# Self-Storage Resilience and M&A Trends

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-09-01

## Transcript

Safe Storage Firmen konnten unter allen Unternehmen im Immobereich über die letzten 15 Jahre am stärksten wachsen.
Warum das so ist und was Safe Storage Firmen überhaupt sind, erzählen wir euch nachher.
Und dann hat Christoph noch ein norwegisches Unternehmen dabei, das die dänischen Supermarktregale dominiert.
Jetzt aber erstmal die News.
Mein Name ist Timon Wunderlich, heute ist Dienstag der 1.9.
und das ist ohne Aktien wird schwer.
Dieser Podcast wird gesponsert von Scalable Capital, dem Broker mit eigenem KI-Chatbot, durch alle möglichen Fragen rund um Aktien und Wirtschaft beantwortet.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Am Montag wurden die Inflationsdaten für Deutschland bekannt gegeben und die Rate liegt bei 2,9% und ist damit weiter am Steigen.
Die Rendite für 10 Jahre Bundesanleihen ist daraufhin auf 3,3% gestiegen.
Das ist der höchste Stand seit 15 Jahren.
Mit eingespielt hat das am Sonntag die USA das erste Mal seit Juli wieder Ziele im Iran angegriffen hat.
Die USA haben wohl zwei Raketenabschussrampen in der Nähe von der Straße von Hormuz ins Visier genommen.
Der Iran hat umgehend mit Vergeltungsangriffen auf Stützpunkte der USA im Nahen Osten reagiert.
Das hat dafür gesorgt, dass sich der Ölpreis um ca.
3% verteuert hat und auch Öl- und Gasaktien wie Halliburton, Valero Energy, Philips 66, Exxon und Chevron waren leicht im Plus.
Gleichzeitig haben sich ja auch gestern die Finanzminister der G20 getroffen.
Die USA ist diesmal Gastgeber und will die anderen Staaten dazu bringen, die Wirtschaftsbeziehungen zum Iran einzustellen.
Aber nicht nur die klassischen Energieunternehmen haben sich bewegt.
Stromversorger aus Kalifornien sind krass gefallen.
Das hat aber einen anderen Grund.
In Kalifornien soll es ein neues Waldbrandgesetz geben und eigentlich wollte Governor Gavin Newsom da ein paar Änderungen einbauen.
Wenn ein Waldbrand ein Haus zerstört, zahlt erstmal die Gebäudeversicherung und die holt sich das Geld dann beim Stromversorger zurück, falls durch deren Leitung das Feuer ausgelöst wurde.
Newsom wollte das abschaffen, die Änderungen wurden aber nicht in den Gesetzesvorschlag mit aufgenommen, unter anderem, weil die Versicherer davor gewarnt haben, dass sonst die Premium für Hausbesitzer steigen müssten.
Der Versorger PG&E ist 2019 genau wegen solcher Brandschäden in die Insolvenz gerutscht und kam erst Mitte 2020 wieder raus.
Der Börsenwert von der Firma ist gestern fast 20% auf 30 Milliarden Dollar gefallen.
Edison International war ähnlich krass im Minus und Sempera hat knapp 5% verloren.
Neben Politik gab es gestern aber auch vorläufige Quartalzahlen und zwar von GameStop.
Der Umsatz ist 20% auf unter 800 Millionen Dollar gefallen, weil GameStop Filialen schließt und das Frankreich-Geschäft verkauft wurde.
Fairerweise muss man aber auch sagen, dass das Jahr davor stark war, weil ja da die Nintendo Switch 2 rausgekommen ist.
Dass die Aktie trotzdem um die 3% gestiegen ist, liegt aber an einer anderen Firma.
GameStop hält knapp 10% an Ebay und die Aktie ist seit Anfang des Jahres ca.
20% im Plus.
Weil dadurch jetzt auch der Wert der Beteiligung gestiegen ist, hat sich GameStops Nettogewinn im zweiten Quartal fast verdoppelt.
Und auch andere Firmen wollen wohl ein paar Investments machen.
Passend zum Merger Monday gab es nämlich ein paar Übernahmemeldungen.
Einmal übernimmt Eli Lilly die kleine Biotech-Firma Merida Biosciences für bis zu knapp 3 Milliarden Dollar in bar.
Merida arbeitet an Mitteln gegen Autoimmunkrankheiten und Allergien.
Das am weitesten entwickelte Mittel heißt MIR 511 und steckt in Phase 1, wird also gerade zum ersten Mal am Menschen getestet, und zwar gegen die Schilddrüsenerkrankung Morbus Base Dow.
Von den 3 Milliarden Dollar fließt nur ein Teil direkt, der Rest kommt als Meilensteinzahlung, wenn die Entwicklung wie geplant läuft.
Lilly hat dieses Jahr schon über 20 Milliarden Dollar für Zukäufe angekündigt.
Das Geld dafür kommt von den Abnehmenspritzen und Lilly nutzt es, um sich unabhängiger von dem Bereich zu machen.
Die Aktie ist Montag leicht gefallen.
Die nächste Übernahme gab es beim Versicherungsriesen Aon.
Der kauft den 10 größten US-Versicherungsmakler USI für 17 Milliarden Dollar vom Private Equity Investor KKR und macht damit einen der größten Deals, den es in der Branche je gab.
Aon will durch die Übernahme bei den mittelgroßen Firmenkunden in den USA größer werden.
KKR hatte USI zusammen mit einem kanadischen Pensionsfonds 2017 für 4 Milliarden Dollar übernommen, haben dann nochmal eine Milliarde Dollar nachgeschossen und konnten jetzt, wie gesagt, für 17 Milliarden Dollar verkaufen.
Das Investment hat sich also gelohnt.
USA macht ungefähr 3 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr.
Aon zahlt grob das Sechsfache davon.
Die Aktie von Aon war am Montag über 5% im Minus, die von KKA leicht im Plus.
Und bei noch einem Versicherer gab es eine Dealmeldung.
Laut Sky News denkt die Allianz nämlich darüber nach, den britischen Pannendienst, AA, für fast 6 Milliarden Euro zu übernehmen.
AA ist in Großbritannien ungefähr das, was hier der ADAC ist.
Die Firma wurde 1905 gegründet und hat laut Sky mehr als 16 Millionen Kunden.
Die Allianz sind aber nicht die einzigen Interessenten.
Auch der schwedische Finanzinvestor EQT soll wohl mitbieten.
Und ein Bieterrennen kann den Preis natürlich nach oben treiben.
Die Besitzer von AA haben sich dabei wohl noch nicht klar entschieden, ob sie überhaupt eine andere Firma verkaufen wollen oder in London einfach an die Börse gehen.
Die Strategie nennt sich Dual Track.
Der Verkäufer hält sich einfach beide Wege offen und guckt, wo mehr Geld rausspringt.
Die Aktien von EQT und Allianz haben sich nach der Meldung kaum bewegt.
Weiter in Deutschland gab es eine krassere Bewegung beim Bremer Raumfahrtkonzern OHB.
Die haben einen Großauftrag in Höhe von rund einer Milliarde Euro vom Satellitenbetreiber SES bekommen und der Börsenwert ist um die 6% auf über 4 Milliarden Euro gestiegen.
OHB soll 18 Satellitenplattformen für das europäische System Iris 2 bauen.
Iris 2 ist quasi Europas Antwort auf Starlink von SpaceX.
Zu dem Unternehmen gehören knapp 350 Satelliten in niedrigen und mittleren Umlaufbahnen und die Idee ist dafür zu sorgen, dass die EU ihre eigene abhörsichere Satellitenkommunikation hat und nicht von amerikanischer Technik abhängig ist.
OAB kümmert sich jetzt um die Satelliten für die mittlere Umlaufbahn.
Wer mehr über das Business erfahren will, wir hatten vor ein paar Wochen den CEO im Podcast, Link ist in der Beschreibung.
Wenn man Urlaub in Dänemark macht und sich mal mit den Produkten aus dem Supermarkt beschäftigt, führen viele davon zu einem norwegischen Unternehmen.
Das hat Christoph mir erzählt und er hat sich die Firma, die gerade im Umbruch ist, mal genauer angesehen.
Die Firma heißt Orkla, kommt aus Norwegen und sagt über sich selbst, dass ihre Marken in über 90 Prozent der dänischen Küchenschränke stehen.
Ketchup, Senf, Marmelade, Chips und Tiefkühlpizza.
In Dänemark sind das Namen wie Beauvoir, Benke, Kims oder den Gamlefabrik.
Insgesamt macht Orkla rund 6,5 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigt etwa 18.000 Menschen.
Die vielen Marken deuten es an, Orkla war jahrzehntelang ein klassischer Mischkonzern.
Jetzt haben sie das aber ziemlich radikal umgebaut, hin zu einer Art Holding.
Aus zwölf Portfolio-Filmen sind zehn geworden, bis Jahresende sollen es noch weniger werden.
Dabei laufen noch immer Käufe und Verkäufe.
Das Indien-Geschäft wurde in Indien an die Börse gebracht und einen isländischen Schokoladenhersteller hat Orkla zum Beispiel verkauft.
Dafür hat Orkla für über 200 Millionen Euro The European Candy Group gekauft, um seine vegane Erfolgsmarke Bupps europaweit zu skalieren.
Zudem haben sie sich 40 Prozent an der asiatischen Soßenmarke GoTan gesichert.
Ein wichtiger Gewinnbringer bei Orkla ist aber gar kein Lebensmittel.
Es ist Jotun, ein norwegischer Farben- und Lackhersteller.
Orkla hält hier mehr als 40 Prozent und führt die Firma nicht mal selbst.
Jotun hat im letzten Quartal rund 185 Millionen Euro operativen Gewinn gemacht.
Auf Orklars Anteil entfallen davon knapp 80 Millionen.
Das ist in Orklars eigene Aufstellung der größte einzelne Gewinnbeitrag, sogar mehr als Orkla Foods mit rund 55 Millionen.
Schlechter sieht es beim Wachstum des Kerngeschäfts aus.
Bei Orkla Foods ist der Umsatz im letzten Quartal leicht gesunken, weil in Norwegen, Dänemark und Finnland schlicht weniger verkauft wurde.
Über alle konsolidierten Firmen war das organische Wachstum im letzten Quartal dann praktisch weg, nach fast 5 Prozent noch im Quartal davor.
In den letzten Jahren ist viel Wachstum auch über Preiserhöhungen gekommen.
Jetzt fehlt dieser Hebel und gleichzeitig gehen die Mengen zurück.
Damit bleibt Orkla hinter den eigenen Zielen zurück.
Ende des Jahres soll es eine neue Mittelfriststrategie geben.
Dazu kommt ein Problem, das alle Holdings haben.
An der Börse gibt es fast immer einen Abschlag.
Orkla arbeitet aber dagegen und zwar mit hohen Ausschüttungen.
Allein im ersten Halbjahr sind rund 740 Millionen Euro durch Dividenden und Rückkäufe an die Aktionäre gegangen.
Zusammen mit Investitionen und Zukäufen sind dadurch aber die Schulden gestiegen auf knapp 2 Milliarden Euro.
An der Börse ist Orkla fast 8,5 Milliarden wert.
Das ist das 14-fache vom erwarteten Gewinn und das ist etwas günstiger als der Schnitt der letzten Jahre.
Dazu kommen eben 4% Dividendenrendite.
Aber der Umbau der Firma muss auch schneller funktionieren als der Rückgang der Marken in den Regalen.
Ein Hörer hat uns geschrieben, dass wir uns mal Aktien von Self-Storage-Unternehmen anschauen sollen, weil das mal Unternehmen sind, bei denen man sich keine Sorgen wegen KI machen muss.
Und Self-Storage-Firmen sind nicht nur deshalb spannend, Unter allen Unternehmen im Immobereich ist das operative Nettoeinkommen von Self-Storage-Firmen in den letzten 15 Jahren am stärksten gewachsen.
Nochmal kurz erklärt, Self-Storage, das sind diese kleinen garagenähnlichen Lagerhallen, die man vielleicht aus US-Serien wie Storage Wars oder Auction Hunters kennt.
Und insgesamt gibt es so Lager in den USA sehr oft.
Da mietet mehr als jeder achte Haushalt so einen Raum und das Coole ist ja, dass sie selten geräumt werden.
Deshalb können Anbieter Neukunden mit günstigen Einstiegspreisen reinholen und dann die Mieten Jahr für Jahr teurer machen.
Ende 2025 lag der tatsächlich gezahlte Preis in den USA fast 20% über den beworbenen.
Höhere Preise sind aber nicht der einzige Weg für Wachstum.
Für den Chef des amerikanischen Branchenverbands gibt es vier Gründe, warum neue Storage Spaces gemietet werden.
Neue Mieter kommen meist nach einer Scheidung, einem Todesfall, einfach weil sie ausmisten möchten oder ihre Wohnung verkleinern möchten.
Laut der Investmentfirma Heitman sind eine größer werdende Familie und Umbauten auch noch wichtige Gründe.
Ein Punkt, der bei beiden aber nicht vorkommt, in den letzten Jahren aber krass für Nachfrage gesorgt hat, ist die Pandemie.
In 2020 ist die Nachfrage nach den Lagerhallen krass gestiegen, weil viele Amerikaner umziehen oder Platz für ein Homeoffice schaffen mussten.
Nach dem Hype ging die Belegung wieder zurück.
Der Häusermarkt ist auf einem Low und dadurch gab es auch weniger Umzüge und die Aktien von den großen Self-Storage-Unternehmen sind seit Corona um die 30% gefallen.
Seit Anfang des Jahres steigt die Belegung zum ersten Mal aber wieder.
Auch beim größten Player Extra Space Storage, die konnten ihre Funds from Operations, also das Cash aus den Mieternahmen pro Aktie, über die letzten 10 Jahre mit im Schnitt 10% pro Jahr steigern und haben mittlerweile über 4.400 Standorte.
Wobei man sagen muss, dass nur knapp die Hälfte der Standorte wirklich ihnen gehört.
Rund 40% gehören Partnern, für die Extra Space Storage nur die Verwaltung übernimmt und dafür eine Gebühr bekommt.
Das ist attraktiv, weil es kaum Kapital kostet, gleichzeitig aber die Marke pusht.
Außerdem hat Extra dadurch die Möglichkeit, an schon gut laufende Hallen ranzukommen, die sie später aufkaufen können.
Günstig ist das Ganze nicht.
Die Firma hat 14 Milliarden Dollar Schulden, 30 Milliarden Dollar Börsewert und macht fast 2 Milliarden Dollar Cash durch die Mieteinnahmen.
Der Börsenwert liegt also rund 18 mal so hoch.
Damit das Wachstum so krass bleibt, müsste Extra außerdem noch weiter Schulden aufnehmen, denn die Firma ist ein REIT, also eine spezielle Form von Immobilienfirma.
Deshalb müssen sie kaum Steuern zahlen, solange sie mindestens 90% vom Gewinn an die Aktionäre ausschüttet.
Dadurch bleibt dann aber auch weniger für Investitionen übrig.
Für Aktionäre dafür aber knapp 4,5% Dividendenrendite.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
