# DAX Records, Global Exposure, and Strategic Capital Allocation

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-08-04

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die große Rekordjagd der Märkte, starke Zahlen von Snap und einen potenziellen Mega-Deal in der Pharma-Branche.
Im Thema des Tages besprechen wir mit euch das große DAX-Paradoxon und in der AAA-Idee verraten wir euch, wie ihr mit der 25er-Formel berechnet, was ihr braucht, um finanziell frei zu sein.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenschutz.
Es begrüßen euch Lea Oetjen und Daniel Eckert aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Dienstag, der 4.
August und wir wünschen euch einen feierlichen Start in den Tag.
Heute gibt es auch wirklich was zu feiern, denn gestern hat der Deutsche Aktienindex, unser DAX, den höchsten Stand der Geschichte markiert, bei 26.097 Punkten und dazu gleich mehr ausführlich im Thema des Tages.
Aber ein bisschen könnt ihr auch uns feiern, denn gestern hatten wir seit Menschengedenken die erste Folge, die ohne den Namen Donald Trump ausgekommen ist.
Das holen wir heute gleich mal nach, denn natürlich hat auch der DAX-Rekord mit dem US-Präsidenten und mit seinem Handeln oder Nicht-Handeln zu tun.
Vor dem Wochenende hatte Donald Trump ja einen neuen großflächigen Angriff auf den Iran angekündigt.
Er hat dann aber nochmal nachgelegt und davon gesprochen, das werde der größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg werden.
Und im gleichen Atemzug hat der Mann im Weißen Haus dann aber auch direkt wieder alles abgeblasen.
Mit Verweis auf neue Verhandlungsbereitschaft seitens Teherans und Bitten aus der Region.
Unter anderem hätte der wichtige US-Verbündete Saudi-Arabien darum gebeten, keinen Großangriff durchzuführen.
Ich nehme mal an, aus humanitären Gründen.
Aber im Ergebnis ist dann die Angst, die am Freitag noch im Markt gewesen war, wieder ausgepreist worden.
Und da der Ölpreis ja besonders empfindlich auf Spannungen in der Region reagiert, ging es bei dem dann gestern um 5% nach unten.
Und für die Märkte war das natürlich eine willkommene Entlastung.
Nicht nur für den DAX ging es nach oben, auch die Wall Street steht vor neuen Rekorden.
Der Dow Jones der Standardwerte gewann 1% auf 53.150 Punkte.
Der bisherige Rekord liegt knapp darüber bei 53.300 Zellern.
Der S&P 500 ging gestern ebenfalls mit einem Plus und zwar von 1,5% aus dem Handel.
Hier fehlen weniger als 19 Punkte zu einem neuen Rekord.
Und der Nestec 100 legte zwar sogar 1,8% zu.
seinem Allzeithoch ist der Tech-lastige Index aber aufgrund der jüngsten Schwäche der Chipwerte noch ein bisschen weiter entfernt.
Insgesamt kann man sagen, die positive Stimme an den Märkten, die hatte gleich mehrere Gründe.
Über Donald Trump haben wir ja schon gesprochen.
Hinzu kamen aber auch Daten aus der US-Industrie, der ISM-Einkaufsmanager-Index.
Der sprang im Juli auf 55,6 Punkte nach 53,3 Punkten im Juni.
Und das ist der siebte Monat über der Wachstumsschwelle von 50 und auch der beste Wert seit Mai 2022.
Erwartet hatte das so in der Form niemand.
Nee, das stimmt.
Ja, und dann war da noch Boeing.
Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat die 737 MAX 7 zugelassen.
Die kleinste Variante des großen Verkaufsschlagers.
Ursprünglich sollte die Zulassung schon vor Ende 2022 kommen.
Jahre später ist sie jetzt endlich da und die Aktie sprang daraufhin dann auch mehr als 6%.
Und weil gestern noch so viel los war, blicken wir jetzt den Rest einfach mal im Staccato, oder Eckart?
Im Staccato blicken, ja, das gefällt mir.
Also zu den Gewinnern.
Zu den Gewinnern zählte gestern CoreVeve mit einem Plus von fast 20%.
Analysten zufolge liegt der Grund in den Big-Tech-Zahlen der vergangenen Woche.
Wenn Azure von Microsoft um 43% wächst und AWS von Amazon mit 37% das stärkste Quartal seit viereinhalb Jahren hinlegt, dann brauchen die Hyperscaler jede Rechenkapazität, die sie kriegen können.
Und genau die vermietet ja CoreVeve.
Außerdem bahnt sich offenbar ein Megadeal an.
Laut der Financial Times und Reuters haben AstraZeneca und Bristol-Myers-Grupp über einen Zusammenschluss gesprochen.
Zusammen wären das knapp 40 Milliarden Dollar an Börsen wert und einer der größten Pharmakonzerne der ganzen Welt.
Der Markt preist allerdings vor allem das Umsetzungsrisiko ein, nämlich die Onkologie-Portfolios überschneiden sich in Teilen direkt, was kartellrechtliche Auflagen wahrscheinlich macht.
Dazu kommt noch die politische Komponente.
Ein britischer Erwerber, der einen der größten US-Fraktion hat.
Das passt nicht wirklich zu der Agenda von Donald Trump und seiner Regierung.
AstraZeneca verlor 7%, Bristle-Meyer-Squip ging unverändert aus dem Handel.
Michael Saylor verkauft derweil schon wieder Bitcoin.
1638 Stück waren es vergangene Woche im Wert von gut 105 Millionen Dollar.
Das ist wirklich kein Pappenstil.
Und im Schnitt hat Strategy damit 11.000 Dollar Verlust je Münze gemacht.
Das Geld braucht die Firma für Verbindlichkeiten und den Rückkauf der eigenen Vorzugsaktien.
Bemerkenswert ist die Reaktion des Marktes keine.
Bitcoin lag vielmehr gestern Abend mit knapp 64.000 Dollar leicht im Plus.
Anscheinend verdaut der Markt Seller inzwischen.
Und die Strategy-Aktie, die ist nicht ganz so angesehen, wie sie schon mal war.
Denn die notiert fast 40% im Minus dieses Jahr.
Beiersdorf hat zudem gestern zum dritten Mal in einem Jahr die Prognose gekappt.
Statt stabiler bis leicht steigender Umsätze erwartet der Konzern jetzt ein Minus im niedrigen, einstelligen Bereich.
Im ersten Halbjahr waren es schon 3,5 Prozent.
Der Grund heißt Nivea.
Die Marke steht für mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes und hat im ersten Halbjahr rund 7 Prozent verloren.
Die Aktie gab zeitweise 7,5 Prozent nach und ging am Ende als DAX-Verlierer knapp 2 Prozent schwächer aus dem Handel.
Nachbörslich hat dann noch Snap geliefert?
Und wie?
Die Aktie sprang um bis zu 10% nach oben, denn der Umsatz stieg um insgesamt 19% auf 1,6 Milliarden Dollar.
Erwartet worden waren 1,54 Milliarden Dollar.
Der Verlust schrumpfte auf 164 Millionen nach 262 Millionen im Vorjahr.
Und der Ausblick, ja, der lag...
über den Schätzungen.
CEO Even Spiegel spricht dann auch von mehr Schwung im Werbegeschäft, vor allen Dingen bei großen Gründen in Nordamerika, genau der Bereich, der im Mai noch als Bremsglotz galt.
Ja, da dürfte mit Sicherheit auch die Fußball-Weltmeisterschaft noch so ihre Röllchen gespielt haben.
Und auch Palantir Technologies öffnete gestern nachbörslich dann auch die Bücher und hat im zweiten Quartal bei eigentlich allen wichtigen Kennzahlen die Erwartungen der Wall Street übertroffen und sogar die Prognose für das Gesamtjahr angehoben.
Kein Wunder, dass die Aktie dann nachbörslich am Montag um bis zu 12 Prozent stieg.
Ja, ich schnapp mir schnell die Termine und die machen wir auch im Staccato.
Heute stehen die ersten Quartalszahlen von SpaceX seit dem Börsengang an.
Der Markt, der scheint da recht optimistisch.
Zumindest zog der Musk-Konzern gestern so um die 5% an.
Und auch Rocket Lab, der große Konkurrent, ist mit nach oben gegangen.
Und dann kommen jetzt im Staccato die Unternehmenszahlen, die wir heute noch erwarten.
Das ist die Lufthansa.
Das Thema des Tages.
Der DAX hat gestern gleich zum Handelsstart seine alte Bestmarke von 25.900 Zählern überwunden.
Und dann ist er gleich im Handelsverlauf zum ersten Mal auf 26.000 Punkte gestiegen.
Ja, sogar darüber.
Am Ende waren es ja dann fast 26.100 Punkte als neues Allzeithoch im Verlauf.
Ein historischer Tag.
Und das ausgerechnet in einem Land, dessen Wirtschaft ja kaum von der Stelle kommt.
Ja, und weil das so schräg ist, haben wir gestern mit vier Experten darüber gesprochen.
Die den Markt jeden Tag auseinandernehmen.
Robert Halver von der Baader Bank, Pascal Kielkopf von HQ Trust, Andreas Lipko von CMC Markets und Thomas Altmann von QC Partners.
Alle vier haben uns gestern in rekordverdächtiger Zeit die ganze Sache eingeordnet.
Und dafür einmal hier Danke.
Ja, gleich mal die Widerspruch und Zahlen benannt.
Das DW erwartet dieses Jahr nur 0,5 Prozent Wachstum für Deutschland.
Das IWO-Institut ist mit 0,8 Prozent etwas optimistischer.
Aber das liefert auch keine härtere Zahl.
Das Wachstumspotenzial, also das Tempo, das die deutsche Wirtschaft bei normal ausgelasteten Fabriken überhaupt noch schafft, das sinkt bis Ende des Jahrzehnts gerade mal auf 0,1%.
Das ist wirklich kümmerlich.
Ja, das ist wirklich nichts.
Die deutsche Schwäche ist damit nicht konjunkturell.
Nein, das ist ein strukturelles Problem.
Und ein Konjunkturaufschwung würde daran auch wenig ändern.
Das zeigen ja aktuell auch gerade die vielen Meldungen aus den Konzernzentralen in Deutschland.
Porsche streicht 5000 Stellen, BMW kürzt 8000 Arbeitsplätze und BASF hat im ersten Halbjahr mehr Jobs abgebaut als in den beiden Vorjahren zusammen.
Und derselbe Club...
Läuft gleichzeitig aber auch auf Rekord.
Ausgerechnet in einer Zeit, in der die Konzerne, die den DAX ja dann bilden, ihre Belegschaft kürzen, erreicht der Index ein neues Allzeithoch.
Das mag zunächst nach einem absoluten Widerspruch klingen.
In Wahrheit gibt es dafür aber eine ganz simple Erklärung.
Weil auf dem DAX zwar Deutschland draufsteht, aber Welt drinsteckt.
So formuliert es Halva.
Kehlkopf liefert die Zahl dazu.
Die DAX-Konzerne machen im gewichteten Schnitt nur 22 Prozent ihrer Umsätze hierzulande.
Der Rest hängt an den USA, an China, also an der Weltwirtschaft letztlich.
Man sieht es auch an den Einzelwerten.
Infineon liegt seit Januar ca.
60% im Plus und hängt am internationalen KI- und Halbleiterzyklus.
Binnenorientierte Aktien wie Vonovia oder Scout24, die hatten dagegen kaum Rückenwind dieses Jahr.
Eine Etage tiefer wird es dann auch eindeutig.
In fünf Jahren hat der DAX mehr als 60 Prozent zugelegt.
Der SDAX kommt aber nur auf 6 Prozent und der MDAX, ja, der hat sogar 10 Prozent verloren.
Da schlägt sich die schwache deutsche Konjunktur dann doch wieder.
Ein anderer Faktor, der das Ganze noch bedingt, ist die Technik.
Der DAX ist nämlich ein Performance-Index.
Jede Dividende wird verrechnet, als hätte der Anleger sie sofort wieder in dieselbe Aktie investiert.
Bei rund 3% Rendite im Jahr macht das über die Zeit einen großen Teil des Punktestandes aus.
S&P 500 und MSCI World zeigen dagegen nur die Kursentwicklung.
Der Vergleich, der Indexstände schmeichelt den DAX systematisch.
Faktor 3 ist die Berichtssaison.
Da wird es strittig.
Kierkopf nennt sie solide, aber ohne kräftiges Umsatzwachstum.
Die Gewinne kommen aus Kostendisziplin, Preiserhöhung und Stellenablauf.
Das hebt Margen, ist aber kein Konjunktursignal.
Siemens, Infineon und Allianz steuern zusammen rund 5 Prozentpunkte bei.
SAP zieht 2,6 Punkte ab, BMW zieht einen Punkt ab.
Der DAX enthält 40 Werte, es sind aber im Wesentlichen drei Aktien, die den Rekord tragen.
Ein Teil des Allzeitshochs rührt aber vor allen Dingen vom Prinzip Hoffnung.
Der Markt preist nämlich beim DAX gerade das...
bestmögliche Iran-Szenario ein.
Das heißt, der Ölpreis geht zurück Richtung 70 Dollar, die Inflation ebbt damit ab und das heißt, die Notenbanken, die müssen nicht nochmal an der Zinsschraube drehen.
Ja, ihr merkt schon, das sind ganz, ganz viele Wenns und Abers.
Das ist eine Kette, aus der auf keinen Fall auch nur ein einziges Glied wegbrechen darf.
Der Volatilitätsindex steht bei 16,3, der 12-Monatschnitt bei 19,3.
Der Optionsmarkt hat den Krieg damit für beendet erklärt.
Absicherungen kauft kaum noch jemand.
Und was heißt all das jetzt für euch?
Kielkopf bringt es auf den Punkt, argumentiert weder aus schwacher Konjunktur pauschal gegen deutsche Aktien, noch aus einem Rekord jetzt pauschal für deutsche Aktien.
Baustein im globalen Depot und keine Wette allein auf Deutschland.
Und wer ihn genauso einsetzen will, der nimmt einen ETF.
Der ausschüttende Amundi Core DAX, der ist mit 0,08% Jahresgebühr der günstigste.
Der iShares Core DAX ist mit 8,7 Milliarden Euro, der mit Abstand größte vom Volumen.
Ist mit 0,16% Verwaltungsvergütung im Jahr aber auch der teuerste.
Die WKNs sind in der Folgenbeschreibung.
Die AAA-Idee des Tages.
Lea, heute geht es um eine der spannendsten Fragen überhaupt.
Und zwar nicht, welche Aktie verdoppelt sich als nächstes, sondern wie viel Vermögen braucht man eigentlich, um finanziell unabhängig, also finanziell frei zu sein?
Ja, da denken jetzt viele sicherlich sofort an die Megamillionen.
Und andere sagen, ja, vielleicht...
2, 3, 4 Millionen, na, kann man so Pi mal Daumen irgendwie machen.
Naja, die Wissenschaft geht da aber einen anderen Weg.
Sie fragt nicht, wie reich musst du sein?
Sie fragt zuerst mal, wie viel Geld brauchst du eigentlich wirklich?
Ganz genau.
Finanzielle Unabhängigkeit, die beginnt nämlich bei den Ausgaben.
Wer zum Beispiel sagt, für mein Wunschleben würden mir 1.000 Euro zusätzlich im Monat reichen, der braucht 12.000 Euro im Jahr zusätzlich.
Und diese Summe, die wird dann mit ...
25 multipliziert.
Der Zahl 25.
Warum?
Das erklären wir euch gleich.
Laut der Rechnung kommt ihr dann aber erst mal auf 300.000 Euro.
Das ist deshalb spannend, weil finanzielle Freiheit plötzlich nicht mehr als unerreichbarer Traum wirkt.
Viele Hörer werden wahrscheinlich jetzt überrascht sein, dass da nämlich nicht diese Megamillionen stehen.
Aber jetzt zurück zu der Frage, warum mal 25?
Naja, diese Formel, die geht zurück auf eine Studie der Trinity University in Texas.
Die Forscher haben historische Marktdaten ausgewertet und untersucht, welche Entnahmerate ein breit diversifiziertes Portfolio langfristig verkraften kann, ohne dass bei einer normalen erwarteten Lebenszeit ein total verzehrtes Kapital wahrscheinlich ist.
Daraus entstand dann die berühmte 4%-Regel.
Die Idee lautet vereinfacht, wer jährlich rund 4% seines Vermögens entnimmt, hat historisch gute Chancen gehabt, dass das Geld über Jahrzehnte reicht.
Und deshalb tauchten in der Rechnung diese Multiplikationen mit 25 auf, also 100 geteilt durch 4.
Klingt einfach, aber jetzt kommt die psychologische und auch organisatorische Herausforderung.
Denn die Trinity-Formel, die setzt voraus, dass man regelmäßig Fondsanteile verkauft.
Ja, und genau daran scheitert es oft.
Rational betrachtet ist ein Anteilsverkaufen nichts anderes als eine Ausschüttung.
Emotional fühlt es sich aber für viele Anleger an, als würden sie ihr Vermögen damit Stück für Stück aufbrauchen.
Und als die Trinity-Wissenschaftler die Formel entwickelt haben, da waren automatisierte Entnahmepläne für Privatanleger noch längst nicht so verbreitet, wie das heute ist.
Regelmäßige Verkäufe zu organisieren, das war also deutlich aufwendiger.
In den vergangenen Jahren hat die Fondsbranche deshalb Produkte entwickelt und auf den Markt gebracht, die genau dieses Problem entschärfen sollen.
Da gibt es zunächst mal Fonds, die feste Ausschüttungspolitik verfolgen.
Ein Beispiel ist die ausschüttende Variante des Anticedo Independent Invest.
Dort werden pro Quartal 1,25 Prozent ausgeschüttet.
Das sind hochgerechnet 5 Prozent pro Jahr.
Für jemanden, der monatlich 1.000 Euro netto erhalten möchte, also nachsteuern, ergibt sich ein anfänglicher Kapitalbedarf von rund 309.000 Euro.
Das hat unser Kollege Holger errechnet, der jetzt ja im Urlaub ist, wohlverdienten Urlaub.
Und den Artikel von Holger, den er vor seinem Urlaub geschrieben hat, den packen wir euch einmal in die Folgenbeschreibung.
Diese 1,25% Ausschüttung pro Quartal des Antecedo Independent Invest, die bewegt sich ziemlich nah an den klassischen Trinity-Vorgaben.
Etwas vorsichtiger kalkuliert dagegen Eckhardt Sauren für seinen Hohestandsfonds.
Der zahlt monatlich 0,3% aus, also 3,6% pro Jahr.
Der Unterschied klingt zunächst banal, hat aber, ihr könnt es euch schon fast denken, enorme Auswirkungen langfristig.
Für dieselben 1.000 Euro monatliche Nettoauszahlung steigt das erforderliche Vermögen auf fast 430.000 Euro.
Das sind mehr als 100.000 Euro Unterschied oder anders gesagt mehrere zusätzliche Sparjahre.
Wer jetzt Fondsmanager ganz vermeiden möchte, der landet schnell bei Dividendenstrategien.
Ja, und dort wurde es interessant.
Der Spider S&P Global Dividend Aristocrats ETF kommt aktuell auf etwa 3,6 Prozent Ausschüttungsrendite.
Der Vanguard Fuzzi All World High Dividend Yield ETF liegt sogar bei ungefähr 2,4 Prozent.
Viele von euch lieben ja Dividenden, weil dann eben keine Anteile verkauft werden müssen.
Und niemand könnte das besser verstehen als ich.
Manchmal übersehen Anleger aber auch den Preis dafür.
Wer alleine aus den Ausstüttungen des Vanguard ETF 1.000 Euro netto im Monat erzielen möchte, braucht laut den Berechnungen von Holger mehr als 600.000 Euro Vermögen.
Das ist dann doppelt so viel wie bei den offensiveren Entnahmelösungen.
Ja, und da gibt es noch eine dritte Variante und die dürfte vielen von euch besonders gefallen.
Firma Selbstbau.
Ein Beispiel ist der Arero Weltfonds.
Ein thesaurierender Mischfonds aus Aktien, Anleihen und Rohstoffen, bei dem allerdings die Entnahmen selbst gesteuert werden müssen.
Ja, und Holger hat es mal durchgerechnet, ob finanzielle Freiheit mit der eigenen Entnahme funktioniert hätte.
Ja, und zwar über einen Zeitraum seit der Finanzkrise 2008, 2009.
Das Ergebnis ist durchaus ermutigend.
Trotz regelmäßiger Entnahmen wäre das Depot in dem Beispiel nicht geschrumpft, sondern sogar gewachsen.
Die monatlichen Auszahlungen werden im Laufe der Zeit ebenfalls gestiegen.
Ja, aber da gibt es noch einen entscheidenden Punkt.
Es gibt nämlich keine Garantie.
Die Reihenfolge der Börsenjahre spielt eine riesige Rolle.
Ein Crash direkt zu Beginn des Ruhestandes ist meist deutlich problematischer als ein Crash zehn Jahre später.
Ist er.
Und deshalb sollte niemand die Trinity-Formel als Naturgesetz missverstehen.
Sie ist eben keine Rentenzusage, sondern ein Orientierungswert, aber insgesamt ein ziemlich hilfreicher, weil sie die abstrakte Frage plötzlich ganz konkret macht.
Ja, die da lautet, was brauche ich eigentlich wirklich, um mehr Freiheit zu haben?
Vielleicht früher in Teilzeit zu gehen, vielleicht mal Zeit mit der Familie zu verbringen oder vielleicht einfach mal ruhiger zu schlafen.
Und genau deshalb gefällt uns die Trinity-Formel.
Am Ende beginnt finanzielle Freiheit in eurer Lebenssituation.
Vielleicht nicht mit einer siebenstelligen Summe, das ist gar nicht erforderlich, sondern einfach mit einem Taschenrechner.
Oder mit den WKNs, auch die findet ihr nämlich in der Folgenbeschreibung.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an www.88welt.de, also aaa.welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Der Hörer STM.
Aus Österreich, der hat uns bei Spotify darauf aufmerksam gemacht, dass ein ETF aus dem Dividenden-Dreigestirn vor allem für deutsche Anleger interessant ist, aber nicht so sehr für österreichische.
Und damit hat er leider recht.
Fonds mit Domizil in den Niederlanden, wie der Vanek Morningstar Developed Markets Dividend Leaders, um den geht es da, ist ja nämlich für Privatanleger in Österreich eine geradezu bekannte, berüchtigte steuerliche Falle.
Ja, die Niederlande behalten nämlich auf jede Ausschüttung 15 Prozent Quellensteuer ein.
In Deutschland rechnen die Broker diese 15 Prozent automatisch auf die Abgeltungssteuer an.
Ihr zahlt also unterm Strich einmal Steuer und dann ist das Ding durch.
In Österreich passiert das aber nicht.
Dort ziehen die Broker obendrauf nochmal die vollen 27,5 Prozent der Kapitalertragssteuer ab, ohne die niederländische Steuer gegenzurechnen.
Von 100 Euro Bruttodividende bleiben so am Ende gerade mal 750,50 Euro übrig.
Das ist ja nicht so schön.
Für Anleger in Österreich sind daher ETFs mit Fonds, Domizil Irland oder Luxemburg die beste Wahl.
Irland profitiert von einem hervorragenden Doppelbesteuerungsabkommen, unter anderem mit den USA für reduzierten...
Quellensteuerabzug auf Fond-Ebene und österreichische Broker verrechnen darauf ganz sauber die 27,5% Kapitalertragsteuer ohne Doppelbesteuerungsabzüge.
Wir haben euch aus diesem Grund mal ein paar Alternativen herausgesucht, alle in Irland beheimatet.
Damit entfällt das Quellensteuerparadoxon.
Und überhaupt das Problem, die Titel samt WKNs, die findet ihr in dem wunderschönen Begleittext.
Ja, meine Güte, das wird ein richtig langer Begleittext.
Heute eine sehr schöne, lange Folgenbeschreibung.
Und auch unsere Folge wird ja ziemlich lang.
Und entschuldigt bitte, aber ich muss euch natürlich noch verraten, was heute bei Defner und Schepitz so passiert.
Der Defner hat nämlich Ersatz für den Urlaubenden Holger an Bord geholt.
Er hat den Tech-Aktien-Experten Alfred Maidorn zu Gast.
Sie sprechen über den KI-Boom, die Magnificent Seven und jede Menge chancenreiche Tech-Aktien aus den USA und China.
Außerdem über Lithium, Silber und Krypto.
Klingt vielversprechend und das wird mit Sicherheit.
ihr halt auch unsere weitere Woche hier.
Daher abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
