# AI Data Acquisition and Ad Monetization Shifts

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-08-21

## Transcript

Chat-GPT bekommt Werbung, Google bekommt Daten von einer insolventen Airline und ich bekomme ein bisschen Media-Attention.
Ich bin im Fernsehen, Leute.
Herzlich willkommen.
Oh Gott, geht schon gut los jetzt.
Herzlich willkommen, Happy Friday, Kollegin KI, Snackbox.
Ich führe euch einmal durch die KI-News der Woche und am Ende noch ein bisschen Eigenwerbung.
Ich habe nämlich mal wieder irgendwie so ein kleines KI-Projekt gestartet mit meinem lieben Co-Founder Jan.
Liebe Grüße, wenn du gerade zuhörst, Jan.
Sehr, sehr coole Nummer geworden.
Und die bekommt gerade ein bisschen mehr Aufmerksamkeit als geplant.
Aber gehen wir doch erst mal rein, gucken wir mal aufs Bigger Picture.
Also.
Was ist passiert bei OpenAI?
OpenAI hat sich nach langem Hin und Herzen dazu entschieden, auch Werbung in Europa zu schalten.
Insgesamt 31 europäische Märkte werden ab dem 24.
August von OpenAI mit Werbung ausgespielt.
Bedeutet, wenn ihr bei ChatGPT kostenlose Nutzer seid, dann werdet ihr am Ende eurer Antwort, der Antwort von ChatGPT, eine kleine Werbeeinblendung bekommen.
Unter Umständen.
die natürlich dann entsprechend von Werbetreibenden bezahlt wird.
Und wenn ihr ChatGPT kostenlos nutzt, gehört ihr zur absoluten Mehrheit.
Ich habe mal so ein paar Zahlen rausgesucht.
Die sind nicht offiziell, die sind alle geschätzt und so.
Aber ich glaube, das kommt ganz gut hin.
Über 900 Millionen Leute nutzen ChatGPT weltweit wöchentlich.
Über 900 Millionen, das ist schon wirklich krass viel.
Dem gegenüber stehen aber nur 50 Millionen zahlende Kunden.
So, das heißt...
Großteil des Traffics wird dadurch verbraten, dass Leute Chat-JPT kostenlos nutzen und damit ein bisschen rumspielen.
Um da so ein bisschen die Kosten abzufedern, hat OpenAI und Sam Altman jetzt nach, wie gesagt, langen Minuten her gesagt, wir schalten jetzt mal Werbung.
Die soll aber tatsächlich von den eigentlichen Nutzerprofilen entkoppelt stattfinden.
Also Datenschutz soll weiterhin sehr groß geschrieben werden.
Das ist wieder so eine typische Big Tech Aussage.
Ich weiß nicht, wie viel Glauben man da schenken kann, aber auf jeden Fall gibt es da Werbung.
An sich.
muss man sagen, ist total bescheuert, wenn diese Nutzerprofile nicht verwendet werden.
Weil, wenn ihr euch mal überlegt, wenn ihr einfach irgendwie bei Google gewisse Sachen googelt, dann gibt es vielleicht ein paar Cookies oder so, ein bisschen Informationen, die zu eurem Background mitkommen, von welchem Gerät ihr euch einschaltet und so und was ihr dann vielleicht über Google kauft, im Zweifel.
Bei KI ist das einfach viel, viel genauer.
KI kennt Leute in der Regel.
Wenn wir täglich mit ChatGPT und Co.
sprechen, dann verraten wir natürlich auch Dinge über unsere Ausdrucksweise, über unsere Interessen und die Nutzerprofile sind viel, viel genauer.
Das heißt, eigentlich geht man davon aus, dass so KI-Chatbots viel genauer wissen, was wir eigentlich wollen und uns dementsprechend natürlich viel passendere Produkte vorschlagen können.
Also eigentlich ein ganz neuer...
wahnsinnig effizienter Werbemarkt, wenn man es richtig anstellt.
Darauf will ChatGPT hier aber dann oder OpenAI tatsächlich drauf verzichten.
Gucken, wie lang noch und wie lang das so bleibt.
Aber erstmal gibt es jetzt ab dem 24.
Werbung.
Schaltet euch, stellt euch drauf ein, wenn ihr kostenlose NutzerInnen seid.
Ja, apropos Daten.
Google hat ein digitales Gedächtnis von einer insolventen Airline gekauft.
Spirit Airlines heißt das gute Ding, ist insolvent, war eine Billig-Airline und Google hat 10 Millionen US-Dollar geboten für einen riesigen Bestand, muss man sagen, interner Unternehmensdaten.
Wir haben ein paar Zahlen rausgesucht.
30 Millionen Zeilen Code plus Dokumente, Kalender, Unternehmensdaten und so weiter.
Rund 100 Millionen E-Mails und jetzt kommt's.
Eine halbe Milliarde Teams Nachrichten.
Die kauft Google oder will Google mit diesen 10 Millionen US-Dollar kaufen aus der Insolvenzmasse dieser Airline.
Eine halbe Milliarde Teams.
Nein, Leute.
Also jetzt fragt ihr euch vielleicht, wer soll das alles lesen?
Ja, die Antwort ist die KI.
Natürlich.
Denn Google kauft solche Daten, weil...
wir müssen festhalten, das Internet ist mehr oder weniger seit Jahren abgegrast.
Also die großen Large Language Models haben eigentlich alles, was irgendwie frei verfügbar ist, schon längst in ihrem Wissensspeicher.
Sie sind längst irgendwie in den Modellen drin.
Das heißt...
Man will jetzt im Grunde an andere Daten kommen, vor allem an Daten, die nicht unbedingt überall verfügbar sind.
Und das sind hier echte Unternehmensdaten von einer Airline aus mehreren Jahren Bestand, die durchaus auch in Chats natürlich stattgefunden haben.
Leute haben im Unternehmen miteinander gesprochen, haben vielleicht gewisse Managemententscheidungen irgendwie eingeordnet, haben diskutiert, haben Entscheidungen getroffen.
Handlungen bewertet und am Ende natürlich irgendwie ein Ergebnis damit erzielt.
Und das sind eben Daten, die in der Regel in Large Language Models noch nicht so weit verfügbar sind.
Das sind wirklich reale, authentische Unternehmensdaten und davon erhofft man sich jetzt, oder Google erhofft sich davon, dass die Modelle besser auf wirtschaftliche Abläufe trainiert werden können.
Und natürlich blinken da alle...
Blinken da alle Alarmleuchten zum Thema Datenschutz auf.
Wenn ihr euch vorstellt, euer Ex-Arbeitgeber, bei dem ihr mal vor zehn Jahren irgendwie gearbeitet habt, der ist jetzt insolvent und eure damaligen E-Mails werden jetzt an einem Großkonzern verscherbelt, damit der seine KI damit trainieren kann, würdet ihr wahrscheinlich auch auf die Barrikaden gehen.
Jetzt sagt Google, dass das Ganze anonymisiert wird durch ein anderes externes Unternehmen, dass das alles macht und die Daten kommen dann ohne Namen und wie auch immer.
Dennoch ist natürlich nur, weil da so ein Name fehlt, jetzt nicht alles komplett anonymisiert.
Man kann mit Sicherheit gerade auch durch KI Rückschlüsse darauf ziehen, wer was geschrieben hat, wer welche Meinung hatte und so weiter und so fort.
Wer wie viel Geld verdient hat.
Ja, natürlich solche Sachen auch.
Das heißt, die Datenschutzfrage ist noch nicht geklärt und deshalb ist das Ganze auch noch vor einem Insolvenzgericht, das entsprechend jetzt entscheidet.
ob diese Daten an Google gehen dürfen oder nicht.
Aber ja, Leute, das ist es.
Daten sind das neue Öl, wie es so schön heißt.
Und gerade in Zeiten von KI ist das vermutlich wahrer denn je.
So, jetzt kommen wir doch nochmal zum Erfreulichen.
Das ist meine eigene Sache.
Ich komme gerade vom Tempelhofer Feld und hatte da einen Dreh mit dem RBB.
Also hier Berlin-Brandenburg, Grundpunkt Berlin-Brandenburg, hat Jan und mich...
begleitet auf dem Tempelhofer Feld.
Warum auf dem Tempelhofer Feld?
Er lebt im Wedding und ich in Friedrichshain, also wirklich komplett West und Ost.
Tempelhofer Feld ist relativ zwischen uns, muss man sagen.
Und wir haben damit eigentlich gar nichts zu tun, bis auf dieses kleine KI-Projekt, was wir gerade gestartet haben.
future-feld.de, könnt ihr euch gerne mal angucken, ist diese Woche gelauncht am Montag und hat durchaus viel Anklang gefunden.
Worum geht's?
Es geht darum, dass wir einen Chatbot gebaut haben, mit dem man das Templofer Feld bebauen kann.
Templofer Feld, für die, die es nicht wissen, ist eine Fläche mitten in Berlin.
Die ist ungefähr so groß wie Monaco.
Das ist ein ehemaliger Flughafen und der ist so erhalten worden.
Also man hat das Flughafengebäude, man hat die Rollbahn, man hat viel, viel Fläche und kann da sehr viel drüber laufen.
Es gibt viele Leute, die machen da Sport, die machen alles Mögliche da.
Und es ist ein Naherholungsgebiet.
Und ja, ich glaube...
So alt wie das Tempelhofer Feld ist auch die Debatte um das Tempelhofer Feld.
Nein, damals war es natürlich noch ein funktionierender Flughafen.
Ja, jetzt ist das Ding stillgelegt.
Aber was macht Berlin jetzt mit dieser Fläche?
Und man kann eigentlich Wecker nachstellen.
Viermal im Jahr mindestens kommt hier die Debatte auf.
Was machen wir mit dem Tempelhofer Feld?
Bebauen wir das?
Und wenn ja, wie?
Was ist Bebauung?
Machen wir eine Randbebauung?
Bauen wir Wohnraum?
Gerade weil Berlin ja auch so wenig Wohnraum hat und so.
Oder schöne neue Hotels, davon haben wir ja noch weniger.
Nein, Spaß beiseite.
Die Debatte ist auf jeden Fall groß und wir haben gesagt, wir führen mal das Ganze mit KI ad absurdum und lassen mal alle Berlinerinnen und Berliner, alle, die wollen eigentlich mit diesem Chatbot das Tempofer Feld bebauen.
Da sind fantastische Sachen bei rausgekommen.
Viel Quatsch auch natürlich, wie bei allen kostenlosen Online-Projekten kommt da einfach viel Quatsch auch bei raus.
Könnt ihr euch gerne mal durchklicken, könnt ein eigenes Tempofer Feld bauen, beziehungsweise könnt es bebauen.
Der Bot ist kostenlos verfügbar auf future-feld.
Und der Fernsehbeitrag, der läuft heute Abend.
Ich nehme am Donnerstag auf.
Das heißt, wenn ihr das hier hört, ist er schon draußen.
Ich packe ihn in die Shownotes.
Das ist richtig mutig.
Ich weiß nicht, wie der geworden ist.
Ich weiß nicht, wie wir uns benommen haben.
Es war auch ein langer Dreh und so.
Und es ist auch windig und alles.
Naja, egal.
Ich packe ihn euch in die Shownotes.
Viel Spaß.
Könnt ihr mal reingucken, wenn ihr wollt.
Und ansonsten viel Spaß beim...
Bebauen des Tempelhofer Feldes.
Mal gucken, es ist ein Kunstprojekt, ein partizipatives Kunstprojekt.
Ja, also es muss nicht ernst gemeint sein, was man da hinsetzen möchte.
Und vielleicht, ja, kann ich mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.
Wir haben irgendwie in den ersten Tagen dreieinhalbtausend Visionen erstellen lassen von Leuten.
Die meisten davon wurden dann auch veröffentlicht.
Leute haben dann die Auswahl, ob sie das veröffentlichen wollen oder nicht.
Dann scheint es in der Galerie.
Und wir zahlen das alles privat.
Weil wir im Vorfeld natürlich diverse Firmen angesprochen haben, wegen Kooperationspartnerschaften und so, aber es war allen zu heiß.
Tempelhofer Feld ist so ein heißes Thema in Berlin, dass da wirklich kein Unternehmen Bock hatte mitzumachen.
Auf Werbeagenturen haben gesagt, nee, definitiv nicht, wir fassen das nicht an.
Aber wir haben gesagt, das ist einfach so eine gute Idee, haben wir über unsere eigene Idee gesagt.
Die liegt jetzt auch seit einem Jahr schon in der Schublade.
Wir haben gesagt, jetzt zur Berlin-Wahl, hauen wir das Ding mal raus und gucken, was passiert.
Wird auch schon eifrig diskutiert, mal so, mal so, aber...
Ja, warum eigentlich nicht?
Vielleicht ist es ja irgendwie eine Möglichkeit, mit KI in Zukunft Partizipationsprojekte besser zu gestalten.
Wer weiß.
Also wir testen einfach aus.
Das ist ja auch so Teil unseres Selbstverständnisses.
Und ich glaube, bei KI gibt es einfach noch ganz, ganz viele Möglichkeiten, die wir einfach noch nicht auf dem Schirm haben.
Das war's.
Ich wünsche euch ein fantastisches Wochenende, liebe Leute.
Wenn es euch gefallen hat, lasst gerne ein Like da.
Kommentiert, wenn ihr Fragen habt.
Und ansonsten viel Spaß beim Tempelhofer Feld verunstalten.
Schönes Wochenende.
Bis dann.
Ciao.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
