# AI Market Shifts: Legal, Labor, and Hardware

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-08-24

## Transcript

Das KI-Update – ein heise Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Isabel Grünewald und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
ChatGPT erstellt ganze Druckvorlagen für Ninehorn-Plagiate.
KI bewirkt Verschiebung am Arbeitsmarkt.
Inzwischen wird KI selbst zum größten Kunden von KI.
Und warum ein Verbot von Smart Glasses zu kurz greift.
Auf Anfrage kann Chat-JPT komplett neue Buchtitel zum Neinhorn erstellen.
Deshalb zieht der Carlsen Verlag gegen OpenAI jetzt vor Gericht, berichtet Martin Holland von heise online.
Und zwar ist das Neinhorn eine ziemlich bekannte Kindergeschichte, die ist gerade mal ein paar Jahre alt und trotzdem gilt sie schon als Klassiker von Marc-Uwe Kling, das ist der Autor und Astrid Henn, das ist die Illustratorin.
Der Kasen Verlag sagt nun, dass wenn man JetGPT bittet, sich doch Geschichten ums Ninehorn auszudenken, dass er da ziemlich bereitwillig mitmacht, teilweise aber eben auch Charaktere benutzt, die aus den Büchern stammen, Illustrationen erstellt oder offensichtlich Illustrationen erstellt, die sehr stark daran erinnern und dass das alles eben darauf hindeutet, dass das KI-Modell mit den Ninehorn-Inhalten trainiert wurde.
Und zusätzlich sagen sie, dass der Chatbot auch Eigeninitiativ Vorschläge für rechtsverletzende Texte und Illustrationen macht.
Also selbst sagt, warum soll ich nicht das und das machen und das und das ergänzen und dann neue Werke machen.
Das ist auch deswegen interessant, weil vom Neinhorn selbst gibt es gerade mal drei Geschichten.
Das ist natürlich für Kinder vielleicht nicht ausreichend.
Also wer da die Idee hat, einfach sich weitere generieren zu lassen.
Wird von ChatGPT dabei eben sehr gut unterstützt.
Und der Karsen Verlag sagt sogar, dass der Chatbot auf Anfrage ganze Druckvorlagen macht.
Also nicht nur die Geschichten, sondern die Umschlaggestaltung, ein Impressum, eine gefakte ISBN-Nummer und das Verlagslogo drunter packt.
Also ganz schön viel, was man dann eben einfach nur ausdrucken muss, damit das ganz schön echt aussieht.
Der Verlag ist mit dieser Klage vor das Landgericht München gezogen.
Das hat durchaus schon Erfahrung mit.
KI-Rechtsprechung und OpenAI ist da auch schon ein bekannter.
Also das muss man jetzt verfolgen, wie sich das Gericht dazu äußert.
Aber bislang war das für die KI-Unternehmen jetzt kein besonders gutes Pflaster, wenn man die Urteile aus den vergangenen Monaten erzieht.
Für Carlson selbst ist der Umgang mit KI auch nicht ein neuer.
Der Verlag war vor fast genau einem Jahr schon mal in vielerlei Munde, weil damals wurden mit KI-Chatbots Conny-Memes erstellt.
Also das gibt es ja die Kinderbuchreihe, die Conny-Geschichten und da gibt es dann manchmal so einzelne Bilder, die das zusammenfassen, was Conny da erlebt oder was sie gelernt hat und daraufhin wurden eben sehr viele Conny-Memes erstellt, also lustige Bilder mit Rückgriff auf diese Geschichten und damals hatte Carlson gesagt, dass sie da rechtlich gegen vorgehen wollen, was viele als Drohung verstanden haben, worauf Wink-Hasen das nochmal genauer ausgeführt hat und gesagt hat, es geht um rechtswidrige Inhalte, die problematisch sind.
Wobei man sagen muss, dass da nicht noch was bekannt geworden ist, dass sie da tatsächlich machen mussten, die Memes und so wie das mit Memes allgemein passiert, einfach von selbst irgendwie wieder verschwunden.
Danke Martin.
Sicherheitsforschende von Varones haben eine kritische Lücke in Microsofts KI-Assistenten Copilot aufgedeckt.
Sie hatten die KI gezielt nach ihren eigenen Schutzmechanismen befragt.
Zwar soll Copilot anfangs noch Auskünfte verweigert haben, doch jede Ablehnung enthielt technische Details zur internen Architektur.
Schließlich war es den Forschenden möglich, die Sicherheitsvorkehrungen ganz zu umgehen.
Mittels eines manipulierten Links konnten sie dann Daten aus verknüpften Diensten wie E-Mails oder Kalendereinträge abgreifen.
Durch Prompt Injections, also durch versteckte Anweisungen in Webseiten, gelang es ihnen sogar, das Gedächtnis der KI dauerhaft zu manipulieren.
Laut Varones überstanden diese Einträge sogar Passwortänderungen und Gerätenneuanmeldungen.
Microsoft hat diese Schwachstelle zwar inzwischen behoben, doch die Sicherheitsforschenden sehen ein grundsätzliches Problem.
KI-Assistenten sind in der Regel reaktiv abgesichert statt proaktiv geschützt.
Wer solche Werkzeuge nutzt, sollte also die Zahl verbundener Apps gering halten und Links aus unbekannten Quellen kritisch prüfen.
Das Karrierenetzwerk LinkedIn kämpft mit einer Flut an minderwertigen, vollständig KI-generierten Inhalten.
Seit der Einführung einer Meldefunktion haben Nutzen rund eine Million Beiträge als mutmaßlich KI-generiert gemeldet.
Bereits eine frühere Analyse hatte darauf hingedeutet, dass inzwischen ein erheblicher Teil längerer Beiträge auf der Plattform von KI erstellt wird.
Als Reaktion darauf hat LinkedIn die Reichweite solcher Inhalte bereits stark reduziert.
Produktchef Haris Renivasan erwägt nun, betroffene Personen über die Meldungen zu ihren Posts zu informieren.
Es gehe grundsätzlich immer darum, Nutzenden hilfreiches Feedback zu geben.
Gründe für die vielen KI-generierten Beiträge auf der Plattform liegen vor allem im dort üblichen Stil.
Beiträge, die hohe fachliche Kompetenz suggerieren sollen, lassen sich inzwischen bestens mithilfe von KI generieren.
Die große Entlassungswelle durch künstliche Intelligenz ist bislang ausgeblieben.
Wer aber genauer hinschaut, erkennt eine tiefere Verschiebung am Arbeitsmarkt, eine, die vor allem junge Menschen trifft.
Marco Pauli von heise online mit den Einzelheiten.
Eine Studie des Stanford Digital Economy Lab zeigt, dass künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt paradox beeinflusst.
Die Forschenden haben dabei keine Umfragen ausgewertet, sondern echte Lohnabrechnungsdaten eines großen US-Personaldienstleisters mit mehreren Millionen Erwerbstätigen über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren.
Dabei zeigte sich, dass die Gesamtbeschäftigung zwar gestiegen ist, auch in KI-nahen Berufen.
Bei Berufseinsteigern in stark KI-betroffenen Feldern ist die Beschäftigung seit dem Start von ChatGPT allerdings um rund 11% gesunken.
In weniger KI-exponierten Berufen derselben Altersgruppe stieg sie dagegen um etwa 10%.
Diese Schere hat sich zuletzt sogar noch weiter geöffnet.
Was dahinter steckt, ist kein klassischer Jobabbau.
Wer bereits im Unternehmen ist, behält seinen Platz.
Firmen besetzen Junior-Positionen allerdings nicht mehr nach.
Erfahrene Fachkräfte nutzen KI als Werkzeug, das ihre Arbeit ergänzt.
Berufseinsteiger hingegen, deren Aufgaben oft aus standardisierten Texten und Datenaufbereitungen bestehen, nutzen KI-Tools wie ChatGPT am intensivsten und machen sich damit unbeabsichtigt selbst überflüssig.
Dieses Muster zeigt sich nicht nur in den USA.
Südkoreanische Daten etwa belegen eine ähnliche Polarisierung.
In Deutschland erwartet laut einer IFO-Umfrage etwa die Hälfte der Unternehmen sinkende Einstiegslöhne für Nachwuchskräfte ohne akademischen Abschluss.
Die Bundesregierung sieht allerdings noch keinen Grund zur Beunruhigung.
In ihrer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage erklärt das Arbeitsministerium, dass KI in Deutschland bislang keinen systematischen Stellenabbau ausgelöst habe.
Internationale Studien, die auf Nachteile für Berufseinsteiger hinweisen, bewertet die Regierung als methodisch kaum belastbar.
Rückgänge bei Neueinstellungen führt sie eher auf die allgemeine Konjunkturschwäche zurück als auf KI.
Als Antwort verweist die Regierung auf Weiterbildungsinitiativen und KI-gestützte Lernsysteme, die Berufseinsteigern helfen sollen, Erfahrungsrückstände schneller aufzuholen.
Ob das reicht, bleibt offen.
Denn die Stellen, in denen der Nachwuchs von morgen sein Handwerk lernen sollte, verschwinden bereits.
Und das ohne aufsehenerregende Entlassungswellen.
Vielen Dank, Marco.
Der niedersächsische Datenschutzbeauftragte Dennis Lehmkemper beklagt in seinem Tätigkeitsbericht die Zentralisierung der KI-Kontrolle bei der Bundesnetzagentur.
Es wäre seiner Ansicht nach sinnvoller gewesen, wenn die Aufsicht über in der niedersächsischen Verwaltung eingesetzte KI-Systeme auch in Niedersachsen angesiedelt wäre.
Doch es ist nicht so, als hätten die Landesdatenschutzbehörden nicht auch so schon mehr als genug durch KI zu tun.
In Niedersachsen stieg die Zahl der Bürgerbeschwerden um über 70 Prozent, weil Chatbots bei Recherchen zu Datenschutzverstößen direkt Musterschreiben erstellen.
Das verursacht eine Welle an teils unvollständigen Anträgen, die zeitaufwendig bearbeitet werden müssen.
Zugleich entwickelt sich KI zum Beratungsschwerpunkt.
Die Behörde begleitete Pilotversuche wie LL Moin und MS Co-Pilot Chat in der Verwaltung.
Dabei zeigte sich, dass spezifische Rechtsgrundlagen weitgehend fehlten.
Lehm Kemper fordert daher vom Gesetzgeber klare Rahmenbedingungen fürs KI-Training sowie verbindliche Schulungen und präzisere Modelleinstellungen, um Halluzinationen und Verzerrungen entgegenzuwirken.
Betreiber von KI-Rechenzentren und Cloud-Anbietern müssen sich auf höhere Nvidia-Preise einrichten.
Systeme auf Basis der neuen Vera Rubin und der bisherigen Grace Blackwell-Plattform sollen im kommenden Jahr mehr als 15 Prozent teurer werden.
Offenbar haben Unternehmen, die die KI-Server im Auftrag der großen Rechenzentrumsbetreiber wie Microsoft, Google und Oracle bauen, ihre Kunden bereits über die anstehende Preiserhöhung informiert.
Der Grund dürfte in den gestiegenen Speicherpreisen liegen.
Denn bei diesen KI-Servern handelt es sich ja um Komplettsysteme, die neben den Prozessoren und KI-Beschleunigern eben auch über RAM verfügen.
Die gesamte Branche ist derzeit von drei Speicherherstellern abhängig.
Diese können die explodierte Nachfrage nicht bedienen und reagieren daher mit Preisaufschlägen.
Der US-Chip-Designer Marvell Technology hat einen Großauftrag von Google an Land gezogen.
Marvell wird für Google KI-Prozessoren entwickeln.
Der Auftrag könnte Umsätze des Chip-Designers verdoppeln.
Im Gegenzug für den Großauftrag erhält Google Optionen zum Erwerb von Marvell-Aktien.
Solche Geschäftsbeziehungen sind Teil des aktuellen Trends, bei dem große Technologiekonzerne durch spekulative Finanzgeschäfte im KI-Sektor Partnerschaften absichern.
Mit dieser konkreten Vereinbarung sichert sich Google den Zugang zu spezialisierter KI-Hardware.
Und gleichzeitig steigt der Börsenwert von Marvell.
KI benutzt immer mehr KI.
Das ist das Ergebnis einer Analyse von OpenRouter, die den Token-Verbrauch auf der eigenen Plattform untersucht hat.
OpenRouter bietet über APIs Zugang zu nahezu allen verfügbaren KI-Modellen.
Viele Unternehmen, aber eben auch KI-Agenten nutzen die Plattform.
Max Schreiner von The Decoder hat sich die Analyse angeschaut.
Laut Open-Router-Analyst Peter Walker war der 6.
Februar 2026 möglicherweise der letzte Tag, an dem Menschen mehr Tokens verbrauchten als KI-Agenten.
Seit diesem Stichtag stieg der Tokenverbrauch durch Agenten um das 14-fache.
Der menschliche Verbrauch wuchs im gleichen Zeitraum nur um das 2,8-fache.
Der Grund liegt in der Arbeitsweise der Agenten, denn die arbeiten zunehmend selbstständig über längere Zeiträume.
Dabei stoßen sie auch weitere KI-Prozesse an, um ihre Aufgaben zu lösen.
Laut Walker stammen bei Agenten daher fast 70% des gesamten Tokenverbrauchs aus gecacheden Prompts, das ist eine gute Nachricht, denn das ist ein zwischengespeicherter Teil der Eingabe, also des Prompts, der deutlich günstiger abgerechnet wird, wenn er für weitere KI-Anfragen erneut abgerufen wird.
Die tatsächlichen Kosten dieses massiven Anstiegs steigen also nicht so stark, wie es die reinen Tokenzahlen vermuten ließen.
Ein paar Einschränkungen gibt es natürlich bei diesen Daten.
Open Router bedient bevorzugt sogenannte Open Weight Modelle.
Diese sind auch teils weniger token-effizient als Modelle von OpenAI oder Anthropic.
Walker geht aber davon aus, dass der Trend auch bei den großen Laboren ähnlich verläuft.
Denn auch Anthropics Cloud Code für Programmierer oder Cowork für Wissensarbeiter nutzen wie auch die Angebote von OpenAI, also Codex und JGBT Work, eigenständig Subagenten.
So kann ein einziger von einem Menschen losgeschickter Prompt gleich eine ganze Kaskade von KI-generierten Prompts an Subagenten lostreten und auch so für einen höheren Tokenverbrauch sorgen.
Danke Max.
Anthropic überarbeitet seine umstrittene Datenpolitik.
Seit Juni speichert das KI-Unternehmen alle Kundendaten seiner starken Modelle Mythos und Fable 30 Tage lang auf eigenen Servern.
Damit will es neue Cyberangriffe mit der Technik erkennen.
Anthropic räumte selbst ein, die Regel sei unbeliebt und ein Geschäftsrisiko und will nun zum Herbst nachbessern.
Künftig soll die 30-Tage-Frist zwar bestehen bleiben, die Daten liegen dann aber in der Cloud des Kunden und nicht mehr bei Anthropic.
Das neue System entsteht laut Bloomberg seit Monaten gemeinsam mit über 100 Kunden aus regulierten Branchen.
Konkurrent OpenAI plant hingegen ein anderes Verfahren, um Sicherheitsvorfällen zu begegnen.
Das System heißt Private Safety Processing und soll bei kommenden Modellen Missbrauch erkennen, ohne Kundendaten zu speichern.
Dafür erkennt es Muster über mehrere Interaktionen hinweg.
OpenAI erhält aber nur ein eng gefasstes Sicherheitssignal zur Art und Schwere der Aktivität.
Die eigentlichen Eingaben und Antworten sieht der KI-Anbieter nicht.
Nach der Pleite von Spirit Airlines will Google deren interne Daten für das KI-Training übernehmen.
Ehemalige Mitarbeitende fürchten um ihren Datenschutz.
Die Association of Flight Attendants hat nun Einspruch eingelegt, da der Datensatz Millionen interner E-Mails und Nachrichten enthält.
Obwohl die Daten anonymisiert werden sollen, befürchtet der Verband, dass sensible Informationen wie Disziplinarmaßnahmen oder auch Gehaltsanpassungen später wieder de-anonymisiert werden könnten.
Die Gewerkschaft argumentiert, dass die vorgesehenen Datenschutzmaßnahmen auf Verbraucherdaten ausgelegt sind und für den Schutz vertraulicher Mitarbeiterdaten unzureichend sind.
Der Fall wirft grundlegende Fragen zur ethischen Beschaffung von Trainingsdaten für KI auf.
Die argentinische Regierung von Präsident Javier Milley hat in den vergangenen zwei Jahren den Einsatz von KI-gestützten Überwachungstechnologien stark ausgebaut.
Laut einem Bericht von Amnesty International habe die Regierung gezielt Gesichtserkennungssoftware, KI-Tools zur Überwachung sozialer Medien und automatisierte Drohnen angeschafft.
Damit würden Proteste überwacht, abweichende Meinungen unterdrückt und Aktivisten eingeschüchtert.
Dies führe zu einem Klima der Angst in Argentinien und schränke Grundrechte wie die Meinungs- und Versammlungsfreiheit ein.
Die Menschenrechtsorganisation fordert daher eine strenge Regulierung und ein Verbot von biometrischen KI-Technologien zur Massenüberwachung.
Smart Glasses mit Mikrofon und Kameras sorgen derzeit für gesellschaftlichen Zündstoff.
Für meinen Kollegen Tomislav Besmalinovic greift die Forderung nach einem Verbot jedoch zu kurz.
Er plädiert in einem Kommentar auf heise online für breitere Debatten und gezielte Maßnahmen statt Blindenaktionismus.
Mit der zunehmenden Verbreitung der Ray-Ban-Matter-Brillen und anderer Smartglasses wächst auch die Kritik an der neuen Technologie, befeuert durch den Missbrauch der Geräte.
In den vergangenen Monaten machten vor allem sogenannte RIS-Fluencer-Schlagzeilen.
die mit den Brillen in der Öffentlichkeit heimlich Frauen filmen und die Aufnahmen anschließend in sozialen Netzwerken verbreiten, mit traumatischen Folgen für die Betroffenen.
In Deutschland fordern Organisationen wie HateAid deshalb Verkaufsverbote für Kamerabrillen, die heimliches Filmen ermöglichen.
Unabhängig von der noch ausstehenden juristischen Bewertung ist ein generelles Verbot solcher Brillen nur schwer zu rechtfertigen.
Würden Technologien allein danach beurteilt, ob sie sich für kriminelle oder andere verwerfliche Zwecke missbrauchen lassen, müsste man auch Smartphones und soziale Netzwerke verbieten, die hier ebenso eine wichtige Rolle spielen.
Sogenannte Pick-up-Videos, in denen Männer Frauen ansprechen und die Begegnungen mit Smartphones oder versteckten Kameras filmen, sind auf Plattformen wie Instagram oder TikTok ein eigenes Genre, das sehr viel älter ist als Smart Glasses.
Neu daran ist vor allem, wie gut die Kamera versteckt ist.
Ein Verbot würde die Täter jedenfalls kaum stoppen.
Sie könnten sich die Brillen auf anderen Wegen beschaffen, auf andere Kamera-Gadgets ausweichen oder wie bisher zum Smartphone greifen.
Ein pauschales Verbot treffe damit vor allem die reguläre Nutzung.
Könnte zugleich dazu führen, dass Deutschland bei einer potenziell wichtigen Technologie den Anschluss verliert.
Smart Glasses könnten sich mit leistungsfähigen Displays wie den des deutschen Meta-Zulieferers Schott zu einer eigenständigen Computerplattform entwickeln, damit entstünde ein neuer Markt, von dem auch Deutschland profitieren könnte.
Mit dem Brillenkonzern Asylor Luxottica ist darüber hinaus ein europäisches Unternehmen maßgeblich am Erfolg von Metas Brillen beteiligt und könnte damit künftig auch den Technologiestandort Europa stärken.
Bei aller berechtigten Kritik Kamerabrillen lassen sich auch für andere Zwecke als heimliches Filmen einsetzen.
Auch der praktische Nutzen für Menschen mit Behinderungen ist nicht von der Hand zu weisen.
Weil neuere Geräte die Umgebung mittels KI verbal beschreiben können, ermöglichen sie Blinden und sehbehinderten Menschen ein besseres Leben und mehr Eigenständigkeit.
Das heißt nun nicht, dass Kamerabrillen unreguliert bleiben sollten.
Im Gegenteil.
Entscheidend ist, dass sich Gesetze und Vorschriften gegen den Missbrauch richten, und nicht gegen einzelne Produktkategorien.
Denn im Zuge der KI-Entwicklung dürften Minikameras künftig auch in Smartwatches, Anhängern oder sogar Kopfhörern Einzug halten.
Das zeigt, dass die Debatte auf einer grundsätzlicheren Ebene geführt werden muss.
Sinnvoll wären etwa Vorgaben, die Kamerabrillen und andere Kameragadgets für Umstehende deutlicher als Aufnahmegeräte erkennbar machen.
Stand heute verfügen die Ray-Ban-Meta-Brillen über ein LED-Signallicht.
was besonders bei hellem Tageslicht nicht immer gut zu erkennen ist.
Vielen Dank für diesen Kommentar, Tomislav.
Die neue smarte Brille Rayneo I.O.
soll den Alltag produktiver gestalten und das nur mit einem Mikrofon, ganz ohne Kamera.
Eine zentrale Funktion ist eine KI-Suite, die bei Besprechungen im Hintergrund mitläuft, um Aufgaben zu erkennen und Kalendereinträge vorzuschlagen.
Das Besondere dabei ist, dass die Brille neben Mikrofonen auch einen Knochenschallsensor verwendet, um die Spracheingaben für die KI präzise zu erfassen.
Zusätzlich bietet die Brille eine Echtzeitübersetzung von Sprache zu Text und einen Teleprompter-Modus, der dank KI-Spracherkennung automatisch mitscrollt.
Eine festintegrierte LED-Anzeige leuchtet auf, sobald Mikrofone oder Übersetzungstools aktiv sind.
Die KI-Funktionen basieren auf Gemini 3.1 Flashlight.
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Humanoide Roboter erreichen durch Fortschritte in der KI neue Leistungsniveaus.
Während der Eröffnungsfeier für die World Humanoid Robot Games in China lief ein Roboter jetzt die 100-Meter-Strecke schneller als der menschliche Weltrekordhalter Usain Bolt.
Dieser Erfolg demonstriert die fortschrittlichen Fähigkeiten sogenannter verkörperter KI, bei der eine künstliche Intelligenz einen physischen Körper in Echtzeit steuert.
Die Leistung zeigt bedeutende Entwicklungen in den Bereichen Balance, Koordination und Fortbewegung.
China fördert die Forschung an humanoiden Robotern intensiv und sieht sie als eine Schlüsseltechnologie der Zukunft.
Bei der zweiten Ausgabe der Roboter-Weltmeisterschaft in Peking werden Roboter daher in verschiedenen Disziplinen gegeneinander antreten.
Dazu zählen Weitsprung, Gewichtheben, Tischtennis, Fußball, aber auch alltagsnahe Szenarien wie Haushaltsaufgaben, Rettungseinsätze und Fertigungslinien.
Der Deutsche Wetterdienst setzt zur Verbesserung seiner Wetterprognosen verstärkt auf künstliche Intelligenz.
Laut Roland Potast vom DWD sind präzisere Vorhersagen nicht nur für die Alltagsplanung wichtig, sondern auch für kritische Bereiche, wie die Warnung vor Extremwetter, die Sicherheit im Flugverkehr und die Planung der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen.
KI wird dabei als Schlüsselwerkzeug neben Satelliten und Flugzeugdaten positioniert, um die riesigen Datenmengen zu verarbeiten und die meteorologischen Modelle zu verfeinern.
Ziel ist es, die Zuverlässigkeit der Prognosen weiter zu steigern.
Das ganze Interview mit dem Direktor für Meteorologische Analyse und Modellierung des DWD könnt ihr bei heiseplus lesen.
Und falls ihr noch kein Abo habt, könnt ihr euch unter heiseplus.de slash audio für die ersten zwölf Wochen 50 Prozent Rabatt sichern.
Diesen Link findet ihr natürlich auch in den Shownotes.
Das war das KI-Update von heise online vom 24.
August 2026.
Eine neue Folge gibt es montags, mittwochs und freitags ab 15 Uhr.
