# Nvidia Valuation Paradox and Gaming Market Shifts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-08-28

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den erwarteten Salesforce-Sprung, einen Dämpfer für Marvell Technologies und das große Warten auf die Rede von Kevin Walsh in Jackson Hole.
Im Thema des Tages erklären wir euch, warum die Nvidia-Aktie gestern trotz blendender Zahlen nicht noch mehr gestiegen ist.
Und in der Digital A-Day geht es um die größte Wette der Gaming-Geschichte.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Freitag, der 28.
August und wir wünschen euch einen satten Start in den Tag.
Der Hunger nach künstlicher Intelligenz hat gestern die Wall Street angetrieben.
Nvidia hat ja nachbörslich am Mittwoch aktuelle Zahlen vorgelegt und die Märkte damit begeistert.
Was das für den ganzen KI-Handel bedeutet, nehmen wir uns gleich einmal im Thema des Tages ausführlich vor.
Jetzt erstmal die Indizes.
Der S&P 500 gewann 0,7% und der Nasdaq 100 legte 1,4% zu.
Der S&P 500 ist gestiegen, du hast es gesagt, obwohl die Mehrheit der Indexaktien im Minus geschlossen hat.
Getragen hat den Index praktisch alleine der Sektor Technologie.
Wer breit investiert ist, der hatte gestern einen deutlich langweiligeren Tag, als die Schlusskurse vielleicht vermuten lassen.
Gebremst hat den Markt vor allem, was heute noch so ansteht.
In Jackson Hole läuft das Notenbanktreffen.
Heute Nachmittag spricht da Fed-Chef Kevin Walsh.
Der kommuniziert ja deutlich sparsamer als seine Vorgänger und genau deshalb hören da auch alle so genau hin.
Die Ausgangslage ist unbequem.
Die Inflation liegt seit fünf Jahren über dem 2% Ziel.
Der Leitzins steht bei 3,5 bis 3,75 Prozent und an der Terminbörse rechnen gerade mal 30 Prozent der Marktteilnehmer noch mit einer Zinserhöhung im September.
Es ist also gar nicht ausgemacht, in welche Richtung der Markt heute Abend laufen wird.
Dazu kommt der Nahe Osten.
Iran und Oman verhandeln über die Details eines Abkommens zur Straße von Hormuz, die seit einem halben Jahr weitgehend blockiert ist.
Gestern kam allerdings Sand ins Getriebe.
Die Trump-Regierung hat den Vermittlern nach Berichten des Wall Street Journals mitgeteilt, dass sie nicht zu den Bedingungen zurückkehren will, die im Juni mit Teheran vereinbart worden waren.
Aus dem Weißen Haus hieß es dazu, es gebe derzeit keine Verhandlungen und das bleibe auch so, bis der Iran mit ernsthaften Absichten an den Tisch zurückkehre.
Warten wir mal ab, wann das passiert.
Bei den Einzelwerten war der eigentliche Knaller aber gar nicht Nvidia gestern, sondern Salesforce.
Die Aktie schoss 22 Prozent nach oben, der zweitbeste Tag der Firmengeschichte.
Über die hervorragenden Quartalszahlen hatten wir ja schon in der vergangenen Folge gesprochen.
CrowdStrike sprang nach angehobenen Jahreszielen ebenfalls um 20 Prozent.
ServiceNow legte 10 Prozent zu und Oktaq zu nach einer höheren Prognose sogar 29 Prozent an.
Auch Adobe, Palantir, Autodesk und Figma standen.
auf den Kaufzetteln.
Tja, wenn ein einziger Quartalsbericht eine ganze Branche um 5 Prozent bewegt, dann sagt das vor allem eines aus, die Skepsis vorher war wirklich riesig.
So kann man es formulieren.
Es gab allerdings auch die andere Seite.
HB verlor 3 Prozent, weil der Ausblick ohne die Rückerstattung von US-Zöllen die Erwartungen verfehlt hätte.
Best Buy gab nach, obwohl das Unternehmen seine Prognosen angehoben hatte.
Die Moderna-Aktie verbilligte sich um 4,6% auf 142,77 Dollar, weil der Konzern 2 Milliarden Dollar über eine Wandelanleihe einsammelt, um die Krebsimpfstoffsparte zu finanzieren und Schulden zurückzuzahlen.
Vor gut einer Woche stand die Aktie von Moderna nach einer erfolgreichen Melanom-Studie noch bei fast 177 Dollar.
Und Wendys rutschte 14% ab, nachdem bekannt wurde, dass der Investor Nelson Pelz doch keine Übernahme plant.
Und dann kam nachbörslich noch Marvell.
Und das ist der lehrreichste Fall des Tages.
Der Chip-Konzern erwartet für das laufende Quartal 3,15 Milliarden Dollar Umsatz.
Erwartet waren 3,03 Milliarden.
Im abgelaufenen Quartal legte der Umsatz um 37 Prozent auf 2,74 Milliarden zu.
Vergangene Woche hat Marvell zudem eine Kooperation mit Alphabet vereinbart, die bis 2033 rund 120 Milliarden Dollar Umsatz bringen könnte.
Klingt also nach einem eigentlich perfekten Bericht.
Die Aktie...
verlor trotzdem zeitweise um fast 6 Prozent.
Der Grund ist simpel, das Papier hat sich in diesem Jahr bereits verdreifacht und wer so hoch bewertet ist, für den reichten Übertreffen nicht mehr.
Das muss schon wirklich dann eine große Überraschung sein, um die Kurse dann ins Plus zu bewegen.
Bei den Rohstoffen hat der Ärger um Hormuz den Ölpreis wieder nach oben gezogen.
WTI verteuerte sich um 1,8 Prozent auf 83,67 Dollar je Fass.
Brent kostete knapp 89 Dollar.
Auf Wochensicht steht trotzdem ein Minus von rund 5%, weil zu Wochenbeginn noch alle mit einer Einigung gerechnet hatten.
Gold gewann leicht auf etwas über 4.600 Dollar je Unze.
Und in dem Zusammenhang hat gestern die Reisebank eine total spannende Auswertung veröffentlicht.
Den nach besaßen deutsche Privathaushalte zuletzt insgesamt 9.173 Tonnen Gold, davon allein 5.464 Tonnen in Form von Pupil.
Barren und Münzen.
Insgesamt halten die Deutschen rund 10,7 Prozent des weltweiten privaten Goldinvestments.
Und der Goldeintal am Gesamtvermögen der Bundesbürger, also jetzt nicht am Finanzvermögen, sondern am gesamten Vermögen inklusive Sachwerte, der liegt damit bei 6,1 Prozent.
Ist deutlich nach oben gegangen.
2024 waren es erst 2,8 Prozent.
Hintergrund ist natürlich der Goldboom.
Wo wir jetzt schon in Deutschland sind, schauen wir natürlich auch nochmal auf den DAX.
Der Deutsche Leitindex schloss am Donnerstag 0,31 Prozent höher bei 26.367 Punkten.
Und das ist der dritte Target-Folge mit einem Plus.
Die Salesforce-Zahlen haben auch SAP mit nach oben gezogen.
Die Waldorfer führten den Deutschen Leitindex mit 5,5 Prozent an, erwartungsgemäß.
Nemechek gewann knapp 10 Prozent.
Infineon und Süßmicrocheck erholten sich um jeweils 3,6 Prozent, nachdem sie ja wochenlang und Bewege und die Informationstechnik-Dienstleister GFT Technologies aus Stuttgart schoss 15 Prozent nach oben.
Treiber war hier wohl eine Kooperation mit der Deutschen Bank.
Bewegung gab es dann auch im Telekom-Sektor, ausgelöst wohl durch veränderte Analysteneinschätzungen.
United Internet und Jornos wurden hochgestuft und legten zwischen 5 und 6 Prozent zu.
Die Deutsche Telekom dagegen verlor.
Ihre Kaufempfehlung, nachdem sie zuletzt gut gelaufen war und gab dann 2,6 Prozent ab.
So, dann schnapp ich mir jetzt heute mal die Termine, nachdem du das jetzt hier die ganze Woche so schön schon durchgebracht hast.
Mach mal, mach mal.
Die Bundesagentur für Arbeit legt nämlich heute den Arbeitsmarktbericht für August vor und das Statistische Bundesamt veröffentlicht die Außenhandelspreise für Juli.
Außerdem gibt es Halbjahreszahlen von Bertelsmann und in den USA richtet sich der Neu-Ton.
Natürlich, wie wir in den Märkten eben schon gesagt haben, der Blick heute auf die Rede von Kevin Walsh am Nachmittag.
Aber das lasse ich mir nicht nehmen.
Ich sage noch den Gruß, hoch die Hände, Wochenende.
Wie konnte ich den nur vergessen?
Das Thema des Tages.
Diese Woche haben wir schon über das Paradoxon des Rentenmarkts gesprochen.
Heute wollen wir im Thema des Tages über ein anderes Paradoxon reden, das Paradoxon von Nvidia.
Das größte Unternehmen der Welt hat ja am Mittwochabend Quartalszahlen vorgelegt und die waren, ja, man kann es nicht anders sagen, wirklich herausragend.
Die Sache ist nur, für die herausragenden Geschäftszahlen ist die Aktie von Nvidia eigentlich noch zu niedrig bewertet.
Und das, obwohl das KI-Chip-Entwicklungsunternehmen mit einem Börsenwert von 5,54 Billionen Dollar einen so hohen Börsenwert hat wie keine andere Firma.
Aber Bewertung, das ist das eine, Geschäftsentwicklung das andere.
Und da sieht es wirklich, wir hatten es ja schon gesagt, blendend aus.
Ja, nochmal zur Erinnerung.
Im abgelaufenen Quartal, also zwischen April und Juni, ist der Umsatz um 106 Prozent nach oben gegangen.
Allein das Geschäft mit den Rechenzentren wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 117 Prozent.
Auf Datacenter entfallen jetzt 89 Milliarden der 96,2 Milliarden Dollar Quartalserlöse.
Der Nettogewinn von Nvidia legte stärker zu als der Umsatz, was immer ein gutes Zeichen ist, nämlich um 126% auf 59,7 Milliarden Dollar.
Nettogewinn, wow!
Ja, und damit hat Nvidia in einem einzigen Quartal mehr verdient als BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen in einem ganzen Jahr und das zusammengerechnet, also alle deutschen Autokonzerne.
Ja, der Umsatz, der soll weiter steigen bei Nvidia.
Im laufenden Quartal, da sollen es 108 Milliarden Dollar werden und das ist mehr als zuvor erwartet.
Dass das Geschäft so dynamisch läuft, liegt auch daran, dass der neue Chip Vera Rubin so gut ankommt.
Er wird seit August ausgeliefert und soll im laufenden Quartal schon rund ein Fünftel der Erlöse mit Rechenzentren stellen.
Auf Jahresbasis hochgerechnet wäre das laut Morgan Stanley ein Umsatz wie das gesamte KI-Geschäft von Broadcom.
Aber Nvidia verkauft nicht nur Chips, sondern vertreibt komplette KI-Fabriken aus Prozessoren, Netzwerktechnik, Software samt gesamtem Ökosystem.
Und die Rohmarge aus diesen ganzen Geschäften, die liegt bei fantastischen 75%.
Nimmt man das jetzt alles zusammen, enormes Wachstum, Technologieführerschaft, Burggraben, Traumprofitabilität, dann müsste Nvidia an der Börse eigentlich sogar noch höher stehen.
Eigentlich schon.
Gestern ist der Kurs nach den Zahlen dann auch um rund 9 Prozent auf 228 Dollar gestiegen.
Es liegt aber unter dem Allzeithoch von Mitte Mai.
Damals stand der Kurs noch mal knapp 10 Dollar höher.
Das ist die Frage natürlich jetzt, warum sind die Börsianer denn so zurückhaltend?
Naja, nicht alle sind zurückhaltend.
Bei der Gewinn explodiert der Kurs aber.
Nicht folgt hat sich das Kurs-Gewinn-Verhältnis KGV fast halbiert.
Morgan Stanley zum Beispiel beziffert das KGV für das nächste Jahr auf 14 und Bernstein sagt sogar nur 13.
Ein Unternehmen, das sein Gewinn in einem Jahr um mehr als zwei Drittel steigert und mit dem 14-fachen seines Gewinns bewertet ist, das gibt es sonst einfach nirgends im Index, schreibt auch unser Kollege Holger.
Deshalb hat das Research aus Bernstein sein Kursziel von 315 auf 400 Dollar angehoben.
Laut Bloomberg raten 79 Analysten zum Kauf, zwei zum Halten und einer zum Verkauf.
Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 323 Dollar, mehr als 40 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Das Paradoxon von Nvidia ist also, dass die Aktie bei den Zahlen höher bewertet werden müsste, es aber nicht ist.
Warum das sich so verhält, das lässt sich aber erklären.
Insgesamt an drei Faktoren.
Zum einen sind diese 79 Analysten, die zum Kauf raten, fast schon ein dämpfender Faktor, denn in Nvidia sind im Grunde schon alle investiert, zum Beispiel auch über passive Indexfonds, ETFs.
Im MSCI World ist der Chip-Designer mit mehr als 5% vertreten und bei dem hohen Gewicht, da werden sich viele Investoren überlegen, ob sie darüber hinaus auch noch aktiv in diese Position hineingehen sollten.
Die zweite Erklärung für das Paradoxon könnte mit der Margenentwicklung zu tun haben.
Wir hatten ja erwähnt, dass die im zweiten Quartal bei 75 Prozent lag, was herausragend ist.
Sie soll aber, und das ist entscheidend, bis Januar auf 71 bis 72 Prozent fallen, weil Speicherchips dramatisch teurer geworden sind.
Entweder selbst will das über Preiserhöhungen ab dem 1.
Januar auffangen und danach wieder so 72 bis 73 Prozent erreichen.
Das ist zumindest der Plan.
An der Börse gilt aber seit jeher, Chip-Aktien laufen nicht, wenn die Margen fallen.
Der dritte und wahrscheinlich wichtigste Grund für das Nvidia-Paradoxon liegt in der sogenannten Zirkularität.
Nvidia hat fast 50 Milliarden Dollar in KI-Labore investiert, zuletzt in Perplexity und mit Apollo, BlackRock, Blackstone, Goldman Sachs und KKR ein Programm aufgelegt, das mehr als 500 Milliarden Dollar Fremdkapital in den Ausbau mobilisieren soll.
Kritiker sehen daran etwas, das sie an das Jahr 2000 erinnert.
Damals liehen große Telekom-Ausrüster ihren eigenen Kunden Geld, damit die bei ihnen einkauften.
Nun, die Experten streiten zwar darüber, ob die Finanzierungen von Nvidia wirklich mit den Luftbuchungen bzw.
den fragwürdigen Bilanzkonstruktionen von damals zu erklären sind.
Aber einen Effekt haben sie auf jeden Fall.
Sie machen die gesamten Geschäftszahlen von Nvidia weniger aussagekräftig.
Auch unser Kollege und Tech-Experte Benedikt hat Bedenken, sollte irgendwann im kommenden Jahrzehnt der Umsatz mit generativer KI stagnieren und Softwarefirmen die Zahlung schuldig bleiben, schlagen die Kreditausfälle auf das gesamte Investorennetzwerk zurück, schreibt Benedikt.
Und mittendrin Nvidia, das ja zu so einer Art Hausbank des KI-Ökosystems geworden ist.
Ja, das alles sagt jetzt nicht, wie es ausgeht, aber es erklärt zumindest, warum Nvidia trotz blendender Geschäftszahlen nur mit einem geschätzten KKV von 13 bewertet wird.
Es erklärt eben das Nvidia-Paradoxon.
Gestern Abend um 21 Uhr war es endlich soweit.
Auf Netflix feierte ein Video seine Premiere, auf das Spielefans weltweit seit fast 13 Jahren fieberhaft gewartet haben.
26 Minuten lang gab es die ersten ausführlichen Einblicke in GTA 6 zu sehen.
Nach den ersten sechs Stunden exklusiver Streamingzeit auf Netflix gibt es den Clip jetzt auch völlig frei auf YouTube.
Und da ist natürlich die Frage, Daniel, hast du dir das angeschaut?
Ich habe tatsächlich reingeschaut.
Ich fand es auch ganz spannend, muss ich sagen.
Aber ich konnte es da nicht zu Ende gucken, weil ich ja Podcast machen musste.
So ein Ärger aber auch.
Auf Social Media ist es auf jeden Fall kräftig diskutiert worden.
Es scheint also spektakulär gewesen zu sein.
Doch so spektakulär das Video auch war, für Anleger spielte es gestern Abend kaum eine Rolle.
Denn wie schön das digitale Miami im Spiel aussieht, bringt Take-Two Interactive dem GTA-Konzern vorerst...
kein Geld ein.
Entscheidend für die Anleger ist etwas anderes, nämlich ein einziges Datum.
Der 19.
November 2026.
An dem Tag erscheint GTA 6 und an dem Tag steht der Börsenwert von 45 Milliarden Dollar auf dem Spiel.
Das mag zunächst vielleicht ein bisschen übertrieben klingen.
Rockstar Games, das Tochterunternehmen von Take-Two, hat schließlich 29 weitere Spiele in der Entwicklung.
Aber im vergangenen Quartal stand unter dem Strich trotzdem ein Verlust von 35,5 Millionen Dollar.
Getragen wurde das Geschäft vor allem von GTA V, einem Spiel aus dem Jahr 2013.
Ihr merkt vielleicht, ohne GTA läuft bei Take-Two gerade nicht mehr so viel.
Genau deshalb.
starren jetzt alle auf die eine Zahl.
Take-Two rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit Einnahmen von 8 bis 8,2 Milliarden Dollar nach 6,72 Milliarden im Vorjahr.
Die Analysten trauen dem Konzern sogar 8,62 Milliarden Dollar zu und diese Differenz steckt heute schon im Kurs.
Wer die Aktie jetzt für rund 240 Dollar kauft, der setzt also darauf, dass Take-Two tief stapelt.
Wie die Analysten auf ihre Zahl kommen, ist erfrischend simpel.
Jeffreys rechnet so, weltweit stehen rund 140 Millionen aktuelle Konsolen in den Wohnzimmern, kauft in 30 bis 35 Prozent dieser Haushalte jemand das Spiel.
Für 80 Dollar sind es 40 bis 50 Millionen verkaufte Exemplare und das allein im ersten Jahr.
Für den Gewinn macht das einen gewaltigen Unterschied.
Zuletzt hat der Konzern 4,10 Dollar.
Die Aktie verdient im laufenden Jahr, sollen es 6,48 Dollar werden.
Und im Jahr darauf 10,08 Dollar.
Das Kursgewinnverhältnis fällt damit von 60 auf 24, ohne dass sich der Kurs um einen Cent bewegen muss.
Die Aktie sieht heute also teuer aus und wäre in zwei Jahren günstig, vorausgesetzt die Rechnung geht auf.
Und wenn nicht, geht es ganz schnell in die andere Richtung.
Jefferies hat neben dem Kursziel von 300 Dollar auch ein negatives Szenario durchgerechnet.
Und das liegt bei 180 Dollar und damit 25 Prozent niedriger als heute.
Dafür braucht es nicht mal ein Flop, schon eine weitere Verschiebung würde reichen.
Und verschoben wurde GTA 6 ja schon zweimal in der Vergangenheit.
Einer, der das seit Jahren verfolgt, ist Dr.
Serkan Toto.
Er hat in Tokio das Analysehaus Kantan Games gegründet, ist eine der wenigen deutschen Stimmen im weltweiten Gaming Research und dazu noch einer der renommiertesten Analysten auf dem Gebiet.
Sein Urteil fällt drastisch aus.
Der Kurs von Take-Two werde jetzt und mindestens bis 2027 nahezu komplett von der Performance eines einzigen Spiels getrieben, dieses Spiels.
Alles andere, das ist im Konzern nur Beiwerk.
Ja, und was ich ganz lustig finde, er rechnet fest damit, dass die Server am Starttag komplett zusammenbrechen.
Und er würde sich auch nicht wundern, wenn das Spiel dann einige Tage oder vielleicht sogar länger gar nicht vernünftig läuft.
Für die Aktie hält er das trotzdem für belanglos.
Verpatzte Starts gehören bei großen Titeln seit langem zur Folklore.
Und die Zahlen, auf die es ankommt, entstehen ohnehin erst in den ersten sieben Tagen.
Da erwartet die Branche mehr als 5 Milliarden Dollar Umsatz.
Sein eigentlicher Punkt geht aber gegen den Markt.
Toto glaubt, dass die Investoren das Ausmaß dieses Spiels unterschätzen.
Vor allem sein Potenzial in der Zeit nach dem Start.
GTA 5 hat sich über zwölf Jahre verkauft.
Die Reihe insgesamt mehr als 475 Millionen Mal.
Wahnsinn.
Konkurrenz gibt es dafür schlicht gar keine.
Toto sagt, there is only one GTA.
Deshalb rät der Anlegern langfristig auf etwas ganz anderes zu achten, als auf die puren Verkaufszahlen im November, nämlich auf GTAs extrem profitables Schwesterspiel, gemeint ist GTA Online.
84 Prozent der Einnahmen von Take-Two kommen längst nicht mehr aus dem Verkauf der Spiele, sondern vor allem auch aus dem, was die Kunden dann später im Spiel noch dazu kaufen.
Einziges Manko, ob es diesen Modus zu GTA 6 auch geben wird, hat Take-Two bis heute nicht bestätigt.
Was heißt das jetzt für euch?
Na, wer Take-Two kauft, der kauft nicht nur eine Spielefirma, sondern er wettet auch auf einen Termin, so wie es eben Jeffreys durchgerechnet hat.
Und neben Jeffreys, da empfehlen übrigens 32 weitere Analysehäuser die Aktie zum Kauf.
Keiner rät zum Halten, keiner zum Verkauf.
Und so eine Einigkeit, die gibt es an der Wall Street wirklich selten.
Die guten Nachrichten stehen dann eben doch schon im Kurs.
Wer der Rechnung von Toto folgt, achtet deshalb nicht nur auf den 19.
November, sondern auf alles, was danach kommt.
Und darüber wissen wir trotz des gestrigen Trailers immer noch nicht viel.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an www.888welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Unser Hörer Rico hat eine Frage an den Dividenden-Eckart gerichtet.
Deshalb werde ich da gleich mal drauf eingehen.
Er hat gesehen, dass zwei meiner ETFs aus dem Dividenden-Dreigestirn keine irische Isin haben.
Und jetzt fragt er, eigentlich geht doch die Empfehlung der ETFs immer in Richtung Irland.
Aufgelegte ETFs wegen der Quellensteuer mit den USA, so schreibt er.
größeren Teil der Gewinne wieder wegfressen.
Bei den Dividenden-ETFs mit der regelmäßigen Quartalsauszahlung sind die jährlichen Kosten nämlich in der Tat relativ hoch.
Die liegen da so zwischen 0,38 und 0,46 Prozent im Jahr.
Und das ist definitiv ein Manko dieser ETFs.
Und da muss man auch immer darauf achten und schauen, ob es vielleicht neue Dividenden-ETFs mit niedrigeren Kosten gibt.
Aber die hätten dann natürlich noch keine Historie und man weiß nicht, wie die halt auf lange Sicht abschneiden und die Performance.
Das ist ja das, was langfristig zählt.
Und was das Fonds Domizil Irland angeht, das spielt vor allen Dingen dann eine Rolle, wenn die ETFs zu 100% US-Aktien enthalten.
Der Wannik Morningstar Develop Markets Dividend Leaders mit der niederländischen Isen ist gerade mal aber nur mit 15,5% US-Titeln bestückt.
Beim iShare Stocks Global Select Dividend 100 sind es 21%.
Jetzt musst du bedenken, dass 4% Dividendenrendite auf 21% US-Aktien nur ungefähr 0,8% Punkte Dividende pro Jahr bedeuten.
Auf den ganzen ETF berechnet könnten dir durch die Quellensteuernachteile also 0,2% Punkte verloren gehen.
Also keine Frage, das würde sich auf lange Zeit über die Jahre und Jahrzehnte schon zusammenlebern.
Aber so ein ETF, der ist halt schon ein ganz schön komplexes Produkt und diese 0,2 Prozentpunkte im Jahr, die können auch leicht durch andere Effekte wie den Tracking Error überlagert werden.
Jetzt gibt es auf diesem Index den Stocks Global Select Dividend an 100 bisher keinen Fonds mit einer ehrigen Isin, aber...
Vielleicht kommt das noch.
Auf so kleine Differenzen sollte man auf jeden Fall achten und auch immer mal auf neue ETF-Emissionen.
Da hast du absolut recht.
Was ihr auch auf jeden Fall beachten solltet, ist unsere Samstagsfolge.
Da erläutert Scalable-Chef Erik Pozzowald Nando und Holger nochmal ausführlich die größte Finanzrevolution seit dem Internet.
Da kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
