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**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-08-14

## Transcript

Das KI-Update – ein heiser Podcast mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Ich bin Isabel Grünewald und dies sind heute unter anderem unsere Themen.
HateAid stellt Strafanzeige gegen Meta, Ray-Ban und Optiker.
Mistrals große Wette auf Europas KI-Infrastruktur.
Prompts lassen sich aus Chatbot-Antworten rekonstruieren und Twitch-Streams dienen Training von Amazons KI.
Die Organisation HateAid hat Strafanzeige gegen Meta und mehrere Optikketten eingereicht.
Die Smart Glasses sollen gegen das Telekommunikations-Digitale-Dienste-Datenschutzgesetz verstoßen.
Ich habe vor der Sendung mit unserem CT-Experten Nico Juran gesprochen.
Was genau hat es denn mit diesem TDDDG auf sich und worum geht es HateAid?
Also die Idee dabei ist, dass HateAid, wenn sie damit durchkommen, zum einen Firmen wie Ray-Ban und Meta überhaupt mal verbieten, solche Geräte, solche Brillen herzustellen und auf den Markt zu bringen, also die mit Kamera ausgestattet sind dann.
Und auf der anderen Seite ist es halt nach § 8 des Gesetzes bezüglich des Missbrauchs von Telekommunikationsanlagen dann auch tatsächlich verboten, solche Geräte zu besitzen.
Also dementsprechend wäre es halt auch Konsequenzen haben für Leute, die bereits so eine Brille haben.
Und welche Folgen könnte diese Strafanzeige jetzt haben?
Heldeld möchte Vertriebsverbot durchsetzen für KI-Brillen mit Kamera, ganz klar.
Und die Idee dahinter ist, dass man sagt, okay, die verstoßen halt gegen dieses TDDG.
Und daher wäre es dann tatsächlich den Herstellern verboten, das anzubieten und praktisch den Zufluss zu stochen in Deutschland für diese Geräte.
Mal abgesehen davon, dass wir dann auch wieder diskutieren können, ob man es hier im Ausland holen kann und, und, und.
Aber ich glaube, wir sollten einen Schritt zurückgehen, weil ich finde das ein bisschen problematisch.
Deswegen, weil wir haben ja die Antworten von Meta bekommen und wir haben jetzt auch inzwischen E-Mails von Lesern, die zum Beispiel mit der Bundesnetzagentur sich damals schon auseinandergesetzt haben, zu der Zeit, als die KI-Bellen eingeführt wurden.
Und das Spannende dabei ist, dass einfach denen das schon vorgelegt wurde.
Also wir wissen inzwischen, 2022 wurde Meta hingegangen und habe gesagt, so, das sind die Brillen, so sieht das aus, das ist die Aufnahmefunktion.
Und die blinken eben halt einmal, wenn ein Foto gemacht wird und blinken dauerhaft, wenn jetzt ein Video aufgezeichnet wird.
Und die Bundesnetzagentur, um auch das liegt uns alles vor, hat damals ganz klar gesagt, uns reicht das.
Und insoweit kann ich jetzt zum Beispiel auch in der Stellungnahme vom Mediamarkt das verstehen, dass einer sagt, Leute, ihr bellt irgendwie den falschen Bauern.
Da ist eben halt die große Frage, ob das eigentlich sozusagen jetzt zielführend ist, so eine Strafanzeige zu stellen in diese Richtung, statt vielleicht zu sagen, wir versuchen...
das vielleicht auch mit einem anderen Weg oder einem anderen Wickel anzugehen.
Nun trägst du ja auch selbst so eine KI-Brille.
Wie stehst du denn als Nutzer zu der Debatte?
Also ich habe ja schon mehrfach selber einen Test geschrieben, dass ich finde, dass dieses einmalige Aufblinken da nicht reicht und dass das einfach schlecht umgesetzt ist, meiner Meinung nach, also nicht besonders zielführend gemacht worden ist.
Also ich will auch nicht irgendwie fotografiert werden, ohne dass ich das mitbekomme.
Aber was ich halt...
richtig doof finde, ist, dass jetzt dieser Generalverdacht entsteht, so nach dem Motto, wenn ich eine Brille kaufe, dann bin ich ein Creep und dann möchte ich unbedingt Leute da drauf nehmen.
Ich sitze da doch nicht mit einer beschlagenen Brille in der Sauna.
Mal abgesehen davon, ich war ja, wie gesagt, in Bangkok mit Thailand mit der ersten Wayfair und die ist durch die klimatischen Bedingungen, die da geherrscht haben, also alleine die Luftvollständigkeit haben gereicht, um die zu killen.
Ich glaube nicht, dass eine dieser Brillen wirklich Sauna ging.
steht, bin ich ganz ehrlich.
Wäre deine KI-Brille für dich überhaupt noch interessant, wenn sie keine Kamera-Funktion hätte?
Für mich sind es vor allen Dingen Podcasts, die ich darüber höre.
Das ist eine Funktion, die ich super finde, wenn ich Fahrrad trage, weil das nicht die Ohren abschließt.
Ich telefoniere darüber tatsächlich, geht sogar auf dem Fahrrad.
Und was auch ganz stark bei mir genutzt wird, ist, dass das Ding mir einfach was vorliest.
Also irgendjemand schreibt mir eine WhatsApp und es empfällt dieser Quatsch, dass du erst mal dein Handy rausfummelst und nachkommst, wer denn dann geschrieben hat.
Und das Ding, das liest das jetzt einfach vor.
Es gibt genug Anwendungen, die vernünftig sind, die sinnvoll sind, die keinem wehtun, wo überhaupt völlig das Unproblematische ist.
Die Fotofunktion ist für mich tatsächlich vor allen Dingen, habe ich vor allen Dingen genutzt im Urlaub, zum Beispiel im Ausland, wo ich irgendeine Sprache nicht beherrsche, Schilder nicht lesen kann, dass ich wirklich sage, okay, das hat eine Objekterkennung.
Ich stelle mich da vor und sage, hier, was bietet dieses Restaurant an?
Der fotografiert kurz die Alkata ab und sagt mir, das und das gibt es da.
Oder eben halt Verkehrsschilder, die ich einfach nicht verstehe.
Darf ich hier jetzt parken oder nicht?
Und der eigentliche Knaller ist ja, dass in Deutschland völlig unproblematisch irgendwelche Stifte, Kugelschreiber mit eingebauter Kamera, bei denen du kein Geblinke siehst, weil es auf der Rückseite ist und du kannst das komplett unproblematisch abdecken, dass die Sachen weiterverkauft werden.
Und dann sagen alle, ja, aber wieso denn?
Ja, ganz einfach.
Dieses Gesetz spricht ja von Missbrauch von Telekommunikationsanlagen.
Also in dem Moment.
wo du diesen Stift benutzt, fällt der nicht mehr unter dieses Gesetz, weil der nicht funkt.
Also der ist einfach, der hat eine SD-Karte oder eingebauten Speicher.
Und dieses Gesetz zielt auf Geräte, die halt eine Telekommunikationsanlage sind, also sprich irgendeine Art von Funkverbindung, WLAN, Bluetooth haben.
Und das haben diese Brillen halt zu ihrer Begleit-App auf dem Handy.
Wenn die das nicht hätten, würden die da schon wieder nichts unterfallen.
Da ist dann der Moment für mich gekommen, wo ich denke, vielleicht wäre das denn nur die Sache gewesen.
Oh, hey, hey.
Wir hätten da anfangen können, dass wir sagen, wieso bitte fangen wir da an mit irgendwelchen Kommunikationsanlagen, statt einfach mal zielgerichtet auf Sachen zu gehen, die eben genau dafür gemacht werden, so ein Spannerwerkzeug zu sein.
Weil ganz ehrlich, also ein Kugelschreiber mit einer Kamera, das ist nun wirklich ein Spannerwerkzeug.
Wäre es technisch eigentlich möglich, dass diese KI-Brillen zwar mit Kameras verkauft werden, aber dass die Bilder oder Videos nirgendwo gespeichert oder zugänglich sind?
Die Aufzeichnung an sich kannst du, weil das ja immer in der Cloud verwertet oder ausgewertet wird, schwierig ausbauen.
Aber was natürlich machen können, ist, du sagst, du gibst diese nicht raus.
Also die geht dann in die KI, die Cloud für die KI, aber du kriegst halt das Ding nicht raus.
Das war die Idee von diesem chinesischen Unternehmen, das damals hat der CS seine Brille gezeigt hat, die einfach nur intern halt das in irgendeinem Speicher hatte, das dann über die Cloud abgeglichen hat und dann hat es gelöscht.
Also das kannst du auch sehen, wie das funktioniert.
Es gibt so ein Chat-Protokoll jedenfalls bei einigen KV-Kameras.
Und wenn du da reingehst, dann siehst du so ganz kleine Thumbnails, die könntest du für gar nichts mehr verwenden.
Aber dann siehst du halt, okay, der hat diese Aufnahme gemacht.
Du könntest immer noch sehen, okay, die Aufnahme hat geklappt, aber eben halt so viele KV.
Vielen Dank, Nico, für diese Einschätzung.
KI-Konzerne wie OpenAI oder Anthropic haben bereits Verträge mit Inhalteanbietern geschlossen, um ihre KI zu verbessern.
Bei Apple steht nun Ähnliches an.
Der Konzern verhandelt mit großen Verlagen über mehrjährige Inhaltslizenzen für seine überarbeitete Sprachassistentin Siri AI.
Das KI-System soll so auch aktuelle Nachrichten und Informationen liefern können.
Anders als bei bisherigen Vereinbarungen in der Branche strebt Apple laut dem Wall Street Journal kein Garantiezahlungsmodell an, sondern eine nutzungsabhängige Vergütung.
Das Budget dafür soll im neunstelligen Bereich liegen.
Wie genau Verlagsinhalte im KI-System dann dargestellt werden, ist allerdings noch unklar.
Aber die Zeit drängt, Siri AI kommt bereits im September mit iOS 27.
Nutzende in Europa müssen allerdings aus regulatorischen Gründen noch länger warten.
Europas KI-Hoffnungsträger Mistral AI stellt sein Geschäft breiter auf.
Unter anderem will das französische Unternehmen künftig nicht mehr nur eigene Modelle über seine Plattform anbieten.
Tomislav Besmalinovic von heise online mit den Einzelheiten.
Mistral hat drei zentrale Schritte angekündigt.
Der erste betrifft den kostspieligen Ausbau eigener Rechenkapazität in Europa.
Dafür bringt das Unternehmen eine Gruppe großer europäischer Unternehmen und Institutionen zusammen, die mehrjährige Kapazitätszusagen machen sollen.
Diese gebündelte Nachfrage soll Mistral helfen, neue Infrastruktur in einer Größenordnung aufzubauen, die einzelne Teilnehmer allein kaum sichern können, schreibt das KI-Labor.
Der zweite Schritt betrifft die Verfügbarkeit der Rechenkapazität und die Frage, wo KI-Anfragen verarbeitet werden.
Unternehmenskunden können nun festlegen, ob die eigentliche KI-Inferenz und die damit verbundene Verarbeitung in Europa oder den USA erfolgen.
Laut dem Nachrichtenportal VentureBeat plant Mistral zusätzlich eine Variante bei der Verarbeitung nicht nur in Europa, sondern vollständig auch von Mistral kontrollierter Infrastruktur stattfindet, also ohne große Cloud-Anbieter.
Der dritte Schritt ist zugleich der überraschendste.
Mistral will neben der eigenen KI künftig auch OpenWade-Modelle anderer Entwickler über seine Plattform anbieten.
Den Anfang macht GLM 5.2 des chinesischen KI-Labors ZAI.
Es soll auf derselben Infrastruktur laufen und denselben regionalen Vorgaben und Servicezusagen unterliegen wie Mistras eigene Modelle.
Die Firma begründet den Schritt damit, dass moderne KI-Anwendungen zunehmend unterschiedliche Modelle und Fähigkeiten kombinieren und Unternehmen deshalb neben der Kontrolle über die Infrastruktur auch freie Modellwahl benötigen.
Mistrales Technikchef Timothée Lacroix setzt daher darauf, dass Unternehmen verstärkt Rechenleistung aus seinen Rechenzentren beziehen.
Bietet Mistral dort auch fremde Modelle an, kann es an deren Bereitstellung verdienen, selbst wenn Kunden kein Mistral-Modell nutzen.
Strategisch deutet sich damit eine stärkere Verschiebung vom Modellentwickler hin zum Infrastruktur- und Plattformanbieter an.
bei dem die Rechenkapazität wichtiger werden könnte als einzelne Modelle.
Vielen Dank, Thomas Love.
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Taiwan hat einen KI-gestützten Cyberangriff aus dem Ausland auf staatliche Behörden bestätigt.
Seit dem 20.
Juli wurden Gegenmaßnahmen eingeleitet.
Welche Behörden betroffen waren und ob Daten gestohlen wurden, teilte das Digitalministerium nicht mit.
Das israelische Cybersicherheitsunternehmen Dream berichtet jedoch, dass die Angreifer aus frei verfügbaren KI-Agenten wie OpenClaw ein weitgehend autonom arbeitendes Werkzeug bauten.
Das soll sich wie ein koordiniertes Hacker-Team verhalten und Anfang Juli über vier Tage hinweg zeitweise bis zu acht KI-Agenten gleichzeitig eingesetzt haben.
In den Netzwerken von 21 staatlichen Stellen haben diese nach Schwachstellen gesucht und bei Widerstand ihre Vorgehensweise verändert.
Mindestens 85 Regierungskonten seien geknackt und mehr als 2500 Personaldatensätze abgezogen worden.
Der Angriff habe sich auch gegen Taiwans Atomaufsicht und mindestens sieben Energieunternehmen gerichtet.
Laut Dream deuten vereinfachte chinesische Schriftzeichen in der internen Kommunikation auf einen Betreiber mit Verbindung zu China hin.
Viele Menschen vertrauen Chatbots inzwischen sehr persönliche Dinge an.
Meist beschäftigt sich die Forschung mit den Antworten der KI oder den Prozessen im Sprachmodell, die zu diesen Antworten führen.
Aber wie sicher ist eigentlich das, was wir an einen Chatbot schreiben?
Jonathan Kemper von The Decoder berichtet.
Aus der Antwort eines Chatbots lässt sich offenbar ziemlich genau zurückrechnen, was jemand gefragt hat.
Ein Team der indischen Technikhochschule IIT Bombay und von Adobe Research hat dafür ein Modell gebaut, das eine fertige KI-Antwort liest und daraus den Prompt rekonstruiert, der sie ausgelöst hat.
Der Trick steckt in der Blickrichtung.
Normalerweise sagt ein Sprachmodell immer das nächste Token voraus.
Hier läuft es umgekehrt und arbeitet sich so von der Antwort zurück zur Frage.
Die Forscher nennen das Previous Token Prediction.
In Tests traf das Rückwärtsmodell einzelne Eingaben wortwörtlich und lieferte gleich mehrere sinngleiche Varianten dazu, die beim Originalmodell zu sehr ähnlichen Antworten führten.
Zugriff auf die Modellgewichte braucht es dafür nicht.
Es reicht der ausgegebene Text.
Und es funktioniert auch über Modellgrenzen hinweg.
Trainiert wurde auf einem kleinen Quen-Modell, rekonstruiert hat es anschließend auch Prompts aus GPT-4O-Antworten.
Ein Angreifer müsste also nicht einmal wissen, welches Modell hinter einer Ausgabe steckt.
Getestet hat das Team allerdings nur kurze Eingaben von ein bis zwei Sätzen, also ungefähr das, was Nutzer typischerweise in ein Chatfenster tippen.
Für vertrauliche Nutzerfragen ist das Risiko damit greifbar.
Ob sich auf demselben Weg auch lange Systemprompts von Unternehmen auslesen lassen, in denen Geschäftsgeheimnisse oder Moderationsregeln stecken, hat das Paper nicht untersucht.
Danke, Jonathan.
Google bringt Gemini 3.7 Flash nur drei Wochen nach Gemini 3.6 Flash heraus.
Es sei nun Googles bislang leistungsfähigstes Modell der Flash-Reihe für Coding- und Agentenaufgaben.
Doch ein Vergleich mit den Konkurrenzmodellen in den obligatorischen Benchmarks fällt gemischt aus.
Parallel haben Cerebras und OpenAI den neuen Servicetier Ultrafast für GPT 5.6 Soul vorgestellt.
Beschleunigt von Cerebras Wafer-Scale-Engine-Hardware soll dieser Modus bis zu 14 Mal schneller als der Standardmodus sein.
Im Wissensbenchmark Humanities Last Exam soll dieses Modell alle 2500 Fragen in gut 11 Stunden beantwortet haben, während Anthropics Claude Fable 5 für eine vergleichbare Genauigkeit mehr als drei Tage gebraucht habe.
Unterdessen hat DeepSeq das Sprachmodell V4 Pro allgemein freigegeben.
Es verspricht vor allem deutlich produktivere Agenten.
Neu ist auch eine einstellbare Reasoning-Intensität für V4 Pro und V4 Flash.
Niedrig für einfache Aufgaben, hoch für alltägliche Agenten-Workflows und maximal für komplexe Aufgabenstellungen.
Das stärkste KI-Modell am Markt findet bei Unternehmen kaum Abnehmer.
Im ersten Monat nach dem Start entfielen nur rund 6% der bei Anthropik gekauften Tokens auf Fable 5.
Das zeigen Daten des Finanzdienstleisters Ramp.
OpenAI's Flaggschiff GPT 5.6 Soul kommt im eigenen Haus auf 25%.
Der naheliegende Grund ist der Preis.
Fable 5 kostet etwa doppelt so viel wie die OpenAI-Konkurrenz.
Offenbar ist damit eine Obergrenze erreicht, ab der Firmen den Aufpreis für mehr Leistung nicht mehr zahlen wollen, zumal sich diese Leistungssteigerung im Arbeitsalltag kaum in Zahlen fassen lässt.
Erfahrene Nutzerinnen und Nutzer weichen stattdessen immer öfter auf offene Modelle aus, deren Fähigkeiten den kommerziellen Spitzenmodellen nur noch wenige Monate hinterherhinken.
Twitch nutzt Streams, Clips und Chats für das Training der Amazon-KI.
Wer das nicht will, muss die Funktion abstellen.
Wie das geht, erklärt Daniel Herbig von heise online.
Ja, die Situation ist ein bisschen kurios.
Twitch ist mit der Meldung an die Öffentlichkeit gegangen, dass man die Nutzung der privaten Inhalte für das Training von KI-Modellen jetzt abschalten kann und hat das dann quasi als positive Neuerung dargestellt.
Die Reaktion aller Twitch-Nutzer war halt, ja Moment mal, das wird zum Training von KI-Modellen genutzt.
Weil das hat Twitch halt vorher nirgends so wirklich öffentlich angekündigt.
Das heißt, sind alle jetzt so ein bisschen aus den Wolken gefallen.
Und es gibt auf jeden Fall ordentlich Kritik an dem Vorgehen.
Einerseits, dass es überhaupt gemacht wird und andererseits, dass diese Option jetzt standardmäßig angeschaltet ist.
Also man kann sie zwar ausschalten in den Kontoeinstellungen, aber wer das nicht macht, hat die eben standardmäßig an und trainiert die KI mit den eigenen Chats mit.
Was da noch dazu kommt, selbst wenn man es abschaltet, ist es eigentlich nur eingeschränkt nützlich, weil wenn man in einem Chat von einem anderen Streamer schreibt, dann gilt die Einstellung von diesem Streamer, nicht die eigene.
Das heißt, man wird da quasi in Sippenhaft genommen und man kann sich also auch als gut informierter Nutzer, der da manuell aktiv wird, kann man sich nur eingeschränkt schützen.
Danke, Daniel.
In Indien hat der Chef der Zentralbank Sanjay Mahutra vorgeschlagen, KI für Kreditentscheidungen einzusetzen.
Gerade auch für Anfragen, die menschliche Bankangestellte ablehnen würden.
Denn in Indien fehlt vielen Menschen und Kleinbetrieben ein Bankkonto und eine formale Buchhaltung.
Für Banken gelten sie daher meist als kreditunwürdig.
KI könnte aber auch alternative Daten, wie zum Beispiel Stromzahlungen oder digitale Aktivitäten auswerten, um Kreditwürdigkeit zu beurteilen.
Zusätzlich soll KI die Kundenbetreuung effizienter machen und Sprachbarrieren abbauen, da Indien viele Amtssprachen hat und ein erheblicher Teil der Bevölkerung nicht lesen kann.
Um bekannten Risiken wie fehlender Nachvollziehbarkeit oder möglicher Diskriminierung entgegenzuwirken, müsse am Ende aber immer ein Mensch die Entscheidung verantworten, betonte der indische Zentralbankchef.
Das war das KI-Update von Heise Online vom 14.
August 2026.
Eine neue Folge gibt es montags, mittwochs und freitags ab 15 Uhr.
Hallo, ich bin Holger.
Und ich bin Jörg und wir sind das Team der Auslegungssache, das ist der CT-Datenschutz-Podcast.
Wir beschäftigen uns alle 14 Tage mit aktuellen relevanten Themen rund um den Bereich Datenschutz, Datensicherheit, aber auch um politische Themen wie Überwachung.
Dazu laden wir uns immer interessante Gäste ein.
Die können aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen.
Wir haben natürlich Juristen auch dabei.
Wir haben aber zum Beispiel auch Landesdatenschutzbeauftragte.
Bundesdatenschutzbeauftragte war schon mal da, aber auch...
Technikexperten.
Dabei ist es uns immer wichtig, dass wir verständlich bleiben.
Das heißt, wir versuchen, das Juristen Deutsch so gut wie möglich zu reduzieren und die Dinge so runterzubrechen, dass auch interessierte Laien sie gut verstehen können und auch ihren Nutzen aus unseren teilweise sehr lebhaften Diskussionen ziehen können.
Hört doch mal rein.
Wir freuen uns auf euch.
