# Bond Market Volatility and Global ETF Strategy

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-08-21

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über historische Walmart-Verluste, Broadcoms Schuldenplan und Georgs geniale Gas-Idee.
Im Thema des Tages erklären wir die historischen Auswüchse am Anleihemarkt und die Folgen für euch.
Und in der Triple-E-Idee präsentieren wir euch das Next Level des Welt-ETFs.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Nando Sommerfeld und Holger Zschäpitz.
aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte Heute ist Freitag, der 21.
August und wir wünschen euch einen aufmunternden Start in den Tag und später auch ins Wochenende.
Aufmunternd deshalb, weil die Börse gestern selbst ein bisschen Zuspruch gebrauchen konnte bei den Kursen.
Ja, wir haben es ehrlich aufmunternd auch deshalb, weil wir hier nachts um drei sitzen, weil die deutsche Bahn dich mit fünf Stunden Verspätung ans Ziel gebracht hat.
Nein, es sind nur vier.
Es sind nur vier.
Wir wollen nicht übertreiben.
Nach vier Stunden und auch dem Produzenten müssen wir sagen, Dieter, große Leistung.
Danke Deutsche Bahn.
Und wir haben jetzt so eine schöne Entschuldigungskarte bekommen.
Die haben wir ausgefüllt und dann bekommen wir eine kleine Aufmerksamkeit.
Und da steht drauf, es kann nicht immer pünktlich sein.
Ich finde das schon mal leid, der Satz.
Und man schreibt, lieber Fahrgast.
Und so geht es los.
Die Märkte, die waren nicht viel besser drauf.
Die brauchten tatsächlich auch Aufermunterung, wie du schon gesagt hast.
Der S&P 500, der verlor nämlich 0,9 Prozent auf 7.641 Punkte.
Und der Dow Jones, der sagt um 700 Punkte oder 1,3 Prozent ab.
Und der Nasdaq 100, der gab auch nach, nämlich 0,7 Prozent.
Und auch unser DAX schloss 0,4 Prozent tiefer, wieder unter der Marge von 26.000.
Das Hauptthema, das bleibt der Anleihenmarkt.
Finanzminister Scott Bassett, der amerikanische Finanzminister, der hat versucht zu beruhigen.
Sprach von größeren Rückkäufen, langlaufender Staatsanleihen.
Möglicherweise mehr als die angekündigten 4 Milliarden Dollar.
Aber die Erleichterungsrallye vom Mittwoch, die war schnell wieder verpufft.
Die 30-jährige Rendite, die stieg auf 5,25 Prozent und die 10-jährige auch wieder auf 4,7.
Ja, Goldman Sachs nennt das Ganze schon Operation Twist 4.0.
Ja, und ist skeptisch.
Solche Eingriffe könnten den Vaterrenditen verändern, aber selten das Ziel, schreiben sie.
Ja, das Problem sei nämlich fiskalisch und kein technisches.
Und mehr dazu groß und gleich im Thema des Tages.
Und kommen wir zum Konsum, der ist weltweit so ein bisschen ins Stocken geraten.
Und da wurde es gestern auch richtig ungemütlich.
Walmart.
Die verloren 9,2 Prozent.
Das war der größte Tagesverlust seit 2022.
Dabei hat der Konzern beim Gewinn die Erwartungen geschlagen und sogar die Jahresprognose angehoben.
Ja, du hast es ja tatsächlich zum Wochenanfang schon gesagt, Wollmar, das könnte spannend werden, da gucken alle genau hin und das haben sie dann auch getan und die entscheidende Kennzahl nämlich, die hat enttäuscht, die vergleichbaren Umsätze in den USA wuchsen nur um 2,6% und erwartet worden waren 3,6%.
Das ist das schwächste Quartalswachstum seit 2020.
Und der Gewinnausblick fürs dritte Quartal lag mit 62 bis 64 Cent auch deutlich unter den 68 Cent des Konsens.
Same-Store-Sales heißt es immer so schön im Jargon.
Aber Walmart war kein Einzelfall.
Advance-Auto-Parts krachte um 25 Prozent nach unten, weil die Kunden beim Selberschrauben sparen.
Das zog AutoZone und O'Reilly gleich mit nach unten.
Und die Bilanz der Woche, Home Depot, Lowe's, TGX, Coty dazu, JD Sports in London minus 14 Prozent nach Gewinnwarnung.
Die US-Konsument und offenbar auch der europäische, die sind nicht besonders gut gelaunt.
Ja und ziemlich logisch war auch die Reaktion bei Adidas und Puma, die im Sog von JD Sports 3,1 und 1,8 Prozent verloren.
Ist klar, wenn der Sneakerhändler schwächelt, hat man natürlich auch in Herzogenaurach ein Problem.
Apropos schwacher Konsum, darunter leidet auch Alibaba.
Das traditionelle chinesische Handelsgeschäft, das kämpft nämlich mit schwachem Konsum, Deflation und aggressiven Wettbewerb.
Gleichzeitig entwickelt sich Alibaba Cloud immer stärker zu einem chinesischen KI-Hyperscaler mit einem Cloud-Wachstum von 45 Prozent.
Das ist schon ziemlich deutlich.
Das stimmt, aber auch Alibaba hat natürlich das Problem, der KI-Boom kostet vorerst enorm viel Geld und deshalb rutschte der freie Cashflow auf Minimum.
Minus 44,7 Milliarden Yuan, das sind umgerechnet 5,7 Milliarden Euro.
Ja und rund 72 Prozent des Umsatzes kommen weiterhin aus E-Commerce, lediglich 17 Prozent aus E-Cloud und Compute.
Alibaba gewann trotzdem immerhin gestern 1,3 Prozent.
Obwohl sie negativ gestartet war, aber am Ende war es dann doch positiv, weil alle auf diese KI-Zahlen geguckt haben.
Und ein Gewinner stach auch heraus, das war DIR, die sprangen 6,9 Prozent nach oben.
Der Landmaschinenbauer verdiente 5,10 Dollar, die Aktiestart erwarteten 4,70 und hob auch noch die Gewinnprognose auf 4,75 bis 5 Milliarden Dollar an und sagt, das Orderbuch bestätige, 2026 ist die Talsohle im Agrarzyklus.
Die läuft doch auch immer.
Ist das immer noch ein Compounder?
Ja, aber die hatten auch mal zwischenzeitlich Probleme, aber sind wieder zurück auf der Spur.
Nicht in der Spur, beziehungsweise rausgekommen wieder, ist Moderna dann gestern.
Die Aktie verlor 24 Prozent und war die schlechteste Aktie im S&P 500.
Ja, nach dem 177 Prozent Sprung am Mittwoch, als Moderna und Merck ja die Erfolge mit dem personalisierten Krebsimpfstoff meldeten, haben die Anleger Kasse gemacht.
Merck gab auch nach zwei Prozent, nach fast 13 Prozent plus am Vortag.
Und aus Deutschland gab es nach Börsenschluss noch eine Nachricht.
Ja, die war fast mit Ansage.
Das hat ja Fresenius schon gesagt, dass sie weitere Anteile von Fresenius Medical Care verkaufen wollen.
Und sie haben 7,8 Millionen Aktien von Fresenius Medical Care für rund 300 Millionen Euro an institutionelle Investoren verkauft.
Und damit sinkt die Beteiligung auf 25 Prozent.
Ja, Konzernchef Michael Zen will das Kapital gezielt.
in die Wachstumsplattform stecken.
Fresenius erwartet daraus einen Buchgewinn im niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbereich.
Ja, und die FMC-Aktie verlor nachbörslich dann 1,7 Prozent.
Klassischer Platzierungsabschlag, muss man sagen.
Fresenius konnte nur ganz wenig zulegen.
Und sonst, auf dem deutschen Kursseil konnten Sartorius noch gut zulegen.
6,5 Prozent nach einer Kaufempfehlung der OBS.
die den Laborausrüster gut positioniert sieht für beschleunigtes Wachstum ab 2027.
Dieser Corona-Zug ist dann endlich vorbei und vielleicht können sie dann auch wieder auf die Spur kommen oder in die Spur, je nachdem.
Und Tonys, die verloren 5,4 Prozent, obwohl Umsatz ein operatives Ergebnis der über den Erwartungen lagen.
Aber den Anlegern gefiel die Margenkompression durch den ungünstigeren Produktmix nicht.
Die gibt es mittlerweile selbst beim Lidl an der Kasse, so Tonys, habe ich gesehen.
Wahnsinn, wo die mittlerweile distribuiert sind.
Ja, das ist dann kein Wunder, dass die Marge nicht mehr ganz so passt womöglich.
Ja, und dann haben wir noch ein Thema, das uns alle im Winter betreffen wird.
Der europäische Gaspreis ist nämlich auf ein Fünf-Monats-Hoch gesprungen.
Die TTF Futures kletterten zeitweise 3,9 Prozent auf über 65 Euro je Megawattstunde.
Ja, die deutschen Speicher sind ja nur zu 50 Prozent gefüllt.
Das ist der niedrigste Stand für diese Jahreszeit seit Beginn der Aufzeichnungen.
Und dazu kommt noch der Iran-Krieg ohne Ende in Sicht.
Trump droht jetzt mit einem ökonomischen D-Day.
Und Korea-Gas hat gerade eine große LNG-Ausschreibung für den Winter gestartet.
Heißt, Europa muss sich mit den Asiaten um jede Ladung kloppen, die dann da auf den Weltmeeren schippert.
Und die deutschen Netzbetreiber, die nennen das Speicherziel bereits praktisch unerreichbar.
Dazu hat uns ziemlich interessant Hörer Georg geschrieben.
Er will sich nämlich gegen steigende Gaspreise absichern mit einem gehebelten Mini-Future-Long auf den TDF-Gaspreis von Wonto Bell.
Die Wertpapierkernnummer packen wir euch mal in die Show-Notes.
Und seine Logik ist, er sieht kaum ein Szenario, in dem der Gaspreis in den nächsten Monaten fällt, aber einige Szenarien, in denen er steigt.
Möglicherweise wird der Winter ja mild, aber wir wissen es noch nicht.
Und sein Argument, das ist sehr charmant, im Grunde sichert er damit seine eigene Gas- und Stromrechnung ab, weil nämlich auch der Strompreis ja am Gaspreis hängt, ihr kennt das ja, Merit Order.
Und steigt der Preis, gleicht der Schein dann die höhere Rechnung aus.
Man muss aber auch klar sagen, Hebelprodukte können auch komplett wertlos verfallen.
Das ist halt ein Zock und hat nichts mit Anlageberatung zu tun.
Aber für die Idee, lieber Georg, vielen Dank.
Ja, spannende Idee auf jeden Fall.
Bleibt noch zu sprechen über Broadcom.
Der Chip-Konzern verhandelt laut Bloomberg mit Geldgebern über mehr als 60 Milliarden Dollar Schulden für ein KI-Finanzierungspaket, von dem unter anderem Antropic profitieren soll.
Mit einer Junior-Tranche von rund 30 Milliarden könnte das Gesamtvolumen auf bis zu 100 Milliarden Dollar steigen.
Wahnsinn, abgewickelt über eine Zweckgesellschaft.
Und mit so Riesen wie Apollo und Blackstone an Bord.
Und ihr seht die KI-Schuldenmaschine, die läuft weiter auf Hochtouren.
Und genau diese Emissionsflut ist ja auch einer der Gründe, warum die langen Renditen so störrisch hoch bleiben.
Auch weil der Herr Bessert das ganz anders will.
Und die Aktie von Broadcom, die legte nachbörsig trotzdem leicht zu.
100 Milliarden, Wahnsinn.
Wahnsinn, Wahnsinn, Wahnsinn.
Schauen wir noch kurz auf die Termine.
Viel ist es heute nicht.
Was steht noch an?
Die Einkaufsmanager-Indizes um 10 Uhr für die Eurozone, um 15.45 Uhr für die USA und nächste Woche wird es dann richtig spannend.
Wir haben die Pressekonferenz von Scott Bassent zu den Iran-Sanktionen.
Mittwoch dann die PCI-Inflation und die Nvidia-Zahlen nicht zu vergessen.
Und Freitag dann ja Fettchef Wash in Jackson Hole.
Das Thema des Tages.
Anleihen sollen ja eigentlich der langweilige Teil des Depots sein.
Gerade jedoch...
bieten sie eigentlich am meisten Action.
Wenn man sich mal die 30-jährigen US-Staatsanleihen anschaut, die springt her wie so eine Tech-Aktie.
In den vergangenen drei Tagen schwankte sie zwischen 3,18 und 3,35 Prozent.
Und auf solchen Niveaus stand sie zuletzt vor fast zwei Jahrzehnten.
Und Deutschland hängt mit drin, die 30-jährige Bundesanleihe, die steht mittlerweile bei 3,76 Prozent.
Und das ist der höchste Stand seit 2011.
Jetzt schauen wir mal auf die Reaktion aus Washington.
Die ist das eigentlich alarmierende.
Finanzminister Scott Bassett, da haben wir ihn wieder, versucht nämlich mit aller Gewalt die langen Renditen zu drücken.
Dienstag war es ja so, Rückkauf langlaufender Treasuries.
Donnerstag war der Effekt dann aber schon wieder verpufft.
Also legt er nach, die Rückkäufe werden erhöht.
Man habe ja ein, wie er sagte, Big Toolkit.
Ja, zweimal nachlegen in drei Tagen, das macht niemand aus einer Position der Stärke.
Das ist der Ton eines Finanzministers, der den Markt nicht mehr so ganz im Griff hat.
Und die Bank of America, die nennt das Activist Debt Management, was es ganz gut beschreibt.
Offiziell begründet das amerikanische Schatzamt die Aktion mit mangelnder Liquidität am langen Ende.
Aber die Bank of America hat da mal reingeschaut in die Daten und da ist nichts mit Verschlechterung der Liquidität bei speziell den 30-Jährigen zu sehen.
Für die Analysten ist der Eingriff deshalb ein Bruch mit der bisherigen Praxis aus dem...
Passiven Schuldenmanager wird ein aktiver Akteur am Bondmarkt, der schwerer ist, als die 4 Milliarden pro Rückkaufoperation klingen.
Allein das höhere Limit schafft bei gleicher Frequenz ruhig rund 66 Milliarden Dollar zusätzliche Rückkaufkapazität pro Jahr am langen Ende.
Was man aber auch sagen muss, die jährliche Bruttoemission von 20 und 30-Jährigen liegt bei rund 444 Milliarden Dollar.
Also ist jetzt der Bessert mit seinem Schatzamt kein wirklicher Gigant am Anleihemarkt, aber eben auch keine Petitesse, also auch nichts Kleines.
Und für viele von euch wird das ein bisschen nach QE durch die Hintertür klingen.
Technisch ist es das aber nicht.
Erinnert euch, QE, da schafft ja die FED, also die Notenbank, Zentralbankgeld, also schöpft einfach Geld aus dem Nischt.
Und kauft dann die Anleihen und nimmt die aus dem Markt.
Und das Finanzministerium jedoch kann ja kein Geld selbst drucken, sondern muss seine Rückkäufe finanzieren.
Und zwar durch die Ausgabe von kurzlaufenden Anleihen, sogenannten T-Bills.
Der Staat tauscht also lediglich lange gegen kurze Schulden.
Die Schuldensumme bleibt gleich und genau deshalb ließ die Wirkung der angekündigten Maßnahmen auch wieder nach.
Stellt sich halt nur die Frage, warum der Bondmarkt überhaupt rebelliert.
Die Zahlen sind unerbittlich.
Die US-Staatsschulden haben erstmals 40 Billionen Dollar überschritten.
Wir haben es schon erzählt.
Allein im Haushaltsjahr 2026 dürften rund 1,1 Billionen Dollar Zinsen anfallen.
Dreimal so viel wie noch vor fünf Jahren.
Jahren 2021 nämlich.
Und das Defizit liegt bei 6% des BIP, trotz niedriger Arbeitslosigkeit und KI-Booms.
Ja, und der Rest der Welt, der hilft auch nicht gerade.
Das stimmt.
Wir haben es ja eben schon mit Broadcom gesprochen.
Es gibt nicht nur Rekordemissionen der Staaten, sondern die treffen auch noch auf neue Schuldenflut der KI-Konzerne.
Dazu kommt noch der Krieg im Iran, höherer Energiepreis, Inflationsrisiken, steigende Laufzeitprämie.
Und die kommt auch dadurch zustande, weil keiner so richtig weiß, wie die Fed unter Kevin Walsh reagieren wird.
Und zu Walsh hat die Bank of America eine ganz eigene These.
Die Bank glaubt, dass Bassins Vorstoß den Druck auf ihn erhöht.
Und Jackson Hole könnte Walsh...
versuchen, den Bondmarkt zu beruhigen.
So ein bisschen wieder horkisch bei der Inflation reden und dazu noch ein bisschen klarer in der Kommunikation über die Reaktionsfunktion der FED werden.
Und das Problem ist nämlich, wenn da Zweifel bestehen und keiner so richtig weiß, wie die Notenbank auf Inflation reagiert, dann sagen die Märkte einfach, okay, was ich nicht weiß, ist ein Risiko.
Und dann werden halt höhere Risikoprämien eingepreist, sprich höhere Renditen und das eben insbesondere am langen Ende.
Was heißt das jetzt für uns Anleger?
Anleihen sind wieder echte Konkurrenz für Aktien.
Wenn ihr mit langlaufenden Treasuries über 5% bekommt, muss eine teuer bewertete Tech-Aktie schon sehr viel Zukunft versprechen.
Unter Druck geraten, ihr kennt das schon, Wachstumsaktien, deren Gewinne weit in der Zukunft liegen.
Und unter Druck geraten auch Immobilien und hochverschuldete Firmen.
Und 5% klingen für Neueinsteiger attraktiv, aber...
Anleihen sind wirklich nicht so sicher und auch nicht so lässig, wie man das annehmen würde.
Und ihr solltet wirklich nicht alles auf den vermeintlichen Zinsgipfel setzen und denken, jetzt ist es schon vorbei.
Denn keiner weiß, wohin die Renditen noch gehen können.
Und wer bei Anleihen einsteigen will, der staffelt lieber die Laufzeiten.
Da gibt es so eine Art Bond-Leader, so eine Laufzeitenleiter.
Das sollte man dann machen.
Ja, der Dollar ist klarer Verlierer.
Alternativwährungen dagegen gewinnen Bitcoin.
Gestern wieder um gut 5% gestiegen auf rund 72.700 Dollar.
Gold steht inzwischen auch wieder über 4.500 Dollar.
Ja, hohe Renditen sind ja normalerweise eigentlich Gegenwind für Gold.
Aber jetzt, wenn jetzt Washington am Bondmarkt eingreift, ist das halt ein Misstrauensvotum gegen dieses finanzpolitische Feintuning.
Ja, und der Finanzminister, der kann nur das Angebot am langen Ende manipulieren.
An der Schuldenmathematik ändert das nichts.
Und deshalb lohnt sich für euch der tägliche Blick jetzt auf diese 30-jährige Treasury-Rendite.
Fällt sie nachhaltig, funktioniert der Best-in-Put und ihr könnt bei Growth wieder eher zugreifender oder sorgloser sein.
Steigt sie trotz Rückkäufen weiter, gehören Durationen und teure Bewertungen erstmal so ein bisschen kritischer beobachtet.
In unserer heutigen Triple-E-E-D geht es um nichts weniger als die ganze Welt, lieber Holger.
Ein neues Weltpaket für Anleger.
Ja, so kann man es nennen.
Und Vanguard ist ja der zweitgrößte Vermögensverwalter der Welt.
Der hat diese Woche gleich drei neue Welt-ETFs auf den deutschen Markt geworfen.
Und einer davon ist ein wirklich echter Kracher.
Der breiteste ETF, den ihr in Deutschland überhaupt...
kaufen könnt und gleichzeitig auch einer der günstigsten.
Und wer in ein ETF-Depot fährt oder eins starten will, der muss jetzt genau zuhören.
Aber auch diejenigen, die ihr amerikanisches Exposure etwas verringern oder weniger Big Caps möglicherweise haben wollen.
Also schauen wir mal, was hat Vanguard da neu aufgelegt?
Da ist der FTSE Global All Cap ETF für nur 0,07% laufende Kosten.
Der zweite ist ein ETF auf den FTSE Global Small Cap.
Und der Star, das ist ganz klar der All-Cap.
Denn der Fuzzi Global All-Cap Index, der umfasst rund 10.000 Unternehmen und deckt damit...
98 bis 99 Prozent des investierbaren Weltaktienmarkts ab.
Und der ETF selbst Hält per Sampling zwar nur gut 7.000 Titel, aber das ist auch schon eine richtig große Menge.
Und das eben für diese beschriebene 0,07%.
Das heißt also 7 Euro pro Jahr bei 10.000 Euro Anlagesumme.
Und wenn man einen vergleichbaren Spider, also einen SBDR auf den MSCI ACW IMI anguckt, das ist ja ein vergleichbares Universum.
Der kostet 0,17%.
Und Vanguards eigene ESG-Variante von dem Oilcap, die kostet sogar 0,24%.
Ja, aber jetzt müssen wir euch erstmal den Unterschied des Fuzzi All Caps und Fuzzi All World erklären.
Den haben ja Hunderttausende von euch im Depot.
Der All World ist der bisherige Vanguard Bestseller in Deutschland.
Er kostet nach der jüngsten Gebührensenkung 0,14%.
Er enthält aber nur Large und Mid Caps, also rund 3.800 Aktien, also etwa 90 bis 95% des Weltmarkts.
Der All Cap packt die Small Caps oben drauf und kommt so auf 98%.
Und jetzt wollt ihr natürlich wissen, wie sich die beiden wirklich unterscheiden.
Naja, oben sind sie fast identisch.
Im All-Cap-Fonds ist Nvidia mit 4 Prozent die größte Position.
Dann kommt Apple mit 3,8, Microsoft mit 3, dann Amazon, Alphabet, TSMC, Broadcom, Meta.
Und beim All-World...
Da steht Nvidia bei 4,5, also 0,5 Prozentpunkte mehr.
Apple bei 4,3 und die Magnificent Seven, die dominieren eben beide, sowohl den All-Cap als auch den All-World.
Und der US-Anteil, der liegt im All-Cap bei 62 Prozent.
Die Top Ten machen 21 Prozent aus.
Und beim All-World, also den, den ihr jetzt schon wahrscheinlich habt, da liegt der Amerika-Anteil etwas höher, bei 63 Prozent.
Und die Top Ten...
Auch etwas höher bei 23 Prozent.
Und die Small Caps, die verwässern die Schwergewichte also nur minimal.
Aber sie tun das zumindest, wie ihr gesehen habt.
Nun aber die Gretchenfrage, was hat denn mehr Rendite gebracht?
Seit Juli 2019 hat der All World 143% Total Return geliefert, der All Cap Index von 137%, macht also 13,4 gegen 13,0% pro Jahr.
Die Small Caps haben in den vergangenen sieben Jahren also Rendite gekostet, rund 5,6% Punkte kumuliert.
Jetzt werden viele sagen so, Moment mal, was ist denn da los?
Die Wissenschaft, die postuliert doch was ganz anderes.
Die sagt immer, Small Caps bringen langfristig eine Prämie.
Das heißt im Jargon Seizfaktor.
Dafür hat sogar Eugene Farmer den Nobelpreis bekommen.
Und recht habt ihr auch.
Denn genau das ist ja die Wette beim All-Cap.
Historisch existiert die Größenprämie.
In der Ära der Megatech-Konzerne hat sie aber nicht wirklich geliefert.
Und wer jetzt den All-Cap kauft, der positioniert sich für ein mögliches Comeback der Nebenwerte.
Und selbst wenn das ausbleibt, zeigt dir der Chart, beide Linien laufen fast deckungsgleich.
Ihr bekommt aber mit diesem All-Cap mehr Diversifikation und praktisch zum Nulltarif gibt es das.
Und sogar noch günstiger als beim All-World.
Ja, das ist richtig.
Nicht zu verachten.
So, schauen wir mal auf die Welt ohne USA.
Das ist halt ein Werkzeug für Feinschmecker.
Der Ex-USE ETF, der hält knapp 4000 Aktien.
Größte Position ist TSMC mit 4,4 Prozent.
Dahinter Samsung, ASML und SK Hynix.
Japan wiegt 15 Prozent.
Dazu gibt es vier Banken und Halbleiter kaum Software.
Damit könnt ihr eure US-Quote selbst steuern.
Etwa wenn euch die 62 Prozent Amerika im Weltindex zu heiß sind.
In den USA ist diese Bauart mit dem dortigen Feinschmecker.
VXUS, das ist der Vengertotal International Stock Index Fund.
Das ist ein Milliardenklassiker dort.
Und für wen lohnt sich jetzt was?
Naja, wer neu startet oder einen Sparplan bespart, für den ist der neue All Cap.
Eigentlich die erste Wahl.
Maximale Breite, minimale Kosten.
Und wer jetzt den All World schon im Depot hat, der sollte aber jetzt nicht verkaufen.
Denn auf Kursgewinne würde ja sofort Kapitalertragssteuer anfallen.
Und die Ersparnis von 0,07 Prozentpunkt bei den Gebühren, die braucht viele Jahre, um das wieder rauszuholen.
Eleganter wäre es, wenn man jetzt den neuen Spannen findet, einfach den Altbestand liegen lassen und die künftigen Sparraten in den neuen ETF umleiten.
Jetzt denkt ihr womöglich, klingt zu schön und wahr zu sein.
Wo ist der Haken?
Es gibt tatsächlich zwei kleine.
Der ETF ist brandneu, also Tracking-Differenz, Spreads und Liquidität müssen sich erst noch beweisen.
Und eine niedrige Kostenquote allein macht auch noch keinen guten ETF.
Ja, und an der deutschen Börse notiert er in Euro unter dem Ticker VGLA.
Also schaut genau hin, dass ihr die richtige Anteilsklasse erwischt.
Also, was ist jetzt die Konsequenz für Anleger?
Der Vanguard Fuzzi Global All Cap, der hat durchaus das Zeug zum neuen Maßstab für das Ein-ETF-Depot zu werden.
7.000 Aktien, 98% des Weltmarkts, 0,07% Kosten.
Und neues Geld kann dorthin fließen.
Bestehende All-World-Positionen, wie gesagt, aus Steuergründen sollte man liegen lassen.
Und die Small Cap-Wette, die gibt es gratis dazu.
Und wer jetzt zu viel Big Cap hört, kann sich auch den Small Cap mal anschauen.
Aber da hat man ja den All Cap eben alles zusammen.
Das war alles Waktien.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Mail in AAA, also www.atwild.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und wir müssen auch ein Shoutout geben an die Menschen im Zug, weil es kam ein Hörer vorbei und hat gesagt, sind Sie da Holger Zschäpitz?
Und da habe ich gesagt, ja, dann machen Sie weiter so.
Und darauf wurden dann andere Menschen aufmerksam.
Also ich stand da würdelos im Gang und es gab nämlich kostenlos ein Getränk und einen Snack.
Und da stand ich so würdelos in der Reihe mit 100 Leuten, die da auch standen.
Und dann wurden die anderen aufmerksam und dann haben die gefragt, was machst denn du?
Und dann habe ich junge Menschen für unseren Podcast gewonnen, nämlich Shoutout an Lewin.
Lewin war so ein Mocker-Typ, der mit Sonnenbrille immer Posen gemacht hat und Bilder.
An Bartu, Pepe und Jakob.
Also diese Menschen haben bei der Horror-Zugfahrt mit vier Stunden Verspätung, die werden wir jetzt hier als neue Hörer begrüßen.
Und ihr müsst unbedingt weiter zuhören.
Mensch, dann hat es doch noch was Gutes.
Aber vier Stunden für Hörer ist eine schlechte Krone.
Ganz ehrlich.
Das stimmt allerdings.
Wir müssen jetzt nicht nur Hörer begrüßen, aber wir können auch noch eine Hörerin gratulieren, nämlich Andrea.
Zum Hauptgewinn.
Was ist ein Hauptgewinn?
Sie hat nämlich die Ziehung statt für unseren AAA-Dinner-Auslosung.
Wir hatten euch ja vor einigen Wochen aufgefordert, uns die Screenshots von euren Tickets zu schicken.
Und die ersten 21-Sendungen haben wir gestern in den Lostopf gepackt.
Und du, lieber Nando, Du warst die Losfee.
Ja, ja, so kann man das sagen.
Ich wollte das ja immer schon mal machen, in der Lostrommel wühlen und deswegen hat unser Social Media Team extra noch gewartet, bis ich wieder aus dem Urlaub bin, dass wir verlosen können.
Also wie gesagt, es geht um die...
Wurde es auch festgehalten, wie du es gemacht hast?
Ja, natürlich, klar.
Das ist alles auf unserer Instagram-Account-Kanal.
Ist das alles zu sehen?
Das sind die Beweise quasi.
Ja, es ging ja, wie gesagt, um die Einladung zum Triple-E-Vorabend.
Dinner, ist richtig, also wirklich tolle Leute, gutes Essen und Andrea ist Tolle Aussicht auch, ja richtig Andrea hat gewonnen genau, es war allerdings keine Lostrommel es war eine Tasse, aber immerhin und ich, genau, ich hab dann Andreas Namen gezogen, Andrea A Punkt, um genau zu sein und liebe Andrea falls du das jetzt hörst, schick uns bitte eine Mail als Bestätigung, dann bekommst du Dann gibt es die Einladung und du bekommst alle Informationen und so weiter und so fort für dich und deine Begleitung.
Und wie gesagt, alles zu sehen bei Instagram.
Und genau, das war eine sehr feierliche Zeremonie, allerdings ohne notarielle Beglaubigung oder Beobstigung.
Gab es doch Musik?
Ja, gab es Musik?
Gibt es doch alles bei Social Media.
Wirklich?
Wahnsinn.
Also alles bling, bling und sehr, sehr interessant.
Und weil ich so in Gönner und in lose Laune war, haben wir noch zwei Namen aus der Tasse gezogen.
Nämlich die Namen Christoph E.
und Christian K.
Und ihr dürft zum Summit kommen.
Klar, logischerweise, ihr habt ja schon Tickets gekauft.
Sonst wärt ihr nicht in der Tasse gewesen.
Aber ihr könnt noch eine Begleitperson mitbringen.
Das haben wir uns überlegt.
Und zwar gratis.
Das ist ja auch nicht schlecht.
Ach so.
Also Christoph E.
darf noch einen Begleiter und Christian K.
auch.
Richtig.
Aber den haben sie nicht.
Das ist ja nicht der Hauptgewinn.
Nein, nein, nein.
Das bleibt Andrea verlassen.
Das bleibt Andrea vergönnt.
Da warst du auf jeden Fall ein Gönnertyp und hast gegönnt.
Das finde ich super.
Und wir gönnen auch für euch wieder was für die Samstagsfolge.
Die wird nämlich...
Richtig gut, obwohl wir es noch nicht gemacht haben.
Aber wir haben sie wenige Stunden, lieber Holger.
Lohnt es sich überhaupt noch, sich hinzulegen?
Ich weiß es nicht.
Ich würde jetzt wach bleiben und würde schon mal die Fragen mir überlegen.
Und es geht nach dem magischen MNA-Moment.
haben wir Deutschlands Biotech- und Pharmakoryphäe Markus Manns eingeladen.
Er ist Fondsmanager bei Union Investment und ganz tief in der Materie drin.
Und wir reden natürlich mit ihm über das aktuelle Biotech-Ereignis.
Beben hast du es hier genannt.
Beben ist immer etwas Negatives.
Das ist ja etwas Positives möglicherweise.
Doch, ich finde das aufregend.
Aufregend, okay.
Und über die Moderna- oder Biontech-Frage werden wir natürlich sprechen, über das Lilly-versus-Novo-Duell und natürlich auch über den KI-Faktor, der womöglich...
Alles verändert.
Ja, das wird wirklich spannend, denn so einen Deep Dive zu dem Thema hatten wir noch nie.
Und das Thema ist ja in Anbetracht des historischen Durchbruchs echt, das Timing ist perfekt.
Und viele haben ja auch diese Aktien alle, Lenovo, Biontech und, und, und.
Es wird also höchste Zeit, dass wir das ausführlich besprechen.
Und deshalb abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
