# Private Equity, Insurance, Korean Markets, and Red Bull

**Podcast:** Mikroökonomen a.k.a. Mikrooekonomen
**Published:** 2026-08-11

## Transcript

Mikroökonomen, der Podcast über Wirtschaft.
Wir blicken hinter die Kulissen.
Analysen, Berichte und Debatten aus der Welt der Politik und der Märkte.
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Heute ist Mittwoch, der 5.
August 2026.
Willkommen zur 356.
Folge der Mikroökonomen.
Hallo Jens, ich grüße dich.
Hallo, einen wunderschönen guten Tag.
Wir haben heute zwei schlappe Themen.
US-Lebensversicherung, PE-Gesellschaften und Private Credit Investitionen.
Institutionalisierter Moral Hazard.
Keine Ahnung, worum es geht, aber ich bin nämlich im südkoreanischen Aktienmarkt versunken.
Und das Thema wird ganz anders sein, als es ihr euch jetzt vorstellt aus der Nachrichtenlage heraus.
Da machen wir heute nur Finanzmärkte sozusagen.
Das ist ja grandios.
Sonderfolge Finanzmarkt.
Jetzt kommen wir zu den allgemeinen Hinweisen.
Wir haben bei der Foreign Times eine neue Premium-Folge.
Die alten sind quasi jetzt über den Juli hinweg jede Woche eine veröffentlicht worden.
Die letzte war mit Hannah Notte, die rausgekommen ist zu Russland in Nahost.
Hannah Notte hat jetzt auch passenderweise gerade ein Buch rausgebracht über Putin.
Und die neue Premium-Folge.
Da, also bei Auslandsbericht, Schrägstrich Foreign Times, ist mit Gulené Atay über Nahost und Irans Wirken in Nahost und wie sie da so ihre Milizen aufbauen und wie das alles miteinander verwoben ist und so weiter.
Also wer das schon immer mal wissen wollte, auslandsbericht.de dahin.
Beim Mikroökonom haben wir noch die Premium-Folge zu KI und Europas Wettlauf gegen die Zeit.
Ich habe irgendwie versucht, nebenher zwei andere noch aufzunehmen, aber irgendwie hatte ich Zusagen und dann nie wieder was gehört.
So läuft das hier manchmal.
Muss ich mir jetzt also wieder was Neues raussuchen.
Ja, nimm es nicht persönlich.
Ja, nie.
Das ist wichtig.
Aber nachhaltig.
Und in dem Sinne www.mikroökonomen.de.
Das ist unsere Seite zu diesem Podcast hier.
Dann haben wir noch auslandsbericht.de.
Da findet ihr Podcast wie auch Newsletter zu Auslandsthemen.
Das ist dann auch der...
Podcast Foreign Times.
Das wird ja gerade alles zusammengeführt.
Also wer irgendwas von der Foreign Times will, muss jetzt auf auslandsbericht.de gehen.
Da haben wir natürlich noch ein Steady-Abo.
Da ist dann alles zusammen.
Also auslandsbericht.de wie auch Mikroökonom.
Das ist quasi so ein Gesamt-Abo.
Da dann auch der Hinweis.
Ich habe ein neues Newsletter-Format gemacht.
Ich sammle so meine ganzen Links, die ich so lese, also die, die ich interessant finde, die anderen nicht.
Pack die in die AI, lass da was draus entwickeln und schreib dann daraus wiederum ein Newsletter.
Also quasi so eine Art Filter- und Vorbereitungssystem für mich.
Ich finde das ganz...
Interessant wird das auch ein bisschen ausbauen.
Da können dann auch Bücher mit verarbeitet werden, Jens, wenn ich dir da so diesen netten Hinweis geben darf.
Ja, das ist richtig.
Ich habe es noch nicht geschafft.
Alles gut, aber ich habe tatsächlich das mit reingebaut, dass wenn ein Buch mit Inhalten ich da etwas habe oder vermerke, dann kann ich da tatsächlich das auch damit reinfließen lassen.
Also ich brauche mir das immer etwas umfassender.
So eine Art Wissens.
Cool im Hintergrund.
Jedenfalls wird all das möglich durch euch, eure Premium-Abos, Spenden, Daueraufträge, verteidende sozialen Netzwerken, Hinweise, Hörerwünsche und so weiter und so fort.
Dafür vielen Dank.
Und wenn ihr uns noch etwas mitteilen möchtet, also zum Beispiel die Hörerwünsche, dann wären das per E-Mail an mh.mikroökonomen.de oder auf Mastodon und Reddit findet ihr uns jeweils als Mikroökonom.
Ich gucke da ab und zu mal rein und verarbeite das dann.
Worüber reden wir denn heute nicht?
Also ich werde heute nicht reden.
Ich hatte es fast vor, aber ich habe mich dann doch nicht kompetent genug gefühlt über die Frage, wann und wie die KI-Blase an den Kapitalmärkten platzt.
Es ist tatsächlich das große Thema, habe ich aktuell das Gefühl, sowohl bei mir beruflich als auch was so meinen Medien.
Konsum angeht.
Also ich finde die Pieces, die versuchen irgendwie zu erklären, was da jetzt alles schief läuft mit zirkulären Finanzierungen und ja, Sachen, die stark an 2008 und die Finanzkrise am US-Subprime-Markt erinnern, die nehmen langsam doch sehr, sehr zu.
Ich weiß nicht, ob das eher Kontrasignal ist.
Mal schauen.
Ich bin ja noch entspannt, was das Thema betrifft, wenn du dich erinnerst.
Ich hatte ja auch noch mal für ein, zwei Folgendes drin.
Also bin ja jetzt gar nicht so unentsprechend.
Ich bin aber auch nicht frei von diesem Thema.
Also ganz klein wenig werden wir heute darüber reden, weil ich ja über den koreanischen Aktienmarkt rede, der wiederum sehr stark davon geprägt ist, von diesem Thema wiederum, allerdings nur im DRAM-Bereich.
Von daher, tja, schwierig, dass wir nicht darüber reden, aber...
Nicht ausführlich.
Unabhängig davon haben wir ja immer noch Katharina Reiche und wie sie da so im Hintergrund ihr eigenes Ding dreht.
Da gibt es immer wieder neue Berichte, auch in Sachen China.
Fährt sie quasi eine dem Kanzler entgegengerichtete Strategie und verspricht da irgendwelche Sachen, haut da irgendwelche Zeugs raus, unterdrückt irgendwelche Berichte.
Das ist schon sehr interessant, was man sich so alles erlauben kann, wenn man unter Friedrich Merz als Ministerin so agiert und was die CDU auch so alles hinnimmt und wo dann so ihre Grenzen sind.
Also ich glaube, das ist jetzt nochmal sehr stark sichtbar geworden in den nächsten Wochen, aber wir werden das jetzt auch nicht mehr vertiefen.
Ja, ich habe das Gefühl, dass wir eigentlich seit Gerhard Schröder so ein bisschen so eine Führungskrise an der Spitze der deutschen Regierungen sehen.
Also ich finde, Merkel hat sich ja schon nicht sehr dadurch ausgezeichnet, dass sie das Heft kontinuierlich in der Hand hatte.
Aber hier die zwei Herren danach, die sind ja...
Also Tönen immer laut, aber sind dann nicht in der Lage zu handeln.
Der Herr Scholz hat ja noch damit geglänzt, dass er quasi nichts sagen wollte.
Wieso?
Bei ihm hieß es doch, wer Führung bestellt, der kriegt bei mir Führung.
Genau.
Und dann kriegt er nicht mal eine Antwort und das ist Führung.
Während März laufend was verspricht und ankündigt und dann irgendwie, naja, es schon veranlagt ist, dass es nicht wirklich so klappen kann.
Aber Jens, Private Equity?
Private Credit und US-Lebensversicherung.
Was ist, was passiert?
Habe ich was verpasst?
Ne, bisher ist noch nichts passiert, aber es gibt zusehends ähnlich wie bei der KI-Blase und letztlich ist es schon auch so ein bisschen in diesem ganzen Thema so mit enthalten und verwoben, weil einfach die Finanzierungsformen letztlich sehr ähnlich sind.
Also ich habe einen Podcast gehört, Odd Lotz von Bloomberg und der hatte das Thema oder den Titel Why Private Credit Got Entangled With Insurance.
Also wie...
Private Credit, also private Kreditaufnahmen auf den Bilanzen von US-Lebensversicherern landen.
Das ist eigentlich so seit ein bis zwei Jahren immer so eine Randnotiz gewesen und ich habe mir gedacht, ich widme mich dem Thema mal.
Und ich würde es versuchen, von allgemein zu speziell durchzugehen und am ganz allgemeinsten anfangen, nämlich eigentlich möchte man ja als Gesellschaft, wenn man von funktionierenden Kapitalmärkten spricht und auch auf anderen Ebenen und Themen so ein bisschen ähnlich wie im Umweltrecht so ein Verursacherprinzip haben.
Also die Leute, die den Karren in den Dreck fahren, die sollen sich dann auch darum kümmern, den Karren da A wieder rauszukriegen und B die Schäden, die dadurch entstanden sind, wieder gut machen.
Also klassisches Verursacherprinzip.
Klappt am Finanzmarkt im Regelfall nicht so gut.
Genau, klappt am Finanzmarkt natürlich nicht so gut, aber natürlich haben dann auch Regulatoren die Aufgabe, eben dieses Verursacherprinzip dann irgendwie doch möglichst sinnvoll zu implementieren und ich finde, als Gesellschaft hat man natürlich auch ein Interesse daran.
Also klassisches Beispiel war natürlich die Finanzkrise 2008, 2009 und mittlerweile gibt es halt so Krisenabgaben der Banken, die halt in so Fonds einzahlen, falls unter den Banken es da Probleme gibt.
Bei den Volksbanken in Deutschland muss ja auch regelmäßig mal gerettet werden, wie wir jetzt im laufenden Jahr sehen.
Also das ist dann nur nicht mehr so groß in den Medien, weil das immer so kleinere Geschichten sind.
Aber da gibt es regelmäßig Probleme zu vermelden.
Genau und wir hatten ja jetzt auch vor kurzem hier diese, was war das, die Versorgungskasse der Zahnärzte in Berlin-Brandenburg oder nur in Berlin, ich weiß es nicht genau.
Ja, auch so ein Rumzocker-Ding.
Genau, also da wird auch so wahrscheinlich irgendwie so eine Auffanglösung irgendwie gebastelt, wo dann vermutlich so ganz nach Solidaritätsprinzip irgendwie das Ganze versucht wird, nicht auf Steuerzahler.
Ich meine, klassischerweise haben wir das ja eigentlich an den Kapitalmärkten so ein bisschen.
Also eigentlich würdest du ja erwarten, wenn jemand irgendwie rumzockt und große Risiken eingeht.
Mit großen Risiken heißt es halt auch, da kommen auch große, sowohl große Gewinne als auch große Verluste können damit realisiert werden.
Das ist eigentlich ein ganz gutes Prinzip.
Du willst sagen, Spekulation wurde errichtet, weil...
dass noch die beste Variante ist, um dieses Thema aufzufangen.
Ich glaube, klassischerweise heißt es Marktdisziplin.
Also der Markt bestraft oder belohnt halt letztlich Risikoappetit.
Und im Optimalfall müssen halt staatliche Garantien da eigentlich nicht rein.
Wir kennen das halt aus der Finanzkrise, dass da hieß too big to fail.
Also wir können die Banken nicht hängen lassen.
Das sollte natürlich eigentlich vermieden werden.
Siemens Energy.
Markus heute so kritisch.
Ich will nur sagen, ich wollte das jetzt gar nicht so kritisch sehen, weil ich finde ja bei Siemens Energy im Lufthansa hat es total Sinn gemacht.
Also die haben das zurückgezahlt oder Siemens Energy ist noch dabei und man hat ein Unternehmen am Leben erhalten, was Arbeitsplätze hat, was sonst vielleicht große Probleme gehabt hätte.
Also ich will nur sagen, manchmal macht es auch einfach Sinn, da einzugreifen.
Auf jeden Fall, genau.
Und jetzt kommen wir.
Auf spezifische Problem.
Was können wir beobachten?
Wir können beobachten, dass große Private Equity Gesellschaften in den letzten Jahren vermehrt Lebensversicherungen gekauft haben in den USA und die als Finanzierungsplattform für Private Credit Emissionen nutzen, was erstmal, glaube ich, gar kein Problem ist.
Aber...
Wo es ein Problem wird und da kommt jetzt wieder dieses Thema Verursacherprinzip und Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren ins Spiel.
Wir sehen halt, dass es regulatorische Anreize gibt in der Aufsicht von US-Versicherungsgesellschaften, die eben einen erheblichen Teil des Risikos auf andere Versicherer und letztlich die Steuerzahler verschiebt und nicht auf die Eigentümer.
dieser Lebensversicherungen, also auf die Private Equity Gesellschaften.
Ich erkläre gleich, wie das funktioniert.
Was haben wir in den letzten Jahren gesehen?
Wie schon gesagt, wir haben große Private Equity Häuser.
Die Namen, die man da so kennt, sind Apollo, Blackstone, KKR und ich glaube mittlerweile gibt es...
Wahrscheinlich irgendwie 10 bis 20 Dutzend Private Equity Firmen, die sich größere und kleinere US-Lebensversicherer aufgekauft haben.
Also Private Equity Häuser kaufen sich US-Lebensversicherer, weil...
Was haben Lebensversicherungen?
Lebensversicherungen haben klassischerweise etwas, was Asset Manager und Private Equity Firmen sehr, sehr lieben, nämlich sogenanntes Permanent Capital.
Also was machen Versicherungen und insbesondere Lebensversicherungen?
Die sammeln sich kontinuierlich von ihren Versicherten.
Versicherungsprämien ein und können dann über einen relativ langen Zeitraum, also bis zum Versicherungsfall und bei der Lebensversicherung ist das ja entweder der plötzliche Tod, den man sehr gut berechnen kann über ein großes Versicherungskollektiv oder eben dann die Versicherungsleistung ist dann irgendwann ganz, ganz lang in der Zukunft.
10, 15, 20, 40 Jahre manchmal.
Also man hat sehr langfristiges Kapital, man hat stabile Prämieneinnahmen, man hat eigentlich Fast keine täglichen Mittelabflüsse, die irgendwie überraschen können.
Und man hat halt unglaublich hohe Bilanzsummen.
Also dieses ganze Versicherungssystem.
Ich meine, jeder, der irgendwie...
In Deutschland ist das mit den Lebensversicherungen, glaube ich, gar nicht mehr so ein großes Thema aktuell.
Aber es gibt halt einfach wahnsinnig viele Kapitalsammelstellen, die als Versicherungen dienen.
Da ist unglaublich viel Geld vor.
Also früher war dieses traditionelle Versicherungsbusiness...
eigentlich relativ easy.
Du hast als Versicherer Prämien eingesammelt, du hast investiert in relativ sichere und langweilige Anlagen, hattest irgendwie eine kleine Aktienquote, Immobilienbesitz, hast vielleicht noch irgendwie in Infrastruktur investiert, aber den Großteil deines Vermögens oder des Vermögens deiner Versicherten, muss man ja eigentlich sagen, die du verwaltet hast, hast du angelegt in sichere Anleihen, weil genau diese sicheren Anleihen letztlich gut gepasst haben zu deinen sehr vorhersagbaren Auszahlungen, die du hattest, nämlich wenn halt die Versicherten ihre Lebensversicherung zurückgezahlt bekommen haben.
Und meistens sind das halt Staatsanleihen gewesen oder gut geratete Unternehmensanleihen.
Also relativ langweiliges Zeugs.
Sodass der Schwerpunkt der Kapitalanlage eigentlich so auf, das nennt sich dann immer so das klassische Dreieck der Kapitalanlage bei Versicherungen, Sicherheit, Liquidität und Solvenz lag.
Ja, das wolltest du im Grunde genommen immer.
möglichst maximieren als Versicherer.
Und der Fokus von Versicherungen früher, und wenn ich von früher rede, würde ich sagen, rede ich von, naja, die Zeit vor der Finanzkrise lag halt nicht auf Maximierung von Rendite.
So wie es halt bei Private Equity Gesellschaften ist.
So, jetzt kommen die Private Equity Gesellschaften hin und kaufen sich Lebensversicherungen.
Und man fragt sich, warum machen die das eigentlich?
Billig ein, weil die Rendite nicht so hoch ist.
Richtig, genau.
Die kaufen sich billig ein, weil die Rendite nicht so hoch ist.
Und warum machen die das?
Ja, es ist a.
günstig und b.
Es gibt eine Menge an guten Gründen.
Ich versuche sie mal irgendwie sinnvoll aufzulisten.
Ein Private Equity Eigentümer einer Versicherung ändert halt die Rolle der Versicherung.
Sehr grundlegend.
Also das Interessante für die Private Equity Gesellschaft ist gar nicht der Versicherer, das ist gar nicht das eigentliche Geschäft, sondern der Versicherer wird zu einer Finanzierungsplattform für die PE Gesellschaft.
Weil was haben denn diese Private Equity Gesellschaften meistens?
Die haben noch irgendwelche Asset Manager, die dienen als Berater, als Originator für Anleihen, Private Credit beispielsweise.
Was man als Private Equity Gesellschaft dann eben macht, ist man nutzt eben das Balance Sheet der Versicherung, um letztlich sein Business auf ganz, ganz unterschiedlichen Ebenen durch diese Bilanzsumme der Versicherungsgesellschaft höher rentierlich zu gestalten.
Also beispielsweise gehen Private Equity Gesellschaften hin und sagen, ja liebe Kapitananlageabteilung der Versicherung, wir brauchen euch nicht mehr, das macht jetzt unser hauseigener Asset Manager.
Dann verdient der hauseigene Asset Manager.
Letztlich die Gebühren, die man früher noch als Gehalt an die Mitarbeiter ausgezahlt hat, verdient jetzt der Inhouse Asset Manager Private Equity Gesellschaft für die Versicherung.
Das könnte man ja denken, senkt an die Gesamtkosten für die Kapitalanlage.
Aber tatsächlich ist es eben so, dass die Private Equity Gesellschaft das natürlich nicht an die Versicherten weitergibt, sondern das selber im Grunde genommen versucht zu extrahieren.
Also was passiert klassischerweise?
Private Equity Gesellschaft kommt rein, Kapitalanlage übernimmt der Hausinterne Asset Manager, die Versicherung bekommt natürlich weiter die Prämien von Versicherten und diese Prämien werden jetzt höheren tierlich angelegt.
Also was man früher so in relativ sichere und langweilige Anlagen angelegt hat, damit man irgendwie sichergestellt hat, dass die Verpflichtungen gegenüber den Kunden sichergestellt werden können, wird jetzt beispielsweise im Private Credit investiert.
US-Lebensversicherungsmarkt ist das Volumen, das auf den Bilanzen der Lebensversicherer liegt, im Private Credit ungefähr 1,8 Billionen US-Dollar gegen Ende letzten Jahres gewesen.
Also vermutlich mittlerweile so 2 Billionen US-Dollar.
Also Anleihen, die privat platziert werden, direkt bei den Lebensversicherungen und nicht über den Kapitalmarkt gehandelt werden.
Also letztlich wie Private Equity.
Nur eben nicht als Eigenkapitalinvestment, sondern eben als Fremdkapitalvehikel.
Das macht ungefähr mittlerweile 50% der gesamten Fremdkapitalinvestitionen der US-Lebensversicherungsbranche aus.
Und teilweise 40% der gesamten Vermögenswerte von einzelnen Versicherungen.
Und was ist der Vorteil daran?
A.
Du erhöhst die Rendite der Versicherung.
B.
Die Private Equity Fonds verdienen Management Fees.
Du schaffst sozusagen, wenn du als...
Private Credit Originator gleichzeitig auch noch handelst, dass du den Firmen, denen du letztlich Kapital leist, dass man sozusagen direkt auch einen Abnehmer hat.
Das heißt, man hat keine hohen Suchkosten oder Werbungskosten sozusagen.
Und gleichzeitig trägt man aber als Private Equity Gesellschaft gar nicht selber das Auswahlrisiko, sondern wer trägt eigentlich das Auswahlrisiko, wenn sowas passiert?
Der Versicherer.
Also der ist ja dein Gläubiger.
Wenn du eine Versicherung bist und jemand schließt einen Versicherungsvertrag mit dir ab, ist ja darauf angewiesen, dass du als Versicherung irgendwie den Versicherungsvertrag irgendwann zurückzahlen kannst.
Und wenn das mal nicht passieren sollte, dann trägt im Ernstfall, springt dann ein Sicherungssystem ein.
Das nennt sich dieses ganze Ding, dass die Private Equity Gesellschaften da so reingehen und das versuchen zu optimieren, nennt sich Extractive Transformation.
Ich glaube, das ist so ein ganz klassischer Begriff aus dem Private Equity Bereich.
Hört sich schon so ein bisschen nach Minen an.
Man extrahiert etwas, um es zu optimieren.
Und jetzt gibt es aber natürlich ganz spezifische Probleme, die mit Private Credit zusammenhängen.
Das erste ist so ein Transparenz- und Bewertungsproblem.
Also Private Credit, wie gesagt, es gibt keinen kontinuierlichen Marktpreis, weil er ja auch nicht im Markt gehandelt wird.
aktuell diskutiert wird, sind Private Credit, die an Softwareunternehmen gegangen sind.
Was sind die eigentlich noch wert in Zeiten von AI?
Also das, was klassische Softwarefirmen früher gemacht haben, irgendwie eine hochkomplexe Software zu verteilen, ist halt in Zeiten von Vibe Coding irgendwie ein Geschäftsmodell, wo nicht mehr so wirklich viel Wachstumspotenzial gesehen wird, sondern eher Schrumpfungspotenzial.
Das heißt, theoretisch müsste das Ausfallrisiko von Krediten an solche Softwareunternehmen eigentlich gestiegen sein.
So, jetzt haben wir halt private Kredite, das heißt, da wird kein aktueller Marktpreis irgendwie festgestellt.
Das heißt, Bewertungen entstehen letztlich über interne Modelle, über private Ratings, über Bewertungsagenturen, über Modellannahmen.
Das heißt, niemand weiß so öffentlich genau, wie viel eigentlich diese privaten Kredite eigentlich noch wert sind.
Und das erschwert dann natürlich für die Aufsicht.
von diesen Versicherungen, die Solvenzbeurteilung, es ist schwierig rauszufinden, was für Kapitalanforderungen machen die und vor allen Dingen, wie entwickelt sich die Bilanz in so Stresstests.
Also das ist schwierig für den Aufseher.
Hinzu kommen, dass es halt noch Interessenkonflikte innerhalb von so einem Private Equity Konzernen gibt.
Also wem dient denn eigentlich der Versicherer, dem Versicherungsnehmer oder dem Asset Manager?
Wenn man sich das mal...
am Beispiel von Apollo zum Beispiel anschaut, was ich glaube die größte Private Equity Gesellschaft der Welt mittlerweile ist.
Also Apollo als Private Equity Gesellschaft, sprich als große Kapitalsammelstelle, die ihren Investoren verspricht, wir nehmen dein Geld und schaffen es über Beteiligungen, dein Geld sehr stark zu vermehren und zwar mehr, als du es an den öffentlichen Kapitalmärkten bekommst.
Die haben sich Ich habe vor, ich glaube, über einem Jahrzehnt schon einen Versicherer gekauft, der heißt Atheni, also Athene.
Und da entstehen halt jetzt mehrere Rollen gleichzeitig.
Also Apollo, die Private Equity Gesellschaft, hat auch gleichzeitig eine Tochter, die Private Credit vertreibt.
Also sie originiert Kredite.
Gleichzeitig verwandelt eine Tochter von Apollo die Fonds und das Vermögen von Athene, dem Versicherer.
über eine Asset-Management-Tochter, erhält dafür Management-Fees und bewertet dann teilweise auch noch als Asset-Manager die Strukturen, die auch selber noch sozusagen aus dem Konzernkonglomerat Apollo kommen, in die Bilanzen der Versicherungen eingekauft wurden.
Und natürlich entstehen dadurch Interessenkonflikte.
Also im Grunde genommen ist es, die Firma kontrolliert sich selber.
Also man hat da irgendwie so ganz, ganz komische zirkuläre Risiken.
Versicherungen investiert in Fonds, Fonds investiert in Produkte, Produkte werden von Schwesterunternehmen originiert.
Diese landen dann wieder bei der Versicherung.
Es wird total schwierig auch zu erkennen, wo denn eigentlich die Risiken liegen, mit wem die Zusammenhänge.
Sind Vermögenswerte unabhängig voneinander oder sind die hochkorreliert und alles wird irgendwie hin und her geschoben.
Und ja, da entstehen halt dann ganz unterschiedliche, verschiedene.
Themen.
Jetzt ist eigentlich die Frage, warum ist sozusagen Private Credit eigentlich die Form, über die das funktioniert?
Also, dass Private Equity Gesellschaften sich Versicherer kaufen, ist ja schön und gut, aber warum packen die da Private Credit Investments rein?
Das Interessante an Private Credit halt, das ist sehr gut für diese extraktive Transformation, weil Private Credit einige Eigenschaften hat, die halt sehr, sehr gut zu diesem Business Model der Lebensversicherer passen.
Private Credit hat kaum Börsenpreise, schwer zu bewerten, geringe Transparenz, interne Bewertung.
Dadurch kann man einfach Risiken leicht verbergen und ein Versicherer kann dann eben auf dem Papier relativ gut kapitalisiert aussehen, obwohl die tatsächlichen Risiken dann deutlich höher sind.
Und da wird es wild, weil man ja eigentlich denkt, ja, da muss halt dann der Regulator aufpassen.
So, und jetzt kommt was.
US-spezifisches, das US-amerikanische Sicherungssystem für Lebensversicherungen.
Und dazu müssen wir eine kleine Differenz aufmachen und uns mal das US-amerikanische Bankensicherungssystem aussehen.
Und das ist relativ ähnlich wie in Europa.
Also es gibt eine Einlagensicherung in den USA über die FDIC, die Federal Deposit Insurance Company.
Da sind Einlagen bis zu 250.000 US-Dollar versichert.
Das heißt, in dem Fall, Wenn eine Bank pleite geht, dann zahlt die FDIC den Kunden der Bank alle Einlagen bis zu 250.000 Dollar zurück und die FDIC verlangt dafür für ihre Member-Banken Beiträge.
Die sind risikobasiert.
Da gibt es intensive Aufsichten, da gibt es Stresstests, da gibt es ganz konkrete Kapitalanforderungen und laufende Überwachung.
Das heißt, jede US-amerikanische Bank, die der FDIC angehört, muss kontinuierlich nachweisen, dass die Assets auf ihrer Bilanz, wie die aussehen, welches Risiko sie haben, welche Rendite sie abschmeißen und wie sie in Stresstests funktionieren.
Bei Lebensversicherungen ist das anders.
Und da habe ich wirklich gedacht, das gibt...
Es doch nicht.
Und zwar ist es bei Lebensversicherungen dieses ganze System insbesondere für die Gläubiger anders, also für die Versicherten anders.
Und jetzt wird es wild.
Also bei US-Lebensversicherungen gibt es keine föderale Aufsichtsbehörde.
Es gibt keine US-weite Versicherungsaufsicht, sondern die Versicherungsaufsicht in den USA ist Aufgabe jedes einzelnen Bundesstaates.
Was schon mal per se ein Problem ist.
Und dieses Problem hat man auch erkannt, aber man hat dann in den USA nicht gesagt, okay, wir brauchen irgendwie eine zentrale Aufsicht, sondern man hat gesagt, wir nehmen einfach den Branchenverband, die NAIC, die National Association of Insurance Commissioners, der letztlich dann die Aufgabe hat, US-weite Standards zu setzen und die Aufsicht über die Bundesstaaten hinweg so ein bisschen zu koordinieren.
Was die aber nicht haben, sind die ganzen Rechte.
die auf der einen Seite die FDIC bei den Banken hat, nämlich dass die FDIC zu den Banken geht und sagt, definiert mir mal bitte und zeigt mir ganz genau, was ihr da eigentlich getrieben habt, sondern die kriegen halt im Grunde genommen eine Bilanz und keine Auflistung der einzelnen Risiken.
Die Aufgabe der Rettung der Ansprüche von Versicherten, falls mal eine Lebensversicherung pleite gehen sollte, Macht dann auch nicht die NAIC als Aufsichtsbehörde, sondern das ist Aufgabe von sogenannten State Guarantee Funds.
Und diese State Guarantee Funds sind eigentlich keine Funds, sondern das sind eigentlich die Bilanzen oder die Vermögen der jeweiligen Steuerzahler in dem jeweiligen Bundesstaat.
Und das funktioniert so.
Wenn ein Versicherer insolvent wird, dann übernehmen andere Versicherer aus dem gleichen Bundesstaat die Verpflichtungen gegenüber den Versicherten des insolventen Versicherers, ohne dass irgendeine Lebensversicherung dafür jemals irgendwie auch nur einen Cent einbezahlt hätte im Vorhinein.
Also es gibt nicht irgendwie so eine Versicherung der Versicherer.
Diese Versicherungsleistung dieser State Guarantee Funds ist in den meisten Bundesstaaten so um die 300.000 Dollar.
Also ähnlich hoch wie bei den Banken, bei den Sichteinlagen, aber natürlich sind die meisten Lebensversicherungen deutlich höher dotiert als nur 300.000 Dollar.
Also normalerweise redet man da ja schon irgendwie so von wahrscheinlich teilweise Millionenbeträgen.
Also 300.000 Dollar entspricht ungefähr dem 40.
Perzentil aller versicherten Lebensversicherungsschadenssummen in den USA.
Also die untersten 40% sind sozusagen vollgedeckt und die obersten 60% nicht.
Ist ja erstmal weiter nicht schlimm wahrscheinlich, aber es ist auf jeden Fall anders als bei den Banken.
Und das Interessante ist, wenn dann die anderen Lebensversicherer, die erstmal die Verpflichtung gegenüber dem Versicherten übernommen haben, die erhalten dann später Steuergutschriften.
Und zwar in Höhe der Verpflichtungen, die sie gegenüber den Kunden der insolventen Versicherungen eingegangen sind.
Was faktisch nichts anderes heißt, als letztlich zahlt der Steuerzahler für die.
Versicherungsprämien, die noch gezahlt werden müssen nach der Insolvenz eines Lebensversicherers.
Wenn man das Ganze jetzt mal zusammenpackt, ist das natürlich ein Problem, weil dadurch komplett falsche Anreize entstehen.
Also Private Equity kann höhere Risiken eingehen, höhere Gebühren vereinnahmen, höhere Renditen erzielen.
Wenn das alles gut läuft, landet im Grunde genommen alles, was irgendwie an Mehrertrag generiert wird, nicht bei dem Versicherten oder bei der Gesellschaft, sondern bei den Private Equity Gesellschaften.
Wenn es schief geht, dann zahlen die anderen Versicherer und letztlich über dieses komische Bailout-System der Steuerzahler in dem jeweiligen Bundesstaat.
Also ganz, ganz klassischer Fall von dem, was wir eigentlich am Anfang gesagt haben, was wir vermeiden wollten, nämlich wir haben hier einfach so ein Moral Hazard Problem.
Also es wird belohnt dafür, höhere Risiken einzugehen und man trägt letztlich die Kosten nicht.
Um das Ganze festzuhalten, nochmal zum Schluss.
Also US-Lebensversichere werden gekauft von Private Equity Gesellschaften.
Die nutzen dann die Bilanzsummen der Lebensversicherungen, um an das Geld der Versicherer zu kommen, um ihre eigene Rendite zu steigern über Management Fees, über Private Credit, Bewertungsarbitrage.
Also dieses private Kredite haben keinen täglichen Marktpreis.
Dadurch lassen sie sich optimistischer bewerten.
Man kann eben verbundene Geschäfte in den Bilanzen der Versicherungen.
Und wenn das alles dann am Schluss gut läuft, hast du als Private Equity Gesellschaft einen geilen Job gemacht.
Der Versicherte hat nichts davon gesehen.
Und wenn das alles schief geht, zahlt am Schluss der Steuerzahler für die Kosten.
Und das ist der Grund tatsächlich, warum ein Großteil der US-Lebensversicherer von Private Equity Gesellschaften gekauft wurden in den letzten anderthalb Jahrzehnten.
Finde ich eine wilde Story.
Aber ich bin mal gespannt, wie sie das irgendwie...
Und vor allen Dingen, ob sie das wieder einfangen wollen?
Naja, also solange Donald Trump dran ist, da wird gar nichts passieren, oder?
Der hat doch ein Herz für Private Equity.
Naja, der hat vor allen Dingen ein Herz für Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren.
Also für seine eigene, bei anderen ist es ihm wahrscheinlich egal.
Schön, wie das so läuft.
Also ihr seht, ihr müsst auch nur ein bisschen kreativ sein und mal gucken, wie sowas funktioniert.
Ich möchte dazu sagen, in Europa läuft das anders.
Also das hier ist wirklich ein US-Thema.
In Deutschland zum Beispiel gibt es einen Rettungsversicherer.
Da zahlt jeder Kapitalversicherer in Deutschland, muss einzahlen.
Und die Bilanz mit dieser Rettungsversicherung ist auch entsprechend hoch.
Also da muss man sich keinerlei Sorgen machen.
Natürlich, wenn es irgendwann zu groß wird.
Das Thema muss dann doch wieder der Steuerzahler eindragen.
Aber normalerweise geht man davon aus, dass eben Versicherungen untereinander nicht so hoch korreliert sind, wie wir es von den Banken aus der GFC kennen.
Also zumindest gibt es da Sicherungssysteme, die greifen und die ja auch schon in der Vergangenheit gegriffen haben.
Und bisher lief das immer alles halbwegs gesittet ab.
Dann würde ich sagen, dann kommen wir doch mal zu Korea, Südkorea, um genau zu sein, nicht Nordkorea.
Also ihr habt es ja mitbekommen an den südkoreanischen Märkten.
Ich vermute mal, dass ihr es mitbekommen habt.
Das ging ja auch durch die deutschen Medien recht intensiv.
In Südkorea ist der Aktienmarkt etwas hohl gedreht.
Wilde Ausschläge.
Und ich wollte mir eigentlich mal anschauen, was da so genau läuft in Südkorea.
Ich habe da auch ein paar Freunde.
Keine Sorge, denen geht es gut.
Also die waren jetzt nicht betroffen.
Aber ich habe mir so gedacht, gucke ich mal rein.
Gucken wir das mal so ein bisschen an.
Machen wir ein bisschen was drüber.
Und irgendwie.
Habe ich mich dann in einer ganz anderen Sache verloren.
Es laufen nämlich zwei Sachen gleichzeitig.
Einmal diese Kurskapriolen.
Und dann gab es aber auch eine Regulierungsänderung in Südkorea Anfang des Jahres.
Und an der bin ich hängen geblieben.
Auch wenn die jetzt erstmal nur so als Nebenaspekt erscheint, glaube ich, hat sie dann doch eine etwas größere Auswirkung.
Was ich ganz interessant finde an diesen aktuellen Verwerfungen auch in Südkorea ist im Grunde das, was jetzt darauf folgen wird.
Investoren so in den letzten Jahren doch sehr stark in Südostasien agiert haben.
Also ich kenne das aus Indonesien vor allen Dingen.
Da waren die recht aktiv, haben auch begonnen, einen Haufen Geld reinzupumpen.
Also Kaffee-Ressorts, Restaurants, also ganze koreanische Communities entstanden.
Und jetzt bin ich mal gespannt, wie viel Geld da jetzt noch übrig geblieben ist.
Ist jetzt einiges vernichtet worden in der aktuellen Phase.
So, jedenfalls.
habe ich mich da etwas in diesem COSPI, das ist der koreanische Index, verloren.
COSPI, mein Korea Composite Stock Price Index.
Ich habe eine Weile mit der AI diskutiert, die mir dann erklären wollte, dass das O, COSPI, das C von Composite ist.
Sieht man mal, dass die das auch nicht so richtig verstehen.
Aber wir haben das dann geklärt.
Also der COSPI, das kann man, ich würde ihn als Leitindex betrachten.
So das, was der DAX in Deutschland ist, ein bisschen der COSPI, nur dass der COSPI quasi der Gesamtbereich ist.
Es gibt noch einen COSPI 100, 200 und so weiter, COSPI 50.
Aber ich meine den Gesamtbereich.
Und der ist von seinem Hoch bei 9.385,59, das war am 19.06.
auf ein Tief von 5.262,77 gefallen und zwar am 29.07.
Also das sind Monat und 10 Tage, 40 Tage.
Schlappe minus 56 Prozent.
Autsch.
Was wohl die Private Equity Gesellschaften dazu gesagt hätten, die da?
vielleicht auch involviert waren.
Also die Hedgefonds in Asien hatten jetzt nicht so einen guten Monat im Juli, so viel kann ich verraten.
Und die Leverage ETFs nicht.
Genau, da kommen wir dann noch ein klein wenig dazu.
Per Stand 4.
August hat er sich jetzt auf 6358,95 erholt.
Also die Welle scheint jetzt so ein bisschen abgeebbt zu sein.
Und jetzt haltet euch fest, trotz der Kursverluste.
ist der Index an 2026 über 50 Prozent im Plus.
Und auf Jahressicht, also in den letzten zwölf Monaten, sind es 100 Prozent zu gewinnen.
Könnte man ja sagen, ist alles in Ordnung, oder Jens?
Ja, kommt auf den Anlagehorizont an.
Und wann man eingestiegen ist.
Ja, wann man eingestiegen ist, mit welchem Produkt man eingestiegen ist und so weiter.
Getragen wurde das Ganze allerdings von nur zwei Aktien.
Also zu denen kommen wir später noch ein bisschen.
Und vorab, Jens, Mördwissen.
Wie viele Aktien sind im Kospi?
Im Composite, sagtest du, ne?
Ja, also im Gesamt.
Also nicht im Kospi 50.
Das wäre eine lustige Frage.
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung.
Ich würde mal sagen, das ist wahrscheinlich irgendwie mit dem deutschen Aktienmarkt irgendwie vergleichbar.
Wie viele deutsche Aktiengesellschaften gibt es, die groß gehandelt werden?
Ich würde mal sagen, vielleicht so 1000 oder so.
Und dann ist wahrscheinlich Südkorea doch ein bisschen kleiner.
600 vielleicht?
Also ich kenne Leute, die haben irgendwie 2.500 Aktien und mehr in ihren Depots, also verschiedene.
Die sind jetzt auch nicht alle gelistet, aber ich glaube 1.500 bis 2.000 haben wir in Deutschland.
Bin mir aber auch nicht so ganz ehrlich.
Eher 1.500.
Wer es genau weiß, meldet euch.
Für einen Cosby ist es allerdings auch nicht so einfach zu beantworten, wie man glaubt.
Also ich habe gefunden, 920 Aktien im Mai diesen Jahres.
Ich sage das mit etwas Vorsicht, weil es gerade ständig so Delisting oder Delisting-Androhungen gibt.
Und das ist mein Hauptthema heute.
In 2025 gab es rund 50 Aktien, die vom D-Listing bedroht waren und dann gab es im Regelfall auch kein D-Listing oder es gab wirklich wenige D-Listings.
Und in 2026 sind es per Ende Juli, also wir reden über den 31.
Juli und da sind 200 bedrohte Unternehmen.
Das ist, finde ich, bei einem Index mit 900, 920 Aktien doch recht viel eigentlich.
Ja, das ist brutal viel.
Die Frage ist, wie kommt das zustande?
Und das liegt unter anderem an in 2026 neu eingeführten Schwellen.
Also es gibt eine neue Regulierung und dann gibt es neue Schwellen für die Mindestmarktkapitalisierung am COSPI.
Die liegt nun bei 30 Milliarden Won, das sind ungefähr so 34, 35 Millionen Dollar.
Und es gibt gleichzeitig dazu eine neue...
1000 Won-Regel, was den Aktienkurs betrifft.
Das sind so ungefähr 61 Euro Cent.
Und wer da drunter fällt, hat das gleiche Problem wie bei der Marktkapitalisierung.
Es droht das D-Listing.
Beide Regeln laufen wirklich unabhängig voneinander.
Also wenn eine der Schwellen ausgelöst wird, kann sie genauso zum D-Listing führen wie die andere.
Und der Spaß wurde angekündigt im Februar.
Neue Regulierung hier.
tritt zum 1.
Juli in Kraft.
Daher haben wir jetzt nun Ende Juli die ersten Warnungen aus der Regeländerung und das System sieht ungefähr wie folgt aus.
Notiert eine Aktie 30 aufeinander folgende Handelstage.
Unter 1.000 Won oder besagten 30 Milliarden Won Markttapitalisierung wird ein sogenanntes Administrative Issue eingeführt.
Also die Aktie ist dann unter Beobachtung.
Und dann hat sie 90 Tage Zeit.
Das zu regeln und innerhalb dieser 90 Tage muss es für 45 aufeinanderfolgende Tage dann eben entweder 1000 Won oder 30 Milliarden Won an Marktkapitalisierung geben.
Das kann natürlich alles unabhängig oder zusammen erfolgen, je nachdem wie die Aktie aufgebaut ist.
Aber innerhalb von 90 Tagen musst du dann 45 aufeinanderfolgende Tage, also keine Unterbrechung, über der Schwelle wiederum sein.
Spannend, oder?
Also man weiß dann.
Naja, schon ziemlich tough.
Nach 45 Tagen, wie es ausschaut, ob man raus ist oder ob man auch zeitlichen Spielraum hat.
Es gibt ja dann meistens so Pendelaktionen und dann meistens nach 45 Jahren, jetzt startet es neu, wie viele Tage hält sich es?
Also das bedient ja schon so ein gewisses Zockerelement, habe ich so den Eindruck.
So, aber wenn die Aktie dann innerhalb der zweiten Hälfte, also der zweiten 45 Tage nur noch einmal unter so eine Schwelle fällt, dann ist halt sofort Schluss, das weiste dann.
So, du hast also 75 Tage Mindestunruhe in der Aktie.
So würde ich es mal bezeichnen.
Finde ich einen ziemlich langen Zeitraum.
Und der Gag an der Sache ist, das Spiel beginnt dann sofort von vorne.
Also es gibt keine Schonfrist oder ähnliches, sondern wenn du es irgendwie geschafft hast, da durchzukommen, dann bist du, ja, ich habe es geschafft.
Dann beginnen wieder, du musst die 30 Tage drüber sein.
So stelle ich mir Unternehmen vor, Aktiengesellschaften.
Du bist sofort wieder am rumkrebsen.
Also man muss dann wieder diese 30 Tage, wieder diese 45 Tage und so weiter.
Also man kann da echt, wenn es richtig scheiße läuft, in so eine andauernde Schleife reingeraten.
Vor allem finde ich, ich weiß nicht, mein erster Gedanke ist, wenn ich sowas weiß, da kann ich so eine richtige Zockerbude draus machen und das so ein bisschen steuern.
Markt enger Wert.
Es müssen zwar 25 Prozent im Freefloat sein, aber ich meine, das kriegst du ja immer irgendwie gemanagt und dann über WhatsApp-Gruppen push.
Und gut, in Korea nutzen die ja anderes Zeugs.
Aber da kannst du so einen richtigen Spekulationszyklus aufbauen.
Also ich bin mir nicht sicher, ob das eine geile Idee ist, die sie da hatten.
Naja, und wenn es nicht mehr rockt, lässt man die Aktie fallen.
Kommt noch einer oben drauf.
Es gibt auch eine neue Umsatzschwelle, also bilanzielle Umsätze.
Und das sieht vor, dass das Unternehmen künftig da auch 30 Milliarden an Umsätzen haben muss in der Bilanz.
Das ist das Zehnfache von zuvor.
Also wer jetzt irgendwie drei Milliarden wonnen hatte, der muss jetzt, wir gucken, dass er bis 2029, also es wächst jedes Jahr ein bisschen, auf 30 Milliarden kommt.
Ich weiß nicht, wie realistisch das ist.
Das klingt ja nach regulatorisch verordnetem Wachstum.
Das sollte mir Friedrich Merz nicht mal anschauen.
Ich weiß nicht, ob es noch eine Wachstumsstütze gleichzeitig gibt.
Das wäre ja dann noch so obendrauf.
Aber ich würde es eher Marktbereinigung nennen.
Man guckt halt, dass man die Schlimmsten der Schlimmen da irgendwie rauskriegt.
Naja, also es gibt da dann wiederum keine harte Zeitschiene im Sinne von...
So, jetzt so und so viel und dann ist Schluss, sondern da gibt es eine Einzelfallprüfung.
Da werden dann so Späße wie Branchenentwicklung, Einzelereignisse abgefragt.
Die Unternehmen können einen Sanierungsplan vorlegen, irgendwie aufzeigen, wie sie jetzt das alles regeln wollen.
Und wenn es dann irgendwie passt, wird nicht delistet.
Also das ist dann tatsächlich noch eine reguläre Frage.
Macht natürlich dann wieder so das Tür und Tor für Bestechung auf.
Aber ich habe noch ein anderes Problem aufgetan, das dann noch so oben drauf kommt.
Also wenn du da so ein Unternehmen hast mit, was weiß ich, 3 Millionen Euro Umsatz.
Umsatz das irgendwie auf 30 bringen.
Also gut.
Aber die Folgekosten eines Listings am Cosby sind erstaunlich hoch.
Also es gibt da irgendwie Verpflichtung Wirtschaftsprüfer, Hauptversammlung, Rechnungslegung bestimmter Art und Weise, Investor Relations, Börsengebühren.
Brauchst du irgendwelche externen Vorstände, D&O-Versicherungen und so weiter und so fort.
Also ich weiß nicht, ich bin da.
ganz schwer auf irgendwie unter 200.000 Euro im Jahr bekommen.
Und ich finde, wenn du da irgendwie so drei Millionen Umsatz hast, musst du da ja auch erst mal hinkommen.
Also da hast du entweder ein anderes Geschäftsmodell oder hast du ein richtig gut laufendes Geschäftsmodell, wo du aus drei Millionen auch richtig viel rausholen kannst.
Ja, aber hast du ja schon mal, also wenn du ein Listing hast, hast du ja schon mal die ersten 200.000 Euro, hast du ja schon mal Umsatz allein durch deine Ausgaben.
Ja gut, aber 20 Millionen Euro, die sie da irgendwie machen, müssen wir ja ein bisschen mit den Zahlen aufpassen.
Also es gibt da noch zusätzlich zu den allgemeinen Schwellen, gibt es da noch so eine monetäre Schwelle, die da eingebaut ist.
Ich habe ja so das Gefühl, das kann man auch als Bestechung abhaken, sowas.
Also wenn du da irgendeinen Schundluder treiben willst mit der Anzahl, dann zahlst du das halt und fertig.
Weil dir geht es ja nicht darum, dass das geschäftlich erfolgreich ist, sondern du willst da an den Markt, um die Akte zu pushen und dann Pump and Dump und hoch und runter und dann damit das Geld verdienen.
Sondern fragt man sich, warum es solche Regeln überhaupt gibt.
Und vielleicht erinnert ihr euch daran, dass es in Asien eben, das was ich gerade gezeichnet habe, eine gewisse Häufigkeit, also viel mehr Häufigkeit als bei uns.
Für die USA will ich jetzt nicht unbedingt sprechen, aber es gibt eine gewisse Häufigkeit der Kursmanipulation kleinerer Unternehmen.
Die werden dann irgendwie...
hochgezockt, wie blöde.
Das sind irgendwelche Scheinfirmen, die man versucht in die Indizes reinzubringen, damit dann irgendwelche ETFs diese Aktien kaufen müssen zu einer hohen Bewertung.
Die haben ja dann gar keine andere Wahl als, ja, das ist heute der Index, ich kaufe was da drin ist.
Dann gibt es irgendwelche Pennystockzockereien, wo die Dinger dann hochgejazzt werden und so weiter.
Also es gibt eine gewisse Häufigkeit solcher Vorgänge und Alle paar Jubeljahre versuchen die Regulatoren dann doch mal dagegen vorzugehen und jetzt ist es halt mal wieder soweit.
Ich glaube, die letzte Änderung gab es vor zehn Jahren oder so.
Es ist auch nicht jährlich, dass da irgendwas angepackt wird.
So und die vorherigen Regeln, ich will die mal nur so zum Vergleich darstellen.
Da war die Kurshöhe im Grunde fast egal, aber dazu gleich noch mehr.
Wenn, dann wurde eingegriffen, wenn ein Unternehmen weniger als 50 Prozent an Eigenkapital verloren hat.
50% Eigenkapital weg.
Da hat der Regulierer gesagt, ja hallo, hier bin ich.
Was ist denn da los?
Und dann hieß es, ja, sieht nicht gut aus, D-Listing.
Und dann haben die erstmal Einspruch erhoben.
Und den Einspruch, den konntest du dann über ein paar Jahre strecken, also bis zu vier, wenn du es clever gemacht hast, hast du also auch eine Menge Zeit gewonnen.
Bei 100% Eigenkapitalverlust war dann ein sofortiges D-Listing angesagt.
Allerdings muss man dazu vielleicht sagen, dass dann eh eine Insolvenz höchstwahrscheinlich ist.
Vor allen Dingen ist dann die Aktie genau Null wert.
Naja, nee, Aktien kannst du ja, also Wert Null, aber du kannst natürlich immer rumzocken.
Aber da war dann sofort Schluss.
Und dann gab es noch, und das fand ich total interessant, eine sogenannte Nennwertregel.
Also Aktien haben ja einen Nennwert.
Der definiert den rechnerischen Geldbetrag, mit dem eine Aktie am Grundkapital beteiligt ist.
Also hast du 100.000 Euro Grundkapital und die Aktie am Nennwert von 1 Euro, dann gibt es 100.000 Aktien.
Und die wiederum haben entsprechende Stimmrechte.
Und in Korea, Südkorea, liegt der Nennwert im Regelfall.
Es gibt da jetzt keine Vorgabe, wo er zu liegen hat, aber im Regelfall liegt er bei 500 Won.
Und das Minimum beträgt 100 Won.
Klammer auf.
2012 wurden nennwertlose Aktien eingeführt.
Auch dazu nochmal gleich.
Jedenfalls im Regelfall Minimum 100 Won.
Im Regelfall 500 Won.
Ja, es entwickelt sich halt.
Es geht ja im Regelfall immer nach unten.
beim Nennwert, also die Entwicklung über die Jahrzehnte.
Die einmalige Regel.
Lag der Aktienkurs an 30 aufeinanderfolgenden Tagen bei unter 20% des Nennwertes, gab es wiederum diese administrative Überwachung.
Dann hatte man 90 Tage Zeit, das zu regeln und musste in den wiederum 10 aufeinanderfolgenden Tage oberhalb des Nennwertes notieren und insgesamt 30 Tage.
Also man muss das einmal 10 aufeinanderfolgende hinbekommen und dann aber 30 insgesamt in den 90 Tagen.
Ich glaube, das ist viel einfacher zu erreichen als mit der neuen Regel.
Das Problem war nun, die Abzocker-Unternehmen haben dann einfach mal mit einem hohen Nennenwert begonnen und haben den dann über eine Hauptversammlung, immer wenn es dann so in Richtung Kurs sank, hat man dann einfach den Nennenwert nach unten angepasst.
Bei 100 Wonnen gelandet ist die Minimum.
Allerdings, wie erwähnt, seit 2012 gab es ja nennwertlose Aktien.
Jetzt rate mal, wie die nennwertlosen Aktien behandelt wurden in dieser Regel.
Na, ich nehme an, gar nicht.
Genau, die sind einfach rausgefallen.
Sogenannte Regulierungslücke.
Und somit gab es natürlich die Möglichkeit, ab 2012 einfach auf einen Nennwert loszugehen.
Also du musst eigentlich nur entscheiden, alle Aktion nennwertlos.
Dann war das so.
Rechnerisch hat es dann natürlich immer noch die 100 Won.
Aber in der Regulierung ist man dann einfach durchs Raster gefallen und hatte freie Fahrt für Pump and Dump.
Und dann ist ja die große Frage, was passiert denn, wenn man aus dem Cosby fliegt?
Nichts, oder?
Du kannst halt deine Aktien nicht mal handeln lassen.
Ja, nee, eben nicht.
Ist das schlimm?
Nein, ja, nein.
Also es gibt, wenn du rausfliegst, einen siebentägigen Abwicklungshandel.
Und bei dem werden die Schwankungsschwellen aufgehoben.
Also normalerweise hast du so 30 Prozent darf, dass wir noch näher pendeln am Tag.
Plus, minus.
Also darf es dann frei.
Also kann auch 90 sein.
Nach unten wahrscheinlich.
Also nicht eher nach oben.
Da freut sich, glaube ich, keiner, wenn er dann delistet wird, sondern dann wird erst mal abverkauft.
Also ich behaupte einfach mal, die Kursabschläge war weitestgehend nach unten.
Und danach, ihr kennt ja K-Pop, danach gibt es K-O-T-C.
Also over the counter.
War früher mal so ein klassischer Telefonhandel.
Ist jetzt allerdings einfach so eine Art, ich würde es vergleichen in Deutschland beim Freiverkehr.
Da bist du einfach gehandelt, hast wesentlich weniger Anforderungen.
Aber es gibt noch Anforderungen.
Du hast dann sechs Monate Zeit zu beweisen, dass du die Anforderungen erfüllst.
Also geprüfte Jahresabschlüsse, Quartals- und Halbjahresberichte, Ad-Hocs bei wichtigen Ereignissen.
So das, was man im Grunde erwarten kann.
So ein klassisches Aktiengesetz halt, wenn du eine AG bist.
Ja, ich glaube in Deutschland ist per Aktiengesetz, also Jahresabschluss erforderlich, also vierteljährlich musst du nichts, kannst du.
Also soweit würde ich sagen noch normal.
Da kommt aber noch ein kleiner Schmankerl rein.
Man benötigt mindestens 50 Kleinaktionäre, also Menschen, die nicht mit der Firma verbunden sind und die dürfen oder die müssen wiederum mindestens ein Prozent der Aktien halten.
Es muss also einen Streubesitz von einem Prozent geben.
Und ich meine, bei diesen Familienverbänden, die du da teilweise hast, da kriegst du die 50, glaube ich, schnell zusammen.
Und dann ist ja das Absurde, kannst du beginnen mit 99 Prozent in fester Hand.
Gar kein Problem, den Aktienkurs nach oben zu treiben, um wieder kosmikompatibel zu werden.
Also du meinst, dieses Oszillieren ist eigentlich die Krux an der ganzen Sache?
Die Umsätze müssen sie irgendwie hinkriegen, diese neue Umsatzschwelle.
Weiß ich nicht, ob man das so einfach generieren kann in Südkorea, aber das ist eine Hürde.
Aber vom Freiverkehr aus, von diesem OTC-Handel aus kannst du zumindest theoretisch das irgendwie wieder so regeln, dass man da aufsteigen könnte.
Hat der Cosby allerdings eine Anforderung von 25 Prozent Streubesitz, also das lädt dann quasi dazu ein.
die Aktie dann wieder hochzujassen, Kapitalerhöhungen vielleicht sogar zu machen oder ein IPO, wo dann eben das zustande kommt.
Und dann kann man das Spiel von vorne loslegen.
Die Frage ist dann irgendwann, was billiger ist, das so zu tun.
Es bringt ja Geld, also zumindest rein rechnerisch erst mal.
Und dann ist die Frage, wie viel du abladen kannst.
Oder nicht.
Aber das wäre so meine erste Idee, die mir da einfällt, was dann mit diesen Aktien im OTC gemacht werden könnte.
Und definitiv kriegst du irgendwie diese 1%.
Also du kriegst sehr viele Leute raus, wenn die dann verkaufen müssen.
Hältst halt unten deine Hand auf und dann kannst du da fröhlich weitermachen.
Also würde ich sagen, da gibt es Möglichkeiten.
Auf alle Fälle gibt es wenig Ansprüche und aber interessant, man kann das Ganze über die Banking-Apps ganz normal handeln.
Also es ist jetzt nicht wirklich so, dass du da irgendwo anrufen musst, sondern das ist einfach virtueller Handel, ganz normal.
Weswegen mich das interessiert hat, ist, wenn du im OTC-Handel bist mit deinem Unternehmen oder wenn du Aktien eines Unternehmens hältst, die im OTC-Handel sind, die wird im Regelfall nicht beliehen.
Wenn sie beliehen wird, diese Aktie, also wenn sie irgendwie einen Wert hat.
Und sie wird Berlin dann nur ganz geringfügig.
Warum interessiert uns das?
Beleihung war ein großer Faktor der aktuellen Verwerfungen im COSPI.
Also dieser eingangs gezeichnete Verfall.
Wir erinnern uns, COSPI hat auf Jahrestich 200 Prozent im Plus, zwischenzeitlich aber 56 Prozent von seinem Hoch abgegeben, ist nun leicht erholt.
Und das Ganze ist zurückzuführen auf zwei Aktien im Grunde.
Also wir hatten da so Tage, ihr erinnert euch, 920 Aktien.
Da waren 77 Aktien im Plus, alle anderen im Minus.
Der Cosby hatte ein fettes Plus aufzuweisen.
Warum?
Weil diese zwei Aktien, Samsung Electronics und SK Hynix, ihren Anteil im Cosby in den letzten zwölf Monaten von rund 25 Prozent auf 50 Prozent ausgeweitet haben.
Also diese beiden Aktien stemmen 50 Prozent des Indexes.
Also die hatten ja schon mit 25 Prozent immer einen hohen Anteil, wo man fragen könnte, will man das, will man einen Index so gestalten, macht das Sinn?
Ja, du hast halt, um das vielleicht mal die Gegenseite zu erklären, wir hatten ja auch mit SAP diese Problematik im DAX, dass die zu groß geworden sind.
als wettbewerbsrelevant betrachten.
Das heißt, wir würden dann vielleicht gucken, dass wir aus dem DAX rausgehen und ein Listing in den USA anstreben oder ähnliches.
Und das wollen die Indizes natürlich auch nicht.
Und wenn du dann so ein Unternehmen wie SAP hast und das irgendwie auch das Einzige ist, was du hast.
Ich glaube Siemens war damals noch recht groß, aber dann hört das auch irgendwie auf.
Ja, das hat sich ja auch bei SAP erledigt, das Thema.
Wobei sie gerade so ein kleines Revival feiern.
Die Zahlen waren ja jetzt gut.
Ich meine, ich habe ja nie verstanden, warum wegen der damaligen Zahlen dann so ein Auslöser da war.
Aber sie waren definitiv zu hoch bewertet.
Das konnte man schon sehen.
Aber so man sieht diese Problematik.
Und ich denke mal im Cosby gab es dann auch diese Diskussion, ja was machen wir denn mit denen?
Und dann wurde halt irgendwann entschieden, naja wir lassen es einfach wie sie sind und dann haben sie halt den Anteil, den sie haben.
Und bei über 50 Prozent ist das ein bisschen heftig.
Also das Ganze ist entstanden durch die Versorgungskrise bei Speichern wie DRAM, DDR5 und so weiter.
Ihr kennt das.
Das ist ja auch der Grund, warum unsere iPhones und Samsung-Phones jetzt auch alle teurer werden, weil es da halt einen entsprechenden Inkpass gibt.
Und Unternehmen, die diese Speicherbauteile bauen, haben quasi Hochkonjunktur.
Da sind die Preise teilweise sechsfache und mehr gestiegen.
Also was willst du da diskutieren?
Bloß wenn das passiert und die Nachfrage gleich bleibt, dann entwickelt sich halt das Ergebnis entsprechend.
Also die können die Dinger wesentlich teurer verkaufen.
Die gleiche Produktion, die sie vorher haben, vielleicht ein bisschen mehr, weil sie jetzt diverse andere Sachen nicht mehr produzieren.
Was zu sagen, es lohnt sich nicht mehr.
Und dann verdient man einfach wesentlich mehr.
Wesentlich mehr heißt, also ich meine mal als Beispiel, SK Heinex hatte jetzt Zahlen rausgebracht, 557 Prozent mehr im Quartal.
Das meint den operativen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr.
Nettogewinn über 1200 Prozent gesteigert.
Also so viel mehr.
Unternehmen gehen halt da hin, wo das meiste Geld zu verdienen ist.
Das ist aktuell dann dieser AI-Bereich.
Wir können der Sache leider nicht ausweichen, Jens.
Das ist auch der Grund, warum aktuell der AI-Markt vielleicht auch am Kippen sein könnte.
Wenn wir noch den Bogen schlagen wollen zu deinem Nicht-Thema.
Nun hat der koreanische Aktienmarkt eine kleine Besonderheit.
Korea ist scheißteuer.
Also Korea als Land.
Also ernsthaft teuer.
Das heißt, es ist schwierig für Menschen, Vermögen aufzubauen, an Geld zu kommen, sich eine Zukunft zu erschaffen, wie man es sich vielleicht erträumt.
kleines Häuschen oder ein Apartment, je nachdem, wo man wohnt.
Und da kommt halt dann so ein Börsenhype, gerade wenn du jung bist, gerade recht.
Also es ist ein scheinbar einfacher Weg, um Geld zu verdienen.
Vor allen Dingen, wenn du dir dann noch auf Social Media anguckst, wie alle Geld verdienen, weil sie sich aus welchem Grund auch immer beim Trading filmen und ja machen und ich habe, was weiß ich, gerade 100.000 Euro verdient.
Und das motiviert einen natürlich.
So, jetzt mal so zwei, drei Zahlen zu Südkorea.
Da leben 52 Millionen Menschen.
Von denen haben ungefähr 12 Millionen ein Depot und sind somit an den Märkten präsent.
Also mal die, die nur über Lebensversicherungen und so weiter präsent sind außen vor gelassen.
Die haben dann Aktien, Optionen, ETFs oder die von Jens genannt.
Gehebelten ETFs.
Und sind dann irgendwie alle mit dabei.
Und als es zum Ausverkauf kam, Cosby.
Das ist ein Höhepunkt, der dann erst am 29.07.
war.
Also der richtig harte Teil begann am 23.06.
Also er begann zu fallen am 23.06.
Dann hattest du so Mitte Juli so diesen richtig großen Aufschrei und Ende Juli so den Ausverkauf, also den Blow-Off nach unten.
Wie nennt man das denn?
Blow-Down.
Also den Ausverkauf hattest du dann am 29.07.
würde ich sagen.
Erstmal.
Und es gab in dieser Zeit Margin Calls für 1,2 Millionen Depots.
10% der koreanischen Depotinhaber hatten Margin Calls.
Ich meine, das ist eine Zahl, die, ich weiß nicht, ob die einmalig ist.
Also ich habe sowas noch nirgendwo gefunden in der Form.
Also klar, dass so eine Bank platt geht und so, aber Privatanleger.
So Margin Calls gibt es, wenn jemand auf Kredit spekuliert und dann ins Minus rutscht und einen gewissen Verlust auflaufen hat und dann sagt jemand, stopp mal, das wird jetzt zu viel, Junge.
Und dann zack, wird alles verkauft.
Wir reden jetzt nicht darüber, dass die Leute da irgendwie 100.000 Euro haben und 10.000 Euro Kredit aufgenommen haben.
Darüber reden wir nicht.
Wir sprechen in Korea über Kredite und Optionen, die das eigene Vermögen um ungefähr das 500-fache gehebelt haben.
Das sind so die höchsten Zahlen, die wir kennen.
Das heißt, ein Euro Vermögen entspricht 500 Euro Anlagesumme.
Das heißt, du kannst mit einem Euro 499 Euro verlieren.
Ein Euro hast du ja noch beigebracht.
Wenn man das mit etwas mehr Geld als einem Euro macht, könnte das natürlich zum Problem werden, wenn man dann nicht durch irgendwie einen Zufall noch irgendwo Geld hat.
Zum Beispiel hat man sich ein Apartment gekauft und dann muss man halt das Apartment verkaufen und den Kredit bedienen.
Solche Sachen.
Da gab es dann halt Leute, die haben entsprechende Margin Calls bekommen.
Die haben dann Hunderttausende Euro, Dollar einfach mal so innerhalb von wenigen Stunden in den Sand gesetzt.
Nicht alle, einige.
Es gab auch kleinere Margin Calls.
Das wollen wir ja jetzt hier nicht verheimlichen.
Aber es sind Hammerzahlen.
Und das Geile ist, wir konnten uns das auf Instagram anschauen oder Livestreams auf YouTube.
Also da musst du mal nachgucken.
Da gibt es wirklich heulende Menschen.
die sich glaube ich auch nicht mehr so schnell davon erholen werden.
Das ist wirklich absurd, dass du dir sowas live angucken kannst.
Und es ist auch absurd, dass die wirklich im Glauben waren, also erzählen sie dann auch selber, sie waren im Glauben, sie wüssten, was sie tun.
Sie kannten aber nur den Weg nach oben und dachten dann, das wäre Skill.
So ganz klassisch.
Es ist nichts Besonderes dabei bei der ganzen Sache.
Es ist wirklich so ein ganz klassisches, wie geht so eine Bubble platt.
Hebelprodukte, gehebelte ETFs und so weiter, Wertpapierkredite, der ganze Schmus.
Aber es ist im Grunde nicht wirklich spannend, was da passiert ist im Sinne von, da ist jetzt irgendein super kompliziertes Konstrukt kaputt gegangen.
Nein, überhaupt nicht.
Der Grund, warum das Ganze überhaupt passiert ist, gut, du hast halt eine sehr hohe Bewertung, aber es gab halt in den letzten Wochen zunehmend Fragezeichen, was so die AI-Bewertung betrifft.
Ist das nicht zu hoch?
Ist das nicht so krass?
Wie nachhaltig ist das?
Wie lange hält das an?
Also wenn ich eine Bewertung eines Unternehmens mache, hat man ja früher mal in Anführungszeichen gesagt, naja, KGV von 10, also der Gewinn, den sie haben, mal 10.
In zehn Jahren hast du es dann halt raus, was du jetzt investierst über die Gewinne.
So, jetzt ist natürlich das Problem, wenn es da so einen Sonderzyklus gibt, da weißt du auch, das hält zwei Jahre an und bei Chips gibt es immer einen Schweinezyklus im Anschluss an den Hype.
Das war noch nie anders.
Das heißt, es gibt einen sehr beschränkten Zeitraum, in dem diese Gewinne kassiert werden können.
Von zumindest diesen DRAM-Unternehmen jetzt.
Und auch von NVIDIA wird es einen gewissen Zeitraum geben, wo sie was kassieren können.
Aber es ist begrenzt.
Es ist nicht auf zehn Jahre skalierbar.
Du kannst nicht sagen, in zehn Jahren und dann kriege ich alles wieder, was die jetzt verdienen.
Das ist das Problem bei der ganzen Sache.
Und deswegen gibt es so viele Fragezeichen.
Und jetzt sind die DRAM-Unternehmen selber das Problem.
Weil wir haben jetzt in den aktuellen Quartalszahlen der großen US-Tech-Unternehmen gesehen.
Die mussten alle ihre Ausgaben für AI hochfahren und haben gesagt, wir werden jetzt mehr Geld ausgeben, 10, 20 Prozent mehr, weil die Preise gestiegen sind.
Das heißt, die Aussage ist, ich gebe mehr Geld aus, kriege aber das gleiche, als was ich geplant habe.
Das heißt, meine Margen werden beschissener sein in der Zukunft.
Und da hast du dann natürlich sofort einen ganz klaren Hinweis.
Oh, das ist nicht gut.
Das ist weniger Ertrag in der Zukunft.
Definitiv.
Deswegen haben wir gerade...
glaube ich, sehr viel Diskussion über wie nachhaltig ist dieses AI-Ding.
Was kann man da wirklich rausholen?
Und wir alle wissen, dass das auch zu hoch bewertet ist aktuell.
Wir wissen nur nicht, wie viel mehr es noch bewertet sein kann, bevor das Ganze endet.
Und wie lange das läuft.
Ich habe ja gesagt, das kann auch noch zwei Jahre laufen, ehe wir bei den verbrieften Krediten in eine Größenordnung kommen, die man als marktrelevant betrachten kann.
Da kann man ja mal wieder drüber streiten, dass Aktienbewertungen laufen ja unabhängig von verbrieften Krediten, aber es ist ein Indikator.
Der Gag bei der ganzen Sache ist jetzt gerade auch für Südkorea.
In der Zeit, wo das Ding zusammengebrochen ist, also wo dieser Markt in Südkorea zusammengebrochen ist um 56 Prozent, haben die DRAM-Unternehmen gesagt, ja, also die Versorgungskrise sehen wir jetzt eigentlich nicht in 2027 enden, sondern eher in 2028.
Die versuchen einfach den Zyklus zu verlängern.
Naja, also so eine Fabrik zu bauen, dauert drei Jahre.
Dann wissen die natürlich auch, dass es Schweinezügler gibt.
Das heißt, die wissen genau, wenn ich jetzt eine Fabrik baue, die Chinesen fangen da irgendwie an, die bauen Fabriken.
Das wäre vielleicht ein Argument, noch selber mal was zu machen, um nicht Marktanteile dann abgeben zu müssen.
Aber dann haben wir ja das Problem bei Samsung mal ganz klar.
Der Ulrich war ja der Meinung, die kriegen viel zu wenig, die Leute.
Lassen wir mal dahingestellt.
Aber die kriegen einfach mal 20 Prozent der Gewinne ausgeschüttet da in diesem Bonusziel für die Mitarbeiter, meinst du?
Genau, kriegen die 20 Prozent.
So, das Geld ist weg.
Dann wollen die Aktionäre Geld, kriegen sie auch, kriegen also höhere Dividenden, das Geld ist weg.
So, als Unternehmen musst du da jetzt aber investieren und weißt, in einer baldigen Zukunft kriege ich nicht mehr diese Einnahmen.
Also alles, was ich jetzt investiere, zerstört auch meinen künftigen Markt, weil die Nachfrage wird ja irgendwann mal sinken.
Da musst du aber überlegen, ich muss ja trotzdem investieren, damit ich nicht Marktanteile an andere verliere, die investieren.
Und deswegen sind die alle so lahmarschig.
Die bauen zwar aus, aber sie wollen es nicht wirklich.
Und man kann es verstehen, weil Schweinezyklus ist echt schweinisch.
Also da gehen auch Unternehmen pleite.
Und du musst halt jetzt so eine Risikosteuerung hinkriegen.
Die Leute wollen alle Geld von dir.
Die Investoren wollen Geld.
Die Mitarbeiter wollen Geld.
Gleichzeitig weißt du, ich muss investieren und damit zerstöre ich mir den Markt.
Und dann brauche ich aber wieder Geld.
Und wer gibt mir denn dann Geld?
Im Regelfall keiner.
Weil wenn es scheiße läuft, gibt mir keiner Geld.
Und das ist ein echtes Problem für ein Unternehmen.
wo ich sagen würde, das ist so ein bisschen untergewichtet in diesen ganzen Verteilungsdebatten, die gerade laufen.
Auch wenn ich den Mitarbeitern durchaus das Geld gönne, das sind Sondergewinne.
Ich glaube aber, keiner will bei Sonderverlust sein Gehalt schmälern.
Das ist ja das Spannungsverhältnis, was du da hast.
Deswegen finde ich die 20 Prozent für die Mitarbeiter eigentlich okay.
Und bei den Aktionären, naja, also wenn das die Familienverbände da in Südkorea sind, die pumpen halt auch mal wieder Geld rein.
Also das kann man schon sagen.
Das kommt dann vielleicht irgendwie wieder zurück.
Für unseren Kapitalmarkt, der Private Equity und Fonds basiert und sonst noch was ist, sehe ich das eher nicht.
So und diese Spannungsverhältnisse, die muss man dann halt bei der Bewertung der ganzen Sache dann auch bedenken.
Also kann man sagen, die verdienen jetzt nochmal zwei Jahre Geld und dann wird es vielleicht ein bisschen schwieriger.
Aber so in drei, vier Jahren ist dann vielleicht der Schweinezyklus da.
Und der kommt dann vielleicht sogar über China, weil China investiert jetzt auch gerade massiv in den Ausbau, nicht nur von Produktion.
Also die versuchen jetzt die RAM-Märkte zu besetzen, die wir weglassen aufgrund von AI.
Und gleichzeitig investieren sie natürlich auch in die Forschung und so weiter.
Und die Lücken werden sie schließen.
Also die werden nicht ewig anhalten.
Und deswegen ist es auch klar, dass es hier so eine Art Auspendeln gibt.
Und als Investor kann man da schon jetzt nervös werden.
Und das ist aber der Auslöser, diese Nervösität, diese ganzen Fragen.
Wie lange läuft das?
Wie muss ich mich verhalten?
Warum dann plötzlich so ein Markt doch einfach mal wegkippt?
Vor allen Dingen dann, wenn er wirklich massiv überbewertet war.
Sehr viel Fantasie drin.
Und jetzt haben wir es ja gesehen, der Markt, der war schon irgendwie 50 Prozent gefallen.
Dann kommen die Zahlen von SK Hynix und Samsung raus.
Da fallen die erst mal.
Weil die Markterwartung dann eben doch noch höher war.
Trotz der schon korrigierten Kurse.
Da sieht man so ein bisschen auch, dass ein ziemlicher Blow-Off drin war.
Und der liegt natürlich an den gehebelten Produkten.
Die eigentliche News ist aber, jetzt haben wir seit den Tulpenzwiebeln.
Machen wir ständig diese Scheiße durch.
Und wir lernen es einfach nicht.
Jede Generation braucht diesen Mist einmal.
Wir hatten ja unseren neuen Markt.
Die haben jetzt da ihre AI-Scheiße.
Mal sehen, was die Nächsten haben.
Aber es will nicht enden.
Es ist immer wieder das gleiche Rad, das sich da am Drehen ist.
Und man kommt auch nicht raus, weil wenn es läuft, läuft es.
Und man muss ja irgendwie auch Geld verdienen.
Ja, jede Generation braucht ihre eigene Psychose.
Ja, naja.
Bei dem, was man sich da angucken kann im Internet, wie die da abgegangen sind bei den Kursverleihungen.
Ich sitze ja immer nur da und gucke mir das an.
Im Sinne von, ich habe da jetzt wenig Emotionen bei der Geschichte.
Die sind ja voll abgegangen.
Naja.
Also in dem Sinne, alles nicht schön.
Alles wie immer.
Ja, es ist wirklich mehr vom Gleichen.
Und die Frage ist dann vielleicht, wann es den großen Bang gibt.
Aber solange man sich das fragt, wird es ihn nicht geben.
Vielleicht noch ein letztes.
Mein letzter Warnschuss war, früher hatten wir immer die Friseusin.
Wenn die angefangen hat, von Aktien zu erzählen, das klingt wie ein alter Mann.
Aber wenn die von Aktien angefangen hat, dann war die Kacke am Dampfen.
Aktuell sind das für mich nicht mehr die Friseusinnen oder die Friseurinnen nennt man sie.
Friseurinnen sagt man, ja.
Nee, aber Influencer.
Also es gibt gerade auch in Südostasien ziemlich viele westliche Mini-Influencer.
Die haben so komische Geschäftsmodelle aufgebaut.
Einmal diesen ganz UGC-Gram, also User Generated Content.
wo sie dann da irgendwie so ein bisschen was verdienen, dann machen sie noch ein bisschen Marketing, Beratung hier, ein bisschen da und dann zocken die mit Aktien rum und Optionen und sonst noch was und nehmen das aber wiederum als Teil des Einkommens.
Also das, was man im Grunde nicht machen sollte, Aktienhandel als Teil des persönlichen Einkommens zu sehen, außer man ist wirklich professioneller Trader und hat eine Menge Asche da liegen, wo man dann auch wirklich mit Rücklagen und so weiter.
Das können aber wirklich die wenigsten über die Jahrzehnte hinweg.
Damit verdienen die quasi ihr Geld und sagen dann, ja, da habe ich mal gute und mal schlechte Monate.
Ich würde gerne mal wissen, wie der Juli war.
So in dem Sinne.
Das Interessante ist ja, dass man halt häufig nur die positiven Beispiele dann tatsächlich sieht.
Du siehst halt irgendwie für jeden Zero-Day-Option.
Millionär an einem Tag, siehst du halt nicht die Zehntausende, die halt kautiluierlich einzahlen.
Da sind die Livestreamer halt ehrlich.
Da sind die Livestreamer ehrlich, ja, das ist richtig.
Ja, also da können die nicht, also außer die zocken mit irgendwelchen manipulierten Software-Sachen da im Hintergrund rum, das gibt es ja auch.
Das gibt ja wirklich alles, aber wenn es einer wirklich ehrlich, du siehst, wie sie es entwickelt und da geht es ab.
Ich fände das auch nicht angenehm, sowas so vor vielen Leuten zu tun, aber das Internet holt ja immer das Beste aus uns raus.
Aber da sehen wir wenigstens, was passiert.
Ja, gut.
Kommen wir zu den Picks, oder Jens?
Ich habe mir ja in der Zeit, in der du uns über die südkoreanischen Aktienlistings erzählt hast, habe ich nochmal meine Leseliste durchforstet und ich habe vor drei, vier Tagen etwas gelesen.
Und zwar über ein Getränk, das wir alle kennen, nämlich Red Bull.
Und Red Bull als Energy Drink, die haben ja, das habe ich letztens gehört, eine Marge pro Dose von 98 Prozent.
Ja.
Also die Inhaltsstoffe, die die auf der Dose haben, kosten nichts.
Entsprechend teuer ist die Dosen, so ist die 98.
Ein Gebiet, wo sie sehr erfolgreich lobbyiert haben, ist das Thema Gesundheit.
Und da gibt es einen Artikel von The Examination.
The Examination ist ein Portal von freien Journalisten, die sich auf die Fahne geschrieben haben, das Thema Gesundheitspolitik im weitesten Sinne mal kritisch zu beleuchten.
Die haben sich angeschaut, wie denn der, wie nennt sich das, der Mischkonsum.
Auf Gesundheit auswirkt und zwar der Mischkonsum von Red Bull und Wodka beziehungsweise anderen alkoholischen Getränken.
diesem aufputschenden Energydrinks und alkoholischen Getränken ist gesundheitlich unbedenklich.
Und die haben aufgedeckt, dass eigentlich alle Studien, die diese Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen, von Red Bull finanziert wurden.
Also überall steht ihr da.
Ungefährlich.
Supported by a grant from Red Bull GmbH.
Und lustigerweise Studien, die nicht von Red Bull finanziert wurden, die Heben alle den Zeigefinger hoch in die Luft und sagen, Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht, da gibt es etwas, das ist total gefährlich, nämlich, dass Energydrinks in Kombination mit Alkohol dazu führen, dass die Menschen, die sehr, sehr verspätet erst den Rausch bemerken, den der Alkohol ihnen beibringt.
Und das liegt irgendwie halt an dieser Kombination von Koffein und Taurin.
langer Longread.
Ich glaube, ich habe bestimmt eine Viertelstunde hingelesen, aber super, super interessant.
Ist verlinkt.
Ich kann es sehr empfehlen.
Also Red Bull und deren dubiose Research-Finanzierungen.
Jetzt wollen wir aber nochmal die dubiosen Zahlen von Jens hier nochmal ein bisschen genauer unter die Lupe nehmen.
98% bezieht sich auf Die 3,59% Verkaufspreis und wirklich nur die Inhaltsstoffe.
Ja, ja, genau.
Natürlich nicht nach Marketing und allem Pipapo.
Wie nennt sich das dann?
Bruttomage.
Also die haben 15% Nettomage, was ja auch ordentlich ist.
Ich habe auch was.
Ich habe eine koreanische Serie gesehen.
Welche denn?
Passend zum, ja, nicht eine der besten, glaube ich, aber mir hat sie sehr gefallen.
K2.
Oh, nie gehört.
Ich verlinke das, IMDB The K2.
So eine Bodyguard-reiches Mädchengeschichte.
Bisschen anders gebaut, sehr koreanisch mit diesem ganzen Rumgehole, Rumgelache und Plottwist und so weiter.
Ist ein bisschen trashig.
Die Musik ist teilweise, da muss man sich mal wirklich dran gewöhnen, aber hat so einen Sog für mich.
Ach ja.
Also ab und zu mal kann man sowas gucken, finde ich.
Ich fand es ganz gut.
Und stell euch das dann mal in die Shownotes rein.
So, hast du denn auch was getrunken, Jens?
Ja.
Wasser.
Wasser?
Ne, wir haben ja wieder Hitzewelle in Deutschland, aber wirst du es ja bestimmt mitgekriegt haben.
Und tatsächlich, ich ernähre mich eigentlich nur noch von irgendwie kaltem Essen und kaltem Wasser.
Ich habe heute noch nicht mal Kaffee getrunken in der Früh.
Und entsprechend habe ich auch keine Lust mehr, irgendwie meinen Blutdruck durch Alkohol irgendwie hoch zu pushen und dann noch mehr zu schwitzen, als ich sowieso schon tue.
Ich empfehle kaltes, klares Wasser.
Ja gut, aber du musst ja noch das Brotbier erwähnen, das du von Ulrich so warm gesoffen hast.
Willst du das aufheben?
Weil ich würde da mich kurz zu äußern.
Äußere du dich mal dazu?
Weil wir haben ja jetzt alle gehört, was Fred davon hält.
Nichts.
Genau, nämlich nichts.
Ich fand es ehrlich gesagt, also ich bin ja kein Kostverächter.
Und entsprechend fand ich dieses Bier eigentlich ziemlich gut.
Und was ich immer interessant finde, ist, dass Leute warmes Bier so kritisch sehen.
Weil tatsächlich ist es doch so, wenn du ein Bier zu sehr runterkühlst, dann schmecken alle Biere gleich.
Ja, das Bier war jetzt ein bisschen warm, aber dafür bin ich der Meinung, dass man tatsächlich Aromen besser rausschmecken kann, wenn die Getränke ein bisschen wärmer sind.
Jetzt war ich sozusagen auf der anderen Seite der Skala.
Ja, da war es natürlich zu warm, aber ich fand es wirklich in Ordnung.
Ich fand es schön malzig, es war brotig, wie Fred auch gesagt hat.
Also mir ist es nicht negativ aufgefallen.
Also ich bin ja hier der letzte Liberale.
Ich finde ja immer den Mittelweg.
Also ich habe es kalt getrunken, muss ich sagen.
Also so aus dem wirklich Kühlschrank raus.
Und ich fand so den Erstgeruch, der war sehr säuerlich.
Also ich habe das eingegossen und dann war es wirklich säuerlich in der Nase.
Und dann war ich so, das hat aber dazu geführt, als ich es dann getrunken habe, dass ich es gar nicht als so säuerlich empfunden habe.
Aber es war auch so diese Mischung, also ich habe gemerkt, dass da so eine gewisse Säuernis da ist und diese Kombination malz-säuerlich war für mich genau an der Kante dessen, was für mich okay ist.
Jetzt weiß ich natürlich nicht, wie da so noch die Erwartungshaltung dessen reingespielt hat, was Fred gesagt hat.
Also das spielt ja manchmal auch noch eine Rolle in unserer Psyche, aber für mich war es okay.
Wäre jetzt aber auch nichts, wo ich sagen würde, das muss ich irgendwie kaufen.
Also da würde ich eher was anderes kaufen.
Und es war für mich wirklich genau an der Kante.
Also das war ganz knapp drüber, dass es für mich noch ging.
Also mehr Sauja hätte ich überhaupt nicht gemocht.
Ich mag auch keine sauren Sachen generell.
Sodass ich sagen würde, kann man trinken, kann man mal probieren.
Ich habe es jetzt gar nicht als so reichhaltig empfunden.
Also Weizen hat für mich da immer noch mehr.
würde ich sagen.
Also so dieses Brot, ja mal klar, irgendwie hat man das Gefühl, da ist was, aber ich fand es jetzt nicht so prägnant.
Aber wie gesagt, war die kalte Version, das ist so mein Fazit.
Ich glaube letztlich ist es auch gar nicht so relevant, weil ich glaube, also wahrscheinlich ist die Anzahl der Leute, die dieses Brotbier kaufen in Deutschland maximal im dreistelligen Bereich.
Weil einfach diese komische Brauerei hier, die, wie heißt sie, nordrhein-westfälische Braumanufaktur.
Ja, aber es gibt ganz viele Brotbiere, haben wir ja letztes Mal rausgefunden, als wir da so geguckt haben.
Also es gibt es durchaus präsent, das Brotbier.
Ist nicht der Einzige, der das macht.
Ja, ich würde da gerne bei denen bestellen, aber der Shop funktioniert nicht und ach, keine Ahnung, irgendwie die Webseite ist auch nicht wirklich gut.
Ja, der Ulrich hat das auch als sehr kompliziert beschrieben.
Er scheint für die nur so ein Pet-Project zu sein oder so.
Also hätten wir das auch nicht geklärt.
Das heißt, jeder muss es im Grunde jetzt selber trinken, um rauszufinden, ob es was für ihn ist mit dem Brotbier.
Aber sehen, was der Ulrich meint.
Der hat ja da auch noch.
So, wir gucken, dass ich den Ulrich in die nächste Folge reinzerre, damit er uns da mal erklärt, was er sich da so denkt zu dem Brotbier.
Prima.
In dem Sinne, vielen Dank fürs Zuhören.
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