# Cosnova's AI Strategy: Product-First Beauty Innovation

**Podcast:** Tech and Tales
**Published:** 2026-09-12

## Transcript

Tech & Tales Herzlich willkommen zur 97.
Folge von Tech & Tales.
Ich spreche heute mit Thorsten Mühl.
Thorsten ist CDMO von Cosnova.
Cosnova ist die Firma hinter Essence und Catrice.
Das sind beides super große...
Brands im Massen-Beauty-Bereich.
Und als kleiner Disclaimer, ich bin im Digitalboard bei Cosnova und schätze das Unternehmen sehr.
Gegründet von einer Frau vor 25 Jahren und inzwischen hochskaliert zu über einer Milliarde Dollar Umsatz.
Aber bevor wir reingehen in Cosnova und die ganze Beauty-Branche, Torsten, stell dich doch einmal kurz vor.
Ja, vielen Dank für die Einladung.
Finde ich total super, dass ich die Möglichkeit habe, hier Ein bisschen über unsere AI-Journey und so zu sprechen.
Ja, ich bin Thorsten.
Ich bin jetzt dann doch schon länger bei Cosnova.
Ich bin seit April 2021 tatsächlich dabei.
Ich habe die große Ehre, das digitale Marketing auch von Seiten der Geschäftsführung zu repräsentieren.
Wir sind so ein bisschen...
Auf verschiedenen Schultern haben wir das Marketing verteilt.
Ich arbeite neben meinen ganz fantastischen Kolleginnen, der Yvonne und der Isa, der Chief Brand Officer, die eher aus der Marke, dem Produkt herauskommen, bin ich für die Owned Earned Paid Aktivierung, also so ganz, ganz, ganz, ganz Topline der beiden Marken, die du genannt hast, Assets und Catrice, zuständig.
Vorher war ich...
Ich war zehn Jahre bei Disney in München, Disney Deutschland, habe dort auch im digitalen Marketing gearbeitet, was auch für mich eine ganz, ganz große Freude und eine ganz, ganz tolle Reise war.
Und davor hatte ich eine längere Zeit bei der McCain World Group Agentur und habe im Automotive Business gearbeitet.
Auch relativ spannend aktuell.
Aber ich finde, Beauty ist so ein bisschen wachstumsträchtiger, glaube ich, als Automotive.
Da sind wir alle froh, dass wir lieber in anderen Bereichen tätig sind.
Nein, Quatsch.
Ich glaube, Automotive kann sich auch neu erfinden, wenn die so ein bisschen Fokus auf Innovation und Produkt legen.
Glaube ich, gibt es da noch eine Chance durchaus, aber das ist ein anderes Thema.
Aber ich finde faszinierend, dass vor allem, wenn man euch benchmarkt im Vergleich zu L'Oreal, Estee Lauder, den ganzen anderen großen Beauty-Giganten.
macht ihr halt 900 oder eine Milliarde Dollar Umsatz mit 900 Mitarbeitern, während L'Oreal 44 Milliarden Umsatz in 2025 gemacht hat, allerdings mit 79.000 Mitarbeitern.
Und auch wenn man sich dieses Wachstum anguckt, ihr habt in 2024 17 Prozent Wachstum gesehen und andere Unternehmen aus dem Beauty-Bereich liegen alle so bei 4, 5 Prozent maximal.
Natürlich, weil es ein Familienunternehmen ist, ein deutsches Familienunternehmen, wird natürlich die operative Marge, nette Ergebnisse.
und so weiter nicht veröffentlicht.
Aber ich finde es absolut signifikant und ich finde Cosnova so eins der Hidden Champions.
Und zwar, was euren Erfolg so ein bisschen ausmacht, ist insbesondere die digitale Strategie, also der Fokus, den du mitgebracht hast auf Entertainment.
Das finde ich nämlich sehr interessant.
Erzähl doch mal ein bisschen, was Cosnova auf TikTok vor allen Dingen macht.
Das ist halt im Vergleich zu anderen Brands und in Klammern auch, wenn wir uns die politische Lage angucken, haben viele halt immer noch nicht in 2026 die Relevanz von diesen digitalen Kanälen verstanden, insbesondere TikTok im Hinblick auf die Parteien.
Daher, mich würde mal interessieren, erzähl mal ein bisschen so, was ihr da macht und wie eure Reichweiten sind und was davon konvertiert.
Ja, vielleicht will ich es noch trotzdem mal ganz kurz einordnen.
Das, was du gesagt hast, ist natürlich, also es hört sich super an und ich finde es auch tatsächlich genau so.
Wir sind ein Hidden Champion und ich finde es selber total faszinierend.
Das ist eine super Gründergeschichte.
Christina ja mit ihrem Mann Javier Gonzalez zusammen gegründet und als kleiner, wir sagen, wir sind der Challenger, der Underdog aus Sulzbach.
der hier im Ranking mit den ganz großen Beauty-Playern aus der ganzen Welt mitspielt.
Das finde ich ein super Gefühl.
Und das ist auch das, was mich so ein bisschen antreibt, das besser zu machen und auch in dieser Position zu sein.
Die fühlt sich wirklich gut an.
Und ich habe aber ganz viel Sympathie und auch ganz großen Respekt vor den tollen anderen Marken, mit denen wir im Wettbewerb stehen, den tollen Unternehmen.
Fantastische Sachen, die auch dort passieren und auch super viel Innovation.
Jetzt hast du natürlich netterweise gesagt, das hat viel mit digital zu tun.
Ja, denke ich auch, dass das einer der Erfolgsfaktor ist, aber ich glaube, zu Beginn kommt und das wird immer wichtiger und es ist mir hier so klar nochmal geworden die letzten Jahre, es ist Product First.
Wenn du kein gutes Produkt hast, dann ist alles andere wahrscheinlich nicht mehr ganz so wichtig und so relevant und das sind wir hier.
Wir sind ein Innovation Powerhouse.
Beide Marken sind super innovativ, sind schnell in der Produktion.
Tausend neue Produkte pro Jahr ist wirklich fast moving consumer goods sozusagen.
Also da passiert so viel, das ist super trendgetrieben.
Und die Innovationskraft, die aus den Teams hier rauskommt, ist wirklich großartig.
Und dadurch sind wir natürlich erstmal, dadurch sind wir so erfolgreich.
Es ist das Produkt und dadurch die gebauten Marken, die wir geschaffen haben.
Und natürlich hat am Ende dann auch die Kommunikation was damit zu tun.
Ja, ich glaube auch, das ist was viele, immer noch nicht begriffen haben, dass am Ende ist es Product First.
Egal, welches Produkt es ist, ob es ein Auto ist, ob es ein Flug ist, den du nimmst, ob es ein digitales Produkt ist.
Die Spreu trennt sich vom Weizen beim Produkt.
Ich glaube, man kann am Ende viel hoch skalieren, ohne ein sehr gutes Produkt zu haben.
Ich meine, das sind die ganzen Venture-Cases, es werden uns um in Marketing gesteckt.
Bestes Beispiel zum Beispiel ist Shein.
Es wurde viel diskutiert an vielen Stellen, es gab gerade ein IPO dazu.
Und es wurde immer in verschiedenen Podcasts auch, wurde es verglichen mit Zara.
Nur, wenn man dann das vergleicht, am Ende, Zara zum Beispiel, Inditex, die gewinnen das Game, weil die ein hervorragendes Produkt haben.
Die brauchen dann tatsächlich auch nicht so viel Marketing, weil es nicht ein Game ist.
Bei Beauty ist es halt ein anderes Game so ein bisschen.
Aber es ist das Produkt und das sehe ich bei euch auch.
Also der gesamte, ihr bedeckt halt oder besetzt halt diesen 2,99 Euro Nagellackbereich, würde ich mal sagen.
Oder 2,99 Euro Wimperntusche.
Während ich da irgendwie 50 Euro für irgendwas anderes ausgebe, gebe mal eine andere 2,99 Euro für die Wimperntusche von Rossmann aus.
Was total Sinn macht natürlich.
Ich switche jetzt auch gerade, muss ich sagen.
Also was ich so spannend daran finde, wie ihr schafft, all diese Produkte, diese tausend neuen Produkte, die ihr in den Markt drückt, jedes Jahr quasi, einmal wie ihr es schafft, die Preise zu halten, eben auch trotzdem ein gutes Produkt zu liefern.
Und ich war in den USA und ich habe gesehen, bei Target war der ganze Chef leergekauft, weil es European Quality ist, ihr habt keine Tierversuche, ihr habt keine, diese ganzen PFAS, diese ganzen krebserregenden Stoffe sind nicht drin und so weiter, das ist vegan.
Ich finde es schon bemerkenswert und das lässt halt immer Rückschlüsse zu, wie hoch die Margen bei anderen Unternehmen dann sind.
Aber wie kriegt ihr das in den Markt?
Und dazu ist natürlich TikTok eins der entscheidenden Channels.
Wann hast du das aufgebaut?
Also wann hast du damit angefangen?
Also wie gesagt, du hast alles gesagt.
Das ist unser...
Preise bleiben stabil, Accessibility make everyone feel more beautiful.
Es ist die Kompli-Philosophie, davon rücken wir nicht ab.
Es hat 100 Prozent was mit dem, was geben wir dem Konsumenten zurück in Anführungszeichen.
Deswegen bleiben die Preise auch dort, wo sie sind.
Und wir schaffen es natürlich den Spagat zwischen High Quality, Performance und eben...
Preiseinstieg zu liefern.
Das ist uns total wichtig.
Ja, wie haben wir das gemacht?
Auch da will ich mich gar nicht zu sehr mit fremden Federn schmücken.
Kostoba hatte immer schon eine History und hat sehr viel innovativ im Bereich Social, digital gemacht.
War immer schon digital only.
Ein Stückchen vielleicht auch dazu gezwungen, weil logischerweise irgendwo dann, wenn die Margen dann natürlich anders gelagert sind als bei Premium.
Prestige, Masterchef Brands, kannst du natürlich mit deinem Marketingbudget nur viel zielgerichteter und nicht reichweitenstark agieren und bist dadurch immer schon gezwungen, vielleicht andere Wege zu gehen.
Und ich glaube, wir haben einfach nur, als ich gekommen bin, versucht genau dieses ganze Thema.
Und das war vor, das konnte man, glaube ich, vor sechs, sieben Jahren ganz gut sehen.
Da war es da natürlich alles Instagram und natürlich noch Facebook und YouTube sowieso.
Der Shift von Musical.ly zu TikTok hat unfassbar viel verändert und eben dieses ganze Thema 9 zu 16, Vertical Video, das hat, finde ich, schon das Marketing komplett einmal von links nach rechts gedreht.
Und da haben wir einfach angefangen, relativ schnell loszulegen, Teams aufzubauen, haben in eine eigene Content Production in-house investiert, unser Studio C.
um eben auch da schnell zu sein, um am Trend zu sein, um uns nicht von anderen Partnern, Agenturen, Briefings, Feedback-Gesprächen abhängig zu machen, sondern dasselbe zu kontrollieren, was so ein bisschen Teil der digitalen Marketing-Wertschöpfungskette ist.
Und das zeigt die Stärke der Teams, vor allem auch der Brand- und Product-Teams.
Ist jetzt ja nicht für uns nur ein Kommunikationskanal, sondern wir haben ja gesagt, okay, das ist eher so ein Betriebssystem, weil ja natürlich die...
Product Manager, die Brand Manager genauso auf TikTok unterwegs sind, dass genauso Screener die Trends im Blick haben, um sich dort dann wieder zu sehen, okay, wo entwickeln sich Trends, die ich dann in meine Produktentwicklung einschließen oder die ich dann mit inkludieren kann.
Also das ist nicht nur ein, okay, wir machen Kommunikation an den Endverbraucher, sondern tatsächlich so ein bisschen bei uns als Betriebssystem gedacht.
Aber wie seht ihr die Trends?
Weil ich finde es, also klar gibt es Trendforscher und so weiter, aber zum Beispiel habt ihr jetzt gerade lauter nach Keksen, nach Waffeln riechende Produkte gelauncht, was ich persönlich als Millennial total komisch und eher eklig finde.
Aber es gibt ja auch inzwischen nach Waffeln riechende Deos.
Nicht von euch, sondern von anderen auch.
Aber es ist wohl der Trendsend der nächsten Saison.
Aber wie seht ihr das?
Und ich meine, ist das nicht auch ein Anwendungsfall für AI?
Also am Ende, dass man quasi die verschiedenen Social-Kanäle scannt?
Weil ihr seid doch eins der bestverkauftesten Brands bei TikTok, oder?
Oder die bestverkaufteste?
Also, Ich würde sagen, wir sind eine der absolut erfolgreichsten Beauty-Brands und Color-Cosmetic-Brands auf TikTok, zumindest mit der Marke Essence.
Global.
Da sind wir global, genau.
Unser Global-TikTok-Channel hat, glaube ich, 3,8 Millionen Follower.
Jedes Video hat wahrscheinlich über 200k Organic Reach im Average, würde ich sagen.
Ich habe jetzt nicht die ganze Konkurrenz da im Blick, aber ich bin mir sicher, wir sind Top 5 der...
Global Beauty Brands auf TikTok.
Da gibt es nicht mehr so viele, die vor uns stehen.
Hat dann auch ein bisschen mit Fenty oder so Celebrity Driven Brands immer stärker.
Aber da sind wir schon, da sind wir einfach super.
Und das ist eine, das vergisst man so.
Es ist nicht irgendwie any other TikTok Brand, sondern wir sind eigentlich da der Category Champion auch auf TikTok so ein Stück weit.
Und das haben wir hier alles selber gebaut.
Das hat das Team hier in Sulzbach gebaut mit dem Studio.
Das ist schon ziemlich cool.
Wie sehen wir die Trends?
Am Ende, das, was ich gesagt habe, das ist da, wo man heute so im Marketing sagt, where culture happens, ist eben auf TikTok.
Und da musst du, glaube ich, irgendwie agil sein, da musst du dran sein.
Keine Industrie ist so schnelllebig und so trendgetrieben wie wahrscheinlich die Beauty- oder Make-up-Industrie.
Und deswegen haben wir ein ganz tolles Trends- und Consum-Insights-Team, was nicht nur nach L.A.
fliegt, um dort zu gucken, was passiert, oder New York, sondern natürlich auch Korea oder eben jetzt China, weil dort ganz, ganz viel Innovation herkommt.
Und zusammen mit den Lieferanten, mit denen wir zusammenarbeiten, die natürlich auch versuchen am Puls der Zeit dran zu bleiben, unseren starken Produktmanagern, gibt sich da dann schon eine sehr gute Symbiose aus, wie schaffen wir es, auf den richtigen Trend zu setzen und das dann eben auch so schnell wie möglich zu produzieren und dann auch in den Retail zu bringen.
Und da kann natürlich in der Zukunft AI noch eine größere Rolle spielen, weil...
wir vielleicht in der Lage sind, diese Teile in dem Prozess, dieses ganzen Update-Prozesses durch AI zu verkürzen.
Nicht alle, aber Teile davon, ja.
Ja, und eben auch so Microtrends irgendwie visibel zu machen, beziehungsweise überhaupt zu erkennen.
Okay, das heißt, den AI-Teil, den habt ihr noch nicht, aber ihr seid auch sehr früh schon mit AI unterwegs gewesen.
Erzähl mal ein bisschen, was ihr für Use Cases macht oder auch gemacht habt schon und was quasi in der Skalierung funktionierte, beziehungsweise was ihr auch irgendwie irgendwann wieder gelassen habt.
Das ist ja auch immer so ein iterativer Prozess am Ende.
Wir sind, als es diesen JetGPT-iPhone-Moment gab, der doch gar nicht so lange her ist, aber man denkt so, okay, es ist schon wieder da gewesen.
Also finde ich, sind wir total fast ein bisschen unstrategisch, aber auch unkonzernig da rangegangen.
Okay, das ist da.
Was machen wir jetzt damit?
Wie nutzen wir das jetzt?
Und interessant, ich hatte damals mit, und die waren ja bei dir, glaube ich, vor ein paar Wochen im Podcast, die Nina und die Livia von Google.
Ich bin ja auch in den CMO-Counsel bei denen, beziehungsweise wir treffen uns ab und zu mal.
Und er hat mich auch mal irgendwann gefragt, schon ein bisschen länger her, ob ich da nicht irgendwas dazu sagen möchte.
Und da habe ich gedacht, ah nee, ich weiß nicht.
Wir haben einfach mal ein bisschen angefangen, aber das ist nicht so, das fühlt sich noch nicht so strategisch an.
komme ich besser nicht.
Als ich dann auf dem Summit war und gesehen habe, wo eigentlich so die Latte hängt, dachte ich, na okay, hätte ich vielleicht schon was erzählen können.
Weil das ist auch wieder diese Schnelligkeit, die uns auszeichnet.
Denn wir haben einfach angefangen, ohne das jetzt groß zu planen, was wir gemacht haben, sind natürlich, wir haben rechtliche Rahmenbedingungen aufgegleist sozusagen.
Und wir haben vor allem uns über ethisch moralische Themen Gedanken gemacht haben.
Am Anfang, wie wollen wir sein mit AI?
Wo wollen wir es einsetzen und wo wollen wir es nicht einsetzen?
Und da war für uns relativ schnell klar, dass wir eigentlich diese Realness für uns total behalten wollen und wollen eigentlich keine Produktanwendungen zeigen an künstlich generierter Haut, Haar, Personen sowieso, weil es halt sehr viel mit dem Selbstbild zu tun hat.
Und dann haben wir die Rahmenbedingungen geschaffen, haben mit der IT gesprochen und haben uns dann relativ schnell mit OpenAI zusammengetan und haben dann Cosnova GPT gelauncht.
Eigentlich ein paar Monate später, seitdem es dann auch verfügbar war.
Nicht direkt so die erste Version.
Da kam ja dann, glaube ich, in einem relativ kurzen Update-Zyklus, kamen dann schnell die neuen Versionen drauf und wir haben schon ein bisschen gewartet.
Weil es natürlich dann schon ein bisschen dauert, aber ich war tatsächlich froh, weil ich glaube, wir sind mit dem 2- oder 3-Model eingestiegen, was dann auch wirklich einen richtig guten Standard hatte, als das allererste zum Beispiel.
Und so hast du halt direkt den Mehrwert für die Mitarbeiter, haben halt sofort einen Mehrwert gesehen in der täglichen Arbeit mit GPT.
Und das finde ich, dass uns das auszeichnet, da dann so ein bisschen unkonzernig in Anführungszeichen ranzugehen.
So haben wir diese Journey so ein Stück weit begonnen.
Was macht ihr Produktseite, ich meine ich?
Meine Meinung dazu, die Kennzler, die du ja kennst, ist ja so ein bisschen, dass die Hebel nicht sind bei den Mitarbeitern, dass die schnellere Dokumente verfassen, die dann keiner liest oder schnellere E-Mails zu schreiben, sondern meines Erachtens sind die Hebel immer auf der Produktseite.
Produkt, Operations, beziehungsweise auch Logistik und sowas alles.
Habt ihr da Initiativen gehabt?
Also, da kann ich gleich was dazu sagen, aber vielleicht nochmal, um da irgendwie abzuschließen.
Wir haben natürlich am Anfang, da habe ich tatsächlich auch gar nicht so eine Klare Meinung.
Ich glaube, es war schon wichtig bis zu einem gewissen Grad, dass du in so einer Experimentierphase bist, dass du einfach alles probierst, dass du dich mit den, vielleicht auch nicht nur mit anderen Modellen auseinandersetzt und dann selber für dich versuchst zu verstehen, wo gibt es Unterschiede, was ist für mich irgendwie ein guter Use Case.
Aber ich gebe dir natürlich recht, am Ende ist es wie so alles.
Also wenn wir am Ende sehen irgendwie...
Dieser AI-Slob, der auf den ganzen Socials-Presse oder LinkedIn irgendwie, wird auch echt anstrengend.
Die Masse an Contents, die keiner irgendwie sehen will.
Und genauso ist es ja auch ein bisschen intern.
Es ist natürlich toll, dass jetzt alle super E-Mails schreiben und Top-Konzepte erstellen.
Aber es produziert halt wahnsinnig viel Dokumentation.
wo ich sage, okay, wow, ich habe die Zeit gar nicht, das jetzt zu lesen.
Das ist natürlich ein super ausgearbeiteter Five-Pager, aber hey, habe ich jetzt nicht.
Und dann, was mache ich dann damit irgendwie?
Und es ist halt auch schwer, wenn du dich jetzt dann nur noch irgendwie mit, alle Parteien im Unternehmen, die miteinander agieren, lassen ihre Sachen von JGPT optimieren, dann kreierst du natürlich auch einen wahnsinnigen Aufwand an Material, Dokumenten und so weiter.
Aber bis zu einem gewissen Grad, glaube ich, gehört das dazu oder gehörte das dazu.
Und da komme ich vielleicht ein bisschen zu der Selbstverantwortung der Mitarbeiter.
Irgendwann wirst du für dich ja auch feststellen, okay, das macht jetzt irgendwie keinen Sinn und jetzt nimmt das vielleicht Ausmaße an, wo ich es nicht mehr so richtig kontrollieren kann, wo dann wirklich der Mehrwert ist.
Und für uns war schon so ein Learning, viel probieren, so MVPs bauen, wie man so schön sagt, ist aber halt nicht gleich ein Business Case.
Ich glaube, wir sind jetzt so langsam dahin gekommen und wir haben ein paar schöne Cases und können auch gleich darüber sprechen, die wirklich richtig gut waren.
Aber jetzt ist ja für uns die Frage auch, okay, wie kommen wir da zu einem nächsten Schritt?
Wie können wir die AI an unsere bestehende Infrastruktur anbinden?
Wie können wir dieses ganze Thema Data Foundation für uns lösen, weil nur dann sich wirklich die Mehrwerte ergeben, wenn wir sie an die Core-Systeme ein Stück weit anbinden können?
Ja klar, ich meine, das ist natürlich, was du ansprichst, Co-Systeme, darüber sprachen wir ja auch.
Ich habe am Podcast tausendmal darüber gesprochen.
Das Kernproblem ist die fehlende Kompatibilität der Systeme untereinander.
Das heißt, dass die alle eine andere Sprache sprechen, wenn man so möchte.
Also teilweise sprechen sie wirklich eine andere Sprache.
Und die greifen auf andere Datenbanken zu, die greifen auf andere Datenstrukturen zu, die Daten sind anders abgelegt und so weiter.
Das ist sehr schwer, dass man dieses...
Puzzle an fragmentierten Systemen, quasi technischen Systemen, dieses Tech-Stack, so harmonisiert, dass die AI darauf zugreifen kann, dass du obendrauf quasi Use-Cases schrauben kannst.
Also das ist die eigentliche Herausforderung, glaube ich.
Natürlich haben wir super Zahlen für unser Cosnova GPT.
Wir haben eine, ich glaube, 95-prozentige Adoption-Rate sozusagen.
Jeder User schreibt zig Prompts pro Monat.
Wir haben wahnsinnig viele Messages insgesamt.
Wir haben ganz viele Custom-GPTs gebaut.
Wir haben unfassbar viele Stunden, die Leute auch damit mit Upskilling verbracht haben.
Aber das haben wir auch gesehen.
Adoption Rate allein schafft noch nicht zwingend ein Business Value.
Das gehört irgendwo dazu.
Und irgendwo ist die Grenzen verschwinden auch so ein Stück weit.
Was für uns...
Am wichtigsten war, und ich glaube, da wollen wir weiter verstärkt rein investieren, ist das ganze Thema Upskilling, Learning.
Wir haben also wirklich uns intensiv Gedanken gemacht, Mitarbeiter zu schulen, sie eben nicht allein zu lassen, eben nicht sagen, okay, hier ist Cosnova GPT, jetzt guckt ihr ein paar YouTube-Videos an und dann legt los, sondern wirklich begleitet in verschiedene Levels sozusagen, vom Basic über Advanced Prompting, also alles dabei, ganz viel mit externen Trainern gearbeitet und da wirklich jede, quasi jeden Mitarbeiter in verschiedenen Schulungen über die letzten zwei Jahre hinweg abgeskillt.
Und das ist absolut einer der Erfolgscases, weil das dann schon dazu führt, dass Leute ein Stück weit effizienter eben auch mit den Tools umgehen.
Und das Zweite, wo wir auch, glaube ich, super stolz sind, ist, wir haben ein Champions-Programm, haben wir es genannt, ins Leben gerufen und haben eben uns auch, oder Kern der Überlegung war, Machen wir es jetzt so zentralistisch, AI, oder ist es etwas, was wir eigentlich versuchen, gleichverteilt in die Organisation reinzutreiben?
Also so ein bisschen, ja, nicht so top-down, sondern wirklich überall verfügbar und überall erhältlich zu machen.
Und das haben über die Champions, das heißt, wir haben im Prinzip über jeden Fachbereich, über jeden Geschäftsführungsbereich Champions gesucht, die selbstständig.
auf einem komplett anderen Level eben auch mit Cosnova GPT arbeiten, die eigene Use Cases in ihren Bereichen finden, entwickeln, umsetzen, teilweise mit meinem Team oder teilweise dann auch mit externen.
Und da haben wir, glaube ich, mittlerweile um die 30 Champions, die sich dann auch regelmäßig treffen, wo du dich regelmäßig updatest, wo du guckst, okay, was können wir für uns adaptieren, was nicht.
Super Erfolgscase, würde ich sagen.
Der hat sehr viel Empowerment in die Teams gebracht.
Und das ist das, was wir machen wollten.
Wir wollten halt eben nicht eine digitale Abteilung, die versucht, alles zu managen, sondern wirklich sagen, okay, wenn es breit in der Orga verankert ist, dann sind wir erfolgreich und nicht, wenn wir das irgendwie top down mit einer kleinen Einheit vorgeben.
Und das war wirklich, glaube ich, ein sehr guter Ansatz.
wo wir auch echt, muss ich sagen, ziemlich stolz drauf sind.
Ja, das Erstaunliche ist tatsächlich, dass es bei euch klappt und bei anderen nicht, finde ich.
Also für mich jetzt so, aus der Vogel- oder Beraterperspektive, wie auch immer.
Bei vielen Unternehmen klappt das nicht.
Da klappt weder das Upskilling, noch klappt die sinnvolle Use-Case-Umsetzung, wenn du so möchtest.
Noch schaffen die es irgendwie, die MVPs zu skalieren.
Dann fehlt es an der Kollaboration innerhalb der Teams.
Dieses ganze Thema des AI-Enablements ist eigentlich das zweite große Thema neben der Inkompatibilität der Systeme.
Aber trotzdem nochmal meine Frage auf der Produktseite.
Habt ihr AI da schon angewendet?
anderen großen Beauty-Konzerne, die nutzen natürlich AI in den Labs.
Das heißt, da werden Moleküle neu zusammengestellt, synthetisch natürlich, also hypothetisch per AI.
Das heißt, die haben echt neue Produkte, die quasi AI-based entwickelt werden.
Habt ihr ähnliche Dinge oder macht ihr irgendwas auf der Seite?
Also wir haben ja in dem Sinne jetzt keine Labs, weil wir das ja mit externen Produzenten machen.
Dort hast du dann die Labs.
Da fehlt mir jetzt aber ein bisschen der Einblick, inwieweit dort schon das Thema AI komplett groß genug gedacht wird.
Auch da gehen wir davon aus, dass Sie daran arbeiten.
Wir haben es für uns eher, wie gesagt, versucht zu sehen in der Produktentwicklung, in dem Prozess, bis es dorthin passiert.
Und habe eigentlich ein wirklich gutes Beispiel.
Wir haben unseren Product Concept Buddy, haben wir es genannt?
Wirklich?
PCB, okay.
Genau, from a concept buddy.
Und den finde ich wirklich super spannend, denn der ist letztendlich eine Anwendung, wo Produktmanager heutzutage ihre Ideen brainstormen können und sie können ihre eigenen Konzepte, die sie sehen, challengen.
Und wir haben das verknüpft mit vorhandenen Trend-Research-Daten, mit Insights zu Consumer Needs, mit den Brand-Guidelines, wofür wollen wir stehen, was braucht es, um neue Ideen zu generieren und so weiter, mit Design.
Also es ist wirklich alles an Dokumentationen reingeladen sozusagen, was du dazu brauchst.
Und so kann ich natürlich erste Ideen generieren, kann die schärfen, kann aber auch schon mal ein bisschen Consumer-Centricity und Marktkonformität abgleichen.
Und ich finde, dass die Produktideen...
so das Feedback, ich bin jetzt ja nicht in der Produktentwicklung oder in Brandmanagement tätig, aber die Produktideen kommen schon viel schneller und direkter ausgearbeitet und eben auch so ein bisschen schon visuell als erste Mockups oder vielleicht auch so Stimmungs-Mootbilder erstmal da, sodass die Teams auf der Basis viel, viel schneller zu belastbaren Konzepten kommen, die sie dann mit den Supplieren irgendwie teilen.
Und das ist schon ein großer Mehrwert, den wo ich jetzt überhaupt nicht mehr drüber nachdenken würde, zu sagen, okay, das brauchen wir jetzt nicht mehr.
Das ist eher die Basis, das noch besser zu machen, weil für uns dort natürlich der totale Mehrwert liegt, diesen Prozess zu optimieren, diesen gesamten Produktentwicklungsprozess zu verkürzen, beschleunigen, zu optimieren in diese Richtung.
Und dann natürlich am Ende ist jetzt immer die Frage, der Business Value macht sich vielleicht nicht in...
stärkeren Gross Sales, aber halt in der Effizienz.
Und am Ende mündet es dann wahrscheinlich schon in der Wahrscheinlichkeit, höhere Verkaufszahlen für die Launches zu schaffen, weil du eben ein bisschen ganzheitlicher in der Entwicklung irgendwie drauf schaust und jetzt viel mehr Daten connecten kannst zusammen.
Und das ist ein super Case für uns, mit dem wir eigentlich sehr happy sind.
Ja, das ist ein super Case.
Vor allem auch der Product-Market-Fit wird ja so viel schneller validiert.
Und du kannst am Ende auch den Research darüber machen.
Das heißt, dass du normalerweise das in Einzelnen vertestest, kannst du da simulieren.
Das heißt, nicht nur über digitale Zwillinge, sondern du kannst auch automatisiert das A-B-Testen machen.
In der Produktentwicklung, dieser ganze konzeptionelle Teil ist ja sehr aufwendig.
Andere große Brands, ich kann jetzt nicht sagen wer, aber andere große Brands haben riesen Neuroabteilungen.
Weil ich ja selber Neuroforschung mache, deswegen habe ich mich viel damit beschäftigt, wie man Produkte zum Beispiel neurologisch sozusagen überprüfen kann, verproben kann.
Und dann machst du EEGs und die wirklichen, also ich bin ja keine Neurologin in irgendeiner Form, ich kann die Daten nicht auslesen.
Ich kann dann nur mit den ausgelesenen Daten quasi Analysen fahren und dann halt mit AI.
Aber das Interessante ist, dass...
Häufig Produkte mit einem EEG, mit Hautleitfähigkeit, Eye-Tracking und so weiter, aber vor allem das EEG, werden Produkte vertestet, ob zum Beispiel gewisse Farben funktionieren.
Es gibt große Luxusmarken, die dann meinetwegen 40 verschiedene Farben für die jeweiligen Produkte vertesten und gucken, ob irgendwie das Grün diese Saison besser ist oder das Lila.
Und das zu simulieren, ist ja wahnsinnig...
Kosten sparen, beziehungsweise das auch an verschiedene Kohorten zu simulieren und auch verschiedene Geografien und so weiter.
Und dann eben, wie du sagst, die Marktdaten da schon rein zu korrelieren, das sind meines Erachtens eben die AI-Use-Cases.
Genau, das glaube ich auch.
Auf Produktseite sozusagen.
Und jetzt, wenn du das weiterdenkst, du kannst ja idealerweise dann noch versuchen, Supplier-Daten mit zu integrieren, um zu gucken, wie machbar ist die Produktidee überhaupt.
Du kannst natürlich am Ende auch vielleicht dann logischerweise historische Sales-Data einlesen, um zu gucken, was für ein kommerzielles Potenzial können die Produkte theoretisch haben.
Und da bist du vielleicht dann schon stärker, wie du dann spezielle Produkte irgendwie entwickelst, weil du eben, ja, wie gesagt, ein bisschen ganz hart hier drauf schaust.
Da glaube ich auch, und ich glaube, für uns ist so der Weg zu sagen, wie können wir mehr von diesen Cases entwickeln, als jetzt noch das 50.
Custom GPT.
Aber da will ich ein bisschen die Eigenverantwortung auch in die Teams geben, die für sich selber dann schon den Weg finden müssen, wo sie es nutzen.
Und wir haben jetzt ein paar von den größeren Cases gemacht.
Wir haben sehr viel...
auch in der Content Production, in unserem Studio C, was ich vorhin erwähnt habe, aber interessanterweise nicht im Frontend, also nicht Consumer Facing, was du außen siehst, weil das ist jetzt ja der, gefühlt so der einzige Marketing News Case, den alle irgendwie überall präsentieren und posten.
Das ist AI generierter Content und dann sehe ich das, aber...
Und wir fanden es erstmal spannender zu sagen, okay, was passiert denn im Backend und wie können wir denn die Prozesse im Hintergrund, die jetzt keiner so sieht, wie können wir die denn optimieren?
Wie können wir dem, ich weiß nicht, wir haben so ein Reverse-Prompting-Tool gebaut, wo du von hinten das Bild zurückprompten kannst quasi und dann weißt du, was war der Ausgangspunkt.
Wir haben über Copywriter ganz viele Caption-Assistants gebaut und wir haben dort diesen ganzen Prozess der Content-Kontent.
Kreation optimiert, wo wir es können.
Wir haben aber nicht die Contents als AI generierte am Ende Videos oder so ausgespielt, sondern tatsächlich im Hintergrund gearbeitet.
Das ist auch für uns super spannend, da weiter rein zu investieren und uns auch das wieder schneller, effizienter macht und uns dann auf der anderen Seite mehr Zeit gibt, das aktuelle Video zu bauen sozusagen.
Also kannst du kreativ eine andere Möglichkeit dann, weil es schafft dir mehr Zeit.
Ich glaube, dass das ein super interessanter Ansatz ist, im Sinne von, dass ihr da gegen den Strom schwimmt.
Also hier, Tarek Müller war ja bei mir im Podcast und erzählte, wie sie bei About You die gesamte Fotoproduktion digitalisiert haben und die Fotostudios geschlossen haben, irgendwie zig Millionen pro Jahr sparen.
Ich denke, About You hat auch noch ein bisschen einen anderen Case, weil die haben ganz Körperbilder und die brauchen wahrscheinlich noch mehr.
oder weiß ich nicht, aber ich gehe davon aus, mehr Fotos sozusagen als ihr, auch größere und das ist eine Riesenproduktion, die die mal haben, weiß ich nicht am Ende.
Aber was ich mir wünschen würde, ist, dass es eben noch mehr aus User-Perspektive quasi gesehen wird, weil die meisten Leute möchten keinen AI-generierten Content sehen.
Und sobald das visibel ist oder auch sobald die Menschen zu perfekt sind, na klar, wird man mit AI irgendwie nicht perfekte Menschen, nicht perfekte Haut generieren können.
Bei euch geht es ja vor allen Dingen immer um Haut und so weiter.
Aber am Ende hat das immer so ein bisschen Geschmäckle.
Und auch das wird sich vielleicht irgendwann ändern.
Vielleicht werdet ihr auch irgendwann dahin umschwenken.
Aber ich finde diesen Ansatz sehr interessant, weil...
Es kostet auch nicht die Welt, diese Bilder zu machen.
Es ist nicht so, dass das die Kern-Line-Item auf den Kosten ist, Hautfotos zu machen.
Sondern, was du schon sagst, das Ganze drumherum ist letztlich das, was auch zeitintensiv ist.
An welchen Stellen, also an den Stellen man halt AI einsetzen sollte.
Aber glaubst du, dass Beauty-Companies so eigentlich zu Tech-Companies werden?
Gefühlt, also ich meine, L'Oreal hat eine riesen Partnerschaft mit Nvidia kommuniziert und gefühlt werden gerade alle Firmen zu AI-Company und Tech-Company.
Glaubst du, diesen Move sehen wir auch in Beauty?
Erstmal vielleicht nochmal kurz zu dem ersten Punkt.
Ich kann es nur 100 Prozent unterstreichen und will es nochmal echt rausstellen, wie für uns das total wichtig ist.
Und ich bin mittlerweile sogar, weil das sind auch AI-Fails, wir haben das ja auch probiert und wir haben Content.
gepostet auf den Socials, der war AI generiert und den hat uns letztendlich der Konsument, die Konsumentin auf gut Deutsch gesagt um die Ohren gehauen, weil sie sagen, was ist hier doch jetzt nicht auch noch AI-Content.
Und dann haben wir natürlich wieder, haben wir dann sein lassen und der, für mich ist mittlerweile, sind diese Anti-AI-Aesthetics eigentlich total der Wettbewerbsvorteil, ehrlicherweise, weil diese Realness zu haben, ist ein angenehmer Gegentrend zu den ansonsten vielleicht dann teilweise doch sehr gleichförmig aussehenden Inhalten, die du immer wieder ausgespielt bekommst, die vielleicht austauschbar sind.
Und eigentlich genau ist diese, ich halte gar nicht mit Imperfections zu tun, aber der Look, der ist uns einfach wichtig, weil es auch zu unserer Philosophie passt.
Make everyone feel more beautiful.
Wir sind Demokratisierung von Beauty und können dann nicht finde ich, mit komplett AI-generierten Dingen auflaufen.
Das hat einfach bisher auch nicht funktioniert.
Und ich glaube sogar, dass es für manche Leute ein größeres Thema ist und sie lieben die Marken und haben aber vielleicht, und da darf man, glaube ich, ein bisschen raus aus unserer LinkedIn-Bubble oder der Marketing-Bubble grundsätzlich, wo du das ja natürlich embracest und super findest und guckst, wie kannst du es weitermachen.
Aber vielleicht ist der normale Der Konsument hat natürlich ganz große Ängste und Besorgnisse.
Was heißt das eigentlich für mich und was bedeutet das für mich?
Und sie interpretieren etwas Größeres hinein, wenn die Marke, die sie lieben, auch AI-Content macht.
Und das ist für sie dann so, okay, wow, das ist Ende der Welt, jetzt auch noch die.
Wir wollen das eigentlich nicht, wir wollen da halt real bleiben.
Trotzdem, finde ich, haben wir ganz viele Content-Use-Cases, die wir auch umsetzen können.
wenn es halt eben nicht um Menschen geht, wenn es um Produktabbildungen geht, um Hintergründe etc.
etc.
Und ich glaube, das kannst du schon irgendwie gut verbinden.
Aber die Realness des Menschen, die ist uns einfach total wichtig.
So, und zudem werden jetzt Beauty-Companies, Tech-Companies, ja, ich bewundere natürlich schon sehr, was L'Oreal auch macht und wie stark sie dieses Beauty-Tech vorantreiben, die Nvidia-Partnerschaft, so vieles zu lesen.
Aber auf der anderen Seite, weißt du, was macht.
heutzutage den Job des CMOs oder des Marketeers so spannend, weil er hat halt eine komplett neue Facette bekommen, nämlich die Technologisierung des digitalen Marketings mit dem Thema Marktech, mit dem Thema Data Analytics und eben mit dem Thema AI sich damit zu beschäftigen.
Und deswegen glaube ich schon, dass sich auch die Beauty-Companies in diese Richtung im Marketing entwickeln werden.
Wären sie jetzt zu richtigen Tech-Playern?
Nee, wahrscheinlich nicht.
Für uns, unsere Kernkompetenz ist, super geile, trendgetriebene Make-up-Produkte zu machen.
Und ich finde, es ist auch ganz, ganz wichtig, bei dieser Kernkompetenz zu bleiben und jetzt nicht zu sehr abzudriften und sich da hingegen so komplett zu transformieren.
Auf der anderen Seite, und dafür bin ich ja dann zuständig, das mit meinen Bordkolleginnen und Kollegen und meinen Teams voranzutreiben, dass wir eben auch hier schnell und unseren Weg finden.
der eben dann auch die vielen Vorteile, die AI mit sich bringt, nutzen können und uns nutzen lässt sozusagen.
Ja, aber ich denke trotzdem, dass manchmal entstehen ja durch diese ganzen KI-Transformationen so eine Art Abfallprodukte.
Und bei euch könnte ich mir schon vorstellen, weil ihr seid einfach führend in diesem ganzen Trendkram, lassen wir mal so sagen.
Das heißt, ich glaube aber trotzdem, dass wenn ihr irgendwann so, wenn ihr diese ganzen...
Trend-Learnings, die ihr habt, beziehungsweise auch die Quellen, wo ihr das sieht und so weiter, wenn ihr daraus quasi so kleine proprietäre Models baut oder das in Systeme verbaut sozusagen, die man dann wiederum an andere Beauty-Brands oder so lizenzieren könnte, das sehe ich schon, ja.
Und das ist, glaube ich, das, was ich meine mit Tech-Companies.
Ich glaube, dass die...
dass die globalen Player, die in ihrer Nische, die Führenden in dem Bereich sind, die haben schon sehr unike Daten, mit denen man eben Daten und auch Erfahrungswert, also ich meine, das sind ja alles im weiteren Sinne Daten, aber auch persönliche Erfahrungen und so weiter.
Und das dann zu verbauen, das glaube ich, hat definitiv Zukunftspotenzial.
Absolut.
Und ich glaube, das ist der große Vorteil, dass wenn wir, und das müssen wir einfach schaffen.
das, was wir bisher schon gut machen, weiter gut zu machen, auszubauen und andere Themen, die jetzt so groß und so stark werden, da den Zug nicht zu verpassen.
Aber auf der anderen Seite auch nicht sich so, wo du sagst, okay, wow, ich hätte irgendwie auf einmal tausend Prioritäten nicht machen können.
Also die Kunst wird ja auch sein, zu sagen, okay, was mache ich und was lasse ich weg?
Oder was lasse ich an mir vorbeiziehen und okay, kann ich halt da nicht machen.
Aber statt mich zu verzetteln, denn ich glaube, die Gefahr war noch nie größer durch diese vielen Einflüsse, die auf dich da aktuell einströmen, hat dann schon die Gefahr, sich zu verzetteln.
Und da den Fokus zu behalten, super wichtig.
Und ich kann es, wie gesagt, nur betonen, alles, was AI uns an Vorteil bringt und weitere Digitalisierung, umso mehr werden vielleicht manche andere Dinge knapper, die wir überbetonen können.
Trust.
Taste, Creativity, Human Connection, da wollen wir dranbleiben.
Das passt eben auch sehr gut zu unseren Marken.
Ja, ihr habt auch Glück im Timing irgendwie.
Aber abschließend kann ich nur sagen, also erstens, Gartner hat gerade gestern publiziert zusammen oder beziehungsweise The Economist hat es aufgegriffen, dass es inzwischen mehr Jobs durch AI geschaffen wurden, als kannibalisiert wurden.
Das heißt...
Wie ich auch hundertmal schon vorher gesagt habe, diese Predictions, die die apokalyptischen Dario Amodei und so weiter vorausgesagt haben, dass es eine White-Collar-Apokalypse im Arbeitsmarkt gibt, sind bisher nicht eingetreten.
Meines Erachtens werden sie auch nicht eintreten.
Das heißt, ich denke, wir haben eine gute...
Zukunft sozusagen, Head of Us.
Und ich denke, dass eben Unternehmen wie ihr dazu wirklich was beitragen könnt und macht weiter die Lipglosses aus Sulzbach.
Und ihr seid ja 33.000 Verkaufsstellen zu erwerben.
Also ich finde es Wahnsinn.
Und wie gesagt, diese 2,99 Euro Dinger, ich komme nicht drüber hinweg, dass das so gut funktioniert.
Abschließend.
Unsere Hörer freuen sich immer über Buchempfehlungen von den Gästen.
Hast du etwas zu empfehlen als Antithese zu der ganzen digitalen Welt?
Ich habe tatsächlich keine konkrete Buchempfehlung der letzten Zeit, außer das The Creative Act, das auf Deutsch heißt, die Kunst kreativ zu sein, ist von Rick Rubin.
Nebenberührenden Rubin.
Das habe ich gelesen.
Das fand ich super und das ist so eine gewisse Antithese nicht, aber das ist ein ganz tolles Buch und das Gute daran ist und deswegen ist es auch gut für mich, man muss es nicht am Stück lesen, man kann immer wieder mal reinlesen und die verschiedenen Kapitel irgendwie rauspicken und ganz tolle Buchempfehlung.
Super, vielen Dank.
Ja, ich beschäftige mich auch momentan mit Innovation und Kreation und dazu gehören ja die Creative Acts dazu.
Und das Einzige, was ich immer, finde ich, als gemeinsame Nenne, überall sehe, dass es ein sozialer Prozess ist.
Und ich hoffe, dass es auch gerade bei uns jetzt in Deutschland und so weiter wieder mehr in den Fokus rückt, weil wir brauchen einfach neue Produkte, Innovation, neue Gedanken, innovative Menschen, die innovative Dinge bauen.
Gut, also vielen, vielen Dank für deine Zeit.
Vielen Dank für die Einladung.
Sehr gern.
Und ich muss nochmal disklären, ich bin wirklich einfach nur ein Fangirl.
Ich mache keinerlei Paid-Podcasts.
Ich habe noch nie in meinem Leben von irgendwem irgendwas dafür bekommen.
Deswegen, ich bin einfach nur Fangirl, vor allem, weil es von einer Frau gegründet wurde, die das einfach mal hochgezogen hat.
Also, Congrats.
Viel Spaß.
Dankeschön.
Grüße nach Sulzbach.
Ciao, ciao.
Ciao.
