# Behavioral Finance: Automating Investment Discipline

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-09-05

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Hier geht es heute um den wahrscheinlich größten Gegner eines jeden Anlegers.
Es geht um uns selbst.
Warum halten wir Verlierer zu lange, verkaufen Gewinner zu früh und kaufen plötzlich Aktien, nur weil alle anderen sie auch haben wollen?
Die Antworten liefern heute gleich zwei Psychologinnen.
Sie erklären uns, warum ein Verlust doppelt so wehtut wie ein gleich großer Gewinn, weshalb wir unsere künftigen Ausgaben um bis zu 50% unterschätzen und warum der automatisierte Sparplan mächtiger ist als unsere Selbstdisziplin.
Und dann wird es persönlich.
Es geht um Liebe, Geld und die Frage, was passiert, wenn zwei vollkommen unterschiedliche Anleger zusammenliegen.
Um finanzielle Untreue, heimliches Kontoschnüffeln, den Ferrari als Beziehungstest und die erstaunliche Macht gemeinsamer Depots.
Außerdem gibt es die vielleicht beste Frage für jede Verlustaktie, den FOMO-Selbsttest und den Tipp mit der Depot-App-Löschregel.
Ein Gespräch...
Von Lea Oetjen mit Johanna Peetz und Fanny Remeness.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz, Lea Oetjen und Nandere Sommerfeld aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Samstag, der 5.
September und wir haben endlich Wachstum in Deutschland, lieber Holger.
Und gar nicht mal so mickrig.
Ich würde schon fast sagen, es ist schon ein bisschen mehr als ein zartes Pflänzchen.
Auch wenn du das jetzt wirklich wieder bestreiten wirst.
Was ist das wieder für ein Bild?
Ja, das sagt man doch immer.
Wachstum halt.
Also wir haben es, drei oder vier oder fünf Wirtschaftsforschungsinstitute haben es ausgerufen, ihre Prognosen.
Ja, und dann ist die Frage, schauen wir auf den DAX.
Was macht der DAX?
Der DAX ist im Minus und zwar gar nicht so knapp.
Und nämlich mit Minus 2 Prozent.
Und wenn wir jetzt sagen, okay, wenn die Amerikaner bei Minus 5 oder Minus 6 Prozent im Minus sind, ist das ja immer noch eine Outperformance.
Sind sie aber gar nicht.
Die sind nämlich leicht im Plus, minimal im Plus S&P 500 und SDAQ 100.
Ja, stimmt.
Aber der DAX mit Minus 2 Prozent.
Das ist ein bisschen ernüchternd, finde ich.
Ein bisschen mal Euphorie hätte ich da schon gern gesehen.
Aber du musst ja wissen, der DAX hat den Juli im Plus geschlossen.
Das hatte die Wall Street nicht.
Und der DAX hat in den letzten Wochen jetzt sich besser entwickelt.
Außer diese Woche, da hat er halt wieder verloren.
Ja, aber vielleicht hat der Markt das auch schon antizipiert.
Meinst du, der Markt hat vorausgeschaut?
Ich glaube nicht, weil es war schon ziemlich überraschend teilweise.
Also die Höhe dieser Prognosen, um die sie erhöht wurden, das war schon ein bisschen überraschend.
Und was ich auch interessant finde, dass der KI-Boom in diesen Zahlen ankommt.
Weil das hatten wir ja schon so ein bisschen gesehen die letzten Wochen und Monate, die Exportzahlen wurden auf einmal immer besser.
Und man fragte sich, hä, Maschinenbau läuft doch weiter nicht.
und zumindest klassischer Maschinenbau und Autoindustrie auch nicht und Chemie doch auch nicht.
Was ist es denn?
Und hat die Komponenten für den KI-Boom, die aus deutschen Fabriken kommen?
Ist auch Chemie, wo wir halt das Glück haben, dass wir liefern können.
Ja, stimmt.
Da haben wir auch schon drüber berichtet.
Und das ist der zweite Punkt.
Und deswegen ist das auch noch eine nicht ganz uns zu unterschätzende Sache.
Und die Frage ist, Hast du dauerhaft an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen oder sind das jetzt Sondereffekte, wenn du jetzt exportierst?
Und die Frage würde ich mir immer stellen und würde dann sagen, wettbewerbsfähig kann ich jetzt noch nicht ganz erkennen und insofern kann es auch ein Sondereffekt sein.
Bei der Elektro-Elektronik-Industrie, da haben wir ja oft im Interview den ZVEI.
Präsidenten, so heißt der Verband, da sind wir Weltspitze.
Und das ist ja genau dieser Zweig, der jetzt diese Zahlen liefert.
Du meinst Laser, Opto-Sachen oder was meinst du?
Genau, alles Mögliche.
Diese ganzen elektronischen Komponenten von, keine Ahnung, Leiterplatten, Schaltplatten, also nicht Schaltplatten, also du weißt was ich meine.
Nicht Schaltplatten, sondern Schaltkreise.
Schaltkreise.
Du bist doch hier der Elektromechanik, oder?
Ich habe Facharbeiter für Daten verarbeitet.
gelernt und habe da auch abgeschlossen.
Ich kann auch Lochband lesen, das wollte ich nur sagen.
Meine Frau gähnt dann immer, weil ich das jede dritte Woche erwähne, dass ich Lochband lesen kann, aber ja.
Da kannst du auch 2 hoch 0, 2 hoch 1, 2 hoch 2, 2 hoch 3.
Da kannst du richtig noch so, wo ein Loch gemacht ist und wo nichts, ist nicht ganz unentscheidend im Leben, wenn du was sortieren willst.
Aber konntest du es hier...
Das ist nicht unentscheidend, wenn du was sortieren willst im Leben.
Nein, du kannst an Logik, das hat was mit Logik zu tun.
Achso, ich wollte gerade sagen, weil der große Sortierer bist du ja nicht.
Nee, der Aufräumer bin ich auch nicht.
Aber ich meine, nein, wenn du irgendwie was logisch gucken kannst oder Muster erkennen willst, da ist sowas ganz hübsch, wenn du Lochband lesen kannst.
Das ist alles.
Das kannst du gut.
Wenn du irgendwann mal so einen Intelligenztest machst und dann ist da irgendwie ein Punkt und noch ein Punkt und noch ein Punkt und dann sagt dir, was ist das dritte?
Und dann sagst du, na gut, die Punkte oder so.
Dann hast du da schon deinen Hirn vorgeprägt.
Jetzt konntest du es hier auch wieder erzählen.
Ja, siehst du.
Ich hoffe, deine Frau bleibt trotzdem dran.
Vielleicht muss man noch sagen, was so ein bisschen die Gegen, also wir zur Börse zurückkommen und nicht zu unserem persönlichen Leben.
Die Renditen haben so ein bisschen Ölpreis, Renditen, das war so ein Bremsding.
Und vor allem in Japan und Großbritannien.
In Japan sind wir ins andere Jahrhundert gekommen, also sind wir wieder vor 2000 die höchsten Renditen gehabt.
Und in UK haben wir die höchste 30-Jährige seit 1998.
Das ist schon krass.
Aber was wir auch feststellen, die Arbeitsmarktzahlen beispielsweise am Freitag, die wir gesehen haben, die waren ja auch extrem optimistisch.
Da waren viel mehr neue Jobs.
Da gibt es immer zwei Studien, die eine von Arbeitgebern und die andere eine Haushaltsstudie, wo noch mal Haushalte gefragt werden.
Die Haushaltsstudien sind über 500.000 neue Jobs geschaffen worden.
Arbeitslosenrate 4,1, das war schon eine richtig fette, positive Überraschung und die Löhne sind nicht übermäßig gestiegen.
Insofern könnte es sogar so ein Sweet-Spot sein, dass man sagt, hey, das ist für die Konjunktur ganz gut und was Positives, um auch die Action-Rallye zu verbreitern.
Also es waren beide Sachen, positiv und negativ.
Und wir hatten noch KI-Geschichten diese Woche, die ganz positiv waren.
Auch wenn jetzt Broadcom über die Woche einer der wenigen Chip-Aktien waren, die im Minus sind.
Aber die haben wir für 2028 wirklich das Paradies versprochen.
Also wenn das passiert, was sie da ausgerufen haben, dann wird das ganz wunderbar, weil die ja in diesen alternativen Nvidia-Chips dabei sind, also Google und Antropic und OpenAI und so.
Und das soll dann richtig gut laufen.
Und auch, es kommt ja jetzt Antropic wahrscheinlich, der S1-Börsenfile, was wir schon jede Woche jetzt gesagt haben, kommt mal, kommt mal, das müsste jetzt, das Börsenfile müsste jetzt kommen.
weil die ja demnächst auch den Börsengang dann machen.
Ja, ja, der Herbst hat begonnen.
Wir haben immer vom Herbst gesprochen.
Und sie wollen die Ersten sein und werden wohl auch die Ersten sein.
Dann muss es jetzt auch irgendwann passieren.
Und es gibt neue KI-Modelle.
Ich habe ja schon den neuen Fable getestet.
Fable 5.1 von Anthropic.
Der ist so klug.
Ich habe einen richtig dusseligen Instagram-Post gemacht und habe gesagt, komm, mach mal lustig.
Und habe das dann dem Faiblemann gegeben.
Ich weiß, jetzt würde Pip Klöckner sagen, du schießt mit Kanonen auf einen Spatzen oder wahrscheinlich auf eine Ameise.
Aber das ist schon klüger geworden.
Wir sind nämlich jetzt bei TikTok.
Wusstest du das?
Hast du einen Instagram-Post geschrieben für TikTok oder was?
Alles auf Aktien ist jetzt bei TikTok.
Ja, das weiß ich natürlich.
Ich habe das schon in den ersten Clip gesehen.
Genau, das ist der Clip.
Und dann habe ich den bei Instagram, da habe ich den Clip und ich bin ja, und dann habe ich mir das erste Mal in meinem Leben eine TikTok-App auf mein Handy geladen und habe dann gleich eine Dreiviertelspunde bin ich da abgesackt.
Und habe mir mal die Muster angeguckt.
Und wirklich, was es da gibt, sind so chinesische Helden-Geschichten mit einer ganz komischen ideologischen Einschlagung.
Ich habe keine Ahnung, ich musste vorher noch angeben, was ich liebe und habe gesagt, ja, ich finde Märkte ganz gut, Fitness finde ich ganz cool und sonst was.
Aber zwischendrin kamen immer solche ganz komischen chinesischen Geschichten.
Also wenn das nicht von China unterwandert, ich habe keine Ahnung, aber da gab es so, weiß ich nicht, so ganz komische...
Das muss sich erst noch rauswachsen, dein Algorithmus muss sich erst noch entwickeln.
Nee, aber das ist wirklich, also es gab so viele so richtig...
Duslige Sachen, die ich festgestellt habe, auch teilweise mit einem Gender-Bild, wo ich dachte, noch ein bisschen Oldschool, weiß ich nicht.
So fast Klischee-Bilder, so Witze, ich bin hier die Frau, ich bin für halbe-halbe, er bezahlt und ich esse.
Solche Gags kamen dann und dachte so, nicht so geil.
Und wurde eine Frau mit so Lockenwicklern im Haar.
das erzählt hat.
Ich weiß nicht, warum die mir das reingespielt haben.
Klingt nachher als etwas, was man unbedingt haben muss.
Ja, aber du siehst, wie schnell du da in diesen Doom-Scroll reinkommst und dann wirklich dir die Zeit weggedoomt wird und du dann rausgehst und irgendwelche, weiß ich nicht.
Und wie gesagt, diese chinesischen Heldengeschichten, wer das auch mal hat, schreibt es mal in die Kommentare.
Das fand ich extrem irritierend.
Chinesisch, ich weiß gar nicht, was das sein soll.
Ja, war so ein Junge und er war in der Familie und dann hat er irgendwie, weiß ich nicht, sich eine Wohnung da gekauft mit, weiß ich, irgendwie.
Aber das wirst du nicht mehr lange finden, das passt doch gar nicht zu deinem Profil, was willst du damit?
Naja, die Unterstellung ist ja, dass da irgendeine Erziehung mit.
Ach so, offensichtlich passiert das doch nicht, das ist doch Quatsch.
Aber warum bringen die mir solche komischen Geschichten?
Keine Ahnung, die Grundeinstellung ist halt chinesisch.
Ich habe es mir jetzt aber angeguckt und wahrscheinlich ist es so, wie wenn du bei YouTube einmal die Werbung von so einem Finanzguru anguckst und nicht sofort auf weiter klicken, dann kriegst du laufen, so Finanzguru.
Ja, ich habe überall Fahrräder.
Ich habe mir ja ein Fahrrad gekauft, ein neues.
Wirklich?
Und ich habe überall, es sind nur noch Fahrräder.
Und ich habe aber jetzt eins.
Das ist aber die alte Cookie einschauen.
Das ist so wie Anfang der 2000er, wo du noch eins kaufst.
Ich habe einen Fahrrad.
Die verfolgen dich.
Auf jede Seite findest du jetzt einen Fahrrad.
Gut, ich finde jetzt, wir sollten mal auf die Indizes gucken.
Gewinnerverlierer.
Gewinnerverlierer den DAX mit minus 2 Prozent.
Und da ist der große Gewinner.
Wobei wir wollen jetzt auch nicht übertreiben 5 Prozent.
Aber am Freitag hat die Volkswagen-Aktie dann tatsächlich gewonnen.
Die Märkte finden es also gut.
Da würde mich dein Take interessieren.
Ich bin eher skeptisch.
Komm, du musst mich jetzt überzeugen.
Ich habe ja mit dem Defner schon diskutiert und der war auch optimistisch.
Also ich bin einerseits, es ist ein Coup von der Kapitalseite, also die Eigentümerfamilien haben es ja wirklich geschafft zu sagen, hey, also die wollen ja mehr Kohle haben, die wollen ja die Rendite hochkriegen, damit sie wieder mehr Dividende bekommen.
Und die haben es ja tatsächlich geschafft, den Aufsichtsrat so unter Druck zu setzen, die Pistole, ich meine, dass sie den Tag früher sogar damit raus sind und dann mit 6 zu 0.
Also das hat ja...
ist ja Porsche Pirch deutlich mehr zu verdanken oder die haben das letztlich gemacht als den Blume selbst.
Der Blume ist jetzt nicht unbedingt gestärkt, der hat halt aber jetzt nochmal ein bisschen Zeit gewonnen.
Und ich finde, diese Hängepartie mit diesen Werken, das ist so lächerlich.
Das ist der Punkt, über den sich alle aufgeregt haben.
Wochen, Monate lang.
Und jetzt hast du wieder eine Hängepartie.
Und es wird gesagt, jetzt erstmal bis 227.
Und wir überlegen uns jetzt, chinesische Modelle dort zu bauen oder was auch immer.
Es ist doch totaler Quatsch.
Mit deutschen Arbeitskosten.
Wir bauen chinesische Modelle mit deutschen Arbeitskosten.
Wie soll das denn funktionieren?
Also ganz ehrlich.
Und dann heißt es ja auch, okay, jetzt aber stellen wir auf 50.000.
Guckst du mal die Hälfte davon, auch als Berührungspille für die hiesigen Arbeitnehmervertreter, die Hälfte davon im Ausland.
Ja, aber wo denn im Ausland?
China ist schon mal schwierig.
Da ist gar nicht mehr so viel.
Ich glaube, da wollen die nicht sehr zumachen.
Ja, ist aber auch keine Rede mehr von gewesen jetzt.
Ist auch nicht mit dabei, wurde ja auch gesagt.
Aber Seat ist ja eigentlich eh schon zwischen mehr Cupra und Cupra soll geforciert werden.
Cupra ist ja die Sportmarke.
Oder dann sagst du, okay, in Amerika, ja, nee, können wir auch nicht machen.
Da haben wir ja Scout und bei Audi vielleicht, aber auch nicht.
Also da ist auch nichts klar.
Überall irgendwie angeblich ein bisschen.
Das ist eigentlich auch wieder nichts Halbes und nichts Ganzes.
Also der große...
Schwenk ist es nicht.
Und ja, natürlich sagen sie jetzt, die Rendite soll auf 9% steigen.
Aber wie denn?
Ich kann es nicht erkennen.
Ich finde es faszinierend, dass sie ein Restrukturierungsprogramm, den Plan verabschiedet bekommen haben.
Aber für mich ist der Plan überhaupt nicht, ich weiß nicht, wie man den exekutieren soll.
Das war mein Problem daran.
Und du hast so hohe Restrukturierungskosten pro Arbeitsplatz, 200.000 Abfindungen.
10 Milliarden hast du für die 50.000 irgendwie an Abfindungen zu zahlen.
Und dann hast du ja in den Werken noch in den Vieren noch 40.000 Leute, wo du auch nicht weißt, was mit denen ist.
Ja, dann immer diese, wir wollen die Führungsstruktur verschlanken.
Das sind alles hohle Phrasen, ganz ehrlich.
Ich sehe da keine große Strategie und irgendwelchen radikalen Schritte.
Habe ich aber ehrlich gesagt auch nicht so richtig erwartet.
Also was heißt das jetzt bei dir?
Ich bin ernüchtert.
Du findest, das wird nicht die Wende.
Ich hätte schon gedacht oder gehofft, dass sie wirklich mal ein Zeichen setzen und sagen, wir müssen uns jetzt einfach auch mal von einem Werk trennen.
Es ist halt so, wir haben eine Überkapazität von mindestens einer halben Million Autos.
Wir erwarten, dass wir nicht mehr Autos bauen in den nächsten Jahren.
Die bleiben bei neun Millionen.
Da musst du einfach Konsequenzen ziehen.
Und das hast du nicht getan.
Du müsstest wenigstens eine 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich machen, oder?
Ja, solche Sachen.
Aber es ist alles nicht möglich bei dieser Behörde.
So, jetzt habe ich da...
Statt Turnaround, Value Trap.
Wenn du jetzt in Börsensprache sprichst.
Ja, würde ich sagen.
Danke, dann hast du mir hier Rechte gegeben und das finde ich freundlich.
Danke von dir.
Gut, ich habe die Aktie ja selbst noch 40% im Minus und ich behalte sie auch, aber ich würde jetzt nie nochmal denken, jetzt muss man da nochmal nachkaufen.
Und wenn du das als Autopapst auch nicht denkst, dann gut.
Autopapst sind andere, ich bin nur...
emotional involviert.
Ich war tatsächlich, ich bin ein bisschen desillusioniert.
So, ansonsten haben wir noch die Commerzbank mit 4% beim DAX.
Aber ihr merkt schon, das sind alles, wobei die Commerzbank ist jetzt kein so kleiner DAX-Wert mehr, aber das sind nicht die großen Gewichte.
Die großen Gewichte sind nämlich am Ende des DAX und da haben wir dann nämlich auch die Auflösung, warum der DAX denn 2% im Minus ist, weil nämlich zwei absolute Schwergewichte, Rheinmetall und vor allem Siemens, deutlich im Minus sind.
Rheinmetall, Irgendwie hast du mir vorhin was, ich habe es gar nicht mitbekommen, ein bisschen neue Friedensfantasie.
Ich habe die Bloomberg KI gefragt, habe gesagt, Alter, warum bitte Rheinmetall mit 10,5 Prozent Minus?
Und dann hat er gesagt, ja, weil Wladimir Putin Kompromissbereitschaft signalisiert hätte.
Und jetzt fahren ja Wittkow und Kuschner nach Moskau am Wochenende und in die Ukraine nach Kiew und wollen da Friedensgespräche führen.
Und das hat mir das die Bloomberg-KI erzählt.
Ob das damit was zu tun hat, weiß ich nicht.
Und bei Siemens ist es so, da schrieb die Bloomberg-KI, weil es da auch keine richtigen Nachrichten gab, es wären die hohen Zinsen gewesen.
Boah, ja.
Halte ich jetzt nicht so.
Nicht so nach.
Was ich nachhaltiger finde, Münchener Rück ist bei den Plus-Leuten 1,9 Prozent.
Da gibt es ja jetzt die große Monte Carlo-Konferenz am Wochenende.
Stimmt, da werden die Preise wieder festgezucht.
Da werden die Preise festgezucht.
Da guckt man, ob die wieder Preismacht haben.
In den letzten Jahren haben sie so ein bisschen den Bogen überspannt.
Und dann gab es ja sogar...
einzelne Finanzdienstleister, die haben sogenannte Cat-Bonds rausgebracht.
Du kannst ja dich rückversichern, entweder indem du einen Rückversicherer einsetzt oder du gibst halt solche Katastrophenanleihen aus.
Und irgendwann sind die Katastrophenanleihen halt das Günstigere, wenn die zu hohe Prämien nehmen.
Und da darf man gespannt sein.
Und Hannover Rück ist auch diese Woche im Plus.
Da hofft man vielleicht auf...
bessere Preisgesachen, weil München Rücksitz in letzter Zeit eher so seitwärts gelaufen.
Das könnte mal wieder ein bisschen besser gehen.
Das ist auch in meiner größeren Position.
Also, Freunde, da muss mal wieder was passieren.
Unterm Strich laufen die doch aber immer sehr, sehr gut.
Und man darf ja auch die Dividende nicht vergessen.
Die ist üppig.
Und BASF ist noch und BASO noch dick im Plus.
Und da hat unser Hedgefondsfreund geschrieben, die müssten sich verdoppeln.
Der ist ein großer Fan von Chemieaktien.
Langsätzlich ist es diese Woche auch dick im Plus.
Kollege Hayek, du erinnerst dich, den hatten wir auch zweimal.
Ich erinnere mich sehr gut.
Ja, ja, und BASF und meinte BASF würde sich verdoppeln.
Und ich sollte endlich darüber mal reden und nicht immer über die NVIDIAs dieser Welt.
Das wäre Mist und deutsche Chemieaktien.
So, damit habe ich das hiermit getan.
Hast erledigt.
Trotzdem ist NVIDIA diese Woche wieder im Plus.
Das muss man eben sagen.
Wenn man sich den Sox anguckt, der über 2% gewonnen hat, da ist auch NVIDIA wieder mit.
positiv dabei.
Gucken wir doch mal kurz.
Wie gesagt, S&P 500 unter dem Strich fast nicht bewegt, minimalen Plus, aber wir haben dann doch deutliche Kursausschläge.
Zandisk, alter Bekannter, 17 Prozent ganz weit oben.
Robin Hood haben wir ganz weit oben.
Dell mit 15 Prozent.
Das waren gute Zahlen.
Und Deere, also hier die Landmaschinen mit 10 Prozent im Plus.
Ja, und Moserik auch.
Also es sind Landmaschinen, also ein bisschen Landwirtschaft.
Da sind die Preise gestiegen.
Und du hast auch Düngemittelhersteller, Mosaik und noch ein paar andere Düngemittelkollegen sind mit in den besten Listen.
Wenn man sich mal Weizen anschaut.
Die Aktie ist seit Jahresanfang 50 Prozent im Plus.
Wirklich?
Ja, und die läuft ja sowieso.
Es sind Compounders, ein Dauerläufer ohnehin.
Also Wahnsinn.
Echt?
50 im Plus?
Ja.
Hat die nicht mal eine Schwächephase?
Ja, ja, hatte sie tatsächlich mal, aber grundsätzlich konntest du mit der Aktie nie was falsch machen.
Eine deutlich größere Schwächephase hat Lululemon, ihr habt kurz drüber gesprochen, minus die 10% nochmal, die Aktie ist wirklich komplett ab.
Das war ja so, die erinnern mich immer so ein bisschen an Peloton.
Natürlich was anderes, klar, Yoga-Klamotten und so weiter und das andere sind halt Fahrräder.
Aber die waren auch so gehypt damals und Ludo Lemon hat inzwischen eine 5-Jahres-Performance von minus 74%.
Das sieht wirklich übel aus.
Und die haben halt echt viel Konkurrenz.
Ich weiß auch nicht immer, der Burgraben, wie man glauben kann, dass dieser Burgraben da so groß ist bei diesen...
bei diesen Sachen, ist er halt einfach nicht.
Und ich habe eine interessante Geschichte, ich habe das damals gar nicht mitbekommen, ich bin jetzt aber auch nicht so in dem Yoga-Game drin, muss ich gestehen.
Die haben ja, weil ich geguckt habe, wie ist es eigentlich zuletzt gelaufen, da gab es so einen Skandal vor ein paar Monaten in China.
Kennst du das?
Ich kenne nur einen anderen Skandal, wo du irgendwie Hosen verkauft hast, wo man sehr viel sehen konnte.
Das kenne ich auch, das war noch ein bisschen früher, stimmt, da konnte man zu viel sehen.
Aber das ist auch eine lustige Geschichte.
Die haben so eine Yoga-Performance gemacht, irgendwie mit 2000 Leuten.
Die sind in China auch sehr, sehr stark, beziehungsweise wollen dort sehr stark sein.
Auf der chinesischen Mauer oder so.
Mit 2000 Menschen.
Und dann haben die da auch so getrommelt.
Das war aber wohl so eine...
japanische Trommel-Performance, was die aber wohl nicht wussten.
Und dann gab es einen riesigen Shitstorm.
Und das darf dir natürlich nicht passieren.
Und das hat die wohl auch richtig zurückgeworfen, was die Erwartungen für das chinesische Geschäft angeht.
Der chinesische Konsument kennt da nichts.
Komm ich nicht mehr.
Wenn du das schon so inszenierst, dann sollte das halt irgendwie auch so ein Bekenntnis zu dem Markt.
Eine japanische Trommel.
Also ich hoffe, ihr kanntet die Geschichte noch nicht da draußen.
Und wenn jemand kannte, ich kannte sie noch nicht, hast du mir sie erzählt.
Und manchmal müssen dann die Podcast-Leute zuhören.
So ist es halt.
So, haben wir noch was Spannendes?
Kannst du hier noch was entdecken auf unseren Gewinnerverlierern?
Ich gucke gerade an unseren...
Eigentlich nicht.
Philadelphia-Semikontakt der Ennex hast du gesagt, deutlichen Plus.
Micron, wirklich 9% wieder.
Micron ist wirklich...
Und da gibt es nächste Woche, da gibt es diese wunderbare Theologiekonferenz von Goldman Sachs und da sind alle Chip-Hersteller auch und da kann man nochmal die gesamte Wertschöpfungskette Chips machen, da ist auch Nvidia, da ist auch Alphabet da und das wird so eine Riesenkonferenz.
Das Einzige, was mich stutzig macht, ich habe mir mal den Vorbericht angeguckt, Da sind sie alle sehr bullisch.
So weiß ich nicht, da sagen alle so, oh, das wird, und wenn die alle schon bullisch sind und dann hinfahren und dann jemand bullisch erzählt, dann hast du die Geschichte ja schon gehört, dass es alle bullisch sind.
Dann bringt es dich nicht mehr hoch.
Das ist das einzig Traurige an der Geschichte, dass es schon zu viel positive Erwartung drin ist, als dass es dann noch irgendwann nochmal die Kurse nach oben bringen kann.
Aber trotzdem ist es ganz spannend.
Die haben irgendwie 32 hochkarätige KI.
Da müssen wir auch mal hin, Holger.
Ich glaube, das ist nicht für Journalisten.
Ich glaube, man muss so auf die Fondsmanager-Seite wechseln.
Aber wir kennen doch die Leute alle.
Wir sind doch Influencer.
Kannst du dir mal sagen beim Goldman, sag doch mal, der eine Kollege von Goldman, der hört uns immer, der könnte uns eine Einladung schicken.
Johannes, bitte.
Für nächstes Jahr, bitte.
Dieses Jahr fahren wir erstmal wieder zum Eigenkapital.
Genau, machen wir Eigenkapital.
Und nächstes Jahr machen wir auch mal.
Einmal nach Kalifornien.
Das wäre cool.
Aber wir haben natürlich unseren eigenen Summit.
Und dann machen wir einen Termin mit Nemetschek.
Die sind nämlich auch da.
Ausgerechnet mit Nemetschek, ja.
Nemetschek in Kalifornien.
Nemetschek am Eigenkapital.
Hatten wir doch schon, glaube ich.
Nee, hatten wir noch nicht.
Aber können wir mal gucken.
Wir haben auf jeden Fall unseren eigenen Summit.
2.
Oktober.
Ihr wisst es.
Fast so gut wie Kalifornien.
Und wir müssen nochmal aufrufen.
Wir wollten ja irgendwie noch eine Fitness- oder Laufgruppe machen.
In irgendeinem Shitstop ist es untergegangen, weil wieder so viel Werbung war und die Leute sich aufgeregt haben.
Also wir machen das, wenn ihr Bock habt.
Lea wollte ja irgendwie peddeln, irgendwie machen, eine Padelgruppe.
Paddell, gut.
Und ich würde irgendeine Pumporganisation.
Oder wir machen Laufen, können wir auch machen.
Was sind Sie besser?
Puppen ist ein bisschen imposanter, nur dass du auch dieses tolle Insta-Video gehabt, wo du schön Liegestütz gemacht hast.
Da würde ich auch mitmachen, könnte ich auch mitmachen.
Machst du mit?
Sommerfeld macht auch mit.
Wir würden beide und wir gucken dann und dann würde ich, ich habe ja so einen Personal Trainer auch, Ralf heißt er und der hat schon gesagt, er würde euch alles zeigen, was man können muss.
Der kann auch über Ernährung und sonst was.
Und dann würde er auch nochmal die These bringen, wir haben ja letzte Woche über die These gestritten, ob man noch nach dem Pumpen noch Cardio machen darf.
Und da hat sich auch ein anderer Mensch noch, Felix, der ist auch ein Hörer von uns und der ist auch Personal Trainer bei uns im Fitnessstudio und der hat mir gleich, hat mich angesprochen, meint doch, doch, wenn du richtig hartes Cardio danach machst, so wie ich, so 12 bis 15 kmh Rennen auf der Laufbahn eine halbe Stunde, dann brauchst du vorher die Geräte, da brauchst du vorher nicht zu pumpen, weil das dann irgendwie der Körper wieder weggesaugt hat.
Haben wir das auch wieder geklärt?
Schreibt uns das und dann machen wir das.
Am zweiten machen wir vor dem Summit noch eine kleine Fitness-Session.
Kommt.
Ich muss noch vor dem Summit die Brotfabrik machen.
Aber das ist eine andere Geschichte.
Jetzt kommen wir erstmal zu unserer heutigen Folge.
Das Schöne ist, wir beide können uns heute mal so richtig zurücklehnen und einfach mal dem Gespräch lauschen.
bei vielen Sachen denken, ach Mensch, aha, ja stimmt, so ist das.
Es kommt mir irgendwie bekannt vor, Stichwort FOMO und so weiter und so fort.
Es geht nämlich um Psychologie und Börse, Geldanlage.
Aber auch um Paarbeziehungen und Sachen.
Also es geht auch, wie du in einer Paarbeziehung dein Geld organisierst.
Ich finde das wirklich spannend.
Das ist wirklich spannend.
Weil es bei vielen zu Streit für, zu Missverständnissen, zu ...
Dass man jemandem nachschnüffelt mit Kontoauszügen, das würde mir überhaupt nicht einfallen.
Das wäre nicht so meins.
Aber ich glaube trotzdem, man sollte es einmal ausgesprochen haben, wie man das haben will.
Was habt ihr für ein Modell?
Jeder hat sein eigenes Konto und gibt ein Gemeinschaftskonto oder was habt ihr?
Das ist so unser Modell.
Wir haben ein Gemeinschaftskonto und meine Frau hat noch ein Konto für ihre Firma.
Aber eigentlich ein Gemeinschaftskonto, also seit jeher immer schon.
Für alles?
Ja, alles.
Also auch wenn deine Frau sich Schuhe kauft und du irgendwie shoppen gehst?
Alles.
Das geht aus frommen Gemeinschaften.
Wirklich?
Alles runter, ja.
Das ist wirklich gut.
Und hast du dann ein schlechtes Gefühl, wenn du dir was kaufst?
Nein.
Warum?
Weil dann müssen ja beide die gleiche Laissez-faire-Haltung an den Tag legen.
Nein.
Denn wenn der eine ein schlechtes Gewissen hat, dann ist man so, ich kann ja jetzt nicht auf Gemeinschaftskonto und mir ein paar Schuhe kaufen.
Nein.
Ich kaufe mir sowieso nichts und meine Frau kauft sich ständig was und dann schiebt sie immer vor, als wäre es doch für die Kinder.
Stimmt, für eure Jungs, natürlich.
Das ist gut.
Auf jeden Fall gibt es sauspannende Themen und all die Sachen, die ihr psychologisch schon immer falsch gemacht habt und warum ihr euch selbst im Weg steht und wie ihr das umgehen könnt, euch selbst im Weg zu stehen.
Das werdet ihr alles erfahren.
Genau, und ihr werdet es erfahren, also Lea wird durch das Gespräch führen, war auch ihre Idee, diese Folge.
Und sie hat zwei Gäste, Gästinnen, weiß ich gar nicht, ob man das so nennt.
Zwei weibliche Gäste, sie hat zwei weibliche Gäste.
Und zwar Fanny Remines, eine Kollegin von uns, die auch selbst einen Podcast hat, einen Psychologie-Podcast, Nevermind.
Und Johanna Peetz.
Johanna Peetz ist Professorin und Profi-Psychologin, würde ich es jetzt mal als Laie nennen.
Und das ist eine sehr, sehr spannende Runde mit spannenden Themen und da hören wir jetzt mal gemeinsam rein.
Wer an die Psychologie des Investierens denkt, denkt wahrscheinlich zuerst an panische Anleger im Börsencrash, an Gier, an die klassische FOMO und natürlich auch an die schlechte Angewohnheit, Gewinne zu früh und Verluste zu spät zu verkaufen.
Unser heutiger Gast beschäftigt sich allerdings vor allem mit einer anderen, aber mindestens genauso wichtigen Seite des Investierens.
Denn was passiert denn eigentlich mit unserem Geld, wenn andere Menschen mit ins Spiel kommen?
Und damit herzlich willkommen, Johanna Peetz.
Schön, dass du da bist.
Danke für die Einladung.
Ja, liebe Hörer, ihr merkt, wir sind hier heute in einer etwas anderen Konstellation an den Mikrofonen, zumindest im Vergleich zu dem, was ihr sonst so gewohnt habt an den Wochenenden.
Und das soll uns aber natürlich nicht davon abhalten, an unsere Triple-A-Tradition hier festzuhalten.
Und dazu gehört natürlich auch, dass sich jeder Gast hier einmal vorstellt und zwar an einem einminütigen Elevator-Pitch.
Also, liebe Johanna, erzähl mal gerne, wer bist du, was machst du so und warum bist du eigentlich heute hier?
Und vor allem, warum lohnt es sich denn, diese Folge bis zur letzten Sekunde zu hören?
Ich bin Professorin der Psychologie an der Carleton University in Ottawa, Kanada.
Und ich forsche seit etwa 15 Jahren zum Thema Geld und seit etwa fünf Jahren zum Thema Geld in Beziehungen.
Da habe ich mich besonders darauf konzentriert, wie funktioniert das eigentlich, wenn zwei Leute zusammen mit Geld umgehen können.
Was sind da für Kritikpunkte, die auftauchen?
Und ich finde natürlich, dass es sich sehr lohnt, diesem Thema zuzuhören.
Geld wirklich ein psychologisch sehr wichtiges Thema ist.
Ich würde sagen, es ist lebenswichtig für Leute.
Damit muss man an ganz vielen Punkten im Leben umgehen.
Und es ist auch ein sehr wichtiges Thema für Beziehungen.
Wenn Leute sich streiten oder was vorhersagen, was prädikieren kann, ob eine Beziehung weitergeht oder aufhört, sind oft Streitpunkte zum Thema Sex und Geld.
Das sind die wichtigsten Streitpunkte.
Und Geld, würde ich natürlich sagen, ist ein wichtiges Thema darum, weil es sehr wirksam ist in der Beziehung.
Sehr gut.
Ich glaube, da rennst du bei unseren Hörerinnen und Hörern hier offene Türen ein.
Geld ist nämlich auch eines der Lieblingsthemen von unseren Hörern hier.
Aber, Johanna, du bist nicht heute unser einziger Gast.
Wir haben noch weitere Unterstützung hier mit in unserem kleinen Tonstudio hier, nämlich aus den eigenen Reihen von der Welt.
Dr.
Fanny Kremenes ist heute noch mit dabei.
Sie ist eine wunderbare Kollegin, die auch promovierte Psychologin ist und Host von Nevermind, dem Psychologie-Podcast.
Auf dem Papier bist du, liebe Fanny, damit auch hier ein AAA-Gast und damit auch an dich die...
Elevator-Pitch fragen.
Wer bist du wo?
Was machst du so?
Und warum lohnt es sich heute, die Folge zu hören?
Sehr schön, danke Lea.
Ja, genau, du hast es schon gesagt, ich bin Psychologin und Journalistin.
Ich hoste den Podcast Nevermind.
Ich glaube, mein besonderer Blick kommt daher, dass ich drei Welten verbinde, nämlich Forschung, Journalismus und auch Führung.
Ich habe hier eine Führungsrolle für Welt und Business, Zeit und Politico.
und habe zu Persönlichkeit und sozialen Beziehungen geforscht.
Das ist der Ursprung, bin dann in den Journalismus.
Und eine zentrale Frage, die mich die ganze Zeit umtreibt, ist, dass ich gerne möchte, dass Menschen sich selber so gut verstehen lernen, dass sie klarer, freier und vielleicht auch mutiger entscheiden.
Deswegen interessiert mich vor allen Dingen die Frage, warum machen wir eigentlich oft nicht das, was wir für richtig halten?
Das ist auch eine Frage, die Johanna umtreibt.
glaube ich, weiß ich.
Und die Börse ist dafür ja fast so ein psychologisches Labor in Echtzeit.
Also wir wissen ja, was wir langfristig denken oder tun sollten.
Und trotzdem machen wir manchmal andere Dinge.
Wir jagen steigenden Kursen hinterher oder halten zu lange an Verlierern fest oder verkaufen in Panik.
Deswegen ist von meiner Seite das Versprechen, wer bis zum Ende zuhört, der kennt dann vielleicht nicht nur so typische Denkfehler, also wie unsere Psyche uns so in die Quere kommt, sondern vielleicht auch konkret Regeln, die das verhindern können.
Du hast ja schon mal viel versprochen hier.
Da bin ich gespannt, ob wir das auch einhalten können.
Aber nein, ich bin schwer optimistisch, dass das gelingen wird.
Gut, Fanny, du hast gesagt, du hast so drei verschiedene Steckenpferder.
Johanna, du aber doch auch.
Die sind so drei verschiedene Themenbereiche, die gar nicht so auf den ersten Blick zusammengehören.
Menschen, einmal der Faktor Mensch, wie er die Zeit wahrnimmt.
Dann der Mensch, wie er das Geld ausgibt.
Und dieses Beziehungsding, Mensch in Beziehungen.
Und als ich mich so ein bisschen auf die Folge vorbereitet habe, habe ich diese drei Themenfelder gelesen und gedacht, spannend.
Bist du einfach sehr breit interessiert oder hängt das einfach irgendwie doch mehr zusammen, also Zeit, Geld, Beziehung, als man so auf den ersten Blick vielleicht denken mag?
Ja, ich denke schon, dass es zusammenhängt.
Und zwar...
denke ich, dass Zeit und Geld so Ressourcen sind, über die Leute psychologisch ganz ähnlich nachdenken.
Zum Beispiel sind wir recht schlecht darin, beide sowohl Geldausgaben als auch Zeitaufwendungen vorherzusagen.
Und Leute unterschätzen oft, wie lange sie für eine Aufgabe brauchen zum Beispiel.
Und sie unterschätzen, wie viel Geld sie ausgeben.
Und das sind dieselben psychologischen Grundlagen, die diese Unterschätzung treiben.
Zum Beispiel, dass wir zu motiviert sind, auf eine positive Antwort zu kommen.
Und also wie gesagt, Zeit und Geld, da denken die Leute ähnlich drüber nach und die hängen daher zusammen.
Und Beziehungen sind einfach ein Kontext, in dem beide sehr wichtig sind.
Zum Beispiel, wenn wir dem Partner etwas versprechen wollen, dass wir die Aufgabe bis dahin erledigen und die Sachen kaufen, dann ist es schon ganz wichtig, da akkurat zu sein.
Sonst fühlen sich die Leute, dass ihr Versprechen gebrochen wurde.
Das heißt, beide diese Ressourcen sind wichtige Themen in Beziehungen.
Okay, und es schwingt ja irgendwie überall auch mit, dass es immer auch in gewisser Weise dieselbe Herausforderung ist.
Man ist ja dann immer so ein bisschen mit einer gewissen Zukunftsperspektive zumindest drin.
Wir treffen heute Entscheidungen für Menschen, die wir dann morgen hoffentlich mal irgendwann sein werden wollen, wie auch immer.
Wir sparen für unser zukünftiges Ich.
Wir planen eine Zukunft mit rund um Faktoren, die wir noch gar nicht kennen und natürlich auch vielleicht auch Beziehungen.
Da weiß man ja auch irgendwie nie was morgen oder.
Also in manchen Beziehungen zumindest.
Es gibt natürlich auch die Beziehungen, wo alles für die nächsten 30 Jahre in purer Sicherheit in trockenen Tüchern ist.
Aber da ist ja zumindest immer so diese Ungewissheit, diese unbekannte Variable, die da ein Stück weit mitschwingt.
Deshalb mal so ganz konkret die Frage auf alle Themenbereiche bezogen.
Es ist ja gerade auch beim Anlegen so, dass man eigentlich nie genau weiß, was kommt.
Man weiß nur ziemlich genau, was man irgendwann finanziell erreichen will.
Bei vielen Anlegern auch so, dass man sich ein klares Ziel setzt.
Das und das ist mein Anlagehorizont, das und das will ich bis dahin erreicht haben.
Aber warum scheitert man eigentlich so oft auf dem Weg dahin?
Ja, ich denke, dass der unterliegende Grund ist wirklich, dass Leute einfach zu optimistisch sind.
Und ich sage nicht, dass das falsch ist, weil Optimismus ist ein positives Ding und das ist adaptiv und wichtig, dass wir optimistisch über die Zukunft sind.
Aber es trägt dazu bei, dass wir oft...
falsche Vorhersagen treffen und denken, dass wir uns besser verhalten werden, als wir es dann wirklich tun.
Das heißt, wenn wir uns vorstellen, wie wir Aufgaben erledigen, wie wir investieren, wie unsere Finanzen aussehen werden, dann denken die Leute oft an den Idealfall.
Das ist das bestmöglichste Szenario, das passieren wird.
Und sie denken selten daran, wie schrecklich das alles werden kann oder welche unkontrollierbaren Umstände das vielleicht beeinflussen können.
Dadurch liegen wir dann halt oft falsch auf eine optimistische Weise.
Und teilweise kann man das auch motiviertes Denken nennen.
Wir wollen diese positiven Ideen haben.
Wir wollen, dass die Welt so aussehen wird in der Zukunft.
Und darum können wir uns nicht helfen, statt dass wir dann immer auf die Sachen denken, wie könnte es denn dazu kommen, dass es dann so gut aussieht in der Zukunft.
Das heißt, dieses motivierte Denken verzerrt unsere Berechnung, wie wir dahin kommen können.
Kann man dagegen steuern?
Was kann ich machen, um pessimistischer zu werden?
Ja, man kann auf jeden Fall gegensteuern, zum Beispiel, indem man die Motivation runterschraubt.
Wenn Leute für andere Leute vorhersagen, wo sie vielleicht nicht ganz so motiviert sind, dann sind sie ein bisschen akkurater.
Es gab Studien, wo Leute bezahlt wurden oder anderweitig motiviert wurden, akkurat zu sein.
Und dann sind sie auch...
Da sind sie auch akkurater, sind sie richtiger.
Also wenn wir uns wirklich darauf konzentrieren, nicht die Lösung zu finden, die wir wollen, dass sie richtig ist, sondern die Lösung zu finden, die wir wirklich denken, dass sie realistisch ist, dann sind wir auch schon besser drin.
Nur die meiste Zeit denken wir nicht dran, wie kann man am akkuratesten die Welt vorhersorgen.
Eher so, was könnte passieren und dann kommt das motivierte Denken zum Vorschein.
Aber insgesamt würde ich sagen, du musst nicht immer.
Also eigentlich ist es nicht schlimm, so optimistisch zu sein, weil es vielleicht dich dazu bringt, dich dann stärker anzustrengen und diese Ziele wirklich zu erreichen.
Okay, ich glaube, wenn ich das richtig gelesen habe, du hast ja auch in der Studie verfasst zum Thema Budget, ich glaube, sie heißt Budget Fallacy.
Genau, da geht es ja darum, dass das je stärker das Sparziel ist, desto unrealistischer dann auch die eigene Ausgabenprognose werden kann.
Warum ist das so?
Warum machen denn unsere guten Absichten, also wenn du sagst hier dieses optimistische Denken, warum macht es das nicht automatisch besser in unserer Planung?
Also ist es denn wirklich, dass man alles so beschönigt betrachtet, dass man denkt, mir steht die Welt offen, meine Ziele oder ist es dieser fehlende Realismus?
Was steckt da genau hinter?
Ja, das ist dieser Optimismus und es ist ja ein Sparziel, nicht ein Akkuratsziel.
Was passiert ist in unseren Studien, wenn wir gefragt haben, wie viel gibst du in der nächsten Woche aus?
Und dann haben wir sie gefragt, als die Woche vorbei war, wie viel hast du denn tatsächlich ausgegeben?
Und wie viel gibst du nächste Woche aus?
Und so weiter.
Und konsequent haben die Leute immer gedacht, dass sie ungefähr 30 bis 50 Prozent weniger Geld ausgeben, als sie es tatsächlich getan haben.
Also sie waren wirklich nicht sehr gut.
Ja, es war sehr, sehr hoch.
Wie gesagt, da hing ja auch nichts von ab.
Das war einfach nur eine Studie, wo sie das einfach gesagt haben.
Und es waren Studenten sowohl als Leute, die gearbeitet haben, die hatten alle diese optimistischen Sicht.
Und wenn wir gefragt haben, wie kamst du denn auf diese Zahl, diese Vorhersage, dann haben sie uns erklärt, naja, ich habe diese Ausgabe mit dieser Ausgabe und diese Ausgabe.
Sie haben praktisch aufgerechnet, was sie alles ausgeben, statt dass sie gesagt haben, wie viel gebe ich denn allgemein in dem Zeitrahmen aus?
Und wenn sie das...
genommen hätten, einfach wie viel sie normalerweise in einer Woche ausgeben, dann wären sie viel akkurater gewesen.
Aber die Leute haben praktisch aufgebaut, ihre Vorhersage aufgebaut aus verschiedenen kleinen Ausgaben und da haben sie immer irgendwas vergessen oder irgendwas kam unerwarteterweise noch dazu.
Der Cappuccino, der Cappuccino to go.
Das heißt, es ist keine gute Strategie, so aufzubauen, von unten aufzubauen oder an Idealfälle zu denken.
Die beste Strategie wäre tatsächlich gewesen, wie viel gebe ich denn normalerweise aus?
Und dann nehme ich mal an, auch wenn ich gar nicht weiß, wo das alles hingegen, das Geld, dann nehme ich mal einfach an, dass ich dasselbe wieder ausgeben werde.
Lässt sich das auch auf die Börse im Sinne von Sparplänen übertragen?
Also ich meine, wir reden hier ja oft natürlich auch über Einmalinvestments, aber es geht immer wieder hier auch um die Sparpläne, die jeden Monat quasi vom Konto abgebucht werden.
Lässt sich das übertragen?
Ist es auch da mit Blick darauf zu erklären, wie man künftig...
spart und investiert.
Also ich frage deshalb, weil ich sehe in letzter Zeit immer mehr von diesen klassischen Vermögensrechnern auf allen möglichen Plattformen, wo dann immer steht, hier trag einmal dein Einmalinvestment ein, dann trag ein, was du über Jahre sparen willst oder Jahrzehnte sparen willst, immer jeden Monat dieselbe Summe.
Ich frage mich da ganz oft so, ja, klingt ja alles total schön, okay, in 20, 30 Jahren bin ich Millionärin, aber wie realistisch ist denn das eigentlich, wirklich jeden Monat konsequent?
psychologisch, aber auch so von den Lebensumständen her.
Ist das realistisch oder ist auch da wieder die Berufe, beruhen diese Vermögensrechte auf diesen optimistischen Denkweisen?
Ich bin sicher, die Leute sparen weniger, als sie wollen.
Es sei denn, sie haben das automatisch eingestellt, dass sie da gar keinen Einfluss drauf nehmen können.
Viele Sparpläne sind automatisiert, genau.
Dann würde es wahrscheinlich gehen.
Interessanterweise sparen Leute weniger, wenn sie Volatiles Einkommen haben.
Das heißt, wenn das Einkommen stark schwankt, zum Beispiel weil sie in der Gig-Economy sind und ab und zu mal ein bisschen mehr verdienen, ab und zu mal ein bisschen weniger verdienen, dann sparen die Leute insgesamt weniger, als wenn sie ein ganz konsistentes Einkommen haben.
Das ist sehr verwirrend, weil Ökonomen würden sagen, man muss mehr sparen, wenn man nicht vorhersagen kann, wie viel Geld man in der Zukunft hat.
Aber es liegt auch so ein bisschen an dieser Unsicherheit.
Also psychologische Unsicherheit trägt dazu bei, wie viel Leute sparen.
Nicht nur der Optimismus, sondern auch das Gefühl, ich spare und ich bin mir sicher, das Geld ist dann auch da, wenn ich es brauche.
Und wenn du so ein unsicheres Einkommen hast oder das Gefühl hast, das Geld ist unvorhersagbar, dann trägt das zu so einer Grundeinstellung bei, wo die Leute das Gefühl haben, Ich kann mir nicht sicher sein, ich kann gar nicht diese Sparpläne benutzen, wie ich sie vielleicht benutzen möchte.
Ist das auch der Grund, warum viele immer noch Geld einfach auf dem Girokonto parken und sagen, Hauptsache da liegt es, da ist es in Sicherheit, ich lasse die Finger davon, da wird dem Geld nichts passieren.
Ist das auch der Grund dahinter?
würde ich sagen, das ist sehr wahrscheinlich, dass es so ein Gefühl ist von, oh, ich weiß zumindest, wo es ist und ich kann es jederzeit greifen.
Ich muss mich da nicht auf irgendjemand anderen verlassen.
Fanny, gehst du da mit?
Ja, würde ich schon sagen.
Ja.
Liegt dein Geld auf Gyrocon?
Du hast es hoffentlich gut angelegt, Fanny, oder?
Das ist natürlich voll die Suggestivfrage.
Ja, ich habe einen schönen Sparplan.
Sehr gut.
Das geht alles ganz automatisch.
Sehr gut, das wollten wir hören.
Gut, Fanny ist auch noch da, nicht wundern.
Wir haben uns hier vorgenommen, dass ich in dem ersten Themenblock so ein bisschen Johanna ausfrage und Fanny steigt gleich mit ein, also nicht wundern.
Gut, dann, was ich immer noch finde, was in gewisser Weise auch noch mit reinspielt, immer in dieses Thema Geldanlage sparen, Weitsicht und allem drum und dran.
Ich finde, es ist immer so ein paradoxes Verhältnis, was man zu seinem zukünftigen Ich hat.
Also ja, ich weiß, 10, 15, 20 Jahren wird mein Leben wahrscheinlich etwas anders aussehen als das Leben, was ich jetzt führe.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, wie.
Also klar, als Frau Mitte 20, die Gesellschaft sagt mir voraus, ich werde dann Kinder haben, ich werde verheiratet sein, ich werde einen Mann haben.
Das ist das, was die Gesellschaft dann quasi von mir will.
Aber ich selber weiß noch gar nicht, wie meine Zukunft aussieht.
Wie ...
Wie finde ich denn mit so einem finanziellen Bezug irgendwie so eine nähere Verbindung zu meinem zukünftigen Ich?
Gibt es da irgendwie was, wo man sich ein bisschen annähern kann?
Das fühlt sich oft an wie so ein bisschen so ein Fremdkörper vielleicht in der Zukunft.
Also verstehst du, worauf ich hinaus will?
Das ist, glaube ich, ein bisschen will erklärt.
Erstmal möchte ich bestätigen, dass das auf jeden Fall der Fall ist, dass sich das zukünftige Selbst wie ein Fremder anfühlt für die meisten Leute.
Je weiter in der Zukunft, desto fremder.
Und das ist sogar auf Gehirnscans zeigbar.
Das heißt, in funktioneller Magnetresonanz-Tomografie, wenn man sagt, denke an einen Fremden, denke an dich selbst, denke an dich selbst in 20, 30 Jahren, dann sehen die Gehirnscans ähnlicher aus.
wie die Gehirnscans, wo man an einen Fremden denkt, wenn man an ein zukünftiges Selbst denkt.
Das heißt, das wird wirklich auf Gehirnebene schon wirklich so dargestellt, als ob das ein Fremder wäre, dieses zukünftige in Rente gehende Lea.
Und das ist ein Problem, das Psychologen und Ökonomen, denke ich mal, lösen wollen, weil wir wollen ja, dass die Leute für ihre Zukunft sparen.
Aber warum soll man das machen, wenn das...
Geld dann an irgendeinen Fremden geht.
Das kannst du jetzt nicht benutzen und irgendwie diese zukünftige Person kriegt das dann.
Das kann man lösen in derselben Art und Weise, wie man auch diese gab zum, jetzt fehlt mir das deutsche Wort, Das löst man auf dieselbe Art und Weise, wie man auch dem Fremden näher kommen könnte.
Das heißt, man kann Perspektivenübernahme betreiben.
Man kann sich wirklich vorstellen, wie wird denn ein Tag in meinem Leben sein, wenn ich so alt bin?
Oder sich wirklich vorstellen, was mache ich denn?
Was wären denn meine Hobbys?
Was wären meine Vorlieben?
Was sind diese anderen Sachen, die ich dann haben werde, wenn ich in dem Alter bin?
Es gab sogar Studien, wo sie Fotos von den Leuten künstlich...
gealtert haben und ihnen dann gesagt, guck dir dein zukünftiges Selbst an und du siehst, wie du dann aussehen wirst.
Und das hat auch geholfen, dass die Leute sich dem selbst näher gefühlt haben und dann auch mehr investiert haben für Wänden sparen und Vorsorge.
Kommt wahrscheinlich darauf an, wie glücklich dieses Gesicht aussah.
Ich habe gerade gedacht, wenn man sich selber sieht mit 90, guckt man dann traumlich oder guckt man nicht genau.
Ich glaube, die sind nicht ganz bis 90 gekommen.
Das ist eher so 50.
Ja, das ist immer die Frage.
Aber wie, jetzt muss ich jetzt mal überlegen, wie ich es formuliere.
Wie mache ich das am konkretesten?
Setze ich mich einfach hin mit einem Kaffee auf der Terrasse und überlege mir das oder soll ich es aufschreiben?
Soll ich es wirklich wie so klassisch Instagram, John Merling irgendwie sagen, ich setze mich hin und mache mir so einen richtigen, so einen Mindplan, was ich, wo ich hin will?
Oder ist es kein Ziel stecken, sondern wirklich eher so ein Philosophieren, wo könnte es hingehen?
Wie konkret lässt sich sowas überhaupt formulieren?
In den Studien haben sie tatsächlich einfach gesagt, schreib dir das auf, stell dir das vor.
Und das war nur eine kurze Aufgabe, nur so fünf Minuten oder unter fünf Minuten sogar.
Ich würde auch argumentieren, dass du das ja nicht jeden Monat machen musst, wenn du auf die Zukunft sparst.
Dann vielleicht nur einmal, wo du dir dieses Sparziebe setzt und sagen, wie viel will ich denn eigentlich wirklich sparen?
Und wenn du das dann einmal machst.
dieses Ziel setzt und das dann automatisiert verfolgst, dann reicht das.
Du musst das nicht jede Woche dir ein Foto von deinem 90-Jährigen selbst angucken, damit du dich dem früher, später um selbst näher fühlst, sondern wirklich, das ist nur wichtig für das Zielsetzen oder wo du dich entscheidest, wie viel möchte ich dann sparen.
Hat das einen Effekt auf meine Selbstkontrolle und auf die Selbstregulierung?
Wenn ich sage, okay, ich schaue meinem zukünftigen Ich in die Augen und sage, oh Gott, jetzt kannst du in der Gegenwart keine Scheiße bauen, weil du wirst es irgendwann ausbaden müssen.
Ja, es hilft in derselben Art und Weise, wie sich das Ziel wieder ins Bewusstsein zu rufen hilft.
Weil du dich daran erinnerst, warum mache ich das eigentlich?
Warum sende ich das Geld in dieses Konto jeden Monat?
Das hilft dir dabei nachzudenken, oh, was ist das Endziel?
Warum mache ich das?
Und Butter bei die Fische, was hilft am Ende wirklich mehr?
So diese Zielsetzung, irgendwie was, wo ich irgendwann hin will oder wirklich einfach der automatisierte Sparplan?
Der automatisierte Spartplan wird sehr viel effektiver sein.
In fast allen Studien zur Selbstkontrolle zeigt sich, dass Selbstkontrolle schwierig ist.
Es ist sehr, sehr schwierig und da kommt viel dazwischen.
Und jede Art und Weise, wie man das automatisieren kann und so setzen kann, dass man da selber sich nicht in die Quere kommen kann, hilft bei der Erreichung dieser Ziele.
Das heißt, die automatische Geldzuschiebung auf ein anderes Sparkonto hilft.
Wenn du auch sogar nur automatisieren in dem Sinne, dass du sagst, oh, ich setze mich jeden Sonntagmorgen hin und gucke mir mein Budget an.
Dann gucke ich mir das jeden Sonntag, dann kann ich es nicht vergessen.
Solche kleinen Automatisierungen und Verhalten können wirklich helfen.
Okay, siehste, Fanny, da bist du ja schon hervorragend mit aufgestellt.
Ja, die Selbstkontrolle ist so eine ganz schwierige Sache bei Menschen.
Da kommen wir nachher auch noch drauf.
Ja, Johanna hat eben schon schön gesagt, das ist gut, bevor man sich da selbst in die Quere kommt.
Das ist aber ja auch gerade in Beziehungen oft so, um jetzt hier die schöne Überleitung zu finden, dass man sich da selbst nicht nur mit seinen eigenen Finanzen in die Quere kommt, sondern gerne auch mal der Partner, die Partnerin.
Und es ist ja wirklich in vielen Beziehungen noch immer so, ich höre es auch immer wieder, ob von Freundinnen aus dem Bekanntenkreis, aus dem kollegialen Umfeld, dass es immer noch so ist.
so ist, dass der Mann sich tendenziell am ehesten einmal um die ganzen Finanzen der Familie, des Paares kümmert.
Ist das schlau, dass es eine Person komplett macht?
Ist es schlau, dass es einen Mann macht, wenn wir hier schon unter Frauen sprechen?
Da müssen wir auch die Frage mal stellen.
Ich glaube, so weiblich war Triple A noch nie.
Ich würde sagen, es ist schon schlau oder effektiv, dass einer in der Beziehung das regelt, weil wie du schon sagst, man kommt sich sonst vielleicht in die Quere, wenn zwei Leute versuchen, dieselben Probleme auf zwei verschiedene Arten und Weisen zu lösen.
Ob das jetzt nun der Mann oder die Frau sein sollte, kann ich nicht sagen, was da besser ist.
Ich kann dir erklären, warum es vielleicht der Fall ist, dass Männer das eher machen.
Und das ist die Tendenz von Männern, dass sie viel...
Oh Gott, jetzt...
fällt mir schon wieder das deutsche Wort nicht ein, confident, Fanny.
Selbstvertrauen.
Selbstbewusst.
Dass sie viel mehr Selbstvertrauen haben, viel mehr darin, dass sie wissen, was mit Finanzen los ist, dass sie die Börse kennen, dass sie die besten Strategien kennen.
Viel größeres Selbstvertrauen.
Das ist gezeigt worden in Studien in praktisch allen Ländern, in allen Altersstufen, so früh wie schon siebte Klasse, zeigen sich schon Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen.
ob sie denken, dass sie gut mit Finanzen umgehen kann.
Und interessanterweise ist es nicht unbedingt bezogen auf tatsächliches finanzielles Verhalten.
So Männer sparen nicht unbedingt besser als Frauen oder machen andere Entscheidungen besser, aber sie haben ein viel größeres Selbstvertrauen.
Und ich denke, das liegt daran, dass sie dann eher bereit sind, diese Aufgaben in der Beziehung anzunehmen, weil sie dieses Selbstvertrauen haben und sagen, ich weiß, was richtig ist, ich weiß, was sie machen sollen.
Das ist doch, glaube ich, nicht nur bei Finanzen so, oder?
Ist das nicht auch in allen?
Also ich meine mal irgendwie eine Studie, es ist gefährliches Halbwissen, ich habe glaube ich manchmal eine Studie gelesen, dass Männer sich auch tendenziell öfter auf Stellenausschreibungen bewerben, wenn da irgendwie so nach dem Motto, okay, ich erfülle eine Sache, die angefordert ist, ich bewerbe mich da einfach, während Frauen so sind, ich erfülle eine Sache nicht, ich glaube ich bewerbe mich lieber nicht.
Ja, das habe ich auch gehört.
Das waren glaube ich 40 Prozent der Stellenausschreibungen, wenn die erfüllt sind.
Darf ich widersprechen?
Ich würde total gerne widersprechen.
Also bei der Frage, wenn es um ein Paar geht, zusammen Anlageentscheidungen treffen oder nicht.
Ich finde zum einen, es kommt sehr darauf an, wie der Beziehungsstand ist.
Ob man jetzt gerade seit einem Jahr datet oder so und getrennte Konten hat und getrennte Haushalte hat.
Dann ja, würde ich sagen, soll jeder erstmal selber gucken und verstehen, was er für sich möchte.
Ich finde, sobald es darum geht, dass man einen gemeinsamen Haushalt hat, dann ja irgendwann wahrscheinlich auch gemeinsame Konten und auch eine gemeinsame Zukunft plant, dann finde ich es ganz, ganz, ganz wichtig, dass beide Bescheid wissen und beide zusammen planen, dass dann einer was übernimmt, also dass einer dann sozusagen den Sparplan anlegt, okay.
Aber das finde ich super wichtig, weil es geht ja um eine Lebensvision dabei, also gerade wenn es ums langfristige Anliegen, Investieren geht.
Und ganz wichtig ist anderes Ding auch noch, es kann immer ein Partner ausfallen, es kann immer was passieren, dann liegt man im Krankenhaus und der andere Partner, in dem klassischen Sinne dann im klassischen Paar, dann die Frau sitzt zu Hause und kommt nicht mal ans Konto ran und weiß schon gar nicht, was da passiert ist.
Das finde ich tatsächlich relativ gefährlich.
Deswegen würde ich immer sagen, also die konkrete Umsetzung im Depot kann einer machen, aber beide müssen Bescheid wissen aus meiner Sicht.
Ja, Entschuldigung, ich hätte das Differenzierte sagen sollen.
Ja, das stimme ich natürlich zu.
Es geht um die Umsetzung, wo vielleicht dann, wenn einer die Steuern macht und die Sachen in der Bank und so, aber es sollten beide Bescheid wissen und es sollten auch beide übereinstimmen, was für Entscheidungen getroffen werden.
Das sollte so ein grundsätzliches Einvernehmen sein, aber es passiert halt oft, dass sich einer eher mit diesen täglichen Sachen auseinandersetzt als der andere.
Und auch mehr Spaß dran hat.
Ja, das ist ganz oft so, tatsächlich.
Aber dann, daraus resultiert dann ja auch irgendwann automatisch, dass eigentlich diese Schere immer größer wird.
Zwischen der eine kümmert sich, der eine eignet sich Wissen an, der eine ist so fleißig, hört jeden Tag alles auf Aktien und der andere Part in der Beziehung lässt einfach geschehen und dann kann es ja auch irgendwann so ein schnelles Ding werden, ach, lass uns da nicht drüber reden, ich kümmere mich drum, du verstehst das ja eh nicht.
Das ist ja dann auch irgendwie dann schon so ein...
eine Beziehung, die ja nicht mal so unbedingt auf Augenhöhe ist, in der Hinsicht und dann ja auch wahrscheinlich irgendwann dann gefährlich für das Miteinander, oder?
Ja.
Ja, also manchmal muss man sich dann wirklich fragen, also sagen wir in einer hypothetischen Beziehung, dass einer wirklich das Gefühl hat, oh, ich weiß das viel besser und wir müssen das auf meine Art und Weise machen und dann wäre mein...
Meine Idee oder was ich dem sagen würde, diesen Leuten sagen würde, wäre das manchmal sind es vielleicht suboptimelle Finanzentscheidungen, aber optimelle Beziehungsentscheidungen, wenn du dann doch das machst, was der Partner möchte.
Das ist vielleicht trotzdem langfristig besser fürs Lebensglück, als immer nur die absolute, die Entscheidung zu treffen, die du denkst, ist die absolute finanziell optimale Lösung, auch wenn dein Partner damit sich nicht...
damit eigentlich nicht leben kann.
Also würde ich sagen, für die beste Lebenszufriedenheit insgesamt ist es wichtig, manchmal einfach das zu machen, was der Partner will oder auf den kleinsten Denominator zu kommen und sagen, womit können wir beide leben, auch wenn wir beide nicht denken, dass das optimal ist und damit dann weitermachen.
Okay, also Kompromisse finden, ganz klar, Kompromisse finden.
Gut, ist es auch so?
Sehe ich auch so.
Zumal.
Zumal, ich habe nur einen kurzen Einschub, zumal wir sind ja, Johanna und ich beide, sehr evidenzbasiert trainiert.
Also nur weil jemand behauptet, dass er das gerne macht und gut kann, die Finanzen, heißt es noch lange nicht, dass derjenige das auch wirklich tut.
Deswegen würde ich da auch als der Partner oder die Partnerin, der oder die glaubt, gar nicht so viel Ahnung zu haben, das ruhig mal challengen.
Nur weil jemand glaubt, dass er es gut kann, muss es gar nicht so gut sein.
Und wir haben ja gerade vorhin gesagt, manchmal, wenn man sehr motiviert ist, das gut zu können, dann ist man schlechter drin, weil man halt so motiviert ist, dass das verzerrt, was man vorher sagt.
Ja, und vielleicht, wenn man auch so diesen Sparings-Partner gar nicht hat, ist man dann ja da auch relativ alleine irgendwie mit den Zielen, mit dem, was man eigentlich vorhat.
Und gerade wenn der Partner dann nicht mit an Bord ist, ist es ja irgendwie auch ein bisschen schwierig, da gemeinsame Ziele wirklich irgendwie klar zu definieren.
Also es ist ja oft so, dass der eine Partner dann sehr sicherheits-, also die Sicherheit will, der andere Partner aber eher.
ein bisschen scharf auf dem Reddite ist und da gerne ein bisschen ins Risiko geht.
Und das ist ja dann auch eigentlich ein perfekter Herd, wo richtig schöner Streit dann entstehen kann, oder?
Ja.
Also schöner Streit, oh Gott.
Aber ihr wisst, was ich meine.
Das ist irgendwie so ein schöner, ich sag schon wieder schön.
Das ist ein guter, nee gut ist es auch nicht.
Oh Gott, ich lass es einfach.
Dass der Streit entsteht und das wollen wir eigentlich nicht.
Doch, Streit ist gut.
Streit ist gut.
Streit ist gut, Dinge müssen geklärt werden.
Ja.
Also die Frage ist, wie sie geklärt werden, aber sie müssen ja geklärt werden, wenn es Konflikte gibt.
Und das Schwelligschwelen ist sowieso ganz schlecht.
Das heißt, man muss sie sowieso ansprechen und klären und eine Lösung finden insofern.
Gut, dann habe ich mich jetzt hier völlig umsonst um Kopf und Kragen geredet.
Sehr gut.
Aber es ist dann also auch gut, über Geld zu streiten und da einmal die Standpunkte klar zu machen und zu sagen, okay, es ist schön, dass du Aktie XY gekauft hast, dass du unbedingt in Quantencomputing investieren willst.
Ich finde das aber mistisch.
Ich will das nicht.
Lass uns streiten.
Wenn der Streit lösbar ist, also wenn man darüber redet und dann zu einer Lösung kommt, wenn es Streit ist, der nicht gelöst wird und immer wieder auftaucht, weil man nicht wirklich eine Lösung finden kann, weil man zu weit auseinander ist in den Einstellungen zum Geld, dann hilft es der Beziehung nicht.
Aber wenn du einen Streit oder eine Diskussion ansprichst und dann...
den Partner danach besser verstehst, weil du über Sachen geredet hast, eine andere Perspektive hast, jetzt verstehe ich, warum du so ängstlich bist bei dem Investieren, weil dir das um die Sicherheit geht.
Dann hilft das enorm für die Beziehung.
Es kommt nur darauf an, was das für ein Streit oder was das für eine Diskussion ist.
Und du hattest ja gesagt, das bedeutet unterschiedliche Sachen für Leute, Sicherheit oder Rendite.
Und das ist, weil Geld so ein interessantes psychologisches Konzept ist, weil es ja wirklich tief liegende Wurzeln hat und wie wir aufwachsen, die Gespräche, die wir mit unseren Eltern führen, unsere frühen Erfahrungen mit Geld, die formen wirklich, was Geld für uns bedeutet.
Und manche Leute, für manche Leute denken, oh Geld, Geld haben bedeutet Sicherheit.
Andere Leute sagen, oh Geld haben bedeutet Freiheit, da kann ich machen, was ich will und das Leben genießen.
Und andere sagen, Geld ist Status, damit zeige ich meinen Wert für andere Leute.
Und das sind alles komplett unterschiedliche Ideen.
Und wenn du dann auf eine bestimmte Sache kaufen willst, sagen wir, ein Ferrari kaufen willst.
Für die eine Person wäre das extrem angsterregend.
Das Auto verliert nur den Wert.
Warum machen wir das?
Und für den anderen, wir brauchen das, sonst bin ich nichts wert als Person, wenn ich nicht dieses Statussymbol habe.
Das heißt, da kann dann wirklich, wenn man dann nicht drüber redet oder Streit anspricht über diese Themen, dann kann man gar nicht verstehen, warum die anderen Leute diese finanziellen Entscheidungen treffen wollen.
Kann man anhand dessen festmachen, also gibt es irgendein Motiv, was da besonders häufig Streit triggert?
Ist es der Status, ist es der eigene Selbstwert, ist der Wunsch nach Freiheit?
Gibt es da irgendwie ein Motiv, was besonders anfällig dafür ist?
Wenn wir darüber reden, welches Motiv ist besonders schlecht für Beziehungen, dann ist es dieses Statussymbol-Montiv.
Teilen des Paares gefragt haben, was sind ihre Geldmotive und generell, wenn die Geldmotive übereinstimmen, dann hatten sie eine glücklichere Beziehung.
Wenn die Geldmotive anders waren, dann haben sie gesagt, sind weniger zufrieden mit ihrer Beziehung.
Aber wenn die Leute diese Status- oder nicht integrierten Geldmotive hatten, die wirklich eher darum gehen, ich fühle mich, ich bin nicht genug ohne Geld, diese negative Einstellung zum Geld, dann die hatten eher schlechte Beziehungen oder waren nicht zufrieden mit ihren Beziehungen, auch wenn beide Partner diese Motive hatten.
Das heißt, manche Ideen über Geld sind wirklich schlecht für die Beziehung, auch wenn beide sie halten.
Aber normalerweise geht es eher um darüber, wie sehr stimmen sie überein in ihren Motiven.
Also ist das im Endeffekt dann zweitrangig zu betrachten?
Also weiß ich nicht, die erste Frage beim Online-Dating sollte da nicht sein, was ist dein...
Dein Geldmotiv, sondern wirklich viel mehr dann irgendwann mal orientiert auf was sind deine finanziellen Ziele, was sind deine Ziele fürs Leben und nicht wie wichtig ist dir Status.
Brauchst du den roten Ferrari?
Muss das sein?
Oder ist das Klumpenrisiko nicht ein bisschen groß?
Zumal das ja Menschen ganz oft gar nicht wissen.
Also oft findet man das ja, was Johanna gerade beschrieben hat, ja erst raus, wenn man darüber spricht.
Also wenn man merkt, dass man, weiß ich nicht, man ist dann verheiratet und plant irgendwie zusammen und merkt dann, dass der Partner immer nervös wird, wenn man Urlaub plant und das Geld dafür irgendwie zur Seite legt, weil es halt größere Ausgaben sind.
Und dann fängt man an, darüber zu sprechen und realisiert, ah, für den anderen ist einfach dieses Geld zu haben Sicherheit.
Und das fühlt sich gut an.
Und deswegen ist Urlaub eine...
ich sag mal in Anführungszeichen, Gefahr, auch wenn das für den anderen komplett irrational scheint.
Ja, wobei beim roten Ferrari, das hat man ja wahrscheinlich schon früher dann im Gespür, ob man da jemanden in seinem Leben hat, der dazu neigt, irgendwann mal, ich sag mal, durchzudrehen und sich so ein schnelles Gefährt zu kaufen, oder?
Das spürt man doch.
In dem Fall, ja.
Ja, der Ferrari ist natürlich jetzt auch ein Extrembeispiel.
Es gibt natürlich auch noch, weiß ich nicht, wenn es ein Opel Corsa ist, das ist wahrscheinlich, ist ja auch eine große Ausgabe, es ist Autotrosse, trotzdem Geld, ist ja dann trotzdem mit Risiko verbunden, aber nicht ganz extrem.
Meistens, ich glaube meistens zeigt sich das ja eher in kleineren Dingen, wie zum Beispiel, wie wichtig ist Kleidung, welche Marken kaufe ich, wie teuer darf eine Hose sein oder ein Jackett oder so, ja.
Genau, und da merkt man dann oft.
wenn es sehr weit auseinander geht, oh, irgendwie sollten wir mal drüber sprechen.
Was ist denn, wenn es so absolut gar nicht harmoniert?
Man fühlt die schönste Beziehung, alles ist super toll, aber man merkt irgendwie so, boah, beim Thema Geld ...
prallen irgendwie Welten aufeinander, ich möchte ins Risiko gehen, ich möchte irgendwie die schnelle Rendite haben, ich bin irgendwie heiß auf den nächsten Ten-Bagger oder was weiß ich.
Wie ist es, und mein Partner hat da gar keine Lust drauf, der möchte einfach sein Dirokonto haben und nachts rutschlafen.
Soll man dann sagen, okay, wir trennen die Finanzen konsequent, ich mache meinen Teil, er macht seinen Teil oder wie geht man da am schlossen vor?
Das ist eine schwierige Frage.
Willst du starten, Johanne?
Ich habe eine Antwort.
Eine Idee zumindest.
Also ich finde immer, wenn ein Paar zusammen die Zukunft plant, dann gibt es ja hoffentlich, sonst wird die Beziehung nicht lange halten, gibt es ja eine gemeinsame Idee, was wichtig ist in dieser Zukunft.
Eine Vision davon, wie man in 5, 10, 15, 20 Jahren vielleicht leben möchte.
Ich glaube, dass man da immer, egal wie unterschiedlich man sonst ist, Dinge findet, die man gern zusammen machen möchte, die einem wichtig sind.
Diese Dinge kann man ja zusammen planen.
Ich finde, wenn dann einer von beiden sagt, ich muss aber unbedingt einen Ferrari haben in zehn Jahren oder fünf und der Partner, die Partnerin sagt, du spinnst wohl, aber nicht mit meinem Geld, dann tritt man es halt.
Also man kann ja trotzdem die Lösung haben.
Dann legt eben der Ferrari-Fan auch seinen eigenen Sparplan an ohne den Partner und der Partner und die Partnerin legt sich das Geld auch zurück für was anderes, was ihm oder ihr dann wichtig ist.
kann man sehr gute Lösungen finden.
Und wenn man das konsequent macht, dann hat man am Ende, wenn man dieses Portfolio vor sich hat, mit Sparplänen, mit Girokonto, mit Tagesgeld, was auch immer, dann schaut man darauf.
Und wenn man das Paar gar nicht kennt, sieht man trotzdem, was ist denen eigentlich wichtig?
Was ist ihnen zusammen wichtig?
Was ist jedem Einzelnen wichtig?
Und das ist, finde ich, eine total ideale Lösung.
Und ich stimme völlig zu und ich würde noch dazufügen, Trotzdem wichtig ist, auch wenn man überhaupt nicht übereinstimmt mit dem Partner, wie die Geld sehen, muss man trotzdem akzeptieren, dass das trotzdem eine Art und Weise ist, Geld zu verstehen.
Das heißt, sich lustig machen über den Ferrari ist zwar witzig, aber es hilft dann wirklich nicht.
Wenn das dem so wichtig ist, dann darf man da auch dann nicht...
das negativ sehen, wenn das Geld für zehn Jahre gespart wird und dann tatsächlich für einen roten Ferrari benutzt wird.
Was man total nicht verstehen kann selber vielleicht.
Das ist dann wichtig, sich zu überlegen, na ja, das bringt was für ihn oder sie, auch wenn ich es nicht selber verstehe.
Okay, also Kommunikation.
Ist der Schlüssel an der Stelle über Ziele, über Vorhaben, über große Träume sprechen und wenn der Ferrari, der rote Ferrari dann der große Traum ist, dann den auch dulden.
Verstehe ich das richtig?
Lässt sich da irgendwie aus irgendwelchen Studien von dir was ableiten, wie wichtig Kommunikation?
Also lässt sich da irgendwie sagen, Paare, die über Geld sprechen oder die gemeinsam investieren, haben dann eine bessere Kommunikation oder Paare, die getrennt investieren, haben dann offeneren Umgang, weil sie irgendwie so in so eine Rivalität kommen.
Gibt es da aus der Wissenschaft irgendwie Zahlen, die da was belegen?
Ja.
Insgesamt reden Paare, die ihr Geld zusammen anlegen und zusammenwerfen, reden sie öfter über Geld als Paare, die das separat haben.
Ist vielleicht nicht überraschend, weil sie müssen ja solche Sachen absprechen.
Und allgemein ist über Geld reden besser für Beziehungen.
Das heißt, und zwar nicht nur über Geld reden, sondern das Gefühl haben, oh, wir haben eine gute Kommunikation über Geld.
Mann oder Frau über Geld zu reden.
Wenn sie sagen, oh, das gefällt mir, ich mache das gerne, diese Beziehungen sind am erfolgreichsten.
Und also es geht nicht so sehr darum, ganz oft über Geld zu reden, sondern es geht eher um die Qualität dieses Redens.
Und was wir auch gefunden haben, ist, das hilft nicht nur der Beziehung, sondern es hilft sogar dem finanziellen Stress.
Das heißt, in Studien, wo wir Den Leuten über einen Monat jeden Tag oder ab und zu, an manchen Tagen haben wir gefragt, wie gestresst fühlst du dich über das Geld heute?
Und an Tagen, wo sie gerade weniger Geld auf dem Konto hatten und gestresster waren, wenn sie an diesen Tagen mit ihrem Partner geredet haben über Geld, egal was sie gesagt haben, sie haben einfach das thematisiert.
haben sich weniger gestresst gefühlt.
Das heißt, es hilft nicht nur der Beziehung, es hilft auch dem allgemeinen Lebensstress und der Krise, dieser finanziellen Krise, die man vielleicht hatte und den Ängsten, die man hatte über Geld.
Weil man das Gefühl hat, wir sind ein Team, wir machen das zusammen.
Man hat das Gefühl, man hat Unterstützung, emotional und praktisch.
Kommunikation ist sehr gut.
Lässt sich das auch auf Charakterzüge runterbrechen?
Also kann man sagen, extrovertierte Menschen, die sowieso über alles und jeden dauernd reden, sprechen auch öfter über ihr Geld oder sind eher bereit, ihren Partner an seinen eigenen Finanzen teilhaben zu lassen?
Oder lässt sich da überhaupt gar nicht trennen?
Sehr interessante Frage.
Kann ich empirisch nicht beantworten.
Diese Studien haben wir nicht gemacht.
Aber extrovertierte Menschen reden mehr über ihre Ziele mit anderen Menschen generell.
Das heißt wahrscheinlich auch über ihre Sparziele.
Aber Fanny weiß vielleicht mehr, weil sie persönlichkeitsorientiert ist.
Ich würde das jetzt auch vermuten.
Ich kenne dazu tatsächlich auch keine Studien.
Wäre aber mal eine interessante.
Johanna, kannst du ja mal mitnehmen als Anregung.
Ich würde vermuten, dass Offenheit für neue Erfahrungen tatsächlich...
Ich würde sagen, dass Offenheit für neue Erfahrungen vielleicht eine Eigenschaft ist, die da sehr wichtig ist.
Also Psychologen erfassen klassischerweise Persönlichkeit mit fünf Dimensionen.
Eine davon ist Extraversion versus Introversion.
Eine andere ist Offenheit für neue Erfahrungen.
Also wie sehr bin ich interessiert daran, neue Erfahrungen zu machen, neue Dinge zu lernen, mich auszutauschen.
Das heißt, wenn es um Sprechen oder Kommunikation über Geld geht, würde ich vermuten, dass man da sehr starke Assoziationen sieht.
Okay.
Kann man anhand des Geldes aus seiner eigenen Kommunikation verbessern?
Also wenn man irgendwie sagt, ich bin bereit mit meinem Partner jetzt über die Jahresperformance meines Depots zu sprechen und ihn damit ins Boot zu holen, ihm einen Tipp zu geben, kann ich daraus auch kommunikativ was für das echte Leben quasi lernen?
Ich glaube, ich verstehe die Frage nicht ganz.
Wenn man sich in Beziehungen quasi vornimmt oder in meiner, wir sind ja in unserer fiktiven Beziehung, nehme ich mir vor, über meine Finanzen zu sprechen und gliedere mir das alles, baue das schön auf und nehme quasi all meinen Mut zusammen, alles offen zu legen und das transparent, kommunikativ alles zu lösen.
Kann man aus dieser Kommunikation, die ich dann quasi, wo ich mir extra Mühe gebe in der Beziehung, wo ich sage, okay, das tut auch der Beziehung gut, kann man daraus auch irgendwas fürs echte Leben lernen?
Kann man daraus Ableitungen treffen, was wichtig ist für Gespräche auf der Arbeit?
Hilft ja die Kommunikation auch weiter?
Versteht ihr, wo ich hin will?
Ja, ich glaube, das hilft ja immer, wenn man sich das alles, immer wenn man irgendeine Idee hat und das muss man jemand anderem erklären.
oder die eigenen Ziele jemand anderem erklären, dann hilft das wirklich, die Ziele klarer zu formulieren und sich selber besser zu verstehen sozusagen.
Darum denke ich, das würde auf jeden Fall hier auch der Fall sein, dass wenn man das jemand anderem erklärt oder sich zum gewissen Sinne auch rechtfertigen muss, warum man sich jetzt so fühlt und nicht anders, dann hilft es, glaube ich, sich selber besser zu verstehen und würde es dann auch helfen, was sind denn eigentlich meine großen Ziele?
Wie Fanny gesagt hat, was sind eigentlich die Ziele, auf die wir uns beide langfristig einigen können?
Nicht die Ziele diese Woche, aber im Leben.
Also es ist wahrscheinlich primär gar nicht die Kommunikation, die man daraus mitnimmt, sondern eher die Selbstreflexion, die man sich dann da, wo man sich irgendwie selber so ein bisschen in den Spiegel vorhält.
Ist es jetzt der Blick ins Depot mit dem Spiegel oder ist es der Blick aufs Leben mit dem Spiegel?
Das ist dann wahrscheinlich eher die Selbstreflexion und die Zielsetzung, die man da mitnimmt.
Okay.
Mir fällt noch was anderes ein, anderer Faktor.
Selbstoffenbarung, da weiß man aus der Forschung und der Psychologie, dass je mehr ich Dinge von mir offenbare, umso wahrscheinlicher ist es, dass mein Gegenüber das auch tut.
Also gerade wenn man jetzt zu Hause sitzt und überlegt, wenn die Beziehung vielleicht noch recht frisch ist, also wann fängt man an darüber zu sprechen, wann teile ich sowas, wann zeige ich mein Depot, wann sage ich denn, was ich da so habe und was ich mir dabei gedacht habe.
Da zu wissen, Die Wahrscheinlichkeit, wenn ich das tue, dass mein Partner das auch tut und dass das das Vertrauen und die Nähe zwischen uns erhöht, ist sehr groß.
Vielleicht hilft das so ein bisschen, wenn jemand gerade zu Hause sitzt und überlegt, wann mache ich das denn jetzt und ist die Zeit dafür schon reif?
Das kann man, glaube ich, mitnehmen und das gilt auch für alle anderen.
Was würdet ihr aus psychologischer Sicht sagen, wann ist ein guter Zeitpunkt dafür?
Wenn wir jetzt hier ganz konkret werden, wir waren eben schon beim Online-Dating, schreibe ich es direkt in mein Profil rein?
Depotgröße XY oder wann komme ich damit um die Ecke?
Ich glaube, das kann man nicht so sagen.
Das habe ich noch nie gesagt.
Wäre mal so weit.
Ich denke, da kann auch ein Risiko sein, dass man die Leute abschreckt, wenn es zu früh kommt.
Darum würde ich sagen, dass...
Je nachdem, wie viel Geld es ist.
Ja, ich glaube, da gibt es keine spezielle Vorschrift, wann das am besten wäre.
Aber...
Ich glaube, ich würde mich rantasten.
Also es ist ja wie bei ganz vielen im Leben.
Ich glaube, ich würde mich da rantasten, weil das ist wie bei ganz vielen Dingen im Leben.
Es ist ja kein Ja oder Nein.
Also es heißt ja nicht, ich setze mich jetzt mal mit dir hin.
Wir wollten zwar irgendwie gemütlich essen hier zusammen, aber ich zeige dir jetzt gerade mal meine Finanzen offen.
Sondern das fängt ja schon an bei den ersten Dates.
Also der Frage, wo geht man eigentlich hin?
Wer bezahlt?
Also finanzielle Fragen spielen ja von Anfang an eigentlich eine Rolle.
im Dating, auch in Beziehungen, der erste Urlaub, wie viel gibt man da aus?
Wie teilt man sich das auf?
Also es gibt ja ganz viele Möglichkeiten über Geld, was Geld für einen selbst bedeutet, die Geldmotive, die wir schon hatten, zu sprechen, ohne dass es so ein bisschen wie Kai aus der Kiste kommt und der andere sich so unter Druck gesetzt fühlt.
Oh Gott, jetzt muss ich auch irgendwie, ich weiß gar nicht, ob ich das will, ich weiß gar nicht, ob wir schon soweit sind.
Also diese langsamen Einladungen und dann, wenn man ganz gutes Gespür hat und das haben die meisten Menschen, merkt man ja, ist der andere da schon, will er das oder will er oder sie das überhaupt oder ist der Zeitpunkt dafür noch nicht da.
Okay, gut, jetzt haben wir natürlich schon über die vielen Vorteile von Kommunikation über Finanzen gesprochen.
Es gibt dabei ja auch noch die Kehrseite des Ganzen, nennt sich Financial Snooping und Johanna, dazu hast du auch geforscht.
Ja, das sind die beiden Gegenstücke Financial Snooping, wenn man versucht rauszufinden, was denn die finanzielle Situation des anderen ist, ohne dass man sie direkt fragt, sondern indem man es auf Kontoauszüge guckt oder manche unserer Studienteilnehmer haben sogar zugegeben, dass sie das gegoogelt haben, wie viel ist denn die Wohnung wert auf irgendwelchen Webseiten, wo die Regierung das zeigt.
Sachen zu verstecken vor dem Partner.
Dass du sagst, oh, ich habe was gekauft und ich will gar nicht, dass sie das wissen, dann sage ich ihnen es nicht und verstecke den Kassenbon, dass sie das nicht wissen oder ich sage ihnen nicht, wie viel das geschenkt war, das ich gekauft habe.
Solche Sachen.
Also Snooping und Infidelity sind so die zwei Gegenstücke und die sind recht selten.
Also das muss ich von vornherein sagen.
Also 10 Prozent der Teilnehmer, der Paare, die wir interviewen oder die wir abfragen, sagen, das machen sie in ihren Beziehungen in irgendeiner Vergangenheit.
Also wirklich nur wenige Leute.
Aber wenn sie es machen, dann schaukelt sich das oft hoch.
Einer versteckt und der andere sucht und dann findet er was, was nicht gesagt wurde und dann versteckt er noch mehr und er guckt noch mehr.
Und das ist, wie man vielleicht nicht überrascht sein kann, das ist schlecht für Beziehungen, sowas zu machen, weil das Vertrauen wirklich...
Und es ist allerdings in unseren Studien zumindest nicht aus Misstrauen dem Partner gegenüber entsteht.
In unseren Studien jedenfalls entsteht das nicht aus dem Misstrauen dem Partner gegenüber, sondern generell in Unsicherheit der finanziellen Situation gegenüber.
Das heißt, Leute fühlen sich unsicher und gestresst über ihre Finanzen.
Und denken, oh, wenn ich nur mehr Informationen hätte, dann würde ich mich weniger unsicher fühlen.
Wenn ich mehr Informationen hätte, dann würde ich mich sicherer fühlen und diese Ängste gehen weg.
Und dann suchen sie, wo sie können und denken vielleicht, oh, ich kann den nicht direkt fragen, das ist komisch.
Also gucke ich einfach so.
Und so fängt das dann an und so entsteht das.
Das heißt, wenn man merkt, oh, der hat geguckt an meine Finanzen, statt mich zu fragen, dann...
sollte man nicht denken, oh, das ist, weil er mir nicht traut oder weil sie mir nicht traut, sondern es kann einfach die Unsicherheit sein und der Stress, den dazu bringen.
Kann man diesen Kreislauf in irgendeiner Form durchbrechen, wenn man irgendwie merkt, okay, irgendwie haben wir uns da an irgendwas verrannt, ich kaufe dauernd Aktien und verstecke das von meinem Partner, irgendwie hat das ein ganz toxisches Level erreicht.
Kann man das irgendwie durchbrechen?
Gibt es da irgendwie Tipps aus der Praxis, wo man sagt, mach das und das oder ist es auch da wieder die Kommunikation?
Ja, ich glaube, das Einzige ist dann einfach das zu sagen.
Also das einfach darzulegen und sagen, ich habe hier über die letzten zehn Jahre diese ganzen Sachen gemacht und ich habe es dir nie gesagt aus diesen Gründen.
Und hier ist das die Information, weil irgendwann kommt es immer raus.
Die Wahrheit wird am längsten.
Ja.
Um dagegen zu steuern, hilft es ja vielleicht auch wirklich direkt von Anfang an irgendwie so mit offenen Karten zu spielen.
wie in so vielen Lebenslagen.
Gibt es dann irgendwie gute Fragen, die ein Paar vielleicht am Anfang der Beziehung stellen, also die man innerhalb der Beziehung stellen sollte, wenn es um die eigenen Finanzen geht?
Also gibt es da Fragen, wo er sagt, aus psychologischer Sicht müssen die unbedingt geklärt sein, um sich selbst Sicherheit zu geben, um dem Partner Sicherheit zu geben, um das irgendwie in irgendeiner Form abzustecken?
Ja, also ...
Wie gesagt, diese Geldmotive wären wichtig zu wissen.
Was ist die Grundeinstellung zum Geld?
Was bedeutet Geld für dich?
Es ist allerdings auch praktischerweise sehr wichtig, wenn Leute, sagen wir, in die Beziehung mit ganz viel Schulden kommen, dass das zu verstecken kann später nur schlecht gehen.
Also auch so praktische, also wenn es einen ganz ungewöhnlich hohen oder niedrigen Kontostand gibt, dann sollte der Partner das wissen, weil das wird später vielleicht als Vertrauensbruch empfunden, wenn das nicht.
erwähnt wurde.
Und die dritte Sache wäre vielleicht, sich zu überlegen, wer kümmert sich, wenn wir unsere Gelder zusammenlegen, wer kümmert sich um was?
Wer bezahlt die Rechnungen?
Wer macht die Steuern?
Solche täglichen Sachen, dass man sich da, wie gesagt, nicht in die Quere kommt später.
Sollte man Grenzen abstecken?
Sollte man klar sagen, okay, I trust you, du kriegst meine Finanzen, du kriegst mein Geld, du kannst dich kümmern, aber das und das sind meine finanziellen Grenzen.
Also wenn es in das oder das extremer geht, bin ich raus oder wie sieht es da aus?
Viele Paare haben tatsächlich solche Grenzen von dem, dass wir reden über alle Ausgaben, die mehr als diesen, sagen wir 100 Euro sind.
Oder manche sagen sogar mehr, alles, was mehr als 20 Euro sind.
Also wie viel das ist, variiert.
Aber sie haben oft so ein Einverständnis, dass sie sagen, wenn jeder von uns irgendwas kaufen will, was mehr als diesen Betrag kostet, dann muss das mit dem anderen abgeklärt werden.
Aber alles drunter muss nicht abgeklärt werden.
Das berichten viele, dass sie diese Boundary haben.
Okay.
Ich finde, das hilft total.
Finde ich so total sinnvoll.
Oh.
Genau, ich finde solche Regeln absolut sinnvoll, auch vor dem Hintergrund, wir sprechen ja heute eben auch über Dinge, die unsere Psyche macht, wenn wir eben nicht ganz entspannt beim Abendessen sitzen und überlegen, ja wir legen jetzt mal so und so viel Geld monatlich an für 30 Jahre.
Was ja passiert ist, dass irgendwann wird das Depot runtergehen.
Um wie viel Prozent weiß man vorher nicht.
Was macht man denn da?
Also wo sind auch da die Grenzen?
Wann handeln wir?
Und zwar als Paar verständigen wir uns da drauf.
Oder handeln wir tatsächlich gar nicht?
Lassen wir es wirklich alles liegen?
Ich finde, das zu klären ist in einem ruhigen Moment viel, viel einfacher, als wenn man dann unter Stress steht oder unter sehr hohem finanziellen Druck, weil zum Beispiel vielleicht doch jemand ein größeres Bündel Schulden hatte und das später rauskommt.
Also alle Entscheidungen, die wir unter unmittelbarem Stress treffen, sind tendenziell schwierig, weil unser Gehirn dann anders funktioniert.
Und deswegen finde ich alle Regeln, die man vorher setzen kann, auf die man sich verständigen kann, total sinnvoll.
Und gerade an der Börse gibt es da ja auch durchaus so Kipppunkte, auf die man sich irgendwie einlegen kann.
Wenn eine Aktie um so und so viel Prozent fällt, passiert XY, gehen wir raus, sitzen wir aus, legen nach, wie auch immer.
Da gibt es ja dann verschiedene Möglichkeiten, aber es muss dann wahrscheinlich einfach erklärt sein vorab.
Genau und wenn es nur eine einzelne Aktie ist, geht es ja vielleicht noch, aber wenn der Sparplan für die gesamte Altersvorsorge beispielsweise ist, für beide zusammen, dann redet man ja über, je nachdem wie lange man schon spart, aber über wirklich große Summen und das ist wichtig, klar, vorher drüber zu sprechen.
Gut, es leitet auch gewisserweise schon ganz gut über zu unserem nächsten Themenblock, nämlich der generelle Markt, die generelle Finanzanlage und unsere Psyche.
Also ein Schritt weg von den Beziehungen hin zum Börsendruck auf unsere Psyche.
Da ist ja ein Thema, wir haben uns ja in den vergangenen Monaten und Wochen hier schon bei Alles auf Aktien öfter um das Thema Psyche irgendwie so ganz generell mal genährt.
Ich meine, wir hatten irgendwie eine Folge zu den verschiedenen Atemtechniken, auf die man setzen sollte, wenn es an der Börse mal wieder heiß hergeht.
Schön.
Wer es noch nicht gesehen hat, es gibt ja auch ein legendäres Atmungsvideo von Philipp und Holger bei uns auf Instagram zu.
Also da sonst einfach mal reinfolgen und reinschauen.
Keine Sorge, wir atmen euch jetzt hier keinen vor.
Wir nähern uns der ganzen Sache jetzt auf einer psychologischen Ebene.
Da ist immer ein Thema, beziehungsweise eine Frage, die ich mir sehr oft stelle und die ich mir für mich selber, ich ertappe mich da jedes Mal auch selber bei, dass mir ein Verlust deutlich mehr weh tut, also wenn ich irgendwie sehe, minus XY beim Depot an einem Tag, das tut mir deutlich mehr weh, als ich mich jemals über einen hohen Gewinn gefreut habe.
Und auch das ist schon vorgekommen.
Aber warum ist das so?
Warum tut es mir so weh, einen Crash zu sehen?
Ja, da gibt es das schöne Phänomen der Verlust-Aversion, was gut erforscht ist.
Also, wenn wir in unsere Depots schauen, da haben wir unser Vermögen drin, aber wir schauen ja nicht nur...
darauf, was wir insgesamt besitzen, sondern wir vergleichen das halt ständig mit einem bestimmten Referenzpunkt, den Einstandskurs, der Höchststand, den man schon mal hatte oder was da gestern noch stand und alles, was eben darunter geht unter diese Referenzpunkte, fühlt sich eben an wie ein Verlust und die tun richtig weh, also auch im Gehirn schmeißen die quasi die Schmerzareale an.
Verluste haben psychologisch deutlich Mehr Gewicht als Gewinne, so hast du es ja auch gerade schön beschrieben.
Ungefähr doppelt so stark tatsächlich.
Merke ich.
Wie ein gleich hoher Gewinn.
Und dazu kommt noch ein Phänomen, was finde ich noch gar nicht so oft besprochen wurde, wie die Verlust-Aversion, nämlich der sogenannte Besitztumseffekt.
Das heißt, Dinge, die mir gehören, die ich als mein Eigentum ansehe, die haben für mich einen deutlich höheren Wert als andere Dinge.
Das kann gewesen sein, der Teddy als Kind.
Der war immer schöner und wertvoller als andere Teddys.
Und das ist auch im Erwachsenenalter bei einer Aktie so, die ich gekauft habe.
Auch wenn du genau die gleiche gekauft hast, aber meine fühlt sich wertvoller an.
Auch das ist relativ gut erforscht.
Und auch das führt natürlich dazu, dass ein Verlust einfach wirklich richtig wehtut und das Gefühl anschmeißt, ich muss was tun.
Also diese Unsicherheit, was da mit meinem Besitz gerade passiert, ist super unangenehm.
Schwebezustand.
Und irgendetwas zu tun kann emotional entlasten, auch wenn es finanziell unvernünftig ist.
Aber es kann entlasten.
Und ich glaube, Lea, du hast schon mal in einer Folge verraten, dass du impulsiv sein kannst und deswegen auch alles schön auf Sparpläne umgestellt hast.
Weil genau das passiert dann.
Also dein Gehirn will etwas tun, weil das ein Stück weit für den Moment zumindest sich so anfühlt, als hättest du die Kontrolle, auch wenn du sie natürlich eigentlich nicht hast.
Ich kann nicht nur impulsiv sein, ich bin gefühlt dauerhaft impulsiv.
Deswegen kann ich auch da sagen, Sparpläne sind das Wahre.
Ich habe aber auch schon mal erzählt, dass falls ich mal mit Cheadle ins Minus rutsche, dass ich einfach raussitze.
habe ich mir im Vorfeld der Börse, äh, im Vorfeld der Börse, im Vorfeld der Folge hier versucht, mit ChatGVT mal erklären zu lassen.
Und ChatGVT hat mir diagnostiziert, dass ich mich damit quasi selbst bestrafen will, weil ich da mit der Wahl der Aktien zu dem Zeitpunkt einen Fehler gemacht habe.
Hat ChatGVT recht?
Möchte ich mich bestrafen oder warum halte ich an den Verlustaktien so lange fest?
Naja, nee, ich würde sagen, du willst dich schützen, weil sonst müsstest du ja eingestehen, dass du tatsächlich einen Fehler gemacht hast.
Das klingt viel positiver, danke Fanny.
Ja, bitte.
Wir versuchen natürlich, wenn möglich, wieder zu diesem Kurs zurückzukommen, also dem Einstandskurs, den es zum Beispiel hatte am Anfang.
Er nennt sich auch Dispositionseffekt.
Also wir versuchen, dieses Gap, was da ist, irgendwie wieder zuerst.
Und dafür nehmen wir eben auch größere Risiken in Kauf.
Weil ja, wenn du verkaufst, müsstest du eingestehen, dass du dich vielleicht geirrt hast.
Und das ist sehr unangenehm für Menschen.
Ja, exakt.
Gleichzeitig ist es aber ja auch oft so, das kriegen wir von den Hörern auch immer wieder gespiegelt, dass man Gewinne dafür viel zu schnell verkauft.
Ist man dann in dem Moment einfach scharf auf dieses Glücksgefühl oder wie erklärt sich das?
Also zum einen fühlt sich das natürlich gut an, weil klar, weil man dann sozusagen den Gewinn hat und weil der einem sicher ist.
Und wir bekommen gleichzeitig auch noch die Bestätigung, ich hatte recht, ich habe richtig entschieden damals.
Also was auch immer wir da finanziell dann tun mit unserem Depot, wirft natürlich auch etwas auf uns zurück oder wie wir uns selbst sehen.
Und wenn ich einen Gewinn realisieren kann, das ist doch super für mein Selbstbild, das mache ich natürlich.
Und Verlust, da warte ich noch.
Vielleicht dreht er sich ja doch noch zum Gewinn.
Und so lange fühle ich mich auch weiterhin okay.
Kann das irgendwann chronisch werden?
Kann ich irgendwann jeden kleinen Gewinn schon nehmen und mich feiern, als wäre ich der neue Warren Buffett?
Oder muss ich da nicht aufpassen und kann meiner Psyche da einfach vertrauen?
Also wie gesagt, wir hatten es vorhin schon das Thema Selbstkontrolle.
Ich würde auch, wie Johanna sagt, nicht zu stark darauf setzen, weil eben diese ganzen verschiedenen Wünsche, wie wir uns selbst sehen, es spielt alles Mögliche mit rein.
Und wenn dann auch noch Stress oder Panik dazu kommt, dann handeln wir in den meisten Fällen nicht besonders gut.
Und mit gut meine ich, wir handeln anders, als wir gehandelt hätten, wenn das in einer ruhigen Situation passiert wäre.
Genau, wir hatten jetzt die Verlust-Aversion, wir hatten diesen Dispositionseffekt.
Es kommt ja noch was dazu, nämlich das, was man Sunk-Cost-Effekt nennt.
Und das bedeutet, dass Dinge, in die ich schon etwas investiert habe, Zeit, Geld, muss gar nicht nur das Depot sein, kann auch eine lange Beziehung zum Beispiel sein, macht es wahrscheinlicher, dass ich dabei bleibe und noch mehr investiere, weil ich eben schon so viel da reingesteckt habe und das, was ich da reingesteckt habe, an Geld beispielsweise ja nicht mehr zurückzuholen ist.
Das heißt, man behandelt die Vergangenheit so ein bisschen als Argument für die Zukunft und das kann aber eben auch sehr unvernünftig sein.
Deswegen würde ich immer sagen, Sparpläne sind toll, weil man muss sich nicht darauf verlassen, dass man gerade in dem Moment die richtige Entscheidung trifft und sowohl die Verlust-Aversion als auch den Dispositions-Effekt als auch die Sankt-Cost-Falle umgehen kann.
Wie kann ich das selbst für mich challengen?
Kann ich das in irgendeiner Form herausfinden?
In welche psychologische Falle ich gerade tappe?
Ich finde eine Frage, die man sich ganz gut stellen kann, wenn es zum Beispiel um Einzelaktien geht, ist, wenn ich diese Aktie nicht schon hätte, wenn ich die heute nicht besitzen würde, würde ich die zum aktuellen Kurs tatsächlich nochmal kaufen oder nicht?
Das ist eine abgewandelte Frage, die habe ich mir jetzt geklaut.
Die nimmt man nämlich eigentlich, wenn Menschen in Beziehungen feststecken und nicht wissen, ob sie mit dieser Person noch zusammen sein wollen.
Auch da sagt man, wenn ich diesen Partner nicht schon hätte, wenn ich mit dem nicht zusammen wäre, würde ich es mit dem, was ich jetzt weiß, tun.
Das hilft auch deswegen, weil man sich so ein bisschen entlastet.
Also weil man dann nicht das Gefühl hat, ich habe einen Fehler gemacht in der Vergangenheit, indem ich diese Aktie gekauft habe.
sondern ich habe mit der Information, die ich zu dem Zeitpunkt damals hatte, als ich sie gekauft habe, war das eine gute Entscheidung.
Heute mit dem Wissen, was ich heute habe, entscheide ich anders.
Also das durchtrennt so ein bisschen diese...
Dieses Band zwischen Vergangenheit und Zukunft, das hilft.
Das macht es dann aber ja auch irgendwie automatisch so eine Art Identitätsfrage, oder?
Also man nimmt es dann ja sich doch schon sehr an.
Also klar, in einer Beziehung sowieso.
Aber wenn es dann auch quasi meine Aktie in irgendeiner Form getalent wird, da könnte man dann ja auch irgendwie Argumente, die dagegen aufkommen, sei es jetzt gegen den Partner, gegen Aktie XY, dann auch schnell persönlich nehmen, oder?
Ja, total.
Das ist das, was Johanna vorhin mit dem motivierten Denken meinte.
Da sind Menschen...
unwahrscheinlich gut drin, ganz schnell Dinge zu finden, die dann aber doch für diese Aktie sprechen oder für den Partner.
Das ist eben die Gefahr bei allen Entscheidungen, die wir immer und immer wieder treffen.
Also zum Beispiel, je öfter ich ins Depot gucke, umso wahrscheinlicher ist es auch, dass ich irgendetwas tue, weil der Mensch hat diesen Drang, immer etwas zu machen, vor allen Dingen, wenn es eben irgendwie bergab geht.
die Gefahr dazu besteht, dass es bergab geht.
Und ein Schutz kann sein, einfach nicht ins Depot zu gucken oder auch da sich feste Intervalle festzulegen und zu sagen, das Ding, was ich da jetzt hingepackt habe, das ist eine langfristige Anlage.
Und das heißt, ich gucke vielleicht einmal alle drei Monate rein.
Wenn ich die App habe, lösche ich die von meinem Handy.
Also ein Stück weit ist es hilfreich auf jeden Fall, sich vor sich selbst zu schützen.
Und das kann man zum Beispiel über solche Dinge machen.
Okay, wenn wir all das wissen und es gibt ja schon sehr viel Börsenpsychologie-Content überall dazu, warum hat uns die FOMO dann trotzdem immer noch so in der Hand?
Die FOMO, die Fear of Missing Out?
Die Fear of Missing Out, genau.
Naja, weil natürlich auch eine Rolle spielt, dass man natürlich antizipiert, dass man sich total ärgern würde, wenn man jetzt als Einziger...
so nimmt man es ja dann manchmal selber wahr, dass man als Einziger das jetzt verpasst hat und das Ding nicht gekauft hat.
Und dann sieht man alle um sich rum in der Zukunft, wie sie mühelos Geld verdient haben und in ihren roten Ferrari gesteckt haben.
Und man selber sitzt halt da und ärgert sich.
Und das möchte man nicht.
Das ist super unangenehm.
Und deswegen haben Menschen leider eine Tendenz, dann eben doch was zu kaufen.
Und ich finde, auch da kann man sich die Frage stellen, würde ich diese Aktie dann auch kaufen, wenn es alle anderen gerade nicht täten?
Kannte ich das Unternehmen vorher überhaupt?
Weiß ich, was die machen?
Also auch das wieder so eine kleine Frage, um sich selber ein bisschen einzufangen.
Okay, also Kommunikation nicht nur in einer Beziehung, sondern auch Kommunikation mit sich selbst.
Lerne ich.
Ja, genau, richtig.
Sich selber Fragen stellen.
Das manchmal wirkt Wunder.
Spielt Selbstüberschätzung an der Stelle auch eine Rolle, wenn man sagt, okay, FOMO, alle gehen in irgendeinen Titel rein, ich mache es nicht oder ich mache es auch, weil ich noch schlauer bin als der Markt und als der Rest.
Welche Rolle spielt Selbstüberschätzung an der Stelle?
Auch eine große, weil wir hatten vorhin das motivierte Denken und es gibt ja auch noch diesen Begriff des Bestätigungsfehlers.
Wir suchen eben nach Informationen, die uns bestätigen.
dass so wie wir die Welt sehen, dass das richtig ist und dass unsere Prognosen auch richtig waren.
Und fieserweise ist es auch so, dass wenn wir von heute aus zurückdenken, also auf vergangene Ereignisse blicken, dass wir auch da eine Tendenz haben, uns ausgerechnet an die zu ändern, wo wir richtig lagen.
Und die anderen vergessen wir gern mal.
Das heißt, diese Selbstüberschätzung ist so ein bisschen eingebaut in unser System.
Und das hilft uns natürlich, dass wir irgendwelche glücklichen Treffer später als Beweis für unsere Kompetenz verbuchen.
Aber schlau ist es leider nicht.
Okay, dann nehmen wir mit, wir müssen uns ehrlich den Spiegel vorhalten, mit uns ehrlich kommunizieren und vielleicht einfach mal das Depot-Depot sein lassen und nicht alle zehn Minuten alles Mögliche checken und tracken und was auch immer.
Ja, am besten runter vom Handy, sage ich jetzt so.
Ich habe es auch auf dem Handy natürlich.
Das ist ja nicht ganz so leicht, wie man es dann immer sagt.
Aber ich finde, schon allein zu wissen, dass es diese ganzen Phänomene gibt, über die wir jetzt gesprochen haben, erinnert einen zumindest dann ab und zu mal daran, dass man eben vielleicht nicht immer so richtig liegt oder lag, wie man es sich selber gerne erzählt.
Okay.
Johanna nickt.
Liebe Hörer, ihr seht es jetzt nicht.
Wir machen hier quasi einen Videopodcast für uns.
Johanna hat die ganze Zeit fleißig genickt.
Sie ist also auch noch da.
Gut, lass uns nochmal auf so absolute Extrema schauen.
Es gibt ja immer wieder an der Börse absolute Höhepunkte, dann gibt es den tiefen Fall, dann ist wieder die große Sorge, dass die KI-Blase bald platzt.
Gibt es Entscheidungen, die man treffen sollte vorab, wenn man weiß, okay, irgendwann wird wieder so ein Extrema kommen, was muss man vorher alles geklärt haben, damit man im Fall der Fälle nicht ins offene Messer rennt?
Großes Schweigen.
dass man mindestens so viel gespart haben muss.
Und wenn die Aktien unter einen bestimmten Punkt fällen, dann ist das nicht mehr möglich.
Dann könnte man das im Vorweg sagen, wenn diese großen Ziele unter Threat sind, wenn die wirklich bedroht werden, dann wechsle ich oder dann treffe ich mich mit jemandem und rede drüber.
Das heißt, sehr große Ziele im Kopf behalten, auf die kleinen Ziele oder die kleinen Änderungen Tag zu Tag zu gucken.
Ja, finde ich auch einen ganz wichtigen Punkt.
Mir fällt das ganz häufig auf, weil Paare mitunter sehr viel über sehr kleine Summen diskutieren.
Also wie viel jetzt in welchem Supermarkt man einkauft oder was jetzt die Erdbeeren gerade kosten.
Ich will nicht sagen, dass das unwichtige Fragen sind.
Für manche Menschen ist es das nicht, je nachdem, wie die finanzielle Situation ist.
Aber wichtiger als über die Erdbeeren zu diskutieren ist, sich zu verständigen, wo wollen wir denn zusammen hin?
Also das, was Johanna sagte, mit wie viel Geld wollen wir zum Beispiel in die Rente gehen?
Aber vielleicht auch abseits davon, was ist unser Sicherheitspolster, also der Notkroschen, der eben einfach nur da sitzt und auch das kann sich hart anfühlen für jemanden, der gerne investiert.
Aber das Sicherheitspolster, was zum Beispiel dem Partner helfen kann, der eben ein Sicherheitsmindset hat beim Geld oder der schon weiß, es stehen größere Dinge an, der Arbeitsplatz ist gerade unsicher oder die Kinder wollen ja ans Ausland gehen oder so.
Dass man bei allem Beschäftigten mit dem Investieren nicht vergisst, was ist das Sicherheitspolster, was wir immer haben, egal was gerade an der Börse los ist.
Ich würde es nur einmal sagen, weil ich glaube, dass das vielen Menschen ein großes Gefühl von Beständigkeit geben kann und Sicherheit und etwas ist, was man auch diskutieren sollte.
Okay und diese Regeln oder diese Entscheidungen, die lassen sich auch ganz hervorragend ergänzen an der Börse mit so verschiedenen Depotregeln, auch da wieder Sparplan, Rebalancing-Regeln.
Eine gewisse Bedenkzeit und zur Not halt auch das Atmen, das wir wieder wären, bevor man den Ferrari kauft, ist ja dann damit auch irgendwie da mit drin.
Gut.
Genau.
Wie ist es denn, wenn ich mich daran nicht gehalten habe und dass mein Partner beichten muss?
Kann ich das machen?
Dass du beichten musst, dass du doch ein Depot hast?
Nee, ich habe den Sparplan verändert.
Ich habe das Rebalancing.
Ich dachte, ich bin schlauer und habe es nicht ausbalanciert.
Ich habe entgegen der Absprache doch SpaceX gezeichnet vom Börsengang.
Wie auch immer.
Es gibt ja immer mal wieder so ein paar Sachen.
Es verleitet dann ja manchmal doch etwas zu tun an der Börse, was man eigentlich gar nicht hätte vorher tun wollen.
Wie ist es da?
Einfach denn da ehrlich eingestehen und sagen, jo, ich habe Mist gebaut, wie fliegt man das ein?
Ich würde sagen, ja, das ist ja jetzt nicht nur bei Börsenfehlern so, sondern Leute machen ja andauernd Fehler in Beziehungen und im Leben allgemein und eine Entschuldigung und Eingestehen hilft eigentlich immer weiter und sie sollte beinhalten, dass man versteht, was getan wurde, versteht, warum es ein Problem ist, einen Plan hat, dafür, wie man es vielleicht wieder beheben kann, dieses Problem.
Und das Versprechen, dass man das in der Zukunft nicht machen wird.
Imindest diesen Fehler, vielleicht einen anderen Fehler, aber nicht diesen, genau denselben Fehler.
Also man sollte nicht von sich selbst erwarten, dass man perfekt ist in all diesen Dingen.
Und der Partner erwartet das wahrscheinlich von dir auch nicht.
Darum ist das okay, das einzugestehen.
Okay.
Und da ist vielleicht Sorry.
Und da ist vielleicht nochmal wichtig, was Johanna am Anfang gesagt hat, nämlich, dass Menschen dazu tendieren, zu optimistisch zu sein.
Ich finde auch zum Beispiel so ein Sparplan oder die Sparquote, auch da muss man ein bisschen vorsichtig sein.
Auch da kann man schnell zu optimistisch sein und dann kommen eben doch Dinge dazwischen, wie man ist zu einer Hochzeit eingeladen und fliegt dann doch irgendwo hin.
Also, dass man auch in der eigenen Anlagestrategie Luft für Fehler.
Das ist vielleicht noch ein Punkt.
die eher bereit sind zu sagen, ach ja, ich vergebe ihnen.
Also die moralische Bewertung von Fehlern ist sehr viel großzügiger gegenüber den Partnern als gegenüber sich selbst.
Und das ist vielleicht auch nochmal gut im Hinterkopf zu behalten, sagen, vielleicht finden die das gar nicht so schlimm, wie ich das finde.
Okay, gut.
Das hilft total.
Ja, total.
Und ich glaube, die letzten fünf bis zehn Minuten kann man dann sonst auch einfach alles auf Aktien im Streit einmal vorspielen und sagen, ich habe gehört, du kannst mir gar nicht böse sein.
Und dann kann man das ja sonst auch damit lösen.
Gut, dann würde ich gerne an die Fragen an der Stelle einen kleinen Haken machen und euch noch so mit ein paar klassischen Börsenmythen konfrontieren.
Es gibt ja unfassbar viele Börsenweisheiten, unfassbar viele...
die sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten da irgendwie so etabliert haben.
Und vieles davon lohnt sich mit Sicherheit auch mal von einer psychologischen Seite zu betrachten.
Und deswegen würde ich vorschlagen, ich werfe jetzt einfach gleich ein Mythos in den Raum und ihr sagt, stimmt, stimmt nicht, ist kompliziert und könnt das gerne auch ganz kurz einordnen.
Okay?
Ja.
Sehr gut.
Wer startet?
Johanna, willst du immer starten?
Nur, dass wir nicht durcheinander reden.
Wir können es abwechseln.
Okay.
Dann fangen wir mit der ersten These an.
Und Johanna darf gern starten.
These 1 ist, Frauen investieren vorsichtiger, Männer riskanter.
Stimmt.
Soll ich begründen, warum ich das sage?
Kannst du gerne, ja.
Begründe gerne kurz.
Oh.
Ja, Entschuldige, ich würde nur sagen, ja, Forschung zeigt, dass das der Fall ist.
Risikobereitschaft ist konsistent höher bei Männern.
Das heißt, das wird ja auch gesagt, darum ist die Sterberate sehr viel höher bei Männern.
Die sterben früher, weil sie so viele Risiken eingehen.
Und das ist auch an der Börse was Fanny.
Fanny, gehst du mit?
Ja, stimmt, tendenziell.
Ich komme ja aus der Persönlichkeitspsychologie, wo man mehr auf das Individuelle guckt.
Deswegen muss ich natürlich auch sagen, Erfahrung, Sozialisation, das spielt auch eine Rolle.
Aber in der Tendenz stimmt das ja.
Es gibt ja auch Studien, die belegen, dass Frauen besser investieren als Männer.
Genau aus dem Grund?
Dass Frauen eher auf Sicherheit gehen und Männer...
Aber es gibt auch Studien, dass Affen besser investieren als Menschen.
Also ich weiß nicht, wie.
Wie wirklich?
Ja, weil manchmal sind zufällige Entscheidungen besser als Entscheidungen, die verzerrt sind bei motivierten Denken oder bei anderen Ideen.
Das heißt, wenn der Zufall besser ist, dann haben sie tatsächlich Schimpansen irgendwo hingesetzt und die haben bessere Börsenentscheidungen getrippt als Experten.
Also darum weiß ich nicht, ob ich dem zustimmen würde.
Okay.
Ich habe auch vor ein paar Jahren mal bei einem Kollegen, ich glaube es war Wirtschaftswoche war es, der hat getestet, wer der bessere Investor ist, sein Hund oder die KI.
Und es war tatsächlich glaube ich auch so, dass der Hund gewonnen hat.
Der hat dann irgendwie Aktien gepickt anhand von Leckerlis und er hat dann dadurch die besseren Aktien rausgesucht, als es JGBT damals gemacht hat.
Ja, gut.
Zweiter Mythos.
Das probiere ich auch mal.
Ja, bitte.
Fanny hat einen Hund, der heißt Amigo und Amigo kann das bestimmt sehr gut.
Ja.
Ja, gut.
Zweite These, zweiter Mythos.
Beim Streit über Geld geht es selten nur um Geld.
Fanny, stimmt, stimmt nicht?
Kompliziert?
Oh ja, auf jeden Fall.
Das stimmt auf jeden Fall.
Geld ist ja ganz offene Stellvertreterdiskussion.
Ja, also.
Die Geldmotive spielen eine große Rolle, die Johanna ja vorhin erklärt hat.
Aber auch ganz viele andere Dinge.
Oft streitet man sich um Geld, wenn es eigentlich darum geht, wer immer Recht haben will oder wer den anderen immer überredet, Dinge zu tun.
Also es geht um ganz viele Dinge beim Diskutieren um Geld.
Ja, ich stimme zu.
Gut, These 3.
Gemeinsame Depots sind besser für die Beziehung.
Ja, also unsere...
Forschung und viele andere Forschung zufolge ist das korrekt.
Leute, die ihr Geld zusammen anlegen und zusammenwerfen, haben eher das Gefühl, dass sie eine Einheit sind, dass sie zusammengehören und das hilft der Beziehung.
Okay, ich würde sagen kompliziert.
Ich würde es vielleicht so formulieren, ich glaube, die finanzielle Planung zusammen zu machen ist wichtig.
Wie genau dann das Depot aussieht, ob man wirklich eins hat oder eben mehrere mit diesem, was ich vorhin erklärt hatte, dass sie die Ziele des Paares widerspiegeln.
Ja, das ist dann, finde ich, nochmal eine andere Sache.
Okay.
Vierte These, mehr Informationen führen zu besseren Entscheidungen.
Da würde ich sagen, auch das ist kompliziert.
Oft ist das bestimmt richtig, aber manchmal.
helfen die Informationen nur, dass man sich selber besser betrügen kann und zu dem Schlussfolgerungen kommen kann, die man sowieso erreichen wollte.
Das heißt, gerade beim Investieren ist es manchmal besser, wenn man nur so grob Bescheid weiß, glaube ich.
Es gab eine Studie, wo sie gezeigt haben, dass wenn die Leute nur danach gingen, oh, habe ich schon mal von der Firma gehört.
gebe ich dann, investiere ich da.
Das war erfolgreicher, als wirklich genau zu wissen, wie jede einzelne Firma sich in den letzten zehn Jahren so entwickelt hat.
Das heißt, manchmal sind so grobe Ideen.
Ein bisschen Information kann besser sein als gar nichts, aber ganz viel Information kann auch dazu führen, dass man sich selber verrennt in den Berechnungen.
Ist dann ja wahrscheinlich auch alles irgendwie Auslegungssache.
Wenn ich dann irgendwie höre, die Zahlen haben sich so und so entwickelt, dann kann ich das ja irgendwie so manipulieren, dass es in mein Narrativ dann passt an der Stelle.
Fanny geht mit.
Yes, auf jeden Fall Bestätigungsfehler, genau was du gesagt hast, nochmal leer und genau nicht die Menge der Informationen entscheidet, sondern wie relevant die sind.
Also was Johanna sagte, kenne ich den Namen, sagt mir das zum Beispiel was über Marktführerschaft.
Wichtige Info.
Okay, nächster Mythos.
Wer seine Emotionen kennt, trifft rationale Anlageentscheidungen.
Achso, jetzt bin ich dran, sorry.
Okay, wer seine Emotionen...
Ken trifft rationale Anlageentscheidungen.
Nee, also es hilft natürlich, die zu kennen.
Alles, was wir jetzt heute besprochen haben, das ist ein wichtiger erster Schritt und das kann einen manchmal dazu bringen, dass man kurz pausiert, bevor man impulsiv handelt, was sowieso immer gut ist.
Pause zwischen Idee und Handlung empfehle ich jedenfalls.
Aber wir sind eben nicht immun.
Also das wirkt ja bei uns allen, auch wenn wir es kennen.
Und sobald wir eben unter Stress stehen, schlecht geschlafen haben, schlechte Laune haben, weil wir uns gerade mit dem Partner gestritten haben.
Oder, ich rede jetzt über mich zum Beispiel, wir einfach nur Hunger haben, funktioniert das Gehirn nicht mehr so, wie es eigentlich soll.
Ja, ich stimme zu.
Es hilft ein bisschen, aber es ist kein Schutz davor, dann überhaupt keine Fehler zu machen.
Okay.
Bei Verlusten ist Nichtstun meistens die beste Strategie.
Ja, das stimmt.
Wenn die Verluste anhaltend sind oder stark, dann müsste man schon überlegen, was man macht.
Aber so immediate, sofortige Reaktionen sind eher schlecht, weil die unüberlegt sind und vielleicht ohne alle.
Hintergründe gehalten werden.
Fanny nickt.
Ja, würde ich auch sagen.
Also mit der Ausnahme, wenn die Strategie tatsächlich nicht mehr stimmt, die langfristige, das ist was anderes, aber ja, ansonsten ja.
Okay, ein Sparplan löst die wichtigsten psychologischen Anlageprobleme.
Ja, oder?
Ich finde schon.
Also er schützt einen vor allem selbst, er automatisiert das Kaufen, er nimmt uns die Entscheidungen ab, hebelt die Verlustachse ein bisschen aus.
Also zumindest für den Einstieg ist es super und für alles was langfristig und wo man sich sehr sicher ist, dass man es zur Hand haben will.
Ich stimme zu und ich würde noch sagen, wichtig ist, dass man den dann nicht spontan verändert von Tag zu Tag, den Sparplan, sondern dass das wirklich einer ist, der dann bleibt und dem man sich erinnert.
Gut, dann der letzte Mythos.
Wer viel über Börse weiß, trifft automatisch bessere Anlageentscheidungen.
Ja, nein, das würde ich sagen, das stimmt nicht.
Dann wären wir wieder beim Affen.
Genau, die Affen können das auch und die Hunde.
Vielleicht Chanchi Pitee auch.
Also ich will aber nicht...
sagen, dass das Wissen über die Börse überhaupt nichts ausmacht.
Natürlich macht das viel aus, aber es ist nicht genug, sondern man muss wirklich auch das Wissen korrekt anwenden und die Emotionen korrekt ignorieren.
Hast du schön gesagt, da stimme ich einfach nur zu.
Gut, man muss ja nicht nur über, was habe ich jetzt in den letzten anderthalb Stunden gelernt, man muss nicht nur viel über die Börse wissen, sondern auch viel über sich selbst, über seine eigenen Geldmotive.
Jetzt haben wir den Hörern am Anfang versprochen, dass wenn sie bis zum Schluss hören, dass sie am Ende vielleicht auch etwas mehr über sich selbst erfahren haben.
Wenn ihr jetzt zum Schluss nochmal so ein, zwei Fragen mit auf den Weg geben könnt, die sich jetzt jeder Hörer, jede Hörerin einmal stellen sollte, um nochmal so richtig schön nah an sich selbst zu kommen.
Was würde man, was wäre da die eine Frage oder gibt es da überhaupt die eine Frage, mit der man sich selbst so ein bisschen challengen kann, um sich selbst so ein bisschen näher zu kommen?
Ich würde nochmal das sagen, was schon mehrfach aufgekommen ist mit den Geldmotiven, dass die Leute sich fragen sollten, was bedeutet mir Geld eigentlich?
Was ist mir wichtig?
Wozu brauche ich Geld in meinem Leben?
Ist es um glücklich zu sein, um sich sicher zu fühlen, um das Leben genießen zu können?
Was bedeutet mir Geld?
Und vielleicht auch fragen, wenn sie in einer Beziehung sind, was bedeutet das Geld meinem Beziehungspartner?
Und weiß ich das überhaupt und könnte ich den vielleicht mal fragen?
Ja.
Finde ich auch ganz wichtig und ich würde als Anschlussfrage direkt dran packen, wenn ich das einmal über mich geklärt habe und dann auf mein Portfolio schaue, spiegelt das denn das wieder, was mir wichtig ist und eben übertragen auf Paare, spiegelt unser Portfolio das wichtig, was uns wichtig ist und auch jedem Einzelnen?
Oder wie müssten wir es verändern, damit es das tut?
Kann man anhand dessen...
irgendwie gewisse Motive in gewisse Sektoren unterteilen.
Wir sind jetzt hier wieder bei Ferrari.
Ist die Ferrari-Aktie automatisch auch eine Statussymbol-Aktie?
Oh Gott, das kann ich, glaube ich, nicht solide beantworten.
Das ist zu spekulativ, ja.
Ich würde sagen, es gibt so viele...
welche Ansätze, welche Aktien, wie sich psychologisch vielleicht widerspiegeln.
Identitätsaktien, manche sind vielleicht mit der Nationalität sehr stark verbunden.
Dann wollen Sie gern in Aktien des eigenen Landes investieren.
Das ist Ihnen wichtig.
Solche Sachen kommen auch nochmal mit dazu.
Andere Motive.
Sicherheit ist bestimmt verbunden damit, ob das weniger in Sicherheit ist.
Ja, okay, also muss man wahrscheinlich bei den Geldmotiven und dem eigenen Depot dann nicht unbedingt nach Status, das war jetzt auch gemein, aber ich wollte den Ferrari einfach nochmal hier auf den Tisch legen.
Wir haben das schon durchschaut.
Ja, ich bin einfach nochmal auf die Autofreihe zurückkommen.
Ja, genau.
Nee, aber muss man dann bei den Geldmotiven und dem eigenen Depot wahrscheinlich wirklich eher nach Sicherheit, Freiheit und den jeweiligen, den Punkten dann quasi sortieren.
Und da gibt es ja einige Sicherheitsanker, goldene Häfen fürs Depot und einige, die so ein bisschen mehr Freiheit schenken.
Alles klar.
Gut, dann würde ich sagen, machen wir den Sack zu.
Ich bedanke mich recht herzlich bei dir, Johanna, und natürlich auch bei dir, Fanny.
Danke.
Gerne.
Danke für die Einladung.
So, lieber Sommerfeld.
Ja, jetzt können wir uns wieder vom Zurücklehnen kurz vornelehnen ans Mikrofon.
Ja, bitte.
Und ich finde ja cool, dass die Leute ihre Ausgaben unterschätzen.
Systematisch.
Das finde ich, das geht mir glaube ich auch so.
Mir geht es gar nicht so.
Also ich weiß genau, warum kein Geld auf dem Konto ist.
Aber meiner Frau erkläre ich es auch jedes Mal.
Die unterschätzt die Ausgaben auch jedes Mal.
Die wird sich da auf jeden Fall ...
darin wiedererkennen.
Und ich feiere natürlich den Sparplan.
Ich meine, das ist jetzt kein Geheimnis, dass der Sparplan...
Das machen wir beide.
Das ist ja die Automatisierung.
Das hat ja gleich zwei positive Geschichten, dass du A sparst und B kein Timing betreibst.
Das ist ja wirklich, das ist schon clever.
Also der ETF-Sparplan ist ja auch die Jahrhundertidee mit dem Jahrhundertprodukt.
Das zusammen ist einfach unschlagbar.
Das stimmt.
Und was ich auch noch, wo ich mich auch sehe, über Geld zu reden, dass das den Stress halt senkt, beziehungsweise dass es irgendwie hilft.
Im Zweifel auch, wenn eben wenig Geld auf dem Konto ist.
dass eben sagt, okay, warum gerade oder was sind eben die Ausgaben und so weiter und so fort.
Das finde ich, da habe ich mich auch wieder gefunden.
Also es waren sowieso viele Sachen, wo man sagt, ja stimmt, ist was dran und dann kann man auch gleich diese Hinweise, die sie teilweise geben oder gegeben haben, sagen, okay, könnte man tatsächlich drüber nachdenken, das auch mal umzusetzen.
Ja, ich finde die...
Mit Partnern wie unterschiedlich Menschen über Dispo denken.
Das haben wir ja neulich schon diskutiert.
Ich habe es mit meiner Frau neulich nochmal diskutiert.
Sie war in ihrem Leben noch nie im Dispo.
Noch nie.
Und ich so, ich guckte sie an wie so ein Wesen vom anderen Stern.
Und ich bin ja der, der denkt, Geld muss arbeiten.
Und wenn es arbeitet, ist manchmal eben nicht genug mehr Working Capital da, was für die normalen Ausgaben ist.
Dann ist man auch manchmal im Minus.
Ja, das ist tatsächlich bei mir fast nicht.
Ist das auch so?
Ja.
Und es ist völlig irrational, was völlig bekloppt ist, weil natürlich jeder weiß, der Dispo ist, wenn du eine günstige Bank hast, bei sieben oder acht Prozent und wenn du eine ungünstige hast, bist du zwölf, dreizehn, vierzehn, fünfzehn.
Völlig absurd, jeder weiß es und trotzdem, und das ist mir auch in dem Gespräch nochmal gesehen, dass viele Leute einfach irgendwie, diese Disziplin ist einfach wahnsinnig schwierig.
Und Sachen selbst, die du weißt, die du trotzdem aber, wo du nicht genügend Disziplin für hast.
Es ist meine Interpretation von finanzieller Freiheit, dass ich weiß, ich werde mich dieser Disziplin nicht unterwerfen, sondern ich bin da finanziell frei.
Ja, das habe ich allerdings von meiner Frau dann irgendwann übernommen, weil der ist Geld sowas von egal.
Nicht, weil sie so viel hätte, sondern weil sie es...
sie halt auch in einem Beruf tätig ist.
Aber genau, das ist die Freiheit, irrational handeln zu können.
Und genau das ist es.
Wo jemandem einen Stinkefinger zeigen zu können oder irgendwie zu denken, ey, du blödes Finanzamt, ihr schreibt mir so kackige Briefe und es ist mir egal und dann kriegt ihr halt noch irgendwie einen Verspätungszuschlag.
Nehmt's doch, aber dann nervt mich nicht.
Meine Frau dreht natürlich, wenn ihr es hört.
Aber bis dahin hat sie auch nicht gehört.
Meinst du?
Ich könnte dir ja mal einen Tipp geben und sagen, Katja, hör mal bis zu Ende.
Minute 220, genau.
Aber es war auf jeden Fall ein spannendes Gespräch.
Ich finde, das hat mal wieder euch wirklich aufgefrischt und ihr habt euch wahrscheinlich an vielen Stellen ertappt bekommen, ertappt gesehen oder gehört.
Ja, spannendes Thema, schöne Abwechslung.
sehr, sehr interessant.
Und Abwechslung werden wir dann nächste Woche auch haben.
Da haben wir unseren Gast, glaube ich schon, aber wir verraten es nicht, mit wem wir reden werden.
Das ist der Philosoph.
Das ist der Philosoph.
Ja, stimmt.
In gewisser Weise ein Philosoph.
Aber er ist noch vieles mehr.
Ein Philosoph ist der Eckart ja auch in gewisser Weise.
Und dann haben wir schon die Brücke geschlagen zur kommenden Woche.
Genau, da bin ich nicht mit dem Eckart am Start.
Haben wir gar nicht so häufig.
Aber nicht die ganze Woche.
Nee, stimmt.
Ja, richtig.
Ich ziehe die Woche durch und dann am Ende, glaube ich, nach hinten raus mit Lea statt mit dem Eckert.
Auf jeden Fall geht es natürlich spannend los.
Dann werden wir in der Montagsfolge natürlich gleich mal über die Wahl reden.
Bin ich mir zumindest ziemlich sicher.
Ich könnte mir keinen Ausgang vorstellen.
Und dann werde ich über die Sachsen-Anhaltinisch, darf ich nicht sagen, weil Sachsen-Anhaltinisch, das ist falsch.
Du musst sagen, über die Sachsen-Anhaltische Aktie Halloren sprechen.
Werden wir?
Da bin ich sicher.
Das ist doch eine der wenigen Aktien, die nicht Heimat von so vielen börsengelisteten Unternehmen, aber Haloran ist eine und die hat sich so entwickelt, wie die Dinger schmecken.
Jetzt darf jeder noch überlegen, wie sie schmecken und wir verraten die Performance nicht.
Ich weiß auch nicht, ob wir über Halloren sprechen werden, aber jetzt müssen wir es ja, jetzt hast du es ja quasi angekündigt.
Und wie gesagt, auch die Goldman Sachs-Konferenz, die wird uns begleiten die Woche.
Wenn da was Spannendes bei rauskommt, ist es auf jeden Fall, Jensen Wang wird da sprechen, the godfather of AI.
Darunter machen wir es nicht.
Nein.
Und deshalb.
Abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Und den Eckart und den Sommerfeld gibt es dann am Montag ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
