# European AI Investment Strategy and Industrial Innovation

**Podcast:** Tech and Tales
**Published:** 2026-07-25

## Transcript

Tech & Tales.
Herzlich willkommen zur 90.
Folge von Tech & Tales.
Mein Gast heute ist Nicole Büttner und wir möchten über das Unternehmertum und ein bisschen das AI-Ökosystem in Deutschland und Europa sprechen, über Europa als AI-Standort und natürlich ein bisschen über die Politik.
Aber Nicole, stell dich doch einmal kurz vor.
Ja, herzlichen Dank für die Einladung.
Ich habe gerade überlegt, ob wir beiden mit 90 auch noch hier sitzen und uns über AI unterhalten.
Ich hoffe, dass Bea das erste Mal jetzt auf jeden Fall bei dir am Podcast.
Freue ich mich schon sehr.
Ja, ich bin Nicole.
Ich bin momentan Partnerin.
Ich habe einen Fonds gegründet, Berantix Capital.
Ich bin da eine der drei Partnerinnen im Fonds, investiere in europäische KI-Startups.
Ich habe vor sieben Jahren auch ein Implementierungs- und Beratungsunternehmen in dem Bereich gegründet, Berantix Momentum, das ich jetzt...
an ein wunderbares Management-Team abgegeben habe und Aufsichtsräte dort bin.
Ich habe also einen Blick, würde sagen, ich identifiziere mich so als Unternehmerin, ich baue Sachen aus dem Maschinenraum mit KI und bin aber auch sehr politisiert und beseelt davon und getrieben von der Frage, wie können wir KI hier in Europa und in Deutschland richtig rocken, viele Jobs bauen, ein Arbeitsleben und eine Gesellschaft bauen, die uns gefällt, an der Teilhabe möglich ist, in der wir...
unsere Kinder glücklich aufwachsen sehen und so weiter.
Von daher freue ich mich auf die Unterhaltung.
Ja, vielen Dank, dass du da bist.
Rasmus, dein Kollege, war auch schon bei uns tatsächlich, weil ihr seid einer der wenigen, finde ich, KI-Funds, beziehungsweise auch KI-Implementierungshäuser, die sich halten, böse gesagt, also die schon lange am Markt sind.
Und ihr habt gerade einen neuen Fund geclosed, also herzlichen Glückwunsch dazu, ist auch nicht mehr so selbstverständlich.
Wir sprachen gerade darüber, die Performance bei vielen Funds in den letzten Jahren war ja schwierig, das heißt, dass ihr einen neuen Fund geclosed habt.
spricht sehr für euch und ich habe Rasmus auch in Davos gesehen und da gab es das AI-House auch von der ETH mitgesponsert und das war ziemlich faszinierend.
Also ich saß da in einem kleinen Raum mit Jan Lecane und er sprach über sein neues Startup und so.
Also ihr seid so richtig krass am Puls der Zeit und deswegen wollte ich dich fragen, was siehst du momentan an Gründungen, also vor allem im AI-Bereich?
Schicken euch die Startups ihre Decks oder wie sieht es aus gerade?
Ja, also wir kriegen ganz viele Decks und die Frage ist sozusagen ja auch für jeden, Man sagt natürlich ganz viel Nein, bevor man mal zu einem Ja sagt.
Ich würde sagen, ich beobachte so eine Art Teilung des Marktes.
Also ich sehe ganz viele Decks, die sich mit, ich sage jetzt mal, mit besseren Procurement-Maßnahmen, mit besseren Abrechnungsmaßnahmen im Accounting Ich würde sagen so Optionierungscases, die natürlich jetzt die Möglichkeiten von agentischer KI nutzen, sich Workstreams anschauen und sich überlegen, wie können wir die schneller, kostengünstiger machen und so weiter.
Und davon sind sicherlich auch vieles gute Geschäftsideen, die besehlen mich jetzt persönlich als Investorin nicht so sehr, sondern ich finde es immer dann spannend und auch viel als Meritx Capital, wenn jemand wirklich so den Mut hat, einen Sektor ganz neu zu denken.
Ein dicke Brettbord.
Das soll jetzt nicht heißen, dass man da nicht auch viele große Probleme lösen muss als Unternehmer.
Das ist ja immer ein Abenteuer, auf das man sich begibt.
Aber ich sage jetzt mal, wie sieht eigentlich der Elektrizitätsmarkt aus in der Zukunft?
Wie kaufen zum Beispiel Unternehmen in Zukunft Elektrizität?
Und das sind dann Starbucks, die wir finanzieren, die zum Beispiel jetzt nicht darüber nachdenken, okay, wie kann ich den jetzigen Prozess, wie Unternehmen Energie kaufen, 10 Prozent schneller machen?
sondern sagen, okay, wir bauen jetzt einfach einen Energielieferanten, über den der Prozess ganz anders funktioniert und machen kein Workflow-Tool oder so zu Energy Procurement, sondern wir bauen einen Energie-Provider.
Das wird ein neuer Player im Markt.
Oder eben auch Fertilität, Fertilitätsklinik.
Bauen wir, ist eine Gründerin im Portfolio, OVOM, die das baut.
Also die sagt sich, es gibt natürlich die eine Route zu sagen, wir machen ein System, was den bisherigen Betrieb irgendwie besser macht.
Oder eigentlich müssen wir anders drüber nachdenken, über IVF-Behandlungen, weil das so viele Menschen betrifft.
Und wir wollen eigentlich, dass es für jeden auch finanzierbar ist und bezahlbar ist, so eine Behandlung zu machen, weil es ist ja momentan wirklich auch sehr teuer, sehr emotional charged und so.
Da eben jetzt zu schauen, wie können wir KI nutzen, Menschen ganz anders zum Familienglück zu verhelfen zum Beispiel.
Das finde ich total spannend.
Und das sind, sage ich jetzt mal, so diese dicken Bretter.
Das kann auch Photon-Chips sein oder andere Themen, die wirklich so sagen, nee, wir müssen es nochmal ganz anders bauen.
Aber wo kann man bei Fertilitätstreatments, wo kann man denn da KI nutzen?
Also vielleicht dumme Frage, aber ich habe keine Ahnung.
Ja, also ich würde sagen so auf dreierlei Arten.
Also leider ist es ja so, wir haben uns ja auch schon öfter darüber unterhalten, wie das ist mit Gesundheitsdaten, wird das Thema Fertilität ganz oft als Frauenthema betrachtet und auch nicht so sophistiziert von der Datenlage.
Also das ist oft so ein Age-Tiering, was stattfindet.
Also grob gesagt, die Leute sagen dir halt bis 30, pass auf, dass du nicht schwanger wirst und ab 30 hörst du nur noch, oh, jetzt geht deine Fertilität runter.
Aber die individuelle Betrachtung sozusagen, was ist deine Chance, mit deinem Partner schwanger zu werden, die wird so genau nicht beleuchtet.
Und das liegt eben auch oft daran, dass die Daten gar nicht da liegen.
Das geht schon in die Datenerhebung.
Da sind ganz verschiedene Labore immer involviert.
Also wie macht man das einheitlicher?
Wie erhebt man die Daten und kann dann diese Fertilitätschance und die Wahrscheinlichkeit erhöhen im Treatment?
um eben eine erfolgreiche Schwangerschaft zu haben.
Und dann geht es zum Beispiel auch über Emotional Companionship.
Also diese Reise in der Fertilitätsklinik ist echt einsam.
Das ist auch oft von Nicht-Erfolg.
Da sitzen Frauen, die müssen sich alleine irgendwie spritzen, im Bauch rammen, sitzen da natürlich mit irgendwie Angst und Zweifeln.
Dann ist es nicht erfolgreich.
Also es ist auch für das Paar und die Familie echt eine schwierige Reise.
Und da ist natürlich das ganze Thema.
Also in der traditionellen Fertilitätsklinik läufst du rein.
Du machst ein Treatment und dann kriegst du ein paar Wochen später oder Monate ein Fragebogen, hat es dann geklappt?
Oder halt, du kommst halt zum nächsten Termin, weil es nicht geklappt hat.
Also ich sage es mal vereinfacht, das ist dann so die Patient Journey.
Und das Dritte ist natürlich, das hat natürlich auch eine Produktivitätskomponente in so einem Brick-and-Mortar-Business.
Wie kannst du die sehr knappen Arbeitskräfte in dem Sektor...
möglichst gut nutzen?
Also wie kannst du dafür sorgen, dass eben eine Fachperson möglichst viele Treatments machen kann, dass die Economics auch stimmen?
Also diese ganze Experience, Termine, wie man sich das vorstellt, ja, aus der One-Click-Perspektive als User, wenn man jetzt so an seine Arztbesuche denkt, da haben wir doch noch ein bisschen Spielraum.
Okay, krass.
Glaubst du aber, haben die eine Chance zu competen mit den USA?
Sind die competitive genug, beziehungsweise Werden wir nicht komplett durch die gesamte Regulatorik, Datenschutz und so weiter daran gehindert?
Oder meinst du, das ist eine reelle Chance tatsächlich?
Das ist tatsächlich eine reelle Chance, wenn ich mir auch die Modelle anschaue, die die gebaut haben.
Wir haben ja erste Kliniken gebaut.
Das kriegen die hin, weil die natürlich den Konsent auch von den Patienten einholen dafür.
Also das ist ja dann auch wichtig.
Und das sehen wir ja auch bei medizinischen Use Cases sehr.
sehr häufig, das ist ja so ein Paradoxon, dass oft eher die gesunden Menschen sich dagegen wehren, Daten zu teilen.
Menschen, die ein wirkliches Anliegen und Leiden haben oder jetzt in dem Fall einen starken Kinderwunsch, die sind sehr oft bereit eben zu sagen, hey, bitte nutzt meine Daten und helft mir bei dem Thema, löst das für mich.
Wenn Daten dabei helfen, bitte.
Das sieht man ganz oft auch so bei Patienten, Patient Advocacy Groups und so, die dann für eine ganz seltene Erkrankung oder so weiter ernten.
diese Reise total schwierig ist.
Also da kann man sich Konsent holen.
Und ich glaube, dass die Krux ist sozusagen auch vielen anderen Menschen, deren Daten auch spannend wären, auch davon zu überzeugen, dass man ein vertrauenswürdiger Anbieter ist und so weiter.
Und das ist natürlich etwas, was schwieriger ist.
in Deutschland als jetzt an anderen Standorten.
Man müsste eigentlich daraus, das ist ja analog zum Organspenden, weißt du?
Das ist ja immer so, dass sobald man den Leber braucht, setzt man das Häkchen bei der Spende und vorher eben lange nicht.
Eigentlich müsste man daraus auch ein Start-up machen, aber ich bin mir nicht sicher, dass man das ethisch oder rechtlich irgendwie abbilden kann, weil es ja kein Markt ist und man strikt nach diesen Prioritätslisten geht.
Aber für mich stellt sich immer die Frage, was können wir quasi in Europa tun, weißt du?
Oder auch, was können wir in Deutschland tun, damit wir, ich hasse diesen Ausdruck, den Anschluss nicht verlieren und so weiter.
Das glaube ich gar nicht mal.
Ich persönlich glaube, diese ganzen Modelle werden zu Commodity und so weiter.
Aber das ist ja nicht die einzige AI.
Also das heißt, wir haben ja schon, wir haben mehr Exzellenz, glaube ich.
Und wir haben auch mehr gute Leute, als uns immer bewusst ist.
Wenn man die Nachrichten anmacht in Deutschland, finde ich, ist es immer ein bisschen...
Und ich glaube nicht, dass es so schlimm ist, wie es gezeigt wird sozusagen.
Aber was ist deine Sicht der Dinge, wie wir quasi in Deutschland weiter, also gerade AI-seitig, schneller vorankommen können?
Ich finde, wir müssen erstmal eine Entscheidung treffen.
So Fortschritt ist kein Zufall, sondern Fortschritt ist eine Entscheidung.
Und das ist eine Entscheidung, die wir mal treffen sollten auf dem Kontinent Europa, dass wir das wollen und dass das gut für uns ist und dass davon alle in der Gesellschaft profitieren.
Und ich habe manchmal das Gefühl, dass es daran schon scheitert.
Und wir sozusagen dann die Regulierungskeule rausholen und sagen, jetzt müssen wir das aber erstmal alles, das könnte ja auch alles ganz gefährlich werden.
Und dann kommt die Regulierungskeule und die ist dann leider auch noch schlecht.
Und dann haben wir sozusagen so einen AI-Act, der so zum Totengräber europäischer Innovation wird.
Nicht dadurch, dass er Sachen verbietet, sondern eigentlich fast noch eher dadurch, dass er lähmt, nämlich diese Ungewissheit erzeugt.
Und solange wir halt KI, Nur als Bedrohung-Frame bauen wir Zäune statt Fabriken.
Und Angst ist einfach eine schlechte Industriepolitik, meiner Meinung nach.
Das müssen wir drehen.
Und klar, dann haben wir Infrastruktur, Kapital.
Wir unterhalten uns über Computemöglichkeiten.
Wir unterhalten uns über Kapitalzugang und kann man hier groß raisen.
Aber ich glaube, ganz entscheidend ist, wir müssen uns entschließen.
Das muss eine Entscheidung sein.
Und da müssen wir auch schnell handeln und nicht nur...
in Arbeitskreisen rumsitzen und uns in die Augen schauen und irgendwelche Sachen beklagen, sondern einfach machen.
Wirklich machen und die Leute, die machen wollen, auch machen lassen.
Ja, absolut.
Ich meine, der Blick geht natürlich auch immer nach China.
Ich meine, China released ein Modell nach dem anderen.
Ich frage mich immer, ob das irgendwann der wirtschaftliche Tod des Westens ist, weil die natürlich die sehr potenten Modelle basieren höchstwahrscheinlich auf den existierenden amerikanischen Modellen, weil die natürlich zum Dumpingpreis raushauen werden.
Ich glaube, irgendwann werden die auch Compute, in China werden sie sicherlich Chips irgendwann haben und so weiter.
Es wird alles, also ich glaube, dass...
mit der Form von AI aus Amerika irgendwann kein Geld mehr zu verdienen ist, sozusagen.
Das heißt, die sind natürlich noch weiter voran, aber Deutschland muss, wie du sagst, wir müssen versuchen, dass wir vor allem der neuen Generationen keine Steine in den Weg legen, sozusagen.
Ich finde es halt wahnsinnig schwer, da irgendwie voranzugehen.
Was sagen denn die Gründer, wenn du mit denen sprichst?
Haben die zwischen, also wenn sie sich in die USA, also zwischen USA und China so ein bisschen orientieren, wenn sie gucken, haben die dazu eine Meinung auch?
Also wie sehen die das?
Sind die alle mal mit dem Fuß schon in den USA oder meinst du, die bleiben?
Also ich sehe das bei uns im Portfolio, dass viele bleiben, auch weil sie die Marktnähe brauchen, auch in Gebieten, die in tiefe industrielle Prozesse reingehen und da auch große Chancen für sich sehen, auch große Absatzmärkte.
Aber ich würde sagen, die Orientierung nach den USA, also der Delaware-Flip, ist deutlich häufiger, als jetzt sich zu überlegen, nach China zu gehen.
Das würde ich schon sagen, dass das eher das Standardmodell ist.
Gründer, die sich jetzt ersthaft überlegen, nach China zu gehen, weiß ich nicht, ob ich solche kenne.
Sondern es ist immer sozusagen die Orientierung nach den USA.
Weißt du was, ich mache nämlich im November, gehe ich auf eine Bildungsreise.
Meine Trips im Jahr sind immer so Bildungsreisen.
Und ich fahre nach China und ich bin super excited.
Ich freue mich sehr.
Ich finde es ganz interessant, weil jetzt auf einmal der Blick des Westens sich Richtung Osten wandelt, muss ich sagen.
Also ich kenne einige, die diese Reisen nach China machen und sich dort irgendwie Tencent und Alibaba und so weiter angucken.
Und ich werde das auch machen.
Also ich bin auch super interessiert, um zu sehen, was da passiert.
Weil in Deutschland habe ich immer das Gefühl, wir befassen uns halt auch so ein bisschen zu viel mit uns selbst.
Ich meine, du warst in der Politik selber.
Wie hast du das wahrgenommen?
Du warst bis Mai Generalsekretärin der FDP und bist dann bis jetzt nicht mehr dabei.
War das ein harter Cut sozusagen?
Also warst du erleichtert oder hast du das Gefühl, du konntest was ausrichten da?
Also Kontext, ich bin immer noch in der FDP dabei und auch noch im Bundesvorstand, aber das ist ein ganz anderer, also es ist ein sehr großer, auch zeitlicher Aufwandsschritt zurück in die zweite Reihe sozusagen der Parteiführung.
Ich war ein Jahr Generalsekretärin in einer Zeit, in der die Partei natürlich aus dem Bundestag geflogen war, viel zu sehr wahrscheinlich auch mit sich selbst beschäftigt war, was verständlich ist in so einer schmerzhaften Phase, aber vielleicht nicht so dienlich.
Vielleicht für die Wähler nicht so interessant, ich sage es mal so, oder für die Bürger.
Das heißt, ich hätte natürlich gerne noch mehr ausgerichtet.
Ich habe ehrlich gesagt auch Respekt gewonnen vor der Politik im Sinne von, wie sozusagen auch Stakeholder-Alignment funktionieren muss.
Es sind schon auch andere.
Randbedingungen, unter denen man operiert, immer unter dem Blick der Öffentlichkeit.
Also was wir so machen in Startups, dass wir mal eben ungare Vorschläge rausschicken und teilen und dann gibt jeder seinen Senf dazu und dann wird das so, das ist ja in dem politischen Raum sofort ein Leak.
Das passiert ja nie wirklich in einem sicheren Ort, sondern das ist dann immer sofort in der Presseöffentlichkeit.
dann ist das natürlich per Definition nicht der perfekte Vorschlag.
Und dann beschäftigt man sich erst mal damit, dass der zerrissen wird, anstatt sich damit zu beschäftigen, diesen Vorschlag besser zu machen.
Und nur eine von vielen Dingen, die einfach anders sind im politischen Betrieb, das muss man immer mitdenken.
Und dann versteht man auch, warum dieser hoch innovative Charakter...
die man im Start-up, im Investmentbusiness, das, was wir so machen, dass das dort anders aussieht.
Leider.
Ich fände es gut, wenn das möglich wäre.
Man muss sich vielleicht auch die Politik und auch die Parteien fragen, wie sie das hinkriegen können.
Das schaffen ja auch andere Organisationen, das zu machen.
Aber das war so eine Beobachtung.
Und ich glaube, da sind verschiedene politische Bretter zu bohren jetzt die nächsten Jahre.
Also das eine ist mal, wie gesagt, diese Entscheidung wirklich auch Technologie.
Also dieses Wettrennen.
anzunehmen und anzuerkennen, wir sind in einem Wettrennen und wir müssen verdammt schnell laufen.
Das wird jetzt ein wirklich harter Sprint, da mitzulaufen.
Und das müssen wir wollen, weil sonst werden wir das nicht hinkriegen.
Das müssen wir wollen, diesen Sprint um Wertschöpfung, um Innovation, um Firmen, die hier auch gebaut werden und die hier bleiben.
Und das übersetzt sich dann halt, also politisch kannst du jetzt überall ansetzen.
Bürokratie, die ganzen Regeln.
Ich habe immer noch ein Startup, sitze ich im Board, im Portfolio, die warten seit Februar auf ihre Umsatzsteuernummer oder so.
Das sind dann so diese Kleinigkeiten, wo du dich natürlich, die verhindern, dass du Verträge unterschreibst mit deinen Kunden.
Weil das brauchst du für den Vendor-Onboarding-Prozess zum Beispiel.
Ja klar, aber wie ändern wir das konkret?
Ich meine, wir können Volt wählen oder so.
Aber was kann konkret gemacht werden?
Ich finde, am schlimmsten ist halt diese Ohnmacht.
Ich weiß es selber nicht.
Wenn ich mir die politische Lage momentan angucke, dann denke ich so um Gottes Willen.
Aber was können wir tun?
Ich bin in meinem Latein-Tabfall auch am Ende.
Ja, also ich finde, diese Versicherungsmentalität müssen wir eben ablegen, weil ganz viele der Regeln, die wir geschaffen haben, und dieses Regelwerk ist ja so dicht, dass sogar Leute in Behörden und Ministerien nicht mehr durchblicken, natürlich unglaublich lehnt.
Das hat sich wie ein Korsett über unser Land gelegt und keiner kann darin mehr agieren.
Das muss weg, aber das muss natürlich auch heißen, dass wir als Gesellschaft insgesamt etwas risikobereiter werden.
Weil klar, also das fängt beim Bauantrag an, wenn ich sage, hey.
wenn du innerhalb von drei Monaten keine Baugenehmigung hast, dann kannst du halt die Dachgaube ausbauen.
Das wäre so ein ganz Low-Level-Beispiel.
Heißt aber auch, wer haftet denn dafür?
Das muss dann das Architekturbüro machen oder der Bauträger, weil da ist dann kein Stempel vom Amt drauf.
Also das sind ja all diese Fragen.
Also Risikobereitschaft, ein Block, da müssen wir ran und dazu müssen wir bereit sein.
Ich glaube, ohne geht das nicht.
Ohne Risikobereitschaft können wir auch nicht diese großen Würfel machen.
Das wird nicht passieren.
Das Zweite ist, Ich finde, es hat sich schon auch ein bisschen leistungsfeindliches Narrativ eingeschlichen bei uns.
Also momentan ist ja ganz viel der politischen Debatte geht ja nicht darum, hey, wie cool, dass ihr erfolgreiche Unternehmen baut.
Wie können wir euch helfen?
Sondern hinterzieht ihr gerade Steuern?
Herr Klingmal hat gerade gesagt, da sind der Porsche und die Rolex weg.
Ich war so ein bisschen geschockt.
Ihr müsst jetzt mal auch einen Beitrag leisten, einen fairen.
Ist so bei den Grenzsteuersätzen, die wir uns anschauen für die Leute.
Echt so ein bisschen harter Schlag ins Gesicht, denen dann zu sagen, quasi ihr leistet gerade noch keinen Beitrag.
Und da müssen wir auch sagen, hey, wir wollen euch und wir wollen auch, dass es euch hier gut geht.
Und wir wollen eigentlich, dass möglichst viele Menschen erfolgreich werden, hier ökonomischen Unternehmer.
Was können wir für euch tun und nicht, wie können wir euch besteuern, bestrafen, beschimpfen?
Und das eher mal umdrehen und hat auch zu überlegen, wie können dann auch Kapitalsammelstellen auch für Rente und andere Sozialversicherungssysteme partizipieren daran?
Also wie kann denn das Geld, wenn wir das Kapital decken, für uns alle arbeiten?
Also Vorbild aus nordischen Staaten von so Sovereign Wealth Funds, Staatsfonds, die dann einfach für die gesamte Bevölkerung arbeiten.
Wie cool ist das denn?
Also ich könnte jetzt noch stundenlang weiterreden.
Nein, aber ich weiß, dass es überhaupt, für mich ist es absolut absurd, dass es überhaupt zur Debatte steht, dass wir diese vermeintliche Aktienrente diskutieren.
Ja, wenn wir gucken, wie es momentan strukturiert ist, so partizipiert die Strukturierer am meisten.
An diesen Renten, ja.
Das heißt, wenn man mal, ich habe selber diese Rüro-Priester, alle Variationen, die es gibt.
Wenn ich mir anschaue, dass die ersten fünf Jahre erstmal derjenige partizipiert, der mir das verkauft hat, finde ich es bedenklich, mehr als bedenklich.
Aber den meisten, denen fehlt die basic finanzielle Bildung, um das zu verstehen.
Das ist Nummer eins.
Und ich finde Nummer zwei, die Gehälter in Deutschland sind wahnsinnig niedrig.
Im internationalen Vergleich, also ich meine jetzt, wenn wir unsere Nachbarn Schweiz und so weiter angucken sowieso, aber der Grund tatsächlich, warum auch Beratungen und so weiter so erfolgreich sind oder auch notwendig sind.
Ich meine, wenn du dir die großen Beratungen anguckst und wir beide wissen, wovon wir sprechen, dann sehen wir, dass die in den gesamten Unternehmen notwendig sind, weil die Leute, die da arbeiten, halt ein kleines bisschen kompetenter sind, weil sie ein kleines bisschen mehr bezahlt bekommen.
Oder vielleicht nicht kompetenter sind, aber die kriegen einfach mehr bezahlt.
Das heißt, die arbeiten länger und deswegen brauchen die Unternehmen sie.
Und ich finde es so unfassbar, wie wenig letztlich, und deswegen schaffen es die Deutschen auch nicht, große Vermögen aufzubauen.
Und deswegen gibt es auch zum Beispiel bei den Frauen diese Diskussion der Altersarmut.
sehr viele verschiedene Faktoren.
Aber ein Fakt ist definitiv, dass auch gerade Frauen zu wenig bezahlt bekommen.
Und das ist grundsätzlich.
Wir haben eine wahnsinnig niedrige Eigentumsquote.
Natürlich haben wir eine Rente, die auch in diesen Studien immer nicht inkludiert wird.
Aber grundsätzlich ist das ein Fakt, den ich nicht verstehe.
Also im Vergleich zu A und A nicht und grundsätzlich nicht.
Und ich würde jetzt schon nochmal sagen, dass die hohe Steuerquote und die hohe Abgabenquote da auch ihren Anteil leisten.
Ich finde, das ganze Thema Steuern und Abgaben wird immer nur sehr punktuell diskutiert.
Da geht es nie um die ganze Systematik.
Und ich muss halt sagen, wenn wir nur einseitig Steuererhöhung diskutieren, da bin ich halt nicht dabei.
Da könnte ich mich rausnehmen.
Aber wenn man sagt, hey, zum Beispiel, wir finden es total gut, die Einkommenssteuer prinzipiell drastisch zu senken, damit genau dieser Vermögensaufbau möglich wird für alle, die arbeiten, dass halt mehr ankommt davon und du das aufs Sparkonto legen kannst und selber überlegen kannst, dafür das ausgibt, das wäre total gut.
Und dann schauen wir uns andere Steuerarten an, diskutiert.
Wir haben ja schon eine Erbschaftssteuer und andere Steuern.
Und schauen das aber als System an und nicht immer so einseitig.
Nächste Fehlenarrativ finde ich, dass der Staat zu wenig Geld hat.
Davon bin ich überhaupt nicht überzeugt.
Sondern ich glaube, das Geld wird einfach für die falschen Sachen ausgegeben.
Wenig für Produktivität und halt viel in Umverteilung in sozialen Systemen.
Don't get me wrong, ich finde, diese Systeme braucht es.
Ich bin auch nicht für den Anarchokapitalismus, sondern für eine liberale Marktwirtschaft, die auch sozial ist.
Aber da muss es halt was dazwischen geben.
Und wenn es sich halt einfach nicht mehr lohnt, dann sagen sich halt die Leute, was, dann gehe ich wohin, wo es sich lohnt.
Klar.
Und ich meine, das ist natürlich das Nächste.
Und ich würde es sehr schade finden, weil ich mag dieses soziale System in Deutschland.
Wir schaffen es, eine breite Masse zu bilden.
Das schaffen andere Staaten nicht.
Also wenn ich in die USA gucke, da gibt es eine sehr dünne Schicht an sehr gebildeten Menschen und halt eine breite Masse.
In den USA ein Drittel der Amerikaner kann nur so gut lesen und schreiben wie ein zehnjähriges Kind.
Das ist natürlich auch nicht die bessere Idee.
Oder auch dieser American Dream.
Ich glaube, es ist fast wahrscheinlicher inzwischen im Lotto zu gewinnen, als irgendwie vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden.
Ich persönlich halte das System, in dem wir aktuell sind, dass es überholt.
Und wenn ich persönlich nur ein Ding ändern würde, dann wäre es eben diese vermeintliche Altersvorsorge.
Aber ich hatte letzte Woche einen Gast tatsächlich darüber, der sehr großer Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens ist.
Am Anfang, ich habe das vor Jahren noch für eine totale Spinnerei gehalten.
Inzwischen sind ja die ganzen Tech Bros, weißt du ja auch, der Sam Ortman und so weiter, die haben selber Experiment oder Studien in Auftrag gegeben, um das zu vertesten, weil natürlich in Verbindung mit der Robo-Steuer ist es sonst irgendwann nicht mehr darstellbar, weil die Leute nicht mehr genug Geld verdienen werden, möglicherweise, weil die ganzen Systeme, Roboter, wie auch immer die Arbeit machen.
Aber hast du dazu eine Meinung?
zum bedingungslosen Grundeinkommen und dazu sei davor gesagt, und zwar anstatt dieser gesamten Zahlung Payments, die es vom Staat gibt.
Also es gibt ja, ich weiß auch immer, Kindergeld und Renten und Zuschüsse und lalalala.
Wenn man das einmal nivellieren würde, was würdest du davon halten?
Also jetzt bin ich keine Expertin auf dem Thema.
Ich glaube...
Ich glaube, das ist total relevant, erst mal so aus der Makrosicht zu überlegen, wie sieht denn dann Umverteilung aus und wie können auch soziale Sicherungssysteme finanziert werden in einer Welt, in der vielleicht, das wissen wir auch nicht, Einkommen sich konzentrieren auf wenigen Menschen oder wenigen Firmen oder womöglich viel Wertschätzung bei Maschinen liegt.
Also absolut, das ist total legitim.
Ich finde in Deutschland das eine Anliegen, das sozusagen Bürokratie ärmer zu machen, erst mal total richtig.
Weil momentan ist es ja so, was haben Sie gesagt, 500 Sozialleistungen gibt es in Deutschland oder so?
Also keine Ahnung, ich weiß nicht, ob ich überhaupt drei zusammenkriege.
Aber 500 Sozialleistungen, was für ein Dschungel.
Das zu navigieren alleine, also kann ja gar nicht anders sein, als dass das unglaublich ineffiziente Kosten hat.
Und das Anliegen, wenn ich das richtig verstehe, beim bedingungslosen Grundeinkommen, ist ja tatsächlich zu sagen, okay, diesen ganzen Apparatschick, das schenken wir uns, weil wir einfach sozusagen was ausschütten.
was bedingungslos ist, weil es eben nicht an Bedingungen getrüft ist, die dann in der Bürokratie geprüft werden.
Dieses Anliegen finde ich ehrlicherweise gut, weil man halt dadurch ganz viel Bürokratie vermeidet.
Wie das sozusagen im Incentive funktioniert, dass Leute dann auch tatsächlich sich hart anstrengen, also dass quasi jeder, das muss man glaube ich prüfen.
Prinzipiell würde ich sagen, ich bin so ein, ich bin optimistisch, ich glaube an Menschen.
Ich würde sagen, Die Leute versuchen eigentlich ihr Bestes an der Stelle, an der sie sind.
Also ich hätte erst mal dieses Vertrauen.
Da sind aber vielleicht dann diese Studien auch interessant und auch relevant, um zu sehen, ob das funktioniert.
Weil auf der Care-Seite hat halt auch diese harte Harz-Reform, die wir gemacht haben, hat halt auch funktioniert.
Und das ist ja quasi das Gegenteil gewesen, weil das ja ein sehr harter Einschnitt war, um die Leute stark zu inzentivieren, wieder in den Job zu kommen.
Aber ich glaube, all das ist eigentlich...
Ich will es nochmal betonen, all das ist irrelevant, sich darüber zu unterhalten, wenn wir hier keine Wertschöpfung mit KI hinbekommen in Europa.
Weil diese ganzen Verteilungstragen, die sind total wichtig.
Ich bin auch total dabei, dass wir uns hier stellen.
Aber wenn wir hier keine Wertschöpfung mehr haben und keine Firmen mehr haben, dann brauchen wir uns darüber keine Gedanken machen, weil dann halten wir nur die Kreditkarte hin.
Ja klar, absolut stimme ich dir zu.
Das würde halt bedeuten, dass die gesamten großen deutschen Unternehmen, Industrie und so weiter, Pivots hinlegen, beziehungsweise in irgendeiner Form schaffen, mit AI Wertschöpfung zu generieren oder zu erschaffen.
Was wiederum, ich meine...
Und der größte Case, von dem alle immer sprechen, sind hochspezialisierte, kleinere Modelle.
Das heißt, die sagen alle immer, ich sag's auch, aber die Daten, die wir in Deutschland haben, könnte man sehr gut dafür nutzen, um eben hochspezialisierte Modelle zu bauen, die dann so ein bisschen Maschinenbau 2.0, Vorsprung durch Technik und so weiter sind.
Also, in der Theorie stimme ich dem überein, aber siehst du das in der Praxis irgendwo?
Ich warte halt darauf und ich bin mir nicht 100 Prozent sicher, dass das tatsächlich ein Case ist, den wir verfolgen können oder sollten, beziehungsweise der irgendwas bringen würde.
Ich denke schon.
Also ich denke sozusagen, Europa muss ja auch gar nicht das nächste Silicon Valley werden, sondern es muss eben das Europa werden, das eine industrielle Tiefe in KI übersetzt, bevor es andere tun.
Weil die sind natürlich auch auf der Reise dahin, also in China und in den USA.
Und dieser Vorsprung, irgendwann ist der Null.
Also wir dachten ja auch irgendwann mal genau, dass Maschinenbau nur in Deutschland geht.
Guess what?
Funktioniert auch an anderen Standorten.
Ich glaube sehr daran, auch als Investorin, dass sozusagen auch vertikale Integration schon ein Vorteil sein kann.
Und zwar auch diese Messi-Integration in die physische Welt hinein.
Und da sind natürlich viele Fertigungsprozesse in Deutschland und Europa, die in diese Welt hineinragen.
Ich finde, die eignen sich schon dafür.
Datenvorteile systematisch aufzubauen über Zeit, besseres Verständnis, also auch bessere Performance, weil das ist ja das, was am Ende dann zählt.
Also es ist ja schön, wenn es europäisch ist, das Modell, aber wenn es halt Mist ausspuckt, dann wollen die Leute das nicht.
Und wir sehen eigentlich schon, dass die Startups, die sich tief integrieren in die Arbeitsprozesse und auch das Gutverstehen von Firmen, dass das auch die sind, die erfolgreich sind.
Und mal anders betrachtet, das sehen wir ja quasi jetzt auch gerade bei den Tech-Giganten.
die bauen gerade alle Implementierungsfirmen auf, weil genau das das fehlende Stück ist, was eben nicht funktioniert, wenn du einfach ein allgemeines Modell in eine Firma bringst.
Ja, da sind halt ganz viele Arbeitsprozesse und ganz viele Menschen mit unterschiedlichen Incentives und dadadadada, also was wir alles kennen aus Unternehmen.
Und dieses Verständnis und dieser Übersetzungslehrer, da fehlt natürlich so einem Fade-Modell.
Und das muss man eben aufbauen.
Ich finde, es spricht viel dafür, dass das funktioniert.
Und wir sehen das auch bei Unternehmen bei uns im Portfolio.
Also wenn ich mir jetzt zum Beispiel anschaue, ein Revel 8, die machen das in Cyber Security oder ein Delta, die sind auch in der Fertigungsoptimierung und Automatisierung drin.
Dann sieht man das schon auch an der Modellperformance.
Maybe I'm hopeful, also dass es zukünftig funktioniert.
Ich glaube halt tatsächlich, dass die Deutschen, also kulturell und auch von der Ausbildung her, sind wir sehr auf Perfektion sozusagen getrimmt.
Weniger auf, lieber, dass es fertig ist, als dass es perfekt ist.
Und ich glaube halt, was...
Die Chance, die wir haben, ist, dass wir die existierenden Sektoren mit jungen Unternehmen, mit Startups disruptieren können.
Also ich glaube halt, dass unsere Chance in der Schaffung von Werten sozusagen ist, dass wir das kleinere, schnellere Unternehmen eben die existierenden Sektoren irgendwann übernehmen werden.
Ich bin mir nicht sicher, inwieweit diese großen Transformationen irgendwann wirklich funktionieren werden.
Also man muss das auf jeden Fall probieren, weil da ja immense Werte auch dahinter stehen.
Da stehen jede Menge Arbeitsplätze dahinter, da stehen Existenzen und eben wirtschaftliche Power sozusagen.
Das heißt, auf keinen Fall sollten wir unsere großen Leuchttürme aufgeben.
Und gleichzeitig, glaube ich, müssen wir unbedingt versuchen, dass wir eben, dass wir diese Speedboats bauen, die, wie du sagtest auch, ich meine, die baue ich im Portfolio sind und so weiter, die eben diese großen Sektoren aufbauen, weil wir haben das Know-how.
Also ich meine, wenn wir uns diese ganzen Maschinenbauer angucken, dann sind die da.
Nur, ich habe Unternehmen gesehen, in denen haben ältere Ingenieure quasi standen neben den Maschinen und haben am...
Ticken der Motoren gehört, wie viele Umdrehungen die noch haben.
Tick, tick, tick, ja, da hat noch zwei und dann tick, tick und dann war es vorbei.
Stell dir mal vor, diese ganzen Ingenieure gehen irgendwann in Rente.
Ich meine, wir haben einen Wasserkopf in unserer Demografie.
Das heißt, die werden irgendwann nicht mehr da sein und die müssen wir alle mit AI ersetzen.
Auch deren Wissen müssen wir, dieser Wissenstransfer ist auch eines der größten Probleme, das wir haben.
Und das wird, glaube ich, noch gar nicht, dem wird noch gar nicht Rechnung getragen.
Ja, auf jeden Fall, das sehe ich auch so.
Ich glaube, auf jeden Fall, dass das, und das ist auch, ehrlich gesagt, bei uns, wenn wir an die Implementierung denken, bei Merantik Momentum, das waren ganz viele Geschäftsführer, die kamen und sagten quasi, kannst du mir Hugo, Karin und Peter bitte irgendwie, kannst du deren Gehirne bitte in irgendeinen Algorithmus packen?
Ja.
Die sind weg in zwei Jahren und dann weiß ich nicht mehr, wie ich.
Auch ein Startup und Portfolio ARC, die machen Dispositionen in der Logistik.
Das ist ein unglaublich anstrengender Job, weil es kann halt unglaublich viel schief gehen in der Transportdisposition.
Sehr repetitiv und ganz viele Leute, die das halt gut können, sind genau in dieser Altersklammer, die bald in Rente gehen.
Yes, also am Ende meiner Folgen frage ich meine Gäste immer nach einer Buchempfehlung.
Jetzt sind wir schon ans Ende gekommen.
Deswegen frage ich auch dich, was für ein Buch kannst du den Hörern, unseren Hörern heute empfehlen, was du lesenswert jetzt über den Sommer findest, was du empfehlen würdest, was irgendwie so ein bisschen jenseits der digitalen Welt ist.
Du sitzt gerade vor einem Bücherregal, sehe ich.
Ja, genau.
Ich gucke gerade nach hinten und überlege gerade, was ich mir eigentlich herausreife.
Ehrlich gesagt.
Die Bücher, die ich jetzt lesen würde, die sind wahrscheinlich am ehesten hier.
Ich habe mir mal wieder so Rilke und Gedichte, so Lyrik, die mal wieder angeschaut.
Ich glaube, ich würde sowas mal wieder machen.
Also die Poesie im Alltag wieder erkennen.
Und Hermann Hessel zum Beispiel, finde ich, hat tolle Gedichte geschrieben.
Rilke, das steht dir im Regal.
Das würde ich, glaube ich, mal empfehlen.
Mal wieder ein bisschen die Poesie im Alltag zu entdecken.
Auf jeden Fall.
Uns geht so ein bisschen die Sprache und alles verloren und ich habe angefangen in meinen Notes tatsächlich eine Liste, die heißt Vocabs und ich möchte heute damit anfangen, dass ich immer so ein, zwei Vocabs der Woche nämlich share, weil ich habe tatsächlich mit meiner ehemaligen Co-Host Lena Weidle, die ja bei der NZZ ist, gesprochen und wir sprachen über das Referendum, was in der Schweiz ja gerade kam und dazu möchte ich mein Wort, mein Wort der Woche war nämlich.
dass es in der Schweiz einen Dichtestress gibt.
Und der Dichtestress beschreibt tatsächlich den Zustand, den viele Schweizer empfanden, wenn sie morgens in der Tram sind und zu viele Leute da sind und sie keinen Sitzplatz bekommen um 7.30 Uhr.
Und das war wohl so eins der Gründe für das Referendum.
Also, Wokab der Woche, Dichtestress.
Dichtestress.
Ich wäre mal gespannt, wie Leute in Seoul oder Tokio über diesen Dichtestress nachdenken.
Ja, oder?
Ich würde auch alles nicht sagen.
Ja, aber ich glaube, das ist irgendwie so.
Also das sagt es eigentlich alles.
Ich habe auch dichte Stress bald.
Sehr gut.
Also vielen Dank.
Ich werde mir mal ein bisschen Hesse angucken und ich hoffe, dass du keinen dichter Stress jetzt über den Sommer hast und wünsche dir auf jeden Fall ein paar schöne Wochen.
Danke dir.
Gut.
Bis bald.
Ciao, ciao.
Bis bald.
Tschüss.
