# AI Infrastructure Shifts and Retail Resilience

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-08-11

## Transcript

Warren Buffetts Business Partner Charlie Munger hat oft gesagt, dass Costco das beste Business ist, das er kennt.
Leider ist Costco an der Börse auch wirklich sehr teuer.
Wir haben heute eine günstigere Kopie dabei, beziehungsweise eigentlich sogar das Original.
Außerdem gibt es einen KI-Profiteur, der Uhren baut.
Und davor gibt es natürlich die aktuellen News.
Mein Name ist Noah Leidinger.
Heute ist Dienstag, der 11.
August.
Und das ist ohne Aktien wird schwer.
Gesponsert wird dieser Podcast von Scalable Capital, dem Broker, der auch einen eigenen KI-Chatbot hat, der euch alle möglichen Fragen rund um Aktien und Wirtschaft beantwortet.
Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Neben Robotern, KI und Quantencomputern kriegt gerade ein anderes großes Zukunftsthema, eine andere große Zukunftsvision, wieder ein bisschen Rückenwind, nämlich Flugtaxis.
In Deutschland sind wir da ja mit Lilium ziemlich krass gescheitert, auch international gibt es jetzt noch keine riesigen Erfolgsbeispiele, aber es ist ein bisschen Bewegung im Markt.
Boeing hat sich zum Beispiel gestern mit 20% an Archer Aviation beteiligt und verkauft denen im Gegenzug die eigene Flugtaxisparte Whisk.
Die Aktie von Archer hat nach dem Deal gestern um die 10% zugelegt auf immerhin 5 Milliarden Dollar Börsenwert.
Und letzte Woche hat schon der Konkurrent Joby Aviation um die 20% zugelegt, auf sogar 9 Milliarden Dollar Börsenwert.
Bei Joby war der Grund übrigens, also der Grund für den Anstieg, eine Partnerschaft mit Atoms, das ist das neue Robotics Startup vom Uber-Gründer Travis Kalanick.
Gemeinsam mit Atoms will Joby eigene kleine Flughäfen bauen für Flugtaxis, sogenannte Vertipods.
Die sollen dann auch gleichzeitig riesige Ladestationen für zum Beispiel selbstfahrende Autos haben.
Ist jetzt alles noch sehr weit in der Zukunft, aber zumindest spannend zu sehen, dass da was vorangeht.
Noch schneller voran geht es im Markt für humanimäude Roboter.
Da soll diesen Monat einer der Weltmarktführer an die Börse gehen, nämlich Unitree aus China.
Und Privatanleger in China haben da Orders für 5.526 mal so viele Aktien abgegeben, wie überhaupt angeboten wurden.
Dazu muss man wissen, dass Börsengänge in China meistens extrem günstig bewertet werden.
Unitree zum Beispiel wird mit ca.
9 Milliarden Dollar bewertet.
Wenn man sich aber anschaut, zu welchem Preis Futures auf die Aktie gerade auf der dezentralen Kryptobörse Hyperliquid gehandelt werden, dann rechnen die eher mit 50 Milliarden Dollar Börsenwert.
Also wer der Aktien zugeteilt kriegt, am ersten Tag kann ordentlich Rendite machen.
Übrigens kam passend dazu noch ein Bericht raus, dass 97% aller humanoiden Roboter, die im ersten Halbjahr verkauft wurden, aus China gekommen sind.
Das waren zwar insgesamt auch nur um die 19.000 Stück, aber damit immerhin dreimal mehr als vor einem Jahr.
Unitry selbst hat übrigens um die 6000 Stück verkauft, noch mehr hat nur EdgyBot geschafft.
Flugtaxis und Roboter hatten wir jetzt schon, bleibt nur noch ein Thema, natürlich KI.
Da hat Mark Zuckerberg mal wieder einen langen Essay veröffentlicht und sich für Open-Source-Modelle eingesetzt.
Er will also die genauen Daten von den neuesten KI-Modellen bei Meta offen teilen und meinte, dass das auch der richtige Weg ist und er keinen Sinn darin sieht, die Modelle und die Macht...
vor allem die die Modelle mit sich bringen, in die Hand von einigen wenigen Firmen wie Anthropic oder OpenAI zu legen.
Welche Strategie jetzt genau hinter dem Essay und der Open-Source-Strategie steckt, ist schwer zu sagen.
Eine könnte sein, dass Meta Schwierigkeiten hat, bei den High-End-Modellen von OpenAI und Anthropic mitzuhalten und sie deswegen eben eine andere Differenzierung brauchen.
Dazu sieht man ja schon immer mehr, gerade bei Menschen und Firmen, die viel KI nutzen, dass sie oft auf offene Modelle aus China zugreifen.
Und da könnte Zuckerberg einfach eine Chance gesehen haben, eine amerikanische Open-Source-Alternative noch stärker zu machen.
Die Börse hat auf die News übrigens nicht so wirklich reagiert.
Bisschen mehr Reaktionen gibt es auf paar News in der Chip-Welt und ausnahmsweise mal schlechte Nachrichten gab es für Intel.
Die wollen nämlich 15 Milliarden Dollar an eigenen Aktien verkaufen, um mehr Geld für neue Investments wie den Bau neuer Chip-Fabriken zu kriegen.
An sich jetzt nichts Schlimmes, aber die Börse hat es natürlich lieber, wenn Investments aus dem laufenden Cashflow bezahlt werden und man eben keine Anteile abgeben muss.
Deswegen war die Aktie gestern leicht im Minus.
Leicht im Plus war die Aktie von Microsoft, die planen laut Die Information die Produktion von ihren eigenen KI-Chips hochzufahren und wollen auch versuchen, Firmen wie Anthropic zu überzeugen, mehr von den eigenen KI-Chips zu nutzen.
Dazu muss man wissen, dass Microsoft in dem Chip-Bereich bisher sehr weit hinter Google und Amazon liegt, die ja schon sehr gute Chips haben und die auch in großen Mengen an externe Kunden vermieten.
Aber sie fokussieren das eben noch immer, wollen da aufholen.
Und das könnte auch ein Grund dafür sein, dass die Aktie von Nvidia gestern verloren hat.
Bisher ist Microsoft in dem Bereich nämlich noch sehr abhängig von Nvidia.
Und für die schlechte Nvidia-Stimmung könnte außerdem ein Artikel von der Financial Times gesorgt haben.
Laut dem arbeiten die nämlich gerade mit Apollo, Blackstone, BlackRock, Brookfield, Goldman Sachs und KKR an der Partnerschaft und wollen dann gemeinsam mit denen 500 Milliarden Dollar in den Bau von KI-Infrastruktur investieren.
Sowas löst an...
der Börse natürlich direkt Sorgen aus, dass Nvidia da wieder versucht, indirekt den eigenen Umsatz zu pushen.
Gepusht wurde neben KI noch die Aktie vom australischen Unternehmen Sunrise Energy Metals.
Die fördern seltene Erden und das ist ja ein Bereich, wo Trump unabhängiger von China werden will.
Und deshalb kriegt Sunrise jetzt bis zu 400 Millionen Dollar an Kredit vom Verteidigungsministerium der Amis.
Die Aktie hat das Ganze gestern so um die 15 Prozent nach oben gepusht und keinen Friedenspush gab es leider im Iran-Krieg.
Da meinte Trump, dass die USA nur so halb mit dem Iran verhandeln.
Ich habe es schon angekündigt, jetzt gibt es eine Costco-Gopie und gleichzeitig eine ganz spannende Wette auf Entwicklungsländer.
Wenige Menschen haben den Einzelhandel so geprägt wie Sol Price.
Arthur Blank hat sich mit ihm zum Mittagessen getroffen, bevor er Home Depot gegründet hat.
Sam Walton hat in seiner Biografie geschrieben, dass er sich von keinem Menschen mehr Ideen geliehen hat.
Und die Gründer von Costco haben ihre Karriere in Prices erster Kette angefangen.
Price hat nämlich in den 50ern das Clubstore-Modell erfunden, also Läden, bei denen man einen Jahresbeitrag zahlen muss, um überhaupt reinzudürfen.
Dafür kriegt man dann aber auch deutlich bessere Preise.
Am besten kennt man das Modell ja von Costco und die sind 1993 mit Price Club, also einer Kette von Soul Price, verschmolzen.
Ein paar Filialen in Zentralamerika wurden aber nicht aufgenommen, weil sie damals zu klein und zu weit weg für Costco waren und aus denen ist Price Smart geworden.
Mit heute knapp 60 Standorten ist das quasi das Costco von Lateinamerika und geführt wird die Kette vom Enkel von Soul Price.
David Price.
Eine Mitgliedschaft kostet entweder 45 Dollar oder 90 Dollar im Jahr und über 90 Prozent der Mitglieder verlängern jedes Jahr.
Das ist sogar ein bisschen mehr als bei Costco.
Dafür bekommen die dann nicht nur die besten Produkte zu günstigen Preisen, sondern auch Zusatzangebote wie zum Beispiel Sehtests und andere Gesundheitscheckups.
Mittlerweile kommen fast 30 Prozent vom Umsatz aus Eigenmarken.
Das ist ungefähr so viel wie bei Costco.
Und weil nicht noch ein anderer Hersteller bezahlt werden muss, hat man hier höhere Margen.
Das eigentlich Coole an dem Clubstore-Geschäftsmodell ist aber, dass die 2 Millionen Mitglieder ihre Beiträge im Voraus zahlen und weil die 40% vom operativen Gewinn ausmachen und dem fast keine Kosten gegenüberstehen, ist ein großer Teil vom Gewinn schon abgesichert, bevor überhaupt wer einkaufen war.
Und genau diese Beiträge wachsen aktuell am schnellsten, im letzten Quartal knapp 18%.
Das liegt einmal daran, dass die Mitgliederzahl um knapp 10% gestiegen ist, weil sie im Schnitt 3-4 neue Clubs pro Jahr aufmachen und auch in den bestehenden Läden mehr Mitglieder kommen.
Und dann wechseln auch immer mehr auf den teureren Premium-Plan.
Aktuell sind gut 20% der Mitglieder auf diesen teureren Plan.
Vor fünf Jahren waren es nur die Hälfte.
Costco hat ja auch sein eigenes Premium-Angebot und mittlerweile sind da knapp 50% aller Mitglieder drin.
Da gibt es also eine Chance, die hat der Markt aber leider auch schon gesehen.
Der Börsenwert ist in den letzten zwölf Monaten fast 60%.
auf über 5 Milliarden Dollar gestiegen.
Damit liegt das KGV bei 33.
Schnitt der letzten 10 Jahre ist 26.
Jetzt könnte man argumentieren, dass Costco selbst ein erwartetes Kursgewinnverhältnis von 43 hat und durch die Größe deutlich langsamer wächst.
Auf der anderen Seite ist Costco natürlich eine sehr, sehr stabile Firma.
Dass Pricemart auf 43 kommt, wäre also schon sehr, sehr ambitioniert.
Aber wenn sie ihr KGV von 33 halten können und dann jedes Jahr um 10% den Umsatz steigern, sind auch das 10% Rendite pro Jahr.
Klar sein sollten einem aber auch die politischen Risiken.
Pricemart hat zwar durch die Mitgliedsgebühren stabilere Umsätze und tendenziell auch eine reichere Zielgruppe.
In manchen Ländern sind zum Beispiel viele Amis, die ihren Ruhestand im Ausland verbringen und dann gern bei Pricemart einkaufen.
Trotzdem bleibt es politisch nicht einfach.
In Trinidad ist es zum Beispiel nicht einfach, die lokale Währung in US-Dollar umzuwandeln.
Da kann die Firma das Geld also nicht so einfach in die USA und damit zu Aktionären ziehen.
Dazu gibt es in Ländern wie Jamaika viele Hurricanes.
Das kann man aber auch positiv sehen.
Pricemart baut seine Gebäude deutlich stabiler, als es in den Ländern üblich ist und ist damit auch in Krisenzeiten oft eine stabile Bank, während Konkurrenten Probleme haben.
Insgesamt ein Name, der mir zu teuer wäre, den ich aber im Blick behalten werde, falls die Bewertung mal günstiger ist.
Und wir reden hier immer mal wieder drüber.
Wenn ein Produkt sich nicht verändert, aber der Preis steigt, wird das Produkt als Ganzes schlechter.
Das ist nun mal so.
Der Preis gehört zum Produkt.
Man soll im Goldrausch ja am besten in die Schaufelverkäufer investieren und deshalb spricht die Börse seit über einem Jahr über alle möglichen Firmen, die Schaufelverkäufer im KI-Goldrausch sind.
Chip- und Chip-Maschinenhersteller sind dann natürlich die ganz offensichtlichen Kandidaten, aber auch ganz viele Firmen im Energiebereich wie Siemens Energy oder auch Firmen im Glasfaserbereich wie Corning.
Aber über einen Schaufelverkäuferbereich haben wir noch nicht gesprochen, nämlich über Uhren.
Einfach gesagt müssen die ganzen Daten in einem Rechenzentrum nämlich nicht nur schnell fließen, sie müssen auch genau zur richtigen Zeit fließen.
Traditionellerweise passiert das oft mit einem sogenannten Quarz-Oszillator.
Seit Jahren versuchen aber Firmen sowas mit einem Mikrosystem hinzukriegen.
Oder einfach gesagt, statt dem Quarz-Kristall wird eine ähnliche Funktion aus Silizium gebaut.
Das ist dann weniger temperaturempfindlich, kann deutlich kleiner gebaut werden.
Man kann die Oszillatoren auch immer wieder auf neue Frequenzen einstellen und man produziert das Ganze wie normale Chips.
Das Ganze kann also auch besser skaliert werden.
Jetzt ist es so, dass in dem Markt echt lang viel Geld versenkt wurde, weil das technisch einfach sehr schwer ist, sowas überhaupt hinzukriegen.
und weil Quarz-Oszillatoren auch einfach sehr gut funktioniert haben.
Aber eine Firma hat sich da in den letzten Jahren durchgesetzt, nämlich das 2005 im Silicon Valley gegründete SideTime und die profitieren enorm davon, dass in komplexen KI-Rechenzentren immer mehr kleine, sehr exakte und hitzeresistente Zeitkomponenten verbaut werden.
Das sieht man auch daran, dass sie 2019 12% vom Umsatz mit Rechenzentren gemacht haben, letztes Jahr waren es über 50% und sie selbst sagen, dass der Markt, den sie mit ihren Produkten beliefern, von einer Milliarde in 2021 auf vier Milliarden im nächsten Jahr anwachsen wird.
Nebenrechenzentren beliefert SideTime übrigens zum Beispiel Apple und steckt gleich mit Parkkomponenten im iPhone 16e und dazu sind sie im Automobil, Flugzeug oder auch Militärbusiness unterwegs und es stecken zum Beispiel in einem einzigen Leo-Satelliten bis zu 2000 Dollar an SideTime-Komponenten.
Aber wie gesagt, die größte Chance sind sicher die Rechenzentren.
Sightime hatte auch vor ein paar Tagen die Übernahme von der Timingsparte vom japanischen Chip-Giganten Resonance abgeschlossen.
Und die macht schon 75% vom Umsatz nur mit Rechenzentren.
Bei Sightime insgesamt ist es wie gesagt ein bisschen weniger als die 75%.
Aber der Bereich ist letztes Quartal 180% gewachsen und ist damit das neunte Quartal in Folge über 100% gewachsen.
Außerdem denkt Zeit Time, dass sie insgesamt über 5 bis 8 Jahre mit über 30% oder sogar noch mehr wachsen können.
Und woher das Wachstum ganz praktisch kommt, hat der CEO letztens in einem Investorengespräch ganz gut erklärt.
Generell ist es ja so, dass die KI-Infrastruktur sehr stark in Richtung der sogenannten Rack-Scale-Architektur geht.
Früher hat Nvidia also einfach gesagt die Chips geliefert, die dann vom Kunden in ein Metallgestell gepackt wurden, den sogenannten Rack, und dort waren dann sehr viele eigenständige Server verbaut.
Heute ist es so, dass Nvidia selbst die kompletten Racks designt, die eher wie ein großer Chip funktionieren und solche Racks werden dadurch viel dichter und es wird immer wichtiger, dass die einzelnen Komponenten perfekt synchron laufen.
Das führt dazu, dass SideTime vor ein paar Jahren ca.
200 Dollar an Equipment in einem Rack verbaut hat.
Heute verbauen sie eher 600 Dollar pro Rack.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass über SideTime gerade in Deutschland noch nicht so viel geredet wird, aber die Firma wird trotzdem mit 22 Milliarden Dollar bewertet.
Und das ist für eine Firma, die dieses Jahr um die 900 Millionen Dollar Umsatz machen wird und gerade so profitabel ist, schon teuer.
Wenn der Trend so weitergeht, kann das sicher aufgehen.
Einem sollte aber eben bewusst sein, dass bei der hohen Bewertung nicht nur Upside, sondern eben auch einiges an Downside da ist.
Und dazu sollte man auch wissen, dass SideTime gerade eine sehr starke Marktposition hat und überraschend wenig Konkurrenz.
Aber ein kanadisches Startup hat gerade Ende Juni über 50 Millionen Dollar von Investoren gekriegt, um eben SideTime Konkurrenz zu machen.
Ich hab morgen keine Zeit.
Du wirst Zeit haben.
Du wirst Zeit haben, sonst schaffe ich sie dir.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Potsdas bei OMR.
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Bis morgen, alles Gute, adios.
