# Strategic AI Literacy Frameworks for Corporate Compliance

**Podcast:** KI-Update – ein heise-Podcast
**Published:** 2026-08-07

## Transcript

Das KI-Update.
Ein heiser Podcast.
Mit redaktioneller Unterstützung von The Decoder.
Hallo, ich bin Isabel Grünewald und dies ist unser Deep Dive zum Wochenende.
Künstliche Intelligenz ist längst Teil des Alltags von Kindern und Jugendlichen.
Ob beim Streamen von Musik, in sozialen Medien oder bei der Hausaufgabenrecherche.
Doch wie gut verstehen sie, womit sie es da eigentlich zu tun haben?
Wie bereitet man eine Generation auf Technologien vor, die sich schneller verändern als Lehrpläne?
Vor dieser Herausforderung stehen Bildungseinrichtungen weltweit.
Vielerorts fehlt es noch an einem gemeinsamen Verständnis darüber, welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler überhaupt im Umgang mit KI entwickeln sollen.
Das AI Literacy Framework, also ein Rahmenwerk, das essentielle KI-Kompetenzen definiert, soll jetzt die Richtung weisen.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, OECD, hat es gemeinsam mit der Europäischen Kommission entwickelt.
Unterstützt wurden sie dabei von Code.org und führenden internationalen Expertinnen und Experten.
Einer von ihnen war mein heutiger Gast, Florian Rampelt.
Er ist Programmleiter für Future Skills und KI und Geschäftsstellenleiter des KI Campus beim Stifterverband.
Hallo Herr Rampelt, schön, dass Sie heute wieder bei uns sind.
Freut mich auch sehr.
Fangen wir ganz von vorne an.
Wie kam es denn überhaupt zum AI Literacy Framework und der ganzen Zusammenarbeit zwischen OECD, EU-Kommission und Code AI?
Und wie sind die Expertinnen und Experten dazu gekommen, die dann daran mitgearbeitet haben?
Naja, es gab unterschiedliche Akteure, die sich zu Recht mit der Frage auseinandergesetzt haben, wie man KI-Kompetenzen bei Schülerinnen und Schülern stärken kann.
Die OECD setzt sich allgemein mit Kompetenzen zum Beispiel im Rahmen von PISA auseinander.
Und das PISA-Team der OECD hat vor, im Jahr 2029 das erste Mal Media und AI Literacy abzufragen, also Medien- und KI-Kompetenz in der sogenannten innovativen Domäne der PISA-Erhebung.
Und wenn man 2029 KI-Kompetenz abfragen möchte, sollte man sich eben auch mit der Frage auseinandersetzen, was können wir eigentlich dafür tun, dass die Ergebnisse möglichst gut sind.
Und deswegen hat die OECD sich mit unterschiedlichen Akteuren zusammengesetzt, um zu schauen, gibt es mögliche...
Maßnahmen, die wir ergreifen können.
Sie arbeiten einerseits aktuell auch an einem Assessment Framework, das wirklich dieses Medien- und KI-Kompetenz überprüfbar macht für 2029, haben gesagt, sie wollen aber auch praxisorientiert sich dem Thema nähern.
Und dafür sind sie mit Code.org, das ist eine riesige US-amerikanische Initiative für informatische Kompetenzen.
haben sie sich zusammengetan und eben mit der Europäischen Union, mit der Europäischen Kommission, haben gesagt, lasst uns gemeinsam einen praxisorientierten KI-Kompetenzrahmen entwickeln, der globale Perspektiven zusammenbringt und eben auch einen Teil von dieser anstehenden PISA-Erhebung vorbereitet, nämlich den Bereich der KI-Kompetenz.
Und wie unterscheidet sich das Framework jetzt von so bisherigen Konzepten zu Medien, Digital und KI-Kompetenz?
Also manches überschneidet sich.
Das stellen wir auch da in unserem Framework.
Wir haben zum Beispiel einen ganz engen Bezug zum digitalen Kompetenz-Framework der Europäischen Union DICCOMP, das gerade in Version 3 veröffentlicht wurde.
Wir stellen da ganz unterschiedliche Bezüge dar.
in dem wir auch viel analysiert haben, was es eigentlich schon Gutes gibt.
Wir haben auf keinen Fall dieses Framework auf der grünen Wiese neu erfunden.
Was ich aber besonders gelungen finde an diesem Framework, ist, dass es Kompetenzanforderungen gibt.
ganz konkret verknüpft mit Lernszenarien für den Schulunterricht.
Weil das ist oft die schwierigste Frage, ist nicht, wie kann ich quasi auf dem Papier Kompetenzen definieren, sondern die schwierigste Frage ist, wie kann ich Lehrkräfte dabei unterstützen, das in ihren Unterricht zu integrieren.
Und darauf haben wir sehr, sehr viel Zeit aufgewendet.
Das war ein fast zweijähriger Prozess, wirklich diese Praxisorientierung auch in den Mittelpunkt zu stellen.
Zwei Jahre, das ist eine lange Zeit.
Wie genau lief diese Erarbeitung dann ab?
Also die Partner, eben Code.org, OECD und Europäische Kommission haben erst einmal geschaut, wen sie so mit einbringen können als Expertinnen und Experten.
Und wir haben da eine Expertinnengruppe geformt, die vor eineinhalb Jahren ihre Arbeit begonnen hat.
Ich durfte dabei die deutsche Perspektive als einer der drei VertreterInnen aus der Europäischen Union vertreten.
Und wir haben im Endeffekt angeleitet durch Code.org, ein ganz engagiertes Team dort, haben wir in dieser ExpertInnen-Gruppe über diese eineinhalb Jahre an dem Framework gearbeitet.
Was auch ganz spannend war, ist, wir haben vor einem Jahr, im Mai letzten Jahres, einen ersten Entwurf veröffentlicht, weil wir gesagt haben, wir wollen das Ganze communityorientiert machen.
Es war mutig.
würde ich sagen, relativ früh mit einem Draft rauszugehen.
Aber es hat uns auf jeden Fall enorm weitergebracht, weil wir da unfassbar viel Feedback eingesammelt haben.
Es gab offizielle Konsultationen über die EU-Mitgliedsländer zum Beispiel.
Aber es gab auch für KI-Initiativen, Bildungsakteurinnen, Lehrkräfte die Möglichkeit, Feedback zu geben.
Dieses Feedback haben wir dann ab Ende letzten Jahres so ein bisschen konsolidiert, zusammengefasst.
Viel davon aber auch übernommen, zum Beispiel, indem das Framework in seiner Endversion Progressionsstufen hat, die die curriculare Integration nochmal ein bisschen leichter machen, indem wir auch die Domänen nochmal ein bisschen überarbeitet haben.
Und ja, das war ein sehr, sehr komplexer Prozess auf jeden Fall über diese eineinhalb Jahre kerninhaltliche Arbeit, über zwei Jahre Zusammenarbeit zum Thema, der sich aber sehr gelohnt hat.
Und ich glaube, dadurch haben wir auch eine...
hohe Glaubwürdigkeit erreichen können, weil wir einerseits in einer kleinen Gruppe den Kern ausgearbeitet haben und andererseits wirklich eine große Community-Beteiligung auch vorgenommen haben.
Und wir selbst beim Stifterverband und dem KI-Campus haben selbst ab letztem Jahr, ab 2025 auch, eine Taskforce organisiert, die fokussiert Perspektiven aus der deutschen Bildungs-Community mit eingebracht hat.
Was für uns sehr, sehr hilfreich war, um auch ja auch die Besonderheiten zu reflektieren dessen, was auch KI-Bildung aus dem deutschen Kontext ausmachen kann.
Ich kann mir vorstellen, das ist generell eine ganz schön große Herausforderung, wenn man mit so vielen Leuten am Tisch sitzt, die alle aus ganz unterschiedlichen kulturellen Prägungen mit unterschiedlichen Bildungssystemen daran geht.
Wie findet man da einen Konsens?
Indem man bereit ist, einen Konzept zu finden.
Also was ich insbesondere gesehen habe, ist, dass es alleine quasi im Englischsprachen, es war ja englischsprachig, der Austausch vorwiegend, quasi US-amerikanisch und europäisch geprägtes Englisch, schon allein begriffliche Unterschiede gab.
Ich kann mich noch erinnern, wir haben als europäische Vertreter das Konzept der Knowledge, Skills und Attitudes als Kernelement mit eingebracht, Wissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltungen und Werte, die für uns Kompetenzen im Kern ausmachen.
Damit konnten unsere amerikanischen Kolleginnen und Kollegen erstmal nichts anfangen.
Die haben Attitudes, die haben immer gedacht, das sind Aptitudes, also so persönliche Eigenschaften, von denen wir sprechen.
Und da hat man gemerkt, dass einfach ganz viel Kontextualisierung ist.
Und das hat einfach viel ausgemacht.
Wir hatten einen lateinamerikanischen Vertreter mit drin, der nochmal ganz andere Perspektiven mit eingebracht hat aus Uruguay.
Und genau das Wichtige war immer wieder Fragen und offen für Kompromisse sein.
Aber ja, es war herausfordernd, aber das war auch der Anspruch, diesen Herausforderungen zu begegnen, weil wenn man den Anspruch hat.
globale Relevanz zu erreichen mit diesem Framework, dann muss man diese paar Extraschritte auch bereit sein zu gehen.
Und wie ist das Feedback aus der deutschen Community da in diesen ganzen Prozess eingebracht worden?
Also wie viel von den Ideen der Leute hier steckt am Ende in dem Framework drin?
Ja, also wir haben, wie gesagt, als Stifterverband eine Arbeitsgruppe organisiert.
Wir hatten da das große Glück, dass uns da eine Stiftung, die TÜV Südstiftung, auch bei unterstützt hat.
Haben einerseits Feedback gesammelt, das ich als Experte, als Vertreter in die Treffen der Arbeitsgruppe mit einbringen konnte.
Und andererseits haben wir auch strukturiert Feedback eingebracht über diese offizielle Konsultation.
Darüber hinaus haben wir auch Akteure, Akteurinnen aus der deutschen Bildungslandschaft dazu aufgerufen, selbst Feedback einzubringen.
Und es war eben auch in der Konsultation dann aus der Community in Deutschland Feedback mit drin.
Und was sicherlich auch ganz interessant ist, ist, dass natürlich dadurch, dass die Europäische Kommission ein Partner war und ist in diesem Konzept, ist so.
das europäische Kompetenzverständnis, das auch stark im Bereich auf Digitalkompetenzen schon in der deutschen Bildungskommunity verankert ist, schon eine sehr zentrale Rolle auch gespielt hat und auch im Ergebnis des Frameworks spielt.
Für uns war dabei sicherlich besonders wichtig, dass Feedback der Community eben auch die unterschiedlichsten Personen betrifft, also Lehrkräfte, Schulleitungen.
Bildungsakteure aus KI-Bildungsinitiativen zum Beispiel, die wir da beteiligen konnten, auch BundesschülerInnenvertretung.
Das war uns ganz wichtig, auch unterschiedliche Personen, die schlussendlich Zielgruppen der Strainworks sind, in den Erarbeitungsprozess mit einzubringen.
Wir haben jetzt viel über Schulen gesprochen.
Für welche Altersstufen ist denn das Rahmenwerk jetzt konkret gedacht und auch für welche Bildungskontexte?
Ja, das ist eine spannende Frage, weil wir haben im Endeffekt zwei Fokusbereiche.
Der eine ist der offizielle.
Der Ansatz war, ausgehend von PISA und auch zum ersten Fokus der beteiligten Akteure zu sagen, wir brauchen einen KI-Kompetenzrahmen für den Schulbereich.
Das heißt, Ganz bewusst auch für die Primar- und Sekundarstufe, weil wir davon überzeugt sind, KI-Kompetenz beginnt spätestens in der Grundschule, auch die pädagogische Aufgabe, sich damit auseinanderzusetzen.
Wenn wir an PISA 2029 denken, geht es eben darum, auch jetzt in der Grundschule die entsprechenden Grundlagen dafür zu schaffen.
Und das ist also der Fokus for Primary and Secondary Education.
Und in den Unterrichtsszenarien, die wir skizzieren im Rahmen des Frameworks, zeigen wir dann auch, wie wir auf drei Ebenen, ja, Möglichkeiten, welche Möglichkeiten es dort gibt, auch im Unterricht das zu adressieren.
Ganz wichtig dabei ist, wir adressieren nicht bewusst ein Fach.
Also es geht nicht darum, KI-Kompetenzen im Informatikunterricht zu adressieren, sondern die Szenarien sind auch ganz bewusst so gehalten, dass sie ganz unterschiedliche Fächer, in unterschiedlichen Fächern genutzt und integriert werden können.
So, Schule.
ist der Kernfokus.
Und gleichzeitig hat sich von Anfang an gezeigt, dieses Rahmenwerk ist nutzbar, auch weit über den schulischen Kontext hinaus.
Ich selbst arbeite fokussiert auch am Thema KI-Kompetenz im Hochschulbereich, aber auch in der Fort- und Weiterbildung.
Und wir sehen, dass nicht alles, aber vieles von dem, was wir adressieren, eins zu eins übertragbar ist auf die Auseinandersetzung mit KI-Kompetenzen bei jungen Erwachsenen oder auch Berufstätigen.
Und was dabei ganz interessant ist, dass sich das auch jetzt schon nur wenige Wochen nach der Veröffentlichung tatsächlich in Gesetzgebungsprozessen bewahrheitet hat.
Die Europäische Union hat eine KI-Verordnung, den AI Act, in Artikel 4, die Anforderung an alle Akteure, Organisationen, Unternehmen in Europa, die KI-Systeme nutzen, KI-Kompetenzen zu stärken.
Und dort steht in der...
Anpassung dieser Verordnung jetzt tatsächlich dieses Rahmenwerk als Einorientierungsrahmen mit drin.
Und das ist ganz spannend, dass eben auch in offiziellen EU-Kontexten jetzt das Rahmenwerk schon als etwas betrachtet wird, was weit über den Schulkontext hinausgeht.
Und das ist sicherlich eine der Aufgaben, vor denen wir jetzt auch stehen, ist, das als einen passenden und guten Impuls zu nutzen, um eben KI-Kompetenzen über die gesamte Lebensspanne hinweg zu reflektieren.
Im Zentrum dieses Frameworks stehen vier Kompetenzbereiche.
Könnten Sie diese kurz erklären?
Ja, also im Endeffekt haben wir das Framework so aufgebaut, dass es einen Grundlagenbereich hat, den nennen wir mit KI bewusst umgehen, im Deutschen, engage with AI, im Englischen.
Und da geht es ja so...
um einen grundlegenden Umgang mit KI, darum KI im Alltag zu erkennen, zu identifizieren, wann ich eigentlich mit KI interagiere und wann nicht.
Und dann haben wir zwei Praxisbereiche in der Mitte, KI kreativ anwenden und KI gezielt einsetzen, wo wir Kompetenzen definieren, die so die alltägliche Praxisauseinandersetzung mit KI bei Schülerinnen und Schülern in den Fokus nehmen.
Und dann haben wir in der Spitze einen Kompetenzbereich KI aktiv mitgestalten, wo es wirklich darum geht, auch KI-Systeme weiterzuentwickeln, zu verbessern.
Wir sagen hier KI-Systeme zu verbessern, damit sie menschliche Werte widersprühen.
Also wir haben schon auch einen bestimmten normativen Anspruch, den wir mit diesem Rahmenwerk verknüpfen.
Es geht hier nicht um die aktive...
Mitgestaltung von KI im Sinne von, ich entwickle meine eigenen Tools als Informatikerin und Informatiker, sondern ich bin in der Lage eben über System Prompts, über strategische Entscheidungen in Bezug auf die Nutzung und Nichtnutzung von KI, ja den KI-Einsatz auch aktiv zu gestalten.
Und diese vier Kompetenzbereiche bauen eben auch so ein bisschen entsprechend aufeinander auf.
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Also wenn wir uns jetzt zum Beispiel diesen einen Bereich KI-bewusst nutzen vornehmen, wie hilft das Framework Lehrerinnen und Lehrern dabei, das ihren Schülerinnen und Schülern beizubringen?
Also mit KI bewusst umgehen, engage with AI, soll eben Lehrerinnen und Lehrer dabei helfen, sich mit der Frage auseinanderzusetzen.
Wo spielt KI eigentlich schon eine Rolle bei meinen Schülerinnen und Schülern?
Und das ist, glaube ich, und das ist ja das Interessante daran, dass es sowohl eine wichtige Frage für die Schülerinnen und Schüler selbst, die ja als Zielgruppe des Frameworks adressiert sind, als auch für die Lehrkräfte, die wir als zentrale Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sehen.
Und was wir dann eben gemacht haben, ist, dass wir gesagt haben, basierend auf diesem Anspruch, Kompetenzen für einen bewussten Umgang mit KI zu stärken, haben wir sieben Kompetenzen formuliert, die wir für besonders zentrale achten.
Und die erste ist genau das, was ich gerade gesagt habe, die Rolle und den Einfluss von KI in verschiedenen Kontexten erkennen.
Überhaupt erkennen, wo überall KI schon drinsteht.
Aber auch zweite Kompetenz wäre Funktionsweisen von KI so beschreiten, dass Fehlvorstellungen aufgegriffen, ausgeräumt werden.
Also KI grundsätzlich nicht informatisch beschreiben zu können und dabei eben auch eine Einordnung vorzunehmen, die eben typische Fehlvorstellungen behindert.
Aber auch so ein Aspekt wie Nachhaltigkeitsaspekte.
Eine Kompetenz ist einordnen, wie KI-Systeme Energie und natürliche Ressourcen verbrauchen.
Es ist total wichtig, dass wir eben nicht alle ständig einfach nur, weil es da ist, ChatGPT am Handy nutzen, um jede Frage zu beantworten.
Aus zwei Gründen.
Erstens, weil wir nicht denkfaul werden sollten.
Und zweitens, Weil uns allen, und das geht nicht nur Schülerinnen und Schülern so, auch ich erwische mich da immer wieder dran, weil uns allen einfach im Alltag nicht bewusst ist, dass wir mit jeder Nutzung der generativen KI, die wir nutzen, Ressourcen verbraucht werden.
Und irgendwer muss dafür bezahlen, ob das ich, ein Unternehmen oder die Umwelt ist.
Und auch solche Aspekte sind eben relevant.
Und jetzt zu der Frage, was können jetzt...
Was können jetzt Lehrkräfte damit anfangen?
Ist eben ganz entscheidend das, was ich vorhin schon gesagt habe.
Wir haben eben gesagt, wir haben nicht nur eine Kompetenz, sondern wir haben diese Kompetenz dann.
beschrieben auf drei Entwicklungsstufen, Progressionsstufen.
Das war etwas, das haben wir erst in der finalen Version gemacht.
Und diese Progressionsstufen sind eben grundlegend fortgeschritten und vertiefte KI-Kompetenzen.
Und mit diesen Progressionsstufen haben wir dann jeweils eine kurze Kompetenzbeschreibung verknüpft und ein Lernszenario für den Unterricht.
Und das ist das, was ich schon sagte, was besonders spannend ist.
Ganz einfach, quasi das allererste 1.1 ist es die Rolle und den Einfluss von KI in verschiedenen Kontexten erkennen.
Dabei ist die grundlegende Kompetenz, Lernende erkennen, wo und wann in ihrem Alltag verschiedene Arten von KI zum Einsatz kommen.
Und ein total einfaches Lernszenario ist, die Lernenden spielen mit ihrer Lehrkraft KI oder nicht.
Anhand von Beispielen wie Smart Home Geräten, sozialen Medien oder Apps können Sie jedes Beispiel danach einordnen, ob es KI einsetzt oder nicht.
Das ist total trivial eigentlich in der Herangehensin.
Darum geht es, so ein Bewusstsein dafür zu schaffen, es steckt ganz oft schon KI drin.
Manchmal ist es aber vielleicht auch nicht KI, obwohl ich das glaube.
Und das kann ich dann auf unterschiedlichen Prokessions- und Prokessions- Schwierigkeitsebenen auch im Unterricht konkret adressieren.
Und was wir auch ganz klar sagen ist, wir machen erste Vorschläge mit diesen Lernszenarien.
Diese Lernszenarien werden wir später auch zu sprechen, werden dann auch mit konkreten Materialien und so ergänzt.
Und wir hoffen, dass das jetzt quasi eine spannende Dynamik entwickelt, dass wir ganz, ganz viel lernen dazu, wie diese Kompetenzen über unterschiedlichste Ansätze adressiert werden können.
Und so einen ersten Vorschlag haben wir für jede Kompetenz auf drei Stufen im Framework formuliert.
Welche Rolle spielen denn ethische Fragen bei dieser ganzen Kompetenzerarbeitung?
Ich könnte mir auch vorstellen, dass bei solchen Diskussionen um die Ethik bei der Nutzung von KI auch kulturelle Unterschiede in dem Team vorhanden waren.
Ja, das ist so.
Natürlich spielen ethische Fragen auch Werte eine ganz unterschiedliche Rolle.
Ich fand es zum Beispiel auch interessant, dass auch im EU-EI-Ekt in der Kompetenzanforderung Ethik nicht so explizit adressiert wurde, aber wir dann in Deutschland gesagt haben, in der Umsetzung wollen wir das tun.
Ethische Fragen haben so eine Querschnittsrolle.
in unserem Framework.
Wir sagen ja, dass Kompetenzen sich in Knowledge, Skills und Attitudes, Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten und Haltungen unterteilen lassen, die quasi eine Kompetenz ausmachen.
Und ethische Aspekte sind dabei in all diesen drei Aspekten widergespiegelt.
Wir haben zum Beispiel bei notwendigem Grundwissen über KI die Rolle von KI in der Gesellschaft.
Also so Aspekte wie ein Bias und welche Konsequenzen das haben kann.
ist ganz wichtig, wirklich schon auf der Wissensebene zu reflektieren, indem man eben sagt, dass zu einem verantwortungsvollen ethischen KI-Design so Prinzipien wie Fairness, Transparenz, Erklärbarkeit, Rechenschaftspflicht und so weiter gehören.
Also das ist sowohl auf der Wissensebene als auch auf der Kompetenzebene.
Wir haben zum Beispiel auf der Kompetenzebene, die das kritische Denken als wichtigste Frage, ganz oft mit ethischen Aspekten verknüpft, auch in einigen Kompetenzen mit ethischen Aspekten verknüpft, wie auch auf der Haltungsebene.
Verantwortungsbewusst ist so als eine Haltung eine, die wir als besonders notwendig erachten im Umgang mit KI-Systemen.
Also in allen Bereichen dessen, was für uns Kompetenz ausmacht, wiedergespiegelt und dann wiederum in einzelnen Kompetenzen ganz explizit adressiert.
insbesondere wenn es um Verzerrungen, Biases und andere Aspekte geht in der Nutzung von KI-Systemen.
Jetzt, wenn man auf die Seite von dem AI Literacy Framework gibt, da gibt es auch eben praktische Beispiele für die Umsetzung Lehrmaterialien, die sich Lehrkräfte runterladen können.
Da ist zum Beispiel das Projekt AI for Oceans.
Das fand ich ganz niedlich.
Das ist ein Lernspiel, in dem Grundschulkinder dann eine KI trainieren und die dann, Müll im Meer erkennen soll und entfernen soll.
Und genau während dieses Trainings eben lernen, wie Verzerrungen entstehen, wie so ein Bias entstehen kann und wie auch Fehler entstehen können, die dann die KI macht.
Das fand ich sehr niedlich, fand ich sehr praktisch.
Ist jetzt ein Beispiel, das sehr international gehalten ist.
Für Deutschland speziell.
Da liefern SIA mit dem KI Campus Hilfen bei der Umsetzung und für Lehrkräfte.
Wie genau sieht das aus?
Was bieten Sie da an?
Ja, also vielleicht nochmal zu dem allgemeinen Kontext.
Es war schon sehr beeindruckend.
Code.org, die Initiative aus den USA, die den Prozess so ein bisschen koordiniert hat, die haben mit Teach.ai eine Initiative, die sich mit KI-Bildung schon lange und also wirklich skaliert auch in den USA auseinandersetzt.
Und die haben eben auch so einen ersten Aufschlag basierend auf ganz, ganz vielen Initiativen, die sie schon auch länger gestaltend gemacht.
ja so englischsprachige Materialien zu ergänzen, die auch in einer automatisierten Übersetzung teilweise zur Verfügung stehen.
Und gleichzeitig glauben wir, dass ja für eine Nutzung vor Ort auf Länder und auch auf regionaler Ebene eben auch eine Kontextualisierung vor Ort notwendig ist.
Und deswegen haben wir mit dem Stifterverband gesagt, wir wollen den KI Campus als größte deutschsprachige Lernplattform für künstliche Intelligenz im Bildungsbereich.
Wir wollen den nutzen, um das AI Literacy Framework auch relevant zu machen für Bildungsakteurinnen und Akteure in Deutschland.
Und das tun wir, indem wir eigene Materialien entwickeln mit Partnern aus der KI Campus.
Also ich sage immer, ich bin nicht der KI-Experte, aber ich bin Experte darin, die richtigen Experten und Experten zu identifizieren.
uns sichtbar zu machen über so eine Plattform, die halt inzwischen fast 200.000 registrierte NutzerInnen hat.
Ganz konkret gibt es zum Beispiel eine ganz tolle Initiative KI macht Schule, die auch eine richtig coole Unterrichtsplattform entwickelt haben, die mit uns jetzt so ein Grundlagenangebot machen dazu, was übergreifendes Framework ist und die unterschiedlichen Bereiche, wie wir sie gerade auch kurz anskizziert haben.
Und dann haben wir einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben, jetzt einen ersten.
gemeinsam auch mit der TÜV Südstiftung wieder, wo wir aktuell aufgerufen haben, eigene Ideen zu entwickeln für die Implementierung des Frameworks.
Und dann sind da Hochschulen, die sich beteiligen, die Uni Leipzig, die Uni Bamberg zum Beispiel, aber auch Schulen, Schule aus Bayern, die dann eben eigene Ideen entwickeln und kostenlos und offen lizenziert auf dem KI Campus zur Verfügung stellen.
Was unser Ziel also ist, ist schrittweise, wir legen ja gerade erst los, für die unterschiedlichen Kompetenzbereiche und Schwerpunktsetzungen des Frameworks Online-Kurse und Bildungsmaterialien zur Verfügung zu stellen, die dann auch im Unterricht genutzt werden können.
Ganz wichtig dabei ist, dass der KI-Campus einen Fokus auf Lehrkräfte nimmt.
Also wir haben nicht den Anspruch direkt.
den Schulunterricht bei Schülerinnen und Schülern zu begleiten.
Das können andere besser, wie zum Beispiel KI macht Schule mit ihrer Unterrichtsplattform.
Unser Ziel ist, Lehrkräfte zu qualifizieren, dass sie dann KI-Kompetenzen im Sinne des Frameworks im Unterricht adressieren können.
Das ist schon eine große Aufgabe für sich.
Also ja, wenn ich mit Lehrkräften derzeit spreche, dann wird sehr schnell klar, dass KI-Kompetenz sehr viel Eigeninitiative von Ihnen abverlangt.
Das wird nicht immer vom schulischen Kontext unbedingt unterstützt.
Welche Veränderungen bräuchte es denn strukturell, vielleicht schon im Lehramtsstudium oder dann auch später an den Schulen in Sachen Weiterbildung, damit AI Literacy wirklich in der Breite bei den Lehrkräften ankommt?
Ja, also ich glaube, Wir sprechen eigentlich von Veränderungen über die gesamte Bildungskette und deswegen ist es gut, dass wir jetzt auch mit so einem großen politisch getragenen Projekt im Schulbereich starten, weil im Endeffekt sind die Schülerinnen und Schüler von heute die Lehrkräfte von morgen.
Das ist also so ein Wirkungskreis ein Stück weit.
Ich glaube aber ganz besonders ist das auch unser Schwerpunkt, dass es in der ersten und dritten Phase der Lehrkräftebildung eine starke Fokussierung auf das Thema KI-Kompetenzen auch braucht.
Im Lehramtsstudium, ich selbst habe ein erstes Staatsexamen im Hauptschullehramt.
Ich hatte da einen Kurs zur Medienpädagogik und ansonsten habe ich mich mit Digitalthemen fast nicht auseinandergesetzt, vor zehn Jahren noch.
Also hier ein bisschen entrümpeln und auch wirklich schauen, was...
Was ist die digital geprägte Unterrichtspraxis von heute?
Das ist absolut notwendig.
Dabei unterstützen wir auch Schulen.
Dabei unterstützen wir auch Hochschulen.
Es braucht aber auch einen Austausch auf Bundesländer und bundesländerübergreifender Ebene.
Ich gehe davon aus, dass die KMK und die Bildungsministerkonferenz hier auch einen systemischen Rahmen schaffen werden, wie sie es ja im Bereich Digital- und Medienkompetenzen auch schon getan haben.
Es braucht wirklich auch jedes politische Commitment.
Die KI-Kompetenzen ganz gezielt von Lehrkräften müssen auch noch stärker in den Fokus genommen werden.
Und da unterstützen wir eben auch ein Lehramtsstudium, das das mit aufnimmt und sagen gleichzeitig, ihr müsst nicht alle das Rad neu erfinden und auf der grünen Wiese beginnen, sondern der KI-Campus, unsere Partner.
entwickeln Materialien, die ihr auch nachnutzen könnt.
Also von meinen Kernpartnern im KI-Campus ist zum Beispiel die Humboldt-Universität in Berlin, die RWTH Aachen, die LMU München, die Uni Bamberg sind so Akteure, mit denen wir ganz konkret am Thema KI-Kompetenz im Lehramtsstudium arbeiten.
Und ja, da freue ich mich auch über weitere Akteure.
Und dann unterstützen wir eben auch die dritte Phase, das ist eben die Weiterbildung von Lehrkräften, wo wir auch sagen, natürlich machen diese One-on-One-Schulungen in Präsenz Sinn und sind auch weiter wichtig.
Und wir unterstützen das aber mit asynchronen Angeboten, um zu sagen, es gibt da Sofortbildungskataloge in den Bundesländern, dass wir hier eben auch quasi unterstützen, schnell in die Breite zu kommen.
Was es braucht für Lehrkräfte ist Zeit.
Das ist völlig klar.
Also Lehrkräften muss einfach zugestanden werden, dass sie nicht jede Digitalkompetenzfortbildung quasi als Hobby in der Freizeit machen können.
Das ist die größte Herausforderung.
Gerade wenn ich mit engagierten Lehrkräften spreche, merke ich oft, das ist bei denen halt ein Hobby, das bis nah an die Selbstausbeutung geht.
Und das darf so nicht sein.
Wir befinden uns in Zeiten, in denen...
Lehrkräfte schon mit so einer kontinuierlichen Transformation konfrontiert sind.
Auch für uns als Stifterverband ist die Transformation ja mehr als nur KI und nur Technologie.
Und hier Lehrkräften auch Räume, Wege und Zeit an die Hand zu geben, dabei bleiben zu können, ohne sich selbst auszubeuten, das ist ganz, ganz zentral.
Und das beginnt bei der Schulleitung vor Ort.
die dann einen angemessenen und wertschätzenden Rahmen schaffen kann.
Wenn Sie jetzt mal so auf den ganzen Prozess zurückblicken von vor zwei Jahren bis heute, was ist so die wichtigste Erkenntnis oder die wichtigste Erfahrung, die Sie bei der Entwicklung dieses Frameworks gemacht haben?
Ich glaube, meine wichtigste Erkenntnis war, wie wichtig die Praxisorientierung ist.
Ich neige manchmal vielleicht auch dazu, quasi zu viel theoretisch zu diskutieren und zu wenig eine ganz konkrete Umsetzung im Unterricht von ein oder zwei Nährkräften mit 20 Schülerinnen und Schülern zu blicken.
Und die wichtigste Erfahrung dabei war, wie wertvoll es ist, eben über unterschiedliche professionelle, kulturelle Hintergründe hinweg sich dem anzunähern, was...
KI-Kompetenz eigentlich ausmachen kann.
Und was dabei wirklich der Kern ist, der mir auch Mut macht, ist, menschliche Kompetenzen stehen im Vordergrund.
Natürlich muss ich irgendwie neue Prompting-Techniken erwerben, wie interagiere ich mit einem System, wie gebe ich Anweisungen, die sich ja auch immer wieder verändern.
Im Kern stehen aber Human Skills oder Future Skills wie kritisches Denken, Problemlösungskompetenz und andere.
die wichtiger denn je sind im Schulunterricht und auch darüber hinaus.
Und es ist toll zu sehen, dass das nicht quasi nur eine Annahme ist, mit der ich durch die Gegend laufe, sondern die wirklich auch global geteilt wird mit dem Ziel, den Menschen im Vordergrund stehen zu haben und nicht quasi die Abhängigkeit von der Technologie als gesetzt anzuerkennen.
Und wenn wir jetzt so in die Zukunft blicken, woran...
Könnten wir in zwei Jahren erkennen, dass dieses Framework tatsächlich etwas verändert hat?
Sie haben ja schon gesagt, es müsste sich eigentlich an den Schulen und in der Ausbildung etwas verändern.
Woran werden wir das festmachen können?
Ja, also in zwei Jahren, denke ich, ist mein Anspruch daran zu erkennen, dass es politische Rahmensetzungen gibt, die das Framework aufgreifen.
Also ganz konkret, das Framework ist ein.
von mehreren ein Impuls für wirklich politische Rahmensetzung dazu, wie KI im Schulunterricht adressiert werden soll in allen Bundesländern in Deutschland.
Das zweite ist, dass ich in zwei Jahren auch gerne mit Lehrkräften, von Lehrkräften das Feedback erhalten möchte, dass sie sagen, die Lernenszenarien, die konkreten Ansätze.
die haben mir geholfen, meinen Unterricht zu verändern.
Dieses Framework ist nicht wieder so ein Framework, das abstrakt über meiner Unterrichtspraxis schwebt, sondern es hat mir geholfen, Unterricht zu gestalten.
Das ist mein größter Anspruch quasi von der großen Bildungspolitik, in den Unterricht zu kommen und relevant zu sein für Lehrkräfte.
Das würde mich sehr freuen, wenn ich dieses Feedback in zwei Jahren auch tatsächlich erhalten könnte.
Schauen wir mal.
Wir werden auf jeden Fall sowohl das Framework als auch das Angebot des KI Campus unter diesem Podcast verlinken.
Vielen Dank, dass Sie heute bei uns waren.
Sehr gerne.
Dankeschön.
Das war's für heute.
Den nächsten Deep Dive hört ihr an dieser Stelle in zwei Wochen.
Es würde mich freuen, wenn ihr dann wieder dabei seid.
Bis dahin könnt ihr natürlich mit unserem kompakten KI Update jeden Montag, Mittwoch und Freitag auf dem Laufenden bleiben.
Und falls ihr einen Deep Dive verpasst habt.
zum Beispiel den ersten mit Florian Rampelt zum KI-Campus, findet ihr eine Sammlung aller Folgen auf heise.de slash thema slash KI minus update.
Und den Link dahin findet ihr natürlich auch in den Shownotes.
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