# Market Dynamics, Capital Deployment, and Climate-Driven Inflation Risks

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-08-10

## Transcript

Einige von euch, die uns hier zuhören, dürften ihr Depot nach dem klassischen Core-Satellite-Prinzip aufgebaut haben.
Das heißt, ein solider, breit gestreuter ETF bildet den Kern, also den passiven Core.
Und drumherum, da kreisen Satelliten, Einzelaktien, Rohstoffe oder Krypto, um zusätzliche Renditechancen zu nutzen.
Das Problem dabei ist nur, oft holt man sich damit am Ende doch vor allem zusätzliches Marktrisiko ins Portfolio, aber keine Rendite, die wirklich unabhängig vom Gesamtmarkt läuft.
Wer aber nach Satelliten sucht, die idealerweise eine marktunabhängige Rendite bringen, also das, was wir in der Theorie als echtes Alpha bezeichnen, sollte unseren heutigen Werbepartner Wikifolio kennen, der dafür einen ganz interessanten Ansatz entwickelt hat.
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Also echtes Alpha.
Und genau diese Strategie könnt ihr euch dann ganz einfach als Satellit ins Portfolio holen.
Heißt, zusätzliche Diversifikation und eine Renditequelle, die nicht am Gesamtmarkt hängt, investierbar wird so einfach wie eine Aktie oder ein ETF als börsengehandeltes besichertes Zertifikat mit einer eigenen Isin.
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Jedes Investment in Wertpapiere ist immer mit Risiken verbunden.
Die vergangene Performance ist kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über den Kurssturz von Trade Desk, das Aufatmen der SAP-Aktionäre und eine Überraschung von Berkshire Hathaway.
Im Thema des Tages verraten wir euch, was Anleger zu dem drohenden El Nino-Schock unbedingt wissen müssen.
Und in der AAA-D dreht sich alles um vier ETFs, die eine echte Reichtumsoption bieten.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Philipp Vetter und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte Heute ist Montag, der 10.
August und wir wünschen euch einen entspannten Start in den Tag.
Entwandt waren auch die Märkte am Freitag, zumindest größtenteils.
Der S&P 500 stieg um 0,6 Prozent auf einen Rekordhoch und beendete damit die beste Woche seit April.
Der Nestec 100 legte 1,2 Prozent zu und auch der DAX war am Freitag zeitweise auf ein neues Rekordhoch gestiegen.
Ende ging der Deutsche Leitindex dann noch mit einem Plus von 0,7 Prozent bei 26.319.
Ausgelöst hat diese Rekorde übrigens ausgerechnet der so schlechte US-Arbeitsmarktbericht.
Insgesamt 23.000 Stellen sind im Juli in der amerikanischen Privatwirtschaft und beim Staat abgebaut worden.
Erwartet hatte das ehrlich gesagt niemand.
Im Gegenteil, die Volkswirte hatten im Schnitt damit gerechnet, dass 80.000 neue zusätzliche Stellen aufgebaut werden.
Und als wäre das nicht schon genug, wurden auch die bisherigen Zahlen...
für die Monate Mai und Juni nachträglich noch deutlich nach unten korrigiert.
Insgesamt wurden für diesen Zeitraum rund 100.000 neue Arbeitsplätze weniger ausgewiesen als zunächst gemeldet.
Und was heißt das denn jetzt konkret und warum feiert die Börse bei so schlechten Nachrichten eigentlich trotzdem Rekorde?
Ja, also ein schwacher Arbeitsmarkt ist ja eigentlich eine schlechte Nachricht erstmal für Aktien, zumindest so per se.
Weniger Jobs bedeuten weniger Einkommen, weniger Konsum und irgendwann dann zwangsläufig ja auch weniger Unternehmensgewinne.
Und trotzdem sind die Kurse gestiegen und das ergibt wirklich nur dann Sinn, wenn man eigentlich weiß, worüber die Börse gerade wirklich diskutiert.
Ja, und das ist nicht die Konjunktur, sondern die FED.
Wir sind in einem Umfeld, in dem niemand über Zinssenkungen spricht.
Die Frage lautet, muss die Notbank noch einmal erhöhen?
Und die Antwort darauf, die hängt vor allem an einer Größe, den Löhnen.
Der Mechanismus dahinter ist eigentlich ziemlich simpel.
Wenn Unternehmen nämlich händeringend Leute suchen, müssen sie halt mehr zahlen.
Steigen die Löhne schneller als die Produktivität, holen sich die Firmen dieses Geld dann über höhere Preise zurück.
Aus Lohndruck wird Inflation und Gegeninflation, die aus dem Arbeitsmarkt kommt, hilft der Notenbank nur ein Mittel, höhere Zinsen.
Tja, und am Anleihenmarkt, da ließ sich die Zinswerte direkt ablesen.
Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen, die fiel um fünf Basispunkte auf 4,19 Prozent.
Die Zehnjährige nur um vier Basispunkte auf 4,64 Prozent.
Kurze Laufzeiten schnitten also besser ab.
Und das ist typisch.
Sie hängen fast ausschließlich an den Zinserwartungen für die nächsten Monate.
Lange Laufzeiten preisen entsprechende langfristige Inflations- und Schuldenerwartungen ein.
Und die ändert eben natürlich nicht ein einzelner Monatsbericht.
So, dann wäre das geklärt.
Jetzt noch ein schneller Blick auf die Einzelwerte und da fangen wir heute ausnahmsweise mal in der Heimat an.
Getragen hat den DAX-Rekord nämlich ausgerechnet die Tech-Ecke, gemeinsam mit Halbleiter- und Softwareaktien, die ja in der Vergangenheit echt stark gelitten haben zum Teil.
SAP führte den Index mit dem Plus von gut 4 Prozent an.
Nach einem Jahr steht der Kurs der Waldorfer jetzt wieder über der 200-Tage-Linie.
Scout24 folgte mit dem Plus von 3,6 Prozent und Infineon legte knapp 3 Prozent zu.
In den USA gab es dann einen klaren Tagessieger.
Airbnb sprang fast 16 Prozent und markierte damit ein Vierjahreshoch.
Dahinter steht mehr als nur ein gutes Quartal.
Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 3,61 Milliarden Dollar.
Das Buchungsvolumen erreichte 27,2 Milliarden.
Getrieben ist es vor allem von der Fußball-WM, die bei Umsatz, Buchungsvolumen und gebuchten Nächten für zweistelliges Wachstum sorgte.
Wichtiger als das Quartal ist aber auch noch die Prognose.
Airbnb hebt nämlich die Jahresziele auf ein Umsatzwachstum von mindestens 15 Prozent an und verspricht eine bereinigte Marge von mindestens 35,5 Prozent.
Für das laufende Quartal stellt der Konzern 4,7 Milliarden Dollar in Aussicht.
Der Konsens lag bei 4,6 Milliarden.
Ja, nun das ist dann jetzt schon die zweite Anhebung in diesem Jahr und das aus einem Geschäft, das keine Hotels besitzt und trotzdem 83 Prozent Bruttomarge liefert.
Tja, vielleicht behält Nando also doch noch recht und Airbnb entwickelt sich wieder zu Jahrhundertaktien.
Zwei weitere Gewinner gab es.
Micron Technology legten 11,7% zu nach starken Quartalszahlen und SpaceX, die stiegen auch 11%, nachdem Argus Research die Aktie von Halten auf Kaufen hochgestuft hat.
Mit einem Kursziel von immerhin 160 Dollar.
Begründet wird das mit dem schnellen Rückfluss der KI-Investitionen.
Und dann die Verlierer, die alle dasselbe Muster irgendwie so zeigen.
The Trade Desk stößt zu 18 Prozent ab nach einem enttäuschenden Quartal.
Ebenso Western Digital, die verloren mehr als 5 Prozent.
Und Seagate rutschte im Sog auch noch 8 Prozent ab, ohne selbst Berichte zu haben.
Beim Konsum sah es dagegen dünn aus.
Sweetgreen kassierte einfach mal den Jahresausblick und zwar weil Kunden wegen des sogenannten Cyclospora-Ausbruchs, das ist diese Durchfallepidemien in den USA, frisch zubereitetes Essen meiden.
Under Armour rechnet mit einem noch stärkeren Umsatzrückgang als bisher und Wendy's ebenfalls aus der Fastfood-Branche zog nach einem durchwachsenen Quartal den Ausblick für 26 ebenfalls komplett zurück und kürzt auch noch die Dividende.
Eieiei, das sind ja Nachrichten.
Am Wochenende kam dann aber noch die Schlagzeile, auf die viele Anleger gewartet haben.
Greg Abel, das ist ja der neue CEO von Berkshire Hathaway und damit der Nachfolger von Warren Buffett, der gibt jetzt endlich Geld aus.
Da wurde ja ganz, ganz lange drauf gewartet.
Der Cashback des Konzerns schrumpfte im zweiten Quartal um 8% auf 365,5 Milliarden Dollar.
Das ist der erste Rückgang seit Anfang 2022.
Für 4,5 Milliarden Dollar kaufte Able eigene Aktien zurück.
Im Quartal davor waren das gerade mal 235 Millionen Dollar.
Der wichtigere Punkt allerdings, der steckt daneben.
Berkshire hat erstmals seit 14 Quartalen wieder mehr Aktien gekauft als verkauft.
Netto 20 Milliarden Dollar mehr.
gekauft als verkauft.
Dreieinhalb Jahre lang war der Konzern Nettoverkäufer, hat Apple und Bank of America abgebaut und das Geld in kurz laufende Staatsanleihen geparkt.
Genau diese Richtung dreht sich jetzt.
Enthalten ist darin auch der Einstieg bei Alphabet für 10 Milliarden Dollar, der im Juni bekannt gegeben wurde.
Operativ lief es dazu auch passend.
Das Ergebnis stieg um 16 Prozent auf 13 Milliarden Dollar, getragen von der Energiesparte mit plus 27 Prozent und dem Industrie- und Handelsgeschäft mit plus 24 Prozent.
Dann mache ich jetzt noch ein paar Termine.
Heute erstmal, die Woche startet ruhig.
Es gibt nur ein paar Quartalszahlen von Hypoport, Geo Group, Alcon und Patricia.
Im Wochenverlauf dominiert dann die Energiewirtschaft die Termine.
Innerhalb von drei Tagen legt fast die gesamte Branche ihre Zahlen vor.
Am Dienstag Juniper, am Mittwoch E.ON, am Donnerstag RWE.
Dazu die Ausrüster Festas, SMA Solar, Energiekontor.
PNE und Friedrich Vorwerk.
Konjunkturseitig bleibt genau ein Termin von Rang.
Am Mittwoch meldet das Statistische Bundesamt die Inflationsrate für Juli.
Am Donnerstag folgen dann Fraports Verkehrszahlen.
Ja, und die Berichtssaison zieht dann im Wochenverlauf nochmal ein bisschen an, vor allem in Europa.
Aus Deutschland kommen dann Zahlen von Hannover Röck, Thalang, Syssenkrupp, TKMS, Salzgitter, Brenntag, K&S, Bechtel, Jenoptik, Bülfinger und Sixt.
Das Konsumbild liefern zudem TUI, Douglas, Birkenstock, HelloFresh, Ströhr, International melden AIDEN, ABN, AMRO, Alcon, RTL, Internet Continental Groups.
Wienberger, Aviva und aus den USA kommt dann noch ein einziger Name, nämlich Applied Materials und damit der einzige frische Datenpunkt zur Frage, ob die Investitionen in Chipfabriken weiter steigen.
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Das Thema des Tages.
Lea, heute geht es um ein Phänomen, das tausende Kilometer entfernt entsteht, irgendwo draußen im Pazifik, aber am Ende könnte es darüber entscheiden, wie teuer dein Cappuccino wird, wie hoch die Zinsen bleiben und damit auch, wie sich die Kurse an der Börse entwickeln.
Heute sprechen wir im Thema des Tages über El Niño.
El Niño sei genetisch zu meinem Cappuccino.
Naja, El Niño ist ein Wetterphänomen, das Meteorologen seit dem 19.
Jahrhundert beobachten.
Und diesmal könnte es besonders heftig werden.
Manche Experten sprechen sogar vom Super El Niño.
Tja, nochmal eine Steigerung obendrauf.
Zur Erinnerung, El Niño bedeutet eine ungewöhnliche Erwärmung des Pazifiks vor der Küste Südamerikas.
Das klingt jetzt erstmal irgendwie harmlos technisch.
Tatsächlich verändert diese Erwärmung aber Luft- und Regenströme auf der ganzen Welt.
Das Ergebnis, während Teile Südamerikas von Überschwemmungen getroffen werden, drohen in Asien und Australien Dürren.
Und genau dort beginnt die ökonomische Kettenreaktion.
Denn wenn es in Südostasien zu trocken wird, leiden die Ernten.
Besonders betroffen Reis, Robusta-Kaffee und Palmöl.
Und in Westafrika kommt noch ein weiteres Problem dazu.
Dort wachsen die meisten Kakaobohnen der Welt.
Schwankende Niederschläge und extreme Hitze können die Ernten beschädigen.
Wir erinnern uns noch an den letzten starken El Niño-Zyklus.
Damals explodierten da nachher die Kakaopreise regelrecht.
Um rund 250 Prozent ging es damals mit den Preisen rauf.
Zucker erreichte den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt.
Das zeigt, wie brutal Wetterereignisse auf Rohstoffmärkte durchschlagen können.
Und diesmal kommt das Ganze zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.
Genau, die Weltwirtschaft hat die Lieferketten-Schocks der Corona-Zeit kaum verdaut.
Dann kam die Energiekrise und der Ukraine-Krieg.
Und zuletzt haben ja die Spannungen im Nahen Osten die Energiekosten nochmal nach oben getrieben.
Die globale Landwirtschaft ist also ohnehin schon angeschlagen.
Kommt jetzt noch eine wetterbedingte Verknappung bei wichtigen Agrarpunkten dazu, dann steigen die Lebensmittelpreise erneut.
Genau da wird es für Anleger wirklich spannend, denn aus höheren Nahrungsmittelpreisen wird schnell wieder Inflation.
Und Inflation bedeutet, die Notenbanken bekommen ein Problem.
Denn eigentlich hoffen die Märkte auf sinkende Zinsen, haben wir eben schon drüber gesprochen.
Wenn aber Reis, Kaffee, Zucker und Kakao plötzlich deutlich teurer werden, dann müssen EZB und FED vielleicht länger auf der Bremse stehen bleiben.
Mit anderen Worten, ein paar Grad mehr im Pazifik können am Ende darüber entscheiden, ob die Hypothek in Deutschland günstiger oder teurer wird.
Kostolani hatte seine Freude daran ja gehabt.
Der legendäre Börsenguru schrieb ja mal dazu, Zitat, der Regen ist ein Glück und meinte damit die Spekulation seines Onkels auf sinkende Haferpreise.
Das war am Anfang des 20.
Jahrhunderts.
Tja und AAA-Experten unter euch, die merken am Kostolani, Zitat, welcher unserer Co-Host sich wohl in den letzten Tagen mit El Nino auseinandergesetzt hat.
Richtig.
Der Eckart war's.
Ja, der Eckart, unser Historiker.
Klar ist aber auch, Wetter bewegt Märkte.
Schauen wir uns mal an, wer die Gewinner und Verlierer von so einem Super-El Nino-Zyklus wären.
Auf der Verliererseite stehen natürlich viele Verbraucher.
Höhere Preise für Kaffee, Schokolade, Reis und Zucker dürften weltweit spürbar werden.
Das würde ich dann auch bei meinem Cappuccino merken.
Regional gibt es aber natürlich Unterschiede.
Brasilien muss mit Ernteausfällen rechnen.
Peru könnte besonders stark betroffen sein.
Bist du denn überhaupt Cappuccino-Trinkerin, Lea, oder bist du nicht eher Generation Matcha?
Gefühl fließt durch mein Blut Espresso.
Ich trinke sehr viel Kaffee, aber ich trinke auch genauso viel Matcha.
Aber Espresso zumindest, da können wir sicher sein, die werden betroffen von den Kaffeebohnen.
Argentinien wiederum, die könnten zu den Profiteuren von El Nino gehören.
Mehr Niederschläge könnten dort die Bedingungen für Mais, Weizen und Sojabohnen verbessern.
Was bedeutet das jetzt alles für Anleger?
Man muss nicht gleich Kakao-Futures kaufen, um zu den Profiteuren zu gehören.
Interessanter sind möglicherweise Unternehmen, die von höheren Agrarpreisen und gestörten Warenströmen profitieren.
Zum Beispiel die großen Agrarhändler, Archer Daniels Midland zum Beispiel, abgekürzt ADM oder auch...
Die verdienen nämlich nicht nur an steigenden Preisen.
Ihr eigentliches Geschäft besteht darin, Warenströme umzuleiten, heißt Lagerbestände zu managen und regionale Engpässe auszugleichen, also die Logistiker und Marktorganisatoren der globalen Landwirtschaft.
Außerdem könnten Düngemittelhersteller profitieren, Nutrien, CF Industries, Mosaic, Jarrah oder auch die deutsche K&S.
El Niño ist also nicht nur ein Wetterthema.
El Niño ist auch ein Inflationsthema, ein Zinsthema, ein Rohstoffthema und am Ende damit natürlich auch ein Börsenthema.
Deshalb lohnt sich in den kommenden Monaten nicht nur der Blick auf die EZB und die FED, sondern auch mal vielleicht den Wetterradar gucken.
Tja, denn die nächste Inflationswelle, die könnte diesmal nicht von Trumps Zöllen oder von der Straße von Hormuz kommen, sondern aus dem Pazifik.
Die AAA-Idee des Tages.
Das Timing hätte kaum heikler sein können.
Nachdem das deutsche KI-Wunderkind Leopold Aschenbrenner wegen seines gehebelten Aktienportfolios Milliardenpositionen liquidieren musste, mutierte der Hebel in der Finanzindustrie fast zum Unwort.
Und in genau dieser Gemengelage, da bringt der Neobroker Scalable Capital nun ein Produkt auf den Markt, das den Hebel demokratisiert.
Den Scalable MSCI AC World Leverage Daily Swap.
X-Trackers ETF.
Ein langer Name, die WKN wie immer in den Shownotes.
Es ist der erste Indexfonds überhaupt, der den gesamten Weltaktienmarkt inklusive Schwellenländern mit Faktor 2 hebelt.
Im Index stecken mehr als 2.400 Unternehmen aus 47 Ländern, zusammen rund 85 Prozent der globalen Marktkapitalisierung.
Die laufenden Kosten liegen bei 0,45 Prozent im Jahr und damit unter allem, was es bisher angehebelten Welt-ETFs gibt.
Holger hat sich das Produkt daher mal genauer angeschaut.
Die Analyse fängt natürlich da an, wo auch die Fangemeinde anfängt.
Es gibt ja ein Vorbild, das fast kultisch verehrt wird, den Amundi MSCI USA Daily Two Times Leverage.
heilige Amumbo.
Seit Februar 2010 hat der 4.957 Prozent genau zugelegt, also 27 Prozent pro Jahr.
Aus 100 Euro wären dort rund 5.060 Euro geworden.
Ohne Hebel wären es nur 1.010 Euro gewesen.
Das ist ein Unterschied vom Fünffachen.
Der Effekt kommt aber vor allem vom täglichen Zinseszins.
Der Hebel wird jeden Morgen neu auf das gesamte Vermögen angesetzt.
Geht es lange und ruhig nach oben, arbeitet er Tag für Tag mit einem größeren Kapitalstock und Gewinne machen zusätzliche Gewinne.
Es gibt aber auch einen Haken, den gehebelten Welt-ETF von Amundi, den gibt es seit...
Oktober 2025 hat seither rund 27% gewonnen.
Der normale iShares Core MSCI World kam auf etwa 17%.
Und aus 17% Index Plus sind also nicht 34% geworden, wie man ja annehmen könnte, wenn es doppelt gehebelt ist, sondern eben nur 27%.
Das liegt an einer Eigenheit, die man als Anleger einmal verstanden haben muss.
Gehebelt wird immer nur der einzelne Tag und nach unten wirkt das natürlich stärker als nach oben.
Rechnen wir das mal anhand eines Beispiels von 100 Euro vor.
Der Index verliert 10 Prozent, der Fonds also 20 und steht bei 80 Euro.
Am nächsten Tag klettert der Index zurück auf den Ausgangswert, also 100 Euro.
Und der Hebelfonds aber braucht ein bisschen und der hängt dann erst bei 97,80 Euro fest.
Und diese kleinen Verluste, die wiederholen sich natürlich bei jedem Zickzack.
Der ruhige Aufwärtstrend ist der beste Freund des Hebels, der hektische Seitwärtsmarkt sein heimlicher Feind.
Im Crash ist der Hebel dagegen leider sehr zuverlässig.
Ja.
Genau, in der Korrektur im März verlor der Amundi Welt-ETF in der Spitze 14 Prozent, der ungehebelte Welt-ETF nur 7 Prozent.
Im Corona-Crash büßte der Amundi dann rund 60 Prozent ein.
Und wer 60 Prozent verliert, braucht anschließend einen Plus von 150 Prozent, um irgendwie wieder bei Null zu sein.
Ja, was heißt das jetzt für euch, dass sich Scalable selbst nicht sicher ist?
Die Pressemitteilung des Anbieters wirbt mit Sparplänen.
Die Produktseite schreibt jedoch, der ETF sei nicht für die dauerhafte langfristige Anlage gedacht.
Beides passt zusammen, wenn ihr hinschaut, statt es laufen zu lassen.
Also wer es ruhiger mag, der mischt halb und halb von einem normalen Welt-ETF und hat dann ja effektiv immerhin noch einen Hebel von 1,5.
Sind so Hebelprodukte was für dich?
Auf gar keinen Fall.
Das hätte mich auch stark überrascht.
Das wäre, glaube ich, eher was für Holger.
Ja, der mit Sicherheit da direkt wieder so einen Probesparplan bestimmt eröffnet.
Naja, ein Margin Karl auf jeden Fall wie bei Aschenbrenner kann euch hier übrigens nicht passieren, denn mehr als den Einsatz könnt ihr am Ende nicht verlieren.
Aber breite Streuung schützt natürlich nur vor dem Ärger mit einzelnen Firmen.
Wenn die Wettbörsen aber generell fallen, fällt natürlich die ganze Welt doppelt.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über euer Feedback.
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Die Reaktionen auf die Samstagsfolge, die waren diese Woche herrlich unterschiedlich.
Einige Hörer haben es geliebt, dass Holger und Nando so lang über den Urlaub gesprochen haben.
Andere wollen dann doch schneller zum Börsen-Content kommen.
Einige Hörer sind auch ganz klar gegen Kopfhörer beim Wandern für die Kids.
Anderen ist das hingegen ganz egal.
Und einige Hörer, die fanden die zweite Q&A-Folge nur mit Hosts ganz wunderbar.
Es gab aber auch ein paar andere Stimmen, die fordern doch wieder externe Experten.
Ja.
Ihr seht, man kann es nie allen recht machen.
Naja, danke trotzdem für das ganze Feedback und auch an die vielen von euch, die bei unserem Newsletter-Gewinnspiel teilgenommen haben.
Ja, wir haben es ja angekündigt, da gibt es was und es war tatsächlich eine Blitzverlosung.
Die ersten fünf Hörer, die am Samstag auf den Newsletter reagiert haben, haben je zwei Freikarten für unseren Alles-auf-Aktien-Summit bekommen.
Um 8 Uhr ging der Newsletter raus und um 8.09 Uhr waren die Tickets schon weg.
So schnell kann es gehen.
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Und wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
