# Luxury Price Shifts and Agentic Investing

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-08-26

## Transcript

Ralf-Laureen läuft aktuell viel besser als Louis Vuitton oder Gucci.
Wir schauen uns an, was da los ist.
Und außerdem schauen wir heute auf die neuen Agentic Investing Features bei unserem Partner Scalable Capital.
Dort kann man jetzt nämlich JGPT oder Cloud verbinden mit dem eigenen Depot und darüber dann handeln, Sparpläne erstellen und, und, und.
Und davor gibt es natürlich die aktuellen News.
Mein Name ist Noah Leidinger.
Heute ist Mittwoch, der 26.
August.
Und das ist ohne Aktien wird schwer.
In den letzten Tagen ging es hier ja viel darüber, wie viel Geld reiche Amerikaner mit Sportteams verdienen.
Mark Walter hat innerhalb eines Jahres die Lakers geflippt und zwei Milliarden verdient.
Mark Lohr hat sein Geld mit den Timberwolves in fünf Jahren verdreifacht.
Und es gibt viele andere Beispiele.
Genau anders sieht es leider bei Investoren aus, denen nicht die Sportteams, sondern die Sportausrüster oder Händler gehören.
Letzte Woche gab es in Europa ja schon die schwachen Zahlen von JD Sports.
Davor gab es erste Schwächezeichen bei der Laufschuhmarke On und gestern ist dann die Aktie vom Sporteinzelhändler Dick Sporting Goods, also dem größten.
Sporthändler der USA über 25% eingebrochen.
Statt den erwarteten 4% sind die Umsätze in bestehenden Läden nämlich nur 2% gewachsen.
Damit hat sich auch herausgestellt, dass die Übernahme von Footlocker, die viel kritisiert wurde, gerade noch keine richtige Entscheidung war.
Dort sind die Umsätze in den bestehenden Läden nämlich 4% eingebrochen.
Dick selbst ist also deutlich stärker gewachsen als die übernommene Firma und insgesamt meinte das Management genau wie On Running vor ein paar Tagen, dass es gerade ein Promotional Umfeld gibt, also Marken einfach viele Rabatte geben.
Eine gute Nachricht gab es aber auch auf der eher lockeren Seite der Schuhmode.
Mit Axe und Birkenstocks meinte der CEO, dass sie nicht glücklicher sein könnten, weil es mit den Marken gerade so gut läuft und das hat man ja auch an den Quartalszahlen von Birkenstock gesehen.
Deutlich happier als bei Dick Sporting Goods waren gestern KI-Investoren.
Vor allem im Chip-Bereich haben sich die meisten Aktien nach schwachen Tagen wieder ein bisschen erholt.
Richtigen Auslöser gab es nicht, eher so eine Sektorbewegung.
Dass die Aktie von Siemens Energy gestern um die 3% zugelegt hat, die ja auch immer KI-Profiteur sind mit ihren Gasturbinen, hatte aber übrigens einen anderen Grund.
Und zwar überlegen die ja schon länger einen Teil ihrer Geschäfte, nämlich den in der Wasserstoffsparte und den mit Dampfturbinen abzuspalten als eine eigenständige Firma.
Und es sieht wohl so aus, dass viele Private Equity Investoren da Interesse haben und die Abspaltung bald kommen könnte.
Die Bewertung soll wohl bei um die 10 Milliarden Euro liegen, vielleicht sogar darüber.
Das ist jetzt bei Siemens Energy mit 130 Milliarden Euro Börsenwert kein Game Changer, aber es macht das Business danach für Analysten und Investoren noch einfacher zu durchschauen und könnte so auch die Bewertung vom übrig gebliebenen Business nach oben treiben.
Dann gab es gestern eine Deal-Meldung oder ein Deal-Gerücht, die langfristig die Bewertung von Berkshire Hathaway treiben könnte.
Und zwar sind die ja letztes Jahr beim Versicherer Tokyo Marine eingestiegen.
Und damals war schon die Anzeige, dass sie zusammen Deals machen wollen, also zum Beispiel große Übernahmen.
Berkshire bringt vor allem das Geld mit und Tokyo Marine die Expertise.
Das ist für Berkshire sehr attraktiv, weil sie ja immer auf der Suche nach Wegen sind, um ihr riesiges Kapital anzulegen.
Und gestern sind dann die Aktien der australischen Versicherer Suncorp und IAG gestiegen, weil Tokyo Marine...
wo drüber nachdenkt, sie zu kaufen.
Beides wären Deals für über 10 Milliarden Dollar und die Rolle von Berkshire ist nicht ganz klar, aber eben gut möglich, dass sie da mitfinanzieren.
Beim Thema Mitfinanzieren gab es dann noch eher dunkle News für die Deutsche Bank.
Ein Manager im Wealth Management hat nämlich gestanden, dass er zwischen 2023 und 2025 insgesamt über 600.000 Euro von den Konten seiner Kunden gestohlen hat.
Er wollte dann mit dem Geld traden, beziehungsweise hat das auch gemacht, um seine finanziellen Probleme in den Griff zu kriegen.
Problem ist nur, dass er ziemlich hohe Risiken eingegangen ist, weil er eben viel Geld verdienen wollte.
Und so sind am Ende von den gestohlenen 626.000 Euro gerade mal 126.000 übrig geblieben.
Für die Deutsche Bank ist das jetzt erstmal ein sehr kleiner Skandal, aber sie bauen gerade ihr Wealth Management ziemlich stark aus und es gibt jetzt auch Kritik, wieso was überhaupt möglich sein konnte, wieso es da keine internen Kontrollen gab.
Insofern keine besonders gute Nachricht.
Und keine besonders gute Nachricht gab es auch bei Volkswagen, da war heute Krisensitzung.
Oliver Blume stand also in Wolfsburg vor mehr als 10.000 Mitarbeitern und musste erklären, warum er noch mehr Stellen abbauen will.
Christoph hat sich angeschaut, worum es da geht.
50.000 zusätzliche Stellen könnten gestrichen werden, also zusätzlich zu den rund 50.000 Stellen, deren Abbau bei VW und Töchterfirmen eh schon läuft.
VW-Chef Blume hat aber klargestellt, dass das kein festes Ziel ist, sondern eine theoretische Rechnung.
Der Betriebsrat kommt sogar auf bis zu 140.000 gefährdete Jobs, die 50.000 im Abbau, die 50.000 theoretischen und nochmal 40.000, falls für die vier Werke in Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm keine Perspektive gefunden wird.
Der Grund ist, laut Blume, dass Verwaltung und andere Bereiche 30% bei VW teurer sind als bei vergleichbaren Unternehmen.
Die operative Marge lag im ersten Halbjahr unter 4 Prozent.
Langfristig will Blume 8 bis 10.
Vor allem China war und ist ein großes Problem für VW.
Was VW bei den ganzen Plänen besonders macht, ist die Machtstruktur.
Blume kann nämlich nicht einfach entscheiden.
Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte und hat bei Standortentscheidungen großen Einfluss.
Dazu sitzt die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat.
Im Juli hat Blumes Plan in diesem Gremium schon mal nicht die nötige Unterstützung bekommen.
Anfang September berät der Aufsichtsrat wieder.
Was ist eigentlich bei Ralf-Loreen los?
Wer sich das gefragt hat, kriegt die Antwort von Timon.
Der Luxusmarkt kommt gerade aus zwei schwachen Jahren raus und soll laut dem Beratungsunternehmen Bain dieses Jahr wieder wachsen.
Aber auch nur leicht.
Man kann das ganz gut bei LVMH sehen.
Im ersten Halbjahr ist der Umsatz ohne Zukäufe und Währungseffekte nur um zwei Prozent gestiegen.
Das ist besser als davor, aber immer noch nicht gut.
Und eigentlich erzählt Noah ja immer, dass vor allem die High-End-Luxusmarken besser laufen, also MS oder Brunello Cucinelli, weil die eben nicht so von der Mittelklasse abhängig sind.
Das stimmt auch, aber es gibt neben den High-End-Marken noch Profiteure auf der ganz anderen Seite, also Marken, die nochmal günstiger sind als Louis Vuitton oder Gucci und trotzdem Luxus.
Dazu gehören zum Beispiel auch Ralf Laureen und Coach, die beide in den letzten zwei Jahren im Schnitt zweistellig pro Jahr gewachsen sind.
Und das liegt eben daran, dass beide die Kunden aus der Mittelschicht abgreifen, die vorher bei Gucci oder Louis Vuitton shoppen waren, aber für die Marken jetzt zu teuer geworden sind.
Seit 2019 sind zum Beispiel die Preise für Einsteigerhandtaschen von Louis Vuitton 50% gestiegen.
Die Löhne in den USA sind inflationsbereinigt, in der Zeit nur 5% nach oben.
Das ist relevant, weil laut Bernstein mehr als die Hälfte von Louis Vuittons Kunden nämlich eigentlich aus der Mittelschicht kommen, beziehungsweise die geben insgesamt weniger als 2000 Euro pro Jahr für Luxusprodukte aus.
Bei Gucci und Burberry ist der Anteil sogar noch höher und die beiden Marken haben sich jetzt dazu entschieden, Preise zu senken und günstigere Produkte anzubieten.
Das ist für Luxusmarken ja immer ein schweres Thema, weil die ja Exklusivität und hohen Wert vermitteln wollen.
Dazu hatte der Ralf-Lauren-CEO aber einen smarten Gedanken.
Nicht nur Handtaschen für 4000 Dollar sind Luxus, sondern auch die Socken für 12.
Vielleicht ist das also der Weg, günstige Einstiegsprodukte und bei den Hauptprodukten exklusiv bleiben.
So oder so könnten die Preissenkungen von Gucci und Burberry und vielleicht ja auch LVMH dazu führen, dass sie wieder Kunden von Ralf-Lauren zurückgewinnen.
Die Aktie ist inzwischen auch gut gelaufen und liegt mit einem erwarteten KGV von 19 über dem Schnitt der letzten 5 Jahre von 16.
Damit ist die Aktie übrigens das erste Mal seit über 10 Jahren auf einem Niveau mit LVMH.
Wenn ich nichts beziehe, kann ich doch kein Bargeld haben.
Vom was lebst du?
Vom Durchschnorren.
Vom Durchschnorren.
Die nächste falsche Angabe.
Denn schon seit 9 Monaten bringt das Sockenbusiness jeden Monat ordentlich Geld.
Ich habe es im Intro schon gesagt, Scalable Capital bietet jetzt Agentic Investing an und statt dass ich euch jetzt erzähle, was ihr damit machen könnt, habe ich mit Alexander Seib gesprochen, dem Chief Product Officer von Scalable Capital.
Meine erste Frage war, was man genau mit diesen Agentic Investing Tools jetzt machen kann.
Wir sind ja die erste Bank in Europa, die Agentic Investing anbieten wird und das bedeutet, dass unsere Kunden ihr Scalable Depot sicher über bekannte KI-Tools, wie zum Beispiel JGPT oder Claude in natürlicher Sprache verwalten können.
Alles, was du schon immer zu deinem Portfolio, zum Kapitalmarkt, zu den Finanzmärkten wissen wolltest, wie sich das auf deinem Portfolio auswirkt etc., all das kannst du dort fragen.
Und das Spannende ist, es hört halt nicht bei der Frage auf, sondern du kannst dann auch zu echten Handlungen übergehen.
Das heißt, du kannst in der Order platzieren, wenn du möchtest.
Du kannst einen Sparplan aufsetzen.
Du kannst auch sowas wie Price Alerts oder Watchlist verändern.
Und wie tief kann man dann in die Produkte reinschauen?
Also kann ich auch sagen, ich habe jetzt irgendeinen ETF in einem nischigen Land, wo vielleicht nur 20 Positionen drin sind, aber die Kostenquote ist mir zu teuer und ich versuche jetzt mit KI das nachzubauen, wo dann auch automatisch alles rebalanced wird und so weiter?
Absolut.
Natürlich musst du selbst dann dich darum kümmern, dass das auch so funktioniert.
Das heißt, in unserem Setup ist es ja so, dass du als Nutzer immer noch eine Order, bevor sie tatsächlich dann aufgegeben wird, einmal in einem zweistufigen Verfahren bestätigen musst.
Aber wenn du sagst, du möchtest die folgenden 20 Einzeltitel in einem regelmäßigen Abstand einmal wieder rebalancen, auf ihren Ursprungswert zurück.
Und du legst dir dafür in deinem Cloud, ChatGPT, KI-Assistenten so einen monatlichen Task an, der dann aufploppt.
Und dann steht da, das sind die folgenden Veränderungen, die jetzt gemacht werden müssten.
Hier müssten wir ein bisschen was verkaufen, hier müssten wir ein bisschen was kaufen.
Dann entstehen da am Ende eine Reihe an einzelnen Transaktionen, an einzelnen Orders heraus, die du bestätigst.
Und dann hast du deinen eigenen...
Noa Emerging Markets ETF mit den 20 Wertpapieren, die du dann einmal im Monat rebalancen kannst.
Jetzt ist natürlich ein bisschen der Nachteil, wenn ich mir so ein Portfolio baue, habe ich ja erstmal die ganzen Einzelaktien, die dann im Depot rumschwirren und ich sehe nicht genau, was dann zum ETF gehört.
Ja, du könntest das Ganze, wenn du willst, jetzt zum Beispiel in einer Portfoliogruppe.
Also du kannst ja bei uns, insbesondere jetzt als Prime Plus Kunde bei Scalable, kannst du beliebig viele Portfoliogruppen erstellen und diese Funktionalität ist auch über die KI möglich.
Das heißt, du könntest der KI jetzt sagen, nimm alle Einzeltitel, die wir gerade hinzugefügt haben und fass die in einer Portfoliogruppe zusammen.
Jetzt haben wir bei unseren Hörern ja auch viele, die sich selbst sehr aktiv mit Einzelaktien beschäftigen, da immer wieder Chancen suchen.
Hast du da noch irgendwelche spannenden Use Cases, die man mal ausprobieren könnte?
Wenn du jetzt zum Beispiel eine Momentum-Strategie verfolgst und willst wissen, welche Aktien sind jetzt in den letzten x Wochen um 15, 20 Prozent gefallen und kannst dir die erstmal raussuchen lassen.
Schritt 1.
Die möchte ich jetzt alle auf meine Watchlist hinzufügen.
Mit einem Prompt 30 Aktien zur Watchlist hinzugefügt.
Und jetzt will ich bei denen auch noch Price Alerts setzen.
Ich möchte von allen 30, aber nur die, die jetzt im Technology-Sektor sind, möchte ich mir nochmal ein Price Alert hinzusetzen, wenn sie nochmal um 5% weiterfallen, weil das dann für mich ein Signal sein könnte, dass ich jetzt vielleicht einsteige.
Und dann habe ich das Ganze, was mich früher wahrscheinlich eine halbe Stunde oder länger gekostet hätte, habe ich on the fly in zwei, drei Minuten erledigt.
Das Gleiche übrigens kannst du auch mit Derivatesuchen verknüpfen.
Du willst dann dafür gezielte Derivate finden, die genau zu deiner Investmentstrategie passen, mit den richtigen Schwellen etc.
Überhaupt kein Problem.
Und zum Abschluss nochmal ganz stumpf gefragt, was kann ich tun, dass KI nicht mein komplettes Portfolio verkauft?
Ich muss grundsätzlich überhaupt erstmal diese Funktionalität in der Scalable App aktivieren, damit ich es nutzen kann.
dann muss ich mich ganz normal mit meinem Benutzernamen, mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung überhaupt erstmal einloggen, damit mein KI-Assistent Zugriff auf meine Depotdaten erhalten kann.
An der Stelle sei kurz erwähnt, es gibt ja auch ganz viele Kunden, die Transaktionsdaten exportieren wollen in ihre eigenen Tools, in ihre Steuertools, in ihre großen Excel-Sheets, wo sie damit nach allerhand andere Dinge berechnen.
Das funktioniert jetzt hier über diese Möglichkeiten wirklich mit einem Prompt.
Soweit also mal zum theoretischen Background.
Ich habe gestern auch schon einiges rumprobiert mit den Tools, vor allem mit Claude.
Ist da wirklich einiges möglich, was man sich auch bauen kann an Ansichten, an Portfolioanalysen.
Also am besten einfach mal selbst ausprobieren.
Link zu allen Infos ist in der Beschreibung.
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Wie viel?
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Er zahlt 5,80 für 200.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Bis dahin, alles Gute, adios!
