# Currency Interventions, Cash Reserves, and Industrial Procurement Cycles

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-08-03

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über die Notizbuch-Offenbarung von Scott Bassent, das Jahreshoch von Berkshire Hathaway und einen Konkurrenten für Eli Lilly.
Im Thema des Tages geht es um die Unternehmen, deren Produkte wichtiger sind denn je.
Und in der AAA-Idee verraten wir euch Tres Aktiones Españolas de Eckart.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Es begrüßen euch Lea Oetjen und Daniel Eckert aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Montag, der 3.
August 2026 und wir wünschen euch einen neugierigen Start in den Tag und in die neue Handelswoche.
Wir haben es nämlich der Neugier eines Freuters Fotografen zu verdanken, dass wir einen Blick auf die wohl teuerste To-Do-Liste des Jahres erhaschen durften.
Es war ein Foto vom Notizblock des US-Finanzministers Scott Bessent, auf dem handschriftlich gestrieben stand, japanische Yen kaufen für 5 bis 10 Milliarden Dollar.
Genau das ist offenbar dann auch passiert.
Ja, Japan und die USA haben offenbar am Devisenmarkt eingegriffen.
Es war die erste konzentrierte Aktion beider Länder seit 2011.
Japans Finanzminister Sasuki Katayama will das heute offiziell machen.
Das schreibt zumindest die Financial Times und liefert dazu auch das Detail, auf das es wirklich ankommt.
Demnach verkaufte die US-Notenbank mit dem Auftrag des US-Finanzministeriums nämlich keine Dollar, sondern Euro und kaufte dafür dann Yen.
Washington stützt also eine fremde Währung, indem es eine zweite fremde Währung ist.
Vor wenigen Tagen notierte der Yen ja bei fast 164 Yen pro Dollar und das war der schwächste Stand seit dem Jahr 1986.
Sieht aber danach aus, als gäbe die USA der Währung damit neuen Schwung und das ist auch für euch als Anleger spannend, denn der Yen, das ist praktisch der billigste Kredit der Welt.
Weil Japan seit Jahrzehnten relativ niedrige Zinsen hat, lange waren die ja mini-mini, leihen sich Investoren Yen und legen das Geld dann anderswo zu höheren Renditen an.
Dreht die japanische Währung dann ruckartig, dann dreht die halbe Welt mit.
Im August 2024 reichte ein starker Yen, und das war wirklich nur kurzfristig stark, um die globalen Aktienmärkte innerhalb von Tagen abzuräumen.
Der Druck kommt aktuell von drei Seiten.
Steigende Ölpreise, Japans Haushaltsdefizite und vor allem das enorme Zinsgefälle zu den USA.
Wie ansteckend Tokio ist, hat dieses Jahr schon einmal gezeigt, als die Schwankungen japanischer Staatsanleihen den US-Treasury-Markt erschütterten.
Ja, dann schaue ich jetzt mal in meine Notizen.
Raschel, raschel und mache mit den Indizes weiter.
Der DAX hat am Freitag nach einem anfangsklaren Gewinn bis knapp unter seinem Rekordhoch von 25.900 Punkten den Rückwärtsgang eingelegt und ist dann kaum verändert aus dem Handel gegangen.
Am Ende gewann der Deutsche Leitindex dazu um 0,07% auf 25.629 Zähler.
An der Wall Street war die Stimmung etwas positiver.
Der technologielastige Nasdaq rückte 1% vor und der breit gefasste S&P 500 legte immerhin 0,7% zu.
Der absolute Gewinner des Tages mit einem Plus von mehr als 15% war Amazon.
Über die Gründe, da rüttelte ja das massive Wachstum des Umsatzes und auch von AWS.
Ja, darüber hatten wir ja in der vergangenen Woche schon gesprochen.
Langsam besser wird die Stimmung auch bei Berkshire Hathaway, die am Freitag 1,8 Prozent zulegten und dann sich ihrem Jahreshoch näherten.
Die waren dann sogar kurzfristig auf Jahreshoch.
Ja und vor allen Dingen ist da eine Zahl aus den Quartalsberichten in Erinnerung gekommen.
Das waren ja fast 400 Milliarden Dollar.
So viel Cash und kurzlaufende US-Staatsanleihen lagen zum Quartalsende in den Kassen von Berkshire Hathaway.
Und damit mehr als ein Drittel des gesamten Börsenwerts des Krönglomerats von...
1,1 Billionen Dollar.
Berkshire ist seit Jahren Nettoverkäufer von Aktien.
Die Apple-Position zum Beispiel schrumpfte von einst mehr als 915 Millionen Stück auf zuletzt 228 Millionen.
Bei der Bank of America sind seit 2024 mehr als drei Viertel der Positionen verschwunden.
Das Geld liegt jetzt in T-Bills und wirft dort grob 20 Milliarden Dollar Zinsen im Jahr ab.
Ziemlich ordentlich für so ein Sparbuch.
Der Cashback ist im Kern eine Wette darauf, dass die Kurse irgendwann fallen.
Solange sie aber steigen, kostet die Wette natürlich Performance.
Wenn es aber mal nach unten geht, ist Able einer der wenigen, die da noch handlungsfähig sind.
Able ist ja der neue CEO von Berkshire Hathaway.
Seit Jahresanfang hält er diesen Posten inne, den vorher...
Warren Buffett 50 Jahre inne hatte.
Naja, ist so eine spannende Zeit.
Ansonsten sorgte am Freitag noch ein IPO für Aufsehen.
Der Biotechnologiekonzern UpniMate aus Cambridge, Massachusetts ging an die Nasdaq, platzierte da 12 Millionen Aktien, statt die ursprünglich geplanten 10 Millionen zu je 16 Dollar und sammelte entsprechend 192 Millionen Dollar ein.
Und dann startete der Handel, das Papier musste.
wegen zu heftiger Ausschläge, zeitweise sogar ausgesetzt werden.
Und schloss dann bei 25 Dollar ein Plus von 56 Prozent gleich am ersten Tag.
Und das bringt halt ein Biotech-Konzern auf eine Bewertung von fast einer Milliarde Dollar.
Apnimad verdient sein Geld in einem Milliardenmarkt, konkret mit einer Tablette zur Behandlung von Schlafapnoe, die seit April bei der US-Arzneimittelbehörde FDA liegt.
Bei einer Zulassung treffe sie auf einen Wettbewerb, auf einen ziemlich großen Wettbewerb, nämlich auf Eli Lilly und das Produkt Zappbound.
Also schauen wir mal, wer das Duell am Ende gewinnt.
Spannend, so oder so.
Biotech- und Pharma-Neulinge haben in diesem Jahr schon 5,4 Milliarden Dollar eingesammelt an der Börse, nach 969 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Schnappe ich mir mal schnell die Termine, bevor meine Stimme versagt.
Ich bin nämlich etwas angeschlagen heute.
Aber die Woche startet ohnehin ruhig.
Das Statistische Bundesamt liefert Zahlen zum Umsatz im Einzelhandel im Juni und im ersten Halbjahr 2026.
Außerdem gibt es Quartalszahlen von Tyson Foods, Loaves, Palantir, Stabilos, Marriott International und Snap.
Und im Verlauf der Woche, dann zieht die Berichtssaison richtig an.
Es sprengt den Rahmen jetzt, alle Unternehmen aufzuzählen.
Die Zahlen vorlegen daher mal eine kleine Auswahl.
Am Dienstag legt SpaceX die ersten Quartalszahlen seit dem Börsengang mit Juni vor.
Und erstmals muss der Konzern von Elon Musk damit offenlegen, was der Kapitalmarkt bisher nur ahnen oder schätzen kann, wie viel Starlink verdient und wie viel Starship verbrennt.
Außerdem kommen aus Deutschland noch Zahlen von der Lufthansa, von Bayer, Siemens Energy, Deutsche Telekom, Commerzbank, Rheinmetall, Allianz und Munich Re.
Und international liefern HSBC, Novo Nordisk, Swiss Re, AMD, Pfizer, Mercantil, Caterpillar, McDonalds und Amgen.
Dazu Ila Lilli, Disney, Uber, Kokonofillips und Airbnb.
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Das Thema des Tages Südeuropa erlebt den schwersten Waldbrandsommer seit Beginn der Aufzeichnung.
In Frankreich sind nach Angaben des Innenministeriums seit Jahresbeginn rund 119.000 Hektar verbrannt.
Landesweit wurden 14.320 Feuer registriert.
Allein an der Gironde bei Bordeaux, da habe ich mal gelebt, waren es 42.000 Hektar und rund 240 Häuser.
Zwei Feuerwehrleute kamen bei dem Einsatz nahe, dem Flughafen Bordeaux-Mérignac, ums Leben.
Hunderte Menschen sind schon verletzt worden.
In Spanien ist die Lage noch dramatischer.
Dort brannten in diesem Jahr bereits 210.000 Hektar.
Das Vierfache des Durchschnitts der vergangenen 15 Jahre.
14 Menschen starben, mehr als 90.000 mussten ihre Häuser verlassen.
Und die Regierung rief erstmals überhaupt aufgrund von Waldbränden den nationalen Notstand aus.
Aktuell verschärft sich die Lage auch in Griechenland und in der Türkei.
Wer solche Zahlen hört, der denkt zuerst in die Menschen vor Ort.
Wir hoffen, dass die Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden können.
Dabei kommt es auf verschiedene Faktoren an.
Auf das Wetter, auf den Wind, auf die Zahl der Einsatzkräfte und darauf, womit diese Einsatzkräfte ausgerüstet sind.
Ja, jetzt über das Wetter zu sprechen, macht in einem Börsenpodcast wenig Sinn.
Es gibt allerdings bei den ganzen Faktoren eine Ausnahme, die hier für uns in dem Börsenpodcast doch spannend ist.
Löschflugzeuge, Löschmittel, Fahrzeuge, Atemschutzgeräte, das alles kommt von einer überschaubaren Zahl von Unternehmen weltweit.
Und einige davon sind börsennotiert.
Und im Thema des Tages schauen wir uns diese Konzerne jetzt mal genauer an.
Der größte Name der Branche ist ein Unternehmen, das kaum jemand kennt hierzulande, Perimeter Solutions aus dem US-Bundesstaat Missouri.
Er stellt Foscheck her, das meistverkaufte Brandverzögerungsmittel der Welt.
Und das ist jene rote Flüssigkeit, die man auf den Bildern aus Kalifornien immer wieder sieht, wenn Löschflugzeuge lange Streifen über die Hügel legen.
Das Geschäft ist, wenn man so will, eines der Bestgeschützten, die es an der Börse so gibt.
Denn jedes Löschmittel muss die Tests der US-Forstbehörde bestehen und auf eine Zulassungsliste.
Sonst darf es nicht abgeworfen werden.
Und genau dieses Verfahren kostet Millionen und kann noch ganz spät im Verfahren dann scheitern.
Der letzte Herausforderer, eine Firma namens Fortress, ist genau daran zerbrochen.
Das Fortress-Mittel, das griff nämlich die teuren Löschflugzeuge an.
Es korrodierte das Material.
Zulassung weg, Betrieb eingestellt.
Perimeter Solutions hat seinen Umsatz zuletzt zwar gesteigert.
Die Aktie brach vergangene Woche dennoch fast 18% ein auf unter 31 Dollar.
Könnte eine Einstiegschance sein.
Ein Grund für diesen tiefen Fall ist aber ausgerechnet ein neuer Vertrag mit der US-Forstbehörde.
Fünf Jahre Laufzeit, feste Abnahmemengen und bis zu 500 Millionen Dollar Volumen.
Der Preis dafür ist ein Rabatt von 5 Prozent im ersten Jahr.
Perimeter tauscht also Preismacht gegen gewisse Planbarkeit und kann die hohe Nachfrage diesen Sommers nicht mehr in höhere Preise ummünzen.
Dazu kommt eine Altlast aus der Zeit des Börsengangs.
Die Gründer bekommen eine Vergütung, die regelrecht den Aktienkurs nachvollziehen.
nach unten zieht, allein im letzten Quartal 266 Millionen Dollar mehr als der gesamte Rohgewinn.
Also mir verschlägt es ja immer die Sprache, wenn ich diese Vergütung da in den USA höre.
Unter dem Strich stand deshalb ein Verlust von 182 Millionen Dollar in der Bilanz.
Dennoch sind die Analysten für die Zukunft optimistisch und sehen für Perimeter ein Kurspotenzial von bis zu 63 Prozent.
Das Unternehmen ist übrigens in Europa durchaus präsent mit Werken in Spanien und dem Europageschäft in Südfrankreich.
Sie teilen sich damit die Kundschaft mit einem Unternehmen aus Oberösterreich.
Rosenbauer ist nämlich Weltmarktführer für Feuerwehrtechnik, Löschfahrzeug, Drehleiter und Schutzausrüstung und ist damit in etlichen Feuerwachen in Europa vertreten.
Der Auftragsbestand liegt bei 2,35 Milliarden Euro, rund 165 Prozent eines Jahresumsatzes.
Die Produktion ist damit für anderthalb Jahre ausgelastet.
Und was heute bestellt wird, das rollt frühestens 2028 aus der Halle.
Das liegt daran, wie diese Fahrzeuge gekauft werden.
Ein Löschfahrzeug ist keine Anschaffung, die man spontan macht.
Eine Gemeinde stellt es erstmal in den Haushalt, der Gemeinderat beschließt, dann wird es ausgeschrieben und dann erst.
Ja, ihr hört es schon.
Zwischen Entscheidung und Auslieferung liegen oft viele, viele Jahre.
Der größte Einzelauftrag der vergangenen Zeit sind 26 Flughafen-Löschfahrzeuge für die Niederlande.
Ein Volumen von 60 bis 70 Millionen Euro.
Und die sind lange vor diesem Sommer bestellt worden.
Denn in dem ganzen Business geht es ja gar nicht darum, jetzt kurzfristig auf Katastrophen zu reagieren, sondern vor allem um Vorsorge.
Die Nachfrage hängt damit halt an Haushaltsplänen und vor allem auch am Alter der Fahrzeugflotten und nicht am Wetter und irgendwelchen aktuellen Ereignissen.
Ja, und das macht das Geschäft berechenbar, aber eben auch träge.
Wer nach diesem Sommer auf einen Auftragsschub hofft, der wird frühestens in den Zahlen des kommenden Jahres sehen, was wirklich passiert.
Bei den übrigen Titeln der Branche gilt dasselbe Muster im Großen und Ganzen.
MSA, Safety aus Pittsburgh, bekannt für Atemschuss und Gasdetektion, liegt seit Jahresbeginn schon 18 Prozent im Plus.
Ja, und dann ist da noch die deutsche Drägerwerk.
Die Lübecker haben im Juli schon zweimal die Prognose angehoben.
Treiber waren da Rückzahlungen aus US-Zöllen.
Und zu nennen in dem Kontext ist noch Bridger Aerospace aus Montana, das selbst Löschflugzeuge betreibt.
Aber die sind mit unter 300 Millionen Börsenwert in hohen Schulden doch eher eine Wette als ein wirkliches Investment.
Die AAA-Idee des Tages.
Lea, du hast ja letzte Woche schon vorgelegt und den kroatischen Aktienmarkt vorgestellt.
Heute knüpfe ich gleich da mal an diese Tradition an, denn ich bin gerade erst aus einem Kurzurlaub zurückgekommen.
Ja, du warst mit deinem Sohn in Madrid.
Ja, und da habe ich auch ein paar Aktien mitgebracht von Unternehmen, die mir vor Ort aufgefallen sind.
Jetzt bin ich natürlich schon ein bisschen gespannt, aber...
wollen bestimmt noch alle anderen wissen.
Ich weiß es natürlich, aber erzähl mal, was habt ihr denn eigentlich in Madrid überhaupt gemacht?
Weil damit rechnet niemand, was jetzt kommt.
Also ich war da mit meinem Sohn Julius und es war ein Geburtstagsgeschenk für ihn.
Er wollte nämlich auf ein Konzert von Kanye West oder wie ihn die Fans jetzt nennen, wie ich belehrt wurde.
Yay!
Und da habe ich ihn begleitet.
Der Eckhard auf dem Kanye West Konzert vor GTA 6.
Und die Aktien, was haben die mit dem Konzert zu tun oder generell eher mit Spanien?
Nein, mit dem Konzert nicht wirklich.
Habe ich natürlich auch versucht zu recherchieren, aber es ist gar nicht so einfach, als Börsianer von einer Yay-Tournee zu profitieren.
Aber einen indirekten Profiteur hast du?
Auf jeden Fall.
Eine der drei Aktien, die kommt aus dem Bereich Reise und Tourismus und die zweite, die hat ebenfalls mit Fortbewegung zu tun.
Und was das angeht, da steht Spanien wirklich ein Rekordjahr bevor.
Das Land, das könnte in diesem Jahr, nicht nur wegen der Konzerte.
auch zum ersten Mal die Marke von 100 Millionen ausländischen Touristen erreichen.
Letztes Jahr haben die Behörden da schon 96,8 Millionen Besucher aus dem Ausland gezählt.
Und die meisten Unterfragen kommen tatsächlich mit dem Flugzeug.
Deshalb ist deine spanische Aktie Nummer 1 AENA, also geschrieben A-E-N-A, der Flughafenbetreiber.
Genau, AENA ist nicht nur der wichtigste Flughafenbetreiber Spaniens, sondern einer der größten der Welt.
Und je nach Zählung ist es sogar der größte private Flughafenbetreiber der Welt.
Das Unternehmen kontrolliert nahezu die gesamte spanische Flughafeninfrastruktur.
Dazu kommen noch Beteiligende an...
Mehr als ein Dutzend Flughäfen in Brasilien und auch London looten.
Das ist alles AENA.
Die Geschäfte laufen gut, richtig gut sogar.
AENA hat 2025 einen Nettogewinn von 2,2 Milliarden Euro erzielt.
Das ist ein Plus von gut 10 Prozent.
Der Umsatz stieg auf 6,4 Milliarden Euro.
Und nun mal so zum Vergleich.
Die Deutsche Fraport hat bei einem Umsatz von rund 4,2 Milliarden Euro nur 468 Millionen Euro Nettogewinn erzielt.
Also sehr viel weniger Nettogewinn.
Aber nicht nur der Flugverkehr wächst, sondern auch die margenstarken Einnahmen aus dem Einzelhandel, aus Restaurants und aus Parkplätzen.
Wer nach Mallorca, auf die Kanaren oder nach Barcelona fliegt, der kommt an Aena einfach nicht vorbei.
Die sitzen da gewissermaßen am Kassenhäuschen und kassieren immer mit.
Aber damit sind auch die Risiken klar.
Eine Tourismus-Schwäche und geopolitische Krisen können das Flugaufkommen bremsen.
Und ein Guteil des Geschäfts ist reguliert, sodass Gebühren nicht beliebig erhöht werden können.
Für Dividendenanleger ist die Aktie besonders interessant.
Aena strebt eine Ausschüttungsquote von rund 80 Prozent des Gewinns an.
Für 2025 hat die Firma bereits eine reguläre Dividende von 1,09 Euro je Aktie gezahlt.
Fast 12 Prozent mehr als im Vorjahr.
Und die laufende Rendite, die liegt damit bei 4 Prozent.
Und wenn ich richtig geschaut habe, ich habe nämlich die Aktie, gab es auch noch eine Sonderdividende obendrauf.
Den zweiten Wert, den der Eckart hier mitgebracht hat, werdet ihr mit großer Wahrscheinlichkeit nicht kennen.
C-A-F heißt die Firma oder ausgeschrieben, und jetzt breche ich mir bestimmt die Zunge, Construcciones y Auxiliar de Ferrocarriles.
Hast du wunderbar ausgesprochen.
Ja, und ich bin darauf aufmerksam geworden, weil ich mich so gefreut habe, wie zuverlässig und sauber die U-Bahn und die S-Bahn in Madrid ist.
Es war wirklich ein schönes Gefühl da, mit den Öffentlichen zu fahren.
CAF baut nämlich Züge, Straßenbahnen, U-Bahnen und Bahnsysteme, nicht nur für Madrid, sondern für Metropolen rund um den Globus.
Das ist einer diesen verkannten europäischen Industriewerte, so ein richtiger Hidden Champion.
Ja und wenn wir jetzt davon ausgehen, dass der öffentliche Nahverkehr politischen Rückenwind hat in Europa, Nordamerika und auch in Schwellenländern, die alle ihre Schieneninfrastruktur ausbauen, dann kann CAF einer der großen Profiteure sein.
Zudem ist das Unternehmen auch ein verlässlicher Dividendenzahler.
Die aktuelle Rendite liegt zwar nur bei 2,1 Prozent, allerdings ist die Ausschüttung in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen von einem Euro im Jahr 2021 auf zuletzt 1,52 Euro.
Eine Produktlinie von CRF, die kommt übrigens aus dem Baskenland, die könnt ihr hier auch in Deutschland kennen.
Durch die Übernahme des polnischen Herstellers Solaris bieten sie auch Elektrobusse an, die unter anderem die Berliner BVG nutzt.
Und mit diesen Bussen und mit dem gesamten Uber- und S-Bahn-Geschäft, da geht auch in der Regel ein langfristiges Geschäft aus Service- und Wartungsverträgen einher.
Ein Risiko ist diese Projektlastigkeit des Geschäfts.
Wenn ein großer Auftrag stockt oder wegbricht, schlägt sich das natürlich sofort in den CAF-Zahlen nieder.
Zudem konkurriert das Unternehmen mit deutlich größeren Anbietern, darunter Siemens und Alstom.
Ein stabilisierender Faktor sind die wiederkehrenden Einnahmen, die weniger konjunkturabhängig sind als das reine Projektgeschäft.
Ja, und die Aktie hat sich dieses Jahr schon schön entwickelt.
Schaut euch einfach mal den Chart an.
Macht wirklich Spaß, sich anzuschauen.
Die dritte Aktie habe ich reingenommen, weil das Unternehmen während meines Aufenthalts in Madrid Zahlen vorgelegt hat.
Und die waren beeindruckend gut.
Ich meine die Großbank BBVA, die übrigens wie CAF eigentlich aus dem Baskenland stammt.
Ihr erinnert euch vielleicht, die Bank hatten wir schon mal hier im Podcast.
Da ging es darum, dass sie nicht nur bei der Digitalisierung ganz vorne mit dabei ist, sondern neben Spanien auch eine Lateinamerika-Welt mit sich bringt.
Das knüpft dann wiederum fast an unsere Episode über Lateinamerika-Investments an.
Vor allen Dingen in Mexiko ist BBVA stark vertreten.
Dort ist die Bank sogar Marktführer.
Und weil unter anderem das Mexiko-Geschäft prompt hat, BBVA im ersten Halbjahr zum ersten Mal ein Nettogewinn von mehr als 6 Milliarden Euro erzielt.
Also eine riesige Summe.
Genau genommen waren es 6,05 Milliarden Euro.
Nur um das mal so grob einzuradnen.
Unsere Deutsche Bank hat im ersten Halbjahr 2026 einen Nettogewinn, also das Ergebnis nach Steuern von 4,1 Milliarden Euro geschafft.
Auch nicht schlecht natürlich, aber bei BBVA war es so die Hälfte mehr.
Und das schlägt sich natürlich dann auch in der Börsenbewertung nieder.
Wegen des Wachstums kommt BBVA auf eine Marktkapitalisierung von 134 Milliarden Euro.
Die Deutsche Bank hat ja eine Marktkapitalisierung von rund 60 Milliarden.
Die Spanier sind also mehr als doppelt so groß und bieten obendrein, das muss jetzt kommen, eine attraktive Dividendredite von aktuell 4,3 Prozent.
Am Ende kann man über Kanye West ja sagen, was man will.
Für euch hat sich der Eckerts-Ausflug nach Madrid aber mit Sicherheit gelohnt.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an www.a-atwelt.de, also aaa-atwelt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Uns hat es unheimlich gefreut, wie viele positive Nachrichten uns zu unserer gemeinsamen Samstagsfolge erreicht haben.
Egal, ob ihr uns per Mail, per Instagram oder Spotify geschrieben habt, euch scheint es gefallen zu haben und das beruhigt uns sehr.
Es war ja am Ende doch eher persönlich als fachlich.
Ja, und ich muss gestehen, umso persönlicher war diese Woche auch das Feedback.
Deshalb auch nochmal von mir vielen lieben Dank für all die lieben Nachrichten, die mir ein Stück weit schon das Wochenende versüßt haben.
Wir nehmen mit, dass wir so viele Gesellschaftsspiele, wie ihr uns auch empfohlen habt, offenbar mal so einen AAA-Spielerabend anbieten sollten.
Und dann haben wir, also Philipp und ich, noch eine Mail direkt aus dem engsten Kreis des deutschen Trash-TV bekommen.
Kann eine Woche besser starten, lieber Eckhardt?
Für Philipp und dich...
kann sie nicht besser starten, nehme ich an.
Aber auch für unsere Hörer gibt es gute Nachrichten.
Der zweite Teil des Fragenhagels, der kommt am Samstag.
Und ich verspreche euch auch, da werde ich nicht gestellst treten.
Das merkte nämlich ein Hörer an.
Ich würde im täglichen Podcast gestellst treten.
Wie auch immer, auf vielfältigen Wunsch packen wir euch die Wertpapier-Kennemann unseres Dividenden-Dreigestirns als Service in den Begleittext.
Und bei so viel Service, da kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder, ungestellst ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
