# Strategic AI Integration: Infrastructure, Workflows, and Regulation

**Podcast:** Tech and Tales
**Published:** 2026-07-18

## Transcript

Tech & Tales.
Herzlich willkommen zur 89.
Folge von Tech & Tales.
Heute wollen wir so ein bisschen über die Realität von KI sprechen.
Was passiert wirklich?
Müssen wir davor Angst haben oder nicht?
Und mein Gast ist Andreas Lov.
Andreas selber hat Podcasts, hat sehr viel Erfahrung in dem Bereich und beratet auch viel in KI.
Aber Andreas, stell dich doch einmal kurz vor.
Das fällt mir immer sehr, sehr schwer, mich vorzustellen.
Hallo, erstmal vielen Dank für die Einladung.
Ich bin Andreas und ich bin eigentlich Geschichtenerzähler.
Also im weitesten Sinne ist das das, was ich die letzten Jahre mache.
Ich entwickle Formate, ich produziere Formate, ob das Podcasts sind, Filme.
Ich habe früher auch TV gemacht, habe aber eigentlich einen IT-Hintergrund, irgendwie so Kind der New Economy und habe seit 1995 angefangen, Webseiten zu bauen.
Durfte schon 2004 an einem KI-System arbeiten.
Ja, als so vor drei, vier Jahren die generative KI in mein Leben kam, dann habe ich mich an die alten Zeiten erinnert und bin sehr viel mit Vorbehalten und Angst konfrontiert worden und das versuche ich aufzuklären.
Das machst du für mich auch sehr gut.
Ich habe dich gefunden, sagen wir mal, bei einem Podcast von Lanz und Precht, bei dem du Gast warst, weil du selber ein Format hast.
Das heißt, Richard, wo erreiche ich dich?
Mega lustig.
An alle Hörer unbedingt abonnieren und euch anhören.
Und was du auch hast und was ich auch wahnsinnig witzig finde, du hast einen Insta-Account, bei dem du die Lanz und Precht Folgen visualisierst, indem du...
dann die Protagonisten in so wahnsinnige Situationen irgendwie generierst.
Und das sind halt fotorealistische Bilder und es sieht wahnsinnig echt aus und es ist total komisch.
Wie bist du bitte darauf gekommen?
Naja, also das sind ja eigentlich, visualisiere ich die Bilder, die Ingmar und ich, also Ingmar Stadelmann, mit dem ich den Podcast mache, während der Folge und der Aufnahme entwickeln.
Also dann kommen wir irgendwie da drauf, dass es toll wäre, dass die beiden vielleicht mal einen Tatort zusammen machen und Geier und Stahl heißen würden als Tatort-Kommissare.
Und dann muss ich das natürlich visualisieren, wie Richard und Markus als Kommissare aussehen.
Und das sind eigentlich Bilder, die wir bauen in Geschichten.
baue ich die Bilder danach.
Und die kommen auch bei Richard und Markus teilweise sogar sehr gut an.
Also ich weiß, dass sie sich die angucken.
Und ich weiß auch, dass die Redaktion sich die regelmäßig anguckt.
Wir kriegen auch da teilweise Likes von Menschen aus der Redaktion.
Und das ist so ein bisschen wie, ich würde mal sagen, die Hofnachen, die sich trauen, dass der König keine Kleider anhat.
Also das ist der Vorteil beim ZDF, weiß ich auch in der Redaktion, hören alle auch unseren Podcast.
Am Königshof ist es natürlich nicht so einfach, die Könige zu kritisieren und deswegen sind wir die Hofnarren und dürfen das sagen, was vielleicht die anderen denken.
Ja, es ist unfassbar witzig.
Auch eure Kritiken in den Podcast sind unglaublich witzig, weil ich selber, wenn ich den Podcast höre, reflektiere ich danach eine Zeit nochmal und ich habe tatsächlich eine...
eine Note in meinem Handy, also ein Notizenblatt, in dem ich Sachen aufschreibe, die ich in dem Kontext höre, um sie dann eben entweder zu widerlegen oder weiter darüber nachzudenken und so weiter.
Und wenn ich dann meine Notes aufmache und dann euren Podcast höre, dann spricht ihr halt genau über die gleichen Teile oder die gleichen Stimmen oder wie auch immer, über die ich auch gestolpert bin.
Und ich finde, es ist super notwendig.
Wir bräuchten eigentlich mehr solche Formate.
Also zum Beispiel Lex Friedman könnte man, finde ich, genauso kritisch hinterfragen.
Also der ist nicht ganz so witzig, ehrlich gesagt, und nicht so kurzweilig.
Aber zum Beispiel, weißt du, wen man auch so hinterfragen könnte?
Scott Galloway.
Ich glaube, es gibt es in den USA, gibt es ein paar Metapodcaster auch.
Ja, ja, das gibt es für Joe Rogan zum Beispiel.
Es gibt ein Format, das Joe Rogan, ich weiß aber nicht, wie es heißt, so auch auseinander nimmt.
Aber so sind wir gar nicht auf die Idee gekommen.
Also das war wirklich...
dass mich bei einem Frühstück hat mich Atze Schröder gefragt, ob ich die aktuelle Folge gehört habe von Lanz und Precht.
Und da sagte ich, nee, das kann ich mir nicht jedes Mal geben.
Ich reg mich da so auf.
Und er sagte, ja, aber die Themen sind so gut.
Ich wünschte, dass mir das jemand zusammenfasst in zehn Minuten.
Und dann habe ich gesagt, das ist eine super Idee.
Und dann haben wir das auch groß gemacht mit der Redaktion und zehn Minuten Text geschrieben, den wir dann vorgelesen haben, Ingmar und ich.
Und irgendwann war das zu aufwendig mit der Redaktion, jedes Wochenende das zu machen.
Und der Redakteur hatte dann keine Zeit, die Folge vorzubereiten.
Und dann haben wir uns einfach so hinters Mikro gesetzt und gemerkt, dass die Leute das viel lieber hören möchten.
Total.
Aber ihr hättet das doch auch einfach den Text mit einer AI transkribieren.
Also transkribiert ist es eh, sorry, summarisen können.
Ja, aber das ist nicht, nee, das ist nicht dasselbe.
komödiantischen Text zu schreiben und das von der AI dann zu machen und dann vorlesen, das war auch, ich meine, wir machen das schon drei Jahre, vor drei Jahren war das auch noch nicht ganz so, wie es heute wahrscheinlich gehen würde, vielleicht ginge das, aber ich lasse mir denen ja auch schon zusammenfassen, also ich transkribiere das, lasse mir die Punkte zusammenfassen und dann höre ich es nochmal durch und mache meine eigenen Notizen da rein, also ich lasse mir schon helfen dabei.
Jaja, ich finde, es wird immer besser.
Ich habe in einer meiner letzten Folgen auch gesagt, was meine Use Cases sozusagen sind und ich nehme tatsächlich immer das Transcript von der Riverside Aufnahme jetzt und lasse mir daraus dann auch die ganzen Social Media Assets und so weiter generieren, weil es wirklich...
es wirklich gut geworden ist.
Die Reise ging schnell.
Und das Interessante in dem Kontext ist ja auch diese Evolution in der KI, die hast du ja auch lange beobachtet.
Du hast auch ein Buch geschrieben, was ich leider nicht gelesen habe.
Ich habe gerade erzählt, Amazon hat Leute leider heute nicht geliefert.
Aber die Absicht, das war so ein bisschen die Angst, den Leuten zu nehmen.
Erzähl mal ganz kurz, wie es heißt und worum es darüber geht.
Also das Buch heißt, das geht nicht mehr weg, KI in der Welt von morgen.
Und das Ganze gibt es auch als Hörbuch zu hören, bei Spotify zum Beispiel.
Ich durfte das selber einsprechen, wahnsinnig anstrengend übrigens.
Ich habe zwischendurch gesagt, bitte alle Sprecher sollen durch KI ersetzt werden, fand die Regie gar nicht witzig.
Das waren nämlich alles Sprecher.
Nein, ich habe großen Respekt vor den Sprechern, gerade Hörbuch-Sprecher.
Das war wirklich sehr, sehr anstrengend.
Aber das Buch selber geht eigentlich darum.
Menschen, die noch nicht viel Berührung mit KI haben, aber viel über KI hören, ein bisschen die Angst zu nehmen und die erste Hürde zu nehmen.
Denn Angst klickt sich sehr gut.
Und wenn wir Überschriften sehen vom Spiegel, tödliche Intelligenz oder macht die KI uns dumm, dann sage ich ja und nein.
Also klar, KI kann ganz viel kaputt machen und töten, aber Strom auch.
Wir haben es hier mit einer Infrastrukturtechnologie zu tun und wir haben uns zum Beispiel in Europa und Deutschland entschieden, mit Strom keine elektrischen Stühle zu bauen.
Und deswegen ist es an uns zu entscheiden, also als demokratische Struktur und als Menschen zu entscheiden, was wollen wir damit machen und was wollen wir damit nicht machen.
Und um das zu können, muss man sich damit beschäftigen und wissen, was da auf einen zukommt.
Und ich sage auch immer, ich bin kein KI-Experte.
Weil die gibt es eigentlich nicht.
Also nur weil ich mit einer elektrischen Bohrmaschine und einem Toaster und einem Föhn umgehen kann, bin ich ja auch kein Stromexperte.
Also ich würde mal behaupten, ein KI-Experte ist ein studierter Mathematiker, ein Linguist und gleichzeitig noch ein Computerwissenschaftler.
Wir haben inzwischen weit über Millionen von verschiedenen Modellen, die kann man gar nicht alle kennen.
Also man ist vielleicht Spezialist in gewissen Dingen und ich kann vielleicht gute Bilder machen und gute Filme machen, aber jeder kann sich sozusagen seinen Teil des Stroms oder was er damit machen möchte auch selbst bestimmen.
Ja, ihr beide sprach ja in eurer letzten Folge auch tatsächlich darüber, ihr sprach über die falsch zugeschriebene Kompetenz.
Das heißt, ab wann ist man ein Experte?
Und ich meines Erachtens, das ist eine sehr deutsche Denke.
Das heißt, Deutschland steckt die Leute immer gerne in Schubladen, in Definitionen und so weiter.
Und gerade diese Frage nach dem Expertentum zieht dann als nächste Konsequenz nach sich, dass die Leute, die eben vermeintlich keine Experten sind, darüber eben nicht sprechen dürfen.
Und ich finde das so absurd, weil...
Gerade künstliche Intelligenz, wie du schon sagst, man kann es aus so vielen verschiedenen Gesichtspunkten bewerten.
Man kann es als Ethiker bewerten, man kann es als Anwender, Anwenderin, man kann es als, wie du sagst, Mathematiker, Linguist.
Es gibt aber auch Computer Vision.
Das heißt, die ganzen bildgebenden Modelle müssen ja auch bewertet werden.
Dann kann man es als Implementierer, man kann es als Jurist bewerten.
Also ich meine, das ist, wie du auch sagst, eine Infrastruktur.
Das heißt, Strom zum Beispiel kann man auch nicht nur als Elektriker bewerten.
Nein, richtig.
Am Ende des Tages finde ich es auch...
immer noch anmaßen, dass man Menschen das abschreibt, sich über Dinge zu äußern, wenn sie es nicht studiert haben.
Also ich glaube, es gibt genug Menschen, die hinreichende Erfahrung haben.
Andererseits macht es mich immer sehr skeptisch, wenn ich in LinkedIn-Profilen irgendwas mit AI drin finde.
Weil ich bin ja auch kein KI-Filmemacher, sondern ich habe auch vorher Filme gemacht und das ist eins der Werkzeuge.
Ich kenne Musiker, die lassen sich mit KI-Systemen Vorschläge machen für bestimmte Spuren, ob das jetzt Drums sind oder Bläser oder sonst was, um die nachher nachzuproduzieren.
Das ist ja auch kein KI-Musiker, sondern das ist einfach Musiker und der benutzt das Tool.
Also dementsprechend bin ich da auch immer so ein bisschen skeptisch, wenn dann jemand AI-Filmemacher da rein stellt.
Entweder bist du Filmemacher oder bist kein Filmemacher, aber AI ist eben nur eins der Tools, die du benutzt.
Wahrscheinlich benutzt du auch noch Premiere.
Schreibst du Premiere-Filmemacher.
Aber ich glaube, das ist einfach ein Handwerkszeug.
Und wenn Sie so reinschreiben, AI, Filmemacher, dann wollen Sie vielleicht sagen, dass Sie in der Lage sind, die Modelle und Tools so zu nutzen, dass Sie eben in Ihrer filmerischen oder in Ihrer künstlerischen Arbeit auch KI nutzen können und in der Lage sind.
Klar.
Aber irgendwann wird das verschwinden, hoffentlich.
Also, dass es so im Alltag ist, dass man das nicht mehr betonen muss.
Aber das ist ja auch nicht unbedingt immer gewollt, oder?
Diese KI zu nutzen, vor allem in den Filmen und in der kreativen Arbeit.
Ja, da sind wir wieder bei der Angst und bei der Empörung vor allen Dingen.
Also ich habe das Buch unter anderem sehr wütend geschrieben, weil ich ja so viel, also wirklich Bullshit gehört habe darüber, was KI alles mit uns macht.
Die KI wird uns töten.
Also erstmal bin ich dafür, dass wir nicht mehr die KI sagen.
Denn das macht ganz vielen Menschen Angst, die sich noch nie damit beschäftigt haben.
Die denken nämlich, die Singularität ist schon da.
Also sowas wie, wo finde ich denn diese KI?
Mein Vater, gerne mal zitieren, und er hat dieses kleine Fenster in WhatsApp.
Dachte, dass das uns töten wird.
Und das hilft natürlich nicht, wenn das von der Presse aus so aufgenommen worden ist.
Klar, bei Filmemachern merke ich das.
Da gibt es jetzt gerade ein Beispiel.
Gestern habe ich mich darüber aufgeregt.
Und zwar ist das passiert bei einem der größten, beim Annecy Festival in Frankreich.
Das ist eigentlich das renommierteste Animationsfilmfestival.
Und da ist ein Film auf der Shortlist, und zwar ich möchte es richtig zitieren, deswegen gucke ich hier auch nochmal nach, der nennt sich Danse Macabre.
Ich meine Französisch ganz schlecht.
Von Hisko Hulsing.
Und der hat ein Making-of gemacht.
Muss man sich unbedingt mal auf YouTube angucken, wie er diesen Film gemacht hat.
Und der hat wirklich auf Leinwand gemalt.
Zu Musik, die er gehört hat.
Erst war die Musik da, dann hat er auf Leinwand seine Bilder ausgemalt.
Wirklich in Öl.
Und hat dann angefangen, aus diesen Bildern Szenen zu machen mit 3D-Operatoren in fünf Ländern.
Mit ganz vielen Menschen.
Das ist auch ein Film, der auch Arto unterstützt.
Und dann hat er versucht, auf die 3D-Modelle die Texturen draufzulegen und hat gemerkt, er kommt nicht weiter und hat dafür dann eine eigene KI-Modell trainiert, um diese Texturen so zu machen, wie sie in den Ölgemälen da sind.
Und weil er diesen kleinen Schritt mit einem Tool, was künstliche Intelligenz nutzt, gemacht hat, wurde der bei der Aufführung ausgebucht und fuck off, you're not one of us.
Und das ist halt so stumpf, dass halt Menschen in dem Moment, wo sie sagen, ja, da ist KI drin, das ist scheiße, das lehne ich ab.
Und ja, wir können über Energieeffizienz sprechen und wir können über Urheberrechte sprechen, aber ein Tool deswegen so abzulehnen und ein Menschen und ein Werk, vor allem wenn man sieht, wie das gemacht worden ist.
Da ist halt so viel Handarbeit drin, dass man das nicht einfach nur ablehnen kann, weil er an einem Schritt in diesem ganzen Prozess etwas genommen hat, was besser funktioniert.
Ja, ich glaube, das liegt daran, dass die Leute KI bzw.
alles, was damit zusammenhängt, anfangen so ein bisschen...
abzulehnen oder zu hassen.
Und zwar, ich glaube, diese anfängliche Angst, die schlägt momentan einen Hass um.
In den USA haben KI und Datencenter einen schlechteren Ruf als ICE, als die Behörde, die Leute deportieren.
Also ich glaube, über 70 Prozent der Leute, auch während der Arbeit, wollen die Tools gar nicht mehr verwenden.
Es hat keiner mehr Lust, sich wirklich damit zu beschäftigen, weil es so ein Overkill ist.
Und klar, ich meine, immer wenn eine neue Technologie reingedrückt wird irgendwo, scheitert die Adaption daran, dass große Teile der Bevölkerung und der Mitarbeitenden sich nicht abgeholt fühlen.
Und ich habe gerade so einen Post tatsächlich gelesen, dass in einem Lagerhaus, also die Mitarbeitenden haben sich immer beschwert darum, dass es viel zu heiß sei, um die Dinge zu packen in den USA und es wurde nie eine Klimaanlage angebaut.
Aber jetzt haben sie Roboter reingebracht, die bei der Lagerarbeit helfen und die Roboter, die können nur irgendwie unter 25 Grad richtig effizient arbeiten und schwupps wurde eine Klimaanlage eingebaut.
Das heißt, das ist bitter, ja.
Und dieses Gefühl, dass den Menschen, dass den Maschinen irgendwie den Vorzug gegeben wird und so weiter und dieses Gefühl der Ungerechtigkeit, das ist halt nicht sehr, also kommt bei Menschen nicht gut an.
Das liegt vielleicht auch ein bisschen daran, wer in den USA KI auch repräsentiert, welche Menschen dahinter stecken.
Der jetzt auch nicht die größten Sympathen, muss man einfach mal so sagen.
Und dementsprechend, klar, ist die Ablehnung einerseits da, andererseits ist sie natürlich auch ganz oft unbegründet.
Also wenn man erstmal Menschen dazu bekommt, sich damit zu beschäftigen, also ich habe ein paar Musikerfreunde, die wirklich von der Musik leben.
die ich jetzt über Jahre daran geführt habe und immer wieder in Gesprächen oder auch den Tools gezeigt habe, was man wie machen kann und die jetzt langsam kapieren, okay, das kann man damit machen.
Und natürlich gibt es auch das Problem des Urheberrechts auch weiterhin.
Und da kann ich nur jedem empfehlen, mal den Papstbrief zu lesen.
Ich hätte auch nicht gedacht, dass ich diese Worte mal sagen würde.
Ja, aber es ist halt wirklich so, dass wir Urheberrecht, Patentrecht vielleicht mal neu denken sollten, gerade wenn wir große Systeme haben, die auf dem Wissen der gesamten Menschheit basieren.
Was geben wir an die Menschen zurück?
Und ich finde diese eine Frage ganz schön.
Warum sollte jemand an einer Idee partizipieren, wenn wir mal über Patente sprechen, nur weil er sie zuerst hatte?
Also das finde ich total spannend, weil jemand anders kann ja die gleiche Idee auch haben.
Und warum sollte das nicht der Menschheit zugutekommen, wenn wir gerade jetzt auch Maschinen dazu nehmen, neue Ideen auszuarbeiten?
Und das heißt andererseits Urheberrecht in der Musik, wenn wir Werte von Dingen uns angucken oder von Werken die Werte uns angucken, dann sind die ja teilweise wirklich schon über die letzten Jahrzehnte schon sehr obskur.
Also warum?
ist eine Madonna-Milliardärin.
Und jetzt ein anderer Musiker, der vielleicht genauso hart arbeitet und gute Musik macht, kann gerade mal davon nicht leben oder muss von der Künstlersozialkasse leben.
Das ist schon ziemlich ungerecht angelegt, auch in den 80ern und 70ern, die Musikindustrie.
Und jetzt kommt Spotify dazu.
Das hilft auch wieder nur den großen Musikern.
Und jetzt haben wir wieder ein Urheberrechtsproblem, wenn Maschinen trainiert worden sind mit Werken von anderen Menschen.
Und ich glaube, dass wir natürlich die Plattforminhaber oder die KI-Anbieter, die mit unserem Wissen quasi Profite machen, müssen wir damit auch besteuern.
Also irgendwas muss zurück an die Menschheit fließen, sonst wird dieses System nicht funktionieren auf Dauer.
Ja, ich meine vor allem das Problem ist natürlich, dass das...
öffentliches Wissen ist, wenn du so möchtest und das privatisiert wird und die Gewinne werden privatisiert.
Aber wie würdest du das ausgestalten?
Je mehr man darüber nachdenkt, das komplexer wird es.
So eine Maschinensteuer oder Robotersteuer.
Die Ideen gab es ja schon lange.
Genau.
Bedingungsloses Grundeinkommen.
Vielleicht fängt man mal mit Modellen an.
Also wir sollten es wenigstens mal ausprobieren.
Also ich wäre, man muss einer Dystopie immer eine Utopie entgegenstellen, um dann irgendwas in der Mitte zu finden.
Und im Moment gucken wir uns die Dystopie an und sagen, ja, tja.
Und da könnten wir als Europa wirklich Modelle erschaffen.
Warum muss ich einem amerikanischen Konzern 20 Dollar im Monat zahlen, damit ich dieses System, was auf dem Wissen der Menschheit beruht, nutzen darf?
Warum gibt es keine Volks-KI, eine europäische, die wir mit dem Rundfunkbeitrag einfach bezahlen?
Warum haben wir das nicht?
Warum arbeiten wir nicht daran?
Ich wäre bereit, da jederzeit rufen Sie mich an, Herr Merz, ich komme vorbei.
Können wir uns gerne mal hinsetzen und mal die ersten Utopien aufbauen oder wer auch immer gerade den Topf hat.
Herr Söder, ich komme nach Bayern.
Ja, aber das ist ja das Lustige, dass in dem Moment, wo man bedingungsloses Grundeinkommen sagt, alle sagen, ja, die Hängematte des Lebens, dann ruhen sich alle Leute aus.
Und wenn man alle Modellversuche mal anguckt, die weltweit gelaufen sind mit dem bedingungslosen Grundeinkommen, dann ist es eben nicht so.
Menschen arbeiten mehr und sind freier in ihren Entscheidungen.
Und es gibt einen ganz kleinen Prozentsatz, die dann sagen, ja, dann muss ich gar nicht mehr arbeiten.
Die anderen...
gehen plötzlich Risiken ein, weil sie eine Art Sicherheit haben und arbeiten unternehmerisch und viel mehr.
Also da gibt es jede Menge Studien und Modellstudien dazu.
Wenn man das aber deutschen Politikern vorschlägt, also selbst...
Das ist politischer Selbstmord in Deutschland auf jeden Fall.
Das Argument kommt immer, Arbeit muss auch wertgeschätzt werden.
Wo ich sage, ja, aber das ist doch in den Studien, dass die Leute mehr arbeiten und dann auch sich was dazu verdienen.
Also ja, sorry.
Nein, nein, ich teile das im Prinzip.
Sam Altman hat zum Beispiel da ein Experiment gemacht, in dem er ein paar tausend Leuten dieses bedingungslose Grundeinkommen gezahlt hat.
Da waren die Ergebnisse tatsächlich gemischt.
Ich glaube nur, dass...
dass all diese Studien und all diese sehr kleinen Kohorten in den Experimenten keine wirklich validen Ergebnisse liefern.
Das heißt, das Einzige, wie man weiterkommt, ist einfach mal machen und einfach mal ausprobieren.
Und ich denke auch, was du sagst im Hinblick auf die Modelle, das Gegenargument ist natürlich, dass der Staat niemals kompetitiv sein könnte mit irgendwie Google-Meta, OpenAI, Anthropic und so weiter.
Klar.
Aber bewiesen haben wir es nicht.
Also das heißt, es gab verschiedene Initiativen, ich würde sagen, Aleph Alpha und dergleichen.
Aber am Ende muss man trotzdem, glaube ich, kommen wir nicht weiter, indem wir lange darüber sprechen.
Ich glaube, wir kommen als Gesellschaft und auch als Land und so weiter weiter, indem wir es einfach mal machen.
Einfach ausprobieren.
Das heißt, die Leute sollen probieren, gründen, versuchen und dann mit jeder Iteration werden wir schlauer.
Und das Gleiche, glaube ich, gilt für das bedingungslose Grundeinkommen, auch für die Robotex.
Also meines Erachtens müssten wir die auf jeden Fall besteuern, weil was machen wir, wenn wir in einem Unternehmen 100 Leute mit Modellen bzw.
also mit Bots ersetzen in irgendeiner Form?
Wie willst du das machen?
Ja, ich meine am Ende des Tages, das ist ja so ein spannendes Modell, wenn jetzt Elon Musk, um ihn mal zu nennen und seinen Roboter, der jetzt in den Fabriken von Tesla arbeitet, wie heißt er noch?
Ich wollte jetzt gerade Kolossos sagen, aber fällt mir gerade nicht ein.
Sein humanoider Roboter, der jetzt anfängt, da zu arbeiten.
Wenn jetzt alle Arbeiter, die gerade einen Job bei Tesla in der Fabrik haben, ersetzt werden dadurch, dann haben wir ja gar keine Menschen mehr, die Geld verdienen, um ein Auto zu kaufen.
Das funktioniert ja auch wirtschaftlich nicht.
Also wenn alle Arbeiter plötzlich ersetzt werden und keinen Verdienst mehr haben, wird ja niemand mehr etwas produzieren, was irgendjemand kaufen kann.
Das heißt, wir werden irgendwann an einen Kipppunkt kommen, wo es gar nicht mehr anders geht als bedingungsloses Grundeinkommen.
zu bringen oder darüber nachzudenken beziehungsweise das einzuführen.
Aber Roboter an sich wird auch das nächste spannende Thema, wenn KI halt physisch wird und in unsere Häuser einzieht.
Also da freue ich mich ganz besonders drauf.
Auch da können wir und müssen wir als Europa auch jetzt schon anfangen, die Regularien für zu schreiben.
Weil nur weil ich mir eine Hardware kaufe, heißt das ja noch nicht, dass ich dann nicht frei in der Entscheidung bin, welches KI-Modell ich auf dieser Hardware laufen lasse.
Das heißt, man müsste eigentlich jetzt Roboterherstellern für humanoide Pflegeroboter, Haushaltsroboter eigentlich jetzt schon mal die Ketten anlegen und sagen, ja, ihr dürft das ausliefern, aber der User darf selbst bestimmen, welches KI-Modell er da drauf laufen lässt.
Und er darf dann auch sein gelerntes und erlerntes Verhaltensmuster oder das, was er dieser Maschine antrainiert hat oder mitgegeben hat, also trainieren ist fachlich da ein bisschen falsch, werde ich wieder kritisiert von den Mathematikern.
Ja, alles will.
Dass man das mitnehmen kann, wie eine Seele.
So, dass ich aber jetzt zum Beispiel, ich kaufe mir die Hardware von Tesla, lasse da aber...
weiß ich nicht, was für ein Modell drauflaufen, aber alles, was ich dann antrainiert habe, wenn ich dann nach einem halben Jahr zu Gemini wechseln möchte und das in meine Hardware packen möchte, dann muss ich eine Seele mitnehmen können, um das wieder aufzutrainieren.
Also da müssen wir als Gesellschaft und wahrscheinlich auch weltweit als Gesellschaft, müssen anfangen, diesen Konzernen Regularien mitzugeben.
Was passiert mit Maschinen, die in unserem Haushalt bei uns zu Hause sind, die uns den ganzen Tag auch begleiten?
Das ist natürlich ein heeres Ziel.
Das Loslösen von Hardware und Software klappt in den wenigsten Fällen.
Also ich meine, die wenigsten Telefone erlauben das.
Du kannst, glaube ich, Linux auf irgendeinem Android oder so laufen lassen, wenn du richtig fancy bist.
Aber die meisten haben aufgegeben, inklusive mir.
Das heißt...
Also das wird sehr schwer.
Die Einzigen, die es geschafft haben zum Beispiel, was ich ganz interessant finde, sind die Israelis, die, wenn sie Jets kaufen, die stripped off von jeglicher Software und so weiter mitnehmen.
Weil die haben ja auch das Operating-System, was auf den Kampfjets aufgespielt ist, wenn man das mal so versimplifiziert sagen möchte.
Dann ist das natürlich auch immer das Einfallstor, die zu überwachen.
Und deswegen haben die Israelis zum Beispiel, kaufen die komplett naked, bare sozusagen.
Also das durchzusetzen wird schwer sein, weil...
die Subscription mit dem Roboter natürlich wieder der Sweet Spot sein wird und nicht die Hardware an sich.
Das ist so ähnlich wie beim Tesla.
Ja, wir haben ja aber auch schon, also wir dürfen nicht vergessen, dass wir ein riesiger Markt sind als EU.
Also da ist es schon, also wir haben es auch geschafft, ist jetzt ein kleines Beispiel, dass plötzlich alle USB-C benutzen und nicht jeder sein eigenes Ladegerät mitbringt.
Das ist ein kleiner Schritt, aber man muss es ja wenigstens probieren und gucken, wie weit man kommt und das muss man jetzt auch vorbereiten.
Ich finde das total spannend, ich freue mich richtig auf meinen ersten Roboter, der hier durch die Gegend läuft.
Hast du noch keinen so einen Staubsauger, so einen Staubsauger-Roboter?
Ja, also ich habe die, also natürlich, ich habe schon drei.
Ich habe einen Rasenmäher-Roboter, einen Staubsauger-Roboter und einen Fensterputz-Roboter.
Dem Fensterputz-Roboter gucke ich sehr gerne zu.
Weil der ist sehr niedlich, weil es ist nicht so einfach, wie man sich das vorstellt.
Es ist so ein Teil, das saugt sich fest und hat so einen Schwamm.
Und das geht auch nicht mit saudreckigen Fenstern.
Und man muss dann immer so ein Reinigungsmittel vorher auf diesen Schwamm packen und dann saugt er sich so am Fenster entlang.
Und wenn man zu viel Reinigungsmittel drauf tut, dann kann er sich nicht mehr festsaugen und rutscht dann.
Und sagt dann immer mit so einer leidigen Stimme, Hello, I'm slipping.
I'm slipping.
Und dann muss man da hin und muss das so ein bisschen sauber machen und dem helfen.
Das ist halt wirklich wie so ein kleiner Hilfl...
Ja, so ein hilfloser Käfer, der dann so rutscht und dann gibt er Alarm.
I'm slipping.
Also wie gesagt, ich freue mich da tierisch drauf, weil das ist eine Ära, dass ich die noch erleben darf.
Das ist halt...
Das macht mir Freude.
Also ich freue mich jetzt schon auf meinen ersten Roboter, der hier...
rumstammelt und versucht, meine Spülmaschine auszuräumen.
Das wird witzig.
Das wird total.
Ich habe gerade gestern wieder gesehen, dass die Roboter immer noch sehr damit strugglen, Wäsche zu falten.
Ich hatte mal Bonita Grupp im Podcast und sie befragt, was in der Textilwelt denn gerade alles mit KI passiert.
Und die hat mir natürlich gesagt, ja, weißt du, wir tracken genau, wenn die Näheren älter werden, dann sind sie nicht mehr so schnell, dann setzen wir sie für andere Dinge ein und so weiter.
Also die haben auch sehr viel KI schon im Unternehmen.
Und sie hat mir erklärt, dass die...
dass das Falten von elastischen Dingen für Roboter und also für KI, also vor allem für die Hardware für Roboter selber, wahnsinnig kompliziert ist und quasi nicht zu machen.
Und ich sage jedes Mal, Wahnsinn, wir fliegen auf den Mond, aber können keine Wäsche falten.
Es gibt da gerade so ein Programm, da habe ich neulich gesehen, wo Menschen quasi mit einer Kamerabrille, verschiedenen Objektiven da drauf.
dabei gefilmt werden, wie sie Wäsche falten, um dann Modelle daraus zu erstellen, dass Roboter das hinkriegen.
Da sind gerade große Gruppen.
In Ländern der dritten Welt werden bezahlt, um Wäsche zu falten und dabei gefilmt zu werden.
Zwei Dollar, die kriegen zwei Dollar die Stunde.
Und das ist immer im globalen Süden.
Das ist natürlich, ich will sagen, die Werkbank des globalen Nordens, wenn man so möchte.
Aber die werden vor allem in Indien, werden sie bei der Hausarbeit gefilmt.
Am Anfang fand ich das ganz schrecklich, weil ich dachte, das ist ja entwürdigend, mit so einer Kamera seine Tagesabläufe oder auch seine Arbeitsabläufe zu filmen und dergleichen.
Und dann habe ich mir mal die Startups in Indien angeschaut, die das machen.
Und dann deren Slogan, und ich fand das ganz faszinierend, ist, we pay you for something nobody else will pay you for.
Und dann dachte ich so, vielleicht haben sie damit die Chance, den ganzen Hausfrauen, die halt diese ganze Carework machen, die den ganzen Tag für nichts bezahlt werden quasi, aber sieben Kinder großziehen müssen und so weiter, vielleicht verdienen die sich einfach mal ein paar Dollar dazu.
Die kriegen also zwei Dollar, das ist sozusagen der Niedriglohn, aber das ist trotzdem der Durchschnittslohn für ungelernte Arbeitskräfte im Global, also in Indien vor allen Dingen.
Ich spreche jetzt über Indien.
Und das finde ich fast ganz interessant, weißt du?
Das heißt, wir müssen da einen ganzen Tag tragen.
Viel besser als wir, die wir kein Geld kriegen und große Algorithmen an uns trainiert werden.
Jedes Mal, wenn wir Spotify aufmachen, TikTok oder manche sogar noch Facebook.
Da werden wir nicht bezahlt für und trotzdem werden wir getrackt und unsere Bilder werden analysiert und uns wird Werbung ausgespielt.
Und manche bezahlen sogar noch dafür.
Also dementsprechend ist das ein ehrlicheres Geschäftsmodell.
Finde ich auch.
Also ich meine, mit drei Kindern wasche ich nonstop.
Das heißt, ich werde dafür auch nicht bezahlt.
Ich habe mir inzwischen übrigens, fun fact, eine Bügelmaschine quasi gekauft.
Das ist wie so ein Luftballon, da stülpst du das Hemd drüber und machst es an und gehst weg.
Und vier Minuten später ist das Ding glatt.
Es ist game changing.
Aber da ist nur KI drin.
Ja, ja, also es gibt so ein paar Haushaltsgeräte, auf die man nicht verzichten möchte.
Also ich bügel keine Hemden, da habe ich mich einfach mal von weg bewegt.
Dementsprechend, aber ich würde es wahrscheinlich auch kaufen, wenn ich Hemden...
Alles, auch T-Shirts.
Du machst es einfach an.
Wenn ich einen Roboter trainieren würde, wie man T-Shirts zusammenlegt, das wäre der größte Chaot überhaupt, weil meine T-Shirts sind individuell zusammengelegt.
Es gibt kein Muster.
Es ist Kunst.
Ja, es gibt ungefähr ein Muster, aber das geht sehr schnell.
Das ist aber auch super.
Es reicht.
Ich muss nur den Schrank sehen.
Mein Roboter wird irgendwann sagen, um Gottes Willen, der wird es auf jeden Fall besser machen.
Aber wie nutzt du KI sonst für dich selber?
Hast du irgendwie Use Cases oder hast du es zum Beispiel für dein Buch verwendet eigentlich?
Ja, also das ist das Ganze, die ganze Einleitung erkläre ich, wie ich KI verwendet habe.
Also ich habe das Buch eindiktiert, so 80 Prozent, also wirklich in mein iPhone reingesprochen.
Dann habe ich das transkribiert, also erstmal mit Notebook LM, um dann festzustellen, dass Apple still und heimlich in die Sprachmemos eingebaut hat, Transkript kopieren.
Das haben die...
Mir nicht gesagt, habe ich dann so nach ein paar Wochen festgestellt, dass ich das einfach kopieren kann und in eine E-Mail packen kann.
Das habe ich vormittags gemacht.
Ich bin auch richtig so nach England gefahren für einen Monat, um das Buch zu schreiben.
Und bin da jeden Vormittag über die Hügel von Somerset gelaufen und habe rein diktiert, teilweise schreiend, weil ich mich so aufgeregt habe.
Musste dann natürlich aus den Transkripts immer die Begegnungen mit fremden Hunden und anderen Spaziergängern rausnehmen.
weil ich einfach das Mikro weiter ablaufen lassen.
Dann habe ich den Text genommen und erst mal händisch bearbeitet, um dann auch festzustellen, was fehlt mir.
Habe mir dann Vorschläge machen lassen, wie ich zum Beispiel, wenn du diktierst, machst du teilweise Monster-Nebensätze.
Habe halt gesagt, identifiziere mir die mal und sag mal, was ich aus diesem Monster-Nebensätzen bauen kann.
Und analysiere mir vor allen Dingen auch Fehler.
Ich habe zum Beispiel herausgefunden, dass ich in Zeiten springe.
Aber das meiste habe ich dann händisch im Lektor überarbeitet.
Und was sehr geholfen hat, war die Struktur des Buches zu überarbeiten und Quellenarbeit zu machen.
Lustigerweise, Quellenarbeit ist auch spannend, immer über drei Modelle laufen lassen, damit man Halluzinationen rausholt.
Denn da wurden Wissenschaftler zitiert, die gab es gar nicht.
Also in einem Modell.
Und dann muss man das immer mit einem anderen Modell gegenlaufen lassen.
Und Quellenarbeit war wirklich viel, das hat sehr geholfen.
Aber ansonsten, ja, da sind mir wahrscheinlich bei irgendwelchen Formulierungen auch der ein oder andere KI-Fehler untergelaufen.
Ich würde es jetzt beim zweiten Buch vielleicht anders machen, aber ich würde sagen, das hätte natürlich am Anfang, als der Verlag mich angefragt hat und sagte, schreib mal ein paar Probekapitel, dachte ich so, ja klar, das macht KI alleine.
Aber so ab 3000 Zeichen merkt man dann so, nee, das kann weder ein Chat-GPT noch ein Gemini, kann dir dann sinnvollen Text zusammenbauen.
Also ich weiß nicht, wie es jetzt ist, ob das über 3000 Zeichen hinausgeht, aber nee, das war schon sehr, sehr viel Handarbeit.
Das hat ja auch anderthalb Jahre gedauert, bis das Buch fertig war.
Oh wow.
Ja, ich finde tatsächlich, das Schreiben, es bringt ja auch Spaß.
Also alles, was ich schreibe, schreibe ich selber, weil ich denke, dass die...
Ich habe einfach Freude daran.
Ich finde, es ist so ein bisschen die Kunst auch.
Und wenn man gute Sätze zusammenbringt oder gute Gedanken aufs Papier bringt oder auf den Bildschirm bringt, dann freue ich mich darüber immer.
Oder auch gute Einleitung, weißt du, so, und das Ganze zu machen.
Ich finde es aber beeindruckend, dass du das alles diktiert hast, weil dann musst du ja die Gesamtstruktur im Kopf gehabt haben.
Und ich habe während meines Jurastudiums musste ich immer als Tippse, würde ich sagen, arbeiten.
Also, nee, es heißt wissenschaftliche Mitarbeiterin.
Aber es war de facto Schreiben nach Diktat von den Anwälten, die dann irgendwie mit ihrem Diktiergerät immer gesagt haben, und darüber hinaus, bla bla bla, Punkt.
Und dann saß ich halt so ein Pedal am Fuß und muss dann immer Stopp machen und dann tipp, tipp, tipp.
Da konnte keiner so gut diktieren.
Woher kannst du denn das so gut?
Naja, ich meine, das Diktieren ist das eine, das andere ist halt wirklich frei zu reden.
Also wenn man Gedanken hat, die Struktur hatte ich vorher, also ich wusste, welche Teile ich besprechen will, das ist dann eine Essay-Sammlung gewesen.
Und diese Essaysammlung dann auf die Struktur zu legen und zu sehen, ah, guck mal, hier fehlt mir noch ein Übergang oder hier fehlt mir noch eine Herleitung oder hier fehlt mir eine Recherche.
Das war dann die Nacharbeit.
Aber wirklich dieses Laufen und Gedanken durchschreiten.
Also ich habe mich ja nicht hingesetzt nur und habe angefangen zu reden, sondern ich habe das beim Spazierengehen gemacht.
So habe dann angefangen zu reden, habe mich warm geredet.
Da sind auch Teile rausgeflogen.
Wiederholungen.
Ich habe mich auch...
teilweise, wenn ich mich aufgeregt habe, zehnmal dasselbe hintereinander gesagt.
Das fliegt dann natürlich raus.
Irgendwann habe ich mich dann auch hingesetzt.
Es war sehr warm.
Wenn ich dann ruhiger wurde, so angefangen wirklich mit Pace zu sprechen.
Das übt wahnsinnig, um dann auch, also ich, klar hilft natürlich auch Podcast und einfach mal eine Stunde durchreden zu können.
Aber am Ende des Tages Gedanken zu durchschreiten, das kann ich, glaube ich, ganz gut.
Ja, okay, sehr gut.
Das heißt aber, okay, du hast drei Modelle, wenn ich jetzt nochmal die KI-Seite mir angucke, du hast drei Modelle quasi dafür genutzt am Ende?
Nee, ach, mehr.
Wir haben alle Modelle auch einmal die Struktur durchlaufen lassen.
Ich habe drei Modelle benutzt, um Quellenarbeit zu machen.
Ah, um Quellenarbeit zu machen, okay.
Genau, weil Quellenarbeit war halt wirklich, da kamen so Wissenschaftler raus, die gab es einfach gar nicht.
Und an Universitäten, die es nicht gab.
Das eine Modell hat sich Sachen ausgedacht und das andere hat gesagt, nee, stimmt nicht.
Ja, ich mache das auch immer so tatsächlich.
Also ich habe die immer, ich habe es auch an den drei großen Modellen, lass es gegenchecken.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich noch nie das erlebt, dass nicht halluziniert wurde.
Nee, das passiert ganz toll.
In 100% der Fälle, musst du mir überlegen.
Aber wir haben ja auch, mein Geschäftspartner und Freund Birger hat natürlich auch geholfen, der selber sehr, sehr gut schreiben kann.
Und ich habe natürlich einen Lektor von Rowold dabei gehabt, der...
mir auch Sachen um die Ohren gehauen hat.
Also das ist eigentlich die schlimmste Arbeit.
Die schlimmste Arbeit an so einem Buch ist in dem Moment, wo du es abgibst und dann bekommst du es vom Lektorat zurück.
Please fix.
Das ist dann so ein Google Docs Dokument.
Das machst du auf und dann siehst du die ganzen Anmerkungen.
Und du hast keine Ahnung, wie viel Arbeit eine Anmerkung ist.
Ja, doch, habe ich.
Nee, eben nicht, weil du gehst das Dokument durch und sagst, manchmal ist es einfach nur schiefes Bild.
War das, was ich meinem Lektor Erik, liebe Grüße an dieser Stelle, habe ich ihm irgendwann gesagt, wenn du mir noch einmal schiefes Bild reinschreibst, dann zeige ich dir, was ein schiefes Bild ist.
Ich komme zu dir nach Hause und hänge deine Bilder um.
Aber es war wirklich so, dass manchmal steht da einfach eine Überleitung fehlt und dann weißt du nicht, wie mache ich jetzt eine Überleitung?
Da sitzt du dann einen Tag dran, beim anderen ist, such dir ein neues Wort aus.
Da bist du in fünf Minuten durch, aber du siehst halt diese 240 Seiten Anmerkungen und weißt nicht, bin ich jetzt in der Woche damit durch oder brauche ich einen Monat für diese gesamte Überarbeitung?
Und das hat mich wahnsinnig gemacht.
Das ist wirklich painful.
Ich promoviere ja gerade, deswegen müssen wir immer sehr viel schreiben und so weiter.
Und wenn du dann auch Anmerkungen am Rande bekommst, und da geht es ja in eine Revision, in die nächste Revision, du weißt gar nicht, wer deine Arbeiten gegenliest zum Teil.
Das geht dann durch kritische Augen der Konkurrenz, wenn du so möchtest, durch andere Wissenschaftler.
Es ist so, als würde man die Hosen runterlassen permanent.
Und dann ist es auch noch so, ich sehe dann im Nachhinein, nachdem ich es abgegeben habe, sehe ich dann die ganzen Fehler, was auch immer besonders super ist.
Und vor allen Dingen, ich finde...
Wenn man etwas abgibt oder fertig ist mit etwas, dann ist es so, als würde man einen Raum schließen und rausgehen und weitergehen.
Und wenn man dann wieder daran erinnert wird, dass es hier 278 Dinge gibt, die man wieder nochmal bitte darlegen, näher erklären, rausnehmen und so weiter.
Das ist so, als würde man zurückgezogen werden in so ein altes Haus, wo man nicht wieder reingehen will und wieder die Tür aufmachen und sich wieder reinsetzen, damit auseinandersetzen.
Also es ist wahnsinnig viel Arbeit.
Aber es macht auch wahnsinnig Spaß.
Also ich mache das gerne auch nochmal.
Dementsprechend mal gucken, was da noch kommt.
Ich bereite das vielleicht schon vor, man weiß es nicht, dass das vielleicht nochmal passiert.
Aber ansonsten, außerhalb des Schreibens nutze ich natürlich fürs Produzieren, vom Podcast, für Musik, für...
Für deine Bilder.
Erzähl mir einmal ganz kurz, wie du das machst.
Anschluss.
Frag mich nächste Woche, dann mache ich es anders.
Also das ist halt sowieso immer die Frage nach Tools.
Sag ich immer, wenn mich jemand fragt, welche Tools hast du benutzt, dann sage ich alle.
Weil nächste Woche werden es andere sein, weil einfach andere besser werden.
Also ich kann auch niemandem jemals sagen, was er benutzen soll.
Weil jeder kommt auch mit jedem Tool anders.
Einer kann mit Öl super Bilder malen, der andere kann das mit Bleistift zeichnen.
Die letzten Wochen, okay.
Was hast du genutzt für die Bilder?
Weil die sind einfach sehr, sehr, sehr gut.
Also ich mache auch viel mit, und meine Bilder sehen immer aus.
Und deine sehen sehr, sehr gut aus.
Und ich bin immer zwischen, also vor allem Gemini und die Google-Modelle, nicht Gemini, sondern die Google-Modelle und OpenAI nutze ich so.
Aber was nennst du?
Sag mal bitte.
Also, ich kann nur jedem empfehlen, irgendwelche Metatools zu benutzen.
Da kann man Hicksfield nehmen, wo viele Modelle drin sind.
Hicksfield?
Verlinken wir auch.
Nee, nee, brauchst du nicht verlinken.
Oder zum Beispiel Adobe Firefly.
Adobe Firefly, ich bin im Adobe Partnerprogramm auch, kann ich hier offen drüber sprechen.
Es gibt so ein...
Worldwide AI VIPs Partnerprogramm und ich darf auch Betas testen und so weiter und was gut ist an Firefly ist, dass du alle Modelle in einem Toolkit hast.
Das heißt, du hast die Fluxmodelle, du hast die Nano-Banana-Modelle, du hast die Chat-GPT-Modelle, die Bild-Modelle in einem Tool.
Das heißt, du kannst deinen Prompt einfach mal durch alle Tools durchlaufen lassen, um zu gucken, welches Modell läuft am besten.
Und der Trick ist natürlich, sich schon beim Prompt helfen zu lassen.
Also ich mache es unterschiedlich, ob ich den Prompt, ich diktiere den Prompt auch.
Entweder ChatGPT oder Gemini, sage ich, ich möchte ein Bild, in dem Richard David Precht folgendes macht.
Was weiß ich, er malt Angela Merkel, hat dabei nur eine Hose an.
Und ich erzähle manchmal fünf Minuten lang, was ich denn so sehe.
Also was ich vor meinem inneren Auge sehe, erzähle ich fünf Minuten.
Ein KI-Modell, Gemini oder ChatGPT.
Dann gucke ich mir diesen Prompt an, sage, mach mir einen Prompt.
Mach mir nicht ein Bild, mach mir einen Prompt.
Okay.
Dann nehme ich diesen Prompt, verändere den.
Also je nachdem, weil da kommen manchmal Sachen rein, die will ich gar nicht so sehen.
Das Schöne ist, dass...
Man dann auch gleichzeitig eine Ästhetik mit eingeben kann.
Also wenn man selber sagt, ich möchte, dass es aussieht wie aus einem Modemagazin oder einem Streetwear-Magazin, fotografiert super Hochglanz, dann wird es übersetzt in die Sprache eines Fotografen und eines, so sind ja auch die KI-Modelle, die Bilder machen, trainiert worden.
Dass sie halt Kameramodelle nennen und Filme nennen können, mit denen das fotografiert worden ist, die ich vielleicht gar nicht weiß.
Das heißt, ich lasse mir schon beim Formulieren des Prompts helfen, um es dann in eine generative Bild-KI einzugeben.
Dann arbeite ich meist mit dem Bild, dass ich das nochmal in Photoshop packe.
Ganz klassische Grafikarbeit, daran rumarbeite, was mir nicht gefällt.
Photoshop hat inzwischen auch KI-Modelle, denen man ausarbeiten kann oder Sachen wegmachen kann.
Und dann gehe ich nochmal zu einer speziellen...
trainierten KI, in denen ich Gesichtern trainiert habe.
Also unter anderem das Gesicht von Markus und von Richard und verändere das Gesicht nochmal so, dass es ihnen besonders ähnlich sieht, weil Nano-Banane und ChatGPT-Image das nie so hinkriegen.
Daher die Präzision.
Das sind ja Kunstwerke dann jedes Mal.
Das ist ja nicht einfach so mal eben generiert, so ey mach mir ein Bild, Markus Landmann irgendwie Holzhacken.
Nein, ich meine das ist ja ein halber Tag Arbeit.
Ne, das ist ein Workflow, der geht recht schnell.
Also ich kann das inzwischen sehr, sehr schnell, weil ich das Handwerk halt weiß, was ich wo machen muss und wie rein trainieren.
Und dann nehme ich wirklich im Photoshop nur das Gesicht nochmal raus, gebe das in eine andere KI und sage, mach mir da raus Richard David Precht.
Weil das hat mich wirklich überrascht an deiner Arbeit sozusagen oder an deinen Bildern.
Und das, finde ich, differenziert sie auch von anderen, dass es einfach zu 100 Prozent Treffer sind.
Das ist eine Orchestration.
Am Ende des Tages ist es eine Orchestration von sechs, sieben verschiedenen KI-Modellen plus Handarbeit im Photoshop.
Also das ist ja auch so, wenn sich Menschen vorstellen oder dann so drunter schreiben, AI-Slop.
Nee, AI-Slop ist, wenn ich einfach nur auf den Knopf drücke und sage, mach mir ein Bild.
So, das passiert ja nicht.
Also das ist auch dieses, ich bin es leid, Menschen AI-Slop zu erklären, wie ich das sehe.
Auch Filme, die ich mache.
Ich habe jetzt gerade für die NATO-Konferenz in Berlin den Eröffnungsfilm gemacht.
Der wird irgendwann auch demnächst mal...
Da ist jedes einzelne Bild so gebaut, wie ich es dir gerade erklärt habe.
Außer, dass Richard und Markus nicht drin vorkommen.
das animiere, ist das ein gebautes Bild, an dem ich teilweise einen Tag sitze, um dann eine Animation daraus zu machen, die ich auch wieder verbessere und jeder Schritt und am Ende wird es handwerklich mit Timing auf Musik geschnitten, wie ich klassisch einen Film produziere und das hat nichts mit, ich drücke auf den Knopf und sage, mach mir einen NATO-Film.
Für die Eröffnungskonferenz, den Eröffnungsfilm.
Das haben Menschen in der Vorstellung, wie sowas produziert wird, aber es ist halt am Ende eine Orchestration und Handarbeit.
Ja, Wahnsinn.
Und so sollte es eigentlich sein, finde ich.
KI sollte die Menschen augmentieren.
Das heißt, es ist ja nicht so, dass du irgendwas quasi ersetzt, sondern du wirst durch die KI noch besser.
Ich finde, du bist das beste Beispiel dafür, wie KI einfach eingesetzt werden sollte.
Das heißt, du hast besseren Output oder anderen Output, beziehungsweise du bist kreativ.
Mit KI, dann KI, aber nicht durch KI sozusagen.
Nee, das Bild entsteht ja in meinem Kopf.
Also ich sitze da ja wirklich wie, also auch da wieder das Diktat.
Ich diktiere rein, was ich in meinem Kopf sehe und manchmal mache ich dabei sogar die Augen zu und lehne mich zurück.
Und lustigerweise unterhalte ich mich auch übrigens gar nicht mit irgendwelchen Chat-KIs.
Also ich lasse die nie antworten.
Die geben mir nur Text-Output.
Ich will Netto-Text.
Ich sage denen, was zu tun ist und kriege Netto-Text.
Ich möchte da nicht, das ist eine wirklich tolle Idee für ein Bild.
Nee, halt's Maul, das weiß ich.
Klappe halten und one.
Ja, und vielleicht kommt es auch daher, dass ich wirklich 2004 wirklich ganz tief in Mustererkennung gearbeitet habe, um, ich erliege nie diesem Mythos, einem Wesen gegenüber zu sein oder mich mit einem Wesen zu unterhalten, sondern ich habe 2004 wirklich mit den Kollegen ein Modell entwickelt, was Sprache in E-Mails erkennt.
Und zwar Mustererkennung.
Und da geht es wirklich dann um diese klassischen Quintupel, Quadrupel, linguistische, wie zerlege ich Worte.
Inzwischen macht man das mit Tokens, da hatten wir nicht genug Arbeitsspeicher für.
Aber wenn du siehst, wie so eine Erkennungsmaschine arbeitet auf dem niedrigsten Level, dann fällt es dir schwer, ein Wesen in diesem Computerprogramm zu sehen.
Und deswegen möchte ich auch gar keine Antworten.
Ich möchte gar nicht, dass das Ding mit mir spricht.
Das kann dann der Roboter machen.
Ja, genau.
Es ist ein semantischer Ozean der Wahrscheinlichkeit.
Ja, genau.
Und dementsprechend, ja, wenn euch das auch auf den Keks geht da draußen, dass da immer diese tollen Antworten kommen mit, ja, das ist eine super Idee, Andreas.
Lass uns das tun.
Das könnt ihr abstellen.
Einfach nur selber rein diktieren.
Lasst es euch als Text rausgeben.
Das erleichtert das Leben ungemein.
Ja, finde ich auch.
Mir gibt es auch nichts, wenn mir die KI antwortet, es sei denn, ich habe halt dedizierte Fragen und ich sage auch immer, ich möchte mal Zeit haben, dass ich mich mit so einem Modell einfach einschließe und denen einfach diese ganzen Fragen, die sich die letzten 40 Jahre, wie auch immer, aufgebaut haben, die möchte ich einfach mal stellen und dann hinterher weiß ich, bin ich schlauer.
Es gibt so viele Sachen, ich habe das Gefühl, ich habe einfach große Wissenslücken.
Ich habe zum Beispiel, ich hätte...
noch nie einen Fernseher.
Ich habe jetzt seit einer Woche, ich bin bei Magenta reingelaufen, bei Telekom, habe gesagt, ich brauche einen Fernseher, bitte.
Ich hatte, ja, popkulturell, ich habe so keine Ahnung.
Ich weiß es wirklich nicht.
Ich bin neuerdings bei lauter Social Events.
Ich weiß gar nicht, wer diese Menschen sind, ja.
Und da sind Leute ganz ehrfürchtig und sagen, das ist so und so.
Und ich denke immer so, und who the fuck is this?
Ich habe keine Ahnung, ja.
Aber da gibt es doch ganz tolle Möglichkeiten.
Aber dazu will ich eine KI haben.
Ich möchte einmal das alles durchsprechen, so die gesamte Popkultur der letzten 30 Jahre durchsprechen zum Beispiel.
Ja, okay, gebe ich dir ein Beispiel.
Mein Freund und Geschäftspartner, der ist Mitte 50.
Der hat sich einen Agenten erschaffen, der ihm Masterclasses baut.
Und zwar hat er angefangen, er ist kein Programmierer, muss man von vornherein sagen.
Er ist kein ITler, er ist eher ein kreativer Typ.
Der macht Musik.
Gar nicht so gut.
Also ist so Hobbymusiker, aber wollte sich ein kleines Studio vor zehn Jahren schon mal bauen, kann so ein bisschen Klavier spielen und Gitarre spielen, aber wollte das so ein bisschen professioneller so Aufnahmen machen und hat sich so ein MIDI-Gerät gekauft, wo du halt Instrumente in Sequencer einbauen kannst und hat sich das gekauft.
Hat es aber zehn Jahre nie richtig verstanden.
Er konnte so zwei Knöpfe und dann konnte er das auch im Computer so ein bisschen.
Und dann hat er sich einen Agenten erschaffen, der ihm Masterclasses zu allem baut und hat angefangen mit diesem Gerät.
Hat gesagt, hier mach mir eine Masterclass, zehn Stunden Intensivtraining und ich möchte das Gerät danach verstehen.
Und dieser Agent...
Baut ihm jetzt Masterclasses für alles.
Der hat jetzt angefangen, Photoshop konnte er noch nie richtig mit umgehen.
Hat zehn Stunden, da kommen virtuelle Trainer dazu, Grafiker, die sich die Maschine ausdenkt, die es wirklich gibt und ihm erklären, wie er Photoshop bedient.
Rick Rubin kam bei seiner Masterclass dazu, virtuell, um ihm zu erklären, wie man Musik produziert.
Da hat sich ein Agenten geschaffen, der ihm Dinge beibringt.
Und das kann jeder machen.
ohne selber zu programmieren.
Ein anderer Freund von mir, der ist kurz vor 60, kein Programmierer, ist Sportjournalist.
Mike Nöcker macht Fußball MML.
Der hat sich einen Agenten erschaffen, der durchsucht das Internet nach Transfergerüchten im Fußball und rechnet Wahrscheinlichkeiten aus.
Und wenn eine...
Wenn er ein Threshold überschritten ist, einer Wahrscheinlichkeit, dann bereitet dieser Agent ihm journalistische Texte und Bruchteile vor, recherchiert, damit er als erster, wenn dieses Transfergerücht Wirklichkeit wird, schon eine Textvorlage hat, an der er arbeiten kann, um als erster Journalist diesen Text zu veröffentlichen.
Das können Menschen, egal ob sie programmieren oder nicht, die können sich selber enablen, Dinge zu lernen und das kannst du auch machen.
Du kannst dir eine Masterclass bauen über Popkultur.
Das werde ich machen.
Das werde ich machen, wenn ich jetzt im Urlaub im Sommer Zeit habe, dann ballere ich das Ganze in Notebook.lm und höre mir dann, wenn ich da am Strand liege, hoffentlich meinen Podcast über Popkultur.
Also sehr gut.
Ja, cool.
Also super Idee und auch vielen, vielen Dank auf jeden Fall schon mal für deine Zeit.
Am Ende der Folge frage ich meine Gäste immer nach einer Buchempfehlung.
Dein Buch haben wir auf jeden Fall schon mal in den Show Notes.
Aber kannst du noch etwas empfehlen für die Hörer zum Lesen?
Definitiv.
Ja, wer es noch nicht gelesen hat, Zukunft, eine Gebrauchsanweisung von Florence Gaub.
Ist ein wahnsinnig gutes Buch.
Ich liebe es, mit Zukunftsforschern zu arbeiten.
Darf auch mit Florence arbeiten.
Sie hat übrigens das Vorwort zu meinem Buch geschrieben.
Und das ist so toll, wenn man...
Man versteht, wie das Konstrukt Zukunft funktioniert, dass wir es selbst gestalten können und auch, wann wir erstmals auf die Idee gekommen sind, dass es dieses Gedankenkonstrukt der Zukunft überhaupt gibt oder dieses Modell und was wir damit anstellen können.
Wenn man das verinnerlicht hat, dann guckt man gar nicht mehr so hoffnungslos auf die Welt und sagt, alles ist so schlimm, alles ist nicht so schlimm und wir haben es selber in der Hand, unsere Zukunft mitzugestalten und das gilt auch bei KI.
Vielen Dank, das sind schöne letzte Worte sozusagen und Florence Gaupp finde ich auch, ich kenne sie nicht persönlich, aber ich beobachte sie aus der Ferne, eine Fellow Red-Headed Sister sozusagen und finde ihren Content einfach wahnsinnig, beziehungsweise das, was sie schreibt und sagt.
Einfach so unfassbar fundiert und schätze das jenseits von diesem ganzen popkulturellen Kram, eben diese Ernsthaftigkeit, die sie auf jeden Fall transportiert.
Also super Empfehlung, vielen Dank.
Sie würden natürlich sagen, ich hätte Szenario, ihr zweites Buch empfehlen sollen, aber auch das empfehle ich.
Na gut, egal.
Machen wir beides nicht so.
Alles gut.
Also vielen, vielen Dank für deine Zeit und hört rein in Andreas das Podcast.
Dankeschön.
Bis bald.
Ciao, ciao.
Tschüss.
