# US-Canada Tariff Escalation and Gold Rally

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-08-24

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Zolleskalation in Nordamerika, die große Kryptoerholung und was sonst noch wichtig wird in dieser Woche.
Im Thema des Tages dreht sich alles um die neue Dimension des globalen Goldraums.
Und in der AAA-Idee appellieren wir an euch, Appelle für die Anlagekultur in Deutschland und Österreich zu starten.
Mit Smart Broker Plus behalten Sie die Kontrolle über Ihre Investments.
Depot eröffnen, 60 Euro ETFs sichern und flexibel handeln.
Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte Heute ist Montag, der 24.
August und wir wünschen euch einen entspannten Start in den Tag und in die neue Handelswoche.
Wirklich entspannt ist seit dem Wochenende zwischen den USA und Kanada nämlich gar nichts mehr.
Beide Regierungen haben bis...
In die Nacht zum Samstag am Verhandlungstisch gesessen und am Ende standen sie dann ohne Ergebnis wieder auf und noch in derselben Nacht traten Zölle von 50 Prozent auf eine Reihe kanadischer Güter in Kraft.
Betroffen sind Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar, also etwa 5 Prozent dessen, was die USA aus Kanada einführen.
Auf der Liste stehen unter anderem Hockyschläger, Möbel, Honig und Wein.
Das ist die Eskalation in einem Konflikt, der seit Anfang 2025 vor sich hinschwellt.
Und erneut aufgeflammt ist er jetzt, als Donald Trump im Juli neue Zölle auf Waren aus dem Nachbarland angekündigt hat.
Und um dies zu verhindern, sollte sich Kanada auf einen Deal einlassen.
Noch vor einigen Tagen sah es auch so aus, als sei der Deal nahezu eingefädelt.
Geplatzt ist er dann aber an zwei Forderungen, die die USA in letzter Minute nachgeschoben haben, so zumindest die kanadische Darstellung.
Die erste Forderung zielte auf die Handelspolitik von Kanada insgesamt.
Das Land sollte sich verpflichten, alle Optionen einzuschränken, Abkommen mit anderen Ländern zu schließen.
Das trifft Mark Carney an der empfindlichsten Stelle.
Der kanadische Premier ist ja kein klassischer Politiker, sondern hat erst die kanadische Notenbank und wieder die Bank of England geführt.
Seit seinem Amtsantritt lautet sein Programm, raus aus der Abhängigkeit von Washington, neue Partner in Europa und Asien.
Hätte Kanada diese Forderung erfüllt, wäre das dann natürlich kein einfaches Zugeständnis gewesen, sondern vielmehr.
ein K.O.
seiner ganzen Strategie.
Ja, die zweite Forderung, die wirkt zunächst einmal eher technisch.
Tatsächlich war sie aber wohl der Knackpunkt.
Dabei ging es um die Autoindustrie, einen der wichtigsten Wirtschaftszweige Kanadas.
Bislang erhebt die USA auf Autos aus Kanada ein Zoll von 25 Prozent.
Der geplante Deal hätte diesen Satz auf 15 Prozent gesenkt.
Das wirkt also zunächst mal wie ein Entgegenkommen der USA.
Der Haken ist nur, diese Vergünstigung, die sollte nur für Fahrzeugteile gelten, die nicht in Kanada hergestellt werden.
Ja, das hätte dann zu einem paradoxen Ergebnis geführt.
Hersteller, die ihre Autos möglichst mit kanadischen Teilen bauen und damit viel der Wertschöpfungskette im eigenen Land halten, wären dann am Ende schlechter gestellt gewesen, als die Konkurrenten, die Komponenten günstig aus dem Ausland kaufen.
Je mehr in Kanada produziert worden wäre, desto geringer wäre der Vorteil des Deals also ausgefallen.
Für viele Kanadier hätte das wie eine Bestrafung der heimischen Industrie gewirkt.
Und damit war nicht nur der Deal vom Tisch.
Kanada hat auch sofort so einen Gegenschlag angekündigt.
dem 8.
September sollen gegen Zölle auf US-Waren gelten, konkret auf Stahl, Milchprodukte, landwirtschaftliche Ausrüstung und Elektrogeräte.
Wie hoch die Zölle ausfallen, das ist noch offen.
Carney nennt das eine gezielte Reaktion, um die eigenen Industriezweige zu schützen.
Trump legte am Sonntag auf Truth Social ebenfalls nach und schrieb Kanada.
wolle die Vorteile eines US-Bundesstaates ohne einer zu sein.
Nach Rückkehr an den Verhandlungstich klingt das erst einmal nicht.
Ja, mal gespannt, ob das nicht wieder vielleicht einen Taco geben wird, von welcher Seite auch immer.
Denn es gibt da noch einen Hebel, den bislang keine Seite so richtig gezogen hat und dennoch deutlich schmerzhafter wäre als die bereits beschlossenen Zölle.
Es geht da nämlich um Energie.
Kanada liefert große Mengen Öl, Gas und Strom in die USA.
Würde Trump diese Importe ebenfalls mit hohen Zöllen belegen, könnten die Energiepreise in den USA spürbar steigen.
Genau das dürfte er kurz vor den Midterms natürlich vermeiden wollen.
Der US-Außenpolitik-Experte Richard Fontaine warnt vor einer für beide Seiten kostspieligen Spirale aus Vergeltung und fordert einen wirtschaftspolitischen Waffenstillstand.
Am Ende würden nicht nur Unternehmen, sondern auch Verbraucher auf beiden Seiten der Grenze die Rechnung bezahlen.
Ja, und da sich der Konflikt ja erst am Wochenende so richtig hochgeschaukelt hat, ging es an den Märkten am Freitag noch versöhnlich zu.
Vielleicht sogar etwas zu versöhnlich, als dass es die Woche überhaupt verdient hätte.
Der Dow Jones legte 1% zu, der S&P 500 gewann 0,4% und der Nasdaq 100 stoppte mit einem Plus von 0,3%.
Immerhin eine fünftägige Verlustserie.
Dass der Dow den Tech-Index so abgehängt hat, lag an den Gesundheitswerten.
Merck & Co.
und Johnson & Johnson trugen den Index und damit genau die Titel, um die es ja auch in unserer Samstagsfolge mit Markus Mann ging.
Der Auslöser der guten Stimmung, der kam aus der Realwirtschaft.
Die US-Wirtschaftsaktivität, die wuchs im August so schnell wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr.
Die Zahlen, die wirken in zwei Richtungen.
Sie nehmen die Rezessionsangst raus und liefern gleichzeitig ein Argument für länger hohe Zinsen.
Am Freitag entschied sich der Markt für die freundliche Lesart, also nicht für die hohen Zinsen.
Die eigentliche Geschichte der Woche, die stand aber ohnehin auf der Anleihenseite.
Das war ja auch das Thema des Tages am Freitag.
Mal zur Erinnerung, Finanzminister Scott Bessent, der kauft langlaufende Staatsanleihen zurück, um die eigene Rendite zu drücken.
Am Freitag haben wir dadurch als Tipp mitgegeben den täglichen Blick auf die 30-jährige Rendite.
Fällt sie, funktioniert der Best-in-Part, steigt sie trotz Rückkäufen weiter, gehören lange Laufzeiten und Torbewertungen untergewichtet.
Die 10-Jährige legt zum Ende der Woche drei Basispunkte auf 4,73 Prozent zu.
Nach den Sprüngen der Vorwoche ist das quasi praktisch ein Stillstand.
Ob die Ruhe sich dann auch jetzt weiter fortsetzt und ob die anhält, das wird sich dann diese Woche klären, wenn der Fettchef Kevin Walsh...
Ich wollte gerade Jerome Powell sagen, aber die Zeit ist ja vorbei, der Fatshelf Kevin Walsh in Jackson Hole spricht.
Ja, wie sehr die Anleger inzwischen auf dieses Szenario setzen, das zeigt einen Blick auf den.
Bitcoin, die Kryptowährung, legte am Freitag um 5,9% zu auf knapp 77.000 Dollar an einem Tag mit steigenden Aktien und steigenden Renditen.
Und das war nicht wirklich ein Ausreißer.
Auf Wochensicht steht jetzt beim Bitcoin ein Plus von 22%.
Die Vermutung ist, dass Anleger das kaufen, was eben keine Notenbank der Welt drucken kann.
Sie wetten darauf, dass Staaten ihre Schulden am Ende über die Entwertung der eigenen Währung loswerden wollen.
Und da wären wir dann wieder beim Debasement Trade von 2025.
Da haben wir öfter drüber geredet und jetzt scheint er sich zurückzumelden.
Und ja, das wäre auch dann etwas, was die mächtige Bewegung bei Gold erklären kann.
Dazu aber gleich mehr im Thema des Tages.
Wer daran verdient hat, sieht man an den Kryptoaktien, um jetzt mal endlich zu den Einzelwerten hier zu kommen.
Robinhood sprang am Freitag fast 14 Prozent, Coinbase legte 8 Prozent zu und Strategy gewann 6 Prozent.
Auch sonst war der Freitag eher ein Tag der Nachzügler und Comebacks.
Tesla gewann rund 5 Prozent und beendete damit die beste Woche seit Mai, nachdem sich gleich mehrere Nachrichten rund um das Robotikgeschäft gehäuft hatten.
Der stärkste Sektor des Tages war aber ein anderer, die Rohstoffwerte.
Die legten um 2% zu, der Kupferkonzern Freeport McMoran ganz voran, mit allein gut 8%.
Auslöser dafür ist in Peking zu finden.
Laut Bloomberg will die chinesische Regierung die Konjunktur mit stärkeren Finanzhilfen ankurbeln, nachdem die Juli-Daten so sehr enttäuscht hatten.
Und das hat dann auch bei uns in Deutschland gewirkt.
Genau, im DAX nämlich, der sich am Freitag berappelte und damit eine viertägige Verlustserie beendete.
Am Ende stand ein Plus von 0,6 Prozent auf 26.136 Punkten.
Deutlich besser lief der MDAX mit einem Plus von 1,25 Prozent.
Und dafür sorgten die Werte, die auch Freeport nach oben geschoben haben.
Salzgitter sprang mehr als 8 Prozent, ThyssenKrupp 5,6 Prozent und Aurobes legte 4 Prozent zu.
Wir haben die Märkte heute mit...
Donald Trump gestartet und wir beenden die Märkte auch mit Donald Trump.
Der US-Präsident, der hat im Juni mehr als 1000 Wertpapiertransaktionen gemeldet.
Er hat da unter anderem verkauft Meta und Motorola und das Geld investiert unter anderem in Berkshire Hathaway, in Visa, Mastercard, Sintas, Home Depot und den Fidelity National Information Service.
Ergänzt wurden die Käufe durch den State Street Spider S&P US Technology Select Sector ETF, den ISHES US Treasury Bond ETF und den ISHES GSCI Commodity Dynamic Role Strategy ETF.
So, da haben wir kurz die Zunge gebrochen.
WKNs gibt es in der Folgenbeschreibung.
Ja, und dann hat er auch noch Kommunalanleihen gekauft.
Daneben handelte Donald Trump im Monatsverlauf auch noch Palantir, RTX, North Group Grumman und Coinbase.
Tja, das war wirklich ein Umsatz in diesem Monat.
Der Portfolio-Manager.
Der Portfolio-Manager Donald Trump.
Lea, so viele Namen schaffen wir in den Termin heute nicht, aber es sind wirklich jede Menge und deshalb teilen wir die Termine heute auf, so viel vorweg.
Aber der heutige Montag, der ist ein eher ruhiger Tag, da gibt es keine so wirklich.
ganz wichtigen Daten und keine großen Unternehmen, die Zahlen vorlegen.
Der Markt, der sammelt sich in gewisser Maßen für Mittwoch.
Am Dienstag gibt es dann aber hier in Deutschland den IFO-Geschäftsklimaindex.
Dann kommt das US-Verbrauchervertrauen und es kommen Zahlen von der DECA-Bank, von der DZ-Bank und von Dermafarm.
Nachbörslich in den USA warten Zahlen auf uns von Intuit und von Zoom.
Und bei VW, da startet die außerordentliche Betriebsversammlung oder soll man sagen die Serie von außerordentlichen Betriebsversammlungen.
Und abends öffnet dann die Gamescom in Köln ihre Tore.
Am Mittwoch, du hast es schon angedeutet, ist der große Datentag.
Aus Washington kommen der...
PCE Deflator für Juli, also der Lieblings-Inflationsindex, quasi der FED.
In Europa berichten Around Town und die Vienna Endurance Group.
Und dann am Abend der Termin, auf den alle warten.
Nachbörslich legt Nvidia seine Zahlen vor.
Außerdem noch unter anderem Salesforce, CrowdStrike, HP, Synopsys und Abercrombie & Fitch.
Am Donnerstag startet in Wyoming dann Jackson Hole.
Das Treffen läuft bis Samstag.
Dazu weitere Zahlen unter anderem von Fielmann, Delivery Hero, Pernorica, Marvel, Workday, Autodesk, Best Buy und...
alter Beauty.
Am Freitag dann der makroökonomische Höhepunkt der Woche.
Kevin Walsh hält in Jackson Hole seine erste große Rede als Fed-Chef.
Und dazu gibt es dann noch am Freitag die Augustzahlen vom deutschen Arbeitsmarkt.
Aus den USA die vorläufige Jahresrevision der Beschäftigungszahlen.
Ist auch spannend in diesen Zeiten.
Und Bertelsmann legt Halbjahreszahlen vor.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Das Thema des Tages Du hast ja eben schon angekündigt, dass wir jetzt im Thema des Tages über Gold sprechen, weil die Geschichte relativ ähnlich ist zu dem Narrativ, das Bitcoin gerade erzählt.
Es ist ähnlich, aber nicht identisch, weil es beim Thema Gold einen deutlich mächtigeren Erzähler gibt.
Wenn nämlich Privatanleger einfach Bitcoin kaufen, dann ist das halt ein Trade.
Aber wenn Notenbanken anfangen, Gold zu kaufen, ist das schon vielmehr ein Urteil.
Und die haben wirklich viel gekauft.
Im zweiten Quartal haben die Notenbanken 289 Tonnen Gold aufgestockt.
Und laut World Gold Council war das so viel wie in keinem zweiten Quartal je zuvor.
Und die Notenbanken, die kaufen nicht, weil ihnen der Chart gefällt.
Sie kaufen, weil sie sich etwas in den Keller legen wollen, bei dem Washington nicht mitredet.
Mit Bitcoin geht das zwar auch, es ist aber nicht so verbreitet wie bei Gold.
Ja, es gibt ja trotzdem Wochenbluts von 22 Prozent beim Bitcoin.
Das ist schon eine ziemlich laute Zahl.
Gold hat vergangene Woche aber was viel Merkwürdigeres noch gemacht.
Und das ist der eigentliche Grund, warum wir heute auch darüber reden.
Ja, dann fangen wir beim Mittwoch an, als Bessens seine Rückkäufe von Staatsanleihen ankündigte.
Da sprang der Goldpreis binnen Minuten von 4.360 auf mehr als 4.500 Dollar.
So stark ist das Metall zuletzt im...
März gestiegen.
Inzwischen war Gold sogar bei 4.600 Dollar angekommen.
Ja, und bis hierhin ist wirklich alles nach Lehrbuch.
Rückkäufe drücken die Renditen und niedrigeren Renditen sind gut fürs Gold.
Der Grund dafür ist simpel, Gold zahlt keine Zinsen.
Das haben wir ja schon ganz oft besprochen.
Wer Gold hält, verzichtet auf das, was er sonst woanders bekommen würde.
Je höher der Zins, desto teurer wird dieser Verzicht natürlich für den Anleger.
Nur ist der Zins am Donnerstag und am Freitag, wir hatten es schon erwähnt, wieder gestiegen und Gold ist nicht gefallen.
Das ist ungefähr so, als würde ein Auto bergauf schneller fahren.
Ja, das ist schon ziemlich merkwürdig.
Und der Euro macht munter mit.
Von Mittwoch bis Freitag ging es von 1,15 Dollar auf 1,17 Dollar hoch.
Zwei Märkte, die sonst wenig miteinander zu tun haben, sagen also dasselbe.
Ipek Oskar Deskaya von Swissquote formuliert es ziemlich trocken.
Washington, kaufe lieber eigene Schulden zurück, statt die Fiskalpolitik in Ordnung zu bringen.
Und wenn man das so liest, dann sucht man eben nach einer Ausweichmöglichkeit.
Vor 15 Jahren lagen noch 40 Prozent der US-Staatsanleihen bei ausländischen Zentralbanken, Finanzministerien und Staatsfonds.
Heute sind es rund 12 Prozent.
Da läuft also seit einem Jahrzehnt eine leise Abmeldung aus dem Dollarsystem.
Verfolgen kann man das auch im größten Goldmarkt der Welt, dem chinesischen.
In China haben die Leute im ersten Halbjahr nur noch 163 Tonnen Gold als Schmuck gekauft.
Ein Minus von 30 Prozent war das beim Absatz von Waren und Münzen.
Da ging es dagegen um 31 Prozent nach oben auf einen Rekordwert von 314 Tonnen.
Ja, aber das kann einen ein bisschen täuschen.
Eine Kette verschenkt man, einen Barren legt man tendenziell ja eher an den Safe.
Das ist also nicht dieselbe Kundschaft und schon gar nicht dieselbe Laune.
Jetzt kommt allerdings der Teil, den keiner gerne hört.
Für euch in Europa ist von dieser Rallye etwas weniger übrig geblieben, als die Schlagzeilen vermuten lassen.
In Dollar sieht das prächtig aus, in Euro dagegen deutlich weniger prächtig.
Das gehört auch dazu.
In Gold stecken natürlich immer zwei Wetten mit drin.
Eine auf das Metall und eine auf die Währung.
Und weil der Euro gerade mitsteigt, knabbert die zweite an der ersten.
Währungsgesicherte Gold-ETPs, die nehmen euch diese Dollarwette ab.
Das ist etwa der iShares Physical Gold Euro Hedge oder der Invesco Physical Gold Euro Hedge.
Die Absicherung, die gibt es zwar nicht geschenkt, ihr zahlt da Gesamtkosten, diese TR, von ungefähr 0,3 Prozent pro Jahr.
Und dazu zahlt ihr auch noch die Zinsdifferenz zwischen Dollar und Euro.
In Deutschland kommt dann auch noch was anderes dazu.
Bei den Klassikern Xetra Gold, Euwax Gold Core und Euwax Gold 2 seid ihr nach einem Jahr haltedauersteuerfrei raus, weil ihr euch das Gold ja ausliefern lassen könnt.
Bei den irischen Goldprodukten, also bei den Hedged-Varianten, die Daniel gerade genannt hat, ist das in der Regel nicht der Fall.
Das macht die deutschen Produkte natürlich attraktiv.
Am eigentlichen Goldcase ändert das aber nichts.
Ich würde trotzdem darauf setzen, dass Gold schneller läuft.
Der Euro steigt nur, weil Anleger den Dollar meiden.
Gold steigt aus demselben Grund, hat aber zusätzlich China und die Notenbanken im Rücken.
Zwei Käufergruppen, die schlagen eine.
Ja, der Blick, der sich jetzt deshalb für euch lohnt, ist ein doppelter.
Goldpreis in Dollar und Goldpreis in Euro nebeneinander.
Läuft die Dollarkurve davon, habt ihr kein Goldthema vor euch, sondern ein Dollarthema.
Und die nächste Gelegenheit dafür, die kommt schon in dieser Woche, wenn Walsh, wie erwähnt, in Jackson Hole spricht.
Gold zahlt keine Zinsen, aber Gold, das hat auch eben kein Finanzminister und es hat auch kein Finanzminister nötig.
Die AAA-Idee des Tages.
Unsere heutige AAA-Idee ist eine Appellidee.
In politischen Debatten mitreden könnt ihr ja vor allem dann richtig, wenn ihr tiefgehende Informationen habt.
Ja, und eine solche tiefgehende Information, die hat der Chef der Wiener Börse, Christoph Borschahn, für Österreich geliefert.
Und das just während Eckers im schönen Österreich Urlaub gemacht haben.
Da knüpfen wir also an unsere Tradition an, dass wir irgendwas aus dem Urlaubsland mitbringen.
Ja, es war jetzt ein Zufall, aber deshalb...
mir vielleicht ganz besonders aufmerksam hingeschaut und hingehört.
Ja, und für jeden mindestens 14.
Hörer unseres Podcasts ist es hochrelevant, denn die Statistik hat uns verraten, dass knapp sieben Prozent von euch uns in Österreich hören, also jeder 14.
Und es kann ja auch schon ein paar Mal der Wunsch auf, mehr auf österreichische Besonderheiten, etwa bei der Besteuerung zu achten.
Ja, und da sind wir auch schon bei dem...
Punkt.
Denn Christoph Borschahn, der Chef der Wiener Börse, der hat auf LinkedIn etwas gepostet, was zumindest mir so nicht bewusst war.
Wenn Anleger in Österreich privat über den Kapitalmarkt vorsorgen, etwa über einen ETF-Sparplan, dann haben sie die schlechtesten Ausgangsvoraussetzungen in ganz Europa.
In fast allen Ländern gibt es irgendeine Art von Förderung oder steuerlicher Begünstigung für private Investments.
In Deutschland etwa ja den Sparer-Pauschbetrag oder in Tschechien eine Drei-Jahres-Haltefrist nach der Gewinne dann noch steuerfrei sind.
In Österreich allerdings gibt es sowas nicht.
Nö.
Ja, und Deutschland, da könnt ihr ja zum Beispiel erstmal 1000 Euro Kapitalanträge kassieren im Jahr, ehe dann Abgeltungssteuer und Soli zuschlagen.
Dann müsst ihr ja erst die 26,4 Prozent zahlen.
Und so eine Freistellung, die gibt es in Österreich nicht.
Da greift sofort irgendwie die Kapitalertragsteuer von 27,5 Prozent.
Diese drei Jahre Haltefrist in Tschechien haben wir eben schon erwähnt.
Eine Haltefristlösung gibt es auch noch in Portugal und in so unterschiedlichen Ländern wie Frankreich, Italien, Ungarn oder Finnland.
Vermindern sich die Steuersätze, je länger die Wertpapiere im Besitz sind.
Ist es klar, dass der Chef der Wiener Börse sich für eine anlegerfreundliche Regelung für Österreich einsetzt.
Aber Christoph Boshan, der hat da schon einen Punkt bei dem wachsenden demografischen Druck auf das Umlagesystem.
Und das gilt ja auch für Österreich.
immer unverständlicher, dass private Vorsorge da nicht stärker gefördert wird.
Das kannst du laut sagen.
Übrigens gab es auch in Österreich mal eine Haltefrist, beziehungsweise sie hieß da Behaltefrist.
Die wurde aber 2011 abgeschafft, sogar zwei Jahre später als in Deutschland.
Da gab es ja auch eine Haltefristregelung, die langfristiges Investieren attraktiver gemacht hat.
Ja, und jetzt kommt noch was Interessantes.
als in Deutschland 2009 die Haltefristregelung abgeschafft wurde.
Da wurde ja der Sparer-Pausch-Betrag eingeführt, gleichsam als Ausgleich, damals in Höhe von 801 Euro.
Der Freibetrag ist zwar einmal erhöht worden, 2023 unter Finanzminister Christian Lindner auf 1000 Euro, aber wenn man das jetzt um die Inflation bereinigt, dann stellt der Freibetrag heute.
weniger frei als die 801 Euro von 2009.
In der Kaufkraft von 2009 sind nur noch 695 Euro freigestellt.
Ja, und unsere AAA-Appell-Idee ist jetzt, dass ihr als Anleger mit diesem Wissen einfach mal den Kontakt sucht zu eurem Abgeordneten im Bundestag oder in Österreich im Nationalrat.
Dort werden ja solche Steuergesetze gemacht.
Wir finden, angesichts der demografischen Herausforderungen sollte privates Investieren deutlich stärker gefördert werden.
Also redet mit euren Parlamentariern.
Manche lassen sich ja mit Argumenten durchaus beeindrucken.
Ich habe da zuletzt zum Beispiel im Zusammenhang mit der geplanten Kryptosteuerung Briefe geschrieben an meine Abgeordneten.
Und die haben mir zumindest ausführlich und verständnisvoll geantwortet.
In all diesen Fällen geht es ja darum, dass private Investments auch wichtig sind, um Kapital für Innovation und Unternehmenswachstum zur Verfügung zu stellen.
Eine bessere Anlagekultur könnte also eine Win-Win-Situation sein.
So ist es.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Deshalb schickt uns eine Mail an www.aaatwelt.de oder hintererst uns eine Bewertung.
Die Samstagsfolge mit Markus Manns, die ist bei uns und bei euch vor allen Dingen gut angekommen.
Die ist richtig eingeschlagen.
Michael kommentierte bei Spotify.
Sehr interessante Folge.
Vielen Dank.
Und Klaus schrieb per Mail.
Glückwunsch zu der hochinteressanten Folge.
Ein kompetenter Gast, der ganz klipp und klar Antworten gegeben hat.
Sehr pragmatische und häufig genau auf den Punkt gebrachte Diskussion.
Ich konnte vieles mitnehmen und weiß jetzt, wie ich Markt und Potenzial einschätzen muss.
So soll es doch sein.
Trudi meldete sich noch mit einer Frage an Nando in den Spotify-Kommentaren zu Wort.
Freust du dich, dass Niklas Vöckuk wieder für Werder Bremen spielt?
total anmaßend, diese Fragen für Nando zu beantworten.
Nur so viel, ich schildere euch einfach mal eine Beobachtung aus dem Redaktionsalltag.
Als die Rückkehr fix war, hat Nando sein Hintergrundbild in Videocalls verändert und zwar hin zu einem Bild von Niklas Füllkrug.
Mehr sage ich dazu nicht und ich glaube auch damit wäre auch einfach alles gesagt.
Anni, eine Sache fehlt natürlich noch und zwar abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
