# AI Reshapes Labor Value, Workloads, and Regulation

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-08-14

## Transcript

KI killt den Kapitalismus, China killt Beziehungen zu KI und Claude killt die Möglichkeit, mit KI zu cheaten oder so.
Einmal im Schnelldurchlauf, herzlich willkommen zu einer weiteren Folge Kollegin KI Snackbox.
Ich bin Max Montenke und ich bringe euch heute, wie jeden Freitag, einmal durch die KI News der letzten Woche.
Und da ist einiges dabei, deshalb gehen wir doch direkt mal rein.
Also KI killt den Kapitalismus, Leute.
Zumindest ist das die große Titelstory des Spiegel.
Und der Grundgedanke dahinter ist, was passiert eigentlich mit unserem Wirtschaftssystem, wenn menschliche Arbeit tatsächlich ersetzt werden sollte?
Also wenn KI uns ersetzt.
Und da müssen wir vielleicht mal eine kleine Exkursion zu Karl Marx wagen.
Marx sagt, dass menschliche Arbeit ganz zentral ist für die Wertschöpfung.
Arbeitnehmer verkaufen die Arbeitskraft gegen Lohn und erzeugen dabei mehr Wert, als sie am Ende.
als Lohn zurückbekommen.
Die Differenz ist, dass vereinfacht gesagt, was der Mehrwert ist, was dem Kapitalist dann seinen Profit in die Taschen spült.
Was passiert jetzt mit KI?
Die Überlegung ist, wenn Unternehmen jetzt immer mehr produzieren können, ohne dafür entsprechend viele Menschen zu beschäftigen, dann bricht diese Logik ein bisschen ein oder zumindest wird sie herausgefordert.
Und das ist ganz spannend, weil die Debatte haben wir auch schon irgendwie bei den letzten Strukturreformen geführt.
Nur dass es diesmal eben nicht um Fabrikarbeit geht, um die sogenannten Blue-Color-Jobs, wo...
klassische Automatisierung, neue Maschinen, Webstuhl und so weiter irgendwie dann dafür sorgen, dass Arbeit effizienter wird, sondern um sogenannte White-Color-Jobs, also WissensarbeiterInnen, Leute aus der Mittelschicht, Leute, die programmieren, beraten, designen, die in den Medien oder in der Verwaltung arbeiten und so weiter.
Das heißt, es betrifft einfach deutlich mehr Menschen.
Und wenn sich dieses Doomsday-Szenario erfüllt und KI tatsächlich ganz viele Jobs ersetzt, dann bekommen wir möglicherweise ein Problem, zumindest laut dem Artikel.
Also wir hätten auf der einen Seite deutlich weniger Menschen in Arbeit und möglicherweise sehr hohe Arbeitslosigkeit.
Auf der anderen Seite wird aber weiterhin eine ganze Menge Mehrwert geschaffen.
Und das Kapital, das konzentriert sich bei einigen wenigen, wie wir es eigentlich jetzt ja auch schon in gewissen Bereichen sehen, vor allem eben in der Tech-Bubble.
Und das ist so ein bisschen die Spiegel-Titel-Story, kann ich sehr empfehlen.
Verlinke ich euch einmal in den Shownotes.
braucht da Spiegel Plus für.
Aber ich sage, es lohnt sich.
Es ist tatsächlich ein ganz interessantes Gedankenexperiment.
Es ist nicht neu, muss man auch sagen.
Aber so klar war es auf jeden Fall noch nie irgendwo gedruckt.
Und man kann sich da durchaus mal Gedanken darüber machen, wem diese ganzen Produktivitätsgewinne am Ende gehören, wenn KI uns immer effizienter macht.
So ein bisschen ein Gegenentwurf zu diesem Szenario oder zumindest irgendwie mal einen anderen Blick drauf liefert die BBC diese Woche.
Die BBC sagt, dass Aber es ein kleines Paradoxon gibt, vor allem in der Tech-Bubble, denn zum einen macht uns KI produktiver, nimmt uns Arbeit ab, lässt uns Aufgaben schnell erledigen und so weiter.
Auf der anderen Seite hört man so aus der Tech-Branche, dass die halt deutlich...
Mehr arbeiten.
Also Arbeitswochen mit bis zu 90 Stunden werden hier genannt.
Das ist in den USA natürlich nochmal was anderes als irgendwie im Arbeitsumfeld in Europa, vor allem in Deutschland, wo wir natürlich auch entsprechend Arbeitszeitgesetze haben.
Ja, die sind dann nicht ganz so ernst wie hier.
Aber ja, der Workload ist offenbar trotzdem ziemlich hoch, obwohl die Leute KI nutzen.
Und da ist eine spannende Frage dahinter.
Wenn KI uns jetzt mal doppelt so schnell machen würde wie...
Also wenn wir wirklich in unserem Acht-Stunden-Tag eigentlich nach vier Stunden schon fertig werden mit der Arbeit, wem gehört denn die freie Zeit?
Können wir diese freie Zeit dann nutzen, um frei zu machen oder nutzen wir die, um weiter zu arbeiten?
Und das ist genau dieser Punkt.
Natürlich können Unternehmer sagen, wenn ihr irgendwie jetzt mit euren Aufgaben fertig seid, habt ihr hier neue Aufgaben und ihr arbeitet dann einfach weiter, erwirtschaftet eben mehr.
Wenn ich dann nicht mehr Lohn bezahlen muss, ist ja noch besser, habe ich wieder mehr Profit.
Das heißt, man schließt so ein bisschen auch hier ein.
die erste Story eigentlich an.
Es ist auf jeden Fall eine Entwicklung, die man beobachten sollte.
KI sorgt jetzt nicht automatisch dafür, dass wir alle deutlich weniger arbeiten.
Ganz im Gegenteil, es gibt eben auch die Beobachtung, dass Leute trotzdem nach wie vor einen sehr hohen Workload haben.
Ja, Mark Zuckerberg, News 3.
Er persönlich hat tatsächlich einen Text geschrieben, der ist am Montag erschienen.
The future is for everyone.
Also er beschreibt darin ein sehr, sehr positives Zukunftsbild, wie KI eigentlich in Zukunft aussehen kann.
Und zwar, dass jeder Zugang zu KI bekommt.
Und nicht nur das, jeder soll Zugang zu einer eigenen Superintelligenz jenseits menschlicher Fähigkeiten bekommen und die natürlich den ganzen Tag in seinem Smartphone mit sich rumtragen.
Und wenn das tatsächlich alle hätten, dann würde sich das wieder ausgleichen.
Dann wären wir einfach alle produktiver, schlauer, würden vorbereiteter auf gewisse Dinge reagieren können, könnten uns mehr Wissen draufschaffen und so weiter und so fort.
Und er bezieht das auch ganz klar auf die Wirtschaft.
Wenn nämlich alle Unternehmen Zugang zu so einer Super-KI haben, dann soll das auch den Wettbewerb und natürlich am Ende auch das Wirtschaftswachstum generell steigern.
Und das ist so ein bisschen diese Überlegung, die Zuckerberg hier reinträgt.
Natürlich eine schöne Utopie.
muss man tatsächlich natürlich jetzt mal einen Schritt zurückgehen und sich das angucken.
Erstmal ist er selbst natürlich irgendwie superreicher Tech-CEO eines entsprechenden Unternehmens, das mit KI Geld verdient.
Auf der anderen Seite...
Ja, existieren diese Unternehmen überwiegend in den USA.
Also es ist eben nicht überall gleich verfügbar.
Es kostet natürlich überall Geld, aber der Mehrwert ist im Grunde dann in einem Land.
Also es sind keine fairen Bedingungen auf der einen Seite.
Auf der anderen Seite haben wir aber auch schon gesehen, dass die Politik sich bei solchen Modellfreigaben auch schon eingemischt hat.
Ihr erinnert euch an Anthropic und das Mythos-Modell.
Trump hat das vor ein paar Monaten erstmal gestoppt, hat gesagt, nee, nee, das verlässt im Grunde die Landesgrenzen nicht.
Das bleibt bei uns, weil es zu mächtig ist.
Und wir wollen uns eben diesen Vorteil verschaffen und den nicht mit allen anderen teilen.
Und das ist natürlich irgendwie ein Fakt, den man nicht unter den Teppich kehren kann.
Also schöne Utopie, lieber Marc.
Aber weiß ich nicht, ob das tatsächlich jetzt so realistisch umgesetzt wird.
Also zumindest sehe ich das derzeit nicht.
Schön, dass du darüber sprichst.
Schön, dass du auch deine halboffenen Open-Source-Modelle mit den Lama-Modellen anbietest.
Aber wir werden sehen, was tatsächlich passiert.
Ja, was passiert in China?
Das ist die ganz krasse News und zwar beendet quasi der Start Beziehungen zu KI.
Jetzt fragen sich einige von euch, hä, was Beziehungen zu KI?
Und ja, tatsächlich gibt es in China eine sehr große Nachfrage nach den sogenannten Companions.
Also Companion-Funktion ist im Grunde, wenn ihr eine künstliche Intelligenz habt, die sich...
im Grunde sehr menschlich verhält, die eigentlich darauf programmiert wurde, euer Freund zu sein, sag ich mal so.
Euch irgendwie zu helfen, zuzuhören, Ratschläge zu geben und so weiter.
Und da führen Leute tatsächlich dann entsprechend Beziehungen beziehungsweise entwickeln soziale Beziehungen zu einer künstlichen Intelligenz.
Und das ging der Regierung jetzt offenbar zu weit, berichtet zumindest Rest of World.
Die sagen, dass die Beziehungen zwischen Mensch und KI jetzt quasi zwangsbeendet wurden.
Denn ByteDance und Tencent, die beiden chinesischen Unternehmen, haben solche Funktionen in China angeboten und wurden jetzt von der Regierung dazu aufgefordert, sie einzustellen.
Und tatsächlich gibt es einen Run in den sozialen Medien, der so ein bisschen gemeinsame Trauer ausmacht, weil die Leute diesen KI-Companions hinterher trauern.
Weil sie sagen, sie haben jahrelang Beziehungen zu denen aufgebaut und sind richtig Freunde geworden und jetzt sind sie weg.
Und das mag...
auf einige natürlich total verstörend klingen.
Wie kann man irgendwie eine soziale Beziehung zu einem Haufen Code führen, zu einem stochastischen Papagei, wie Alina Büx sagt.
Aber tatsächlich muss man sagen, Einsamkeit nimmt zu, weltweit, in jeder Gesellschaft.
Das lässt sich nachweisen.
Wir brauchen natürlich irgendwie soziale Kontakte und da kann KI offenbar eine Alternative zu.
verbieten, so hartes Klingelied.
Ich meine, who am I to judge?
Ich meine, die Funktion ist da, sie wird genutzt und wenn es den Leuten damit besser geht, wenn sie glücklicher sind, sie tun ja niemandem weh.
Ich meine, ja, ich weiß nicht, ob ich das jetzt verbieten würde.
Vielleicht sollte man an den Gründen dafür arbeiten.
Warum ist es denn so, dass Menschen einsam sind?
Vielleicht könnte man als Staat da auch irgendwie mehr gemeinsame Räume schaffen oder andere Dinge.
Naja, jetzt ist es so, man geht in China diesen Weg und verbietet oder beendet im Grunde KI-Beziehungen.
Der Start als Schlussmacher.
Interessant, oder?
Ja, und ganz zum Schluss, Claude hat, beziehungsweise Anthropic hat die Claude-Modelle in Zukunft darauf getrimmt, Wasserzeichen in generierte Texte zu packen.
Bedeutet, dass man so ein bisschen erleichtern möchte, dass man KI-generierte Texte von menschlich generierten Texten unterscheiden kann.
Und dazu werden gewisse Muster genommen.
Die Texte werden im Grunde so generiert, dass sie im Nachhinein wohl auf KI-Generierung geprüft werden können.
Wie das Ganze funktioniert, ein bisschen kompliziert.
Das sind nicht einfach nur Metadaten, nicht einfach irgendwas, was mitgeschickt wird, sondern es sind tatsächlich so gewisse Muster in den Texten, die Buchstaben, Zeichen, Anzahl, Wortfolgen usw.
beinhalten sollen, die für Menschen mehr oder weniger unsichtbar sein sollen.
Also uns soll das nicht auffallen, aber anderen Maschinen oder so Prüfinstanzen soll das sein.
was dann tatsächlich gelingen, Texte als KI generiert zu finden.
Fraglich, wie sicher das natürlich irgendwie danach geht, wie zuverlässig das ist.
Am Ende des Tages kann man natürlich jeden KI-Text bei Cloud kopieren, in ChatGPT einfügen und sagen, formulieren wir das mal um.
Weiß nicht, wie zuverlässig das dann noch ist, aber man arbeitet dran.
Also jetzt gerade auch mit dem AI-Act.
Ich hatte ja darüber berichtet, man will so ein bisschen Transparenzpflichten einführen.
Man will transparenter werden, was KI-Generierung angeht.
Und da geht Anthropic jetzt den nächsten Schritt und wagt, ich sag mal erstmal, ein Experiment.
Ja, das war es von meiner Seite.
Ich habe leicht überzogen.
Sorry, ich wollte eigentlich unter zehn Minuten bleiben, habe es nicht geschafft.
Ich wünsche euch ein fantastisches Wochenende.
Ich hoffe, ihr konntet was mitnehmen, seid jetzt gut vorbereitet auf jeden Smalltalk, den ihr rund um KI am Wochenende führt.
Und ich freue mich auf Dienstag zur nächsten Folge, Kollegin KI.
Macht's gut, bis dahin.
Ciao.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
