# VW Restructuring, Optical Giants, and Live Entertainment Trends

**Podcast:** Leben mit Aktien | Der Podcast für Anleger mit Weitblick
**Published:** 2026-09-09

## Transcript

Bevor es losgeht, dieser Podcast ist keine Anlageberatung, sondern dient lediglich der Information und Unterhaltung.
Die Hosts oder der Verlag übernehmen keine Haftung für Anlageentscheidungen, die sie aufgrund der im Podcast gehörten Informationen treffen.
Leben mit Aktien – ein Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche mit Christian Wirröl und Horst von Butler.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Leben mit Aktien, dem Vermögenspodcast der Wirtschaftswoche.
Ich bin Horst von Butler.
Und ich bin Christian Wirröl.
Und wir haben viele Themen heute.
Wir müssen natürlich über die Revolution in und um Wolfsburg sprechen.
Volkswagen, da ist viel passiert.
Wir gehen heute gemeinsam ins Kino.
Bevor wir diese Themen aber machen, kurz noch was zur aktuellen Lage.
Die Wahl am Wochenende.
Wir sind ja ein Aktienpodcast.
Trotzdem...
bewegt und berührt das ja die Menschen.
Es hat auch immer Folgen natürlich auf den Blick auf Deutschland, auf den Investitionsstandort.
Christian, was war dein Take jetzt nach der Wahl?
Naja, also mein Take ist eigentlich Bert Brecht.
Und zwar nicht, weil die Linken ja nicht nur als Linke, sondern auch als BSW reingekommen sind.
Sondern er hat ja im guten Mensch von Sechuan den schönen Satz gedichtet.
Wir stehen selbst enttäuscht und sehen betroffen den Vorhang zu und alle Fragen offen.
Jetzt wird es wahrscheinlich in den nächsten Tagen, wahrscheinlich in den nächsten zwei Wochen bis zur Wahl in Mecklenburg-Vorpommern und hier in Berlin.
Gremien beraten, das ist ja so Bestandteil dieses Wahlabend-Bingos und je nachdem, wie es dann für die Union ausgeht, ist vielleicht auch eine Kanzlerdämmerung nicht ausgeschlossen, wobei man sich ernsthaft fragen muss, was würde sich dadurch ändern?
Das große Risiko, was ich sehe, die Koalition blockiert sich selbst.
Dadurch dann auch die Reform des Sozialsystems, auf die man sich bislang geeinigt hat, die werden dann am Ende nicht umgesetzt.
Und dann sind wir quasi in Frankreich.
Dann haben wir noch eine Regierung, die sich vielleicht Mitte nennt, die aber gar nicht mehr regieren kann.
Und das ist das große Problem.
Das ist auch so ein bisschen der Widerspruch, dass einerseits natürlich viele Menschen zu Recht den Stillstand beklagen, dass es nicht vorangeht, dass es nicht aufwärts geht.
Und auf der anderen Seite dann aber auch gegen diese nötigen Reformen sind, die ja gerade den Kahn wieder ein bisschen flott kriegen sollen.
Also man ist ja immer für Reformen, außer man streicht irgendwie einen Feiertag oder man führt irgendwie einen Karenztag ein.
Und das kristallisierte sich natürlich alles auch in dieser Wahl.
Für mich war doch noch sehr einschneidend die Analyse von Thomas de Maizière, dem ehemaligen Innenminister, zu hören, der gesagt hat, Was eben auch neu ist, dass für viele die AfD eben nicht nur Protestpartei oder Überzeugungspartei ist, sondern eben auch eine Hoffnungspartei war.
Das heißt, sie brachte gute Laune, sie brachte Hoffnung für viele, dass sich etwas ändert.
Also er sagte, die Mitte ist grießgrämig und schaut auf das Land, auf den Abstieg und die AfD feiert da an der Oberfläche.
Und die Linkspartei sagt freudestrahlend, wir wollen euch alle enteignen.
Und damit muss man sich auseinandersetzen.
Aber viele Daten werden ja auch gerade besser.
Wir müssen auch ein bisschen auf...
passendes für diese Bodenbildung in Deutschland nicht verpassen.
Auftragsbücher werden wieder voller, IFO-Index geht nach oben.
Das heißt nicht, dass wir die Strukturschwächen alle überwunden haben.
Aber viele Unternehmen melden jetzt eben dann doch, sagen, es geht nicht mehr abwärts.
Sie haben erstaunlich sich Resilienz gezeigt.
Und wenn du so anschaust, Airbus, Siemens natürlich, aber auch viele namhafte Mittelständler wie Jenoptik oder Trumpf melden wieder vollere.
Der Export schiebt es gerade auch an.
Der Konsum liegt halt noch da nieder, der private Konsum, weil eben keine Zuversicht da ist.
Ja, und diese Zuversicht entsteht natürlich nicht durch graugesichtige Politiker.
Die entsteht durch Aufbruch.
Und da sind wir eigentlich dann mal weg aus dem Feld der Politik.
Oder vielleicht auch nicht so ganz, aber wir sind bei einem Aufbruch, den man eigentlich gar nicht mehr für möglich gehalten hätte in der vergangenen Woche.
Hat sich tatsächlich mal etwas getarnt bei Volkswagen?
In einer Form, die man vielleicht auch in dieser Dramatik so gar nicht erwartet hätte.
Dazu natürlich das Ganze eine spannende Story für die Wirtschaftswoche, von der Wirtschaftswoche.
Darüber werden wir sprechen.
Außerdem haben wir mal wieder für Durchblick zu sorgen.
Nicht nur, weil du so eine schicke neue Brille hast, Christian.
Ja, die Brille ist neu.
Wir gucken mal auf Essilor Luxottica und auf zwei andere Optikaktien.
Und dann, lieber Horst, gehen wir mal wieder ins Kino.
Das Ganze sehen.
Ja, lieber Horst, du hast eine ziemlich beschäftigte Woche hinter dir.
Ihr habt tatsächlich das Dossier 147 Seiten über den Sanierungsplan von Volkswagen, was ja eigentlich intern sein sollte, sehr frühzeitig durchgestochen bekommen und habt dann die ganze Woche daraus zitiert in der Wirtschaftswoche, eine große Titelstory dazu gemacht.
Und man hat sich ja die ganze Woche gefragt, wo geht das Ganze hin?
Wir wissen jetzt, dass es nicht eskaliert ist.
Zeitweise war ja das Szenario einer außerordentlichen Hauptversammlung, wenn eben der Aufsichtsrat diesem Sanierungsplan nicht in der vom Vorstand geplanten Form zustimmen würde.
Aber lass uns noch mal einen Schritt zurückkommen.
Erzähl mal ein bisschen aus dem Nähkästchen.
Wie ist das so, wenn man plötzlich das heißeste Dokument der deutschen Wirtschaft auf dem Tisch liegen hat?
Also solche Wochen erlebt man als...
Journalist nicht alle Tage und in solchen Tagen spürt man auch, warum man Journalist geworden ist.
Weil es ja tatsächlich so, Volkswagen ringt jetzt ja seit vielen Monaten um diesen Neustart, um diese, ja, dass es überhaupt etwas vorangeht bei dem Konzern.
Und da gibt es ja immer viele Stimmen und viele Papiere, aber tatsächlich kursierte ja ein großer Sanierungsplan, diese 147 Seiten.
Und seit Monaten wollten natürlich alle Journalisten an dieses Papier kommen.
Dem Kollegen Henrik Hielscher ist es dann.
gelungen durch eine Quelle und er hatte seit dem vergangenen Wochenende dieses Papier dann gehabt und was dann passiert ist, unser Autoteam hat sich mit ihm zusammengesetzt und hat diese knapp 150 Seiten ausgewertet und dann haben wir besprochen, also irgendwann erfährt man dann auch als Chefredakteur, also es gibt dieses Papier, der Ressortleiter hat mich informiert und dann haben wir uns eine Choreografie überlegt, wie können wir daraus zitieren, wie gehen wir auch verantwortungsvoll damit um, also man muss sich auf Volkswagen konfrontieren, wobei die Konfrontation zunächst erstmal darin besteht.
wir haben es, wir wollten nur Bescheid geben.
Und man hat natürlich auch Angst, dass es vielleicht auch andere Journalisten haben.
Aber Volkswagen hat da sehr professionell reagiert.
Also die brauchen dann so 24 Stunden Zeit für so eine En Blanc-Konfrontation.
Und wir haben uns dann überlegt, generell...
dokumentieren wir erstmal in diesem Papier, was da alles drinsteht.
Das ist ja eine Bestandsaufnahme, eine schonungslose Auflistung und Abrechnung, was getan werden muss.
Und der Befund in diesem Papier war ja, dass Volkswagen in der Form nicht mehr weiter existieren kann, nicht nur weitermachen kann, es ist in der Existenz wirklich gefährdet.
Es haben die Berater mit BCG, das wurde zusammengefasst.
Naja, und dann haben wir diesen ersten Aufschlag gemacht und dann haben wir uns verschiedene Themen rausgesucht, zum Beispiel, was passiert eigentlich?
neben diesen Werken und Jobs, wo es ja kursierte, was passiert mit den einzelnen Marken.
Zum Beispiel, dass auf dem Tisch steht, die Marke Seat einzustellen, dass man umfassende Beteiligungen verkaufen möchte, unter anderem dem Motorradhersteller Ducati.
Interessanterweise hast du das vor einigen Wochen hier auch mal empfohlen.
Das Volkswagen muss mal ausmisten und sich auf ein paar Kernmarken konzentrieren.
Naja, und das Ganze mündete sich dann in eine Titelgeschichte und das lief so unter dem Stichwort Revolution in Wolfsburg, weil da geht es nochmal um den umfassenden Umbau innerhalb von Wolfsburg, das ganze Management-Ebenen.
eben sich verändern werden und auch rausgenommen werden sollten.
Und wenn man das durchliest, sieht man eben auch, da ist halt auch ein riesiger Wasserkopf entstanden, wo bei manchen Management-Ebenen gar nicht mehr klar ist, was die eigentlich entscheiden.
Und die Frage ist immer noch offen, ob das alles auch so durchkommt.
Das ist ein bisschen so wie bei Bill Anderson und Bayer, der ja dann auch angefangen hat aufzuräumen.
Und hat erst ja gesagt, mein Gott, was soll das jetzt?
Der muss eigentlich ja diese Gerichtsprozesse für sich entscheiden und nicht jetzt in Leverkusen.
sonst wo in der Welt die Managementstrukturen aufräumen.
Aber er hatte das ja auch beschrieben, dass da irgendwie sieben Hierarchie-Ebenen sind zwischen ihm und dem Kunden.
Und man sieht jetzt, dass diese Aufräumarbeiten fruchten.
Und er war ja scheinbar das einfachere Unternehmen.
Er hat sich zumindest ja da ein Drittel seiner Arbeitszeit um diesen Prozess gekümmert, weil viele gesagt haben, das ist das Wichtigste, was du lösen musst.
Hat ja stark lobbyiert, auch in den USA.
Hat mit vielen Senatoren gesprochen, Leuten aus dem Kongress.
Und hat Bayer geschafft, das Narrativ zu drehen.
Aber das ist jetzt Bayer.
Aber das muss Volkswagen auch machen.
Die müssen auch das Narrativ drehen, die müssen auch die Stimmung drehen.
Aber zunächst mal müssen sie die Hausaufgaben machen.
Und egal, wie es jetzt ausgeht, diese 147 Seiten, das ist das Papier.
Also Volkswagen ist ohne dieses Dossier nicht mehr denkbar.
Was haben Sie jetzt eigentlich beschlossen, ganz kurz?
Also es gab ja schon diese 50.000 Stellen, auf die Sie sich mal geeinigt hatten, die bis 2030 wegfallen sollen.
Das ist ein Beschluss von 2024, darunter 15.000.
bei Audi und Porsche.
Nun sollen weitere 50.000 Stellen wegfallen.
Kurz mal Einordnung.
663.000 Menschen beschäftigt Volkswagen, davon 284.000 in Deutschland.
Und es gab ein Update zu den Werken.
Ja, nämlich zu den Werken in Emden, Zwickau und Hannover sowie das Audi-Werk in Neckarsulm.
Die stehen auf der Kippel.
Der Aufsichtsrat hat ja festgestellt, dort könne keine wettbewerbsfähige Folgebelegung ab den Jahren 2031 bis 2034 gewährleistet werden.
Sprich, im Planen Deutsch, die Werke sind übrig.
Das sind die Überkapazitäten.
Und jetzt geht es halt darum, kann man für diese Werke irgendwie eine anderweitige Verwendung finden?
Etwa in der Rüstungsproduktion oder für den Bau chinesischer VW-Modelle in Deutschland.
Das wurde ja dann auch gedroppt.
Aber ob das so realistisch ist, fragen wir uns mal.
Die Rendite soll hoch.
Die liegt bei 3,8 Prozent zuletzt.
Da sollen es 9 Prozent bis 2030 werden.
Das ist ja eine Zahl.
auf die du vielleicht auch immer schaust, neben der Verschuldung.
Die Produktion soll auf 9 Millionen Fahrzeuge pro Jahr sinken.
Das ist rund eine Million weniger als derzeit und drei Millionen weniger als vor der Corona-Pandemie.
Vielleicht nochmal zur Einordnung, man muss auf den europäischen Markt insgesamt schauen.
Der ist einfach im Vergleich zu 2019 um gut ein Fünftel abgesackt.
Also das betrifft nicht nur Volkswagen, Volkswagen ganz besonders, aber wir haben eine Strukturschwäche auf dem europäischen Markt, das ist völlig unabhängig vom Verbrenner aus.
die Nachfrage gerade nicht da ist.
Und das kannst du nicht kompensieren, weil gleichzeitig eben China wegbricht, die USA die Zollmauern hochgezogen haben und es reicht halt nicht zu sagen, oh ja, da gibt es ja noch Lateinamerika und nach Afrika fahren wir auch ein paar Volkswagen.
Das ist wirklich etwas, wo man dann die Kapazitäten runterfahren muss und ob das dann am Ende reicht.
diese Renditen tatsächlich einzufahren.
9 Prozent 2030, das warten wir mal ab.
Papier ist sehr geduldig und Excel macht die meisten Millionäre.
Vom Tisch ist die Ausgliederung der Kernmarke Volkswagen, Pkw und der VW-Komponente.
Das war ja tatsächlich auch so ein Angriff auf diese Mitbestimmungsstruktur.
Das ist erstmal vom Tisch.
Man muss auch sagen, die Werke können selbst noch entscheiden, ob sie mit ihren Kosten runtergehen.
Das Land Niedersachsen kann ja vieles verhindern.
Es gibt aber immer noch die Option, das ist ganz interessant, dass man die Produktion einfach auslaufen lässt und dann hat ein Werk keine Aufträge mehr und dann kann es auch nicht fortbestehen.
Also, es ist die Overtüre zu einem wirklich epochalen Rettungsversuch, der wirklich dramatisch ist, der eine große Dimension hat und auch eine hohe Gesamt...
wirtschaftliche Relevanz.
Natürlich ist die Autobranche nicht alles in Deutschland.
Ich finde, manchmal schauen wir auch zu sehr auf die Autobranche.
Wir übersehen das Wachstum in anderen Branchen.
Aber natürlich ist sie hochrelevant für uns, weil es geht nicht nur um Jobs, Marken und Werke.
Es geht ja auch so ein bisschen um das Selbstverständnis unseres Standortes.
Also man kann vieles verstehen anhand von Volkswagen.
Ich würde es immer nicht überladen.
Interessant ist jetzt aber trotzdem diese doch sehr schnelle Einigung auf die Grundzüge.
Also Blumen ist jetzt erstmal gestärkt.
Schauen wir jetzt vielleicht nochmal auf ein paar Verkäufe, Ducati und so weiter.
Seat ist in Frage.
Aber was heißt das denn auch für die Aktien?
Naja, also zunächst mal frage ich mich ja, es ist schön, dass der ganz große Eklat vermieden wurde.
So eine außerordentliche Hauptversammlung mit ungewissem Ausgang, auch mit einem Gegeneinander dieser sowieso ja widerstrebenden Aktionärsgruppen.
Porsche, Piège, Land Niedersachsen, Staatsfonds, Katar, auch relevanter öffentlicher Streubesitz.
Ja, ist alles fein.
Aber jetzt dann, warum das Ganze wieder so halbherzig, was das Entrümpeln des Unternehmens angeht?
Ich meine, wenn man sagt, wir wollen von diesen Kapazitäten runter, heißt das ja letztendlich auch ein Schlussstrich unter die Ambitionen damals von Winterkorn und Piège, größter Volumenhersteller.
der Welt, Toyota zu überflügeln.
Das haben sie mal kurz geschafft.
Aber warum dreht man dann nicht diese ganze Expansion komplett zurück?
Warum konzentriert man sich nicht wirklich auf das Kerngeschäft?
Warum schließt man nur Seat?
Warum verkauft man nur Ducati?
Es gibt ja wohl auch ein Angebot über 2,5 Milliarden Euro aus Italien.
verselbstständigt man nicht auch gleich Bentley und Lamborghini?
Das ist doch keine Kernkompetenz, diese Manufakturen in dem Wolfsburger Konzern.
Dann die Töchter Traton und Porsche sind bereits börsennotiert mit geringem Streubesitz.
Warum verselbstständigt man die nicht auch?
Warum entlässt man die nicht in die vollständige Unabhängigkeit?
Warum lässt man diese ganze Komplexität weiterhin zu?
Also du hast recht, man muss sagen, bei diesen geprüften Verkäufen ist von bis zu 700 Gesellschaften die Rede.
Ist ja irre, was da alles noch dazugehört.
Und ich schätze mal, da wird auch noch einiges kommen.
Wir haben ja auch noch dieses autonome Fahren, diese Tochter Moja zum Beispiel.
Es gibt die Software-Tochter.
Da ist von einem ominösen Partner in den USA die Rede, mit dem man künftig zusammenarbeiten will.
Also ich glaube, da wird noch was kommen, aber du hast natürlich recht.
Es muss konsequent sein.
Das Interessante ist, die Aktie hat ja zumindest mal einen Hoffnungszeichen, einen Hoffnungssatz gemacht.
Das ist immer so diese schnelle...
Freude, weil sie war ja auch auf einem Tiefpunkt, muss man sagen.
Also sie ist unter diesen Tiefpunkt gerutscht, die sie zuletzt bei dem Abgasskandal 2015 erreicht hatte und dem Corona-Crash.
Und Volkswagen hat im Moment eben kein Vertrauen an der Börse.
Deswegen wird es auch sehr niedrig bewertet.
Ich meine, die Bewertung liegt bei 40 Milliarden Euro.
Das ist ja sozusagen irgendeine KI-Open-Source-Plattform fast inzwischen so viel Wert, nicht?
Naja, die KI-Open-Source-Plattform hat im Zweifelsfall nicht so viel da rumstehen, was nicht mehr zeitgemäß ist.
Aber ja, du hast halt hier ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,22.
Das heißt also, die 40 Milliarden Euro, die an der Börse aufgerufen werden, das ist ein Fünftel von den rund 200 Milliarden Euro, die an Werten in der Bilanz stehen.
Frage ist, wie nachhaltig sind die Werte, die da in der Bilanz stehen.
Aber da sieht man natürlich schon, dass Volkswagen auch in Relation zu den anderen deutschen Herstellern, die ja auch ihre Probleme haben, noch mal stärker abgewertet wurde.
Bei BMW haben wir immerhin Kurs Buchwertverhältnis von 0,4, bei Mercedes-Benz von 0,5.
Also wir halten fest, die gesamte deutsche Autoindustrie wird unter Buchwert, unter Bilanzwert an der Börse gehandelt.
Das ist ein Misstrauensvotum.
Dieses Misstrauensvotum ist bei Volkswagen halt am größten.
Das liegt natürlich auch.
an dieser toxischen Konstellation im Aktionariat, wo der Markt einfach daran zweifelt, ob man da wirklich so durchregieren kann, wie man es muss.
Ich vermute, da wird es noch einige Geschichten geben.
Unser Autoteam jedenfalls durchforstet weiterhin alle Dokumente und telefoniert natürlich sehr viel im Konzern und um den Konzern herum.
Schauen wir noch mal auf den DAX, weil vor einigen Jahren hätten wir ja noch festgestellt, das ist ja ein so autolastiger Index.
Also nicht nur die deutsche Volkswirtschaft hängt so stark von der Autoindustrie ab, sondern es war halt sehr viel Auto auch im DAX.
Das hat sich ja auch verschoben.
Ja, also 2014 haben die Aktien von BMW, Mercedes-Benz, hieß damals noch Daimler und Volkswagen, fast ein Sechstel des DAX ausgemacht.
Und heute liegt der Anteil inklusive des Spin-offs Daimler Truck nur noch bei gut 5% in Summe.
Und bei Volkswagen...
steht sogar davor die Null, da sind es 0,9 Prozent.
Man darf natürlich dabei nicht vergessen, dass in den DAX nur der Streubesitz eingeht, der ja eben durch die Ankeraktionäre sowohl bei Volkswagen als auch in hohem Masse ja natürlich bei BMW entsprechend geringer ist.
Aber das war ja früher auch schon so.
Und ja, also diese Verzwergung der deutschen Autoindustrie, die sehen wir auch dem DAX an.
Das heißt also, wenn sich das Ganze dann doch...
noch mal in den nächsten drei, vier Jahren irgendwie nicht nur fundamental, sondern auch kursmäßig erholen sollte.
So groß ist der Hebel der Autos auf den DAX gar nicht mehr.
Das heißt, man kann daraus sicherlich schon irgendwie ableiten für diejenigen, die das spannend finden.
Daraus kann man einen Satelliten konstruieren.
Wobei für mich ist das Ganze nach wie vor nicht Buy and Hold, sondern Zyklisches Geschäft sowieso immer kritisch, aber für mich ist das schon eher Buy and Hope.
Das kann aufgehen.
Man kann sowas natürlich auch mit einem Sparplan machen.
Ich persönlich mache das ja mit der Porsche.
AG, also dem Sportwagenhersteller.
Das ist nochmal ein separates Unternehmen.
Ich würde mir wie gesagt wünschen, dass das auch richtig mal separiert würde, ohne diesen ganzen Konzernverbund.
Aber man sollte sich schon klar machen, die Risiken hier sind gewaltig und die müssen auf diesem Niveau auch noch nicht alle eingepreist sein.
Denn wir wissen eben nicht, wie diese Bilanzansätze wirklich in drei, vier Jahren aussehen.
Und damit schließt sich auch ein bisschen der Kreis zu der politischen Lage, weil es gibt ja dieses Narrativ, man müsste eigentlich nur dieses Verbrennerverbot kippen und dann sei die Sache geritzt.
Und so einfach ist es eben auch nicht.
Also das Volumen im europäischen Markt, das fehlt ja trotzdem.
Bei den Zulassungszahlen ist es eben auch nicht so klar.
Also die Elektromodelle sind teils auch ein Erfolg.
Das Volumen ist trotzdem zu niedrig.
Und den chinesischen Markt erobert man nicht irgendwie mit neuen Verbrennermodellen.
Und der Zollgraben um die USA, der bleibt ja auch bestehen.
Die Chinesen kommen ja trotzdem nach Europa, bauen auch teilweise hier ihre Fahrzeuge und verkaufen sie dann auch.
Was natürlich klar ist, dass dieses Rein-Raus und diese Unsicherheit bei der Antriebstechnologie, das hat natürlich irgendwie viele Milliarden auch gekostet.
Aber wir werden das Ganze beobachten.
Wir kommen jetzt auf ein bisschen Leichteres zu sprechen.
Und da gucke ich erstmal, lieber Christian, in dein Gesicht.
Eine Frage der Größe.
Tja, in der Tat, ich habe wieder eine richtige Brille.
Nicht nur meine alte Ersatzbrille.
Denn vor zwei Wochen hat mein Sohn meine vorherige Brille tatsächlich mit einem gezielten Freistoß zerschossen.
Also ich sah noch den Ball auf mich zukommen.
Das nächste, was ich erinnere, ist, dass ein Teil meiner Brille ganz weit weg flog.
Den habe ich in der Dämmung dann auch erstmal nicht mehr gefunden.
Hat er sich erschrocken?
Ja, natürlich hat er sich erschrocken, aber er konnte ja nichts dafür.
Ich hätte ja den Kopf wegziehen können, aber ich wollte das Ding irgendwie klären, habe mich dabei verschätzt.
Ja, und ich bin natürlich auch ein bisschen stolz, dass er so einen ordentlichen Wumms hat.
Wie auch gesagt, also demnächst bitte auch sonntags beim Spiel hier in der Kreisklasse in Berlin.
Ja, also neue Brille und tatsächlich komplett Börsianer-Brille, denn Gleitsichtgläser...
von Essilor, Marke Varilux.
Das sind ja eigentlich die bekanntesten Gleitsichtgläser.
Das Brillengestell von Oliver Peoples, 1986 in Los Angeles gegründet, 2006 von Oakley übernommen.
Tja, und Oakley wiederum wurde 2007 von Luxottica übernommen.
Und tja, Essilor und Luxottica haben dann 2018 fusioniert und einen wirklich kompletten Giganten entlang der Wertschöpfungskette der Augenoptik damit geschaffen.
Linsengestelle plus nochmal der Handel.
17.000 Filialen, Apollo Optik, Sunglass hat Vision Express.
Ja, ein wirklicher Gigant bei einem...
auch ja demografisch unterstützten Megatrend, denn die Augen allgemein werden immer schlechter.
Das heißt aber nicht, dass es jetzt investmentmäßig ein Homerun wäre.
Nicht nur wegen der Bewertung, da kommen wir später drauf, sondern auch, weil sich hinter den Kulissen seit längerer Zeit ein veritables Familiendrama abspielt, das jetzt in den letzten Wochen dann auch mal wieder an die Öffentlichkeit gezerrt wurde.
Und dieses Familiendrama ist tatsächlich serienreif.
Also ich glaube, man könnte eine ganze Folge wie so Succession-mäßig irgendwie dazu drehen, bloß mit einem anderen Namen.
Und lieber Christian, wir haben über die Aktie ja einige Male gesprochen und rein von der Management-Logik war das total klar.
Also die ganze Integration, die Wertschöpfungskette, die dominanten Marken.
Ja, aber man hat die Familie vergessen.
Also wir müssen kurz diese Geschichte erzählen.
Sie beginnt mit Leonardo del Vecchio.
Ein Italiener.
der zeitweise sogar in einem Waisenhaus aufgewachsen ist.
Und er ist das Mastermind hinter Luxottica.
Und er machte diesen Weltkonzern daraus.
2018, du hast es gesagt, haben sie fusioniert zu Essilor Luxottica.
Und 2022 ist Leonardo del Vecchio gestorben.
Er hinterließ ein sehr großes Vermögen, eines der größten des Landes in Italien.
aber auch eine sehr komplizierte Konstruktion.
Seine Beteiligungen stecken in der Familienholding Delphine und die gehört seit seinem Tod acht Erben zu exakt gleichen Teilen.
Also jeder besitzt 12,5 Prozent.
Und Delvecchio hat keinen klaren Nachfolger bestimmt, der das Sagen haben sollte.
Gleichzeitig brauchen wichtige Entscheidungen bei Delphine eine sehr breite, nahezu einstimmige Zustimmung.
Und das ist sehr kompliziert.
Sechs Kinder von drei verschiedenen Müttern.
Dazu Delveccius Witwe, Nicoletta Zampillo und Rocco Basilico, ihr Sohn aus einer früheren Ehe.
Und seit vier Jahren herrscht...
Da hat man schon so eine Besetzungsliste im Kopf.
Ja, seit vier Jahren herrscht deshalb Streit.
Und Delphine Christian ist ja wirklich sehr interessant, weil denen gehört auch noch einiges anderes.
Unter anderem ein Unternehmen, über das wir vergangene Woche mal gesprochen haben.
Ja, das ist im Grunde so die kleinere Ausgabe von...
von Exor, der Familienholding der Agnellis, wo ja eben auch nicht nur Stellantis und Ferrari drinstecken, sondern auch noch eine ganze Reihe anderer Beteiligungen.
Delphine ist nicht börsennotiert, aber ist bei Börsenfirmen halt vielfach der Ankeraktionär.
Unter anderem haben sie relevante Anteil an der vor zwei Wochen schon besprochenen Bank Monteday Pasquitizien.
dann bei Generali, bei Unicredit, sowie auch an mittelständischen Unternehmen, die nicht notiert sind.
Also das ist ein sehr, sehr ordentliches Vermögen.
Und wenn natürlich eine solche Holding nicht handlungsfähig ist, trifft das gleich dann mehrere Unternehmen.
Da sind wir dann wieder bei diesem Thema, was wir bei VW auch schon hatten, toxisches Aktionariat.
Und eigentlich sah es Anfang dieses Jahres mal so aus, als könnte Leonardo Maria del Vecchio, Sohn des Gründers, den ganzen Knoten zerschlagen und seine Geschwister rauskaufen, dass er zumindest mal auf einen Anteil von zwei Geschwistern kommt dann 37,5 Prozent hat.
Aber am Ende hat man sich doch wieder zerstritten über Finanzierung und Machtverteilung.
Und jetzt hat der gute Leonardo Maria einfach mal hingeschmissen.
Er war nämlich Chief Strategy Officer bei Essilor Luxottica und gleichzeitig Präsident von Ray-Ban, also einer der wichtigsten Konsumermarken des Konzerns.
Und ja, er hat einfach auf diese Unternehmenskultur keine Lust mehr.
Die Begeisterung sei nicht mehr dieselbe, das Zugehörigkeitsgefühl sei verschwunden, Manager wurden gefeiert, solange alles gut laufe und beiseite geschoben, solange es unangenehm werde.
Und plötzlich ist wieder ein Familienzwist mittendrin im Börsengeschehen.
wird sich jetzt zunächst so viel nicht ändern, auch wenn er natürlich als Unterstützer von einer mächtigen Figur galt, von Francesco Mileri, dem mächtigen Vertrauten seines Vaters.
Aber er hat schon einige auffällige Aktionen gemacht.
Der Sohn, also er hat unter anderem den Rapper, jetzt muss ich das richtig aussprechen, heißt das Asap Rocky?
Ich glaube, der heißt Asap Rocky.
Er schreibt sich nur, wie sich das für so ein Rapper gehört mit so einem Dollar.
Ich meine, das könntest du auch machen, Horst.
Ja, mit so einem Dollarzeichen.
Bei dir baue ich dann andere Währungen irgendwie ein, so ein Yen oder sowas.
Ich habe kein Y.
Ich habe halt auch ein S und ich fühle mich mit dem Dollar sehr wohl.
Du fühlst dich mit dem Dollar sehr wohl, sehr gut.
Nein, also den hat er als Kripp.
beim Horst von Butler natürlich ein Bitcoin-B machen.
Das finde ich sehr kreativ wiederum.
Vielleicht kannst du irgendwo noch so einen Golden Nugget verstecken in meinem Nachnamen.
Also dieser Leonardo Maria hat den Rapper Asap Rocky als Kreativdirektor zu Ray-Ban geholt.
Also hat einige Aktionen schon gemacht.
Der Prosten soll jetzt allerdings von Leonardo Maria nicht neu besetzt werden.
Aber trotzdem, also warum ist das Ganze so brisant?
Also Essilor Luxottica.
ist ja in einem spannenden Zukunftsmarkt.
Und zwar bei dem Thema KI-Brillen, was ich, glaube ich, demnächst hier auch im Podcaststudio sehen werde, wenn Christian sich sowas zulegt.
Du bist ja immer total ahead.
Und da waren sie ja tatsächlich mit diesen Ray-Ban-Brillen, waren sie ja tatsächlich, hatten sie sich...
gemeinsam mit Meta durchaus einen Vorsprung erarbeitet.
Also sie hatten gute Modelle auf den Markt gebracht, die nicht mehr so fünf Kilo wiegen und wo du das Gefühl hast, du hast zwei Glasbausteine im Gesicht.
So, aber Apple, Google und Samsung und die anderen, die schlafen ja nicht.
Und wenn die jetzt gelähmt werden und dann verliert man auch diesen Vorsprung.
Und ich glaube, so Streit und Unklarheit ist immer schlecht und die Börse sieht das im Moment auch ein bisschen kritischer.
Ja, die Aktie hat seit Jahresbeginn 45 Prozent verloren.
Seit dem Hoch vor einem Jahr sogar mehr als halbiert.
Börsenwert 75 Milliarden Euro.
Und das bedeutet allein für Delphin also einen fetten zweistelligen Milliardenverlust, was jetzt den Wert der Anteile angeht.
Allerdings darf man dabei eines auch nicht ausblenden, dass die Aktie jetzt so eingebrochen ist, liegt nicht primär.
an der Familienfäde, sondern vor allem an dem vorherigen Smart-Glas-Hype.
Denn als diese Zusammenarbeit mit Meta immer enger wurde, als sich auch diese Brillen ganz gut verkauften, so ab Herbst 2023 bis Herbst letzten Jahres, da hat sich die Aktie eben auch verdoppelt von 160 auf 320 Euro und wurde dann eben mit dem 40-fachen der geschätzten Gewinne bewertet.
War auch so eine KI-Aktie ein bisschen.
Ja, war halt dann so eine KI-Aktie, weil sie halt ein bisschen diese Fantasie in einem Teilbereich drin hatten.
Aber ansonsten ist es halt ein sehr solide, wachsendes, sehr gut aufgestelltes Optik-Unternehmen.
Und das ist der Börse natürlich irgendwann dann auch aufgefallen, nach dem alten Motto, valuation doesn't matter.
Until it matters.
Irgendwann kommt es dann doch auf die Bewertungen an.
Und wenn es dann so Streitigkeiten im Aktienariat gibt, dann ist das natürlich auch immer ein Katalysator, dass die Börse mal auf die Bewertungen draufschaut.
Und dieser Hype, den wir vorher gesehen haben, der wurde nun halt mit aller Macht brutalstmöglich rausgepreist.
Die Aktie wird nämlich jetzt wieder mit den 23-fachen des erwarteten Gewinns bezahlt.
Und das entspricht in etwa dem unteren...
Rand dessen, was wir seit 2016 gesehen haben.
Sie ist also jetzt wieder von der Bewertung her auf dem Boden angekommen.
Der Konzern will auch reagieren.
Er will bis zu 5 Millionen eigene Aktien zurückkaufen im Volumen von 800 Millionen Euro.
Also da wird etwas passieren, was ja bleibt, trotz dieser Familienfehde.
Also wer an die Logik dieser Strategie glaubt und sagt, nee, das ist trotzdem irgendwie von der Aufstellung her, vom Geschäftsmodell, von den Marken her finde ich das gut, der kann sich ja mit der Aktie einmal beschäftigen.
Es ist ja nicht die einzige Optik-Aktie.
andere mal rausgesucht.
Es ist halt, also nur der Vollständigkeit halber, ganz anderes Segment, auch viel kleiner.
Ich glaube, wer das Thema Brillen spielen möchte, sollte sich bei der Aktie erstmal umschauen.
Ja, also da ist eben bei Essilor Luxottica alles drin und wir dürfen ja auch nicht vergessen, also rein fundamental ist es ja wirklich eine Erfolgsgeschichte gewesen.
Auch diese Fusion.
Viele Fusionen gehen ja schief.
Das hier hat funktioniert.
2019, im ersten Jahr nach dem Zusammenschluss, haben sie 17,4 Milliarden Euro Umsatz gemacht in den letzten zwölf Jahren.
Monaten waren es 29 Milliarden Euro.
EBITDA von 3,8 auf 6,9 Milliarden gesteigert.
Ergebnis je Aktie in der Zeit seit der Fusion kurz vor Corona denn also per Saldo jetzt mehr als verdoppelt.
Fundamental ist es schon in Ordnung.
Man muss halt nur nicht Faktor 40 draufschreiben und jetzt braucht es halt irgendwie als Katalysator auch Ruhe an der Aktionariatsfront, sonst wird sich da auch keine höhere Bewertung einpendeln.
Aber ja, du hast angesprochen, es gibt andere Optiken.
Beispielsweise Mr.
Spex.
2021 sind die ja mit internationaler Wachstumsstory als Online-Optiker an die Börse gekommen.
Und ich habe eben schon mal gesagt, Excel macht die meisten Millionäre.
Das galt auch hier.
Riesige Ambition, aber der Kurs ist seither von 25 Euro Emissionspreis auf nur noch knapp über einen Euro.
zerbröselt.
Nichts was mit den ganzen Ambitionen.
Börsenwert gerade mal noch 37 Millionen Euro von dieser Marke, die man ja doch irgendwie so in der Werbung, im Internet immer mal wieder sieht.
Auf Net Income Basis haben sie nie Gewinne gemacht.
Umsatz die letzten zwölf Monate 170 Millionen Euro.
Tja und gerade läuft nach extrem viel Chaos im Management mal wieder.
Eine Sanierungsrunde.
Also sehr traurig, das Ganze ausgegangen für Aktionäre.
Und normalerweise würde man das hier nicht in einem Atemzug mit einem anderen Brillenweltkonzern erwähnen.
Aber es gibt natürlich eine kleine Verbindung.
Ja, also es ist zunächst, warum wir es erwähnen, Punkt 1, Vorsicht vor Neuemissionen nochmal.
Augen auf beim Aktienkauf, insbesondere bei neuen Firmen, kann man nicht oft genug sagen.
Und der zweite Punkt tatsächlich, Essilor Luxottica ist mit 11% an Mr.
Speck.
beteiligt.
Und dass die hier noch nicht zugegriffen und ein Übernahmeangebot gemacht haben für diese paar Peanuts, naja, das sagt einiges aus wahrscheinlich über die Qualität dieses Unternehmens.
Also nicht einmal zu diesem Preis sagt Essilo Luxottica, die ja nun so viel im Handel gekauft haben, einfach für die Marktposition kommen.
Das nehmen wir jetzt auch noch und zur Not stampfen wir es einfach ein.
Nee, machen sie nicht.
Vielleicht liegt es auch an dieser komplexen Aktionärsstruktur.
17% hat der Normen Rentrop, 10% die Familie Büll, die kennt man noch von Enkaves, 10% ein schottischer Fonds.
Naja, und jeder glaubt, er hätte die beste Lösung für das, was vom Unternehmen noch übrig ist.
Und so düdelt es jetzt dann Richtung Pennystock.
Augen auf beim Aktienkauf, hast du gerade gesagt.
Das könnte auch so eine Sendung irgendwie im ZDF-Nachmittag sein oder Vorabendprogramm, die du mal moderieren könntest.
So ein Nepper-Schlepper-Bauernfänger hieß doch da mal irgendwas, nicht?
Ja, du weißt ja, wir haben schöne Slogans ja auch bei Scalable.
Aktuell, wer riestert, der rostet.
Sieht man jetzt wieder, unsere Plakate.
Ich finde eure Sprüche sowieso, die ihr mit der Werbung da macht, ganz flott, wenn ich das mal hier sagen darf.
Ich finde, ihr seid da gerade ganz gut unterwegs.
Und übrigens auch, ich finde ja interessant, gerade was sich beim Thema Altersvorsorge tut, hat mir auch darüber berichtet, ihr seid da ja vorgeprescht.
Man muss jetzt hoffen, dass dieses Rennpaket nicht vollends zerpflückt wird, aber wobei das Altersvorsorgedepot ist durch.
Das Altersvorsorgedepot ist Gesetz und ist auch im Bundesgesetzblatt und vom Bundespräsidenten unterfertigt worden.
Das ist safe.
Das geht am 01.01.27 los.
Dieses Frühstattding ist noch nicht fertig.
Die Frühstattrente liegt bislang nur als Gesetzentwurf vor.
Und das wäre logisch, dass...
Einfach auch zu machen, in Amerika sind ja die Trump-Accounts jetzt schon live.
Die heißen ja wirklich Trump-Accounts, darüber regen sich ja hier viele auf.
Wir hatten halt Riester-Rente und Rürup-Rente.
Dass Trump das geklämt hat, ist klar, war nicht seine Idee.
Diese 1000 Euro für alle Neugeborenen gleich in Aktienfonds in einem steuerbegünstigten Depot.
Aber das ist schon großartig, wenn man auch die Screenshots sieht aus der App, die da von Robin Hood und...
Bank New York Mellon als Backing angeboten wird, wo man das dann tracken kann.
Und natürlich, was diese Zusatzzahlungen angeht, Michael und Susan Dell beispielsweise haben ja 6,25 Milliarden Dollar bereitgestellt aus dem Stiftungsvermögen, um Kindern, die durch diese Gesetzgebung keinen Zugang dazu hätten, weil sie einfach zu alt sind, trotzdem auch einen Account mit 250 Dollar Startkapital zu ermöglichen.
Vielleicht gibt es ja auch solche Spender hier für manche Menschen, die nicht sparen können, weil es bleibt ja tatsächlich für manche in dieser Generation oder in der letzten kommt vielleicht manches Depot zu spät, aber wir müssen ja an die nächste Generation denken, dass die Vermögen aufbauen können.
Ja, ich wette dich dann einfach, ich möchte, dass du dann persönlich für mich, dass dann irgendwie meinen Riester-Vertrag irgendwie umhudest.
Mit größtem Vergnügen lieber aus.
Ich habe so ein altes Altes DWS-Depot, da habe ich seit 17 Jahren nicht mehr reingeguckt.
Das schicke ich dir dann einfach.
Wir gucken dann mal zusammen.
Ich werde vielleicht ein bisschen Riechsalz...
Das ist so ein völlig überteuerter Mischfond, glaube ich, drin.
Ich werde ein bisschen Riechsalz mitbringen für dich, falls es dich zu sehr trifft.
Aber das muss dann auch zünden.
Nein, wir sind gar nicht abgekommen, weil du hast ein schönes Schlüsselwort gesagt.
Generationswechsel.
Und das passt zu dem anderen Optikwert.
Wobei, der ist schon ein bisschen her, der Generationswechsel.
Ja, aber jetzt sieht man auch, dass dieser Generationswechsel gefruchtet hat.
reden natürlich über Vielmann, den deutschen Optik-Champion, dessen beste Tage an der Börse allerdings auch schon eine Zeit zurückliegen, muss man sagen.
Nach dem New Economy-Hype war das so einer der Highflyer im MDAX.
Das war dann plötzlich Real Economy-Kurs 2003 bis 2015 verzehnfacht.
Ten-Bagger-Alarm, aber dann ging es eben nicht weiter.
Erst kam Corona, dann das schlechte Konsumklima in Deutschland.
Dazu dann eben die Hypothek dieses doch lange verschleppten Generationswechsels vom mittlerweile verstorbenen Patriarchen Günther Vielmann auf den Sohn Marc.
Plus die Bewertung natürlich, auch 40-facher Gewinn, scheint irgendwie in der Optik irgendwie so zu liegen, dass die da so bei 40, sagen die wahrscheinlich auch in der Optik, sieht das nicht mehr so gut aus, dann geht es runter.
Ja, das hat dazu geführt, dass die Aktie heute bei Kursen um 40 knapp die Hälfte unter ihren alten Hochs liegt.
Und das ist natürlich immer die Frage, wie läuft es denn fundamental, das Geschäft, weil von den Trends.
Sozusagen ist Fielmann ja jetzt nicht weg und Brillen wird es ja weiterhin brauchen.
Ja, also man muss erstmal festhalten, abgesehen vom Corona-Jahr 2020 hat Fielmann tatsächlich jedes Jahr den Umsatz gesteigert.
2025 um immerhin 7 Prozent, 2,4 Milliarden Euro.
Letzten Quartal leider nur um 2 Prozent.
Rohmarge ist stabil bei 80 Prozent.
EBITDA-Marge.
bei 20 Prozent und der Nettogewinn in den letzten zwölf Monaten immerhin knapp 20 Prozent höher als vor der Pandemie.
Und da sehen wir schon, es ist keine Wachstumsrakete, aber solide Unternehmensentwicklung.
Und die ist tatsächlich in der letzten Zeit vor allem dieser Expansion in die USA zu verdanken.
Mit 277 Millionen Euro Umsatz ist Nordamerika inzwischen der zweitwichtigste Markt für Vielmann nach Deutschland.
Ja, mein Kollege Volker Terhasebock hat den Marc Vielmann begleitet bei dieser US-Expansion.
Also er ist mit ihm da auch rüber geflogen.
Und das war ja wirklich die Frage, schafft man das?
Ist ja irgendwie ein ganz anderer Markt.
Wie ticken die eigentlich, die Amerikaner?
Und 2023 haben sie eben den Grundstein gelegt mit der Übernahme von SVS Vision.
SES Vision brachte als Marktführer in den USA, in Michigan, über 80 Geschäfte in neun Bundesstaaten sowie einen Jahresumsatz von 100 Millionen Dollar mit.
Ja, und dazu haben Sie dann gleich eine eigene Augenversicherung gehabt.
Arbeitgeber buchen die Polizei, Mitarbeiter gehen direkt in diese Vielmann oder SWS-Stores und der Umsatz bleibt komplett im Konzern.
Dazu haben sie 2023 dann eine Technologie- und E-Commerce-Plattform namens Befitting gekauft.
Damit können sie nämlich diesen Online-Brillenkauf von Anfang an vereinfachen, auch wiederum mit Blick auf die Abrechnung mit den großen Versicherungsnetzwerken, also volle Preistransparenz in Sekunden.
schnelle und dann 2024 Der dritte Teil vom Dreifach-Wumms, da haben sie nämlich dann nochmal einen Optiker übernommen, Schopko Optical mit 140 Geschäften in 13 Bundesstaaten.
Und wir haben jetzt ein bisschen über die Bundesstaaten gesprochen, du hast es schon erwähnt, Michigan.
Das ist in der Tat der Fokus.
Sie sind natürlich nicht als Deutsche hingekommen und gesagt, oh, jetzt machen wir erstmal New York, Miami, San Francisco, San Diego, Los Angeles, sondern sie haben Die haben eine regionale Fokussierung auf den Upper Midwest, also Wisconsin, Michigan, Minnesota, Iowa plus das, was drumherum liegt.
Also sich wirklich eine Region ausgesucht, die nicht so overcrowded ist.
So richtig verfangen hat das in der Börse aber nicht, diese amerikanische Story, weil vermutlich wieder so der deutsche Markt im Fokus ist.
Also wir gucken sehr schwierig dann immer auf den schwierigen Heimatmarkt, betrifft übrigens ganz viele Unternehmen.
Die sagen so, nee, in den USA läuft eigentlich, wir wachsen da um x Prozent.
Ist es nur die Heimat, die gerade schwächelt?
Ja, die Aktie hängt jetzt seit 2023 zwischen 40 und 50 Euro fest.
Momentan sogar unter die 40 Euro gerutscht.
Während, wie gesagt, die Gewinne steigen, will heißen, Bewertung wird immer günstiger.
Für 2026 schätzt man jetzt ein Ergebnis von 2,43 je Aktie im Konsens.
Das heißt, wir haben dann nur noch ein Multiple von 6.
da draufstehen.
Dazu hat Vielmann eine sehr gesunde Bilanz.
Die haben zwar nicht mehr wie früher Netto-Liquidität im Konto nach diesen ganzen Übernahmen, aber Finanzschulden und Leasing-Verbindlichkeiten 800 Millionen Euro, das ist nur das 1,4-fache EBITDA, ist also entspannt.
War Vielmann nicht auch immer in diesen Rankings von Dividendenaktien, eben nicht in der ersten Reihe, aber in diesen berühmten Rankings war Vielmann doch immer drin.
Sie hatten früher eine recht hohe Ausschüttungsquote, auch zu Zeiten von Günther Fielmann, aber sie haben halt auch lange eben nicht investiert.
Das hat sich unter Marc Fielmann mit dieser Vision-Strategie geändert, die jetzt umgesetzt wurde.
Aber nach wie vor Dividende ist immer noch ein Thema.
3,6% Dividendenrendite bei 50% Ausschüttungsquote.
1,40 Euro je Aktie gab es.
Das Einzige, was halt fehlt, ist so der Katalysator für die höhere Bewertung.
Was muss passieren, damit der Marc sagt, wow.
Jetzt endlich mal, da muss man jetzt nicht 16 draufschreiben, da kann man auch 20 draufschreiben.
Und wenn die Ergebnisse weiter wachsen, kann so eine Aktie dann 20, 30 Prozent machen.
Dieser Katalysator ist so für mich nicht greifbar.
Das kann natürlich ein neuer Investor sein, aber man muss sagen, so richtig so eine Heuschrecken-Story wird man nicht haben, weil natürlich Familie Vielmann 70 Prozent weiterhin kontrolliert.
Da kommt jetzt kein Private Equity und sagt, wir kaufen das jetzt mal weg.
Und ich kann mir nach allem, was ich von Marc Vielmann mitbekommen habe, auch nicht...
vorstellen, dass der jetzt proaktiv da verkauft, sondern der will das Unternehmen weiterentwickeln und wir wissen, es dauert manchmal an der Börse sehr lange, bis man Recht bekommt.
Die Zeit muss man einfach haben, aber wenn das Unternehmen sich weiter positiv entwickelt, wird sich das irgendwann in der Bewertung widerspiegeln.
Es muss halt am deutschen Markt besser werden oder sollte nicht schlechter werden.
Zumindest muss man sagen, wenn man das so rein vom Management her betrachtet.
Diesen Markteintritt muss man sagen, alle Achtung.
Dem Mark wurde ja oft so vorausgesagt, er habe nicht die Härte seines Vaters.
Er galt als...
zu weich oder zu unentschlossen, das kann man jetzt ja eigentlich nach diesem Track-Rekord nicht sagen.
Nee, ich meine, es ist halt Geburtsjahr 1989 und damit ist er halt wirklich sehr jung damals in den Vorstand gekommen und stand natürlich unter dem Schatten dieses Übervaters.
Das war ja auch klar, da musste er sich mal daraus lösen, aber er ist ja jetzt kein Greenhorn mehr, sondern hat wirklich erfolgreich gezeigt, dass er eine solche Strategie auch in diesem Familienunternehmen umsetzen kann und da muss ich sagen allerhöchsten Respekt und wenn das weiterhin funktioniert, wird sich das irgendwann auch an der Börse widerspiegeln.
Nur dieses Thema ist halt irgendwann und dann hat man halt die Dividende sozusagen als Warteprämie.
3,6 Prozent ist im Verhältnis nicht schlecht, aber ist natürlich auch kein geschenktes Geld und man sollte eine Perspektive haben, die über diese Dividende hinausgeht.
Das liegt im Trend.
Zum Schluss gehen wir noch ins Kino.
Christian, warst du schon in der Odyssee?
Ja, ja, also am Wochenende bin ich mit der Deutschen Bahn von Berlin nach Essen und zurück.
Nein, in dem Film die Odyssee.
Achso, nein, meine Odyssee sind immer nur bei der Deutschen Bahn.
Also das ist ja so der Film, der für viele steht in diesem großartigen Kino.
Ja, weil man muss sagen, wir haben einen...
Gutes Kinojahr und diese Branche, die ja wirklich kränkelte, Corona, Streaming-Boom, viele Herausforderungen, die hat sich zurückgemeldet.
2026 entwickelt sich in Deutschland zum besten Kinojahr seit der Pandemie.
Im ersten Halbjahr wurden 47,5 Millionen Tickets verkauft, 17 Prozent mehr als im Vorjahr.
Der Umsatz ist um gut 24 Prozent auf 500 Millionen Euro geschlossen.
Und die Filmförderungsanstalt hat schon vor einigen Wochen die 100 Millionen Kinobesucher bis zum Jahresende prognostiziert.
Zum Vergleich, im letzten Jahr vor Corona 2019 waren es rund 119 Millionen Euro.
Da sind mehrere Dinge interessant und wir haben eine kleine, feine Börsenstory mitgebracht, die stellvertretend für das ganze...
steht, weil, vielleicht nochmal zu den Zahlen, dieses Kino-Comeback findet nicht nur in den großen Städten statt, auch in vielen kleineren Städten mit weniger als 50.000 Einwohnern gehen die Menschen wieder in die Kinos und auch der deutsche Film erlebt ein Comeback.
Im ersten Halbjahr wurden 12 Millionen Tickets für deutsche Produktion verkauft, ein Plus von 60 Prozent und drittens Hollywood.
produziert wieder viele erfolgreiche Blockbuster.
Gab es natürlich auch schon früher, aber dann haben sich viele Erwartungen dann doch enttäuscht.
Wir haben ja immer hier wieder über die Avatar-Triologie gesprochen, aber anders hat nicht gezündet und das liegt in diesem Jahr tatsächlich an einem großen Erfolg.
Ich weiß nicht, guckst du Spider-Man an oder mit deinem Sohn?
Also Brand New Day hat die 2 Milliarden Dollar Umsatzmarke geknackt und steht dann natürlich in diesen Charts ganz weit oben.
Dann gab es noch den Super Mario Galaxy Film und natürlich die Odyssee.
Und es gibt ja so eine schöne neue Wortschöpfung, die magst du ja immer.
Vor einigen Jahren gab es ja dieses Barbenheimer-Phänomen.
Also diese Kombination aus Barbie und Oppenheimer.
Das heißt jetzt Spodyssey, also Spider-Man plus Odyssee.
Ich habe das jetzt falsch ausgesprochen.
Spodyssey muss man das ja aussprechen.
Das ist die Wortschöpfung, die dieses Kino ja...
kennzeichnet.
Ja, dazu also insgesamt 2026 haben fünf Filme die weltweite Milliarden-Dollar-Marke übersprungen.
Darunter auch Toy Story 5.
Und ich meine, wir haben jetzt ja über Spider-Man gesprochen, über Super Mario und da sehen wir, das sind alles Sequels und Prequels oder irgendwelche Franchises.
Also es ist nicht so, dass neue Stoffe kommen, sondern man quirlt die bekannten Stoffe nochmal durch und macht hinten oder vorne irgendwie was dran.
Aber Immerhin, das sind hoffnungsvolle Zahlen, wobei wir nach diesen Zahlen aus Deutschland eins nicht vergessen wollen, wenn wir mal in die USA gucken.
Also das Box Office dort wird dieses Jahr auf insgesamt 10 Milliarden Dollar geschätzt, also trotz der erheblichen Inflation der letzten Jahre.
ist die Industrie damit noch unter dem Wert vor der Pandemie.
Da war nämlich das Box-Office bei 11,36 Milliarden Dollar.
Also so toll sieht es dann doch wieder nicht aus, zumindest wenn man es mit früher vergleicht.
Alles ist relativ, früher war alles besser, gilt hier sicherlich beim Kino.
Aber...
Es gibt neue Zuversicht und deswegen, lieber Horst, kommt im Vereinigten Königreich vielleicht auch mal wieder ein Wert aus der Kinobranche an die Börse.
Und die hat ja Börsengänge dringend nötig, denn in London gab es ja schon lange keinen spannenden Börsengang mehr.
Es ist ein Softwareunternehmen, Unique X, kommen aus Manchester, aus der Heimat von Andy Burnham, dem britischen Premierminister.
Und die haben für das kommende Jahr einen Börsengang angekündigt.
Im Raum steht eine Bewertung von rund 300 Millionen Pfund.
Das klingt natürlich lächerlich wenig.
Aber es ist trotzdem interessant, was so dahinter steht, weil Unique X ist im Hintergrund an erstaunlich vielen Kinofilmen beteiligt.
Ist eigentlich so ein Unternehmen, wo ich immer gesagt habe, das macht doch ein deutscher Hidden Champion bestimmt.
Also die großen Unternehmen nutzen die Software, um Filmvorführungen zu organisieren und Trailer einzuplanen.
Und Studios wie Disney, Warner Brothers, Discovery und Universal setzen die Technologie ein, um ihre Filme in den Kinos in aller Welt auszuliefern.
Und wahrscheinlich wird so geschätzt, 60 Prozent der Filme, die wir gesehen haben, haben in irgendeiner Form Berührung mit der Technologie von Unix.
Was steht da eigentlich dahinter?
Ja, ist schon Wahnsinn.
Dieses Unternehmen 1997 gegründet und beliefert inzwischen 40.000 Kinoleinwände weltweit mit der Software.
Und, was ja auch nicht ganz relevant ist, sie haben halt diese Integration von Kinowerbespots, wichtiger Erlösquelle.
Davon spielen sie 1,1 Milliarden aus im Jahr.
Und sie wurden dann 2024 von der Investment...
Gesellschaft Cartesia mit 80 Millionen Dollar gepäppelt.
Und das ist jetzt natürlich immer ein Argument, warum man dann noch an den Kapitalmarkt geht zum Ausstieg.
Ja, und bislang in London, ich habe es gerade erwähnt, die Pipeline ist ziemlich verstopft.
Dieses Jahr kamen bis einschließlich Ende Juni gerade mal sieben Unternehmen in London an die Börse, in das einstige Finanzzentrum.
Und haben zusammen 577 Millionen Pfund eingesammelt.
Das ist so ein Wimpernschlag in New York, ne?
Ja, da kannst du nicht mal einen Datencenter von bauen.
Und im Vorjahr war es noch weniger.
Und insofern, ja, ein bisschen Hoffnung für die Londoner Börse.
Und natürlich auch ein Schlaglicht nochmal auf das Thema Kino.
Wobei ja die Frage ist, ob es denn wirklich das Thema Kino ist oder ob es hier nicht eher um das besondere Erlebnis geht.
Das ist ja die große Frage seit der Pandemie.
Damals hieß es ja alles irgendwie, es findet alles zu Hause statt, wir streamen nur nochmal.
Aber das Thema Erlebnis nimmt ja eigentlich wieder zu.
Also das sieht man auch in anderen Aktien.
Festivals werden wieder stärker.
Konzerte sind natürlich stark nachgefragt.
Also die Menschen wollen etwas live erleben.
Dieser Trend ist intakt und er nimmt eher auch zu.
Ja, also das ist einfach diese große Leinwand und die Soundeffekte, die du halt bei manchen epischen Filmen eben doch gerne hättest und die du beim heimischen Streaming eben nicht hinkriegst.
Oder eben die Stimmung, die Interaktion, die Show eines Live-Konzerts verbunden mit dieser, wie Florian Illies das ja nennt, schöpferischen Unperfektheit menschlicher Kunst.
Kriegst du auch weder...
Auf Spotify hin noch mit KI-generierter Musik und natürlich auch sportliche Großereignisse mit ihren ungewissen Ergebnissen.
Denk an den Bundesligaspieltag vom vergangenen Wochenende.
Wir haben besprochen vorher, dass wir nicht über den HSV sprechen.
Nein, wir müssen auch nicht über Bayern sprechen.
Wenn du ins Stadion gehst bei Schalke gegen Bayern, Aufsteiger, Gegenmeister und Pokalsieger, dann denkst du doch, okay, das wird vielleicht ein 4-0, wird vielleicht ein 6-0 für die Bayern, dann wird es ein 0-0.
Elversberg plötzlich mit...
Zwei Siegen gestartet, Augsburg Tabellenführer.
Das ist doch etwas, was Menschen reizt und was gerade im KI-Zeitalter natürlich immer wertvoller werden kann, dieses Live-Entertainment, weil es eben nicht...
aus der Konserve kommt und nicht aus irgendwelchen mathematischen Berechnungen.
Also dieser Trend bleibt intakt und es gibt ja auch große Pläne, auch von Netflix übrigens, so reale Welten wieder zu schaffen, die man besuchen kann, wo man reingehen kann.
Also die Menschen wollen tatsächlich etwas erleben.
Die Frage ist ja für mich jetzt als Aktionär, kann ich von diesem Trend jenseits von Unix, was ja wirklich ein kleiner Spezialist ist, Auf was könnte ich da eigentlich setzen?
Welche Unternehmen wären da überhaupt relevant an der Börse?
Naja, das ist immer schon ziemlich fortgeschritten, aber ein paar Namen können wir ja droppen.
Du hast über Odyssee eingangs gesprochen.
IMAX als Premium-Kino ist selber börsennotiert.
Seit dem Corona-Tief hat die Aktie sich versiebenfacht und durch den Odyssey-Hype nun endlich auch oberhalb der alten Hochs aus 2015.
Das haben sie rausgenommen.
Seitdem geht es dynamisch weiter aufwärts, wobei dieser Trend auch schon im Mai 2024 begonnen hat.
Umsatz allerdings erst jetzt wieder.
auf hoher Pandemieniveau und die Bewertung mit 27 Mal Gewinnprognose fürs laufende Jahr natürlich schon ambitioniert und auch von diesem Hype getragen.
Und dann gibt es noch Eventim, kennt man so als Ticket-Plattform.
Ja, und gleich dagegen dann Live Nation, die dasselbe Geschäft als Platzhirsch in den USA betreiben, aber natürlich auch in Europa aktiv sind, ähnlich wie Eventim ja auch nicht nur in Deutschland ist.
So eine Geschichte aus zwei Perspektiven.
Live Nation ist auf Allzeit hoch mit einem 30-fachen Gewinn bewertet.
Eventim 50 Prozent unterm Hoch, weil man...
irgendwie ein bisschen die Angst hat, dass der Gründer sich auf seine alten Tage ein bisschen verzettelt.
Hat nämlich ein Patriarchen auch an Bord und als Ankeraktionär.
Insbesondere mit dem Bau von diesen Mehrzweckhallen, was eben dann nicht mehr dieses wunderbare Asset-Light-Geschäftsmodell ist, was man lange Jahre bei Eventim gefeiert und prämiert hat.
Aber es ist halt einfach der deutsche Dominator für Live-Entertainment.
Dann gibt es noch ganz kurz Madison Square Garden.
Entertainment, die haben Hallen wie MSG oder die Radio City Music Hall sowie den Austragungsort für die Heimspiele der NBA-Mannschaft New York Knicks und das NHL Team New York Rangers.
Und der Kurs hat sich auf ein Jahr verdoppelt.
Ja, und dann gibt es die Schwestergesellschaft.
Früher war das alles mal eins, nämlich MSG Sports.
Das ist eben dann die Holding für die New York Knicks und die New York Rangers.
Und das ist eine der wenigen börsennotierten Möglichkeiten, sich abgesehen von irgendwelchen europäischen Fußballclubs, an richtigen...
Sport-Franchises zu beteiligen, was ja momentan unter institutionellen Investoren so der heiße Scheiß ist.
Und Unternehmen wie Apollo würden nicht so viel in Sport investieren und so stark im Sport auch Management-Kapazitäten aufbauen, die auch der Professionalisierung dienen, wenn sie nicht wirklich dieses Potenzial sehen würden, dass das gerade im KI-Zeitalter etwas ist, was besonders und dadurch eben auch limitiert und besonders kommerziell interessant ist.
Wir sind am Ende dieser Folge und auch noch nicht am Ende der bewegenden Tage und dieser Wochen.
Ich fand es ja übrigens zum Schluss vielleicht noch sprichwörtlich, dass just an diesem Tag, wo alle auf Sachsen-Anhalt schauten, eine deutsche Rakete ins All abhob irgendwie.
Und der Kanzler sagte, das ist ein historischer Tag und ich konnte dieses Zitat zunächst nicht zuordnen, aber er bezog sich nicht auf die Wahl in Sachsen-Anhalt, sondern auf diesen Und da muss man sagen, vielleicht müssen wir manchmal mehr auch wieder in die Sterne schauen und irgendwie sagen, okay, es gibt auch noch mehr Zukunft und Zukunftsbranchen.
Wir bleiben erstmal nah hier an den Aktien am Kapitalmarkt.
Vielen Dank für Ihre Zeit und für Ihre Treue.
Kommen Sie gut durch die Woche und wir hören uns hoffentlich kommende Woche wieder.
