# Siemens Energy Spinoff and AI Market Shifts

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-08-26

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über das Rekordhoch der Allianz-Aktie, einen erneuten Kurssprung bei Moderna und einen echten Dämpfer für sportartige Konzerne.
Im Thema des Tages dreht sich alle um eine milliardenschwere Ausgliederung bei Siemens Energy und in der AAA-Day nennen wir euch Produkte, mit denen ihr das Paradoxon des Rentenmarkts für euch auflöst.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Daniel Eckert und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Mittwoch, der 26.
August und wir wünschen euch einen geduldigen Start in den Tag.
Geduld braucht ihr, weil der wichtigste Termin des Tages erst heute Abend ansteht.
Bis dahin haben die Anleger gestern aber das gemacht, was sie vor großen Zahlen meistens tun, vorsichtig zugreifen.
Der S&P 500 gewann 0,3 Prozent, der Nestec 100 legte 0,7 Prozent zu.
Der Termin heute Abend heißt natürlich Nvidia.
Der wertvollste Konzern der Welt, der legt Quartalszahlen vor und die sind ja längst kein Unternehmensereignis mehr allein, sondern der Konjunkturbericht des gesamten KI-Booms, so kann man das nennen.
Und wie nervös die Branche vorher ist, das zeigen zwei Handelstage zum Start der Woche.
Da wurden Chipwerte auf breiter Front abverkauft.
Gestern dann drehte die Stimmung.
Nvidia und Micron gingen in einem deutlichen Plus aus dem Handel.
Geholfen hat dabei auch wieder der Ölpreis.
US-Finanzminister Scott Bassett hatte ja neue Sanktionen gegen den Iran angekündigt.
Konkret wurde er dabei nicht so wirklich und genau das hat der Ölmarkt als Entwarnung gelesen.
Ein Fastbrand zur Lieferung im November kostete rund 87 Dollar und damit 3,8 Prozent weniger als am Vortag.
Das US-Leichtöl-WTI verbildigte sich um 3,3 Prozent auf 82 Dollar.
Ja und anders als zuletzt hat der Anleihenmarkt diesmal mitgespielt.
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen, die fiel von 4,70 auf 4,63 Prozent.
Am kurzen Ende ging es runter von 4,24 auf 4,18 Prozent.
Die 30-jährige Rendite, die rutschte sogar von 5,23, das war wirklich ein ziemlich hohes Niveau, auf 5,16 Prozent.
Die ganze Kurve ist also ein Stück nach unten gewandert.
Billiges Öl heißt weniger importierte Inflation und weniger Inflation heißt mehr Spielraum für die Fed.
Und das ist der eigentliche Grund für die gute Laune bei Tech.
Diesen Spielraum kann die US-Wirtschaft auch wirklich gut gebrauchen.
Das Verbrauchervertrauen des Conference Board sank im August auf.
89,4 Punkte nach revidierten 90,2 Zählern im Juli.
Ökonomen hatten mit 90,2 Punkten jetzt auch im August gerechnet.
Es ist der zweite Rückgang in Folge und genannt werden vor allem die Preise für Öl und Gas als Hauptgrund dafür.
Die Inflationsrate lag im Juli bei 3,4 Prozent nach 3,5 im Juni.
Die Entwicklungen rund um den Iran-Krieg landen also direkt im Portemonnaie der Amerikaner.
Wie schnell das auf die Aktien durchschlagen kann, das hat Dix Sporting Goods vorgeführt.
Der Sportartikelhändler senkte die Prognose.
Die Aktie brach im frühen Handel um rund 25 Prozent ein, um ein Viertel.
Und Schuld daran ist vor allen Dingen Footlocker.
Die Kette hatte ja Dix erst im vergangenen Jahr übernommen.
Und das hat sich eben erst mal nicht ausgezahlt.
Der Schreck, der lief dann aber durch die ganze Branche.
Nike verlor 2,8 Prozent, Under Armour 3,3 Prozent und in Europa, da gab es bei Adidas was auf dem Deckel, die gingen 1,7 Prozent Schwäche aus dem Handel und Puma verloren 1,2 Prozent.
Nach oben ging es dagegen bei Moderna mit fast 15 Prozent, nachdem der Konzern ja in der vergangenen Woche mit einem Durchbruch bei Krebsmedikamenten seinen Börsenwert verdoppelt hatte.
Moderna war damit auch Tagessieger am S&P 500 und Merck und Co., die bei dem Vorhaben ja mit Moderna kooperieren, die kletterten um 4 Prozent auf ein neues Rekordhoff von 156 Dollar.
SpaceX, die Firma von Elon Musk, baut derweil für 100 Milliarden Dollar einen dritten Startplatz, also so ein Weltraumbahnhof.
Lusianos Gouverneur Jeff Landry hat die Anlage genehmigt auf rund 506 Quadratkilometern in der Küstenregion Pekin Island.
Ich glaube 506 Quadratkilometer, das ist so fast ein Fünftel vom Saarland, von der Fläche.
Und größer als Bremen.
Größer als Bremen, muss man sich mal vorstellen.
Geplant sind auf dieser Fläche fünf Startkomplexe mit je zwei Rampen, dazu eine Treibstofffabrik, eigene Kraftwerke und Wohnungen für die Mitarbeiter und deren Familien.
Die SpaceX-Aktie legte im deutschen Handel gut zwei Prozent zu.
Ja und Bitcoin ist gestern das erste Mal seit Mitte Mai wieder über die Marke von 80.000 Dollar gestiegen.
In der Spitze sogar auf gut 81.200 Dollar.
In einer Woche steht ein Plus von 25 Prozent damit und seit dem Juli tief bei knapp 57.700 Dollar sind es fast 40 Prozent mittlerweile, die der Bitcoin da aufgeholt hat.
Dazu kamen noch 1,92 Milliarden Zuflüsse in Bitcoin ETFs in den vergangenen Wochen so viel wie seit Oktober 2025 nicht mehr.
Vom Allzeithoch bei gut 126.000 Dollar ist die Kryptowährung trotzdem noch gut 36 Prozent entfernt.
Ja und wo wir über Aktien reden, in Deutschland lief es gestern noch besser als in New York.
Der DAX, der stieg um 0,6 Prozent auf 26.266 Zähler und man kann sagen, er hat seinen Rekordhoch von 26.574 Punkten, damit wieder in Sichtweite.
Der MDAX, der gewann noch ein bisschen stärker um 0,7 Prozent.
Rückenwind kam in Deutschland von der Konjunkturseite.
Das IFO-Geschäftsklima, das fiel im August besser auf.
Aus als erwartet und ist jetzt das vierte Mal in Folge gestiegen.
Und das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal, das wurde vom Statistischen Bundesamt gleich nach oben revidiert von 0,2 Prozent auf 0,3 Prozent.
Und damit ist die Bundesrepublik als Europas größte Volkswirtschaft drei Quartale in Folge gewachsen.
Vor allen Dingen getragen durch Nachfrage aus dem Ausland.
Einer der Tagessieger im DAX hieß Siemens Energy mit einem Plus von 2,7 Prozent.
Dazu gleich ausführlich mehr im Thema des Tages.
Noch stärker lief Deutz an der MDAX-Spitze mit gut 11 Prozent plus, weil gleich mehrere Analysten ihre Kursziele für den Motorenbauer deutlich erhöht haben.
Und beide Chip-Werten erholten sich Infineon um 1,3 und Swiss Microtec um 1,5 Prozent.
Die Aktie der deutschen Börse ist zudem im Tagesverlauf auf 289 Euro gestiegen und notiert damit nur noch ganz knapp unter ihrem Allzeithoch.
Im Mai 2025 hatten Investoren für das Papier des Börsenbetreibers 294 Euro gezahlt.
Es fehlen also nur noch wirklich ein paar Prozent.
Prozentchen kann man sagen.
Der Grund liegt auf der Hand.
Die deutsche Börse verdient an jedem Trade und bessere Marktstimmung im Inland und höhere Handelsvolumina, die landen dann indirekt oder direkt in ihren Erlösen.
Die deutsche Börse kratzt also am Rekord und die Allianz ist da schon einen Schritt weiter.
Die Aktie markierte gestern mit 451 Euro ein neues Allzeithoch.
Getragen wird der Lauf von den Halbjahreszahlen und vom eigenen Aktienrückkauf.
Seit dem Start des Programms Mitte März sind es rund 5,4 Millionen Stück.
Ein Unternehmen, das auf Rekordniveau weiter eigene Aktien einsammelt, sagt seinen Aktionären damit ziemlich klar.
Wir halten das Parkier immer noch für zu billig.
Zum Schluss noch eine Nachricht, die nicht nur deutsche Autoanleger beschäftigen wird.
Die Alphabet-Tochter Waymo will Ende 2027 in München einen fahrerlosen Taxidienst starten.
Schon in den kommenden Wochen sollen die ersten Fahrzeuge durch die Stadt zunächst manuell gesteuert werden, um das Straßennetz zu kartieren.
Nach London ist München damit die zweite europäische Stadt und die erste Stadt in der EU, in denen Waymo aktiv wird.
UAMO hat bislang mehr als 20 Millionen bezahlte Fahrten absolviert und zuletzt im Februar 16 Milliarden Dollar eingesammelt bei einer Bewertung von 126 Milliarden Dollar.
Es ist doppelt so viel, wie Volkswagen an der Börse gerade wert ist.
Profitabel ist der Dienst nach Analystenschätzungen trotzdem nicht.
Die deutsche Antwort darauf ist bisher ein Pilotbetrieb von VW-Tochter Meuer in Hamburg mit bis zu zehn Fahrzeugen und Sicherheitsfahrern an Bord.
So und jetzt freue ich mich auf die Termine.
Ja, der wichtigste Termin des Tages ist eindeutig um 22.20 Uhr unserer Zeit.
Das ist natürlich die Quartalsbilanz von Nvidia.
Ja und nach Börsenschluss in den USA berichten außerdem noch Salesforce, HP, Abercrombie und Fetch.
In Deutschland und Europa gibt es Quartalszahlen von Around Town und von der Vienna Insurance Group.
Dazu die Hauptversammlung von Prosus.
Und dann ist da noch VW, da stellt Konzernchef Oliver Blume abermals der Belegschaft den Sanierungsplan vor.
Um 9.30 Uhr soll es da losgehen in Emden und um 14.30 Uhr in Zwickau.
Es geht also voran mit den Sparmaßnahmen, könnte man sagen, oder zumindest sollen die vorgestellt werden.
Aber ich habe gehört, man ist da im Betriebsrat und auch im Land Niedersachsen ist ja ein wichtiger Anteilseigner, gar nicht so begeistert.
Und das Land, das will einen eigenen Plan vorlegen.
Mal sehen, was da rauskommt.
Das Thema des Tages.
Siemens Energy gibt sein Wasserstoffgeschäft ab und die Dampfturbinen gleich mit.
Der Aufsichtsrat hat das gestern am Abend in einer Sondersitzung durchgewinkt.
Danach ging Konzernschiff Christian Bruch an die Öffentlichkeit damit.
Die Sparte heißt Transformation of Industry und sie ist ein ganzes Unternehmen für sich.
5,7 Milliarden Euro Umsatz, 17.000 Beschäftigte.
Christian Bruch hat auch gleich mitgeliefert, warum das so sein soll.
Sein Investitionsschwerpunkt liegt auf der Stromerzeugung und der Stromübertragung, also auf Gasturbinen und Netzen.
Alles andere konkurriert um dasselbe Geld.
Und da wird es jetzt konkret in Gas und Netzen.
Da verdient Siemens Energy aktuell Margen von 20 Prozent.
Und Transformation of Industry, TOI, so die Abkürzung, das kam zuletzt auf rund 14 Prozent Marge.
Ja, wenn der Vollstand also entscheiden muss, wohin die nächste Milliarde fließt, ist diese Rechnung schnell erledigt.
Bloß bräuchte die Sparte das Geld eigentlich wirklich sehr.
Ein Branchenkenner sagt im Handelsblatt, dass Wettbewerber längst Milliarden investieren und die bekommt TOI von Siemens Energy eben nicht.
Am Ende droht die Sparte den Anschluss zu verlieren, obwohl sie gerade eigentlich ganz gut läuft.
Gerade läuft sie eigentlich ganz gut und das, obwohl sie noch vor einiger Zeit mal ein Sanierungsfall war.
Heute wächst die Sparte kräftig.
Im dritten Geschäftsquartal kletterte der Auftragseingang um fast ein Drittel auf 1,8 Milliarden Euro und das operative Ergebnis, das stieg um 39 Prozent auf 214 Millionen Euro.
Also schon wirklich passable Zahlen.
Und es wird hier also ein Geschäft zum Verkauf angeboten, das gerade so richtig in Fahrt kommt.
Ja, und das ergibt vor allem von dem Hintergrund Sinn, wenn man sich mal anschaut, wofür Investoren an der Börse eigentlich gerade Geld ausgeben.
Investoren lieben ja die einfachsten Storys und klar fokussierte Unternehmen.
Und dieser Fokus hat einen Preis und den kann man sogar beziffern im Fall von TOI.
TOI könnte bei einem Verkauf nach Informationen von Bloomberg mit mehr als 10 Milliarden Euro bewertet werden.
Da wären wir also schon fast in der DAX-Liga.
Das ist das Doppelte dessen, was die Sparte im Jahr umsetzt.
Siemens Energy sondiert den Markt bereits gemeinsam mit Goldman Sachs.
Als Interessenten nennt Bloomberg CBC, EQT und Bain Capital.
Dazu natürlich Brookfield und KKR.
Ein Börsengang wäre denkbar.
Ist in Industriekreisen aber als relativ unwahrscheinliches Szenario bekannt.
Als wahrscheinlicher gilt der Verkauf.
Wichtig für alle, die auf einen schnellen Geldsegen hoffen.
Egal, was es am Ende wird, es dauert.
TOI muss erst rechtlich und operativ herausgelöst werden.
Und so eine Ausgliederung braucht normalerweise rund zwei Jahre Zeit.
Und damit sind wir bei der Frage, die fürs Depot von euch am meisten von Relevanz ist.
Siemens Energy ist ja längst eine Wette auf den Strombedarf der Rechenzentren.
Und nach der Abspaltung, da wird diese Wette eher noch reiner.
Ja, weil ein Stück weit das Gegengewicht wegfällt.
TOI verdient sein Geld bei Kunden aus Öl und Gas, Chemie, Zement und Schifffahrt.
Das ist der klassische Industriezyklus und der hat mit KI...
Ja, wenig zu tun.
Übrig bleibt ein Konzern also, der an Gasturbinen und Stromnetzen hängt und der Boom in beiden Bereichen wird getragen von neuen Rechenzentren und der Elektromobilität.
Genau daran knüpfen die Arbeitnehmervertreter aber ihren Einwand.
Der Boom auf der Stromseite, der kann ja irgendwann seinen Höhepunkt überschreiten.
Und dann fehlt...
dann womöglich das zweite Standbein.
Außerdem fürchten die Arbeitnehmervertreter, dass ein Finanzinvestor TOI anschließend zerlegen wird.
Das ist auf jeden Fall im Bereich des Möglichen.
Für euch heißt es aber jetzt erstmal unterm Strich, die KI-Abhängigkeit von Siemens Energy könnte steigen.
Ihr bekommt dann ein kleineres, margenstärkeres und leichter zu bewertendes Unternehmen, tragt dafür aber mehr Rechenzentrumsrisiko als vorher.
Der Markt honorierte diesen Fokus gestern.
Die Aktie legte 3% zu auf 153 Euro und gehörte damit zu den Gewinnern im DAX.
Der Konzern setzt jetzt alles auf eine Karte und diese Karte heißt Strom.
Ihr erinnert euch, im Zusammenhang mit dem erfolgreichen norwegischen Staatsfonds haben wir hier vor drei Wochen einige Renten-ETFs vorgestellt, die genauso diversifiziert am Rentenmarkt anlegen wie die Norweger.
Einer dieser Renten-ETFs, der iShares Core Global Aggregate Bond, enthält fast 20.000 Einzeltitel.
Mehr Diversifizierung geht fast wirklich nicht.
Aber einige von euch haben uns geschrieben und gefragt, ist das bei Renten-ETFs wirklich sinnvoll?
Ja.
Und was sollen wir sagen?
Da habt ihr einen Punkt, das ist wirklich eine berechtigte Frage.
Und wie berechtigt, das sieht man auch an der Performance des iShares Core Global Aggregate Bond ETF, denn der hat euch mit seinen 20.000 Anleihen auf Jahressicht ein Minus von 1% eingefahren.
Was dahinter steckt, das könnte man so ein bisschen das Paradox der Rentenindizes nennen.
Wenn Aktienindizes kapitalgewichtet sind, dann haben die erfolgreichen Unternehmen mit dem mutmaßlich erfolgreichsten Geschäftsmodell den größten Anteil.
Bei Renten-ETFs ist es aber so, dass die Schuldner das größte Indexgewicht bekommen, die sich am meisten verschulden.
Und das sind nicht unbedingt die erfolgreichsten.
Gerade wenn der Rentenmarkt insgesamt schwach ist, wie es jetzt 2026 schon wieder der Fall ist, dann leiden die Papiere der hochverschuldeten Emittenten oft besonders und das führt dann zu dem paradoxen Effekt, dass Rentenindizes und damit auch Renten-ETFs, die sich an den Indizes orientieren, eher schwach notieren.
Einen Ausweg aus dieser Zwickmühle versuchen aktive Renten-ETFs.
Sie sind, was die Kosten angeht, ähnlich günstig wie passive ETFs, bilden aber nicht einfach einen Index ab und damit den Gesamtmarkt mit seinen Geburtsfehlern, sondern filtern Bonds und ihre Emittenten nach Qualität.
Sie können aber auch bei anderen Kriterien wie der Restlaufzeit viel freier agieren.
Ja, und dass das konkret einen Unterschied macht, das kann man am Beispiel des iShares Euro Flexible Income Bond sehen.
Der aktive ETF, der wie der andere.
passive ETF aus dem Haus BlackRock stammt, der bringt es mit weniger als 1.100 Positionen auf eine 12-Monatsrendite von beinahe 2,2%.
Also das ist schon ein riesiger Unterschied.
2,2% ist jetzt nicht berauschend, aber bei Anleihen, da geht es ja eher darum, euer Portfolio zu stabilisieren, nicht euch reich zu machen.
Was macht der iShares Euro Flexible Income Bund Active jetzt anders?
Nun, die Titel in dem aktiven ETF haben eine durchschnittliche Restlaufzeit von 4,4 Jahren, nicht von acht Jahren wie in dem passiven Produkt.
Die kürzere Restlaufzeit macht die enthaltenen Bonds widerstandsfähiger gegen den negativen Hebel steigender Marktzinsen.
Diese Mechanik des Rentenmarkts, die haben wir ja hier schon mal erklärt.
Aktive Anleihen ETFs, die gibt es nicht nur von BlackRock, sondern zum Beispiel auch von JP Morgan.
Das Wall Street House, das ist sogar ein Vorreiter auf diesem Gebiet.
Der 2025 aufgelegte JP Morgan Global IG, IG, das steht für Investment Credit, Corporate Bond Active, so heißt der ETF, der hat in dem schwierigen Umfeld auf Jahressicht immerhin eine positive Rendite auch auf Euro-Basis geschafft.
Große Positionen in diesem Portfolio sind aktuell zum Beispiel Constellation Energy und Sonoco Products.
Ein weiterer wichtiger Anbieter aktiver Renten-ETFs ist die Allianz-Tochter Pimco.
Pimco verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Anleihenmanagement und bietet inzwischen auch eine breite Palette aktiver ETFs an.
Eines dieser Produkte ist der Pimco Euro Short Maturity ETF.
Das ist ein diversifiziertes Portfolio festverzinslicher Wertpapiere mit unterschiedlichen Laufzeiten, die alle auf Euro laufen.
Hier habt ihr also gar kein Währungsrisiko.
Auch der PIMCO Euro Short Maturity bringt es in dem schwierigen Umfeld für Renten auf fast 2% Gesamtrendite.
Noch ein Hinweis, bei Bonds kann auch eine eingebaute Absicherung gegen Währungsschwankungen lohnen.
Gerade wenn viele Emissionen auf Dollar lauten, dann müsst ihr bedenken, Der Bond wirft dann vielleicht 4 oder 5 Prozent Rendite pro Jahr ab.
Gleichzeitig kann der Euro-Dollar-Wechselkurs aber innerhalb eines Jahres auch schon mal um 10 Prozent nach unten rauschen.
Wenn die Anleihen also vor allem als Stabilitätsanker Eurosportfolios fungieren sollen, dann ist so eine Euro-gesicherte Variante eine Überlegung wert.
Wobei die Eurosicherung auch nach hinten losgehen kann, falls der Dollar wieder erwarten, steigt statt zu sinken.
Ein möglicher Kandidat mit Wechselkursneutralisierung ist der JP Morgan Global Aggregate Bond Active ETF.
Der hat noch den Zusatz Euro-Hedged und das sagt schon sehr viel.
Und er konnte zumindest den Wertverfall des Dollar im letzten Jahr ausgleichen.
Nicht ausgleichen konnte er doch den Kursrutsch bei langlaufenden Anleihen.
Das muss man auch sagen.
Ja, aber nochmal zur Erinnerung, bei der Rentenkomponente im Depot geht es nicht darum, Rendite zu machen, sondern das Vermögen als Ganzes so aufzustellen, dass ihr daraus in guten wie in schlechten Börsenzeiten etwas entnehmen könnt.
Ja, und in dem Sinn können dann aktive Renten-EDFs ihren Beitrag zu eurer finanziellen Unabhängigkeit leisten, selbst wenn sie von der Rendite her keine Brüller sind.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an AAA-at-welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
So, und jetzt das Wichtigste vorab.
Alles Liebe und Gute zum Geburtstag an dich, liebe Britta.
Uns hat ein Vögelchen gezwittert, dass du ein echter AAA-Edelfan bist und heute deinen 57.
Geburtstag feierst.
Daher hab einen schönen Tag, lass dich reich beschenken und bleib uns auch so eine treue Hörerin.
Und da schließe ich mich natürlich an.
Happy Birthday, liebe Britta.
So schön.
Aber bevor wir jetzt hier anfangen zu singen, da kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder, ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
