# AI Infrastructure, Greek Stocks, and Market Shifts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-09-08

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über einen Rückschlag für Rückversicherer, Deutschlands neue Security-Aktie und den nächsten Volkswagen-Erfolg.
Im Thema des Tages bereiten wir euch auf 4 Tage Tech in San Francisco vor und in der AAA-Day präsentieren wir euch 8 Aktien und einen ETF für den perfekten Sweetspot.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Dienstag, der 8.
September.
Wir wünschen euch einen starken Start in den Tag.
Und ja, stark haben sich gestern auch die asiatischen Börsen präsentiert, zumindest Südkorea und Japan.
Der Nikkei, der liegt gut 2% zu, das Zugpferd.
Das war Softbank.
Die Aktien der Investment Holding, die legten 11 Prozent zu.
Und der südkoreanische Kospi, der machte sogar einen Sprung um 4,6 Prozent.
Also der ganze Index, das ist echt schon viel.
Angetrieben von Tech-Werten.
Natürlich, wie sollte es anders sein?
Allen voran SK Hynix.
Ja, und Hintergrund war, dass sich die KI-Euphorie mit Macht zurückgemeldet hat.
Unter anderem nach der Vorstellung von JetGBT6, Astra und OpenAI.
Ja, und dann ist da ja auch noch die Goldman Sachs Konferenz, obwohl die Wall Street ja gestern noch geschlossen war.
Aber zu dieser Konferenz gibt es gleich ganz viel im Thema des Tages.
Allerdings.
Und gleich schon mal vorweg.
KI-Euphorie herrschte auch in Deutschland.
Im DAX verteuerte sich Infineon um sieben Prozent und stand damit ganz klar an der ersten Position.
Und im MDAX da gehörten Süß Microtech, AX-Tron und Elmos Semikodakter zu den größten Gewinnern.
Im Nebenwerteindex SDAX, da ging es zum Beispiel bei LPKF Laser um 5% nach oben.
Auch die gehören ja zu diesem Umfeld der Schaufelhersteller für den KI-Boom.
Ja und nochmal zurück zu unserem Leitindex.
Die politische Lage in Deutschland, die spielte im DAX quasi keine Rolle.
Der Leitindex, der schlug sich leicht schwächer.
Und endete dann bei 26.007 Punkten, aber immerhin oberhalb der 26.000-Punkte-Schwelle.
Und der MDAX, der eigentlich eher Werte enthält, die inlandsbezogen sind, der gewann sogar 0,2 Prozent dazu.
Ja, und wir bleiben beim Thema Deutschland-Tech.
Die CQNET-Aktie, die gewann gestern deutliche 11 Prozent.
Und das hat ganz offensichtlich mit dem jüngsten Datenleck in der Berliner Verwaltung zu tun.
Das ist ja so, nach dem Hackerangriff haben Cyberkriminelle...
etliche gestohlene Daten im Internet zum Herunterladen veröffentlicht.
Und hier kommt jetzt Secunet ins Spiel.
Das Unternehmen ist nämlich eines der wichtigsten IT-Sicherheitslieferanten des deutschen Staates.
Und dieses Sina-System, was die quasi erstellen oder besitzen, dient der verschlüsselten Kommunikation und Verarbeitung von Verschlusssachen und ist mit mehr als 250.000 aktiven Geräten praktisch ein Standard in der Bundesverwaltung.
Das wusste ich auch noch nicht.
So ist es.
Die haben auf ihrer Webseite sogar die Deutschlandfahne.
So ein Siegel mit der Deutschlandfahne, damit man sieht, sie sind da quasi zertifiziert.
Ja und am Markt lautet das Narrativ nun, Berlins Sicherheitsdesaster und sowas darf wirklich nicht passieren.
Dieses Sicherheitsdesaster, das wird zum Kurstreiber für Secunet, weil die nun diskutierte Sicherheitsrichtlinie genau zum Kern...
Geschäft des Unternehmens gehört.
Und ich persönlich finde ja, das war höchste Zeit, dass die Aktie endlich zündet.
Mich hat es eher gewundert, dass da vorher noch nicht mehr Bewegung drin war.
Ja, das stimmt.
Vielleicht geht es da jetzt so richtig los.
So ganz ohne Wall Street ging es gestern natürlich trotzdem nicht, denn ein deutliches Kaufenvotum von den Analysten der Bank of America sorgte für ein Plus von 10 Prozent bei der Nordex-Aktie.
Die US-Strategen sehen nach der jüngsten Kursschwäche einen, Zitat, besonders attraktiven Einstiegszeitpunkt und ihre Begründung lautet, sie rechnen mit weiteren erheblichen Anhebungen der Gewinnerwartungen, die noch nicht eingepreist sind.
Seit Anfang Mai hatte die Aktie rund ein Viertel an Wert verloren.
Da ist mir also ein bisschen Luft rausgegangen.
Wobei grundsätzlich ist die schon ziemlich gut gelaufen in den letzten zwölf Monaten.
Ja, aber wir wollen euch auch noch eine Aktualisierung zu den Rückversicherern geben.
Das sind ja wichtige Werte im DAX.
Da findet ihr gerade das wichtige Treffen der Branche in Monte Carlo statt.
Und was soll man sagen?
Die Weichenstellungen für die Vertragsanneuerung 2027, die werden da gerade gestellt.
Die Hannover Rück, die hat signalisiert, dass sie für Januar mit leicht sinkenden Preisen rechnet.
Das klingt erstmal harmlos, das könnte aber dann doch ein kleines Warnsignal sein.
Denn die Goldjahre der Branche basierten auf kräftigen Prämiensteigerungen nach dem harten Marktumschwung von 2023.
Und wenn die Preise nun wieder etwas nachgeben, schrumpfen auch die Erwartungen an die künftigen Gewinne.
Gleichzeitig drängt auch noch viel Kapital in den Markt.
Der Wettbewerb nimmt also zu.
Und das nährte die Sorge in Monte Carlo, dass der Superzyklus der Rückversicherer seinen Höhepunkt überschritten haben könnte.
Man muss allerdings auch sagen, die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz, die bleibt hoch.
Naturkatastrophen verursachen weiterhin enorme Schäden, das haben wir ja gesehen.
Und die Munich Re, die spricht deshalb von attraktiven Geschäftsmöglichkeiten.
Aber an der Börse zählt die Richtung und wenn Investoren das Gefühl bekommen, dass die Preise...
künftig nicht mehr so stark steigen, sondern eher leicht sinken, dann werden eben Munich Re oder Hannover Rück erstmal kritisch hinterfragt wegen der Margen.
Die beiden Aktien, die verloren gestern knapp 3%.
Ja und von Hannover nach Wolfsburg bzw.
nach Rosnabrück hast du einen Übergang.
Muss ich mich jetzt mal selbst lohnen.
Also wir sind jetzt in Osnabrück angelangt.
Das dortige Autowerk wird von Volkswagen jetzt tatsächlich zum Rüstungsstandort.
Das geht dann doch ein bisschen schneller, als ich noch in der Samstagsfolge geumt habe.
Beziehungsweise ich habe ja kritisiert, dass da womöglich erstmal gar nichts passiert.
Das Land Niedersachsen nämlich und der israelische Investor Aurelius, die übernehmen die Fabrik und bauen sie in den kommenden Jahren zu einem Kompetenzzentrum für die Verteidigungsindustrie aus.
So hieß das gestern.
Als erstes Projekt sollen in der Fabrik Luft...
Verteidigungssysteme des israelischen Iron-Dome-Herstellers Raphael produziert werden.
Also da geht es letztlich wahrscheinlich hauptsächlich um Drohnen.
Ja und damit hat Volkswagen für das Erste von vier Werken, für die man langfristig ja keine PKW-Bauverwendung mehr hat, eine andere Lösung gefunden.
Das scheint ja doch recht erfreulich.
Ich glaube so 1200 von 1800 Arbeitsplätzen dort gelten schon jetzt als gesichert, auch für die Zukunft.
Mit dem Rest muss man mal gucken, was da passiert.
Die Aktie allerdings, da hatte das kaum Auswirkungen gestern.
Die war leicht im Minus mit 0,5 Prozent.
Ziemlich spät, weit nach Börsenschluss, verkündete Hornbach dann noch Zahlen und die waren richtig gut.
Der Baumarktkonzern, der hat im zweiten Quartal eine robuste Nachfrage verzeichnet.
Der Nettoumsatz stieg um rund 7 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro.
Das Vorsteuerergebnis EBIT, das verbesserte sich trotz eines anhalteten Kostendrucks um 13 Prozent auf knapp 125 Millionen Euro.
Und zudem bestätigte der Konzern die Jahresprognose.
Die ausführlichen Zahlen will Hornbach am 29.
September vorstellen.
Die Aktie, die dürfte aber heute schon mal spürbar zulegen.
Nachbörslich, da stieg sie gestern um knapp 4%.
Jetzt hätte ich fast diesen Werbeslogan gesungen.
Ja, mach mal, sing mal den Werbeslogan.
Ich mache hier keine Werbung für Hornbach, aber er lag mir die ganze Zeit auf der Zunge.
Aber du weißt, welchen ich meine.
Na klar.
Ich komme stattdessen mit den Terminen.
So viel ist es allerdings nicht.
Im Bundestag beginnt heute die erste Debattenrunde über den Haushalt für das kommende Jahr.
Dann haben wir neue Zahlen zum deutschen Export.
Das sind die Zahlen aus dem Juli.
Da waren wir zum Letzt sehr erfreuliche Nachrichten geboten.
Mal sehen, wie das dann heute wird.
Dann gibt es die Digitalmesse Digital X der Deutschen Telekom.
Ziemlich wichtiges Event zumindest hierzulande.
Ja, und echte Unternehmenszahlen gibt es inzwischen kaum noch.
Also die Earnings Season ist echt vorbei.
Aber wir haben ja noch das Event in San Francisco und da reden wir jetzt drüber.
Das Thema des Tages.
Wir haben es ja angekündigt und wir machen es natürlich auch wahr.
Wir schauen mit euch heute auf das, was in den kommenden Tagen in San Francisco passiert.
Dort startet Goldman Sachs heute seine wichtigste Tech-Konferenz des Jahres, die Communacopia and Technology Conference.
Vier Tage, sieben Ballrooms, die halbe Tech-Welt auf der Bühne.
Ob ein Vorstandschef auf der Bühne zögert oder euphorischer klingt als beim letzten Onyx-Call, das steht eben in keinem Quartalsbericht.
Und deshalb hat Holger, der dem Event unter uns schon seit Wochen entgegenfiebert, einen achtseitigen Terminkalender vorab ausgewertet, damit ihr als unsere Hörer perfekt vorbereitet seid.
Genau, die große Börsenfrage dieses Jahres lautet ja längst nicht mehr, ob KI einen Investitionsboom ausgelöst hat, sondern wo dieser Boom an physische Grenzen stößt und wer daran verdient.
Und ja, fangen wir mal mit dem heutigen Dienstag an.
Um 9.30 Uhr Uhr Zeit spricht die OpenAI-Finanzchefin Sarah Fryer.
Um 10.10 Uhr geht es dann schon weiter mit Google-Cloud-Chef.
Thomas Kurian.
Ja, und Google Cloud ist im zweiten Quartal um 81 Prozent gewachsen.
Der Auftragsbestand liegt bei rund 514 Milliarden Dollar.
Und zusammen mit AWS von Amazon kommen die beiden auf mehr als eine Billion Dollar Backlog.
Das sind ja die Auftragsbestände.
Eine Billion Dollar.
Das muss ich mir jetzt mal auf der Zunge zergehen lassen.
Strom und Rechenzentren, Kapazitäten, das sind die Engpässe.
Amazon verhandelt schon über Zusagen für 2028.
Damit dreht sich die ganze KI-Debatte.
Bislang hatten Investoren Angst, dass die Hyperscaler vielleicht zu viel bauen.
Jetzt droht eher das Gegenteil.
Es könnte zu wenig Infrastruktur geben.
Das macht den Termin spannend.
Um 10.50 Uhr dann folgt, wie gesagt, immer Ortszeit.
Da kommt nämlich Vertif, der Spezialist für Stromversorgung und Kühlung von Rechenzentren.
Die Zahlen waren da zuletzt besser, als der Kurs vermuten ließ Ebiz und Gewinn über den Erwartungen.
Nur der Umsatz lag darunter wegen Lieferkettenproblemen und verschobener Projekte.
Die Aktie ist zuletzt so um 15, 20 Prozent eingebrochen, obwohl Vertif die Jahresprognose ja angehoben hat.
Goldman hält dagegen.
Vertif könne seine Ziele selbst bei länger anhaltenden Lieferproblemen erreichen.
Wenn das Management auf der Bühne glaubhaft macht, dass sich die Engpässe lösen, kippt die Wahrnehmung vermutlich schlagartig.
Von Wachstum enttäuscht zu Nachfrage so stark, dass die Lieferkette nicht hinterherkommt.
Das wäre dann eine positive Überraschung mit Substanz.
Wir sind jetzt angekommen bei 12.25 Uhr, dann betritt nämlich Hockt.
Tan die Bühne, der Broadcom-Chef und mit ihm der wichtigste Strukturwandel im KI-Chip-Markt.
Nvidia bleibt dominant, aber Google, Meta und andere Hyperscaler entwickeln ja immer mehr eigene Spezialchips, sogenannte ASICs.
Ja, und die erledigen bestimmte Aufgaben günstiger und stromsparender als GPUs und Goldman erwartet, dass die Marktanteile gewinnen und Broadcom ist ja bei maßgeschneiderten Chips und bei Netzwerktechnik sehr stark positioniert.
Die entscheidende Frage an TAN lautet, wie viele große Kunden sieht Broadcom wie weit in der Zukunft?
Und ganz wichtig für alle Nvidia-Aktionäre unter euch, das muss Nvidia nicht schaden.
Der Gesamtmarkt wächst schnell genug, damit GPUs, CPUs und Spezialchips gleichzeitig zu liegen.
Der originellste KI-Trade oder der vermeintlich originellste, der versteckt sich am Mittwoch um 10.50 Uhr.
Da spricht Anirut Devgan, das ist der Chef von...
Cadence baut weder GPUs noch Rechenzentren, sondern verkauft die Software, mit der Chips überhaupt entworfen werden.
Und genau da liegt der Charme.
Je mehr Konzerne eigene KI-Chips wollen, desto knapper werden die Ingenieure, die sie entwerfen können.
Und diesen Engpass könnte KI selber lösen.
Cadence beginnt, Teile des Chip-Designs durch autonome Agenten zu automatisieren.
Goldman beziffert die zusätzliche Marktschance auf rund 3,7 Milliarden Dollar pro Jahr.
Bis 2030.
Der entscheidende Satz der Analysten.
Diese Chance sei in den Konsensschätzungen bislang gar nicht enthalten und könne schon seit dem zweiten Halbjahr in den Zahlen sichtbar werden.
Großer Markt, plausible Monetarisierung, Erwartungen hinter der Realität.
Cadence könnte der Überraschungskandidat der Woche sein.
Ja, jetzt nicht mehr.
Jetzt wäre es keine Überraschung mehr.
Nicht für die Triple E, aber die haben es dann nämlich hier schon gehört.
Und dann wird es handfest im wahrsten Sinne des Wortes.
Mittwoch nämlich 14.25 Uhr Applied Materials, Donnerstag 9.30 Uhr LAM Research.
Beide machen zwar weniger Schlagzeilen als Nvidia, für Anleger könnten sie aber genauso wichtig sein.
Goldman erwartet einen ungewöhnlich langen Investitionszyklus bei Chipfabriken und das Volumen der Maschinen und Anlagen, die in Halbleiterfabriken zur Herstellung von Chips auf Silizium-Wafern eingesetzt werden, soll 2.26 Uhr rund 35 Prozent wachsen.
227 könnte sich das Tempo sogar noch erhöhen und der Aufschwung reicht mindestens, so sagt Goldman, bis 228.
Und treiber sind DRAM, modernste Logik-Chips und vor allem das Advanced Packaging.
Die erste Phase des KI-Trades hieß, Nvidia verkauft mehr GPUs.
Die zweite lautet, dafür müssen Fabriken gebaut, Chips verpackt, verbunden, gekühlt und mit Strom versorgt werden.
Die Gewinner sitzen jetzt gewissermaßen eine Ebene hinter Nvidia.
Deshalb ebenfalls im Fokus Flex.
Der Auftragsfertiger tritt ebenfalls am Mittwoch um 14.25 Uhr auf.
Im Cloud- und Stromgeschäft erwartet Flex für 2027 ein Plus von 65 bis 75 Prozent, für 2028 sogar von mehr als 80 Prozent.
Über 90 Prozent der kommenden drei Quartale sind schon gebucht.
Jetzt kommen wir zum Termin, auf den natürlich alle warten.
Donnerstag, 8.50 Uhr, Ortzeit, Jensen Wang.
Nvidia hat für 2,27 Uhr rund 70 Prozent Umsatzwachstum aus sich gestellt, trotz Lieferengpässen.
Und Goldman erwartet, dass Wang den Rubin-Hochlauf hervorhebt, physische KI als nächsten großen Markt positioniert und sein Ökosystem gegen die Custom-Chip-Konkurrenz verteidigt.
Für die Aktie ist die Lage aber komplizierter als bei Cadence oder Vertif.
Fast jeder erwartet gute Nachrichten, die Latte liegt also hoch.
Der bessere Indikator könnte deshalb sein, was danach kommt.
Larm Research, wie schon erwähnt, Seagate und Credo.
Wenn auch die von längeren Auftragsbüchern und steigenden Investitionen berichten, ist der KI-Boom endgültig die Geschichte eines gesamten Ökosystems.
Das stimmt schon, aber denkt dran, die Konferenz beginnt nicht erst mit Jensen Wang am Donnerstag, sondern schon heute, wenn sich in San Francisco sieben Ballsäle gleichzeitig füllen.
Die AAA-Idee des Tages.
Nando, unsere heutige AAA-Idee, die kann ich ja mal mit einer...
biografischen Notiz beginnen.
Als ich bei der Welt angefangen habe, das war vor 24 Jahren, da war ich so richtig vernarrt in Griechenland.
Ich habe damals sogar einen Sprachkurs gemacht, damit ich mich im Land verständigen kann.
Und jetzt die obligatorische Frage, was hat das denn mit alles auf Aktien zu tun, lieber Daniel?
Sagen wir mal so, damals, das war ja so Anfang des Jahrhunderts, da war Griechenland total angesagt.
Nicht nur als Urlaubsdestination, sondern sogar als Ziel für Auswanderer.
In meinem Sprachkurs war damals zum Beispiel ein Mann aus Berlin ein Familienvater, der wollte mit seiner gesamten Familie dorthin auswandern.
Und damals galt das südeuropäische Land...
ja, man kann sagen, wirtschaftlich als das Boomland schlechthin, während in Deutschland Stagnation und Katzenjammer herrschte.
Ja, Wahnsinn.
Wann war denn das?
Das war zu eins, zu zwei, ne?
Ja, genau.
So war es.
Krass, das ist wirklich, ich meine, die waren ja sogar noch eine Zeit lang dann Boomland, ein paar Jahre, aber dann nahm das doch ziemlich jedes Ende und wir erinnern uns dann wieder, dann kommen die Zeiten, an die wir uns wieder erinnern.
2011 stand Griechenland ja dann kurz vor dem Staatsbankrott und galt als abschreckendes Beispiel schlechthin für das Leben über seine Verhältnisse.
Und jetzt, wieder mal 15 Jahre später, heißt es, Griechenland ist zurück.
Alles kommt irgendwie zurück.
Und jetzt ist es mittlerweile so, dass die Wirtschaft in Hellas stärker wächst als die in der Eurozone insgesamt.
Die Schulden, die scheinen endgültig im Griff.
Von den 209 Prozent des BIP im Jahr 2020 sind die Schulden auf immerhin 146 Prozent im vergangenen Jahr zurückgegangen.
Griechenland, das hat jetzt wieder einen Investment-Crate-Status und zahlt zeitweise sogar niedrigere Zinsen als Frankreich.
Ganz ausgestanden ist die schwere Krise von vor anderthalb Jahrzehnten allerdings noch nicht.
Das Bruttoinlandsprodukt lag 2025 erst bei 92 Prozent des Vorkrisenniveaus und mit dem Auslaufen der EU-Fördergelder dürfte sich das Wachstum dann doch auch wieder abschwächen.
Euch als Anleger dürfte aber vor allen Dingen interessieren, was da am Aktienmarkt passiert.
Ja und da lebt Griechenland gerade eine besondere Situation.
Am 21.
September, das hatten wir ja schon mal angedeutet, werden gleich acht griechische Unternehmen in den Stocks Europe 600 aufgenommen.
Die National Bank of Greece, die Eurobank, Pireus Bank, Alpha Bank, Public Power, Medline Energy & Metals, GEK Terna und Motor Oil Hellas.
Und JP Morgan erwartet dadurch mittelzuflüssig von rund einer Milliarde Euro und gemessen an der gemeinsamen Marktkapitalisierung von etwa 66 Milliarden Euro ist das ein durchaus spürbarer zusätzlicher Nachfrageimpuls, der sich an der Börse Athen bemerkbar machen dürfte.
Der Addax-Index hat sich in drei Jahren schon mehr als verdoppelt, liegt mit gut 2700 Punkten, aber immer noch weit unter den mehr als 5000 Punkten von Ende 2007.
Ganz besonders interessant ist aber das Timing.
Griechenland kommt als Industrieland zurück in den Stocks Europe 600, bleibt aber bis Mai kommenden Jahres noch in den Indizes von MSCI als Emerging Market.
Für ungefähr acht Monate existieren die griechischen Aktien damit gewissermaßen in zwei Anlagewelten.
Sie enthalten zusätzliche Aufmerksamkeit von paneuropäischen Investoren, ohne die bisherige Schwellenländernachfrage sofort zu verlieren.
Das ist wirklich eine interessante Konstellation.
Die Analysten sprechen auch von einem sogenannten Sweet Spot.
Und wenn ihr direkt auf diesen Sweet Spot setzen wollt, könnt ihr euch die acht Stocks auf Steiger natürlich ansehen.
Auffällig ist da der hohe Bankanteil.
Du hast es gerade schon gesagt, da sind National Bank of Greece, Euro Bank, Pireus Bank und Alpha Bank.
Und die sind halt alle eine Wette auf sinkende Risiken, solide Kreditqualität und die weitere Normalisierung der griechischen Wirtschaft.
Und wer weniger Finanzwerte möchte, der findet mit Public Power einen Versorger, ist der wichtigste börsennotierte Versorger im Land, und mit Mettlen einen Energie- und Metallkonzern.
Und dann gibt es ja noch GEK Terna, die sind im Infrastruktur- und Baubereich aktiv.
Und Motor Oil Hellers, das ist ein Prefinerie- und Energietitel.
Also zusammengefasst Banken-Stories, Stromnetze, Infrastruktur und Energie.
Wer es bequemer möchte, ihr könnt es euch denken, hält sich an einen ETF.
Da gibt es aber gar nicht so viel.
Es gibt aber den Amundi MSCI Grease ETF.
Der hat rund 463 Millionen Euro Volumen und hat in diesem Jahr bislang ungefähr 33 Prozent zugelegt, eine ganze Menge und über drei Jahre knapp 138 Prozent.
Und interessant ist, der ETF enthält ausdrücklich auch Coca-Cola HBC, obwohl die Aktie primär eigentlich in London notiert ist.
Das ist ja dieser große Abfüller, der aber tatsächlich in Griechenland sitzt, also ein Coca-Cola Abfüller.
Die Aktie hat sich auch immer sehr, sehr gut entwickelt in der Vergangenheit.
Und dazu kommt noch mit Blick auf diesen ETF, durch die 2035-Regel darf der größte Titel höchstens 35% und jede weitere Position höchstens 20% wiegen.
Und das begrenzt zumindest die extreme Dominanz einzelner Schwergewichte.
Klar ist, eine völlig unentdeckte Turnaround-Wette ist Griechenland jetzt nicht mehr.
Ein großer Teil der Erholung dürfte bereits gelaufen sein, aber die Erholung geht weiter und die Stocksaufnahme, die schafft einen...
ungewöhnlichen achtmonatigen Sondereffekt, eben den Sweetspot.
Ja, und Sweetspot ist natürlich auch am Ende dieser Folge.
Da findet ihr nämlich die WKN des ETFs wie immer in den Shownotes.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an www.triplea.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Ja, und seit einigen Tagen gibt es eine weitere Plattform, auf der ihr AAA konsumieren könnt.
Wir sind jetzt auch bei TikTok und wir sind echt gespannt, was ihr zu unserem Content dort sagt.
Also her mit dem Feedback.
Also das interessiert uns wirklich sehr, weil ich hatte heute eine Diskussion mit unseren Social-Kollegen und da ist man sich noch unsicher, ob ist alles auf Aktien, ist das Publikum, die Hörerschaft, ist das auch TikTok-affin?
Also bei Instagram haben wir ordentlich losgelegt und da funktioniert das sehr, sehr gut.
Also ich habe natürlich gesagt TikTok, klar können wir auch TikTok.
Also wir sind gespannt, gebt gerne mal Feedback, wie ihr das findet.
Da legen wir jetzt so richtig los.
Und ich weiß gar nicht, ob Deffen und Schäpitz auch schon dort sind.
Ich weiß aber, wo sie heute sind, nämlich im Podcaststudio natürlich am Dienstag.
Und ich weiß auch, worüber sie reden und womöglich auch streiten, wahrscheinlich streiten, nämlich über die Welt nach den Wahlen von Sachsen-Anhalt.
Und das tun sie wie immer, diesen Streit oder diese Diskussion, klug und manierlich.
Ja, gute politische Streitkultur, selten war sie so wertvoll wie heute.
Und Stichwort wertvoll, wertvolle Marktanalysen, Themen und Ideen, die bekommt ihr natürlich auch und vor allem bei uns.
Also abonniert uns gern auch bei TikTok, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Flug und manierlich, wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcast gibt.
