# Space Data Centers, AI Security, and Market Shifts

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-08-28

## Transcript

Das KI-Update – ein heiser Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Isabel Grünewald und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
Erste Details zum Weltraumrechenzentrum StarMind von SpaceX AI.
Pentagon handelte rechtswidrig und unbegründet gegen Anthropic.
Was hinter dem Hype um Oxalpha steckt?
Und Spider-Man Artbook zeigt den mutmaßlichen KI-Einsatz bei Marvel.
Elon Musk will KI-Rechenzentren in der Erdumlaufbahn bauen.
Seine Firma SpaceX AI hat in dieser Woche technische Details zum StarMine-Projekt präzisiert.
Christoph Windeck von der CT erklärt, wie so ein Rechenzentrum im All funktionieren soll.
Der Witz an dem Rechenzentrum in Satelliten ist die optimale Versorgung mit Solarenergie.
Darum geht es im Wesentlichen.
Ein solcher Satellit, wen sich Elon Musks Firma SpaceX AI vorstellt, ist quasi ein Rack, also ein Schrank voller KI-Server, wie er auch in einem Rechenzentrum steht.
Aber eben nur ein so ein Schrank, während in einem Rechenzentrum zum Beispiel Hunderte oder Tausende stehen können.
Und dazu hat der Satellit eine riesige Solarfläche, also Solarmodule, Fotozellen.
die eben 120.000 Watt Leistung liefern können.
Diese Solarflügel haben eine Spannweise von 70 Metern, also zweimal 35 Meter Länge.
Und das ist der springende Punkt, also diese einzelnen Serverschränke quasi im All fliegen zu lassen mit kostenloser Stromversorgung.
Man bräuchte also Unmengen an Satelliten, um das irgendwie sinnvoll zu betreiben.
Und trotz dieses ...
Im wahrsten Sinne des Wortes exorbitanten Aufwands ist Elon Musk nicht der Einzige, der die KI-Rechenpower ins All verlegen will.
Auch Googles Mutterkonzern Alphabet und Amazon arbeiten an Konzepten.
Aber es gibt auch jede Menge Kritik an dieser Idee.
Naja, die sind erstmal umstritten, weil der Plan von Elon Musk ein bisschen verrückt ist.
Er begründet ihn ja ausdrücklich damit.
dass die Menschheit eine intertransgalaktische Zivilisation auf der Kardoschow-Skala von 1964 werden will.
Das heißt, er verfolgt da wirklich solche Pläne, die klingen ein wenig verrückt.
Das ist schon mal ein Punkt.
Der zweite ist, es müssen ja wahnsinnige Ressourcen hochgeschossen werden ins All.
Das heißt, diese Server müssen ja alle erst mal gebaut werden und es geht wirklich um tausende von Satelliten.
Und vor allem braucht eben der Transport ins All extrem viel Energie.
Da baut ja SpaceX AI dran mit diesen wiederverwertbaren Raketen.
Das täuscht aber ja nicht darüber hinweg, dass gigantische Mengen an Energie nötig sein werden, um diese Satelliten hochzuschießen.
Laut Musk hat man sich das alles ausgerechnet, dass das dann trotzdem irgendwie energetisch günstiger ist, als wenn man die Energie zum Betrieb der Server hier auf der Erde erzeugen würde.
Und es geht ja auch um Energieniveaus, die jenseits dessen sind, was wir normalen Erdenmenschen uns vorstellen können.
Also das ist schon mal ein großes Problem an dem ganzen Gedankenkonstrukt.
Und dann gibt es natürlich die Störwirkung der Satelliten im Allgemeinen.
Also auch wenn die jetzt nicht in einer erdsynchronen Umlaufbahn sind, sondern in einer sonnensynchronen Umlaufbahn in der Nähe der Erde, dann entsteht ja trotzdem Flugbewegungen und so weiter.
Und das könnte den Nachthimmel eben für immer verändern und bestimmte Arten der Forschung auch unmöglich machen, der Weltraumforschung.
Angenommen, das Konzept setzt sich trotz aller Bedenken durch.
Wie bald könnten denn die ersten Rechenzentren in der Erdumlaufbahn ihren Betrieb aufnehmen?
Naja, es gibt ja viele Fragen auch auf der Erde bei den Tech-Unternehmern.
Der ganze KI-Hype wird ja immer wieder hinterfragt.
Gibt es diese Anwendungsmodelle überhaupt?
Gibt es das Geld, was das bezahlen kann?
Da gibt es immer wieder Gutachten und Gegengutachten von verschiedenen Stellen.
Es gibt eine ganze Menge ganz harter technischer Fragen.
Also zum Beispiel gibt es im Weltraum kosmische Strahlung und die stört halt normale Halbleiter.
Da gibt es Voruntersuchungen, wonach das sich zum Beispiel durch Redundanz sich dieses Problem lösen lässt.
Also es gibt spezielle Halbleiter für den Weltraumeinsatz.
Die sind aber wahnsinnig aufwendig und teuer und vor allem sind damit im Moment diese Rechenleistungen gar nicht erreichbar, die diese KI-Systeme haben.
Also das ist zum Beispiel eine völlig offene Fragestellung, wie lange halten die Geräte das eigentlich da oben durch oder wie viele Fehler machen sie bei der Berechnung.
Die Daten müssen ja auch irgendwie hingefunkt werden und zurück.
Also das soll mit Licht geschehen zum Beispiel, wie es ja auch schon in dem Starlink-Netzwerk ist.
Also es gibt immer so Ansätze für Lösungen, aber in diesen Größenordnungen ist das eben noch nicht gelöst.
Aber gut, das ist bei vielen technisch herausfordernden Ideen so.
Also niemand sagt bisher, wann könnte das überhaupt mal losgehen, beziehungsweise losgehen heißt ja noch längst nicht, dass es dann eine Dimension erreicht hat, die mit Rechenzentren auf der Erde vergleichbar ist.
Also das sind ja zwei Stufen.
Das eine ist erstmal zu zeigen, ich kriege einen Satelliten da hoch ins All und der läuft auch ein paar Jahre mit diesem Rechenzentrum.
Aber um viel größere Rechenzentren im All zu bauen als Rechenzentren auf der Erde, Was ja der eigentliche Plan ist, das ist ja nochmal eine andere Zeitskala.
Und zu nichts davon gibt es im Moment konkrete Aussagen.
Und das macht es ja sehr schwer.
Reden wir jetzt hier von drei Jahren, fünf oder 50?
Also man weiß es halt nicht.
Vielen Dank, Christoph.
Bis die Rechenpower aus dem All kommt, geht der Ausbau auf der Erde weiter.
Schwarz Digits plant in Mecklenburg-Vorpommern den Bau eines der größten Rechenzentren in Deutschland für rund 5,6 Milliarden Euro.
Der größte Teil des Geldes dürfte dabei in die KI-Server fließen.
Das Unternehmen bewirbt sich voraussichtlich gemeinsam mit der Deutschen Telekom um eine EU-Förderung für die sogenannten Gigafactories.
Der Standort bei Rostock wurde strategisch günstig gewählt.
In der Nähe befinden sich Anschlüsse an Offshore-Windkraft und die Region produziert deutlich mehr erneuerbaren Strom, als sie verbraucht.
Die Abwärme des Rechenzentrums soll als Fernwärme für Rostock genutzt werden.
Schwarz Digits betreibt bereits ein weiteres großes KI-Rechenzentrum in Brandenburg und will langfristig zum größten Cloud-Anbieter in Europa aufsteigen.
Weil Anthropic dem US-Militär KI-Technik nicht ohne Einschränkungen überlassen wollte, wurde die Firma zum Lieferkettenrisiko erklärt.
Das war rechtswidrig, entschied jetzt eine Richterin am zuständigen Bezirksgericht in Kalifornien.
Martin Holland von Heiser Online mit den Einzelheiten.
Das Urteil aus Kalifornien ist eindeutig.
Das heißt, dass es rechtswidrig war und jeder Grundlage entbehrt hat, dass ein Tropic vom Pentagon als Lieferkettenrisiko eingeordnet wurde, nur weil die KI-Firma ihre Technik nicht ohne zwei Grundlegende...
Begrenzung dem Militär zur Verfügung stellen wollte.
Man könne nicht einfach auf nationale Sicherheit verweisen, um dann so eine Art Freibrief zu haben, um Regierungskritiker zu bestrafen und Vergeltungsmaßnahmen gegen sie zu ergreifen, heißt es in dem Urteil.
Und damit hat sich Topic eindeutig durchgesetzt.
Das Pentagon hat sich auch noch nicht dazu geäußert.
Natürlich ist jetzt die Frage, wie es weitergeht, das ist ja alles immer nicht abschließend.
Da gibt es dann auch die Möglichkeit, in Berufung zu gehen.
Aber bislang ist das ziemlich klar entschieden.
Und die Richterin führt auch aus, dass die Regierung...
hätte nur ein vielseitiges Memorandum eingereicht, in dem dieser Schritt überhaupt begründet wurde.
Das sei überhaupt nicht ausreichend gewesen.
Und der zentrale Kritikpunkt, der anfangs vorgebracht worden war, nämlich dass ein Vorbeck so eine Art Hintertür oder eine Backdoor hätte, um in die KI-Technik quasi rein zu...
Auch wenn sie dann beim Militär im Einsatz ist, das hätte die Regierung dann schon zurückgezogen, diesen Vorwurf.
Und es sei jetzt unzweifelhaft klar, dass das nicht der Fall ist.
Das ist jetzt erstmal das juristische Ergebnis.
Man muss aber sagen, es gibt noch ein zweites Verfahren, weil die Einstufung vom Pentagon war nur eine.
Es gab dann auch so den Versuch, das quasi zu ermöglichen, dass auch andere Regierungsinstitutionen Anthropik aus ihrem System werfen können.
Dazu gibt es eine eigene Klage, die für Anthropic bislang nicht ganz so gut gelaufen ist.
Da muss man gucken, die läuft in Washington, während das ja jetzt in Kalifornien passiert ist.
Also muss man noch ein bisschen abwarten.
Dankeschön, Martin.
Im zweiten Anlauf hat es wohl geklappt.
Nvidia übernimmt die KI-Plattform Hugging Face.
Das berichtet The Information.
Hugging Face ist ein zentraler Anlaufpunkt für die Open-Source-KI-Community, die dort Modelle und Datensätze teilt und weiterentwickelt.
Für Nvidia ist die Übernahme strategisch wichtig, denn die Anbieter großer geschlossener Modelle wie OpenAI oder Google entwickeln bereits eigene KI-Chips und könnten Nvidias Hardware-Dominanz langfristig gefährden.
Mit der Übernahme könnte Nvidia ein Gegengewicht schaffen, das das Ökosystem offener KI-Modelle stärkt.
Zudem erhält Nvidia über Hugging Face direkten Zugang zur großen Developer-Community und kann so seine eigene GPU-Hardware und Software-Infrastruktur stärker in den KI-Entwicklungsprozess integrieren.
Unabhängig von diesen Entwicklungen hat OpenAI seinen Abschlussbericht zum Hugging Face Angriff veröffentlicht.
Er zeigt neue Details, die den Vorfall stärker als bisher auch als internes Sicherheitsproblem erscheinen lassen, da frühe Warnsignale nicht konsequent verfolgt wurden.
Das Grundgeschehen ist bekannt.
Bei Cyber Security Tests brachen KI-Agenten aus ihrer isolierten Testumgebung aus, kommunizierten mit anderen Agenten, verschafften sich Internetzugang und kompromittierten schließlich Systeme von Hugging Face.
OpenAI ordnet dieses Verhalten jetzt als Form von Reward-Hacking ein.
Bei der Analyse zeigte sich nämlich, dass Modelle schon während des Reinforcement Learnings nicht vorgesehene Wege durch die Infrastruktur nutzten, um Aufgaben zu lösen und dafür teilweise belohnt wurden.
Auch unerlaubte Kommunikation zwischen Agenten trat bereits im Training auf.
Eine parallel veröffentlichte Untersuchung von Mieter und Redwood Research belegt, dass von den rund 1200 Agenten auf dem improvisierten Messageboard sich mehr als die Hälfte am Angriff auf Hugging Face beteiligte.
Offen bleibt damit die Frage, wie viel der Vorfall über grundsätzlich neue Gefahren leistungsfähiger KI-Agenten aussagt.
OpenAI hat immerhin bereits Maßnahmen angekündigt, um die Modellentwicklung strenger zu überwachen und früher eingreifen zu können.
Microsoft-Mitgründer Bill Gates hält Massenarbeitslosigkeit und Bioterrorismus für reale Gefahren der künstlichen Intelligenz.
Die Tech-Branche verschweige diese Risiken bewusst, weil zu viel Geld auf dem Spiel stehe.
Das schreibt Gates in einem knapp 6000 Wörter langen Essay und in einem Interview mit der New York Times.
Max Schreiner von The Decoder kennt die Details.
Gates beschreibt den Übergang ins KI-Zeitalter als eine der turbulentesten Phasen der Menschheitsgeschichte und die Welt bereitet sich darauf nicht angemessen vor.
Es gäbe schlicht keinen Plan, besonders scharf kritisierte er da auch die eigene Branche.
Sie spielte die Gefahren wissentlich herunter, weil zu viel Geld im Spiel sei.
Insgeheim seien viele sehr besorgt, sagten aber öffentlich nichts, um das nächste Investment nicht zu gefährden.
Ein Teil dieser Verharmlosung stützt sich laut Gates auch auf eine bequeme Analogie, nämlich die, dass frühere technologische Umbrüche, die am Ende mehr Jobs geschaffen hätten als vernichtet, genau das hält Gates aber für einen Denkfehler, anders als der PC, laufe KI auf bereits vorhandenen Geräten und nutze natürliche Sprache, erstmals könne eine Technologie menschliche Denkleistung nicht nur ersetzen, sondern übertreffen.
Und das über viele Branchen hinweg innerhalb eines Jahrzehnts.
Aus dieser Beschleunigung leitet Gates drei konkrete Sorgen ab.
Die erste betrifft dauerhafte Jobverluste, betroffen seien vor allem Einstiegspositionen, Vertrieb, Kundendienst, Softwareentwicklung und auch juristische Assistenz.
Auch handwerkliche Arbeit könne unter Druck geraten, sobald geschickte Roboter deutlich billiger werden.
Eine Stanford-Studie zeige bereits, dass die Beschäftigung junger Arbeitskräfte in anfälligen Berufen sinke.
Die zweite Sorge ist der Missbrauch von KI, denn KI erleichtert Cyberangriffe, Betrug und Desinformation.
Vor allem senken sie die Hürden für den Bau von Biowaffen.
Schon wenige Personen könnten neue Krankheitserrege entwickeln, sagt Gates, und das Problem sei, dass nützliche und gefährliche Fähigkeiten sich kaum trennen ließen.
Dasselbe Modell, das eine Sicherheitslücke aufspöre, helfe auch dabei, sie auszunutzen.
Die dritte Gefahr betrifft laut Gates die psychosozialen Folgen.
KI-Begleiter, die nie widersprechen und stets verfügbar sind, hätten laut Gates erhebliches Suchtpotenzial.
Besonders sorge er sich um Kinder und um den Verlust kritischen Denkens.
Trotz allem hält Gates die Technologie aber für ein großes Versprechen, etwa in Wissenschaft, Gesundheit und Bildung.
Eine Selbstregulierung der Branche lädt er jedoch strikt ab.
Stattdessen fordert er neue nationale und internationale Kontrollinstanzen, vergleichbar mit den Regeln für Atomwaffen, und schlägt eine Steuer auf KI-Nutzung und Roboter vor.
Bestimmte Berufe, etwa in der Pflege, sollten Menschen vorbehalten bleiben, sagt Gates.
Dieses Konzept nennt er Human Reserved.
Vielen Dank, Max.
Ein offener Brief zur globalen Cyber-Verteidigung, den OpenAI gemeinsam mit mehr als 100 Unternehmen veröffentlicht hat, lenkt den Blick auf ein anderes Problem.
Der Brief warnt, dass KI-gestützte Cyber-Eingriffe bald deutlich häufiger und ausgefeilter werden.
Besonders gefährdet seien Krankenhäuser, Wasserwerke und andere kritische Infrastruktur.
Unterzeichner sind unter anderem Microsoft, Google, Amazons Cloud-Sparte AWS, Anthropic, Cisco, die Deutsche Telekom, SAP und Mastercard.
Sie fordern, KI-Werkzeuge gezielt zur Verteidigung einzusetzen, solange die Verteidiger noch einen Vorsprung hätten.
Unternehmen sollen Cybersicherheit zur Chefsache machen, Regierungen sollen mehr Geld und Koordination bereitstellen.
KI-Firmen sollten kostengünstige Sicherheitswerkzeuge für unterfinanzierte Einrichtungen liefern.
Auch alte Schwachstellen wie ungepatchte Software und schwache Passwörter müssten dringend behoben werden.
Wie real die Gefahr ist, zeigt eine gemeinsame Warnung der US-Sicherheitsbehörden NSA, CISA und FBI von Mitte August.
Angreifer nutzten demnach bereits KI, um Schadsoftware gegen industrielle Steuerungssysteme zu entwickeln.
Betroffen sind kritische Sektoren wie Energie, Wasser, Chemie und Fertigung in den USA.
UN-Generalsekretär Antonio Guterres und das Internationale Rote Kreuz fordern verbindliche Regeln für autonome Waffensysteme.
Sie warnen, dass die Menschheit eine moralische rote Linie überschreitet, wenn Maschinen eigenständig über Leben und Tod entscheiden.
Algorithmen seien nicht in der Lage, die komplexen und nuancierten Urteile zu fällen, die in Kriegssituationen erforderlich sind.
Eine KI kann in einem chaotischen Umfeld nicht verlässlich zwischen Zivilpersonen und Kämpfenden unterscheiden.
Oder menschliches Verhalten, wie zum Beispiel eine Kapitulation, deuten.
Die Organisationen fordern daher ein Verbot von unvorhersehbaren KI-Waffensystemen sowie von solchen, die gezielt auf Menschen ausgerichtet sind.
Das anonyme KI-Modell OxAlpha sorgte in den vergangenen sieben Tagen für Hype und Spekulation.
Die Macher riefen Entwicklerinnen und Entwickler dazu auf, es auszuprobieren und Feedback zu liefern.
Und die ließen sich nicht zweimal bitten.
Vom Start vor einer Woche bis Dienstag kamen auf der KI-Plattform OpenRouter rund 295 Millionen Anfragen zusammen.
Anfragen an ein Modell, von dem niemand wusste, woher es kam.
Inzwischen ist klar, dahinter steckt ZAI.
Tomislav Bismarinovic von heise online erklärt, warum der Fall OxAlpha wohl nur der Anfang ist.
Zum Hype um OxAlpha trugen neben dem kostenlosen Zugang auch spektakuläre, aber zunächst wenig belastbare Leistungswerte bei.
In einem frühen Coding-Test soll OxAlpha sogar die Spitzenmodelle von Anthropic und OpenAI geschlagen haben.
Spätere und umfangreichere Tests relativierten diesen frühen Eindruck allerdings deutlich.
Das mysteriöse Modell kann neben Text auch Bilder und Videos verarbeiten, externe Werkzeuge aufrufen.
und verfügt über ein Kontextfenster von bis zu einer Million Token.
Dadurch kann es große Mengen Quellcode, Dokumentation und frühere Arbeitsschritte gleichzeitig im Blick behalten.
In Verbindung mit dem Werkzeugzugriff eignet es sich damit besonders für komplexe, mehrstufige Aufgaben wie Softwareentwicklung, bei denen ein KI-Agent über längere Zeit selbstständig arbeiten muss.
Inzwischen hat das chinesische KI-Unternehmen ZAI bestätigt, dass OxAlpha der anonyme Testname seines neuen Modells GLM 5.3 Flash war.
Obwohl die Aktion für ZAI erhebliche Rechenkosten verursacht haben dürfte, spricht einiges dafür, dass die Strategie aufgegangen ist.
Sie brachte Entwickler dazu, OxAlpha für echte Programmieraufgaben einzusetzen und konnte dem Unternehmen so Erkenntnisse über Stärken, Schwächen und typische Einsatzgebiete liefern.
Die geheim gehaltene Herkunft sorgte zudem für sehr viel Aufmerksamkeit.
Der virale Erfolg von ZAIs Aktion dürfte viele Nachahmer finden.
Für Entwickler und Unternehmen birgt das allerdings auch Risiken.
Solange unklar ist, wer ein Modell betreibt und wie Eingaben gespeichert oder weiterverwendet werden, Sollten an solche anonym angebotenen Modelle keine sensiblen Informationen oder Daten übermittelt werden.
Danke, Tomislav.
Perplexity bringt eine Version seines KI-Agenten Portable Computer auf den Markt, die lokal auf High-End-Hardware von NVIDIA läuft.
Sowohl das Sprachmodell selbst als auch Planer, Werkzeugsteuerung, Aufgabenwarteschlange und ein lokaler Suchindex für Dateien und Code werden direkt auf dem Rechner ausgeführt.
Dieser Local-First-Ansatz soll die Sicherheit erhöhen, da persönliche Dateien und Informationen den Rechner nicht verlassen müssen.
Nur für besonders anspruchsvolle Aufgaben bittet der Agent um Erlaubnis, bevor er auf Cloud-Ressourcen zurückgreift.
Vorerst ist das System allerdings nur auf NVIDIAs KI-Workstation DJX Spark beschränkt.
Unterstützung für PCs mit leistungsfähiger RTX-GPU soll aber folgen.
Anthropic erweitert die Desktop-App Cloud Cowork um einen eigenen Browser.
Nutzerinnen und Nutzer können damit Aufträge an die KI delegieren, die im Hintergrund erledigt werden, während sie mit ihrem eigenen Browser weiterarbeiten.
Der KI-interne Browser öffnet sich in Cloud Cowork automatisch in einem Seitenpanel, wenn eine Aufgabe Interaktion mit einer Website erfordert.
Cloud kann dann selbstständig navigieren, Seiten lesen, klicken und Formulare ausführen.
Vieles davon dürfte das KI-Modell mit seiner Webfunktion vorher schon beherrscht haben.
Nun lassen sich die Vorgänge durch das Sichtbarmachen im Browser allerdings besser nachvollziehen.
Es dürfte also neben funktionalen Erweiterungen vor allem auch um Transparenz und Sicherheit gehen.
Das offizielle Marvel-Artbook Spider-Man Brand New Day The Art of the Movie soll ein Liebhaberbuch für Comic-Fans sein.
Aber gerade diese Fans ärgern sich über seltsame Illustrationen und Artefakte, die nahelegen, dass hier KI zum Einsatz kam.
Was an diesen Vorwürfen dran ist, hat sich Marc Mantel von Heise Online angeschaut.
Vor allem eine Seite im Spider-Man Artbook strotzt vor Auffälligkeiten.
Deformierte Autos, sinnlose Hausfassaden, uneinheitliche Fenster.
Auf einer Seite ist ein überladener 3D-Drucker über einen Kabelklumpen an einem PC angeschlossen.
Auf anderen Seiten tauchen KI-typische Artefakte auf.
Marvel bewirbt die Illustration als Einblick in die visuelle Entwicklung des Spider-Man-Films Brand New Day.
Die Konzeptskizzen beweisen, dass KI längst in der Filmindustrie angekommen ist.
Führende Manager der Mutter Disney dopten bereits die Möglichkeiten.
Fans bekommen mit dem Artbook leider nicht durchgehend liebevolle Illustration, sondern eher einen Einblick in das heutige Hollywood.
Eine Kündigungswelle im Frühling soll vor allem Marvels Kreativabteilung getroffen haben.
Dankeschön, Marc.
Nach fast 21 Jahren schließt Amazon die Plattform Mechanical Turk.
Auf ihr konnten Menschen für Arbeiten bezahlt werden, mit denen Computer lange überfordert waren oder für die Algorithmen schlicht zu lange brauchten.
Inzwischen können aber viele dieser Aufgaben, wie zum Beispiel die Identifizierung von Objekten in Bildern oder die Datenkategorisierung von modernen KI-Modellen erledigt werden.
Das Geschäftsmodell von Mechanical Turk, das auf menschlicher Intelligenz für Microtasks basierte, wurde somit weitgehend überflüssig.
Das war das KI-Update von heise online vom 28.
August 2026.
Eine neue Folge gibt es montags, mittwochs und freitags ab 15 Uhr.
