# Apple Foldable, Meta AI, and Market Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-09-10

## Transcript

Hat Apple gerade die größte Innovation seit Jahren vorgestellt oder doch eher ein nettes Nischenprodukt?
Wieso geht der Zcash-Coin durch die Decke und was war sonst gestern an der Börse los?
Das alles kommt jetzt.
Mein Name ist Noah Leidinger.
Heute ist Donnerstag, der 10.
September und das ist ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital, der einzige Broker, den deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Und jetzt die News von Christoph.
Die Stimmung an der Börse bleibt schlecht und der Grund ist derselbe wie in den letzten Tagen.
Der Ölpreis legt weiter zu.
Und die Sorte Brand hat das erste Mal seit Juli wieder die Marke von 100 Dollar pro Barrel übersprungen.
Und auch am Anleihmarkt gab es eine negative Entwicklung für die Aktienmärkte.
US-Finanzminister Scott Bassent wollte mit einem größeren Rückkaufprogramm die langfristigen US-Zinsen drücken.
Jetzt will das Finanzministerium aber erstmal nur Staatsanleihen für 6 Milliarden Dollar zurückkaufen.
Manche Analysten haben hier mit bis zu 10 Milliarden Dollar gerechnet.
Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe ist daraufhin auf den höchsten Stand seit Ende 2023 gestiegen.
Trotzdem gab es auch gute Meldungen und zwar von Meta.
Die Firma hat den persönlichen KI-Agenten Muse vorgestellt.
Spannend ist, dass Muse nicht nur Fragen beantwortet, sondern eben Sachen tatsächlich für ein erledigt, also E-Mail schreiben, Reisen buchen oder online einkaufen.
Meta betont, dass die Daten nicht ins Werbesystem fließen.
Das Ganze passt aber genau in die Strategie von Zuckerberg, der schon länger sagt, dass solche persönlichen KI-Assistenten der nächste große Produkt- und Umsatzbringer für Meta werden.
Das Ganze gibt es erstmal nur in den USA.
Kostenlos oder als Abo, dann kostet es 20 oder auch 100 Dollar im Monat.
Eigentlich wollte MetaMuse schon im April starten, hat den Launch aber wegen Sicherheits- und Zuverlässigkeitsproblemen verschoben.
Bei internen Tests gab es Probleme mit sensiblen Daten und dem Verhalten des Agenten.
Jetzt sagt Meta aber, die nötigen Sicherheitsstandards sind erreicht.
Kommt an der Börse gut an, die Aktie war um die 5 Prozent im Plus.
Ansonsten gab es im KI-Bereich noch News bei Google, das in den nächsten Jahren mindestens 13 Milliarden Euro in KI-Infrastruktur in Finnland pumpt.
Das ist die größte Einzelinvestition, die Google je in Europa gemacht hat.
Für den Standort gibt es gleich mehrere Gründe.
Der erste ist einfach, dass es da kalt ist.
Im Winter können die Temperaturen deutlich unter minus 10 Grad fallen und diese eiskalte Luft ist praktisch, weil man die Server ja dauernd kühlen muss.
Dazu kommt ein stabiles Stromnetz und Atomstrom.
Google hat sich per 22-Jahres-Vertrag bis zu 50 Prozent der Stromproduktion eines finnischen Atomkraftwerks gesichert.
Das ist der erste Atomstrom-Deal von Google außerhalb der USA.
Finnland wird in der Branche mittlerweile auch als Texas of Europe gehandelt, weil da gerade so viele Rechenzentren entstehen.
Profitiert hat übrigens vor allem der Betreiber des Kraftwerks in Finnland, nämlich die Firma Fortum.
Deren Aktie ist um die 15 Prozent gestiegen.
Alphabet hat sich kaum bewegt.
Um weniger Geld ging es bei Dell.
Die wollen sich rund 4 Milliarden Dollar am Anleihemarkt leihen, unter anderem um alte Schulden abzulösen.
Dell ist mit dem Move nicht allein.
Viele Firmen drängen ja gerade an den Anleihenmarkt, um sich zu refinanzieren.
Amazon zum Beispiel hat dieses Jahr alleine schon mehrfach Milliarden am Anleihenmarkt eingesammelt, um den Ausbau seiner KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur zu finanzieren.
Insgesamt haben die großen Hyperscaler 2026 schon mehr als 200 Milliarden Dollar neue Schulden aufgenommen.
Das ist mehr als doppelt so viel wie im letzten Jahr.
Die Aktie von Dell hat sich dieses Jahr übrigens schon mehr als vervierfacht.
Auch gestern war sie wieder leicht im Plus und die starke Performance hat dafür gesorgt, dass Michael Dell gestern das erste Mal auf Platz zwei der reichsten Menschen der Welt gestiegen ist.
Damit aber genug von KI, es gab auch News aus der Old Economy.
Dow, einer der großen US-Chemie-Konzerne, denkt wohl darüber nach, aus seinem mehr als 20 Milliarden Dollar schwerem Chemie-Joint-Venture mit Saudi Aramco auszusteigen.
Dow hält an der Firma mit dem Namen Sdera aktuell 35 Prozent, den Rest hat Aramco.
Aramco könnte Daos Anteil jetzt auch übernehmen.
Hintergrund für den Ausstieg ist einfach die seit Jahren schlecht laufende Chemiebranche.
Deshalb räumt Dow gerade sein Portfolio auf und will sich auf die lukrativeren Bereiche konzentrieren.
Für Aramco passt der Ausbau wiederum in die saudische Strategie, weg vom reinen Öl und stärker in die Chemie zu wechseln.
Übrigens gab es noch eine US-Saudi-Arabien-Verbindung, die gestern für Nachrichten in der Sportwelt gesorgt hat.
Die Golf-Liga LIV wurde ursprünglich von Saudi-Arabien finanziert und hat gestern dann Insolvenz angemeldet.
Ab 2022 hat die Golf-Liga mit krassen Geldsummen die Stars von der bekannten PGA-Tour abgeworben.
Das ging, weil die Saudis über 5 Milliarden Dollar reingesteckt haben.
Aber die Liga hat von Anfang an Geld verbrannt und auch nie richtig Fans gefunden.
Dieses Jahr hat der saudische Staatsfonds jetzt den Geldhahn zugedreht und die Liga kann ihre Verpflichtungen eben nicht mehr bezahlen.
Sie schuldet wohl auch ein paar Golfern noch ein paar Millionen Dollar.
Zahlen gab es auch noch, zum Beispiel vom weltweit größten Händler von Diamantschmuck, Signet Jewelers.
Die Firma hat ihre Gewinnprognose für das Jahr schon zum zweiten Mal angehoben und dazu das Aktienrückkaufprogramm aufgestockt.
Deshalb war die Aktie um die 20 Prozent im Plus und ist jetzt fast 4 Milliarden Dollar wert.
Erstmal wirkt das komisch, weil viele Einzelhändler haben ja gerade Probleme.
Für Schmuck geben die Leute aber offenbar weiter Geld aus, vor allem bei den teuren Stücken und bei emotionalen Anlässen wie Hochzeiten.
Keine so guten Zahlen gab es übrigens in der Software-Welt.
Da hat der Handwerksoftware-Anbieter Service Titan an einem Tag 30 Prozent verloren nach einem schwachen Ausblick.
Und auch bei der Marketingsoftware Brace ging es um die 20 Prozent runter.
Bei beiden waren die Zahlen zwar solide, aber bei beiden sieht man noch nicht, dass sie stark von KI profitieren.
Und das sehen Investoren oft als Zeichen, dass Konkurrenten im KI-Bereich Marktanteile gewinnen.
Kommen wir nach Europa.
Inditex, die Firma hinter Sarah, hat gestern eigentlich gute Zahlen gebracht.
Trotzdem ging es für die Aktie fast 5 Prozent runter.
Inditex wächst zwar weiter schneller als Konkurrenten wie H&M, aber der operative Gewinn hat die Erwartungen verfehlt.
Ein Grund ist, dass Inditex in den letzten zwei Jahren fast zwei Milliarden Euro in neue Logistikanlagen gesteckt hat.
Die sind zwar jetzt fertig und im Betrieb, die Investitionen belasten aber als Abschreibungen den Gewinn.
Dazu kommen auch höhere Kosten für Transport und die Abwicklung von Online-Bestellungen.
Heißt, die Kosten wachsen gerade schneller als der Umsatz.
Und das ist eine schlechte Kombo.
Gestern war das erste große Event vom neuen Apple-CEO John Ternes und er hat die wahrscheinlich größte Erneuerung beim wichtigsten Apple-Produkt seit dem Start vom iPhone angekündigt, nämlich ein faltbares iPhone.
Dass genau Ternes das ankündigt, ist ein bisschen ironisch, weil es ein Projekt war, das der bisherige CEO Tim Cook seit 2020 hart gepusht hat.
Er kam damals aus einer Reise durch Asien zurück und hat dort schon viele faltbare Geräte gesehen und wollte das dann vorantreiben.
Es war damals so, dass die Apple-Ingenieure auch schon daran entwickelt haben, aber sie haben eher an ein iPad Mini gedacht, dass man dann größer aufhalten konnte.
Tim Cook wollte lieber das iPhone haben.
Und es ist vor allem spannend, weil Tim Cook sich ja eher auf Finanzen und die Lieferkette fokussiert hat.
Dass er sich so für ein Produkt einsetzt, war also eher selten.
Und es ist vor allem auch ungewöhnlich, weil faltbare Handys noch immer ein sehr kleiner Markt sind.
Von rund einer Milliarde verkaufter Smartphones im Jahr sind aktuell unter 30 Millionen faltbar.
Millionen Stück im Jahr verkaufen kann, das wären einfach mal über 20 Milliarden Dollar Umsatz und damit 10% vom iPhone Umsatz und vor allem aus dem Stand fast so viel wie Macs oder iPads bringen.
Bis das ein wirklich großer Game Changer wird, wenn es ein wirklich großer Game Changer wird, wird es trotzdem noch dauern.
Aber generell soll das neue iPhone auch eine neue Ära unter John Ternis einleiten, wo es einfach deutlich mehr neue Innovationen gibt.
Und dafür wird übrigens auch Tim Cook noch mehr mitwirken, als man ursprünglich vielleicht erwartet hat.
Er bleibt ja als Executive Chair bei der Firma und hat da Anfang September ein Aktienpaket im Wert von 45 Millionen Dollar gekriegt, das er dann über vier Jahre zugeteilt bekommt.
Fairerweise kriegt er Teile davon nur, wenn die Aktie gut performt.
Jedenfalls ist das sehr viel Geld und es ist vor allem viel Geld, weil Ternis selbst nur 55 Millionen Dollar kriegt, also gar nicht so viel mehr.
Das würde Apple kaum machen, wenn Cook komplett raus wäre.
Aber damit genug der Vorrede und zum großen Event von gestern.
Neben dem faltbaren iPhone gab es noch neue AirPods und neue normale iPhones.
Da war vor allem spannend, dass der Preis fürs iPhone 18 Pro und Pro Max um 100 Dollar angehoben wurde im Vergleich zum Vorjahr.
Im schlimmsten Fall haben Analysten eher 200 Dollar erwartet.
Und die 200 Dollar hätten die Nachfolge dann ziemlich sicher gedämpft.
Bei 100 Dollar ist das eher entspannt.
Zum faltbaren iPhone Duo an sich waren die Meinungen ziemlich positiv.
Den Knick in der Mitte sieht man zum Beispiel so gut wie gar nicht.
Und Törnes hatte auch gegen die Konkurrenz geschossen.
Er meinte, die Produkte von denen fühlen sich eher wie zwei Smartphones an, die zusammengeklebt wurden.
Am Ende also ein sehr solides Event, aber wie viel Nachfrage es wirklich fürs Duo geben wird, ist immer noch schwer zu sagen.
Deswegen hat die Börse gestern auch nicht stark auf das Event reagiert und die Aktie hat sich kaum bewegt.
Letzten Crypto First Day hat Timon hier ja erzählt, dass Robinhood das Thema der tokenisierten Aktien immer weiter pusht.
Dabei kauft Robinhood einfach gesagt eine Aktie von einer Firma wie AMC.
und verkauft dann eine Kryptowährung, die indirekt das Eigentum an der Aktie verbrieft.
Dadurch kann man die Aktie dann auf der Blockchain handeln und das sicher und schnell und vor allem 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.
Das hat also Vorteile, hat aber auch Nachteile.
Vor allem gibt es an der Börse ja sehr viele Mechanismen wie Market Maker, fixe Handelszeiten und und und, die dafür sorgen, dass die Börse liquide und vor allem auch sicher ist, dass es in der Kryptowelt alles erstmal eher unreguliert und kann damit ein Risiko für die Anleger sein.
Vor allem aber kann sein, dass tokenisierte Aktien den Firmen nicht unbedingt gefallen.
Letzte Woche hat der CEO von der Kinokette AMC Robin Hood sogar attackiert, weil er nicht will, dass Aktientoken von AMC gelistet werden.
Er hat zum Beispiel gesagt, dass die Inhaber der Token nämlich ja keine Rechte haben, nicht bei der Hauptversammlung abstimmen können und so weiter.
Sein größtes Bedenken dürfte aber Liquidität sein.
AMC hatte ja rund um Corona einen ziemlichen Aktienhype und sie haben die Chance damals auch genutzt, um viele Aktien an Investoren zu verkaufen.
So haben sie dann hunderte Millionen Dollar kassiert.
und konnten damit eben während der Pandemie ihr Business finanzieren.
Das funktioniert aber vor allem dann gut, wenn die Aktien an der Börse viel gehandelt werden und viel Liquidität da ist.
Wenn ein Teil der Liquidität aber in irgendwelchen Nebenmärkten hängt mit tokenisierten Aktien, macht es das deutlich schwieriger.
Anders gesagt, die tokenisierten Aktien werden vor allem da kritisch gesehen, wo eigentlich der ursprüngliche Sinn von Aktien liegt, nämlich dass Firmen effizient Geld von Investoren kriegen und die Investoren effizient die Firmenanteile kriegen.
Spannend ist in dem Kontext auf jeden Fall auch noch, dass Robinhood auf der anderen Seite sogar noch tiefer in die klassische Aktienwelt einsteigt.
Demnächst gibt es ja den Börsengang vom Smartring-Anbieter Aura und da sind sie neben großen Investmentbanken einer der Underwriter.
Robinhood wird also quasi von Aura beauftragt, damit die Aktien beim Börsengang auch genug Käufer finden.
Normalerweise machen das die großen Investmentbanken, die dafür vor allem mit institutionellen Investoren sprechen und die Aktien an die verkaufen.
Aber Privateinleger und so Broker wie Robinhood werden eben immer mächtiger und so hat Robinhood jetzt das erste Mal diese Rolle gekriegt.
Und eine Sache zu Robinhood gibt es noch.
Neben tokenisierten Aktien und der Rolle bei Börsengängen bauen sie auch ihren Prediction Market weiter aus.
Dafür haben sie sich jetzt an der Kryptobörse Crypto.com und an ihrem Prediction Market OG.com beteiligt.
und werden von denen auch Wetten bei Robinhood Listen.
Das kann einerseits viel Umsatz bringen, wird auf der anderen Seite aber eben auch kritisiert.
Robinhood ist ja eigentlich ein Ort, wo man auch Aktien und seriöse Investments kaufen kann.
Wenn man Sportwetten und andere Prediction Markets Wetten auf eine Ebene damit stellt, ist das nicht unbedingt optimal.
Und es ist vor allem in den USA nicht optimal, wo ich ja letztens erzählt habe, dass viele junge Menschen teilweise wirklich Sportwetten als einen Teil ihrer Altersvorsorge oder Investmentstrategie sehen.
Wenn wir jetzt aber schon bei Sportwetten und eher spekulativen Anlagen sind, habe ich noch eine ganz konkrete Krypto-News dabei.
Der C-Cash-Coin hat in den letzten sieben Tagen über 50% zugelegt.
C-Cash ist ja ein Privacy-Coin, also einer, wo man am Ende schwer nachvollziehen kann, wer das Geld wohin geschickt hat.
Dass die Währung so durch die Decke geht, liegt aber nicht nur an der generell positiven Stimmung rund um Coins mit Privatsphäre.
sondern am ersten Seacash-ETF, der vor zwei Wochen live ist und mittlerweile schon über 500 Millionen Dollar verwaltet.
Damit stecken jetzt in dem ETF auch schon 3% aller Seacash-Coins, die handelbar sind.
Sie haben mich ins Gesicht gefilmt, das dürfen Sie nicht.
Frontalaufnahme.
Sie haben eine Straftat begangen.
Wir klären das jetzt polizeilich.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
