# M&A Giants, AI Software, and Gold Valuation

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-09-04

## Transcript

Wird die größte öffentliche Übernahme ever doch nicht stattfinden.
Ein Aktivist könnte da nämlich Probleme machen.
Insgesamt gab es gestern eine ganze Reihe großer Übernahmen-News.
Außerdem hat Christoph sich mal angesehen, was in den letzten Monaten mit dem Goldpreis los war und ob man da noch profitieren kann.
Mein Name ist Timon Wunderlich.
Heute ist Freitag, der 4.9.
und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird unterstützt von Scalable Capital, dem Broker für alle, die aktiv handeln wollen.
Mit Trading Flatrate, Krediten, Portfolioanalysen und der hauseigenen European Investor Exchange, die genau auf Privatanleger zugeschnitten ist.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Gestern war zwar nicht Merger Monday, trotzdem starten wir mit ein paar Übernahme-News.
Einmal könnte die größte Übernahme einer börsennotierten Firma aller Zeiten gestoppt werden.
Die 160 Milliarden Dollar schwere Deutsche Telekom prüft eigentlich gerade, ob sie mit dem 200 Milliarden Dollar Riesen T-Mobile US fusionieren.
Und zwar will die Telekom die größere US-Firma übernehmen, die hält nämlich jetzt schon über 50% an T-Mobile.
Und das US-Geschäft hat letztes Jahr über zwei Drittel von Telekoms bereinigten operativen Gewinn gebracht.
Jetzt hat sich aber laut Bloomberg der bekannte Aktivist Elliott Management eingeschaltet und stellt sich gegen die Übernahme.
Er will, dass die Telekom das Geld lieber auf andere Weise nutzt, zum Beispiel für mehr Aktienrückkäufe.
Für wie viel sich Elliott bei der Telekom eingekauft hat, weiß man nicht.
In Deutschland müssen Investoren so eine Position erst veröffentlichen, wenn ihnen mehr als drei Prozent vom Unternehmen gehört.
Der Anteil von Elliott wird also niedriger sein.
Trotzdem könnte das schon genug Druck machen, es gibt nämlich schon länger Widerstand.
Laut dem US-Portal Semaphore hat nämlich auch das Management von T-Mobile Bedenken.
Nach der Elliott-Meldung ist die Telekom-Aktie gestern nur leicht gestiegen und die Aktie von T-Mobile US hat sich kaum bewegt.
Ganz anders sieht es bei Delivery Heroes.
Da hat am Mittwochabend nämlich Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären empfohlen, die 15 Milliarden Dollar Übernahme durch Uber anzunehmen.
Der Preis sei angemessen und fair.
Uber gehört jetzt direkt und über Finanzinstrumente schon fast 40% an Delivery Hero und durch die volle Übernahme würde Uber zum weltweit größten Essenslieferdienst werden außerhalb von Chinas.
Und das, obwohl Delivery Hero sein Geschäft in 14 Ländern an Finanzinvestor SSW Partners abgeben wird, damit keine Kartellprobleme entstehen.
Beide Aktien haben sich kaum bewegt.
Und dann hat Noah vor ein paar Tagen erzählt, dass Nvidia wohl die KI-Firma Hugging Face übernehmen wird.
Jetzt hat Nvidia den Deal bestätigt und mit einem Preis von 13 Milliarden Dollar ist das die größte Übernahme, die Nvidia je gemacht hat.
Dann gab es auch noch Zahlen und zwar von Victoria's Secret.
Die haben ihren Umsatz um 10% gesteigert und die Erwartungen damit ganz knapp verfehlt.
Die Aktie ist um die 15% gefallen, seit Anfang des Jahres hatten sie aber auch schon knapp 60% zugelegt.
Da waren die Erwartungen also entsprechend hoch und dazu kommt, dass das Wachstum nicht nur unter den Erwartungen war, sondern auch insgesamt immer weiter nachlässt.
Die Umsätze in Läden, die schon mindestens ein Jahr offen sind, sind um 9% gewachsen.
Das passt zwar zu den Erwartungen, im Quartal davor waren es aber noch 13%.
Ansonsten läuft der Turnaround.
CEO Hillary Super hat das Unternehmen konsequent auf BHs und die junge Marke Pink ausgerichtet.
Fürs Gesamtjahr wurde auch die Prognose leicht angehoben und Victoria's Secret geht jetzt von über 7 Milliarden Dollar Umsatz aus.
Das wäre der höchste Jahresumsatz seit sieben Jahren.
Außerdem positiv ist, dass sie nicht nur bei bestehenden Kunden mehr verkaufen, sondern auch neue dazugewinnen.
Der Kundenstamm war jahrelang geschrumpft, das dreht sich jetzt.
Auch Hewlett Packard Enterprises konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen.
Die Aktie ist über 5% gefallen, nachdem sie am Mittwochabend Zahlen veröffentlicht haben.
Der Umsatz ist mit über 30% gewachsen, das war besser als erwartet und die Prognose wurde sogar angehoben.
Aber laut dem Management wird das Wachstum gebrenzt, weil der Konzern nicht an genügend Komponenten für seine KI-Server kommt.
Die Erwartungen von Investoren waren auch hier ziemlich hoch.
Der Börsenwert hat sich seit Anfang des Jahres auf 65 Milliarden Dollar verdoppelt.
Bei der ikonischen Suppenmarke Campbell ist der Börsenwert auch gefallen und zwar um die 10% auf über 6 Milliarden Dollar.
Hier gibt es aber auch richtig Probleme.
Fürs gesamte Jahr wird jetzt sogar mit einem Rückgang von bis zu 4% gerechnet.
Analysten waren von weniger als 1% ausgegangen.
Das Problem ist hausgemacht.
Campbell hat in den letzten Jahren die Preise angehoben, um die Margen zu retten.
Und genau das hat vor allem Kunden mit kleinerem Budget zu günstigeren Produkten getrieben.
Gerade in Zeiten der Inflation achten die ja besonders auf den Preis.
Jetzt schließt die Firma gleichzeitig Werke und Stellen und hat sogar die Dividende um 36% gekürzt.
Der CEO nennt die Ergebnisse selbst inakzeptabel.
Besser kamen die Zahlen von Snowflake am Mittwochabend an.
Die Aktie war gestern über 20% im Plus, nachdem das Cloud-Datenunternehmen stärker als erwartet wachsen konnte und auch die Umsatzprognose für den Produktumsatz fürs laufende Jahr auf 6 Milliarden Dollar angehoben hat.
Dabei kommt laut dem CEO ein Teil vom Wachstum durch die eigenen KI-Produkte.
Snowflakes KI-Coding-Assistenz hat im letzten Quartal über 2000 neue Kundenaccounts dazugewonnen.
Damit sind es jetzt mittlerweile über 9000.
Um den Jahreswechsel hatten ja noch viele Investoren Angst, dass KI-Agenten Plattformen wie Snowflake überflüssig machen.
Jetzt passiert offenbar das Gegenteil.
KI treibt sogar das Kerngeschäft an.
Deswegen ist auch der ganze Software-Sektor mitgezogen.
ServiceNow, Atlassian, Salesforce und Adobe waren alle zwischen 3 und 5 Prozent im Plus.
Die krasseste Bewegung kommt aber zum Schluss.
Die Biotech-Firma Ultragenics Pharmaceutical hat gestern seinen Börsenwert auf 1,5 Milliarden Dollar halbiert.
Grund ist ein Medikament gegen die seltene Generkrankung Angelmann-Syndrom.
Das Mittel hat in einer späten Studienphase keine Verbesserung gezeigt.
Ultra versucht sich regelmäßig an Mitteln, für die es oft gar keine Behandlung gibt.
Wenn das klappt, ist man konkurrenzlos.
Klappt es nicht, ist die Arbeit von Jahren weg.
Nach einem kleinen Dämpfer ist der Goldpreis in den letzten Wochen schon wieder ordentlich gestiegen.
Christoph hat sich mit Fondsmanager Martin Siegel vom auf Edelmetalle spezialisierten Vermögensverwalter Stabilitas unterhalten.
um herauszufinden, wo man noch profitieren kann.
Herr Siegel, Gold stand ja im Januar bei fast 5.600 Dollar, im Juli dann unter 4.000.
Jetzt sind wir wieder über der Marke.
Was hat denn diese extreme Bewegung ausgelöst und wo stehen wir jetzt eigentlich?
Ist Gold aktuell fair bewertet?
Also hier müssen wir mal gucken, dass wir den Markt mal richtig einordnen.
Der Markt kommt ja von 35 Dollar im Jahr 1968.
Da wurde die Goldbindung aufgehoben, ein paar Jahre später dann noch die Goldbindung auch für die Zentralbanken.
Und seitdem Gold keine feste Bindung mehr hat an die Papierwährung, Seitdem steigt der Preis, weil die Papierwährungen werden permanent inflationiert und der Goldpreis gleicht das aus.
Der letzte größere Aufwärtstrend, der hat 2016 angefangen, ging so etwa vom Niveau von 1.100 Dollar los, ist dann bis über die 5.000 gestiegen.
Und was wir jetzt sehen, ist einfach eine Reaktion, weil wir im ganz langfristigen Trend eine Übertreibung hatten.
Das heißt, der Goldpreis ist in der Kaufkraft dem fairen Wert so weggelaufen und reagiert jetzt ein bisschen zurück.
davon aus, dass der Wert eigentlich immer noch zu hoch ist.
Der langfristige, faire Goldpreis müsste so im Bereich zwischen 3.200 und 3.500 Dollar pro Unze liegen.
Und jetzt ist die Frage, ob wir auf dieses Niveau zurückkehren oder nicht.
Eigentlich müssten wir es.
Was aber dagegen spricht, sind die Zentralbanken, die einfach immer weiter kaufen.
Vor allem Zentralbanken, die ihre Politik nicht öffentlich machen oder viel zu spät veröffentlichen oder vielleicht nur Teile veröffentlichen wie die Zentralbank von China.
Die sind maßgeblich für diesen jetzt eigentlich zu hohen Goldpreis verantwortlich.
Wir haben...
über viele Jahre, manchmal Jahrzehnte, ein Goldpreis gesehen, der deutlich unter dem fairen Preis lag.
Aktuell haben wir einen Preis, der über dem fairen Preis liegt.
Apropos Zentralbanken, FED-Chef Walsh hat ja zuletzt überraschend horkisch geklungen und der Markt sieht eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September.
Könnte das ein Auslöser sein, dass der Goldpreis die Übertreibung, die Sie gerade angesprochen haben, jetzt abbaut?
Also ich habe viele Zeiträume analysiert, in denen die Zinsen gefallen sind, in denen die Zinsen gestiegen sind und habe da keinen eindeutigen Zusammenhang feststellen können.
Was man im ganz langfristigen Spiel am Goldmarkt sehen kann, ist, maßgeblich wird der Preis beeinflusst durch Investmentbanken.
Investmentbanken, wenn die gut positioniert sind, wollen sie einen steigenden Goldpreis.
Wenn Investmentbanken große Short-Positionen aufgebaut haben, wollen sie einen fallenden Goldpreis.
Und wenn die Spitzen dieser Institute gefragt werden, wo der Goldpreis hingeht, dann gehen die Interviews immer genau in die Richtung, in die diese Investmentbanken den Goldpreis haben wollen.
Das sind die maßgeblichen Spiele am Goldmarkt.
Dann kommen wir mal zu Silber.
Das ist ja bekanntlich viel volatiler, unter anderem, weil der Markt viel kleiner ist.
Das Gold-Silber-Ratio ist von rund 46 im Januar auf etwa 67 gestiegen.
Historisch sind wir da eher bei Werten zwischen 15 und 20.
Das heißt, früher hat man 20 Feinunzen Silber gebraucht, um eine Feinunze Gold zu kaufen.
Heute sind es fast 70.
Ist Silber also zu günstig und es ist sogar ein guter Einstiegszeitpunkt?
Silber hängt zu 90 Prozent am Goldpreis.
In der letzten Aufwärtsbewegung hatten wir einen deutlichen Unterschied zu früher.
Silber hat viel später reagiert als Gold.
Am einfachsten zu erklären ist es mit dem Verhalten der Zentralbank.
Wir können davon ausgehen, dass nach dem Einfrieren der russischen Vermögen die russische Zentralbank in der Folge dann auch die chinesische Zentralbank angefangen haben, große Goldreserven aufzubauen.
Das führte zu dem steigenden Goldpreis.
Der Silberpreis ist über die Investoren einfach hinterhergekommen und hat dann den Goldpreis kurzfristig outperformed mit ganz wilden Nachrichten am Markt und reagiert jetzt wieder zurück.
Ich wäre grundsätzlich erstmal, weil ich ja sowieso schon sage, der Goldpreis ist aktuell eher ein bisschen zu hoch bewertet, wäre ich beim Silber auch noch vorsichtig und würde so vom Timing her keine Bestände aufbauen zurzeit.
Dann lassen Sie uns auch mal auf die Goldminenaktien schauen.
Bei Goldpreisen auf dem aktuellen Niveau müssten die Margen der Goldminen doch historisch außergewöhnlich gut sein, oder?
Also das ist tatsächlich der Fall.
Den Goldproduzenten geht es sehr, sehr gut zurzeit.
Viele Gesellschaften erhöhen die Dividenden stückweise.
Viele sind im Bereich schon von 4 bis 5 Prozent.
Und dazu gibt es Aktienrückkaufprogramme, die die Aktienkurse auch noch stützen.
Also den Goldgesellschaften geht es blendend.
Wir haben bei den meisten Gesellschaften Produktionskosten von um die 2000 Dollar pro Unze.
Wir haben einzelne Produzenten, die bekommen das hin, für unter 1000 Dollar pro Unze zu produzieren und jetzt über 4000 Dollar pro Unze zu verkaufen.
Hier wird die Produktion erhöht.
Hier gibt es...
Geld für Investitionen, für Bohrprogramme, für Explorationsprogramme, für weiteres Wachstum und natürlich, wenn der Goldpreis so bleiben sollte, auch für deutlich steigende Gewinne.
Es gibt praktisch keinen Produzenten, der aktuell Verluste schreibt.
Was jetzt natürlich passiert, alle halten die Hand auf.
Zuerst der Staat, der höhere Abgaben möchte.
Alle Lieferanten wollen natürlich auch mehr Geld.
Es ist völlig klar, dass die Produktionskosten jetzt auch deutlich über jeder gemessenen Inflationsrate anziehen.
Jedes Quartal steigen die Produktionskosten etwa 100 Dollar.
Das heißt, bei 2000 haben wir in einem Jahr 2400.
Das ist dann so ein Anstieg von etwa 20 Prozent.
Wenn der Goldpreis deutlich fallen sollte, wird es auch wieder Druck auf die Minen geben.
Aber ich würde mal sagen, bis zu einem Goldpreis von 3200 besteht überhaupt keine Gefahr für die Gesellschaft.
Und dann werden einfach die Gewinnspannen ein bisschen zurückfallen.
Aber da sind noch nicht mal die Dividenden gefährdet.
Also da wird immer noch sehr, sehr, sehr viel Geld verdient.
Okay, also das heißt, dass Gold und Silber jetzt eher einen Tick zu teuer sind.
Bei den Minenaktien sind sie aber optimistischer.
Die sind natürlich aber sehr volatil.
Das müssen Anleger wissen.
Wenn jetzt trotzdem mal jemand sich schlau machen möchte über diese Aktien, was sind so wichtige Kennzahlen oder Faktoren für Sie, bevor Sie eine Aktie in dem Bereich kaufen?
Das Wichtigste sind natürlich die Gewinnspannen, die man hat, die aktuellen Gewinne, die zukünftigen Gewinne.
Die leiten sich aus der Qualität der Erzkörper ab und hier fängt dann die Analyse an.
Wie gut ist der Erzkörper, wie lange ist die Lebensdauer des Erzkörpers.
Gibt es im Umfeld noch Erzkörper, die gerade neu aufgebohrt werden, sodass man das Minenleben verlängern kann?
Dann ist ganz wichtig, in welchem politischen Umfeld bewege ich mich?
Riskiere ich in Staaten wie in Westafrika irgendwelche politischen Einflussnahmen?
Wir haben hier schon eine Minengesellschaft, der einfach 25 Prozent einer Mine vom Staat enteignet worden ist, natürlich gegen Ausgleichszahlung, die viel zu niedrig war.
Das sind dann die Faktoren, die lang- bis mittelfristig für den Erfolg von Goldproduzenten stehen.
Dann sagen Sie uns doch bitte noch abschließend, Herr Siegel, werden wir beim Goldpreis jetzt noch weiter zurücklaufen, wenn der Preis Ihrer Meinung nach zu hoch ist?
Grundsätzlich sind Prognosen fast nicht möglich, weil ich das Verhalten der Zentralbank nicht prognostizieren kann.
Eigentlich ist diese Abwärtsbewegung, die wir gehabt haben, noch nicht abgeschlossen.
Dagegen spricht aber...
dass wahrscheinlich die Zentralbank Chinas, möglicherweise andere Zentralbanken weiterhin massiv Gold aufbauen wollen.
Ob sie das dann bei 3.200 machen oder bei 4.300, da kann ich nicht in die Gehirne der Chefs der chinesischen Zentralbanken sehen.
Dieses Spiel ist perfekt für alle Goldrausch-Fans.
Das war Ohne, Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder, da gibt es eine Spezialfolge.
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