplattform, jetzt wollen sie aber mehr zur KI-Firma werden und eben Rechenzentren vermieten.
Und es kam schon im August raus, dass sie ein Rechenzentrum bzw.
Rechenleistung für 14 Milliarden Dollar und sieben Jahre vermietet haben.
Gestern kam dann raus, dass der Kunde hinter diesem Deal entfroppig ist und danach ist die Aktie 15% gestiegen, obwohl sich an dem Deal an sich ja nichts geändert hat.
Aber zurück zur schlechten KI-Stimmung, die lag fairerweise neben der KI-Bremse auch mal wieder an hohen Zinsen, unter denen KI-Firmen ja besonders leiden, weil sie eben so viel Geld in Rechenzentren und Co.
investieren.
Und gestern hat der Zins auf 10-jährige US-Staatsanleihen mit 5% den höchsten Wert seit 2023 erreicht.
Grund dafür dürfte mal wieder der Ölpreis sein, der am Ende ja auch zu mehr Inflation und damit auch zu höheren Zinsen führt und der ist gestern zwischendurch um die 5% gestiegen, weil Saudi-Arabien nach Angriffen eine wichtige Ölpipeline schließen musste, mit der man bisher die Straße von Humus umgehen konnte.
Aber es gab nicht nur Verlierer gestern an der Börse, überraschenderweise sind der Bitcoin und Kryptoaktien gestiegen, das ist eigentlich ungewöhnlich, weil die eher auch unter hohen Zinsen leiden.
Ganz einfach gesagt leiden sie schon allein deswegen, weil Bitcoins eben keine Zinsen abwerfen.
In einer Zeit, wo es keine Zinsen gibt und ich aufs Tagesgeld auch nichts kriege, ist das egal.
Bei 2,6% Zinsen aufs Tagesgeld sind sichere Vergleichsoptionen aber eben attraktiver als zum Beispiel der Bitcoin.
Aber wie gesagt, der Bitcoin hat eben zugelegt.
Nachdem Trump das nämlich im August hart gepusht hat, gibt es endlich einen neuen Entwurf vom Clarity Act, also der Kryptoregulierung, über die seit Monaten geredet wird.
Und in den letzten Tagen ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Act noch dieses Jahr durchgeht, auf Polymarket von 15 auf 30 Prozent gestiegen.
Übrigens hat sich Trump neben Krypto-Regulierung auch zur KI-Bremse von OpenAI, Anthropic und so geäußert und er meinte, dass die KI nur eine Kontrolle braucht und das ist ein starker und kluger Präsident mit viel IQ und das haben die USA aus seiner Sicht.
Und zum Schluss noch eine Pharma-News.
Novo Nordisk heißt jetzt Novo.
Ob das dem Aktienkurs hilft oder dem Business hilft, wird sich zeigen.
Uns spart es auf jeden Fall sieben Buchstaben im Titel.
Und spannender wird so oder so, was nächste Woche bei Novo Nordisk passiert.
Da halten sie nämlich ihren Kapitalmarkt-Tag, wo sie eben die neue Strategie für die nächsten Jahre vorstellen.
Das könnte dann auch die Aktie mal wirklich bewegen.
Eigentlich bin ich ja der im Team, der sich immer gern die Bloomberg Billionaires List anschaut.
Aber heute macht das mal Timon.
Der reichste Mann Afrikas ist bald einer der 35 reichsten der Welt.
Aliko Dangote hat gestern den Börsengangsprozess seiner Firma Dangote Petroleum Refinery & Petrochemicals zu einer Bewertung von 50 Milliarden Dollar gestartet.
Ende November soll es an die Börse gehen und wenn alles klappt, wird sein Vermögen auf dem Papier dadurch um über 20 Milliarden Dollar auf knapp 60 Milliarden gesteigert.
Damit hat er dann mehr Vermögen als Dieter Schwarz, die Ferreo-Erben oder der Alibaba-Gründer Jack Ma.
Gleichzeitig wird der IPO, auch der größte in Afrika ever, an die Börse gehen wird, wie der Name schon sagt, eine Öl-Raffinerie, die in Nigeria die größte ihrer Art ist und jeden Tag 700.000 Barrel Öl produziert.
Das entspricht Öl im Wert von 70 Millionen Dollar Umsatz am Tag oder 26 Milliarden Dollar im Jahr.
Der Standort hat kurz vor dem Iran-Krieg aber sein Limit erreicht und unter anderem mit den Erlösen aus dem Börsengang soll die Kapazität der Raffinerie in Nigeria verdoppelt werden.
Dan Gote will dazu auch in Kenia eine nochmal genauso große Raffinerie eröffnen und dann sollen auch noch Pipelines gebaut werden, damit das Öl dann auch durch ganz Afrika transportiert werden kann.
Beides gehört aber zu anderen Firmen seiner Gruppe.
Langfristig plant Dan Gote, alle seine Unternehmen an die Börse zu bringen.
Neben Öl stellt er nämlich auch Zement, Dünger, Zucker und andere Gewürze und noch viel mehr her.
Ein paar Firmen von ihm sind auch schon börsennotiert.
Insgesamt erinnert das an die indischen Milliardäre Ambani Adani oder den mexikanischen Milliardär Carlos Slim.
Die haben ja alle ihr Geld damit gemacht, in stark wachsenden Entwicklungsländern die Infrastruktur aufzubauen.
Das ist am Anfang eine krasse Wette darauf, dass sich ein wirtschaftlich schwaches Land tatsächlich aufbaut und viele Investoren sind nicht bereit, das Risiko einzugehen.
Wenn es dann aber klappt, ist man der große Player dort und hat natürlich einen krassen Wettbewerbsvorteil.
Nigeria ist dadurch seit März das erste Mal Nettoexporteur von raffineriertem Öl.
Davor mussten sie immer riesige Mengen importieren.
Dan Goethe hat seine Projekte viel vor Ort mit afrikanischen Banken finanziert und er stellt den Börsengang auch als Zeichen dafür dar, dass Afrikaner sich in erster Linie selbst für ihre Wirtschaft einsetzen müssen, weil sie nur so in bessere Verhandlungspositionen kommen können.
Er nennt dem Börsengang ein IPO für das Volk.
Die Aktien werden extra mit einem niedrigen Preis rausgegeben, sodass Kleinanleger auch schon mit 4 Dollar dabei sein können und wenn sie dann für ein Jahr halten, bekommen sie sogar eine Aktie umsonst.
Das Management hofft dadurch, die Investmentkultur in Nigeria zu verbessern.
Interesse scheint auf jeden Fall da zu sein.
Über die Trading-App Bamboo können Nigerianer am Börsengang teilnehmen.
Weil da so viele Nutzer aber gleichzeitig mitmachen wollten, ist die App gecrashed.
Aber auch andere sind mit dabei, dass staatliche Ölunternehmen von Abu Dhabi, Abu Dhabi National Oil Company, wohl wohl auch investieren, wobei die das nicht über den Börsengang machen wollen.
Und man muss auch aufpassen, durch den Iran-Krieg gibt es natürlich aktuell weniger Öl auf dem Markt und dadurch sind dann Gottes Margen, genau jetzt beim Börsengang, besonders stark.
Der umstrittene Gründer von Lululemon, Chip Wilson und seine Frau Shannon Wilson, lassen sich gerade scheiden und es gibt keinen Ehevertrag.
In Kanada heißt das erstmal, dass sie 50% seines Vermögens kriegen wird, weil so gut wie das komplette Vermögen von 6 Milliarden Dollar eben während der Ehe entstanden ist.
Das könnte uns an der Börse jetzt erstmal egal sein, aber Chip Wilson ist der größte Einzelaktionär von Lululemon, hat fast 9% der Anteile, wenn sie die Hälfte bekommt und verkauft, fliegen also 4,5% bei der Aktie einfach auf den Markt und das bei einer Firma, die gerade sowieso schon in der Krise steckt.
Außerdem würde dadurch der Einfluss von Wilson sinken, je nachdem wie man ihn als Gründer findet, ist es entweder gut oder schlecht.
Aber viel spannender finde ich sowieso eine andere Beteiligung von ihm.
Sein Anteil an Lululemon ist wegen der schwachen Aktienperformance nämlich nur noch eine Milliarde Dollar wert.
Viel relevanter ist sein Anteil an Emma Sports, also der Firma hinter Arcteric, Salomon, Wilson, Peak Performance, Atomic und paar anderen Marken.
Da gehören ihm ca.
17%.
Die Firma ist an der Börse 16 Milliarden Dollar wert, also fast 3 Milliarden Dollar an Aktien, die er da aktuell hält.
Und nachdem es die News zur Scheidung gab, habe ich mir die Aktie mal wieder angeschaut und gesehen, dass der Kurs dieses Jahr 25% gesunken ist und die Bewertung nur noch dem 20-fachen vom erwarteten Gewinn entspricht.
Das klingt jetzt gar nicht super günstig, ist aber das niedrigste erwartete KGV seit dem Börsengang Anfang 2024, der Schnitt der letzten drei Jahre liegt sogar über 30.
Und ich habe hier auch schon ein paar Mal erzählt, dass Emma Sports vor allem mit Akteryx und Salomon wirklich krass performt hat die letzten Jahre, aber von der Bewertung her leider immer zu teuer war.
Das wäre jetzt anders.
Bleibt nur die Frage, ob jetzt auch die Performance schwächelt.
Auf den ersten Blick sieht man davon nicht viel.
Letztes Quartal gab es zum Beispiel das zweite Quartal in Folge mit über 30 Prozent Wachstum.
Und das wird nicht nur von Akteryx und Salomon getrieben, sondern zum Beispiel auch bei den Baseball- und Tennis-Marken gab es über 20 Prozent Wachstum.
Neben Arcteryx und Salomon sieht Emma Sports sogar bei Wilson das größte Potential in Zukunft und zwar vor allem bei Klamotten und Schuhen.
Es läuft also auf den ersten Blick weiter alles sehr gut bei Emma Sports und auch für den Kursrückgang dieses Jahr gab es keine großen firmenspezifischen News, es ist eher die allgemeine Sorge vor schwachem Konsum, der ja auch die Konkurrenz immer härter trifft.
Und es gibt genau wie bei anderen Sport- und Modemarken eben immer die Sorge, dass Trends mal drehen und dass eine Marke mit 30% Wachstum dann eben viel schneller als in anderen Branchen auf einmal zu einer Marke mit Umsatz rückgängen wird.
Dafür muss man sich ja nur Lululemon anschauen, wo genau das passiert ist.
Und auch bei Emma ist es so, dass sie stark weiter wachsen, aber tendenziell verlangsamt sich das Wachstum natürlich.
Dieses Quartal sollen es nur noch so 18 bis 20 Prozent werden.
Jetzt ist Emma dafür bekannt, dass sie da sehr konservativ sind bei ihren Schätzungen, aber dass es wieder über 30 Prozent werden, ist schon eher unrealistisch.
Das Schöne ist bei Emma zumindest, dass sie eben drei verschiedene Wachstumstreiber haben und dass sie einen Großaktionär mit Enter Sports haben, dem sogar 40 Prozent der Aktien gehören.
und der Expertise in dem Markt hat, der für viele Marken gerade am schwierigsten ist, nämlich in China.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdars bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
