# Crypto Tax Shift, AI Disruption, and NFL Data Monetization

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-09-09

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über einen mächtigen Dämpfer für Novartis, den ETF-Boom bei der DWS und Index-Fantasie bei SpaceX.
Im Thema des Tages verraten wir euch, warum ihr als Krypto-Anleger in Deutschland jetzt ganz tapfer sein müsst.
Und in der Triple-E-Idee präsentieren wir euch eine NFL-Aktie mit doppelter Wachstumsfantasie.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert, Und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Mittwoch, der 9.
September 2026 und wir wünschen euch einen günstigen Start in den Tag.
Das mit günstig, das wird in nächster Zeit wahrscheinlich schwierig werden, zumindest an der Tankstelle und insgesamt, wo es um Energiepreise geht.
Denn gestern, da ist Öl wieder mal teurer geworden.
Brent wurde für 99 Dollar ja fast gehandelt, also fast wieder dreistellig.
Und Ende Juni, da war der Brennstoff an den Rohstoffmärkten ja gerade mal für 70 Dollar zu haben.
Die Preise an der Tankstelle, ich habe das heute mal wieder gesehen, das ist schon wirklich echt irre.
Die sind brutal, oder?
Ich habe es auch gesehen, es war brutal.
Also ich muss ja zum Glück nicht mehr so häufig da ran, aber das ist wirklich...
Eigentlich erstaunlich, dass die Menschen sich so wenig darüber ärgern oder so aufregen.
Aber gut, die haben vielleicht andere Themen, über die sich gerade aufregen.
Grund für den neuerlichen Kurssprung, kommen wir mal zurück zu den Märkten oder bei dem Preissprung, sind Raketenangriffe der Houthi-Milizen auf saudische Ölanlagen.
Also Krieg nicht mehr nur in der Straße von Hormuz, wo es in den vergangenen Tagen ja auch schon Kampfhandlungen gegeben hatte, sondern auch...
auf der arabischen Halbinsel.
Ein Ende des Konflikts in der Golfregion scheint in weiter Ferne zu sein, zumal letztens auch der amerikanische Energieminister hat durchblicken lassen, dass es vielleicht nie einen Atomdeal mit dem Iran geben könnte.
Höhere Ölpreise bedeuten höhere Inflation oder höhere Inflationserwartungen, was ja fast noch schlimmer ist.
Und das macht dann auch höhere Zinsen wahrscheinlicher.
Naja.
Und wir befinden uns ja ohnehin schon auf einem Mehrjahreshoch bei den Zinsen.
Großbritannien zum Beispiel musste jetzt bei einer Anleiheemission den höchsten Satz seit 1998 bezahlen.
Und in den USA und Europa wird die Kreditaufnahme ebenfalls immer teurer, zumal ja auch die Verbindlichkeiten steigen.
Passend dazu, Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat gestern einen Haushalt vorgestellt, der inklusive Sondervermögen eine Neuverschuldung von 200 Milliarden Euro vorsieht.
Bei den zehnjährigen Bundesanleihen wollten Investoren im Ausgleich für das Risiko 3,37 Prozent sehen, so viel wie seit 2011 nicht mehr und in den USA sind es ja sogar 4,8 Prozent.
Und dann ist es kein Wunder, dass diese Konkurrenz durch Zinspapiere und die teuren Finanzierungskosten den aktuellen.
Ja, und der Dow Jones Index, der Methode leben unter den Indizes, der relativ wenig Technologie enthält, der verlor gestern 1,2 Prozent.
Beim S&P 500 betrug das Minus 0,6 Prozent.
Nur der technologielastige Nasdaq 100, der konnte sich aus Gründen am Ende dann ins Plus retten.
Wobei das wirklich ein Mini-Plus war.
Und man muss da...
Zu bedenken, das Schwergewicht Nvidia, das war sogar 2% leichter aus dem Handel gegangen.
Ebenso unser DAX, der Deutsche Leitindex, der war am Morgen noch deutlich im roten Bereich.
Der ging dann aber bei 26.007 Punkten unverändert aus dem Handel.
Aber die hält er noch, Daniel, die hält er noch, die 26.000.
Da tendiert er die ganze Zeit schon drum herum.
Klare Unterstützung.
Jetzt schauen wir aber mal wieder auf die Einzelwerte.
Und eine Story, die gestern die Märkte bewegte, war Fresenius, Gewinner im DAX.
Die Aktie des Gesundheitskonzerns legte in einem schwachen Marktumfeld, wir haben es gesagt, Zeit war fast 4 Prozent zu und beendete damit eine acht-tägige Verlustserie.
Auslöser war da eine optimistische Studie, der Großbank OBS-Analyst Graham Doyle bestätigte seine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 56 Euro und bezeichnet Fresenius wegen seiner defensiven Qualitäten als einer seiner Top-Favoriten.
Die Sorgen um das wichtige US-Biosimilar Taillen hält der OBS-Analyst für deutlich übertrieben.
Der mögliche Ergebnisseffekt liege laut Doyle bei nur 0,3 Prozent.
Und auch die Fresenius-Tochter Fresenius Medical Care profitierte und gewann dann knapp 1%.
Wir bleiben gleich mal beim Thema Gesundheit, kommen aber zu einem richtigen Dämpfer.
Den gab es bei Novartis, deren Medikamentenhoffnungsträger Pelacarsin hat zwar den problematischen Blutfettwerb, den LPA, gesenkt in einer entscheidenden Studie, aber keinen statistisch signifikanten Rückgang von Herzinfarkten oder Schlaganfällen nachweisen können.
Und die Novartis-Aktie lagte daraufhin um 11 Prozent ab und zog als Schwergewicht dann auch den gesamten Markt in Zürich nach unten.
11 Prozent ist natürlich auch echt schon Wort.
Der schweizerische Leitindex SMI, der verlor 1,6 Prozent.
Tja.
Und dieser Misserfolg von Novartis, der stellt nun aus Sicht von Analysten die milliardenschwere Jagd nach neuen Cholesterinsenkern in Frage und belastete dann nicht nur Novartis, sondern auch zum Beispiel die amerikanische M-Gen, die an ähnlichen Medikamenten forscht.
Die Frage ist, ob nur Novartis Ansatz gescheitert ist oder ob die gesamte Investment-Story rund um LPA-Therapien wackelt.
Die Konkurrenz, die setzt da teilweise auf...
Andere Technologien mit teils deutlich stärkerer Senkung des Risikofaktors.
So, wir wechseln jetzt mal das Vorzeichen und kommen zu einem Profiteur der deutschen Aktienkultur.
Die sind uns ja besonders lieb.
DWS ist nämlich die Aktie der Asset Management und Fondtochter der Deutschen Bank.
Die profitiert mächtig von der Altersvorsorge-Reform und dem Boom beim ETF-Sparplänen.
So sieht es zumindest das Analysehaus Jefferies.
Je mehr Deutsche für Rente am Kapitalmarkt sparen, desto größer wird der Gebührenpool für Vermögensverwalter, wie die DBS ja einer ist.
Das haben die Analysten so aufgeschrieben und das Papier gleich mal von Hold auf Buy, Kaufen hochgestuft und das Kursziel sogar von 51 Euro auf 90 Euro erhöht.
Also wirklich ein Satz nach oben.
Die DBS Aktie, die kletterte dann auf ein neues Allzeithoch von 78 Euro.
Schauen wir mal nach Amerika.
Dort legte die Qualcomm-Aktie kräftig zu, nachdem der Chip-Konzern eine mehrjährige KI-Partnerschaft mit Amazon angekündigt hat.
Anfangs gewann das Papier fast 10 Prozent, am Ende waren es immerhin noch vier.
Qualcomm soll für AWS, also die Cloud, sparte maßgeschneiderte Chips für KI-Rechenzentren sowie Hochgeschwindigkeitslösungen für die Datenübertragung entwickeln.
Besonders spektakulär, Amazon erhält Optionen zum Kauf von bis zu 25 Millionen Qualcomm-Aktien.
Die Freigabe dieser Optionen ist dann Aufträge von Amazon mit einem Volumen von bis zu 60 Milliarden Dollar gekoppelt.
Und da haben wir es wieder.
Der KI-Hype nähert den KI-Hype.
Ja, und ob wir das gut finden, wissen wir immer noch nicht so richtig.
Und dann haben wir noch eine Sorge, die ja auch ewig währt und jetzt so gestern wieder richtig auftauchte, nämlich die Sorge um Software.
Die jüngste Vorstellung des neuen Modells GPT-6 Astra von OpenAI sorgt für Unruhe im Sektor.
Die ewige Angst, künstliche Intelligenz könnte Dienstleistungen von Softwarefirmen ersetzen.
Die schickte gestern dann wieder die Aktien auf Talfahrt, also Salesforce, ServiceNow, Intuit.
Und so weiter waren deutliche Minus.
Und die Frage, ob KI wirklich Software killt, beziehungsweise welche Software sie dann killt, die wird uns noch lange beschäftigen.
Ja, und lange beschäftigen, da bin ich mehr sicher, wird uns auch SpaceX, die Aktie der Weltraumfirma von Elon Musk, notierte gestern 4% höher.
Und das könnte auch so weitergehen in nächster Zeit, denn die Aktie wird in den kommenden Wochen zusätzlichen Rückenwind durch Indexfonds erhalten.
Hintergrund ist die anstehende Neugewichtung des Nasdaq 100 Index.
Ja, weil nach Ablauf erster Haltefrist inzwischen deutlich mehr SpaceX-Aktien frei handelbar sind, könnte das Indexgewicht des Raumfahrtkonzerns von derzeit rund 1,25 auf etwa 2,25 Prozent steigen.
Und JP Morgan schätzt, dass dadurch passive Käufe von rund 15,5 Milliarden Dollar ausgelöst werden könnten.
Ja, die Neugewichtung wird schon am Freitag bekannt gegeben und am 21.
September wird sie dann...
Wirksam.
Und lieber Nando, wenn du schon mal bei Terminen bist, wie dem 1.
September, dann machst du doch bestimmt auch?
Ja, ehrlich gesagt, da mache ich die Termine, aber das ist wirklich nicht viel.
Ich meine, wir werden hier spannende Sachen wieder berichten.
Aber so richtig sehe ich da nur ein Event.
Das ist aber tatsächlich ziemlich spannend, nämlich wir nennen das jetzt mal das Apple Neuheiten Event.
Da haben wir ja immer im September kommen die neuen Sachen von Apple.
Und diesmal, also da geht es ja meistens um die neuen iPhone Modelle und diesmal wird unter anderem ja auch dieses aufklappbare Telefon, ich weiß jetzt gar nicht, wie es heißt, erwartet.
Das ist bei Samsung ja schon ein richtiger Renner, hat mir ein Kollege letztens erzählt.
Und jetzt sind wir mal gespannt, was das iPhone da kann und liefert und auch was das kostet.
Ich bin gespannt.
Das Thema des Tages.
Als Kryptoanleger müsste jetzt tapfer sein.
Wir haben ja schon ein paar Mal hier drüber gesprochen, dass Bundesfinanzminister Lars Klingbeil plant, Kryptogewinne steuerpflichtig zu machen, auch wenn die Haltefrist von zwölf Monaten erreicht ist.
Und da gibt es jetzt Neues.
Lange war es ja ruhig im Hause von Lars Klingbeil, aber jetzt hat unser Weltkollege Carsten Seibel einen Referentenentwurf zur Kryptosteuer zu Tage befördert und was da drin steht, wollen wir euch heute im Thema des Tages verraten.
Gleich mal die schlechte Nachricht.
Das berühmte Steuerprivileg für Bitcoin und andere Kryptowährungen, das soll verschwinden.
Bislang gilt, wer seine Coins länger als zwölf Monate hält, kann Wertsteigerung steuerfrei vereinnahmen.
Und genau dieser Vorteil, der hat ehrlich gesagt viele Anleger überhaupt erst in die Anlageklasse Krypto gelockt.
Und künftig soll das anders sein, laut.
Dem Referentenentwurf würden Gewinne aus Bitcoin, Ether und vielen anderen Kryptowährten wie klassische Kapitalerträge behandelt.
Also vereinfacht gesagt, der Fiskus würde zuschlagen, egal ob ihr drei Jahre, drei Monate oder zehn Jahre gehalten habt.
Die Haltedauer soll einfach keine Rolle mehr spielen.
Und das wäre wirklich ein Paradigmenwechsel, denn bislang werden Kryptowährungen steuerlich so wie Gold behandelt.
Da haben wir schon ein paar Mal drüber gesprochen.
Und auch Goldgewinne können ja nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei sein.
Künftig würde Krypto dann in die Nähe von Aktien, Fonds und Anleihen rücken.
Spannend finde ich die Begründung des Finanzministeriums.
Dort heißt es sinngemäß, Kryptowährungen seien inzwischen eine etablierte Kapitalanlage mit hoher Liquidität und stark spekulativen Charakter und deshalb passe die bisherige Behandlung als sogenanntes Wirtschaftsgut nicht mehr zur Realität.
Und dann wird noch angeführt, dass ja auch Aktienanleger Steuern zahlen.
Kryptoanleger zahlen bisher keine und das sei ungerecht.
Es mag ja auch in gewisser Weise stimmen.
Gleichzeitig darf man aber nicht vergessen, Deutschland hat mit der Jahresfrist einen internationalen Standortvorteil und viele Kryptoinvestoren, die finden genau das attraktiv.
Entsprechend groß war ja dann auch der Widerstand aus der Kryptoszene gegen die Steuer.
Jetzt kommt allerdings die vielleicht wichtigste Passage aus dem ganzen Entwurf und die dürfte viele von euch beruhigen.
Der Referentenentwurf enthält einen ziemlich umfassenden Bestandsschutz.
Nach derzeitigem Stand sollen die neuen Regeln nur für Kryptowerte gelten, die nach dem 31.
Dezember 2026 angeschafft oder zugeflossen sind.
Anders formuliert.
Wer heute bereits Bitcoin besitzt, wäre nach dem aktuellen Entwurf weiterhin im alten System unterwegs.
Das heißt, nach Ablauf der Zwölfmonatsfrist könnten die Gewinne auch künftig in alle Ewigkeit steuerfrei bleiben.
Und es gibt noch einen zweiten wichtigen Aspekt.
Die Regierung will auch Landing und Staking systematischer besteuern.
Also jene Erträge, die entstehen, wenn ihr eure Coins verleint oder für die Absicherung von Netzwerken einsetzt.
Auch das nähert Krypto weiter an klassische Finanzanlagen an.
Der Staat sagt letztlich, wenn hier laufende Träger erzielt werden, dann behandeln wir die steuerlich ähnlich wie Zinsen oder Dividenden.
Ausgenommen sind ausdrücklich, ich zitiere mal, sogenannte Non-Fungible.
Token, also NFTs, Security Token und sonstige Kryptowerte, die einen realen Wert vermitteln oder vermitteln sollen.
Zitat Ende.
Ja, für die sollen laut Referentenentwurf weiterhin die derzeitigen Besteuerungsregeln gelten.
Auch bestimmte Arten von Stablecoins sind ausgenommen.
Das ist auch eine wichtige Information.
Aber trotz dieser Ausnahmen rechnet das Finanzministerium mit zusätzlichen Steuereinnahmen im dreistelligen Bereich, also Millionenbereich.
Im Jahr 2028 sollen es 160 Millionen Euro Steuermeeinnahmen sein.
Bis 2031 wächst der Betrag dann in Planung zufolge auf rund 350 Millionen pro Jahr.
Also ehrlich gesagt, angesichts der Zyklen im Kryptomarkt.
Ich so meine Zweifel, wie realistisch solche Erwartungen sind, das dürfte schwierig werden.
Es ist einfach schwer zu prognostizieren, ehrlich gesagt.
Da sollte man sich nicht drauf verlassen, auf diese Einnahmen.
Und jetzt stellt sich natürlich die wichtigste Frage für euch als Anleger.
Was tun?
Und das sagen wir gleich schon mal als erstes.
Ruhe bewahren.
Wir sprechen über einen Referentenentwurf in einem frühen Stadium.
Und das ist noch kein verabschiedetes Gesetz.
Details können sich da immer noch ändern.
Zweitens, wenn ihr bereits langfristige Bitcoin oder Etherbestände oder andere Kryptobestände haltet, dann solltet ihr euch mit den Übergangsregeln beschäftigen.
Nach dem derzeit bekannten Stand genießt ihr Bestandsschutz, wenn ihr bis Ende 2026 kauft.
Und dieser Bestandsschutz, der könnte künftig sehr wertvoll sein.
Dritter Punkt, wer ohnehin vorhatte, langfristig in Kryptowährungen zu investieren, wird sich die Frage stellen müssen, ob Käufe vor dem Jahresende 2026 steuerlich attraktiver sein könnten als Käufe danach.
Das ist zumindest eine Überlegung, die viele Investoren jetzt anstellen werden.
Ja, könnte ich mir schon vorstellen, dass da manche nochmal richtig zulangen.
Das war ja bei Aktien, als die ihren Steuervorteil verloren haben, 2008 auch so.
Und jetzt viertens, vergesst aber bei alledem nie.
dass die Steuer nur ein Faktor bei der Geldanlage ist.
Viel wichtiger bleiben die fundamentalen Fragen.
Glaubt ihr an Bitcoin als digitales Gold?
Glaubt ihr an die Blockchain-Technologie?
Glaubt ihr an diesen Kryptokosmos und dass der eine Zukunft hat?
Beispielsweise auch angesichts der Gefahren durch Quantencomputer, die es möglicherweise in der Zukunft geben könnte.
Und passt das Investment überhaupt in eure Vermögensstruktur?
Denn die Wahrheit ist ja, eine gute Anlage wird nicht allein durch Steuervorteile gut.
Aber wenn ein Steuervorteil verschwindet, verändert sich halt die Renditerechnung.
Genau deshalb lohnt es sich, die politischen Entwicklungen jetzt sehr genau zu verfolgen, noch genauer als sonst schon.
Die AAA-Idee des Tages.
Es ist ja beinahe schon Tradition, also ehrlich gesagt, habe ich diese Tradition eingeführt, dass wir hier bei Alles auf Aktien...
unmittelbar vor dem so wichtigen Kick-Off der neuen NFL-Saison eine Triple-E-Idee dazu vorstellen.
Heute Nacht ist es ja soweit.
Die New England Patriots spielen gegen die Seattle Seahawks.
Also das Super-Board-Duell gleich wieder zu Anfang als Kick-Off.
So, dass wir daraus eine Triple-E-Idee machen, das mag manchen von euch weit hergeholt erscheinen.
Doch angesichts der Tatsache, dass wir hier über die wirtschaftlich erfolgreichste Sportliga der Welt reden, wir ja auch sagen Live-Sport, das ist eines der...
wenigen großen Geschäfte, die noch wachsen.
Finde ich, ist das angebracht hier.
Ja, Nando, da spürt man, wie aufgeregt du bist.
Aber ich zähle ehrlich gesagt eher zu denen, die nicht sofort an eine AAA-Dee denken bei dem Thema.
Doch, ich muss auch zugeben, die Zahlen sind beeindruckend und erklären das Potenzial.
Die 32 Teams sind im Schnitt mehr als 9 Milliarden Dollar wert.
Neun Franchises knacken die 10 Milliarden Marke.
Und die Dallas Cowboys, die kommen auf rund 15,5 Milliarden.
Was für Beträge.
Die Liga setzt mehr als 20 Milliarden Dollar um und Sponsoring, das bringt allein rund 2,5 Milliarden.
Ja und die ganze Liga ist halt ein perfekt funktionierender Wachstumsmarkt, also eine geölte Maschine.
Die NFL erobert dabei inzwischen auch die ganze Welt.
Also American Football ist global.
Übermorgen etwa findet erstmals ein Spiel in Australien statt.
Wenn es also Firmen gibt, die sich möglichst exklusiv auf diesem ewigen Wachstumsmarkt tummeln, dann sind die natürlich auch für Anleger interessant.
Und wir denken, dass dies alles auf unsere heutige Triple-E-Idee zutrifft.
Und diese Idee heißt Genius Sports.
Hier geht es um einen Daten- und Technologieanbieter, der im Hintergrund dafür sorgt, dass aus einem NFL-Spiel ein digitales Echtzeitprodukt wird.
Was genau machen die?
Also Genius Sports ist bis Ende der Saison 2029 exklusiver Lieferant der offiziellen NFL-Echtzeitdaten.
Play-by-Play, Next-Gen-Stats, Datenfeeds für Wettanbieter, diese ganzen Sachen.
Wer während eines Spiels sekundenschnell neue Quoten anbieten will, braucht verlässliche Daten.
Genius sitzt da an einer Art Mautstation und die NFL ist sogar effektiv mit rund 8%.
Genau, also man glaubt offenbar an Genius.
Klingt auch nach Burggraben, zumal wir hier über eine exklusive Partnerschaft reden.
Klingt aber auch nach Abhängigkeit.
Dann geht dieser Deal nach 2030 verloren oder werden die Rechte viel teurer.
Wäre das natürlich negativ.
Aber ehrlich gesagt, bei aller NFL-Euphorie, die Fantasie, die größere Fantasie, die liegt noch ganz woanders.
Ja, und zwar bei den Prediction Markets wie Kalski oder Polymarket.
Sport wird bei denen immer wichtiger.
Und wieder braucht man schnelle offizielle Daten, damit Kontrakte korrekt abgerechnet werden.
Genius hat mit beiden Plattformen Verträge abgeschlossen und verdient dort nicht nur an den Sportdaten, sondern auch an Quotenberechnung, Marktüberwachung, Livestreams und Werbung.
Die Analysten der Deutschen Bank bezeichnen Prediction Markets inzwischen ausdrücklich als bedeutenden neuen Wachstumstreiber.
Es ist also dasselbe Produkt an eine neue Kundengruppe und wichtig, die aktuelle Prognose enthält noch keine NFL-Daten für Prediction Markets.
Also UBS etwa schreibt ausdrücklich, dass Genius damit in dieser Saison noch nicht rechnet.
Und auch die Deutsche Bank sagt, NFL-Prediction-Market-Umsätze sind noch nicht in der Geine.
Es ist auch besser so, denn aktuell erlaubt die NFL Genius auch noch gar nicht, ihre offiziellen NFL-Daten auch an die Prediction-Markets zu verkaufen.
Aber viele sagen, das ist nur eine Frage der Zeit.
Grundsätzlich liefert dieses Segment aber bereits echte Umsätze.
Im zweiten Quartal sprach Genius bereits von bedeutenden Erlösen aus Prediction Markets.
Insgesamt kamen 196 Millionen Dollar Umsatz und 53 Millionen bereinigtes EBITDA, beides über die Erwartung zusammen.
Und für 2026 Peil Genius insgesamt gut eine Milliarde Dollar Umsatz und 285 bis 295 Millionen Dollar EBITDA an.
Was sagt die Wall Street, was sagen die Analysten?
Im Bloomberg Consens stehen 18 Kaufempfehlungen, nur drei halten und keine verkaufen.
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 11,07 Dollar und der Kurs aktuell bei 7,30 Dollar.
Also da ist eine ganze Menge Luft nach oben.
Was auch dazu kommt, lieber Daniel, man kauft aktuell nicht am Hoch.
Ganz im Gegenteil.
Auf 12-Monats-Sicht hat die Aktie mehr als 40% verloren.
Im vergangenen Jahr stand sie zeitweise um die 15 Dollar.
Viel Euphorie ist zwischenzeitlich rausgegangen.
Die Deutsche Bank sieht die Aktie auf Basis ihrer Schätzung bei rund 7,4 Mal dem 2027er EBITDA deutlich unter dem historischen Durchschnitt.
Eine Sache müssen wir vielleicht noch klären, denn Datenanbieter fragt ihr euch, sind das nicht die klassischen KI-Disruptionskandidaten?
Ja und nein, würden wir sagen.
KI kann Quotenmodelle, Werbung oder Personalisierung billiger machen.
Kunden könnten selbst mehr bauen, aber KI kann keine exklusiven NFL-Daten erfinden.
Die Deutsche Bank sieht beispielsweise Genius IQ, also die eigene KI-Plattform, sogar als Margentreiber.
Das Risiko sitzt eher in austauschbarer Software- und Mediatechnologie als in den exklusiven Datenrechten.
Was bleibt das größte Risiko?
Diese Frage sollte man ja bei Investments immer stellen.
Nun in dem Fall ist es Regulierung der Prediction Markets, teure Rechte und somit ein möglicher niedrigerer Free Cashflow.
Wenn die NFL Prediction Markets dauerhaft ablehnt, dann fällt ein großer Teil der Extra-Fantasie bei dem Unternehmen weg.
Alles richtig und ist auch wirklich gut zu wissen, Genius Sports ist eine spekulative Aktie, die von gleich zwei Wachstumsmärkten schnell und direkt profitieren kann.
Von dem Hype um die Prediction Markets und vom ewigen Boom meiner geliebten NFL.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an www.888welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Tja, und euer Feedback zu unserem...
TikTok-Auftakt, das fällt bislang eher skeptisch aus.
Also ich sage mal so, Begeisterung sieht anders aus.
Mal schauen, wie sich das noch entwickelt und ob wir euch vielleicht doch noch überzeugen können.
Naja, wir hatten euch ja noch der Meinung gefragt und diese Meinung muss man dann auch mal aushalten.
Und wenn wir schon mal dabei sind, gibt es gleich den nächsten, wie sagt man so schön, Call to Action.
Moritz schreibt nämlich, dass er schon seit langer Zeit Stammhörer von AAA ist und inzwischen Leiter der Kommunikation des ZVEI, also des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie in Deutschland.
Und er schreibt, ich zitiere hier mal, im Opener der letzten Samstagsfolge seid ihr der Frage auf den Grund gegangen, woher in Deutschland eigentlich gerade das wirtschaftliche Wachstum kommt und habt dabei völlig zu Recht unsere Branche als Wachstumstreiber genannt.
Denn ja, die Elektro- und Digitalindustrie ist die zentrale Zukunftsbranche.
Das Portfolio unserer Unternehmen ist dabei breiter als viele.
Denken Sie, liefert Mikroelektronik, Batterien, Gebäude und Energietechnik, industrielle KI, digitale Infrastruktur und vieles mehr.
Jetzt fragen wir uns, ob es vielleicht mal interessant sein könnte, den Präsidenten eines solchen Verbands in eine Samstagsfolge einzuladen.
Hatten wir noch nicht, aber könnte ja ganz spannend sein.
Das ist kein echtes Börsen- oder Finanzthema im strengen Sinn, aber deutsche Wirtschaft pur.
Was meint ihr?
Sollen wir oder sollen wir nicht?
Schreibt uns gerne.
Das interessiert uns sehr.
Und wenn euch das alles hier insgesamt interessiert, dann abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall BOS Podcasts gibt.
