# Data Sovereignty in Project Management Software

**Podcast:** INNOQ Podcast
**Published:** 2026-09-06

## Transcript

Hallo und herzlich willkommen zum InnoQ Podcast.
Dieses Mal geht es wieder um D-Day, den sogenannten Digital Independence Day.
Und dabei handelt es sich um eine Initiative, die immer am ersten Sonntag des Monats Rezepte vorstellt, wie man seine digitale Souveränität verbessern kann.
Wir von InnoQ machen natürlich auch mit und wir möchten unseren Beitrag dazu leisten.
Und heute sprechen wir über datensouveräne Projektmanagement-Software.
Mein Kollege Holger Kraus hat sich mit diesem Thema näher beschäftigt.
Hallo Holger.
Hallo Anja.
Magst du dich einmal vorstellen?
Sehr gerne.
Ich bin Holger Kraus, Senior Consultant bei InnoQ.
Bin schon relativ lange bei InnoQ, schon so seit 2010.
Hab am Anfang viele Java Enterprise Projekte gemacht und bin so in den letzten Jahren aber immer mehr so in die Architekturrolle gegangen.
Hab auch...
in den letzten zwei Jahren eine interne Organisationseinheit geleitet, in der wir unsere internen Projekte gemacht haben und bin da so ein bisschen für das Thema Projektmanagement sensibilisiert worden.
Und darüber reden wir, glaube ich, heute.
Genau.
Also es geht im Grunde um datensouveräne Projektmanagement-Software.
Und ich habe gehört, dass du versucht hast, einen Monat lang Jira loszuwerden.
Hat das denn geklappt?
Ich habe eigentlich gar nicht versucht, es loszuwerden.
Ich habe eher versucht, was zu finden, was den Schmerz ein bisschen verkleinert.
Das ist in Deutschland mittlerweile tatsächlich schwierig ist.
Jira-Optionen zu haben, die so den deutschen Datenschutzanforderungen genügt.
Weil, also bisher hatte man noch die Möglichkeit, Jira-Data-Sender zu verwenden, also alles selber zu hosten auf eigener Hardware.
Und ich habe jetzt nicht alle Daten im Kopf, aber wenn ich mich richtig erinnere, gibt es die Möglichkeit aber nur noch bis 2029 und dann gibt es nur noch die Möglichkeit, Jira Cloud zu verwenden und dann hat man halt gar keine Kontrolle mehr über die Daten, weil das dann alles auf den Jira Servern liegt und dadurch, dass es in den USA zum Beispiel Gesetze gibt, amerikanische Cloud-Anbieter quasi den Sicherheitsbehörden jederzeit Zugriff auf ihre Daten geben muss.
Also ich bin da jetzt kein Datenschutzexperte, bin da jetzt nicht super detailliert im Thema, aber das ist so mein Verständnis davon.
Ist es für deutsche Unternehmen schon ein Thema, was nicht so ganz egal ist, weil so in Projektmanagement-Software werden ja auch durchaus sensible Daten verwaltet, weil man darüber Aufschluss kriegt, woran arbeiten denn diese Firmen, was haben die für eine Strategie, was sind so die nächsten Themen und so.
Also in so Projektmanagement-Software liegen nicht nur Sachen, wo man sagt, ist uns egal, wenn da jemand Fremdes reinschaut, das ist schon was, wo man viel über eine Firma erfahren kann.
Ja, das hätte ich jetzt tatsächlich nicht gedacht.
Das Einzige, was mir so einfällt, ist, wenn ich jetzt ein Backticket zum Beispiel öffne und ich dort Logs hinzufüge als Anhang.
Das sind so Dinge, die bestimmt sicherheitskritisch sein können oder halt kritische Daten beinhalten können.
Aber ansonsten fällt mir eigentlich nichts Kritisches ein.
Hast du da mal ein Beispiel?
Naja, also ich habe Beispiele im Kopf, aber die sind natürlich dann nichts, was ich jetzt im Podcast konkret benennen würde.
Aber wenn Kunden zum Beispiel, neue Produktversionen planen und Konkurrenten zum Beispiel nicht wissen, was planen die denn als nächstes.
Es ist halt immer schöner, wenn man mit was auf den Markt gehen kann, wo jetzt nicht dann eine Woche später der Konkurrent um die Ecke kommt und hat dasselbe Feature auch.
Also das wäre für mich so ein Beispiel.
Welche grundlegenden Features haben denn so Projektmanagement-Software-Pakete?
Also ich kann mir vorstellen, das ist sowas wie Sprintplanning, Kanban-Boards, Projektmanagement im Allgemeinen, aber zählt da auch so etwas wie ein Wiki dazu?
Also gehört für mich, also ich habe tatsächlich, deshalb würde ich das Thema jetzt gerne aufmachen, als ich angefangen habe, mich mit dem Thema zu beschäftigen, bin ich sehr stark erstmal von meiner eigenen Erfahrung mit Projektmanagement-Software ausgegangen und das ist halt in den meisten Projekten tatsächlich Jira gewesen.
Und da fällt einem halt als erstes irgendwie ein, ja, es muss irgendwie ein Board geben, wo man sehen kann, was man im Daily öffnen kann, wo man reinschauen kann, um zu gucken, wie gerade der aktuelle Stand der Dinge ist.
Es muss sowas wie einen Planning-Modus geben, wo man sich einen Backlog anschauen kann.
entscheiden kann, was machen wir denn im nächsten Sprint.
Das sind alles Dinge, die mir quasi sofort eingefallen sind.
Aber dann habe ich mich irgendwann daran erinnert, was ich in Kundenkontexten halt auch zum Beispiel mitbekommen habe, ist, dass dann halt auch ja durchaus öfter mal so größere Initiativen geplant werden, wo zum Beispiel einfach größere Produktreleases quasi geplant werden, an denen mehrere Teams beteiligt sind, also die auch dann durchaus einen größeren zeitlichen Horizont haben als so ein normaler Sprint, also zum Beispiel, dass man sagt, wir planen jetzt die nächsten drei Monate und was wir in den nächsten drei Monaten in unterschiedlichen Teams zusammen erreichen wollen.
Und dann ist mir halt aufgefallen, ja.
Diese Perspektive habe ich zwar immer so ein bisschen mitbekommen, aber habe ich mir tatsächlich so aus Projektmanagersicht noch nie so genau angeguckt.
Nämlich, wie schaffe ich es denn, Aufgaben auf so einer Ebene, einer höheren Hierarchie-Ebene irgendwie zu planen und dann in Teams zu verteilen?
Und ich möchte ja im Grunde auch, dass die...
agil arbeiten können, aber gleichzeitig möchte ich Überblick behalten können.
Also ich möchte irgendwie so einen Projektstatusbericht haben und genau, diese Ebene ist mir dann aufgefallen und deshalb habe ich dann auch gesehen, das muss ich in meinem Artikel, glaube ich, sehr klar herausarbeiten, dass es diese unterschiedlichen Perspektiven gibt.
Und auch so Annahmen treffen, was ich glaube, was diese Ebenen gerne tun möchten.
Also ich habe auch so ein paar Kollegen interviewt, die dann vielleicht schon mal als Enterprise Architekt oder so gearbeitet haben.
Und um da so ein bisschen mehr rauszufinden, was interessiert die denn?
Also das war eigentlich schon so klassische Stakeholder Analyse, wie man das halt auch bei einem Software Projekt macht.
Also sich wirklich anschauen.
Wer benutzt denn so eine Software und was wollen die von so einer Software?
Und dadurch wurde das Thema dann tatsächlich für mich persönlich auch viel interessanter, weil ich dabei dann auch wirklich viel über Projektmanagement gelernt habe.
Jetzt habe ich die ganze Zeit am Stück geredet.
Alles gut, genau das wollen wir wissen.
Also du hast einen Artikel dazu geschrieben und hast du auch mehrere Produkte miteinander verglichen?
Also tatsächlich, ich habe mir am Anfang erstmal einen Überblick verschafft, was gibt es auf dem Markt.
Also da mir das Thema Datensouveränität sehr wichtig war, habe ich tatsächlich erstmal nach Open-Source-Projekten gesucht und nicht quasi erstmal nicht nach kommerziellen Alternativanbietern, weil so meine Annahme war halt, Wenn ich mich dann quasi in die Hände des nächsten kommerziellen Anbieters begebe, kann es mir immer noch passieren, dass der irgendwie verkauft wird und in fünf Jahren einem amerikanischen Unternehmen gehört und dann habe ich dieselben Probleme wieder, denen ich eigentlich entrinnen wollte.
Deshalb habe ich tatsächlich erstmal geguckt, was gibt es denn an interessanten Open-Source-Alternativen und da habe ich ein paar gefunden.
Also einige waren dann eher so, ich sag mal so, wenn mir jetzt reicht, dass ich einfach so ein agiles Board und einen Backlog verwalten möchte, waren da ganz viele auf dieser Ebene.
Ich weiß nicht, ob wir jetzt in die Alternativen einsteigen wollen oder?
Du kannst gerne ein paar Beispiele nennen.
Ich glaube, ich erst mal hier runterscrollen, weil ich die alle auch nicht mehr im Kopf habe.
Der Artikel ist schon einen Monat her.
Wir werden auf jeden Fall den Artikel verlinken in den Shownotes.
Genau.
Suche noch, ich finde es gerade leider nicht.
Mir fallen zwei Namen ein.
Eins war Plain, das andere war Tiger.
Das waren alles relativ junge Open-Source-Projekte, wenn ich mich richtig erinnere.
Und die fand ich jetzt erstmal für so dieses, ich stelle meinem Team Bord zur Verfügung und den Weg, wie sie Tickets erfassen können, fand ich das beides sehr brauchbar.
Aber ich bin dann halt auch relativ schnell auf Open Project gestoßen und habe dann einfach erst mal gesehen, das wird von ganz vielen großen Kunden, wie zum Beispiel der Bahn oder Siemens verwendet und war auch schon, also war auch wirklich schon in einem sehr ausgereiften Zustand.
Das Projekt gibt es irgendwie seit 2012.
Und gerade dadurch, dass so viele große Unternehmen auch Kunden sind, war so meine Annahme, okay, das ist jetzt wahrscheinlich wirklich ein Produkt, das wird es noch ein bisschen länger geben.
Das ist jetzt nicht ein Open-Source-Projekt, was drei Jahre existiert.
Wo vielleicht, keine Ahnung, in einem Jahr irgendwie die Entwicklungsaktivitäten immer weniger werden oder so.
Genau, und dann habe ich für mich erst mal beschlossen, ich kann auch gar nicht leisten, dass ich hier Produkte in Gänze teste und Urteile abgebe.
Das ist vielleicht gleich ein Thema, was wir ein bisschen näher beschäftigen können.
Besprechen können nämlich, wie bin ich vorgegangen.
Genau, also.
Ich habe festgestellt, Open Project sieht super attraktiv aus.
Also die Oberfläche sieht attraktiv aus, die ist gut, die ist hübsch.
Also das würde ich jetzt nicht als das schlagendste Argument nennen.
Das ist schon, also da würde ich eher sagen, sieht sehr Enterprise-mäßig aus.
Also ich glaube jetzt so Leute, die super viel Wert auf schickes Design und modernen Look legen.
haben wahrscheinlich was zu mäkeln.
Also mich hat tatsächlich erst mal auch die Doku angesprochen, weil die Doku im Grunde dann schon sehr gut erklärt hat, was es zum Beispiel für unterschiedliche Arten von Projektmanagement gibt und dass die alle von Open Project adressiert werden.
Das fand ich dann, also im Grunde haben die mir dann schon einen Bewertungsrahmen nahegelegt, dem ich dann auch gefolgt bin.
Genau.
Und ich hatte dann, als ich angefangen habe, ihn zu schreiben, hatte ich dann quasi das Problem, also wie gesagt, ich habe schon mich mit Projektmanagement in dem Sinne beschäftigt, dass ich halt InnoQ-Projekte, interne Projekte gemanagt habe, die aber alle jetzt nicht so riesig groß waren, also halt so Teangrößen von höchstens zehn Leuten, also keine riesen Enterprise-Projekte.
Und ich habe mich jetzt auch nicht unbedingt theoretisch viel mit Projektmanagement beschäftigt, sodass ich jetzt nicht jemand bin, der sagen würde, so, ich habe jetzt hier den super Durchblick als Projektmanager und gucke mir so ein Tool an und gebe danach ein...
treffsicheres Urteil ab, was dann quasi so als Bewertung geglaubt werden kann und dem Leute dann folgen sollen.
Also mir war von Anfang an wichtig, dass ich relativ transparent zeige, was ich weiß und was ich nicht weiß.
Deshalb habe ich halt dann mir Szenarien überlegt, die ich einfach ganz konkret vorführen möchte, weil das hat mich in die Lage versetzt, dass ich einfach beschreiben kann, was ich tue, was mir auffällt und ermöglicht dann Leuten, ihre eigenen Sichtweisen quasi zu entwickeln.
Also sie können sich fragen, das Szenario, was er da beschreibt, ist das das Szenario, was ich bei mir habe oder brauche ich eigentlich was ganz anderes?
Auch Leute, die sich hier zum Beispiel, also Open Project ist schon ein...
Projekt, was wirklich groß und ausgereift ist und ich würde mir gar nicht anmaßen, dass ich jetzt wüsste, wie jedes Feature bis ins Detail funktioniert.
Also es bestand auch immer die Gefahr, dass ich vielleicht auch Dinge falsch löse, die man vielleicht viel eleganter lösen könnte.
Und deshalb habe ich halt gezeigt, wie ich es löse, weil dann zum Beispiel auch Leute sagen können, ja, das geht doch eigentlich viel besser, der hat ja keine Ahnung.
Kann ich damit leben, aber auf jeden Fall habe ich dann nichts Falsches erzählt, sondern zeige halt Leuten, wie ich Dinge damit getan habe und ob das für sie brauchbar ist und ob das Probleme für sie löst.
Und ich habe dann im Grunde gezeigt, auf welcher Basis meine Bewertung zustande gekommen ist.
Und das fand ich dann für mich einen ganz guten Weg, um quasi...
so dieser Falle zu entkommen, dass ich da ein Urteil abgebe, ohne dass dann Leute verstehen, wie ich zu diesem Urteil komme.
Das kann ja auch nur eine Anfangsbewertung sein, um zu sagen, okay, es sieht gut aus, lass uns das mal ausprobieren, weil nur in der Praxis und mit echten Daten und mit echten Menschen kann ja dann herausgefunden werden, ob das Tool jetzt nun in die Organisation passt oder nicht.
Ich glaube nicht, dass irgendjemand, auch wenn sich jetzt jemand super toll mit Projektmanagement, auseinandersetzt und halt da schon super viel Ahnung hat, dass derjenige explizit sagen kann, nur dieses Tool würde für uns 100 Prozent passen.
Ich glaube, das hat viel damit zu tun, wer dieses Tool benutzt.
Und diese Experte, diese Expertin kann ja nicht so viele Personas sozusagen imitieren, sondern es müssen immer unterschiedliche Menschen sein, die unterschiedliche Bedürfnisse an ein System haben.
Also im Grunde müsste man es einführen und dann testen, ob es klappt oder nicht klappt, oder?
Genau.
Das ist im Grunde auch so mein Fazit gewesen.
Also ich glaube, mein Schluss war, es ist ein super interessantes Projekt und es lohnt sich auf jeden Fall, das genauer anzuschauen.
Und wirklich dann, ich habe mir Szenarien ausgedacht, aber man sollte auf jeden Fall seine konkreten Szenarien anschauen und dann auch in dem Projekt.
Produkt darstellen und dann schauen, wie weit man damit kommt und das würde jetzt schon ein bisschen vorgreifen, aber was mich zum Beispiel, ich weiß nicht, ich bin fürchtet, dass wir ein bisschen zu viel springen, wenn ich jetzt ständig von einem Thema aufs nächste springe.
Du musst da so ein bisschen schauen, dass ich hier nicht dir völlig entgleite.
Alles gut, das ist noch interessant.
Also eine Sache, die mir zum Beispiel am Anfang, die mich am Anfang ein bisschen enttäuscht hat, war, also ich war, als ich das erste Mal installiert habe, einfach erst mal sehr angetan von dem, was das alles mitbringt und habe dann halt angefangen, so meinen typischen Entwickleralltag quasi mal abzubilden.
Dann ist mir halt aufgefallen, dass es halt eine sehr unterschiedliche Art von Boards gab.
Es gab nämlich die Standard Boards und es gab die sogenannten Action Boards.
Und Action Boards sind tatsächlich in der Open Project Systematik das, was wir als Jira gewöhnte Leute quasi so als gegeben hinnehmen.
Progress schiebt, dass sich das Statusfeld ändert oder dass, wenn wir ein Ticket in den Sprint schieben, dass es dann auf dem Board erscheint.
Und das sind alles Feature des Action Boards in Open Project und Action Boards gehörten zum Beispiel nicht zu der Community Edition.
Also man hat im Grunde die Möglichkeit, Open Project erstmal auch ohne Lizenz zu verwenden.
Und dann sind halt ein paar Features, die man eigentlich gerne hätte, nicht an Bord.
Und dazu gehörten dann diese Action Boards und dann landete ich bei den manuellen Boards und da war ich dann plötzlich sehr enttäuscht.
Ja, natürlich.
Da muss man nämlich dann tatsächlich jedes einzelne Ticket nochmal dem Board zuweisen.
Und so Statusfelder änderten sich auch nicht automatisch.
Also ich spreche jetzt aus der Erinnerung.
Es besteht immer die Gefahr, dass ich eventuell auch was falsch erinnere.
Aber worauf es mir eigentlich ankommt, ist, das war nämlich dann Fazit meines Artikels.
Besser gesagt Feedback zu meinem Artikel, das nämlich...
in der, ich glaube, das war dann 17.5 die Version, dass da Actionboards mittlerweile zur Community Edition gehören.
Das ist nämlich quasi dieser Schmerzpunkt, den ich da hatte, der fällt mittlerweile weg.
Und da schließen wir jetzt den Bogen zu deiner vorherigen Frage.
Das heißt, ich kann tatsächlich Open Project auch jetzt mit einem vernünftigen Feature-Set auch relativ lange testen schon, ohne dass ich dann erstmal eine Lizenz kaufen muss.
Was ich schon sehr cool finde.
Und wie sehen die Lizenzkosten so aus?
Sind die vergleichbar mit Jira oder sind die günstiger?
Was hast du da rausgefunden?
Also sie waren jetzt nicht auf den ersten Blick.
Sehr viel günstiger.
Also sie waren so eine ähnliche Größenordnung, würde ich sagen.
Ich will auch gar nicht zu doll ins Detail gehen.
Das kann man sich sehr gut auf der Webseite von denen anschauen.
Aber was ich halt fand da, dass es sehr viel transparenter ist.
Also viele Feature, die ich dann bei Open Project zum Beispiel wertvoll fand.
Die sind in Jira zum Beispiel nicht in der, wenn er einfach nur so eine Standardinstallation von Jira nutzt, auch erstmal nicht da.
Also da geht es dann um diese projektübergreifende Sicht mit Gantt-Diagrammen und so.
Und für sowas gibt es dann in dem Jira-Universum sogenannte Marketplace-Apps oder Erweiterungen.
Und die muss man dann auch kaufen.
Da sind dann auch wieder Kosten mit.
verbunden und dadurch ist es einfach auch weniger transparent und ich hatte das schon in irgendwelchen Kontexten, dass ich gerne irgendeine Erweiterung gehabt hätte, aber diese Erweiterungen haben dann auch wieder Datenzugriff.
Da muss man dann auch wieder klären, wo landen denn diese Daten und also das ist gar nicht so einfach.
Deshalb hat mich da halt eher überzeugt, dass man bei Open Project relativ genau sagen kann, was man denn da kriegt dann fürs Geld, sage ich mal so.
Beziehungsweise ich weiß, wenn ich diese Feature gerne hätte, dann kommen noch diese Zusatzkosten auf mich zu und also man könnte jetzt sagen, Jira ist an der Stelle vielleicht ein bisschen flexibler, weil Drittanbieter Sachen anbieten können, aber Auch da fehlt mir tatsächlich der Durchblick, weil ich kenne Jira aus dieser Sicht tatsächlich kaum und habe halt wirklich eher so diese Entwicklersicht und war derjenige, der halt seine agilen Projekte darin erlebt hat.
Das waren so meine Punkte an der Stelle.
Ich frage mich, ob Organisationen wirklich so viel Leidensdruck...
haben, ihre Daten aus der Cloud herauszuholen und sozusagen sich wirklich Alternativen zu suchen, wie beispielsweise Open Project.
Oftmals habe ich das Gefühl, sie wissen zwar, dass es problematisch ist datenschutzrechtlich und dass sie es tun sollten und dass sie auch eigentlich perspektivisch sehr gerne Datensouveränität ernst nehmen wollen, aber am Ende kommen sie nicht ins Doing.
Kommt es daher, dass sie Angst vor der Transformation haben oder dass sie das Risiko des tatsächlichen Datenverlustes zu gering einschätzen?
Was glaubst du, woran könnte das liegen?
Also ich kann auch nur Vermutungen anstellen, aber ich würde vermuten, dass natürlich Firmen jetzt erstmal, und das sehen wir ja bei uns genauso, man hat halt am Ende des Tages erstmal Projekte, die sich damit beschäftigen, irgendwie einen Wert herzustellen, mit dem auch man als Unternehmen Geld verdienen kann.
Und gerade so Projekte, die sich auf die Verbesserung der internen Infrastruktur fokussieren, haben halt erstmal nur sehr mittelbaren Wert, können trotzdem sehr aufwendig sein.
Deshalb glaube ich schon, dass das schon kein kleiner Schritt ist, das dann auch zu starten, so eine Initiative.
Ja, genau.
Und ich glaube, also wenn ich jetzt nur die Idee habe, ich will von Jira weg, dann habe ich die Frage noch nicht beantwortet, wo will ich denn hin?
Und ich glaube, viele Dinge scheitern daran, dass man halt den alternativen Weg noch nicht konkret genug beschrieben hat.
Und ich sage mal, das war so ein bisschen auch mein Ziel mit diesem Artikel da halt.
Zumindest mal eine Option vorzustellen, wo Leute sich damit beschäftigen können und sich es anschauen können und dann vielleicht in ihrem Unternehmen sagen können, habe ich mir angeguckt, gefällt mir total gut, sollten wir vielleicht mal machen.
Also das ist so ein Outcome, den ich jetzt bei InnoQ erlebt habe.
Also wir beschäftigen uns tatsächlich gerade damit, ob wir das eigentlich einführen wollen.
Ob ein Projekt einführen wollen?
Ja.
Da sind gerade unsere Admins mit beschäftigt.
Wir bekommen dann also eine Instanz und dürfen damit rumspielen und dann werden wir herausfinden, ob es für unsere Zwecke funktioniert.
Weiß ich so konkret nicht.
Also im Grunde geht es an der Stelle gar nicht darum, irgendwie was abzusetzen, was für uns für Management von Projekt, von IT-Projekten verwendet wird, sondern eher das Tool abzulösen, was so eher für unsere Organisation unserer Backoffice-Prozesse gedacht ist.
Aber da, also deshalb sage ich das, da ist genau dieser Effekt entstanden.
Es hat Neugier gemacht und Leute fangen an, sich damit zu beschäftigen.
Was mir nochmal wichtig ist, auch zu sagen, ist, also ich will gar nicht Leuten sagen, Geht jetzt alle weg von Jira.
Also ich habe überhaupt nichts gegen Jira.
Also ich habe es immer sehr lange sehr gerne benutzt und finde aber trotzdem, wenn man irgendwie so ein Open-Source-Projekt hat, was sogar aus Deutschland kommt und tolle Arbeit macht anscheinend, dann finde ich, kann man das als deutsches Unternehmen auch mal ein bisschen bekannter machen.
Ja, genau.
Finde ich auch.
Wenn es wirklich...
so viele Features hat, die sozusagen Jira auch hat und eine gute Alternative darstellt.
Warum sollte man das nicht machen?
Du hast gerade erwähnt, dass wir InuQ intern auch Open Project aufsetzen und eher für die Backoffice-Tätigkeiten verwenden wollen.
Jetzt werden sich bestimmt einige Zuhörerinnen die Frage stellen, aber ist es denn dasselbe?
Hatten wir nicht eigentlich gerade über Softwareentwicklungsprojektmanagement?
Unterscheidet die sich dann nicht von der Arbeitsorganisation für Backoffice-Prozesse oder unterscheidet sich das gar nicht so sehr?
Also kann man eigentlich dieselbe Software für auch diesen Fall nutzen?
Backoffice-Prozesse optimiert ist und da war dann meine Erfahrung eben, damit lassen sich aus meiner Sicht IT-Projekte nicht vernünftig abbilden und dadurch ist so mein Interesse entstanden zu schauen, was kann man denn nehmen, wenn man Jira nicht hat.
Also deshalb war auch diese Eingangsfrage, die du gestellt hast, meine Motivation nicht, ich will Jira loswerden, sondern Ich will eine adäquate Alternative gerne haben.
Und durch dieses Datensouveränitätsthema ist das Thema einfach auch für eine breitere Basis an Unternehmen noch interessanter geworden, glaube ich.
Ein anderes Thema neben Datensouveränität ist ja generell die Souveränität auch aus Kostengründen.
Also ich habe jetzt mitbekommen, dass immer mehr Software-as-a-Service-Anbieter, die Preise erhöhen und auch sehr, sehr stark erhöhen.
Und ich habe das Gefühl, zumindest in meiner Bubble, dass es wirklich einen Trend gibt, dass das bei sehr vielen Software-as-a-Service-Produkten gerade passiert.
Man könnte sich ja auch durch die Verwendung von solchen Self-hosted-Lösungen ja da auch vor Preisanstieg schützen.
Du hattest ja gerade von dem Lizenzmodell gesprochen.
Also es gibt ja eine Community Edition von Open Project und da wäre ich ja vor Preiserhöhungen geschützt, auch vor Lizenzpreiserhöhungen.
Also die Frage wäre, warum erhöhen denn Software-as-a-Service-Produkte ihre Preise?
Also ich sage mal, wir erleben ja gerade, dass Speicher quasi unbezahlbar wird, weil halt die ganzen KI-Rechenzentren gebaut werden.
Und wenn der Ursache einer solchen Preiserhöhung ist, ist es, dass einfach auch die Betriebskosten immer höher werden, weil quasi Clouds immer teurer werden.
dann würdest du dem natürlich durch eine selbst gehostete Lösung wie in irgendeinem Rechenzentrum läuft nicht unbedingt entgehen.
Ja, das stimmt.
Aber davon habe ich bisher noch nicht gehört, dass das der Grund ist für die Preiserhöhungen.
Das weiß ich eben nicht, das ist jetzt nur geraten.
Ja, spannend.
Gibt es noch etwas, worüber du sprechen möchtest, was wir noch gar nicht angesprochen haben?
Ich glaube, was noch interessant wäre, wäre, wenn wir auf dieses Thema hybrides Projektmanagement noch ein bisschen tiefer eingehen würden.
Was ist denn hybrides Projektmanagement?
Ja, hybrides Projektmanagement habe ich tatsächlich erst durch die Beschäftigung mit Open Project kennengelernt und teilt im Grunde sehr schön so unterschiedliche Ebenen voneinander, nämlich die strategische Projektplanungsebene und die operative Ebene.
Und als Entwickler war ich halt primär in der operativen Ebene unterwegs und die zeichnet sich halt dadurch aus, dass man gerne agil arbeitet.
Aber strategisch bin ich natürlich daran interessiert, dass ich so ein bisschen kontrollieren kann, wo stehen wir da gerade.
sie mich wahnsinnig unter Druck gesetzt haben.
Aber man muss halt anerkennen, dass es eine Berechtigung dafür gibt.
Es gibt ja auch zum Beispiel, keine Ahnung, man muss zu einem bestimmten Stichtag einer gesetzlichen Anforderung zum Beispiel gerecht werden.
Dann ist halt klar, dass es diese Deadline gibt und dass die auch sehr sinnvoll ist.
Also es gibt tausende Gründe, warum Deadlines sinnvoll sein können.
Und wenn es nur ist, dass man halt irgendwie einen Grund hat, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, dass man sagt, bis zu diesem Tag können wir nur dieses Set an Featuren umsetzen und dann muss man halt irgendwann entscheiden, was gehört denn zum Kern und was ist Luxus.
Also ich finde, es hilft groß, stark zum Fokussieren.
Deshalb sehe ich auch heute Deadlines nicht mehr so, also ich wehre mich da nicht mehr so gegen wie früher als Entwickler, sage ich mal so.
Und hybrides Projektmanagement wird, finde ich, halt diesen beiden Sichtweisen auf Projekten gerecht, nämlich indem ich zum Beispiel auf dieser strategischen Ebene planen kann, was gehört denn eigentlich, in das, was wir bis zu einem bestimmten Stichtag liefern wollen, in diese Projekte.
Und das ist die strategische Ebene, da gehe ich relativ wasserfallartig vor.
Da definiere ich zum Beispiel dann auch Abhängigkeiten zwischen Arbeitspaketen.
Und dann kann ich quasi in dem nächsten Schritt hingehen und diese Arbeitspaketen konkreten Teams zuordnen.
Und die sehen das dann in ihrem Backlog so und können, also kriegen auch irgendwie Transparenten mit, bis zu welchem Datum das fertig sein muss.
Die können aber trotzdem immer noch auf ihrer Team-Ebene agiert planen, in welchem Sprint sie das zum Beispiel dann bearbeiten möchten.
Also können entscheiden, welche Dinge vielleicht noch vorher getan werden müssen und so weiter und so fort.
Und das ist halt ein Beispiel, wo ich dann Open Project sehr gelungen fand, weil nämlich genau diese Szenarien damit gut umsetzbar sind.
Und was ich schön fand, war halt diese Tatsache, dass man auf der strategischen Ebene sich zum Beispiel ganz klassische Gantt-Diagramme anschauen konnte, so Abhängigkeiten von Paketen und Wenn diese Datum mal gesetzt sind, kann man auch sehen, wann sie bearbeitet werden.
Und um diese Sicht zu haben, muss eigentlich keiner noch extra was tun, sondern die Teams arbeiten auf ihrer operativen Ebene agil.
Und dieses Team kann, wenn das vom Unternehmen gewollt ist und die Sichtbarkeit irgendwie nicht eingeschränkt wird, Können die Teams das auch sehen, aber sie müssen sich damit eigentlich gar nicht beschäftigen.
Sie können auf ihrer operativen Ebene, auf ihrer Team-Ebene bleiben, können schauen, dass sie ihren Sprint durchkriegen und diese strategische Ebene kann sehen, ob irgendwie gerade was gefährdet ist, ob da vielleicht nochmal irgendwie, keine Ahnung, ob man nochmal klären muss, ob da eine Verzögerung vorliegt, die irgendwie diese Deadline gefährdet.
Also ob man auf irgendwas reagieren muss, kann man da vielleicht dann sichtbar machen.
Und das fand ich zum Beispiel sehr attraktiv.
Weil ich finde, es wird halt den unterschiedlichen Sichten, die man auf ein Projekt haben kann, ganz gut gerecht.
Den verschiedenen Stakeholdern gerecht, verschiedene Anforderungen an diese Software.
Oder was ich noch erwähnen könnte, das fand ich zum Beispiel auch interessant, weil mir es erst dann auffiel, als ich das gesehen habe, was mir bezüglich agiler Projekte dann sehr gut gefiel, war eigentlich eine absolute Kleinigkeit, nämlich dass Backlog und Sprint im Screen nebeneinander angeordnet sind.
Ich weiß nicht, das kennst du sicher aus Jira auch, dass man, man hat so einen ewig langen Backlog, ist irgendwo ganz unten bei irgendwelchen Tickets und will die hoch in den Sprint schieben und muss dann irgendwie so eine ewig lange Liste hochziehen.
Das fand ich eine Kleinigkeit, die ich aber eigentlich einfach sehr gut gelungen fand.
Gut, also es ist gut nutzbar, sagst du.
einfach zu verwenden, gut nutzbar, auch wenn die UI vielleicht nicht super schick aussieht, aber es hat trotzdem die Kleinigkeiten, die man sich wünscht.
Würde ich auch nicht verallgemeinern.
Also das war die Kleinigkeit, die ich sehr gelungen fand.
Und ich habe ja auch so ein paar Reaktionen zu dem Artikel bekommen, die ich sehr schön fand.
Also primär über LinkedIn, also wo auch durchaus dann...
Leute berichtet haben, dass sie das schon jahrelang im Einsatz haben und super happy damit sind.
Das fand ich sehr schön.
Ja, das klingt gut.
Gut, na dann bin ich gespannt darauf, wenn ich das mal zu Gesicht bekomme und sehe, wie wir damit arbeiten können.
Damit danke ich mich ganz herzlich bei dir, Holger.
Vielen Dank für das Gespräch.
Sehr gerne, Anja.
Dankeschön.
