# AI Hardware Boom and Political Risk

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-09-03

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über eine Wolte bei Broadcom, den Höhenflug von Snowflake und einen aktivistischen Investor bei der Telekom.
Im Thema des Tages dreht sich alles um die Wahlen im Osten und mögliche Folgen für Anleger.
Und in der Triple-E-Idee verraten wir euch, warum auch Finanzprofis in die Psychofalle tappen und was ihr daraus lernen könnt.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Lea Oetjen und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Donnerstag, der 3.
September und wir wünschen euch einen erholten Start in den Tag.
Erholung, ja, das war gestern auch das Stichwort für die Wall Street nach drei Verlusttagen in Folge.
Der Dow gewann 0,6 Prozent, der S&P 500 legte 0,5 Prozent zu und der Nasdaq 100 kam immerhin auf ein Plus von 0,2 Prozent.
Die Gewinne sind allerdings weniger, eine absolute Entwarnung, vielmehr so eine kleine Verschnaufpause.
Getragen wurden die ganzen Gewinne gestern vor allem von einer einzigen Branche, während die eigentlichen Belastungsfaktoren sich keinen Millimeter...
Das stimmt.
Und Software war die Branche nicht.
Die haben nämlich fett verloren.
Aber die Branche, die gewonnen hat, das war KI-Hardware.
Und zwar in ihrer bodenständigsten Form, Server- und Netzwerktechnik.
Dell sprang um 16 Prozent nach oben, nachdem der Konzern starke Zahlen geliefert hat.
Wir haben es ja gestern euch schon erzählt und auch die Jahresprognose angehoben hat.
Und auch ein Video gehörte mit zu den dicken Gewinnern gestern.
Nach Handelsschluss kam dann allerdings die Gegenprobe.
Broadcom legte Zahlen vor und fiel zunächst um 6 Prozent, obwohl der Umsatz um 86.
Prozent auf 29,6 Milliarden Dollar gestiegen war und sich der Nettogewinn um auf 13,09 Milliarden mehr als verdreifacht hat.
Gestolpert ist der Konzern allein über den Ausblick 34,8 Milliarden Dollar für das laufende Quartal.
Gerechnet worden war mit gut 35 Milliarden.
Es fehlen also gut 200 Millionen.
Das ist bei einem Unternehmen, das an der Börse 1,8 Billionen Dollar wert ist.
Wenn ein Chip-Designer seinen Umsatz fast verdoppelt und die Aktie trotzdem fällt, das sagt schon sehr viel aus.
Aber dann kam noch der Conference Call und der, der war plötzlich deutlich bullischer als die zunächst eher mauen, unspektakulären Zahlen und der Ausblick.
Und die Aktie drehte wieder ins Plus.
Und die Botschaft des Managements war nämlich klar, Broadcom entwickelt sich neben wieder zu einem der größten Gewinner des KI-Infrastruktur-Booms.
Vor allem über kundenspezifische KI-Chips, sogenannte XPUs oder TPUs.
Und Networking.
Und dann gab es ein paar Aussagen vom Management, die sehr eindeutig waren.
Google bleibt ein gigantischer Kunde und die Beziehung zu Google, die wäre noch nie so gut gewesen.
Und damit hat man dann die Sorgen, Broadcom könnte beim Google-TBU-Programm Marktanteile verlieren.
Die hat man einfach zurückgewiesen.
Dann wurde noch Anthropic zu Megakunden gekürt und OpenAI, das wäre der zweitgrößte Megakunde.
Und die würden über diesen neuen Jalapeno-Chip zusammenarbeiten.
Die Quintessenz des ganzen Broadcom wird immer stärker zum Anti-NVIDIA bzw.
zur zweiten Säule des KI-Chip-Booms.
2027 werde vielleicht etwas enttäuschend.
2028 dafür umso spektakulärer.
Erwartet sind 230 Milliarden Dollar AI-Umsatz.
Der Marktkonsens liegt nur so bei etwa 180 Milliarden Dollar.
Broadcoms Gewinn pro Aktie für 2028 liegt so bei mehr als 30 Dollar.
Konsens rund 25,80 Dollar.
Besonders wichtig an der Stelle für die genannten Produktionen.
Reaktionsvoluminar sei die Lieferkette bereits gesichert.
Die tatsächliche Nachfrage liege offenbar sogar noch darüber.
Dann ging Broadcom plus minus null in der Nacht aus dem Handel.
Und nachbörslich legte dann auch noch Hewlett-Packard-Enterprise-Zahlen vor.
Und der Umsatz stieg im dritten Geschäftsverteil um 33,6 Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar.
Und erwartet waren nur 11,9.
Und der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,11 statt prognostizierten 93 Cent.
Und dann hob der HP Enterprise auch noch die Prognosen gleich zweimal an.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern jetzt mit 34 bis 37 Prozent Umsatzwachstum statt mit 29 bis 33.
Das kommende Jahr mit 13 bis 17 statt 8 bis 12.
saugeilen Dell-Zahlen reichte das nicht aus und die Aktie, die war nachbörslich relativ deutlich im Minus.
Ganz anders bei Snowflake.
Die Aktie der Cloud-Plattform schoss noch mehr als 20 Prozent nach oben, nachdem Umsatz und Gewinn die Erwartungen übertroffen hatten und das Management die Jahresprognose angehoben hat.
Ebenfalls gefragt waren auch einige klassische Überraschungsgewinner.
Der Cyber-Security-Anbieter Netscope legte 13 Prozent zu, nachdem auch er die Jahresprognose anhob.
Der Tierbedarfshändler Petco gewann 10 Prozent dank besserer Margen.
Der Infrastrukturspezialist Argan 8 Prozent nach starken Quartalszahlen und Five Below 6 Prozent.
Auf der Verliererseite, da standen NetApp und C3EI und NetApp verlor 8%, obwohl die Bruttomarge mit 70,6% über den Erwartungen lag.
Aber...
Anleger stören sich daran an der Bilanzierung der Umsätze, nämlich welche, die schon bezahlt sind, aber noch nicht erbracht worden sind.
Und die lagen mit 4,85 Milliarden knapp unter den Prognosen.
Und das war halt nicht perfekt und deswegen ging es runter.
Und C3-EI gab rund ein Prozent nach, weil der KI-Softwareanbieter mit seinem Umsatzausblick für das laufende Quartal die Erwartungen verfehlt.
Wenn man verfehlt und nur ein Prozent verliert, dann war die Erwartung da jetzt nicht so groß.
Uber machte derweil Nägel mit Köpfen.
Der US-Konzern empfiehlt den Aktionären von Delivery Hero die Annahme seines Übernahmeangebots über 41,50 Euro je Aktie und hat sich bereits rund 53 Prozent der Anteile gesichert.
Gleichzeitig streicht Uber aber weltweit rund 3.300 Stellen.
Das ist knapp jeder zehntel Job.
Offiziell geht es da um flache Hierarchien und mehr Effizienz.
Für Anleger ist die Botschaft aber klar.
Uber setzt auf Größe.
Der Konzern will mit Delivery Hero zum größten Essenslieferanten der Welt außerhalb von China werden.
und spart gleichzeitig Kosten, um mehr Geld in Wachstum, Liefergeschäft und autonome Mobilität zu stecken.
Die Aktie legte knapp 2% zu.
Reddit, die sprangen um 7% auf 155 Dollar und Auslöser war eine Studie von BERT.
Und die argumentiert, das Risiko rund um die auslaufenden KI-Verträge mit Google und Obeid, das wird es schon längst im Kurs drinstecken.
Zusammen bringen die beiden Dienste nämlich rund 130 Millionen Dollar pro Jahr.
Und weil niemand weiß, zu welchen Konditionen sie verlängert werden und ob überhaupt, ist die Aktie seit ihrem Hoch aus dem September 2025 um fast die Hälfte eingebrochen.
Ja, und was war sonst noch wichtig?
Die USA meldeten neue Angriffe auf.
auf das iranische Festland.
Teheran berichtete von zwei Explosionen durch Seeminen in der Straße von Hormuz.
Brent kostete daraufhin zeitweise mehr als 97 Dollar je Fass und gab später auf rund 95,40 Dollar nach.
WTI erreichte in der Spitze etwa 90 Dollar und das sind die höchsten Stände seit etwa sechs Wochen.
Und noch?
Hertha trifft's Gas.
Der europäische Terminkontrakt, der stieg um gut 2 Prozent auf mehr als 75 Euro im Megawattstunde.
Zumindest war es zwischenzeitlich mal so hoch wie seit über drei Jahren nicht mehr.
Und gefüllt sind die Speicher europaweit nur zu 65 Prozent und in Deutschland sogar nur zu 53.
Und Katar hat seine France-Majeur-Klausel für die LNG-Lieferung um einen weiteren Monat verlängert.
Und dieser Winter wird also gerade sehr, sehr teuer eingekauft.
Wie sehr die Energiepreise inzwischen durchschlagen, zeigt doch der Konjunkturbericht der FED, das Beige Book.
Die US-Wirtschaft ist demnach zuletzt leicht gewachsen, der Ausblick ist generell positiv, aber die Notenbank schreibt eben auch, dass die Unsicherheit branchenübergreifend zugenommen hat, aufgrund der gestiegenen Energiepreise, aufgrund der politischen Lage und der internationalen Konflikte.
Das sieht man auch am Anleihenmarkt.
Die zehnjährige Bundesanleihe rentierte gestern mit 3,39 Prozent, so hoch wie seit 15 Jahren nicht mehr.
In den USA liegen zehnjährige Papiere bei 4,79 Prozent.
Im September tagt ja bekanntlich die FED und die Terminmärkte preisen mittlerweile mit 95 Prozent die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung ein.
Die EZB entscheidet schon kommende Woche und auch da wird ein Schritt nach oben erwartet.
Ich glaube zu 97 Prozent ist da die Erwartung.
Und der DAX, der hat diese Gemengelage am Mittwoch den dritten Tag in Folge zu spüren bekommen und ging 0,5 Prozent schwächer bei 25.839 Punkten aus dem Handel.
Seit Freitag summiert sich das Minus auf rund 500 Punkte.
Und an den Einzelwerten stach Deutsche Telekom mit einem Plus von drei Prozent heraus.
Der aktivistische Investor Elliot ist bei den Bonnern eingestiegen und Paul Singers Leute, die wollen genau das verhindern, woran Tim Höttges seit April...
Die Größe der Elliott-Position kennt keiner.
Meldepflichtig wird es erst ab 3%.
Elliott fordert stattdessen deutlich größere Aktienrückkäufe.
Das Kuriose daran ist die Bewertung.
Die Tochter kommt auf gut 200 Milliarden Dollar, die Mutter auf rund 160 Milliarden.
Die Telekom hält 53% an T-Mobile.
Höttges will diesen Abschlag wegfusionieren.
Es wäre der größte öffentliche Deal aller Zeiten.
Aber Elliot hält das für Vorstandsromantik und will das Geld lieber sofort zurückhaben.
Rückkäufe würden schneller wirken und brauchen auch keine Genehmigung.
Eine Fusion bindet Jahre und braucht politischen Rückhalt.
Und genau da liegt auch der Schlüssel.
Der Bund, der hält 14,1 Prozent, die KfW nochmal weitere 14,2.
Macht zusammen 28,3 Prozent.
Und gegen diesen Block, da gewinnt eigentlich kein Aktivist.
Und für euch heißt das, der Kurssprung zeigt, der Markt, der will lieber Rückkäufe.
Aber solange die Mutter weniger wert ist als die Tochter.
Da bleibt diese Baustelle noch offen.
Baustelle ist auch das richtige Stichwort für Volkswagen.
Die verloren nämlich gestern 3,7 Prozent, weil der Kompromissversuch im Streit über den Sparplan von Oliver Blume gescheitert ist und auch, weil VW den Eurostoxx 50 am 21.
September verlassen muss.
Zalando verlor 4,7 Prozent und GER büste 3,2 Prozent ein, nachdem der Staatsfonds aus Kuwait rund drei Prozent der Anteile zum Verkauf gestellt hat.
Auf der Gewinnerseite standen dafür die Commerzbank mit 1,7 Prozent und die Deutsche Bank, die nach einer Hochstufung von Goldman Sachs zeitweise 1,8 Prozent zulegte.
Und dann mache ich schnell die Termine.
Da gibt es die Herbstprognose der großen Wirtschaftsforschungsinstitute, also IFO, IW Halle, RWE Essen und IFW Kiel.
Dann gibt es Zahlen von Sienna, Lululemon, Z-Scaler, DocuSign, Campbells.
Dann vom Verband des Maschinenbaus, Auftragseingang Juli und die deutsche Börse, die veröffentlichte Indexüberprüfung für DAX, MDAX und SDAX.
Das Thema des Tages.
Am Sonntag, da wählt ja Sachsen-Anhalt und zwei Wochen später Herr Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.
Und zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik könnte eine Partei, deren Landesverband der Verfassungsschutz als rechtsextrem einstuft, absolute Mehrheit in einem Landtag holen.
Die Zahlen sind leider recht erneutig.
Die jüngsten Umfragen sehen die AfD in Sachsen-Anhalt zwischen 40 und 43 Prozent.
Bei der Wahl 2021 waren es noch 20,8 Prozent.
Die CDU stürzt von 37 auf 22 Prozent ab und scheitern Grüne, FDP und BSW an der 5-Prozent-Hürde.
Reichen der AfD sogar schon 42 Prozent für die Mehrheit der 83 Sitze?
Bärenberg taktiert die Wahrscheinlichkeit auf fast 50 Prozent.
Wichtig zu wissen ist aber noch, dass die Umfragen nicht besonders aussagekräftig sind.
2021 lagen die völlig daneben.
Die CDU schnitt 10 Prozentpunkte besser ab als in der letzten Umfrage.
Die AfD 5 Punkte schlechter.
Das kann sich wiederholen, aber möglicherweise auch in eine ganz andere Richtung diesmal.
Ja, warten wir mal ab.
Erstmal aber die Entwarnung für die Volkswirtschaft.
Oxford Economics rechnet nämlich vor, dass die drei Länder, in denen gewählt wird, zusammen 8 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts ausmachen.
Sachsen-Anhalt allein 1,8 Prozent.
Im Bundesrat hat das Land vier von 69 Stimmen.
Steuern, Rente, Verteidigung, Euro, die werden in Berlin entschieden.
JP Morgan schreibt, ein Großteil des 258-seitigen AfD-Programms sei im föderalen System.
schlicht nicht umsetzbar.
Aber genau da liegt auch der Denkfehler, wenn man nur auf die Paragrafen schaut.
Eine Landesregierung entscheidet über Schule, Polizei, Kulturverwaltung und auch Asylbehörden.
Und sie prägt das Bild eines Standorts.
Bernberg warnt ausdrücklich, die weltweiten Schlagzeilen nach einem AfD-Wahlsiegs dürften dringend benötigte ausländische Investitionen abschrecken.
Und die wirtschaftlichen Probleme der Region, die würden sich sogar noch verschärfen.
Und das trifft ein Land, das ohnehin am Tropf hängt.
Sachsen-Anhalt hat seit 1990 fast 26 Prozent seiner Bevölkerung verloren.
Mehr als jedes andere Bundesland.
Die Chemieindustrie leidet seit dem Energiepreisschock.
Die Autozulieferer rund um Wolfsburg schwächeln.
Der Industrieanteil an der Beschäftigung liegt, glaube ich, bei 15 Prozent.
Also deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
Und wer Fabriken hat, braucht halt auch Frachtkräfte.
Und die sind das Nadelöhr.
Oxford Economics erwartet, dass eine AfD-Mehrheit alle Hebel nutzen würde, um Zuwanderung breit zu bremsen.
Und die Folge, Firmen vor Ort täten sich schwer, qualifizierte Leute zu gewinnen.
Einmal wegen der Vorschriften und einmal, weil das Land als Ziel unattraktiver würde.
Und die Nettozuwanderung nach Deutschland ist in diesem Jahr ohnehin schon deutlich gesunken.
Bärenberg geht sogar noch einen Schritt weiter und hält eine teilweise Abwanderung auslöschlicher Arbeitskräfte für möglich, etwa aus der Pflege und aus der Altenbetreuung.
In einem Land mit dieser Altersstruktur ist das keine Randnotiz, im Gegenteil.
Ein Chemiepark in Leuna oder eine Intel-Nachfolge in Magdeburg wirbt weltweit um Ingenieure und die googeln natürlich vor der Bewerbung erstmal, wer dort gerade so regiert.
Und eine Partei, die weder für Weltoffenheit noch für Toleranz oder gar für demokratische Werte steht, dürfte dem Wirtschaftsstandort da direkt schaden.
Und dazu kommt noch das Sicherheitsthema.
Bernberg warnt, der Austausch sensibler Geheimdienstinformationen zwischen Bund und Land könnte stocken aus Sorge, dass Daten Richtung Moskau wandern.
Nach dem gescheiterten Drohnenangriff im Flughafen von Leipzig-Halle im August ist das mehr als eine theoretische Debatte.
JP Morgan setzt da einen Kontrapunkt.
Die AfD sei auf die Machtübernahme vorbereitet.
Ihr Zehn-Punkte-Plan für die ersten 100 Tage sei teils bescheiden.
Wer darauf hofft, dass eine AfD-Regierung ihre Wähler schnell enttäuscht, könnte sich daran also täuschen.
Die Partei könnte jede Bundesbremse als Beleg dafür nutzen, dass die da oben, wie es in dem Narrativ immer so schön heißt, die Partei ausbremsen.
Und in Berlin?
Na ja, März hat laut Bärenberg einen Netto-Zustimmungswert von minus 61.
Das ist ein Rekordtief und sogar schlechter als der Scholz vorher.
Wahnsinn.
Trotzdem sagen Bärenberg, JP Morgan und Oxford dasselbe.
Die Koalition wird bis 2029 halten.
Eine andere Mehrheit gibt es im Bundestag schlicht nicht.
Neuwahlen wären für Union und SPD Selbstmord.
Das Dilemma sitzt in Magdeburg, verpasst die AfD die Mehrheit, braucht die CDU, womöglicherweise die Linke zum Regieren.
Jetzt kommt es aber noch zum Kern für euch als Anleger.
Der DAX bewegt sich am Montag nicht nur wegen Sachsen-Anhalt.
Entscheidend ist, ob eine angeschlagene Koalition noch die Kraft für die Rentenreform und die Arbeitsmarktreform hat.
Oxford rechnet vor, bleiben die aus, lege die Wirtschaftsleistung 2035 um 0,8 Prozent unter dem Basisfahrt mit höheren Sozialbeiträgen, Defiziten und Bundrenditen.
Berenberg sieht dagegen bei Umsetzung einen Miniboom 2028.
Zwei Dinge solltet ihr also im Blick behalten.
Erstens kommt die Rentenreform nach der Sommerpause durch oder wird sie verwässert.
Und das entscheidet auch über die deutsche Standortaktien mehr als jede Landtagswahl.
Und zweitens bei Länderanleihen birgt der Bund, also beispielsweise Scope, das ist eine Ratingagentur, sieht den Sektor stabil.
Sachsen-Anhalt hat noch ein Triple-E bei denen.
Aber die Spreads zwischen Bayern und dem Osten, die könnten sich nach einer negativen Wahl öffnen.
Am Sonntag steht der Osten also an der Wahlurne.
Aber den Schaden bei Investitionen am Wohlstand und vor allem an einem weltoffenen Wirtschaftsstandort zahlt am Ende das ganze Land.
Das Versorgungswerk der Berliner Zahnärzte hat mehr als eine Milliarde Euro verloren.
Mehrere Volks- und Genossenschaftsbanken mussten wegen teurer Fehlinvestments unter dem Schutzstürm ihrer Bankengruppe flüchten.
Krankenkassen haben sich mit Immobilien verspekuliert.
Auch Diözesen und der TÜV haben höhere Summen verloren.
Und genau deshalb stellen heute viele dieselbe Frage.
Wie kann sowas passieren?
Schließlich sitzen dort keine Anfänger, sondern Menschen mit Ausbildung, Erfahrung und Beratern.
Die kurze Antwort lautet, offenbar haben Kontrollmechanismen versagt.
Naja, die spannendere Perspektive auf die Fehler ist aber ohnehin eine psychologische.
Oskar Stolper, Professor für Behavior Finance in Marburg, sagt nämlich, Menschen verwechseln Kompetenz im eigenen Fachgebiet gerne mit Anlagekompetenz.
Klingt banal, ist aber ein ziemlich mächtiger Denkfehler.
Wer als Zahnarzt, Ingenieur oder Unternehmer erfolgreich ist, neigt nämlich dazu zu glauben, auch komplexe Investments besser beurteilen zu können.
Und der Erfolg im eigenen Beruf wird gedanklich auf die Börse übertragen.
Und damit nicht genug Hanno Beck von der Hochschule Pforz.
Pforzheim sagt, Selbstüberschätzung entsteht auch durch frühe Erfolge.
Wer mit den ersten Investments richtig liegt, hält das oft nicht für Glück, sondern für Können.
Er vergleicht das mit dem Casino.
Wer gleich zu Beginn gewinnt, bekommt schnell das Gefühl, das Spiel durch Schau zu haben.
Und an der Börse kann das dann dazu führen, dass Anleger Risiken eingehen, die sie vorher nie...
eingegangen werden.
Verstärkt wird das auch noch durch moderne Apps.
Beck sagt, bunte Charts und permanente Kursbewegungen der Neobroker zum Beispiel vermitteln leicht die Illusion, immer alles unter Kontrolle zu haben.
Und dazu kommt noch ein weiterer Effekt.
Holger, du kennst ihn.
Viele Menschen hören nämlich von dem Gewinn anderer und haben dann das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben.
Stichwort FOMO.
Und aus jahrelanger Zurückhaltung wird dann plötzlich der Wunsch, schnell aufzuholen.
Und die Wissenschaft nennen das Herdenverhalten.
Menschen orientieren sich daran, was andere tun und folgen dem Trend.
Besonders gefährlich wird das nach längeren Börsenanstiegen.
Dann kommt der sogenannte Recency Bias ins Spiel.
Was zuletzt gut funktioniert hat, das erscheint plötzlich als Normalzustand.
Wer jahrelange steigende Kurse erlebt, glaubt leichter, dass es immer so weitergeht.
Dabei ist normalerweise genau das Gegenteil der Fall.
Märkte schwanken, gute Renditen gibt es nur zusammen mit Risiken.
Verstärkt werden solche Denkfehler heute auch noch häufiger durch Finfluencer, also Menschen, die auf Instagram, TikTok, YouTube oder wo auch immer im digitalen Zeitalter über Geldanlage sprechen.
Und es gibt zwar auch viele seriöse Angebote, aber manche Influencer nutzen psychologische Hebel sehr geschickt.
Sie erzeugen Vertrauen, erzählen Erfolgsgeschichten.
Und erwecken den Eindruck, Reichtum sei mit wenigen Schritten erreichbar.
Und das Grundproblem sozialer Medien, Aufmerksamkeit, wird belohnt.
Und was heißt das jetzt für euch?
Also, der erste Schritt ist erstaunlich simpel.
Hanno Beck empfiehlt sich, vor jedem Investment einmal zu fragen, was kaufe ich da eigentlich?
Wenn ihr ein Produkt nicht in zwei oder gar drei Sätzen erklären könnt, solltet ihr unbedingt die Finger davon lassen.
Außerdem solltet ihr wissen, woher die Rendite kommt, wie realistisch sie ist und wer an dem Produkt eigentlich mitverdient.
Gut, es gibt Leute, die können nie was in drei Sätzen erklären.
Dann dürfen die nie was investieren.
Da muss man sich nochmal selbst fragen, ob man da ein Händchen führt.
Aber wie gesagt, wenn man es nicht kapiert, sollte man es nicht machen.
Und ebenso wichtig ist die Gegenfrage, was kann im schlimmsten Fall passieren?
Und Beck empfiehlt noch etwas, sprecht mit anderen darüber.
Familie, Freunde oder Bekannte.
können ein hilfreiches Korrektiv sein.
Für professionelle Investoren fordert Oskar Stolper zusätzlich klare Zuständigkeiten, unabhängiges Risikocontrolling und vor allem auch eine dokumentierte Gegenposition.
Ja, also am Ende jemanden, dessen Aufgabe es ist, die überzeugende Investmentgeschichte gezielt auseinander zu pflücken.
Und genau daran könnte es bei vielen der spektakulären Fehlinvestments der großen Institutionen gefehlt haben.
Und wer noch mehr davon wissen will, der hört in die Samstagsfolge rein.
Das war alles erwachsen.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Mail in to play, also a.atw.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und uns haben Urlaubsgrüße von Fabian und Christian erreicht, die es sich gerade auf Rotos gut gehen lassen.
Und dort haben sie ein Gyros und Barbecue-Restaurant mit dem Namen Nandos entdeckt.
Und sie schreiben, wir finden es ganz wunderbar, dass der Sommerfeld sich gegen mögliche Risiken absichert und nebenbei in der Gastronomie tätig ist.
Diversifikation ist alles.
Ist Gastro so ein gutes Ding?
Ich glaube, in Gastro kann man auch schnell viel Geld versenken.
Aber vielleicht ist es auf Rodas anders.
Ich finde, wir sollten mal ein AAA-Urlaub nach Rodas planen.
Oder?
Weiß ich nicht, um Landos zu sehen.
Um Landos zu sehen.
Also Apostroph, das ist auch irgendwie, weiß ich nicht.
Ja, das Foto, was sie mitgeschickt haben, sah auch nicht so aus, als würden wir deshalb auf diese Insel fahren müssen.
Naja, außerdem schicken wir noch liebe Grüße an Raik, der nicht nur ein treuer AAA-Hörer ist, sondern auch den Daily Business Newsletter für sich entdeckt hat.
Es hatten sich einige von euch bei uns beschwert, dass sie den AAA-Newsletter nicht bekommen.
Und das lag daran, dass es für den täglichen AAA-Newsletter ein Welt-Abo braucht.
Und die Hörer, die sich hier beschwert hatten, schlicht kein Abo hatten.
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Könnt ihr euch einfach kostenlos anmelden.
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Den Link zur Anmeldung findet ihr in den Shownotes.
Und da gibt es dann auch nochmal den Link für den AAA-Sammelt.
Aber man muss trotzdem nochmal sagen, Freunde.
Aber ich muss natürlich dazu sagen, alles umsonst, den man haben wollte und sofort und auch noch ohne Werbung, ist schwierig im Leben.
Naja, aber wer den kostenlosen Newsletter haben will oder sich auch noch für den AAA-Sammelt anmelden möchte, der kann die Links in den Shownotes finden.
Und da gehen die Tickets in die heiße Phase.
Es sind schon Hunderte, sind schon weg.
Und wie viel Platz haben wir?
Insgesamt für knapp 600.
Und so viele freie Plätze sind da gar nicht mehr.
Okay, also ihr dürft euch nicht beschweren, wenn ihr dann irgendwie keinen Platz mehr kriegt, weil er nicht rechtzeitig angewandt.
So, jetzt habe ich ein bisschen FOMO hier gemacht.
Also anmelden oder eben nicht dabei sein.
Mach doch mal weiter.
Ja, und ich würde noch mehr FOMO machen, wenn ich nämlich sage, wer alles da noch kommt.
Es gibt einen Live-Podcast mit Christian Hecker.
Und es gibt auch noch einen Stammgäste, mit denen wir über KI-Blase sprechen.
Paki Irmak, Hendrik Leber, Hardwong.
Und Elisabeth Laurent.
Also ich meine, besser geht's nicht.
Nee, besser geht's nicht.
Das wollt ihr nicht verpassen.
Dieses wunderbare Event am 2.
Oktober 2026.
Und genauso wie morgen die Folge von Triple E nicht.
Und deswegen heißt es, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns allen Freunden.
Wir hören uns morgen wieder.
Ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcast gibt.
