# Meta Legal Risks, mRNA Breakthroughs, and Lithium Cycles

**Podcast:** Aktien fürs Leben
**Published:** 2026-08-26

## Transcript

Bevor es losgeht, ein wichtiger Hinweis.
Dieser Podcast ist keine Anlageberatung oder Empfehlung.
Alle Angaben sind ohne Gewähr.
Diese stellen keinen Ersatz für eine professionelle und individuelle Beratung dar.
Werteentwicklungen der Vergangenheit sind kein Indikator für zukünftige Wertentwicklung.
Wir melden uns zurück aus der Sommerpause und hoffen, dass auch Sie eine schöne und erholsame Zeit hatten.
Petra, du siehst wirklich sehr gut erholt aus.
Wie war dein Urlaub?
Erzähl mal.
Ich bin auch super gut erholt.
Also wir hatten jetzt sechs Wochen Podcastpause und, ach, Timo, es war eine herrliche Zeit, muss ich sagen.
Ich konnte mal wirklich Abstand nehmen.
Du hast den Podcast nicht vermisst?
Nee, ich habe weder den Podcast noch wirklich das Büro vermisst.
Und du, es tut einfach mal gut, mit etwas Abstand das Börsengeschehen zu betrachten.
Man ist natürlich nicht völlig weg, das ist ganz klar.
Guckt sich auch täglich die Nachrichten an, aber die pixen dich nicht ganz so sehr, als wenn man wirklich im täglichen Geschehen dabei ist.
Ansonsten, wir hatten einen tollen Urlaub.
Wir waren in unserem Haus in Holland.
Tolles Wetter gehabt, angenehmer als wahrscheinlich in Südeuropa.
Also es war etwas frischer dort, aber ganz tolles Wetter und wirklich eine ganz tolle Auszeit genossen.
Wie war es denn bei euch in Südfrankreich?
Ja, sage ich gleich.
Ich will noch kurz sagen, dass tatsächlich sich Hörer und Hörerinnen bei uns gemeldet haben und gefragt haben, wann geht es wieder los?
habe ich dann auch tatsächlich beantwortet.
Also wir wurden vermisst.
Also wir waren tatsächlich in Südfrankreich und das war lustigerweise, ich war noch nie in Saint-Tropez und wir waren in der Nähe von Saint-Tropez.
Es war so ein bisschen ein Praxisaufenthalt in der Luxusindustrie, wie ich festgestellt habe, weil man sozusagen in eigener Anschauung, wenn man durch die Gassen gelaufen ist, gesehen hat, ob die Produkte von Hermès und Louis Vuitton, über die wir ja so oft hier sprechen, in diesem Podcast, ob die auch noch Kundschaft finden.
Ich kann sagen, ja, finden sie absolut.
Und von Krise und Konsumzurückhaltung war zumindest in dieser Gegend in diesem Sommer nichts zu spüren.
Vielleicht ist das ja mal eine ganz hoffnungsstimmende Nachricht für unsere Hörerinnen und Hörer.
Ja, liebe Hörerinnen und Hörer, das ist der Unterschied zwischen Timo Pache und Petra Ahrens.
Ich war in Holland und war bei Action einkaufen.
Ja, die Heckenschere, um die Gräser des Nachbarn wegzuschneiden, damit man die direkte Sicht aufs Meer hat.
Aber Action geht es auch gut.
Aber wie ich höre, ist Louis Vuitton und Hermès auch wieder am Start.
Ja, kommen wir bestimmt im Laufe dieses Podcasts nochmal und dieses Jahres zurück.
Aber genau, heute sprechen wir nicht über Luxusaktien.
Petra, welche Aktien haben wir heute auf der Liste?
Ich kann spoilern, wir haben heute ganz tolle Storys dabei.
Eine ist, dass wir heute über eine der beeindruckendsten Erfolgsaktien der Vergangenheit sprechen werden.
Bei Meta wächst das Geschäft, die Milliarden fließen in die Kassen und Mark Zuckerberg investiert so aggressiv wie kaum ein anderer Tech-Chef in die künstliche Intelligenz.
Aber jetzt kommt ein Risiko auf das Unternehmen zu, das nicht ganz so zu unterschätzen ist.
Ein Mammutprozess in Kalifornien könnte nämlich Meta nicht nur viel Geld kosten, sondern das Geschäftsmodell könnte...
selbst auch verändert werden.
Und daher stellen wir heute die Frage, ist Meta weiterhin eine der spannendsten KI-Aktien der Welt oder erleben wir gerade den Beginn einer Entwicklung, die Parallelen zur Tabakindustrie in den 1990er Jahren hat?
Und wir bleiben in den USA und widmen uns noch mal kurz einer Nachricht aus der vergangenen Woche.
Denn erstmals gab es einen Durchbruch in der Phase 3, also der wichtigsten Phase von so klinischen Studien.
zur Zulassung neuer Medikamente bei einem mRNA-basierten Krebsmedikament.
Das stammt aus der Entwicklung des US-Pharma-Startups Moderna in Zusammenarbeit mit dem US-Pharma-Konzern Merck.
Und die Aktien dieser beiden Unternehmen stiegen daraufhin sprunghaft in der vergangenen Woche schon an.
Und wir wollen fragen, ist das jetzt schon alles eingepreist, was da auf die Industrie zukommt?
Und ja, ist schön, aber wir sind leider zu spät.
Oder kommt da jetzt noch mehr?
Wie entwickelt sich das wohl in den nächsten Monaten und Jahren noch weiter?
Und dann haben wir noch abschließend ein spannendes Thema.
Da geht es um Lithium.
Lithium war und ist wieder einer der großen Storys der Börse.
Klar, Elektroautos, Energiewende, Batteriespeicher.
Die Welt braucht immer mehr Batterien, also auch Lithium.
Hierzu nehmen wir heute Album Mall unter die Lupe.
Das ist ein Spezialchemieunternehmen aus den USA und ein Weltmarktführer der Lithiumproduktion.
Und wir kennen das an dieser Stelle wie immer der Hinweis, wer sofort zu einem dieser drei Unternehmen springen möchte, kann dies gerne tun und orientiert sich dann an den Zeitangaben in unseren Shownotes.
Petra, das war irgendwie ein börsenmäßig, finde ich, komischer Sommer, weil es ehrlicherweise zwischen Anfang Juli und...
Ende Juli erst mal gar nicht so wahnsinnig viel passiert ist.
Es ging so hoch und runter, aber irgendwie eigentlich so auf diesem Niveau.
Es gab, glaube ich, nach wie vor viel Verunsicherung in den Märkten über wie geht es weiter im Iran, was passiert mit dem Ölpreis.
Und dann gab es Ende Juli plötzlich so eine sprunghafte Erholung.
Zumindest im deutschen DAX ging es auf einmal hoch.
Neue Höchststände, 26.400 Punkte.
wurden erreicht für kurze Zeit und dann aber auch Mitte August wieder deutlich runter, weil dann auf einmal wieder, glaube ich, so die Unsicherheit über was ist im Iran eigentlich los und was ist in den USA da los, zugenommen hat und die Oberhand gewonnen hat.
Oder wie würdest du diesen Sommer zusammenfassen?
Ja, ganz genau.
Also es hat sich im Sommer genau das weiter durchgezogen, was wir auch in der ersten Jahreshälfte gesehen haben.
Das sind die entscheidenden Themen, sind natürlich weiterhin geopolitische Krisen.
Das bedeutet also Einfluss Nahe Osten auf Öl, auf entsprechend Zinsentwicklung, Inflation und Zinsentwicklung.
Dann hatten wir noch ein bisschen dazwischen die KI- und Berichtssaison.
Also da gab es eine leichte Veränderung, ja.
Also diese KI-Story ist natürlich nicht vorbei, aber die Phase, in der wirklich jede Investition automatisch als Wachstum gefeiert wurde, die scheint vorbei zu sein.
Und ja klar, die Skepsis ist nicht grundsätzlich gegen die Technologie gerichtet.
Man hat das gesehen, Microsoft und Amazon haben Ende Juli gute Zahlen vorgelegt.
Und wie du eben angesprochen hast, dann gab es die Erholung bei KI und bei den Cloud-Aktien.
Aber der Markt reagiert mittlerweile etwas selektiver.
Die Unternehmen mit dem klar erkennbaren Umsatz- und Gewinnpotenzial wurden belohnt, während reine Investitionsversprechen mittlerweile kritischer bewertet werden.
Und dann haben wir natürlich die Entwicklung gehabt beim Ölpreis oder jetzt auch jüngst beim Ölpreis.
Wir haben es im August gesehen.
Im Grunde genommen täglich grüßt das Murmeltier.
Wir haben auch hier wieder die Probleme gehabt in der Straße von Hormuz und dann ist natürlich eine Steigerung des Ölpreises.
Brent ist wieder zeitweise über 100 US-Dollar gegangen.
Dann kommen die Inflationsängste hinzu.
Wir wissen, Inflationen werden durch steigende Zinsen bekämpft und das hat dann natürlich auch negative Auswirkungen auf Unternehmen und auf die Aktienmärkte.
Du hast es gerade angesprochen, die hohen Investitionen in KI in den USA.
Das triggert ja noch so eine andere Sorge.
Da hat sich in den vergangenen, würde ich mal sagen, acht bis zehn Tagen sowas in den USA hochgeschaukelt.
Stichwort 40 Billionen US-Dollar Staatsschulden.
Allein in diesem Jahr erstmals eine Billion Dollar, die der Staat, nur die Bundesregierung für Zinszahlungen ausgibt.
Und das Ganze kommt ja sozusagen zu diesen ganzen KI-Investitionen, wo sich Investoren eigentlich auch schon fragen, erstens, wie stemmen die Unternehmen das?
Wie finanzieren sie das?
Und kommt das jemals wieder rein?
Das kommt zu so einer Gemengelage, ist mein Eindruck, wo alle auf einmal so kalte Füße kriegen an den Märkten und sagen so, Oh, also diese ganze Verschuldung in den USA, die ja eigentlich gar nicht neu ist, das Thema, sondern die wir seit Jahren beobachten und von der wir sagen, ob das mal immer alles so gut geht, die gewinnt auf einmal eine neue Attention, eine neue Aufmerksamkeit und die Leute gucken da kritischer hin.
Glaubst du, das wird uns jetzt auch weiter begleiten oder ist das so eine Sorge, die auch wieder abebbt?
wenn, weiß ich nicht, irgendwie das nächste Schwein durchs Dorf rennt und die nächste Sau und man dann irgendwie auf die Schulden wieder doch nicht so genau guckt.
Man muss auf die Schulden gucken und ich finde es schon bemerkenswert, dass das bisher so wenig getan wurde.
Ich finde schon, dass sich die Situation und die Lage zuspitzt.
Und wir müssen ganz genau auf die US-Notenbank, die FED, gucken, wie hier die Geldpolitik weiter vonstatten geht.
Wir haben jetzt gesehen, Ende Juli ist der Leitzins noch unverändert geblieben, zwischen 3,50 und 3,75.
Aber man hat schon gemerkt, überraschend war halt, dass das Komitee hinter der FED, dass das drei der zwölf Mitglieder schon für eine Anhebung des Leitzins um 25 Basispunkte gebeten.
Und das ist ein sehr ungewöhnliches Signal.
Und deswegen wird natürlich weiterhin mit dieser restriktiven Geldpolitik gerechnet.
Wir haben es auch sofort gesehen an den Renditen der US-Staatsanleihen.
Die stiegen aufgrund dessen kräftig.
Und deswegen im August haben wir den Taktgeber der Aktienbörsen, ist wirklich der Anleihenmarkt.
Und hier müssen wir ganz genau schauen, was die FED macht.
Sie ist schon hawkisch eingestellt.
Also restriktive Geldpolitik sehen wir hier.
Was dann natürlich bedeutet, steigende Renditen verteuern entsprechend die Finanzierung von Unternehmen und reduzieren natürlich dann auch den Gegenwert der künftigen Gewinne.
Und das wird ganz ausschlaggebend sein.
Also alle Augen in dieser Woche auf Kevin Walsh, der tatsächlich ja als neuer FED-Chef in Jackson Hole bei der traditionellen Notenbankertagung in Wyoming dann seinen ersten großen Auftritt hat und dort auch reden wird und reden muss.
Er hatte ja eigentlich angekündigt, er will gar nicht mehr so viel reden und den Märkten angedeutet, ich lasse euch mal so ein bisschen in der Unsicherheit.
Aber das rächt sich jetzt schon nach wenigen Monaten im Amt, merkt man.
Und ja, ich bin auch sehr gespannt.
Mittwoch, Donnerstag werden wir, glaube ich, mehr wissen, in welche Richtung es in den USA gehen wird.
Ja, aber uns beiden gefällt natürlich dieses Szenario.
Wir sind ja nicht so fokussiert auf die KI und Technologiewerte.
Wir sind ja immer diejenigen, die sagen, breite Streuung und sich auch mal die Evergreen-Aktien angucken.
Und das sehen wir jetzt gerade.
Der Markt wird selektiver, der Markt wird breiter.
Die Aktien sind weiterhin immer noch sehr robust und stabil.
Aber du siehst schon, dass die breite Mischung momentan noch zur Rendite führt.
Wir sehen es auch an der Entwicklung von Bitcoin und Gold.
Da scheint etwas gerade zu schmurgeln und im Argen zu sein.
Und daher, die nächsten Wochen werden spannend.
Gut, dass wir so gut ausgeruht sind, lieber Timo.
Ja, wir kommen jetzt zu Meta.
Die Geschichte beginnt, kurzer Rückblick, 4.
Februar 2004.
Wir wissen es, als Mark Zuckerberg gemeinsam mit seinen Mitgründern Facebook startete.
Und was zunächst als soziales Netzwerk nur für Studenten beginnt, entwickelte sich in wenigen Jahren zu einem globalen Kommunikationsgiganten.
2012 geht Facebook an die Börse.
Dann gab es noch zwei ganz entscheidende strategische Übernahmen.
Das war 2012.
der Kauf mit einer Milliarde US-Dollar von Instagram.
Und 2014 folgte dann WhatsApp.
2021 erfolgte schließlich die Umbenennung dann von Facebook in Meta-Plattforms.
Und ja, die Dimensionen sind gewaltig.
Meta erreicht mit seinen Produkten weltweit inzwischen mehr als drei Milliarden Menschen.
Aber wir kennen das Unternehmen, wir kommen also daher zu den aktuellen Zahlen.
Schauen wir uns mal die wirtschaftliche Realität des Unternehmens an.
Nach den jüngsten Zahlen für das zweite Quartal 2026 lag der Umsatz der Ergebnisse bei rund 60,8 Milliarden US-Dollar.
Das entspricht einem Wachstum von rund 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Gewinn je Aktie lag bei 6,18 Dollar und damit unter den Erwartungen einiger Analysten.
Und gleichzeitig sorgt aber vor allen Dingen eine Zahl für Diskussionen.
Metaplant für 2026 inzwischen Investitionen, vor allen Dingen in KI-Infrastrukturen, Rechenzentren von etwa 130 bis 145 Milliarden US-Dollar.
Und das ist deswegen so wichtig, weil der freie Cashflow dadurch im Quartal massiv unter Druck geraten ist.
der lag nur noch bei 784 Millionen Dollar, nachdem er im Vorjahresquartal noch deutlich höher ausgefallen war.
Und das zeigt jetzt ganz genau dieses Spannungsfeld, was wir bei Meta haben.
Das operative Kerngeschäft wächst weiter.
Aber wichtig ist natürlich, Es gibt weniger Geld in der Kasse.
Das bedeutet, die Investitionen, die Mark Zuckerberg da zukünftig plant, in KI und Rechenzentren müssen natürlich irgendwann dann auch Geld bringen oder müssen entsprechend auch mal irgendwann in Wachstum generiert werden.
Das Geld wird also etwas knapper und jetzt kommt, wie wir im Intro schon gesagt haben, etwas ganz Wichtiges hinzu.
Und damit wird das ernst, nämlich der Mammutprozess in Kalifornien hat begonnen.
Richtig, genau.
Da gibt es verschiedene Klagen, die sich da zusammengeschlossen haben.
Mehrerer Bundesstaaten, diese Klagen werden koordiniert, insgesamt über 30.
Und sie werfen Metaphor Instagram und Facebook bewusst so.
angelegt zu haben mit manipulativen Mechanismen, dass Kinder und Jugendliche im Grunde genommen süchtig werden, wenn sie da durchscrollen und sich die neuesten Einträge anschauen und Videos anschauen.
Sie kommen gar nicht mehr davon los, was das Interessante jetzt eben ist.
Ich meine, ich habe auch drei Kinder davon, zwei zumindest in diesem Facebook, Instagram.
Alter, die sind gar nicht mehr so sehr auf Facebook und Instagram unterwegs, sondern eher einfach auf YouTube und TikTok.
Aber tatsächlich, dieses Crawlen, das macht süchtig, diese permanente Präsenz neuer Angebote.
Und wir versuchen als Eltern da immer dagegen zu halten und die Nutzung einzuschränken.
Aber irgendwann sind die Kinder auch so groß, dass man es irgendwie auch nicht mehr begründen kann.
Und das ist tatsächlich ein Dilemma.
Das wird in diesen Klagen jetzt aufgearbeitet.
Insofern bin ich auch selber sehr gespannt, was da...
rauskommen wird.
Ich hätte gar nichts dagegen, wenn zum Beispiel Facebook oder Meta verpflichtet wird, da andere Mechanismen einzubauen, sozusagen Pausen, Zugänge einzuschränken, Altersbeschränkungen stärker einzuführen.
Also das alles für mich als Vater von zwei Mädels irgendwie hochwillkommen.
Dann musst du aber die Aktie auch aus dem Depot schmeißen.
Richtig.
wenn es dazu kommt.
Hinzu kommt übrigens noch, dass die Daten von den Kindern unter 13 Jahren höchstwahrscheinlich ohne die erforderliche Zustimmung gespeichert wurden.
Das ist auch noch eine Anklage, die hier im Raum steht.
Und deswegen geht es ja eben nicht nur darum, dass da möglicherweise die Mechanismen verändert werden in diesen Klagen, sondern es geht tatsächlich auch um Strafzahlungen, es geht um Schadensersatzzahlungen.
Eltern, die sich diesen Klagen auch angeschlossen haben oder sie zum Teil initiiert haben und sagen, unsere Kinder sind geschädigt worden.
Und all das kann für den Konzern ganz akut sehr, sehr teuer werden.
Da stehen Summen von mindestens 100 Milliarden, manche sprechen sogar mehreren hundert Milliarden an Straf- und Schadensersatzzahlungen im Raum.
Und da stellt sich ja dann schon die Frage, du hast gerade die Unternehmenszahlen erwähnt, der Umsatz wächst rasant, das ist alles total solide, stimmt ja.
Gleichzeitig diese hohen Investitionen in künstliche Intelligenz und neue Rechenzentren, wo ich mal sagen würde, fast kein Konzern unter den großen Tech-Giganten in den USA.
fährt da so einen heißen Reifen wie Mark Zuckerberg mit Meta.
Und jetzt kommen diese Klagen dazu.
Das heißt, Petra, wie schätzt du das ein?
Wie bedrohlich ist diese Gemengelage für den Facebook-Mutterkonzern?
Das kann sehr bedrohlich werden, weil gerade in dieser Zeit, wo natürlich Meta mit Mark Zuckerberg unter allen Umständen vermeiden möchte, den Anschluss zu verpassen an die zukünftige Entwicklung der künstlichen Intelligenz.
will und wird er weiter investieren müssen.
Und wenn man dann merkt, das Geld wird weniger in der Kasse und es dauert halt noch, bis hier wirklich Wachstum und Gewinne generiert werden aus diesem Geschäft.
Und dann kommt jetzt ein solches Risiko von hohen Strafzahlungen oder vielleicht auch Vergleichszahlungen, wir wissen ja noch nicht, wie es ausgeht, hinzu.
Sollte man wirklich als Anleger sehr genau hinschauen, was da in den kommenden Wochen und Monaten passiert.
Also es gibt ja mehrere...
Wir haben ein Szenario und das ist natürlich, dann käme Meta mit einem blauen Auge davon, dass Meta am Ende gewinnt.
Das bleibt halt abzuwarten, beziehungsweise der finanzielle Schaden begrenzt bleibt.
Dann glaube ich, ist der Kursrückgang, den wir jetzt schon aufgrund der Unsicherheit gesehen haben, könnte auch relativ schnell wieder aufgeholt werden.
Das zweite Szenario, was wir eben schon kurz angesprochen haben, es kommt zu einem Vergleich.
Das würde bedeuten, Meta muss schon eine relativ hohe Summe zahlen.
Könnte dann aber sein, dass dieses Geschäftsmodell, wovon Meta wirklich lebt und weiterhin leben muss, nicht konterkariert wird.
Auch das wäre nochmal ein blaues Auge.
Szenario drei, und das ist das absolute Worst-Case-Szenario für die Zukunft von Meta, ist halt Meta verliert und muss das Geschäftsmodell verändern.
Und genau hier würde dann für die Aktionäre langfristig wirkliches Bitter werden, weil was passiert dann, wenn ich das Geschäftsmodell verändere?
Du hast es eben gesagt, wenn Pausen eingebaut werden und so weiter.
dann wird auch die Verweildauer der Nutzer auf diesen jeweiligen Plattformen kürzer werden.
Und genau daraus erzielt man ja die Werbeerlöse.
Das wird Druck auf die Margen geben.
Und dann haben wir hier wirklich ein Problem.
Sehr, sehr spannende Lage bei Meta.
Die Aktie steht ja aktuell bei 550 Dollar, ist unter den Tech-Konzernen eigentlich eher so die schwächste in diesem Jahr.
hat also schon so 15, 20 Prozent seit Jahresanfang verloren, ist wahrscheinlich im Grunde genommen so eine Abwarteposition im Moment.
Man hat jetzt so ein bisschen schon quasi diese Rechtsrisiken vielleicht versucht einzupreisen, aber man weiß nicht so richtig, wie es weitergeht in diesen Prozessen.
Da ist es ja häufig so, wenn...
Dieses US-Justizsystem einmal wirklich anfängt zu arbeiten, dann kommen auch Dinge raus.
Das hat man jetzt schon in den ersten Prozesttagen gesehen.
Da werden E-Mails vorgelesen, interne Vermerke, wonach sozusagen alle Warnungen, dass man hier eigentlich ein Problem hat, in den Wind geschlagen wurden und man gesagt hat, nein, wir machen trotzdem genauso weiter, weil wir brauchen das für unsere Umsatzziele.
Da kann ich mir schon vorstellen, dass da so eine gefährliche Dynamik jetzt.
für dieses Unternehmen entsteht.
Du hast recht, wenn es dann doch glimpflich ausgeht, dann tatsächlich ist dieses Unternehmen wahnsinnig robust aufgestellt und ist ja wirklich eine Cash-Maschine, trotz dieser hohen Investitionen.
Und dann kann man davon ausgehen, dass Mark Zuckerberg sich in eine sehr gute Position in diesem KI-Wettrennen gebracht hat.
Ja, es ist wirklich schwierig aktuell zu beurteilen.
Deswegen, ich würde mich da auch komplett zurückhalten.
Es ist natürlich klar, Meta ist eine der faszinierendsten Aktien im Tech-Sektor, operativ stark und KI extrem ambitioniert.
Aber man sieht halt einfach, was in Amerika möglich ist.
Und diese Klage und daher, du hattest ja kurz mal angesprochen, ob das vielleicht so eine Parallele ist zur US-Tabakindustrie, als hier plötzlich verboten wurde mit Werbung, das Ganze darzustellen.
Das sehe ich ehrlich gesagt nicht.
Mich wundert auch, dass man diese Klage hier letztendlich so führen kann.
Ich glaube, das wäre bei uns gar nicht möglich.
Zigaretten sind für mich halt ein klar abgrenzbares physisches Produkt, was...
definitiv krank macht.
Das wissen wir, das ist ein Konsum, der krank macht.
Und da sollte man die Werbung einstellen.
Aber ehrlich, Social Media ist eine digitale Plattform.
Und das hat sehr unterschiedliche Nutzungsformen.
Also für mich ist das wesentlich komplexer, diese Diskussion, als wir das in der Tabakindustrie hatten.
Und daher ist es wirklich gespannt.
Ich würde hier das erste Mal halt dann nicht auf den Chart gucken bei der Beurteilung der Aktie, sondern wir müssen wirklich in den Gerichtssaal gucken, was da weiterhin passiert.
Aber ich wäre hier sehr, sehr vorsichtig.
Das kann auch rasant nach unten gehen und wir wissen vorher nicht, was da hier für ein Urteil gefällt wird.
Ja, Moderna erlangte weltweit Berühmtheit durch die Entwicklung seines Covid-19-Impfstoffs Spike Vax.
Wir haben ja ein paralleles Unternehmen sozusagen in Deutschland, nämlich BioNTech, die etwas ganz Ähnliches damals gemacht haben und die auch etwas ganz Ähnliches vorhaben.
Im Grunde genommen verhandeln wir jetzt beide so ein bisschen miteinander erst mal.
Moderna und BioNTech wurden gegründet nicht um...
Corona-Impfstoffe oder Grippe-Impfstoffe zu entwickeln, sondern das ursprüngliche Ziel dieser beiden Unternehmen war es, Impfstoffe gegen Krebs zu entwickeln auf der Basis der sogenannten mRNA-Technologie.
Dabei wird sozusagen wenn ich das jetzt richtig sage, aus den entsprechenden Krankheitserregern eine Gensequenz herausgenommen und man versucht dann einen sehr individualisierten Impfstoff für eine bestimmte Erkrankung zu entwickeln, die man dann wieder als Patient gespritzt bekommt und die dann den Tumor oder den Krankheitserreger angreift und ausschaltet.
Das Ganze wurde dann überlagert durch die Corona-Pandemie und man hat festgestellt, wir können unsere Technologie vielleicht auch zur Entwicklung eines Corona-Impfstoffes einsetzen.
Und siehe da, das hat damals auch sehr, sehr gut funktioniert, sowohl für Biontech als auch für Moderna.
Sie haben damals in wenigen Jahren sehr viel Geld verdient.
Wir wissen das alle.
Wir haben über ...
Biontech hier an dieser Stelle auch schon häufig gesprochen.
Und danach dieser Pandemie sind beide Unternehmen wieder in ihren Ursprungsmodus zurückgekehrt und haben sich der Entwicklung von Onkologiepräparaten, also Krebspräparaten, gewidmet.
Bei Biontech war in den letzten Monaten und Jahren einiges los.
Die Gründer haben das Unternehmen verlassen.
Wir haben auch wenig davon wieder gehört.
Und jetzt hat allerdings Moderna im Grunde genommen einen Durchbruch vermeldet in der vergangenen Woche, nämlich bei der Entwicklung einer speziellen Form, aber durchaus weit verbreitet, des schwarzen Hautkrebses.
Da hat ein moderner Impfstoff in Kombination mit einem schon etablierten Krebsmedikament des US-Pharmakonzerns Merck, das Medikament heißt Keytruda, tatsächlich In der entscheidenden klinischen Phase 3 an etwa 1.100 Patienten, also es war auch eine sehr große Studie, eine signifikante Verbesserung in der Behandlung dieses schwarzen Hautkrebses gezeigt.
Die Patienten wurden nicht mehr so häufig rückfällig und es gab kein Neuauftreten des Krebses.
So, das war ein signifikanter Fortschritt.
Diese Studie wurde veröffentlicht oder die Ergebnisse wurden zumindest grob veröffentlicht.
Und das hat in der vergangenen Woche tatsächlich für Moderna, für Merck, aber lustigerweise auch für Biontech, weil man eben sieht, die Technologie funktioniert.
Das war das erste Mal, dass man jetzt bei Krebs gesehen hat, auch dort funktionieren mRNA-Impfstoffe oder können funktionieren, zu einer regelrechten Kurs-Explosion geführt.
Die Moderna-Aktie 177, 178 Prozent im Plus.
Danach ist sie wieder ein bisschen runtergekommen.
Und Petra, die Frage an dich, ist das jetzt tatsächlich ein großer Durchbruch?
Ich glaube, ja, wahrscheinlich.
Aber was bedeutet das für Aktionäre oder für Investoren, die sich überlegen, in diesem Bereich zu engagieren?
Sei es bei Moderna oder vielleicht auch bei BioNTech oder bei Merck zum Beispiel, die ja am Ende auch in der Distribution dieses Medikaments beteiligt sind und ich glaube auch die Hälfte des Gewinns einstreichen werden.
Also das sind genau die Storys, die mir im Podcast so wahnsinnig viel Spaß machen, weil das sind natürlich auch Entwicklungen, die uns alle betreffen.
Und das kann in der Tat ein riesengroßer Durchbruch sein.
Und nochmal an dieser Stelle, um die Akte zu verstehen, muss man halt wissen, dass Moderna kein klassischer Pharmakonzern ist, der Medikamente herstellt, sondern es geht hier um eine Technologieplattform, die wiederum dann die mRNA-Medikamente herstellen kann.
Und was halt da jetzt passiert ist, das finde ich selbst so interessant.
Interessant, weil ich auch Hautkrebspatient bin, ist halt nicht, dass man dieses Melanom, den Tumor, entfernt hat, sondern dass im Anschluss kein Rezidiv aufgetreten ist.
Also die Kombination von Merck und Moderna dieser beiden Medikamente oder dieser beiden Anwendungen hat gezeigt, dass danach es eine Entwicklung gibt, dass im Grunde genommen das Immunsystem den Tumor so analysiert hat oder vorher so analysiert hat.
dass die neu entstehenden Krebszellen erkannt und sofort angegriffen werden.
Und jetzt ist natürlich dieser Wahnsinnsdurchbruch, der diskutiert wird.
Bei Covid hat es halt nicht wirklich funktioniert.
Bei Covid war es nur Covid.
Aber man forscht weiterhin in den potenziellen Bereichen wie Grippeviren, wie Atemwegserkrankungen, Norovirus, seltene Krankheiten und wie du eben gesagt hast, individualisierte Krebsmedizin.
Das bedeutet, wenn wirklich dieser Ansatz jetzt bei Hautkrebs, bei Melanomerkrankten funktioniert, was wäre, wenn genau dieser Ansatz, Krebszellen zu erkennen oder mutierte Zellen zu erkennen und bewusst anzugreifen, wenn das auf alle anderen Krankheiten skalierbar wäre, dann wäre das ein irrsinniger Durchbruch.
Und dann muss man halt schauen, Wie geht es weiter?
Der Durchbruch alleine ist sensationell, aber der Ganze, wenn wir das aus Aktionärssicht betrachten, muss er natürlich auch profitabel für das Unternehmen gemacht werden.
Und da müssen wir uns schon die Frage stellen, wir haben jetzt diesen unglaublich positiven wissenschaftlichen Bereich, das funktioniert.
Wir wissen...
Es kann einen Milliardenmarkt eröffnen.
Die Plattform könnte dann skalierbar sein auf andere Krankheiten.
Und dann kommen wir aber zu dem Punkt, wie können wir das Ganze monetarisieren?
Und das ist die Frage, die sich uns Aktionären stellt und die ist per heute noch nicht beantwortet.
Und das ist ja tatsächlich relativ schwer zu beurteilen, weil der Aktienkurs ist jetzt schon Richtung 150 Dollar geschossen.
Der kommt im Grunde genommen aus der Zeit davor, da stand der so bei 50, 60 Dollar.
Und jetzt also bei 140, 150 Dollar.
Wir haben kein richtiges KGV, weil das Unternehmen ist ja an sich nach wie vor hochdefizitär.
Die forschen ja nur, die haben keine großen Einnahmen.
Lustigerweise, wenn man sich jetzt zum Beispiel die Aktie von Merck anschaut, auch dort.
Das ist ein breit aufgestellter, solider Pharmakonzern.
KGV aber jetzt nach diesem Kurssprung bei über 90.
Also auch dort schon sehr viel wahrscheinlich von der Erwartung und der Hoffnung eingepreist.
Das heißt doch, im Grunde genommen muss man jetzt erstmal sagen, okay, da waren wir jetzt nicht dabei, wenn man nicht dabei war.
Jetzt warten wir einfach mal ab, statt auf diesen Zug nochmal zu versuchen aufzuspringen und gucken, ob man irgendwie...
vielleicht in den nächsten Monaten oder Jahren sich mal eine Gelegenheit bietet, wenn die Aktie aufgrund eines Rückschlags wieder mal runterkommt, oder?
Ja, also der Einschlag, dieser positive Einschlag ist jetzt durch.
Jetzt muss halt dieser ganze Rattenschwanz hinterherkommen.
Und ja, wir wissen jetzt, das Melanom ist nicht das Endprodukt.
Das ist der Beweis, dass die Plattform funktioniert.
Das war der Durchbruch, aber das ist noch keine zugelassene Goldgrube, die wir hier haben.
Jetzt müssen wir erstmal gucken, wie sehen denn zum Beispiel die absoluten Überlebensraten aus.
Das haben wir noch nicht und das dauert natürlich sowas.
herausbekommen.
Es gibt Sicherheitsprofile, die in der Zusammenwirkung beider Medikamente getestet werden müssen.
Dann ist die Frage, wie teuer ist die Herstellung, wenn wir wirklich Tausende oder Millionen potenzielle Patienten haben sollten.
Im Moment ist es eine sehr teure personalisierte Krebstherapie.
Und das ist alles noch nicht entschieden.
Deswegen glaube ich, der erste Hype ist hier durch.
Das haben wir gesehen.
Wer dabei war, Glückwunsch, konnte man aber nicht ahnen.
Moderna ist ...
Ist halt nicht mehr die Frage, wie können wir diese wegbrechenden Corona-Umsätze auffangen, sondern plötzlich stellt sich natürlich die Frage, ist das echt ein Zukunftsaktier?
Das Potenzial ist enorm, aber es wird noch dauern und die Geschichte beginnt hier gerade erst.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass der Kurs jetzt mit der Zeit auch wieder so ein bisschen abbröckelt.
Ja, es geht spannend weiter.
Wir kommen zu Albemall.
Das ist kein junges Start-up mehr, das sich ausschließlich vom Elektroauto-Boom ernährt.
Das Unternehmen hat nämlich eine ganz lange Geschichte, die bis ins 19.
Jahrhundert zurückreicht.
Und die heutige Albemall Corporation entstand bereits 1994 und hat ihren Sitz in North Carolina.
Über viele Jahre war das Unternehmen vor allen Dingen ein Spezial-Chemie-Unternehmen.
Lithium war wichtig, aber noch nicht die alles dominierende Investment-Story.
Das änderte sich natürlich dann mit dem weltweiten Boom bei Elektroautos und durch die Batteriespeicher.
Lithium wurde damit zum strategischen Rohstoff, weil Lithium ein zentraler Bestandteil vieler moderner Lithium-Ionen-Batterien ist.
Und damit entwickelte sich natürlich auch Albemore zu einem der weltweit führenden Lithium-Produzenten.
Und das Unternehmen hat Produktions- und Ressourcenstandorte nicht nur in den USA, sondern auch in Chile, in Australien und auch in China.
Und natürlich für uns die wichtigste Ausrichtung jetzt ist dieses Energie-Storage, also das Speichern von Energie, wo natürlich die Batterien, die Lithium brauchen, besonders nachgefragt sind.
Die Kunden von Albemol sind Batteriehersteller und Unternehmen, die Batteriematerialien für Elektrofahrzeuge und auch stationäre Energiespeicher benötigen.
Und hierin liegt natürlich auch für uns Aktionäre der größte Hebel.
Das bedeutet, wenn die Lithiumpreise steigen, kann und wird sich die Profitabilität von Albemore sehr schnell verbessern.
Wenn die fallen, aber passiert genau das Gegenteil.
Und das macht den Aktieninvestor zu einem wirklichen Anleger, der sehr starke Nerven haben muss, aber langfristig vielleicht dafür auch belohnt wird.
Aber tatsächlich ist das ja ein total faszinierender Markt.
Das war mir gar nicht so klar, dass Lithium so schwankungsanfällig ist in den Preisen, weil ich ja erst mal annehmen würde, dass auf der Nachfrageseite wir eine konstante Zunahme im Grunde genommen haben und ein konstantes Nachfragewachstum.
Du hast es erwähnt, Elektromobilität, Ausbau von Batteriespeichern, überall dort wird Lithium gebraucht für die Entwicklung von Batterien und den Bau von Batterien.
Und das ist ja weltweit ein Megatrend, egal ob China, Afrika, Indien, Südamerika, selbst die USA und auch Europa investiert massiv in den Ausbau dieser, sage ich mal, Lithium-basierten Batterieinfrastruktur.
Und dann schwanken aber die Preise so massiv, was ich mir ja nur erklären kann, dadurch, dass es auf der Angebotsseite offensichtlich enorme...
ja fast schon Schocks geben muss, in dem Sinne, dass entweder es massive Angebotseinbrüche gibt, die dann zu einer Verknappung führen, weshalb diese kontinuierliche Nachfrage nicht mehr befriedigt werden kann.
Oder umgekehrt, es gibt auf einmal so Angebotsüberschüsse.
Aber kommen die bitte schön, weil das sind ja alles Minenprojekte.
Das ist wahrscheinlich, nehme ich mal an, relativ teuer und kapitalintensiv, sich so eine Lithium-Mine zu erschließen.
Das wird ja auch manchmal aus Sohle gewonnen und aus dem Boden gepumpt und so weiter.
Warum ist dieser Markt für Lithium so schwankungsanfällig?
Kannst du mir das erklären?
Ja, und warum er gerade auch wieder so interessant wird.
Deswegen haben wir das Unternehmen ausgesucht.
Also um die aktuelle Situation zu verstehen, müssen wir ein bisschen zurück.
Der extreme Lithium-Boom, den wir erlebt haben, erreichte seine Höchstphase in den Jahren 2022 und 2023.
Da kam der ganze E-Automobil-Boom dazu.
Das war wirklich die Höchstphase.
Wie das immer so ist, die Höchstphase ist erreicht.
Der Markt drehte dann sehr abrupt.
Es kamen halt neue Produktionskapazitäten hinzu.
Gleichzeitig entwickelte sich aber die Nachfrage bei den Elektroautos zeitweise weniger dynamisch, als das viele Marktteilnehmer wirklich erwartet hatten.
Und die Folge davon ist, du hast es eben schon gesagt, Überangebot.
Und daraufhin brachen die Lithiumpreise wirklich...
drastisch, dramatisch ein, teilweise mehr als 90 Prozent unter den Höchstständen von 2023.
Und das bedeutete auch für Albumall, dass halt hier erhebliche Folgen zuschlugen.
Also das Unternehmen musste Kosten senken.
Projekte mussten überprüft werden, die Kapazitäten wurden angepasst.
Doch genau diese Phase der niedrigen Preise führte gleichzeitig dazu, dass natürlich auch weltweit Projekte verschoben, gestoppt oder auch komplett aufgegeben wurden.
Und jetzt sehen wir genau wieder so ein bisschen die andere Entwicklung.
Jetzt dreht das Ganze wieder, das Überangebot nimmt langsam ab.
Jetzt kommt aber dazu, der Lithiumpreis steigt wieder etwas an und weltweit wurden Projekte verschoben, gestoppt, ganz aufgegeben, wie auch immer.
Albumall ist aber noch am Markt da.
Also das heißt...
Höhere Nachfrage, jetzt haben wir plötzlich wieder weniger Angebot im Raum.
Der Lithiumpreis steigt und Erbemol ist da als weltweiter Lithiumproduzent und kann mehr liefern als vielleicht andere.
Wir haben hier also wirklich einen enormen doppelten Hebel, was auch der Grund war für uns, das Unternehmen uns heute anzuschauen.
Es ist ja tatsächlich in einer interessanten Situation, jetzt gucke ich hier mal doch auf den Chart.
Wir stehen so bei 140, 145 Dollar aktuell, die Aktie ist.
in diesem Jahr seit Jahresbeginn schon deutlich runtergekommen.
Die stand schon mal so bei knapp 200 Dollar.
Das heißt, du siehst hier wahrscheinlich so eine gewisse Einstiegs- und Erholungschance nochmal angesichts dieser Marktentwicklung.
Das andere, was ich interessant finde bei dieser Aktie ist, die hat zwar auf der Unternehmensseite, also bei Umsatz und Gewinn, totale Schwankungen und diese Schwankungen sieht man sogar auch im Chart.
Daneben aber oder dazu gibt es allerdings eine hohe Dividendenkontinuität, die man vielleicht so gar nicht erwarten würde.
Die zahlen ja tatsächlich eine Dividende, die seit Jahren und Jahrzehnten nicht nur nicht gekürzt wird, sondern jedes Jahr auch immer so leicht gesteigert wird.
Zuletzt waren es, glaube ich, ungefähr 1,64 Dollar je Aktie.
Das macht eine Dividendenrendite von etwas über einem 1,2 Prozent.
Also ist jetzt nicht ein wahnsinnig attraktiver Dividendenwert, aber man würde es gar nicht erwarten.
Es scheint diesem Unternehmen dann trotzdem wichtig zu sein, die Anteilseigner an der Stelle auch jedes Jahr zu bedienen, selbst wenn es auf der aktuellen Geschäftsseite gar nicht so danach aussieht.
Ja, das definitiv, aber die Dividende würde ich hier völlig außer Acht lassen, weil die Schwankungen sind enorm.
Wir haben hier wirklich eine Spekulation auf die Lithiumpreise, aber genau das ist auch, die aktuellen Zahlen zeigen, dass das Comeback mit Wir erzielen hier im zweiten Quartal einen Umsatz von 1,74 Milliarden US-Dollar mit dem Unternehmen.
Das waren schon 31 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.
Daher sehen wir hier, die operative Entwicklung läuft gerade wieder an.
Und noch mal, der wichtigste Treiber war und ist Lithium.
Wenn wir hier die Erholung sehen, haben wir bei dem Unternehmen diese enormen Chancen, dass halbemal der direkte Profiteur.
der langfristig steigenden Batteriennachfrage ist.
Jetzt kommt ja nicht nur der E-Auto-Boom dazu, sondern wir haben ja natürlich auch den Ausbau von KI und Cloud-Infrastruktur.
Und damit könnte natürlich auch der Markt für die Batteriespeicher weiterhin ausgebaut werden.
Nicht nur könnte, er wird das sogar.
Und dann haben wir dadurch natürlich eine enorme operative Hebelwirkung.
Die Risiken sind ganz klar.
Wir sind hier natürlich am Lithiumpreis gebunden.
Vielleicht Überkapazitäten, die wieder aus China kommen, wenn Elektroautos weniger wachsen sollten, als das erwartet wurde.
Wobei ich glaube, die Sau ist wirklich schon durchs Dorf getrieben worden.
Werden wir auch hier entsprechende Einbrüche sehen.
Lithium ist kein Softwaregeschäft.
Wir haben hier also hohe Kapitalintensität.
Das darf man auch nicht verachten.
Aber ...
Als Anleger, meine persönliche Investmentfrage ist daher nicht, glaube ich an Lithium, ich glaube daran, sondern ich muss mir als Anleger die persönliche, individuelle Frage stellen, kann ich diese extremen Schwankungen eines Lithiumzyklus wirklich aushalten?
Wenn ich das kann, bitte das Unternehmen anschauen.
Das war mal wieder Aktien fürs Leben.
Nach der Sommerpause sind wir zurück.
Es war sehr schön, Petra.
Vielen Dank für diese Woche und diese spannenden Einsichten.
Und wir sagen bis nächste Woche.
Genau, oder mit den Worten von Arnold Schwarzenegger, we are back.
In diesem Sinne, halten Sie die Ohren steif.
Dankeschön, bis dann.
Tschüss.
Aktien fürs Leben, der Vermögenspodcast von Capital mit Petra Ahrens und Timo Pache.
