# Strategic Pivot to Holistic Portfolio Management

**Podcast:** Asset Class
**Published:** 2026-07-21

## Transcript

Es gibt schrottige Aktien, es gibt schrottige ETF und natürlich gibt es auch schrottige Zertifikate.
Wenn der Inhalt Mist ist, nutzt auch die schönste Verpackung.
Aber die Welt ohne die USA ist auch ein verdammt schöner Fleck und genauso kann man es dann eben auch beim Investieren sehen.
Es sind mir zu viele Worthülsen dabei.
Also ein quantitatives Verfahren.
Das hört sich schon immer ganz gut an.
Jedes Ding ist ein Gift.
Allein die Dosis macht, dass es kein Gift ist.
Die folgenden Inhalte sind keine Anlageberatung.
Kapitalanlagen bergen Risiken.
Derivate bergen hohe Risiken.
Du entscheidest, in was du investierst.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Asset Class, deinem Podcast über Wachstum und Werte.
Ich bin Christian Beröhl und heute habe ich für dich einen alten Freund.
Sieben Jahre lang waren wir gemeinsam zusammen vor der Echtgeld-TV-Kamera.
Wir könnten also jetzt in Erinnerungen schwelgen oder einfach mal wieder 50 Aktien am Stück durchanalysieren.
Tun wir aber heute nicht.
Stattdessen schauen wir mal auf den Unternehmer hinter dem YouTuber.
Und da sehen wir dann 3D.
Druckerzeugnisse, Derivate und Depots.
Und dazu eine neue Auszeichnung für die besten ETFs.
Was es damit auf sich hat.
warum er gerade sein wichtigstes Medium umbenennt und ob er sich auch als Investor neu erfunden hat.
Das und mehr jetzt im Gespräch mit meinem Freund Tobias Kramer.
Hallo Tobias.
Moin moin.
Ja, schön dich mal hier begrüßen zu dürfen.
Ja, du warst ja noch nie bei mir irgendwo in einem Studio, weil früher hatte ich keins.
Das stimmt nicht.
Doch stimmt, du warst einmal zum Livestream da, aber du warst noch nicht bei Asset Class.
Genau.
Insofern, das wurde doch jetzt mal Zeit, insbesondere, weil wir uns ja wirklich seit fast 25 Jahren kennen.
Damals waren wir beide im Zertifikate-Business.
Ich hatte schon meine eigene Company.
Du warst damals Geschäftsführer bei einem Datenprovider, VWD, Vereinigte Wirtschaftsdienste.
Hast aber dann irgendwann festgestellt, Du bist kein Angestellter, du bist Unternehmer und hast gegründet.
Führe uns mal so ein bisschen da durch.
Na sowas stellt man ja nicht fest, sowas ist möglicherweise in einem drin.
Da gibt es Leute, die dann einfach von sich aus eine Überzeugung haben, ich lege jetzt einfach mal los.
Das war bei mir damals noch nicht so ausgeprägt, aber ich hatte schon einigermaßen das Zutrauen.
Bei Finanztreff war es damals eben so, dass insbesondere dieser Zertifikatebereich, den es damals nicht gab, wo ich dann damals beim Vorstand nachgefragt habe, ob es jemanden stört, wenn ich mich mal ein bisschen darum kümmere.
Das war ja das typische 2000er-Ding.
Internetunternehmen wurden mit Personal aufgefüllt und teilweise mit Projekten versehen, die dann nicht so stattgefunden haben.
So erging es mir auch.
Ich hatte allerdings einen ganz günstig für mich formulierten Arbeitsvertrag, der eine dreijährige Unkündbarkeit vorsah.
Und damit wusste ich, dass ich auf der sicheren Seite bin.
Aber wollte mich damit natürlich nicht so richtig zufrieden gehen.
Du wolltest nicht den Vertrag einfach absitzen, sondern hast gedacht, was geht denn?
Und dann bist du auf diese Zertifikate gestoßen.
Wir hatten damals eine Kooperation mit der Börse Stuttgart.
Und diese Kooperation lag so ein bisschen brach.
Und ich habe dann in der Tat gefragt, stört es jemand, wenn ich mich darum kümmere?
Und dann haben wir eben angefangen.
Da gab es eine andere Internetseite, die hieß OnVista, die heißt auch immer noch so.
Und die hatte da ein bisschen Vergleichstools.
Da dachte ich, die kann man auch noch ein bisschen hübscher und ein bisschen besser gestalten.
Und dann haben wir damit angefangen.
Und das hat ziemlich gut funktioniert.
Und in so einem Zuge, wo du dann vom Projektmanager zum Produktmanager, zum Vertriebsleiter, zum Geschäftsführer wirst, weil Dinge eben funktionieren, war es dann eben irgendwann so, dass dieses Zutrauen auch da war.
Und dann kam von einem damaligen Kunden so ein Impuls von Frank Klingelhöfer von der Bankgesellschaft Berlin damals, warum es eigentlich keine Anlageberaterpublikation gibt, die sich auch dem Thema Zertifikate etwas spezieller widmet.
Und das haben wir dann ein bisschen intensiver besprochen.
Und irgendwann ist daraus was entstanden, was dann...
Zertifikateberater hieß.
Ja, und das war dann der Nukleus für deine unternehmerischen Aktivitäten.
Nukleus, den es heute auch noch gibt, über den wir gleich reden.
Aber vielleicht kannst du vorher nochmal unsere Zuschauerinnen und Zuschauer ein bisschen abholen bei diesem Thema Zertifikate.
Was ist das überhaupt?
Was war das damals?
Ich meine, ich könnte das genauso gut machen, aber erstens bist du der Gast.
Zweitens bist du derjenige, der immer noch in dieser Branche drin ist, während ich mich ja 2008 da schon verkrümelt habe.
Es sind letztendlich immer wieder Schuldverschreibungen von Banken, die andere Rückzahlungsbedingungen beinhalten.
Das klingt natürlich voll unsexy.
Also wenn du jetzt sagst, was ist denn das Zeffikat?
Das ist eine Schuldverschreibung von Banken, die für andere Rückzahlungsbedingungen beinhalten.
Ich denke, okay, hört sich nicht so toll an, oder?
Das kommt ja immer darauf an, wie diese Rückzahlungsbedingungen ausgestaltet sind.
Du kannst sie ja so ausgestalten, dass sie beispielsweise Rabatte...
bei Aktien beinhalten oder dass sie stärkere Performance-Teilhabe bei positiver Wertentwicklung verbriefen.
Denn das sind diese Versprechen, diese Zusagen, die im Prospekt bei diesen Zertifikaten enthalten sind, ganz häufig hochgradig standardisiert.
Also wenn wir an Discount-Zertifikate denken, Produkte, die ja auch einigermaßen regelmäßig bei Echtgeld TV dann eingesetzt werden.
Und ansonsten gibt es eben eine Vielzahl von Produkten, womit unter?
die Komplexität stark steigt und mitunter auch eine Komplexität erreicht, wo man sich fragt nach dem Motto, muss das denn jetzt wirklich sein?
Aber das ist ja bei allen Produktangeboten so, dass es immer mal so ist, dass es immer auch Entwicklungen gibt, wo man sagt, naja, da sind vielleicht jetzt auch mal Grenzen erreicht oder vielleicht auch überschritten.
Und da ist es dann gut, wenn es eine journalistisch orientierte Publikation gibt, die das redaktionell aufgreift und dann eben auch sowohl die Dinge herausstellt, die man mit Zertifikaten auf der positiven Seite für ein und in einem Depot machen kann.
Aber auch darauf hinweist, dass es möglicherweise auch Sachen gibt, die so jetzt nicht unbedingt sein müssen.
Und wo man auch als Anlageberater und Vermögensverwalter im direkten Gespräch mit Kunden oder im indirekten Einsatz für Kunden ein bisschen genauer hingucken sollte und nochmal ein paar Zusatzfragen stellen sollte, bevor man sie einsetzt.
Also für mich waren Zertifikate ja...
Im Jahr 2000, 2001 das, was heute ETFs sind.
Die Möglichkeit, sehr, sehr einfach Indizes, Aktienkörbe zu handeln.
Damit ging es ja eigentlich mal so richtig los.
Was auch das Rückzahlungsversprechen ist, nämlich beispielsweise den deutschen Aktienindex in einem Verhältnis 1 zu 1 jederzeit.
Das war das erste Zertifikat, dass der DAX-Partizipationsschein von der Dresdner Bank, den gab es schon 1990 und ETFs gab es da nicht mal in den USA und das war wirklich die erste Möglichkeit in Deutschland.
an Indizes zu partizipieren.
Das wurden dann hinterher immer mehr Indizes.
Es waren dann auch nicht mehr nur Indizes.
Man konnte dann, glaube ich, auch an Gummi, Futures, an Holz und eigentlich an allem partizipieren.
Weil du es eben sehr einfach machen kannst.
Heute gibt es halt die Möglichkeit, das über ETFs einfacher, besser verbrieft zu machen.
Gerade diese 1 zu 1 Partizipation.
Aber damals war das ja schon Stilbild.
Dann kamen diese ganzen...
Und lass mich da noch eine Einstellung reingehen, weil du gerade jetzt bei Zertifikaten, bei ETFs und auch in einer Form bei Fonds bist.
Und da sind wir genau bei einem ganz wichtigen Thema.
Zertifikate sind eben eine Form der Verpackung.
Das ist beispielsweise, das kann beispielsweise eine sehr gut gemachte Plastiktüte sein.
Oder von mir aus die Ikea-Tasche, die du kennst.
Also die ist sehr stabil, die ist sehr reißfest und so weiter.
Bei bestimmten Produkten, bei bestimmten Sachen willst du vielleicht auch eine andere Form der Aufbewahrung haben.
Und da ist dir dann eine gut genähte Stoff- oder auch Ledertasche lieber, in die du die Dinge, auf die da aufgepasst werden soll, in einem Zertifikat, in einem Fonds, in einem ETF, wie die verbrieft sind.
Das sind unterschiedliche Verpackungsformen.
Und uns war eigentlich immer relativ egal, welche Verpackung dahinter steht, aber die Zertifikateverpackung war und ist eine.
die sehr, sehr preisgünstig und auch mit kleineren Losgrößen, als es beispielsweise bei ETF möglich ist, also in der Regel möglich ist, kommt ja immer auf die Gebührenausgestaltung an, diese Zertifikate aufzulegen und Strategien damit auch investierbar zu machen.
Gleichzeitig müssen wir natürlich sagen, wenn du bei diesem Beispiel von Tragetüte versus Ledertasche bist, die Tragetüte-Zertifikat ist schon mal gerissen.
Und zwar...
Damals 2008 in der Finanzkrise waren auch in Deutschland Zertifikate platziert worden, vor allem über Sparkassen, die von Lehman Brothers begeben worden waren.
Und wir wissen alle, Lehman Brothers ist pleite gegangen und Zertifikate genießen jetzt hier keinen Einlagensicherungsschutz.
Du hast ja eben schon gesagt, Zertifikate sind Schuldverschreibungen.
Das heißt, Menschen haben Totalverlust durch den Ausfall.
des Emittenten erlitten.
Naja, da ist eben genau die Situation.
Haben sie wirklich total Verluste erlitten?
Und das ist bei Lehman, bei allem Respekt, eben so zum ganz großen Teil nicht passiert.
Und zwar aus zwei Gründen.
Nämlich einmal gab es eine Insolvenzquote, die sehr, sehr gut für die Anleger war, die dann eben den ganz großen Teil ihrer Investments auch zurückbekommen haben.
Das Zweite, das muss man an der Stelle leider eben auch mit dazu packen, war, dass einige dieser Kunden nicht unbedingt anlage- und anlegergerecht beraten wurden und dann eben auch eine Regressforderung gegenüber ihrer Bank hatten.
Und dieser Fall, der ist für viele Anleger mittelfristig nicht besonders schädlich gewesen, weil sie auf der einen oder anderen Stelle einen Ausgleich erzielen konnten auf der kurzfristigen Ebene.
Und ich war bei einer geschädigten Versammlung damals bei der Bundestagsfraktion der Grünen.
die hatten dazu eingeladen, mit dabei.
Natürlich unglaublich, unglaublich schlimm, weil in dem Moment, wo man beispielsweise in ein als sicher charakterisiertes Produkt sein Produkt...
Kapitalschutzzertifikat.
Verkauft nach dem Motto, in fünf Jahren kriegst du auf jeden Fall, egal was an der Börse passiert, kriegst du dein Geld wieder.
Nur wenn der Emittent, der Garantiegeber eben pleite geht, hast du ein Problem.
Ist so wie beim Staubsauger.
Ja, wenn du Staubsauger kaufst und es heißt hier, du hast die Garantie, wir tauschen das aus, wenn dein Garantiegeber pleite ist.
Hundertprozentig.
Wenn Miele oder Bosch dann eben gar nicht mehr da sein sollten, dann bringt dir die Garantie auch nichts.
Und von daher ist eben auch im Zentrum unserer Berichterstattung auch immer die Sicherheit von Emittenten.
Wobei ich heute noch wirklich froh bin, dass ich zwei oder drei Wochen vor der Lehman pleite.
nicht in eine Interviewsituation gekommen bin, wo ich vermutlich gesagt hätte, ich kann mir nicht vorstellen, dass da was passiert.
Es war für alle unvorstellbar, dass die Amerikaner in dieser Situation sagen, und sie haben es ja im Nachhinein auch gesagt, dass es ein Fehler war, dass wir hier mal ein Exempel statuieren, weil wir diese Auswüchse des Neokapitalismus mal in ihre Grenzen und ihre Schranken weisen wollen.
Wir gucken mal, was passiert eigentlich?
Feldversuch, ne?
So war nicht so eine gute Idee.
Wenn man so eine Investmentbank pleite gehen lässt.
Insbesondere, das muss man ja auch sagen, weil ein paar Monate vorher ja schon mal eine Bank, die auch in Deutschland als Zertifikate-Imitant präsent war, im letzten Moment übers Wochenende gerettet wurde.
Nämlich B.A.S.T.E.R.N.S.
damals.
Das wurde übernommen von J.B.
Morgan.
Und ich hatte damals tatsächlich im institutionellen Bereich ein Produkt ausstehen.
von Beer Stearns und ich habe das Wochenende wirklich Rotz und Wasser geschwitzt, ob diese Sache gut ausging.
Sie ging dann gut aus und zu allem Überfluss war das Produkt dann auch noch über die Finanzkrise hinaus tatsächlich, weil es auf defensive Aktien ging, ohne irgendwelche Schwellen, so dass es maximal zurückgezahlt wurde.
Aber das war schon so eine Erfahrung, wo man gesagt hat, hot, aber das werden die Amerikaner auf jeden Fall wieder machen, die können nicht pleite gehen.
Das Jahr 2008 war ja vor verschiedenen Hintergründen sehr, sehr, sehr spektakulär.
Das hat ja zwei Höhepunkte, nämlich einmal Beer Stearns, danach sind dann die Versicherungsunternehmen auf einmal im Sommer quasi schon mal über die Wupper gegangen.
Also zumindest haben die Aktienkurse angefangen, das zu signalisieren.
AIG beispielsweise.
Großartige Short-Spekulation, das hat richtig Spaß gemacht.
Und im August, September ging es dann mit Lehman los und im September war dann Lehman.
Im Grunde genommen in der Pleite und dann ging die richtige Welle und auch diese Art von Finanztsunami los.
Denn da ist was explodiert und das hat Wellen ausgesendet, an die vorher keiner vernünftig gedacht hat.
Wir hatten in dem Jahr mit Beer Stearns interessanterweise eine New York Reise, die auch stattgefunden hat.
Allerdings war das Firmenschild dann schon ein anderes, denn die Vermögenswerte von Beer Stone sind ja woanders hingewandert.
Ja, die waren natürlich bei H&P Morgan dann gelandet.
Aber immerhin, die Reise hat stattgefunden.
Nur wir müssen natürlich auch aus einer unternehmerischen Perspektive nochmal da drauf schauen, weil du hattest 2006, glaube ich, gegründet, den Zertifikateberater.
Also Business in einer Wachstumsbranche.
Das waren Zertifikate damals, so 100 Milliarden Markt.
Dann passiert dieser Super-GAU.
Einer der Emittenten geht tatsächlich pleite.
Im Fernsehen, in Talkshows sitzt die sprichwörtlich dann sogenannte Lehman-Omi, also personifiziert jemand, der mit Zertifikaten Geld verloren hat und dein ganzes Business basiert auf Zertifikaten, auf diesem Vertrauensversprechen.
Ich meine, ich war in der Situation damals nicht mehr, weil ich hatte Gottlob 2007 das Unternehmen verkauft.
Ich habe das natürlich als Marktbegleiter noch mitbekommen, aber ich hatte nicht mehr dieses wirtschaftliche Risiko da drin.
Skin in the game.
Für dich war es wirklich voll Skin in the game.
Wie hat sich das für dich angefühlt?
Hast du da eigentlich gedanklich schon drei Kreuze dran gemacht und gesagt, okay, das war es mit dem Unternehmen, weil von einem solchen Super-GAU erholt sich der Markt nicht.
Das Produktzertifikat ist einfach diskreditiert.
Nein, in keiner Situation.
Bei mir kam ja erschwerend noch hinzu, dass ich im Jahr 2008 Mein Vorstand bei VWD darüber informiert hatte, dass ich ganz gerne Ende 2007 aussteigen würde.
Ich bin dann drei Monate länger geblieben, um quasi Finanztreffen noch in das neue Jahr hinein zu begleiten.
Hatte am 31.03.
meinen letzten Arbeitstag.
Hatte für Mai die USA-Reise mit Beer Stearns und dem Zertifikateberater und 20 Lesern fertig.
Also es war alles fertig organisiert.
Bin dann am...
1.
April um irgendwie 0.10 Uhr aus dem Büro raus und habe quasi meinen Schlüssel des Angestellten-Daseins abgegeben und bin am nächsten Tag zu Hause dann wach geworden und habe mich an den Tisch des selbstständigen Geschäftsführers meiner eigenen Gesellschaft gesetzt und losgelegt.
Und als dann diese erste Welle kam, die durch Bistörens ausgelöst war, dachte ich, naja, das passiert eben mal.
Jetzt werden mal ein paar Dinge gerade gerückt.
Eine Sache, die wir immer wieder besprochen haben.
Über die sieben Jahre, die wir echt jetzt zusammen machen, über die 20 Jahre, die wir selber in diesem Business insgesamt finanzend tätig sind.
Allokation, Gewichtung, Verständnis sind eben elementare Sachen.
Und der alte Paracelsus, den kann man da auch ruhig mal wieder zitieren.
Jedes Ding ist ein Gift.
Allein die Dosis macht.
dass es kein Gift ist.
Ja, und um die Dosis geht es ja dann, wie man es im Portfolio entsprechend gewichtet.
Und damit merke ich jetzt, es brodelt in dir.
Du willst zum Thema Portfolio kommen, weil nur Derivate...
Das ist schon länger nicht mehr ausschließlich dein Thema.
Ihr habt die Publikation damals der Zertifikateberater genannt.
Also B2B für Zertifikate, ein Teilbereich der Derivate, eher die Anlageprodukte, während du bei uns im Scalable Broker auch die Tradingprodukte handeln kannst.
Aber B2B geht es um diese Anlageprodukte.
Anlageprodukte.
Aber so irgendwann so nach 2008 sukzessive hast du gemerkt, nur Zertifikate kann es auch nicht sein.
Das gehört in einen größeren Kontext.
Was habt ihr da gemacht?
Wie war auch eure Reaktion auf diese Finanzkrise, auf diesen Super-GAU mit Blick darauf, was du gesagt hast?
Die Dosis macht das Gift.
Berichterstattung, klar, immer wieder auf Chancen, auf Risiken eingehen.
Unter anderem auch die ohnehin schon von uns veröffentlichten Risikokennziffern für die Emittenten.
Immer wieder Anlageberatern, Vermögensverwaltern ins Bewusstsein rufen, diese abrufbar halten, damit man sich eben ein permanentes Bild machen kann, welches Risiko gehe ich denn mit diesem oder jenem Emittenten eben auch ein.
Ja, es ist immer wieder das Thema, man muss darauf hinweisen, bis auf bestimmte Sondersicherungsformen, die es auch gibt, würde jetzt zu weit führen, dass es in letzter Konsequenz eine Schuldverschreibung mit einem ausformulierten Rückzahlungsversprechen ist, die ein Zertifikat darstellt.
Und da muss man eben gucken, wer verspricht mir das?
Jetzt können Sie ja zwei Arten von Beratern geben.
Die einen, ja, die müssen Zertifikate verkaufen, weil die Vertriebssteuerung von oben sagt, ja.
Das ist jetzt unser Produkt, das ist ganz toll, da kann man nämlich wunderbar Marge verstecken und man kann auch zwei Prozent Marge nehmen und wenn das Zertifikat glücklich nach einem Jahr schon vorzeitig zurückgezahlt wird, dann ist das Geld des Kunden wieder frei, der Kunde ist glücklich und man kann nochmal Marge kassieren.
Das ist eigentlich derjenige, der euch nicht unbedingt braucht, weil der kriegt schon von der Vertriebssteuerung ja alles vorgegeben, oder?
Ja, das ist vielleicht trotzdem gut, wenn auch der Berater, der von der Vertriebssteuerung Produkte vorgegeben in deiner Wortwahl, vorgeschlagen in meiner Wortwahl bekommt, denn er hat ja trotzdem eine Freiheit, auch aus einem Fundus an Produkten für den Kunden auszuwählen.
Und natürlich ist es so, dass diese Produkte dann eben auch Provisionen enthalten und über deren Höhe wird ja dann auch im Rahmen der Beratungsgespräche informiert und da muss auch jeder Kunde wieder selber für sich entscheiden, ist das das, was ich will.
Und jeder Kunde kann ja auch für sich selber entscheiden, will ich zu meinem Berater in der Volksbank, in der Sparkasse, in der Deutschen Bank und so weiter gehen und mich da informieren und mir da ein Portfolio zusammenstellen lassen oder will ich das nicht.
Und das ist etwas, wo ich die Diskussion immer ganz gerne vermeide, weil da wird immer sehr, sehr arrogant, gerade auch in den finanziell aufgeklärten Kreisen, gerade in den Kreisen unserer Zuschauer.
als wären das alles bekloppte Leute.
Aber das sind mitunter sehr, sehr erfolgreiche Menschen, die eben sagen, ich habe dafür nicht so viel Zeit, wie ich Zeit für meinen unternehmerischen Erfolg habe.
Und den kenne ich da schon lange.
Da habe ich meine Kredite am Laufen.
Da läuft mein Geschäftskonto.
Da habe ich auch mein Geld.
Da fühle ich mich wohl mit.
Und so, wie wir eben auch bei jeder Anlage sagen, wichtig ist, dass du dich wohlfühlst, ist es da eben auch so.
Und trotzdem.
ist es für uns in der Form der Berichterstattung, die wir machen, wichtig, dann eben immer wieder auch die Impulse zu setzen, Chancen, Risiken und auch mal zu sagen, übrigens gegenüber dem Produkt, was da gerade so im Vertrieb steckt, gibt es auch noch ein anderes Produkt, das zahlt zwei Prozent mehr im Rückzahlungsprofil und das hat auch interne Provisionsregelungen.
Vielleicht ist das auch mal ein Blick wert.
Das sind die einen Berater.
Die anderen Berater sind diejenigen, die nach 2008, kategorisch vielleicht auch in Analogie zur Hausmeinung gesagt haben, nein, also ich brauche diese Zertifikate einfach nicht.
Ich will die im Portfolio nicht haben, insbesondere weil ja dann nach der Finanzkrise, als ja das Thema Sondervermögen plötzlich wirklich Bedeutung hatte, die ETFs.
richtig durchgestartet sind, das Angebot größer wurde, naja, und man dann doch gesehen hat, okay, also ich habe hier eine Reihe von Aktienbausteinen, die sind günstig, die sind Sondervermögen.
Ich habe eine wachsende Zahl von Anleihebausteinen, vielleicht so ein paar Alternative Investments, noch nicht so viel wie heute, aber Rohstoff-ETFs gibt es auch schon ein bisschen länger.
kann ich doch eigentlich auch ein Portfolio draus machen, brauche ich diese ganzen Zertifikate nicht, sondern ich mache einfach die klassische Diversifikation mit symmetrischen Chancen-Risikoprofil.
Die Leute waren ja dann eigentlich für euch, für eure Publikation erstmal weg.
Aber dann seid ihr hingegangen und habt irgendwann gesagt, ach, also das wollen wir nicht akzeptieren, wir machen jetzt auch ETFs.
Ja, lustigerweise.
Ich habe auch das jetzt nicht vor dem Gespräch geschaffen, weil wir immer dieses Verpackungsthema hatten.
Und wir hatten es halt da gemacht nach dem Motto, wie kann man auch bestimmte Arten der Ansprache vernünftig machen.
Deswegen war Zertifikat ein schönes Thema, war ein schönes Alleinstellungsmerkmal, war wirklich was Exklusives, was wir hatten.
Mit der entsprechenden Kernkompetenz auch der Redaktion, insbesondere der redaktionellen Kompetenz, die Ralf Anderes reingebracht hat und als Herausgeber jetzt auch weiterhin reinbringt.
Das war was einzigartiges, wo man ein echtes Alleinstellungsmerkmal hat, aber wir haben uns im Grunde von Anfang an nicht darum geschert, ob das jetzt ein Zertifikatemantel war, ob das ein ETF-Mantel war oder ob das auch ein Fonds-Mantel war.
Wenn eine Strategie in unseren Augen interessant war und ist, dann haben wir darüber geschrieben und dann haben wir auch über Portfolio-Konzepte geschrieben und da konnte auch ein Arero als Fonds aufgelegte.
Investmentstrategie mit rein.
Da konnte auch ein Portfolio von Dr.
Beck mit rein.
Das war uns egal.
Und da konnte natürlich auch ein als Zertifikat verbrieftes Portfolio mit rein, weil im Grunde genommen geht es ja bei so Portfoliogeschichten genau darum, dass man die mal gegeneinander halten kann.
Und da muss man sich im ersten Schritt erstmal mit der Strategie beschäftigen und im zweiten Schritt die Frage beantworten, bei so einer Portfoliokomponente?
geht es mir damit gut, auch mit einer entsprechend dann ja möglicherweise auch höheren Gewichtung, dass diese Strategie dann in einem Zertifikat, also wieder mit einer Schuldverschreibung verbrieft ist.
Und am Ende geht es eben nicht um die Verpackung, sondern es geht zunächst mal darum, was drin ist.
Wenn der Inhalt Mist ist, nutzt auch die schönste Verpackung nichts.
Das ist ja genau das Ding.
Es gibt schrottige Aktien.
Man soll es nicht glauben, es gibt wirklich schrottige ETF und natürlich gibt es in dem Zusammenhang auch schrottige Zertifikate, wo man davor sitzt und sagt nach dem Motto, wer braucht sowas?
Wenn man gesehen hat, was daraus geworden ist, wie komplex das dann wurde, was da für irrsinnige Produkte im Exzess rausgekommen sind, wie schaust du dann heute auf die Entwicklung?
des ETF-Marktes, der ja auch daher kommt, dass wir ursprünglich mal hatten, einfach, transparent, fair, noch immer meine Lieblingsübersetzung für ETFs, die simplen Indizes, Kostendregression, alles fein und dagegen ein Ausfieseln bei den Basiswerten, immer feiner zugeschnittene Indizes.
immer mehr strukturelle Komponenten mit dabei, also beispielsweise Covered Call Writing auf Kryptoaktien mit einer Auszahlung von irgendwie 3% pro Stichtag, bis hin dann zu diesen ganzen Leverage-Shares, wo du dann einen DRAM-ETF, also diesen Speicher-ETF, der zu 70% aus SK HINIX, Micron und Samsung besteht.
Wo wir über Produkte mitunter reden, die in Deutschland nicht erhältlich sind.
verbrieften, gehebelten Formen dann zu kaufen sind.
Du kannst ein ETF in Deutschland nicht kaufen, aber da batscht so ein Dreierhebel obendrauf mit riesiger Fahrtabhängigkeit.
Wie guckst du auf sowas?
Hast du dann auch Angst, dass man irgendwann sagt, oh Gott, da wird wieder so eine richtig gute Idee verlumpt und am Ende wird alles zusammen rausgeschmissen.
Ich sehe John McLean im Schnee legen, das Feuerzeug schmeißen und sagen, yippie, jay, jay, Schweinebacke.
Das ist einfach, das ist dann eben ein Wahnsinn, wo ja jetzt auch nicht die ETP-Industrie Schindluder mit ihrem Produkt treibt, sondern wo es einzelne Anbieter sind, die bestimmte Fehler machen, die vielleicht schon eine ganze Weile nicht mehr gemacht wurden.
Und wo sich jemand denkt nach dem Motto, vielleicht wissen die das auch gar nicht, dass diese Fehler schon mal gemacht wurden.
Vielleicht sind die einfach auch noch jung, sind in ihren frühen 30ern und haben das, was da vor 15, 20 Jahren...
dann teilweise gelaufen ist, gar nicht so richtig mitbekommen, haben es auch nicht erzählt bekommen.
Manchmal sind ja ältere Kollegen gar nicht mehr da und ganz oft sind sie dann eben nützlich, um zumindest mal den warnenden Finger zu heben und zu sagen, das könnte eine schlechte Idee sein, weil...
Ja, bei Geschichte wiederholt sich nicht.
Aber wir haben ja wirklich festgestellt, sie reimt sich manchmal wirklich.
Das ist wirklich schon ganz schön abgeschrieben mitunter.
Ja, aber ich hatte die, ja, also wenn du diese Covered Call Writing Dinge anschaust, das war vor 20, 25 Jahren, nannte sich das Ding Rolling Discount.
Und da kann man auch dann eigentlich sehr gut nachvollziehen an den Charts.
Manche von diesen Produkten sind ja noch am Markt.
Wie sie sich über die lange Frist entwickelt haben und auch wo die Schwächen sind und wie das auch so mit der Krisentauglichkeit von Puffern aussieht, wenn wir halt nicht nur mal eben so einen kurzen Dip am Liberation Day haben, sondern wirklich das Jahr 2007, 2008.
Und eine Covered Call Writing Strategie ist was hochgradig Seriöses, kann was hochgradig Profitables sein, wenn man es richtig einsetzt.
Ich würde übrigens keinen Cent.
für diese ganzen schwachsinnigen Aktienvermietungscoachings ausgehen.
Das Geld packt in euren ETF-Sparplan und sorgt dafür, dass es für euch arbeitet.
Aber rennt nicht irgendwelchen Leuten hinterher, die aus New Yorker Supermärkten rauskommen, der Meinung ist, ich habe jetzt gerade hier meine Aktien vermietet.
Ist klar, was die so machen.
Die vermieten Aktien.
Man kann es mit Narrativbildung übertreiben.
Dieses Erzählterm ist hochgradiger Schwachsinn, hochgradig unglaubwürdig und es ist schwer.
mich da einigermaßen zu kontrollieren, wenn ich auf diesen Schwachsinn angesprochen werde.
Aber mir ist nur wichtig, dass diese Strategie nicht quasi in dem gleichen Kontext, den wir eben hatten, mit geleverageten Produkten, mit gehebelten Produkten in einen Haufen.
Ja, aber es sind alles Abwandlungen vom symmetrischen Chance-Risiko-Profil.
Und man muss halt schon sich sehr genau vergegenwärtigen, wo sind die Stärken, wo sind die Schwächen, dass ich einen Puffer habe, der unter Umständen in Extremsituationen sehr schnell weggebrezelt sein kann, dass ich dann auch an der Erholung nach oben nicht wirklich profitiere.
Und wir haben ja hier auch schon eine Sendung gemacht mit Igor Jutschevic zum JP Morgan Premium Income ETF und das Thema wird sicherlich bald auch nochmal kommen.
Aber wir waren bei diesen ganzen Exzessen.
die wir doch im ETF-Markt vermeiden wollen.
Wir wollen doch, dass dieses gute Produkt nicht dieses Schicksal der Exzesse nimmt, die wir in der Finanzkrise bei Zertifikaten gesehen haben.
Machst das nicht nur publizistisch, du gehst nicht nur hin und sagst, ist eigentlich egal, was für eine Verpackung es ist, Hauptsache funktioniert, es ist was Wertiges drin, gut verpackt, weswegen du auch nicht mehr sagst, wir sind der Zertifikator-Berater, sondern ihr werdet euch umbenennen in der Portfolio-Berater und gleich mal zum Anfang dieses neuen Brandings.
kommst du raus mit einem neuen Award, einer Auszeichnung, die ja dann all das reflektieren soll, was du jetzt auch so an Erfahrungen gerade mal aufsummiert hast.
Was genau verbirgt sich hinter diesen Portfolio Awards und warum machst du das?
Abgesehen davon, dass du natürlich die Visuals am Ende verkaufen möchtest, weil Geld verdienen musst du auch damit.
Zunächst mal geht es darum, dass es in Deutschland nichts gibt.
was Anlegern an die Hand gibt, welche ETFs wirklich richtig gut sind.
Und wo man konkret auch aus einer Befragung von Menschen, die sich für dieses Thema interessieren, rausgeht und sagt, hier, das sind drei richtige Top-Produkte.
Ich gehe gleich mal rein.
Es gibt Fall-Ratings, Sterne oder...
verbalisiert, sonst was, von unterschiedlichen Anbietern, Morningstar, Lipper und so weiter, die auch allesamt ETFs mitraten.
Jetzt hast du 27 ETFs, wo fünf Sterne draufstehen.
Was machst du jetzt?
Ja, habe ich ja allgemein in der Fondsbranche das Thema.
Genau.
Dass ich viele Produkte habe.
Du hast auch auf dem MSCI World irgendwie zehn verschiedene Angebote.
Ja, vielleicht sind ja auch auf dem MSCI World zehn ETFs.
Weil sie eben alle denselben Index abbilden, weil sie vielleicht inzwischen auch durch die technologischen Fortschritte so effizient sind, dass sie kaum Tracking-Error haben und dass die Gebühren ja auch gegen 0,0 irgendwas jetzt konvergieren.
Ich glaube, der billigste MSCI World ist 0,05.
Inzwischen bei uns im Scalable Broker.
So, und da muss man halt irgendwann sagen, kann man da überhaupt noch sagen, was ist denn jetzt der Beste und wenn, wie soll es denn gehen?
Genau.
Und was wir da eben einfach machen, ist ranzugehen und ein sehr, sehr verdichtetes Listing anzubieten und dann Menschen zu befragen, die es aus unserer Sicht in der Masse sehr, sehr gut einschätzen können, nämlich ETF-interessierte Anleger.
Und das machen wir.
Wir haben ein zweistufiges Nominierungsverfahren beim Portfolio Award, wo wir für insgesamt 13 Produktkategorien quantitative Vorauswahlen treffen, zusammen mit JustETF.
Und wo wir dann auf Basis von einzelnen Stimmen aus dem Expertenbeirat weitere Produkte in eine Vornominierungsliste mit aufgenommen haben.
Und diese Vornehmunierungsliste wird dann allen Mitgliedern des Expertenbeirats wiederum vorgelegt.
Die stimmen ab.
Ja, es ist ein kompliziertes Verfahren.
Ja, es ist kompliziert und es sind mir zu viele Dinge dabei, die ich nicht verstehe.
Es sind mir zu viele Worthülsen dabei.
Also ein quantitatives Verfahren.
Das hört sich schon immer ganz gut an.
Warum ist jetzt ein quantitatives Verfahren immer besser als ein qualitatives Verfahren?
Sonst würde es ja nicht hervorheben.
Quantitatives.
Qualitativ aus der Erfahrung kann ja auch sein.
Dann ein Expertenrat.
Dann wird irgendwas ausgewählt.
Just ETF.
Dabei finde ich natürlich gut.
Aber was heißt denn das jetzt konkret?
Ja, reden wir mal über MSCI World.
Reden wir über Welt-ETFs.
Warum reden wir nicht über MSCI World?
Weil der MSCI World Anleger eben eine Möglichkeit des Weltinvestments macht und weil wir so spitz, dass es nur in Anführungszeichen den MSCI World betrifft, nicht rangehen wollten, sondern wir wollen dann eben eine Lösung anbieten.
wo wir auf Basis dieses Abstimmungsverfahrens am Ende sagen, das ist der beste Welt-ETF.
Also Welt-ETF, du hast über 13 Kategorien gesprochen.
Ich will ja erstmal wissen, wie Welt-ETF.
Da gibt es ja jetzt erstmal verschiedene Ebenen.
Da gibt es unterschiedliche Indizes.
Dann gibt es bei diesen Indizes.
auch noch unterschiedliche Interpretationen der Gestalt.
Das ist vielleicht auf dem ETF ausschüttend, es ist thesaurierend oder es ist physisch, es ist Swap, es ist hybride Replikation, um die Idee, um die Scale für ETF zu erwähnen.
Es ist vielleicht auch noch währungsgesichert.
So, und dann habe ich noch die Ebene des ETF-Anbieters.
Gerade wenn wir über physisch replizierende, thesaurierende Welt-ETFs auf den MSCI All Country World reden, haben wir glaube ich sechs oder sieben Emittenten, die alle günstig sind.
Und wie kommst du dann darauf, einen einzigen ETF auszeichnen zu wollen und zu sagen, das ist jetzt der Beste?
Also um deine...
etwas süffisant eingestreute Kommentierung des Quantitativen einfach mal auch aufzunehmen.
Wir haben uns Dinge angeguckt, wie man eben so rangeht.
Was sind eigentlich die größten ETFs im Weltbereich?
Was sind eigentlich die performancestärksten ETFs im Weltbereich?
Was sind eigentlich die und was ist der ETF, wenn er vorher noch nicht dabei war, die am kostengünstigsten sind, die am wohlerärmsten sind, die unter Risiko-Return-Gesichtspunkten dann am besten laufen?
Gibt es, ja, Es interessiert Leute, vielleicht nicht Christian Röhl, vielleicht auch nicht einige Zuschauer, aber es gibt Leute, die tatsächlich auf diese ESG-Geschichten Wert legen und sagen, sie möchten diese Social-Komponente da mit drin haben.
Das kann man mögen, das kann man versuchen ins Lächerliche zu ziehen, aber auch da sage ich.
Das sind denn diejenigen, die auf jeden Fall SpaceX vermeiden wollen, weil SpaceX hat Triple C.
Lass an die Akkommenswollung, ja, und auf einmal ist eine Tesla trotzdem mit drin.
in so einem Indexkonzept.
Und zwar ganz ordentlich gewichtet, wenn ich es mal sagen darf.
Also wir gehen quantitativ ran.
Das war die eine Welle.
Darüber gab es, lass mich hier ein kurzes Runterziehen, darüber gab es 13 Produkte, die dann erstmal in die Vorauswahl gekommen sind und die wurden ergänzt.
Aber wenn du jetzt zum Beispiel über Performance redest, über Volatilität, hast du ja zwei Stellschrauben.
Das eine ist natürlich, wie effizient ist die Abbildung des Index, aber die viel größere Schwelle ist natürlich Was ist für ein Index drin da?
Wenn du jetzt, je nachdem, welchen Zeitraum du dir anschaust, ob du jetzt ein All-Country-World oder ein MSCI-World nimmst, also ob die Emerging Markets drin sind oder nicht drin sind, hast du natürlich unterschiedliche Ergebnisse.
Ja, genau.
Und das nimmst du durch verschiedene Arten der Auswertung eben einfach mal billigend in Kauf.
Und dann kommt ja genau auch die Komponente, wo ein Expertenbeirat, der dann darauf hinweist, dass in dieser Drei-Jahres-Wertung zwar der und der besonders performance stark ist, wo ja auch ein Indexkonzept mit reingekommen ist, was ich gefühlt 20 Jahre nicht mehr gesehen hatte.
Aber wo dann gesagt wird nach dem Motto, das ist ja alles ganz schön, aber mir fehlt folgendes Produkt.
Und da ist eben dann in der Tat auch etwas passiert, dass ein MSCI All Country World Immi mit reingekommen ist, der dann von allen Mitgliedern des Expertenbeirats auch bevoted wurde und dadurch dann eben auch auf die Nominierungsliste zu den acht Produkten gekommen ist, um die es geht.
Und das ist dann eben in der Tat der Spider, MSCI, Akwi, Emi, der entsprechend nominiert ist.
All World, All Cap.
Also inklusive Small Caps.
Alle drin, alle dabei.
Das wäre quasi ein Reinprodukt eines nicht eingreifenden Alles Ansatzes, eines Just One Ansatzes.
Genau.
Und jetzt frage ich mich natürlich, was ist sonst so dabei?
Jetzt kann man natürlich darüber streiten, braucht man jetzt die Small Caps dabei oder will man die Small Caps lieber so machen?
Also, dass der dabei ist, ist klar.
Dass ein Acqui dabei ist, ist auch klar.
Dass ein normaler MSCI World dabei ist, war ja...
Das ist jetzt schon wieder eine andere Geschichte, weil es sind Emerging Markets nicht dabei, für die es ja übrigens dann auch noch einen eigenen Award gibt.
Aber wir wissen ja auch, Christian, wir wissen ja genau auch, dass man genau auch möglicherweise in die Situation kommt, dass man, wenn man einen MSCI World hat, nochmal eigene Justierungen daran vornehmen kann und das eben genau mit einem eigenen Emerging Market Ansatz, mit einem eigenen Europa- oder Asien-Ansatz.
Dafür gibt es dann auch wieder einen eigenen Award.
Ja.
Genau.
Und dann aber auch zum Beispiel bei den Welt-ETFs ist ein World.
Ex-USA nominiert.
Ich weiß, dass du dieses Produkt wirklich liebst, aber es ist ja ein Produkt, was an sich komplett kastriert ist.
Also wenn du jetzt aus diesem Just One Blick Winkel kommst und sagst, ich hätte gern ein Produkt, das die Welt abdeckt und du hast dann MSCI World Ex-USA, also nicht nur die Schwellenländer fehlen, aber die Welt ohne den größten Kapitalmarkt der USA, also zumindest als Dauerinvestment, würde ich sagen, Ist das in meinen Augen hirnrissig?
Ich halte es für ein hochgradig spannendes Produkt, wenn wir darüber sprechen, bestehende Positionen nachzuwürzen, das US-Gewicht im Portfolio durch eine aktive Beimischung, nicht durch irgendwelche Verkäufe von S&P 500 Produkten, sondern durch etwas Zusätzliches zu reduzieren.
Dafür finde ich es fein, dafür finde ich es auch richtig intelligent gemacht.
Ich hätte mir gewünscht, es wäre schon viel früher.
Gekommen in den USA ist es ein gängiger Ansatz, USA und der Rest der Welt, weil wir haben eine etwas andere Weltsicht als wir.
Die spielen ja auch eine Weltmeisterschaft aus und sagen World Series dazu und dann spielen trotzdem nur US-amerikanische Mannschaften mit.
Also die Amerikaner haben da schon ein anderes Weltbild insgesamt.
Und wir erlauben uns an der Stelle auch mal mit der Aufnahme dieses ETFs, den nicht nur ich im Übrigen...
nachnominiert habe, sondern der dann eben auch von einer Vielzahl der Mitglieder des Expertenbeirats entsprechend Punkte bekommen hat und auch darüber in die Auswahl dieser acht nominierten Weltprodukte mit aufgenommen wurden.
Und ja, du hast im Zweifelsfall mit deiner Sicht auch vollkommen recht, weil du aus deiner Perspektive sagst, du findest, dass es ein kastriertes Produkt ist.
Ich kann dir sagen, und das Das weißt du, du kennst mein Reiseverhalten einigermaßen.
Aus der Perspektive eines Reisenden ist die USA ein herausragendes und wunderschönes Land.
Aber die Welt ohne die USA ist auch ein verdammt schöner Fleck.
Und genauso kann man es dann eben auch beim Investieren sehen.
Und macht dann möglicherweise eine, also ich glaube, dass es für die wenigsten ein Produkt des Just One Investments ist, wo ich sage, ich will die Welt, aber ich will nicht die USA haben.
Also so wird, das mache ich ja auch nicht.
Aber es ist ein Spatenprodukt.
Es ist nicht die Welt.
Es ist ein Ausschnitt der Welt.
Können wir uns darauf einigen?
Von mir aus.
Ich will ja die deine Formulierung nicht ausreden.
Die Welt ex USA, das ist ja nicht die Welt.
Da fehlt ja was.
Was sehr wichtig ist.
Da könnte man genauso gut sagen, wenn ich den MSCI World habe und dann eben die Schwellenländer nicht mit drin habe, da fehlt aber auch ganz kräftig.
Fehlen halt 12 Prozent.
Der Börsenwerte.
Ja, okay, jetzt, aber ach so, die Welt ist die Marktkapitalisierung.
Wenn ich die Welt auf die Marktkapitalisierung rede, hast du recht.
Wenn ich die Welt darauf reduziere, wie viele Menschen leben da, dann würde die Bilanz auch schon ein bisschen anders aussehen.
Da ist ja die Frage, inwieweit die Menschen produktiv sind.
Also das viertgrößte Land der Welt nach Bevölkerung ist Indonesien.
Jetzt schau halt auf den indonesischen Aktienmarkt.
Der hat seit 2011 per Saldo lange Zeit gar nichts.
Das hatten wir letztens.
Das hatten wir letztens in einer Q&A-Sinn.
Gar nichts gebracht und ist jetzt dann nochmal richtig ins Minus abgekehrt.
Also insofern, ich finde Börsenwert ist irgendwie so eine total ehrliche Sache.
Momentum folgend.
Wobei, da habe ich schon wieder das nächste Ding.
Ich habe mich mit euren Sachen schon, also wir reden doch nur über die Welt, habe ich reingeschaut.
Momentum fehlt mir zum Beispiel völlig.
Momentum fehlt dir?
Fehlt dir nicht in der Vorauswahl?
Bei den Welts?
Dafür habt ihr aber den Value-Faktor drin.
Ja.
Und der MSCI World Value, das ist ja für mich wirklich ein Faszinosum.
Also Value, das ist ja sowas, wenn man darüber denkt, da denkt man wirklich so an Buffett, da denkt man an Kramer, an niedrige KGVs.
Ich kann mit dieser Ausstellung sehr gut leben.
Und was hat man dann plötzlich, man würde nicht unbedingt an Hightech denken und an Chips.
Ja, weil eine Micron im Moment mit 12% gewichtet ist.
17% as we talk.
Wie auch immer.
Es ist auch unerheblich, ob es jetzt gerade 17 oder 12 sind.
Ja, du denkst, du hast dann irgendwie günstig bewertete Aktien, niedrige KGVs.
Naja, es stimmt ja irgendwie auch.
Nur, dass halt diese niedrigen KGVs plötzlich bei Chip-Aktien bei absoluten Trendwerten sind, weil man diese Gewinnsteigerung, die wir da sehen bei Speicherchips, noch immer nicht...
eingearbeitet hat in die Börsenbewertung.
Dann würden die noch weiter steigen.
Also Thema Earnings Bubble können wir bei anderer Gelegenheit drüber sprechen.
Aber Fakt ist, 17,5 Prozent Micron im MSCI World Value Factor in ETF.
Das passt eigentlich nicht ganz so zu dem, was man sich vorstellt, oder?
Na, zu der Vorstellung passt es vielleicht nicht.
Und wir gucken ja im Moment, dass sehen die Zuschauer nicht und das hören sie vor allen Dingen auch nicht, dass wir parallel auf zwei Seiten sind und wir sind zum einen auf der JustETF-Seite gewesen, haben parallel auch nochmal bei iShares nachgeguckt, sehr gute Website, dem Lob folgt gleich noch was, wo wir folgende Sachen sehen.
Wir sehen beim Value-ETF in der JustETF-Darstellung mit Datum 29.05.
Eine Darstellung, wo Micron Technology mit 11,97 Prozent gewichtet ist.
Und wenn man dann parallel dazu auf die iShares Seite geht, die am 30.06.
wie üblich vorbildlich aktualisiert wurde, reibt man sich verwundert die Augen und denkt sich, da muss aber was passiert sein im letzten Monat.
Und es ist offensichtlich was bei Micron passiert, denn sie sind mit den von Christian Angesprochenen über 17 Prozent jetzt auf einmal gewichtet.
Also da hat sich was.
ganz Positives abgespielt.
Der zweithöchstgewichtete Wert ist eine Cisco mit ein bisschen niedriger, 3,2 Prozent.
Also vollkommen richtig.
Da ist es einfach so, dieser Index wird eben nur halbjährlich aktualisiert.
Wenn wir iShares loben, dürfen wir auch einen kleinen Kritikpunkt anbinden und einen Wunsch äußern, nämlich, dass es total schön wäre, wenn auf der Website ...
diese Rebalancing-Daten vielleicht auch neben der Rebalancing-Häufigkeit stünden, das wäre unter Informationsgesichtspunkten ganz schön, dann weiß man oder dann wüsste man nämlich, wann diese Reallokation zurück auf die Marktkapitalisierung erfolgt, die ja bei dieser...
Auf den Value-Score der Marktkapitalisierung auch berücksichtigt.
Okay, aber also Value ist drin, Momentum ist nicht drin.
Genau, Value ist in der Auswahl zum Portfolio drin.
Momentum hingegen hat es dann eben nicht in die Endauswahl geschafft, ist da knapp dran vorbeigeschrammt.
Du hast es schon erwähnt, es ist also nicht nur der Expertenbeirat, nicht nur das Quantitative.
Am Ende gibt es ein qualitatives Votum, beziehungsweise ein Votum, wo jeder seine eigenen Kriterien einfließen lässt.
Sprich, diejenigen, die mit den Produkten arbeiten, die die Produkte kaufen, im Depot haben.
Und die können auch bei jeder Kategorie wichtig auch sagen, Habe ich keine Ahnung von, interessiert mich auch nicht.
Ich möchte die nächste Kategorie machen.
Also wir ermöglichen bei jeder Kategorie ein Überspringen und erwarten gleichzeitig, dass nicht nur eine Strategie, also wir erwarten kein Just One, sondern wir erwarten im Grunde genommen nach dem Motto, zumindest zwei Produkte zu wählen.
Das machen wir ja auch beim Zertifikate Award in der Jury so.
Und auch bei der Publikumsabstimmung einfach so, damit möglicherweise einer von einer Gesellschaft versandte E-Mail nicht den Einfluss haben kann.
den sie bei früheren Abstimmungen zum Beispiel beim Zertifikate-Award hatte.
Lohnt sich immer ein bisschen mehr und es ist ja auch schwierig, sich dann auf einen entsprechend festzulegen und dann kommt ein entsprechend breiteres Votum raus.
Ihr habt neben den Welt-ETFs, die wir jetzt besprochen haben, darf ich noch eine Ergänzung machen, weil das ist schon so ein Ausflug auch in unsere Geschichte und an die du dich auch 100%ig erinnerst, dass ich über diese Variante mal wieder mit dem Dow Jones Global Titans 50 konfrontiert werde.
Einer der ältesten Welt-ETFs, die es in Deutschland gibt, im Jahr 2001 aufgelegt mit 0,51 Prozent.
Sicherlich am oberen Ende der Welt-ETF-Kostenspanne, aber vergleichsweise mit anderen Fondslösungen, die es gibt, immer noch günstig.
Ein wirkliches Fossil dieses Marktes und hat alles wirklich aus dem Feld geschlagen, weil zwar 2001 begeben, aber eben genau das Produkt für die Mega-Cap-Zeiten.
Ja.
Weil du hast eben nur...
die 50 größten und zwar wirklich nach Marktkapitalisierung, dann hast du eben diese ganzen Dickschiffe drin und man sieht das ja auch sehr schön, diesen Fächer, also am S&P 500 Universum kannst du das ja sehr schön sehen, da gibt es ja auch inzwischen S&P 500, S&P 100, S&P 50 und S&P Top 20 und da siehst du auch, je enger das ist, umso besser die Performance für die letzten Jahre.
Ihr macht es bei den Aktien für fünf Regionen, für Welt, für Europa, Amerika, Asien und Emerging Markets.
Das ist nun mal die Anlagerealität, dass wir immer noch sehr stark in solchen Länder und Regionen Schubladen schauen, wobei ja auch manches nicht so ganz einfach abzugrenzen ist.
In Asien, was ist da jetzt Emerging Market und was ist Asien?
Hundertprozentig.
Und da ist es dann teilweise auch so, dass...
Wie löst ihr das?
Das gebe ich dann einfach quasi ab an den Beiratsvorsitz.
Da sitzen Herausgeber Ralf Andres und Chefredakteurin Daniela Helemann drin.
Und da sage ich dann, da gibt es Diskussionen, an denen ich hoffentlich sehr selten teilnehmen muss.
Und wo ich auch sage, da gehe ich dann einfach mal mit und sage, das haben wir so gelöst.
Und wir sind dann eben noch weitere vier Mitglieder im Expertenbeirat.
Die würde ich ganz gerne zumindest einmal ergänzen, weil...
Die haben eben auch wirklich viel Zeit reingesteckt.
Das einmal Kai Achternbosch von Lang & Schwarz, der dort vor allen Dingen den Handel in diesen Papieren überwacht und dann eben auch immer sagen kann, hat die Motto, wie die Verlässlichkeit dann eben auf der anderen Seite so ist, wie Preistellungsverhalten und so weiter aussehen, weil da sind die ja auch in irgendeiner Form darauf angewiesen, dass das dann mit den ETF-Gesellschaften klappt.
Janis ist mit dabei, Janis Lorenzen von JustETF, mit dem wir insbesondere in der Vorbereitung sehr, sehr viel telefoniert haben, um diese quantitativen Auswertungen so auch zu gestalten, dass sie auch deinen kritischen Nachfragen standhalten können oder dass die Wahrscheinlichkeit meiner Antworten so ist, dass sie dem nachhalten.
Lars Reichel von GetEx Exchange ist mit dabei und der von uns beiden hochgeschätzte und für uns als DZB Media auch für ETF-Inhalte zuständige Kollege Matthias Schmidt.
der mit Finanzgeschichten dem einen oder der anderen sicherlich bekannt ist und auch bei EchtgeldTV schon des Öfteren zu Gast war.
Das sind die, die auf diese Wahl, auf diese Nominierung usw.
raufgeguckt haben und die damit auch dafür verantwortlich sind, welche acht Produkte jeweils nominiert sind.
Genau.
Und jetzt ist es dann eben an den Hörerinnen und Hörern, Zuschauerinnen und Zuschauern, Leserinnen und Lesern nicht nur...
B2B, sondern auch B2C, da ihre digitalen Kreuzchen zu machen.
Es geht noch bis zum 31.
Juli.
Man kann eben nicht nur Aktienprodukte oder Regionen ETFs dort entsprechend auswählen, sondern ihr habt auch Themen mit einem sehr breiten Sortiment dabei, unter anderem der FANEC Defense und der Space Innovators.
Und übrigens, darf ich mal ganz kurz sagen, rate mal über den FANEC Defense.
nachnominiert hat.
Ausgerechnet du.
Ja, also auch.
Ich war nicht der Einzige, aber...
Es ist halt eines der großen Themen.
100 Pro.
Sie waren halt damals auch die Ersten, das muss man sagen, und sind ja auch immer noch in einer recht breiten Abdeckung dabei, wobei ich mir natürlich sage, okay, kann ich ein Defense-Produkt einfach so nehmen, indem eine Lockheed Martin...
fehlt ein Rheinmetall, fehlt glaube ich auch.
Performance natürlich gut, weil lange Zeit war Palantir so richtig das Pferd im Stall.
Aber können wir auch nochmal wieder darüber diskutieren, aber vielleicht in einer anderen Sendung.
Wir haben es glaube ich schon damals, als der ETF kam, besprochen.
Rüstung eignet sich bei uns beiden ja auch relativ gut, weil wir einfach diametral unterschiedliche Ansichten dazu haben.
Und dann kann man aber trotzdem auf Basis dessen sagen und erkennen, Das ist ein für Anleger wichtiges Thema.
Das sehe ich auch so.
Und deswegen geht es auch darum, so ein Produkt dann in eine solche Abstimmung reinzubringen.
Und wenn es für mich als Person dann eben nicht interessant ist, dann ist es mal so eine Nachnominierung, wo ich zwar weiß, dass Punkte von mir recht unwahrscheinlich sind, aber wo ich aufgrund auch des Interesses an den Sendungen von uns und an...
Auch an den Assets under Management, die in kürzester Zeit in irgendwelche Produkte, auch in dem European Defense ETF dann reingeflossen sind, wo man ablesen kann.
Es ist ja schön, dass ich diese Meinung habe.
Vielleicht ist es auch nicht schön, aber auf jeden Fall gibt es eine Meinung von Investoren und die kann man recht eindeutig an den Assets under Management andeuten.
Ansonsten Anleihen sind ebenfalls ein Thema.
Da merkt man sicherlich auch, dass ihr dem so starken Raum einblendet.
eure Herkunft aus dem B2B-Geschäft, weil sicherlich bei Kundenberatern, bei Vermögensverwaltern Anleihen-ETFs noch eine größere Rolle spielen als bei Privaten.
Wobei ich finde ja, die Asset-Klasse gehört dazu.
Und wenn wir über Ablaufmanagement sprechen, kommt man an Anleihen-ETFs eigentlich nicht vorbei.
Auch dazu demnächst mehr auf diesem Kanal.
12 Newcomer, wo ich mich natürlich freue, dass der Scalable MSCI All Country World ETF auch dabei ist.
Wobei, also so neu ist unser ETF ja nicht mehr.
Der ist ja viel länger als ein Jahr am Markt.
Ja, der ist aber im Dezember 2024 aufgelegt worden.
Und wir haben bei der Qualifikation...
gesagt, wir brauchen ETFs, die mehr als zwei Jahre am Markt sind.
Alles, was bis zwei Jahre am Markt ist.
Wir haben als Stichtag den 30.03.
gewählt.
Der 30.03.24 muss dann eben als Newcomer rein.
Und der Scalable ETF ist Stand heute eben nur knapp über anderthalb Jahre alt.
Und vor dem Hintergrund ist er bei Newcomer mit dabei.
Wäre ansonsten vermutlich bei den Welt-ETFs mit dabei gewesen.
Und da kann es passieren, dass er nächstes Jahr in diese Gruppe reinrutscht, auch wenn dann ein wichtiges Kriterium, nach dem wir sehr gerne gehen, drei Jahre Performance, drei Jahre Volatilität und so weiter, da noch keine Kennzahlen hat.
Aber das klärt dann im Zweifelsfall eine Nachnominierung, wo dann aber auch die anderen Beiratsmitglieder immer noch mal sagen müssen, ja, sehen wir auch so.
Ansonsten kann man auch noch weitere.
Punkte wählen, nicht nur ETFs, sondern man kann tatsächlich auch Broker wählen.
Den besten ETF-Broker.
Scalable steht natürlich auch mit zur Wahl.
Was hast du noch?
Es gibt einen Sonder-Award, das ist dieses Mal Gold.
Eine Anlageklasse, die ja über...
neun der letzten zwölf Monate so richtig im Fokus stand und jetzt so irgendwie zusammen mit dem runterdüdelnden Preis auch irgendwie in der Wahrnehmung ein bisschen erkaltet ist.
Die Nervosität wird wieder größer.
Das merkt man jetzt schon.
Also jetzt, wo es die 5.500 verlassen hat und die 4.500 von unten sieht, ist es eben schon so ein Ding, wo man merkt, das merken die Anleger, es steigt doch auch nicht immer.
Und ich habe ja dann teilweise schon Situationen gehabt, dass der Goldkurs unterhalb dessen war, zu dem ich damals verkauft habe.
wo ich den letzten Peak ja verpasst habe, aber trotzdem ganz froh bin.
Manchmal hilft es einfach, sich Langfristcharts anzuschauen.
Da muss man ja gar nicht in die 80er und 90er Jahre zurückgehen bei Gold, sondern es reicht ja einfach diesen Zeitpunkt.
Wir hatten damals, glaube ich, auch mal in einer gemeinsamen Sendung hingewiesen.
Ich hätte es auch hier im Newsletter mal geschrieben, diesen Zeitpunkt zwischen 2011 bis 2018 sich zu vergegenwärtigen, in dem Gold nämlich auch durchgehangen hat.
Und womit hat es in 2011...
angefangen.
Ja, mit der Euro-Krise ging es los und damals auch in einem Szenario, wo eigentlich alles für Gold gesprochen hat.
Ähnlich wie Anfang des Jahres, als das Momentum da war im Kurs und als man natürlich diese De-Dollarization-Sell-America-Narrative gebaut hat.
Den Dollar will keiner mehr, jetzt wollen alle nur noch Gold und wir sehen immerhin, Gold in Euro hat sich ein bisschen besser entwickelt.
Und es gab auch eine sehr, sehr Ordnung.
gold eingefärbte Bildtitelseite, die auf Gold hingewiesen hat, was wirklich ein guter Indikator dafür war, dass es möglicherweise mal Zeit ist.
Genau, war.
Inzwischen, glaube ich, gibt es den Bild-Zeitungs-Indikator nicht mehr, weil die Bild-Zeitung ja schon sehr kontinuierlich über Aktien, über Finanzthemen berichtet, was auch grundsätzlich sehr gut ist.
Aber damals war es halt immer sehr besonders, wenn dann mal was zu Finanzthemen in der Bild kam, war es halt Prozyklisch.
Mir würden Interviewteilnehmer dort einfallen, die die These, die du aufstellst und die durch deine Anwesenheit dort dann auch unterstützt wird, sehr, sehr stark zum Einbrechen bringen lassen würde.
Aber auch da müssen wir es nicht vertiefen.
Die machen ihre Art der Berichterstattung.
Also ich war dort, Gerd Kommer war dort.
Und einige andere Leute sind auch dort, wo man sich dann schon die Augen reibt und sich die Frage stellt, ist das jetzt euer Ernst?
Dein Ernst auf jeden Fall, das sind die Portfolio Awards, die ja auch nur Bestandteil einer Gesamtstrategie sind, eines Paradigmenwechsels, der ja auch dir eine Menge abverlangt.
Du verlässt eigentlich dein Stammmarkengeschäft.
der Zertifikateberater hin zu der Portfolioberater.
Alles wird breiter zusätzlich zu der Verbreitung, die du natürlich mit EchtgeldTV sowieso schon hingekriegt hast.
Aber die Frage, die sich mir dann stellt, hat sich da auch bei dir im Mindset gleichzeitig was geändert, was jetzt deine eigenen Investments angeht?
Weil wenn wir jetzt sprechen, auch bei dir in der Sendung immer noch, dann reden wir ja sehr viel über einzelne Produkte.
Aber hat sich so deine generelle Sichtweise auf Investments, deine generelle Strategie auch so stark geändert wie deine unternehmerische Strategie?
Nein, im Grunde genommen ändert sich auch gar nicht so viel.
Wir werden im Portfolioberater von den Inhalten eher breiter werden.
Wir können aus dem Zertifikate-Themenbereich die Dinge gleich behalten, die sind gelernt.
Wir haben vor drei Jahren bei einer Umstellung schon mal einige Inhalte in den Online-Bereich transferiert.
Da können wir nochmal gucken, ob wir an der einen oder anderen Stelle, zum Beispiel bei dem Thema DZB-Portfolio, vielleicht auch die Dinge eher in den Online-Bereich dann abstellen und diese dann gegebenenfalls frei werdenden Umgebungen dafür nutzen, um stärker zu den Themengebieten, die dann eben Nebenzertifikaten auch Das ist ja alles Redaktion.
Ich will auf dich hinaus.
Nee, und ich selber mache ja eigentlich seit meiner persönlichen finanziellen Nahtoderfahrung so im Bereich 2002.
Kontinuiert das gleiche Geld zur Seite packen, Geld aus meiner Sicht aussichtsreiche Investment packen.
Das sind ETFs, das sind Einzelaktien, das sind Nebenwerte, wie du weißt.
Und da hat sich relativ wenig geändert.
Ich fange an das Fundament, so wie ja auch unser...
größtes Depot bei DZB Portfolio heißt, in der Tat auch stärker für mich einzusetzen, weil in dem Moment bedeutet es eben auch, dass man, du hast es auch schon angesprochen, was sich bei dir geändert hat, dass man sich um ein bisschen weniger Dinge kümmern muss, aber diese Nähe zu Unternehmen, dieses Beschäftigen auch mit Business-Konzepten, das möchte ich weitermachen, allerdings kann sich die Allokationen so ein bisschen verschieben.
Also ich gehe davon aus, bin da gerade in einer Vorbereitung auch wegen und mit DZB Portfolio Fundament.
dass sich meine Allokationen sehr viel stärker, insbesondere auf den Aktienteil von dem Fundament dann auch hin orientieren.
Das sind dann ETFs, das sind dann keine Einzelaktien.
Und der Hinweis auch noch, das machen wir seit 2011.
Und wenn hier verschiedene Zuschauer Echtgeld TV kennen, dann sei an der Stelle auch mal erwähnt, seitdem wir.
Als Unternehmen und seitdem ich als Person auch mit Finanzinhalten und Depots nach draußen gehe, waren die immer mit echtem Geld.
Aber das Depot, was wir vor 15 Jahren fast Mitte Dezember 2011 ins Leben gerufen haben, ist jetzt ungefähr bei einer Verdreifachung, hat in den letzten 15 Jahren so 7,7, 7,8 Prozent nach Gebühren, nach angefallenen Steuern.
abgeliefert und ist eben ein Nachweis dessen, dass wir nicht nur über ETF reden, sondern dass wir auch über sie Bescheid wissen und sie auch vernünftig in einem Portfolio-Kontext anwenden können.
Denn wenn man sich so eine Verdreifachung, also knapp 200 Prozent, seit Dezember 2011 einfach mal vergegenwärtigt, dann können da nicht so viele Performance-Produkte, die es auch seit dieser Zeit schon am Markt gibt, mithalten.
Ja, aber man kann auch ein MSCI World oder All Country World ETF kaufen.
Genau, da hast du dann eben eine hundertprozentige Aktienallokation.
Das haben wir ja nicht.
Kann man sich das anschauen, den Portfolio?
Einmal im Monat mache ich auch dazu eine Aufzeichnung und das läuft dann eben unter DZB-Portfolio.
Also einfach Tobias folgen und dann kriegst du auch die Benachrichtigungen zu diesen Portfolio-Updates.
Tobias, vielen Dank, dass du heute da warst.
Mal ein ganz anderes Gespräch zwischen uns beiden.
Ich glaube das erste Mal ohne irgendwelche Einblendungen, ohne irgendwelche Charts, ohne Guru-Fokus, ohne ich zeige mal was.
Ein paar Einblendungen hatte ich hier schon.
Ja, du schon, ich nicht.
Mir hat das auf jeden Fall.
Riesig Spaß gemacht.
Ich hoffe, du konntest auch was mitnehmen für dich zu den Welt-ETFs, zu Derivaten vielleicht Lust bekommen.
Wenn es dir gefallen hat, dann lass doch uns gerne ein Abo da, ein paar Sterne und natürlich auch ein Kommentar.
Interessieren dich mehr Inhalte zu Zertifikaten und Derivaten oder sollen wir das Thema Welt-ETF nochmal durchquirlen?
Soll vielleicht Tobias nochmal zu irgendeinem der anderen Themen, die wir jetzt gar nicht behandeln, kommen?
hier vorbeikommen oder hast du gänzlich andere Ideen, was Gäste und Themen angeht.
Ich freue mich auf deinen Input an Podcast at scalable.capital oder auch in den sozialen Netzwerken at scalable.capital oder direkt an mich at cb.rö.
Für heute vielen Dank, dass du dabei warst.
Hier wird es jetzt richtig heiß.
Genieß den Sommer und Tschüss aus Berlin.
