# Water Scarcity, AI Demand, and Insurance Arbitrage

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-08-31

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die neue Zinsangst, den Glatzenboom an der Börse und was sonst noch wichtig wird in dieser Woche.
Im Thema des Tages präsentieren wir euch die neue Wasserwette.
Zehn Jahre lang hat sie enttäuscht, jetzt macht die CAE sie plötzlich interessant.
Und in der AAA-Idee stellen wir euch eine Aktie vor, die aus einem unscheinbaren Versicherungsprodukt einen Milliardenmarkt macht.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenschaft.
Es begrüßen euch Lea Oetjen.
Und Holger Zschäpitz aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der 31.
August und wir wünschen euch einen freundlichen Start in die neue Handelswoche.
Der August und tja.
Damit auch der Sommer, der scheint ja versöhnlich zu enden.
Darauf deuten zumindest die Wochenend-Futures bei Hyperliquid hin.
Der S&P 500, der stand dort 0,3 Prozent höher als am Freitagsschluss.
Und der NASDAQ 100 rund 0,4 Prozent höher.
Und da dürfte es dann auch leicht positiv losgehen.
Ja, ihr hattet ja auch in der Samstagsfolge schon über die schlechte Stimmung ein bisschen gesprochen.
In der AA-II-Umfrage haben die Bären die Oberhand.
Hedgefonds haben ihre Aktienengagements auf den niedrigsten Stand seit dem Zollschock 2025 zurückgefahren.
Das Problem ist nur, es ist schwer, einen Ausverkaufsinn zu bekommen, wenn halt alle auf ihn warten.
Tja, und deswegen geht es vielleicht erstmal positiv los.
Aber der September ist eigentlich ein Kuselmonat.
Und mal sehen, wie es da weitergeht.
Aber am vergangenen Freitag gab es ja die Wash-Raide in Jackson Hole.
Und die...
Konnte selbst die Konjunktur nicht nachhaltig zum Einschutz bringen.
Der Fettchef hatte ja die robuste Konjunktur und den Arbeitsmarkt gepriesen und gewarnt.
Sollte sich die Inflation nicht rasch Richtung 2% bewegen, dann müsste etwas passieren.
Sprich, müssten die Zinsen angehoben werden.
Und der Markt preist jetzt für die Zinssitzung ab 16.
September eine Wahrscheinlichkeit von rund 60% für eine Zinserhöhung ein.
Und der S&P 500 hatte dann am Freitag dennoch nur 0,3% verloren.
Und der DAX sogar 0,8% gewonnen.
Unser deutscher Leitindex ist ja sowieso der klare Outperformer momentan.
Im August hat er bislang 3,7 Prozent gewonnen, so viel wie kein anderer großer Index in Europa und hat sich dabei auch nicht vom Ölpreisanstieg bremsen lassen.
Apropos Öl, die Sorte WTI sprang am Wochenende auf gut 84 Dollar.
Axios meldete unter Berufung auf einen US-Beamten, amerikanische Streitkräfte hätten zwei iranische Startrampen auf der Insel Larag getroffen.
Revolutionsgarden sollen dort Seeminen für die Straße verfolgen.
von Hormuz vorbereitet haben.
Und zwar trotzdem nur dieser Anstieg auf 84 Dollar nur ein Prozent plus.
Und das sagt halt viel darüber aus, wie gelassen die Märkte das hinnehmen.
Über das Wochenende waren nämlich Hinweise bekannt geworden, dass mehr Öl aus der Region irgendwie rauskommt, als offiziell sichtbar ist.
Und dazu kommt noch Trumps Venezuela.
Deal, über 65 Milliarden Barrel und damit sollen, so hat das Trump am Wochenende dann mitgeteilt, die leeren US-Tanks wieder aufgefüllt werden.
Spannend, schauen wir mal, ob das so klappt.
Dazu noch ein paar Meldungen vom Wochenende, die heute wahrscheinlich die Kurse bewegen dürften.
Das Weiße Haus arbeitet laut The Information an neuen Chip-Regeln, die chinesischen Konzernen den fairen Zugriff auf US-Silizium über Rechenzentren in Thailand und Singapur verwehren sollen.
Das würde dann natürlich Nvidia und AMD treffen.
Und Airbus prüft laut Financial Times den Verkauf seines amerikanischen Raumfahrtgeschäfts.
Und OpenAI...
kappt Cursor den Zugang zu seinen Modellen, nachdem SpaceX ja bei dem Startup eingestiegen war.
Und die großen Musiklabels, die haben Anthropic verklagt, wegen eines der größten Fälle von geistigem Diebstahl in der Geschichte.
Mal sehen, wie das ausgeht.
Aus der Pharma-Ecke kam dann am Wochenende ebenfalls noch eine spannende Nachricht.
Während viele Investoren nach Alternativen zur überfüllten KI-Werte suchen, rückt ausgerechnet der Markt für Haarausfallmittel in den Fokus.
Veradermix hat seit dem Börsengang im Februar fast 500 Prozent zugelegt.
Ab sah er seinen Wert an der Börse fast verdoppelt.
Und Jefferies hält es sogar für möglich, dass das Haarausfallmittel des Schweizer Unternehmens Cosmo einmal drei Milliarden Dollar Jahresumsatz erreicht.
Und wir haben über Veradermix schon am 28.
April hier als Anti-Glatzen-Aktie gesprochen.
Und möglicherweise könnten es auch spannende Übernahmeziele werden, weil ja die großen Pharmaunternehmen nach neuen Ideen suchen, wenn große Blockbuster aus dem Patentschutz rausfallen.
Und dann wäre das ja vielleicht auch eine Idee.
Und weil es diese Woche auch um Zölle geht, Google Maps.
zeigt US-Nutzern ab jetzt den Ontario-See, ab sofort als Lake America.
Und Trump hatte die Umbenennung im Streit mit Kanada per Dekret verfügt.
Und in Deutschland heißt der See weiter Lake Ontario.
Bin ich mal gespannt, ob Friedrich Merz bald auch irgendwelche Szenen in Deutschland umbenennen will.
Naja, schauen wir mal.
Beeindruckend war aber auch die Berichtssaison der Magnificent Seven in diesem Quartal.
Dazu hat ja Goldman Sachs ein paar spannende Zahlen präsentiert und die wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.
Nvidia hat am Zahlentag vier...
150 Milliarden Dollar Börsenwert dazu gewonnen.
Goldman traut der Aktie 300 Dollar zu, was in einem Jahr 7,2 Billionen Dollar Marktwert bedeutet.
Und die durchschnittliche Kursbewegung der 7 lag bei 11 Prozent, bei Microsoft 15,5 Prozent, bei Amazon 15,3, bei Tesla 14,5.
Ja, und das sind die größten Ausschläge der Mac7 seit einem Jahrzehnt.
Tja, dann mache ich schnell Termine.
Es wird diese Woche nicht ganz so...
Ja, spannend oder schwankend zugehen, dass Leitmotiv jetzt ein bisschen herrschen.
Makro gegen KI, der amerikanische Arbeitsmarktbericht wird am Freitag wahrscheinlich die Märkte bewegen und da wird geguckt.
was das für die Zinsentwicklung dann heißt.
Und das kommt für ein Unternehmen Broadcom und Co.
Da kann man so ein bisschen gucken, ob die Tech-Euphorie weitergetragen wird oder ob die überhaupt wieder aufkommt.
Was gibt es alles noch?
Also wir hatten ja gesagt, Freitag Arbeitsmarktbericht, Mittwoch die Broadcom Zahn- und KI-Ausblick plus Snowflake.
Dann am Dienstag Euro-Inflation und amerikanischer ISM-Index, Dell, Credo, Palo Alto.
Dazu noch Bayer Investoren-Event in Amerika, C3EI, HPE, Sienna, Lululemon, Setzke.
Dann gibt es noch die Indexüberprüfung.
Mögliche Änderungen bei DAX, MDAX, SDAX und TechDAX.
Auftakt der IFA in Berlin.
Und gleich heute Inflationszahlen aus Deutschland.
G20 Treffen, der Finanzminister, da hat sich schon der Klingbeil ganz putzig gemeldet.
Der läuft bis Dienstag, dieses G20 Treffen.
Und dann gibt es Zahlen von Ninomics, die entwickeln und produzieren berührungslose optische Messtechnik.
Die Aktie hat seit Anfang 139 Prozent gemacht.
Aber die Fünfjahresperformance ist noch minus 56,5.
Spannende Aktien, müssen wir uns vielleicht auch mal angucken.
Und dann noch der Baustoffhändler, Stohr.
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Und den Anfang machen wir.
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Das Thema des Tages.
Heiße 41,4 Grad in die Juli, ausgetrocknete Böden, halb beladene Frachter auf dem Rhein.
Der Sommer hat vorgeführt, wie knapp Wasser selbst in Deutschland werden kann.
Und trotzdem ist Wasser an der Börse immer noch ein Ladenhüter.
Jeder findet das Thema wichtig, aber kaum einer hat damit Geld verdient.
Wasser war halt zehn Jahre lang eine überzeugende gesellschaftliche Story, aber keine Börsenstory.
Das Gut war so billig, dass sich selbst Effizienz kaum gerechnet hat.
Doch das ändert sich gerade.
Wasser wird als ökonomisches Gut gerade neu bewertet.
Grund genug also, um uns im Thema des Tages mal um Investmentmöglichkeiten zu kümmern.
Und?
Es geht längst nicht nur um den Klimawandel.
Der zweite Grund, der sitzt auf der anderen Seite des Atlantiks und heißt KI.
Das Rechenzentrum Strom fressen, das wissen alle.
Dass sie aber auch jede Menge Wasser brauchen, das wissen nur die wenigsten.
Rechenzentren, Chipfabriken und vor allem die Kraftwerke, die beide versorgen, haben 2025 zusammen 23,7 Kubikkilometer Wasser entnommen.
Mehr als der Colorado River im Schnitt pro Jahr führt.
Global Water Intelligence rechnet bis 2050 mit einem weiteren Anstieg um 129 Prozent.
Und viele werden jetzt einwenden, mit dieser Wasseridee zu verdienen war damit ja nichts.
Stimmt, die Performance, die tut wirklich weh.
Die rund 16 in Deutschland erhältlichen Wasserfonds, die reichen.
Alle nicht an den MSCI World heran.
Und der Elefant, also das Flaggschiff der Peak Tee Water mit knapp 5,9 Milliarden Euro, der größte der Wasserfonds der Welt, hat dieses Jahr minus 3,4 gemacht und auf ein Jahr minus 7 und sogar fünf Jahre gerechnet minus 0,5 Prozent pro Jahr.
Fünf Jahre investiert am Ende weniger als vorher.
Unschön.
Der iShares Core MSCI World schaffte dagegen 15 Prozent dieses Jahr, 22 auf ein Jahr und 12 pro Jahr auf fünf Jahre Sicht.
Den einen besten Wasserfonds gibt es nicht.
Das hängt vom Zeitraum ab.
Im laufenden Jahr führt der BNB Paribas Aqua mit 8,4 Prozent vor, Mirova Thematic Water mit 8,3 und dem KBI Water Fund mit 7,5 Prozent.
Und wenn man drei Jahre Zeitraum anschaut, da liegt der L&G Clean Water ETF mit 9,4 Prozent vorn.
Dann kommt der Amundi MSCI Water mit 8,8 und dann der Tarino Global Water mit 8,7.
Und wenn man noch länger rausguckt, fünf Jahre, da ist der L&G mit 5,3 Prozent durchschnittlicher Jahresperformance klar die Nummer eins.
Kein einziger hat also nur halbwegs mit dem MSCI World mitgehalten und schon gar nicht diese teuren aktiven Häuser wie Pictet, Swisscanto oder Allianz, die teilweise für den Wasserfonds bis zu 2,5 Prozent Gebühren pro Jahr nehmen.
Was ist da bloß schiefgelaufen?
Im Endeffekt drei Dinge.
Die Zinsen.
Wasserfonds stecken voller Versorger, kapitalintensive Dividendenzahler also.
Solange US-Anleihen mehr abwerfen, wandert das Geld dorthin.
Dann ist die KI-Erzählung in den Gewinnschätzungen nicht angekommen.
Die Investitionsbudgets der Cloud-Konzerne sind laut Bloomberg Intelligence explodiert.
Die Gewinnerwartungen der Wasserwerte stagnierten.
Und dann war drittens noch der Rückzug aus Nachhaltigkeitsfonds.
Wasser war ja so ein klassisches ESG-Thema.
einfach aus der Mode gekommen und dazu Debakel wie die drohende Verstaatlichung von FEMS Water.
Und das war halt nicht so toll.
Aber jetzt wird Wasser eben so vom weichen Nachhaltigkeitsthema zum knallharten Standortfaktor.
In Arizona haben Städte Rechenzentren ja bereits abgelehnt und Wassergenehmigungen widerrufen.
Allein im ersten Quartal 2026 wurden in den USA Rechenzentrumsprojekte über rund 130 Milliarden Dollar durch lokalen Widerstand verzögert oder sogar gestoppt.
So viel wie im gesamten Vorjahr.
Für die Hyperscaler entscheidet Wasser also mittlerweile darüber, ob sie überhaupt bauen dürfen oder halt nicht.
Und die Hyperscaler, die reagierenden vier von zehn Rechenzentren stehen laut Jefferies in Wasserstressregionen.
Amazon hat in Louisiana 400 Millionen Dollar für Wasserinfrastruktur zugesagt, Google 500 Millionen für sieben Bundesstaaten, Microsoft 40 Millionen für ein Klärwerk in Arizona und Veolia baut für 550 Millionen die Wasseraufbereitung für Intels Chipfabrik in Ohio.
Das Entscheidende daran ist, dass das Geld halt jetzt aus den KI-Investitionstöpfen der Tech-Konzerne kommt.
Und die sind deutlich tiefer als jedes Kommunalbudget.
Die billigste neue Wasserquelle ist dabei das Wasser, das heute verschwendet wird.
70 Prozent des Verbrauchs entfallen auf die Landwirtschaft, aber nur 15 Prozent der Farmer nutzen Tröpfchenbewässerung, obwohl sie damit eigentlich 40 bis 60 Prozent sparen könnten.
In manchen Netzen versickern mehr als 30 Prozent des Trinkwassers auch heute noch.
Und was ist dann?
Das Gebot der Stunde, naja, Lexorten, sparen, recyceln, präzise bewässern.
Und hier kommt eine Aktie ins Spiel, nämlich Xylem.
Das ist der weltgrößte reine Wasserkonzern.
Die haben Pumpen, Aufbereitung, Milstechnik, Lexuche, also die gesamte Kette.
Und erstmals ist der KI-Boom auch in den Zahlen von Xylem sichtbar.
Die Rechenzentrumsbestellung legt im zweiten Quartal über 300 Prozent zu fürs Gesamtjahr.
Aber das Management 200 Prozent Umsatzwachstum, allerdings von extrem kleiner Basis, sind nur rund zwei Prozent.
des Umsatzes bisher.
Ja, es ist wirklich sehr klein.
Jefferies sieht Rechenzentren, Halbleiter und Stromerzeugung bis 2030 aber von 6 auf insgesamt 10 Prozent wachsen.
Kursziel 150 Dollar, dazu ein Dauvertrag über 23 Jahre und 850 Millionen Dollar, der größte der Firmengeschichte.
Trotzdem sieht der Chart wie ein Trauerspiel aus momentan.
Auf fünf Jahre hat Seilheim rund 13 Prozent verloren, der S&P 500 im gleichen Zeitraum 83 Prozent zugelegt.
Operativ läuft es aber besser, als der Kurs vermuten lassen würde.
Im zweiten Quartal wurden die Schätzungen klar übertroffen und die Prognosen angehoben.
Für 1,5 Milliarden Dollar wurde noch ein Pumpengeschäft zugekauft mit einer Marge von über 30 Prozent.
Aber es gibt eine Schwäche und die liegt eigentlich gar nicht beim Wasser, sondern bei intelligenten Stromzählern, die die auch noch herstellen.
Und das Problem ist da, dass die US-Versorger diese intelligenten Stromzähler gerade aufschieben und deswegen der Bereich nicht mehr wächst.
BBS und Mitsuho bleiben deshalb neutral.
Aber von 22 Analysten raten 15 zum Kauf und keiner zum Verkauf.
Und das mittlere Kursziel liegt bei 153 Dollar und es liegt ungefähr 35 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Xylem ist also eine klassische Contrarian-Wette mit dem Zählergeschäft als Risiko und der KI-Wassernachfrage als Chance.
Wer keine Einzelaktie will, hält sich an günstige ETFs wie den LNG Clean Water oder den Amundi MSCI Water.
Bei aktiven Fonds ist der Blick natürlich auf die Kosten erstmal Pflicht.
Damit das Thema aber zündet, müssen sich die Zinsen zumindest beruhigen.
Und die Hyperscaler-Milliarden, die müssen in den Gewinnschätzungen ankommen.
Wer einsteigt, der muss Geduld mitbringen, mindestens drei bis fünf Jahre.
Die AAA-Idee des Tages.
Holger, stell dir vor, du bist 83 Jahre alt, deine Jungs sind aus dem Haus, das Eigenheim ist abbezahlt und irgendwo liegt noch eine Lebensversicherung rum.
Früher wichtig, heute ein bisschen überflüssig.
In den USA gibt es genau für diesen Fall einen Käufermarkt.
Dort lassen sich solche Policen nämlich verkaufen, wie ein altes Haus oder ein Aktienpaket.
Und daraus?
Ist nämlich ein Milliardenmarkt sogar entstanden.
Wer seine Polizei nicht mehr braucht, muss sie nicht kündigen und den oft enttäuschten Rückkaufswert akzeptieren.
Stattdessen verkauft er sie an einen Investor.
Der zahlt mehr, übernimmt die künftigen Beiträge und kassiert irgendwann die Todesfallleistung.
Einer der größten Spieler in diesem Markt heißt Abacus Global Management und das ist unsere heutige AAA-Idee.
Das Unternehmen sitzt in Orlando und ist an der Börse rund 900 Millionen Dollar schwer, also nicht wirklich viel.
Jede vierte Police, die in den USA so verkauft wird, läuft über dieses Unternehmen, behalten wird davon jedoch nichts.
Abacus bündelt die Policen zu Portfolios und reicht sie dann an Pensionskassen und Fonds weiter, die eine Rendite abseits des Aktienmarkts suchen.
Verdient wird dreifach beim Ankauf, an der Verwaltung und an die laufenden Gebühren.
Und genau da setzt auch unsere Idee an.
Die Börse bewertet Abacus noch als Spezialisten für den Policenmarkt und die Policenankäufe, obwohl gerade ein Vermögensverwalter daraus entsteht.
Heute stammen rund 88 Prozent der Erlöse aus dem Policengeschäft.
Und bis 2030 soll dieser Anteil auf rund 30 Prozent fallen.
Nicht, weil weniger Polizen verkauft werden, sondern weil zwei andere Bereiche deutlich schneller wachsen.
Der erste Bereich ist das Vermögen, das Abacus für andere Investoren verwaltet ist, soll bis Jahresende auf rund 5 Milliarden Dollar steigen.
Mehr als 50 Prozent Wachstum gegenüber heute.
Ja, und da lohnt sich auch für euch das genaue Hinschauen.
Beim Polizenverkauf verdient Abacus ja einmal und muss danach die nächste Police auftreiben.
Verwaltetes Vermögen aber bringt dagegen jedes Jahr eine Gebühr.
ohne dass jemand etwas verkaufen muss.
Solche Einnahmen sind Jahre im Voraus abschätzbar und dafür zahlt die Börse ja gerne mehr.
Und der zweite Bereich ist die eigentliche Technologie.
Abacus hat Modelle entwickelt, die aus medizinischen Daten individuelle Lebenserwartungen berechnen.
Das klingt speziell, ist aber Herzstück des Geschäfts.
Wer genauer weiß, wie lange ein Versicherter noch Beiträge kostet, der kauft günstiger ein.
Und die Software muss nicht bei Abacus bleiben.
Versicherer und Rückversicherer stehen vor denselben Fragen.
Und Firmenchef Jay Jackson will damit in einigen Jahren rund 10% des Umsatz erwirtschaften.
Unter anderem, indem er dann die Software halt an andere auch noch verkauft oder vermietet.
Und der Umbau, der läuft schon im zweiten Quartal, stieg der Umsatz um 30% auf einen Rekordwert von 73 Millionen Dollar.
Und der bereinigte Gewinn legte um 24% auf 27 Millionen zu.
Umso erstaunlicher wirkt die Bewertung.
Beim Kurs von rund 9 Dollar liegt das erwartete KGV bei etwa 9.
Gemessen am operativen Ergebnis zahlt der Markt sogar nur das Achtfache.
Blackstone und Apollo als klassische Vermögensverwälter werden spürbar höher gehandelt.
Und genau darin liegt auch die Chance.
Kommen mehr Gebühren und Softwareumsätze, steigt nicht nur der Gewinn, denn ändert sich womöglich auch der Maßstab, mit dem die Börse dieses Unternehmen misst.
Und dieser zweite Effekt ist meistens der Größe, wenn wir einfach sagen, KGV vielleicht.
Von 18 gerecht wäre ich, dann wäre schon mal mal zwei drin.
Unterstützung kommt aktuell vom Unternehmen selbst.
Abacus kauft für 100 Millionen Dollar eigene Aktien zurück, mehr als 10 Prozent des Börsenwerts.
Und Michael Diana von der Investmentbank Maxim Group traut der Aktie auf 12-Monats-Sicht 14 Dollar zu, also gut 50 Prozent mehr als heute.
Zwei Risiken solltet ihr kennen.
Was ein Policenportfolio wert ist, beruht auf Annahmen.
Wie lange die Versicherten leben?
Liegen sie daneben, sinken die Renditen.
Und mit unter einer Milliarde Dollar Börsenwert ist Avacus ein Nebenwert, der stärker schwankt als einfach ein...
Großkonzern wie Blackstone.
Und trotzdem gefällt uns die Grundidee.
Man investiert hier nicht in den Markt für Lebensversicherungen, sondern in den Umbau, der in den Zahlen schon sichtbar ist.
Im Kurs aber noch nicht.
Und die besten Renditen entstehen ja selten dort, wo alle dieselbe Geschichte sehen, sondern dort, wo der Markt noch auf das alte Unternehmen schaut, während das neue gerade schon entsteht.
Das war alles auf Waktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns alle mehr in AAA, also A als Wild D, oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Die Samstagsfolge.
Die scheint euch brennend interessiert zu haben.
Zumindest haben uns ganz viele E-Mails und Nachrichten zu dem Gespräch mit Erik Pottsoweit erreicht.
Dirk schrieb, super spannende Folge, danke dafür.
Holger war ja kaum zu bremsen.
Das hat Dirk aber diplomatisch formuliert.
Naja, außerdem hat euch der kleine Fitness-Exkurs noch beschäftigt.
Angelo schrieb auf Spotify, Holger, alles was du über Fitness gesagt hast, ist überholt.
Cardio nach dem Training kriegt einen Daumen hoch.
Ganzkörpertraining ist super und Maschinen sind besser als Freude.
Dafür sei immerhin dein Finance-Content gut, schrieb er.
Noch tiefer im Thema ging dabei Kai per E-Mail, der sogar noch medizinische Erläuterungen mitgeliefert hat.
Sein Fazit, Holger, nach dem Gewichten ab und zu aufs Laufband oder das Fahrrad.
So, weißt du Bescheid?
Ja, vielleicht sollten wir rund um unseren wunderbaren Gipfel nochmal eine gemeinsame Fitness-Sache absolvieren.
Also 2.
Oktober ist ja unser wunderbarer Summit.
Der geht ja erst um, wann los?
10?
Ja, so ein...
Und dann würden wir einfach...
10 auf 45, da wären wir einfach zwischen 8.
Und 9.30 Uhr noch eine Fitness-Session einlegen oder vielleicht 7 bis 9.30 Uhr.
Oder eine Pedal.
Eine Pedal-Session.
Ich bin für Pedal-Session.
Ihr könnt ja mal schreiben, ob ihr mitmachen würdet.
Worauf habt ihr Bock?
Ich würde auf jeden Fall eine Fitness-Session machen mit euch.
Mit meinen gestrigen Sachen, die ich noch weiß.
Oder würde mir vielleicht noch die neuen Ideen anlesen.
Und dann würde man da zusammen einfach mal ein bisschen Brückkreuz heben.
Das ist ein bisschen gottlos.
Aber wir werden irgendwas Nettes machen.
Eine Fitness-Session.
Und du würdest Pedal machen mit den Menschen?
Ich bin für Pedal.
Ich habe richtig Bock auf Pedal, ja.
Ich bin momentan in diesem Paddle-Game ein bisschen gefangen.
Ich bin zwar sehr gut da drin, in Bälle aus einer Meter Entfernung ins Netz zu schmettern, aber ich bin bereit, von euch zu lernen, mit euch eine Runde zu zocken.
Also, wenn ihr Bock auf Paddle habt oder Paddell, wie es ja richtigerweise heißt, könnt ihr auch gerne Bescheid sagen.
Und du hast doch schon eine Halle?
Nee, aber die kriegen wir ja organisiert.
Irgendwie kriegen wir das schon hin.
Da gibt es angeblich so eine zentrale App, wo alle Paddle-Dinger drin sind und die verdienen an jedem Ding, was du da buchst.
Und das ist eine mega Geschäftsidee.
Es gibt wo eine zentrale, ich habe mir jetzt niemand erzählt.
Playtomic, das ist so.
Ist das wirklich so?
Playtomic, da kannst du auch richtig so deine Spielstände dann immer eintragen und gucken, wie du so rankst.
Ja, und kannst mit allen irgendwie rumpeddeln.
Also insofern, ich würde es für Fitness machen und du würdest für Paddle machen.
Vielleicht gibt es noch andere Hosts, die noch was anderes machen.
Und dann können wir das zusammen irgendwie, denn zusammen sind wir alle stärker als alle einzeln.
Kai ist auf jeden Fall schon mal dabei.
Der hat nämlich schon ein Ticket.
Stimmt, Kai hat nämlich geschrieben, dass er am zweiten irgendwie am Start ist.
So loben wir uns das.
Und ihr habt übrigens noch bis zum morgigen Dienstag die Zeit am Gewinnspiel für die Samet-Freikarten teilzunehmen.
Gibt es schon ein Gewinnspiel?
Mein Gott, darf der Sommerfeld wieder losen oder wer los diesmal?
Nein, diesmal nicht.
Diesmal gucken wir, wer los ist.
Schauen wir mal.
Alle, die uns bis Dienstag 20 Uhr geschrieben haben, sind im Losdopf.
Also schreibt uns besser jetzt direkt eine Mail und begründet, warum ihr dabei sein wollt.
Und dann könnt ihr auch schreiben, ob ihr noch Paddeln oder Fitness machen wollt.
Und danach kann es noch heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
