# Political Risk and European Growth Stocks

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-09-07

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Teslas Cybercap-Auftakt, die Anthropic-Ernüchterung und europäische Raumfahrtgeschichte.
Im Thema des Tages geht es natürlich um die Folgen der Wahl in Sachsen-Anhalt und in der Triple E-Idee stellen wir euch drei europäische Aufsteigeraktien vor.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert.
Und Nando Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der 7.
September 2026 und wir wünschen euch einen hellwachen Start in den Tag.
Tja, wach muss man in diesen Zeiten sein, denn alte Gewissheiten, die werden erschüttert.
Und da ist man wirklich herausgefordert, ganz neu zu denken.
Gestern konnten wir das mal wieder erleben.
In Sachsen-Anhalt hat die AfD die Wahl gewonnen und nicht nur das, die CDU von Bundeskanzler Friedrich Merz, die hat wirklich eine krachende Niederlage erlitten in dem Bundesland.
Das kann man wohl so sagen, da würde ich dir recht geben.
Die letzte Hochrechnung, also die letzte, die wir jetzt hier, wo wir dann quasi gesagt haben, okay, jetzt ist Schluss, jetzt nehmen wir diese Zahlen, das ist jetzt hier so kurz vor 0.30 Uhr, die sieht die AfD bei so 44 Prozent, also keine absolute Mehrheit, aber knapp dran.
Und verglichen mit 2021 hat sich die Partei damit verdoppelt.
Und die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze kam auf weniger als 17 Prozent und damit hat sie ja circa 20 Prozentpunkte verloren.
Ja und das BSW ist dann tatsächlich nach langer Zeit der Partie auch noch auf etwas über 5 Prozent gekommen und somit ins Parlament.
Und eine Nicht-AfD-Regierung wäre damit nur dann denkbar, wenn Linke und BSW beteiligt sind.
Was irgendwie schwer vermittelbar scheint, aber mal gucken, was da alles noch passiert.
Ja, und umgekehrt ist eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt durchaus möglich.
Entweder durch eine Kooperation oder Duldung aus dem BSW oder durch Überläufer.
Gibt es diese Theorien, gibt es jetzt auch noch aus anderen Parteien.
Aber wie gesagt, das werden wir die nächsten Tage dann alles sehen.
Die AfD wird vom Verfassungsschutz des Landes als rechtsextrem eingestuft, aber die Wähler hat das offensichtlich nicht davon abgehalten, die Partei zu wählen.
Mehr zur Wahl und zu den Folgen für euer Geld gleich dann im Thema des Tages.
Aber erstmal wollen wir doch einen Blick zurückwerfen auf die Kursbewegung vom Freitag.
Und da gab es eine kräftige Kursbewegung bei Tesla.
Elon Musk, der hat ja jahrelang die Erwartungen geschürt rund um das Cybercap und das Robo-Taxi-Geschäft insgesamt.
Und am Freitag, da gab es dann eine Präsentation zum Cybercap.
Doch statt eines spektakulären Auftritts von Elon Musk gab es da nicht mal ein öffentlich gestreamtes Event.
Und auch die Zahlen, die da präsentiert wurden, die waren eher so ein bisschen unter den Erwartungen.
Sowieso die letzten Male ist das alles immer sehr unauffällig und wirklich nicht spektakulär.
Also sehr, sehr nüchtern alles, was da rund um Tesla passiert in letzter Zeit und so auch diesmal.
Und die Analysten, die monierten dann, dass Tesla weiterhin keine klaren Antworten auf zentrale Fragen wie Preis, Produktionsvolumen und den Zeitplan für die breite Einführung geliefert hat.
Das Problem ist halt nur, die Börse bewährte Tesla inzwischen weniger als Autobauer und immer mehr als KI- und Robotaxi-Wette.
Und genau da läuft halt gerade Waymo vorne weg.
Und während die Alphabet-Tochter bereits als Marktführer im US-Robotaxi-Markt gilt, fährt Tesla zunächst nur in einem doch ziemlich...
begrenzten Gebiete rund um Austin rum.
Ja, und auf den sozialen Medien, da hat man dann auch Videos von den Cyber Caps gesehen.
Ja, da waren die Meinungen, wie so oft, in den sozialen Medien geteilt.
Die einen fanden es cool und die anderen, die fanden, dass diese Cyber Caps ja so ein bisschen billig aussehen, wie Economy Class im Flugzeug.
Und außerdem gab es Berichte, dass die Fahrgäste nicht direkt ans Ziel gesteuert wurden und dass sie erst lange brauchten, um anzukommen.
Aber gleichzeitig hat dann die US-Verkehrsbehörde NHTSA eine Prüfung eingeleitet, ob der Cybercap mit seinen fehlenden Pedalen und ganz ohne Lenkrad überhaupt alle Sicherheitsvorschriften erfüllt.
Und das alles.
Das hat halt dann diese Enttäuschung hervorgerufen.
Die Anleger hatten ja teilweise auf den großen Durchbruch gehofft.
Bekommen haben sie dann vorerst mehr Fragen als Antworten.
Und die Tesla-Aktie, die verlor am Freitag 6%.
Allerdings hatte sie am Vortag, am Donnerstag in Erwartung der Präsentation auch stark gewonnen.
Ja, dann frage ich dich natürlich, wie findest du es denn als Cybercap, zumindest optisch?
Ich fand es tatsächlich...
Innen drin auch ein bisschen billig, aber die Kritik an diesen schrägen Türen, die sehen so aus wie so Insektenflügel, die konnte ich jetzt nicht so verteilen.
Finde ich auch.
Fand ich futuristisch.
Finde ich auch.
Also ich fand die optisch gut.
Also die sollen ja auch nicht so viel hermachen.
Die Robotaxis sind eh so ein bisschen Produkte von der Stange dann in Zukunft.
Also da braucht man sich jetzt nicht den heißen Scheiß erwarten.
Ich fand es eigentlich auch optisch ganz gelungen.
So.
Kommen wir aber mal weiter zu Antropic.
Da gab es nämlich neue Informationen und die werden nicht jedem gefallen.
Insider zufolge, nämlich verschiebt die Firma ihren geplanten Börsengang.
Die Investoren-Roadshow, die wird jetzt wohl, oder so heißt es, werden wohl frühestens Mitte Oktober beginnen.
Das sagt man am Wochenende, wie heißt es immer so schön, mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen, Insider halt.
Und das Börsendebüt soll dann wenige Tage vor den US-Kongresswahlen im November stattfinden und ursprünglich sei die Veröffentlichung des Börsenprospekts.
für die kommende Woche erwartet wurden.
Nun ist das wohl eher Ende September der Fall.
Ja, und dann wurde auch noch Raumfahrtgeschichte geschrieben.
ESA Aerospace ist es gelungen, die unbemannte Rakete vom Typ Spektrum oder Spektrum in die Erdumlaufbahn zu schießen.
Und somit ist es der erste Orbitalflug gewesen, der von europäischem Boden ausging.
Und es war in der Tat ein großer Erfolg.
Sogar Merz und Macron haben gratuliert.
Europas Raumfahrt braucht ja dringend gute Nachrichten und Fortschritte.
Außerdem gab es einige Versuche vorher, die gescheitert waren.
Jetzt hat es geklappt und nach diesem Erfolg strotzte dann dieser Aerospace-Gründer Daniel Metzler auch vor großen Plänen geradezu.
Er peilt, sagte er dann direkt, langfristig 40 Spektrum-Raketen pro Jahr an, möglicherweise sogar mehr.
Bis Ende 2027 sind fünf weitere Starts in Norwegen geplant.
Ab 2028 soll dann Kanada folgen.
Mit mehr als zwei Dutzend Ländern laufen Gespräche über eigene Startmöglichkeiten.
Börsengang ist allerdings erstmal nicht geplant.
Aber mal sehen, wenn der Hype so weitergeht, kann das natürlich schnell gehen.
Wir sind erstmal gespannt, wie die Weltraumpapiere dann heute reagieren, die ansonsten schon gelistet sind.
So ist es.
Gespannt sind wir auch auf die Termine.
Aber Nando, eins will ich dir noch sagen.
Dieser Start von der Spektrum-Rakete, es war der erste, den ich nicht live verfolgt habe auf YouTube.
Und diesmal hat es geklappt, weil ich nicht dabei war.
Du bist ein Glücksbringer.
Siehste, ich bin ein Glücksbringer.
Aber jetzt genug die Termine.
Und heute am Montag ist erstmal noch gar nicht so viel los, weil die USA den Labor Day feiern und da sind die Märkte geschlossen.
Dienstag gibt es dann die Digitalmesse Digital X der Deutschen Telekom.
Am Mittwoch da ist das große Event von Apple.
Apple stellt ja traditionell im September neue iPhone-Modelle vor.
Und diesmal wird unter anderem auch das Modell.
mit dem aufklappbaren Display erwartet.
Ja, das ist richtig heiße Schalz.
Und es wird richtig, richtig teuer, habe ich schon gehört.
Da sind wir wirklich gespannt, ja.
Und dann ist am Donnerstag der EZB-Zinsentscheid.
Da wird ja eine Leitzinserhöhung erwartet.
Dann gibt es noch Zahlen von Oracle und Adobe.
Und am Freitag, da kommen die US-Verbraucherpreise, CPI für August.
Die Daten, die könnten dann entscheidend sein, ob die Fed in ihrer Sitzung Nächste Woche die Zinsen erhöht oder stillhält.
Ah, und dann haben wir noch die Tech-Konferenz von Goldman Sachs.
Hatten wir in der Samstagabend schon erwähnt.
Die geht am Dienstag los, da werden wir in jedem Fall auch drüber reden.
Die wollen wir nicht vergessen.
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Das Thema des Tages.
Kommen wir also zur Wahl in Sachsen-Anhalt.
Die muss natürlich unser Thema des Tages sein.
Zwar sind wir hier kein Politik-Podcast und sicherlich sind wir auf diesem Gebiet auch keine Experten.
Aber ihr werdet gleich hören, warum das alles hier auch aus Börsen, Wirtschafts-, Finanzen, Geldsicht sehr, sehr wichtig ist.
Also warum wir hier dringend drüber reden müssen.
Ja, so ist es.
Zählen wir es mal nüchtern.
Sachsen-Anhalt, das ist jetzt für sich genommen ökonomisch nicht der Nabel der Welt.
2025 hat das Bundesland 1,9 Prozent zum deutschen BIP beigetragen.
Aber die Auswirkungen auf die deutsche und die europäische Wirtschaft, die könnten dennoch erheblich sein.
Und zwar über die Stabilität und die Verlässlichkeit der deutschen Politik.
Carsten Preschke, der nennt sich jetzt Leiter globalem Makro-Team bei der ING, der hat das so formuliert, kurzfristig dürfte es kaum Konsequenzen haben, weil die Parteien zunächst die Wahlen in zwei Wochen in Berlin und Mecklenburg vor Pommern abwarten, ehe sie weitgehende Schlüsse ziehen.
Das geht ja weiter, das stimmt.
Im besten Fall würden Union und SPD jetzt ihre Reformpolitik forcieren und damit zeigen, dass sie die deutsche Wirtschaft stärken und unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern können und damit unseren Wohlstand sichern.
Dann würden die Koalitionspartner angesichts des höheren Drucks enger zusammenrücken.
Es könnte aber auch sein, dass die divergierenden politischen Überlebensinstinkte von SPD und Union dazu führen, dass die Koalition sich selbst zerlegt.
Das ist durchaus ein Szenario und Carsten Breschke sagt dazu, Zitat, für ein Land und eine Volkswirtschaft, die weiterhin auf tiefgreifende Reformen angewiesen sind, sind das keine besonders guten Nachrichten.
Aus Sicht der internationalen Investoren würde sich Deutschland damit nämlich als Reform unfähig erweisen, wenn sich die Koalition zerlegt.
Und das hätte dann wirklich weitreichende Auswirkungen, möglicherweise sogar bis zur Bonität des deutschen Staates.
Das Ganze hat ja auch eine europäische Dimension, denn Deutschland ist in der EU ja bei weitem nicht das einzige Land, in der die politische Mitte zerrieben wird und in dem die zersplitterte Parteienlandschaft zunimmt in ihrer Zersplitterung.
Stabile Regierungen zu bilden, wird dadurch tendenziell schwieriger und damit könnte eine gemeinsame politische Linie bei wichtigen Fragen noch viel schwieriger werden.
Das lässt sich einfach nicht verleugnen.
Und gestern Abend wurden dann auch wieder Sorgen laut, wonach der Reformdruck nachlassen könnte.
Schon vor der jetzigen Wahl gab es ja viel Kritik an der geplanten Rentenreform.
Tatsächlich hatte man dann gestern auch das Gefühl, als würde zumindest SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und Parteichefin Bärbel Baas das überraschend gute Abschneiden ihrer Partei als Rückenwind in Sachen...
Rentenreform betrachten und Rückenwind heißt ja in dem Fall, dass vielleicht doch nochmal an der Rente mit 63 rumgeschraubt wird.
Die sollte ja eigentlich eingeschränkt werden, aber mal sehen, was jetzt daraus folgt.
Ja, wir wollen euch jetzt einfach mal einen kurzen Überblick geben, was kann tatsächlich überhaupt noch verhindert werden in Sachen Reform oder womöglich sogar gekippt und welche Gesetze und Reformen sind denn schon sicher?
Die grundlegende Reform des gesetzlichen Rentensystems, die steht ja tatsächlich noch aus.
Die Frühstartrente, da geht es um die kapitalgedeckte private Vorsorge schon vom Kindesalter an, die wurde im August 2026 vom Kabinett beschlossen, ist aber damit noch nicht mit einem vollständigen Gesetzgebungsverfahren gleichzusetzen.
Die Abschaffung der Rente mit 63 ist dagegen bislang nur eine Empfehlung der Rentenkommission und politische Absicht der Bundesregierung.
Da gibt es aber noch gar keinen Gesetzentwurf.
Und dass dieser Part wieder einkassiert wird, das ist durchaus möglich.
Ja, möglicher denn je.
Entwarnung gibt es aber beim Altersvorsorge-Depot.
Das ist ja inzwischen Gesetz, die neuen Produkte, darunter ja auch das Altersvorsorge-Depot.
Ohne Kapitalgarantie soll ab 1.
Januar 2027 angeboten werden.
Ja und auch noch wichtig, das Einkommenssteuerreformgesetz ist vor wenigen Tagen vom Bundeskabinett als Entwurf beschlossen worden.
Damals ist die Reform politisch innerhalb der Bundesregierung geeint, aber noch kein Gesetz.
Allerdings muss man auch sagen, alle Experten sind sich einig, dass das ohnehin kein großer Wurf ist.
In Sachen Entlastung bot ja nicht mal das Minimalziel, also die Kompensation der kalten Progression erreicht.
Also von daher ist es eigentlich auch gar nicht so wichtig.
Ja, und dann wäre da noch die Gesundheitsreform.
Die wurde von der Bundesregierung bislang nur teilweise umgesetzt.
Beschlossen ist vor allen Dingen das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz, das mit Einsparungen und Ausgabenbegrenzung die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen kurzfristig stabilisieren soll.
Die eigentliche Strukturreform des Gesundheitswesens, die steht dagegen noch aus.
Also auch hier besteht Rückzieherrisiko.
Ja, das ist definitiv gegeben.
Also diese Sorge ist durchaus berechtigt.
Doch es stellt sich auch noch eine andere Frage, nämlich die Frage, was bedeutet eine AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt eigentlich für den Investitionsstandort Deutschland?
Zum einen kann man sagen, die meisten radikalen wirtschafts- und europapolitischen Forderungen der Partei, die könnte eine Landesregierung gar nicht umsetzen.
Entscheidender ist jedoch das Signal an die internationalen Unternehmen.
Erweist sich Sachsen-Anhalt als einmaliger regionaler Sonderfall oder als Blaupause für eine Partei, die 2029 ja auch im Bund nach der Macht greifen könnte.
Je stärker Investoren Letzteres erwarten, desto stärker würden Fragen nach EU-Kurs, Fachkräftezuwanderung, politischer Stabilität.
und verlässlicher Wirtschaftspolitik in ihre Standortentscheiden einfließen.
Fest steht ein genereller Rückzug ausländischer Investoren aus Deutschland.
Allein wegen einer AfD-Regierung halten die meisten Ökonomen für unrealistisch.
Doch der besagte ING-Ökonom Brzezschi, der hat gestern Abend das so ausgedrückt, das Investitionsrisiko ist weniger die reine AfD-Politik, sondern vielmehr der daraus resultierende Schildstand auf Bundesebene.
Also Reformunfähigkeit ist einfach kein guter Standortfaktor.
Kommen wir mal zu den Auswirkungen auf die Märkte.
Wir hatten ja schon gesagt, dass Sachsen-Anhalt nur einen geringen Anteil am deutschen BIP hat und das schlägt sich natürlich auch an der Börse nieder.
Es gibt da im Wesentlichen zwei börsennotierte Firmen, die ihren Sitz in dem Bundesland haben, abgesehen mal von einem Bauernhof oder von einem landwirtschaftlichen Betrieb.
Und diese beiden größeren Firmen, die ihren Sitz in Sachsen-Anhalt haben, die heißen Verbio und Das ist wirklich nicht viel, aber als Wiglinburger möchte ich mich da nicht so weit aus dem Fenster lehnen.
Das ist auch nicht viel mehr.
Also Verbio, die sind gelistet im SDAX mit Sitz in Zürich.
Das ist ein ziemlich wichtiger Hersteller von Biokraftstoffen.
Und dann ist da noch die Halloren Schokoladenfabrik aus Halle an der Saale.
Das ist Deutschlands älteste Schokoladenfabrik.
Und die ist nicht im regulierten Markt, sondern im Freiverkehr gelistet.
Die Aktie, die kann man, wenn man dann möchte, über die Börse Hamburg handeln.
Ob sich jetzt der Kurs von Verbio oder Haloren wegen der Landtagshal wirklich bewegt, weil die Firmen ihren Sitz in Sachsen-Anhalt haben oder vielleicht auch, weil sie möglicherweise in Zukunft schwieriger Fachkräfte finden an den Produktionsstandorten vor Ort.
Also da habe ich so meine Zweifel.
Allerdings ist Verbio auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien, der Biokraftstoffe tätig und ein größerer Einfluss der AfD auf Bundesebene der Kurs.
Könnte da schon die Frage aufwerfen, ob sich da zum Beispiel die Förderung von Biokraftstoffen in der Zukunft nachteilig verändert und das auch Auswirkungen auf das Geschäft haben könnte.
Ja, der Hauptfaktor ist aber die geringere Vorhersehbarkeit der Bundespolitik, geringere Vorhersehbarkeit.
Ihr wisst, das ist für die Börse immer schlecht, gerade wenn wichtige Reformen auf dem Spiel stehen, wie zum Beispiel die Kapitalrente.
Da ist es wahrscheinlich, dass deutsche Aktien heute durchaus schwächer tendieren.
Und dann ist ja auch noch der Euro.
Die Bundes-AfD, die ist eine eurokritische Partei, die in ihrem Programm weiter einen Austritt Deutschlands aus der Währungsunzion stehen hat.
Das dürfte Investoren insgesamt vorsichtiger werden lassen.
Gestern Abend haben dann die ersten Indikatoren schon erkennen lassen, dass der Euro zum Dollar leicht schwächer tendiert.
Gegen Mitternacht stand unsere Währung so bei 1,16 Dollar.
Die AAA-Idee des Tages.
Nando, ihr habt ja letzte Woche über Veränderungen in den europäischen Stocks-Indizes gesprochen, die Ende des Monats anstehen.
In den Stocks Europe 600 werden am 21.
September gleich 14 neue Unternehmen aufgenommen.
Und das ist wirklich mehr als nur eine Randnotiz, denn solche Indexwechsel, die zeigen oft, wo an Europas Börsen gerade neue wirtschaftliche Dynamik entsteht und unsere AAA-Idee heute lautet deshalb europäische Aufsteigeraktien.
Bevor wir uns einige der Kandidaten ansehen, lasst uns mal den Index selbst einordnen.
Der StocksEurope 600 steht zwar im Schatten des amerikanischen S&P 500, enthält aber sogar mehr Aktien und bietet damit eine sehr breite Streuung über Länder und Branchen.
Aktuell in diesem Jahr liegt der inklusive Dividenden 12% und plus der S&P 500 kommt auf 15%.
Europa hält also erstaunlich gut mit, obwohl es ja viel weniger Tech und mehr Industrie enthält als der S&P 500.
Ja, das muss aber auch nicht immer ein Nachteil sein, wie wir schon ein paar Mal gesehen haben.
Ja, das Besondere an dem Stocks Revirement in diesem September, das ist die Rückkehr Griechenlands.
Der Indexbetreiber Stocks, der stuft das Land nach zehn Jahren wieder als Industrieland ein und nicht mehr als Schwellenland.
Und mit diesem Status als Industrieland, da hat man halt...
So gesehen wieder das Recht im Stocks vertreten zu sein.
Und damit können griechische Banken, Versorger und Handelsunternehmen in den Stocks Europe 600 zurückkehren.
Ich könnte mir vorstellen, dass wir Griechenland in den nächsten Tagen mal eine eigene Sendung widmen, das als Thema haben oder eine AAA-Date machen.
Deshalb lassen wir die griechischen Neulinge in dem Index jetzt mal außen vor.
Schöner Cliffhanger, Daniel.
Schöner Cliffhanger.
Und dann legen wir mal los ohne die Griechen heute und beginnen mit Endeavor Mining.
Das ist ein Goldproduzent mit Sitz in London und Minen in der Elfenbeinküste im Senegal und in Burkina Faso.
Das Unternehmen bezeichnet sich als größten Goldförderer Westafrikas und profitiert natürlich vom starken Goldpreis, ist klar.
Die Aktie liegt in diesem Jahr auf Eurobasis fast ein Viertel im Plus.
Das Kursgewinnverhältnis beträgt etwa 12 und die Dividendenrendite 2,8 Prozent.
Das klingt attraktiv.
Aber Anleger kaufen hier neben Gold auch politische und operative Risiken in mehreren westafrikanischen Staaten.
Genau das macht aber insgesamt Endeavor zu einer Aktie für Anleger, die Gold nicht nur über ein Indexprodukt oder über einen dieser großen nordamerikanischen Förderer spielen wollen.
Steigt der Goldpreis weiter, kann bei einem Produzenten ein operativer Hebel entstehen, weil höhere Verkaufspreise bei teilweise konstanten Kosten überproportional auf den Gewinn einzahlen.
Umgekehrt treffen dann Probleme in einzelnen Minen oder politische Eingriffe das Unternehmen unmittelbar und damit euch auch als Aktionäre.
Endeavor ist deshalb ein Goldinvestment mit zusätzlicher Renditechance, aber auch eine mit einem höheren Gewichtrisiko.
Der vielleicht spektakulärste Aufsteiger, der kommt aus Polen, XTB heißt er oder wie ich es nenne, den Zlatan Ibrahimovic Broker.
Der ist nämlich die zentrale Werbefigur und prangt auch hier in Deutschland von vielen Plakaten.
Mit Blick auf XTB.
Ja, der Online-Broker, um den handelt es sich nämlich, der war ursprünglich vor allem auf CFDs und Devisenhandel spezialisiert.
Baut sein Angebot aber zunehmend um Aktien, ETFs und Sparpläne aus.
Ja, XTB ist ein bisschen sowas wie die polnische Trade Republic.
Nach Unternehmensangaben nutzen inzwischen mehr als 2,9 Millionen Menschen die Investment-App.
Und auch in Deutschland wird sie wichtiger und präsenter.
Ja, sollte hierzulande also ein Altersvorsorge-Depot eingeführt werden, könnte XTB von der stärkeren Privatpersonen Warten Kapitalmarktlage ebenfalls profitieren.
So ist es.
Ja, aber die Börse, die hat diese Wachstumsstory schon entdeckt.
Die ist nicht ganz unerkannt geblieben.
Der Aktienkurs, der hat sich auf Jahressicht mehr als verdoppelt.
Die Aufnahme in den Stocks Europe 600 ist jetzt die Bestätigung dieses rasanten Anstiegs.
Und trotzdem bietet das Papier noch eine Dividendrendite von mehr als zwei Prozent.
Das darf man nicht vergessen.
Ihr als Anleger müsstet nun abwägen, ob das internationale Kundenwachstum von XTB die höheren Erwartungen rechtfertigt und wie stabil die Erträge bleiben, wenn die Handelsaktivität der Kunden einmal nachlassen sollte.
Ein ganz anderes Modell verfolgt Softcat aus Großbritannien.
Das Unternehmen berät vor allem öffentliche Einrichtungen bei der Beschaffung und beim Betrieb ihrer IT-Infrastruktur und verkauft Software-Lizenzen und Hardware und baut zugleich Dienstleistungen rund um Cloud, Cyber Security, Netzwerke, Daten und KI aus.
Software profitiert damit natürlich von der Digitalisierung, ohne selbst die nächste Chip-Generation oder ein eigenes KI-Modell entwickeln zu müssen.
Das kann zwar weniger spektakulär wirken, liefert aber potenziell planbarere Erlöse.
Und gerade dieser Schaufelverkäuferansatz, der ist interessant.
Softcat verdient daran, dass Behörden und Unternehmen ihre IT modernisieren müssen, unabhängig davon, welche einzelnen Technologieanbieter am Ende das Rennen machen.
Der riesige Datenhack.
Der Berliner Senatsverwaltung, der hat ja gerade erst gezeigt, wie wichtig Cyber Security ist.
Und das war wirklich ein riesiger Hack.
Ja, die Softcat-Aktie, die liegt gut 40 Prozent über dem Stand von Ende 2025.
Besonders gefragt sind da gerade bei dem Geschäft die Dienstleistungen.
Das Risiko bei Softcat, das besteht darin, dass der Markt...
bereits einiges an Wachstum eingepreist hat und öffentliche Kunden, also diese Senatsverwaltung zum Beispiel, ihre IT-Budgets langsamer ausweiten könnten als erwartet, auch wenn es im Moment nicht so aussieht.
Ja, unser Fazit zu diesem Index-Thema.
Eine Indexaufnahme, die ist noch kein Kaufsignal für sich allein.
Sie erhöht zwar Sichtbarkeit und kann zusätzliche Nachfrage durch indexnahe Fonds auslösen, aber häufig haben die Aktien zuvor schon eine ziemlich starke Kursentwicklung hinter sich.
Endeavor, das steht für Gold, XTB für den europäischen Neobroker-Boom und Softcat für Digitalisierung.
Die Neulinge erzählen ziemlich genau, und das ist das Spannendste eigentlich an dieser Idee, welche Themen Europas Börsen im Jahr 2026 so bewegen.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an aaa-altwelt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Unsere jüngste Samstagsfolge hat ein sehr großes Echo ausgelöst.
Wie immer eigentlich, wenn wir mal so von den klassischen Börsenexperten-Aktien-Idee-Formen abweichen.
Erfreulich finde ich aber, dass die meisten von euch diese Abwechslung lieben und loben.
Wie etwa Michaela.
Sie schreibt.
Ich fand die Folge echt gut und Psychologie spielt eine so große Rolle beim Investieren.
Es war natürlich keine klassische Samstagsfolge, aber ich als Stammhörer finde es mal gut, den Horizont etwas in diese Richtung zu erweitern.
Fand auch Lea und die beiden Gäste total angenehm.
Ja, Snowdog H.A.H.
schrieb über Spotify und er sah es ähnlich und doch anders irgendwie.
Denn er schrieb, ich finde das Thema gut, aber die Umsetzung war irgendwie komisch.
Zu viele Klischees, nichts Konkretes.
Vielleicht nicht der richtige Channel hier.
Ja, kann man so sehen.
Ich sehe das anders, ehrlich gesagt.
Ich finde es eigentlich ganz gut, dass wir da immer diese Abwecklung haben und auch mal diese...
thematischen Ausreißer.
Und deshalb werden wir auch weiter mit solchen alternativen Folgen hier aufwarten.
Jeden Geschmack mit jeder Folge können wir sowieso nicht treffen.
Aber euch sei allen gesagt, auch für euch wird es hier wieder passenden Content geben.
Deshalb abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
