# Nvidia Diversification, Bitcoin Rally, and KSB Infrastructure Play

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-08-27

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über beeindruckende Zahlen von Nvidia, den Kurssprung von Abercrombie & Fitch und den Rekordkurs der Deutschen Bank.
Im Thema des Tages beantworten wir euch die wichtigsten Fragen zur neuen Bitcoin-Rally.
Und in der AAA-Idee stellen wir euch einen Hidden Champion aus Deutschland vor, der zwar mehr als 150 Jahre alt ist, ohne den aber in gleich zwei Zukunftsbranchen gar nichts läuft.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Donnerstag, der 27.
August und wir wünschen euch einen intelligenten Start in den Tag.
Gestern Abend drehte sich an der Börse alles um Intelligenz, um künstliche Intelligenz.
Nvidia, das Flaggschiff des KI-Zyklus, hat nach US-Börsenschuss Zahlen vorgelegt und die haben die Erwartungen übertroffen in jeder Kategorie.
Der Umsatz, der lag bei 96,2 Milliarden Dollar, erwartet hatten die Analysten im Schnitt etwas über 92 Milliarden.
Und vor einem Jahr, da waren es im zweiten Quartal gerade mal 46,7 Milliarden Dollar gewesen.
Die Erlöse, die haben sich also mehr als verdoppelt.
Der bereinigte Gewinneaktie kam bei 2,22 Dollar rein, statt der erwarteten 2,10 Dollar.
Ja, und dieses Geld kommt fast vollständig aus einer einzigen Sparte, nämlich dem Rechenzentrumsgeschäft.
Dort erwirtschaftete Nvidia im vergangenen Quartal 89 Milliarden Dollar und das sind 117 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Inzwischen stammen 92 Prozent des gesamten Konzernumsatzes aus diesem einen Bereich.
Was bedeutet, dass Nvidia kein Chipkonzern mit starker Rechenzentrumssparte mehr ist, sondern im Grunde nur noch aus dieser Sparte besteht?
Bis vor kurzem hing das Geschäft ja noch an den sogenannten Hyperscalern, also den wenigen riesigen Cloud-Konzernen Microsoft, Amazon oder Google, die groß genug sind, um Chips in Milliarden wert auf einmal zu bestellen.
Wenn wenige Unternehmen den Umsatz eines Billionenkonzerns tragen, dann genügt das, dass einer von ihnen seine Investitionsbudgets zurückführt und die ganze Wachstumsstory-D-Gerät ins Wanken.
Folgerichtig weist Nvidia seit einem Quartal getrennt aus, wie viel Umsatz auf die Hyperscale entfällt und wie viel auf alle übrigen Kunden.
Die Hyperscaler haben ihre Aufträge auf 48,7 Milliarden Dollar gut verdoppelt, was für sich genommen schon beachtlich ist.
Die übrige Kundschaft, also spezialisierte KI-Cloud-Anbieter, Industriekonzerne und klassische Unternehmen, kam allerdings auf 40,3 Milliarden Dollar und wuchs damit um 138 Prozent.
Die Nachfrage in der Breite wächst also schneller als die der wenigen Großabnehmer und verteilt damit das Risiko gleich auf mehrere Schultern.
Nvidia-Chef Jensen Wang, der hat das so beschrieben.
Vergangenes Jahr, da hat um diese Zeit noch ein einziges Labor den Ausbau getrieben.
Heute erlebt man ein ganzes goldenes Zeitalter neuer KI-Labore und Startups.
Dennoch gab die Nvidia-Aktie nachbörslich zunächst nach.
Es waren die bekannten Gewinnmitnahmen nach guten Zahlen.
Dann trete sie aber auf hohem Niveau deutlich ins Plus.
Fürs laufende Quartal stellt Nvidia übrigens 108 Milliarden Dollar in Aussicht.
Im Schnitt hatten die Analysten mit 104 Milliarden gerechnet.
Bemerkenswert daran ist vor allem, was in der Prognose nicht enthalten ist, nämlich kein einziger Dollar aus dem chinesischen Rechenzentrumsgeschäft.
Nvidia rechnet also den größten Absatzmarkt der Welt schlicht nicht mit ein und trotzdem kommt eine Zahl heraus, die über den Erwartungen liegt.
Einen Dämpfer gab es dann.
Dennoch, und der betrifft die Marge, von jedem eingenommenen Dollar blieben zuletzt 75 Cent übrig, bevor dann Forschung, Vertrieb und Verwaltung bezahlt werden.
Im Laufengüttel, da sollen es aber nur noch 74 Dollar Cent sein, weil die weltweite Knappheit bei Speicherchips die Einkaufspreise nach oben treibt.
Nvidia war gestern Abend aber nicht der einzige Konzern, der seinen Bericht vorgelegt hat.
Auch Salesforce hat wortwörtlich geliefert.
Die Salesforce-Aktie sprang nachbörslich um 12 Prozent, ich glaube sogar zwischenzeitlich um 13 Prozent nach oben, weil Zahlen und Prognosen über den Erwartungen lagen.
Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 11 Prozent auf 11,4 Milliarden Dollar.
Der Nettogewinn legte um 87 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar zu.
Allerdings steckt darin auch ein Buchgewinn von 2,6 Milliarden Dollar aus der Beteiligung an Anthropic.
Operativ interessant ist eine andere Zahl.
Die auf das Jahr hochgerechneten Erlöse aus den Agent-Force-Produkten, die liegen jetzt bei mehr als 1,5 Milliarden Dollar.
Ein Plus von sagenhaften 240 Prozent zum Vorjahr.
Im Quartal davor lag die Wachstumsrate bei 200 Prozent, also deutlich niedriger.
Das Wachstum beschleunigt sich und genau darum geht es bei Salesforce seit Monaten.
Mal sehen, wie jetzt heute die Aktie des deutschen Wettbewerbers SAP auf diese Zahlen reagieren wird.
Das wird spannend.
Schauen wir aber jetzt erstmal auf den regulären Handel gestern.
Da war die Bewegung relativ überschaubar.
Der Dow Jones verlor 0,2 Prozent und der Nasdaq 100 und der S&P 500.
Die bewegten sich gar nicht quasi und gingen nahezu unverändert aus dem Handel.
Vorbörslich sorgte aber noch Abercrombie & Fitch für ordentlich Aufsehen.
Die Aktie sprang um 36 Prozent.
Der Umsatz des Modekonzerns stieg um 5 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar.
Das ist das 15.
Wachstumsquartal in Folge.
Der Gewinn lag bei...
Bei 4,17 Dollar die Aktie ist doppelt so hoch wie erwartet.
1,75 Dollar davon kam aber aus einer einmaligen Zollzurückerstattung.
Zusätzlich hob der Konzern noch die Jahresprognose an und kündigte an, in diesem Jahr eigene Aktien für mindestens 500 Millionen Dollar zurückkaufen zu wollen.
Urban Outfitters dagegen verlor 3%, obwohl Umsatz und Gewinn genau im Rahmen der Erwartungen lagen.
In den 1,72 Dollar Gewinn je Aktie sind Einmaleffekte aus Zollrückerstattung bereits herausgerechnet.
Genau im Rahmen zu liegen, das reicht in diesen Zeiten eben nicht aus.
Der Identitätsdienstleiser Okta machte nachbörslich dagegen einen Satz um 19 Prozent, nachdem der Umsatz mit 805 Millionen Dollar über den 795 Millionen rauskam, die erwartet worden waren.
Der Cyber-Sicherheitsanbieter CrowdStrike legte ebenfalls nachbörslich 10% zu, weil sowohl Umsatz als auch Gewinn über den Erwartungen lagen und der Ausblick beim Umsatz sogar darüber hinausging.
Viva Systems, ein Anbieter von Cloud-Software für die Pharmaindustrie, gewann 8% und hob zusätzlich noch die Prognose für das laufende Quartal und auch fürs Gesamtjahr an.
Ähnliches Muster bei JM Smacker.
Das ist ja die Holger-Zschäpitz-Aktie, da ging es 4,3% drauf, ebenfalls bessere Zahlen und eine angehobene Jahresprognose.
Getragen haben das die Kaffeemarke Vollgas und natürlich die Marmeladen.
Auf der Verliererseite stand Intuit mit einem Minus von 3,2% und zwar trotz eines Quartalsgewinns über den Erwartungen der Konzernen hinter TurboTax und...
QuickBooks stellt für das neue Geschäftsjahr fast 25% Gewinnwachstum in Aussicht.
Den Analysten war das aber zu wenig.
Das ist halt die Messlatte, die bei Software gerade angelegt wird.
Der Rest war gestern relativ unspektakulär.
Zoom lieferte noch einen Ausblick, der ungefähr den Schätzungen entsprach, was Anleger enttäuscht hat, die auf mehr Schub aus dem erweiterten Produktangebot gehofft hatten.
Die Aktie verlor 7 Prozent und dann kommen wir jetzt mal nach Deutschland, wo es ein bisschen lethargisch zu Werke ging.
Der DAX ging mit einem kleinen, mit einem Mini-Plus von 0,1 Prozent bei 26.285 Punkten aus dem Handel.
Bei den Einzelwerten stand SAP am Ende der Tabelle.
Die Aktie verlor fast drei Prozent, nachdem die Großbank UBS ihre Kaufempfehlung gestrichen hat.
Und vielleicht war das auch schon so das erste Bauchgefühl mit Blick auf die Salesforce-Zahlen.
Vielleicht.
An der Spitze stand im DAX Heidelberg Materials mit einem Plus von mehr als 5%.
Da geht es vielleicht um Infrastruktur und Investitionsfantasie.
Dazu noch mehr später in der AAA-Day.
Gleich dahinter kam die Deutsche Bank mit einem Kursanstieg von mehr als 4% und mit 35 Euro.
notierte die Aktie des Branchenprimus auf dem höchsten Kursniveau seit 2011.
Ein Auslöser kam von Isabel Schnabel.
Das EZB-Direktorumsmitglied hat sich für höhere Leitzinsen ausgesprochen, um die Inflationsrisiken einzudämmen.
Ja, und wir wissen ja, höhere Zinsen helfen Banken im klassischen Einlagen- und Kreditgeschäft, weil die Spanne zwischen dem, was sie für Einlagen zahlen und dem, was sie für die Kredite bekommen, größer wird.
Ein weiterer Grund war aber die Serie relativ guter deutscher Konjunkturzahlen, die nähren die Hoffnung, dass Deutschlands größtes Geldhaus vom Anziehen der deutschen Wirtschaft profitieren könnte.
Kia Gen legte 1,7% zu Händler verwiesen auf Berichte, wonach der Diagnostikkonzern mit den Private Equity Häusern EQT und KKR über einen Verkauf spricht.
Im Raum steht ein Preis von 50 Dollar je Aktie.
Aber Lea, ich weiß nicht, irgendwie gibt es die Berichte doch alle paar Wochen mal wieder.
Ich würde da jetzt nicht so viel darauf geben.
gefühlt nicht nur alle paar Wochen, sondern irgendwie alle paar Tage.
Nehmen wir es zur Kenntnis.
Wir nehmen es zur Kenntnis und weisen euch darauf hin, dass das eigentlich gar nicht so selten ist, dass solche Gerüchte im Raum stehen.
Und im MDAX zogen Thyssenkrupp und Salzgitter deutlich an.
Dahinter steckt eine Verschiebung im Weltmarkt.
Die chinesischen Stahlhersteller stehen wegen der hohen Rohstoffkosten und schwacher Nachfrage gerade unter Druck.
Gleichzeitig verlangt Europa neuerdings Anti-Dumping-Zölle auf Stahlimporte aus China.
Und in den USA droht Präsident Donald Trump ja den Kanadiern mit hohen Abgaben.
Ihr habt es diese Woche hier schon gehört.
Für die europäischen Stahlkocher heißt es erstmal weniger Konkurrenz im eigenen Markt.
Jetzt hätte ich beinahe gesagt, jetzt bleiben die Termine mal wieder an mir hängen.
Aber das stimmt gar nicht.
Ich mache die nämlich gerne, die Termine.
Da werden sich heute die Notenbanker in Jackson Hole treffen.
Die wichtigsten Notenbanker der Welt kommen zusammen.
Aber die Rede des Fettchefs Kevin Walsh, die wird erst für den morgigen Freitag erwartet und ist da terminiert.
Und Geschäftszahlen kommen dann noch von Delivery Hero, Pernod Ricard und von Vielmann.
Und am Abend aus den USA von Best Buy und Autodesk.
Und es macht doch niemand die Termine so schön wie du, lieber Eckart.
Das höre ich gerne.
Das Thema des Tages.
Der Bitcoin ist zurück.
Diese Woche kletterte die Kryptowährung zum ersten Mal seit Mai über die 80.000 Dollar Marke.
Seit dem tiefen Juli.
Als der Kurs bei 57.700 Dollar stand, sind es fast 40 Prozent plus.
So eine Bewegung produziert natürlich Fragen und die arbeiten wir jetzt im Thema des Tages mal der Reihe nach für euch ab.
Dafür haben wir uns hier bei AAA Verstärken geholt.
Furkan Yildirim von Coincheck TV, Markus Abassi von der Hochschule Luzern und Dominik Weibel von Bitcoin Swiss.
Und was jetzt kommt, das ist also unsere Einschätzung gepaart mit den Stimmen der Experten, die unheimlich tief in dem Thema stecken und den Markt in- und auswendig kennen.
Ja, so ist es.
Erstfrage, warum erholt sich der Bitcoin gerade jetzt?
Ja, der Grund findet sich nicht im Kryptomarkt, sondern im US-Schatzamt.
Finanzminister Scott Bassett hat ja angekündigt, langlaufende Staatsanleihen zurückzukaufen und kurz darauf das Volumen auch noch verdoppelt von 2 auf 4 Milliarden Dollar pro Operation.
Diese 4 Milliarden Dollar, die sind angesichts des Volumens in dem Markt wirklich eine kleine Summe.
Aber wichtig ist das Signal dahinter.
Washington hat offenbar eine Schmerzgrenze bei den Langfristzinsen erreicht oder diagnostiziert und jetzt greift das Finanzministerium da aktiv ein.
Hintergrund ist natürlich die Verschuldung der USA.
Der Staat steht allein mit 40 Billionen Dollar in der Kreide und für 30-jährige Anleihen musste ja die US-Regierung zwischenzeitlich mehr als 5,3 Prozent Zinsen pro Jahr bieten.
So teuer war es seit der Finanzkrise nicht mehr und deshalb versucht es Washington jetzt mit Tricks.
Damit ist auch ein Muster zurück, das wir an den Märkten ja schon seit ein paar Monaten kennen.
Der Debasement Trade ist wieder da.
Also die Wette auf die schleichende Entwertung des Dollars.
Wer darauf setzt, kauft alles, was sich nicht per Knopfdruck vermehren lässt.
Das Gold, Silber und eben Bitcoin, dessen Menge ja bei 21 Millionen Stück endet.
Zweite Frage, steckt hinter der Rallye vielleicht auch einfach nur ein technischer Effekt?
Und da ist auch durchaus was dran.
Das ist zum Teil wirklich so, wer auf fallende Kurse gewettet hat und das waren einige, der musste beim Anstieg dann selber nachkaufen.
In weniger Tagen wurden so Wetten über 4,5 Milliarden Dollar aufgelöst, die berüchtigten Liquidationen.
Und Liquidationen, die treiben dann den Kurs nach oben.
Der Effekt läuft aber aus, sobald die letzten Skeptiker draußen sind.
Dazu kam dann echtes Geld.
Die amerikanischen Bitcoin ETFs, die sammelten in einer Woche knapp 2 Milliarden Dollar ein.
Und diese Käufer, die bleiben investiert.
Dritte Frage, wer kauft denn hier eigentlich?
Ihr, liebe Hörer, seid es nicht, beziehungsweise nicht nur.
Eine klassische Retail-Rallye ist es wohl eher weniger.
Aktiv sind gerade vor allem institutionelle Investoren und große Derivate-Händler.
Das heißt jetzt aber nicht zwangsläufig, dass der Bärenmarkt schon vorbei sein muss.
Der Abwärtstrend seit dem Rekordhoch vom Herbst 2025, der ist erst dann gebrochen, wenn der Kurs nachhaltig über 82.800 Dollar steht.
So sagen uns das die Experten, die auch diese Markttechnik beherrschen, Chartanalyse und so weiter.
Ein Satz dazu, den ihr euch merken solltet, Bitcoin ist institutioneller geworden, aber nicht zahm.
Vierte Frage.
Warum laufen Gold und Bitcoin plötzlich im Gleichschritt?
Ja, weil beide dieselbe Sorge abbilden, nämlich die Zweifel an der Glaubwürdigkeit der US-Fiskalpolitik.
Dazu kommt ein oft übersehener Faktor.
Die Tech-Konzerne finanzieren ihre Rechenzentren über lange laufende Anleihen und konkurrieren damit direkt mit dem US-Staat um Kapital.
Das drückt zusätzlich aufs lange Ende.
Jetzt kommt die fünfte Frage und das ist natürlich die Frage aller Fragen.
Wie geht es denn weiter mit dem Bitcoin?
Der Kurs steht jetzt so bei rund 80.000 Dollar.
Darüber kommen dann zwei Zonen, an denen er in den vergangenen Monaten schon mehrfach gescheitert ist.
Die erste Zone beginnt bei 84.000 Dollar, die zweite bei 90.000 Dollar.
Solche Marken, die haben nichts Magisches, aber dort sitzen nun mal Anleger, die früher teuer gekauft haben und froh sind, wenn sie ohne Verlust wieder rauskommen aus dem Bitcoin.
Und ihr Verkaufsdruck, der bremst den Kurs jedes Mal aufs Neue aus.
Es kommt also darauf an, wer am Ende stärker ist.
Solange über die ETFs jede Woche neues Geld in den Markt gepumpt wird, wird dieses Angebot aufgesogen.
Und dann ist auch die runde Mark von 100.000 Dollar wieder ein realistisches Ziel.
Versiegen die Zuflüsse, dreht sich das Bild und dann fällt der Kurs wahrscheinlich auch zurück in Richtung von 70.000 Dollar.
Und wenn auch diese Zone nicht hält, sind 60.000 Dollar wieder das Thema.
Bleibt noch die Frage nach den anderen Kryptowerten, also Ethereum, Solana und XRP und wie sie alle heißen.
Lange galten die als Bitcoin mit mehr Risiko.
Läuft der Bitcoin, laufen die Altcoins noch stärker.
Das ändert sich gerade ein bisschen.
Anleger schauen inzwischen genauer hin, welches Netzwerk tatsächlich genutzt wird und welches nicht.
Am überzeugendsten ist dabei Ethereum, das sagen auch unsere Experten.
Darauf basieren die meisten Stablecoins, also Kryptowährungen, die fest an den Dollar gekoppelt sind.
Und dort werden auch klassische Vermögenswerte digital abgebildet.
Nur, selbst wenn ein Netzwerk gut läuft, muss die zugehörige Münze deshalb nicht im Wert steigen.
Genau das sollte man vorher einmal prüfen.
Und noch eine spezielle Frage, die viele umtreibt.
Gilt der Vierjahreszyklus noch?
Dahinter steckt die Beobachtung, dass sich beim Bitcoin etwa alle vier Jahre dasselbe Muster wiederholt.
Erst ein starker Anstieg, dann ein tiefer Absturz und dann die lange Phase der Bodenbildung.
Nach diesem Muster wäre 2027 erst wieder ein starkes Jahr.
Ja, sicher ist das nicht und viele rechnen damit, dass der tiefste Punkt auch erst noch im Oktober kommt.
Die eigentliche Gefahr liegt aber in genau diesem Denken.
Wer fest auf den Tiefen im Oktober wartet und deshalb komplett draußen steht, hat zum Beispiel ja auch die Erholung der vergangenen Tage verpasst.
Letzte und entscheidende Frage.
Was heißt das jetzt für euch?
Nun, wer schon investiert ist, der muss nach dieser Rallye nichts überstürzen.
Trader.
könnten in Ruhe überlegen, ob sie einen Teil ihrer Gewinne mitnehmen und sichern.
Wer noch nicht dabei ist, sollte nicht auf einen Schlag einsteigen, nur weil der Kurs gerade läuft, sondern lieber in mehreren kleinen Schritten kaufen.
Die AAA-Idee des Tages.
Lea, mal Hand aufs Herz.
Wenn ich dich nach einem deutschen Weltmarktführer frage, dann denkst du wahrscheinlich so an Siemens oder an Munich Re.
Das ist völlig richtig, aber ich weiß natürlich, dass du hier wieder so einen klassischen Hinten-Champion ausgegraben hast, von dem bestimmten 90 Prozent der Hörer hier noch nie irgendwas gehört haben.
Vielleicht sogar 99 Prozent.
Es geht nämlich um KSB.
Die sind seit mehr als 150 Jahren im Geschäft, sind Weltmarktführer, sind in mehr als 50 Ländern der Welt aktiv, haben rund 17.000 Mitarbeiter und sind trotzdem außerhalb der Industrie beinahe unbekannt.
Dabei gehört KSB doch zu den drei größten Pumpenherstellern der Welt.
Muss man doch kennen.
Muss man kennen.
Das Faszinierende an dem Unternehmen ist aber, jeder kennt die großen Technologietrends, aber kaum jemand fragt sich, wer die physische Infrastruktur dahinter eigentlich liefert.
Und genau da, also bei der Infrastruktur, taucht der Name immer wieder auf.
Weil.
Pumpen von KSB nahezu überall gebraucht werden.
In Bergwerken und ich glaube das Thema Rohstoffgewinnung, das wird uns noch in einiger Zeit beschäftigen.
Dann in Wasseraufbereitungsanlagen, in Chemieparks, in Kraftwerken und in großen Industriekomplexen.
Am 6.
August hat die Firma ihren Halbjahresbericht veröffentlicht und viele der Märkte, die KSB da nennt, die sind genau die Branchen, in die weltweit weiterhin investiert wird und teilweise im großen Stil.
Zum Beispiel Energie, Rohstoffe und Wasser.
Das passt erstaunlich gut zu den großen Themen gerade an der Börse.
Wenn KI wirklich immer mehr Strom benötigt, müssen neue Kraftwerke gebaut werden.
Wenn die Energiewende weitergeht, werden also mehr Rohstoffe genötigt.
All das spielt KSB potenziell natürlich in die Karten.
In den Zahlen zum ersten Halbjahr sieht man das.
Da stieg der Auftragseingang um knapp 9 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro.
Noch spannender ist, woher das Wachstum kommt.
Im Pumpengeschäft betrug das Plus sogar mehr als 16%.
Dazu muss man wissen, dass Kaspi auch noch andere Sparten hat.
Ein wichtiger Treiber war im Pumpengeschäft ein Großauftrag für Hauptkühlmittelpumpen eines Kernkraftwerks, das in Osteuropa gebaut wird.
Außerdem spricht das Unternehmen von einem weiterhin sehr starken Geschäft mit Gaskraftwerken.
Während wir also weiterhin über Nvidia und den KI-Zyklus diskutieren, verdient KSB unter anderem an den Anlagen, die den Strom für all diese Anwendungen liefern.
Und das ist für mich der eigentliche Investmentcase an der Sache.
KSB ist nicht direkt ein KI-Wert, aber definitiv ein Infrastrukturwert.
Also auch da wieder eine Art Schaufelverkäufer auf gleich mehreren Zukunftsfeldern.
Das Geschäft von KSB ist, wie wir gerade erwähnt haben, nicht nur vom Verkauf der Pumpen abhängig, sondern hängt auch stark am Segment.
Supreme Serve, so heißt das Segment.
Denn darin sind die Service- und Ersatzteilgeschäfte gebündelt und das macht bereits ein Drittel des Konzernumsatzes aus.
Wer weltweit tausende Anlagen installiert hat, der verdient oft jahrzehntelang an Wartung, Reparaturen und Ersatzteilen.
Ja, dieses Ersatzteilgeschäft erklärt dann auch, warum die Margen über die Jahre tendenziell gestiegen sind.
Das Vorsteuerergebnis ist im ersten Quartal zwar von 108 auf 98 Millionen Euro zurückgegangen, da haben aber natürlich höhere Energie- und Logistikkosten die ganze Sache belastet.
Der Iran-Krieg lässt grüßen, aber die Nachfrage nach den Produkten war robust und geht weiter nach oben.
Stichwort Auftragseingang.
Angesichts dieser Daten scheint das Unternehmen aus Frankenthal in Rheinland-Pfalz mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12,5 günstig bewertet.
Und auch für Dividendenfreunde ist KSB ein interessanter Wert.
Das Unternehmen erhöht die Ausschüttung seit...
Die Dividendrendite für die Aktie liegt bei 3,2%.
Und wenn wir von der Aktie reden, da wollen wir gleich noch einen praktischen Hinweis hinterher schicken.
Es gibt nämlich zwei Aktiengattungen, die Stammaktien und die Vorzugsaktien.
Wenn ihr jetzt hier die AAA-Idee hört und sagt, da wollt ihr unbedingt investieren, das ist eine tolle Idee, solltet ihr euch lieber an die Vorzugsaktie mit der WKN 629203 halten.
Findet ihr auch nochmal in der Folgenbeschreibung.
Die ist deutlich liquider als die Stammaktie und die Analysten sehen übrigens auch einiges an Potenzial.
Bärenberg nennt ein Kursziel von 1300 Euro, Warburg Research von 1050 Euro und das durchschnittliche Kursziel liegt 41 Prozent über den aktuellen Notierungen von 8.
KSB verkauft jetzt keine KI-Chips und programmiert keine Chatbots, aber das Unternehmen, das liefert einen Teil der Infrastruktur, ohne die viele Zukunftsprojekte einfach nicht funktionieren würden.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAA-at-welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Alexander hat uns geschrieben und uns eine Frage zum AAA-Summit gestellt.
Wie sich das für einen treuen Hörer gehört, ist er natürlich am 2.
Oktober in Berlin am Start und fragt, wie man denn da vor Ort die Masterclasses buchen kann.
Das ist ganz einfach.
Gar nicht.
Ihr müsst vorher nichts buchen.
Es gibt den ganzen Tag von 10 bis 16 Uhr auf drei Bühnen ein Programm.
Falls euch nach Info zum passiven Einkommen ist, geht ihr natürlich zur Dividenden Masterclass vom Eckart.
Falls ihr euch über das Altersvorsorge-Depot interessieren möchtet, dann kommt ihr an einer der Panel-Diskussion, die vom Sommerfeld moderiert wird, nicht vorbei.
Und falls euch noch etwas exklusiven AAA-Content ist, müsst ihr natürlich zum großen Quiz kommen, das Philipp und ich da gerade für euch vorbereiten und das durchaus lustig werden könnte.
Das könnte lustig werden.
Und denkt dran, ihr könnt aktuell Tickets für den Summit gewinnen.
Schreibt uns eine Mail und begründet, warum ihr dabei sein wollt.
Wir losen die Gewinner dann nächste Woche aus und geben Bescheid.
Und apropos Mail, Richard fragt über Spotify, was denn mit dem täglichen AAA Newsletter los ist.
Ob der abgeschafft wurde?
Nein, lieber Richard, den gibt es noch.
Es existieren nur seit einiger Zeit Probleme mit manchen Domains.
Also schreib uns doch bitte gerne nochmal dazu eine Mail an www.triplea.atwelt.de und wir leiten das dann an den Weltkundenservice weiter.
Und jetzt abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcast gibt.
