# Wealth Management Strategies for High-Net-Worth Individuals

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-09-12

## Transcript

Wie investieren Reiche ihr Geld?
Legt man auch Vermögen von 10, 30, 100 Millionen Euro in ganz normale ETFs und Anleihen an?
Was bringen Hedgefonds, Private Equity, komplexe Anlagemodelle, auf die wir als Privatanleger eher keinen Zugriff haben?
Diese ganzen Fragen habe ich mit Jan Voss diskutiert.
Jan managt seit Jahren für Menschen mit Viehgeld das Vermögen, früher bei Goldman Sachs, dann für die Gründer von Colibri Games und jetzt mit seiner Beratung Cape May für viele verschiedene Family Offices.
Übrigens kann ich den Newsletter von Jan schon mal sehr empfehlen.
Link dazu ist in der Beschreibung.
Und damit auch schon genug der Vorrede, rein in den Podcast.
Mein Name ist Noah Leidinger, das ist ohne Aktienwert schwer und dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Jan, wir wollen heute mal ein bisschen stumpf gesagt darüber sprechen, wie die Reichen ihr Geld anlegen.
Interessiert immer viele, wie wirklich vermögende Menschen am Ende investieren, ob die ähnlich investieren, ob die ganz anders investieren.
Du hast da sehr viel Erfahrung, erst bei Goldman Sachs gewesen, dann hast du für die Gründer von Colibri Games das Family Office aufgebaut.
Die wurden für über 100 Millionen ungefähr an Ubisoft verkauft und jetzt machst du mit Cape May deine eigene Advisory, berätst verschiedene Family Offices, bist also tief in dem ganzen Markt drin und ich starte mal mit einer ganz einfache Frage, mit einer ganz grundlegenden Frage.
Wenn ich jetzt...
so Gründer bin, habe nichts geerbt, kein großes Immobilienvermögen, sondern einfach wirklich, sagen wir, ich habe meine Firma verkauft und habe jetzt 50, 100 Millionen, 20 Millionen an Cash.
Wie wird es so dran gehen, das jetzt aufzuteilen und anzulegen?
Spannende Frage und sehr gute Frage.
Ich glaube, den wichtigsten Punkt, den ich immer sagen würde, ist dem erstmal zu widerstehen.
direkt anzufangen und bereit zu investieren.
Irgendwie so oponistisch investieren.
Ich mache hier den coolen Ein-Venture-Deal, hier den Fond-Deal.
Wenn man natürlich mal, wenn auf Gründerszene Business Insider, wo auch immer es stand, dass man verkauft hat, dann klopfen natürlich gleich immer sehr, sehr viele Leute an.
Den ersten Tipp, den ich eigentlich mal geben würde, ist sich eigentlich mal zu überlegen, was man eigentlich erreichen möchte.
Weil das ist am Ende, klingt relativ stumpf, aber wir leben dann doch sehr, sehr oft, wenn wir Kundinnen und Kunden betreuen, von irgendwie eine Million Euro bis 100 Millionen Euro plus.
Das ist erstaunlich.
wenige Leute sich wirklich mal strukturiert die Gedanken machen, was denn mit diesem Geld erreichen möchten.
Und da gibt es natürlich eine sehr, sehr weite Bandbreite an Zielen, die man erreichen kann.
In den meisten Fällen ist natürlich dieses Geld auch irgendwie zu vermehren oder zumindest sicherzustellen, dass das Geld nach Lebenshaltungskosten, Steuern, Inflation etc.
nicht weniger wird.
Aber natürlich, wenn man auch mal so große Summen Geld verdient hat, die in den meisten Fällen aber eben auch wirklich lebensverändernd groß sind, also die Leute müssen in der Regel nicht mehr arbeiten, wenn sie jetzt nicht morgen anfangen, irgendwie Privatjets zu kaufen, sondern einfach ihr normales, bisschen besseres Leben weiterführen.
dann stellt man sich natürlich auch die Frage, was wir damit eigentlich erreichen.
Will man letztendlich eben nochmal dieses nächste Kapitel als Investor wagen?
Will man vielleicht damit auch irgendwie philanthropisch aktiv werden?
Generell will man damit sozusagen einfach gewisse, ja ich sag mal, gewissen Purpose irgendwie im Vermögen widerspiegeln.
Und eigentlich all diese Fragen sind das, finde ich, was man sich upfront sehr, sehr gut stellen müsste.
Weil am Ende, ich sag mal so, wie du meinst, 20 Millionen Euro kommt vielleicht ein bisschen drauf an, aber ich sag mal so 50 bis 100 Millionen Euro ist dann schon eigentlich dieser interessante Spot.
wo man eigentlich fast alles machen kann, aber nicht zwingend alles machen muss.
Und da natürlich einmal upfront zu überlegen, was ist der richtige Weg sozusagen, was sind die Ziele, welche Rendite brauche ich vielleicht eigentlich, wie sieht meine Steuerstruktur aus, möchte ich da meine Familie inkludieren, möchte ich auch ein Family Office aufbauen, sicherlich ein Thema, was heute auch nochmal vertiefen werden.
Das sind, glaube ich, immer die wichtigsten Themen.
Fragen, die man sich mal upfront stellen sollte.
Und wenn man das gemacht hat, dann kann man natürlich auch anfangen, quasi diese Ziele dann, ich sag mal, in die sogenannte strategische Anlageallokation zu überführen.
Also was will ich jetzt in Aktien investiert haben?
Was möchte ich in Anlagen investiert haben?
Habe ich Private Equity?
Habe ich Venture Capital?
Habe ich Hedgefonds?
Und so on.
Und dann kommt eigentlich erst dieser Schritt 3, mit dem sehr, sehr viele Leute letztendlich eben anfangen, ist letztendlich eben so eine Anlageallokation mit Leben zu befüllen.
So möchte ich selber meine ETFs kaufen?
Gebe ich das Geld an ein Vermögen?
So weiter ab.
Möchte ich in Private Equity investieren, über Fonds, über Direktbeteiligung, gründe ich vielleicht noch mal ein eigenes Unternehmen.
Also ich würde sehr, sehr anraten, das mit einem strukturierten Prozess anzugehen und dann eben so über Zeit das mit Leben zu befüllen.
Nicht, weil die meisten Leute am Ende schlechte Anleger sind, aber was ich einfach sehr, sehr oft erlebe, ist, dass die Leute so in den ersten drei bis sechs Monaten Sturm und Drangphase eben sehr, sehr viele Dinge, sehr, sehr viele spannende Dinge machen, die aber sich im Rückblick, wenn man sich da mal diese kritische Frage gestellt hat, einfach nicht...
Non-Core sind.
Und wenn man das natürlich vermeiden kann, spart es einem natürlich dann für viele, viele Jahre, vor allem bei liquiden Beteiligungen, sehr, sehr viel Nerven und Aufwand.
Und wenn man jetzt sagt, okay, ich habe mir das jetzt so grob strukturiert und ich weiß, okay, den Teil vom Vermögen, sagen wir jetzt mal ganz stumpf, der ist wirklich fürs Alter, den will ich vielleicht an die Kinder weitergeben.
Der soll jetzt nicht weniger werden, soll im besten Fall mehr werden, aber vielleicht so im Schnitt Marktrendite verdienen, also sieben Prozent, aber vielleicht mit einem großen Betrag ist mir noch wichtiger, das geht jetzt auf keinen Fall.
Richtung Zero oder hat nicht so große Drawdowns.
Wenn man jetzt mal so ein Bucket hat, wie würdest du dann, habt ihr so eine Basic, wo ihr sagt, okay, standardmäßig werden wir jetzt so viele Aktien packen, so viele Private Equity, so viele Anleihen oder wie würdet ihr da rangehen?
Ich glaube, es kommt immer so ein bisschen darauf an, wie der Kunde es angehen möchte.
Also auch da natürlich wieder so ein bisschen die Präferenz.
Manche Leute glauben eben wahrscheinlich auch zu Recht, quasi so an dieses Credo Warren Buffett, quasi langfristig viele Aktien zu halten.
Also genau, ohne Aktien wird es schwer, wie es schön an der Wand steht.
Dass man natürlich das einmal angeht.
Aber natürlich haben die Leute auch gewisse andere Präferenzen sozusagen.
Möchten sie mehr quasi, was ist so ein bisschen dein Drawdown-Ziel, was du haben möchtest?
Ich glaube, diese 6-7% Zielrendite, das ist auch immer so ein Korridor, auf den wir versuchen, für die Kunden letztendlich hinzuarbeiten.
Aber ich sage mal, die kann man natürlich auf viele Arten und Weisen mit mehr oder weniger Komplexität erreichen.
Kaufe ich jetzt einfach irgendwie alles 100 Prozent in Aktien, also das ist natürlich sehr, sehr volatil, aber wenn ein Vermögen wirklich groß genug ist, dann ist das sicherlich die...
die, ich sag mal, simpelste Variante.
Das ist natürlich jetzt nicht, ich sag mal, kurzfristig stabil, aber langfristig würde man immer daran denken, dass diese Aktien sich irgendwann wieder erholen.
Gibt dafür natürlich keine Garantie.
Wenn man sagt, okay, ich möchte das vielleicht auch in die Richtung erreichen, aber mit weniger Risiko, mischt man eben andere Anlageklassen bei.
Wie du schon meintest, mache ich da quasi die langweiligen Anleihen, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, exotischere Anleihen, irgendwie Hochzinsanleihen, Schwellenwendeanleihen and so on.
Möchte ich auch Rohstoffe beimischen oder natürlich auch mehr und mehr dieses Thema semi-liquide Anlagen, Hedgefonds oder auch, ich sag mal, die semi-liquiden Private Equity Fonds, ja auch sicherlich ein Häufig.
häufiges Thema.
Ich sage mal, diesen letzten Block braucht man eigentlich nicht zwingend.
Also wir würden immer denken, so für fünf bis sieben Prozent Rendite, genau um eine marktübliche Rendite zu erfüllen.
Das ist bei uns sozusagen immer so dieses Standardziel.
Da bewegt man sich wahrscheinlich irgendwo, wenn man schlicht halten möchte, bei irgendwie 50, 50 Prozent Aktienanleihen oder wie wir es machen würden, ist sozusagen noch etwas differenzierter mit vielleicht auch etwas, ich sage mal, nischigeren, aber trotzdem irgendwie ETF-basierten Finanzinstrumenten.
Da sind wir wahrscheinlich so bei 40 Prozent Aktien.
40, 45 Prozent Anleihen und quasi, oder eigentlich 45, 50 Prozent Anleihen und zu 10, 15 Prozent Rohstoffe.
Und natürlich kann man das dann auch nochmal mehr tailern, mehr customisen.
Von wegen möchte ich exotische Anleihen mit dazu nehmen, wie möchte ich meinen Aktienteil ein bisschen gewichten, will ich irgendwie auch eine gewisse Hebelwirkung mit dazu nehmen.
Das ist letztendlich dann der Teil, ich sag mal, der etwas personalisierter ist dann noch, je nach Kunde.
Wenn ich jetzt in den letzten Monaten ein bisschen mit Family Offices auch gesprochen habe oder auch in so Runden, dann war oft so ein bisschen der Tenor, gerade jetzt im Aktienbereich, wenn wir darauf mal schauen, dass viele auch komplexere Strategien gemacht haben, über die letzten Jahre viel versucht haben, aber ich doch von vielen auch höre, sie machen eigentlich jetzt viel stumpfere Strategien mittlerweile.
Ist das auch was, was du beobachtest, dass viele einfach sagen, ich kaufe wirklich relativ stumpf jetzt einfach ein breit gestreutes ETF-Portfolio?
Auf jeden Fall.
Also vielleicht aus drei Betrachtungen.
Also sehr, sehr oft erleben wir auch bei den Kunden, Kunden, die wir betreuen, dass erstmal dieses große Interesse besteht an Einzelaktien.
Vielleicht hier auch ein bekanntes Thema, dass man in Deutschland, wenn man Aktien auf Ebene der GmbH hält, was bei eben vielen, vielen Gründern der Fall ist, dass man da eben nur 1,5 Prozent auf die Gewinne zahlt, was natürlich erstmal gut ist.
Letztendlich erleben wir dann aber in der Praxis sehr, sehr oft, dass du zwar weniger Steuer zahlst, als wenn du einen ETF kaufst, der ist auf die GmbH, ich bin ja auch nur bei 10 bis 12 Prozent, aber das ist eben am Ende diese Aktienmandate nach Gebühren, nach Komplexität, nach Buchhaltungsaufwand nicht genug Rendite erzielen, um tatsächlich ein Steuervorteil wert zu sein.
Dann tendieren wir darum, die meisten Leute eben zu ETFs.
Das wäre eben auch immer unser Ansatzpunkt.
Also es gibt ja zahlreiche Studien, die sagen, dass eben auf 10, 20 Jahresperioden Stockpicking wirklich schwierig ist, auch wenn natürlich die letzten Jahre ohne Zweifel man irgendwie gut gefahren wäre, wenn man einfach nur Tech-Aktien gekauft hätte.
Aber es ist natürlich immer die Frage, geht das so weiter?
Ist das das Heinz-Sight-Bias?
Das wissen du und ich jetzt nicht heute.
Deswegen, da sehen wir schon immer noch einen recht starken Trend zu ETF-basierten Portfolios und die Leute suchen sozusagen der Alpha eher mehr in illiquiden Märkten.
Aber was ich jetzt auch die letzten zwölf Monate beobachtet habe, was ich ganz interessant finde, ist tatsächlich auch wieder so ein bisschen Interesse aufkommt an aktiven liquiden Strategien.
Also in den letzten Jahren war das ja schon sehr dominiert, dass die Leute sagen, ich mache quasi meine ETFs ganz langweilig liquide.
quasi kauf ich an der Seite und mein Alpha suche, ich mache Private Equity Fonds, ich mache Venture Capital Fonds, ich mache Immobilien.
Das sind alles Anlageklassen, wo ich jetzt sagen würde, die sind die letzten Jahre jetzt nicht schlecht gelaufen, aber wenn halt sozusagen PE sein Ziel erzielt hat und 10, 12 Prozent Rendite pro Jahr gemacht hat, du aber auch 12 Prozent pro Jahr mit dem MSCI World erzielt hast, fragen sich natürlich viele Leute so, ist der ganze Aufwand, die ganze Liquidität mir das eigentlich wert?
aber hätte natürlich trotzdem, wie wir beide wahrscheinlich auch gerne, immer etwas mehr Rendite.
Und da kommt langsam auch wieder so ein kleines Interesse auf an nischigeren, aktiven Strategien.
Das ist jetzt nicht quasi der Stockpicker irgendwie Karl-Heinz 55, der sich irgendwie an den Rechner setzt und da anfängt, irgendwie die DAX-Aktien zu picken, aber eben wirklich, wenn ich so ein bisschen in den Kundenkreis schaue, von den einigen, wahrscheinlich auch dir bekannten, irgendwie Tech-Fonds quasi, die da sehr, sehr aktiv investieren oder zum Beispiel auch wirklich nischige Themen wie irgendwie.
Aktivismus in UK Small Caps oder sowas.
Also da kommt tatsächlich zum ersten Mal in meiner beruflichen Karriere wieder so ein bisschen ein Interesse auf.
Man hat ja auch gerade gesehen, dass Goldman Sachs vor ein paar Tagen wieder einen ETF-Anbieter gekauft hat, der so aktive Strategien auch fährt im Optionsbereich.
Vor einem Jahr haben sie auch schon mal was zugekauft, also letzten Dezember auch in dem gleichen Bereich.
Das heißt, die sind da auch in extrem starken Drang und USA ist ja oft noch ein bisschen weiter vorne.
Das heißt, da sieht man das auch, dass mit Optionsstrategien irgendwie dann gerade stabiler Erträge zu machen, dass das ein großes Thema ist.
Genau, auf jeden Fall.
Also am Ende Ich glaube, dieses Credo andererseits im ETF-Bereich oder generell so liquiden Bereich, viel Suche nach genau besseren Risikoadjustierten Renditen, das ist auch das, worauf wir uns versuchen zu fokussieren.
Aber natürlich vielleicht auch so ein bisschen diese Core-Satellite-Logik, dass ich eben sage, ein kleines Teil meines Vermögens, bin ich bereit, mehr Volatilität, mehr Risiko in Kauf zu nehmen, weil ich eben vielleicht doch denke, dass jemand, der wirklich in einer gewissen Branche, gewissen Industrie, gewissen Geografie, seinen Fokus hat, da eben auch Mehrwert generieren kann.
Ist das was, was wir jetzt heute noch nicht konkret für die Kunden irgendwie...
Also ich gehe heute noch nicht raus und suche mich Aktienfonds, aber ich nehme zumindest wahr, also im Family Office, aber auch im Privatkundenumfeld, dass die Leute da schon wieder ein bisschen mehr auf der Suche sind und ich kann es grundsätzlich auch verstehen.
Würdest du sagen, jetzt im GmbH-Logik, wenn man nochmal auf die Steuern guckt, kann man auch sagen, okay, ich mache jetzt einfach breitgestreut ETF, aber ich nehme zum Beispiel, ist mir ein bisschen zu viel Tech-Exposure und es gibt ja eine...
Einzelaktie, die auch nicht viel ausschüttet, weil Ausschüttungen sind ja tendenziell für das Steuerthema auch nicht so gut und ich mache einfach eine große Position nochmal Berkshire Hathaway, weil da habe ich sehr stabil quasi viel Industrie abgedeckt, viele Bereiche abgedeckt zu einer okayen Bewertung gerade und habe da dadurch, dass sie nur Aktienrückkäufe machen, eigentlich wirklich diesen Steuereffekt, dass sie auch nichts ausschütten.
Sind das so Sachen, wo ihr darüber nachdenkt oder sagt ihr, das werden wir niemals machen, weil es zu viel Exposure auf einer einzelnen Firma gibt?
Wichtiger Disclaimer vorweg, ich bin kein Steuerberater, das ist ja keine Steuerberater, um das nochmal zu erwähnen, aber ich glaube grundsätzlich, was ich jedem höre.
egal ob Privatperson oder Family Office auf jeden Fall das Herz legen kann, ist sich intensiv mit diesem Steuerthema zu beschäftigen.
Weil ich weiß noch, als ich bei Goldman damals rauskam, wusste ich noch, okay, das war mir so gefühlt eingraviert quasi aus den Goldman-Präsentationen, so we provide no tax advice, mehr oder weniger.
Aber desto mehr, wenn man sich damit beschäftigt, egal ob man jetzt irgendwie BC-Investments, Aktien, Anleihen macht, etc.
Also dieser steuerliche Hebel ist einfach enorm groß und man sollte sich da viel mit auseinandersetzen.
Da erlebe ich das selbst große Family Office teilweise wirklich viel.
Relevante Summen Geld würde ich liegen lassen.
Die Strategie, wie du es sagst, finde ich grundsätzlich spannend.
Also weil du ja auch in die USA geblickt hast, auch Richtung Goldmeme, wenn ich da an meine Praktikumszeit zurückentwickele.
zurückblicke, was in den USA ja enorm groß ist, ist die sogenannte Direct Indexing, also dass ich letztendlich eben nicht sage, also ich finde das DAX 40 ist immer ein gutes Beispiel, ich kaufe nicht den DAX 40 ETF, sondern ich gehe letztendlich eben hin und kaufe alle 40 DAX Aktien, weil ich zum Beispiel jetzt, wenn wir eben auf den deutschen Steuervorteil blicken, eben auf die Erträge nur 1,5% pro Jahr Steuern zahlen würde, statt eben auf ETF-Ebene 10-12%.
Das finde ich direktional sehr, sehr spannend.
In der Praxis haben wir, oder habe ich jetzt auch nach langer Suche, noch keinen Anbieter gefunden, der wirklich schafft, ohne relevanten Tracking Error.
das zu generieren.
Also das Problem ist letztendlich eben auch, dass viele Banken eben sagen, so hey, das ist eben genau die Idee, dieser Steuervorteil bringt dir was, aber das natürlich eben doch nicht so einfach ist, vor allem in diesen sehr, sehr over-researched Titeln im S&P 500, quasi die Top 50 Titel im MSCI World, dort wirklich irgendwie Alpha zu generieren.
Also die würden wahrscheinlich am Ende besser fahren, wenn sie sagen, wir kaufen genau diese 50 Titel in der Gewichtung, wir chargen dafür einen gewissen Betrag, aber du bist dann eben sehr, sehr nah an der Steuer letztendlich eben mit dran.
Also wir denken da auf jeden Fall drüber nach.
Wir haben es jetzt...
noch nicht gemacht.
Ich glaube, den Tipp, was ich in die Richtung vielleicht immer mitgeben würde, weil wir es auch manchmal so sehen, ist natürlich trotzdem so ein bisschen die Exposures im Sinne quasi im Auge zu halten.
Weil dann sehen wir zum Beispiel oft, dass die Leute sagen, ich habe dann quasi den MSCI World ETF, dann habe ich noch den Nestec ETF und ich habe noch ein paar Tech-Titel.
Dann hast du quasi plötzlich in dreifacher Stückelung eigentlich mehr oder weniger dein gleiches Tech-Exposure mit dabei.
Also dass man es endlich eben da natürlich eben trotzdem im Auge behält, wie viel faktisches Exposure ich zu gewissen Titeln, zu gewissen Branchen habe.
Aber direktional sind es auf jeden Fall auch Dinge.
über die wir nachdenken.
Also wenn auch ein Hörer da eine spannende Lösung hat, darf er sich natürlich auch gerne bei mir danach melden.
Also wir sind da immer noch auf der Suche nach guten Ideen, wie man das machen könnte.
Denkt ihr darüber nach, dass man das quasi in vielleicht zwei, drei Jahren, wenn immer mehr auch über Commandline und über KI-Agenten direkt das Depot zugänglich wird, dass man das einfach KI-Agenten machen lässt?
Gerade dieses Nachbauen von ETFs und sagt, okay, die können das noch besser, noch schneller einfach nachbilden und dann macht man automatisch die Orders und sagt, bau den ETF nach?
Oder habt ihr da noch nichts drüber nachgedacht?
Das wäre jetzt wahrscheinlich eher eine Frage für meinen Mitgründer, die noch mal ein bisschen quantiativer ist.
Also nach meinem heutigen Verständnis, es scheitert es heute nicht zwingend an der Technologie, sage ich mal, sondern was natürlich am Ende ein bisschen schwieriger ist, vor allem wenn es um die großen Summen geht, bei denen es sich auch lohnt, sowas umzusetzen.
bei welcher Bank halte ich das, wie habe ich die Schnittstellen, wie setze ich es auch wirklich effizient um, habe ich die Daten für dieses Trading und was man auch nicht unterschätzen darf, ist natürlich diese Buchhaltungskomponente, also dass aus eigener Erfahrung im Family Office Leute unterschätzen, wie viele Buchhaltungskosten entstehen, wenn man quasi den normalen Steuerberater Einzelaktien und Einzelanleihen verbuchen lässt.
Also das darf man auch nochmal mit einbeziehen.
Ich bin mir sicher, dass die nächsten Jahre da Lösungen kommen werden.
Also wir haben auch schon mit Leuten gesprochen, die quasi in dem Bereich gerade Sachen aufbauen und ich sehe da grundsätzlich auf jeden Fall auch großes Potenzial.
Wieso am Ende dann Deutschland noch niemand das wirklich visibel nach außen gemacht hat, war lustigerweise auch eine Frage, die ich mir gestern gestellt habe, aber ich habe noch keine Antwort drauf.
Ja, okay.
Das ist schon ein bisschen komisch, weil es so offensichtlich ist, dass es da einen Steuervorteil gibt.
Eine Frage, die uns auch viele stellen, jetzt gerade mit Blick nochmal zurück auf ETFs, einfach breit gestreutes Portfolio und auch das Tech Exposure.
Da fragen uns so viele, okay, was könnte man noch beimischen, damit man eben von diesem Tech Exposure ein bisschen rauskommt.
Ist das was, was ihr aktiv macht, dass ihr sagt, okay, wir nehmen jetzt nochmal Industriewerte bewusst rein oder Konsumgüterwerte oder vielleicht Regionen, die im Schnitt günstigere KGVs haben, weil wir glauben, im Schnitt tendiert das wieder in einem Durchschnitt sozusagen langfristig gesehen.
Oder sagt ihr, Wir haben da gar nicht so viele Opinion bei den meisten Kunden, sondern wir gehen wirklich breit in den Markt.
Und wenn gerade Tech ein hohes Exposure hat, dann nehmen wir das auch so mit und glauben nicht, dass wir es besser wissen.
Das ist eine schöne Frage und eine häufige Frage, die genau in der Form, ich würde sagen, mir uns mindestens einmal die Woche gestellt wird.
Grundsätzlich, das sind auch die Gedanken, die uns beschäftigen.
Aber vielleicht da, bevor wir jetzt darauf eingehen, wie versuchen wir das zu mitigieren, vielleicht um das nochmal anders anzugehen.
Also am Ende ist das eine Frage von der Diversifikation.
Die Leute sagen uns endlich so, hey, ich möchte Aktien und Aktien nah investiert bleiben, aber...
Genau, im aktuellen Bewertungsumfeld habe ich die Sorge sozusagen, möchte ich 50% Jordan tragen.
Und das ist die erste Reaktion, die Leute auch haben von wegen, okay, ich gehe ein bisschen raus aus Tech-Titeln, ich kaufe ein bisschen mehr Equal Weight, ich kaufe mehr Industriewerte, ich kaufe mehr Europa.
Also um da direkt schon darauf einzugehen, da shiften wir eben auch ein bisschen um, dass wir sagen, okay, ich will jetzt nicht irgendwie sagen, Google ist eine gute Aktie, Google ist eine schlechte Aktie.
Am Ende habe ich keine Sichtweisen, da will ich mir auch nicht unterstellen, dass wir da als kleines Unternehmen irgendwie die Zauberkugel haben und das besser analysieren können als Goldman Sachs & Co.
letztendlich blicken wir eben so ein bisschen quantitativ bewertungszeilig drauf, dass wir sagen, okay, USA ist halt sehr, sehr hoch bewertet.
Du musst eben sehr hohe Überzeugungen haben, dass diese KI-Effizienzgewinne so sich nach vorne eben auch in den Earnings per Share weiter durchziehen.
Und da möchten wir einfach das Risiko ein bisschen reduzieren und eben auch dieses indirekte Klummenrisiko, dass natürlich im MSCI World, im MSCI All Country World eben diese wenigen Tech-Titel sehr, sehr viel ausmachen.
Das heißt, da shiften wir eben einfach bewertungsbasiert schon mal ein bisschen um.
Das ist bei uns, ich sag mal, auch so ein bisschen der...
Ray Dalio oder auch Gerd Koma-artige Ansatz.
Effektiv ist es ein bisschen wegen den USA, ein bisschen mehr Emerging Markets, einfach quasi bewertungsgetrieben.
Aber der viel wichtige Punkt ist eigentlich der, wenn du Angst hast, dass Aktien zu viel Risiko haben, sollst du nicht defensivere Aktien kaufen, sondern sollst einfach andere Sachen kaufen.
Und das ist letztendlich eben genau dieser Gedanke, was habe ich für andere Anlageklassen, die ich beimischen kann.
Das diversifizierendste Investment, was du machen kannst gegenüber Aktien ist Gold.
Quasi Gold letztendlich als Safe Haven quasi funktioniert gut in Zeiten von hoher Inflation.
Also auch da wieder die Ray Dalio denke, die da mein Mitgründer, der quasi die Portfolio Strategie entwickelt hat, sehr geprägt hat.
Quasi Aktien funktionieren gut in Zeiten niedriger Inflation und quasi.
Also niedrigere Inflation, hohes Wirtschaftswachstum.
Gold ist eben genau umgekehrt.
Gold läuft gut, wenn Inflation hoch ist und das Wirtschaftswachstum schlecht.
Das heißt quasi, wenn du sagst, okay, ich möchte da schon mal ein bisschen umallokieren, das wäre quasi der diversifizierendste Faktor.
Im Rohstoffbereich kann man eben auch andere Industriemetalle noch beimischen, die eben diversifizierend wirken.
Aber Industriemetalle, da hat mich auch ein Kunde zuletzt darauf hingewiesen, hängen natürlich auch so ein bisschen am Wirtschaftszeitraum logischerweise.
Industriemetalle etc.
werden oder Öl und Gas, wird natürlich grundsätzlich auch mehr nachgefragt, wenn die Industrie letztendlich eben boomt.
Das ist die eine Möglichkeit und die andere Möglichkeit ist natürlich irgendwie Anleihen.
Also ich sage mal, das ist ja dieses berühmte, nicht das Kelly-Kriterium, aber da gibt es auch ein wissenschaftliches, das ist das Kelly-Portfolio, also sozusagen die einfachste Basifikation, um dein Risikolevel zu reduzieren, ist Aktien plus Cash.
Quasi das wäre der simpelste Schritt.
Da lässt du natürlich relativ viel potenzielle Rendite liegen, wenn du langfristig investierst.
Aber du kannst natürlich erstmal verschiedene Formen von Anleihen beimischen.
Staatsanleihen, auch inflationsindexierte Staatsanleihen beispielsweise, eben Unternehmensanleihen, wo du sagst, okay, das ist meine Rendite wahrscheinlich irgendwo zwischen 3-4%, aber mein Drawdown vielleicht je nach Duration nur 10, 20 oder vielleicht sogar noch 5%.
Und es gibt natürlich auch viele Formen von Anleihen, wie vorhin angesprochen, Hochzinsanleihen, Schwellenänderanleihen, die langfristig jetzt vielleicht nicht ganz die Aktienrendite erzielt haben, die sicherlich letztes Jahr auch keine 10-12%-Kreier gemacht haben, aber die langfristig schon irgendwo zwischen...
4 und 7 Prozent Rendite erzielt haben, also sehr, sehr nah an den langfristigen Aktienannahmen.
Das heißt, es gibt natürlich auch viele Möglichkeiten, einfach Sachen diversifizierend beizumischen, die jetzt nur inkrementell Rendite kosten, aber natürlich substanziell, ich sage mal, die risikoadjustierte Rendite in einem Portfolio verbessern können.
Und das ist eben genau das, was wir auch versuchen, in der Praxis zu tun und auch so eben so ein bisschen Leuten heranzuführen.
Natürlich, viel Rendite ist immer gut, aber es gibt halt selbst bei sehr, sehr aktiendastigen Anlegern eigentlich immer Mittel und Wege, diese die risikoadjustierte Rendite schon substanziell zu verbessern, ohne dass ich jetzt irgendwie statt 7 nur noch 5% oder noch 4% mache, sondern eher so, ich habe mir jetzt auch mal zuletzt für einen Kunden ausgerechnet, ich gehe dann von 7 auf 6%, aber ich reduziere halt mein Jordan-Risiko historisch von 50 auf 30 bis 35%.
Passend zum Diversifizierungs- und Anleihe-Thema gerade, wollte ich nochmal auf den Zins- und Dividendefonds von unserem Partner D.O.D.E.
hinweisen.
Der investiert eben nicht nur in Aktien, sondern auch in Anleihen und will so weniger Schwankungen und stabile Erträge durch Zinsen und Dividenden.
Im Aktienbereich sind also Titel wie Chevron im Depot und auf der Anleihenseite zum Beispiel Staatsanleihen von Polen oder Unternehmensanleihen von McDonalds.
Aktuell ist es so, dass die Anleihen- und Aktienquote beide bei rund 50% liegen.
Das kann sich aber je nach Marktumfeld auch ändern.
Genauso ändern die Fondsmanager bei DJE bewusst die Allokation in bestimmte Bereiche, wenn sie Risiken sehen.
Zum Beispiel haben sie im Juli den Tech-Anteil ein bisschen reduziert und dafür im Gesundheitsbereich ein bisschen aufgestockt.
Und übrigens stecken mittlerweile fast 5 Milliarden Euro an Vermögen in dem Fonds.
Das alles ist natürlich keine Anlageberatung.
Wie bei allen Fondsanlagen kann es auch sein, dass ihr euer Kapital verliert.
und Informationen zu Chancen, Risiken und Kosten findet ihr wie immer in der Beschreibung.
Wie schaut ihr auf das Thema?
Das hat man in den letzten Jahren auch gesehen, dass eigentlich Anleihen ein bisschen Gegengewicht sein sollten, aber man hat ja gerade das Thema, dass die Börse durch die vielen Tech-Aktien, die hoch bewertet sind, stark am Zinsniveau hängt und gleichzeitig, wenn die Zinsen steigen, fallen auch die Anleihenkurse.
Eigentlich, wenn wir jetzt nur auf den Faktor schauen, hat man da nicht so eine gute Diversifikation.
Denkt ihr deswegen aktuell anders drüber nach oder sagt ihr, wir gucken schon eher auf das langfristige historische Thema und sehen es immer noch als gute Beimischung?
Super valider Punkt und auch eine häufige Frage.
Letztendlich muss man glaube ich wissen, so Anleihen sind am Ende eine viel differenziertere Anlageklasse als bei Aktien.
Am Ende sind da natürlich Unterschiede, aber ich würde jetzt mal so naiv unterstellen, ob du jetzt irgendwie den US-Tech-Titel, den europäischen Large-Cap-Titel oder irgendwie den japanischen Small-Cap hast.
Am Ende haben die auch irgendwie eine relativ hohe Korrelation zueinander.
Also wenn das eine um 20 Prozent fällt, wird das andere auf Indexbasis auch um 20 Prozent letztendlich eben fallen.
Bei Anleihen habe ich da natürlich ein viel, viel größeres Spektrum.
von irgendwie genau den saudischen Staatsanleihen über irgendwie Anleihen, die Facebook gerade begibt, die ja auch lustigerweise so ein bisschen runter traden, weil die Leute Angst haben bezüglich dem ganzen Datencenter-Thema bis hin zu natürlich was irgendwie am anderen Ende der Welt.
Da muss man eben nochmal viel genauer drauf schauen.
Und auch dieser Punkt mit dem Zinsrisiko.
Da haben wir auch einige Kunden, die sehr anleihenskeptisch sind, weil eben genau das eingetreten ist.
2022, als die Zinsen gestiegen sind, standen viele Anleihenindizes weiter im Minus, also tiefer im Minus als die Aktienindizes.
Wo natürlich Leute auch sagen, hey, das sollte hier irgendwie dieser Staatsanleihen, sollte der Sicherheitspuffer in meinem Portfolio sein.
Der ist jetzt viel, viel mehr im Minus.
Darauf muss man eben schon relativ stark achten, wie man letztendlich eben positioniert.
Wie viel Durationsrisiko möchte ich nehmen?
Wann möchte ich das Durationsrisiko nehmen?
Daran liegt am Ende, ich glaube, so ein bisschen auch die...
Kunst und das ist sicherlich auch was, was man nicht unterschätzen sollte, aber ich sag mal in schlichter Form zu sagen, okay, ich kaufe mir irgendwas, ich sag mal wahrscheinlich mit der Duration, vielleicht ein, zwei, drei Jahren sozusagen, wo ich auch sagen kann, okay, oder es gibt ja auch zum Beispiel, also auch hier irgendwie keine Anlageempfehlung, aber hatte mich anderer Vermögensfall darauf hingewiesen, von iShares, diese iBonds zum Beispiel, wo du eben sagst, ich kaufe ein ETF, aber mit fixer Laufzeit, das heißt im Worst Case kann ich eben einfach den ETF bis zum Ende halten.
Das heißt, ich realisiere jetzt nicht zwingend irgendwelche Kursverluste.
Da gibt es schon Mittel und Wege, um da, ich sag mal, die Rendite gegenüber dem Geldmarkt ETF ein bisschen zu steigern, ohne jetzt genau Aktien ein ähnliches Risiko zu nehmen, weil genau, so that defeats the purpose.
Ja.
Macht ihr viel jetzt im Absicherungsbereich auch mit Derivaten und so?
Also die eine Absicherung, ich finde auch Gold ist immer, manche sehen ja auch Gold als langfristigen Wertsteigerungsfaktor.
Da bin ich immer so ein bisschen skeptisch, weil es hat erstmal keine Cashflow, ist nicht ganz so berechenbar, wie jetzt Bergt sind.
Am Ende, dass man sagt, okay, über 100 Jahre muss es auf jeden Fall Mehrwert werden, wenn die Wirtschaft wächst.
Nicht 100 Prozent so.
Aber es ist ein Absicherungsfaktor sicher auch zur Diversifikation total sinnvoll.
Macht ihr viel mit Derivaten oder so noch zur Absicherung oder das spielt nicht so eine große Rolle bei allen Kunden?
Machen wir ein bisschen, aber ich sag mal aus Ein bisschen andersherum, also grundsätzlich kommt auch immer die Frage, soll ich mir jetzt gegen Kursverluste absichern?
Wir machen das manchmal bei Kunden, aber eigentlich dann, wenn zu viel...
steuerbare Gewinne aufgelaufen sind, dass man jetzt irgendwie den Titel verkaufen kann.
Also klassisch, wenn jemand halt vor zehn Jahren den US-ETF gekauft hat, die Person sitzt einfach de facto auf sehr, sehr hohem Gewinn.
Vielleicht macht das dann mal Sinn, das Aktienexposure zu reduzieren, aber ich kann mir natürlich relativ genau ausrechnen, in dem Moment, wo ich den Verkaufsknopf für den Kunden drücke, wie viel Geld ich natürlich erstmal an die Steuer verliere, was ich dann erstmal wieder reinholen muss.
Das heißt, da hatten wir gewisse Marktphasen, wo wir für Kunden sozusagen das Risiko reduziert haben über...
Put-Optionen, die wir kaufen.
Normalerweise machen wir das aber andersherum.
Also in manchen Strategien kaufen wir Call-Optionen.
Letztendlich, um zu sagen, okay, wie kann ich eigentlich besser risikoadjustiert investieren?
Ich kaufe endlich Call-Optionen, habe darüber mein Aktien-Exposure, nehme jetzt vielleicht an Tag 1 nicht 100% der Aktien upside mit, aber habe natürlich den Vorteil, wenn ich zum Beispiel in einem Kundenportfolio für 5% Call-Optionen kaufe, wenn dann zum Beispiel so ein Schock eintritt, so haben wir es letztes Jahr erlebt.
Bei der Liberation-Day-Thematik, wenn halt der Markt plötzlich sehr schnell um 20 Prozent fällt, der Kunde verliert halt nur seine 5 Prozent.
Das ist natürlich in dem Moment erstmal ein schmerzhafter Hit.
Aber die Downside ist eben letztendlich limitiert auf diese Call-Option.
Das würde ich, ich sag mal am Ende jetzt nicht dem Otto-Normalverbraucher im eigenen Depot raten, weil es doch eben relativ arbeitseffizient ist, quasi regelmäßig diese Optionen zu rollen.
Aber ist für uns eben so ein bisschen ein Weg.
Wir machen ja die Arbeit für den Kunden, der Kunde zahlt uns das Geld.
Sagen wir eben, okay, wenn wir da sozusagen ein bisschen...
risikoeffizienter die Upside mitnehmen können, dann würden wir das tun.
Wenn jetzt jemand daheim sozusagen sagt, wie kann ich mein Risiko reduzieren, würde ich wahrscheinlich nicht hingehen und Put-Optionen kaufen, weil die wenigsten Leute machen es halt systematisch, die hören dann genau dann auf, Put-Optionen zu kaufen, bevor dann der Markt wirklich mal fällt, ist halt langfristig sehr, sehr schmerzhaft, weil der Aktienmarkt halt statistisch langfristig eher steigt als fällt.
Da würde ich dann eher anraten, einfach direkt das Risiko mal rauszunehmen und einfach auch Gewinne mitzunehmen.
Also ich muss sagen, auch persönlich bei mir im Rückblick.
Und ich habe mich auf die lange Sicht nie drüber geärgert, Gewinne mitzunehmen.
Aber ich habe mich sehr drüber geärgert, wenn ich Gewinne nicht mitgenommen habe.
Wie schaut ihr auf das Thema gehebelte ETFs?
Spielt das für euch eine Rolle?
Ist ja gerade auch vor allem international ein riesen Hype-Thema und kommt immer mehr auf.
Ist das irgendwas, was ihr macht oder tendenziell nicht?
Ist jetzt was, was wir bei uns nicht direkt nutzen.
Ist glaube ich auch, ich sage mal, in der Materie Reddit, genau, irgendwie anderen Podcasts etc.
sehr breit diskutiert.
Am Ende bei gehebelten ETFs, bei 2x, 3x, das kann natürlich gut funktionieren, aber du hast halt immer dieses Pfadrisiko letztendlich.
Dadurch, dass einfach deine tägliche Rendite gedoppelt wird, ist ja auch ein bekanntes Phänomen.
Wenn der Markt sozusagen dann um 10% fällt, du bist 20% im Minus, du musst natürlich wieder viel mehr Rendite nach oben machen, um es letztendlich wieder reinzuholen.
Und weil du auch vorhin gesprochen hast über den Anbieter, den Gold in den USA gekauft hat, ich glaube letztes Jahr, der war ja auch Anbieter von gehebelten ETFs.
Es kommt mir total oft vor, dass dann irgendwie der, keine Ahnung, Micron ETF etc.
die letzten Jahre dann irgendwie 10.000 X im Plus stand und dann kam halt mal irgendwie so der Hit 30% Minus und dann ist halt der ETF platt.
Wir versuchen immer Investments zu vermeiden, bei denen wir in irgendeiner Form Totalverlustrisiko sehen.
Das betrifft zum Beispiel auch Einzelaktien.
Wir kaufen nur ETFs und möchten quasi für die Kunden jetzt nicht ein einzelnes Instrument kaufen, bei dem wir denken, dass ein Totalverlust stattfinden könnte, wenn das nicht zweckbezogen stattfindet, wie eben dieses Exposure über Call-Optionen für die Abseits.
Wenn die Nummer 1 Regel erstmal kein Geld verlieren ist, ist natürlich gerade bei größeren Vermögen nochmal ein anderes Thema.
Wenn wir jetzt nochmal auf den Aktienbereich schauen, du hast ja auch schon ein bisschen die aktiveren liquiden Strategien angesprochen und da ist ja das große Thema Hedgefonds ein bisschen...
Dubio ist jetzt gerade für Privatanleger eigentlich auch nicht so richtig zugänglich.
Ist das ein Thema, mit dem ihr euch viel beschäftigt, wo Kunden viele fragen, okay, wie wir Hedgefondsstrategien machen oder wie schaut das auf?
Das ist tatsächlich ein Thema, wo wir aktuell viel dazu gefragt werden.
Ich glaube, es ist immer sehr, sehr wichtig, dass man Hedgefonds ein bisschen differenziert.
Ich glaube, die meisten Leute, die erstmal von Hedgefonds hören, denken irgendwie an Bill Eggman oder irgendwie an Billions oder sonst was von wegen, da sitzt jemand in New York in seinem Office im 50.
Stock, blickt da irgendwie auf den Hudson und sagt, okay, wir gehen jetzt rein, wir übernehmen das Unternehmen und squeezen die irgendwie raus oder sowas.
Das sind ja am Ende, ich sage mal, nur anders strukturierte Aktienfonds mit dementsprechend hohem Risiko.
Da würden wir wieder denken, dass das die gleiche Logik wie quasi bei Stockpicking.
Statistisch langfristig ist es ja sehr schwierig, auch wenn man vielleicht mit einem unrestriktierteren Ansatz etwas freier noch ist.
Aber das ist jetzt weniger der Bereich der Hedgefonds, auf den wir schauen würden.
Wir finden Hedgefonds spannend eben aus diesem Diversifikationsgesichtspunkt, dass man eben sagen kann, okay, ich habe da eben nochmal eine komplett andere Anlageklasse, letztendlich eben auch je nach Risikolevel.
attraktive Renditen erzielen kann, aber idealerweise komplett unkorreliert davon, was im Markt passiert.
teilweise sogar nochmal besser performen, eben genau in einem Umfeld, wo klassische Anlagen nicht so gut laufen.
Das machen wir dann, ich sage, beim Kundenumfeld quasi über meistens Fund of Hedge Fund.
Also wir gehen jetzt nicht hin, fliegen nach New York und picken da selber die Produkte, sondern versuchen letztendlich jemanden zu finden, der da eben Expertise, Zugang hat etc.
zu Strategien, die letztendlich eben wirklich unkorreliert sind.
Von irgendwelchen, wenn ich jetzt darüber nachdenke, da hatten wir im Frühjahr mal ein Event dazu, von irgendwelchen Rückversicherern für irgendwie Klimakatastrophen in Florida.
überwürdig extrem quantitative Strategien, bis hin zu einfach auch anderen sehr mathematisch getriebenen Strategien, wo du effektiv kein oder sehr, sehr begrenztes Risiko hast.
Aber das ist am Ende nicht Sache, die die Lichter irgendwie ausschießen.
Am Ende ist da auch Zielrendite meistens so, ja, Strategie, ich sag mal, 2 bis 4 Prozent über dem Zinsniveau, was natürlich die letzten Jahre nicht so gut war.
Deswegen waren Hedgefonds nicht sehr nachgefragt.
Jetzt natürlich wieder etwas attraktiver.
Aber ich sag mal, wir wären glücklich, wenn irgendwie so ein Hedgefonds langfristig, ja, irgendwo zwischen 5 und 7 Prozent Rendite erzielt und eben da ein...
beimischendes Element ist zu der besagten Allokation in Rohstoffen, Anleihen und Aktien.
Ja, okay.
Und dann sind viele auch so Themen wie quantitative Hedgefonds, die wir mit so Quantalgorithmen, Traden, irgendwelche Ineffizienzen im Markt ausnutzen, aber jetzt total unabhängig vom Marktklima sind solche Sachen.
Guckt man sich dann da vor allem an.
Anleihen haben wir schon besprochen.
Da vielleicht nochmal zum Thema Zinsniveau.
Gerade ist ja auch so ein Zinsniveau, wo man sagen kann, okay, eigentlich ist es halbwegs attraktiv, jetzt zum Beispiel auch so einen Geldmarkt ETF zu kaufen oder Geldmarktfonds oder das Geld am Tagesgeldkonto liegen zu lassen.
Wenn man sichere Staatseinladen kauft, hat man einerseits das Kursrisiko und es bringt einem aber gar nicht mehr so viel mehr Rendite.
Ist es auch so, dass ihr gerade deswegen sagt, okay, man macht vielleicht mehr in so Themen wie Geldmarkt-ETFs oder wie schaut ihr da auf?
Wir sind sehr, sehr große Freunde der gängigen Geldmarkt-ETFs.
Also vor allem im Family Office-Umfeld bei den ganz, ganz großen Banken haben die Kunden dann doch Zugang zu Konditionen, die, ich sag mal, sehr EZB-zinsnah sind oder sogar besser.
Aber wir haben natürlich auch sehr, sehr viele Kunden, die jetzt vielleicht noch nicht das eigene Family Offs haben, die ihr Geld noch haben bei euch in Sparkassen, wo dann irgendwie auf dem Tagesgeldkonto halt noch 0,5% Zinsen irgendwie draufstehen.
Also auch wie bei einer Kundin, die da hat die Sparkasse eher 0,15% Zinsen angeboten.
Das fand ich wirklich schon, das war so ein Affront.
Also dann gib doch am liebsten gar keine Zinsen, bevor du da irgendwie so einen Minimalbetrag zahlst.
Wir schauen natürlich dann immer, okay, kann man einfach mit den Banken, so kann man den Banker gegen Schienbein treten, um zu schauen, dass der Kunde einfach bei seiner Hausbank gute Konditionen bekommt.
Aber ansonsten sind wir da auch Freund von den gängigen Geldmarkt-ETFs und wenn man dann sagt, man möchte vielleicht noch ein bisschen mehr Zinsen rausholen, dass man sagt, okay, mische ich eben doch ein kleines bisschen kurzläufige Unternehmensanleihen bei oder einfach so ein bisschen nischige Themen, also inkrementell mehr Risiko, vielleicht für dann 25 bis 50 Basispunkte mehr Rendite.
Aber ich finde es auch ein sehr, sehr wichtiger Punkt, weil natürlich Kunden so zu uns kommen, so hey Jan, 2,25% für mein Geldmacht-ETF ist mir geradezu langweilig.
Ich habe hier irgendwie die Mesanin-Immobilienfinanzierung für 6%, 12 Monate, totally risk-free.
Soll ich das machen?
Kategorisch nein, weil das klingt immer erstmal schön.
Ich kriege dann irgendwie kurzfristig mehr Geld, aber...
dann kommt das Geld dann ganz oft dann doch irgendwie nicht wieder.
Und dann haben die Leute halt das doppelte Problem.
Sie haben ein Investment, wo das Geld nicht wiederkommt und sie haben nicht Liquidität, die sie für etwas anderes vorgemerkt haben.
Also da raten wir eigentlich Leuten immer dazu, so ein bisschen Augen aus dem Sinn, schau, was du in den nächsten 12 bis 24 Monaten Liquidität brauchst, pack die sozusagen in so kurzfristigen Geldmarktinstrumenten, freu dich, wenn du da irgendwie deine 2-3% irgendwie drauf machst und quasi, aber separier das irgendwie komplett und investier dann nochmal mit anderem Kapital langfristiger und zielbringender.
Weil am Ende Jetzt irgendwie noch, am Ende ist der Geldmarkt ETF oder das Tagesgeld sind ja entweder risikofreie oder faktisch oder fast risikofreie Instrumente.
Natürlich risikofrei ist am Kapitalmarkt nichts, aber wenn jetzt irgendwie JP Morgan oder sonst noch wer pleite geht, dann haben wir wahrscheinlich andere Probleme.
Aber sozusagen in dem Moment, wo du sagst, ich will nicht 2,25%, sondern ich will jetzt 3% machen, nimmst du halt sofort immer irgendeine Form von Risiko.
Und die inkrementelle Rendite ist aus unserer Sicht einfach nicht wert.
So die Zeit, die Kunden darauf verbringen, irgendwie ein Prozent mehr zu machen, kann man im langfristigen Portfolio-Teil darauf verbringen, um zwei, drei, vier, fünf Prozent mehr Geld zu verdienen.
Wie denken eure Kunden oder ihr auch über Einlagensicherung nach?
Also gerade auch mit Blick auf Geldmarktfonds, ist das dann, weil wenn ich jetzt irgendwie fünf Millionen habe und ich lege da einfach bei der Sparkasse hin, könnte man sagen, okay, wenn jetzt, ich meine Sparkassenverband ist sehr, sehr stabil, sagt einfach, das ist so stabil, das ist für uns kein Unterschied zu Geldmarkt-ETF oder wir schieben dann schon größere Summen eigentlich immer in den Geldmarktbereich rein?
Ich sage mal, da bin ich jetzt vielleicht nicht so der Doomsday-Mensch, muss ich sagen.
Also ich glaube, bei großen deutschen oder amerikanischen Banken, die unterwegs sind, ich hätte jetzt persönlich weniger Sorge, dort Geld zu parken.
Ich würde jetzt nicht irgendwie die Fehler, wie manche deutsche Kommune machen und irgendwie für 4% Festgelder geben an Greensill und Co.
Das ist dann so ein bisschen too good to be true.
Oft ist es einfach so, dass Kunden, die jetzt nicht Family Office groß sind, einfach so ein bisschen gecappt sind, wie gut ihre Geldmarktkonditionen sind.
Und die Entscheidung ist dann für den Geldmarktfonds oder Geldmarkt-ETF nicht, weil man denkt, dass da Sorgen sind wegen der Einlagensicherung.
Aber sie kriegen dafür einfach faktisch bessere Renditen.
Ich glaube, das ist öfter der Treiber.
Haben wir eher so ein bisschen vor ein, zwei Jahren, als die Zinsen noch höher waren, erlebt, dass die Leute halt gesagt haben, okay, ich splitte dann mein Geld auf fünf Banken, 100.000 Euro, weil ich halt wirklich noch Lockangebote bekommen habe.
Aber aktuell ist das ein bisschen weniger der Fall.
Und dabei auch noch mehr dieses Credit Suisse, Silicon Valley Bank Thema, da ist vielleicht ein bisschen präsenter bei den Leuten, dass man so ein bisschen die Sorge hatte.
Und der Vorteil ist ja auch, ich meine, das ist jetzt bei euch nicht der Fall, ihr seid ja Profis, ihr kümmert euch ja drum, aber ich kenne auch vermögende Privatleute, die dann halt ihr Geld sehr lange auf einem Konto rumliegen lassen, wenn sich die Zinsen ändern, weil man dann doch irgendwie zu faul ist, obwohl man halt wirklich jede Stunde, wo es liegt, wirklich viel Geld verliert.
Und das hat man mit Geld mal ETFs ja zum Glück nicht.
Ist für euch Krypto ein Thema noch oder war mal ein Thema?
Es wird immer wieder nachgefragt.
aktuell etwas weniger als in den vergangenen Jahren.
Ich habe mich auch in meinem letzten Family Office-Job unglaublich viel mit Krypto beschäftigt.
Also wir haben alles gemacht von Bitcoin, Ethereum über Krypto-Venture-Fonds bis hin zu 200 Leute, die so ein Krypto-Pokémon-Spiel für uns auf den Philippinen gespielt haben.
Finanziell plus minus null, buchhalterisch ein Albtraum.
Ich bin am Ende jetzt auch, also ich würde sagen, ich bin jetzt kein, ich bin glaube ich so ein Krypto-Agnostiker.
Ich bin jetzt nicht der harte Bitcoin-Belieber, dass irgendwie morgen unser Geldsystem den Bach runtergeht und wir bezahlen uns alle gegenseitig in Bitcoin.
Ich bin da, glaube ich, immer so ein bisschen Realist und ich glaube, das ist halt immer noch der entscheidende Faktor aus unserer Sichtweise.
Es gibt einfach immer noch extrem wenig Use Cases, wo Krypto wirklich in die reale Welt übergeht.
Und natürlich auch am Ende, wo Krypto am Ende in die reale Welt übergeht, wo am Ende wirklich die Wertschöpfung stattfindet auf Ebene der Tokens.
Sehr, sehr viele unserer Kunden haben irgendeine Form von Krypto-Investments.
Die sind natürlich in der Allokation effektiv halbiert gegenüber den Vorjahren, also klassisch Bitcoin, Ethereum.
Aber aktuell sehr, sehr wenig.
Also hier und da fragt jemand nach, vielleicht kaufe ich ihm ein kleines bisschen nach, einfach um so ein bisschen den Trend mitzunehmen.
Aber es ist jetzt was, was gerade weniger nachgefragt wird, wo ich persönlich auch so ein bisschen im Berliner Netzwerk erlebe, dass die Leute...
ich will nicht sagen, sie den Glauben verloren haben, aber ich sag mal, selbst die Leute, die schon eher so die Krypto-Bulls waren, halt lange sagen, okay, so selbst die Funktionalitäten einer Blockchain, die Funktionalität der Dezentralisierung brauche ich.
Am Ende dazu würde ich eine Blockchain und das ist am Ende eigentlich nicht eher hinderlich und kann ich das nicht eigentlich auch auf Web 2.0-Applikationen praktisch so implementieren.
Ja, und ich glaube, was man ja auch sieht, ich meine, es kommen da jetzt mit Stablecoin oder so auch Themen, die wirklich größer werden oder Prediction Markets und so weiter.
Und trotzdem wirkt sich das ja nicht auf die Token aus.
Also das macht es ja nochmal schwieriger, dass man jetzt auch die These, wenn es dann kommt, dann steigen die Kurse, ist ja gar nicht gegeben.
Ja, das Gegenteil gerade.
Vielleicht, wenn wir jetzt weitergehen von den ganzen liquide Anlageklassen, einmal zu den Illiquiden, die ja noch für viele, ich meine, es gibt LTIFs mittlerweile, also auch Private Equity für viele zugänglicher geworden.
Gleichzeitig erleben wir so die letzten, ich würde sagen, ein, zwei Jahre auch immer mehr Berichte.
Es gibt irgendwie Exit-Stau, also Private Equity-Fonds können ihre Beteiligung nicht verkaufen.
Viele Fonds, die jetzt viele Softwarefirmen investiert haben, sehen an der Börse, dass die ganzen Bewertungen abschmieren, damit die Renditen auch nicht mehr so gut sind.
Wie guckt ihr gerade so auf den Private Equity Markt?
Vielleicht nochmal kurz so ein bisschen zur strategischen Ebene.
Also was ich vorhin auch meinte, ich glaube im Vorgespräch, wir achten eben immer sehr, sehr darauf zu schauen, welche Rendite braucht eigentlich ein Kunde.
Also quasi nicht sagen so, ja lieber Noah, wie fühlst du dich heute?
Willst du 8%, 10%, 12% machen?
Natürlich hätten wir alle lieber gerne mehr als weniger Geld, sondern wirklich, welche Rendite brauche ich eigentlich?
Und je nach Vermögensgröße.
sieht das unterschiedlich aus.
Und ich sage mal so, die meisten unserer Kunden haben irgendwie Vermögen im sieben, acht, manchmal auch neunstelligen Bereich im Jahr zählt, haben quasi da im Vergleich dazu auch, ich sage mal, normale angemessene Lebenshaltungskosten.
Die dünnen sich natürlich jetzt auch ein bisschen quasi ein Luxus, den sie sich erarbeitet haben.
Aber so, wenn man das einmal durchrechnet, langfristig auf 50 Jahre mit Inflation, Steuer etc.
inkludiert, die meisten Kunden landen da irgendwie bei einer notwendigen Zielrendite zwischen vier und sechs Prozent.
Für vier bis sechs Prozent Zielrendite braucht man aus unserer Sicht keine.
Alternatives und wir quasi für uns ist eigentlich immer so das Credo, so lieber Kunde, wie schaffst du es jetzt endlich deine Zielrendite mit möglichst wenig Risiko und Aufwand zu erreichen, damit du dich letztendlich eben auf die Themen fokussieren kannst, wo du den Hebel hast oder worauf du Lust hast quasi, wenn es eben ehemalige Gründerinnen und Gründer sind, wir halten den Rücken frei, du kannst auch mal gründen, weil die Chance ist wahrscheinlich höher, dass du dann aus 25.000 Euro nochmal 10 Millionen Euro machst, als dass du jetzt hergehst.
Und irgendwie, keine Ahnung, ein paar PE-Fondspicks oder den Marktschlägen.
Das glaube ich immer so als Punkt vorweg.
Und dann haben natürlich auch manche Kunden, da steht dann irgendwie drauf, die Zierer sind 18, 12 Prozent.
Dann würde man denken, okay, jetzt sollte ich ja Private Equity machen, aber es ist natürlich auch letztendlich sehr, sehr riskant.
Wie du meintest, Exit-Stau kommt, diese Liquidität wieder.
Vor allem, wenn ich auch wirklich laufendes Einkommen brauche.
Da ist jetzt Private Equity, Venture Capital nicht zwingend die Lösung.
Also da ist eher so ein bisschen die exogenen Faktoren.
Kann ich sozusagen so mein Vermögenskern nochmal vergrößern, weil ich ein paar Venture-Beteiligungen verkaufe?
Kann ich irgendwie doch nochmal ein Einkommen reinholen?
Kann ich meine Ausgaben?
reduzieren, kann ich meine Struktur verbessern, um die Geldeffiziente aus der GmbH zum Beispiel rauszubekommen.
Und das ist quasi erstmal so vorweg.
Kein Kunde braucht bei uns, glaube ich, Alternatives, aber wir haben natürlich sehr, sehr viele Kunden, die dort investieren und grundsätzlich sind wir, glaube ich, relativ neutral gegenüber allen Anlageklassen.
Es gibt jetzt keine illiquide Anlageklasse, wo ich sage, die ist gut, die ist schlecht, sicherlich irgendwelche Teilbereiche, aber so at scale, ich bin, glaube ich, immer noch vorsichtig optimistisch auf Private Equity, bin vielleicht nicht mehr ganz so optimistisch auf Venture Capital at scale.
Hedgefonds haben ja schon ein bisschen betitelt, Immobilien, Real Assets nochmal so ein bisschen anderer Teilbereich.
Also es hat alles grundsätzlich schon seine Daseinsberechtigung und ich glaube am Ende, wir sehen viel Aktivität in solchen Themen eigentlich in zwei Fällen.
Die Kunden, die groß genug sind, ihr eigenes Family Office haben oder vielleicht auch Family Officer, Family Officerin.
Das heißt, da hat einfach eine Person Zeit, sich mit dem Thema zu beschäftigen.
Man hat sehr, sehr viel Vermögen, sehr langfristigen Zeithorizont.
Am Ende, also Private Equity, glaube ich, in simpelster Form ist eine riskantere langfristige Anlageform von Public Equities.
Sozusagen, ich will nicht 8% pro Jahr machen, sondern 10-12%, indem ich letztendlich auch aktives Management, Hebel oder quasi einfach mehr Involvement haben in diesen Titeln.
Aber es gibt natürlich keine Garantie, ist jetzt nicht das versprochene Investment 20%, 25%, sondern am Ende, man muss da glaube ich relativ realistisch sein.
Da sehen wir andererseits, dass die Leute einfach, weil sie ein großes Vermögen haben und die Zeit haben, sich damit mehr beschäftigen.
Und natürlich glaube ich auch ein wichtiges Thema, wenn jemand so ein Vermögen aufgebaut hat.
Leute machen das, weil sie Spaß daran haben.
Quasi wie der Tech-Unternehmer oder Tech-Unternehmerin nach dem Exit sagen, ich hatte coole Angels, ich will jetzt auch Angels sein, ich habe Immobilien gekauft oder Immobilien, mein Geld verdient, ich kaufe jetzt für mich selber noch mal Immobilien oder Private Equity, spannend, ich kann da bei Firmen noch mal mitwirken.
Und die Kunden, die Lust auf illiquide Anlageklassen haben, die fahren damit eigentlich immer sehr, sehr gut.
Also wir haben einen relativ kleinen Kunden, der ist, glaube ich, der aktivste PE-Investor bei uns, der hat phänomenale Returns, wo man auch denken würde, wie kommt der überhaupt in die Fonds rein.
Aber wir kennen auch heute auch Family-Offs-Größe, die sagten, hey, wir haben jetzt irgendwie fünf Jahre lang PE gemacht, Renditen waren jetzt irgendwie auch ganz okay, aber halt super viel Aufwand, lass doch am Ende einfach lieber mehr Aktien kaufen.
Ich glaube, das ist so ein bisschen die breite Sichtweise auf das Thema.
Und Private Credit ist wahrscheinlich sehr ähnlich, ne?
Das hatte ich jetzt vergessen.
Private Credit finden wir grundsätzlich ganz interessant, eben auch immer aus dem Diversifikationsgedanke, weil ich würde mal sagen, Public Equity und Private Equity sind sich schon...
Wahrscheinlich noch am ähnlichsten.
Korrelieren auch relativ stark, wenn man jetzt bei den Bewertungen sieht.
Private Equity würden auch wir denken, obwohl wir PE mögen.
PE ist halt am Ende gehebelt, das Public Equity in Grundform.
Venture Capital vielleicht nochmal ein bisschen unkorrelierter.
Private Credit finden wir, glaube ich, da mit und auch noch am spannendsten, weil es im Private Credit Bereich, glaube ich, doch noch die ungewöhnlichsten Investments gibt, die du im Public Market Bereich so nicht findest.
Und vor allem in riskanteren Formen von Anleihen, Fixed Income, denken wir auch, dass es gewisse strukturelle Vorteile gibt, wenn du Private Credit wählst, statt quasi einem normalen Credit Fonds.
Aber es ist auch noch nichts, was wir wirklich als Geld machen, weil fairerweise hast du ja sicherlich auch mitbekommen, Private Credit die letzten zwölf Monate waren jetzt auch nicht einfach.
Sicherlich eher mediengetrieben als praktisch getrieben, aber gibt es natürlich einfach gewisse Herausforderungen.
Die Kunden fragen sich auch, okay, will ich jetzt für 0,5% mehr Rendite beim Anleihenteil den ganzen Stress und den Aufwand und die Liquidität auf sich nehmen?
Da sagen viele Leute auch so, nee, muss jetzt eigentlich auch nicht zwingend sein.
Und da schaut ihr auch wahrscheinlich breiter den Markt an, aber was ja viele in den Medien ist, ist das Direct Lending jetzt auch in irgendwelchen Datacenter-Firmen, so das ist unter Druck.
Da gibt es auch einige große Anbieter, Blue Owl zum Beispiel, die stark unter Druck sind.
Auf der anderen Seite ist ja...
Private Credit ist so ein Riesenmarkt, dann gibt es auch irgendwie Musikrechte und so weiter, was man da machen kann.
Ihr guckt wahrscheinlich dann sehr breit auf den Markt und findet das auch spannend.
Die Kunden, die Alternative spannend finden, die haben meistens schon viel Private Equity und dann zu sagen, okay, ich mache das gleiche nur nochmal auf der Debt-Seite, das finden wir jetzt eigentlich nicht so sinnvoll.
Das heißt, wir schauen letztendlich eben entweder so genau im Direct-Landing-Bereich uns nischigere Themen an oder eben wirklich von irgendwelchen besicherten Kredite für Immobilienprojekte, genau Musikrechte, Litigation-Finance oder auch viel so.
Das ist ja auch ein sehr, sehr stark wachsender Bereich im Alternative Investment Umfeld, diese ganzen Asset-backed-Security-Themen.
Also sehr lustigerweise auch dadurch, dass Nvidia jetzt anfängt, quasi die ganzen Chip-Käufe, Datenseller zu backstoppen, dass sich da eigentlich sozusagen auch eine neue Anlageklasse herausstellt.
Oder N-PAL hat ja auch irgendwie vor kurzem erst sozusagen so eine Verbriefungsstruktur aufgesetzt, wo sie sozusagen ganz viele von ihren Kundenkontrakten mit irgendwelchen Solaranlagen verbriefen.
Das sind tatsächlich eben Dinge, die sehr, sehr unkorreliert sind zur weiteren Weltwirtschaft.
Und das finden wir jetzt natürlich auch aus dem Diversifikationsgedanken sehr, sehr spannend.
Wie ist es für euch...
Immobilien, man hat es schon so nebenbei mal angesprochen, ist das für euch ein Thema, das ihr euch viel anguckt oder ist es eher, wenn Kunden wollen, dann machen wir es mal, aber es ist jetzt nichts Strategisches.
Wenn ich mir jetzt die Mietrenditen mal so angeschaut habe in Deutschland, in verschiedenen Städten, dachte ich oft so, boah, selbst wenn du Mietersparnis und irgendwie Hebel reinrechnest, ist so die Frage, lohnt sich das überhaupt irgendwie im Vergleich zu einem normalen Investment in Aktien oder andere Themen?
Also Immobilien muss man, glaube ich, immer wichtigerweise sagen, dass das so die Anlageklasse ist, in der wir als Team am wenigsten Erfahrung haben.
So hat sich auch in meiner beruflichen Laufbahn einfach immer relativ wenig...
obwohl es im Rückblick natürlich eine sehr, sehr gute Zeit war für Immobilien.
Ich sage mal, wenn ich so ein bisschen zurückblicke, warum haben wir lange Zeit keine Immobilien im Family Office gemacht?
Weil einfach, weil wir dachten so, weil sie Immobilien sind auch ein illiquides Investment und ich sage mal irgendwie, selbst im Nullzinsumfeld auf eine gute Immobilie kann ich mir wahrscheinlich irgendwo einen Return ausrechnen von 5 bis 10 Prozent.
Private Equity denke ich eher 12 bis 15 Prozent und ich bin natürlich nochmal weitaus diversifizierter.
Das hat sich sozusagen damals für uns nie gelohnt, deswegen haben wir uns wenig damit beschäftigt.
Ich sage mal, auch viele unserer Kunden, Weniger unserer Kunden haben tatsächlich Immobilien, also private Immobilien, Ferienhäuser.
Aber ich glaube, wir haben wenig Kunden im Immobilienbereich.
Das ist aber auch so ein bisschen Self-Selection-Bice.
Also höre ich auch viel, Kunden oder Individuen, die ihr Geld im Immobilienbereich verdient haben, bleiben auch meistens sehr, sehr immobilienlastig investiert.
Also wenn die Wirtschaft gut läuft, machen sie Projektentwicklung.
Wenn es seitwärts läuft, machen sie Bestandshaltung.
Wenn es schlecht läuft, vergeben sie irgendwelche Mesaninkredite.
Heute...
blicke ich etwas anders auf Immobilien und wie gesagt, sind da eben auch sehr steuerlich sensibilisiert.
Natürlich auch bei unseren Kunden kommt mehr und mehr dieses Thema Nachfolge hoch oder Vermögensübertrag und da sind natürlich Immobilien aus steuerlicher Sicht oder generell aus steuerlicher Sicht in Deutschland.
ein unglaublich privilegiertes Investment.
Wenn man natürlich sagt, okay, ich habe die Abschreibung, ich kann damit irgendwie auch meine Gehaltszahlungen oder das Geld, was ich entweder in meinem Dayjob verdiene oder was ich eben habe.
Mein Holdinggehalt kann ich natürlich damit nochmal schmälern.
Ich habe diese Hebelwirkung.
Ich kann per Niesbrauch sehr, sehr einfach oder quasi rechtlich sehr, sehr klar vermögen, begünstigt an meine Kinder übertragen.
Das ist schon was, was wir sehr, sehr spannend finden, aber ist natürlich im Vergleich zu anderen Alternatives immer noch sehr, sehr individualisiert und das hat uns zumindest bisher so ein bisschen davon abgehalten.
Das Problem natürlich ist, es gibt keinen, also aus meinem Wissen zumindest quasi in Deutschland, keinen Fund-of-Fund- oder Indexfonds, wo ich letztendlich die gleichen steuerlichen Privilegien habe, wie wenn ich Immobilien selber kaufe.
Und natürlich dann selber hinzugehen und irgendwie zu schauen, ist jetzt dieses Mehrfamilienhaus irgendwie in Spandau oder sonst irgendwo in Berlin das richtige Investment?
Das maße ich mir zumindest heute noch nicht an, dass ich da für die Kunden eine gute Entscheidung treffen könnte.
Aber wenn natürlich ein Kunde mal fragt, machen wir natürlich notwendigen Intros im Bekanntenkreis, um zu schauen, ob sich da mal jemand findet.
Und so aus Asset Allocation Sicht, dass man sagt, macht jetzt vielleicht auch mal so Reads nochmal vermehrt oder so?
Kein großes Thema war.
REITs sind letztendlich eben auch sehr korreliert zum Aktienmarkt oder auch eben am Zinsniveau.
Worauf wir dann eher so ein bisschen schauen, ist generell dieser Real Asset Bereich.
Also dass man letztendlich eben sagt, also wir sind sehr, sehr sensibilisiert darauf zu schauen, welche Portfolioallokation habe ich zu positiv inflationstensivigen Assets.
Also quasi, was ist wert erhalten, auch in Zeiten höherer Inflation.
Und da ist natürlich der ganze Real Asset Bereich, Infrastrukturbereich grundsätzlich sehr, sehr interessant.
Wie es jetzt geschehen haben, haben wir uns bisher einfach kundeninteressebezogen noch nicht tiefer angearbeitet.
Wenn ich da auch schaue, jenseits von Immobilien, ob das irgendwelche Solarparks, Windparks, Schiffe, Energieinfrastruktur oder generell Infrastruktur sind, also wo ich letztendlich ja eben auch Immobilien oder Anleihen ähnlich sehr hohe, laufende, inflationindexierte Renditenausschüttungen habe.
Das ist natürlich aus Portfolio-Diversifikationssicht auch spannend.
Haben wir jetzt aber thematisch noch nicht vertieft, sage ich mal.
Aber ihr spielt das auch eigentlich selten an der Börse.
Und ihr würdet jetzt nicht sagen, okay, wir gucken uns jetzt Autobahn oder Mautbetreiber an der Börse an oder irgendwie die verschiedenen Flughäfen, die es gibt.
Ihr würdet schon eher gucken, dass ihr irgendwo direkt reinkommt.
Genau, also wir sind da voll ETF-basiert unterwegs.
Also quasi kein Stockpicking zum heutigen Zeitpunkt.
Und ich sage mal auch so taktische Wetten.
tun wir uns so ein bisschen schwer, weil letztendlich eben auch die Sache ist, letztendlich langfristig sollte sich eigentlich alles so ein bisschen ausdividieren und auch da als kleines Team will ich jetzt nicht unterstellen, dass ich da irgendwie bessere Sektorwetten eingehen kann als mein alter Arbeitgeber Goldman, wo das letztendlich eben auch nicht immer geklappt hat.
Da fahren wir letztendlich einfach gut, dass wir sagen, okay, wir machen das alles sehr breit gestreut, quasi auf Länder- oder Regionenebene letztendlich und helfen im Zweifel dann eher den Kunden des Alpha nochmal außerhalb des von uns verwalteten Portfolios zu suchen.
Jetzt hast du schon Niesbrauch bei Immobilien angesprochen.
Gibt ja Niesbrauch auch bei Depots, wie man es gestalten kann.
Vor allem dann, wenn man irgendwie ein ausschüttendes Portfolio gestaltet mit irgendwie 4% Dividendenrendite, dann kann das auch ein ganz gutes Modell sein.
Ist das was, worüber ihr nachdenkt?
Und sind generell so ausschüttende Portfolien mit irgendwie Dividendenaktien was, was viele Kunden nachfragen?
Also genau, Niesbrauch auf Depots ist auch ein Thema, womit wir uns beschäftigen.
Also unsere eine Mitgründerin ist auch Steuerberaterin.
Das heißt, die da sich viel mit beschäftigt.
Ist auf jeden Fall ein sehr, sehr spannendes Thema.
Ist, glaube ich, rechtlich noch ein bisschen more unproven, zumindest von meinem Gefühl her, als dieses Immobilienthema.
Aber ist natürlich auch genauso interessant, weil...
Das ist, glaube ich, auch immer wichtig, so Tax Follows Function.
Also du sollst jetzt nicht ein Investment nur kaufen, weil es steuerlich begünstigt ist, irgendwelche Solarparks, günstig gesteuerten VC-Investments etc., sondern du sollst am Ende was machen, was gut ist und dann schauen, ob es quasi steuerlich auch noch Sinn macht oder ob du Steuern jetzt endlich irgendwie optimieren, besser aufhängen kannst zwischen Privat, GmbH, Eben etc.
Ausschütten der Portfolios ist ein sehr relevantes Thema bei uns.
Das finde ich auch ein entscheidender Faktor, genau unsere Zielgruppe.
Weil wenn auch Leute zu mir kommen, so hey Jan, warum packe ich nicht einfach alles in MSCI World rein?
Wenn du sagst, so quasi vielleicht Leute wie du und ich, die sagen, okay, wir haben jetzt noch nicht die Millionen auf dem Konto und können davon schon fix leben, sondern wir sind doch in der Ansparphase oder die Leute haben vielleicht schon viel Geld oder haben noch irgendwie ein laufendes Einkommen, was ihre Kosten deckt.
dann ist die Volatilität im Aktienmarkt natürlich kein Problem.
Aber wenn du natürlich sagst, okay, ich habe jetzt gerade irgendwie für 10 Millionen Euro mein Unternehmen verkauft und ich bin davon abhängig, mir jedes Jahr da 200.000 Euro rauszuziehen, dann wäre es natürlich sehr, sehr schmerzhaft, wenn du quasi mit 10 Millionen Euro anfängst.
Morgen fällt der Aktienmarkt 20, 30, 50 Prozent und ich muss auch in der Phase sozusagen über zwei, drei Jahre mein Geld rausziehen.
Letztendlich, so wurde es mir bei Goldman beigebracht, das und Leverage sind quasi die zwei Arten und Weisen, wie du dauerhaft Kapital verlierst, indem du eben Geld aus dem Aktienmarkt oder aus dem Portfolio rausziehen musst, wenn du im Drawdown sitzt.
Und das geht dann eben genau in die Richtung, wie schaffe ich es eben breite gestreute Portfolios zu bauen, die vielleicht ein bisschen Rendite liegen lassen, aber die eben auch in solchen Marktphasen stabil genug sind, um Einkommen für die Kunden bieten zu können.
Dividende ist auch ein häufiges Thema.
Wir sind tatsächlich kein Freund der Dividende, weil aus steuerlicher Betrachtung die Dividende aus unserer Sicht ein bisschen schlechter ist.
Andererseits bei einer Dividende, du kannst sie nicht aussuchen, wenn sie kommt.
Sozusagen ich kriege die Dividende halt heute.
Ob ich jetzt irgendwie gerade das Geld aus dem Depot nehmen muss, ja oder nein, kann ich letztendlich eben nur sehr, sehr bedingt entscheiden, sage ich mal.
Und auf der anderen Seite kann vor allem, wenn du gerade anfängst zu investieren, Dividende steuerlich schlechter sein.
Letztendlich, wenn ich zum Beispiel sage, ich habe heute rund 1000 Euro im Aktienmarkt investiert.
und die Aktie zahlt mir irgendwie 100 Euro Dividende, dann muss ich natürlich, obwohl sozusagen meine Aktie oder meine Aktie, meine WTF etc.
plus minus 0 steht, also ich habe da keinen steuerbaren Gewinn, ich kriege 100 Euro raus und muss darauf meine 26 Euro Steuern zahlen.
Wenn ich jetzt eben sage, okay, ich brauche heute 100 Euro Steuern bei einem Nicht-Dividenden-Zahlen-Investment, kann ich einfach sagen, ich verkaufe 100 Euro für mein Wertpapier und kriege sozusagen das Besse quasi das gleiche Steuereffiziente raus, wenn man natürlich das dann nochmal auf Portfolio-Ebene erweitert.
gibt es natürlich vor allem auch in der Anfangsphase über Balancing etc.
immer Teile vom Portfolio, die per se ein bisschen weniger Gewinn haben.
Und das ist aus unserer Sicht, wenn man es jetzt rein quantitativ betrachtet, ein bisschen besser, rein faktisch, psychologisch, kann ich natürlich sehr, sehr gut nachvollziehen, wenn Kunden fragen, so, hey Jan, ich hätte auch gerne irgendeine Form von einkommensorientiertem Investment, weil es sich natürlich am Ende gut einfühlt, wenn jeden Monat die Miete reinkommt, die Zinszahlung etc.
Das gilt letztendlich eben so ein bisschen auszubalancieren, je nach Kundensituation.
Ich finde das auch insgesamt ein bisschen, ich frage das glaube ich fast jeden CEO, den wir zu Gast haben oder CFO, wieso die, also viele auch sehr Dividenden betont ja in Deutschland, wieso sie nicht mehr Aktienrückkäufe machen und wieso sie eigentlich überhaupt Dividenden machen, weil es ja steuerlich eigentlich besser ist in den meisten Fällen und der Kunde kann ja eh selber entscheiden, ob er Geld rauszieht.
Und gleichzeitig denke ich immer, CEOs werden da trotzdem am Ende stark dran gemessen, wie stark steigt die Aktie.
Ist eigentlich Aktienrückkauf auch noch viel besser für die CEOs selber.
Trotzdem hat sich das so, gerade in Deutschland, finde ich, sehr stark eingebürgert, dass man so denkt, oh, die Dividende und die zahlen endlich wieder Dividende und so.
Ist schon irgendwie ein Phänomen, das sich hart durchzieht.
Genau, und dann die Leute quasi gehen irgendwie auf finanzen.net und schauen da quasi, ich sortiere irgendwie deutsche Aktien nach höchster Dividendenrendite.
Und das hatten wir auch von Kunden zuletzt erst gestreamt.
Du kommst dann halt raus bei...
Automobilunternehmen, wo die Dividende gerade sehr, sehr hoch aussieht, weil die halt sagen, was war die Dividende vom Vorjahr?
Jetzt ist der Aktienkurs seitdem 20% gefallen.
Oh, ich habe jetzt plötzlich bei, ich glaube, BMW.
das ist vielleicht aus der Luft gekommen, 8% Dividende, die sieht toll aus, aber du hast natürlich keine Garantie, die zahlen einmal pro Jahr Dividende, dass du die gleiche Dividende nochmal rausbekommst.
Finde ich auch lustig, du hattest ja vorhin diese ganz frische Gulpain-Akquisition angesprochen.
Hatte ich heute irgendwie erst auf X gelesen, es hat jemand betitelt, die ganzen Produkte sind auch so Yield-Produkte, Boomer Candy quasi so.
Die ganzen amerikanischen Rentner, die hohe Dividendenzahlungen haben möchten, um dann nochmal ihre kleine Rente, die sie haben, zu erweitern.
Wo du dann irgendwie sagst, ja, ich habe da ein Produkt, das zahlt mir 10%.
Dividende pro Monat oder pro Jahr oder wie auch immer.
Aber am Ende macht sie das halt nicht aus tatsächlichen Erträgen, sondern quasi die bauen eigentlich die Substanz ab dieses Produktes.
Ich hatte mal so ein Zertifikat gesehen von einer österreichischen Bank, dem Bekannten von mir angeboten wurde und das war so ein Dividendenzertifikat und die Idee war, ich glaube, du kriegst irgendwie 3% garantiert und dann kriegst du die Kursgewinne, aber du kriegst die Dividenden nicht.
Und da waren lauter Dividendentitel drin, die eben so 6% Dividende zahlen und sowas wird dann da verkauft.
Also es gibt schon auch wirklich absurde Ausflüge in der Szene.
Haben wir noch irgendeine Anlageklasse, irgendein Anlagethema vergessen, dass bei euch eine große Rolle spielt oder haben wir es nachher nicht alles gut abgedeckt?
Venture Capital könnte man noch vertiefen, falls es spannend ist.
Aber da meintest du, ist für euch nicht so attraktiv Venture Capital aktuell oder wie guckst du da drauf?
Also nur weil wir es nicht ganz so attraktiv finden, heißt natürlich nicht, dass grundsätzlich Tech-Unternehmer daran mich auch Interesse haben.
Was ich an Venture Capital immer sehr, sehr spannend finde, ist anders formuliert.
Wir schauen letztendlich eben immer sehr drauf.
ob ich es schaffe, als durchschnittlicher Investor ans Ziel zu kommen.
Deswegen sind wir große Freunde vom ETF.
Ich kaufe mir mein ETF und ich komme letztendlich irgendwie fünf bis zehn Basispunkte unter der Index-Sendrite raus.
Das heißt, solange ich damit zufrieden bin, dass ein gegebener Index, also wenn ich zufrieden bin mit der Durchschnittsendrite eines gegebenen Investments, dann kann ich mir das sehr, sehr einfach einkaufen.
Kann man auch was online anwenden.
In Private Markets gibt es natürlich keinen ETF, das ist schwieriger, aber ich sage mal, ein guter PE-Fan-Affand, wenn man da den Markt...
breiter screened und auch wenn man einfach schaut, wie haben sozusagen so diese langfristigen PE-Indizes, also aggregiert aus allen Fonds performt, die haben letztendlich quasi ihr Basic-Versprechen angehalten, quasi über 15, 20, 25 Jahre hat PE es letztendlich eben geschafft, diese 2-4% Überrendite über dem Aktienmarkt zu erzielen.
Manchen Leuten ist es so wenig, aber zumindest, ich glaube, die großen Family Offices, die ich kenne, die da einfach eben sehr rational darauf blicken, so 2-4% ist risikoadäquat, liquiditätsadäquat, okay.
Venture Capit, ist das nicht so?
Venture Capital, ich weiß nicht, ob es ganz aktuell so war, aber ist auch sicherlich getrieben von der Nasdaq Rallye.
So in keiner Zeitperiode, wenn man diesen sogenannten Cambridge Associates Index in die CS herbeizieht, hat quasi dieses aggregierte Portfolio aller Venture Fonds in den USA, aber auch in Europa, je den Nasdaq geschlagen.
Du hast dich auf 10, 20, 25 Jahre eingeloggt, warst da super, super illiquide, weil natürlich VC nochmal weitaus illiquider als PE.
Und quasi dafür habe ich nach 20 Jahren nicht mal mehr Geld verdient.
Und wichtig auch hier nochmal zu betonen, das ist dann wiederum die Durchschnittsrendite.
Und in VC ist die Durchschnittsrendite nochmal besser als die Medianrendite, weil du natürlich da sowohl die guten als auch die schlechten Fonds letztendlich drin hast.
Und du in VC eben auch dieses Powerlaw hast.
Deswegen sind wir in VC at scale ein bisschen skeptisch.
Ich sage da immer, ich bin vom VC Optimist zum VC Pessimist, zum VC Realist geworden.
Letztendlich finden wir VC, glaube ich, immer noch deswegen vorsichtig spannend.
weil du letztendlich, ich sag mal, im Base Case oder Best Case würde ich sagen, du machst die gleichen Renditen wie Private Equity, aber du hast halt einfach nochmal vier, fünf Jahre längeres Compounding.
Das heißt, wenn du ein Family Office bist, das eben sehr, sehr langfristig denkt, kann das attraktiv sein.
Aber es ist eben einfach eine durchaus, weitaus herausforderndere Anlageklasse.
Oder auch, wenn ich nochmal auf meine Family Office-Erfahrung zurückblicke.
Wenn du eben vor allem auch Direct Venture machst, ist es einfach extrem arbeitseffizient.
Nehmen wir mal das gerne das Beispiel, als ich damals gegangen bin, war unser Venture-Portfolio, das wir selber verwaltet haben, der beste Fonds, den wir hatten.
Aber es war halt die Hälfte meiner Zeit für 5% vom Portfolio.
Und das ist am Ende einfach keine gute Zeitallokation.
Also da hat sich auch mit meinem Chef das Gespräch geführt, so hey, wenn ich die gleiche Zeit allokiere auf entweder Beteiligung, wo wir einen beides größeren Steak haben oder...
auf andere Anlageklassen wollen wir auch mehr Geld investieren.
Das ist halt viel besseres Use of Your Time, als wir schauen quasi, ob ich hier das 100k Venture Investment retten kann.
Never than less, ich sage mal, am Ende die Unternehmer, die wir betreuen, sind halt auch erfolgreich geworden mit einem guten Finger im Wind für gewisse Themen und letztendlich machen die natürlich auch viele Angel Investments, die am Ende auch gut laufen, aber natürlich, ich sage mal, eher in einem kleinen Teil und auch wieder, wie ich vorhin meinte, eher so aus dem Gesichtspunkt von persönlicher Passion.
Und die dann auch fürs Netzwerk vielleicht hilfreich sind, dann machen wir mal Deals rundherum, die vielleicht auch für eine Neugründung oder so, da kann man es auch wieder nutzen.
Wo es dann hilfreich sein kann.
Genau.
Und natürlich, also das sage ich immer gerne so, es ist halt spannender, wenn du sagst, ich habe ein cooles Angel-Investment, als ich irgendwie mein ETF-Sparplan.
Läuft gut, wenn du da mit deinen anderen Gründerfreunden bei Tinder zusammensitzt.
Was ich auch immer noch spannend finde, gerade beim VC-Bereich, habe ich das Gefühl, also auch bei Leuten, die jetzt dann in breit gestreute Fonds investieren, trotzdem habe ich das Gefühl, das ist der Bereich, wo am meisten Homebuys noch da ist.
Also dass auch Menschen in Deutschland sehr stark deutsche VC-Fonds kaufen.
Obwohl ich sagen würde, eigentlich...
deutsche VCs und US-VCs ist ein komplett anderes Game.
Also bei US-VCs funktioniert diese Logik viel besser, weil es einfach viel mehr Firmen gibt, die in diese Range von 100 Milliarden, vielleicht sogar über 100 Milliarden oder zumindest mal 10 Milliarden kommen.
Und wenn man in Deutschland oder Europa guckt, gibt es fünf Firmen, die über 10 Milliarden wert sind, was du eigentlich brauchst, um so richtig geile Returns zu kriegen.
Genau, also das war für mich auch ein sehr, ich sag mal, interessanter Moment.
Ich weiß noch, wir hatten uns ganz am Ende, oder quasi eins der letzten VC-Tickets, was wir gemacht hatten beim letzten Family of's Job.
war ein amerikanischer Fund-of-Fund.
Dann siehst du halt, okay, das ist ein Fund-of-Fund, der hat irgendwie schon über zehn Generationen hinweg investiert, so bis auf den Fonds, den sie irgendwie in der Tech-Bubble geraced haben, stand halt jeder dieser Fund-of-Funds, der halt investiert in diese Top-Notch-Namen, stand irgendwie bei 3 bis 4x.
Und voll ausinvestiert, überwiegend auch liquidiert, so die Zahl der deutschen oder europäischen Fonds, die 3 bis 4x wirklich generiert haben und nicht nur das irgendwie geplant haben und eben auch wirklich schon liquide 3 bis 4x geschafft haben, ist eine ziemlich kleine Zahl.
Und da muss ich auch so ein bisschen kritisch so simpelig in den Spiegel blicken.
Denke ich, dass ich da quasi aus meinem kleinen Berliner Büro irgendwie Zugang zu den besten europäischen Fonds bekomme?
Oder bin ich überhaupt in der Lage, das eigentlich zu schaffen?
Oder will ich dann lieber sozusagen sinnbildlich den Weg des Indexfonds und bin happy, dass ich dann ein Produkt zeichnen kann, was halt auch meine 12, 15 Prozent IRA relativ planbar oder historisch gemacht hat?
Dann haben wir diesen Fanta Fun gemacht und dann habe ich keine Anführungsfonds mehr gezeichnet.
Jetzt hast du zum Abschluss schon dein kleines Berliner Büro angesprochen.
Du warst ja davor, hast du auch schon gesagt, bei Goldman und viele...
Hörer interessiert es natürlich, gerade die jungen Hörer jetzt, wie kommt man selbst mal zu Goldman oder zu einer Karriere im Wealth Management, wie kommt man in den Bereich rein?
Ich habe gesehen, du hast letztens auch einen LinkedIn-Post gemacht.
Vielleicht mal so die Anfangsfrage an dich.
Viele wollen ja nach Goldman rein, du bist reingekommen, machst aber jetzt selbstständig was und du hast ja gar nicht so viel Zeit da verbracht.
Was waren für dich so die wichtigsten Momente dort?
Wie hast du es generell dort wahrgenommen und wieso bist du auch so schnell wieder dann weg?
Wo fange ich an?
Also ich glaube, was ich da immer betone, ist, gestern erst mit einem Student oder quasi sehr young professional in dem Bereich gesprochen.
Was ich immer im Gespräch mit solchen Leuten betone, ist, wie viel Glück ich irgendwie hatte.
Ich hatte das Glück, ich habe in Reutlingen studiert.
Ich kannte die Uni Reutlingen nicht, bis mich der Vater von einem Mitschüler drauf hingewiesen hat.
Dann habe ich mich beworben auf dieses deutsch-amerikanische Programm, weil ich dachte so, hey, USA ist irgendwie ganz cool.
Ich spreche Englisch, Französisch spreche ich nicht gut.
Bin da, glaube ich, mit dem zweitschlechtesten Abischnitt irgendwie quasi in diesen Studiengang irgendwie reingerutscht.
Bin gelandet bei einer Partner-Uni in den USA, die ein Praktikumsprogramm hatte mit Goldman.
Und dann habe ich mein Praktikum gemacht bei Goldman in San Francisco.
Nicht, weil ich jetzt Wealth Management wollte, aber natürlich Goldman, Traumier des BWLers, San Francisco ging auch cool, Wealth Management, keine Ahnung, nehme ich mal mit.
Und habe dann also ein bisschen meine Bestimmung gefunden.
Also am Ende, ich glaube, Reutlingen musste ich natürlich auch geschehen, ist sicherlich auch eine der besseren Universitäten, Hochschulen in Deutschland.
Ist das keine BHU, aber ich sage mal eine sehr, sehr gute Fachhochschule.
Aber ich hatte da letztendlich eben einfach großes Glück, da in den Moment reingerutscht zu sein.
Vielleicht um den Punkt noch kurz zu Ende zu führen, weil das hatte ich gestern auch so ausgeführt.
Ich glaube, viele Leute denken auch so, ja, ich war jetzt irgendwie nicht an der Target-Uni, mein Leben ist verwirkt, ich muss jetzt bei McDonalds arbeiten, so ist es halt nicht.
Vor allem, wenn du letztendlich eben würdig eine Passion hast für eine gewisse Branche und einen gewissen Teilbereich.
Also auch da quasi Geschichten irgendwie aus so dem Mentee-Kreis, den ich über die Jahre betreuen durfte.
Eine quasi auch Studentin von meiner Uni hat damals ihre Karriere begonnen bei der Big Four, hat sich quasi von Big Four hochgearbeitet quasi zu einer...
guten europäischen Bank und hat dann letztendlich auf Associate-Level den Sprung geschafft zu JP Morgan.
Und das fand ich letztendlich eben sehr, sehr interessant zu sehen, weil, auch weil du gefragt hast, ich war nur zwei Jahre da, diese Analystenprogramme sind natürlich unglaublich umkämpft, aber die tatsächliche Zahl an Leuten, die wirklich da bleibt, ist verschwindengering.
Also ich müsste jetzt nochmal schauen, aber ich würde mal so denken, aus meiner direkten Peergroup, da gibt es vielleicht irgendwie aus dem Analysten-Training noch zwei, drei Leute aus den USA, die wirklich bei Goldman geblieben sind, aber...
weil das der größte Teil ist, eigentlich wieder aus der Branche rausgeblieben und natürlich rausgegangen.
Und wenn diese Leute gehen, müssen natürlich auch wieder gefüllt werden.
Also auch ein anderer Kommilitone von mir, der hat quasi auch von Big Four den Sprung geschafft zu einer von dieser allerbesten Investmentbanking-Boutiquen.
Wenn du Lust hast, würde ich in dieser Branche zu bleiben und jetzt nicht nur Investmentbanking oder Consulting oder...
was auch immer machst, weil irgendwie, keine Ahnung, Pumpkin-Careers sagst, so this is the place to be.
Sondern wirklich sagst, hey, ich habe deine Begeisterung dafür.
Vor allem Wealth Management ist, glaube ich, auch ein sehr, sehr gutes Beispiel.
Dann ist das, glaube ich, langfristig auf jeden Fall für Leute möglich, sich da hochzuarbeiten.
Das auch, genau, du hattest den LinkedIn-Post angesprochen.
Ich weiß, als ich damals bei Goldman gegangen bin, ich durfte noch einen Analysten-Hiring-Prozess mit begleiten.
Und wir haben halt die Profile raussortiert von irgendwie den BHU-Land mit drei Investmentbanking-Praktika zugunsten von vielleicht nicht ganz so guten Universitäten, weil wir gesehen haben, okay, auch in den Erstgesprächen mit den Leuten, die wollen halt zu Goldman ins Wealth Management kommen, weil sie das als Sprungbrett sehen, quasi ins Investmentbanking zu gehen.
Aber wir wollten halt Leute heilen, die am Ende auch wirklich diese Passion haben für das Wealth Management.
Und Wealth Management ist aus meiner Sichtweise immer noch, also grundsätzlich eine Branche im Umbruch.
Es mangelt einfach an guten Talenten.
Und es ist...
Wenn jemand wirklich Passionen hat für dieses Thema, Weiterbildungen machen möchte, selber auch irgendwie gerne investiert, bin ich extrem überzeugt, dass man da vielleicht jetzt nicht sofort den Berufseinstieg bei Goldman schafft, aber dass es da immer noch extrem gute Chancen für Leute gibt, die jetzt auch nicht an der BHU und Co.
waren, da in wirklich spannende Jobs reinzubekommen.
Und natürlich, dieser ganze Bereich macht man sich immer selbstständig, geht man zum kleinen Vermögens weiter, wie ich es gemacht habe.
Das ist nochmal eine ganz andere Opportunität, aber das kann man natürlich dann auch alles immer noch im zweiten Schritt machen.
Aber vielleicht auch noch kurz zu deiner Frage, warum bin ich letztendlich von Goldman weggegangen?
Ich hatte sehr gute Zeit bei Goldman, da war das deutsche Wealth Management Office noch weitaus kleiner, als es heute ist.
Spannende Branche, hatte einen super Chef, mit dem bin ich auch heute noch in Kontakt.
Aber es war halt einfach ein kleines Office.
Ich war damals, ich habe kein Master gemacht, also ich bin direkt mit 23 bei Goldman eingestiegen, war da zwei Jahre und dann war es okay, ich müsste jetzt noch zwei Jahre da in der Branche, quasi in dem Analystenjob weitermachen, dann werde ich Kundenberater mit 27 und Am Ende natürlich kann man auch, wie ich es ja heute mache, ich glaube so Tech etc.
ist sehr, sehr meritokratisch, aber mit 27 hätte ich jetzt mit 27 rausgehen müssen und irgendwie bei den Münchner Patriarchen oder irgendwie schwäbischen Schraubenkönigen anklupfen müssen.
So, hey, willst du mir 10 Millionen Euro geben, hab ich das Konto aufmachen?
Ich wüsste jetzt nicht, ob ich mir das zugetraut hatte und wollte ehrlicherweise auch nochmal so ein bisschen was anderes von der Welt sehen.
Also ich sag mal so, wie ich es auch immer so ein bisschen wahrnehme, man kann immer...
in der Finanzkarriere einfach zurück in den Vertrieb wechseln.
Aber wenn man, ich sage mal, lange im Vertrieb war, ist es schwieriger, wieder in die Technikrolle zu gehen.
Und dann habe ich mich eben ein bisschen umorientiert und hatte diese spannende Rolle, dann nach Berlins Family Office zu kommen und würde den Weg auch auf jeden Fall wieder so gehen.
Ich glaube, was vielleicht auch in Bezug auf, ich meine, Investmentbanking klingt immer so super sexy und Wealth Management auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so sexy.
Ich glaube, gerade welche, die sich jetzt auch für Aktien interessieren, viel selbst anlegen, sich über Portfolios Gedanken machen.
muss einem glaube ich auch bewusst sein, das ist ja eher der Job im Wealth Management.
Im Investmentbanking bist du halt viel auf Deals und stellst am Anfang viele PowerPoints, das ist auch spannend, machst schon viele spannende Themen durch.
Aber ich glaube, so von der Bandbreite an Themen, die du siehst und wie breit du das Investmentlandscape siehst, ist Wealth Management schon oft sogar noch ein bisschen spannender.
Auf jeden Fall.
Also darüber habe ich ja letztendlich auch meine Passion gefunden.
Wie ich vorhin meinte, ich wollte jetzt nicht zwingend into Wealth Management, sondern ich dachte, ich nehme mir einfach mal Goodman für den Lebenslauf und für sein Ritzesko mit.
Und habe letztendlich da so ein bisschen eine Bestimmung gefunden, weil am Ende ist natürlich nochmal was anderes, als Aktienfonds an Omas zu verkaufen.
Aber letztendlich da alles zu haben, vom Hedgefondsmanager bis zu extrem vermögenden Erbin, die alles nachhaltig investieren möchte.
Also man muss letztendlich eben diese technischen Aspekte gut verstehen.
Ich bin natürlich jetzt kein Trader, also ich kann es jetzt nicht in der Tiefe durchdringen, aber du musst letztendlich eben alle Themen so gut verstehen, dass du auf sehr hoher und sehr niedriger Flughöhe das den Leuten erläutern kannst.
Und natürlich auch überlegen, was passt jetzt eigentlich auf den individuellen Kunden.
Das ist für mich einfach eine unglaublich intellektuelle...
stimulierende Arbeit, natürlich jetzt auch hier nochmal in Deutschland den ganzen Aspekt Steuerstruktur oder eben so das Gesamtvermögen der Kunden.
Ich finde das wirklich eine extrem spannende Tätigkeit.
Ich habe sehr, sehr großen Spaß daran, irgendwie von meinen Kunden die Präsentation zu schrubben, irgendwie Excel-Tabellen zu bauen und mich wirklich auch tief in Themen einzuarbeiten.
Und was vielleicht auch lustig ist, was die Leute da schätzen, Und Wealth Management, vor allem wenn man dann mal selber wirklich auch ein eigenes Buch aufbaut oder vielleicht auch den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, es ist ein unglaublich lukratives Feld.
Also das habe ich nie validiert, aber das war immer so ein bisschen der Spruch bei Goldman, sozusagen so die Top 10, 20 Earner, das sind natürlich die Invest-Megener Trader, die gerade dieses Jahr einen großen geclosed haben.
Aber so Top 20 bis 50 waren alle die Wealth Manager, die da quasi als Einzelpersonen teilweise Bücher verwaltet haben.
Da würde jeder unabhängige Vermögenswahl in Deutschland rot werden.
Und haben da ein sehr, sehr gutes Leben gefühlt.
Das ist natürlich jetzt auch keine 40-Stunden-Tätigkeit, eher 50, 60 Stunden.
Aber wenn mich auch, wenn ich Studenten fragen, Jan, war Guldmann bei dir so schlimm?
So zum Ende hin war ich wahrscheinlich irgendwie von 8 bis um 8 oder 9 da.
Am Wochenende habe ich zweimal freiwillig gearbeitet, war kein einziges Mal so.
Das ist von so Work-Life-Balance zu gutem Gehalt, finde ich, immer noch eine der attraktivsten Branchen.
Wir wissen natürlich jetzt nicht, was mit KI passieren wird, aber ich bin immer noch vorsichtig optimistisch, dass der Roboter mich jetzt zumindest, auch wenn er noch besser wird, ist ja auch schon ziemlich gut.
jetzt nicht von heute auf morgen wie ersetzt.
Die Leute möchten vielleicht doch am Ende jemanden haben, der den Clown-Output nimmt und ihn nochmal menschlich verständlich irgendwie darlegt.
Vielleicht abschließende Frage.
Ich kann eben auch deinen Newsletter empfehlen, den Cape May Newsletter.
Das ist auf jeden Fall sehr gut, auch so ein bisschen tiefer in Themen rein, auch vielleicht in Themen, wo man selber nicht direkt investieren kann, aber auch so einen breiteren Blick einfach zu kriegen, gerade auch, wenn dann die Branche interessiert.
Gibt es irgendwas, was du konsumierst?
Vielleicht auch irgendwelche US-Medien, wo du sagst, oder irgendwelche Bücher im Investmentbereich, wo du sagst, die haben dich geprägt, irgendwas, Podcasts?
Also natürlich erstmal Newsletter, natürlich eurer.
Habe ich ja im Vorgespräch auch schon gesagt, wenn ich morgens sehr ungesund aufwache und erstmal in die Inbox schaue, dann lese ich natürlich erstmal gerne euren Newsletter.
Ansonsten auf der Newsletter-Seite, ich bin sehr großer Fan von Matt Levines Money Stuff.
Also ist einer der Bloomberg-Autoren, der es wirklich jeden Tag schafft, wirklich komplexe Sachverhalte sehr unterhaltsam darzulegen.
Also als ich mal überlegt habe, mache ich eine New Newsletter, meinte auch jemand so, Jan, du musst der deutsche Matt Levine werden.
Das habe ich jetzt noch nicht ganz geschafft, aber maybe.
Ansonsten auf der Literaturseite ein Buch, was mich sehr geprägt hat, was auch unseren Investmentansatz enorm prägt, ist The Aspirational Investor.
Also kann man auch im Newsletter nochmal sehr detailliert darlegen.
Wenn man am Ende halt draufblickt, so du und ich, wir sind halt keine Pensionsfonds, keine Versicherungskassen, sondern so, wie schaffen wir es eigentlich so ein bisschen Anlageziele, Anlagewünsche, Präferenzen zu übersetzen in eine Anlageallokation.
Das ist was, was wir als ersten Schritt immer nutzen.
Also ein 200 Seiten Buch kann man am Wochenende lesen, kann ich unglaublich empfehlen.
Also finde ich ganz lustig, wenn ich...
teilweise enorm vermögende Unternehmer in Berlin treffe, die sagen so, hey Jan, ich bin über dich auf dieses Aspirational Investor Framework gestoßen und ich implementiere das für mich selber.
Finde ich total lustig, also obwohl wir da am Ende nichts damit im Hut haben, außer eben zu sagen, wir nutzen dieses Framework selber.
Und ansonsten auf der Podcast-Seite, natürlich auch wieder neben diesem Podcast, finde ich Capital Allocators sehr, sehr gut.
Capital Allocators von einem ehemaligen Hedgefonds-Manager, der lustigerweise auch mal eine Wette gegen Warren Buffett verloren hat, weil er gewettet hat, dass Hedgefonds besser performen als der S&P 500 auf einer 10-Jahres-Periode.
der lädt immer enorm spannende Leute ein aus dem PE, aus dem VC, aus dem Hedgefonds oder auch generell aus dem Capital Allocator Umfeld.
Da gibt es immer wieder sehr, sehr spannende Podcasts, die mich immer wieder gerne höre.
Ich meine, der hat auf irgendwie Dachfonds von Hedgefonds gewettet.
Das war ein bisschen komisch.
Genau.
Also eigentlich hättest du ja, wenn du so eine Wette hast, musst du eigentlich irgendwelche Einzelfonds nehmen.
Ich habe es nicht ganz verstanden, wieso er dann Dachfonds genommen hat.
Ich glaube, er hat damals dann Fund of Hedgefonds selber gehabt.
Deswegen musste er wahrscheinlich einfach aufs selber wetten.
Ah, okay, okay, okay.
Sehr gut.
Auf jeden Fall vielen Dank für die ganzen Insights heute.
War super spannend, da mal Einblicke zu kriegen.
War hoffentlich nicht unsere letzte Folge zusammen.
Und dann erstmal dir viel Erfolg weiterhin.
Super.
Vielen Dank, dass ich da sein durfte.
Das war Ohne Aktien wird schwer.
Produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns am Montag wieder.
Lasst uns gern Feedback zu der Folge da, die ja doch ein bisschen ungewöhnlicher war.
Falls ihr mehr solche allgemeinen Investmentthemen haben wollt, lasst uns das gern wissen.
Schreibt es uns in die Kommentare bei YouTube, Spotify, wo auch immer.
Und dann hören wir uns am Montag wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
