# End of Win-Win Negotiation and AI Capex

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-08-15

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Drogen, die er verhandelt, mit Geiselnehmern, heute Beräter, Unternehmen, Regierungen und internationale Organisationen.
Und er sagt, die alten Win-Win-Regeln funktionieren nicht mehr.
Deshalb erklärt er uns, wie man mit Menschen verhandelt, die irrational handeln, maximale Forderungen stellen oder sich schlicht nicht an die Spielregeln halten.
Unser Gast, den Forbes einen der besten Verhandler der Welt genannt hat, analysiert Donald Trumps König-Methode, Putins Verhandlungsstil und dann wird es praktisch.
Es geht um den Unterschied zwischen Drohung und Warnung, die Kunst niemals mit sich selbst zu verhandeln und die überraschend falsche Strategie bei Gehaltsgesprächen.
Wir lösen mein Fensterbauer-Desaster, machen Moritz fit für den Hauskauf und erfahren, warum mehr Frauen am Verhandlungstisch sogar Kriege verhindern könnten.
Ein Gespräch mit Matthias Schranner.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Holger Zschäpitz, Nando Sommerfeld und Moritz Seifert aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Samstag, der 15.
August und wir können offiziell verkünden, dass es an den Börsen kein Sommerloch mehr gibt.
Ich hatte ja schon im vergangenen Jahr so das Gefühl, dass es nicht mehr existiert.
Ja, in diesem Jahr haben wir einfach wirklich mehr Aktivität als jemals in einem Sommer.
Wobei ich weiß gar nicht, ob wirklich so viel mehr passiert, aber durch dieses Auf und Ab an den Börsen, diese hohe Volatilität, die Kursgewinne, die Kurzsteigerung, der Fokus auf die Earnings oder es ist einfach kein Loch da.
Intel hat eben mal rund 20 Milliarden Dollar Eigenkapital eingesammelt.
Und Intel, das ist nicht Nvidia.
Also das müssen wir auch sagen, das ist irgendwie noch eine etwas kleinere Nummer eigentlich.
Völlig geräuschlos ist das Ganze passiert.
Und die Aktie plus 0,8 Prozent über die Woche hat gar nicht so krass reagiert.
Nee, das stimmt.
Und früher in so einer illiquiden August.
Ja, Augustmonat hätte man ja nie 20 Milliarden.
Und da dachte ich immer, man kann neue Emissionen oder Emissionen insgesamt nur bis Juni machen.
Dann ist Sommerloch und dann kann man im September wieder anfangen.
Oder das ist schon krass, dass dieses Jahr überhaupt nicht der Fall war.
Wir hatten ja auch noch ganz viele Anleihenemissionen.
Vergangene Woche haben wir ja noch hier über Googles 25 Milliarden gesprochen.
Jetzt haben wir 20 Milliarden Eigenkapital bei Intel.
Haben so ein 150.
Wir haben noch einen 500-Milliarden-Deal, den wir eben mal ein Video mit Kapitalgebern machen.
Gut, das ist jetzt nur ein Memorandum auf Understanding, aber immerhin ist das auch schon was.
Dann haben wir Antropic-Börsengang, der so an die Tür klopft.
Das soll zwei bis drei Billionen Dollar schwer sein.
Also es ist wirklich eine krasse Zeit, die wir haben.
Und du hast auch noch gesagt, wir wissen, was Bayern München wert ist.
Und ich muss gestehen, ich weiß es nicht.
Genau, Bayern München, das fand ich auch ganz interessant, gab es vor zwei Tagen oder so die Meldung, dass Fiesmann, also hier die Heizungsfirma, sich mit 5% ...
an den Bayern beteiligt haben.
Das hast du wahrscheinlich als Nicht-Fußball-Interessierte nicht mitbekommen.
Und jetzt wissen wir natürlich auch, also 5% haben sie sich oder werden sie sich wohl einverleihen beziehungsweise beteiligen.
Jetzt wissen wir auch, was die Bayern aktuell wert sind.
Bayern München, jetzt redest du mal bitte, lieber Holger.
Was glaubst du denn?
Was Bayern München wert ist.
Kannst du mir noch sagen, was die für einen Umsatz machen pro Jahr?
Oh, das weiß ich gar nicht genau.
Eine halbe Milliarde oder sowas?
Ich glaube, es ist nur eine halbe Milliarde, genau.
Sagen wir mal, Wir würden für Bayern München 10x Umsatz machen und dann wären wir sehr großzügig.
Da wäre Dortmund aber sehr niedrig bewertet.
Schwierig.
Dann sagen wir mal 3 Milliarden.
Nee, diese Rechnung mit dem Thema Umsatz, das stimmt tatsächlich.
5 Milliarden?
Wirklich?
Ja, Wiesmann hat 250 Millionen, werden die bezahlen für 5%.
Wirklich?
Ich gucke mal gerade, wo du sagst, dass Dortmund, was die dann tatsächlich wert sind.
Ja, Dortmund ist nur 350 Millionen wert.
Jetzt das Problem natürlich, nein, mein Denkfehler war, das ist natürlich nicht voll an der Börse.
Insofern ist sie ja nur beteiligt mit einem Teil und dann muss man sagen, es sind 700 Millionen, aber 700 Millionen und 5 Milliarden und deswegen dachte ich, es ist 10 Mal Umsatz vielleicht ein bisschen zu.
Es ist aber auch eine andere Liga, das muss man sagen.
Also Bayern München ist definitiv Top 5 in Europa.
Da gebe ich dir recht, aber trotzdem so viel Unterschied.
7 Millionen.
Ich finde 5 Milliarden, also finde ich einen absolut gerechtfertigten Wert.
Und ich meine, ich bin ja kein Bayern München-Sympathisant.
Aber das ist schon für so eine Megamarke, für so ein erfolgreiches auch wirtschaftliches Kursmarkt.
Ich finde das sogar relativ niedrig.
Wenn du nach Amerika schaust, was der Sportwert ist, dann ist es wirklich sehr, ist wirklich ein Schnapper.
Wobei, jetzt gegen der letzte NFL-Club, der verkauft wurde, der ging glaube ich für 12 oder 11 Milliarden.
Das war auch Rekord.
Also es ist auch nur doppelt so viel.
Und NFL ist ja schon mal nochmal ein anderes Business.
Also 5 Milliarden sind die Bayern wert.
Auch das gab es jetzt in diesem Sommerloch, das kein Sommerloch mehr ist, zu erfahren.
Und ich finde auch, wir machen das ja jetzt schon eine ganze Weile hier mit alles auf Aktien.
Wir hatten ja anfangs auch so Sommerfolgen gemacht, um so ein bisschen über die Sommerzeit rüber zu kommen und das ein bisschen mit anderen Content zu führen.
Das könnten wir uns jetzt gar nicht mehr erlauben.
Ganz ehrlich, da würden wir so viel verpassen, wenn wir jetzt hier irgendwelche Triple-E-and-Friends-Folgen machen würden.
Also auch daran sieht man schon.
Sommerloch gibt es nicht mehr.
Nee, Sommerloch gibt es nicht mehr.
Das ist wirklich krass.
Aber jetzt könntest du trotzdem mal sagen, wenn man sich die Indexstände diese Woche anschaut, da würde man denken, hä?
Was ist denn da, was ich dir erzähle?
Du erzählst hier was für Rekord.
Bitte hier einmal runter.
Ja, okay, komm, wenn ich hier die Indexstände mal.
Die sind tatsächlich jetzt nicht wahnsinnig beeindruckend, aber wir quatschen ja auch noch ganz kurz gleich, was dahintersteckt, was dahinter passiert.
Also DAX plus 0,5 Prozent, das ist tatsächlich eher zum Gähnen und der S&P 500 mit plus 0,4 Prozent ähnlich.
Nasdaq 100 wieder ein bisschen stärker mit 1,1 Prozent.
Und wenn ich dir jetzt sage, dass der SOX, also der Halbleiterindex, 0,5 Prozent im Plus Das ist natürlich tatsächlich quasi nichts.
Das stimmt.
Und KI war wieder so das treibende Ding.
Aber man sieht auf jeden Fall, die KI-Rally geht richtig weiter.
Also wenn du alle Unternehmen gehört hast, haben die ehrlich gesagt die Nachfrage explodiert.
Und was auch sehr schön war, einige Unternehmen konnten sogar davon sprechen, dass man mit KI was verdienen kann.
Also Return on Investment ist auch vorhanden.
Also insofern sind all die, die sagen, Blase und läuft nicht.
sind zumindest in dieser Woche eines besserer belehrt worden.
Aber nicht alle Aktien haben davon gleichmäßig profitiert.
Es gab einige, die trotz guter Zahlen abgestraft worden sind, weil man noch mehr erwartet hat.
Andere haben richtig große Zuwächse gemacht.
Und was ich spannend fand, was man jetzt auch erkennen kann, Die KI-Rallye, also wenn sie irgendwann ins Stocken gerät, dann liegt es daran, dass irgendwann die Finanzierung ausgeht.
Weil das ist so das Hauptding.
Also wir haben ja schon eben gesprochen, Intel 20 Milliarden, Nvidia 500 Milliarden.
Und jetzt soll sogar...
Rechenleistung als neue Maßeinheit handelbar sein, die Terminmarktbörse, wird jetzt demnächst Compute als so wie Öl-Futures, kannst du dann Compute-Futures haben.
Und das finde ich echt eine coole, kannst du nämlich.
Und es soll natürlich Nvidia-Compute-Leistung sein, du kannst dann Rechenleistung-Compute und dann kann Nvidia über seine eigenen Chips und seine eigene Kante, könnte sich selbst absichern, was es kostet und könnte selbst diese Fusas mitbringen.
Ich finde das schon krass.
Es gab ja mal sowas zur Jahrtausendwende von Enron, die haben Internetbandbreite als Anlagerklasse mal ins Spiel gebracht.
Ist nicht so gut geendet.
Jetzt können natürlich all die Blase rufen und sagen, guck mal, hab ich doch immer schon gesagt, Enron, wir erinnern uns.
Aber wäre ein schönes Beispiel, um eine Blase zu profezeigen.
Ich finde es so krass, was jetzt mittlerweile alles da passiert.
um diese Finanzierung hinzubekommen.
Weil da haben ja immer alle gesagt, diese Finanzierung, das Nächste, was dann kommen würde, ist, wir haben die Energie nicht.
Und dann kommt natürlich wieder Elon Musk und sagt, doch, Energie ist genug da.
Wir müssen halt nur die Rechenzentren dahin stellen, wo die Energie ist, nämlich ins All.
Also ich finde es immer interessant, wie ...
die Ingenieurskunst des Menschen oder der Einfallsreichtum so groß ist, dann auf einmal irgendwelche Futures, irgendwelche Ideen zu machen, wie man dann doch wieder irgendwie Geld beschaffen kann, indem man Anleihen macht oder auf einmal irgendwelche Futures handelt oder was auch immer macht.
Also es ist auf jeden Fall eine so spannende, wir leben in einer sauspannenden Zeit.
Das kann man auf jeden Fall sagen.
Und das haben wir noch diese Woche wieder so schön mitbekommen.
Ja, das stimmt.
Das stimmt.
Wollen wir schon auf die Indizes?
Wir können auch sagen, was die Woche ausgemacht hat.
Wenn ihr alles auf die Akte gehört habt, habt ihr es ja eigentlich gehört.
Freitag war dann noch so ein bisschen schwächere Retail-Sales in Amerika und das Konsumentenvertrauen hat negativ überrascht.
Das hat so ein bisschen den Freitag negativ gemacht.
Der Donnerstag waren Rekorde.
Das konntet ihr ja noch hören am Freitag bei Philipp und bei Lea.
Was interessant war, dass halt auch die Makrowelt mitgespielt hat.
Wir hatten niedrigere Inflationszahlen, jetzt haben wir die schwächeren Konjunkturzahlen.
Deswegen ist halt irgendwie die Zinserhöhungserwartungen sind runtergegangen bis Jahresende noch nicht mal mehr ein ganzer Zinserhöhungspunkt.
Das war natürlich positiv.
Gleichzeitig, die Konjunktur scheint noch irgendwie einigermaßen robust zu sein.
Und dann hast du auch noch gute Earnings, wenn du die Earnings-Seasons die angeguckt hast.
Das ist schon, da hatten ja Philipp und Lea erzählt, 50 Prozent plus bei S&P.
Da muss man natürlich immer sagen, was sind diese 50 Prozent?
Denk mal so, boah, 50 Prozent plus Gewinn plus gegenüber vorher.
Da ist zum einen natürlich drin, dass die Googles und andere ihre Beteiligung hochgestuft haben.
Wenn man das jetzt rausnehme, dann hat man nur noch ungefähr 25 bis 30 Prozent Gewinn plus.
Und wenn man dann sagt, naja, das ist jetzt hauptsächlich KI-getrieben.
dann hätte man eben einen Gewinnplus nur noch von ungefähr 12 bis 13 Prozent vom breiten Markt.
Aber trotzdem, ich finde, all diese Zahlen zeigen ja trotzdem, wie großartig Amerika.
Die Unternehmen wachsen, selbst der DAX ist ja um 11 Prozent Gewinnplus gehabt und hat die Gewinnerwartung übertroffen, wie die Deutsche Bank geschrieben hat.
Insofern war das alles insgesamt positiv.
Und wir hatten, und da haben wir letzte Woche noch drüber gesprochen, erinnert sich noch Software?
Ja.
Das Software-Comeback.
Es gab diese Woche, ging es weiter mit dem Software-Comeback.
Man hätte sich wirklich das mal raussuchen müssen mit diesem, was ist am weitesten vom Allzeithor.
Genau das ist diese Woche passiert.
Stimmt, ja.
Und ich habe da gesagt, wer mal zocken will, der kann sich das mal anschauen.
Dann gab es diese Woche diese Übernahme-Offerte, Silver Lake, Workday.
Und dann hat es eben diese ganzen zurückgebliebenen Digger sind nach oben gegangen.
Und Goldman Sachs hat auch so einen spannenden...
Software-Pair-Trade-Index gebaut.
Die müssen wir uns mal anschauen.
Nächste Woche haben wir ja alle so Waktien zusammen, lieber Summerfred.
Und wir gucken uns das mal an.
Ist natürlich jetzt schade, weil es jetzt ein bisschen leider in der Woche zu spät ist, aber man kann mal einfach an so einem ...
Beispiel mal sich zeigen, exemplarisch, wie man auch mal auf so Opportunitäten handeln kann.
Ich wollte dir das noch ausreden.
Du wolltest mir das ausreden.
Ja, ich habe es auch nicht gemacht, gebe ich zu.
Ich habe ja Urlaub gehabt.
Ich habe es den Hörern ausgeredet.
Man hätte es wirklich mal sich angucken, weil manchmal ist es einfach so Opportunität, wo man sagt, okay, einfach mal rein das testen und wenn es klappt, klappt es und wenn es nicht klappt, dann klappt es nicht.
Dann rede ich jetzt keinem mehr was aus.
Aber da komme ich wieder mit eigenen Ideen.
Da bin ich auch wieder voll drin im Game.
Nein, wir wollen den Leuten einfach mal was an die Hand geben.
Es geht ja nicht darum, dass das euer Basis-Investment ist, sondern euer Basis-Investment, wisst ihr ja, was das ist.
Das ist der preisstreuende ETF.
Und das sind ja immer nur so zockige Ideen, die man mit Spielgeld macht oder mit einfach ein bisschen...
Spaß hat.
Aber nicht unbedingt der ETF von Jan Beckers, wie ich deine Recherche entnehmen konnte.
Der ETF war krass.
Also wirklich solche Gebühren.
Ich dachte mir, ich guckte mir das Prospekt an, das ist so 0, ab 0%, 15% Erfolg.
Normalerweise hast du ja so eine Hurdle Rate und sagst, naja, so ein Markt muss 7% laufen und ab 7% kriegst du dann so ein Ding.
Aber ab 0?
Also vielleicht mal ein kurzer Blick hinter die Kulissen.
Also Holger lässt mich im Urlaub tatsächlich meistens wirklich in Ruhe, gerade wenn er selbst auch im Urlaub ist.
Aber da konntest du ja wirklich kaum an dir halten, quasi als du...
Ich habe mir diese Sachen recherchiert hattest.
Ich gucke dir mir diese Zahlen an und dachte so, das ist ja gottlos, wie meine Kinder sagen würden.
Ich meine, es ist schön, dass es ein ETF gibt.
Das finde ich großartig.
Aber lieber Jan Beckers, mal ehrlich, so gern wir dich hier im Podcast haben und so weiter und so schön wir den ETF finden, aber sieben Prozent sollte es schon mal geben, bevor ich irgendwie mich mit einer, jetzt kann man natürlich sagen, dafür wird auch nur 0,46 Prozent Managementgebühr fällig.
Ja, aber...
wenn ich im Schnitt bisher 35% gemacht habe, kann ich nicht ab Null irgendwie sagen, hallo, hier nehme ich was.
Wir werden ja in jedem Fall mal wieder demnächst mit ihm drüber reden.
Ja, also ich finde, das ist wirklich, das fand ich...
Wenn du irgendwie Gebühren hast, die höher als ein Hedgefonds sind.
Vielleicht auch eine kluge Erklärung oder eine Interpretation.
Wir werden es sehen.
Das wird die nicht abhalten.
Aber was ich lustig fand, du kannst das Ding, du kannst das, du konntest ja bei Scalable immer schon auch den, ich wäre bei Scalable ein Sparplan auf den Retailfonds, das konnte man ja immer schon bei denen machen.
Und du konntest den nie bei Trade Republic machen, weil die halt keine aktiv gemenschen Fonds haben.
Und die haben bis heute noch nicht den ETF von Jan Becker.
Ich guckte drauf und sagte, kann man das jetzt handeln?
Nee, kann man nicht.
Das finde ich spannend, weil natürlich ist eine Idee dahinter, dass die den ETF-Trend mitmachen wollen.
Und jeder, der bei einem Neo-Broker ist, kann das Ding jetzt halt handeln.
Aber Augen auf beim ETF-Kauf.
Gerade wenn es aktive sind, muss man immer gucken, was da drin steckt.
Und das hat mir das nochmal gezeigt.
Was ich auch spannend fand, einfach mal die Zusammenstellung.
Ich dachte jetzt, Mensch, jetzt gibt es ein ETF von Jan Becker, jetzt muss es ja mal die aktuellen Werte geben.
Weil wenn du nach deutschem Recht auflegst, heißt das eigentlich, du musst relativ zeitnah deine Beteiligung offenlegen.
Und Luxemburg und Irland, die haben natürlich das Ding wieder aufgeweicht.
Da bekommst du irgendwie einmal im Quartal nur Milgen.
Deswegen, also Leute, Luxemburg und Irland, ich finde, wenn ihr in der EU seid und überall regulatorische Arbitrage zu machen, Steuerarbitrage zu machen.
Das ist ein schönes Geschäftsmodell für kleine Länder, aber es ist asozial.
Das wollte ich nur kurz mitteilen hier.
Da haben wir das Wort asozial auch schon wieder platziert.
Ja, haben wir auch wieder platziert.
In diesem Intro.
Und dann dachte ich mir, in Deutschland, aber in Deutschland ist es wohl auch so angeblich, dass du es nicht aktuell veröffentlichen musst, sondern du kannst immer die Anteile dir per Monatsultimo.
Gibt es das?
Okay.
Okay.
Gut, komm, wir machen jetzt mal die Rente vorbei.
Wir müssen nämlich zum Gespräch jetzt gleich mal kommen, auf das ich natürlich persönlich auch sehr, sehr gespannt bin, weil ich ja nicht dabei war, weil ich es auch noch nicht kenne und jetzt werde ich es morgen dann auf der Heimfahrt.
Gen Heimat werde ich mir jetzt als allererstes reinziehen.
Nicht heute, sondern nicht morgen, sondern heute werde ich es reinziehen.
Weil wenn ich das hier höre, bin ich schon auf der Autobahn.
Bisschen kompliziert alles.
So, der DAX plus 0,46 Prozent.
Wir haben es gesagt.
Und die besten Werte im DAX waren Rheinmetall mit knapp 5.
Gefolgt mit Scout von Scout24, RWE, Siemens Energy und MTU.
Das sind die Gewinner, Holger.
Willst du auch die Verlierer noch mit?
Die möchte ich auch nennen, ja.
Ja, bitte.
Und zwar die Verlierer sind E.ON mit 8 Prozent.
Das ist ordentlich.
Merck, Henkel und Brenntag.
Und Zalando auch schon wieder.
Ja, in Zalando gibt es halt so ein paar Short-Attacken auf den Laden.
Und bei E.ON, das war ganz interessant, da hat der Regulator seine Kalkulationen fürs Gasnetz 2028 bis 2032 vorgelegt.
Ich wusste gar nicht, dass es so hart reguliert ist.
Und dann sagen die immer, ja.
Wer ein Gasnetz betreibt, der hat einen kalkulatorischen Eigenkapitalanteil von 60, Fremdkapital von 40 und berechnet dann so einen weighted average cost of capital, diesen berühmten WAC, den wir neulich auch mal durchkalkuliert haben, als es um den Wert von SpaceX gegangen ist.
Da musstest du immer ausrechnen, wie ist deine durchschnittliche Kapitalverzinsung.
Und da hat der Regulator jetzt eine Kapitalverziesung für die Gasnetze gegeben, die etwas niedriger als die Vorstellung von E.ON sind, nämlich 3,76 nur.
Und ich weiß auch nicht, wie man die hinbekommen soll, 3,76, wenn du überlegst, dass mittlerweile Fremdkapital relativ teuer geworden ist und Eigenkapital auch irgendwie mindestens 6 Prozent hat.
Aber die haben auf jeden Fall das niedrige.
Und dann ist es ja so, bei E.ON, die sind ja mittlerweile wirklich hart reguliertes Ding.
Das Geschäftsmodell besteht ja wirklich daraus, dass sie ein Infrastrukturunternehmen sind, wo du wirklich der Preis, den der Regulator dir vorgibt oder dir zugesteht, ist fast schon...
dein Geschäftsmodell.
Und dann hast du halt, wenn der Regulator was festlegt, was nicht so geil ist, fällst du halt.
Wobei die nur 12 Prozent überhaupt noch Gasnetze haben.
Das andere ist ja Stromnetze.
Aber die Leute, die Überlegung ist dann, wenn Gasnetze jetzt so niedrig verzinst werden sollen, dann kann das bei Stromnetzen möglicherweise auch so sein.
Und dann hättest du halt weniger Gewinn.
Und wenn du weniger Gewinn hast, dann ist es halt schlecht für dich.
Und so kommt das Minus bei E.ON zustande.
Ja, das ist interessant, auf jeden Fall.
Gucken wir mal nach Amerika, S&P 500.
Wir hatten eine Memory Week.
Wieder mal.
Und ausgelöst von Zendisk.
Die hatten, glaube ich, Investorentag oder sowas.
Und das kam sehr, sehr gut an, was ja auch immer nicht selbstverständlich ist auf diesem hohen Niveau schon.
Plus 35 Prozent dann aber in der Woche.
Und das hat natürlich Seagate und Western Digital festplant.
Genau.
Hat die alle mit da rumgebracht.
Das ist schon ordentlich.
Und Micron auch ist auch einer der Gewinner 10,7.
Deswegen meine ich ja, wenn wir 0,36 beim S&P 500 sehen, mag schon langweilig klingen, aber die Gewinner, die sind dann auch wieder bei 35, 30, 20 Prozent.
Also das ist schon die Volatilität und die Kursgewinne.
Aber auch die Verluste, die sind nach wie vor ziemlich hoch.
Broadcom war ein Chipverlierer diese Woche, minus 8,1.
Ich weiß gar nicht, warum das so war.
Cisco.
Cisco, ja, die haben Zahlen.
Die waren eigentlich auch gar nicht so schlecht, aber da haben die Leute gesagt, na, nicht so geil.
Und dann sind die halt runtergestuft worden.
Und dann gab es Core Rent, die hatten auch Zahlen.
Die waren auch gut, minus 14.
PDD-Holdings aus, wenn man in Nasdaq 100 guckt, kann man nach Applied Methils, was mich auch wundert.
Die Zahlen waren eigentlich auch großartig, aber das schienen auch die Leute nicht zufriedenzustellen.
Und dann hast du halt so ein Minus.
Amazon sind auch in den letzten beiden Wochen aufgefallen durch relativ viele Minustage.
Auch diese Woche zu den größten Verlierern im Nährstek 100 mit minus 4,3.
Aber wenn man nochmal auf den Nährstek 100 guckt, Nebius mit plus 48 Prozent.
Da muss der Aschenbrenner Not verkaufen und dann seine Aktie.
Also er hätte ja wirklich eine Woche länger durchgehalten oder weniger Hebel genommen.
Aber er soll wieder gut im Geschäft sein.
Das geht ja schnell.
Er hat ja Hochzeit gefeiert.
Es gab auch keine Hochzeits-, keine Flitterwochen, sondern er hat direkt dann Investorengespräche gemacht.
Wahnsinn.
Es gab auch eine schöne Geschichte zur Hochzeit von ihm.
Die Hochzeitsgäste kamen schon zwei Tage oder drei Tage vor der Hochzeit und die haben so Symposien gemacht, wo sie die Zukunft der Welt diskutiert haben.
Ich weiß ja noch, deine Hochzeit kenne ich noch, aber ich bin hier zu Besuch gekommen und da haben wir dieses wunderschöne Video gezeigt, wo wir dich versucht haben, noch mit einer anderen Frau irgendwie rumzukriegen.
Und der Sommerfeld hat standgehalten, man muss es wirklich sagen.
Es war seine Physiotherapeutin.
Und dann haben wir so getan und er ist wirklich drauf reingefahren und er sagte wirklich diesen legendären...
Hallo, wieso reden wir jetzt über diese Geschichte?
Andere Zeiten, andere Umstände.
Wir waren bei Georg Aschenbrenner.
Ich bin vor, ich gehe, ich heirate jetzt.
Das ist so die Sommerfeld-Hochzeit gewesen.
Es gab kein Symposium, sondern ihr habt eine Scheune gefeiert und der Aschenbrenner macht einfach eine...
Weiß nicht, lädt alle da ein, macht da so, weiß nicht, Symposium diskutiert und sonst was.
Ja, der eine macht Polterabend und der andere macht Symposium.
Ich meine, wohin das führt, sieht man ja.
Aber es war wunderbar, das Video.
Dein Gesicht war einfach zu schön.
Das sind uralte Geschichten.
Ich hatte einen 21.
Hochzeitstag tatsächlich, jetzt während des Urlaubs.
So lange ist das schon her.
So lange ist das her, ganz genau.
So, das nächste Mal erzähle ich dann Geschichten von deiner Hochzeit.
Die sind total unsprechend.
Außer ich den roten Anzug an hatte.
Es ist wirklich sehr unsprechend.
Und ich bin natürlich auch zur Hochzeit zu spät gekommen.
Das war tatsächlich keine Überraschung.
Alle Leute saßen in der Kirche und es war wirklich sehr...
Aber niemand hat damit gerechnet, dass du pünktlich kommst.
Also von da war alles wie geplant.
Wobei es war eine Verkettung von Geschichten.
Aber egal, die müssen wir jetzt nicht herbringen.
Wir wollen jetzt ja über unseren Gast reden.
Das ist wirklich ein sehr spannender Gast.
Und der hat auch in der Kindheit, haben sich seine Eltern immer gestritten.
Und er hat das beobachtet und hat daraus irgendwie Verhandlungs- oder Konflikte...
Management-Strategien entwickelt, schon als Kind.
Und es hat das irgendwie dann zu seinem Beruf gemacht.
War dann bei der Polizei, hat dann da wirklich, erzählte alles, aber ich wollte nur mal auch diese Idee, wie man persönliche Geschichten zu einer Berufung irgendwie oder einen Beruf machen kann.
Erzählte uns sehr schön.
Und ist jetzt einer der Top-Verhandler.
Hat auch eine eigene coole Firma, mit der, glaube ich, ganz gut verdient, weil Verhandlungen sind ja in dieser Welt, wo man ja nicht mehr so einfach auf das gute Vertrauen des Gegenübers setzen kann, sondern wo man wirklich eher so Win-Win, wo man sagt, ich gewinne und du gewinnst.
Irgendwie scheint ja diese Zero-Sum-Welt oder diese Welt, ich gewinne, musst du verlieren oder umgekehrt.
Wir hatten ja früher so, hey, wir können beide gewinnen.
Irgendwie diese Welt gibt es ja nicht mehr.
Er beschreibt das sehr schön, hat auch ein Buch, was jetzt Ende August rauskommt dazu, das Ende von Win-Win.
Also insofern erzählt er auch selbst, wie sich die Sachen gedreht haben und gibt uns so eine, ich würde sagen, Masterclass im guten Verhandeln.
Wir reden über viele große Weltenlenker und Führer.
Das finde ich spannend.
Die großen.
und dann die kleinen Mikro, die jeder für sich selbst im Alter genossen hat.
Da bin ich sehr gespannt auf.
Da gebe ich nur einen Vorspann.
Die Alaska-Nummer als Donald Trump Wladimir Putin empfangen hat.
Wir haben uns damals, das war ja auch ein Freitag, und wir haben uns damals gefragt, was passiert da?
Und waren irgendwie völlig konsterniert auf eine Art, dass man dem Putin so eine Bühne gibt und einen roten Teppich ausrollt und so weiter.
Und auch diesem...
Phänomen wird den Sinn verliehen.
Okay, komm, das ist der perfekte Cliff.
Besser kannst du nicht mehr wieder ankommen.
Deswegen würde ich sagen, gehen wir rein ins Gespräch.
Herzlich willkommen, Matthias.
Hallo, vielen Dank für die Einladung.
Schön, dass du bei uns bist.
Bevor wir gleich ganz tief eintauchen in die Welt des Verhandelns, gibt es hier die Tradition, dass jeder Gast sich einmal vorstellt in einer Minute im Elevator-Pitch.
Wir stoppen natürlich immer die Zeit und gucken, wie genau das passt.
Erzähl uns doch mal in einer Minute, wer du bist und warum es sich heute besonders lohnt, hier eine Stunde dran zu bleiben.
Mein Name ist Matthias Schrander.
Ich habe mich spezialisiert auf das Führen von sehr schwierigen, extrem schwierigen Verhandlungen.
Und das beruht auf meiner Vergangenheit.
Ich war früher Verhandlungsführer der Polizei und habe gelernt, mit Drohungen umzugehen, mit irrationalen Forderungen, mit negativen Konsequenzen.
Und das transportiere ich jetzt ins Business, in die Politik, in sehr, sehr schwierige Friedensverhandlungen.
Also man kann daraus lernen, wie man auch die schwierigsten Verhandlungen, die sehr emotional sind, irrational sind, wie man auch die Verhandlungen zum Erfolg führen kann.
Das war auf jeden Fall...
Kurz und präzise.
Er hat noch ein bisschen Zeit gehabt, aber das ist völlig in Ordnung.
Dann bleibt mehr Zeit für unsere Fragen.
Und vielleicht steigen wir erstmal noch da ein, was du gerade schon erzählt hast.
Hat mal geschrieben, Matthias Schranner ist einer der besten Verhandler der Welt.
Und du hast es gerade schon angedeutet, du hast eine Vergangenheit bei der Polizei.
Wir stellen uns natürlich die Frage, wie wird man denn der beste Verhandler der Welt?
Vielleicht kannst du mal so ein bisschen erzählen, wie es dazu gekommen ist, dass du zur Polizei gegangen bist.
War das schon ein Wunsch von dir in der Kindheit?
Wie ist das gekommen?
Also ich bin mit 17 zur Polizei.
Das war damals die einzige Möglichkeit, aus meinem kleinen Dorf rauszukommen.
Zur Bundeswehr wollte ich nicht.
Damals gab es auch noch die Wehrpflicht.
Und das war quasi die einzige Möglichkeit tatsächlich da zu fliehen.
Und war dann erst in Wackersdorf, das war diese hochpolitische Zeit.
Also die Stadt Bahnwest, Gorleben, wer das noch kennt.
Und dann war ich bei der normalen Polizei.
Dann war ich sechs Jahre bei der Drogenfahndung.
Hab so mit langen Haaren und so mit Drogendealern verhandelt, Drogen eingekauft, Drogen verkauft, Leute festgenommen.
Also wirklich so als Inside-Job.
Ja genau, genauso voll drin, undercover und nachts allein im Hinterhof mit diesen Drogendealern verhandelt.
Dann habe ich studiert und nach dem Studium bin ich dann zum Verhandlungskommando gekommen, weil die Polizei damals gesagt hat, um mit diesen Kriminellen zu verhandeln, muss man die Philosophie der Kriminellen verstehen.
Und nachdem ich eben dann schon lange bei der Polizei war, konnte ich das wissen, dass ich vor allem auf der Straße mir angeeignet hatte.
dann im Verhandlungskommando einbringen.
Und dann war ich sechs Jahre beim Verhandlungskommando und eben Verhandlungen mit Geiselnehmern, Bankräubern, Selbstmordversuche, also immer diese Verhandlungen, die über das normale Maß hinausgehen.
Und dann habe ich mich selbstständig gemacht und habe dann eben versucht, dieses ganze Wissen von Krisenverhandlungen, von Krisenteams auf andere Bereiche zu übertragen.
Sie haben die Business-Idee, aber keine Zeit und keine Programmierskills?
Mit dem IONOS KI App und Zeitbilder beschreiben Sie im Chat, was Sie brauchen, ob App, Website oder digitales Tool und die KI baut es.
Ein Klick und es geht live.
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Was machen wir denn beim Drogenverhandeln?
Was wird da ausgehandelt?
Der Preis, die Ware oder worum geht es da, wenn ich jetzt mit einem Drogendealer was mache?
Also in erster Linie geht es um Vertrauen.
Du musst dich ja quasi reinkaufen.
Also du kannst ja nicht einfach auf die Straße gehen, irgendjemand ansprechen und sagen, ich möchte ein Kilo Koks haben.
Also man kauft sich so hoch.
Man versucht über diese Kanäle Vertrauen aufzubauen und einer bringt dich zum nächsten und wieder zum nächsten.
Und du versuchst dann in diesen Inner Circle zu kommen.
Und ja, dann Preis, aber Preis ist relativ vom Markt vorgegeben.
Es geht mehr um die Qualität und es geht mehr um die Qualität.
Ja, um Liefersicherheit, wie im Business auch.
Und wann ist denn in so Verhandlungen, also Drogen, aber vielleicht auch eher so bei Geiselnamen und so, der Moment, wo du eingeschaltet wurdest?
Also wann wird so ein Verhandlungsteam eingeschaltet, wenn die Polizei sagt, ich komme nicht mehr weiter?
Also was ist da so ein Moment?
Also das eigentliche Problem bei der Polizei ist der sogenannte erste Angriff.
Also du kommst in eine Situation.
Am Funk gibt es nur bestimmte Worte.
Da heißt es Hausfriedensbruch oder Familienstreit.
Dann fährst du da hin und dann ist es eben kein Familienstreit, sondern eine klassische Geiselnahme.
Dann bist du aus Polizeibeamter sehr plötzlich in einer Situation, auf die du nicht vorbereitet bist.
In diesem ersten Angriff entscheiden die ersten drei Sekunden.
Wenn du da einen Fehler magst, dann hast du tatsächlich verloren.
Wenn Geiselnahmen länger dauern, dann...
kommt die sogenannte regionale Verhandlungsgruppe.
Also das sind Leute, die auf der Dienststelle ausgebildet sind für Verhandlungen.
Diese Leute hatte ich früher auch ausgebildet.
Also die regionale Verhandlungsgruppe.
Und wenn es dann noch länger dauert und noch schwieriger ist, dann kommt jemand vom zentralpsychologischen Dienst, da war ich mit dabei, die dann tatsächlich jetzt die großen Dinge verhandeln.
Aber wie bist du jetzt in dieses Verhandlungsgame reingekommen?
Warst du jetzt irgendwie eine Familie mit fünf Kindern und du hast immer für alle deine Brüder und Schwestern was rausverhandelt?
Oder hast du als Kind schon irgendwie gesehen, wie du Süßigkeiten am Quengelregal raushandeln konntest?
Wird man da geboren als Verhandler?
Oder vielleicht kannst du uns nochmal mitnehmen, wie du gemerkt hast, dass du es schaffst, für dich günstige Sachen rauszuholen und dann eben auch für die Allgemeinheit, wenn du im Sinne der Allgemeinheit tätig bist.
Also ich habe einen Psychologen, mit dem ich mich da sehr intensiv austausche.
Und der hat gemeint...
dass das sehr stark auf meiner Kindheit beruht.
Also ich bin aufgewachsen in einer Familie, wo es einfach sehr viel Stress gab.
Also ich komme aus sehr armen Verhältnissen, von einem Bauernhof und es gab immer Streit zwischen meiner Mutter und meinem Opa und meinem Vater und so.
Und ich habe mich nie eingemischt, dann bin ich immer still dabei gesessen und habe das Ganze beobachtet.
Und es ist wohl so, dass ich durch dieses jahrelange Beobachten ein sehr gutes Gefühl entwickelt habe für Eskalationen.
Und ich spüre Eskalationen.
Also ich spüre die Stufe der Eskalation und ich spüre, wann die nächste Stufe kommen wird.
Und das ist wohl aus der Kindheit wohl so ein Talent, das ich mitgenommen habe.
Und dann natürlich bei der Polizei.
Ich war fast 20 Jahre bei der Polizei und ich war immer vorne gestanden.
Also ich war nie am Schreibtisch, ich hatte nie einen Innendienstjob.
Ich war immer am Bauzaun oder im Hinterhof von der Disco oder dann eben jetzt bei Geiselnahmen.
Also ich habe einfach ein unheimlich gutes Gefühl entwickelt für ein Gegenüber des Irrationales, Emotionales, auch Verrücktes.
Und das hilft mir jetzt natürlich enorm, Verhandlungen zu analysieren und bestimmte Muster zu erkennen.
Gab es so einen Moment, wo du gesagt hast, okay, da habe ich gemerkt, ich bin besser als alle anderen.
Also ich stelle mir das so ein bisschen vor, dass ich so Trainings hatte, vielleicht auch so Rollenspiele.
Und dann sind alle nach vorne gekommen, haben das nacheinander gemacht.
Und dann kamst du und hast den Dozenten...
ich sage mal, komplett zerlegt.
Gab es so einen Moment?
Also zerlegen ist ein schönes Wort.
Es geht mehr darum, das Muster der Verhandlung zu erkennen und dann zu wissen, in welcher Situation du das Richtige sagen musst.
Und das konnte ich schon sehr gut.
Ich habe auch den Vorteil natürlich, ich bin jetzt eher introvertiert und ich muss nicht die ganze Zeit quatschen.
Also ich habe auch die Möglichkeit gehabt, zuzuhören und diesen Moment abzuwarten.
Und es gibt diesen Moment, diese eine Sekunde und die musst du...
kennen, die musst du erkennen und dann musst du reingehen.
Schade, Holger.
Zuhören ist natürlich ein schwieriger Punkt.
Wir werden keine guten Verhandler.
Also weniger reden, mehr zuhören.
Das haben wir jetzt verstanden.
Aber wie muss man so eine Mustererkennung in deinem Kopf?
Nimm uns in deinen Kopf mal mit und jetzt wird verhandelt.
Du guckst es ein bisschen an und denkst so, zack, jetzt muss ich eingreifen.
Wie kriegt man das?
Wo schlägt dein Zeiger aus und sagt, jetzt muss ich als Introvertäter immer was sagen?
Also wir beraten ja Unternehmen, wir beraten Regierungen, die Vereinten Nationen, wir beraten ja Verhandlungen, die schon sehr weit in dieser Eskalation sind.
Und ich frage zum Beispiel jetzt die Leute, sag doch mal, wo sind wir denn gerade?
Und wenn es die Leute sagen, also wenn die Formulierungen benutzen, wie zum Beispiel aus meiner Sicht oder ich glaube, dann weiß ich, dass wir in der Eskalation noch relativ weit unten sind.
Also es gibt noch eine subjektive Wahrnehmung.
sehen noch, dass es verschiedene Sichtweisen gibt.
Wenn dann jemand sagt, aber Herr Schranner, Fakt ist doch.
Okay, dann ist man jetzt drüber schon.
Genau, wie wir alle wissen, dann weiß ich, okay, sind wir schon in der nächsten Stufe und jetzt wird es gefährlich.
Weil dann wieder die nächste Stufe die Abschottung ist.
Also dass die Leute sich dann eben, wenn sie dann schon in dem Glauben sind, Recht zu haben, dann niemanden mehr dazuholen, der die eigene Richtigkeit infrage stellt und widerspricht.
Und dann weiß ich, jetzt wird es echt gefährlich, weil jetzt gibt es keine zweite Meinung mehr.
Und sobald jemand glaubt, dass er recht hat, wird er scheitern.
Gibt es aus deiner Zeit bei der Polizei so einen Fall, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist, wo du besonders gut verhandelt hast oder vielleicht nachher noch sagst, War ich nicht gut, das habe ich falsch gemacht, das hätte ich jetzt im Nachhinein anders gemacht?
Also gibt es da so einen Fall, der dich nicht mehr loslässt?
Nee, mittlerweile ist es weit her und ich habe das, denke ich, schon einigermaßen aufgearbeitet.
Klar, ich habe auch natürlich damals auch Fehler gemacht.
Ich habe immer dann Fehler gemacht, wenn ich emotional involviert war.
Also wenn zum Beispiel ein Papa, also einmal hat zum Beispiel ein Mann seine Frau mit dem Messer sehr schwer verletzt, die war am Verbluten und der hat die Rettungskräfte nicht ins Wohnzimmer gelassen, weil er gedacht hat, Und seine Frau, die wohl aus seiner Sicht einen Fehler gemacht hat, hat die Rettungskräfte nicht durchgelassen und wollte, dass die Frau auf dem Bett verblutet.
Also da zum Beispiel habe ich gemerkt, dass ich emotional geworden bin.
Und da war ich jetzt nicht der super Profi-Verhandler.
Aber die meisten Fälle habe ich tatsächlich auch mit einer sehr großen emotionalen Distanz auch leiten können.
Also da hört man schon raus, wenn ich emotional involviert bin oder wenn ich insgesamt in den Fall zu sehr involviert bin, dann sollte ich besser jemand anders hinschicken.
Ist das schon mal Regel Nummer eins, die wir jetzt hier gelernt haben?
Klingt so ein bisschen so.
Ja, auf alle Fälle.
Wir merken es ja, dass zum Beispiel unsere Kunden überhaupt kein Problem haben, das Gehalt für ein Kollege oder ein Kollege zu verhandeln, aber für das eigene Gehalt super emotional werden.
Also es ist der gleiche Verhandlungsgegenstand, aber dadurch, dass ich es für mich verhandle, Ich werde natürlich sehr viel emotionaler, weil ich den Verhandlungsgegenstall plötzlich mit Emotionen verbinde.
Heißt das jetzt, es hieße ja, dass ich niemals verhandle, niemals dein eigenes Gehalt, sondern schicke jemanden anders vorbei.
Das wäre ja schon die erste Regel, die ja nun wirklich jedem im Leben betrifft.
Ja, das wäre schön, wenn das funktionieren würde.
Ja, wenn die anderen auch so gut für mich waren.
Aber wie kriege ich denn dann das hin?
Schickst den Sommerfeld im Nächsten zu mir, das hat dein Gehandel bei mir.
Wir sitzen hier gegenüber, das ist mein Chef, der hier gegenüber sitzt.
Und wenn ich jetzt ein Gehaltsgesache hätte, würdest du es nie persönlich machen?
Aber wie kriegen wir das dann hin?
Oder kriege ich das unemotional verhandelt?
Aber wie geht das?
Also das würde mich jetzt mal, wenn wir jetzt vor diesem Dilemma stehen.
Also wenn möglich, dann immer versuchen, dass jemand andere...
Also dass ein Kollege und ein Kollege deine Sachen verhandelt, was wir im Business immer machen.
Wir lassen die Leute, die emotional betroffen sind, nie an den Verhandlungstisch, weil es einfach immer schief geht.
Du musst nie mehr in deinem Leben verhandeln, das ist doch super.
Das ist wunderbar.
Das ist ein ganz banales Beispiel, aber ein Key Account Manager, der nach der Preisverhandlung noch eine gute Beziehung zum Kunden haben möchte, der wird nachgeben, damit er gemocht wird und damit die Beziehung nicht beschädigt wird.
Allein deshalb ist schon ein Wahnsinn, ein Kierkant-Manager eine Preisverhandlung machen zu lassen.
Das was wir zum Beispiel nie zulassen.
Aber die wirklich schwierigen Verhandlungen sind ja die, wo eben niemand hinschicken kann.
Also Verhandlungen mit meiner Frau, Verhandlungen mit meinen Kindern, eben auch Gehaltsverhandlungen.
Und wenn ich keinen anderen hinschicken kann, dann muss ich mich einfach umso besser vorbereiten.
Aber das bedeutet ja für Firmen eigentlich, zum Beispiel die großen Sales haben und Key Account Manager haben, dass man sagt, okay, ihr habt hier eine Truppe, die pflegen die Kundenbeziehung und die finale Verhandlung, die machen die Bad Boys, sag ich mal, die jetzt keine emotionale Bindung haben.
Das ist ja eigentlich so eine Art Doppelstrategie, oder?
Also so Good Guy, Bad Guy und so, bitte nicht machen, ist einfach altmodisch und kennt jeder.
Oh nein.
Der junge Kollege hat die altmodische Strategie rausgeholt.
Okay, dann erklär uns mal.
Aber trotzdem, wenn ich dich so höre, scheint ja doch der Verhandler am Ende eher der so ein bisschen der Bad, ohne dass es jetzt einen Good Guy geben muss, aber eher schon so ein bisschen der emotional abgeklärte.
dem irgendwie die Sachen so ein bisschen scheißegal ist und der so richtig so ein eher hartes Wesen ist.
Oder bin ich da auch schon wieder falsch?
Also deine Worte mit hart und so würde ich jetzt nicht so unterschreiben.
Ich sehe sie eher als Konsequenz.
Also es muss ja jemand sein, der konsequent eine Verhandlungsstrategie durchfahren kann.
eben ohne emotionale Bindung.
Und natürlich, die Leute müssen wissen, wie es Verhandeln geht.
Also das kann man ja lernen.
Also es gibt einfach bestimmte Taktiken, also dass man zu Beginn eben sehr, sehr positiv ist, dass man Gemeinsamkeiten betont, dass man den Rahmen setzt, dass dann die erste Forderung kommt.
Also da gibt es bestimmte Taktiken, die man nutzen kann.
Aber ja, also je schwieriger die Verhandlung, desto weniger Emotionen darf ich zulassen.
Also dann wären so Asperger-Kandidaten eigentlich die besten Verhandler, weil die einfach irgendwie nur das Rationale machen und sagen, so emotional kriege ich sowieso nicht mit, wie der andere guckt, sondern ich mache einfach meinen Stiefel.
Würde ich jetzt eher so gucken, dass ich einen Asperger-Kollegen finde und dass der das macht oder wäre das auch wieder falsch?
Ja, so extrem würde ich es nicht formulieren.
Es braucht halt jemanden, der das Gesicht für den Konflikt ist.
Also wir arbeiten mit diesem FBI-Modell, das ist eben entwickelt worden vom Crisis Negotiation Team, vom FBI.
Die haben diese Dreiteilung eingeführt.
Es gibt den Negotiator, also den Verhandlungsführer.
Es gibt den Commander und es gibt den Entscheidungsträger, den Decision Maker.
Der Negotiator ist derjenige oder diejenigen, die sitzen am Verhandlungstisch und adressieren den Konflikt.
Also die sagen einfach, wir bräuchten plus 10 oder minus 20, was auch immer.
Und dann brauchst du aber jemanden, der daneben sitzt, den Commander, der das Ganze wieder auffangen kann.
der wieder über die Beziehung reden kann.
Also das Sicherheitsnetz, der neben dir sitzt.
Und dann gibt es einen Entscheidungsträger.
Das ist dann jemand, der eben den Rahmen vorgibt, die Lizenz der Verhandlung vorgibt, aber selbst nicht am Verhandlungstisch sitzt.
Und wir merken halt, dass bei fast allen schwierigen Verhandlungen es nicht klar getrennt wird, sondern einfach es eskaliert ohne Strategie dahinter, ohne Muster, ohne Struktur.
Und hat sich jetzt, weil du hast jetzt ja ein neues Buch geschrieben, Was ist denn der Grund dafür, dass sich dieses Verhandeln insgesamt in der Welt verändert hat und wir früher so einen kooperativen Geist hatten, so Win-Win, da können wir beide gewinnen und irgendwie ist diese Welt so ein bisschen durch Donald Trump oder durch Wladimir Putin oder wie auch immer die politischen Großkopferten heißen, ist irgendwie anders geworden.
Und hast du deswegen das neue Buch geschrieben?
Oder vielleicht kannst du uns mitnehmen, warum dieses neue Buch, was du gemacht hast, was so der Anlass dafür war.
Ja, genau wie du sagst.
Also es hat sich sehr stark verändert.
Also es gab ja, ich sage mal, früher in der guten alten Zeit, gab es dann doch noch so gemeinsame Werte.
Also dass man zum Beispiel die Unverletzlichkeit von Grenzen oder die Vereinbarung der Vereinten Nationen, dass die Gültigkeit haben.
Und dann kommt eben so ein amerikanischer Präsident Trump, der einfach sagt, ich möchte jetzt Grünland übernehmen.
Oder der beim FIFA-Chef Infantimo anruft und sagt, du musst die rote Karte zurücknehmen.
Also es sind immer plötzlich so Elemente, die man sonst nicht kannte.
Und diese gemeinsamen Werte, also ein Wert ist zum Beispiel Kooperation.
Also wenn ich dir entgegenkomme, dann kommst du mir auch entgegen.
Diesen Wert, auf den konnte ich mich eigentlich verlassen und eben jetzt nicht mehr.
Und jetzt Verhandlungen werden einfach härter.
Und viele Leute sind so ein bisschen verloren gerade, weil sie nicht wissen, wie man damit umgeht.
Also wenn eben ein Trump sagt, ich werde jetzt Grünland übernehmen, was macht man da?
Oh, bitte?
Was würdest du sagen?
Ja, genau.
Das ist die Grundsatzfrage.
Wie verstehe ich das jetzt?
Also sehe ich das jetzt als echte, rationale Forderung, wo ich mir denke, der will Grünland wirklich haben?
Oder ist es einfach der Einstieg in die Verhandlung?
Vielleicht geht es um ganz was anderes.
Vielleicht geht es um eine Ablenkung oder so.
Also die Frage ist, bin ich bereit, diesen Konflikt, der auf mich zukommt, bin ich bereit, diesen Konflikt auch anzunehmen und tatsächlich zu verhandeln, also auch dagegen zu gehen?
Oder bin ich dann jemand, der dann auf Werte reflektiert?
Also es gibt ja Werte in der Verhandlung, also Kooperation, Fairness, Win-Win und sowas.
Und dann gibt es Interessen.
Also ich will Grönland haben.
Es kommt Trump und sagt, ich will Grönland haben.
Und was spannend war, dass wir da nicht dagegen gegangen sind und haben vielleicht gesagt, wir wollen Florida kaufen, sondern wir haben ihn zurechtgewiesen und haben gesagt, Achtung, es gibt Werte, du musst die Hand die Werte halten.
du musst dich doch an die UNO-Resolution halten, wo drin steht Unverlässlichkeit der Grenzen und so.
Also wir haben versucht, jemand, der Interessen hat, also Make America Great Again, haben wir versucht mit Werten zu kontern und das war falsch.
Das war falsch.
Hört man auch so, der sagt, ich bin nur meinen eigenen Werten verpflichtet.
Das hat sogar Trump offen gesagt.
Und das ist alles, woran er geht.
Aber was hättest du dann als Europäer gemacht?
Immerhin sind wir damit erst mal durchgekommen.
Ich weiß noch, in Davos waren wir.
Und da wollte genau das Ausgarnen.
Da hat er so den Ton gesetzt.
So, ja, ich will Grönland.
Und dann haben die Europäer zumindest mal Geschlossenheit dagegen gezeigt.
Das war ja immerhin schon mal was.
Und nicht nur Werte, sondern eben auch irgendwie eine gewisse Härte, was wir nicht immer machen.
Weil wir manchmal sagen, ach komm, müssen wir mir doch entgegenkommen.
Wie hättest du reagiert oder wie hättest du das klassisch gemacht?
Also wenn du jetzt...
da die Gegenseite beraten hättest.
Also es war echt faszinierend, ich war ja auch in Davos.
Und das Spannende war ja der Tag, bevor Trump gekommen ist, haben alle schon über Trump gesprochen, obwohl er noch gar nicht da war.
Ja, das haben wir auch so gesehen.
Der war auch da.
Das ist schon mal ein Erfolg.
Dass du das Thema setzt, obwohl du noch gar nicht da bist, das ist schon mal geil.
Ja, und ich denke, das war auch sein eigentlicher Grund, warum er das gemacht hat.
Also es gab tausend andere Themen, aber es ist tatsächlich nur über Trump gesprochen worden, obwohl er noch gar nicht da war.
Und was hätte man machen müssen?
Man hätte auf alle Fälle nicht sagen dürfen, Trump, du spinnst, Trump, du bist irgendwie komisch.
Also das zu Rechtweisen des amerikanischen Präsidenten ist einfach immer falsch.
Also der ist einfach demokratisch gewählt worden und ob wir den mögen oder nicht mögen, der ist jetzt einfach da.
Und ständig jammern und schimpfen und sagen, der ist doof, bringt halt nichts.
Was wäre richtig gewesen?
Also im Hintergrund mit ihm reden und sagen, du lass uns reden.
Wenn du die offene Konfrontation haben möchtest, die kriegst du natürlich.
Aber die Frage ist, was wollen wir eigentlich wirklich haben?
Und das Ganze im Hintergrund wegmoderieren.
Das wäre sehr viel besser gewesen, als über die Medien den Trump da zurechtzuweisen.
Wenn du jetzt Berater von Trump gewesen wärst, jetzt mal umgedreht.
Und er würde dich fragen, wie kriege ich denn meine Forderung hier durch?
Würdest du ihm sagen, so wie du es machst, Maximalforderung stellen und dann langsam ein bisschen die Luft rauslassen, ist es klug?
Oder würdest du ihm als eine andere Taktik raten?
Also ich würde ihm dazu raten, dass jemand einen anderen vorschickt, der die Forderung stellt.
Also J.D.
Vance oder wer sollte das machen?
Hast du auch eine Idee, wen du da hinschicken?
J.D.
Vance wäre sehr gut geeignet.
Okay, also gut, dann schick mal den schon mal vor.
Gut, dann haben wir das.
Also wir trennen schon mal Entscheidungsträger vom Überbringer der Botschaft.
Okay, das hast du ja vorhin schon gesagt.
Wir haben ja personelle Trennung.
Genau.
Also er hätte J.D.
Wenz verschicken können und der hätte dann gesagt, wir übernehmen das Grünland.
Und dann hätte er, wenn das ganze Ding dann eskaliert wäre, wäre es ohnehin, dann hätte er sagen können, Ursula, lass uns mal reden.
Also Ursula von der Leyen.
Lass uns reden.
Und dann wäre das jemand gewesen, der quasi dann den Konflikt gelöst hätte.
Und so ist er das Gesicht des Konfliktes.
Und das Spannende bei ihm ist ja, dass er das scheinbar auch sehr gerne hat, das Gesicht für ein Konflikt zu sein.
So Drama, das ist so Drama.
Er liebt das Drama.
Er liebt das Drama und er liebt es, die Themen zu bestimmen.
Ja, ich meine, ein Social Account, wo er die Debatten drüber steuert, das müsst ihr dann wahrscheinlich auch erstmal als erstes wegnehmen.
Ich habe dieses Bild, also Ursula und Donald genannt hast, da habe ich dieses Bild aus diesem schottischen...
aus diesem schottischen Ort, wo sie Golf gespielt haben.
Und da sahen wir ganz schlecht aus.
Ich weiß nicht, ob du dich noch erinnerst, als wir diesen europäischen Handelsstil gemacht haben.
Da habe ich mich ja fast fremdgeschäbt, als ich da war.
Was hättest du denn da empfohlen für Ursula?
Weil das war ja wirklich...
Also in der Fahndung sagt man, den König spielen die anderen.
Das heißt, kommt aus der Theatersprache.
Wenn ein Schauspieler die Bühne betritt, der sich als König verkleidet, dann drehen sich alle anderen Schauspieler, die auf der Bühne sind, die drehen sich um, die verneigen sich, sie verbeugen sich, sie schauen den König an und huldigen den König.
Das heißt, der König wirkt dadurch, dass die anderen ihn spielen.
Wenn wir jetzt davon ausgehen, die Schauspieler haben sich vor der Auffassung ein bisschen zerstritten und sagen, also den Typen, der heute den König spielt, den lassen wir mal so richtig auflaufen.
Dann wäre das ganz anders.
Also dann würde der Schauspieler, der König, auf die Bühne geht und es würde sich keiner umdrehen.
Es würde keine Notiz vom König nehmen.
Dann würden wir im Zuschauerraum glauben, das ist ein schlecht verkleideter Schauspieler, weil die anderen ihn nicht spielen.
Und was einfach Trump wirklich meisterhaft beherrscht, er gibt den König und er zwingt andere dazu, den König zu spielen.
Und das ist faszinierend gewesen, gerade auf diesem schottischen Golfplatz.
wie er sich da fast schon königlich eine Audienz der EU-Chefin gegeben hat.
Und die Frage ist immer, spiele ich mit?
Und klar, es war natürlich aus Verhandlungssicht unheimlich unglücklich, da hinzufahren und den König zu spielen.
Aber was hättest du denn Ursula von der Leyen gesagt?
Sie war ja wirklich so, sie setzte ja wirklich so hin gegen so Audienz, hat dann so handgeschüttelt und hat gesagt, ja was...
was anderes.
Das war das Beste, was wir rausholen konnten.
Ich weiß nicht, was sie gesagt hat.
Irgendwas hat sie gesagt.
Ganz schlimm.
So Dinge musst du im Hintergrund wegverhandeln.
Das kannst du nicht öffentlich machen.
Das ist peinlich.
Man sieht ja auch am Ergebnis.
Was rausgekommen ist für uns.
Also er wurde ja nochmal für uns verschlechtert, dieser Deal.
Ich erinnere mich an diesen Notizzettel, wo noch so ein paar Sachen durchgestrichen waren und der Deal nochmal zu unseren Ungunsten gedreht wurde.
Aber was machen?
Das war es im Hintergrund.
Aber wenn der Trump das Drama will und das will er natürlich auf großer Bühne inszenieren und er will da sitzen und er will die Ursula wie das kleine Schulmädchen aussehen lassen.
Aber wie kriegst du den denn dazu, dass man es im Hintergrund hinkriegt?
Der will das ja gar nicht.
Der will ja gerade dieses Erarbeitet hin und dann ist die Klimax und er dann da sitzt.
Ursula kommt, sie die Hände geben und er sagt so, ja Ursula, haben wir mal.
Habe ich dir mal gegeben den Deal.
Wie komme ich denn da raus aus diesem Muster?
Also einmal, dass ich nicht hinfahre und zum anderen weiß ich aus den Leuten, die aus dem engsten Umfeld von Trump sind.
dass der im persönlichen Gespräch, sobald die Tür zu ist und keine Kamera da ist, dann ist der auch wirklich sehr professionell in der Verhandlungsführung und dann kann man auch ganz normal mit ihm verhandeln.
Also er ist ein Schauspieler?
Ja, klar.
Er spielt die Verhandlung.
Aber es ist auch kein Geheimnis.
Er hat es in seinem Buch ja vor hundert Jahren schon geschrieben, dass das sein Style ist und was einfach meisterlich beherrscht, ob man es mag oder nicht.
Er beherrscht die Diskussionen, er beherrscht die Themen.
Er beherrscht die Medien.
Ja, weil er eben auch unkonventionell ist.
Und da habe ich so oft das Gefühl, dass gerade wir in Europa, die dann wieder wertebasiert sind, totale Probleme haben mit dieser unkonventionellen Art umzugehen.
Und ich sage das jetzt erstmal ohne jede Wertung.
Er ist einfach anders und wir schaffen es nicht darauf ordentlich zu reagieren.
Ganz genau.
Und man müsste eben jetzt selbst den König spielen lassen.
Also man müsste auch die Inszenierung übernehmen und man müsste Signale der Macht senden.
Also was Trump ja macht, er sendet ja ständig Signale, dass er in einer mächtigen Position ist.
Und diese Signale der Macht haben natürlich die Absicht, das Gegenüber einzuschüchtern, in die Defensive zu drängen, in eine gewisse Rechtfertigung zu drängen.
Und sobald man sich in die Defensive drängen lässt, kämen alle vom Sport, dann verlierst du halt irgendwann.
Also ist es wichtiger, offensiv zu sein und selbst zu überlegen, welche Signale der Macht könnten wir jetzt da senden.
Das passt aber nicht zu uns.
Mensch Matthias, das ist doch überhaupt nicht unsere europäische Art.
Du hast ja das Buch auch geschrieben und es scheint ja so zu sein, das Ende von Win-Win.
Das müssen wir wirklich komplett umdenken.
Manchmal auch unsere moralische Überlegenheit, die wir gerne so vor uns herführen, die auch manchmal nervt, die müssen wir komplett abgeben.
Und wir müssen auch lernen, auch so ein Gesichtsverlust, das ist auch nicht schlimm.
Denn morgen ist ein neuer Tag, das Gesicht ist noch da.
Wir müssen nur spielen, dass wir noch mächtig sind.
Und dann geht es weiter.
Ist das so?
Und müssen auch mal mit ekligen Methoden arbeiten?
Ich frage mich, du warst ja auch beispielsweise in Lützerath und dann ist vielleicht deine Tochter und sagt, du hast hier unsere Jugendbewegung.
Da müssen wir auch drüber weggehen, dass wir auch moralisch dann irgendwie...
Ist es wirklich so?
Ist die Welt böser geworden und wir müssen uns einfach anpassen?
Die Welt ist nicht böser geworden, ist schon immer so.
Die Frage ist, ob wir mit unseren moralischen Zeigefingern tatsächlich noch zeitgemäß sind.
Und ich denke mit Schrecken an unsere ehemalige Außenministerin in Deutschland, Frau Baerbock, die wirklich mit dem moralischen Zeigefinger um die Welt geflogen ist und allen gesagt hat, dass sie doof sind.
Und dann natürlich keiner gesagt hat, okay, vielen Dank, Frau Baerbock, jetzt übernehmen wir Ihre guten Ratschläge.
Sondern was dazu geführt hat, dass vor drei Monaten ungefähr, wie ihr wahrscheinlich wisst, hätte er Deutschland in den UNO-Sicherheitsrat gewählt werden sollen.
Und es ist dramatisch gescheitert.
Die Ösis haben uns den Platz weggenommen.
Die Portugiesen haben ja die ganze Welt, die ganze portugiesischsprachige Welt hinter sich.
Aber die Ösis, das konnte nun wirklich keiner verstehen.
Aber die haben halt die besseren Partys mit Champagner gemacht.
Das war es nicht?
Ich war in New York.
Ich kenne den, der diese Abstimmung geleitet hat.
Okay, erklär uns, was haben wir falsch gemacht?
Und der hat gesagt, die Leute hatten einfach keinen Bock mehr auf dieses deutsche moralische Getue.
Dabei haben wir uns so viel Mühe gegeben bei der WM in Katar, haben wir uns den Mund zugehalten und die Folgenbogenbinder angezogen.
Ich wollte mal ganz kurz zurück zu Trump, weil wenn ich jetzt mal eine Schwäche bei ihm analysieren würde, dann wäre das seine Glaubwürdigkeit, die er zumindest zum Teil verloren hat.
Also es gibt ja an der Börse...
den sogenannten Taco Trade, Trump always chickens out.
Also dass er erstmal eine Forderung stellt oder etwas verkündet und dann den Rückzieher macht.
Und das sehen wir an den Börsen sehr extrem.
Beispielsweise letztes Jahr bei der Liberation Day, den er gefeiert hat.
Danach sind die Börsen eingebrochen, weil er Zölle erhöht hat.
Wenn er jetzt Zolldrohungen macht, da zuckt kaum noch was.
Ist das eigentlich klug bzw.
wie bewertest du diese Verhandlungstaktik, dieses Maximalforderung und dann wieder davon abspringen?
Das beschädigt doch die Glaubwürdigkeit eigentlich komplett, oder?
Ja klar.
Und ich glaube, er hat zwei große Probleme.
Nummer eins ist, dass seinen Drogenen keiner mehr glaubt.
Also vor zwei, drei Wochen hat er auch gesagt, gegen Iran, wenn ihr nicht brav seid, dann bombardieren wir wieder.
Wie die Steinzeit euch zurück.
Das war ja auch noch.
Und dann hat die, da muss man sich mal vorstellen, dann hat die iranische Delegation öffentlich gesagt, wir glauben es nicht.
Und das ist schon Hammer.
Also das ist schon dramatisch.
Wenn dein Verhandlungsgegenüber sagt, ich glaube dir nicht mehr, öffentlich bei einer Pressekonferenz, die haben gesagt, nee, wenn der das sagt, ist uns egal, wir glauben das nicht.
Das zweite ist, das zweite große Problem, das er hat, dass ihm die Zeit davon läuft.
Also wenn man mal so alles mal unter den Strich so betrachtet, dann ist ja die Frage, was hat er denn wirklich erreicht?
Also ich sage es mal, ich bin ja deutscher und schweizer, mit den Schweizer Pharmaunternehmen hat es wohl erreicht, dass viele Pharmaunternehmen die Forschung, die Produktion von der Schweiz nach Amerika verlagern, das vielleicht das Wirtschaftswachstum in Amerika ankabelt.
Wissen wir aber nicht, weil das wird ja noch ein paar Jahre dauern und es wird erst kommen, wenn er weg ist.
Zum anderen, den ganzen Friedensdinger hat er nichts, also gar nichts geschafft.
Also Ukraine hat er nicht befriedet, Iran, totales Desaster.
Und er hat nur ein Jahr Zeit, weil in einem Jahr geht der richtige Wahlkampf los und dann ist er Ländertag.
Er hat zwei große Probleme.
Nummer eins, es glaubt ihm keiner mehr, seinen ganzen Drogen.
Und Nummer zwei, er hat fast keine Zeit mehr, um ihn wirklich was zu bewegen.
Und deshalb denke ich, wird es auch noch schwieriger im nächsten Jahr, weil er muss fast noch aggressiver werden.
Muss er ja, genau.
Das wäre nämlich die Frage, wenn ich meine Glaubwürdigkeit verloren habe.
Nehmen wir an, das ist ja auch im Privaten oder auch in der Firma, ich sage, wenn du mir nicht mehr Geld gibst, dann kündige ich.
Und der Chef gibt mir nicht mehr Geld.
Jetzt stehe ich da und ich kündige nicht.
Dann bin ich ja auch eine lame duck.
Und dann denke ich, ne, dem glauben wir nicht mehr.
Wie kriege ich es hin, aus dieser Position wieder sofort rauszukommen?
Oder wenn ich als Elternteil bin, keine Konsequenzen?
Also wenn ich nicht zeitkonsistent bin, wenn ich sage, wenn du das nicht machst, mache ich das.
Und lasse aber die Konsequenzen nicht folgen.
Die Kinder sagen so, lass den Alten doch reden.
Und wie komme ich da wieder rein ins Geben und kriege das hin?
Und was würdest du dem Trump jetzt sagen?
Du hast leider...
deine Glaubwürdigkeit verspielt, muss ich jetzt wirklich irgendwie mal ein paar Brücken zerhauen?
Muss ich irgendwie keine Ahnung was machen?
Wie kriege ich es wieder hin, das Vertrauen, wenn ich es einmal verspielt habe, hinzubekommen?
Also es gibt zwei Worte, die wir einmal unterscheiden müssen.
Es gibt die Drohung und es gibt die Warnung.
Eine Drohung heißt, wenn du das nicht magst, dann.
Also ich habe vier Kinder und ich habe das wirklich total erfahren.
Deine Kinder tun mir total leid.
Aber wie können wir noch länger draußen bleiben?
Keine Chance.
Direkt weg verhandelt.
Oder hast du quasi, warst du der Entscheidungsträger oder der Verhandlungsführer?
In einer Person.
Zu Hause macht ihr das einfach so.
Entscheidungsträger würde ich mal in Frage stellen.
Also ich habe einfach gelernt, aber das wissen wir alle.
Wenn du eine Drohung aussprichst und sie nicht durchziehst, dann hast du einfach verloren.
Weil natürlich deine Kinder, die ich habe jetzt nicht mehr ernst nehmen.
Genau.
Und so ist es auch in Politik, in der Wirtschaft immer.
Deshalb die Drohung, also wenn du in der Gehaltsverhandlung sagst, eben zum Chef, wenn ich das nicht bekomme, dann gehe ich und dann gehe ich dann doch nicht.
Dann habe ich ja nicht nur meine Reputation zerstört, sondern ich habe auch mein Gegenüber in eine schwierige Position gebracht.
Weil der ist ja quasi jetzt auch zum Handeln verpflichtet.
Der muss jetzt auch was tun.
Und die große Problematik bei der Drohung ist, dass ich nicht nur meine Optionen wegnehme, sondern auch die Option der Gegenseite wegnehme.
Und deshalb darf man nie drohen.
Also drohen heißt, ich hau dir auf die Mütze.
Das ist eine Drohung.
Also ich bin das Problem und es gibt eine negative Konsequenz, die von mir gezogen wird.
Ich bin es.
Ich bin das Problem.
Bei einer Warnung betont man die Gemeinsamkeit und die gemeinsame Gefahr.
Also würde ich jetzt mit Trump zum Beispiel verhandeln, würde ich sagen, lieber Herr Trump, Wir beide haben doch die gleiche Verantwortung, unsere Wirtschaft fit zu machen, Wirtschaftswachstum anzukurbeln.
Und wichtig ist doch, dass wir beide hier ein gutes Ergebnis erreichen.
Sollten wir beide kein gutes Ergebnis für das Wirtschaftswachstum erreichen, dann würden die Börsen wohl negativ reagieren.
Für uns beide.
Also ich betone am Anfang die Gemeinsamkeit, die Verantwortung der Gemeinsamkeit.
Und dann weise ich auf negative Konsequenzen für beide hin.
Aber Achtung, das bin nicht ich, sondern es ist quasi eine sogenannte höhere Instanz, die von außen kommt.
Wie war es bei der Gehaltsverhandlung, wo wir schon beim Gehalt sind?
Also wir sitzen jetzt wieder gegenüber.
Du redest mir ein bisschen viel über Gehaltsverhandlungen.
Nein, die Leute sind ja nicht in der Rolle von Donald Trump.
Aber diese Gehaltsverhandlung, da sehe ich auch, ich kündige, das würde ich nicht sagen, aber ich könnte sagen, wenn wir jetzt hier zusammensitzen, wir wollen ja beide, dass ich meine volle Leistung einbringe.
mir vorstellen, dass möglicherweise der Anreiz meiner Vollleistung auch falsch ist.
Schon falsch.
Komm, erklär es uns.
Was der Moritz nicht hören möchte, dass du deine volle Leistung dann einbringst.
Was sage ich denn dann?
Ich muss ja irgendeine Warnung.
Moritz will, dass du deine Leistung so und so einbringst.
Oder Moritz?
Ja, unbedingt.
Das heißt, du darfst nicht sagen, dass du deine Leistung einbringst, sondern du musst immer fürs Unternehmen sorgen.
Also du müsstest zum Beispiel zu Moritz sagen, Moritz, wir beide wollen, dass der ganze Digitalbereich in unserem Unternehmen noch erfolgreicher wird.
Dazu habe ich zwei, drei Vorschläge.
Es darf ja nicht nur das Geld sein, sondern du könntest sagen, ich würde gerne mehr Verantwortung übernehmen, gerne ein größeres Team leiten, ich würde gerne den Bereich AI in was weiß ich aufbauen.
Also du müsstest ja mehr einbringen und dann müsstest du sagen, für diese Mehrverantwortung hätte ich gerne 10% mehr, die wir natürlich auch für die nächsten drei Jahre staffeln können.
Also ich habe jetzt die 10% gesagt, habe aber auch schon gesagt, dass ich verhandlungsbereit bin.
Also ich könnte mir vielleicht vorstellen im ersten Jahr 3%, dann nochmal 2% und dann die restlichen 5% oder so.
Also jetzt habe ich Verhandlungsbereitschaft gezeigt.
Und jetzt kann Moritz sagen.
Du weißt, das ist echt schwierig, wir haben gerade kein Budget.
Schöner Dialog, den du gerade führst.
Das könnte genau so sein.
Aber sage ich da nicht erst mal 20 und er denkt sich so, oh Mann, wenn ich 20 habe, dann läuft hier gar nichts.
Und bei 10 ist er glücklich.
Aber das kann ich zum Beispiel jetzt aus meiner Sicht mal bestimmen.
Wenn jemand zu mir kommt und eine ungehörige Forderung stellt, dann empfinde ich das nämlich auch als eine Art Drohung und habe eigentlich gar keine Lust mehr mit.
dem zu diskutieren.
Also so ernähre ich das auf jeden Fall wahr.
Ich kann ja sagen, wenn du mit mir zu mir kommst und eine realistische Forderung hast, dann bin ich irgendwie bereit, wirklich mit dir darüber zu reden.
Das stimmt.
Aber musst du nicht jemanden erstmal scaren, richtig?
Nein, nein, nein.
Ich nicht, aber ich bin auf dem falschen Weg.
Und was du nie sagen darfst, also in jeder Verhandlung, egal ob mit Trump oder Gehaltsverhandlung oder zu Hause, du darfst nie sagen, dass du eine Option hast.
Was meinst du damit?
Also du darfst nie sagen, dann kündige ich.
Oder ich habe ein gutes Angebot von einem anderen Unternehmen bekommen oder so.
Echt nicht?
Das habe ich schon mal gemacht.
Ich habe schon mal gesagt, ich hatte ein Angebot von jemand anderem.
Genau, geht das nicht auch?
Ich sage, ich habe ein Angebot von jemand anderem.
Also gibt es 50 mehr und ich würde auch für 10 auch für dich weiter, weil ich mag dich in unserem Unternehmen.
Nein, nein.
Nein, weil du die Ernsthaftigkeit kaputt machst.
Also wenn du zu mir kommst.
Also ich bin ja auch Chef bei uns.
Jetzt kommen Mitarbeiter und Mitarbeiter und sagen 10% mehr, ansonsten gehe ich zum Wettbewerb.
Haben wir eh nicht, aber würde ich sagen, er geht zum Wettbewerb.
Dann würde ich sagen, dann werden die Rolos runterfahren bei mir.
Weil ich will ja, dass der mit mir ein Ergebnis haben möchte und nicht andere Sachen schon im Kopf hat.
Und deshalb, wenn ich in eine Verhandlung gehe, dann sage ich nicht, dass ich eine Option habe.
Ich rede nicht von Alternativen, sondern ich bin zu 100% committed, mit dir eine Einigung zu finden.
Und Moritz, ich will mit dir, weil ich will bei dir bleiben.
Ich bin der Fan von dir als Führungskraft.
Ja, das verstehe ich.
Aber das widerspricht ja ganz vielen der Praxis, dass ganz viele Leute das machen.
Die meisten haben doch keine Ahnung vom Verhandeln.
Ich muss auch noch ein anderes schwieriges Beispiel nehmen, weil das bei uns gerade in der Familie ganz wichtig ist.
Wir haben so einen Fensterbau bei uns, wir haben so ein Cabrio-Fenster eingebaut.
Klingt jetzt so, als ob ich sehr reich wäre, bin ich nicht.
Wir haben so ein Cabio-Fenster, haben wir einen Kleinwagen für investiert.
Und das ist ein sehr proprietäres System.
Da gibt es nur eine Firma, die das auch warten kann, machen kann und so weiter.
Und der Typ, der das eingebaut hat, ist ein Schlawiner, hat seine Firma pleite gehen lassen, hat jetzt auf den Namen der Frau die Firma wieder neu aufleben lassen.
Damit hat er alle Reklamationsrechte gekillt, kommt jetzt wieder und sagt, ja, ich mache dein Fenster schon gern für einen doppelten Preis.
Und jetzt stehe ich da und sage, was mache ich denn jetzt?
Und wie würde ich bei dem jetzt verhandeln?
Ich will ja gerne mal, dass das Fenster wieder auf und zu geht.
Und dann meine Frau sagt, verhandle das mal.
Und jetzt stehe ich da und denke mir so, wie mache ich das?
Genau.
Mit einem Schlawiner.
Genau.
Was heißt Schlawiner?
Also der verhandelt halt mit dir.
Gut, okay.
Aber jetzt sagen wir in dem Fall, wie kriege ich das hin?
Also Nummer eins, langsam, langsam, langsam.
Nummer eins, Fehler Nummer eins, du bist jetzt schon emotional involviert.
Ja, weil die Frau mir irgendwie im Nacken sitzt und sagt, ich würde keinem Fenster mal aufmachen.
Gut.
Du bist jetzt schon emotional.
Fehler Nummer eins.
Don't do it.
Nicht emotional werden.
Nummer zwei, du sprichst auf Werte an.
Nimmst du das?
Also Wert, das macht man nicht aus ehrvoller Handwerker, dass man in die Firma pleite geht und dann über die Firma der Frau da wieder kommt.
Das ist moralisch, was du da hast.
Geht auch nicht.
Auch nicht gut.
Emotionen weg, Moral weg.
Nummer drei, sehr gut.
Also ein super guter Anhaltspunkt.
Er will mit dir verhandeln.
Er will mir Geld verdienen.
Ich würde gerne mein Fenster wieder haben und er sagt doppelter Preis oder mach mal ein Fenster.
Das heißt, er kommt und sagt doppelter Preis.
Dann sagst du, vielen Dank.
Finde ich super, dass wir jetzt darüber reden können.
Was du wahrscheinlich machen würdest, wirst du moralisch zurechtweisen, dass das nicht geht.
Ich würde sagen, das ist eine Sauerei, dass du die Firma zumachst, das machst.
Ich habe das übrigens gesehen.
Das ist bei mir wahrgenommen.
So würde ich das sagen.
Ich würde ihn versuchen, in die moralisch unterlegene Position zu bringen.
Aber das würde ihn nicht interessieren.
Das interessiert ihn nicht, oder?
0,0.
Voll der falsche Weg.
Das wollen wir nicht.
Sondern der fängt an und sagt, er würde dein Fenster ja reparieren.
Er wäre ja bereit dazu.
Das Einzige, was wir noch treten, ist der Preis.
Richtig?
Ja, genau.
Das heißt, jetzt kannst du deine Forderungen stellen.
Was willst du von ihm?
Ich würde sagen, 20% mehr würde ich noch geben, weil es gibt ein bisschen Inflation.
Nein, nein, nein.
Nicht, was du hergeben willst, was du haben willst.
Du willst ein Fenster.
Ich will gerne, dass das Fenster wieder aufgeht.
Ist klar, wenn du ein Cabrio-Fenster für den Kleinwagen bezahlt hast.
Wann?
Wann?
Wann?
Wann?
Wann?
Wann?
Wann?
Wann?
Wann?
Wann?
September.
Viel zu spät.
Also, nächste Woche, ja?
So, was für?
Was willst du noch?
Du wolltest dann noch einen drei-Jahres-Wartungsvertrag vor früh.
Ja, genau.
Und jetzt kommst du in die Verhandlung, weil jetzt bist du dabei, dass du dir den Verhandlungsraum öffnest.
Also jetzt könntest du sagen, vielen Dank, dass wir darüber reden können.
Ich hätte gerne, dass das Fenster bis nächste Woche Freitag wieder repariert ist.
Dann hätte ich gerne einen drei-Jahres-Vertrag über 24-Stunden-Hotline, dass wenn was ist, dass dann sofort jemand vorbeikommt.
Die nächsten drei Jahre müssen vor free sein.
Dann hätte ich gerne, dass das nochmal gelb angestrichen wird.
Keine Ahnung.
Und dann beginnt die Verhandlung.
Aber du musst dir überlegen, was du willst.
Du sollst nicht überlegen, was du geben willst.
Ah, okay.
Gut, dann sagt er, ja, können wir machen.
Und dann macht er einen dreifachen Preis, wenn sie das wollen.
Was mache ich dann?
Ja, du weißt doch noch gar nicht.
Nicht mit dir selbst verhandeln, mit ihm verhandeln.
Ah, okay.
Das machen nämlich auch viele Leute, die gehen zu.
so stark in die eigene Welt rein, dass sie denken, dann wird der das sagen.
Aber das weißt du doch noch gar nicht.
Also bitte nie mit sich selbst verhandeln, sondern nur mit der Gegenseite.
Das stimmt.
Ich habe auch bei so Verhandlungen denke ich immer schon, okay, was könnte der andere dann sagen?
Und dann spiele ich mir so hunderte Szenarien durch.
Szenarien durchspielen ist auch schlecht.
Ganz schlecht.
Wir machen keine Annahmen.
Wir machen keine Annahmen.
Also wir überlegen nicht, dann wird der das machen.
Weiß ich nicht.
Und bitte keine Annahmen machen, sondern in der Verhandlung testen.
Aber geh doch mal auf einen sechs-Jahres-Vertrag.
Aber habe ich im Vorhinein schon meine Rückfallposition, wenn es überhaupt nicht funktioniert, was ich dann mache?
Ob ich dann wirklich so wie beim Teppichverkäufer gehe, gut, dann kaufe ich den Teppich nicht und gehe?
Oder ist das auch schon falsch?
Oder habe ich am Ende so eine Schlusslage, wo ich sage, das ist das Maximum, was geht?
Ist doch alles gut noch.
Du hast doch noch ein Fenster und du hast immer das repariert.
Alles fein.
Ja, okay.
Aber habe ich das am Ende, dass ich sage, ich will maximal 20% jetzt mehr ausgeben oder habe ich das nicht?
Also ich kann mir vorstellen, dass du vielleicht auch 30% ausgibst, wenn du drei Jahre Wartung dazu bekommst.
Also ran.
Okay, gut.
Dann werde ich das heute mal ausprobieren, ob das funktioniert.
Und dann werde ich dir Bescheid geben, ob das...
Das musst du uns dann hier im Podcast auch erzählen.
Das würde ich dann im Podcast erzählen, ob das Fenster wieder auf und zu geht und die Frau auch glücklich ist, weil das ist ein sehr emotionales Thema.
Also nochmal bitte.
Es wird funktionieren, weil Verhandlungsführung ist ja keine Zauberei, sondern es hat bestimmte Muster.
Und wenn der kommt und sagt, er will das Fenster reparieren, er möchte aber mehr Geld dafür, dann ist das ein sehr guter Anfang der Verhandlung.
Also es wird funktionieren.
Du hast ein bisschen geschrieben in deinem Buch auch, Spieler schlagen rationale Verhandler.
Und er ist der Spielertyp.
Er macht ja im Zweifelsfall, er hörbar pleite, das macht er, dies macht er.
Und ich versuche immer so mit rationalen Argumenten zu kommen.
Das ist auch schon schlecht, oder?
Aber wie werde ich denn ein Spieler?
Oder wie kann ich mich denn da anpassen?
Du bist nicht rational, sondern moralisch.
Das ist was anderes.
Du findest es moralisch falsch, dass es eine Firma jetzt quasi zugemacht hat.
Man muss sich in einer Verhandlung von Moral lösen und man muss einfach bereit sein, das Spiel zu akzeptieren.
Und Verhandlung hat immer etwas Spielerisches.
Also heißt ja auch verhandeln, also etwas, was ich handeln kann, verhandeln kann.
Und wenn ich nur reingehe und sage, ich habe recht und der andere muss einfach verstehen, dass er im Unrecht ist, dann komme ich mit Argumenten.
Das Argument führt zum Gegenargument, das führt zum Streit, zur Eskalation und zum totalen Desaster.
Und wenn jetzt so ein Desaster passiert, die beiden auseinandergehen, keine Lösung gefunden wird, wie kann ich dann wieder das aufnehmen und dann nicht wie der Bettvorleger aussehen, der als Löwe gestartet ist?
Ja, es gibt verschiedene Möglichkeiten.
Also in deinem Fall wäre es vielleicht eine Möglichkeit zu sagen, okay, ich war da jetzt einfach vielleicht auch zu emotional, weil ich mich geärgert habe.
Ich würde jetzt meine Frau in den Verhandlungsring schicken.
Okay.
Jemand anders schicken.
Das habe ich verstanden.
Die Kinder sind auch schon volljährig, Holger.
Die kannst du auch schon.
Ich kann die Kinder auch schicken.
Aber man kann das, also so kann man, man könnte eine andere Person dann hinschicken, um die Situation aufzulösen.
Wenn ich jetzt nicht den Luxus habe, andere Menschen vorbeizuschicken, wenn ich eine Verhandlung, wenn die schief gelaufen ist und ich wieder...
ankommen muss, in Anführungsstrichen.
Entschuldige ich mich dann?
Nein.
Tue ich so, als ob nie was passiert wäre und tue wieder so ganz normal, als ob wir wieder den vorigen Stand herstellen?
Oder wie komme ich wieder rein in die Geschichte, ohne beschädigt reinzukommen?
Also entschuldigen muss man sich nur, wenn man schuldhaft gehandelt hat.
Also entschuldigen heißt ja, die Schuld wegnehmen, aber nur, wenn ich schuld war.
Also, dass ich mit Wissen und Wollen etwas gemacht habe.
Aber das ist in der Verhandlung ja nie.
Also deshalb darf man sich auch nie entschuldigen.
Sondern ich mache einfach ganz normal weiter.
Also es gibt ja den Begriff der Nachverhandlung.
Und diesen Begriff gibt es interessanterweise nur in Deutschland, sonst in keinem Land der Welt.
Weil wir begreifen Verhandlungen als etwas, was abgeschlossen ist.
Also unterschrieben oder Handschlag oder auch weggehen.
Dann ist das für uns durch.
Und dann haben wir immer so ein Gefühl oder so eine Angst, wieder einzusteigen.
In anderen Ländern, zum Beispiel gerade arabischer Raum, Indien, China, da gibt es das Wort Nachverhandlung gar nicht, weil die sagen, wieso wir verhandeln doch immer noch.
Es ist doch alles gut.
Also deshalb nicht eine Verhandlung aus Ende betrachten und aus Wiedereinstieg.
sondern einfach aus dem nächsten Schritt.
Ach so, Teil, das ist doch Teil der Verhandlung.
Sie hat nie aufgehört.
Wir haben nie aufgehört zu verhandeln.
Ganz genau.
Und dann bist du sehr viel freier in dem, was du tust.
Mit diesem Selbstverständnis komme ich wieder rein.
Das ist eine kluge Idee.
Und wie kriege ich jetzt bei meinen Kindern die Glaubwürdigkeit wieder her, wenn ich einmal nicht zeitkonsistent gehandelt habe und die denken, der Alte macht ja eh nichts und ich will jetzt dauerhaft wieder reinkommen in die Geschichte und ich will jetzt irgendwie, ich habe gerade das Problem, mein Sohn kurz vorm Abitur und ich sage immer, jetzt fängst du mal an und wenn du nicht anfängst, dann versuche ich immer so ein bisschen mit Daumenschrauben zu kommen und das ist so richtig das Dümmste, was man machen kann.
Und der denkt sich so, nee, der Alte kommt eh zu spät nach Hause, kann sich überwachen.
B, handelt er auch nicht wirklich und die Playstation steht immer noch in meinem Zimmer.
So, das sind die Sachen.
Wie komme ich da wieder rein?
Und kriege auf einmal, sage ich, dass ich so, oh, da hat er einen Punkt oder hat er wieder Glaubwürdigkeit?
Also auf einmal geht es nicht, sondern über viele positive Beispiele wieder aufbauen.
Also ab jetzt einfach nicht mehr drohen bitte, ab jetzt unterstützen beim Abitur oder beim Studium und über viele, viele kleine Schritte wieder reinkommen in die Glaubwürdigkeit.
Bist du mit deinen persönlichen Problemen jetzt weitergekommen?
Ich würde gerne nochmal ein bisschen weiten.
Oh, er will ein bisschen weiten.
Also ich habe meine persönliche Beratung jetzt hier gemacht.
Was hätte ich jetzt ausgeben müssen, wenn ich deine Firma beauftragte?
Ist schon teuer sowas.
So ein Verhandlungsbeauftragter ist relativ, oder?
Ist nicht ganz günstig.
Also du kannst Matthias anrufen, wenn du Hilfe beim Verhandeln um dein Fenster brauchst.
Genau, es ist schon einen sehr hohen Wert, den du uns hier geschenkt hast, oder?
Ja.
Also in dem Bereich, in dem wir verhandeln, wir verhandeln ja eben nur so große Verträge, also Settlementverhandlungen.
Also ich bin gerade zum Beispiel, wir haben jetzt eine Verhandlung gerade in Südafrika, die wir begleiten.
Da sind mehrere Joint Venture geschlossen worden mit Beteiligung der Regierung.
Sehr viele Bestechungen auch, auch kriminelle Machenschaften.
Da geht es um ganz, ganz viel Geld.
Und wenn wir dann kommen, dann verlangen wir natürlich auch was dafür.
Aber der Wert, den wir bringen im Vergleich zu dem, was wir verhandeln, ist wirklich lächerlich.
Aber ist das dann so ein Tagessatz von 5000 oder muss ich mit einem Tagessatz von...
Wir machen das ja schon seit 20 Jahren.
Das heißt, wenn du mir eine Verhandlung schilderst, dann weiß ich ja schon meist...
wie das Ganze laufen wird, dann weiß ich, dauert das zwei Tage oder zwei Wochen.
Und dann gibt es immer eine Flat Trade.
Das heißt, wir verlangen dann einen Betrag X für die nächsten drei Wochen, weil es leicht in drei Wochen der Vertrag ausläuft und wir bis dahin fertig sein müssen.
Also das heißt, das kann man sehr gut planen.
Und dann gibt es eine Flat Trade und dann ist aber auch wirklich alles dabei.
Also wir sind dann 24 Stunden wirklich online.
Ich fliege jetzt auch wieder nach Südafrika.
Dann ist alles dabei.
Okay, das gesamte Wohlfühlprogramm.
Kann ich auch einen Deal machen, dass ich sage, je nachdem, was du mir rausverhandelst, wirst du prozentual beteiligt?
Das gibt es nicht, den Deal nicht.
Schade.
Nee, das mache ich nie, weil wenn ich es machen würde, dann würde ich ja Bestandteil der Verhandlung werden und nicht mehr von außen drauf gucken.
Also dann würde ich ja so verhandeln, dass ich mehr raushole für mich.
Also das heißt, dann kommt vielleicht eine gute Gelegenheit, um den Deal zuzumachen, was für meinen Kunden echt gut wäre.
Aber nein, ich mache noch weiter, weil ich für mich noch mehr rausholen möchte.
Und dann würde ich meinen größten Vorteil, den ich habe, nämlich dieser Blick von außen, den würde ich damit aufgeben.
Deshalb machen wir es nie.
Spannend.
Also ich habe jetzt deine Finanzkennzahlen.
nicht angeguckt von deiner Firma, aber wenn man auf deine Website geht, du hast auf jeden Fall einen großen Mitarbeiterstab.
Scheint ganz gut zu laufen.
Ich würde den Blick gerne nochmal ein bisschen weiten und zwar, wir haben viel über Donald Trump gesprochen.
Ich würde gerne auch nochmal über Wladimir Putin sprechen.
Das ist ja wahrscheinlich der zweite große Kopf in der Weltpolitik, in den man gerne mal reinschauen würde.
So von deiner Außensicht, wie tickt der?
Weil ich will kurz erklären, warum ich das frage.
Ich habe manchmal das Gefühl, wenn wir hier aus Deutschland oder aus Europa Putin bewerten, dann tun wir das auf Basis unserer eigenen Werte.
Und das ist ja, glaube ich, totaler Quatsch, weil mit unseren Werten könnte man gar nicht so handeln, wie Putin das tut.
Also wie aus deiner Sicht tickt der?
Ja, das ist ganz spannend, was du sagst, weil wir natürlich auch noch dazu die Annahme hatten, dass wir mit Putin schon weiter waren.
Also er hat auch mal im Deutschen Bundestag doch gesprochen und wir hatten ja schon mal das Gefühl, alles wird gut.
Aber das war natürlich eine Fehleinschätzung und einfach eine falsche Annahme.
Hat er sich geändert oder hat er uns getäuscht?
Nee, also ich glaube, es war von Anfang an klar, dass er die Sowjetunion in welcher Form auch immer wieder herstellen möchte.
Und das ist irgendwie sein Ding so.
Er hat immer gesagt, die Ukraine muss russisch sein.
Das hat er nie gewechselt.
Also die Aussage war schon immer so da.
Was wir einfach sehen, dass er sich so abschottet.
Und ich kenne die Leute, die im Hintergrund versuchen, das Ganze wegzuverhandeln.
Aber das ist so unheimlich schwierig geworden, weil auch seine eigentlich guten eigenen Leute, die wir so kannten, also zum Beispiel Lavrov, sein Außenminister, der hat auch keinen direkten Zugang mehr zu Putin.
Und das macht es schwierig.
Und Putin hat sich komplett abgeschottet.
Also der hat keinen Kontakt mehr zur Außenwelt.
Der hat einen kleinen Kreis mit vier, fünf Leuten, mit denen er noch spricht.
Und der lebt in seiner eigenen Welt.
Und der lässt nur noch Informationen zu über diese vier, fünf Leute.
Und was werden die ihm sagen?
Doch sicher nicht Putin, es läuft alles schlimm und wir haben es selbst versaut.
Sondern die sagen natürlich alles gut, wir kriegen es schon noch hin.
Und jetzt kommt eine neue Phase, denke ich, weil der Krieger jetzt auch in Russland angekommen ist.
durch diese Beziehungknappheit, durch dieses Zerstören von diesem Wildberry, also dieses russische Amazon, dann auch alte Leute mitkriegen, dass es was passiert.
Und deshalb ist es spannend, was er macht.
Es gibt verschiedene Szenarien dazu.
Aber die größte Gefahr aus meiner Sicht ist, dass er so abgeschottet ist und wir auch in der Schweiz, wo viele Verhandlungen im Hintergrund vorbereitet werden, es tatsächlich keinen Zugang gerade gibt.
Aber das heißt ja auch, dass er so entkoppelt ist von der Realität.
Also dass in Russland Medienzensur herrscht, ist ja klar.
Aber dass jetzt jemand wie Putin sich nicht mal in irgendeiner Form anschaut, vielleicht interessiert es ihn auch einfach nicht.
Aber was in der Welt sonst so erzählt wird außerhalb von Russland, nimmt er es nicht mehr wahr, blendet er es aus.
Ich kann mir das kaum vorstellen.
Also was wir wissen, dass es keinerlei Bemühungen gibt, zu einer friedlichen Lösung zu kommen von russischer Seite.
Das wissen wir.
Ich bin so nah dran an den Leuten, dass ich das sagen darf, dass wir im Hintergrund oder dass diese Leute im Hintergrund wirklich alles versuchen, da zumindest den Gesprächskanal aufzubauen, dass man zumindest Wege überlegen könnte, wie man rauskommt aus dieser Eskalation.
Aber es ist total schwierig, weil es so abgeschottet ist.
Aber was macht man denn dann, wenn klar ist, dass die Russen in keinster Weise an einem Frieden interessiert sind?
Also wie verhält man sich dann?
Dann bleibt ja eigentlich nur noch die Option, die Position immer weiter zu schwächen, bis es nicht mehr anders geht.
Oder den Krieg ins Land reintragen?
Würdest du das den Leuten empfehlen oder würdest du sagen, da wissen wir nicht, aber dann irgendwann mal die atomare Option noch mit in seinen Kalkül zieht?
Das ist genau das Problem.
Also bei der Verhandlung ist es halt so.
Es gibt ja ganz stark zusammengefasst nur zwei Optionen in der Verhandlung.
Einigung oder Nicht-Einigung.
Also Einigung würde heißen Friedensvertrag.
Wenn ein Friedensvertrag unterschreiben würde der Putin, dann müsste er logischerweise Zugestellnisse machen.
Offensichtlich ist er derzeit nicht bereit, Zugestellnisse zu machen.
Das heißt, die Nicht-Einigung, also die Weiterführung dieses militärischen Krieges, scheint eine bessere Lösung für ihn zu sein.
Sonst würde er es ja anders machen.
Und so brutal es sich auch anhören mag, Aber solange Putin glaubt, dass er militärisch doch noch gewinnen könnte, solange wird er nicht verhandeln.
Und diese Meinung wird er wohl noch haben, sonst würde er sich ändern.
Und ob dann die Atomare, also es gibt ja viele Szenarien, eins ist ja, dass es diese begrenzte Atomwaffe dann gibt.
Also die Hardliner in Russland sind wohl sehr stark dabei, jetzt Putin zu motivieren, eben auch diese begrenzte Atomwaffe einzusetzen.
Es gibt die Szenarien, die ihr erkennt, dass Russland vielleicht jetzt auch NATO-Gebiet angreift, um von der Ukraine wieder abzulenken und da einen Erfolg zu haben.
Also es gibt verschiedene Szenarien, die wir sehen.
Also verhandlungstechnisch.
ist zurzeit keinerlei Aussicht auf eine Lösung.
Aber würdest du sagen, da müssen wir halt mal Taurus liefern, so als Drohpunkt, um das zu verstärken?
Ich frage mich gerade, was kann man denn da machen?
Also wenn ich Putin wäre, was würde ich denn machen?
Ich würde einfach hoffen, dass die Zeit für mich spielt.
Ich würde Soldaten einfach verheizen, was er macht.
Das ist unglaublich, wie viele Soldaten sterben pro Quadratkilometergewinn.
Also die Zahlen sind ja irre.
Ich habe es ja sicher schon mal gelesen, wie viele Leute da geopfert werden, um ein paar Meter zugewinnt zu haben.
Also ich würde einfach warten, bis Trump wieder weg ist.
Und dann kommt vielleicht ein demokratischer Präsident, der vielleicht wieder ein bisschen zugänglicher ist im Sinne von eben keine Sanktionen mehr für Russland und das Öl doch wieder verkauft wird.
Wäre ich Putin?
Ich würde einfach hoffen, bis Trump wieder weg ist.
Warum ist denn Trump jetzt?
Aber wir haben doch Trump eher so als Putin-Kumpel und er mag so ein bisschen Autokraten, auch mit dem Erdogan.
Warum ist jetzt Trump doch der schwierigere Zeitgenosse für Putin, als wir das vielleicht wahrhaben?
Weil man ja sogar denkt, Mensch, das ist doch ein Putin-Versteher.
Ich erinnere mich in Alaska, dieser rote Teppich, weil sie sehr lang marschiert.
Und wir dachten so, was ist das für komische Bilder?
Vielleicht klärst du uns mal auf, warum das doch nicht so ist.
Das habe ich nie so gesehen.
Nie.
Also Trump hat ja gesagt, er möchte aus der NATO austreten, er zieht die Soldaten ab und so.
Hat er alles nicht gemacht.
Sondern die Sanktionen gegen Russland sind ja immer noch verschärft worden, auch mit Trump.
Die militärische Präsenz ist sehr viel stärker erhöht worden mit Trump.
Es war ja letztes Mal der G7-Gipfel.
wo ja wieder neue Sanktionen geschlossen worden sind.
Der NATO-Gipfel war jetzt vor kurzem, wo wieder neue Sanktionen beschlossen worden sind.
Alles mit Trump.
Also aus meiner Sicht war Trump nie Putin-Versteher.
Es war eine Möglichkeit oder er hat versucht über diesen roten Teppich, über Eitelkeit den Putin einzufangen.
Hat nicht funktioniert, aber er hat es zumindest probiert.
Also das würdest du ihm schon zugestehen, dass er da eigentlich taktisch das ganz klug gemacht hat, weil es wirkte ja schon so.
Zumindest, dass er da ein Draht aufgebaut hat, aber zeitgleich hat er quasi im Hintergrund trotzdem weiter Härte gezeigt.
Und dieser Lastkanauer fandst du auch nicht peinlich, sondern sagst du, okay, wir testen mal die Methode, die Verhandlungsmethode aus, dass die jetzt beim Putin nicht so läuft.
Ich erinnere mich noch, dass er dann sogar als erster sprechen durfte, als das Verhandlungsergebnis da präsentiert wurde.
Ich fand das extrem verstört.
Aber du sagst, nee, hat der Trump mal ausprobiert, hat nicht funktioniert, nächster Versuch.
Richtig?
Genau.
Genau, er ist ja jemand, der, also was einfach, bitte jetzt, ich bin der Letzte, der Trump irgendwie verteidigen möchte.
Ja, ja, nee, so völlig okay.
Aber was Trump, was er kann, was er wirklich kann, er bleibt nicht in der Vergangenheit haften, sondern er kommt mit neuen, frischen Ideen.
Also zum Beispiel die Rivera in Gaza.
Also einfach zu sagen, ja, verhandlungstechnisch ist es genial.
Also einfach mal einen komplett neuen Punkt reinzubringen und sagen, mir ist egal, wer 1946 an der UNO welchen Satz wie formuliert hat, sondern ich möchte es, dass die Leute, dass die leben können.
Wir machen das platt und bauen neu auf und dann schauen wir, wie wir dann weitermachen.
Also einfach eine komplett neue Idee zu bringen, statt ständig über Rückkehrrecht und zwei Staatenlösungen und immer wieder seit 40, 50, 60 Jahren immer über die gleichen Themen zu diskutieren.
kommt er mit neuen Vorschlägen.
Und diese Alaska-Nummer war aus meiner Sicht auch in der gleichen Richtung.
Ich probiere es einfach mal.
Wenn er darauf anspricht, gut.
Wenn er nicht darauf anspricht, dann habe ich es zumindest versucht.
Aber ich fand es nicht peinlich, sondern ich fand es einfach aus einer taktischen Variante, die man sich einmal ausprobieren konnte.
Hat nicht funktioniert, aber...
Aber Achtung bitte, Trump bleibt 100% seiner Linie treu.
Und was er geschafft hat übrigens, ihr wisst ja, damals war ja die Diskussion, dass man 2% des BIP für Deutschland, Entschuldigung, Deutschland hat doch am Anfang den Trump ausgelacht und gesagt, nee.
Und dann jetzt sind wir bei 5% der Ausgaben.
Also was er geschafft hat, aus meiner Sicht.
dass das Verständnis und das Bekenntnis, sich zu wehren, ganz stark zugenommen hat.
Und das ist ja, was ja total ein Signal der Macht auch ist und was auch gezeigt hat, dass er den Putin schon ernst nimmt, aber auch sehr stark auf Abschreckungen und auf Wehrhaftigkeit setzt.
Also ich finde, Trump ist der Linie gegen Russland zu 100 Prozent treu geblieben.
Also da würdest du ein bisschen in den Schutz nehmen.
Wenn wir jetzt die Trump-Geschichte im Nahen Osten sehen, mache ich mal Angriff auf Iran.
Ist das auch clever?
Oder würdest du sagen, nee, da hat er sich verkalkuliert?
Oder kannst du da auch irgendwie eine Rationalität erkennen?
Nein, voll verkalkuliert.
Voll verkalkuliert, weil natürlich, also ich bin ja oft im Mittleren und Nahen Osten.
Ich bin großer Fan dieser Region und habe schon ein ganz gutes Gefühl auch mittlerweile entwickelt.
Und diese ganze Hezbollah-Hamas-Fatah-Geschichte, da musst du schon vor Ort sein und das einmal verstehen, wie das ist.
Und das einfach mal Iran zu bombardieren in der Hoffnung, dass dann die Hamas sich aufgibt, das war einfach eine totale Fehleinschätzung.
Weil Hamas und Hezbollah ganz anders denken und ganz andere Philosophie, eine ganz andere Moralvorstellung haben und tut es nicht mit amerikanischer Bombardierung.
Aber wie kriegt man das hin?
Wir dachten ja früher so, naja, wir versprechen denen Wohlstand, da können die auch alle Mercedes fahren und dann werden die alle von religiösen Eiferern zu wirtschaftlichen Aufsteigungsviel.
Wandel durch Handel.
Das war ja so eine Idee.
Irgendwann haben wir festgestellt, nee, funktioniert nicht.
Wie kriegen wir denn dann dieses Problem?
Du hast ja gerade geschildert, Hamas, Hisbollah, dieser ganze Nahe Osten, der ja wirklich ein Jahrzehntelanges Pulverfass ist und irgendwie wird das nie gelöst.
Was wäre denn da deine Lösungsmöglichkeit?
Also das ist ja eine ganz einfache Lösung jetzt.
Also was man machen muss, man müsste tatsächlich jetzt mal, also Amerika müsste den Verhandlungsprozess anstoßen, weil das die einzigen sind, die auch tatsächlich die Mittel dazu haben.
Dann müsste man ein ganz neues Setting machen.
Also man müsste tatsächlich die Vergangenheit einfach mal beiseite stellen und einen Blick in die Zukunft wagen.
Also die große Frage ist, kann man die Vergangenheit ausblenden?
Also dieses Ganze der letzten Jahrzehnte, alles was passiert ist, die ganzen Verletzungen.
Ideologie rauskriegen aus den Leuten, das stelle ich mir schwierig vor.
Aber gut, erzähl weiter.
Also ich war ja ein paar Mal letztens zum Beispiel aus dem Libanon, habe mit Leuten gesprochen, eben Hisbala, PLO und habe mit denen mal so versucht herauszufinden, wie könnte es denn aussehen?
Und sobald man auf die Vergangenheit reflektiert.
kommen natürlich sehr viele Emotionen, auch traumatisiert natürlich.
Das sind ja Leute, die seit Jahrzehnten im Konflikt leben mit sehr vielen Verlusten, mit sehr viel Trauer, mit sehr viel Frustration natürlich auch.
Und meine Einschätzung ist, dass die Leute, mit denen ich gesprochen habe, dass da eine Verhandlungslösung einfach schlichtweg nicht möglich ist, sondern dass man Leute an den Verhandlungstisch setzen muss, die nach unserem Konzept eben auch nicht emotional sind.
sondern die einfach wissen, wie man verhandelt und gerade auch neue Spielräume aufmachen.
Was man machen müsste aus meiner Sicht, man müsste die Vergangenheit in eine sogenannte Wahrheitskommission bringen.
Das hat schon sehr gut funktioniert, zum Beispiel in Südafrika oder in Kolumbien, wo man einfach gesagt hat, sobald man die Vergangenheit am Verhandlungstisch hat, wird scheitern.
Also muss man versuchen, die Vergangenheit abzugrenzen, quasi in einen anderen Raum zu legen.
Und im Verhandlungsraum tatsächlich die Zukunft zu verhandeln.
Was man machen müsste, bitte jetzt, bitte nicht mich jetzt festlegen auf die Worte, aber man müsste diese ganzen Worte, die es gibt, also zwei Staatenlösung, Rückkehrrecht und so, man müsste die wirklich mal parkieren und man müsste mal überlegen, wie könnte eine pragmatische Lösung für diese Länder aussehen.
Und mal neu denken, das Ganze mal komplett neu denken und nicht immer wieder versuchen, auf diese alten Begrifflichkeiten zurückzukommen.
Dann bräuchte man Leute, man bräuchte sehr viel mehr Frauen am Verhandlungstisch.
Also mit allen Frauen, wo ich im Nahen Osten gesprochen habe, die hätten ganz andere Forderungen als die Männer in diesen Gebieten.
Man bräuchte die Younger Generation am Verhandlungstisch.
Also man müsste Leute hinsetzen, wo man einfach mal sagen, alle mal herhören, wie könnte eine Zukunft aussehen, ohne über die Vergangenheit zu sprechen.
Ich weiß, es ist schwierig, ich weiß, es ist auch sehr, sehr unrealistisch gerade.
Aber bei allen Leuten, die ich spreche, sagen sie grundsätzlich, man könnte es ja mal versuchen.
Und das mal versuchen, könnte es der erste Schritt sein.
Also eins der Lehren, die ich jetzt noch mitnehme, ganz schon leer und sagen sie am Ende, ist das Thema Diversity.
Und zwar jetzt gar nicht nur im Sinne von Geschlechter oder LGBTQI plus oder so, sondern wirklich über Herkunft, über Alter, über Geschlechter, über alles sozusagen.
Also man erzielt bessere Verhandlungsergebnisse, wenn man eine diverse Verhandlungsgruppe hat?
Unbedingt.
Also 100 Prozent.
Es geht, also wie du sagst, es geht ja nicht nur Männlein, Weiblein, sondern es geht ja sehr viel mehr eben Herkunft, Religion, moralische Vorstellungen.
Es ist nicht nur bessere Verhandlungsergebnisse, sondern es ist vor allem Risikominimierung.
Also je diverser das Team, desto mehr minimierst du die Risiken der Umsetzung.
Und wie gesagt, wenn ich da berate, wenn ich zum Vorstand komme, deutscher Automobilhersteller, da sitzen sieben alte weiße Männer.
dann sage ich zu denen auch, vergess das.
Das wird nichts.
Das kannst du heute nicht mehr machen, weil du die Risiken, die auf dich zukommen werden, weil du die Risiken nicht kennst, wenn du kein diverses Team hast.
Das ist jetzt nicht so besonders ermutigend, muss man sagen, wenn man sich überlegt, dass wir eigentlich in einer globalen Gerontokratie leben, dass eigentlich alle wichtigen Staatschefs, würde ich sagen, 70 und älter sind, teilweise schon 80.
Ja, also ich beziehe es nicht auf das Alter, weil man ja zum Beispiel auch Konrad Aurenauer oder so, die waren ja auch schon älter und waren trotzdem Top-Verhandler und haben trotzdem sehr gute Ergebnisse erreicht.
Also ich glaube nicht, dass das Alter unbedingt dafür steht, dass es scheitern muss, aber es scheitert an Diversity.
Und also alle, die jetzt zuhören und gerade Unternehmen, gerade Teams, ihr müsst ein Team aufstellen.
es Diversity tatsächlich ernst nimmt und nicht nur aus politischer Korrektheit betrachtet, weil es halt so ist gerade, sondern ist zwar handlungstechnisch ist es eines der größten Erfolgsfaktoren, weil natürlich Risiken sehr viel besser adressiert werden.
Und was wir sehen, es gibt ja tausend Studien dazu, dass wenn eine Minderheit nicht richtig repräsentiert ist, dass sie auch nicht wahrgenommen wird.
Also deshalb, wir sind große Verfechter davon, dass mindestens 30 Prozent der Teilnehmer an der Vorbereitung im Verhandlungsteam durch weibliche Verhandlungsführerinnen eben auch besetzt werden.
Wir haben eine neue Initiative, die ich gerne kurz erwähnen möchte, die heißt More Women, More Peace.
Wir möchten, dass mehr Frauen am Verhandlungstisch sitzen.
Und zwar nicht, weil es irgendwie Gender oder Plus irgendwie, sondern einfach verhandlungstechnisch es sinnvoll ist und notwendig ist.
dass mehr Frauen um Verhandlung zu schützen.
Es würde sich alles ändern, wenn mehr Frauen um Verhandlung zu schützen.
Nicht, weil Frauen empathischer sind oder klüger sind oder bessere Verhandler sind, nein, sondern einfach durch die andere Sichtweise, die reinkommt.
Also nur Frauen wäre auch falsch.
Wäre auch falsch, genau.
Es gibt ja auch viele Teams, die nur auf Frauen besetzt sind.
Die scheitern genauso, weil du brauchst die Diversity, um das Risiko der Umsetzung zu minimieren.
Sehr schön.
Sehr gut.
Jetzt habe ich noch eine allerletzte Frage und zwar Moritz will demnächst ein Haus kaufen und jetzt musst du ihm noch sagen, welche Fehler sollte er nicht machen?
So die drei Top-Fehler, wenn ich ein Haus kaufe.
Dann haben wir das auch noch und dann sind wir mit einem persönlichen raus, weil das war jetzt so erhöht.
Weil den Weltfrieden kriegen wir wahrscheinlich nicht so schnell hin, aber den Hauskauf von Moritz kannst du ihm vielleicht noch, da wollen wir noch einmal die Beratungsleistung von Matthias haben.
Okay, also Nummer eins, verhandeln ist einfach super spannend, ist ein riesen Macht riesig Spaß.
Ist einfach ein super wichtiges Element.
Egal ob im Bierfrau oder im Privatleben.
Das heißt, ich brauche diese Einstellung, ich will verhandeln.
Nicht, ich möchte die Verhandlung vermeiden und hoffentlich passiert nichts und hoffentlich kommt keiner auf mich zu.
Sondern verhandeln ist super.
Also vom Verhandeln aus dem Sport, play to win.
Okay, gut.
Statt play not to lose.
Also nicht am 16.
aufstehen und hoffen, dass da unser kein Tor schießt, sondern run.
Play to win.
Nummer zwei, diese schnellen Festlegungen vermeiden.
Also wir sagen der Fahrer noch nie ja, wir sagen nie nein.
Also wenn der sagt, ich will Doppelte haben für das komische Fenster.
Nicht sagen nein, nein, das geht nicht.
Sondern sagen okay, vielen Dank zum coolen Einstieg.
Also immer flexibel werden.
Und dann Nummer drei, diese Rechthaberei einfach wirklich zu Hause lassen.
Nicht im Verhandlungsraum mit reinnehmen.
Und das ist schwierig.
Ja, ich weiß.
Also wirklich für alle, die jetzt zuhören, sobald ihr glaubt, im Recht zu sein, habt ihr verloren, werdet ihr scheitern.
Verhandeln heißt handeln.
Und das Ziel der Verhandlung ist nicht, das Gegenüber zu überzeugen, sondern das Ziel der Verhandlung ist, den Konflikt zu lösen.
Und das ist eine ganz andere Herangehensweise, ein ganz anderes Mindset.
Deshalb, ja, Fahren ist echt super.
Macht total Spaß.
Also run.
Play to win.
Nie festlegen.
Alles offen lassen bis zum Schluss.
Und bitte weg mit dieser Rechthangerei.
Jetzt kann wirklich nichts mehr kommen.
Doch eine Sache kann auch kommen.
Du hast ein Buch geschrieben.
Das Ende von Win-Win.
Wann erscheint es?
Genau.
Mach einen kleinen Werbeblock.
Den darfst du jetzt noch machen.
Okay, super.
Vielen Dank dafür.
Also Nummer 1.
Nummer eins, den Werbeblock, bitte geht auf unsere Website und unterstützt diese Initiative More Women, More Peace, weil wir der hundertprozentigen Überzeugung sind, wir brauchen mehr Frauen am Verhandlungstisch.
More Women, More Peace ist eine supergeile Initiative, um mehr Diversity am Verhandlungstisch zu ermöglichen.
Nummer zwei, ja, ich habe das Buch geschrieben, das Ende von Win-Win.
Es geht über die neue Herangehensweise in Verhandlungen.
Also wie geht man mit dieser neuen Art der Verhandlung um, wo eben Werte, nicht mehr ganz im Vordergrund stehen, sondern eher die Interessen.
Und wie gehen wir damit um?
Es gibt die sieben neuen Prinzipien, die man aus meiner Sicht wissen muss, um Verhandlungen der Zukunft zu meistern.
Das Buch erscheint am 27.
August.
Das gibt es logischerweise überall zu kaufen, natürlich auch auf Amazon oder bei uns auf der Website.
Und es gibt Deutsch und Englisch.
Und aus meiner Sicht ist es ein Kompass für diese schwierigen Verhandlungen, die auf uns zukommen.
Und schreibst du regelmäßig und man kann dir irgendwo folgen?
Bist du bei LinkedIn, bei Twitter oder wo kann man dir noch regelmäßig folgen, wenn man dann das Buch hat und sagt, ich will noch mehr haben?
Also ich bin sehr aktiv auf LinkedIn.
Wir haben auch eine Negotiation Community, wo man sich einloggen kann, wo wir diskutieren, Beispiele diskutieren, uns austauschen.
Wir haben so einen virtuellen Negotiation Classroom, wo man sich einloggen kann, wo man mitdiskutieren kann mit der Community.
Also wir machen sehr, sehr viel.
Guckt einfach auf LinkedIn bitte, Matthias Schranger.
und connectet euch.
Und ich bin da sehr aktiv.
Also ich bewerte auch ständig Verhandlungen im Sinne von was läuft da gut, was läuft nicht so gut, welche Fehl haben die Leute gemacht, was haben sie gut gemacht.
Also ich bewerte nie die Politik.
Also nie einen Trump oder Herrn Merz aus politischer oder persönlicher Sicht, sondern immer nur die Verhandlung.
Ich bleibe in der Verhandlung, um herauszufinden, was machen die Leute echt gut und was machen sie vielleicht nicht ganz gut.
Wir können ja noch unser kleines Geheimnis verraten, Matthias.
Vielleicht ist es mal eine gute Gelegenheit.
Das weiß nämlich Holger noch nicht.
Aber Matthias hat ja nicht nur ein kleines Geheimnis.
Der Matthias, der wird nämlich so eine Art Experte für die Premium-Gruppe, also für Welt TV, für Business Insider und auch für Politico.
Bei Welt TV wird er demnächst immer wieder auftauchen als der Verhandler.
Der Verhandler.
Und wird uns die globalen Krisen und alle Verhandlungen, die es weltweit gibt, einschätzen.
Wenn ich da ja auch regelmäßig bin, dann kann ich meine Fensterproblematik mit dir nochmal persönlich besprechen.
Nein, mache ich nicht.
Keine Angst.
Ich werde dir das Ergebnis dann beschreiben.
Die Verhandlungen um Gaza und um dein Fenster.
Genau.
Also die Welt umrundet im wahrsten Sinne des Wortes.
Vielen Dank.
Vielen Dank, Matthias, für dein Kommen.
Danke.
Danke euch.
Hat richtig Spaß gemacht.
Danke euch.
So, jetzt kannst du natürlich wenig Erkenntnis sagen, weil du das Sprecher noch nicht gemacht hast.
Ich reiche das dann nach.
Ich gebe quasi in der Montagsfolge, gebe ich dann mal ein Feedback zum Gespräch.
Das kannst du tun.
Ich fand eine Sache spannend, diese Eskalationsleiter, an der man erkennen kann, wie ernst das Gegenüber ist und wie ernst diese Geschichte ist.
Das fand ich ganz spannend.
Und dann diese Sache, wer emotional beteiligt ist, gehört eigentlich nicht an den Verhandlungstisch.
Und ich habe ja versprochen noch, dass ich diese Verhandlungssache mit dem Fensterbauer wirklich anwende.
Und ich habe mit ihm gesprochen und hatte schon ganz, also bevor ich mit Herrn Schrader und Moritz das Gespräch hatte, hatte ich ja schon ein ganz anderes Skript, wie ich das mache.
Ich wollte beschämend sein, ich wollte ironisch sein, ich wollte eklig sein.
Und er hat gesagt, das hat alles nichts zu suchen, sondern du sagst einfach, schön.
dass sie mir so ein tolles Angebot gemacht haben und so weiter.
Und ich habe es genau so gemacht.
Und es hat funktioniert.
Hat wahrscheinlich jetzt fünf Euro mehr gekostet.
Aber dafür haben wir ein gutes Verhältnis weiterhin.
Und es funktioniert.
Wow.
Und mit meiner Verhältnis hätte ich wahrscheinlich so ein, weiß ich nicht, wäre es wahrscheinlich eskaliert.
Wir wären auseinandergegangen.
Und ich hätte erst mal weiter ein kaputtes Fenster gehabt.
Stark, siehst du?
Ja.
Es hat wirklich funktioniert.
Das wollte ich ja noch nachreichen.
Diese Methode, dass man eben diesen persönlichen Kroll, diese persönlichen Sachen einfach versucht auszublenden und nicht sein Mütchen kühlt, nicht seine Betroffenheit oder seine moralische Geschichte da verwirrt, sondern einfach denkt, ja, lass uns hier zu einem guten Ergebnis kommen.
Ich habe sogar wirklich so hier Wort.
Wortvorschläge vom Kollegen Schranner verwendet und es hat funktioniert.
Hast du es schriftlich gemacht oder mündlich?
Mündlich.
Meine Frau auch so, wie hast du mit ihm gerade telefoniert?
Ich sage, ja, das klang aber wirklich sehr gut.
Das klang nicht wie du solltest.
Das klang nicht wie du.
Ich weiß, sie haben die Firma pleite gehen lassen und ihre Frau macht das jetzt und jetzt denken sie ihm alles mal zwei.
So hätte ich es ja eigentlich machen wollen.
Das hatte nichts hier zu suchen.
Es ging darum, wir wollten eine gute Idee.
Als allerletzte werde ich diese Folge dann erst recht hören, weil ich habe sie ja nicht gehört.
Alle anderen, die das jetzt hören, haben das ja längst getan.
Und alle, die so Baugeschichten haben und das werden viele im Leben haben, weil jeder, der mal ein Eigenheim baut, wird genau solche Probleme haben und wird dann daraus viel gelernt haben, hoffen wir.
Sehr gut.
Ich hoffe natürlich auch, dass die Hörer und Hörer nächste Woche sehr, sehr viel lernen von uns hier.
Denn wir beide sind am Start, wobei du gar nicht, du bist ja immer noch irgendwie inoffiziell im Urlaub.
Nee, offiziell bist du im Urlaub, inoffiziell nicht.
Ach, du bist doch im Urlaub.
Du bist eigentlich noch im Urlaub.
Ich bin hier im Rhein, im Rheinland und gucke mir, den Rheinland soll kommende Woche glücklicherweise regnen, dass der Rhein mal wieder ein bisschen Wasser bekommt, weil hier fährt fast nichts mehr.
Ich habe wirklich in den letzten Tagen ganz wenig Schiffe nur noch gesehen, die hier gefahren sind.
Selbst der Fährbetrieb in...
in Niederdollendorf ist eingestellt.
Da kommst du nicht mehr nach Godesberg.
Die Donaukreuzfahrt meiner Mutter wurde tatsächlich abgeblasen.
Sie ist sehr, sehr froh darüber.
Weil es hätte auch abgespeckte Donaukreuzfahrten noch geben können.
Dann wirst du quasi mehr im Bus gefahren, als dass du auf der Donau unterwegs bist.
Und das drohte halt.
Und absagen konnte aber nur die Betreibergesellschaft und nicht sie selbst.
Weil selbst wenn sie nur mit dem Bus fahren, gilt das noch als Kreuzfahrt.
Und deswegen hat sie wirklich inständig gehofft, dass sie abgesagt wird.
Und das wurde jetzt wohl drei Tage vorher tatsächlich ist das passiert.
Ja, aber so eine Kreuzfahrt, da hast du ja auch relativ viel Tiefgang.
Oder?
Da brauchst du auch schon ein bisschen Höhe.
Ja, das glaube ich auch.
Auf jeden Fall hatte sie keinen Bock auf Bus.
Das kann ich verstehen.
Wenn du eine Donaukreuzfahrtbus willst, willst du nicht Bus fahren?
Genau.
Zumal, ich frage mich, Wie viele Busse musst du einsetzen, um so ein ganzes Kreuzfahrtschiff...
Ich weiß gar nicht, wie viele Leute auf so einem Kreuzfahrtschiff...
Das ist ja wie, wenn du hier so ein Transportschiff hast, musst du ja 150 LKWs haben, um die gleiche Ladung wegzukriegen.
Und ich frage mich, wie viele Kreuzfahrtschiffe...
Also wer hier jetzt zuhört...
Und da Ideen hat, oder vielleicht ist es auch eine Intelligenzfrage und wir sind nicht intelligent genug, die zu beantworten zu können.
Wie viele Busse bräuchte man, um ein großes Kreuzfahrtschiff in den Bus zu fährlichen?
Man müsste einfach wissen, wie viele Menschen auf so einem Kreuzfahrtschiff sind.
Sie sind sicherlich nicht so groß wie die Ozeankreuzer.
Aber ich habe keine Ahnung, 500 Leute, 200, 1000, ich weiß es nicht, keine Ahnung.
Das reicht mir nach.
Uns beide gibt es nämlich in der kommenden Woche.
Ich werde quasi, ich habe jetzt meinen Urlaub eigentlich auch schon beendet.
Ich werde nämlich auf der Heimfahrt nach Berlin, von Österreich nach Berlin, werde ich recherchieren für die Triple-E-Idee.
So viel kann ich schon mal verraten, aber ich verrate noch nicht, worum es wirklich geht.
Das ist gut, aber ich kann schon verraten, worüber wir reden können.
Ich glaube, es sind wieder die ganzen Hedgefonds-Beteiligungen und die ganzen Sachen sind wieder öffentlich geworden.
Und wir wissen deshalb, dass nicht nur Nando Sommerfeld Aktionär bei SpaceX ist, sondern auch Harvard.
Die sind ein bisschen größer investiert bei SpaceX mit zwei Milliarden.
Ja, die hatten bei mir vorher nochmal angefragt, ob ich wirklich dabei bin.
Offenbar hätten die das für einen guten Indikator, einen wichtigen Indikator und daher wusste ich das schon.
Das hätte ich vielleicht schon mal erwähnen können.
Du musst klugerweise, bist du ja jetzt kein US-Investor, der qualifiziert ist.
Und ich glaube, ab 10 Millionen musst du die Oppositionen offenlegen.
Und deswegen wird man dein Depot jetzt nicht öffentlich sehen können.
Nee, stimmt.
Aber wir lesen ja alle und hören alle wie in einem offenen Buch.
Von daher.
So ist es.
Genau.
So.
Und damit ihr weiter hören und lesen könnt beim Sommerfeld und beim J-Bits, würde ich sagen, abonniert uns doch bitte.
Sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Top!
Idee vom Sommerfeld und den Schäbitzer Zoo gibt es dann ab Montag ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
