# AI Infrastructure, Media Disruption, and Niche Monopoly Strategies

**Podcast:** OHNE AKTIEN WIRD SCHWER - Tägliche Börsen-News
**Published:** 2026-08-03

## Transcript

KI feiert ein Comeback, Reddit, Roblox und Universal Music feiern gar nichts.
Wieso das so war, schauen wir uns gleich an und danach gibt's eine Art Monopol für Löschmittel bei Waldbränden und Zukunftsvisionen vom Batteriegiganten CATL.
Mein Name ist Simon Wunderlich, heute ist Montag der 3.8.
und das ist ohne Aktien wird schwer.
Sponsor dieses Podcasts ist Scalable Capital, die haben durch ihre Vollbanklizenz noch bessere Konditionen.
Zum Beispiel gibt's auf dem Tagesgeldkonto 2,5% Zinsen auf ein unbegrenztes Guthaben.
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Risikohinweis.
Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewehr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente.
Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung.
Ihr entscheidet selber, was ihr macht.
Nach einer schwierigen Woche für KI-Aktien und was Geopolitik angeht, kann ich die neue Woche mit guten News starten.
Trump hat am Sonntagmorgen angekündigt, einen geplanten Iran-Angriff erstmal nicht durchzuführen.
Mehrere Länder aus dem Nahen Osten hatten ihn wohl drum gebeten, weil die Eckpunkte eines Deals für die sofortige Wiedereröffnung der Straße von Hormuz wohl schon stehen.
Und auch am Freitag gab es schon gute Nachrichten.
Die starken Zahlen und höheren Investitionen von Amazon und Microsoft haben die Sorgen um eine KI-Blase erstmal gedämpft.
Amazon, Microsoft und Alphabet...
haben insgesamt letzte Woche fast 1500 Milliarden Dollar an Börsenwert zugelegt und bei den anderen KI-Aktien ging es vor allem am Freitag ab.
Chip-Hersteller wie SK Hynix und Samsung haben fast 30% zugelegt und weil die beiden zusammen über die Hälfte vom südkoreanischen Light Index Kospi ausmachen, ist der am Freitag um fast 20% im Plus gewesen.
Das ist der größte Tagesgewinn in der Geschichte des Index.
Ansonsten ist eine ganze Reihe von richtig großen Namen abgesackt.
Allen voran Universal Music, der Börsenwert vom Musiklabel hinter unter anderem Taylor Swift, ist am Freitag um ca.
25% auf 27 Milliarden Euro eingebrochen.
So schlecht lief es bei der Aktie noch nie an einem Tag, seitdem die Firma 2021 an die Börse gegangen ist.
Die Abo-Umsätze beim Streaming sind im letzten Quartal nur um knapp 7% gewachsen.
Das ist das niedrigste Wachstum seit über drei Jahren.
Analysten hatten 9% erwartet.
Grund sind Marktanteilsverluste trotz Preiserhöhungen bei Spotify und Apple Music plus ein schwaches Merchandising-Geschäft.
Und der Kursverlust war auch so krass, weil es bei Investoren eine strukturelle Angst rund um das Business von Universal gibt, die von schwachen Zahlen befeuert wird.
Musiker brauchen die großen Labels immer weniger, weil sie über Social Media leichter gefunden werden und über günstigere Vertriebsplattformen direkt streamen können.
Dazu kommt jetzt noch die Sorge von KI-generierter Musik, die billig produziert wird und den Labels Streaming-Anteile wegnehmen könnte.
Und gerade bei diesen Mittier-Künstlern, also den Mittelgroßen, wächst der Markt am stärksten.
Spannend ist auch, dass vor zwei Monaten Universal ja ein Übernahmeangebot vom Hedgefondsmanager Bill Eggman für über 50 Milliarden Euro abgelehnt hatte, weil es für sie zu niedrig war.
Jetzt liegt der Börsenwert bei unter der Hälfte.
Auch für Novo Nordisk ging es bergab.
Die Aktie ist um die 10% gefallen, nachdem die Firma bekannt gegeben hat, dass das Herz-Kreislauf-Medikament Zillitive-Chimab in einer wichtigen Studie durchgefallen ist.
Novo hatte den Wirkstoff schon 2020 bei der 2 Milliarden Dollar Übernahme von Corvidia Therapeutics eingekauft.
Zwei andere Studien mit dem Medikament laufen trotzdem weiter.
Einmal bei Patienten mit Herzschwäche und einmal bei Leuten nach einem akuten Herzinfarkt.
Die Ergebnisse kommen aber erst nächstes Jahr.
Und dann hatten Roblox und Reddit zwar schon Donnerstag-Nacht-Zahlen gebracht, die sind aber so schlecht angekommen, dass wir sie hier nochmal kurz erwähnen müssen.
Roblox hat schon vor einiger Zeit eine Altersverifizierung eingeführt und den Chat für jüngere Nutzer eingeschränkt.
Außerdem wurde der Algorithmus geändert.
Der schlägt jetzt mehr Spiele vor, bei denen Nutzer länger dranbleiben, statt welche, die kurzfristig viel Geld bringen.
Beides trifft vor allem Nutzer unter 13 Jahren in den USA und Kanada, deren Eltern laut Analysten in letzter Zeit weniger Geld für das Spiel ausgeben wollen.
Der Umsatz mit Bookings, also mit dem, was an Geld von Spielern reinkommt, ist nur um 8% auf 1,5 Milliarden Dollar gewachsen.
Das lag am unteren Ende der eigenen Prognose.
Fürs Gesamtjahr gibt es jetzt gar keine Prognose mehr und fürs dritte Quartal rechnet Roblox mit einem Rückgang der Bookings um bis zu 18%.
Analysten waren eigentlich von Wachstum ausgegangen.
Am Freitag ist die Aktie deshalb um fast 30% eingebrochen.
Der größte Tagesverlust in der Firmengeschichte.
Bei Reddit lief es operativ eigentlich super.
Der Umsatz ist vor allem wegen dem Werbegeschäft um über 60% gestiegen.
Die Aktie ist trotzdem um über 20% abgestürzt und hatte damit den größten Tagesverlust seit dem Börsengang 2024.
Grund ist, dass Investoren Reddit wegen ihrer Nutzerdaten ja als KI-Play sehen, weil man die Daten gut fürs Training von den KIs benutzen kann und Investoren hatten auf einen neuen Deal in der Richtung gehofft.
Reddit hat ja schon Deals mit OpenAI und Google im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar und seit letztem Herbst wird eben ein neuer Deal mit Google diskutiert.
In der Richtung kam jetzt aber noch nichts, gleichzeitig wird die Angst immer größer, dass wegen der KI-Chatbots weniger Leute auf die Plattform gehen.
Auch in Deutschland gab es schlechte Nachrichten, nämlich für Schäffler, Die haben am Freitag ihre Prognose für 2028 gekappt und rechnen jetzt nur noch mit bis zu 26 Milliarden Euro Umsatz.
Vor waren es 3 Milliarden Euro mehr.
Grund ist die schwache Nachfrage nach Bauteilen für E-Autos in den USA, wo Großkunden Aufträge zurückgenommen haben.
Im E-Mobilitätsgeschäft geht Schaeffler jetzt operativ sogar von einem Minus für das Jahr aus.
Insgesamt hält man aber am Margenziel von bis zu 8% fest.
Unter anderem, weil der Stellenabbau besser läuft als erwartet.
Die Aktie war am Freitag über 10% im Minus.
Aber am Ende noch eine positivere News.
Noah hat euch ja letzte Woche schon erzählt, dass die Kioskette 7&i dem polnischen Einzelhändler Zapka übernehmen wollte.
Der Deal hat ja nicht geklappt, aber jetzt hat sich der kanadische Kiosk-Konzern Alimentation Kustar mit einem Übernahmeangebot in Höhe von 9 Milliarden Dollar gemeldet.
Die Aktie von Zapka ist nach der Meldung am Freitag 15% auf 7,5 Milliarden Dollar gestiegen.
Die von Kustar war auch leicht im Plus.
Das ist auch spannend, weil Kustar ja noch vor einigen Monaten versucht hatte, 7-Eleven zu kaufen.
In Südeuropa gibt es aktuell schlimme Waldbrände und das ist leider keine Ausnahme.
Produkte, die gegen Feuer ankämpfen, gibt es aber auch an der Börse.
Christoph hat sich die US-Firma Perimeter Solutions angeschaut.
Fangen wir mit dem Produkt an, das jeder schon mal gesehen hat, ohne die Firma zu kennen.
Wenn ihr im Fernsehen seht, wie aus einem Löschflugzeug diese leuchtend rote Flüssigkeit über einen brennenden Wald abgeworfen wird, kommt die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von Perimeter.
Das Mittel heißt und macht die Vegetation schwer entflammbar und verschafft den Löschtrupps am Boden Zeit.
Dazu kommt Löschschaum, den Premeter weltweit an nur zwei Standorten herstellt, einer davon in Spanien.
Insgesamt macht Premeter gut 650 Millionen Dollar Umsatz und ist an der Börse rund 5 Milliarden Dollar wert.
Das Besondere ist die Marktstellung in den USA.
Dort muss nämlich jedes Löschmittel, das aus der Luft abgeworfen wird, eine aufwendige Zulassung der Forstbehörde durchlaufen.
Auf dieser Liste stehen nur eine Handvoll Produkte und fast alle kommen von Premeter.
Über Jahrzehnte war der Konzern praktisch konkurrenzlos.
Erst seit kurzem gibt es mit einer Firma namens Fortress überhaupt einen zweiten ernstzunehmenden Anbieter.
Und hinter der Firma steckt eine Investorengruppe um einen Mann, der genau auf diese Monopole setzt.
Nick Howley.
Er hat mit dem Luftfahrtzulieferer Transdime eines der erfolgreichsten Unternehmen der Börsengeschichte gebaut.
Seine Methode, er sucht sich Nischen, in denen es für ein Produkt praktisch nur einen Anbieter gibt.
Das Teil ist unverzichtbar, aber im Verhältnis zu den Gesamtkosten billig.
Also hat so eine Firma eine starke Preissetzungsmacht.
Wer feilscht schon ums Löschmittel, während eine Stadt in Flammen steht?
Oder um ein Flugzeugteil für paar hundert Dollar, wenn die ganze Maschine mehrere hundert Millionen kostet?
Genau dieses Muster überträgt Premeter gerade auf ein weiteres Feld.
Anfang des Jahres hat der Konzern für fast 700 Millionen Dollar einen Medizintechnik-Zulieferer gekauft.
Der baut die Maschinen und Verschleißteile, mit denen andere Firmen Katheter oder Stents herstellen.
Klingt weit weg vom Feuer, folgt aber derselben Logik.
Es ist ein kleiner, unverzichtbarer Baustein in einem streng regulierten Markt mit planbarem Verschleißteilgeschäft.
Nick Howley will also dieses Muster immer wieder in neuen Nischen finden.
Am Freitag sind auf die Zahlen der Firma gekommen.
Im zweiten Quartal ist der Umsatz zwar um gut 30% gestiegen, aber das kam fast komplett aus Zukäufen.
Das eigentliche Feuergeschäft konnte beim operativen Ergebnis trotz der intensiven Brandsaison aktuell kaum zulegen.
Anleger hatten mehr erwartet, nach den Zahlen ist die Aktie auch um rund 15% gefallen.
Und da sind wir beim großen Aber.
Das Feuergeschäft ist nicht planbar, weil es an der Zahl und Schwere der Brände hängt.
Wegen der Zukäufe hat die Firma dazu etwa eine Milliarde Dollar Schulden.
Dazu kommt noch eine Besonderheit.
Die Investorengruppe um Nick Howley kassiert eine erfolgsabhängige Vergütung, die umso höher ausfällt, je stärker die Aktie steigt.
Und die ist stark gestiegen.
Auf Jahressicht trotz des Rücksetzers noch um 90 Prozent.
Entsprechend sind allein im letzten Quartal fast 270 Millionen Dollar Vergütung angefallen.
Das war der größte Kostenpunkt und hat sogar dafür gesorgt, dass die Firma einen Verlust ausgewiesen hat.
Die starke Performance hat aber auch die Erwartungen hochgetrieben und die enttäuschte die Firma, wenn ausgerechnet in der schweren Brandsaison das Kerngeschäft stagniert.
Am Ende ist es eine Wette darauf, dass Nick Haoli sein Erfolgsrezept auch abseits der Brände wiederholen kann.
Das erwartete KGV von 18 ist zurzeit günstiger als der Schnitt der letzten Jahre.
So ein Feuerball, Junge!
Wenn wir hier in den letzten Wochen über Autos gesprochen haben, dann eigentlich immer über die Krise am chinesischen Automarkt.
Genau die könnte auch den größten Batteriehersteller der Welt treffen, nämlich CATL aus China.
Die haben dort bei E-Auto-Batterien 50% Marktanteil und global 40%.
Das Gute ist, dass CATL nicht nur E-Auto-Batterien macht.
Bei Energiespeichersystemen für Fabriken, Häfen, Flugzeuge oder Drohnen haben sie auch 30% Marktanteil.
Und wollen das auch weiter ausbauen.
Das krasseste Wachstum gibt es gerade wegen dem KI-Boom bei Backup-Batterien für Rechenzentren.
Falls das Stromnetz ausfällt, greifen diese Batterien und weil sie die letzte Linie sind, muss garantiert sein, dass sie auch unter krassen Bedingungen weiter funktionieren.
Deshalb werden in den Testanlagen von CRTL unter anderem künstliche Blitze auf die Batterien abgefeuert, um die Widerstandsfähigkeit zu testen.
Um in dem neuen Feld Fuß zu fassen, hat CRTL eine Reihe von Investments gemacht und insgesamt Anteile an über 150 Firmen gekauft.
Darunter unter anderem eine 40% Beteiligung am chinesischen Rechenzentrumsbetreiber VNet und knapp der Hälfte an Songhang Electric, das Hochspannungsgleichstromsystem herstellt.
Und das Business läuft richtig gut an.
Im ersten Halbjahr ist der Umsatz mit stationären Batteriespeichern um knapp 90% gestiegen, fast doppelt so schnell wie das klassische Geschäft mit Autobatterien.
Damit macht die Sparte mittlerweile knapp ein Fünftel vom Gesamtumsatz aus und sogar noch mehr vom Gewinn, weil es hier höhere Margen gibt.
Viele Investments fließen außerdem in die neuen Natrium-Batterien, die statt mit Lithium mit gewöhnlichem Salz hergestellt werden können und günstiger sein sollen.
Aber Natriumbatterien können noch nicht die gleiche Menge Energie auf derselben Größe speichern wie Lithiumbatterien, deshalb sind sie bei E-Autos nicht so ideal.
Bei den stationären Speichern für Stromnetze könnte die Umstellung dafür deutlich schneller gehen, weil dort die Größe der Batterie eher egal ist.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ja gerade immer mehr Player in den Bereich der Energiespeicher einsteigen, weil es ja eben durch KI so ein Potenzial gibt.
Ford und General Motors treiben da ja gerade neue Projekte voran.
Gleichzeitig ist das E-Auto-Batteriegeschäft schon viel ausgereifter und muss hier auch von weniger Wachstum ausgehen.
In den letzten drei Jahren ist die Sparte ja auch schon nur noch im Schnitt 8% pro Jahr gewachsen.
Fürs Energiesystemgeschäft ging es in der gleichen Zeit im Schnitt über 13% pro Jahr nach oben.
Aber bei beiden Sparten lief das letzte Halbjahr eben besonders gut, beim Autogeschäft vor allem in Europa.
Außerdem verkauft CATL immer mehr Batterien für elektrische LKWs und Nutzfahrzeuge, die deutlich größer sind als normale Autobatterien und das treibt den Umsatz zusätzlich.
Bei den Energiespeichern kommt jetzt der Boom bei Solar- und Windprojekten dazu, die zunehmend auch ohne staatliche Förderung wirtschaftlich sind, plus eben der KI-Rechenzentrenbedarf, der jetzt erst richtig anläuft.
Wie lange dieses Wachstum anhält, ist unklar, besonders weil CATL in China bei den Autobatterien jetzt auch nicht mehr vom Staat unterstützt wird.
Genau diese Unsicherheit ist wohl auch ein Grund, warum die Aktie aktuell mit einem Börsenwert von 280 Milliarden Dollar und einem erwarteten KGV von 20 gehandelt wird.
Das war Ohne Aktien wird schwer, produziert von Podstars bei OMR.
Wir hören uns morgen wieder.
Euch einen guten Start in die Woche.
Adios.
