# Nvidia Growth, Meta Settlement, and AI Market Shifts

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-08-27

## Transcript

Nvidia hat heute endlich neue Zahlen gebracht.
Meta muss 17 Milliarden Dollar Strafe zahlen und der Bitcoin ist ja wieder auf über 80.000 Dollar gestiegen.
Wir erklären, was da überall los war.
Und davor gibt es natürlich die aktuellen News von Christoph.
Mein Name ist Noah Leidinger.
Heute ist Donnerstag, der 27.
August.
Und das ist Ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital, der einzige Broker, den deine Familie zum Traden braucht.
Bei Scalable Capital gibt es nämlich auch Kinderdepots.
Meta hat einen großen Rechtsstreit beigelegt und zwar mit einigen US-Bundesstaaten, die dem Konzern vorgeworfen haben, die psychischen Schäden von Facebook und Instagram bei Kindern und Jugendlichen zu verschweigen.
Meta-Zeit dafür bis zu 17 Milliarden Dollar.
Dazu müssen sie die Apps umbauen.
Tägliche Nutzungslimits für Teenager, Nachtsperren, strengere Alterskontrollen und mehr Kontrollmöglichkeiten für Eltern soll es künftig geben.
Auch Sachen wie Beauty-Filter oder die Anzeige von Likes sollen für Jugendliche eingeschränkt werden.
Meta bestreitet die Vorwürfe übrigens trotz der Einigung.
Für das dritte Quartal rechnet der Konzern mit einer Belastung von rund 10 Milliarden Dollar.
Die Aktie war zwischenzeitlich deutlich im Plus, weil damit das Thema und eine eventuell höhere Strafe vom Tisch ist.
Es stand ja mal eine Strafe von 1.400 Milliarden Dollar im Raum, wie Noah euch letzte Woche erzählt hat.
Deutlich krassere Kursbewegungen gab es bei Abercrombie & Fitch.
Die Aktie ist nach starken Zahlen um die 35 Prozent gestiegen.
Der Wachstumstreiber ist vor allem die Marke Abercrombie selbst, wo Stammkunden mehr Geld ausgeben.
Und die Firma geht mit Rückenwind in die wichtige Back-to-School-Saison, vor allem bei der jugendlich ausgerichteten Marke Hollister.
Die profitiert nämlich traditionell vom Saisongeschäft.
Interessant ist, dass Abercrombie damit gerade gegen den Trend läuft.
Viele andere Einzelhändler kämpfen ja gerade mit eher zurückhaltenden Kunden.
Das hat man letzte Woche gesehen bei TJX und Target, die genau im Kleidungsbereich geschwächelt haben.
Die Einzelhandelskette Kohls hat dagegen mit den Quartalszahlen die Erwartungen verfehlt.
Der Grund ist Konsumzurückhaltung.
Vor allem bei Frauenkleidung und Kosmetik haben die Kunden gespart, weil sie wegen der hohen Preise bei Sprit und Lebensmitteln aufs Geld schauen müssen.
Immerhin haben Bereiche wie Haushaltswaren und Kleidung für Jüngere besser abgeschnitten.
Das Problem ist aber nicht neu.
Es war das 18.
Quartal in Folge mit sinkenden Umsätzen in bestehenden Läden.
Das heißt, Kohls verliert seit Jahren Marktanteile, unter anderem an Konkurrenten wie Amazon.
Immerhin, den Jahresausblick für den Gewinn hat Kohls angehoben.
Das liegt aber vor allem an Zollzurückerstattungen.
Die Aktie hat es nicht krass bewegt.
Um die 5% im Minus war dafür Boston Scientific, über die Timon ja Anfang der Woche geredet hat.
Beim Medizintechnik-Hersteller gab es einen Cyberangriff, der die weltweiten Abläufe gestört hat, unter anderem die Systeme, über die Kundenbestellungen bearbeitet und verschickt werden.
Wie groß genau der Schaden wird, ist noch unklar.
Ein Analyst schätzt aber, dass es ähnlich wie beim vergleichbaren Vorfall beim konkurrenten Striker vor rund drei Wochen dauern könnte und den Umsatz im laufenden Quartal spürbar belasten dürfte.
Die Gesundheitsbranche wird gerade auffällig oft Ziel von Cyberangriffen.
In letzter Zeit hat es unter anderem Abbott, Medtronic und Novo Nordis getroffen.
Dann gab es noch zwei Fast-Deals aus der Vergangenheit zu berichten.
Der Cyber-Security-Konzern Palo Alto Networks hat laut v-Information vor der 25 Milliarden Dollar Übernahme von CyberArk auch mit Okta und Datadoc über Übernahmen verhandelt.
Die sind dann aber am Preis gescheitert.
Die Firma sucht aber schon weitere Firmen zum Kauf.
Hintergrund der ganzen Einkaufstour ist interessant.
Palo Alto ist überzeugt, dass KI die Bedrohungslage komplett verändert.
KI-Agenten können inzwischen Cyberangriffe ausführen, zu denen Menschen gar nicht fähig wären.
Deshalb wird Cybersicherheit für Unternehmen immer wichtiger und Palo Alto will sich mit Zukäufen breiter aufstellen.
Palo Alto hat das kaum bewegt, Datadog hat 3% gewonnen.
Und zum Abschluss gab es noch eine Erholung bei europäischen Stahlaktien.
Salzgitter ist um die 5 Prozent gestiegen.
Thyssenkrupp auf den höchsten Stand seit 2018 geklettert.
Und auch ArcelorMittal oder Vöstalpine haben um die 4 Prozent gewonnen.
Der Grund ist China.
Die Stahlhersteller dort stehen wegen hoher Rohstoffkosten und schwacher Nachfrage unter Druck.
Die chinesische Produktion ist weiter gesunken.
Das verschiebt die Verhältnisse am Weltmarkt zugunsten der Europäer.
Gestern Nacht gab es nach den Zahlen, über die Christoph gerade geredet hat, noch ein paar, die zeigen, wie es der KI-Welt gerade geht.
Und zwar von beiden Seiten.
Auf der einen Seite gab es Zahlen von Nvidia zum Kern des KI-Hypes und auf der anderen Seite gab es Zahlen von Salesforce zur Frage, ob klassische Softwarefirmen von KI bedroht oder ganz vernichtet werden.
Vor den Zahlen hat sich ja in den letzten Tagen sehr viel abgespielt.
Bei Nvidia waren es die ganzen Deals, die sie mit ihren Kunden gemacht haben, wo sie entweder direkt in Kunden investieren oder sie anders finanziell unterstützen, was ja ziemlich viel kritisiert wurde.
Und bei Salesforce gab es relativ viele Personalmeldungen.
Ich hatte doch letzte Woche erzählt, dass die ehemalige Slack-CEO nach nicht mal einem Jahr ihren Posten im Top-Management von OpenAI wieder geräumt hat.
Und Slack ist ja eine Tochterfirma von Salesforce und sie war nicht die einzige.
die OpenAI dort hingezogen hat und die jetzt aber schon wieder weg sind.
Es ist nämlich so, dass Salesforce sehr bekannt dafür ist, dass sie gut im Vertrieb sind, vor allem im Vertrieb an Firmen.
Genau das wollte OpenAI auch werden, aber irgendwie scheint es nicht so ganz gepasst zu haben.
Laut die Information hat zum Beispiel der ehemalige Chief Customer Officer von Slack nach niemals sechs Monaten bei OpenAI ein Angebot unterschrieben und geht zu Salesforce zurück.
Vor einer Woche hat eine andere Top-Managerin genau dasselbe gemacht und es gibt wohl gerade 22 Mitarbeiter bei OpenAI, die vorher bei Salesforce waren und jetzt überlegen, wieder zurückzugehen.
Das kann jetzt einfach ein Zeichen dafür sein, dass es kulturell nicht gepasst hat oder auch ein schlechtes Zeichen für OpenAI.
Man kann es aber auch als positives Zeichen interpretieren, dass diese Mitarbeiter bei Salesforce ähnlich gute Zukunftschancen zumindest für sich selbst sehen, wie eben bei OpenAI.
Und gestern dürften diese ganzen Mitarbeiter auf jeden Fall auch happy gewesen sein.
Die Aktie von Salesforce ist nämlich nach Börsenschluss direkt um die 10% nach oben, nachdem eben die neuen Zahlen rausgekommen sind.
Und die Zahlen waren auch sehr solide.
Sie sind letztes Quartal so 11% gewachsen, haben die Wachstumsprognose angehoben fürs Gesamtjahr.
Zwar nur ganz leicht, aber immerhin.
Und der Gewinn hat sich verdoppelt.
Dazu muss man aber sagen, dass es vor allem darin liegt, dass Salesforce in Anthropic investiert hat und durch den Wertanstieg dort hatten sie einen Buchgewinn von so circa 2,6 Milliarden Dollar.
Was Investoren vor allem gefallen haben könnte und vielleicht auch den Kurssprung erklärt, ist, dass die KI-Produkte von Salesforce, nämlich Agentforce, auf sehr hochgerechnet jetzt schon über 1,5 Milliarden Dollar Umsatz machen.
Und damit im Vergleich zum Vorjahr 240% gewachsen sind.
Vor einem Quartal gab es noch 205% Wachstum.
Das beschleunigt sich also.
Und zu den soliden Zahlen kommt dann natürlich noch, dass die Aktie dieses Jahr schon 20% verloren hat und Salesforce mit dem 15-fachen vom erwarteten Gewinn bewertet wird.
Damit die Aktie steigt, muss sie also gar keine extrem hohen Erwartungen erfüllen.
Sie muss nur der Börse zeigen, dass sie von KI nicht komplett aufgefressen wird.
Bisschen anders ist das im Cybersecurity-Bereich, über den ja auch Christoph schon gesprochen hat.
Da haben gestern Okta und CrowdStrike beide Zahlen geliefert, auch beide über 10% zugelegt nach Börsenschluss.
Aber da lag es eben daran, dass die Zahlen nochmal viel besser waren als gedacht.
Bei beiden beschleunigt sich nämlich das Wachstum und damit bestätigt sich auch die These, dass in Zeiten von KI eben mehr Cybersecurity gebraucht wird.
Übrigens sind beide Aktien auch schon seit Anfang des Jahres sehr stark gestiegen und dann gestern eben noch weiter gestiegen.
Und was auch weiter steigt, ist die Nachfrage nach KI-Chips von Nvidia.
Die haben den Umsatz letztes Quartal mehr als verdoppelt.
Dazu muss man wissen, dass sie im Quartal davor 85% gewachsen sind.
Sie haben also nochmal geschafft, das Wachstum zu beschleunigen, was auf der Größenordnung schon wirklich krass ist.
Aber trotzdem ist die Aktie nach Börsenschluss nicht gestiegen.
Scheinbar waren die Zahlen trotzdem nicht gut genug, beziehungsweise geben sie keine richtige Antwort auf die Frage, die Investoren eigentlich beschäftigt, nämlich die Frage, ob die ganzen Deals von Nvidia nachhaltig sind und die Frage, ob langfristig gesehen nicht andere Player, wie zum Beispiel Alphabet mit seinen Chips, einfach mehr Marktanteile gewinnen.
Und man hat fairerweise auch gesehen, dass paar Player im Chipmarkt gerade noch mehr Macht haben als Nvidia, nämlich die Speicherchip-Player.
Nvidia hat nämlich aktuell bei Lieferanten schon Verpflichtungen für 279 Milliarden Dollar.
Also für so viel müssen sie bei den Lieferanten in den nächsten Jahren einkaufen.
Und das sind vor allem Verpflichtungen, um Speicherchips zu kaufen.
Und das ist vor allem krass, weil es vor einem Quartal nur 119 Milliarden waren.
Da sieht man also, wie krass dieser Speicherchipmarkt gerade anzieht.
Das erste Mal seit Mai hat der Bitcoin Anfang der Woche die Marke von 80.000 Dollar geknackt.
Wie wir schon erklärt haben, hat das denselben Grund oder einen ähnlichen Grund wie beim Goldpreis.
Und zwar die Sorge um einen schwachen Dollar durch die steigenden Zinsen auf amerikanische Staatsanleihen.
Und dadurch, dass das Finanzministerium gesagt hat, sie werden selbst mehr Staatsanleihen kaufen, um die Zinsen zu senken.
Und genau das finden viele Investoren ja nicht so sinnvoll.
Da kann also der Bitcoin als Alternative zum Dollar profitieren.
Man muss dazu aber auch sagen, dass beim Bitcoin teilweise ein relativ kleiner Impuls reicht, um Kurse stark zu bewegen.
Zum Beispiel ist es nämlich so, dass 60% der Bitcoins, die eigentlich im Umlauf sind, seit mehr als einem Jahr nicht gehandelt wurden.
Die sind also nicht liquider im Markt und wenn viel gekauft wird, treibt das den Kurs relativ schnell nach oben.
Dazu kommt dann noch, dass ziemlich viele Bitcoins geschortet werden und wurden.
Da setzen Investoren also auf fallende Kurse und das oft mit Hebel.
Wenn die Kurse dann ein bisschen steigen, müssen solche Investoren selbst Bitcoins kaufen, um ihre Verluste irgendwie zu begrenzen.
So was nennt man Short Squeeze und führt eben dazu, dass der Bitcoin oft in kurzer Zeit sehr stark steigt.
Generell sind aber noch viele skeptisch, ob wir jetzt wieder in einen längeren Aufwärtstrend kommen werden und auch nochmal die 90 oder 100.000 Dollar sehen.
Dafür würden eben solche Dollarsorgen sprechen und auch, dass sich Trump wieder stärker dafür einsetzt, dass die neue Kryptoregulierung der Amis endlich umgesetzt wird.
Dazu hatte ich ja vor ein paar Tagen mal erzählt, dass Kryptowale, also große Kryptoinvestoren, gerade das erste Mal seit langem wieder ordentlich zukaufen.
Auch helfen könnte, wenn die Stimmung bei den KI-Aktien wie in den letzten Wochen eher zurückhaltend ist.
Gerade Investoren, die dann auf der Suche nach schnellen Renditen sind, gehen vielleicht wieder eher in Kryptos und eben nicht mehr in KI-Aktien, wenn das so ist.
Gegenwind könnte dafür übrigens von MSCI kommen.
Die überlegen gerade nämlich wieder, ob sie Firmen, die eigentlich Investoren sind und gar kein operatives Business haben, aus den Indizes streichen, also zum Beispiel aus dem MSCI World rauswerfen.
Und das könnte den größten Bitcoin-Investor Und kein so gutes Zeichen könnte die aktuelle Bitcoin-Rallye auch für eine andere Kryptoaktie sein, nämlich für die Kryptobörse Coinbase und auch für andere Kryptobörsen.
Sehr viel der Nachfrage in den letzten Tagen kam nämlich durch Bitcoin-ETFs in den USA und eben nicht dadurch, dass Nutzer direkt über eine Kryptobörse kaufen.
Die Bitcoins gehen ja bald aus und ich will nicht, dass ihr mich wegschnappt.
Also Finger weg von Bitcoins.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios.
