# Fast Casual Revolution and AI Infrastructure Gains

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-08-13

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den Kurssprung von Vestas, die neue Prognose von TKMS und ein pikantes Detail aus Norwegen.
Im Thema des Tages machen wir euch Appetit auf die Gewinner der Fastfood-Revolution.
Und in der AAA-Idee geht es um eine Aktie, die von der Kurzsichtigkeit der Aktionäre profitiert.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Philipp Vetter und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Heute ist Donnerstag, der 13.
August und wir wünschen euch einen helllichten Start in diesen Tag.
Nach der Sonnenfinsternis gestern ist das ja keine Selbstverständlichkeit.
Immerhin hat sich der Mond den Zeitpunkt gut ausgesucht, um sich vor die Sonne zu schieben.
Als es in Deutschland dunkel wurde, war der Handel längst vorbei.
Hast du dir das Spektakel angeschaut, Lea?
Nein.
Und du?
Hast du mit einer Chipsdose durch eine Brille geguckt?
Nee, nee, ich habe es ehrlich gesagt total verpeilt.
Ich saß im Restaurant in Berlin, als es losging.
Aber die Gebäude drumherum, die haben den Blick auf die Sonne etwas verstellt.
Also insofern keine Finsternis für mich.
Und ich war parallel Handballspielen.
Naja, wir sind auch wirklich Astronomie-Banausen.
Bleiben wir lieber bei dem, was wir können, den Märkten.
Und da hat sich gestern einiges aufgehellt, würde ich sagen.
Der Grund kam mal wieder aus den USA.
Die Inflationsdaten für Juli waren exakt so, wie alles wir erwartet haben.
Die Kernrate stieg um 0,2 Prozent zum Vormonat.
Aufs Jahr gerechnet sind es 2,5 Prozent.
Die Gesamtinflation liegt damit bei 3,4 Prozent nach 3,5 Prozent im Juni.
Das ist jetzt nicht wirklich doll, hat aber gereicht, damit der S&P 500 knapp 0,3 Prozent.
Da zeigt sich schon, aus welchen Branchen die großen Gewinne kamen.
Corvive sprang 19,3 Prozent.
Über die sehr guten Quartalszahlen hatten wir ja gestern schon ausführlich gesprochen.
Zur Erinnerung, der Umsatz hat sich im zweiten Quartal auf 2,6 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt.
Ein Plus von 112 Prozent.
Auch der Auftragsbestand hat für die...
Begeisterung gesorgt.
Der liegt nämlich bei 104 Milliarden Dollar.
Zum Ende Juni im laufenden Quartal sind weitere knapp 25 Milliarden dazugekommen und CEO Michael Intrator, der hat bei CNBC eingeordnet und erklärt, dass diese 25 Milliarden ungefähr so viel seien, wie der komplette Auftragsbestand vor einem Jahr.
Allein Meta hat im Quartal zusätzliche 21 Milliarden Dollar bei CoreWeave gebucht.
Auch Supermicrocomputer legte 19 Prozent zu.
Der Serverbauer übertraf die Gewinnschätzung um 84 Prozent und meldete für die vergangenen zwölf Monate mehr als 60 Milliarden Dollar an neuen Bestellungen.
Den Vogel so richtig abgeschossen hat aber Nebius.
Plus 34 Prozent an einem Tag und zwar, weil der Cloud-Umsatz um 514 Prozent auf 575 Millionen Dollar gestiegen war.
Mein Gott, das sind ja heute schon wieder Zahlen.
Auf Jahressicht steht Nebius damit mehr als 150 Prozent im Plus.
Nicht schlecht.
Die meistgehandelte Aktie an der Wall Street war gestern aber weder Nebius noch Corvive.
Es war Rocky Mountain Chocolate, ein Franchisegeber für Schokoladenläden aus Colorado.
Wir haben es irgendwie diese Woche mit Kakao.
Die Firma gibt seit 1981, sie hat rund 250 Filialen und macht im Jahr rund 27 Millionen Dollar Umsatz.
Die Aktie sprang um 157 Prozent, 113 Millionen Aktien wechselten den Besitzer.
Der Grund steht in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht.
Der Verwaltungsrat prüft einen Verkauf des Unternehmens, eine Fusion oder einen Rückzug von der Börse.
Interessenten haben sich laut der Mitteilung auch schon gemeldet.
Das weckt natürlich kräftig Fantasie.
Was war sonst noch auffällig?
Bei den kleineren Werten lief es gestern gut für alle, die irgendwie Essen verkaufen.
Das ist schon mal ein kleiner Appetizer.
Ausführlicher geht es darum später am Thema des Tages.
Zudem verzeichneten die Anteile von Lumentum, ein Kursplus von mehr als 14 Prozent, das Optoelektronik-Unternehmen hatte, Ergebnisse fürs vierte Quartal geliefert und da einen Ausblick vorgelegt und die Markterwartungen komplett übertroffen.
Ihr merkt, die Stimmung im regulären Handel, die war ganz gut.
Die kippte dann nachbörslich allerdings, vor allem bei den Unternehmen, die über Margen sprechen mussten.
Am härtesten traf es Celebra Systems, der KI-Chip-Hersteller.
Der brach 14 Prozent ein, weil im zweiten Quartal 180 Millionen Dollar Umsatz herauskam, statt der erwarteten 194 Millionen.
Und StubHub, die Ticket-Plattform, die verlor mehr als 15 Prozent, weil die bereinigte Bruttomarge bei 82,2 Prozent lag.
Statt bei den erwarteten 84,3.
StuffUp, die haben doch diese ganze, so diese Schwarzmarkt, oder?
Ist das nicht diese Schwarzmarkt-Ticket?
Das ist bestimmt allerhöchstens Graumarkt, ja.
Okay, ich glaube, ich habe da mal Tickets gekauft und habe da Glück gehabt.
Naja, wie auch immer, Cisco gab 3% ab, obwohl die Bruttomarge mit 66,3% die Schätzungen von 66% knapp übertroffen hatte.
Und CoalRent verlor fast 3%, obwohl die Marge im Rahmen lag und der Ausblick besser ausfiel als erwartet.
Aber man sieht ja mal wieder das Muster der vergangenen Wochen.
Knapp getroffen, reicht in diesem Markt auf Rekordniveau gerade einfach nicht mehr.
In Deutschland war die Bewegung deutlich unspektakulärer, dafür aber symbolisch.
Der DAX hat im Handelsverlauf noch ein neues Rekordhoch bei knapp 26.574 Punkten markiert und dann erneut wieder alles abgegeben.
Schluss bei 26.331 Punkten, Minus von 0,2 Prozent.
Andrew Lipko von CMC Markets führt das auf Gewinnmitnahmen zurück.
Die Kaufdynamik in Europa, die sieht er aber unverändert.
Diesmal konzentriert auf zwei Ecken, Technologie und Rüstung.
Und genauso sah auch die Kursliste aus.
Bei den Halbleitern kam der Rückenwind direkt aus den USA.
Infineon legte mit 0,4% nur mäßig zu.
Im MDAX gewannen Microtech und Zirktronic aber jeweils knapp 5%.
Siemens Energy setzte die Erholung mit plus 2% fort, hatte dabei allerdings auch noch Kräftekhilfe von Vestas, die mehr als 20% zulegten.
Die Dänen haben im zweiten Quartal den Umsatz um mehr als ein Viertel auf 4,7 Milliarden Euro gesteigert und die operative Marge sprang von 1,5 auf 9,4 Prozent.
Entsprechend haben die Dänen ihre Prognose angehoben und peilen für 2026 jetzt eine EBIT-Marge von 7 bis 9 Prozent an.
Ein Prozentpunkt mehr als bisher.
Dazu kommt ein Aktienrückkaufprogramm über 400 Millionen Euro.
Und die Nachfrage stimmt auch.
Der Auftragseingang stieg im zweiten Quartal um 67 Prozent.
Der Auftragsbestand lag Ende Juni bei 76,9 Milliarden Euro.
Diese Zahlen haben natürlich die ganze Branche mitgezogen.
In Nordex zum Beispiel legte im MDAX zwischenzeitlich 7 Prozent zu.
Der stärkste deutsche Wert des Tages kam aber aus der zweiten Ecke, nämlich der Rüstung.
TKMS sprang 8,5 Prozent, nachdem der Marineschiffbauer die Umsatzprognose deutlich angehoben hat und Analysten halten es für möglich, dass demnächst auch die Mittelfristziele noch nachgezogen werden.
Am anderen Ende der Tabelle standen da Unternehmen, die vorgeführt haben, wie wenig nur solide Zahlen im Moment eigentlich noch wert sind.
E.ON war mit minus 3,2 Prozent des Schlusslicht im DAX.
Dabei waren die Quartalszahlen eigentlich ganz ordentlich.
Der Versorger hat seine Jahresziele nur bestätigt statt angehoben.
Und das reicht, wir haben es eben schon gesagt, in einem Markt wie diesem aktuell nicht mehr aus, um irgendwie davon zu profitieren.
Zum Schluss noch ein Callback zu unserer Folge über die Staatsfonds.
Der norwegische Staatsfonds hat im ersten Halbjahr rund 184,9 Milliarden Dollar verdient und dabei zum ersten Mal auch offengelegt, dass auch SpaceX im Depot liegt.
Damit sind die Norweger jetzt an beiden börsennotierten Musk-Unternehmen beteiligt.
An Tesla halten sie 1% im Wert von rund 15,7 Milliarden Dollar.
Pikant ist das, weil das Verhältnis zu Elon Musk nicht das Beste ist.
Der Fonds hat 2024 nämlich gegen sein 56 Milliarden Dollar Paket gestimmt und Ende 2025 auch noch gegen das Billionen Paket.
Wie groß die SpaceX-Position übrigens genau ist, das wollte der Vize-Chef Trond Grant nicht sagen.
Gucken wir mal, ob das noch rauskommt.
Tja, diese geizigen Norweger wollen dem Elon einfach die Billionen nicht gönnen.
Ich mache noch schnell die Termine.
Aus Deutschland kommen Zahlen bei RWE, ThyssenKrupp, HelloFresh, Evotec, Birkenstock, Sixt, SMA Solar, Steuer, Grenke, Deutsche Pfandbriefbank, MLP, Mutaris, Wacker Newsom, CW, Init, Secunet, Energiekontor, Friedrich Vorwerk, Eckert & Ziegler, Ottobock.
Joost-Werke, MBB, PNE, Deutsche Euroshop.
Ihr merkt eine ganze Menge.
In Europa dann noch Adyen und AP Möller-Mask und aus den USA Applied Materials.
Das Thema des Tages.
Lea, was ist denn dein heimliches Lieblingsfastfood?
Das ist wirklich tagesformabhängig.
Ich würde sagen, manchmal Sushi, manchmal Burger, manchmal auch so ein ganz klassischer Döner.
Kommt immer aufs Gemüt an.
Ja, ich muss auch sagen, so ab und zu eine richtig gute Pizza, da kann ich nicht widerstehen.
Welche Sorte?
Ich setze hier in Berlin auf Sucuk.
Sucuk?
Auf einer Pizza?
Auf der Pizza.
Solltet ihr mal probieren.
Müsst ihr berichten, ob das schmeckt, wenn ihr es schon mal probiert habt.
Aber unser Kollege Jan Klaut, der ist ja für Weltkorrespondent im Paradies des Fast Foods, nämlich in Amerika.
Und der berichtet, dass sich die Branche dort gerade ziemlich massiv verändert.
Und das ist nicht nur ein Gesundheits- und Foodie-Thema, sondern auch was für Anleger und damit natürlich heute unser Thema des Tages.
Jan ist für uns extra nach Brooklyn gefahren, um dort mal ordentlich bei Honeygrew zu essen.
Zugegeben, wir mussten ihn dafür gar nicht lange überreden.
Er hat das vielleicht auch ein bisschen gerne gemacht.
Er hat aber berichtet, dass er da jetzt keine ranzige Schnellrestaurant vorgefunden hat, sondern eine offene Küche, blanke Metalllampen, Vox über offener Flamme und aus den Boxen lief sogar Musik von Oasis.
Und auf dem Tisch stand dann am Ende eine Jinder-Skellion-Bowl, Garlic-Butter-Chicken und ein griechischer Salat.
Klingt jetzt erstmal gar nicht so unbedingt nach Fast Food.
Ja, ist es auch nicht.
Der Trend in den USA läuft unter dem Begriff Fast Casual.
Der Unterschied zu Burger, Pommes, Pizza.
Es muss vor allem gesünder sein und man weiß, was drin steckt an Kalorien, Nährstoffen und, ja, dieses Jahr natürlich besonders wichtig, an Proteinen.
Jetzt kriege ich richtig Hunger hier.
Danke auch.
Ganz billig ist der Spaß aber übrigens nicht in den USA.
Jan hatte am Ende knapp 60 Dollar auf der Rechnung.
Er war aber auch nicht alleine da.
Den Preis haben sie sich zu dritt geteilt.
Und ich finde, für den Preis geht es dann ja fast wieder, oder?
Ja, und Svanni, das ist schon immer noch okay, würde ich sagen.
Jan und seine Freunde, die sind jedenfalls nicht allein.
Da ist gerade eine mittelgroße Fastfood-Revolution im Gange.
Und der Trend weg von den fettriefenden Kalorienbomben hin zu cleanem, also halbwegs gesundem und trotzdem schnellem Essen, der kennt nicht nur Gewinner, sondern auch eine ziemliche Menge an Verlierern.
Fangen wir bei den Verlierern an, denn da ist in den vergangenen Wochen wirklich einiges passiert.
Pizza Hut, eine amerikanische Legende, steckt so tief in der Krise, dass der Mutterkonzern Yum Brands die Reißleine gezogen hat.
Der börsennotierte Fastfood-Konzern hat die Pizzakette für 1,5 Milliarden Dollar an einen Finanzinvestor verkauft.
Nur das China-Geschäft ist noch übrig und das wurde auch in die Tochterfirma Yum China ausgelagert.
Da geht es immerhin um 4.400 Filalen.
Bei den Anlegern kam das erstmal gut an.
Schließlich wurde Yam damit eine der Problemmarken los.
Pizza Hut hatte seit vielen Quartalen mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen.
Für die Aktie ging es erstmal ordentlich rauf, als der Deal im Juni bekannt wurde.
Aber die schönen Gewinne, die sind schon wieder futsch.
Offenbar ist den Anlegern aufgefallen, dass auch noch andere Marken eher nicht zum neuen gesunden Fastfood-Trend passen.
Denn auch KFC und Taco Bell, die ebenfalls zu Yum Brands gehören, sind schon sehr klassisches Fast Food.
Insbesondere der Gegenwind für Taco Bell oder wie manche ja witzeln, Taco Hell ist enorm.
Es gibt einfach gesündere und authentischere Alternativen, wenn man mexikanisch essen will.
Ja, und dann kam ja noch der Lebensmittelskandal dazu.
In den USA gab es eine ungewöhnliche Häufung von Infektionen mit dem Darmparasiten Zyklospora.
Bis Mitte Juli über 1600 bestätigte Fälle, Hunderte im Krankenhaus, zurückgeführt auf verunreinigten Eisbergsalat des Lieferanten Taylor Farms, der unter anderem eben Taco Hell beliefert.
Das hat man davon, wenn man Salat isst.
Aber die Yum-Brands sind nicht die einzigen Verlierer des Trends zum gönnsünderen Fastfood.
Auch Wendy's hatte gerade erst die Jahresprognose kassieren müssen.
Schaut man sich die langfristige Kursentwicklung an, ist das richtig bitter.
Knapp zwei Drittel ihres Wertes hat Wendy's in den vergangenen fünf Jahren eingebüßt.
Und prompt kam gestern die Meldung unter anderem von Reuters, dass der Investor Nelson Pelth ein Übernahmeangebot vorbereiten soll, um die Fastfood-Kette von der Börse zu nehmen.
Daraufhin sprang die Aktie gut 14 Prozent nach oben.
Auch anderen klassischen Fastfood-Ketten ging es zuletzt nicht so richtig gut.
McDonald's ist seit Jahresanfang gut 9% im Minus.
Besser geschlagen hat sich mit einem Plus von 10% der Konkurrent Restaurant Brands International, RBI.
Zudem gehören unter anderem Burger King und Popeyes.
Aber die echten Gewinner sind eben die Ketten, die als gesünder gelten.
Die 9 Stars heißen Kava, Sweetgreen und eben Honeygrew.
Kava ist die spannendste Burden-Story davon.
Die Kava Group betreibt über 450 Filialen.
Da gibt es vor allem mediterrane Bowls und die Aktie ist gestern mehr als 14 Prozent gestiegen.
Der Grund war eine starke Quartalszahl mit 365 Millionen Dollar Umsatz, ein Plus von mehr als 30 Prozent.
Allerdings ist Kava es schon ziemlich sportlich bewertet, trotz des enormen Wachstums.
Ein Kursgewinnverhältnis von über 120 zum Vergleich McDonalds gibt es für 22er KGV.
Chipotle liegt bei 30.
Clean Fast Food heißt leider auch nicht automatisch gutes Investment, denn es gibt auch das Gegenbeispiel Sweetgreen.
Gleiches Konzept.
Salate Bowls, gesund, transparent und trotzdem ein Desaster für Anleger.
Minus 40 Prozent auf Jahressicht.
Allein 2025 hat die Aktie fast 80 Prozent nachgegeben.
Das Unternehmen schreibt seit dem Börsengang jedes einzelne Jahr eigentlich Verluste.
Und Sweetgreen hat wegen der Zyklusbohrerangst die Jahresprognose ebenfalls gekappt.
Ja, nur gesund reicht eben dann auch nicht.
Und trotzdem ist der Trend zumindest in den USA klar.
Die Leute wollen wissen, was drin ist im Essen und sich gesünder ernähren.
Dazu kommen Initiativen wie Make America Healthy Again vom Gesundheitsminister.
Mr.
Robert Kennedy Jr., der nicht nur gegen Impfungen, sondern auch gegen hochverarbeitete Lebensmittel ist.
Und auch die Verbreitung von Abnehmenspritzen wie Osampic von Novo Nordisk oder Manjaro von Elay Lilly, die gelten als Teil der Ursache, dass sich die richtig ungesunden Fastfood-Ketten jetzt immer schwerer tun.
Darüber haben wir hier ja auch schon mal gesprochen.
Ein Haken bei dem Trend gibt es aber noch.
Nicht jeder kann sich das gesündere Fastfood leisten.
Die Bowls bei Honeygrew und Co.
gehen so bei 13 Dollar los.
Es klingt jetzt erstmal nicht wahnsinnig viel, verglichen zumindest zu den Summen, über die wir hier sonst so sprechen.
Aber man muss das im Verhältnis zu einem der Fastfood-Klassiker in Amerika sehen, dem Costco-Hotdog.
Seit 1985 kostet der bei der Warenhauskette unverändert 1,50 Dollar, inklusive eines Softdrinks.
Der Preis gilt intern als Sacrosanct.
Costco verkauft rund 200 Millionen Stück davon im Jahr.
Da will man dann doch auch besser nicht wissen, was genau drin steckt.
Aber Ausnahmen bestätigen eben die Regel.
Der Trend geht klar zu mehr Transparenz, mehr Gesundheit und damit zum neuen Fast Casual Food.
Die AAA-Idee des Tages.
Philipp, wie viele Leute aus deinem Umfeld tragen Brille oder Kontaktlinsen?
Puh, viele.
Ich würde fast sagen, die Mehrheit.
In Deutschland sind es fast alle.
86 Prozent der Erwachsenen zwischen 35 und 74 brauchen eine Sehhilfe.
Das zeigt die Gutenberg-Gesundheitsstudie aus Mainz.
Schlechte Augen sind also nicht die Ausnahme, sondern werden mehr und mehr zum Normalfall.
Trotzdem reden wir über einen Wachstumsmarkt und deshalb natürlich in unserer heutigen AAA-Idee genau darüber.
Denn eine Gruppe wächst rasant.
Die Kurzsichtigen bei einer Untersuchung 19-jähriger Wehrpflichtiger in Seoul in Südkorea, da waren 96,5 Prozent kurzsichtig.
In Taiwan sind es rund 84 Prozent der jungen Erwachsenen.
Der Grund ist nicht die Genetik, sondern die Art, wie Kinder ihre Augen benutzen.
Viel auf kurze Distanz schauen, ins Buch oder aufs Display und zu wenig Tageslicht draußen.
Das Auge wächst dann ein Stück zu lang, auf nur ein paar Millimeter, aber die reichen, die Nähe bleibt scharf, die Ferne verschwimmt und weil das Auge nicht wieder schrumpft, bleibt es dann ein Leben lang so.
Ja, ob das wohl ein Buch oder ein Display ist, auf das da zu viel geschaut wird.
Eine viel zitierte Studie im Fachblatt, Achtung, jetzt kommt ein wirklich unaussprechlicher Name, das Fachblatt heißt nämlich Ophthalmology rechnet damit, dass 2050 rund die Hälfte der Menschheit kurzsichtig sein wird.
Knapp 4,8 Milliarden Menschen.
Für Augenärzte ist das ein Problem.
Für unsere heutige AAA-Idee ist es das Geschäftsmodell.
Die Rede ist von Cooper Companies aus St.
Raymond in Kalifornien.
Die weltweite Nummer 2 bei Kontaktlinsen mit knapp 30% Marktanteil.
Vor ihr liegt nur noch Johnson & Johnson mit AccuVue.
Der Markt wächst seit Jahren verlässlich um 4 bis 6 Prozent und die Kunden bleiben.
In den USA, dem größten Markt, sind Kontaktlinsen nämlich verschreibungspflichtig.
Da steht dann die Marke auf dem Rezept.
Cooper hat 18 Jahre jetzt in Folge die Marktanteile gewonnen.
Wobei der Konzern nicht nur an Kurzsichtigen verdient.
Thorische Linsen für Hornhautverkrümmung und Multifokale für alle, die ab Mitte 40 in der Nähe nicht mehr scharf sehen, machen zusammen die Hälfte des Linsenumsatzes aus.
Rund 1,5 Milliarden Dollar sind das.
Es sind die teuren Produkte und sie wachsen mit der Alterung der Industrieländer von allein.
Dazu verdrängen Tageslinsen die alten Monatslinsen, weil sie nicht gereinigt werden müssen.
Für den Kunden sind das rund zwei Dollar am Tag für beide Augen, für den Hersteller die margenstärkste Variante.
Und mit MySight hat Cooper eine Linse, die das Fortschreiten der Kurzsäßigkeit zwischen 10 und 18 Jahren bremsen soll.
Da hat der Konzern auch quasi ein Monopol drauf.
Und auch die Zahlen stimmen.
Rekordumsatz von 1,1 Milliarden Dollar im zweiten Quartal, 8% mehr als im Vorjahr.
Der bereinigte Gewinn je Aktie plus 26%.
Das zehnte Quartal in Folge über den Erwartungen.
Und jetzt kommt aber der Punkt, um den es hier eigentlich geht.
Cooper will seine zweite Sparte verkaufen.
Die heißt Cooper Surgical und macht ein Drittel des Geschäfts aus.
Wells Fargo taxiert den Preis auf rund 4,1 Milliarden Dollar.
Danach bliebe der einzige große reine Kontaktlinsenhersteller der Welt übrig.
Die Aktie steht bei rund 74 Dollar.
Das ist das 16-fache des erwarteten Gewinns.
Die Analysten sehen im Schnitt gut 80 Dollar als Kursziel.
Bleiben die Risiken?
Das organische Wachstum wurde im Juni auf etwa 4% gesenkt, wegen Schwächen in Asien, ausgerechnet dem Kernmarkt der Geschichte.
Ein Produktrückruf bei Cooper Surgical hat zuletzt zudem 271,6 Millionen Dollar gekostet.
Ja, und eine Dividende zahlt Cooper auch nicht.
Lass das bloß den Eckart nicht hören.
Unterm Strich ist es am Ende ja eine Wette dann auf zwei Dinge.
Dass der Verkauf der Surgical-Sparte kommt und dass die Augen der Welt schlechter werden.
Und zumindest für das Zweite spricht gerade wirklich sehr viel.
Das war alles auf Aktien.
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Arthur hat uns einen Kommentar bei Spotify hinterlassen, den lese ich jetzt einfach mal vor.
Die KI-Blase platzt vielleicht bald?
Das tut sie seit 2023.
Was für eine Blase platzt denn seit mittlerweile drei Jahren?
Ich höre schon euren Podcast im August 2035.
Zitat Experten des Analystenhauses Labara, Barber und Sanz sehen eine gestiegene Wahrscheinlichkeit für das Platzen der KI-Blase.
Leute, nicht jede Blase platzt.
Manche verlieren kontinuierlich Luft, bis sie platt sind.
Zitat Ende.
Okay, Laberababer in Suns finde ich wirklich ziemlich witzig.
Und Arthur hat natürlich einen Punkt.
Man kann in Anlehnung an Paul Samuelson sagen, die Analysten haben neun der letzten vier Blasen richtig vorhergesagt.
Und dann hat dich lieber Philipp Julia noch ein bisschen aufgeklärt in den Kommentaren.
Sie schrieb, ja, der Airfryer kann am Ende alles wieder in den Ofen, aber Pommes, Fisch und Brötchen werden knuspriger und es verbraucht noch weniger Strom als der Ofen.
Siehste?
Ich bin doch also kein einziges Konsumopfer.
Ich habe aber auch noch die Antwort auf den Kommentar von Julia gelesen.
Und da hat nämlich Metalhead geschrieben, nö, es wird nicht alles automatisch knuspriger.
Im Umluftbackofen kann ich drei volle Bleche Pommes knusprig backen.
Je nach Airfryer kommt es auf die Korbgröße an, wie viele Portionen Pommes knusprig werden.
Dann muss man die wenden und, und, und.
Ich bleibe auch beim Team Backofen.
Ihr seht.
Bei uns gibt es nicht nur Börsenideen, sondern auch Küchentipps.
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Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
