# Robotics Supply Chains, NBA Valuations, and Trade Wars

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-08-24

## Transcript

Humanoide Roboter brauchen sehr viele Kugellager.
Wir haben eine Firma dabei, die genau die liefert.
Außerdem geht es um gigantische Deals in der NBA.
Es geht um Fleischdeals von Trump und es geht um einen Bankenmachtkampf in Italien, nicht mit der Commerzbank.
Mein Name ist Noah Leidinger.
Heute ist Montag, der 24.
August und das ist Ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital und die haben durch ihre Vollbanklizenz noch bessere Konditionen.
Zum Beispiel gibt es auf dem Tagesgeldkonto 2,5% Zinsen auf ein unbegrenztes Guthaben, auch für Kinderkonten.
Und im Prime Plus Broker gibt es das Ganze mit mehreren Partnerbanken, bei denen dann jeweils die Einlagensicherung greift.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Donald Trump hat im Juni über 1000 Aktientrades im Wert von 78 bis 263 Millionen Dollar gemacht.
Die Summe ist in der Range, weil Trump bei den Trades nicht den genauen Wert offenlegen muss, sondern eben eine Spanne.
Und man muss sagen, diese 1000 Trades klingen krass.
Aber die Antwort darauf, was da los war, ist wohl, dass Trumps Portfolio von einem Algorithmus gesteuert wird, der bestimmte Indizes wie den Schwab 1000 nachbaut.
Und deshalb einfach sehr viel tradet.
Das kann steuerliche Vorteile haben.
Böse Zungen würden aber sagen, dass bei 1000 Trades im Monat man auch Trades verstecken kann, die sonst auffallen würden.
Das könnte also auch ein Hintergrund sein, wieso Trump eben nicht nur einen Index kauft, sondern ganz viele einzelne Aktien.
Aber das ist alles Spekulation.
Keine Spekulation ist, dass wir uns mal wieder über Handelskriege Gedanken machen müssen.
Genauso hat der kanadische Premierminister die aktuelle Handelsauseinandersetzung mit den USA nämlich bezeichnet.
Die beiden haben ihre Verhandlungen in der Nacht auf Samstag nämlich abgebrochen, nachdem die USA aus Sicht von Kanada in eigentlich guten Gesprächen auf einmal extrem viele neue Bedingungen gestellt hat, auf die Kanada sich einfach nicht einlassen wollte.
Und deswegen gibt es jetzt Gegenzölle.
Und zwar verhängt Kanada Zölle auf rund 20 Milliarden Dollar an amerikanischen Importen und damit genauso viel wie Trump auch verhängt hat.
Weniger Zölle gibt es dafür erstmal im Fleischbereich.
Die USA haben nämlich gerade einen Mangel an Rindern.
Dadurch steigen die Preise für Rindfleisch immer weiter.
Und deswegen hat Trump jetzt gesagt, er will für eine gewisse Zeit mehr Rindfleisch importieren ohne Zölle.
Profitieren könnten davon erstmal vor allem die Fastfood-Aktien, die unter hohen Rindfleischpreisen gelitten haben.
Aber es ist nicht für alle gut.
JBS und Tyson zum Beispiel, also die großen Fleischkonzerne, kaufen ja Rinder von den Bauern in den USA.
und verkaufen dann das Fleisch weiter.
Jetzt ist es nur so, dass Trumps Import ja nichts an der Anzahl an Rindern in den USA ändert.
Und wenn jetzt das importierte Fleisch die Preise senkt, die Preise für Rinder aber weiter hoch bleiben, trifft es die Fleischkonzerne doppelt.
Sie müssen mehr für die Rinder zahlen, kriegen aber weniger Geld für das Rindfleisch.
Und was die US-Regierung, anders als Rindfleischpreise, aktuell generell schwer beeinflussen kann, sind die Zinsen.
Letzte Woche haben die Zinsen auf langlaufende Staatsanleihen in den USA ja den höchsten Stand seit über zehn Jahren erreicht.
Danach meinte das Finanzminister.
dass sie jetzt selbst mehr Anleihen kaufen werden, um eben den Zinssatz zu drücken.
Aber nachdem das am Mittwoch dann auch geklappt hat, die Zinsen erstmal gesunken sind, sind sie am Donnerstag und auch am Freitag wieder gestiegen.
Und solche News rund um neue Handelskriege mit Kanada werden auch sicher nicht helfen, dass die Zinsen sinken.
Helfen könnte da schon eher, dass KI-Firmen vielleicht nicht mehr ganz so viel Geld verschlingen, aber danach sieht es erstmal leider auch nicht aus.
Broadcom denkt zum Beispiel laut paar Medienberichten von Ende letzter Woche darüber nach, mit Krediten bis zu 80 Milliarden Dollar einzusammeln, um dann Chip-Deals für Firmen wie Anthropic zu finanzieren.
Und Nvidia hat Ende letzter Woche eine Quasi-Übernahme von der KI-Firma Poolside gemacht.
Die entwickeln KI-Modelle und haben Nvidia für 6 Milliarden Dollar eine Lizenz für ihre Technologie verkauft und gleichzeitig werden auch die meisten Entwickler von Poolside eben zu Nvidia wechseln.
De facto ist es also eher eine Übernahme, die aber in der Lizenzform nicht so streng von Kartellbehörden geprüft wird und Nvidia will mit dem Deal wohl die Entwicklung von eigenen offenen KI-Modellen vorantreiben, wo ja aktuell vor allem chinesische Modelle sehr, sehr stark sind.
Kurz gesagt, KI verschlingt weiter sehr viel Geld.
Es gab aber auch paar Zeichen, dass KI viel Geld abwirft.
Samsung meinte zum Beispiel am Freitag, dass es seinen Aktionären dieses Jahr bis zu 80 Milliarden Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe ausschütten wird.
viel ausschütten, ist auch schon länger klar.
Dass sie es genau jetzt ankündigen, könnte aber daran liegen, dass die Aktie seit dem Hoch im Juni um die 20% verloren hat.
Seit Anfang des Jahres hat sie sich aber auch immer noch mehr als verdoppelt.
Obwohl sie so gut gelaufen ist und die Bewertung bei 1300 Milliarden Dollar liegt, ist die Ausschüttung aber schon wirklich relevant.
Die entspricht nämlich ca.
6% vom kompletten Börsenwert.
Und passend zu der Samsung News hat Bloomberg von einigen großen Nvidia-Kunden gehört, dass die Preise für Server mit Nvidia-Chips ab nächstem Jahr um die 50% Prozent steigen sollen, vor allem auch wegen den gestiegenen Speicherchippreisen.
Wer sich neben KI noch für Machtkämpfe interessiert, sollte mal in die italienische Bankenlandschaft schauen.
Dort will Intesa San Paolo eigentlich den Konkurrenten Monte de Paschi kaufen.
Die haben darauf aber noch weniger Lust als die Commerzbank lang auf die Übernahme durch die Unicredit.
Und sie haben am Freitag gezeigt, wie man sich gegen so eine Übernahme auch wehren kann.
Für 25 Milliarden Euro wollen sie nämlich den Konkurrenten Banco BPM kaufen und für 9 Milliarden Euro gleichzeitig die Banker Generali.
Zahlen wollen sie die Mega-Deals vor allem mit eigenen Aktien.
Ob überhaupt einer der beiden Deals durchgeht, ist fraglich, aber mutig ist es auf jeden Fall.
Mutig ist auch, wie viel man in den letzten Jahren in den USA expandiert ist, was sich jetzt aber teilweise lohnt.
Sie haben nämlich Ende letzter Woche ihre Prognose für dieses Jahr reduziert, wollen jetzt nur noch 2 bis 5 Prozent wachsen.
Davor waren es eher 5 bis 7 Prozent.
Grund ist vor allem die schwierige Wirtschaftslage in Deutschland, dass es nicht noch schlechter läuft.
liegt also auch an der internationalen Expansion.
Die Aktie hat danach am Freitag um die 7% verloren, aber ich will die neue Woche nicht mit schlechten Nachrichten einleiten, deshalb zum Abschluss noch eine gute.
Tesla hat am Freitag 5% zugelegt, was an der Meldung liegen könnte, dass sie im September auf einer Messe in Europa mehr Infos zum Europastart von ihrem LKW geben wollen.
Außerdem gab es letzte Woche ein paar optimistische Berichte, dass Tesla in den nächsten Tagen das erste Mal sein Cybercap, also das Robotaxi ohne Lenkrad, auf die Straßen bringen wird.
Und wenn wir jetzt schon über Tesla und die Zukunft sprechen, müssen wir eigentlich auch über humanoide Roboter sprechen.
Das macht jetzt Timon, aber eben nicht mit Tesla.
Am Mittwoch ist die chinesische Firma Unitree an die Börse und der Börsenwert ist direkt am ersten Tag über 400 Prozent auf 50 Milliarden Dollar gestiegen.
Laut dem Startup-Investor A16Z sind Startup-Investments im Robotics-Bereich aktuell auf einem Allzeithoch und laut Musk könnten die das größte Produkt der Menschheitsgeschichte werden.
Fairerweise hat der mit seinem Optimus-Roboter aber auch ein Eigeninteresse und macht damit aber quasi noch keinen Umsatz.
Unitree ist nach der Kursperformance mit dem 180-fachen vom Umsatz sehr teuer bewertet und die wenigen anderen Robotics-Aktien sind es auch.
Deshalb habe ich mich umgeschaut, wo man günstig an der Börse von dem Robotics-Trend profitieren könnte und da ist mir die japanische Firma Minibia Mitsumi aufgefallen.
Die stellen zwar selbst keine Roboter her, bauen dafür aber seit 1951 Miniatur-Kugellager, also welche mit nur wenigen Millimetern Durchmesser.
Und Mini-Bea hat in dem Bereich weltweit über 60% Marktanteil.
Diese Mini-Kugellager sind wichtig für die kleinen Gelenke in den Händen und Fingern von den Robotern.
Und Mini-Bea stellt auch Sensoren und kleine Motoren her, damit die bewegt werden können und damit ein Roboter in den Fingerkuppen auch fühlen kann.
MiniBea sieht den Bereich als Chance, noch machen sie ihren 10 Milliarden Dollar Umsatz, aber hauptsächlich, indem sie Teile an Tech-Unternehmen, Autohersteller und Rechenzentren verkaufen.
Das stecken die in den Lüftern, die die Server kühlen und in den Festplatten.
Das ist zwar auch ein Wachstumsfeld, trotzdem liegt der Börsenwert von MiniBea bei 10 Milliarden Dollar und damit beim 15-fachen vom erwarteten Gewinn.
Das ist ziemlich auf dem Schnitt der letzten 10 Jahre.
Dabei ist die Firma auch ohne Robotik in der Zeit mit im Schnitt 11% pro Jahr gewachsen.
Die Wachstumsfantasien rund um die Roboter sind da also noch nicht mit eingepreist.
Bis da konkret relevant was rumkommt, dauert es aber auch noch.
Das Research House Omdia schätzt, dass 2035 weltweit nur ca.
2,5 Millionen humanoide Roboter pro Jahr verkauft werden.
Insgesamt braucht eine Roboterhand wohl ca.
60 Kugellager und die Hände sind speziell interessant, weil man hier die kleinen Motoren und Lager von Mini-BR braucht.
Die Kugellager sind aber nicht genug, damit Mini-Beer attraktiv davon verdient.
Aber sie werden ein guter Weg, um in die Verhandlungen zu kommen.
Das Geld wird dann mit den Motoren und den Sensoren gemacht.
Realistisch könnte Mini-Beer so auf rund 1000 Dollar pro Roboter kommen.
Dann wären wir bei einem Markt von 2,5 Milliarden Dollar.
Selbst wenn MiniBea seinen Marktanteil bei Kugellagern von über 60% so nutzen kann, dass sie auch bei den anderen Teilen die Hälfte vom Markt abbekommen, wären das nur knapp 1,5 Milliarden Dollar zusätzlicher Umsatz pro Jahr oder ca.
12% mehr als das, was MiniBea heute umsetzt, in neun Jahren.
Das ist also eine langfristige Wette auf Robotik, aber eine greifbare zu einer Bewertung, die auch ohne Roboter nicht absurd wäre.
300 Kilo Lager sind fertig.
Fertig eingebaut ist es das Herzstück einer gigantischen Maschine.
Mit lebenslanger Lebensdauer.
Letzten September hatten wir mal den Basketballprofi Niklas Wimberg paar Tage bei uns zu Gast.
Und im Podcast hat er auch über eine Aktie gesprochen, nämlich über die vom New York Knicks Eigentümer Madison Square Garden Sports.
Und seitdem er darüber gesprochen hat, hat sich die Aktie mehr als verdoppelt.
Einerseits sicher wegen dem NBA-Titel der Knicks, aber auf der anderen Seite auch, weil immer klarer wird, wie krass wertvoll NBA-Teams sind und wie einfach man scheinbar Käufer findet.
Dass Bob Iger und Josh Kuschner für über 12 Milliarden Dollar die Lakers gekauft haben, habe ich ja schon ein paar Mal berichtet.
Jetzt gab es aber Ende letzter Woche den nächsten Deal.
Der Unternehmer und ehemalige Walmart-E-Commerce-Chef Mark Lohr hat einen Großteil von seinem Anteil an den Minnesota Timberwolves zu einer Teambewertung von 4,5 Milliarden Dollar.
an den Milliardär Mark Start verkauft.
Grund ist wohl, dass sich Lohr auf den Börsengang seiner Lieferdienst-Restaurant-Kette WONDER fokussieren will und mit Mark Start wird damit nach Kaschner jetzt der zweite Tech-Investor ein NBA-Haupteigentümer, der sein Geld auch stark mit KI gemacht hat.
Seine Firma Dragonair verwaltet mittlerweile nämlich über 30 Milliarden Dollar, das es eben in Startups investiert.
Und genau wie Kashner hat Dragonair zum Beispiel auch in OpenAI investiert.
Im Gegensatz zu Kashner ist Start aber self-made.
Er war der erste in seiner Familie, der die Highschool abgeschlossen hat, hat dann zwar in Harvard studiert.
musste sich dort aber von der Uni warme Klamotten leihen, weil er dafür kein Geld hatte.
Nach Harvard kam dann sein Einstieg in die Investmentwelt und 2012 kam dann die Gründung von Dragonair, die neben OpenAI zum Beispiel auch in Uber, Waymo oder Airbnb investiert haben.
Neben seiner Geschichte ist aber auch der Deal an sich spannend, weil die Anteile von Lohr eben zu einer Bewertung von 4,5 Milliarden Dollar verkauft wurden.
Lohr selbst hat 2021 gerade mal 1,5 Milliarden gezahlt.
Auch das ist sicher nicht schlecht für die Madison Square Aktie.
Und wenn wir jetzt schon beim NBA Thema sind, müssen wir auch nochmal kurz über den Lakers Deal sprechen, aber nicht aus Sicht der Käufer, sondern aus der von Mark Walter, der das Team ja vor gerade mal einem Jahr gekauft hat und es jetzt eben weiterverkaufen musste.
Ich habe ja schon erzählt, dass Mark Walter mit seiner Firma ins Strauchen gekommen ist und deswegen verkaufen muss und seitdem der Deal bekannt ist, wird die Lage für ihn immer schwieriger.
Ein Kredit an Guggenheim Partners, also die Firma von ihm, die übrigens fast 400 Milliarden Dollar an Vermögen verwaltet, hat alleine letzte Woche 20% an Wert verloren.
Investoren sind mittlerweile also echt unsicher, ob er bzw.
seine Firma die Schulden zahlen kann.
Hintergrund ist, dass Mark Walter wie so viele Investmentfirmen in den letzten Jahren Versicherungen aufgekauft hat, um dann im Warren Buffett Style das Geld der Versicherungen besser zu investieren.
eben teilweise auch in eigene Anlageprodukte.
Das wird an sich schon oft kritisch gesehen, ist aber nicht ungewöhnlich oder unbedingt gefährlich.
Problematisch ist aber, dass diese Versicherungen um die 20 Milliarden Dollar an andere Firmen von Walter verliehen haben, ohne es offen zu legen.
Und generell hat der Talangs-Finanzchef am Samstag im Podcast ganz gut erklärt, was das Problem ist, wenn man Versicherungen zu stark mit Investmentfirmen vermischt.
Und zwar nimmt eine Versicherung ja eigentlich die Risiken auf der Versicherungsseite.
Und das Schöne daran ist, dass die ganz gut diversifizieren.
Wenn ich also gerade in Chile ein Erdbeben habe, habe ich wahrscheinlich nicht gleichzeitig ein Hochwasser in Deutschland.
Im Finanzbereich ist es aber oft anders.
Wenn eine Finanzkrise kommt, schmieren Aktien genauso ab wie der Wert der eigenen Private Equity Anteile.
Und wenn dann gleichzeitig noch eine Krise im Versicherungsgeschäft kommt, kann es ziemlich kritisch werden.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdars bei OMR.
Euch einen guten Start in die Woche, folgt uns gern auf Spotify, auf Apple, wo immer ihr diesen Podcast hört.
Bis morgen, adios.
