# Nvidia Growth, Carlsberg Pivot, and Market Trends

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-08-28

## Transcript

Nvidia könnte nächstes Jahr 400 Milliarden Dollar Gewinn machen.
Das hat die Börse gestern gefreut.
Außerdem schauen wir auf boomende Softwareaktien, boomende Dollar-Store-Ketten, Privatjets und auch auf die Pepsi-Strategie von Carlsberg.
Mein Name ist Noah Leidinger.
Heute ist Freitag, der 28.
August und das ist ohne Aktien wird schwer.
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Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Eigentlich war es die letzten Wochen immer so, dass entweder die klassischen Softwareaktien steigen, weil die Börse die Bedrohung durch KI und damit das Potenzial von KI doch nicht mehr so hoch sieht.
Deswegen sind dann am selben Tag aber meistens auch die KI-Aktien gefallen.
Gestern war das aber anders.
Da sind angetrieben von den starken Quartalszahlen von Salesforce, Crowdstrike und Okta alle Softwareaktien sehr gut gelaufen.
In Deutschland zum Beispiel SAP, Nemechek, Teamfuer.
Alle haben über 5% zugelegt.
Aber auch in Amerika Palo Alto, ServiceNow, Adobe sind alle gut gelaufen.
Übrigens, bei Salesforce und CrowdStrike gab es sogar über 20% Rendite und damit noch mehr wie am Mittwoch nach Börsenschluss.
Auf der anderen Seite sind aber eben auch KI-Aktien sehr gut gelaufen, beziehungsweise vor allem die größte KI-Aktie Nvidia.
Ich hatte ja letzte Folge gesagt, dass sie sehr starke Zahlen hatten, dass die Börse aber erstmal skeptisch war und die Aktie erstmal nicht reagiert hat.
Gestern ist der Kurs dann trotzdem um die 10% hoch.
Nach den Zahlen hat Nvidia nämlich noch die Prognose rausgehauen, dass sie nächstes Jahr nochmal mit 70% Wachstum rechnen.
Analysten haben eher um die 50% erwartet.
Das ist also schon wirklich krass und es ist auch spannend, weil Nvidia eigentlich nicht ein Jahr im Voraus eine Prognose abgibt.
Laut Jensen Wang ist die Nachfrage aber so groß und sie haben auch klare Commitments von Kunden, von Lieferanten, dass sie eben sehr genau sehen können, dass diese 70% Wachstum drin sind.
Er meinte übrigens sogar, dass sie immer noch weniger produzieren können, als nachgefragt wird.
Sie könnten also, wenn es keine Produktionseinkpässe geben würde, auch über 70% wachsen.
Und selbst wenn nur die 70% so aufgehen, dann könnte Nvidia im nächsten Jahr fast 400 Milliarden Dollar Gewinn nach Steuern machen.
Der Börsenwert wäre nur noch das 14-fache davon, also relativ günstig.
Aber die Börse ist eben immer noch skeptisch, wie lang Nvidia diese Marktposition so halten kann und eben so unfassbar viel Cash verdienen kann.
Übrigens kam passend dazu auch noch die News, dass Nvidia wohl die KI-Firma Hugging Face für 13 Milliarden Dollar kaufen wird.
Hugging Face ist einfach gesagt eine Plattform, wo offene KI-Modelle abgespeichert sind und man auf die zugreifen kann.
Und damit passt es auch ganz gut zur Strategie von Nvidia.
die ja stark Open-Source-KI pushen.
Und die Logik dahinter ist auch ziemlich logisch.
Die ganzen großen KI-Firmen sind so mächtig, dass sie genug Geld haben, um eigene Chips zu entwickeln, wie zum Beispiel Alphabet oder ja auch OpenAI.
Wenn es viele Open-Source-Modelle gibt, kann Nvidia da aber ein Gegengewicht aufbauen und die KI-Firmen sind nicht ganz so mächtig.
Übrigens soll Hugging Face aufs Jahr hochgerechnet gerade so um die 150 Millionen Dollar Umsatz machen.
Die 13 Milliarden Dollar Kaufpreis sind also sehr saftig.
Neben diesen Tech-Themen gab es gestern noch News aus der Konsumwelt, die für mich vor allem wieder die These bestätigt haben, dass Luxus gerade gut läuft, Billiges gut läuft und alles dazwischen aber eher schwierig ist.
Im Billigsegment ist zum Beispiel die Aktie von Dollar General 5% hoch, weil die in bestehenden Läden fast 4% Wachstum hatten und damit deutlich mehr als erwartet.
Und ich fand dahinter vor allem zwei Treiber spannend.
Es ist ja logisch, dass Kunden bei Dollar Store Ketten kaufen, wenn die wirtschaftliche Lage angespannt ist.
Aber bei Dollar General sieht man eben vor allem auch den Trend, dass auch mehr Kunden aus den hohen Einkommensschichten kommen.
Und was ich noch spannender fand, Sie sehen scheinbar durch die Benzinpreise den Trend, dass Kunden wirklich darauf achten, nicht so weit weg einkaufen zu fahren.
Und davon profitiert Dollar General, weil sie einfach mal 21.000 Läden haben.
Zum Vergleich, Walmart hat zwar viel größere Läden, aber kommt eben auf nur knapp 10.000.
Billig läuft also, das Mittelding ist und bleibt aber schwierig.
Und darunter fällt für mich auch der Alkoholkonzern Panorica mit seinen Marken.
Vor allem die USA und China sind da weiter sehr schwierig gewesen.
Und dort erwartet Panorica auch in den nächsten Monaten sinkende Umsätze.
Im Rest der Welt gibt es übrigens leichtes Wachstum, in Indien sogar deutlich mehr, weil es dort den Trend zur Premiumisierung gibt, also eben den Trend zu teuren Produkten, womit wir wieder beim Thema wären.
Die Aktie hat gestern auf jeden Fall um die 5% verloren.
Und zu den teuren Produkten gab es dann noch die News, dass der Privatjet-Betreiber Vista Global einen Börsengang in Europa überlegt und dabei eine Bewertung von 10 Milliarden Dollar erreichen könnte.
Generell sind Privatjets ja auch ein Markt, der gerade stark wächst und sparen.
Spannend ist bei VistaChat übrigens der Gründer Thomas Flohr, der ist Schweizer, Sohn eines Lehrers und wollte eigentlich Lufthansa-Pilot werden, hat aber die Aufnahmeprüfung in Hamburg nicht geschafft.
Also ist er in die Wirtschaft eingestiegen, war dort sehr erfolgreich, aber unzufrieden mit dem Service im Privatchats und dann hat er 2004 seine eigene Firma in dem Bereich gegründet.
und ist heute einer der größten Player im Privatjet-Markt.
Nebenbei fährt er übrigens noch leidenschaftlich gerne Autorennen und seine Tochter ist mit Prinz Philippos von Griechenland und Dänemark verheiratet.
Mehr zu den Zahlen von Vistachet und bisschen weniger Gossip gibt es dann, wenn der Börsengang näher kommt und dann auch die Dokumente öffentlich werden.
Und wenn wir schon bei Privatjet sind, letztes Thema.
Laut einem Bloomberg-Bericht gibt es gerade in Indien extrem hohe Nachfrage nach smarten jungen Menschen, die Algorithmen für Hochfrequenz-Aktienhandel entwickeln können.
Und diese Menschen...
verdienen teilweise als Praktikanten über 30.000 Dollar und zwar im Monat.
Christopher war letzte Woche in Dänemark unterwegs und er hat wie immer ein paar Aktien mitgebracht.
Es geht um Carlsberg.
Die machen zwar vor allem Bier, aber wenn man in Dänemark mal durch den Supermarkt geht und schaut, was alles so von Carlsberg kommt, wird es spannender.
Cola nämlich zum Beispiel.
Mainstream-Bier macht bei Karlsberg nur noch 49 Prozent vom Volumen aus, also weniger als die Hälfte.
Der Rest sind Softdrinks, Premium-Biere und alkoholfreies Zeug.
In Westeuropa sind Softdrinks sogar schon über die Hälfte.
Der Grund ist einfach, die junge Generation trinkt weniger Alkohol, das normale Mainstream-Bier schrumpft und Karlsberg versucht, das mit anderen Kategorien aufzufangen.
Softdrinks haben in letzter Zeit um 9% zugelegt, alkoholfreies Bier um 11%.
Alkoholfrei ist übrigens auch deshalb attraktiv, weil keine Alkoholsteuer anfällt.
Verkauft wird es aber zum gleichen Preis.
Den Umbau lässt sich Carlsberg auch kosten.
Letztes Jahr haben sie für rund 3,5 Milliarden Euro Britwick gekauft, den britischen Pepsi-Abfüller.
Das Geschäftsmodell ist ein anderes als beim eigenen Bier.
Man besitzt die Marke nicht, man produziert und vertreibt sie aber als Lizenzpartner.
Das heißt zwar dünnere Marge, dafür aber Volumen und ausgelastete Werke.
Hier gab es im Frühjahr eine wichtige Meldung.
Carlsberg hat in Dänemark und Finnland jahrzehntelang Coca-Cola abgefüllt.
Deshalb steht da auch Carlsberg drauf auf den Flaschen.
Damit ist aber Ende 2028 Schluss.
Ab 2029 füllt Carlsberg dann stattdessen Pepsi ab.
Und zwar in Dänemark, Finnland und dem Baltikum.
Für den dänischen Konkurrenten Royal Unibrew ist das bitter.
Die hatten den Pepsi-Vertrag nämlich bisher und konnten sich nicht auf neue Konditionen einigen.
Das Geschäft macht rund 13 Prozent von deren Umsatz aus.
Das zeigt ganz gut, wie so ein Abfüllvertrag funktioniert.
Man kann nämlich einfach jederzeit ausgetauscht werden.
Wie stark das wirken kann, sieht man auch in Kasachstan.
Da hat Carlsberg Ende 2025 die Pepsi-Dezenz übernommen und das Volumen ist um 70 Prozent hochgeschossen.
Nebenbei sortiert Carlsberg auch Asien neu.
Das Geschäft in Ländern wie Vietnam und Malaysia wandert in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der japanischen Brauerei Sapporo, die dafür rund 640 Millionen Dollar zahlt.
Also ganz spannende Entwicklung, aber die Aktie bleibt eine Wette darauf, dass dieser Umbau auch schneller geht als der Bierrückgang.
Der Börsenwert von knapp 20 Milliarden Dollar steht dabei für das 14-fache vom erwarteten Gewinn.
In den letzten fünf Jahren war es eher das 17-fache.
Wie viel Bier trinken Sie denn am Tag?
Naja, das ist ja...
8 Flascheln, 9 Flascheln, nicht?
Aber mehr nicht, glaube ich.
Und meistens wann?
Unter der Arbeitszeit.
Unter der Arbeitszeit.
Heute nicht, bitte.
Ich bin in Urlaub, ja.
Aber sonst trinke ich schon.
Das war ohne Aktienwert schwer, produziert von Potsdam bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder, da gibt es einen Deep Dive ins Flughafen-Business.
Und zwar habe ich mit dem CEO von Fraport gesprochen, also der Firma hinter dem Frankfurter Flughafen, aber auch noch hinter ganz vielen anderen Flughäfen auf der ganzen Welt.
Er hat mir sehr viel zum Business erklärt, wie das funktioniert, wie man so eine Aktie auch einschätzen kann.
Und einen kleinen Ausschnitt habe ich euch wie immer mitgebracht.
Und zum Beispiel, wenn man jetzt nach Lima guckt, da kommt man einen relativ kleinen Flughafen, das heißt auch eine kleine Konzession und baut den dann sehr stark aus.
Muss man da nochmal was nachschießen oder wie ist da die wirtschaftliche Dynamik?
Ja, eine Konzessionsbedingung ist fast immer geregelt, dass wir mit einem gewissen Passagierwachstum auch Investitionsverpflichtungen haben.
Das haben wir jetzt in Lima gerade umgesetzt mit einem sehr großen neuen Mietfield-Tunnel.
Da können wir jetzt die nächsten 20 Jahre mit Sicherheit sehr gut wachsen.
War über eine Milliarde US-Dollar, die wir dort investiert haben.
So, das müssen wir jetzt aber auch verdienen und da brauchen wir jetzt auch die Laufzeit, um da wieder das Geld reinzuholen.
Also wir investieren normalerweise vorne sehr viel, dann haben wir erstmal eine Entwicklungszeit, dann kommen wir vielleicht unterwegs nochmal wieder Investitionen.
Aber ja, wir nehmen dem Staat dieses Investitionsrisiko, diese Investitionsverpflichtung ab.
Dafür brauchen wir aber auch einen Rahmen, dass wir dann Geld verdienen können, weil wir brauchen ja auch die Verzinsung darauf.
Und ist die Verzinsung dann normalerweise höher in solchen Ländern, also im Ausland, als in Deutschland zum Beispiel?
Dass es normalerweise so ist, weiß ich nicht.
Ich glaube, wir waren jetzt mit den Investitionen im Ausland sehr erfolgreich.
Wir erzielen dort in der Tat eine höhere Verzinsung im Durchschnitt, Pi mal Daumen, 10 Prozent aufs eingesetzte Kapital.
