# Berkshire Hathaway Strategy Under Greg Abel

**Podcast:** Asset Class
**Published:** 2026-09-01

## Transcript

Ich habe gedacht, ich glaube, das System bricht zusammen.
Jeden Monat 10 Milliarden in Essen.
Und dann hatte ich Warren Buffett am Telefon.
Völlig verrückt, Geld gegen Aktien zu leihen.
Er ist so wirklich die Antithese von Private Equity.
Dass er Show machen darf, muss er sich erstmal verdienen.
Du kannst die Dividenden anderer lieben, ohne dass du selber welche ausschütten musst.
Das Boot war dauerhaft leck.
Die folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Du entscheidest, in was du investierst.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Acid Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte.
Ich bin Christian Weröl und heute habe ich für dich eine nachträgliche Geburtstagsparty, denn...
Am 30.
August ist Warren Buffett 96 Jahre alt geworden.
Und aus diesem Anlass habe ich mir eine Journalistin eingeladen, die nicht nur seit vielen Jahren zur legendären Hauptversammlung nach Omaha pilgert, sondern die den erfolgreichsten Investor unserer Zeit sogar zweimal persönlich interviewt hat.
Mit ihr will ich sprechen über die Widersprüche zwischen den pointierten und dem unternehmerischen Handeln Buffett, über seinen Nachfolger Greg Abel und natürlich über die Frage, ob Berkshire ohne Buffett überhaupt noch ein besonderes Unternehmen ist oder nur ein Beteiligungsbauchladen mit einem monströsen Cashback, der sich gar nicht mehr wertstiftend unterbringen lässt.
Herzlich willkommen, Astrid Dörner vom Handelsblatt.
Hallo Christian, schön hier zu sein.
Ja, Astrid, schön, dass du da bist.
Du schreibst als Senior Market Correspondent, wie du dich bei LinkedIn nennst, regelmäßig im Handelsblatt über die großen Finanzthemen.
Du hast deinen eigenen Podcast, Handelsblatt Invest.
Aber so mal eben für eine ziemlich spontan verabredete Aufnahme zu uns hier in Scalable Studio nach Berlin zu kommen, das wäre früher schwierig gewesen.
Denn du hast lange Jahre dort gelebt.
wo das Herz des Kapitalismus schlägt.
Nämlich in New York.
Ist nicht mal ein Jahr her, dass du zurückgekommen bist nach Deutschland.
Und vermisst du schon die USA?
Also es ist noch sehr frisch, aber ich finde es auch schön, mal wieder in Europa zu sein.
Muss ich wirklich sagen, die USA sind toll.
Als Finanzjournalist ist das irgendwie the place to be, aber...
Mit der europäischen Perspektive finde ich es auch mega spannend gerade.
Es passiert so viel und es muss auch noch so viel passieren in Europa, dass ich glaube, die Brücke zu schlagen gerade auch sehr spannend ist.
Ja und gerade als Finanzjournalistin bist du ja genau mitten im Zentrum, was diese Brücke angeht.
Und ja, du hast gesagt, das ist schon ein besonderer Reiz natürlich darüber zu gehen.
Du hast es ja...
sehr frühzeitig gemacht, zu einer ganz besonderen Zeit.
Du bist nach New York gegangen im Jahr 2008.
Das war das Jahr der Finanzkrise.
Nimm uns doch mal so ein bisschen mit auf eine Zeitreise.
Wie waren so deine ursprünglichen Erwartungen, als du das so geplant hast?
Ja, okay, da ziehe ich dann um nach New York, um dort Korrespondentin zu sein.
Ja, und dann kommt relativ schnell.
Eine Realität, die ja wirklich epochal schlimm war für Finanzmärkte und damit auch für sehr viele Menschen.
Absolut.
Ich war Mitte 20 und da hat man einfach noch einen anderen Blick auf die Welt.
Ich bin nach New York und in Woche 6 war Lehman Brothers.
Und an dem Sonntag, 14.
September, wo beschlossen wurde, dass sie pleite gehen werden, war das ganze Team so verteilt.
Meine Chefin stand.
vor der New Yorker Fett und ist mit dem Buggy, mit ihrem Sohn damals, um die Fett gekreist, um zu gucken, wer fährt da rein, wer fährt da raus.
Ich stand vor dem Lehman Brothers Headquarter und habe halt gesehen, wie die Leute da mit den Boxen rauskamen und habe versucht, mit denen zu reden.
Woche sechs in New York.
Ich so, excuse me, hallo, was fragt man jetzt?
Also, weiß ich nicht genau.
Und haben die was gesagt oder gar nicht?
Ganz wenige.
Ganz wegen einer war in Tränen, aber ganz viele wollten einfach, natürlich verstehe ich auch, jetzt nicht mit mir da plaudern, sondern irgendwie raus und nach Hause.
Hast du damals irgendwie selber dann Angst gehabt um deinen Job?
So, dass du gedacht hast, oh ja, also jetzt bin ich hier im Finanzzentrum, es bricht gerade alles zusammen und irgendwann wird es auch dann weniger Nachfrage nach Finanzmedien geben.
Oder hast du gedacht, hey, das ist eigentlich genau das Richtige, was ich jetzt brauche, weil wenn es richtig rappelt, dann wollen die Leute News, dann wollen die Leute einordnen.
und ich bin genau da, wo alles passiert.
Also so ein bisschen Letzteres und gleichzeitig haben wir alle, oder ich habe gedacht, ich glaube, das System bricht zusammen.
Ich weiß gar nicht, was das heißt, aber jede Woche ist eine Bank pleite gegangen.
Jede Woche musste was gerettet werden und ich habe irgendwann zu meiner Chefin gesagt, was ist denn hier los?
Also überleben wir jetzt noch oder was passiert denn, wenn das ganze System crasht?
Also so, dann wäre der Job wahrscheinlich auch gecrashed, aber daran denkst du in dem Moment nicht, sondern mehr so.
Was ist das, wenn das System nicht mehr funktioniert?
Also ich erinnere mich daran.
Okay, das kann wirklich einen fulminanten Systemcrash geben und ich habe dann damals zwei Dinge gekauft.
Das eine war eine doch größere Position in physischem Gold.
die ich bis heute noch habe.
Das war ganz gut.
Und das andere war eine relativ große Position in Suppenkonserven.
Und dem, was man so als Prepper braucht, das habe ich nicht mehr.
Ich muss sagen, ich wollte es dann nicht wegschmeißen, aber das war dann so einige Jahre doch schon ein spezieller Event, wenn man dann irgendwie so eine Sonnenbassermann-Linsensuppe da runterdrücken muss.
Nur weil man sagt, hey, kannst du ja nicht wegschmeißen.
Aber war auf jeden Fall so der Einstieg richtig rein.
ins Geschehen.
Zum Glück wurde ja dann alles entspannter, es wurde alles besser und du konntest in New York eigentlich ja dann Chronisten eines nahezu beispiellosen Aufstiegs Amerikas sein, denn die Phase, die du ja jetzt größtenteils in den USA verbracht hast, das war ja eben auch die Phase dieser bis heute nicht beendeten Outperformance.
dieses American Exceptionalism, dieser Shining City upon a hill, die Ronald Reagan zitiert hat und die an der Börse echt strahlt.
Weil wenn du die Charts seit 2009 dir anguckst, alles so global irgendwie leicht nach oben und S&P 500 knickt voll nach oben weg.
Und du erinnerst dich, vorher waren die Europäer ja gut.
Also vorher haben die europäischen Aktien ja outperformt, das war die Zeit von Volkswagen und den großen Autokonzernen und die waren alle so toll in Amerika und das war wirklich so der Punkt, wo es dann stärker wieder aufwärts ging in Amerika und nicht so stark in Europa.
Die Frage ist, wenn du so eine starke Krise mitgemacht hast, kannst du dann umswitchen und denkst so, okay, jetzt geben wir hier wieder Gas oder hast du so eine Art Trauma, wo du sagst, aber die nächste Krise kommt bestimmt.
Ich kaufe kein Haus, bin doch nicht wahnsinnig.
Habe ich doch gesehen, was in der Häuserkrise passiert.
Hinterher ist immer leicht zu sagen, ja, das war der Bottom und natürlich steigen wir da wieder ein.
Aber mittendrin ist es oft irgendwie schwer, sich dann davon zu lösen.
Aber die Amerikaner scheinen sich davon besser lösen zu können, als man das hierzulande kann, oder?
Die machen irgendwann einen Haken dran und dann geht es wieder von Neuem weiter, oder?
Ich glaube, man muss es auch, weil ja die ganze Wirtschaft, dein Rentensparplan, alles hängt am Aktienmarkt.
Das heißt, da kriegst du ein Kind und sofort kaufst du irgendwie ein ETF, damit das Kind dann den College Fund hat, damit das dann später in die Uni gehen kann.
Und deshalb braucht man halt die Aktien und muss dann auch irgendwann wieder einsteigen, weil nur auf dem Sparbuch kann man es halt nicht lassen.
Es gibt sogar die Trump-Accounts.
Also man muss auch mal sagen, ich finde es ja großartig, dass wir jetzt hier die Frühstattrente, das Altersvorsorge-Depot bekommen.
Aber das war ja nun auch schon ein ziemlich langer Anlauf auch der Vorgängerregierung.
Und wenn man jetzt bedenkt, wie schnell diese Trump-Accounts entstanden sind.
Der erste Vorschlag von Senator Ted Cruz war irgendwie Dezember 2024, am 4.
Juli 2026, Unabhängigkeitstag, 250 Jahre ist das.
plötzlich losgegangen.
Also das ist so American Speed.
So, und mit neuen Brokern wie Robinhood, die das alles ratzifatzig natürlich irgendwie möglich gemacht haben und so.
Und jetzt reden wir von tokenisierten Aktien.
Also ja, das ist wirklich...
Also ich kann dir eins sagen, an den Brokern liegt...
In Deutschland definitiv nicht.
Wir wären auch schon früher ready gewesen, aber die Politik hat halt erstmal einen Regierungswechsel gebraucht, bis dann dieses ja damals vor dem Zerbrechen der Ampelkoalition schon fast fertige Altersvorsorge-Depot tatsächlich kam.
Und einige brauchen auch überhaupt keine Altersvorsorge im 401k, weil die haben irgendwann 1965 mal die richtige Aktie gekauft.
Irgendwie von so einer komischen Textilfabrik, die reichlich zerlumpt war und dann von einem crazy Typen, der glaube ich mit zwölf seine erste Aktie gekauft hat, aufgekauft wurde und zu einer Investment Holding strukturiert wurde.
Genau.
Warren Buffett, Berkshire Hathaway.
Wie bist du mit Buffett und Berkshire mit dem ganzen Thema erstmals in Berührung gekommen.
War das schon, bevor du in die USA gegangen bist oder hast du dich für Buffett erst dann später interessiert?
So mit dem Gang in die USA.
Dann natürlich war er in den Schlagzeilen und ich meine, das war damals schon eines der größten Konzerne und so, deshalb musste man das irgendwie verfolgen und er war halt Einfach die Persönlichkeit, die man auch damals schon in Deutschland kannte.
Deshalb bin ich 2010 zum ersten Mal dann nach Omaha gefahren zur Hauptversammlung.
Und genau, das kam so gut an, auch bei unseren Lesern, dass ich seitdem fast jedes Jahr da war.
Du hast dann von der Hauptversammlung berichtet, die Hauptversammlung.
ist ja dann, ich glaube, seit Corona-Zeiten spätestens auch immer im Internet übertragen worden.
Das heißt, da konnte man sich dann selber auch ein Bild machen.
Aber du bist ja dann noch einen Schritt weiter gegangen.
Du hast ja nicht nur über das berichtet, wo jeder sein konnte, sondern du hast es tatsächlich geschafft, Warren Buffett zweimal persönlich zu treffen.
Und das ist natürlich...
Für jeden, der Buffett, egal aus welchem Grund schätzt, ist das natürlich ein Highlight.
Neid ist ja einer der Todsünden, aber so ein bisschen neidisch darf man an der Stelle ja schon mal sein.
Und ich gebe zu, ich bin's um dieses Erlebnis.
Deswegen erzähl jetzt mal, wann war das so, wie kam es überhaupt dazu, in welchem Rahmen, wie war das mit ihm zu sprechen?
Also 2010, als er noch jung war, hat er nach der HV Am nächsten Tag immer noch eine Pressekonferenz gegeben.
Und seitdem sozusagen habe ich immer versucht, ach, will er nicht nochmal ein Interview mit mir geben?
Nee, nee, nee.
Und dann hat er 2015 ein deutsches Unternehmen gekauft.
Louis, so ein Motorradfachhändler.
Da kauft man so Helme und Lederjacken und so.
Eine dieser kleinen Holly-Owned Subsidiaries.
Yes, richtig.
Sitz in Hamburg.
Und Berkshire hat keine Pressestelle.
Alles ganz klein.
Aber ich hatte die E-Mail von seinem CFO.
Dann habe ich ihm geschrieben, also jetzt wäre wirklich ein super Zeitpunkt für ein Interview.
Jetzt hast du in Deutschland zugekauft, warum nicht jetzt?
Und dann schrieb er zurück, Mr.
Buffett will call you in 10 minutes.
Und dann hatte ich Warren Buffett am Telefon.
Und dann haben wir ein kleines Interview gemacht.
Warum er das zugekauft hat, was er noch sucht in Deutschland für Deals.
Warum Berkshire eine gute Heimat ist für solche kleinen Familienunternehmen.
Und dann hat er mich eingeladen, ihn dann in Omaha nochmal zu interviewen.
Da hat er so Journalisten ausgewählt, die standen alle so in der Reihe.
Nach der HV, er hat schon sechs Stunden Fragen beantwortet von den Aktionären und dann ist er nochmal zu den Medien.
Hinter ihm ein Assistent in einer Hand Ananassaft, in einer Hand Cherry Coke, damit er immer mal...
Cherry Coke mit Buffett haben wir auch hier im Studio stehen.
Und ist dann so von Reihe zu Reihe und hat dann da nochmal sozusagen sich Zeit genommen.
Und danach ist es immer weniger geworden mit Interviews.
Da musste er einfach sozusagen seine Kräfte schonen und Prioritäten setzen.
Aber genau, das waren so die...
Was war für dich in diesen Gesprächen das, was dich am meisten überrascht hat bei Buffett?
Das eine war...
wie klar und wie bodenständig er war.
Ich meine, klar, der sitzt auf der Bühne und du denkst, ach ja, ist ja der Foxy Opa und so, aber wie auch im Gespräch, der hört zu, der war nicht jetzt so von oben herab, so nicht let me mansplain investing to you, sondern wirklich ganz nahbar und genuine.
Und dann aber auch irgendwie wie sozusagen Wie Anti, ist so wirklich die Antithese von Private Equity.
Also er kauft Unternehmen mit dem Ziel, dass die einfach für immer da bleiben.
Die werden nicht restrukturiert, wieder verkauft.
Da gibt es einfach, die bleiben dann Teil der Familie.
Und das hast du, das ist einmalig.
Also hast du sonst wirklich nie in Amerika, sondern es immer nur schnell, besser machen, raus, neu.
Also giving them a new home.
Genau, aber wirklich so forever.
Und das eigentlich ist interessant, dass er trotzdem nicht so viele Leute findet, die Unternehmen an ihn verkaufen wollen.
Er zahlt nicht so viel Private Equity, okay, aber er sagt halt, ja, bei uns bist du halt dann immer hier in der Berkshire-Familie.
Hat auch in der Pandemie Unternehmen gestützt und so, also nichts verkauft, nichts, keine Leute rausgeschmissen und so.
Und ja, es ist einfach interessant, dass er damit natürlich erfolgreich ist, aber gegen die großen PE-Buden nicht.
nicht ankommt.
Also er ist im persönlichen Gespräch genauso eloquent, wie er das auf der Bühne dann ist.
Nicht belehrend, obwohl er ja zu Wirtschaftsjournalisten und Marktbeobachtern ein etwas merkwürdiges Verhältnis zumindest mal anklingen ließ.
Ein Satz aus seinem Aktionärsbrief 2013, da hat er den Baseballspieler Mikey Mantle zitiert und der sagte mal, you don't know how easy this game is until you get into that broadcasting booth.
Also du weißt gar nicht, wie einfach das Spiel ist, bevor du auf der Pressetribüne sitzt.
haben immer ganz genau erklären können, was man eigentlich tun müsste.
Sie müssen es halt nicht machen.
Und das gilt im Sport wie im Financialismus.
Kann man sagen, ja klar, der Pass hätte ja viel länger oder viel kürzer sein müssen.
Und natürlich kann man auch sagen, als Marktbeobachter, ja, ist ja klar, dass Nvidia steigt oder dass man das verkaufen muss.
Stimmt.
Es stimmt auch, dass er immer sehr nahe war mit Journalisten.
Also Catherine Graham, die Herausgeberin der Washington Post, das war eine sehr enge Freundin.
Carol Loomis von Fortune, die hat mit seiner Autobiografie geschrieben, die war immer an seiner Seite, die hat seine Briefe an die Aktionäre redigiert.
Becky Quick von CNBC, das ist immer noch die einzige, die wirklich regelmäßig mit ihm lange Interviews führen kann.
Ich glaube, und er hat ja auch lange Zeitungen besessen in seinem Portfolio.
Also er hat schon auch ein Herz oder zumindest einfach eine...
Eine gewisse Wertschätzung.
Eine Wertschätzung, auf jeden Fall.
Der Omaha World Herald gehört jetzt auch nicht mehr zu ihm, aber der war ja auch lange in seinem Reich.
Und da gab es, der Running Gag war immer, es gibt eine Abendausgabe, weil Buffett gerne selber abends nochmal eine Zeitung lesen will.
Naja, es gibt ja auch Leute, die behaupten, es gäbe die Cherry Coke nur noch, weil Buffett sie nicht so gern ist, weil ansonsten niemand dieses klebsüße Zeug mag, mit diesem künstlichen Aroma.
Hey.
Kann sein.
Jetzt verfolgst du Buffett ja nun wirklich eine sehr lange Zeit und gerade auch in Omaha.
Da interessieren mich natürlich deine Eindrücke auch im Zeitverlauf.
Hast du seit 2010 irgendwelche Verschiebungen oder Veränderungen bei ihm festgestellt?
auch vielleicht nicht nur im Auftreten, klar, er ist älter geworden, aber was jetzt so insgesamt die Ausstrahlung oder vielleicht auch seinen Optimismus angeht.
Ich frage dich das aus einem ganz bestimmten Grund, weil eines meiner liebsten Zitate aus seinem Anliegerbrief, Aktionärsbrief 2016 kommt.
Und da schrieb er, For 240 years it's been a terrible mistake to bet against America and now is no time to start.
Also, don't bet against America, nicht gegen Amerika wetten.
Und dann auch der Nachsatz.
Also wirklich die goldene Gans des amerikanischen Wirtschaftssystems und der Innovation.
Das war nun wirklich ein fulminantes Plädoyer.
Und ich habe danach jeden Aktionärsbrief in der Erwartung gelesen, kommt da jetzt mal wieder so ein Statement und dieses optimistische Statement zu Amerika kam nie wieder.
Und was mich natürlich interessiert, hast du bei ihm da auch eine Verschiebung festgestellt?
Jein.
Also er sagt sozusagen in den Krisen und in den schwierigen politischen Zeiten, sagt er, na ja klar, es läuft nicht immer alles richtig, kann ja mal passieren, war auch früher so.
Aber grundsätzlich finde ich, ist er immer noch der Amerika-Optimist.
In seinem letzten Brief als CEO, nicht genauso, aber hat er durchaus schon gesagt, Berkshire ist wirklich auch abhängig davon, dass es der amerikanischen Wirtschaft gut geht und da fühlt er sich sehr wohl damit und da wird er auch nichts ändern.
Und wenn du schaust, wo er zugekauft hat, welche Aktien er kauft, das ist alles überwiegend weiter Amerika.
Also einfach nur ein bisschen weniger Lust auf Prosa.
Ja.
Vielleicht auch wegen der politischen Veränderungen.
Er hat sich nie wirklich offensiv gegen Trump gestellt.
Sondern er hat das, wenn, dann sehr verklausuliert und meistens auch sehr klar bezogen auf Verschuldungssituationen oder Verlässlichkeit von Institutionen und Handelsregularien formuliert.
Für Hillary Clinton hat er, glaube ich, Wahlkampf gemacht, habe ich mich recht erinnert, 2016.
Aber danach ist er wirklich sehr zurückhaltend geworden.
Das ging nicht gut aus.
Nee, aber das machen ja viele CEOs und da ist Buffett nicht anders, dass sie sich am liebsten nicht zur Politik äußern wollen, weil man will nicht die Mitarbeiter irgendwie gegen sich aufbringen oder die Kunden oder so und deshalb hält er sich raus und damit fährt er ja auch ganz gut.
Außer es wird dann wirklich mal besonders kritisch.
Als Trump diese Zölle verkündet hatte und die Märkte runtergegangen waren, da gab es dann irgendwann letztes Jahr so eine Konference, auf der auch Jamie Dimon war, wirklich hochkarätige Sea-Levels aus der amerikanischen Wirtschaft.
Und da wurde gefragt, ab welchem Indexabsturz man sich denn stärker politisch engagieren würde.
Und das war dann irgendwie so ab 30 Prozent.
Und die haben wir dann nicht gesehen.
Trump hat das schon vorher irgendwie entsprechend korrigiert.
Aber jetzt haben wir gerade schon angefangen mit diesen ganzen Zitaten, Sprüchen, Weisheiten und Bormos von Warren Buffett.
Und ich liebe das ja.
Insbesondere, weil das einerseits wahr ist, andererseits aber irgendwie auch unterhaltsam.
Ich habe nur manchmal den Eindruck, dass manche Weisheiten halt eher für die Medien inzwischen sind und dass es da doch so ein paar Themen gibt, wo es einen Bruch gibt zwischen dem medialen Onkel Warren, nenne ich ihn mal ganz kuschelig, wie er hier auch so als Entchen herumsteht, und dem Unternehmer Warren Buffett.
Und da würde mich einfach mal aus deiner Erfahrung...
paar Themen interessieren.
Also beispielsweise das Thema Leverage.
2018 im Interview mit CNBC hat er das nochmal sehr schön zusammengefasst.
It's crazy in my view to borrow money on securities.
Also es ist völlig verrückt, Geld gegen Aktien zu leihen.
If you're smart, you don't need it.
And if you're dumb, you shouldn't be using it.
Es gibt eigentlich keinen Grund.
Also er verteufelt diesen Leverage.
Aber er arbeitet ja selbst auch mit Finanzierungshäbel, oder?
Ja, also ich glaube, was er meinte, ist so eine Art Aschenbrenner-Style.
Also dieser Hedgefonds, der hier neulich hops gegangen ist.
Das ist genau Leverage, die du nicht magst.
Also wirklich hoch verschuldet, weil natürlich dann, wenn der Markt sich dreht, bist du halt am Ende.
Und das macht er, soweit ich weiß, nicht.
Und natürlich, er hat jetzt ja auch fast 400 Milliarden Dollar in Cash.
Ja, da wird es schwierig mit dem Leverage.
Über das Cash müssen wir gleich eh nochmal reden.
Aber erstmal so dieser Hebel, der haut dann wirklich so Sachen raus.
Es ist sehr negativ gegen Hebel im Allgemeinen.
Er hat ja auch mal gesagt, Derivate sind Massenvernichtungswaffen.
Hat aber immer wieder in seinen Portfolios ja auch Derivate drin.
Durchaus auch so Indexderivate, die dann auf einen gewissen Verlauf von mehreren Initias gehen.
Ja, also ich glaube, das ist vielleicht ein Missverständnis.
Das hat er gesagt und ich glaube wirklich so gemeint, dass niemand, der nicht weiß, wie es geht und nicht die Mittel hat, das machen sollte.
Und hier Situation Awareness, der Hedgefonds, Case in Point.
Oder diese 125 Ex-Crypto-Tralala-Produkte.
Also ich glaube, die meinte er.
Da steht er auch zu.
Das heißt nicht, und da sagt er ja auch, wenn er Dislocations im Markt sieht, natürlich wird er da aktiv, wenn er das Gefühl hat, da kenne ich mich aus, da kann ich Geld mitmachen oder mich irgendwie absichern.
Und da spricht ja auch nichts dagegen.
Also ich finde, manchmal können beide Sachen wahr sein.
dich verschulden, du kannst Anleihen ausgeben und das ist ja auch alles okay und bei so einem Konzern muss man das vielleicht auch machen und das macht er auch und gleichzeitig muss man vielleicht nicht die Dümmsten.
Er hat einen, also wenn man sagt, if you're smart, you don't need it.
Er war smart an einer Stelle und hat sich extra Kredit geholt, nämlich als er bei diesen japanischen Handelshäusern wie beispielsweise Itoshu, Sumitomo, Marubeni eingestiegen ist.
Insgesamt fünf Aktien.
Das hätte er ja damals mit Berkshire alles quasi aus der Portokasse zahlen müssen.
Das Geld lag damals schon rum, 2020.
das Ganze dann mit günstigen Yen-Krediten gegenfinanziert.
Er hat Anleihen begeben zu, ich glaube, unter einem Prozent.
Also tatsächlich mega günstig.
Und diese fünf Unternehmen, die zahlen Dividende, ich glaube, vier bis acht Prozent.
Auf seinen Einstand, ja.
Ja, klar, hätte er das aus der Portokasse mit Wechselkurs und hast du nicht gesehen.
Aber ganz viele sagen, wow, das war echt ein smarter Move, wo man damals, das war vor sieben Jahren, glaube ich, gesagt hat, ach guck mal, der Buffett kann das noch.
Der macht schon was Schlaues.
Und die Market Cap von den fünf insgesamt hat sich, ich glaube, verfünffacht, seitdem er eingestiegen ist.
Das war richtig gut.
Da hat sich die Anleihe schon gelohnt.
Das wird ja auch intensiviert mit den japanischen Handelshäusern.
Ursprünglich war ja die Beteiligung mal recht eng gekappt, aber jetzt ist man schon ein bisschen über diese ursprünglichen Grenzen drüber gegangen.
Ja, man ist wohl auch sehr eng im Gespräch mit denen, was so Business Opportunities angeht.
Es ist nicht nur eine Finanzbeteiligung, sondern irgendwie hat man ein bisschen den Eindruck, sie gehören zur Familie.
Greg Abel ist im September da in Japan zum ersten Mal als CEO, sozusagen als Antrittsbesuch.
Und er hat jetzt schon gesagt, er will sie locker für die nächsten 50 Jahre halten.
Und das ist ja auch mal...
Das passt ein bisschen zu dem Buffett-Spruch, bevorzugte Haltedauer ewig.
Aber zu Greg Abel kommen wir noch.
Ich muss noch mit dir ein paar Widersprüche denken.
Einen Widerspruch hatten wir eben schon im Bild, nämlich hier Cherry Coke, Coca-Cola.
Er hat im Aktionärsbrief 2022 mal richtig schön vorgerechnet, wie viel Dividende sie denn so bekommen haben.
1994 waren es 75 Millionen Dollar, 2022 haben sie dann 704.
Millionen Dollar Dividende bekommen.
Dazu schreibt er dann Growth occurred every year just as certain as birthdays.
All Charlie, also sein verstorbener Kompanion Charlie Marner, and I were required to do was Cashcoax quarterly dividend checks.
Also ganz entspannt, cool bleiben und Dividenden kassieren.
Er feiert wirklich diese Dividenden ab.
Und er hat ja auch mit Coca-Cola, American Express, Chevron und den Banken richtig viel Ausschüttungsadel im Portfolio.
Apple zahlt auch gut.
Apple zahlt natürlich wenig Rendite auf den heutigen, aber bezogen auf seinen Einstiegskurs, Yield on Cost, bei dem Volumen ist das natürlich auch eine ordentliche Einnahme.
Gleichzeitig, obwohl er Dividenden so sehr liebt, zahlt er selbst keine.
Ist das nicht inkonsequent?
Ich glaube, du kannst die Dividenden anderer lieben, ohne dass du selber welche ausschütten musst.
Sein Argument war immer, ich behalte das Geld, ich gebe es nicht an die Aktionäre, sondern ich reinvestiere das in mein eigenes Unternehmen, in die Cash-Position, weil ich glaube, ich kann das besser anlegen als meine Anleger.
So, und spätestens an dem Punkt müssen wir doch jetzt wirklich fragen, ist es nicht inkonsequent?
Weil er die letzten Jahre ja damit verbracht hat, Cash, zu sammeln, immer mehr anzuhäufen.
Ich meine, der Laden insgesamt mit seinen ganzen industriellen Aktivitäten generiert halt Cash.
Dazu hat er aber auch noch Cash dadurch generiert, dass er aktiv aus dem Investmentportfolio verkauft hat.
Insbesondere die größte Position Apple, wo man sagen kann, okay, war vielleicht auch ein bisschen groß geworden, kann man mal ein bisschen trimmen, aber trotzdem, was macht er mit dem Geld?
Er lässt dieses Geld in Cash beziehungsweise in kurzfristigen Treasuries liegen.
Aber naja, also Geld in kurzfristigen Treasuries anlegen, das kann nun jeder genauso gut wie Buffett.
Ist da nicht irgendwie ihm so ein bisschen die Perspektive verloren gegangen, was man mit dem Geld macht?
Er sucht ja schon lange, sehr lange nach großen Übernahmen.
Er sagt auch, er will mehr Cash halten als früher, weil die Versicherungsschäden vielleicht auch größer werden und so.
Also da will er einfach vorsichtiger sein.
Klar, du kannst sagen und vielleicht ist das auch was, was Greg Abel irgendwann mal dann machen könnte, zu sagen, okay, wir zahlen mal eine Dividende aus.
Er, ich glaube, solange er lebt, wird es das nicht geben.
Er ist wirklich so anti, dass Berkshire selber Dividende zahlt.
Ist auch steuerlich, glaube ich, besser, wenn du es...
reinvestierst, als wenn die Aktionäre dann die Dividende versteuern müssen.
Also ich meine, wenn dir das nicht passt.
Wenn das Thema halt so wichtig ist, auch das ist ein steuerliche Thema, das wird immer wieder gerne vorgebracht, dann frage ich mich, warum stellt sich Buffett nicht hin und sagt, Coca-Cola ist eigentlich total steuerlich, unsinnig, dass ihr Dividende zahlt.
Lasst das lieber, kauft lieber Aktien zurück.
Hat er nie gemacht.
Aber es ist ja auch ein Zeichen, dass ein Unternehmen so gut verdient und sich so gut aufstellt, dass es Axis Cash hat, die man reinvestieren kann und ausschütten kann.
100 Prozent.
Ich beklage mich nicht über die Coca-Cola-Dividende.
Ich wundere mich nur über die, also natürlich, die Begründung von Buffett war immer, ich kann aus eurem Geld viel mehr machen, als wenn ich euch das jetzt zurückgebe.
Und in dem Moment, wo ich das nicht mehr glaube, müsste ich euch das Geld zurückgeben.
Aber wenn so viel Geld im Cash liegt, fragt man sich natürlich schon.
Wo ist denn dieser Glaube?
Wo ist denn dieses Selbstvertrauen?
Insbesondere, weil es ja tatsächlich Gelegenheiten gegeben hätte, auch mal dieses Cash einzusetzen.
Es gab Krisensituationen, nicht nochmal so wie 2008, aber Corona-Crash oder Liberation Day.
Also da hätte man Aktien günstig einsammeln können.
Da hätte man das tun können, was er ja auch rät.
Sei gierig, wenn andere ängstlich sind.
War er aber nicht.
Warum nicht?
Das ist auch für mich das große Buffett-Rätsel.
Er hat da nie so richtig Stellung zugenommen.
Er hat einmal gesagt, ja, er bereitet sich vor, vielleicht mehr Steuern zu zahlen.
Wenn die Demokraten gewonnen hätten, wäre das vielleicht der Fall gewesen.
Ich glaube, er wollte auch seinem Nachfolger einfach so ein aufgeräumtes Haus übergeben, damit er dann alle Flexibilitäten und Möglichkeiten hat.
Und ich glaube, die letzten Krisen...
Die waren halt, die FED hat dazugelernt, jeder ist so schnell irgendwie eingeschritten.
Trump selber ist umgekehrt nach Liberation Day.
Also das waren einfach andere Krisen und offenbar nicht so, dass er dachte, das ist jetzt für ihn.
Warum?
Hat er nie, wirklich nie so richtig erklärt?
Muss er vielleicht schon nicht.
Das finde ich jetzt auch gut, dass du das auch sagst.
Weil ich habe wirklich gesucht, ich habe es nie gefunden.
Jetzt dachte ich, du hast ein bisschen mehr Quellenarbeit gemacht.
Ich dachte auch immer, dass er da an dieser Stelle ein bisschen ausweicht.
Du hast gerade noch was Spannendes gesagt, nämlich er wollte seinem Nachfolger ein bestelltes Haus hinterlassen.
Da habe ich auch noch ein schönes Sprüchlein gefunden, schon aus dem Aktionärsbrief 1915.
Also irgendwie, wenn das Boot leckt, irgendwann kommt der Punkt, wo man vielleicht mal in ein anderes Boot geht, als immer wieder versuchen, das Ding zu flicken.
Und gerade wenn wir jetzt darüber reden, er wollte ein bestelltes Haus lassen.
Warum hat er dann so lange dem Treiben bei Kraft Heinz zugelassen?
Du hast eingangs auch gesagt, du hast gemerkt, dieses Private Equity, das lehnt er ab.
Dann sucht er sich aber ausgerechnet mit 3G Capital die Firma von Jorgo Lehmann, der wirklich ein Corporate Trader ist, ein Cost Cutter, einer der Firmen ausquetscht, bekanntermaßen wie eine Zitrone, der überhaupt...
nicht unternehmerisch gestalten will, sondern möglichst schnell Hit and Run abkassiert und weggerannt machen will.
So haben die damals Kraft und Heinz zusammengebracht und wieder neu an die Börse geführt.
Naja, und das Investment in Kraft Heinz ist ja im Grunde vom Anfang an ein Desaster gewesen.
Dividenden, die wollen immer weniger und der Kurs ist auch gesunken.
Strategisch sieht es ganz mau aus.
Und die ganze Art, wie das alles strukturiert wurde, das lief doch vielen seiner Prinzipien zuwider.
Warum hat er da einfach das so zugelassen und auch nicht mal irgendwann rausgekegelt oder ganz übernommen oder irgendwas gemacht?
Würde ich sagen, auch ein Buffett-Rätsel.
Ich habe mit Charlie Munger darüber gesprochen, den habe ich 2015 auch interviewt.
Das war da gerade so aktuell.
Und viele Aktionäre haben sich auch beschwert, weil sie sagten, wie du sagst, 3G, das passt nicht zur Strategie.
Und das Argument war, naja, Berkshire hat wirklich keinen Bock, selber zu sanieren.
Das war nie deren Aufgabe.
Die wollen einfach gute Unternehmen kaufen.
Aber da gibt es halt nicht so viele.
Deshalb war die Idee, wir versuchen mal was Neues.
Wir lassen die sanieren und wir geben das Geld und dann hoffentlich passt es schon.
Das war die Idee.
Hat nicht funktioniert.
Hat Buffett auch selber eingeräumt, vieles falsch gelaufen ist.
Das Boot war dauerhaft leck.
Ja, ich kann dir nicht sagen, ob das finanziell, also warum.
Es ist ja auch spannend, dass du jetzt gerade einfach mal so en passant erwähnt hast, das habe ich mal mit Charlie Manger so besprochen.
Also als wenn man so sagt, hier, Charlie mal kurz angerufen.
Also seinen kongenialen Partner, den hast du also auch noch ein Grund, um neidisch zu sein, schon gesprochen.
Hat der da irgendwie eine schlüssige Erklärung gehabt?
Nee.
Und ich habe mit ihm gesprochen sozusagen, als sie es gerade entschieden haben, dass sie es machen.
Nicht mehr danach.
Aber da war er noch sehr, nee, wir lassen uns das versuchen.
Es gibt auch andere Ansätze, die funktionieren.
Unserer muss ja nicht immer der einzige sein.
Weil die haben halt einfach Unternehmen gesucht, wo sie nichts machen mussten.
Einfach kaufen, fertig.
Ja, also wie gesagt, da gibt es halt immer.
Funktioniert meistens, aber...
Oder manchmal halt auch nicht.
Und wenn du sagst, ich habe keinen Bock, das selber zu machen, dann suchst du dir halt einen.
Aber du siehst, danach gab es keinen Deal mehr mit 3G.
Die Idee war damals, sagte Manga, auch wenn das gut geht, könnten wir es auch nochmal machen.
Weil die Kohle haben sie ja.
Aber seitdem hat es nie wieder.
Aber man konnte schon vorher wissen, wie 3G arbeitet.
Es war nicht der erste Deal.
Und ja, das fanden die Aktionäre auch.
Die sagten, ich verstehe das gar nicht.
Die sagen immer, nee, wir sind hier so die Netten und wir sind zuverlässig und long term und so und jetzt nehmen wir da die super Ketten.
Ich glaube, das Beste war der Ketchup und der Senf von Kraft Heinz auf der Hauptversammlung.
Tobias Kramer hat mir das mal mitgebracht.
Super Renner.
Dafür hat es gereicht.
Charlie und Wolln.
Jetzt sind wir eigentlich beim...
Thema Charlie Manger.
Und wenn wir über Widersprüche reden, dann ist ja der größte Widerspruch doch wahrscheinlich, dass...
Warren Buffett in vielen Medien noch immer so gefeiert wird als dieser Value Investor, der am liebsten den Dollar für 50 Cent kauft.
Aber das ist ja so der ganz, ganz frühe Buffett.
Eigentlich ist er ja schon seit Jahrzehnten Quality Investor und dieses Credo, it's far better to buy a wonderful company at a fair price than a fair company at a wonderful price, das stammt sogar, ich habe es nachgeschaut, aus dem Aktionärsbrief.
1989 und ist ja ganz entscheidend eben beeinflusst worden von Charlie Munger, seinem kongenialen mittlerweile verstorbenen Partner.
Was ja eigentlich auch die Frage aufwirft, ist Charlie Munger nicht der eigentliche Architekt?
von Berkshire, wie es heute dasteht.
Und ist Buffett in den letzten 20, 30 Jahren nicht eher die öffentliche Gallionsfigur gewesen?
Ja, Gallionsfigur weiß ich jetzt nicht.
Aber ja, der Architekt war Manger.
Das hat Buffett auch geschrieben zum Tod von Charlie Manger, dass Manger der eigentliche Denker und Erschaffer dieses Erfolgsmodells ist.
Und ohne Manger hätte es das nicht gegeben.
Und Manga war wohl immer wieder auch, das war glaube ich sein größter Verdienst, Buffett ist immer dann so abgeschwenkt und hat gesagt, ach Charlie, wollen wir nicht doch nochmal, guck mal hier, so ein Schrottunternehmen, das ist gerade so günstig und Charlie, nein, machen wir nicht.
Und dann Buffett wieder so, oh, guck mal hier, und Charlie, nein.
Also es hat wohl eine Weile gedauert, bis Buffett dann selber sozusagen umschalten konnte im Kopf und bis es soweit war, das war wirklich Charlie, der ihn dann immer so wieder eingefangen hat.
Wenn Charlie Manger so bedeutsam war, war sein Tod dann auch der Impuls, dass Buffett sich entschieden hat, etwas später dann den Rückzug anzutreten als CEO auf der Hauptversammlung 2025?
Ich glaube nicht.
Buffett hat schon immer wieder gesagt, er merkt, er wird alt.
Sachen dauern einfach länger als früher.
Er versteht gar nicht, wie der Greg Abel so schnell und so viel schaffen kann.
Das schafft er alles gar nicht.
So ein bisschen, glaube ich, hat er einfach selber gemerkt, dass er zwar sehr lange sehr fit war und auch immer noch für 96 wirklich fit ist, aber natürlich ist sein Körper halt nicht mehr so wie mit 60, 70.
Und ich meine, das kann auch nicht jeder, aber Buffett kann es, einfach zu sagen, okay, jetzt ist Zeit.
Ich will nicht...
So lange warten, dass die Aktionäre denken, oh Gott, vielleicht müssen wir mal selber entscheiden.
Und das hat er gemacht und schien da auch extrem im Reinen mit sich.
Ja, die Börse war trotzdem nicht begeistert.
Also Kursentwicklung seit der Rücktrittsankündigung.
Von Anfang Mai 2025.
Das ist wirklich eklatant.
Berkshire Aktie minus 7%.
S&P 500 einfach nur der Equal Weight.
Da gucken wir noch gar nicht auf den großen, klumpigen.
Plus 29%.
Das heißt also selbst zum Equal Weight 36% Punkte Differenz.
Das ist eigentlich doch ein extremes Misstrauensvotum gegenüber Greg Abel, oder?
Ja, oder es war ja lange die Rede von dieser Buffett-Prämie, dass man sagt, ich will einfach die Aktie von einem der besten Investoren unserer Zeit halten und dafür bin ich bereit, auch mehr zu zahlen.
Und die ist auf jeden Fall entwichen und auch sehr schnell.
Also jetzt TBD, aber es sieht so aus, als würde sich seit Juni, hat Berkshire deutlich zugelegt.
Juni bis August, glaube ich, plus 11 Prozent.
Nicht schlecht, schneller als der S&P, nicht der Equal Rate, der normale.
Also wir werden sehen.
Abel hat ja jetzt zumindest zwei Quartale gehabt, wo er auch schon was getan hat.
Also vielleicht ist er jetzt dabei, sozusagen das Vertrauen wieder zu gewinnen.
Und ich meine, wenn du Nachfolger bist von einem CEO, der 60 Jahre lang das Unternehmen geführt hat, ja, ich meine, es braucht halt auch ein bisschen Zeit, bis man sich da mal entscheidet als Aktionär, ist der jetzt gut oder nicht?
Oder kann der es oder kann der es nicht?
Und die Zeit.
Du warst auf der ersten Hauptversammlung dabei.
Fandst du den Übergang insgesamt glücklich und fandst du, Greg Abel hat seine Sache auf der ersten Hauptversammlung angemessen gemacht, auch im Sinne des Shareholder-Values?
Ja.
Die Frage muss man aus zwei Blickwinkeln betrachten.
Buffett, wie du selber weißt, war immer so der große Showman.
sechs Stunden lang Fragen beantwortet.
Da ging es gar nicht um, ist jetzt die Rendite in der Eisenbahnsparte gut oder schlecht, sondern die wollten wissen, lieber Herr Buffett, wie erziehe ich meine Kinder?
Ich bin selber reich, aber wie bringe ich denen bei, dass die auch was arbeiten müssen?
Also Fragen, keine Ahnung, so aus dem Leben.
Und das wollen natürlich niemand, will das von Greg Abel wissen, sondern bei Abel ging es halt darum, was machst du mit KI, wo sparst du ein, warum ist Geico noch nicht on track, keine Ahnung.
Und das kann er beantworten, da hat er schon lange zugepackt.
Buffett war, der ist nicht so ein Freund von harten Gesprächen, sondern will die gute Stimmung nicht stören, aber hat früh erkannt, dass Abel sehr wohl da hart durchgreifen kann und hat schon seit Jahren immer gesagt, sprich mit Greg.
Das macht Greg.
Ruf den Greg an.
Und der Greg schon seit Jahren im Hintergrund zieht da die Fäden, hat erklärt, hey, wir investieren in KI, wir stellen Programmierer ein.
Mit 96, das kannst du, also, ne?
Von daher, das ist der richtige Mann, um den Konzern in die heutige Zeit zu führen.
Das glaube ich schon.
Das Charisma hat Abel nicht, das Buffett hat.
Aber ist jetzt vielleicht auch unfair, weil natürlich nach 60 Jahren Buffett...
ist wirklich auch schwer.
Der kann ja auch nicht so tun als Vera Buffett, sondern der muss sich halt selber als CEO finden und dann seinen Weg finden.
Aber ich finde, wenn du jetzt überlegst, hier ist mein Konzern, an wen übergebe ich den?
An einen, der eine coole Show macht?
Oder an einen, wo ich glaube, der ist einfach gut mit Zahlen, der hat das richtige Temperament für meinen Konzern.
Ja, dann nimmst du halt den mit der richtigen mentalen Einstellung und das hat er.
Ja, damit er nach außen wirkt, muss er zunächst auch mal ein paar Erfolge haben, muss eigene Handschrift für den Konzern wirklich nachweisen.
Auch wenn er natürlich schon seit vielen Jahren sehr aktiv Deals gemacht hat, gerade in der Energiesparte.
Aber er muss jetzt einmal zeigen, dass er es halt auch für den Gesamtkonzern kann, Deals für das Investmentportfolio verantworten kann.
Das ist ja das, wo man bei Berkshire immer am meisten drauf guckt, dieses Portfolio an börsennotierten Aktien.
das ja nur rund ein Drittel der Bilanzsumme ausmacht von Berkshire.
Aber irgendwie, zumindest in der medialen Berichterstattung, das natürlich ist, was am greifbarsten ist.
Denn das kann man ja selber entsprechend nachbauen.
Und da hat jeder dann irgendwie eine Meinung dazu.
Und naja, das sieht man jetzt schon.
Eine gewisse neue Handschrift.
Insbesondere bei einem Unternehmen gibt es drastische Aufstockungen, nämlich ausgerechnet bei, nee, eben nicht Occidental Petroleum, Öl und Fracking Gas, sondern tatsächlich bei Alphabet.
KI-Unternehmen, ja, große Tech-Wette.
Ist ja eigentlich jetzt mal nichts Neues bei Berkshire.
Das haben wir schon mal gesehen.
Aber so zumindest an den klassischen Maßstäben gemessen, ist eine Alphabet heute ja nicht so günstig, wie eine Apple 2015 war.
Jetzt vom KGV.
Heißt das, dass man sich also noch ein bisschen weiter vom Value-Mantra entfernt, um einfach hier mitzuspielen?
Ist das die neue Handschrift?
Oder sehen die da wirklich Value-Mantra?
der einfach nicht in der heutigen Bewertung, im heutigen Börsenpreis reflektiert ist?
Die Antwort ist, ich weiß es nicht.
Es ist, glaube ich, zu früh zu sagen, so nach einem Deal.
Bei Apple haben sich auch alle gewundert.
Du erinnerst dich, das ist ja schon viel zu teuer und die Tech passt ja irgendwie gar nicht da rein.
Also gut möglich, dass sie jetzt was sehen, was der normale Investor noch nicht sieht.
Ist ein bisschen ironisch, weil natürlich jetzt ist, Alphabet, jetzt brauchen die viel Kapital mit dem ganzen KI-Ausbau.
Das ist jetzt sehr capital heavy.
Und da ist natürlich Buffett genau richtig, weil er ja viel Kapital hat.
Aber vor fünf Jahren, vor zehn Jahren war ja Alphabet natürlich noch nicht so capital heavy und das wäre ja eigentlich noch viel besser gewesen.
Aber eigentlich mag er ja kapitalintensive Unternehmen.
Also vielleicht jetzt die Zeit.
Buffett hat auch gesagt in einem Interview jetzt im Juli, dass er selber das mit Apple noch sozusagen mit eingefädelt hat.
Also ich glaube, solange er sozusagen lebt und dann noch fit ist, entscheiden das beide zusammen.
Das ist ja vielleicht auch ein gutes Signal.
Aber ich glaube, Abel sieht halt auch mit dem ganzen Energiebedarf und er war ja lange Chef der Energiesparte, dass da noch so viel Kapazität ist, dass es sich offenbar noch lohnt, da einzusteigen.
Ob er recht hat oder nicht, we will see.
Aber es ist immer so, wenn er nichts macht, denkt man so, Gott, der Buffett, wieso macht er denn nichts?
Oder wieso kauft er nicht mehr Tech?
Und jetzt kauft er Tech und jetzt sagen alle so, hm, das war ganz schön teuer.
Oder wieso denn jetzt?
Also vor allem, wenn man mal auf KI guckt und die Investitionen dort, dann ist dieser Cashback von Berkshire Hathaway.
gar nicht mehr so gewaltig.
Das sind ja 400 Milliarden Dollar.
Wenn man jetzt mal überlegt, dass die Hyperscaler irgendwie jetzt so eine Billion investieren wollen nächstes Jahr.
Das deckt gerade mal so die halben Investments von einem Jahr.
Okay, so gesehen stimmt.
Aber er muss ja nicht das Ganze, ich meine, das wäre dann nur ein Megaklumpenrisiko.
Aber kannst du dir vorstellen, dass Berkshire, die mögen ja Infrastruktur, wie Energie, wie Eisenbahnschienen, dass Berkshire wirklich krass reingeht in KI-Infrastruktur, dass Data Center in der Wahrnehmung eines solchen Value-Investing-Hauses mal in dieselbe Anlageklasse gehören?
Wie Eisenbahnschienen, wie Straßen, wie Stromleitungen?
Gute Frage.
Ich meine, durch die Energiesparte ist er ja schon nah dran.
Die haben Pipelines, die haben Gaskraftwerke, die machen auch Kohle.
Und natürlich Renewables und da profitieren sie ja auch.
Bruce Flatt von Brookfield sozusagen, der kanadische Warren Buffett, der ja mit einer ganzen Reihe von Aktien an der Börse ist, die wir übrigens ja alle schon mal in einem Asset-Class-Deep-Dive mit Katharina Brunsdorf unter die Lupe genommen haben.
Der sagt ja, das ist ein neues Infrastructure-Asset, so wie ja auch Renewable Energy.
Aber wäre irgendwie nicht vorstellbar, dass die in dreistelligen Milliarden...
in Datasetter stecken?
Oder doch?
Dreistellig finde ich jetzt hart.
Also das ist staatlich hart und auch sehr riskant.
Also das wäre ja wirklich eine große Wette.
Und 20, 30 Milliarden in Alphabet, wo ja die Investitionen im Umfeld eines ganzen Konzerns sind mit Anwendungsmöglichkeiten und mit einer entsprechenden Marktposition ist dann die wahrscheinlichere Sache.
Ja, danke schon.
Ansonsten, Habe ich gerade schon erwähnt.
Das sind nur dieses Investmentportfolio, über das jeder redet, wo man jetzt sagt, was ist jetzt mit Dominos Pizza, was ist mit Alter Beauty, oh, ist schon wieder bei den Banken was verkaufen.
Es ist eben nur ein Drittel.
Es geht häufig verloren, dass da eben noch andere Sparten sind.
Diese Holly-Owned Subsidiaries, die kleinen Beteiligungen, das sind sicherlich die schönsten Geschichten.
So hier der Nebraska Furniture Mart.
MSB, lange Jahre gearbeitet hat.
Ich glaube, die Gründerin war über 100, bis sie aufgehört hat.
Aber lassen wir die mal weg, diese Holy Owns subsidiaries.
Dann bleiben drei Sparten übrig.
Versicherung, Eisenbahn und Energie.
Wie ordnest du diese drei Sparten, die ja wirklich für die Ewigkeit sind, das Gerüst so ein?
Also Versicherung war immer das Herz.
Oder der Motor des Konzerns, wenn du so willst.
Er nimmt hohe Summen an Versicherungsprämien ein.
Im zweiten Quartal waren es knapp 180 Milliarden Dollar.
Er macht mit dem Geld was Gutes und wenn es dann zu Schadenfällen kommt, dann muss er die auszahlen.
Aber mit dem Geld kann er Aktien kaufen, kann er investieren.
Berkshire, die sind ein riesiger Versicherungs- und Rückversicherungskonzern.
Er hat ja damals, wie hieß das, die Kölner Rück übernommen, das ist jetzt General Rhee.
Und die schreiben zum Teil Risiken, die sonst halt niemand versichern will.
So richtig große.
Aber Abel sagte auch, das Versicherungsgeschäft ist schwieriger geworden und wird noch eine Weile schwierig bleiben.
Weil?
Weil da so viele Private Equity Leute reingekommen sind und die Preise anbieten.
wo Berkshire sagt, das ist zu riskant, machen wir nicht.
Da haben sie ja das Erstversicherungsgeschäft Geico, was bisweilen nicht ganz so rund gelaufen ist.
Das ist auch so ein Beispiel, da hat halt niemand gesagt, Leute, ihr müsst mal in KI investieren, wieso habt ihr nicht da irgendwelche Systeme schon, während der große Konkurrent von Geico das schon lange gemacht hat.
Deshalb haben die halt sehr schnell Marktanteile...
Ist das ein Problem der Führungskultur?
von Berkshire.
Das ist ja ein ganz kleiner Laden, muss man eigentlich sagen, da in Omaha.
Wie viele Leute sind das?
20?
Ein bisschen mehr, aber so ein paar Dutzend.
Also nicht viel mehr als beim Zoom mit Koma von der Parkett-App, mit dem wir auch gerade Podcast machen.
Also nicht wirklich viel.
Und dann denkt man, ja, von da aus wird jetzt ein riesiges Reich geführt, aber wahrscheinlich doch an einer sehr langen Leine.
Buffett hat ja mal gesagt, also Geld verlieren, das kann passieren, aber Reputation verlieren, das darf nicht sein.
Aber naja, also wenn man jetzt feststellt als Versicherung, wir haben nicht ausreichend in KI investiert und gerade in der Versicherung ist doch der Hebel so wahnsinnig hoch, um durch KI die Effizienz, die Produktivität zu steigern, die Marge zu steigern.
Dann ist das doch eigentlich ein bisschen Führungsversagen.
Maybe.
Ich meine, das war halt die Idee.
Buffett lässt den lange Leine, es ist dezentral.
Also vielleicht Führungsversagen an der Spitze von Geico kann sein.
Wird auch schon seit längerem gegengesteuert und ich glaube, man sieht auch schon erste Erfolge.
Aber dafür ist eben Able der Richtige, dass man halt sagt, ja, ist schon erkannt das Problem, wir machen schon das, dass wir messen auch jedes Quartal oder jedes Jahr, wie sich die Provalidität steigert, wie unsere Konkurrenten.
sich verhalten, also das macht Abel einfach gut.
Und da hatte Buffett glaube ich einfach, das war nicht so.
Da war die Leine wirklich zu lang.
Ja, vielleicht.
Ich meine auch andere Konzerne haben mal schlechte Führung, so genau kann ich es nicht beurteilen, aber das ist einfach was, wo man merkt, ein jüngerer Chef, der hat das mehr im Blick und kann das einfach jetzt stärker durchsetzen.
Das war interessant auf der HV, da kann Greg Abel dir stundenlang von erzählen.
Die Aktionäre fanden das aber langweilig.
Die haben halt gesagt, oh Gott.
Ja, die wollen unterhalten werden.
Aber als Aktionär ist es ja eigentlich gut, wenn du nicht da unterhalten wirst, sondern wenn du weißt, okay, der hat es im Griff.
Ja, aber da sind ja auch viele dabei, wahrscheinlich schon seit 40 Jahren.
Wir sind gewohnt, dass da Waldorf und Stedtler, also Charlie und Walt vorne sitzen.
Und plötzlich ist da so ein eher...
technokratischer Typ, der eben keine Show macht.
Wenn er Show versucht hätte, wäre es, glaube ich, ganz schlimm geworden.
Richtig.
Da wäre er verrissen worden, die Aktie hat 10% verloren, weil man hätte gesagt, okay, das ist anmaßend.
Das kann er sich nicht leisten.
Dass er Show machen darf, muss er sich erstmal verdienen.
Aber ich meine, genau das willst du ja.
Wenn du sagst, okay, vielleicht muss ich den nicht mehr nach Omaha fahren.
Mei, die hatten jahrelang eine gute Show.
Also kann man sich jetzt echt nicht beschweren.
Und wichtiger ist ja, dass du das Gefühl hast, der packt es an und das macht der.
Und die Ergebnisse werden sich dann demnächst einstellen.
Wie siehst du es beim Anpacken in den anderen beiden Sparten?
Klassisches Infrastrukturgeschäft, Eisenbahnen und Energie?
Also Energie, das war ja sein Haus früher.
Er war ja lange Chef der Energiesparte.
Profitiert massiv natürlich von KI, vom KI-Boom, vom Rechencenter-Boom.
Zu Berkshire Hathaway Energy gehören viele Energieversorger.
Das heißt, da sind sie in einer guten Position.
Auch Energieerzeugung.
Sie sind ja einer der großen erneuerbaren Energieninvestoren auch in den USA.
Richtig.
Und ich meine, das wird gebraucht.
Donald Trump ist nicht so ein Unterstützer natürlich wie Joe Biden, aber man sieht, man braucht einfach Energie aller Art.
Und das hat Berkshire.
Auch Pipelines, das haben die, glaube ich, in der Pandemie gekauft.
Ich glaube, 15 Prozent des Gases in Amerika geht durch Berkshire Pipelines.
Auch cool.
Das läuft und hilft mir das andere wahr.
Achso, die Eisenbahn.
Auch schon besser und natürlich jetzt Eisenbahn ist auch gut für so einen Infrastruktur-Boom.
Alles geht auf die Schiene, trotz selbstfahrender LKWs.
Gut, aber ohne Eisenbahn geht es halt nicht.
Und auch da hat er schon sozusagen Maßnahmen und KI und alles, damit das jetzt noch effizienter laufen soll.
Es sind Geschäfte, die halt auch so aufgesetzt sind, dass sie für die Ewigkeit sind.
Man muss natürlich, das darf man nicht unterschätzen, da auch investieren.
Vor zwei, drei Jahren hat er das mal in einem Aktionärsbrief schon sehr deutlich ausgeführt, dass gerade im Energiegeschäft auch in die Netze investiert werden muss und Eisenbahn.
Schienen liegen zwar sehr lange da, aber trotzdem muss auch da Geld hineinfließen.
Wenn wir das jetzt mal so gegen Ende hin einfach mal unterm Strich betrachten, Versicherung, Eisenbahn, Energie plus das Investmentportfolio und dieser monströse Cashback.
Reicht das um weiterhin so über so Marktzyklen hinweg?
mit einem S&P 500 zumindest mitzuhalten, wie Berkshire das in den letzten Jahrzehnten, seit den 90ern, geschafft hat?
Oder gibt es da doch wirklich die Wahrscheinlichkeit deutlicher Abweichungen mal nach oben oder nach unten?
Es gibt einen Analysten, der Berkshire auch schon lange verfolgt, der sagt, Berkshire ist so die Rentneraktie.
Die willst du haben, wenn du das Gefühl hast, du brauchst was.
damit du in schlechten Zeiten nicht so krass absackst, wie zum Beispiel der S&P.
Und dafür ist halt Berkshire super.
Also so ein Stabilisator, weil die hohen Cash-Berge natürlich in der Krise gut sind.
Dann freust du dich über die.
Und auch solides Energie-Industrie-Sparte hat er auch noch.
Also so Versicherungen, das ist gut.
Aber du musst einfach wissen, mit der Zeit ist Berkshire so ein bisschen Opfer des Erfolges geworden oder ...
Hat sich einfach entwickelt.
Früher war das eine Aktie, die war 25% plus im Jahr, so wie wir jetzt bei Nvidia oder bei anderen Unternehmen das sehen.
Das wird Berkshire nicht mehr.
Aber mit dem S&P mithalten, viele sagen, Berkshire könnte pro Jahr 7, 8, 9, 10% wachsen.
Niemand sagt, du brauchst nur Berkshire und das war es dann.
Aber gerade wenn du eine defensivere Aktie haben willst, spricht laut vielen Analysten nichts.
Also braucht man die Aktie wirklich noch oder kann man gleich einen Index ETF kaufen?
Was Buffett ja übrigens ebenfalls empfohlen hat.
90% in Index ETF, den Rest in Treasuries.
Genau, das ist ja so seine, wenn du nicht weißt, damit fährst du gut.
Das rät er auch, glaube ich, seiner Frau und so.
Also da spricht auch nichts gegen.
Hätte man mit dem Cashback machen sollen.
In S&P?
Ja.
Interessante Idee.
Es gibt inzwischen ETFs in den USA wie der von Vanguard oder der von State Street, die dieses Cash zumindest so aufnehmen könnten, dass er dann anschließend nicht das gesamte Volumen hätte.
Aber er kann natürlich nicht einmal auf den Knopf drücken und diese Milliarden.
Aber er hätte eigentlich schon seit Jahren so einen Sparplan machen können.
Jeden Monat 10 Milliarden in S&P.
Jeden Tag 300 Millionen.
Also für die Aktionäre wäre das jetzt ganz schön gewesen.
Ein schönes Vermögen im S&P gewesen.
Das ist immer so rückblickend.
Rückblickend ist immer gut zu sagen, hätte man.
Mit der Presse-Tribüne.
Wie Anfang vom Baseballspieler.
Christian Röhl von der Presse-Tribüne.
Es ist ja nicht so, dass man das nicht immer wieder gesagt hat.
Das ist ja auch das, was wir hier immer wieder reflektieren.
Don't stop buying.
Und er hat halt irgendwann aufgehört zu kaufen und jetzt ist eben dieser Cashback da.
Und deswegen will ich zum Abschluss gerne nochmal den Bogen zum Anfang spannen, nämlich zur Finanzkrise 2008 und zu der damaligen Situation.
Denn mit diesen Investments, die Buffett damals in US-Banken, getätigt hat, 2008, Anfang 2009, hat er ja entscheidend zur Stabilisierung der Finanzmärkte beigetragen.
Nicht nur finanziell, sondern eben auch psychologisch.
Vor allem wahrscheinlich psychologisch.
Und jetzt gehen wir nochmal hin und stellen uns vor.
Es passiert nochmal eine solche Krise.
Und es sind ja irgendwie genügend Zutaten da, aus denen sie entstehen könnte, nicht entstehen muss.
Aber früher oder später kriegen wir wieder eine Finanzkrise.
Glaubst du, er würde dann nochmal in die Öffentlichkeit gehen, in einer solchen Situation, wenn er dazu gesundheitlich in der Lage wäre?
Also er hat schon gesagt, kurz nachdem er seinen Rücktritt angekündigt hat.
Er ist ja noch Verwaltungsratschef, er geht jeden Tag ins Büro und er könnte durchaus in so einer Krise nützlich sein.
Er sagt, ich bin hier, let me know.
Wenn es die richtige Krise und die richtigen Erfolgsaussichten gibt, dann bestimmt.
Aber würde er jetzt in jeder Krise nochmal so sagen, hey Leute, alles gut, beruhigt euch.
Aber das war nie so sein Fall.
War nie der Fall, aber In der richtigen Situation, glaube ich schon.
Die Frage ist, die FED hat ja dazugelernt natürlich seit der Finanzkrise und das Finanzministerium hat dazugelernt, ist unter Scott Bassett so aktivistisch wie lange nicht mehr, wie wir gerade erfahren.
Du weißt ja nie, du weißt sicher, dass die nächste Krise nicht so sein wird wie die letzte.
Deshalb ist es einfach schwer zu sagen.
KI-induzierte Krise vielleicht kommt oder die Luft rausgeht und er sagt, nee, also das ist nichts.
Jede Finanzkrise ist am Ende immer eine Krise von Banken und von Credit.
Ja, richtig.
Egal, wodurch sie jetzt zustande kommt.
Ob es jetzt KI ist oder damals Prime war oder whatever.
Also irgendwann, wenn es eine richtige Krise ist, wird es auch die Finanzinstitute wieder treffen.
Und dann ist ja auch die Frage, was Greg Abel?
in so einer Position machen könnte.
Gehen wir davon aus, Buffett ist vielleicht einfach nicht mehr in der Lage, in einer Krise zu erscheinen.
Reicht es alleine mit dem Geld von Berkshire, wenn ein Greg Abel sagt, hier, komm, 20 Milliarden für die Bank, 20 Milliarden für die Bank, 20 Milliarden für die Bank, um das so zu beruhigen?
Reicht eben Geld allein doch nicht?
Braucht es schon diese Gravitas, die Buffett sich 2008 in 50 Jahren erarbeitet hatte?
Sehr hypothetisch.
Aber ich glaube, in der Krise, und du hast ja viele erlebt, ist man so dankbar für ein Signal, dass man, glaube ich, sagen kann, okay, wenn der Abel das sagt, der war ja lange mit dem Buffett so zusammen.
Ich glaube schon, dass das die Gravitas hätte.
Aber natürlich sehr hypothetisch.
Es kommt wirklich darauf an, was für eine Krise es ist, wie viel Geld er hat, wie die Erfolgsaussichten sind.
Da glaube ich, wird er sehr selektiv sein.
Ja, ich glaube das auch.
Ich erinnere mich noch an 2009, irgendwie im März.
Da waren es dann auf dem wirklichen schlussendlichen Tiefpunkt der Krise auch ein paar Worte des Citigroup-CEOs, dass es ja gar nicht so schlimm ist.
wie alles gemacht wird, die dann schon gereicht haben, dass mal 10% der Markt wieder gestiegen ist.
Es muss dann zur richtigen Zeit der richtige Satz kommen.
Apropos Satz.
Ich habe so viele Buffett-Zitate in dieser Folge gehabt, dass ich nicht aufhören kann, ohne dich zu fragen, was ist denn dein persönliches Lieblingszitat von Warren Buffett und warum?
Fällt mir auch schön, mich auf eins zu konzentrieren.
Wenn ich zwei darf, dann...
Okay, ist ja Geburtstag.
Genau, genau.
Eines, das habe ich vorhin schon mal kurz erwähnt, zur Frage, wie erzieht man seine Kinder, wenn man selber reich ist.
Da hat er gesagt, Kinder müssen so viel haben, so viel Geld haben, dass sie was damit tun können, aber nicht so viel, dass sie glauben, sie können nichts mehr tun mit ihrem Leben.
Und das ist einfach so schlau, weil du deinen Kindern so mental einfach...
was Gesundes mit auf den Weg gibst.
Das finde ich, abgesehen von Hardcore-Berkshire-Themen, ein gutes Zitat.
Und das andere ist, du hast es schon erwähnt leider, Berkshire ist für die Ewigkeit gebaut.
Da hat er erklärt, er führt den Konzern so, dass in einer großen Krise Berkshire der letzte Konzern sein soll, der noch übrig bleibt.
Und das finde ich beeindruckend.
Muss nicht jeder Konzern so sein, aber dass es einen gibt, der das noch als Maxime hat, finde ich gut.
Astrid.
Vielen Dank, dass du da warst.
Man merkt die Begeisterung für Buffett, für Berkshire und auch für die USA dir nach wie vor an.
Wer mehr von dir hören will als heute bei uns im Podcast, Handelsblatt Podcast ist dein Podcast.
Den kann man bei euch im Web abonnieren.
Handelsblatt.com slash invest.
Alle Infos da und auch ein Probeabo für 1 Euro.
Also check it out.
Tja, und ansonsten hoffe ich natürlich, dass du uns auch gewogen bleibst hier bei Asset Class.
Ich hoffe, du konntest heute einiges mitnehmen.
Wenn es dir gefallen hat, dann lass doch gerne einen Daumen nach oben oder ein paar Sterne da.
lass ein Abo da und vor allem schreib mir in die Kommentare, was ist denn dein Lieblingszitat von Warren Buffett.
Die Auswahl ist groß genug.
Ich freue mich auf ganz, ganz viele Weisheiten und Sprüche und vielleicht machen wir daraus demnächst ja mal wieder einen Podcast.
Und wenn du sonst irgendwelche Ideen, Anregungen für Themen oder Gäste hast, dann lass es mich wissen per E-Mail an podcast.scalable.capital oder gerne auch in den sozialen Netzwerken.
at Scalable Capital oder direkt an mich, at CW Röhl.
Für heute vielen Dank, alles Gute und Tschüss aus Berlin.
