# AI Infrastructure, Retail Media, and Leverage Risks

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-31

## Transcript

Nando, du kennst mich ja, wenn es um ETFs geht, dann werde ich schwach.
Ich da auch, Holger.
Aber weißt du, worüber kaum jemand spricht, wo man seine ETFs eigentlich handelt?
Die meisten klicken bei der Order einfach durch.
Dabei kann das richtig Geld kosten.
Ganz genau.
Ein guter Preis hängt eben nicht allein an den Gebühren.
Entscheidend sind die Liquidität des Handelsplatzes und ein enger Spread, also eine kleine Differenz zwischen Kauf und Und da gibt es Xetra.
Das ist der zentrale Handelsplatz der deutschen Börse für Aktien und ETFs für Privatanleger.
Ja, genau.
Und was eben viele nicht wissen, Xetra ist eben nicht nur was für Profis, sondern auch für Privatanleger.
Rund 1.000 Aktien und 3.500 ETFs und ETPs sind dort handelbar.
Und die hohe Liquidität sorgt dafür, dass eure Orders schnell und vollständig ausgeführt werden.
Engere Spreads, das wisst ihr ja, senken eure Kosten bei jedem einzelnen Trade.
Und?
Ihr könnt von 8 bis 22 Uhr handeln, also auch abends nach Feierabend.
Wählt bei den teilnehmenden Banken und Brokern einfach aktiv Xetra als Handelsplatz aus.
Das ist ein Klick, der sich lohnt und alle Infos dazu findet ihr unter xetra.com slash allesaufaktien.
Xetra, der führende Handelsplatz für Aktien und ETFs in Deutschland.
Disklaimer, Kapitalanlagen bergen riesigen.
Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Freude und Leid bei Amazon und Apple, die enttäuschenden Zahlen von Coinbase sowie der historische Fall von Adidas.
Im Thema des Tages beschäftigen wir uns mit dem rasanten Absturz eines deutschen KI-Wunderkinds und in der EEE-Idee dreht sich alles um einen niederländischen Supermarktkonzern, der sein Geld längst nicht mehr nur an der Lagenkasse verdient.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch, Holger Zschäpitz.
Und Lea Oetjen aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
Blick auf die Märkte.
Heute ist Freitag, der 31.
Juli und wir wünschen euch einen furiosen Start in den Tag und später dann auch ins Wochenende.
Ja, furios deshalb, weil die Wall Street gestern ein Comeback hingelegt hat, wie wir es so lange nicht mehr gesehen haben.
Die Zahlen dazu, der S&P 500 legte 1,7 Prozent zu und der Nasdaq 100 sogar 3,4 Prozent.
Die Chip-Werte haben ihren größten Tagesprung seit April 2025 hingelegt und die Angst ist regelrecht verpufft.
Der Wix stürzt um 17 Prozent auf 17 Prozent.
Punkte ab.
Tja, es war aber auch so ein bisschen zerrissen war der Markt trotzdem noch, weil es war so ein bisschen die gegenteilige Geschichte von der restlichen, von der ganzen Woche, weil die wenigen KI-Werte, die sind gestiegen, Software ist verkauft worden und der breite Markt war so lala.
Und Auslöser, der war irgendwie kurios, nämlich der Hedgefonds Situational Awareness des deutschen Ex-Open-AI-Forschers Leopold Aschenbrenner.
Der musste laut verschiedenen Medienberichten sämtliche Aktienpositionen zwangsweise auflösen, aber dazu gleich mehr im Thema des Tages, warum das kurios ist und dass den KI-Werten sogar noch geholfen hat.
Und der Star des Tages, der war gestern aber zweifellos Microsoft.
Plus 16 Prozent, größter Tagesgewinn seit 2008.
Rund 450 Milliarden Börsenwert an einem Tag dazu.
Das war der größte absolute Tagesgewinn, den jene Aktie geschafft hat.
Wow.
Mit diesen Zahlen sind gleich zwei Bäre-Narrative abgeräumt worden.
Erstens die These, KI würde das klassische Software-Geschäft disruptieren.
Und zweitens die These, das Cloud-Geschäft könne bei diesen gigantischen Investitionen niemals richtig profitabel sein.
Azure wuchs um 43 Prozent und trotz der Milliarden CapEx blieben 20 Milliarden Dollar am freien Cashflow übrig.
Wir haben ja schon in der vergangenen Folge darüber gesprochen.
Genau, da kann man einfach nochmal die genauen Zahlen und die etwas detaillierteren Geschichten hören.
Und nach Börsenschluss...
kam der nächste Kracher.
Amazon, die Aktie, notierte nachbörsig fast 10% im Plus bei 258 Dollar.
Der Konzernumsatz, der stieg um 20% auf über 200 Milliarden Dollar.
Abortet waren nur 197.
Aber die eigentliche Sensation, die steckte in der Cloud.
AWS wuchs um 37%.
Das ist der größte Cloud-Anbieter.
Und dann nochmal 37%.
Das ist eine deutliche Beschleunigung.
Auf 42,2 Milliarden Dollar.
Analysten hatten 31 Prozent nur auf dem Zettel.
Und das war wirklich das schnellste Wachstum seit 18 Quartalen.
Und jetzt ist schon wieder die fünfte Quartal in Folge eine Beschleunigung.
Und das zeigt, was da gerade bei Cloud drin ist.
Das war noch nicht alles.
Die AWS-Marge rauf auf 39,4 Prozent.
Werbung beschleunigt auf 26 Prozent Wachstum.
Und die hauseigenen Chips.
Cytranium und Graviton haben laut Konzernchef Andy Jesse, genau wie das KI-Geschäft, eine Runrate von mehr als...
25 Milliarden Dollar erreicht.
Wahnsinnszahlen.
Der Auftragsbestand bei AWS liegt bei 496 Milliarden Dollar.
Jesse sagt, selbst mit all dem Geld habe man 2026 und wohl auch 2027 nicht genügend Kapazität für die Nachfrage.
Deshalb erhöht Amazon die Investition für dieses Jahr von 220 Milliarden Dollar, begründet mit dem explodierenden Speicherpreis.
Die Kehrseite, der freie Cashflow ist auf zwölf Monate mit 7,6 Milliarden Dollar negativ.
Aber man sieht, wenn da auch was rauskommt hinten, dann nimmt man auch so einen negativen Cashflow hin.
Und wenn man aber nur einfach Geld ausgibt und den Leuten nicht erklärt, wofür, wie bei Meta gestern, dann ist es halt ein dickes Minus.
Die Aktie hat gestern, glaube ich, auch nochmal 8% in diesem positiven Umfeld verloren.
Und die andere Aktie, die gestern Zahlen vorgibt, Apple, das lief nicht so gut.
Die Aktie verloren nachbörsig 6,6% auf 311 Dollar.
Gut, man muss sagen, die ist schon im Vorfeld sehr gut gestiegen, 22% in diesem Jahr bis zu den Zahlen.
Aber der Umsatz, der war mit 109 Milliarden zwar besser als erwartet.
Das iPhone wuchs um 22 Prozent.
Der Mac dank des neuen MacBook Neo sogar um 29 Prozent.
Aber es gab Schwachstellen.
Services verfehlte abermals mit 30,7 Milliarden.
Die Erwartung, das ist ja dieses wunderbare margenstarke Geschäft.
Und auch China blieb mit 18,8 Milliarden.
Dollar ebenfalls unter den Erwartungen.
Und der Ausblick nur 9 bis 11 Prozent Wachstum.
Die Wall Street wollte über 12 und der Grund, Apple bekommt schlicht nicht genug Chips und Speicher.
Und Tim Cook sprach von einer Jahrhundertflut bei den Speicherpreisen.
Es war ja sein letzter Earnings Call als CEO.
Am 1.
September übernimmt da ja John Ternis.
Ein Abschied also mit Beigeschmack.
Der Mann, der die Lieferkette wie kein Zweiter beherrschte, geht mit einem Lieferkettenproblem von Bord.
Und weil gestern ja Zahlen super Donnerstag war, hier noch die anderen wichtigsten Zahlen einmal im Schnelldurchlauf.
Roblox minus 14 Prozent, die Zahl der Nutzer und der Ausblick für die Buchungen lagen klar unter den Erwartungen.
Reddit minus 11 Prozent, trotz 61 Prozent Umsatzwachstum.
Anleger störten sich da vor allem an der Nutzerentwicklung in den USA.
Und Coinbase enttäuschte beim Gewinn der schwache Kryptohandel, drückte das Ergebnis deutlich unter die Schätzung.
Und das Gleiche war auch bei Strategy der Fall.
Dafür Party beim Chip-Zulieferer Monolithic Power plus 12% nach starken Zahlen.
Das Data-Sender-Geschäft wuchs 45% zum Vorquartal.
Und der Halbleiterspezialist AXT, der schoss sogar um 26% nach oben.
Marvel legte im Windschatten der Amazon-Zahlen 6% zu, weil Amazons Chip-Milliarden direkt auf deren Auftragsbücher einzahlen dürften.
Konzert Riese Live Nation gewann 2%, die Besucherzahlen sollen in diesem Jahr um 10% steigen und Western Union verlor 9% nach einer gekappten Jahresprognose.
So und jetzt nochmal kurz nach Europa.
Der DAX legte 0,6% auf 25.612 Punkte zu.
Adidas brach um 11,5% ein, weil hohe WM...
Marketingkosten den Gewinn drückten.
Ja, und ansonsten gehörten die KI-Aktien auch in Deutschland zu den klaren Gewinnern.
Infineon plus 9,2 Prozent, Siemens Energy plus 8, Siemens plus 3 und Hochtief ebenfalls plus 3 Prozent.
Und in der zweiten Reihe waren sie Tronic nach guten Zahlen knapp 9 Prozent und die Z-Bank, die hat die Aktie auf Kauf nur hochgestogt, aber das Kursziel von 90 auf 87.
Euro runtergenommen.
Und Software gehöre zu den Verlierern, das war ein bisschen die Rotation, weil wir ja vorhin schon gesagt haben, dass es so ein bisschen die alten Zeiten wieder waren.
Nemetschek minus 14, TeamViewer minus 12, SAP minus 3,8.
Und jetzt fragt ihr euch natürlich, was heißt das jetzt alles?
Ist der KI-Trade doch nicht tot?
Lebt er?
Was man auf jeden Fall sagen muss, der Markt ist sehr wählerisch geworden, wie man ja sieht.
an Microsoft und Amazon, dass einfach belohnt wird, wer mega Investitionen macht und auch noch beschleunigtes Cloud-Wachstum liefern kann und auch noch irgendwie so ein bisschen wie der Erwachsene im Raum gelten kann, wie immer die Angelsachsen so schön sagen.
Wenn abgestraft wird, wer wie Meta ohne klaren Monetarisierungsplan Geld verbrennt.
Und für Anleger heißt das, weniger auf die Käppig-Schlagzeilen schauen, mehr auf die Frage, ob das Wachstum die Ausgaben auch wirklich trägt.
Gestern haben zwei von drei Hyperscalern diese Prüfung immerhin bestanden.
Und jetzt bestehe ich hoffentlich auch die Termine hier sauber zu performen.
Da gibt es heute Chinas Einkaufsmanager.
Index für den Juli und das ist der Frühindikator Nummer 1 für die zweitgrößte Volkswirtschaft.
Alles unter 50 würde Schrumpfung heißen.
Mal sehen, die Zahlen waren ja zuletzt die BIP-Zahlen enttäuschend für China.
Mal sehen, wie es da weitergeht.
Dann gibt es Zahlen aus Europa.
Holzim, Siemens, Healthineers, Fuchs, Clarion, AXA, Kreditagricol, OMV, Hinsold, Umicor, Raiffeisen International, Forvia, Inji, Puma, Netwest, Bank of Ireland, Amadeus IT.
Pearson, IAG, Linde und R.
Stahl.
Und aus Amerika gibt es ein paar Ölkonzerne, Exxon Mobil und Chevron.
Dann noch Moderna, Colgate, Palmolive, Epi und Eaton.
Das Thema des Tages.
Wir haben es eben in den Märkten schon kurz angerissen.
Gestern erzählten die Kurse das Gegenteil von dem, was wirklich vorgefallen ist.
Die Aktie des Rechenzentrumsbetreibers Iron hat in der Spitze 30 Prozent gemacht.
Nebius war ähnlich stark.
Sandisk Fluss 23.
Maiklern und Esker Hainix je gut 16 Prozent im Fluss.
Und auch Corvive und auch ganz viele andere Aktien.
Und trotzdem war es kein uneingeschränkter Freudentag für KI.
Wir haben es ja schon auch so ein bisschen angedeutet.
Es war sogar eine Art Kapitulation.
Die meisten Gespräche an der Wall Street treten sich also um einen Hedgefonds, wo genau das vorgefallen war, nämlich Situational Inverness von Leopold Aschenbrenner.
Denn der musste das Groß seines Aktienbuchs zwangsliquidieren.
Und jetzt werdet ihr euch fragen, da wird ein großer KI-Hedgefonds zur Notliquidation gezwungen und die betroffenen Aktien explodieren.
Wie geht das?
Das ergibt dann Sinn, wenn man die vergangenen Kursverluste als Folge des erzwungenen Verkaufsprozesses sieht.
Genau, der Hedgefonds Situational Awareness hatte ein sehr konzentriertes Portfolio aus KI-Infrastrukturwerten auf Pump aufgebaut.
Als dann die Kurse fielen im Juli, musste er immer wieder Notverkäufe tätigen, um Liquidität zu schaffen.
Und nachdem gestern die Runde machte, dass jetzt Citadel nun Teile des Portfolios übernommen hat, kapierte der Markt, dass dieser gefürchtete Angebotsüberhang plötzlich nicht mehr da ist, sondern weg ist.
Ja, futsch.
Nun mussten auch die Anleger, die gegen die Aktie gewettet hatten, ihre Short-Positionen eindecken.
Aus dem Abwärtsdruck wurde plötzlich Kaufdruck, also ein klassischer Short-Squeeze.
Leopold Aschenbrenner haben wir hier übrigens auch schon mal erwähnt.
Ihr kennt ihn vielleicht.
Damals, als er bei Nebios groß eingestiegen ist und die Aktie beflügelt hat damit.
Viele von euch hören seinen Namen, aber heute vermutlich zum ersten oder höchstens zum zweiten Mal.
Dabei stammt der Mann eigentlich sogar aus Berlin.
Ist 25 Jahre alt und hat in Berlin die John F.
Kennedy Schule besucht.
Mit 15 schon Abitur gemacht, weil er ein paar Klassen übersprungen hat.
Mit 19 Columbia Abschluss als Jahrgangsbester.
Und dann OpenAI 2024 ist er da rausgeflogen und hat dann ein 165 Seiten langes Essay geschrieben, das in der Wall Street gelesen wurde und so ein bisschen wie eine heilige Schrift.
Und seine These war damals, ja, die Welt unterschätzt dramatisch, wie schnell sich Künstliche Intelligenz entwickelt.
Schon für 2027 rechnet er mit einer allgemeinen Künstlichen Intelligenz auf Menschlich-Munniose, also die berühmten AGI.
Na, plötzlich war er das Orakel und konnte einen Fonds auflegen.
Der Staat war mit ein paar 100 Millionen Dollar, er hatte aber keinerlei Erfahrung als Portfolio-Manager.
Innerhalb von zwei Jahren verwaltete er dann mehr als 20 Milliarden Dollar.
Im ersten Halbjahr hat sein Vehikel 439 Prozent plus gemacht, so steht es auch in einem Investorenbrief, aus dem die Financial Times zitiert.
Diese 20 Milliarden verwaltete er insgesamt mit acht Mitarbeitern.
Und nun mal so zum Vergleich, der Kenfo, also der Staatsfonds, der das Geld der Versorger verwaltet, hat gut 50 Mitarbeiter.
Und das, obwohl er nicht viel mehr Geld verwaltet.
Also ihr seht, er hat wirklich fast allein dieses Ding aufgesetzt.
Und die Wette, die er da gemacht hat, die war eigentlich ganz bestechend.
Split-Bed nannte er sie.
Er ist long gegangen.
Alles, was beim KI-Boom physisch knapp wird.
Nebius für Cloud, Corvi für Rechenleistung, Bloom Energy für Strom, Centis und Micron für Speicher, Iron und Core Scientific für Rechenzentren.
Und dann hat er auf der anderen Seite auf fallende Kurse gesetzt.
Und zwar bei diesen ganzen Aktien, die so ein bisschen, ja nicht mehr Knappheit waren, sondern diese überlaufenden Gewinner, also Crowded-Dinger der ersten KI-Welle.
Putz, also Untergangswetten von über 8 Milliarden Dollar im Nominalvolumen, setzte er auf so Werte wie, weiß ich nicht, Nvidia oder AMD und Broadcom.
Und dann auch noch auf ein paar Softwaretitel, weil er sagte, hey, Software, das wird irgendwie disruptiert.
Und so war halt diese Wette schon mal da.
Auf dem Papier klang das auch alles relativ elegant in der Realität dann nicht mehr.
Im Juli ging dann nämlich beides richtig schief.
Nebios, Sundisk, Micron und Core Wave waren mit jeweils mehr als 35 Prozent im Plus und parallel liefen auch noch die Shorts gegen ihn.
Adobe und andere Software-Werte zogen nämlich an, heißt beide Seiten verbrannten Geld.
Und dann kommt das, was solche Geschichten tödlich macht.
Wenn man jetzt keinen Druck hat, kann man sagen, okay, dann kann man das aussetzen.
Aber wenn man einen Hebel hat, dann wird das Ganze tödlich.
Und bei konzentrierten Positionen in eng gehandelten Aktien funktioniert halt Fremdkapital in steigenden Märkten spektakulär gut.
Da kann man einfach das mit einem Vielfachen gewinnen.
Aber fällt der Markt, dann hat man irgendwie keine Zeit zum Aussetzen.
Man kann nicht sagen, wird schon die nächste Woche wieder nach oben gehen, weil da ist man einfach mal richtig dick im Minus und muss ja irgendwie, bekommt man dann einen Margin Call von den Prime Brokern und die rufen dann an und sagen, wir hätten gerne mal einen Nachschuss.
Und dann hat wohl Aschen...
Brenner auch seine Investoren gefragt, könnte ein bisschen was nachschießen.
Das hat nicht funktioniert.
Und am Mittwochabend wurde dann verhandelt mit verschiedenen Hedgefonds.
Und am Ende stand dann Ken Griffith von Citadel.
Der hat so 71 Milliarden unter Verwaltung und hat gewonnen, das Ding.
Ein Detail aus dem Wall Street Journal ist da noch recht aufschlussreich.
Citadel kaufte genau diesen Teil des Buchs, der auf Kredit finanziert war.
Denn den mit Kundenkapital finanzierten Rest durfte Aschenbrenner nämlich behalten.
Das ist das Vertragte an so einem Morgin Call.
Und das Besondere von Aschenbrenner, der Mann hat jetzt die Kurse.
zweimal bewegt, nämlich Mitte Juni, als er eingestiegen ist.
Da haben alle gesagt, Mensch, guck mal, Nebius hat irgendwie einen niedrigen, einstelligen Prozentsatz an dem Unternehmen gehalten und die Aktie sprang dann auch gleich um 12 Prozent nach oben.
Sechs Milliarden Dollar wurden da in Stunden an Wert geschaffen bei Nebius.
Sechs Wochen später bewegt sich derselbe Name dieselbe Aktie in eine ganz andere Richtung um 30 Prozent, weil er raus muss.
Es gab ein Wikifolio, das dem Fonds nachgebaut hat, ohne Hebel.
Und das lag im Juni 65 Prozent vorn.
Heute ist davon allerdings nichts mehr übrig.
Das nenne ich mal Aura.
Wenn du einsteigst, steigt die Aktie.
Wenn du aussteigst, steigt die Aktie hoch.
Also das ist doch mal was Wunderbares.
Die KI-Optimisten, die versuchen jetzt die Erzählung daraus zu machen, dass der jüngste Ausverkauf vielleicht lediglich mit solchen technischen Sachen zu tun hatten und nichts mit Fundamentale zu sagen, ja, da waren halt ein paar gehebelte Investments, die mussten irgendwie abverkauft werden und das war alles gar nicht so schlimm.
Und wenn die jetzt vorbei sind, dann könnte man beherzt zugreifen.
Es gab ja auch starke Zahlen von ARM, LAM Research, Microsoft, Schneider Electric.
Und das hat dann auch so ein bisschen die Rallye wieder bei Chips und Komponenten und Infrastruktur befeuert.
Tatsächlich ist der Angebotsüberhang weg, aber auch viele andere Anleger haben mit Hebel spekuliert und das Bewertungsproblem, das bleibt bestehen, zumal es solche Fälle ja auch schon in der Vergangenheit gab.
Genau, wir haben uns mal ein paar andere Hedgefonds-Schieflagen angeschaut und der krasseste Fall, klar, das war 1998, die Eltern unter euch, die werden sich daran erinnern, das war LTCM, das war im Herbst.
Und das ist so eine Art intellektueller Zwilling, zwei Nobelpreisträger an Bord, 4,6 Milliarden Verlust in vier Monaten.
Das ist ja fast schon lahm, was man jetzt, da hat der Aschenbretter schneller das Zeug durchgebrannt.
Und das musste dann gerettet werden durch 14 Banken.
Viele Positionen waren zwar richtig.
Aber der Fonds überlebte wegen des Hebels eben den Weg nicht, bis der Markt dann auch das gemacht hat, worauf die spekuliert hatten.
Und RCCM hätte fast eine Finanzkrise ausgelöst.
Und vielleicht wurde auch Aschenbrenners Hedgefonds deshalb so schnell und geräuschlos liquidiert innerhalb von wirklich einer Nacht.
Und das ist schon für so ein Mega-Milliardending schon was ganz Besonderes.
Für euch bleiben zwei Erkenntnisse.
Zum einen steckt hinter jedem dieser Fälle dieselbe Mechanik aus Konzentration, Hebel und engen Titeln.
Die These wechselt, die Physik bleibt und zweite Erkenntnis, Finger weg vom bloßen Nachhandel prominenter Filings.
Ihr zahlt beim Einstieg die Prämie für eine Erzählung und beim Aufstieg den Abschlag für fremde Not.
Warren Buffett kann man das schon mal machen.
Das ist nicht so ein Harakiri-Mensch, aber bei Hedgefonds muss man immer genau gucken.
Also wenn man die letzten 13 F-Fileings bei Hedgefonds genommen hätte, hätte man genau in diese ganzen KI-Sachen rein investiert und das wäre nicht so besonders ausgegangen.
Naja, Aschenbrenner hat mal geschrieben, die erste Aufgabe eines Investors sei nicht zu explodieren.
Tja, sein Aktienbuch hat diese Regel jetzt nicht überlebt.
Die AAA-Idee des Tages.
An jedem Euro, den wir im Supermarkt lassen, verdient der Konzern dahinter etwa 4 Cent.
Und das ist sogar noch vor Zinsen und Steuern.
Unterm Strich bleiben es letztlich so zweieinhalb circa.
Und das ist eines der härtesten Geschäfte der Welt.
Und ausgerechnet einer dieser Konzerne gibt seinen Aktionären gerade knapp 7 Prozent im Jahr zurück.
Die Rede ist von Ahold Delhaes, dem niederländischen Mutterkonzern von Albert Heijn Delhaes.
Footline und Stop & Shop.
In zwölf Monaten hat der Konzern 91,4 Milliarden Euro umgesetzt, ein Plus von einem halben Prozent.
Auf dem Papier mag das nach Stillstand aussehen, die Realität ist aber eine andere und deshalb widmen wir dem Konzern jetzt unsere heutige EEE-D.
Ja, starten wir mal mit einem schnellen Weg auf die Zahlen.
Die Kapitalrückgabe des Konzerns ist nicht ganz spannend.
Die Niederländer kaufen für eine Milliarde Euro im Jahr gerade eigene Aktien zurück.
Im vergangenen Jahr gab es noch 909 Millionen Anteilsscheine.
Zuletzt waren es jetzt noch so knapp 887 Millionen.
Dazu steigt die Dividende um 6 Prozent und der freie Cashflow soll bei mindestens 2,3 Milliarden Euro liegen.
Die Frage ist also, woher dieses Geld kommt?
Die Antwort, die steht nicht im Regal.
Aholt Delays verkauft nämlich längst nicht mehr nur Lebensmittel, sondern auch Werbung.
Wenn ihr in der App nach Kaffee sucht und ganz oben eine bestimmte Marke erscheint, dann hat der entsprechende Hersteller dafür bezahlt.
Seit Januar läuft in den USA die konzerneigene Plattform Edge, die 26 Millionen Kunden pro Woche erreicht.
Ihr habt es ja gesehen bei Amazon, die haben ja auch fett.
Dieses Retail Media, das ist ein mega Geschäft mit Werbung.
Das fand ich ganz so groß wie bei Amazon, aber ein bisschen kleiner.
Auf die Weg dahin.
Quasi.
Und gestern hat A halt auch den nächsten Schritt dahin gemeldet.
In den USA startet nämlich jetzt eine Partnerschaft mit dem Anbieter Peer Commerce.
Ihr lest künftig also irgendwo im Netz ein Rezept oder sowas, klickt dann einmal drauf und die Zutaten liegen ganz fix im Warenkorb von Food Lion und Stop & Shop.
Es ist bereits das dritte Geschäft, der dritte Deal dieser Art in nur einem Jahr.
Hinzu kommt, die jeweilige Marke sieht jetzt auch außerhalb von Aholts eigener Seite, ob ihre Anzeige auch wirklich zu einem Einkauf geführt hat.
Werbung, deren Wirkung man messen kann, ist deutlich teurer als Werbung, mit der man nur hoffen kann, dass da was passiert.
Ja, und haltet das mal neben die 4 Cent vom Anfang.
Also ein verkaufter Joghurt bringt so ein paar Cent-Marge.
Für Werbeplätze gelten in der Branche aber Margen von deutlich über 50 Prozent, weil dahinter kein Lager steckt und kein Lastwagen fährt.
Der Konzern hat sich vorgenommen, mit Werbung und Daten eine Milliarde Euro im Jahr zu verdienen und ist auch auf einem ganz guten Weg dahin.
Und Konzernchef Franz Müller steht.
deckt die Werbeerlöse übrigens zurück in die Preise.
Die Markenhersteller bezahlen also indirekt die Rabatte im Supermarkt.
Niedrigere Preise holen mehr Kunden in die Läden, mehr Kunden erzeugen mehr Daten und mehr Daten machen die Werbeplätze noch wertvoller.
An der Börse ist davon aber noch recht wenig zu sehen.
Das KGV liegt bei knapp 14 und die Aktie steht noch gut 19 Prozent unter ihrem Hoch vom 8.
April.
Doch der Großteil der Analysten traut dem Konzern ein Comeback zu.
Fünf von sechs Häusern sehen den Fernwert zwischen 38 und 43 Euro, also deutlich über dem heutigen Kurs.
Dann gibt es noch JP Morgan, die erwarten so 24 Euro und das wäre fast 40 Prozent unter dem nächst niedrigeren Kursziel.
Analyst Borja Olzese hält den Konzern schlicht für zu teuer und erwartet, dass die Bewertung weiter sinkt.
Bei diesem Urteil bleibt er seit Monaten.
Eines der beiden Lager wird sich irren und daran seht ihr, wie umstritten diese ruhige Aktie in Wahrheit eigentlich ist.
Aber die Risiken gehören ja irgendwie dazu.
Im Werbegeschäft ist Aholl ja, wie gesagt, wir haben es vorhin schon angestellt, ein Zwerg.
Denn Amazon und Walmart haben ja ein Vielfaches an Reichweite und auch an Umsatz.
Und der Konzern macht 57,5 Prozent seines Umsatzes ja auch in den USA, wo viele Kunden über das staatliche Ernährungsprogramm Snap bezahlt werden.
Und wird es gekürzt, fehlt es genau an den Kassen, das Geld und dann wird es vielleicht auch einen Ticken dünner.
Und was heißt es jetzt für euch Anleger?
Na ja, Ahold Delhaes sieht aus wie ein langweiliger Supermarktkonzern, stellt sich aber gerade ein zweites Geschäft daneben, das kaum Kapital bindet und deutlich mehr Marge abwirft.
Bezahlt wird in der Börse bisher aber nur der Supermarkt.
Am kommenden Mittwoch kommen aber die Zahlen zum zweiten Quartal und da wird es dann so richtig darauf ankommen, was der Konzern tatsächlich jetzt mit seinem Werbegeschäft so geschafft hat.
Das war alles Wackt sind.
Wir freuen uns immer über Feedback.
Schickt uns eine Mail in Triple A, also A, Altwildi oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Und direkt nachdem ihr das hier gehört habt, solltet ihr dann unbedingt auf den Link in der Folgenbeschreibung klicken.
Also falls es die Folgenbeschreibung mal gibt, aber es sind gute Dinge, dass die diesmal auftaucht.
Die war in den letzten Tagen häufiger mal nicht da, aber wenn sie auftaucht, dann geht ihr dahin, klickt drauf und dieser Link, der führt euch zum...
Ticketshop vom Alles-of-Aktien-Summit, der am 2.
Oktober in Berlin stattfindet.
Ja, als guter und treuer AAA-Hörer darf man das Event natürlich nicht verpassen.
Es gibt vor Ort Merch, es gibt Masterclasses, es gibt ganz, ganz, ganz viel Zeit zum Austausch mit uns aus.
Was gibt es eigentlich jetzt für Merch?
Das muss ich nochmal nachfahren.
Der Sommerfeld-Konimus-Nein, das verraten wir noch nicht.
Ich verrate dir das aber noch nicht on tape.
Das müssen wir noch ein bisschen größer einigen.
Eine Tasse oder ein Hoodie?
Ein Hoodie oder eine Tasse?
Heuer, nicht jetzt.
Es gibt Merch und es gibt aber auch Live-Podcasts.
Und zwar nicht mit irgendwem, sondern mit den beliebtesten AAA-Stammgästen, die wir dann auch bald nach und nach verraten werden.
Und das Beste daran, mit dem Rabattcode AAAFriends, also A-A-A-Friends, spart ihr sogar noch 50% aufs Ticket.
Also ran an den Speck und ihr erfahrt dann auch ganz bald, was ihr mit dem Merch auf sich habt.
Ran an den Speck klingt so ein bisschen altertümlich, aber gut.
Vielleicht gibt es ja Speck-Match.
Achso, komm, lassen wir das.
Haken drin.
Also, wer jetzt heute noch schnell das Ticket kauft und uns einen Screenshot davon per Mail schickt, der kann noch in den Lostopf kommen.
Und im Lostopf hat man die Chance, beim exklusiven Vorabend-Dinner mit dabei zu sein.
Und das findet im 19.
Stock bei uns im Hause statt.
Und eigentlich sind da nur Journalisten und andere Berühmtheiten immer da.
Und ihr könnt da auch dabei sein im Journalistenclub.
Das ist ganz toll.
Und das ist eine einmalige Chance.
Das Essen ist lecker, die Menschen sind nett und der Ausblick ist gut.
Und es ist wirklich eine sehr historische Sache.
Und das sollt ihr auf jeden Fall euch angucken.
Aber das Gewinnspiel, das endet zu Mitternacht.
Und deswegen müsst ihr jetzt schnell sein und klicken und abfotografieren und schicken.
Das, was Holger sagt.
Und wer ein Ticket gekauft hat, darf sich dann auch auf die Samstagsfolge freuen, weil in Nando ja noch im Urlaub verweilt, haben wir uns zu dritt mit dem Eckart bekanntermaßen so ein bisschen ums Housekeeping gekümmert.
Wir haben mehr als 20 Euro Fragen beantwortet.
Viele Fachfragen, aber auch so ein bisschen Persönliches hinter den Kulissen.
Ich denke, das wollt ihr nicht verpassen.
Ich kann noch was drauflegen.
Ich habe für den Vorspann noch euren Lieblingsmenschen.
Habe ich, glaube ich, gewonnen.
Ich hoffe, der kommt auch.
Und dann haben wir wieder ein spannendes, noch ein spannendes Vorgespräch.
Ist Nando doch aus dem Urlaub wieder da?
Nee, der ist unbehelligt in dem Süden England.
Und der hat übrigens Geburtstag gehabt.
Also wenn ihr dem noch schreiben wollt und sagen, Mensch Nando und hoch auf Nando, dann könnt ihr das noch tun.
Wir sagen jetzt nicht, wie alt er geworden ist, aber der feiert da in Südengland.
37.
Stimmt, du hast recht.
Und wenn ihr nicht verpassen wollt, wer wirklich der Lieblingsmensch von Holger ist, kann es nur heißen, abonniert uns, sprecht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
