# Energy Stocks, AI Costs, and Valuation Risks

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-08-21

## Transcript

Sollten wir alle wie der ehemalige Hedge4Hexer Peter Thiel in Energieaktien investieren?
Was war gestern bei der Walmart-Aktie los?
Und gibt es eigentlich idiotensichere Aktien?
Die Fragen klären wir gleich.
Und davor gibt es die aktuellen News.
Mein Name ist Noah Leidinger.
Heute ist Freitag, der 21.
August.
Und das ist Ohne Aktien wird schwer.
Unterstützt wird dieser Podcast von Scalable Capital, die gestern sehr, sehr gute Nachrichten mit Blick auf das Altersvorsorge-Depot hatten.
Das Standard-Altersvorsorge-Depot machen sie nämlich gebührenfrei.
Also für Konto, Depot, Sparpläne, Käufe und Verkäufe sollen Kunden nichts zahlen.
Kosten gibt es dann nur bei den ETFs.
Die sollen aber bei maximal 0,15% im Jahr gedeckelt werden und im ersten Jahr sollen sie sogar bei 0% liegen.
Was war denn da gestern in der Kryptowelt los?
Letzte Folge habe ich ja schon gesagt, dass der Bitcoin so um die 5% zugelegt hat.
Gestern ist er dann nochmal deutlich gestiegen und das in einem Umfeld, wo Tech- und KI-Aktien nicht so gut gelaufen sind.
Es war also wirklich mal ein Kryptophänomen gestern und Schuld daran war vor allem Trump.
Bei seinem Treffen mit Kryptomanagern im Weißen Haus hat er nämlich nochmal stark gepusht, dass der Clarity Act, also die Kryptoregulierung in den USA, die sich immer weiter hinzieht, jetzt endlich vom Kongress durchgewunken werden soll.
Außerdem stark gepusht hat Trump übrigens Hyperliquid, also die gehypte dezentrale Kryptobörse, über die wir auch schon sehr viel gesprochen haben.
Es ist nur so, dass die streng genommen in den USA eigentlich gar nicht zugelassen ist und genau das will Trump ändern.
Danach ist der Coin gestern um die 20% gestiegen.
Leider hat die US-Regierung die Börse aber gestern nicht nur gepusht.
Einmal hat Trump nämlich dem Iran einen Wirtschaftskrieg angedroht, was den Ölpreis nach oben gepusht hat.
Und dann hat der Finanzminister ja am Mittwoch versucht, den Anleihemarkt zu beruhigen und die Zinsen zu senken, indem er gesagt hat, dass die USA ihre Anleihenkäufe verdoppeln werden.
Das hat aber nur kurzfristig geholfen, beziehungsweise gleichzeitig die Sorge angetrieben, dass die USA so ja noch mehr Geld ausgeben, was ihre Bonität ja eigentlich verschlechtert.
Entsprechend sind die Zinsen auf US-Anleihen gestern dann wieder gestiegen, obwohl...
der Finanzminister sogar nochmal betont hat, dass sie die Anleihenkäufe vielleicht sogar mehr als verdoppeln.
Dass die Aktie von SpaceX gestern verloren hat, könnte neben höheren Zinsen auch daran liegen, dass da mal wieder 40 Milliarden Dollar an Aktien zum Handel zugelassen worden sind, die davor in einer Lockup-Frist waren.
Neben dieser Lockup-Frist gab es außerdem spannende Tech-News bei Meta.
Laut Bloomberg sind die nämlich einer der größten KI-Kunden von Microsoft und geben gerade im Jahr hunderte Millionen aus.
um eben über die Azure Cloud, also die Cloud von Microsoft, auf KI-Modelle zuzugreifen.
Und das ist ja neben den Rechenzentren, die Meta selbst betreibt.
Andere große Kunden sind zum Beispiel Perplexity und Sierra.
Das ist das KI-Startup vom ehemaligen Salesforce-Top-Manager Brett Taylor.
Und generell kann man da wieder kritisch sehen, dass auch bei Microsoft eben die KI-Einnahmen relativ konzentriert auf paar wenige Firmen sind.
Wie viel Geld KI gerade verschlingt, hat man außerdem noch an den Zahlen von Alibaba gesehen.
Bei denen muss man ja sagen, dass sie mit ihren QAn-KI-Modellen echt sehr erfolgreich sind.
Trotzdem ist Alibaba insgesamt ein Business, das einfach viel langsamer wächst als Tech-Riesen aus den USA, im letzten Quartal gerade mal 9%.
Gleichzeitig sind ihre Ausgaben für Investments in KI-Rechenzentren aber 75% gestiegen auf fast 10 Milliarden Dollar.
Auf der anderen Seite muss man sagen, dass sich auch der KI-Umsatz solider entwickelt und er soll im laufenden Quartal auf 2,5 Milliarden Dollar steigen.
Die Börse bleibt aber immer noch skeptisch.
Die Aktie hat gestern leicht verloren und seit Beginn des Jahres schon über 10%.
Auch nicht überzeugt haben die Börse gestern die Zahlen von JD Sports, wo die Aktie über 10% verloren hat.
Umsätze in bestehenden Läden sind nämlich 3% gesunken und aus Sicht von JD Sports sind Konsumenten weiter eher sparsam bei Sportschuhen und Sportklamotten.
Danach haben dann auch die Aktien von Nike, Adidas und Co.
verloren.
Aber eine gute Nachricht habe ich zum Abschluss doch noch dabei.
John Deere glaubt nämlich weiterhin, dass es 2027 langsam und endlich ein Comeback der Landwirtschaftsindustrie geben wird, nachdem die Landwirte jetzt jahrelang eher sparen mussten, weil eben die wirtschaftliche Lage schwierig war.
Das sieht man bei John Deere zum Beispiel schon jetzt daran, dass sie für Pflanzmaschinen und Spraymaschinen für 2027 mehr Bestellungen haben als im gesamten letzten Jahr.
Die Aktie ist dieses Jahr übrigens auch schon 30% gestiegen, allein gestern eben um die 10%.
Und der Konkurrent CNH hat dieses Jahr auch schon 20% zugelegt.
Die Börse scheint da also insgesamt an den Rebound zu glauben.
Ich habe ja Anfang der Woche schon erzählt, dass Peter Thiel massiv in Energieaktien investiert hat.
Timon hat sich das jetzt nochmal genauer angeschaut.
Vor einem Jahr war Thiel ja noch krass in Tech investiert, hat dann aber alle Aktien in seinem öffentlichen Portfolio verkauft.
In Interviews hat er immer wieder davon gesprochen, dass die ganze KI-Euphorie auf ihn sehr blasenartig wirkt.
Jetzt hat er aber wieder angefangen zu kaufen und neben Amazon viele Energieaktien.
Es gibt zwar kein offizielles Statement von ihm, warum er die jetzt kauft.
Aber dass der Strombedarf durch KI und Rechenzentren enorm steigen wird, ist nicht neu und Energieaktien im S&P 500 sind über die letzten fünf Jahre mehr als doppelt so gut gelaufen wie der gesamte Index.
Trotzdem ist spannend zu sehen, dass sie insgesamt nur knapp drei Prozent vom gesamten S&P 500 ausmachen.
So niedrig wie in den letzten Jahren war der Anteil in 30 Jahren nicht.
Der Schnitt über die Zeit liegt mit sieben Prozent mehr als doppelt so hoch.
Fairerweise zählen erneuerbare Energieunternehmen auch nicht zum Energiesektor, sondern zum Versorgungssektor, wo dann aber auch Wasserversorger oder Energieverteiler und nicht nur Produzenten dazugehören.
Selbst wenn man den kompletten Sektor auch mit reinrechnet, kommt man aber trotzdem nur auf 5,5%.
Und das in einer Zeit, in der bis 2030 7000 Milliarden Dollar in den Rechenzentrumsausbau fließen sollen und der zusätzliche Strombedarf, der bis 2030 dadurch entsteht, ist so viel wie Deutschland in einem ganzen Jahr erzeugt.
Gleichzeitig sind auch wegen den Kriegen die europäischen Gasspeicher nur bis zu 60% gefüllt.
Das ist deutlich unterm Schnitt und das 11 Wochen vor Winterbeginn.
Und auch die Öllager der Industrieländer sind auf dem niedrigsten Stand seit 1990, die US-Reserve sogar auf dem niedrigsten Stand seit 1983.
Palmwest-Torn denken deshalb, dass Energieaktien noch immer Aufholpotenzial haben, obwohl sie schon so gut gelaufen sind.
Fairerweise wäre ich bei der reinen Prozentbetrachtung im S&P 500 aber vorsichtig.
Es sind in den letzten Jahren einfach so gigantische Werte im Tech-Bereich entstanden, die es so noch nicht gab.
Dass Energie jetzt insgesamt so einen kleinen Teil ausmacht, hat vor allem auch damit zu tun und nicht unbedingt damit, dass der Bereich an sich unterschätzt wird.
Aber zurück zu Thiel, der ja zumindest kurzfristig auch an die Energiethese glaubt.
Neben Amazon sind die zwei größten Positionen der argentinische Ölproduzent Vista Energy.
Da hat er 80 Millionen Dollar reingesteckt, was auch mit seiner Auswanderung nach Argentinien und seiner Sympathie für Javier Melej zusammenhängen könnte.
Und dann gibt es noch Vistra.
Die sind besonders spannend, weil das eine von den Aktien war, die Thiel letztes Jahr komplett verkauft hatte.
Seitdem ist der Börsenwert über 20% auf knapp 50 Milliarden Dollar gefallen.
Jetzt ist Thiel wieder drin und das mit mehr Geld als vor.
Vistra betreibt Gas- und Atomkraftwerke in den USA und macht damit fast 20 Milliarden Dollar Umsatz.
Sie haben außerdem gerade erst Verträge über mehrere Jahre mit Amazon und Meta für Rechenzentren unterschrieben.
Und bei einem erwarteten KGV von 14 ist die Aktie günstiger als in den letzten drei Jahren.
Da lag das erwartete KGV nämlich bei 17 und war zwischendurch sogar bei 35.
Trotzdem sollte man mit Blick auf Thiel noch eine Sache wissen.
Ihn kennt man heute als Paypal- und Palantir-Gründer und Facebook-Investor.
Er hatte aber auch Anfang der 2000er einen Hedgefonds, wo er makroökonomische Wetten gemacht hat.
Lang lief das sehr gut.
2007 hat ihn der Spiegel als Hedgefonds-Hexer bezeichnet.
Bis 2011 ist der Fonds aber fast komplett eingebrochen und hat drei Jahre in Folge Geld verloren.
Warren Buffett hat früher immer gesagt, man soll nach Firmen suchen, die auch Idioten führen können, weil früher oder später immer mal ein Idiot zum Chef wird.
Ich glaube aber mehr und mehr, dass es solche Firmen eigentlich zumindest aus Börsensicht nicht wirklich gibt.
Also es gibt sicher Geschäftsmodelle, die sehr stabil sind.
Auch ein schlechter CEO wird zum Beispiel bei Coca-Cola den Umsatz nicht halbieren.
Genauso wird bei einer Firma wie Coca-Cola eine schwierige Wirtschaftslage das Business nicht zerstören.
Eine Sache darf man aber eben nicht vergessen, selbst wenn ein Business halbwegs stabil bleibt oder auch nur ein paar Prozentpunkte schrumpft, kann sich der Börsenwert schnell halbieren, nämlich vor allem dann, wenn eine Firma zum Beispiel lange sehr stabil gewachsen ist, deshalb auch eine hohe Bewertung hat und die Börse diese Bewertung dann eben runterstuft.
Wenn eine Firma dann zum Beispiel gar nicht mehr wächst, nachdem sie davor stabil gewachsen ist, zahlen Investoren vielleicht nicht mehr ein KGV von 20, sondern nur noch 1 von 10 und alleine das halbiert ja schon den Kurs, ohne dass sich der Gewinn oder Umsatz bewegt haben.
Das ist jetzt eine sehr lange Einleitung, um zu erzählen, dass die Aktie von Walmart gestern um die 10% verloren hat.
Bei Walmart sind die Umsätze in bestehenden Läden letztes Quartal nämlich 2,6% gewachsen.
Bei vielen Konkurrenten wäre das jetzt eine super Zahl.
Bei Walmart ist es das schwächste Wachstum seit 2019.
Und das Wachstum kam eben nur aus dem Onlinehandel.
In den physischen Läden ist der Umsatz sogar 2% gesunken.
Dazu muss man jetzt sagen, dass es vor allem auch am Apotheken-Business liegt, wo die Preise wegen neuer Gesetze gesunken sind.
Man muss dazu auch sagen, dass Walmart dieses Jahr mit 4-5% Wachstum rechnet und nicht wie vorher mit 3,5-4,5%.
Und man muss sagen, dass zum Beispiel das Hochmarge-Gewerbe-Business letztes Quartal wieder über 30% gewachsen ist.
Walmart geht es also weiter sehr, sehr gut und der CEO ist sicher kein Idiot, sondern hat in den letzten Jahren viel richtig gemacht.
Walmart ist aber eben das perfekte Beispiel dafür, wie viel Risiko hohe Bewertungen bringen.
Zur Spitze war die Firma im Mai fast 1.100 Milliarden Dollar wert.
Jetzt sind wir bei unter 900 Milliarden, also um die 20% Verlust in ein paar Monaten.
Und das mit einer Firma, die ja nicht nur grundsolider ist, sondern sogar deutlich besser performt als die meisten Konkurrenten.
Dazu ist Walmart ja auch in einem Business, das viel weniger von Zukunftsentwicklungen getroffen wird, wie zum Beispiel das Business von KI-Aktien, wo nochmal viel logischer ist, dass die Aktien stark schwanken.
Denn in einem Geschäft wie dem KI-Business hängt einfach sehr viel daran, wie die Börse die Zukunft zieht und das kann sich schnell ändern.
Dadurch, dass Walmart aber eben mit dem 40-fachen vom Gewinn bewertet wird, sind sie doch sehr von der Meinung der Börse abhängig.
Dass sie ein KGV von 20 oder 1 von 40 wert sind, kann man nämlich beides halbwegs rational diskutieren.
Außerdem muss man abschließend noch sagen, dass es Walmart wie gesagt rein von den Zahlen weiter sehr gut geht.
Aber wir haben in diesem Jahr auch das Comeback vom Konkurrenten Target gesehen, wo die Aktie 60% gestiegen ist.
Ich sage immer, dass ein Stock in einem Unternehmen so gut ist, dass ein Idiot es kann, weil es später oder später wird es.
Das war ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder, da gibt es den nächsten Deep Dive.
Dieses Mal mit dem Finanzchef von Talangs, ein 30 Milliarden Euro schwerer Versicherungskonzern, der 180 Milliarden Euro Bilanzsumme hat.
Also richtig große Versicherung.
Wir haben darüber gesprochen, wie das Versicherungsgeschäft funktioniert, Rückversicherungen, normale Versicherungen und vor allem auch, welche Kennzahlen sich der Finanzchef selbst anschauen würde, bevor er in eine Versicherungsaktie investiert.
Und einen kleinen Ausschnitt habe ich euch wie immer mitgebracht.
Am Schluss hängt der Preis einer Versicherung und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit an zwei Komponenten, ihren Verwaltungskosten und den relativen Preis, den ein neues Risiko zum bestehenden Portfolio dazu addiert.
Wenn sie gut diversifiziert sind, ist dieser relative Preis geringer.
Und das ist ein ganz, ganz zentraler Vorteil, den die Talanks hat.
Und der Weg, wie jetzt dann neue Player in den Markt kommen, ist, dass sie entweder sagen, okay, wir gehen aber bewusst einfach mehr Risiko ein, wir sind nicht so auf Stabilität aus, sondern wir wollen jetzt einfach mal wachsen oder sie sagen vielleicht sogar, wir haben ein größeres Investmentgeschäft oder machen da eine höhere Rendite vielleicht und können uns dadurch höhere Schäden im Schadensgeschäft erlauben oder würden sie das einschätzen?
Letzteres ist ein bisschen gefährlicheres Spiel.
Warum?
Wenn Sie jetzt mal einen Schadenunfallversicherer sehen, dann ist es so, wenn Sie globale Risiken diversifizieren, die diversifizieren auch im Tail, also in Extremszenarien sehr gut.
Wenn Sie ein Erdbeben in Chile haben, haben Sie nicht gleichzeitig eins.
Sehr unwahrscheinlich, dass Sie gleichzeitig eins in der Türkei haben.
Wenn wir dagegen eine Kapitalmarktkrise haben, dann korrelieren die Risiken erfahrungsgemäß sehr, sehr stark.
Und insofern muss man da schon immer ein bisschen aufpassen.
