# Bootstrapping Fintech Success Without Venture Capital

**Podcast:** Asset Class
**Published:** 2026-09-08

## Transcript

Ich habe immer gedacht, nie im Leben könnte ich dort arbeiten.
Dafür bin ich nicht gut genug.
Wir haben hier in Deutschland eine sehr, sehr intakte industrielle Basis.
Wir dürfen sie nur nicht verzwergen.
Wir dürfen sie nicht verlieren.
Ich kaufe auch keine SAP oder IBM.
Ist das alles nicht am Ende Finanzporno in SARS-Form?
Ich kaufe Aktien nicht, um sie irgendwann zu verkaufen.
Ich kaufe Aktien, um mit denen zu sterben.
Die folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Du entscheidest, in was du investierst.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Acid Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte.
Ich bin Christian Wirröl und heute habe ich für dich einen positiv Bekloppten.
Er hat vor ein paar Jahren einen Top...
Job und millionenschwere Aktienoptionen hingeschmissen, um ganz ohne Venture Capital sein eigenes Fintech-Startup hochzuziehen.
Heute unterstützt seine App mehr als 400.000 Anlegerinnen und Anleger dabei.
Ihr Depot im Blick zu halten.
Was das Tool kann, ob die ganzen Charts und Statistiken nicht eher fatale Finanzpornografie als nutzwertige Navigationshilfe sind, wie er mit der Disruption durch KI umgeht und ob er als Unternehmer auch mal an Vermögensdiversifikation denkt.
Das und mehr jetzt mit Sumit Kumar, Gründer und Geschäftsführer von Parkett.
Herzlich willkommen, Sumit.
Vielen Dank, Christian.
Es ist mir eine große Ehre, hier am berühmten Tisch zu sitzen.
Mir auch.
Ich freue mich total und du sprichst den Tisch an.
Eigentlich ist das ja heute kein Podcast hier, sondern irgendwie so ein Studienabbrecher-Startup-Stammtisch.
Denn wir haben ja beide...
unser Studium hingeschmissen und sind dann direkt als Autodidakten ins Business gestartet.
Bei mir war das vor knapp 30 Jahren der Hype um den neuen Markt, der mir dann den glücklichen Zufall und die abenteuerliche Chance beschert hat, erst eine Finanzzeitschrift mitgründen zu dürfen und dann direkt einen Job bei einem Frankfurter Börsenmakler zu ergattern.
Wie war das bei dir mit dem Weg ins Studium und dann schnell wieder raus?
Und dann schnell wieder raus, ja.
Also Studium war für mich, ich glaube, bei den meisten Deutschen, die jetzt irgendwo hat, so das ist eine Ausbildung musst du machen.
Du musst ein anständiges Studium machen, wenn man studieren geht.
Und Ausbildung beziehungsweise der Bildungsweg war so das A und O.
Und man findet ja auch keinen Job ohne Abschluss.
Und das wurde mir immer eingetrichtert.
Ja, aber ich habe, ich musste mein Studium selber finanzieren.
Das heißt, ich hatte sehr viele Jobs währenddessen.
Also bestimmt fünf verschiedene, also zur Peak-Zeit fünf gleichzeitig, Barkeeper und auf dem Bau und als Programmierer.
Und das Programmieren hat immer einen größeren Stellenwert eingenommen, beziehungsweise ich habe es immer mehr gemacht und das hat sich aber gebissen.
Mein Studium war Ingenieur, also Maschinenbauer beziehungsweise Technologiemanagement.
Und wenn ich dann Statik und Experimentalphysik und so weiter und höhere Mathematik in der Uni habe und aber mich den ganzen Tag mit Programmieren beschäftige, Das beißt sich einfach.
Und da musste ich mich entscheiden.
Und dann habe ich gesagt, okay, ich wechsle den Studiengang, ich wechsle auf eine Medienhochschule in Stuttgart.
Und in der Zwischenzeit fahre ich mein, also da hatte ich dann sechs Monate Pause sozusagen, und dann fahre ich mein Selbstständigsein hoch.
Also ich nehme mehr Aufträge an.
Und dann ging das so ab, dass ich gesagt habe, okay, ich schiebe noch ein Semester weiter.
Jetzt schiebe ich immer noch quasi.
Das hat dann nie aufgehört.
Ich bin dann nie an die Hochschule der Medien gegangen und habe einfach gemerkt, beim Programmieren, es interessiert niemand.
Niemand interessiert meinen Abschluss.
Es interessiert nur, was ich kann.
Das war ziemlich gut.
Ich wusste aber auch, mir werden ein paar Türen verschlossen bleiben oder es wird schwerer, die aufzumachen.
Also zum Beispiel war ich bei einer Unternehmensberatung, die stellt nur Masterabsolventen ein.
Ich bin dann trotzdem reingekommen irgendwie.
Bei Daimler war das so, dass mir dann gesagt wurde, okay, wenn ich in die Führungsebene will, dann muss ich irgendeinen Abschluss haben.
selbst wenn es Philosophie ist.
Das haben sie mir auch so gesagt.
Am Ende hat es dann trotzdem geklappt, aber solche Sachen wusste ich, dass die Hürden höher sind.
Aber es hat dann, wie gesagt, trotzdem...
Also ich bin happy mit der Entscheidung und wie es alles gelaufen ist.
Und dieses Programmieren, das hast du dir dann so sukzessive selbst beigebracht?
Das habe ich mir selbst beigebracht, aber schon früher, also schon mit 15.
Das kam durch...
Damals habe ich viel Computer gespielt.
Damals war das Counter-Strike.
Unreal Tournament und sowas.
Das war eine Gaming-Jugend sozusagen.
Und da habe ich auch in einer Liga gespielt und da hat man eine Webseite gebraucht.
Und niemand von uns konnte es.
Und dann habe ich gesagt, ich probiere das mal.
Und damals, das hatte noch ganz anderes Tooling.
Also es war alles manuell, extrem manuell.
Rechtsklick, Quelltext anzeigen auf einer Webseite, die ich cool fand.
Den Quellcode rüber kopiert und geguckt, was passiert, wenn ich was ändere.
Also richtig learning by doing.
So, ich ender hier mal eine Schraube und da mache ich was locker und gucke, was passiert.
Und so habe ich es gelernt.
mir selber beigebracht mit der Webseite zuerst, mit Zeug, das ich selber brauche, dann die ersten Kunden bekommen, wie es halt so ist, so der Sohn von dem und dem kann uns eine Webseite für unseren Friseur bauen oder sowas.
So die ersten Sachen, wo man dann 100 Mark dafür bekommt oder sowas.
Und so ging es dann weiter, bis dann irgendwann Freelancer etc.
Und dann die erste Festanstellung.
Und dann war es halt auch nicht mehr Programmieren, nur eine Website irgendwie in HTML als Visitenkarte, sondern es wurde dann ja auch komplexer.
Und das hast du dir dann alles so sukzessive on the go selber beigebracht.
Natürlich dann in den Projekten, das wurden immer mehr.
Irgendwann bist du in die Festanstellung gegangen.
Du hast schon einen Namen erwähnt hier, Daimler.
Aber du bist ja dann noch weitergekommen und warst dann bei einem der, muss man heute sagen, wohl heißesten Fintechs global, nämlich bei Stripe.
Ja, also bei Daimler war ich, da hatte ich schon ein Parkett angefangen, nebenher zu gründen und habe dann bei Daimler gekündigt und wollte eigentlich dann das Unternehmertum komplett probieren.
Aber dann hat Stripe angeklopft.
Ich wurde angeschrieben und gefragt.
In der Tech-Szene damals, Stripe war damals das wertvollste private Startup.
SpaceX war da noch nicht so groß und OpenAI und Entropic gab es nicht.
Stripe war das größte private Unternehmen.
Und für mich war, wenn ich alle Unternehmen der Welt auf eine Liste setze, bei welchen will ich am liebsten arbeiten, war Stripe auf eins.
Die sind die Champions League, was API-Design betrifft, Technologie, also wirklich fantastisch.
Für diejenigen, die jetzt nicht ganz so tech-affin sind.
Erklär uns kurz, was ist Stripe und was ist API-Design?
Stripe ist ein Payment-Anbieter.
Also im Prinzip fast jeder wird Stripe schon mal genutzt haben, ohne es zu wissen.
Also wenn man online irgendwas kauft, wo man die Kreditkarten eintippt, der ganze Checkout-Prozess etc., da ist Stripe dahinter und macht ganz viel in diesem Bereich.
Im Prinzip Geld verschieben auf globaler Ebene.
Das ist Stripe, ganz, ganz, ganz viel Tooling, extrem entwicklerfreundlich.
Also API-Design im Sinne von für einen Programmierer, der Geld akzeptieren will, der Geld verschieben muss im Prinzip von einem Kunden zum Unternehmen, von einem Unternehmen zum anderen etc.
Ist das extrem einfach einzusetzen.
Viel einfacher als alle anderen damals.
Also sozusagen der Goldstandard.
Der Goldstandard, Champions League, absolut.
Und deswegen da mitzuarbeiten, wäre für mich eine Ehre gewesen.
Aber ich habe immer gedacht, nie im Leben.
könnte ich dort arbeiten.
Also ich habe nicht studiert, dafür bin ich nicht gut genug.
Das ist ein US-Unternehmen, das ist Silicon Valley, da habe ich nichts verloren.
Ich würde gern, aber hör auf zu träumen.
Dann haben die aber bei mir angeklopft und gesagt, somit hier, wir haben die und die Stelle offen, wir glauben, das passt.
Hast du Bock, dich zu bewerben?
Und ich so, okay, natürlich habe ich Bock, mich zu bewerben, aber ich habe mir nichts ausgemalt.
Ich habe weiterhin mein Unternehmertum im Blick gehabt und habe gedacht, aber Bewerbungsprozess, auch da lerne ich schon was.
Da lerne ich schon was, wie die mich fragen, was gucken die an, was ist wichtig.
Und ich habe gedacht, spätestens wenn die irgendwie mich vor ein Whiteboard stellen und dann so Sachen abfragen, die man im Studium übers Programmieren lernt, so Revert a Binary Tree, was auch immer, irgendwelche speziellen Dinge, dann da fliege ich raus.
Dann hat es aber alles geklappt.
Ich habe ein Angebot vom Tisch gehabt und ich habe gesagt, das kann nicht sein.
Dann habe ich zu meiner Frau gesagt, ich muss zu Stripe, das muss ich machen.
Egal und wenn sie mich nach sechs Monaten rauswerfen, aber ich werde da wie ein Schwamm reingehen und so viel aufsaugen, wie ich kann.
Wie bauen die Produkte, wie bauen die Teams, wie sind die aufgestellt, was ist deren Designphilosophie.
Ich will alles wissen, weil ich will das in meinem Unternehmen, wenn ich kann, einsetzen.
Also du hast sehr viel gelernt und bist dafür...
Was man ja ansonsten vielleicht an einer guten Wirtschaftsschule, muss man viel Geld zahlen.
Du bist dafür noch bezahlt worden und zwar nicht schlecht.
Du hattest einen wirklich hochdotierten Job dann und da kommen natürlich auch bei Stripe dazu, wie bei Tech-Unternehmen allgemein, die Aktienoptionen.
Und ja, Stripe, ich habe mal geschaut, ist ja immer noch nicht an der Börse.
Interessanterweise wird aber irgendwann wohl an die Börse kommen in der Größe.
Ist momentan 100%.
160 Milliarden Dollar wert.
Das heißt also, deine Optionen hätten auch einen ziemlichen Wert und du hast dich trotzdem, obwohl das Unternehmen so heiß war, obwohl du so viel gelernt hast, obwohl du so viel auch gestalten konntest, irgendwann entschieden, nö, ich gehe jetzt da raus.
Ich schmeiße das wieder hin und mache was anderes.
Was Eigenes.
Wie so um alles in der Welt.
Also die gleiche Frage wurde mir gestellt, als ich bei Daimler meinen Teamleiterjob gekündigt habe.
Genau gleich, nur halt andere Philosophien, was das Endgame ist im Leben.
Und Daimler Führungskraft war, also Stuttgart und so weiter, die Area, als ich klein war, wurde immer gesagt, okay, dort gehst du in Rente.
So, das ist das Ding.
Belegschaftsaktien.
Genau.
Häusle im Speckgürtel.
Mercedes mit Abschlag.
Ganz genau.
Das habe ich auch hingeworfen.
Da habe ich die gleichen Fragen gestellt bekommen.
Und bei Stripe, wie gesagt, ich hätte mich da easy gesehen.
Zehn Jahre oder länger.
Ich finde das ein fantastisches Unternehmen.
Heute immer noch.
Würde auch jedem empfehlen, der Lust hat, dort zu arbeiten, wenn man es hinschafft.
Das ist wirklich fantastisch.
Auf jeden Fall.
Ich hatte Parkett, damals zwei Jahre alt war das ungefähr, Parkett zwei Jahre, 2022 bin ich aus Stripe raus.
Also 2020 hast du dich mit dem Gedanken getragen, eine eigene Software, ein eigenes Tool.
Da war ich schon dabei.
Dezember 2019, weiß ich noch, auf der Couch während der Weihnachtszeit habe ich angefangen zu programmieren.
Also du warst in deinem Job einfach nicht genügend gefordert.
Bei Daimler war das noch.
Das war dann Routine und hast dann gedacht, okay, ich mache nebenbei was anderes.
Und das war dann nicht Gold spielen oder ein Segelschein, sondern ich programmiere.
Programmierer haben immer Hobbys nebenher.
Die bauen immer eigene Software irgendwo.
Das macht jeder Programmierer.
Mich hat das immer fasziniert.
ein Tool selber zu haben und ein Unternehmen oder sagen wir eine Software, die Geld abwirft, wo Leute bereit sind dafür zu bezahlen, die gut genug ist.
Das hat mich immer fasziniert und dann kann ich an Stellschrauben drehen, um den Umsatz zu steigern, um den Churn zu reduzieren und so weiter.
Das hat mich, dieses System selbst in der Hand zu haben, hat mich immer fasziniert und deswegen habe ich gesagt, ich baue jetzt eine Software für mich, die ich selber brauche, eben beim Anlegen und so weiter, mehr Transparenz zu haben und Motivation, aber ich Mit dem Hintergedanken, um zu gucken, kann ich daraus etwas machen, was mir 500 Euro pro Monat mehr gibt, damit ich es in Aktien investieren kann.
Das war so mein Ziel.
Also ein klassisches Side-Hustle.
Genau, ein Side-Hustle.
Genau das war es.
Und dann war das auch ein Side-Hustle bei Daimler.
Ausgelastet war ich bei Daimler bei weitem nicht.
Und programmiermäßig sowieso nicht.
Ich war dann Teamleiter.
Ich hatte nur noch People-Problems.
Okay, war also ein bisschen Gehirnjogging.
Dass du nicht aus dem Programmieren rauskommst.
Genau, das auch, ja.
Also wie gesagt, Programmierer machen immer was nebenher.
Dann bei Stripe, das war eine ganz andere Liga.
Da war ich gefordert bis zum Gehtnichtmehr.
Ich musste keine Überstunden machen oder so, aber die acht Stunden, die wir da waren, waren extrem intensiv.
Und dann habe ich, bevor ich bei Stripe angefangen habe zu arbeiten, also morgens, ich bin um sechs aufgestanden, um neun oder so habe ich bei Stripe angefangen, in den drei Stunden vorher, in der Mittagspause und dann abends bis nachts um eins und dann jedes Wochenende habe ich zwei Jahre lang Parkett gebaut.
Und das wurde zu viel irgendwann.
Und gab es irgendwann mal so diesen Moment, nachdem du Stripe verlassen hattest, so in den letzten Jahren, gerade auch wenn es du gesehen hast, dass die Valuation ja dann nach diesem kurzen Tal wieder weiter angestiegen ist vom Unternehmen, wo du dir dachtest, ach man, also was wäre eigentlich, wenn ich doch dort geblieben wäre?
Also FOMO im Sinne von, ich wünschte, ich hätte es nicht gemacht oder so, das gab es nie.
Meine Anteile, die ich habe liegen lassen, das ist ja das, was im Prinzip die Opportunity-Kosten waren, die Opportunitätskosten, als ich raus bin.
Das war mir klar, das ist mir klar, das sehe ich auch, aber das zwickt mich überhaupt nicht.
Also ich bin zu Stripe, als die 30 Milliarden wert waren.
Also was ist das, 5x oder so jetzt auf die aktuelle Bewertung.
Von dem her, ich sehe das, es ist mir klar, aber ich bereue das überhaupt nicht.
Ja, anders kann ich es nicht ausdrücken.
Also es ist wirklich was, wo ich mir völlig bewusst bin und war, als ich das gemacht habe, was ich liegen lasse.
Und ich würde es wahrscheinlich mehr bereuen, wenn mein Unternehmen komplett gescheitert wäre und es wäre gar nichts passiert und ich müsste wieder angestellt werden oder so.
Aber auch da habe ich gedacht, was ist das Worst-Case-Szenario?
Ich würde mich wieder bei Tech-Firmen bewerben vom Silicon Valley und vielleicht, wenn ich Glück habe, werde ich nochmal irgendwo genommen und so weiter und dann habe ich die Chance, mir nochmal was aufzubauen.
Lass uns mal kurz zurückgehen zu diesem Side-Hustle.
Weihnachtsfest 2018, wo du dann auf der Couch gesessen hast und angefangen hast zu programmieren.
Warum ausgerechnet eine Finanz-App?
Ich habe mich damals mit überhaupt erst angefangen, meine Finanzen in den Griff zu bekommen.
Ich war 30, relativ spät, um die persönlichen Finanzen in den Griff zu kriegen.
Aber ich habe mein Leben lang gut verdient oder bin die Karriere in meinen 20ern, die Karriere leider gut raufgeklettert, aber das Geld ging rein und direkt wieder raus.
Und ich hatte keine Erspartes, null.
Ich hatte eher Schulden und dann habe ich mich irgendwann damit auseinandergesetzt.
Was geht eigentlich?
Deine Freunde kaufen Häuser und ich habe keine 3000 Euro auf dem Konto.
Wie kann das sein?
Und ich verdiene mehr jeden Monat.
Und das war bei meiner Frau oder damaligen Freundin.
Genau gleich.
Und dann habe ich mich angefangen mit persönlichen Finanzen zu beschäftigen, habe das alles in den Griff bekommen, habe Sparrate versucht zu erhöhen etc.
Dann ging es erstmal Schulden abbezahlt, dann ging es investieren los.
Und beim Investieren war das dann so, dass genau wie bei allem anderen, was man angeht im Leben, was einen...
Wenn man lange auf was hinarbeitet, das ist das eigene Vermögen, das sind die eigenen Finanzen, das ist zum Beispiel die eigene Gesundheit, Sport etc.
Überall, wo man langfristig an was arbeitet, da willst du einen Kompass haben.
Bewege ich mich noch in die richtige Richtung.
Du willst Fortschritt sehen, du willst sehen, was du geschafft hast nach hinten.
Du willst ein bisschen stolz darauf sein, du brauchst Motivation.
Und in dem Finanzbereich waren das für mich der Chart von meinem Vermögen, der von links unten nach rechts oben geht.
Das wollte ich sehen.
Das hat mich extrem motiviert.
Genauso von meinen Dividenden.
Weil du irgendwie so ein Endziel hast, so einen wirklichen Plan.
Also du hast nicht diesen schrittweisen Plan.
Vor einigen Monaten war hier die Lea-Sophie Kramer zu Gast und sie beschrieb wirklich ihren Vermögensplan, den sie dann auch natürlich anhand von Milestones immer überprüft, ob sie denn da on track ist.
Aber dir ging es einfach nur darum, die Grafik zu sehen, die Linie.
ist der gute alte Lurochart.
Es gibt einen groben Plan und es gibt eine Richtung, in die ich will.
Aber natürlich im Unternehmertum ist es immer, mir ist völlig klar, wenn ich ins Unternehmertum gehe, dass ich privat weniger investiere.
Weil jetzt ist das Unternehmen ein Asset und dann lasse ich das Geld natürlich da drin wachsen.
Aber nichtsdestotrotz, ich hatte einen groben Plan, eine Richtung, eine Strategie und ich wollte mich selber kontrollieren, bin ich da auf dem Weg.
Und ich fand es einfach extrem motivierend.
Und die Tools, die es gab, Portfolio Performance im Speziellen war so das Haupttool, ist immer noch ein sehr gutes Tool, sehr mächtig, aber das hat mir nicht gefallen vom Automatisierungsgrad, von der Visualisierung und ich habe gedacht, ich probiere es anders.
Ich habe das auch schon vorher, also vor 2019 schon zwei, drei Mal probiert, bin gescheitert, die Hürden sind relativ hoch, sowas zu bauen.
Machen wir mal fast forward heute, Parkett heute.
Was ist es eigentlich für diejenigen, die sie überhaupt noch nicht kennen, noch nie genutzt haben, noch nie davon gehört haben, was ist es, Und was kann das?
Also mal ganz kurz.
Also ganz kurz, Parkett ist ein Portfolio-Tracker oder hauptsächlich, unser Hauptprodukt ist ein Portfolio-Tracker.
Das heißt, wenn man seine Daten importiert oder es mit der Bank verbindet etc., dann gibt es Analysen, die es eigentlich bei keiner Bank gibt, bankenübergreifend und assetklassenübergreifend.
Also man kann wirklich alles tracken, was du als Vermögenswert betrachtest, sei es dein Porsche, deine Uhr, deine Sneaker, deine Edelmetalle, Aktien, Krypto, alles.
Und dann kannst du Analysen drauf fahren, Cashflow-Analysen, Gebühren, Performance, Benchmarks, alles mögliche.
Die beliebtesten Tools, würde ich sagen, sind solche Kalendersachen, Dividendenkalender für so Cashflow-Planung, was vor allem Dividendenjäger gerne haben, aber dann auch sowas wie X-Ray.
Paket X-Ray ermöglicht dir, du hast drei ETFs und von mir aus zehn Satellitenaktien.
Und wir brechen die ETFs auf die zugrunde liegenden Aktien auf, hauen alles übereinander und dann siehst du, wie viel Geld liegt wirklich in jeder Aktie, in jedem Land, in jeder Branche.
Das war vor allem super wichtig für große Kunden, die, wenn Kriege losgehen, als die Ukraine angegriffen wurde, dann haben alle geguckt, okay, wie viel Geld liegt in Russland bei mir, wirklich, über die Fonds hinweg, über die ETFs hinweg und so weiter.
Also X-Ray ist ein super mächtiges Tool, wo wir auf den letzten Euro halt allokieren können.
Je nach Dimension, die du betrachten willst.
Und so haben wir ganz, ganz viele verschiedene Analysen für Selbstkontrolle, für Motivation, für Transparenz vom eigenen Vermögensaufbau.
Wo liegt wie viel Geld, was passiert damit?
Man kann sich ein bisschen selbst kontrollieren, aber vor allem den Überblick behalten.
Und das ist egal, ob du jetzt drei Depots hast, das macht dein Portfolio ein bisschen komplexer.
Oder du hast drei Familienmitglieder und die haben alle ein Depot.
Auch das macht es komplexer, dann wollen die Leute...
Familien übergreifend sehen oder nur eine Person und so weiter.
Oder du hast verschiedene Anlagestrategien, willst die miteinander vergleichen, du hast Dividendenstrategie und dann hast du ein Zockerdepot, wo du nur kurzfristig Growth-Aktien tradest und so weiter.
All das kann man abbilden, miteinander vergleichen und so weiter.
Und also im Grunde eine konsolidierte Vermögensübersicht, auch wenn man bei unterschiedlichen Banken Depots unterhält und man kann das dann reinladen über Oder über Schnittstellen?
Unterschiedlich.
Wir haben Leute, die pflegen komplett manuell, tragen manuell ein.
Dann gibt es Leute, die schmeißen die PDFs rein.
Also die Abrechnungen, die man von der Bank bekommt, die können wir auslesen, die können wir reinschmeißen.
Dann lesen wir die Transaktion anonym aus.
Und dann haben wir Schnittstellen zu verschiedenen Banken.
Also Scalable gehört da auch dazu.
Da dauert es dann eine Minute, zwei Minuten, dann ist die komplette Historie importiert.
So, jetzt hast du gerade ein Zauberwort gesagt.
Manuell.
Und da sind wir jetzt bei dem, wo ich bin.
Ich bin ja nach meinem Vermögens-Event 2007, als ich ein Unternehmen verkauft habe und plötzlich kein Unternehmen mehr hatte, sondern Geld und damit Geld anlegen durfte, aber eben auch musste, in der Situation gewesen, dass ich auch so eine konsolidierte Übersicht führen wollte.
Und ich bin eben nicht aus der IT, aber ich habe schon immer...
schon in der Schulzeit gerne mit Excel gearbeitet.
Was habe ich also gemacht?
Ich habe mir selber so eine kleine Excel-Anwendung programmiert.
Ja, Visual Basic for Applications ist die letzte Programmiersprache, die ich wirklich noch gelernt habe.
Diese Belege dann auch immer ein.
Alles, was von den Banken kommt, hat für mich den Vorteil, dass ich das natürlich dann auch immer gleich sehe, dass ich wirklich auch in den Einzelthemen drin bin, nicht nur, als wenn ich das irgendwo runterlade.
Das ist dann auch immer weiter ausgewuchert.
Hier noch eine Funktion, da noch eine Funktion, Quellensteuererstattung und all das, was man dann irgendwie so braucht.
Und ja, also ich hänge auch jetzt noch.
Im Zeitalter, wo eigentlich SaaS Software as a Service schon fast wieder abgehakt ist, weil wir inzwischen über KI reden, kommen wir gleich auch noch dazu.
Ich hänge noch immer da mit meinem Excel-Tool, weil es halt so bequem ist, weil ich mich daran gewöhnt habe, weil ich ja meine ganze Historie seit 2007 da dokumentiert habe, was natürlich auch für mich so ein Sicherheitsthema ist.
Wenn du mir jetzt so einen Pitch machen müsstest, Warum sollte ich mein Excel-Tool wegschmeißen, auf Parkett umsteigen?
Beziehungsweise ist das überhaupt möglich oder müsste ich dann irgendwann Historie mal ruhen lassen und auf Null gehen?
Ja, also wir supporten bis in den 90er.
Also wir haben auch die Post, die in Mark angefangen haben auf der Plattform.
Aber ich würde dir gar nicht pitchen, dass du es machen musst, sondern ich würde sagen...
probier es aus.
Wenn du in deiner Excel-Datei nichts vermisst, dann gibt es keinen Grund.
Also ich denke immer, wenn jeder das Tool hat, das einem passt und es einem gefällt und man wünscht sich nichts, dann ist das ja völlig fein.
Bei einer Excel, wir haben einfach Kunden, die wollen es zum Beispiel auf dem Handy anschauen oder die wollen Notifications bekommen, wenn was passiert.
Wenn das Portfolio um 10% sinkt, gib mir eine Notification oder gib mir jeden Morgen eine...
Welche Aktien haben sich gestern am meisten bewegt?
Warum?
Was waren die News?
Dann könnten das die Visualisierungen sein, das könnten Automatisierungen sein, KI-Integrationen sein, was auch immer.
Es gibt einfach ganz viel, das mit Excel erstmal nicht geht oder du musst es selbst bauen.
Und wir übernehmen es.
Also ich kann dir jetzt eine Stange an Features nennen, die deine Excel nicht hat, aber dann wirst du vielleicht sagen, ja, das brauche ich eigentlich gar nicht.
Und das ist dann auch in Ordnung.
Also mich schrecken ja manche Features auch einfach ab.
Allein was du jetzt schon wieder erzählt hast.
Also wenn ich jeden Tag eine Zusammenfassung haben möchte von meinen Werten und was jetzt die Top-Gainers und Top-Losers am gestrigen Tag waren.
Und wie sich irgendwelche Anlagen von 0,1 auf 0,2 verändert haben und so.
Und da denke ich mir dann auch, auch wenn ich da mal so durch Screenshots von Parkett durchgehe, ist das alles nicht am Ende Finanzporno in SARS-Form.
Weil das ist ja schön, dass man da so viele Auswertungen hat.
Aber zwingen einen diese Auswertungen nicht dann doch dazu, sich mehr mit dem Portfolio zu beschäftigen, als man eigentlich müsste.
Nehmen wir einfach mal jetzt den Normaltyp vieler Anlegerinnen und Anleger.
Du hast das eben gesagt, so ein paar ETFs, drei, vier als Vermögenskern und dann vielleicht so Satelliten drumherum, noch ein Kunstwerk und eine Uhr, das ist es dann.
Und das ist ja auch eigentlich dann eine Strategie, die feststeht.
nicht so viel beschäftigen muss.
Da kann man wirklich auch entspannt Vermögen aufbauen und nebenbei leben oder gucken, wo hat man den höheren Hebel auf seine Vermögensentwicklung, gerade bei jüngeren Menschen, vor allem sich mehr um das Einkommen zu kümmern.
Und dann kommt der Sumit und zeigt einem, ach hier ist noch eine Auswertung und da ist noch eine Auswertung.
Und man versinkt doch am Ende in diesen Tools.
Also für mich war einer der zeitlich befreiendsten Momente in meinem Leben der Tag, an dem ich kein Bloomberg-Terminal mehr hatte.
Ich hatte bis 2021 auf dem Tisch ein Bloomberg-Terminal stehen.
Wie viel Zeit ich daran verbracht habe.
Nochmal hier recherchieren, nochmal da recherchieren.
Das habe ich seitdem nicht.
Also meine Performance, mein Content ist nach meinem Gefühl nicht schlechter geworden.
Aber ich habe viel mehr Zeit, viel mehr Freiheit.
Also insofern, ist das Tool nicht auch irgendwie mit diesen ganzen Funktionen kritisch?
Ich würde sogar sagen, es ist ein bisschen das Gegenteil, weil du hast ja deine Echse.
Die hast du aus dem Grund.
Und da guckst du auch ab und zu rein.
Und genauso ist es bei Parkett.
Manche Leute gucken täglich rein.
Ich gucke auch jeden Tag rein.
Aber das heißt nicht, dass ich jeden Tag einen Trade mache.
Ich mache einmal im Monat meine Sparpläne und dann, sagen wir mal, dreimal im Jahr oder viermal im Jahr kaufe ich irgendeine Aktie nach oder eine neue.
Und ich gucke aber jeden Tag rein.
Warum guckst du jeden Tag rein?
Wie gesagt, ich will diese Kurve sehen.
Es motiviert mich.
Ich finde es interessant.
Die Kurve ist ja auch die letzten Jahre jetzt mal abgesehen von diesem Corona-Dazer, von dem schwierigen, aber durch Euro-US-Dollar-Jahr aus unserer Sicht ganz gut abgefederten Jahr 2022 und von dem Liberation Day 2015 ist die Kurve ja auch gelaufen.
Das heißt, du hast immer so ein bisschen Lebensfreude.
beim Blick in dein Depot.
Ich gucke auch die Dividenden an.
Aber was passiert denn jetzt, wenn es mal anders rumläuft?
Genau, es ist ja gelaufen.
Trump-Zölle.
Ja, aber wenn wir mal wirklich eine längere Phase haben.
Trump-Zölle, es haut mal kurz runter und dann ging es aber wieder rauf.
Was ist denn, wenn wir so eine Phase haben, wo es mal zwei Jahre lang so...
sukzessive einfach runterdüdelt, am Ende sind wir 20 Prozent im Minus, dein Depot vielleicht minus 22 oder minus 18 Prozent.
Ist das dann auch noch motivierend oder ist nicht, ihr zeigt ja auch sowas wie Drawdown und so an, ist es dann nicht eher so, dass es auf die Stimmung drückt, insbesondere weil wir ja schlechte Erfahrungen und Verluste und selbst wenn es nur Verluste gegenüber dem Hoch sind, ungefähr doppelt so stark wahrnehmen wie positive Erfahrungen.
Ich glaube, das eine ist die Darstellung, wie zeigen wir, ich sag mal, Negativ-Gains, wie zeigen wir Kursverluste etc.
an.
Das andere ist, das hauptsächliche, was wir machen wollen, ist Transparenz geben und nicht den User in irgendeine Richtung schubsen, kaufen, verkaufen oder sowas.
Wir sind keine Beratung, wir sind ein Tool, das man nutzen kann.
Und wenn es an den Börsen bergab geht, dann werden sich die Nutzer ihr Portfolio anschauen.
Egal, ob das bei der Bank ist oder in der Excel oder bei Parkett.
Bei Parkett Kann man aber rauszoomen, man kann reinzoomen, man kann mehr Kontext angucken, man kann es sich im Gesamtkontext angucken etc.
Das heißt, wir bieten mehr Transparenz, wir bieten auch Auswertungen an, die eine Bank nie liefern würde, seien das Gebühren, Gebühren im Vergleich zu den Benchmarks und so weiter und so weiter.
Und da glaube ich, dass man, oder wir sehen das auch, man wird eher ruhiger durch so ein Tool, wenn du siehst, wenn du es im Griff hast.
Stell dir jemanden vor, der eine Trading-Strategie hat, der tradet.
Ich sage mal relativ kurzfristig, wir reden von 1 bis 30 Tage Haltedauer.
Die Person wird bei der Bank traden, wird da gut auch Gebühren liegen lassen.
Das ist gut für die Bank.
Also wir haben hier 4,99 Prime Plus.
Bei euch, bei euch ist super.
Wird hin und her traden und es werden vielleicht am Ende gute realisierte Gewinne am Start sein, aber er wird keine Möglichkeit haben bei der Bank, das einfach mal gegen eine Benchmark.
Oder was wäre, wenn ich stattdessen drei ETFs gehabt hätte oder die Aktien, die ich am Anfang gekauft hätte, gehalten hätte?
All das machen wir.
Und da sind wir der Reality-Check, wo jemand sagt, ja, ich bin Buy-and-Hold-Investor.
Und dann kann man wirklich Kapitalfluss angucken und sieht genau, wie geht es denn da rein und raus?
Bin ich das wirklich?
Was ist meine durchschnittliche Haltedauer über alle meine Trades, über meine Aktien hinweg?
Und genauso ist meine Strategie, denn trägt die Früchte.
Das ist in sechs Monaten.
Der Zeitraum ist zu kurz, aber wenn du drei Jahre, fünf Jahre, 15 Jahre anguckst und die dann gegen die Benchmarks vergleichst, dann siehst du, okay, vielleicht sollte ich vielleicht ein bisschen ruhiger werden.
Das haben wir ganz oft in unserem Livestream, wo wir auch Portfolios betrachten, die uns eingesendet werden.
Da beschreiben die Leute noch, was sie für Ziele haben und so.
Und da gucken wir ganz, ganz häufig drauf, auch mit Jonathan, den kennst du ja auch von Abilitato.
Und da sehen wir das ganz, ganz häufig.
Und da sind wir ganz große Verfechter davon, dass die Leute ruhiger werden mit ihrem Depot.
Wenn man eine Affinität hat, dass man aktiv sein will, dann ist so ein Tool, das Transparenz gibt und zeigt, diese Aktivität ist vielleicht eher schädlich, dann ist das was Positives für den Vermögensaufbau.
Das Letzte, was wir machen wollen, und da bauen wir auch nichts in diese Richtung, dass wir Leute, wie gesagt, pushen zum Aktivsein, zum jeden Tag irgendwas tun.
Im Gegenteil, wir wollen die Tools liefern, dass die Leute sagen, okay, Zoom raus.
entspann dich.
Und wenn es runtergeht, dann kann ich nur für mich sprechen.
Wenn es zwei Jahre runtergeht, ich würde mich darauf freuen, dann habe ich günstige Einstiegspreise.
Dann würde ich mal ein bisschen nachschießen.
Und dafür bauen wir dann eher Tools.
Und deinen Dividenden-Chart, den hast du ja dann unabhängig davon.
Denn die Dividenden kommen ja unabhängig von der Börse.
rein aus der realwirtschaftlichen Performance des Unternehmens und aus der Kapitalallokation heraus.
Das ist ja etwas, was uns auch verbindet, dass wir das sehr schätzen.
Da kommen wir gleich nochmal zu.
Ich will nochmal zurück zu dem Sales Pitch gegen meine Excel-Anwendung.
Ein großer Vorteil meiner Excel-Anwendung ist natürlich auch, sie liegt hier auf meinem Rechner und ich habe das Gefühl, okay, das ist jetzt wirklich nur bei mir.
Wenn ich jetzt bei Parkett so eine App-Zugang buche und dann auch meine Depots da entsprechend über Schnittstellen absaugen lasse, dass also alles auch mit den absoluten Beträgen drin kommen und dann ist es somit irgendwann mal langweilig abends und dann sagt der Mensch, der Christian ist jetzt auch mal bei uns.
Ich gucke jetzt mal, was der so im Depot hat und wie viel.
Das kannst du dann machen.
Das kann ich nicht einfach so machen.
Das Wichtigste bei uns, was Datenschutz betrifft, also diese Fragen und auch Kritik am Anfang vor allem, als ich alleine war auf der Couch das Ding programmiert habe, das war ja von Anfang an natürlich großes Thema.
Deswegen, wir sind da sehr, sehr gut aufgestellt.
Genau, wer lädt so einem Ein-Mann-Unternehmen seine Depotabrechnung hoch?
Also Finanzunternehmen oder so ein Fintech-Bootstrappen, da muss Vertrauen aufgebaut werden, ganz lange.
Deswegen sind wir auch so transparent, deswegen mache ich so einen Livestream, deswegen beantworte ich jeden Freitag alle Fragen, die die Nutzer haben.
Und vor allem, man kann sich anonym registrieren.
Du musst keinen echten Namen verwenden, du kannst irgendeine E-Mail verwenden, kannst dich anonym registrieren.
Wenn du es manuell einträgst, da trägst du 10 Euro ein, 10.000 oder 10 Milliarden.
Das kommt überhaupt nicht, ist gar nicht auf unserem Radar.
Und das Wichtigste ist, wie gehen wir intern damit um?
Natürlich haben wir Möglichkeiten, wenn wir im Customer Support zum Beispiel die Anfrage kriegen, hey, bei mir ist irgendwas in der Berechnung falsch, da stimmt irgendwas nicht, könnt ihr euch das anschauen.
Da müssen wir in das Portfolio rein und uns das angucken, um dem Kunden zu helfen.
Aber auf der anderen Seite ist es wichtig, was sind wir für ein Unternehmen und was machen wir mit den Daten?
Und da ist es ganz wichtig, wir sind so transparent, wie es geht.
wir tracken Portfolios.
Wir tracken keine User.
Wir wissen nicht, wie alt die User sind.
Wir wissen nicht, wo die wohnen.
Wir fragen nichts davon ab.
In unserer Datenbank gibt es keine Daten, die eine Person identifizieren.
Das heißt also, wenn jemand eine Abrechnung als PDF hochlädt, da steht ja Klarname drin, da steht Adresse drin.
Das ist also wirklich viel transparenter, kann man nicht sein.
Dann schmeißt ihr die anschließend weg, wenn die Daten ausgelesen sind.
Korrekt.
Wir lesen aus, ISIN, Kaufdatum, Kauf, wie heißt es, den Betrag und so weiter.
Die ganze Transaktion ist anonym.
In unserer Datenbank gibt es keine Deponummer, keine E-Bahn, keinen Namen.
Ich könnte dir alle 500.000 Depots hier auf den Tisch legen, ausgedruckt und du würdest keine Person identifizieren können.
Alles ist in Deutschland gespeichert und dann Account-Daten, die wie gesagt auch anonym sein können, das ist komplett dir überlassen, sind komplett von diesem System getrennt.
Payment-Daten nochmal getrennt und das lassen wir von extern verifizieren, sowohl auf der technischen Seite als auch auf der rechtlichen Seite.
Also wir gehen da jeden Schritt, den wir können, um zu zeigen, das ist uns wichtig und das hört ja dann nicht da auf, sondern das geht dann auch ums Business-Modell.
Wie verdienen wir Geld?
Auch das machen wir so transparent, wie es geht.
Simpel, wir machen eine Software, dafür nehmen wir Geld.
Fertig.
Also klassisches Abo-Modell.
Genau.
Es werden keine Daten verkauft.
Wir haben keine Affiliate-Provision für irgendwelche Produkte, die wir dir andrehen.
Und ihr seid auch nicht an Trades beteiligt.
Also ich kann nicht aus der App heraus direkt handeln.
Korrekt.
Wenn du dich bei uns registrierst, ob du 10.000 Euro oder 10 Millionen im Depot hast, ist für uns völlig irrelevant.
Das macht für uns genau zero Unterschied.
Und das ist für uns...
Das sind Aligned Incentives, sagen wir da.
Wir haben das gleiche Interesse wie der Endkunde, nämlich ein Tool zu bauen, das für dich ein Produktivitätstool im Finanzbereich ist.
Nicht mehr und nicht weniger.
Es gibt viele andere Tools, wo das nicht so transparent ist oder wo man Geld ein bisschen anders verdient, aber das war mir super, super wichtig und das ist simpel.
Simples Businessmodell, transparent.
Und dann kannst du und alle Kunden, die wir haben, sich darauf verlassen, dass mit den Daten kein Schabernack passiert.
Am Ende musst du es entscheiden.
Und das Beste, was ich machen kann als Unternehmer ist, wie gesagt, Vertrauen aufbauen und transparent sein.
Und das versuchen wir jeden Tag.
Und bisher klappt es sehr gut.
Also uns vertrauen ja mittlerweile sehr viele Kunden.
Und am Anfang war das ein großer Punkt, der immer wieder angesprochen wurde.
Mittlerweile hören wir das eigentlich fast gar nicht mehr.
machen alles, was Datenschutz und so weiter betrifft, transparent.
Und wenn jemand Kritik hat, wenn jemand sagt, guck mal, das wäre anders und besser, dann werden wir das immer prüfen, immer gucken, ob wir es nicht noch besser machen können.
Also wir gehen da jedes Mal die extra Meile.
Ich will noch an einer anderen Stelle einhaken.
Du hast eben gesagt, wir können mit der Parkett-App Dinge, die in den Bankensystemen einfach nicht möglich sind.
Da muss ich natürlich auch...
Mal wieder widersprechen, ähnlich wie bei den Kosten mit Blick auf einen Scalable Broker.
Wir haben im Prime Plus diese großartige Insights-Funktion, also wirklich ein Tool, was ansonsten ja auch nur institutionell offen steht, wo man auch ein solches X-Ray machen kann, also wirklich die Risiken bis auf einzelne Aktienbranchen, Länder herunterbrechen kann, wo es dann auch die Analyse gibt.
Was fehlt vielleicht noch, wo ich Stresstests machen kann?
Da braucht man keine besondere App.
Das ist alles schon in der Scalable App drin.
Und dann gibt es ja jetzt auch diese Schnittstellen zu Cloud, ChatGPT, Grog und Co.
Also zu künstlicher Intelligenz, die ja alle möglichen Depot-Auswertungen inklusive Szenarien, was wäre, wenn Renditen.
künftig noch viel flexibler und individueller erstellen kann.
Einfach nur durch so einen Prompt, als ihr das in der App könnt.
Ist das nicht, also sowohl der Wettbewerb durch Banken, vor allem aber dann durch diese Schnittstellen rüber zur KI.
Ist das nicht etwas, was für dich bedeutet, dass du ziemlich schlecht schlafen musst?
Nee, gar nicht.
Also wenn eine Bank sagt, wir bieten eigene Analysen an, das ist super.
Aber bei Scalable zum Beispiel unsere Kundschaft von Scalable, unsere gemeinsamen Kunden, 50 Prozent der Scalable Kunden bei uns haben mehr Depots als eins.
Das heißt, da nutzt dann schon Insights nichts mehr, also Scalable Insights nichts mehr, sondern dann brauchst du den übergreifenden...
Oder einfach einen Depotübertrag.
Oder einen Depotübertrag zu Scalable.
Aber auch da, da werdet ihr die Historie verlieren.
Das kommt dann mit einem Einstiegspreis zu euch, zum Stichdatum und bei uns hast du die Historie noch weiter.
Das haben wir ganz oft, dieses Thema, vom Depotübertrag.
Okay, das sind jetzt die anderen Banken.
Jetzt gehen wir zum Thema konsolidierte Vermögensübersicht.
Egal, ob ich einen habe oder drei, irgendwann wird jede Bank diese Schnittstellen anbieten, dass ich auslesen kann über KI und dann kann ich mir meine Parkett-App ja quasi selber machen.
Durchs Prompten.
Vielleicht, ja.
Also wenn jede Bank diese API hat, ich würde mich sehr freuen, weil wir sehr viel Aufwand in diesen Import, in diesen Datenimport stecken heute.
Und selbst PSD3, also die Regularien, die die Banken zwingen, diese Schnittstellen anzubieten.
Also PSD2 war ja das fürs Girokonto, aber diese Schnittstellen sind nicht gut.
Da wird das absolut Nötigste gemacht.
Ich würde mich freuen, aber ich sehe das nicht innerhalb der nächsten fünf Jahre, dass da irgendwelche APIs entstehen, die Depot-Transaktionen ausliefern.
Bei Scalable natürlich schon.
Natürlich.
Wir sind nicht der Standard.
Aber dann habe ich doch wirklich alles, was ich brauche an Auswertung und viel mehr.
Bei Parkett kann ich vielleicht dann Anregungen geben, nach dem Motto, in deinem Livestream, ihr müsstet mal die und die Funktion installieren.
Dann sagst du vielleicht, ach ja, das hört uns ganz gut an und dann kriegt einer der Entwickler den Auftrag, das zu implementieren.
Wenn Leute das ansonsten selber haben wollen, ein bisschen firm mit dieser Anbindung an die KI sind, machen sie es selber und haben es in 10 Minuten.
Richtig und da werden wir, nicht nur werden, da haben wir uns sehr schon reingelegt.
Also die KI ist ein Interface.
Genauso wie unser User Interface.
Die KI ist ein Interface, wie man Finanzdaten betrachten kann und auswerten lassen kann, aber die sind nie die Quelle.
Die Datenquelle ist dann sowas wie Parkett und wir haben Integration in JGPT, in Cloud, werden das auch mit Gemini machen.
Wir haben es auch schon in Perplexity.
Das heißt, wir haben tausende Kunden, die ihre Parkettdepots an ihre KI, zum Beispiel Cloud oder JGPT freigegeben haben.
Wir haben eine JGPT App.
Parkett, kann man im App Store suchen bei ChatGPT, dann verbindest du dein Parkett-Account und wenn du dann mit der KI redest, dann...
ist sie auf fundierten Daten, nämlich deinem aggregierten Portfolio heute schon.
Da muss die Bank nicht erst eine API liefern, sondern wir haben die API mit der kompletten Transaktionshistorie und mit allen Berechnungen.
Weil lass eine KI mal einen True-Time-Waded Rate-Return berechnen über zehn Jahre.
Da stockt die auch.
Bei uns kriegt sie die fertigen Charts, die fertigen Berechnungen, auch FIFO oder LIFO, der gleitende Durchschnitt, je nachdem, wo man investiert und alles drum und dran.
Wir sind eine Finanzplattform.
KI ist ein Interface, mit dem man mit diesen Daten...
interagieren kann mit den eigenen Daten.
Unser User-Interface ist ein anderes Interface.
Also wir sehen das so, dass in Zukunft noch mehr Interfaces entstehen und wir bauen die Plattform darunter, die die Core-Daten hat, die die Berechnungen hat, die den Import löst, die alles normalisiert, damit diese Interfaces auch anständig Output liefern und nicht irgendwas halluzinieren.
Das klingt vielleicht für manche immer noch so ein bisschen wie Science Fiction, aber it will happen.
Es funktioniert heute schon.
Es funktioniert heute schon.
Wie gesagt, wir haben die Schnittstellen.
Und natürlich werden auch die Auswertungsmöglichkeiten dann immer besser, je zuverlässiger und besser auch die KI-Tools werden.
Was ist dein bevorzugter KI-Agent?
Oh, das wechselt oft.
Aktuell nutze ich sehr viel Claude, aber vor vier Wochen oder vor acht Wochen war das noch viel Gemini.
Aber ich habe alle installiert, wechsle viel, je nach Task.
Aber Cloud ist mit Abstand das größte aktuell auch innerhalb der Firma.
Und das natürlich, was Code angeht, wahrscheinlich bei euch in der Firma auch mehr inzwischen von KI gemacht wird.
Darüber brauchen wir nicht reden.
Klar, ich möchte über ein anderes Thema noch kurz reden, nämlich die Erweiterung.
Unternehmer sein heißt ja auch mal zu gucken, okay, was kommt dann darüber hinaus, was kann man noch ein neues Produkt anbieten.
Und da ist mir bei dir auf der Website was aufgefallen, ihr wollt jetzt auch ein Finanzterminal starten.
Also noch viel mehr Datentiefe, irgendwie so 18.000 Aktien mit fundamentaler Historie, Bilanzdaten und so weiter.
Also im Grunde so eine Art...
Bloomberg für den Heimanwender?
Bloomberg Light vielleicht, ja.
Warum ist das doch so ein Thema, dass du sagst, naja, also Wettbewerb durch KI-Tools und Banken, da müssen wir was daneben setzen?
Oder war dir das auch so wie damals die Urversion von Parkett so ein Herzensanliegen, was du für dich selber brauchst?
Wir arbeiten bei Parkett weniger so mit, okay, da müssen wir was daneben setzen oder ähnliches, sondern wir reden mit unseren Kunden.
Den ganzen Tag sprechen wir mit unseren Kunden, hören uns an, was die möchten.
Wir sind ganz, ganz nah an der Community dran.
Das war schon immer so.
Ihr habt ja auch tolle Leute.
Also Lisa, Osada, Aktiengramm, darf man hier auch schon mal erwähnen, weil Lisa sowieso eine ganz tolle Strahlwirkung hat.
Und sie macht ja auch für euch diese Schnittstelle zur Community.
Hallo Lisa.
Genau, Lisa und auch der Rest vom Team, also fantastische Leute.
Ich bin wirklich stolz aufs Team und freue mich jeden Tag mit denen zu arbeiten.
Wir sind super nah an der Community.
Das ist auch mir wichtig, deswegen habe ich auch den Livestream gestartet, dass ich nie wegabstrahiert bin vom Kunden, sondern ich muss spüren, wie ist die Stimmung?
Was ist gerade Phase bei der Community, bei unseren Kunden, was möchten die?
So und die ersten fünf Jahre waren wir laserfokussiert auf den Tracker.
Laserfokussiert?
von jemandem höre, der erfolgreich und sympathisch ist.
Normalerweise kenne ich diese Formulierung, we're laser focused on, immer nur aus Investor Relations, Mitteilungen von Unternehmen, wo es gerade nicht läuft.
Und dann sagen sie, we're laser focused on delivering the best execution.
Und gerade am Tag, bevor wir sprechen, habe ich den Satz von Scott Bassant, dem US.
Finanzminister gehört, der auch laser-focused ist auf die Finanzstruktur der USA.
Und da habe ich gedacht, okay, wenn er jetzt schon sagt laser-focused, dann weiß er, da läuft es absolut nicht.
Ja, verstehe.
Da muss ich mir einen neuen Begriff suchen.
Also wir hatten nichts anderes.
Das war der Hauptfokus für uns.
Wir haben nur das gemacht.
Der Grund war, es war völlig klar, was wir noch bauen müssen, wo es hingehen soll, was fehlt und so.
Und wir waren immer als Wir sind Bootstrapped, wir haben uns nur aus dem eigenen Kapital, eigentlich Umsatz, durch den Umsatz finanziert.
Das heißt, es war immer zu wenig Geld da, immer zu wenig Person.
Wir sind extrem Capital Constraint.
Sorry für die vielen englischen Begriffe.
Ich denke viel in Englisch.
Naja, auf jeden Fall war der Fokus darauf und jetzt seit zwei Jahren ungefähr sind wir wirklich profitabel und es geht in die Richtung, dass wir in neue Dinge investieren können.
Und wir hören natürlich über die letzten fünf, sechs Jahre, was wollen unsere Kunden, wo wollen die hin, dann auch, was sehe ich als Unternehmer als Opportunity noch, wo kann man rein, was wird...
gut für uns sein.
Und da gab es verschiedene Dinge, wo wir gesagt haben, okay, da gehen wir rein.
Da glauben wir, dass wir Mehrwert stiften können, der heute noch nicht befriedigt ist.
Und das ist zum einen ein Terminal-Tool, aber sehr viel, ich sag mal, produktiver als die meisten mit extremem Fokus auf Speed und dass man das mit der Tastatur verwenden kann und so weiter.
Und das weiter im Bootstrapping.
Also weiterhin aus dem Cashflow finanziert und nicht, wie das eigentlich ja bei...
Technologieunternehmen bei Softwareunternehmen üblich geworden ist, dass man das eben mit Venture Capital macht.
Kannst du dir das nicht mal vorstellen?
Auch vorstellen kann ich mir das.
Für irgendein Projekt doch mal einen Investor reinzuholen, Venture Capital aufzunehmen, auch weil das hier vielleicht so ein ungleiches Rennen ist.
Wenn du dann siehst, so ein internationaler Wettbewerber wie Fiscal AI, der hat einfach das Geld, muss nicht erst verdienen.
bis die Entwicklung von bestimmten Dingen starten kann, sondern kann gleich Gas drauf geben.
Während du ja eigentlich dann immer durch den Cashflow gesteuert wirst von deinem Investitionsbudget.
Richtig.
Das ist so.
Mittlerweile macht mir das keine Bauchschmerzen, aber das hat mir am Anfang sehr viele Bauchschmerzen gemacht.
Vor allem, weil wir auch in Deutschland einen direkten Konkurrenten haben, der Venture Capital Funded ist.
Das heißt, wenn die 10 Millionen auf dem Konto haben, habe ich...
50.000 Euro auf dem Konto.
Und das war extrem, also da habe ich oft gedacht, mache ich noch das Richtige, werde ich jetzt überrannt und so weiter.
Aber es ging gut aus.
Also ich glaube, wir sind, je nachdem, welche Metrik man ansetzt, aber ich würde mal sagen, wir sind Top 3 auf jeden Fall, wenn nicht der größte Anbieter.
Auch in Europa sehr stark mittlerweile.
Und deswegen...
Die Frage ist doch, was das Risiko ist.
Also soll ich es nicht machen aus Furcht vor Venture Capital?
Venture Capital ist für mich ein Tool.
Ich schließe es nicht aus.
Aber es ist ein Tool, wo ich sage, okay, ich habe die und die und die Möglichkeiten, dann hole ich das rein.
Aber wenn ich weiß, wir können das selber stemmen, wir haben die Manpower, wir haben die Skills, die Basis dafür, alles was notwendig ist und wir können eine Version hinkriegen, um zum Beispiel den Business Case zu beweisen.
dann würde ich doch diesen Schritt schon mal gehen, weil dann bin ich in einer ganz anderen Verhandlungsposition mit einem potenziellen Investor.
Die Unterhaltung ist eine andere, eine ganz andere.
Deswegen, ich versuche immer, wenn wir die Möglichkeit haben, die ersten Risiken zu validieren oder zu nehmen, das selber zu machen, dann mache ich es selber, wenn ich kann.
Kapital ist für mich ein Tool.
Externes Kapital ist ein Tool.
Das hat auch Kosten, nämlich Kontrolle, nämlich Shares, die abgegeben werden.
Du hast 100 Prozent.
Ich habe 100 Prozent.
Und kannst entscheiden, hast damit auch die Freiheit, Dinge zu machen.
Und auch nicht zu machen, muss sich nicht treiben lassen.
Das haben wir auch gesehen.
2022 mussten alle irgendeine Art von Pivot hinlegen, weil plötzlich war Profitabilität, die Bewertungen sind gedrittelt worden von allen, also inklusive Stripe und so weiter.
Und da haben alle gesehen, auch unsere Konkurrenten, die Investoren haben, da musste auf Profitabilität getrimmt werden.
Und wir haben einfach weitergemacht wie immer.
Ja, weil ihr wart ja profitabel.
Erstens das und zweitens zwingt uns niemand.
Kein Investor, der uns sagt.
Ohne den Cashflow wäre es schwingend.
Wir haben jetzt über Investoren gesprochen, die Geld ins Unternehmen geben, um beispielsweise Produkte, Produktentwicklung schneller vorantreiben zu können.
Aber es gäbe ja auch noch einen anderen Grund, um mal einen Investor reinzunehmen, nämlich deine persönliche Vermögensdiversifikation.
Du bist ja wie jeder Unternehmer, wo es halbwegs erfolgreich läuft in der Situation, dass der wesentliche Vermögensgegenstand dein...
Unternehmen ist.
Da ist dein Kapital gebunden und natürlich dann auch der immaterielle Wert, sodass du am Ende einen Unternehmenswert hast.
Ja, du hast dann Geld auf der Seite, zeigst du ja auch transparent über deinen Livestream, alles in der Pocket-App.
Aber das ist ja schon so ein Klumpen, den du da hast.
Jetzt können wir viel reden, ob das ein Klumpenrisiko ist oder eine Klumpenchance.
Aber auf jeden Fall Ist dieser Gedanke da auch mal zu sagen, naja, wäre eigentlich auch nicht schlecht zu sagen, 20% mal zu verkaufen an jemanden, der mal ein paar Millionen gibt, damit du dann einfach auch mal ein bisschen Geld auf der Seite hast und vielleicht dann auch unternehmerisch entspannter ist.
Ist das für dich ein Antrieb oder sagst du, nee, es kann gar keine bessere Anlage geben, kein besseres Investment als mein eigenes Unternehmen?
Es ist eine Mischung.
Also mir wird oft empfohlen von anderen Unternehmern, die schon ein bisschen weiter sind und auch von Angel-Investoren und so weiter, mit denen ich mich ab und zu unterhalte.
Da wurde mir schon oft empfohlen, du brauchst privat, sagen wir mal eine Million oder so auf der Seite, damit du keine Risiken im Unternehmen scheust, weil du Angst hast, was zu verlieren und so weiter.
Also das, was du sagst, dass man entspannter führen kann.
weil man nicht mehr so tief fällt.
Und das kann ich absolut nachvollziehen, dass das so ist.
Ich spüre das auch und vor allem jetzt mit Kindern und so weiter.
Man will vielleicht mal ein Haus kaufen, das ist ein großer Kapitalbedarf, vor allem in Hamburg.
Und alles Geld liegt aber im Unternehmen.
Und ich will das auch da drin halten, weil es gibt noch viel zu tun und viel zu bauen.
So, Diversifikation jetzt an sich.
Also erstmal das Risiko.
Was ist, wenn das Unternehmen geht aus irgendeinem Grund, Pleite oder ähnliches?
Da ist für mich die Hausaufgabe nicht...
Geld rauszuziehen und es außerhalb des Unternehmens zu diversifizieren, sondern innerhalb vom Unternehmen die Umsatzströme zu diversifizieren.
Also statt nur B2C auch B2B.
Statt nur Portfolio-Checker zweites Produkt.
Statt nur Deutschland international etc.
etc.
Das heißt, da diversifizieren wir uns.
Das läuft auch sehr gut.
Da sind wir schon eine Weile dabei.
Und so wird das Unternehmen stabiler, steht auf mehr Füßen.
Nicht nur eins, nicht nur eine Geografie etc., sondern mehrere Dimensionen, wo wir uns ausbreiten.
Das ist super.
Bei gleichzeitigem Wachstum immer noch von 70, 80, 90 Prozent pro Jahr.
Und von dem her, ich habe keinen Drang, aus dem Unternehmen raus zu diversifizieren, sondern innerhalb eher.
Nichtsdestotrotz, ich habe ab und zu mit dem Gedanken gespielt, aber die Kosten sind mir zu hoch.
20 Prozent vom Unternehmen abzugeben, damit ich ein Haus kaufen kann oder was, das ist mir zu hoch.
Ist eine Frage der Bewertung dann.
Korrekt, aber es ist eher ein, kann ich es nicht auch schaffen über die Profitabilität?
Kann ich nicht auch Gewinn machen, den mit meinem Team teilen, den reinvestieren und trotzdem noch ein bisschen für mich rauszuziehen, damit ich, sagen wir mal, die Familie ein paar Schafe ins Trockner bringen kann, was das betrifft.
Und das ist, wie ich es am liebsten machen würde.
Ob das funktioniert, ob das klappt, das weiß ich noch nicht, aber das sind so meine Gedanken, was das betrifft.
Und was sehr besonders ist, ihr seid wirklich ein deutsches Unternehmen.
Ihr seid nicht nur in Deutschland ansässig, sondern eure gesamte Belegschaft, irgendwie 25 Personen, ist komplett auch hier in Deutschland bzw.
Österreich.
Also ihr sourced jetzt nicht aus nach Indien, Bangladesch, sondern wenn, dann an die KI.
Das heißt natürlich, dass da ja auch bei dir eine gewisse Sensitivität sein muss für die Probleme.
Am Standort Deutschland.
Wenn wir jetzt mal über die Risikoseite sprechen.
Es kann sein, dass das Unternehmen die Grätsche macht.
Das kann sein, weil du falsche Entscheidungen triffst.
Aber davor kannst du dich schützen.
Aber wenn die Standortbedingungen sich nachhaltig verschlechtern, da kannst du nicht viel tun.
Oder vielleicht doch, wer dir auf Twitter folgt, auf x-merk.
dass du jetzt doch ab und zu mal deine Stimme erhebst und so aus der Perspektive ja im Grunde des klassischen Mittelständlers, der du ja bist, vielleicht in einer etwas cooleren Branche, als wenn du jetzt Schrauben herstellst oder einen Heizungsbaubetrieb hast, aber aus der Perspektive des Mittelständlers auch deine Erfahrung als Unternehmer kommentierst, schilderst, auch politisch kommentierst.
Wie ist so dein Eindruck mit Blick auf Regulierung, Steuern, wirtschaftspolitische Weichenstellung, ohne dass wir da jetzt allzu politisch wären?
Kriegen wir insgesamt als Deutschland nochmal die Kurve oder ist dieser Abstieg, dieser Absturz, wie das ja Deine Stellte auch beschreibt, ist das zwangsläufig?
Ist es zwangsläufig?
Es wird schlechter oder es wird nicht besser, das kann ich bestätigen.
Auch ganz persönlich, was wir an Bürokratie bewältigen müssen als kleines Startup.
Wir haben in Deutschland unglaublich viele Talente, vor allem die Forschung funktioniert noch gut.
Also die Leute, die an der Uni promovieren oder was sie schreiben, da haben wir wirklich noch super Talente.
Das Problem ist, die dann in die Unternehmen zu kriegen oder die Unternehmen gründen zu lassen.
Und was meiner Meinung nach oft erzählt wird, also der...
Bericht von Mario Draghi, der an die EU ging zum Beispiel, wo von der Leyen ja auch gesagt hat, das machen wir das mal.
Da gibt es so einen Draghi-Trecker.
Kann man wirklich schauen im Internet, wie viel davon umgesetzt wurde.
Nix wahrscheinlich bisher.
16 Prozent ist die Umsetzungsquote nach dem strikten Index.
Und wenn du das zunimmst, was in den Beratungen ist, bist du bei 45 Prozent.
Das heißt also 55 Prozent, mehr als die Hälfte des Draghi-Programms, ist noch nicht ermöglicht.
angefasst worden.
Also was er gesagt hat, da ist ganz viel Wahres dran und du hattest ja auch Verena Pauster hier, die kennt sich ja noch tausendmal besser aus in dem Bereich, ist auch sehr aktiv.
Ich persönlich, auch an der Stelle, ich habe sie nie getroffen, aber ich bin sehr dankbar, dass Personen wie sie da Gas geben und sowas wie die EU Inc.
und so weiter vorantreiben.
Es ist jetzt, also nur mal als Beispiel, ich wollte einen Mitarbeiter aus Österreich anstellen.
Wir sind innerhalb der EU und ich wollte jemanden aus unserem Nachbarland anstellen, um für uns zu arbeiten, damit ich einen Österreicher bei einem deutschen Unternehmen remote anstellen kann, brauche ich ein US-Unternehmen, der mir die Bürokratie abnimmt.
Ich finde es völlig verrückt, dass ich mich damit auseinandersetzen muss und natürlich draufzahlen muss, das Unternehmen will ja auch Geld verdienen, statt dass ich den einfach einstellen kann.
Und da haben wir so viele Regularien und so weiter.
Sind Unternehmer laut genug?
Müssten sie lauter sein?
Sie sind in Unterzahl.
Ich glaube, ich weiß nicht, ob sie laut genug sind.
Es gibt einige, zumindest in Wenn ich so gucke, dann gibt es wirklich viele, die ihre Stimme erheben.
Ich habe das Gefühl, es wird auch lauter.
Aber dafür, dass immer früher gesagt wurde, die Unternehmer, da gäbe es so eine starke Lobby in die Politik und so weiter, habe ich das Gefühl, okay, entweder lobbien Leute mit anderen Interessen oder die Lobby ist gar nicht so stark, weil wirtschaftsfreundlich und das empfinde ich nicht so.
Du hast auch Steuern erwähnt.
Ich finde es einfach verrückt.
Wenn ich einem Mitarbeiter 100.000 Euro zahlen will in Deutschland, dann muss ich 130.000 als Unternehmen zahlen und bei dem kommen 47.000 an.
Steuern und Sozialabgaben.
Ja, das kann doch nicht sein.
Das ist komplett, das ist zu weit.
Ich habe das Gefühl, der Bogen ist überspannt.
Aber wir werden sehen, was passiert oder wie es läuft.
Es wird wahrscheinlich jetzt nochmal schlimmer werden, bis dann hoffentlich irgendwann mal ein Kanzler kommt oder Kanzlerin, der oder die sagt.
So, jetzt Staatsquote muss runter, Kosten vom Staat müssen reduziert werden, dann können wir auch die Steuern senken, die ganze Komplexität muss weg.
Was wären mal so drei konkrete Maßnahmen, wo du sagen müsstest, das müsste eine Regierung anpassen?
anpacken, damit du als Unternehmer es einfach leichter hast.
Es geht ja nicht darum, dass man Unternehmen was schenkt, sondern einfach, dass man es ihnen ein bisschen leichter oder nicht unnötig schwer macht.
Das wären so deine konkreten Vorschläge.
Also es gibt es für mich und es gibt es für die, die neu gründen in Deutschland.
Aber also Nummer eins ist, Dieser ganze Gründungsprozess und alles, was da ist.
Notare müssen optional sein.
Ich muss in der Lage sein, Leute aus der ganzen EU anstellen zu können.
Und zwar einfach so, Arbeitsvertrag und los geht's.
Sonst gar nichts.
Das geht aktuell alles nicht.
Das wäre mal sehr hilfreich.
Dann auch das, ich will nichts geschenkt.
Ich will nur, dass man mir keine Hürden in den Weg legt.
Das heißt, wenn man...
Unternehmer einfach mal drei Jahre in Ruhe lässt.
Mit diesen ganzen Regeln, die gemacht werden für Konzerne, um Konzerne zu kontrollieren, die aber gleichzeitig für die Drei-Mann-Butze gelten.
Lass sie doch einfach in Ruhe.
Lass sie mal drei Jahre machen oder bis sie zehn Millionen Umsatz machen.
Diese ganzen Verpflichtungen und Berichtsverpflichtungen und alles, was da, lass die Leute mal machen.
lasst sie erst mal auf die Füße kommen, lasst sie darauf konzentrieren, was wichtig ist, nämlich auf den Mehrwert der Kunden und am Markt sich zu etablieren, bevor man sie mit dieser ganzen Bürokratie überstülpt.
Aber wir haben die halt ab Tag 1 und da fehlt mir manchmal so das Gespür, wie jetzt auch diese Versandregelung von der EU.
Da sagt man, ja, wir sehen dieses Problem und wir machen das hier, um das Problem in den Griff zu bekommen, aber wir ignorieren den Impact, den das hat auf kleine Unternehmen.
Die sind laut, das sieht man jetzt auch an der EU, die uns rät, ihre eigenen Regeln, Gesetze zu ignorieren.
Und da fehlt mir manchmal so ein bisschen das Gespür dafür, dass man sagt, wie wäre es, wenn wir mal keine neue Regel einführen, sondern wir beschäftigen uns jetzt mal ein halbes Jahr damit, was wir wegschneiden können.
Was ist denn unwichtig oder was würde die Unternehmer entblocken?
oder die Wirtschaft entblocken, wenn wir diese Regel wegmachen, da gibt es mehr als genug.
Und das sehe ich aber nicht.
Ich sehe immer nur neue Regeln.
Jedes Problem wird mit einem neuen Gesetz oder einer neuen Mehrbürokratie versucht anzugehen.
Das wird nicht funktionieren.
Silicon Valley der Regulierung.
Hat Christian Seewing, der CEO der Deutschen Bank, mal über Deutschland und Europa gesagt.
Und das trifft es ja auch ganz gut.
Beeinflusst diese Wahrnehmung von Deutschland und Europa auch deine Anlageentscheidung?
Wenn wir jetzt ganz zum Schluss mal über dein Aktienportfolio sprechen, dass du sagst, naja, also Europa ist vielleicht aufgewacht, aber kommt nach wie vor nicht aus dem Bett und am Ende investiere ich doch lieber in den USA.
oder in Asien als hierzulande, wo du ja sowieso schon durch dein Unternehmen ein Klumpenrisiko hast.
Ja, so sehe ich es nicht.
Also ich investiere eigentlich selten Regions...
Sondern ich gucke mir das Unternehmen selber an und wir haben in Deutschland fantastische Unternehmen.
Es ist leider so, also ich komme ja aus dem Süden hier, aus Stuttgart und so weiter und Daimler und Porsche, wo mein Herz für schlägt, das tut mir weh, dass die Autoindustrie so runter geht.
Aber nichtsdestotrotz, der DAX hat ja jetzt gerade Gewinnrekorde.
Die DAX-Unternehmen haben Gewinnrekorde wieder geschafft.
Und wir haben fantastische Unternehmen, die weltweit...
Hast du nicht mitgegeben?
Beispielsweise Siemens Energy zum Beispiel, RWE ist gut dabei.
Das sind die beiden Unternehmen, die 2026 bislang den höchsten Performance-Beitrag zum DAX-Anstieg geleistet haben und die ja wirklich dann auch von diesem KI-Boom profitieren.
Der Stromnetze und Generatoren, die anderen als Brücke zwischen KI und der physischen Welt der Industrie.
Das zeigt, wir haben hier in Deutschland und ich glaube, man kann auch insgesamt sagen in Europa, eine sehr, sehr intakte industrielle Basis.
Wir dürfen sie nur nicht verzwergen.
Wir dürfen sie nicht verlieren.
Du hast den Mittelstand erwähnt.
Der hat mich schon immer inspiriert.
Familienunternehmen, da ging es nicht um Venture Capital, da ging es nicht um die nächste Runde, die wir geraced haben.
Da geht es einfach darum, ich baue ein Unternehmen, das muss profitabel sein.
Wir bauen coole Maschinen, damit sind die Kunden happy.
Einfach dieser...
bodenständiger Anspruch.
Die Unternehmer sind trotzdem alle Millionäre, aber es ist, da wird nicht groß posaunen, sondern man macht einfach was.
Und das hat mir immer sehr, sehr gefallen, wenn ich mit dem Auto durch irgendein Dorf oder eine Kleinstadt fahre und du siehst so diese riesen Fabriken mit Namen drauf, die du noch nie gehört hast.
Dann habe ich immer angefangen zu googeln, North Data und so.
Wer sind diese Unternehmen?
Was machen die eigentlich?
Und so.
Und das fand ich immer cool.
Ich habe immer gedacht, so eins hätte ich auch mal gern, die Millionenumsätze machen.
Völlig unterm Radar, irgendwas langweiliges an sich, aber Weltmarktführer dann plötzlich in ihrem Bereich.
Davon haben wir ganz, ganz viele.
Und man sieht es ja oder man hört es vielleicht auch, diese Meister oder Unternehmer, die dort tätig sind, die gehen halt bald in Rente.
Und wer übernimmt es dann?
Da wird dann viel aufgekauft, leider von ausländischen Unternehmen.
Und mit leider meine ich, damit verlieren wir es, habe ich das Gefühl.
Vielleicht sind die dann noch in Deutschland, aber wenn sie es irgendwo anders günstiger machen, dann wird da eher das Know-how eingekauft.
der Standort an sich.
As we talk gerade EBM Papst, nach der Fiesmann Gruppe, der zweite große deutsche Klimatechniker, der jetzt an einen börsennotierten US-Konzern geht.
Also das tut mir auch ein bisschen weh, dass wir die verlieren.
Also insgesamt klingt das danach, du bist nicht der Makroinvestor, du guckst jetzt nicht auf Länder, sondern du guckst auf das Unternehmen, der unternehmerische Investor insgesamt so.
Wie ist deine Strategie?
Worauf guckst du?
Wie legst du dein Geld an?
Schon lieber Einzelaktien als ETFs?
Ich habe auch so ein Core Satellite.
70% habe ich in ETFs.
Und ich mag Cashflow.
Ich mag in der Firma Cashflow.
Ich mag Cashflow an der Börse.
Ich mag einfach, wenn ein Einkommen reinkommt, mit dem ich planen kann, mehr Flexibilität bekomme.
Und dementsprechend habe ich ein sehr dividendenfokussiertes Depot.
Nicht alle, aber die meisten.
Auch die ETFs?
Ja.
alle ausschüttend und da ist dann der, darf man ETFs hier nennen?
Natürlich darf man ETFs nennen, das machen wir regelmäßig.
Da ist der Vanguard Fuzzi All World High Dividend Yield zum Beispiel drin, da ist auch ein REIT drin, Developed Markets.
Und ein S&P 500 High Dividend Deal ist auch noch drin.
Und dann habe ich noch was, um mich so ein bisschen auch, ich will natürlich die High Growth Unternehmen da zumindest ein bisschen Exposure haben zu denen.
Das heißt, so ein Fuzi All World ist auch drin von Vanguard.
Die sind 70 Prozent und dann Einzelaktien sind einfach Unternehmen, wo ich sage, diese Unternehmen oder da will ich beteiligt sein.
finde ich einfach gut.
Da ist eine Microsoft drin, da ist eine Apple drin, da ist auch eine McDonalds drin, eine Johnson & Johnson, Coca-Cola.
Okay, also kein Tech-Fokus, obwohl du Tech-Entrepreneur bist und eigentlich das vielleicht besser einschätzen kannst als viele andere.
Gerade auch so diese kleineren Technologie- und Softwarewerte.
Datadog, Monday.com, HubSpot.
Cloudware, MongoDB.
Ja, ja, der Pip Klöckner hat jahrelang versucht mir beizubringen, was der Unterschied zwischen Cloudflare, Crowdstrike und Snowflake, weil ich die immer verwechselt habe.
Also ich bin da wirklich ganz weit raus.
Bei mir ist es dann der ETF für Technologie oder auch mal gerne ein aktiv gemanagter Fonds, Jan Beckers von BitCapital, war ja auch schon hier und kommt dieses Jahr, kann ich schon mal ankündigen und nochmal wieder.
Aber das ist dann nicht so dein Fokus, dass du sagst, du machst ja jetzt auch noch so Small Cap Analysen.
Naja, ich bin natürlich sehr tief drin in den Unternehmen, weil ich Kunde bin.
Ich bin Nutzer der Produkte.
Und kann also sein, wenn du jetzt beispielsweise Datadoc nutzt, gefällt dir?
Ja, kann ich sagen.
Also ich kenne das Produkt und wir nutzen es auch und haben sehr viel genutzt etc.
Aber gleichzeitig ist es ein Unternehmen, das ich investieren will.
Wie gesagt, das ist ein...
Also erstmal schütten sie keine Dividende aus, das heißt es fällt schon mal durch das erste Raster, durch das Cashflow-Raster, aber vor allem weiß ich auch, wie schnelllebig Software ist, wie schnell man halt einen SaaS-Provider mal wechselt oder in ein neues Ding reingeht und es gibt Unternehmen, wo ich sage, da bin ich ziemlich sicher, die werden kurzfristig Erfolg haben, aber ich kaufe Aktien nicht, um sie irgendwann zu verkaufen.
Ich kaufe Aktien, um mit denen zu sterben, um sie zu vererben oder was auch immer.
Und da gehört für mich...
Für mich persönlich eine Datadoc nicht dazu.
Habe ich die noch in 40 Jahren?
Eher nicht.
Eine Coca-Cola, davon gehe ich mal aus.
Eine Microsoft auch und so weiter.
Und so ist mein Depot auf, also es ist wirklich auf Buy and Hold ausgelegt.
Ich habe einen kleinen Teil, wo ich zocke.
Da reden wir von Haltedauern von einem Monat oder so.
Aber das ist ein ganz kleiner Teil und auch komplett separiert.
Mein Hauptdepot ist Buy and Hold.
Das heißt, eine Datadoc, glaube ich, in Software generell.
bin ich skeptisch zumindest.
Da muss ein Unternehmen schon sehr infrastruktur-heavy sein.
Wir sind digitale Infrastruktur, dass ich sie sehe, dass sie 50 oder 100 Jahre überleben oder zumindest relevant bleiben.
Wenn du die Giganten von früher anschaust, das haben auch nur wenige geschafft.
Da werde ich vielleicht einige Hörer vor den Kopf stoßen, aber ich kaufe auch keine SAP oder IBM.
Glaubst du, dass die Giganten von heute, zumindest 20?
30 Jahre noch in dieser Form überleben?
Die Mac 7?
Ja, die sind mittlerweile Infrastruktur.
Also Microsoft zähle ich absolut zur Infrastruktur.
Satya Nadella hat meiner Meinung nach auch bewiesen, als er gekommen ist, dass er so einen Laden auch drehen kann.
Ich fand es verrückt.
Ich habe auch das Buch gelesen, Rework, das er darüber geschrieben hat.
Apple genauso.
Nvidia, klar, wird gerade von dem KI-Hype getragen.
Also too big to fail.
Too big to fail, kaufen ja auch alles auf oder gehen rein, was da mit dabei ist, auch Alphabet.
Die habe ich natürlich alle im Depot, aber die meisten zumindest schütten auch Dividende aus.
Nvidia habe ich nicht im Depot.
Ich habe keine Einzelposition von Nvidia, ist aber groß genug vertreten bei 70% ETF-Anteil trotzdem.
Ja, wenn du ein Allworld oder ein Acqui hast, sind sie die größte Position.
Genau.
So, jetzt haben wir so viele Facetten von dir kennengelernt.
Den Bootstrapper, den Unternehmer.
Den Livestreamer, der ja auch noch Depots anderer röstet, gemeinsam mit dem großartigen Jonathan Neuschler von Abilitato.
Du hast erwähnt, Vater und Ehemann.
Dann auch noch der Privatinvestor und der, ich nenne es mal, engagierte Bürger.
Also das sind sehr viele Hüte, die du aufhast.
Das sind sehr viele erfüllende Erfahrungen, aber auch sehr viele herausfordernde Themen, die natürlich auch Zeit brauchen.
Deshalb zum Abschluss die Frage, wie schaffst du das zwischen diesen ganzen Hustles zu changieren?
Dass du wirklich dein Budget an Zeit so verteilst, dass du deine Ziele erreichst.
Gerade beim Bootstrapper ist ja immer auch das Thema, dass man irgendwann den Hebel umlegen muss vom Selbstausbeuter, vom quasi Selbstständigen hin zum Unternehmer.
Und bei deinen verschiedenen Hüten ist das ja jetzt nochmal anders.
Hast du da vielleicht zum Abschluss noch zwei, drei Tipps?
für unsere Hörerinnen und Hörer?
Also für mich war es immer, ich habe immer über Zeit, die Zeit, die ich investiere, nachgedacht, die muss gehebelt sein.
Also ich werde kein Unternehmen aufbauen, Vermögen aufbauen, fit im Fitnessstudio werden etc., indem ich die meiste Zeit da verbringe.
Sondern ich muss lernen, was sind die drei High-Impact-Sachen, die ich heute machen kann, die mich dem Ziel näher bringen.
Ich will heute einen Schritt in die richtige Richtung machen oder zwei Schritte.
Und das sind dann meistens nur ein, zwei To-dos.
Die muss man aber finden.
Und ich war immer schon sehr rigoros, damit Sachen wegzuschneiden und zu sagen, ist nicht wichtig.
Ist heute einfach irrelevant.
Ich fokussiere mich jetzt nicht da drauf, weil auch wenn ich Bock hätte, das zu bauen, ich bin Programmiere, ich habe Lust, das wird kein Kunde bezahlen.
Das interessiert niemand, das wird die Nadel nicht bewegen.
Was muss ich heute tun, damit wir morgen mehr Umsatz machen oder mehr Kunden generieren oder unsere Kunden länger bei uns bleiben, zufrieden sind?
Und das in allen Bereichen.
Und die einzige Ausnahme sind natürlich Kids.
Da mache ich diese Abwägung nicht.
Aber bei den meisten anderen versuche ich mich auf die High-Impact-Dinge zu fokussieren und dann lieber wenig und die richtigen auswählen als einfach ganz, ganz viel.
Von dem her, mein Unternehmen ist jetzt kein Friseur oder so, wo meine...
wo das nur mit meiner Zeit skaliert.
Also ich muss mehr arbeiten, um mehr einzunehmen, sondern ich muss die richtigen Sachen machen.
Aber das ist ja das Schöne an Software, genauso wie an Podcasts oder an Büchern oder an Medien generell, Medien, Code und so weiter.
Das sind alles gehebelte Produkte.
Du steckst deine Zeit rein, aber ob du das einmal verkaufst oder hunderttausendmal oder eine Millionmal verkaufst, das ändert die Zeit, die du da reingesteckt hast, nicht.
Das war ein maßgeblicher Grund, warum ich mich für ein Software-Business entschieden habe und jetzt nicht für eine Dienstleistungsfirma, die zum Beispiel Cloud-Anbieter oder KI oder irgendwas in Unternehmen bringt, weil ja, das müsste ich mit Zeit skalieren.
So denke ich so ein bisschen drüber nach und versuche das zu managen und bisher läuft es ganz gut, aber natürlich bin ich froh, jetzt ein fantastisches Team zu haben und die KI-Agenten helfen jetzt auch noch, das nochmal ein bisschen mehr zu hebeln.
Es war mir ein Vergnügen.
Das war wirklich ein paar Vorstritts durch eine faszinierende Unternehmerkarriere und eine ganze Menge nebendran.
Ich hoffe, du hattest ähnlich viel Spaß wie wir beide hier im Studio.
Vielen Dank, dass du dabei warst.
Und wenn es dir gefallen hat, dann lass doch gerne einen Daumen nach oben oder ein paar Sterne und ein Abo da.
Und kommentiere gerne mal, bist du Parkettennutzer?
Was für Funktionen würdest du dir wünschen?
Was denkst du über den Werdegang von Sumit?
Und vielleicht hast du ja auch ein bisschen eine andere Meinung zu den Aktien, über die wir gesprochen haben.
Und wenn du weitere Tipps hast, wen wir mal einladen sollen, wer unbedingt hier mal Thema sein muss und was im Podcast, dann schreib mir gerne eine E-Mail an podcast.scalable.capital oder melde dich in den sozialen Netzwerken at scalable.capital oder direkt bei mir at cw.röl.
Für heute danke.
Das war's und Tschüss aus Berlin.
