# AI Rotation, Protein Boom, and Investment Lessons

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-09-15

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die krasseste KI-Rotation seit dem Diebsiegsschock, fette Kursgewinne bei Pharma und neue Fusionsfantasie bei den Börsenaktien.
Im Thema des Tages geht es um die Lehren der fabelhaften Meisterinvestorin und in der EE-E-Idee dreht sich alles um einen proteinreichen Boom fürs Depot.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Lea Oetjen und Holger Zschäpitz.
aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Dienstag, der 15.
September und wir wünschen euch einen wählerischen Start in den Tag.
Denn genau das war die Börse gestern.
Wählerisch.
Chips runter, Software rauf und dazwischen ein S&P 500, der mit minus 0,5 Prozent fast harmlos aussah.
Ebenso wie der Nestec 100, der 0,8 Prozent verlor und ein DAX mit einem Minus von 0,5 Prozent.
Aber harmlos war es dann doch nicht.
Der Philadelphia Halbleiterindex, der Sox, der hat nämlich 5,9 Prozent verloren.
Und das war der größte Tagesverlust seit Juli.
Nvidia minus 3,4 Prozent.
Broadcom minus 4,8.
Micron minus 5,3.
Und weiter unten in der Liste, da wird es richtig hässlich.
Teradine minus 13.
Corrent minus 13.
Astera Labs minus 12.
Und Arm minus 10 Prozent.
Der Auslöser war, wir haben ja gestern schon ausführlich darüber gesprochen, das Essay von Anthropik-Chef Dario.
der gefordert hat, die Entwicklung der KI-Modelle zu bremsen, damit die Sicherheit Schritt hält.
Und die Börse hat eben das daraus gemacht, was wir ja schon vermutet hatten.
Wenn die KI-Labore langsamer machen, brauchen sie weniger Chips, weniger Rechenzentren und weniger Strom.
Und deshalb verloren auch Siemens Energy gestern 8%, Schneider Electric 6,5%, Infineon minus 7%, ASML minus 6%, AX-Tron und BE-Semikontakte bis minus 11%.
Und in Asien, da war es noch heftiger Softbank, die ja mit 13% an OpenAI beteiligt sind, die verloren 10,7%.
Und der Cosby, das ist ja so der Art Chip-Index aus Südkorea, der war minus 3,3%, Samsung minus 4% und SK Hynix minus 7%.
So, reicht jetzt auch mit den schlechten Nachrichten?
Schauen wir mal lieber auf den S&P 500.
Da stiegen nämlich mehr Aktien als vielen.
Der gleichgewichtete Index lag sogar leicht im Plus.
Und auch das hatten wir ja euch bereits angekündigt, das AAA-Orakel.
Der Goldman Sachs Software Index gewann dagegen 5,5 Prozent.
Rapid7 plus 24 Prozent.
Z-Scaler plus 16,5 Prozent.
CrowdStrike plus 13,9 und Palo Alto plus 13,1 Prozent.
Und auch da gab es eine gewisse Logik, auch wenn man doch nicht weiß, ob die Unternehmen überhaupt die Software haben, um sich gegen KI zu wehren.
Die Idee geht nämlich, wenn KI zur Sicherheitsfrage wird, dann steigen die Budgets für Cyber Security.
Und die Softwarefirmen, die ja seit April unter der sogenannten SARS-Apokalypse abgestraft worden waren, weil KI sie angeblich überflüssig macht, die können zumindest auch noch aufatmen.
Neben den Cyber Security Firmen Autodesk plus 8 Prozent.
Intuit, selbst die.
5,5, Adobe plus 5,3.
In Frankfurt SAP plus 5 und das so aus Paris plus 5 Prozent.
Wie extrem diese Rotation war, zeigt auch eine Goldman-Analyse.
Der Coop-KI-Gewinner gegen KI-Verlierer verlor fast 10 Prozent der schlechteste Tage seit dem Dieb-Sieg-Schock.
Vereinfacht misst dieser Index die relative Entwicklung von KI-Profitören gegenüber Unternehmen, die durch KI bedroht erscheinen.
Das bedeutet, die bisherigen KI-Gewinner werden verkauft, während vermeintliche KI-Verlierer relativ stark steigen.
Und dieser Verweis auf den Dieb-Sieg-Effekt, der ist wichtig, denn damals, das war im Januar 2025, stellte der Markt erstmals fundamental.
Die KI-Frage, ist das wirklich ein tolles Phänomen?
Und jetzt wird das halt nochmal gefragt.
Und deshalb war das eben so entscheidend, dieser Moment.
Pharma war gestern dagegen der sichere Hafen.
Roche gewann 5% nach guten Lungenkrebsdaten.
GSK plus 4,7%.
Und auch Börsenaktien waren gefragt.
Deutsche Börse plus 2,1%.
Und das lag daran, der Euronext-CEO, der hat in der FT sich offen für eine Fusion der beiden Börsenbetreiber gezeigt.
Und dann ist da noch das zweite Thema, das eigentlich das Größere gestern war.
Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihen ist gestern nämlich kurz über die 5-Prozent-Hürde gesprungen.
Zum ersten Mal seit Oktober 2023 und erst zum zweiten Mal seit der Finanzkrise.
Vor dem Irankrieg lag sie knapp bei 4 Prozent.
Und da hatten wir euch ja gesagt, dass möglicherweise die Rendite fällt.
Sie ist dann auch zum Schluss wieder ein bisschen gefallen, aber diese Entspannung, die blieb aus.
Und das lag daran, dass der Ölpreis weiter gestiegen ist.
Brennstieg zwischenzeitlich auf fast 110 Dollar, weil Saudi-Arabien seine Ost-West-Pipeline nach dem Angriff für Wochen abschreiben muss.
Das Iran-Golftreffen in Oman, das wurde verschoben.
Das war auch nicht gerade positiv.
Und die Houthis.
Die kontrollieren offenbar die Straße Bab-Almandab.
Und am Ende Schlossbrenn bei rund 107 Dollar.
Und die Bundesrendite, die war zeitweise so hoch wie 2009 nicht mehr, nämlich bei 3,52 Prozent.
Damit ist die Zinserhöhung der Fed quasi schon ausgemacht diese Woche.
Mehr als 90% Wahrscheinlichkeit für 25 Basispunkte.
Bis März werden drei Schritte gepreist.
Der Euro fiel auf 1,1546 Dollar, ein Monatstief.
Gold verlor 1,5% auf 4.284 Dollar.
Bitcoin gewann 2,2% auf knapp 79.000 Dollar.
Und auch bei den Banken hat es gerappelt.
Bank of America-Chef Brian Monaghan, der sagte auf der Barclays-Konferenz, das Handelsgeschäft im dritten Quartal sei flat.
Die Investmentbanking-Gebühren lägen bei 1,6 bis 1,8 Milliarden statt der erwarteten 2.
Und die Aktie, die verlor daraufhin 5,4 Prozent, zog andere Investmentbanken mit runter.
Goldman minus 4,3, Citi minus 4,2 Prozent.
Ja, was heißt das jetzt für euch?
Die meisten Strategen halten die KI-Panik für übertrieben.
Max Kettner von HSBC nennt die Sorgen overblown.
Ulrike Hoffmann-Buchadi von der UBS glaubt, die Labore wollten vor allem die regulatorischen Rahmen mitgestalten.
Die Investitionen würden aber weiterlaufen.
Naja, aber ehrlich muss man sagen, für die Chip-Ausrüster bleibt so immer diese Angst.
dass irgendwelche CapEx-Kürzungen kommen und es ist wie so ein Damoklesschwert, was über diesen Dingern herrscht.
Auch wenn natürlich bisher kaum jemand die Schätzung tatsächlich gesenkt hat und es wahrscheinlich auch nicht so schnell passieren wird.
Aber es ist immer die Angst, die halt irgendwie ist.
Und interessant auch, was Nvidia-Chef Jensen Wang gestern noch gemacht hat.
Er saß auf der Bühne beim All-In-Summit und bekam dann den Anruf von Donald Trump und schaltete ihn dann live auf Lautsprecher, sodass alle mithören konnten.
Das ist unglaublich.
Trump bezeichnete die Debatte über die Verlangsamung der KI-Entwicklung sinngemäß als politisch motiviert oder als etwas, das China in die Hände spielt.
Huang stimmte der Stoßrichtung zu.
Ein künstliches Abbremsen der US-KI-Entwicklung würde vor allem China helfen.
Am Ende müsst ihr euch da wahrscheinlich einfach selbst ein Bild draus machen.
Das ist wahr.
Und er hat es sogar einen Hawks genannt, das Sicherheitsrisiko.
Das fand ich schon wieder ganz...
Ja, vielsagend.
So, Ibarg, die Termine, die sind auch vielsagend.
Aus China zumindest.
Da gibt es ganz viele Konjunkturdaten, Industrieproduktion, Einzelhandelsumsätze und Immobilieninvestitionen aus Deutschland.
Dann gibt es den ZEW-Index, dann gibt es Investorentage bei AXA und Coteva, den Salesforce Stream Forces, die größte jährliche Tech-Konferenz für Customer Relationship Management, was es alles Messen gibt.
Ganz spannend.
Und dann ist noch Kanzler Friedrich Merz.
Nach der jüngsten Wahlschlappe spricht er beim Unternehmertag des Großhandels- und Exporteursverbandes BGA in Berlin.
Das Thema des Tages.
Lea, ich habe heute mal eine Zahl für dich.
Kannst du damit was anfangen?
12,6 Prozent.
Kann natürlich jetzt in alle Richtungen gehen.
12,6 Prozent Wahrscheinlichkeit, dass Gladbach oder HSV in die zweite Liga absteigen.
Vielleicht.
Oder die jährliche Durchschnittsrendite des MSCI World in den vergangenen Jahren.
Hilft mir auf die Sprünge.
Das ist wirklich schlecht.
Also der MSCI World hat in den vergangenen fünf Jahren nicht ganz 12,6 Prozent gemacht, sondern 11,7.
Aber da bist du schon dicht dran.
Mit 12,6 meine ich, das ist eine neue Zahl, die kam gestern raus.
Die ist ein bisschen erschreckend.
Das ist nämlich der Anteil der Frauen unter den aktiven Fondsmanagern weltweit.
Und was noch erstaunlicher ist, die Zahl ist zum ersten Mal seit 2018 gefallen.
Von 12,9 auf 12,6 Prozent.
Und das steht im neuen Alpha Female Report von CityWire.
Und in der absoluten Zahl...
2283 Frauen managen aktive Fonds.
Im Vorjahr waren es nach 2371.
Und das ist der erste Rückgang in elf Jahren, in den Citywire genau diese Zahlen misst.
Jetzt könnte man natürlich sagen, aktive Fonds schrumpfen insgesamt, weil ETFs ihnen die Kunden abgraben.
Da sinkt auch die Zahl der Männer.
Stimmt, nur die Zahl der Frauen sinkt schneller.
Und der Schuldige sitzt in Europa.
Luxemburg hat 30 Fondsmanagerinnen verloren, Großbritannien 19, Irland 16 und Frankreich 15.
Und was ist in Deutschland los, liebe Lea?
Ja, da brauchen wir keinen Rückgang, um schlecht dazustehen, um ehrlich zu sein.
52 Frauen.
672 Männer.
Das ist ein Frauenanteil von 7,2 Prozent.
Platz 21 von 23 Ländern.
Hinter Indien, hinter der Schweiz und noch ganz vielen anderen Ländern.
Spitzenreiter ist übrigens Taiwan mit 31 Prozent.
In Europa führen Spanien mit 21 und Italien mit 19 Prozent.
Und noch eine Statistik.
Und wenn eine Frau einen Fonds bekommt, dann behält sie ihn kürzer.
Amtszeit im Schnitt 4,6 Jahre.
Bei Männern sind es 5,9.
Über zehn Jahre wurden 46 Prozent der Fondsmanagerinnen von ihrem Fonds abgezogen.
Bei den Männern nur 30 Prozent.
Jetzt der Twist.
Das Geld, das Frauen verwalten, ist auf 5,7 Billionen Euro gestiegen.
Eine Billion mehr als im Vorjahr.
Pro Kopf managen Frauen jetzt drei Milliarden, Männer 2,9.
Auf dem Papier haben sie die Männer also überholt.
Ja, nur auf dem Papier.
Denn der Trick, das sind gemischte Teams.
Da stecken 4,9 der 5,7 Billionen drin.
Fonds, die Frauen alleine steuern, sind im Schnitt 468 Millionen schwer.
Die der Männer 742.
Die Frauen sitzen mit am Tisch.
Die größten Töpfer, die stehen aber weiter bei den Männern.
Ja, und das ist wirklich schade, denn die Börsengeschichte zeigt ja, Frauen können das.
Und Frauen können auch noch viel mehr.
Wir haben uns daher mal fünf Meisterinvestorinnen angeschaut und jede steht für eine Lektion, die ihr sofort nutzen könnt.
Und Investorin Nummer eins ist Geraldine Weiß, die Dividendendetektivin, so heißt sie.
Sie gründete 1966 den Börsenbrief Investment Quality Trends und ihre Regel kaufe Qualitätsaktien, wenn die Dividendenrendite im Vergleich zur eigenen Historie ungewöhnlich hoch ist und verkaufe, wenn sie am unteren Ende liegt.
Dazu ein harter Filter, unter anderem 25 Jahre Dividende ohne Unterbrechung musste gezahlt worden sein.
Und das hat funktioniert.
Von 1986 bis 2002 schaffte ihre Strategie mehr als 12 Prozent im Jahr.
Der breite Markt nur 10,8 Prozent.
Im Dotcom-Crash legte ihr Portfolio um 20,5 Prozent zu, 2001 dann sogar um 17 Prozent, während die WorldShare jeweils rund 11 Prozent verlor.
Aber der Schwachpunkt, das Timing.
Schon 1996 hielt sie den Markt viel zu teuer.
Das hat sie mit Alan Gievenspan gemeint.
Er hat ja auch von Irrational Exuperance im Dezember gesprochen.
Im Oktober 1999 empfahl sie 70 bis 75 Prozent Cash, aber der Crash, der kam erst nach einer wirklich gewaltigen Schluss-Rallye-Lektion.
Bewertung sagt euch viel über die Rendite der nächsten zehn Jahre, aber fast nichts über die Rendite der kommenden zwölf Monate.
So, dann zur Meisterinvestorin Nummer zwei, Ann Scheiber, die Königin des Zinseszins.
Sie war Steuerprüferin, kassierte nie ein hohes Gehalt und ging 1944 mit rund 5000 Dollar in Rente.
Als sie 1995 im Alter von 100 Jahren starb, hinterließ sie 22 Millionen Dollar.
Grob gerechnet also fast 18 Prozent im Jahr über 51 Jahre.
Ihre Methode war geradezu banal, kann man sagen.
Marken, die sie verstand, also Coca-Cola, PepsiCo, Pfizer, Bristol-Myers.
Dividenden rein investiert und praktisch nie verkauft.
Und 1950 steckte sie 10.000 Dollar in Sharing Bluff.
Das war ein Pharmakonzern.
Und 1995 war die Position dann 7,5 Millionen wert.
Zwischendurch hat wieder sich die Aktie mal, sie hielt sie trotzdem.
Ihr größter Fehler war ihr erster.
1932 vertraute sie ihr Geld dem Bruder an, einem Börsenmakler, dessen Firma ging pleite.
Alles war weg.
Danach traf sie in ihre Entscheidung selbst.
Lektion, ihr könnt die Ausführung delegieren.
Das Verständnis für euer Geld?
Aber nie.
Nee.
Meisterinvestorin Nummer drei ist Hattie Green.
Sie war wie Warren Buffett, nur 100 Jahre bevor es Warren Buffett überhaupt gab.
Sie starb 1916 mit geschätzten 100 bis 200 Millionen Dollar.
Vermögen?
Ihr Prinzip?
Kein Kredit und hohe Cashreserven.
Nach dem Bürgerkrieg kaufte sie verschmähte US-Staatsanleihen, weil sie auf die Bonität des Staates setzte.
Und in der Panik von 1907 hat sie der Stadt New York dann sogar über eine Million Dollar geliehen, als sonst niemand anders liquide war.
Und für Green war Cash eine Option auf die nächste Krise.
Ihr Fehler war die Gegenpartei.
Ihr Mann spekulierte auf Pumps.
Seine Bank brach 1885 zusammen und die blockierte ihre Wertpapiere, bis sie seine Schulden mitbeglich.
Lektion, wer keinen Hebel hat, muss nie im Tief verkaufen.
Und schaut euch an, wer Zugriff auf euer Depot hat.
Erst der Bruder, dann der Mann.
Merkt ihr was?
Meisterinvestorin Nummer 4, die Gegenspielerin.
Das ist natürlich Cathie Wood.
Sie fragt, welche Technologie ist in 10 Jahren größer, als der Markt heute glaubt?
Ihr Tesla-Call gegen den Widerstand fast aller Institutionellen war einer der größten Contrarian-Treffer der letzten Dekade.
Ihr Fehler war ein Portfolio-Problem.
30 Zukunftsaktien, die alle an einer Stellschraube hingen, nämlich an den niedrigen Zinsen.
Als sie dann 2022 stiegen, fiel alles gleichzeitig.
Lektion, ihr könnt bei der Technologie...
Und Nummer 5 kommt aus Ulm, aus Deutschland.
Beate Sander, Realschullehrerin, kauft ihre erste Aktie 1996 mit 59 Jahren, wurde als Börsenoma mit zahlreichen Bestsellern bekannt.
Startkapital umgerechnet 30.000 Euro.
Und als sie 2020 im September starb, war ihr Depot nach eigenen Angaben über 2 Millionen Euro schwer.
Sie hat über die Jahre immer weiter eingezahlt.
Als bekannte Privatanlegerin eine Klasse für sich.
Ihre Methode nannte sie Hoch-Tief-Mut-Strategie.
Also sehr breit streuen, teils in mehr als 100 Titel und dann in Crash mutig nachkaufen.
Also sowohl 2008 als auch im Corona-März.
Und von den großen Gewinnern dann nur Portionen verkaufen und nie alles.
Nemechek kaufte sie 2006 splitbereinigt für 1,28 Euro.
2019 lag sie eigentlich im Angang schon bei mehr als 3050 Prozent im Plus.
Sartorius Vorzüge zu 4,40 Euro.
Am Endeffekt mehr als 3.200 Prozent im Plus.
Dazu noch Rational, Fuchs, Petrolup, Eurofins und Dörr.
Und der Punkt, den kaum ein Privatanleger schafft.
Sie hat sich nach einer Verzehnfahrung nicht selbst aus der Aktie geworfen.
Ihre Fehler hat sie genauso offen benannt.
Deutsche Bank und Commerzbank seien ihre größten Reihenfälle gewesen.
Sie habe zu lange auf die Erholung gewartet.
Und bei Wirecard, da kauft sie sich nach den Short-Artang antizyklisch nach.
Das ist die Schattenseite des Mutes in der Krise.
Ein Kursrutsch ist dann nur eine Chance, wenn das Geschäftsmodell auch wirklich intakt ist.
Bei Betrug, Überschuldung oder kaputter Story hilft auch kein Nachkaufen.
Da wollte sie später auch komplett raus.
Also Lektionsander, Gewinne nicht deshalb mitnehmen, weil sie groß geworden sind.
Und Nachkaufen nur dort, wo der Markt irrt, nicht dort, wo er etwas weiß.
Und wenn man jetzt mal alle fünf Meisterinvestorinnen zusammenlegt, ergibt das ja eigentlich ein ganz gutes.
Und die Konsequenz für euch?
Keiner der fünf hat ihr Vermögen mit dem Wechsel von Fonds zu Fonds gemacht.
Alle hatten eine Regel und haben sie durchgehalten.
Das kostet nichts und im Gegensatz zu einer Fondsmanagerin kann euch niemand die Regel nach 4,6 Jahren wieder wegnehmen.
Proteine gehören zu den elementaren Baustoffen des Körpers.
Er braucht sie für Muskeln, Organe und Gewebe, aber auch für Hormone, Enzyme und das Immunsystem.
Aus dem lebensnotwendigen Nährstoff ist jedoch längst auch ein gesellschaftliches Ideal und ein lukratives Lifestyle-Versprechen geworden.
Kennst was von, ne Holger?
Ja, musst du mir nicht erzählen.
Ich will ja so ein Posterchild für Proteine.
Ich nehme auch gerne noch Kreativ und sonstige Nahrungsergänzungsmittel.
Und damit bin ich nicht allein.
Immer mehr Menschen betrachten ihre Ernährung als Optimierungsprojekt.
Essen soll nicht mehr nur schmecken und satt machen, sondern den Körper möglichst fit, gesund und leistungsfähig halten.
Proteine passen perfekt in dieses Denken.
Die Lebensmittelindustrie hat diesen Wandel erkannt.
Deshalb stecken Proteine nicht mehr nur in Shakes, Pulver und Riegel.
Für Kraftsportler inzwischen bekommt fast jedes Alltagsprodukt eine...
Eiweißreiche Zweitkarriere.
An den Supermarktregalen stehen ja Proteinmilch, daneben liegt noch Proteinbrot und in der Tiefkühltruhe wartet die Proteinpizza.
Es fehlt jetzt eigentlich nur noch, dass es an der Imbiss um der Ecke irgendwie noch so ein Proteindöner gibt.
Aber bevor es so weit kommt, schnappen wir uns das Thema jetzt hier erstmal in der AAA-Idee.
Und wie gut sich damit verdienen lässt, da sieht man ja in einem deutschen Beispiel.
Hinter More Nutrition und ESN steht The Quality Group.
Das ist der Marktführer hierzulande.
Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen erstmals mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt.
Und allein im ersten Halbjahr 2026 kamen nochmal 850 Millionen dazu.
Und das war ein Plus von gut 40 Prozent.
Noch ist das Unternehmen nicht börsennotiert, aber es gibt immer wieder Gerüchte über einen IPO.
Der Kunde zahlt für das Eiweißetikett fast jeden Preis.
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat das mal nachgerechnet.
Ein High-Protein-Getränk von Yopro, das ist eine Marke von Danone, kostete 216 Prozent mehr als das herkömmliche Produkt.
Der Trend ist damit klar und er wird sich wahrscheinlich auch noch fortsetzen.
Das Marktforschungsinstitut Mordor Intelligence taxiert den weltweiten Markt für proteinhaltige Nahrungsergängsmittel in diesem Jahr auf gut 26 Milliarden Euro.
Bis 2031 sollen fast...
38 Milliarden draus werden.
Und das wäre ein Wachstum von knapp 57 Prozent plus in sechs Jahren.
Für den Trend spricht auch, wer da gerade einkauft.
Laut einer Joghoff-Unfrage greift nämlich 54 Prozent der Gen Z mindestens einmal im Monat zu einem Produkt mit dem Protein-Label.
Bei den Boomern sind es gerade mal 11 Prozent.
Die Kundschaft wächst mit ihrem Einkommen also quasi mit.
Und was bedeutet das jetzt für Anleger?
Der Markt ist zwar sehr übersichtlich, es gibt allerdings ein paar Proteinaktien.
Der offensichtlichste Weg auf den Trend zu setzen ist Clambia.
Den ihren gehören Optimum Nutrition und Isopor, die es ja auch hierzulande im Supermarkt gibt.
Die Aktien des Marktführers hat sich in gut einem Jahr mehr als verdoppelt und ist in diesem Jahr der stärkste Wert im Nahrungsmittelsegment des Stock 600.
Höfen hat dabei auch einen Nebeneffekt und zwar einen Nebeneffekt der Abnehmenspritzen.
Wer GLP-1-Medikamente von Ila Lili und Novo Nordisk nimmt, verliert nämlich Appetit und damit auch Muskelmasse.
Und deshalb raten Ärzte diesen Patienten zu mehr Eiweiß.
Und Glanbier ist einer der wenigen Lebensmittelkonzerne, die von den Abnehmenspritzen damit sogar profitieren, statt unter ihnen zu leiden.
Und zwei Dinge sollte man sich aber...
Daneben legen erstens den Preis.
Die Aktie kostet etwa das 16,4-fache des erwarteten Gewinns.
Gut 35 Prozent mehr als im Schnitt der vergangenen fünf Jahre.
Also es ist schon teurer geworden.
Also eine Neubewertung hat stattgefunden.
Und zweitens der Rohstoff Molkenprotein wird immer teurer.
So daneben sagt, für dieses Jahr sei man weitgehend abgesichert.
Eine andere Wette wäre Danone.
Das klingt langweilig, aber mit YoPro hängen die Franzosen mitten im Proteinboom.
Der Unterschied zu Glambia, Protein ist bei Danone nur ein kleiner Teil des Konzerns und der Markt bezahlt dafür bisher keinen Aufschlag.
Und es gibt noch ein drittes Unternehmen, das in dem Kontext zu nennen ist.
Der Protein-Hype braucht schließlich Rohstoffe, also Molke, Soja und Erbsenprotein geliefert werden, die unter anderem von Archer Daniels Midland.
Die hatten wir ja schon gestern, seht ihr das?
Da kommt sie schon wieder.
Wer mehr Proteinpulver, Proteinriegel und Proteinpizza produziert, kauft bei dem Agrar- und Lebensmittelkonzern aus Chicago ein.
Das ist der Schaufelhersteller des Proteinbooms.
Wichtig zu wissen ist allerdings, dass diese Schaufeln oder Löffel ein Massengeschäft sind.
Arte Daniels Mittler verdient an jeder Tonne nur wenig mit.
Die Margen sind dünn und die Agrarpreise schwanken.
Ein Wachstumswert ist das nicht.
Eher ein Zykliker mit Rückenwind.
Breiter aufgestellt, dafür verwässerter wäre zum Beispiel Nestlé.
Und wer lieber ein ETF nimmt, der stößt schnell auf den One Ex Sustainable Future of Food.
Da müssen wir aber zwei Warnhinweise liefern.
Der ETF setzt vor allem auf pflanzliche Alternativen und nicht auf Molke.
Er ist also fast die Gegenwerte zu Klammer.
Und er ist mit rund 11 Millionen Euro schon sehr winzig.
Bei so kleinen Fonds kann es immer wieder passieren, dass der Anbieter irgendwann den ETF da mal dicht macht.
Eine größere, aber auch wesentlich breitere Alternative wäre der iShares MSCI World Healthcare ETF.
Und beide WKNs findet ihr in der folgenden Beschreibung.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns an der Mail in AAA, also aaatwähl.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und heute ist es soweit.
Wollen wir mal Trommelwirbel machen kurz?
Ja.
Das war mein kurzer Trommelwirbel hier.
Wir dürfen nicht nämlich hier und jetzt verkünden.
Das ist ab sofort.
Alles auf Aktien, das könnt ihr jetzt tragen.
Es gibt nämlich AAA-Merch und es gibt Hoodies, T-Shirts, Taschen, Socken, Tassen und noch vieles mehr.
Allerdings nur für die Hörer, die auch bei unserem AAA-Summit am Start sind.
Alle, die ein Ticket haben oder jetzt noch schnell eins kaufen, die können nämlich den exklusiven Link zum Ticketshop bekommen und erhalten auch noch 20% obendruf.
Weißer geht's doch gar nicht, oder?
Nee, ist ein richtig guter Deal.
Und ihr müsst wissen, dass wir Hosts unsere Bestellung schon aufgegeben haben.
Wir sind ja unter anderem auch nächste Woche auf der Finance 26 in Frankfurt, um unser Merch da schon erstes Mal auszuführen.
Holger, du musst jetzt nicht berichten, was du dir hier alles bestellt hast, aber willst du mal verraten, welcher Slogan dein Herz erwärmt hat?
Du hast ja quasi alle Produkte mit dem einen Slogan bestellt.
Erzähl mal, was hat das damit auf sich?
Ja, ich habe FOMO Sapiens.
Ja, das passt doch.
FOMO.
Wie Fear of Missing Out.
Ja, das steht da vorne drauf.
Steht aber auch alles auf Aktien nochmal drauf, so als Aufdruck und so ein Schriftzug.
Man kann aber auch nur alles auf Aktien-Merch haben.
Oder es gibt auch einen Dividendenspruch für den Eckart und es gibt...
Ein Anglerhut für Philipp.
Genau, ein Anglerhut für Philipp, der wollt ihr unbedingt haben.
Alles, was das Herz vergeht.
Genau, und du wolltest einen...
Ja, ich wollte dir einen coolen Hoodie, einen coolen Zipper haben.
Den gibt es auch.
Und ich habe noch ein rosafarbenes T-Shirt.
Da steht auch Homo Sapiens, Anifomo Sapiens drauf.
Und wer darüber kein Ticket hat und auch noch Merch haben will, der kann das tun.
Jetzt klingen wir wie so ein Verkaufsshop hier so.
Aber jetzt, weil wir schon bei Werbung hier sind, muss ich auch noch über Defner und Schäbis sprechen.
Das ist nämlich unser wunderbarer Schwester-Podcast mit dem Defner zusammen.
Und wir diskutieren natürlich nochmal, ob KI uns alle umbringt.
Und da sollte man vorher, bevor man umgebracht wird, wenn die Wahrscheinlichkeit da ist, nicht unbedingt noch ein AAA-Merch kaufen, weil wir ja irgendwie würdevoll dann ableben.
Und wir wollen natürlich sprechen, was...
Kannst du jetzt hier nicht wieder eine Rolle rückwärts machen, Mensch?
Ja, auf jeden Fall.
Wir wollen natürlich sagen, was das für den Antropic-IPO heißt, was das für die einzelnen Aktien heißt, ob das gut, schlecht, für wen auch immer ist.
Und das wollt ihr nicht verpassen, genauso wie uns morgen nicht, weil ihr wollt ja vielleicht das nächste Merch-Erlebnis hier noch haben.
Und deswegen heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
