# Global Market Shifts: AI Regulation, Chip IPOs, and LatAm Opportunities

**Podcast:** Alles auf Aktien – Die täglichen Finanzen-News
**Published:** 2026-07-27

## Transcript

Das sind die Finanzthemen des Tages.
Wir sprechen über Entspannung im Nahen Osten, den wichtigsten Börsengang des Jahres in China und was sonst noch wichtig wird in dieser Woche.
Im Thema des Tages verraten wir euch, welcher aktiv gemanagte Tech-Fonds die KI-Achterbahnfahrt am besten gemeistert hat.
Und der EEE-E-D stellen wir eine der günstigsten Aktien der Welt vor aus einer Weltgegend, in der ihr mit Sicherheit unterinvestiert seid.
Alles auf Aktien, der tägliche Börsenshot.
Wir begrüßen euch Holger Zschäpitz und Daniel Eckert aus der Weltwirtschaftsredaktion.
Die im Podcast besprochenen Aktien und Fonds stellen keine spezifischen Kauf- oder Anlageempfehlungen dar.
Die Moderatoren und der Verlag haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung der Gedanken oder Ideen entstehen.
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Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden.
Heute ist Montag, der 27.
Juli und wir wünschen euch einen freundlichen Start in den Tag und in die neue Handelswoche.
Freundlich so dürfte der Montag an den Märkten beginnen, denn über das Wochenende hat sich die Stimmung an gleich zwei entscheidenden Fronten aufgehellt, im Nahen Osten und bei der zuletzt, ja durchaus mit Skepsis gesehenen, künstlichen Intelligenz.
Aussicht auf eine zumindest vorläufige Deeskalation im Nahen Osten hat den Ölpreis bereits spürbar gedrückt.
Die USA und Iran haben ihre gegenseitigen Angriffe zwei Nächte in Folge ausgesetzt, um den von Oman vermittelten Gesprächen über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormuz Raum zu geben.
Und eine Einigung, die könnte den Schiffsverkehr und damit die Ölversorgung wieder deutlich stabilisieren.
Öl der Sorte brennt es daraufhin am Sonntag wieder unter die Marke von 90.000.
Dollar je Barrel gefallen und auch für den angeschlagenen KI-Komplex gibt es jetzt neue Hoffnung.
In Washington, der amerikanische Hauptstadt, zeichnet sich nämlich ab, dass chinesische Open-Wake-Modelle über kurz oder lang eingeschränkt oder in besonders sensiblen Bereichen sogar verboten werden können.
OpenAI und Antropic sollen in Washington auf Einschränkungen chinesischer Modelle drängen und vor allem auf Sicherheitsrisiken hinweisen.
OpenAI-Chef Sam Altman wird diese Woche nach Washington fahren und weniger chinesische Billigkonkurrenz würde den Preisdruck auf OpenAI, Antropic und die gesamte westliche KI-Industrie verringern und damit auch die zuletzt immer drängendere Frage entschärfen, ob sich die Milliardeninvestitionen in Rechenzentren und Modelle überhaupt angemessen monetarisieren lassen.
Diese Entspannung kommt zur rechten Zeit, denn in der vergangenen Woche, da hatte der S&P 500 XAI Index, was es alles gibt, also dieser US-Index ohne die großen KI-Aktien, den breiten S&P 500, ja regelrecht überholt seit Anfang des Jahres.
Und das war wirklich ein bemerkenswertes Signal.
Die Anleger hatten damit begonnen, ihr Geld ausgerechnet dort abzuziehen, wo lange Zeit die gesamte.
Börsenfantasie konzentriert war.
Nun bekommt die KI-Story möglicherweise wieder neues Futter.
Und zu Wochenbeginn wird die Tech-Welt aber nach China schauen, denn dort findet er eine der wichtigsten Börsengänge des Jahres statt, nämlich in Shanghai.
Shang-Sin Memory Technologies, kurz CXMT, Chinas größter Hersteller von DRAM-Speicherchips, soll an diesem Montag sein Börsendebüt auf dem chinesischen Star-Markt feiern.
Und dieses Debüt hat wahrhaft historische Dimensionen.
Da sollen insgesamt 66,6 Milliarden Yuan platziert werden.
Das sind umgerechnet 9,8 Milliarden Dollar.
Damit wäre es der größte Chip-Börsengang, den China jemals gesehen hat.
Der Ausgabepreis liegt bei 8,66 Yuan je Aktie und einschließlich Mehrzuteilungsoptionen kommen dann bis zu 7,69 Milliarden neue Aktien an den Markt.
Klingt nach einer ziemlichen Aktienflut, aber die Nachfrage ist noch größer als das Angebot.
Allein die Tranche für Kleinanleger soll 212 Mal überzeichnet gewesen sein.
212 Mal, das ist schon ziemlich krass.
Und schon vor dem offiziellen Handelsstart wurde in chinesischen Schattenmärkten kräftig auf einen fetten Kurssprung gewettet.
Und CXMT könnte vom ersten Handelstag an zu den wertvollsten börsennotierten Unternehmen des chinesischen Festlands gehören.
Die Bewertung liegt dann damit bei umgerechnet rund 86 Milliarden Dollar.
Das klingt jetzt erstmal nicht gerade billig.
Entscheidend ist aber der Vergleich.
SK Hynix wird ungefähr zehnmal so hoch bewertet.
Und wer CXMT kauft, der wettet also darauf, dass China bei den Speicherchips das schafft, was das Land schon bei Solarmodulen, Batterien und Elektroautos auf die Beine gestellt hat.
Technologisch aufholen, die Produktion massiv ausweiten im großen Ziel und anschließend die Preise auf dem Weltmarkt nach unten drücken.
Das wäre ja nicht so positiv für die Angestammten.
Speicherchip-Hersteller.
Aber wir werden sehen, was mit dem Börsengang passiert.
Und im Laufe der Woche, da geht es auch spannend weiter.
Und da dürfte vor allem Mittwochabend bis Donnerstagabend so die kritische Zeitzone sein, also das volatilste Zeitfenster der Woche.
Denn da treffen dann die großen Börsenthemen aufeinander.
Von der Unternehmensseite legen dann nämlich Microsoft, Meta, Arm, Qualcomm, Apple und Amazon Zahlen vor.
Und von der Makroseite haben wir eine Fettsitzung, also die US-Notenbank, aber auch Wachstums- und Inflationszahlen aus Amerika.
Und damit wären wir auch schon bei den Terminen, lieber Eckhard.
Du fängst an.
Ja, da fange ich mal an.
Denn abgesehen von der FED stehen diese Woche auch die geldpolitische Entscheidung der Bank of Japan an, was für den Yen-Kurs immer von großem Interesse ist.
Und dann gibt es ja auch noch die Inflations- und BIP-Zahlen für Deutschland und für die gesamte Eurozone.
Und von den Unternehmen, da gibt es wirklich viel neben den vier Max 7 Titeln, die wir ja schon genannt haben, auch noch Robin, Hood, Seagate, Visa, Mastercard, Ford, Chevron, Exxon, Mobil, Linde, Boeing, UPS, Coca-Cola, Hilton, Appy, Starbucks, Coinbase, PayPal, Enphase, Procter & Gamble, Roku und Moderna aus Deutschland, Mercedes-Benz, Airbus, BASF, Deutsche Bank, Adidas, BMW, Europa, Shell, Unilever, Hermes und Kering.
Und aus Asien dann die...
vollständigen Zahlen von Esker Heinrichs, da gab es schon die vorläufigen.
Und gleich heute startet die Woche eben mit dem Börsengang in China, aber auch im IFO-Geschäftsthema-Index.
Und aus dem DAX hoch tief in Europa, AstraZeneca und LVMH kommt nach Börsenschluss.
Das wird so ein bisschen Stimmungstest für Luxus, China und den globalen Premiumkonsum.
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Das Thema des Tages.
Der Tech-Index Nasdaq 100, der liegt in diesem Jahr in Euro gerechnet rund 15% im Plus.
Das klingt nach einem ziemlich ordentlichen, aber auch ziemlich normalen Tech-Jahr.
Aber wie viele von euch leidvoll mitbekommen haben, war der Weg zu diesen 15% alles andere als normal.
Der Nasdaq 100, der lag Ende März zwischenzeitlich mal fast 6% im Minus.
Und dann folgte eine fast senkrechte KI-Rallye.
die den Tech-Index auf mehr als 20% brachte.
Jahresplus und seit Juni, da geht es wieder abwärts.
Also eine Art Achterbahnfahrt.
Wer nur Anfang und Ende der Achterbahnfahrt betrachtet, da sieht das wie eine ziemlich gemütliche Fahrt aus.
Aber tatsächlich war es eben was viel Wilderes.
Und nun ist die Frage, ob aktive Fondsmanager das geschafft haben, diese Achterbahnfahrt relativ smooth zu handhaben und vielleicht in den Abwärtsphasen ein bisschen weniger zu verlieren und in den Aufwärtsphasen ein bisschen mehr zu gewinnen.
Und ob sie eben rechtzeitig aus diesen ganzen etwas übersteigerten Trades rausgekommen sind.
Es gab ja teilweise auch so ein bisschen Crowded Trades, wie das im Angelsächsten so hieß.
Und genau darum soll es im Thema des Tages gehen.
Wir haben uns die Achterbahnfahrt mal angeschaut und 48 hierzulande erhältliche aktiv gemanagte Fonds analysiert.
Und da gleich mal die schlechte Nachricht vorweg.
Den einen Allwetter-Tech-Fonds, der in allen drei Börsenphasen gut performt hat, den gibt es nicht.
Aber immerhin haben sehr viele Fondsmanager unterm Strich den Nasdaq 100 seit Jahresanfang geschlagen.
Aber schauen wir uns die Fonds im Detail an.
Und da müssen wir sozusagen drei Ranglisten nehmen.
Die des ersten Quartals, die des zweiten Quartals und eine seither.
Angefangen haben wir mit der Liste vom Handelsblatt des zweiten Quartals, nämlich so eine Liste von Scope.
Die haben das veröffentlicht in der vergangenen Woche.
Und da lag ganz vorn der Neuberger Berman Next Generation Connectivity Fonds mit plus 64.
Das war der Bestgelaufene im zweiten Quartal.
Und dahinter kam dann gleich Jan Beckers BIT mit plus 63.
Dann der Polar Capital Global Technology 62 Prozent plus.
Und dann der Raiffeisen Hightech ESG 59 Prozent.
Wie gesagt, alles zahlen.
zweites Quartal.
Aber seitdem hat sich einiges verändert.
Der Philadelphia Semiconductor Index, der hat seit Ende Juni 17 Prozent verloren und darum besonders große Werte, zum Beispiel SK Hynix 33 Prozent verloren, Micron 20 Prozent verloren und das hat dann natürlich auch den Tech-Fonds zugesetzt.
Seit dem 30.06.
ist der Neuberger Fonds rund 13 Prozent runter, der BIT 12 Prozent runter, der Polar 11 Prozent runter und der Raiffeisen Fonds nur 7 Prozent.
Und damit haben sich die Positionen aus dem zweiten Quartal irgendwie komplett verändert.
Und jetzt bleibt die dritte Liste.
Das erste Quartal, in dem er der Iran-Krieg begann und der Nasdaq 100 in Euro 7 Prozent verlor.
Und in dem ersten Quartal schaffte der Polar Technologie Fonds plus 8.
Der Neuberger verlor 0,7 Prozent, der Reifeisen minus 3,8, aber der BIT minus 13,4.
Wenn man sich das mal anschaut, da liegen mehr als 20 Prozentpunkte zwischen den Fonds.
Ganz anders als im zweiten Quartal, da lagen die total eng beieinander und wirklich nur 4 Prozentpunkte Unterschied zwischen dem spitzen Quartett.
Und das alles lässt sich sehr gut erklären.
Zwischen April und Juni hielten alle dieselben Chip-Aktien.
Ja, und die liefen eben senkrecht.
Entschieden wurde das Jahr im ersten Quartal und seit dem Ende des zweiten Quartals.
Und wenn wir das jetzt alles anschauen, da liegt der Polar Capital Global Technology Fonds mit 57% plus im laufenden Jahr vorn.
Der Raiffeisen hat 42% gemacht, vor dem Neuberger mit 39% und vor dem BIT Global Technology Leaders mit 23%.
Und jetzt haben wir uns nochmal die langen Zeitraum angesehen, weil dieses Jahr ist ja nicht nur alles, sondern man kann ja auch mal auf drei und auf fünf Jahre Sicht angucken.
Wenn man sich das anschaut, dann führt der Polar mit analysiert 47 Prozent vor den BIT, mit 45 Prozent im Neuberger, mit 36 Prozent, wenn man drei Jahre analysiert macht.
Und wenn man jetzt aber fünf Jahre...
analysiert macht, ist die Reihenfolge die gleiche.
Aber die Abstände, die werden dann wieder etwas größer.
Der Polar hat dann 25% gemacht, der BIT 15% und der Neuberger 14%.
Jetzt werden euch wahrscheinlich die Zahlen so ein bisschen durch den Kopf gehen und wer unter der Dusche steht, der wird sich denken, so what?
Was wollen die denn hier?
Aber man kann so ein bisschen Muster daran erkennen.
Und das erste Muster ist, Drei Monate drehen sich komplett um.
Drei und fünf Jahre sagen dasselbe.
Je länger das Fenster, desto weniger bewegt sich die Liste.
Also man kann nicht sagen, langfristig ist es ein bisschen stabiler.
Ja und das zweite Muster.
Hält man jetzt die drei Jahres neben die Fünfjahreszahl, dann hält der Polar 52 Prozent seiner drei Jahres Performance.
Der Neuberger immerhin 40 Prozent, aber der BIT nur 34 Prozent.
Den Unterschied macht also das Jahr 2022, das im Fünfjahresfenster steckt und im Dreijahresfenster fehlt.
BRT hat 2022 gut 52 Prozent verloren.
Muss man auch mal schaffen.
Und das Interessante ist, dieselben Fonds, die 2022 am tiefsten verloren haben, die haben auch 2026 wieder verloren.
Und eben auch im ersten Quartal beziehungsweise seit...
Ende Juni.
Und das liegt an den Positionsgrößen.
Am deutlichsten kann man das am BIT sehen.
Der hat nämlich ein sehr konzentriertes Portfolio.
In den zehn größten Werten sind gut 50 Prozent des gesamten Fonds gehalten.
Der Polar geht da wesentlich weniger konzentriert vor.
Und was heißt das Ganze für euch?
Vergleicht Fonds über verschiedene Phasen?
Also insbesondere über solche, wo die Kurse gefallen sind?
Das trennt dann nicht selten die Spreu vom Weizen.
Und dann sollte man auch mal angucken, wie konzentriert solche Fonds sind und dann fragen, naja, das kann in guten Zeiten gut gehen, kann aber in schlechten auch schlecht sein.
Und das erklärt dann auch vieles der Performance.
Viele von euch erleben derzeit ja, dass Schwellenländer richtig gut laufen an der Börse.
Das stimmt zwar, ist aber auch nur die halbe Wahrheit.
Der breite Schwellenländerindex MSCI, Emerging Markets, der wird momentan vor allem von Taiwan und Südkorea getragen.
Die gelten nämlich bei MSCI noch als Schwellenländer.
Und dort sitzen vor allem die Chip-Hersteller und Komponenten-Lieferanten, die voll vom KI-Boom profitieren.
Lateinamerika ist dagegen ganz anders aufgestellt.
Dort dominieren nicht Halbleiter, sondern Rohstoffe, Energie und Banken.
Aber genau deshalb könnte die Region durchaus interessant werden.
Ja, zumal viele Aktien dort gerade historisch günstig bewertet sind.
Aber gehen wir erstmal noch einen Schritt zurück.
Jeder spricht ja derzeit über künstliche Intelligenz.
Viel seltener sprechen wir über Rohstoffe.
Aber Rechenzentren, Stromnetze, Elektroautos und die KI-Infrastruktur, die braucht vor allen Dingen eins, bevor es richtig losgehen kann, nämlich Kupfer.
Und bei Kupfer sitzt Lateinamerika auf einem Schatz.
Chile und Peru gehören zu den wichtigsten Förderländern der Welt und Mexiko befindet sich ebenfalls unter den Top Ten.
Und wenn KI weiter wächst, dann wächst auch der Bedarf an Stromleitungen, Kabeln und Infrastruktur.
Und damit sind wir, was die Aktien angeht, bei einem der wichtigsten Kupferproduzenten der Welt, Grupo Mexiko.
Ja.
Auf den ersten Blick ist das so wie eine lateinamerikanische Kopie der Bergbaukonzerne BHP oder Rio Tinto, die ja in London gelistet sind.
Aber Mexikos größter Bergbaukonzern, der verbindet seine Minenaktivität zusätzlich noch mit Logistikgeschäft.
Unter anderem betreibt die Grupo Mexiko da eines der größten Eisenbahnnetze Amerikas.
Damit ist es unternehmen, das mittlerweile auf eine Marktkapitalisierung von mehr als 100 Milliarden Euro kommt.
Nicht nur eine Wette auf steigende Rohstoffpreise, sondern gleichzeitig auf mehr wirtschaftliche Aktivität auf dem nordamerikanischen Kontinent.
Also auch so eine Art Reshoring-Play.
Und wo wir bei Infrastruktur sind, gehen wir noch einen Schritt weiter zu Stahl und damit zu Brasilien.
Und dort sitzt nämlich einer.
der Profiteure der Hosse gerade, das Unternehmen Wale.
Die gehören zu den größten und wichtigsten Rohstoffkonzernen der Welt.
Und Wale fördert wirklich gigantische Mengen an Eisenerz und zum Beispiel auch Nickel und liefert damit praktisch die Zutaten für den globalen Ausbau der Infrastruktur.
Insgesamt kann man sagen, dass die strategische Bedeutung der Region für die Versorgung der Weltwirtschaft mit Rohstoffen zunimmt.
Wer so glaubt, dass KI-Rechenzentren, Stromnetze und die Elektrifizierung weiter boomt, der landet früher oder später automatisch bei Bergbaukonzernen wie Wale und damit in Lateinamerika.
Es hat auch ein bisschen damit zu tun, dass die Länder dort sich aus Großmachtkonflikten auf globaler Ebene raushalten.
Die sind gewissermaßen blockfrei.
Aber apropos Rohstoffe, reden wir über...
Öl und Gas, was für ein Importland wie Deutschland ein Problem sein kann, nämlich die steigenden Energiepreise gerade.
Das ist für Lateinamerika tendenziell ein Vorteil.
Brasilien und Kolumbien gehören zu den wichtigen Produzenten der Region.
Und das heißt, steigende Energiepreise bedeuten dort häufig auch steigende Unternehmensgewinne.
Die lateinamerikanischen Börsen, die bilden damit eine natürliche Absicherung gegen geopolitische Konflikte.
Was Vale für Erz ist, ist Petrobras für Öl.
Der brasilianische Energiekonzern hat in diesem Jahr bereits stark zugelegt, rund 58 Prozent seit Januar.
Trotzdem wird die Aktie weiterhin sehr niedrig bewertet.
Wir reden hier über ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 4.
Tja, und obendrauf auf die 4 gibt es dann noch eine attraktive Dividende.
Zusätzlich zu den Kursgewinnen dürfen sich Aktionäre auf eine Rendite von...
Und 6% freuen ist ja auch mal was.
Steigende Gewinne, hohe Ausschüttung und gleichzeitig eine günstige Bewertung.
Das ist eine Kombination, die man wirklich noch selten findet.
Noch spannender könnte für zockige Anleger Ecopetrol sein.
Der Konzern ist Kolumbiens Powerhouse der Energieversorgung.
International steht Ecopetrol viel weniger im Rampenlicht als Petrobras.
Deshalb wird das Unternehmen von vielen Investoren schlicht übersehen.
Steigende Ölpreise wirken aber hier auch direkt auf die Gewinne und damit auf Dividenden und Kursentwicklung.
Allerdings gibt es da eine politische Komponente, die ihr bei den beiden Ölkonzernen, also auch bei Petrobras nicht übersehen solltet.
Bei beiden ist nämlich der Staatseinfluss groß.
Petrobas war ja in der Vergangenheit auch mal in einen gewaltigen Korruptionsskandal verwickelt.
Und bei Ecopestrol, da gehören fast neun Zehntel der Anzahlen dem kolumbianischen Staat.
Das hat die Aktie allerdings nicht daran gehindert, 2026 bereits fast drei Viertel zu steigen.
Das hat damit zu tun, dass der Markt auf einen politischen Wandel in Kolumbien setzt.
Nach der Präsidentschaftswahl hoffen viele Investoren auf einen wirtschaftsfreundlicheren Kurs und vor allem auch höhere Investitionen.
Entsprechend groß sind die Erwartungen an eine Rückkehr zu mehr Haushaltsdisziplin und auch marktwirtschaftlichen Reformen.
Die Fondsmanagerin Karin Kunrath von Raiffeisen Capital formuliert das so.
Das Land, also...
Kolumbien profitiert vom politischen Wandel, dem Wechsel zu wieder mehr konservativer Fiskalpolitik und der Aussicht auf höhere ausländische Direktinvestitionen.
Lateinamerika besteht allerdings nicht nur aus Minen- und Ölbohrinseln.
Gerade wenn man sich die Indizes anschaut, spielen auch Banken und Finanzwerte eine große Rolle.
Und da sind wir zurück bei Brasilien.
Dort stechen vor allem zwei Namen hervor.
Itaú Inubanco und Nu Holdings.
Unibanco ist so eine klassische Großbank.
Mit mehr als 55 Millionen Kunden gilt sie als das führende private Institut Südamerikas.
Und als brasilianischer Marktführer verfügt Itaú über eine dominierende Stellung und hohe Profitabilität.
Gleichzeitig profitiert das Geldhaus zunehmend von der...
Digitalisierung des Finanzsektors.
Und dann ist noch New Holdings.
Die kennt ihr ja von den Fondsmanagern Jan Beckers und Baki Irmak.
Aus dem einzigen Fintech-Startup ist einer der wichtigsten digitalen Finanzkonzerne der Welt geworden.
Das Unternehmen betreut inzwischen mehr als 135 Millionen Kunden.
Und trotz dieser Größe, der Börsenwert liegt bei rund 50 Milliarden Euro, legte der Umsatz zuletzt um rund 35 Prozent zu.
Und der Gewinn sogar um...
48 Prozent und gleichzeitig expandiert New Holdings erfolgreich von Brasilien nach Mexiko und Kolumbien und sogar nach Nordamerika.
Ja, und das ist in Lateinamerika auch deshalb aussichtsreich, weil die Region weiterhin als Underbank gilt, also eine vergleichsweise geringe Penetration durch Stringung mit Finanzdienstleistungen hat.
Und wenn Wirtschaft und Wohlstand wachsen in der Weltgegend, dann ist New Holdings ein wirklich interessanter Wert, um von dieser Entwicklung zu profitieren.
Und natürlich könnt ihr auch über ETFs in Lateinamerika investieren.
Da gibt es zum Beispiel die thesaurierenden Amundi MSCI Emerging Markets Latin America oder den ausschüttenden iShares MSCI Emerging Markets Latin America ETF.
Zu bedenken ist allerdings, fast 80 Prozent des Index entfallen auf die bei den größten Volkswirtschaften der Region.
Brasilien und Mexiko.
Ja, und die Risiken, die haben wir teilweise schon angesprochen.
Lateinamerika ist ein Kontinent oder Doppelkontinent, der immer wieder heftige politische Umschwünge, gerade auch nach links, erlebt hat.
Und das macht dann auch die Landeswährung anfällig.
Die leiden natürlich auch immer unter den Entscheidungen der amerikanischen Notenbank, weil die so einen großen Einfluss hat.
Zum Beispiel ein schwacher Peso oder ein schwacher Real, der hat schon so manchen Kurs der Aktien zunichte gemacht.
Das war alles auf Aktien.
Wir freuen uns immer über Feedback, deshalb schickt uns eine Mail an www.888welt.de oder hinterlasst uns eine Bewertung.
Ja, und da kam viel, richtig viel rein zur Samstagsfolge.
Und wenn ich die vielen Zuschriften auf den verschiedenen Plattformen mal zusammenfasse, lieber Chapits, dann ging es vor allen Dingen auch in eine Richtung.
Pip und Du, ihr kamt als Du richtig gut an und viele haben auch die Frage gestellt rundheraus, wann macht ihr, Pip und Du, endlich einen gemeinsamen, regelmäßigen Podcast?
Na, wie sieht es aus?
Das ist sehr freundlich.
Ich habe das auch schon festgestellt, dass es irgendwie ganz gut klappt.
Außer wenn wir in so politische Diskussionen abgleiten, dann ist der Erkenntnisgewinn für die Zuhörerinnen und Zuhörer nicht immer so groß.
Wir denken darüber nach.
Aber bevor wir jetzt darüber nachdenken, sollten wir schon mal an das nächste Wochenende denken, lieber Eckart.
Da wollen wir nämlich eine Samstagsfolge mal machen und da soll es um so ein bisschen Housekeeping gehen.
Im Sommer räumen wir uns ein bisschen auf und da wollen wir mal eure Fragen beantworten.
Da ist einiges liegen geblieben im Postfach.
Aber ihr könnt uns auch noch Fragen schicken, also einfach an triplee-at-welt.de.
Wenn ihr noch Fragen habt, die ihr von Eckart mir und von Lea beantwortet haben wollt, dann einfach.
schicken und dann werden wir die beantworten.
Und damit ihr dann auch die Antworten nicht verpasst, kann es natürlich nur heißen, abonniert uns, spricht über uns und empfehlt uns euren Freunden.
Wir hören uns dann morgen wieder ab 5 Uhr bei Welt und überall, wo es Podcasts gibt.
