# AI-First Healthcare Transformation Strategy

**Podcast:** AI FIRST Podcast
**Published:** 2026-07-17

## Transcript

Herzlich willkommen zum AI-First-Podcast.
Neben den Gesprächen mit KI-Verantwortlichen will ich hier auch immer wieder mit Unternehmern und Menschen sprechen, die mit einem AI-First-Ansatz in ganz traditionelle Branchen und Bereiche vordringen und diesen auf den Kopf stellen.
Und genau so einen habe ich für diesen Podcast heute.
Zu Gast ist Magnus Baringer, der Gründer und CEO von 321med, die gerade mit einer AI-First-Plattform die Welt der Arztpraxen und Kliniken verändern, wo sich viele, viele Jahrzehnte digital relativ wenig getan hat.
Und mit Magnus spreche ich heute darüber, wie er überhaupt zu dieser Idee gekommen ist, wie das Produkt heute aufgebaut ist und was sie dort so treiben und wie er auch seine eigene Firma AI First aufstellt und weiterentwickelt.
Magnus, danke, dass du da bist.
Ja, lieber Felix, vielen, vielen Dank, dass ich da sein darf.
Ich freue mich sehr auf unser Gespräch.
Erzähl mal kurz ein bisschen was zu deinem Background.
Du warst ja selber mal Arzt und bist jetzt KI-Unternehmer geworden.
Hört man ja auch nicht so oft.
Ja, genau.
Uns gibt es im Prinzip eigentlich, weil ich selber ein Problem hatte und mir dann selber quasi meine Problemlösung gebastelt habe, wenn man so will.
Also ich bin eigentlich, wie du schon sagst, Arzt meiner Handchirurgie und plastischen Chirurgie unterwegs.
Bin aber schon seit Schulzeiten auch ein ziemlicher IT-Nerd, habe also schon immer auch selber Software entwickelt und habe im Prinzip eben in meinem eigenen Medizinalltag und Umfeld halt immer dieses Dauerproblem, das man ja auch als Patient im Alltag irgendwo kennt, erlebt, dass eben in der Medizin unfassbar viel Organisationsaufwand ist, alles sehr viel Zeit kostet, dementsprechend ressourcenaufwendig ist.
Man merkt als Patient dann halt, weil man am Telefon nicht durchgeht, Dinge ewig lang dauern.
Also man merkt eben diese Friktion im System, sage ich jetzt mal, irgendwie an allen Ecken und Enden und so ging mir das eben auch.
Man hat dann irgendwie viele Lösungen mal ausprobiert, Online-Terminbuchungssysteme und was es da nicht alles gibt, hat aber irgendwie gemerkt, dass keine dieser Lösungen, also zumindest so ging es mir eben, das Problem so löst, wie ich es mir selber gewünscht hätte.
Und dann habe ich eben irgendwann gesagt, okay, ich baue jetzt einfach das selber, was ich haben will.
Und habe das erstmal so für mich und das engere Umfeld gebaut.
Und das ist dann eben über die letzten zwei, drei Jahre im positiven Sinn ziemlich aus dem Ruder gelaufen, das Ganze.
Du hast jetzt so die Friktion angesprochen.
Ich glaube, wer vor allem zu Spezialärzten muss, also jetzt nicht so die 0815-Behandlung oder Checks benötigt, sondern alles, was darüber hinausgeht.
kennt das wahrscheinlich, vor allem wenn man vielleicht nicht in einer gut angebundenen Großstadt oder ähnliches lebt.
Kannst du es trotzdem noch so ein Stück weit ausführen, was du sagen würdest, was so die größten Herausforderungen da von Ärzten und Praxen sind?
Also im Endeffekt ist es, ich würde jetzt sagen mal so, ein Problemdreieck, das eigentlich aus drei Komponenten besteht.
Das eine ist, dass du eben eine wahnsinnig hohe Nachfrage hast und eine Nachfrage, die immer höher wird, weil die Gesellschaft halt einfach immer mehr altert.
Damit hast du einfach ganz natürlich eine immer höhere Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen.
Gleichzeitig hast du eine immer kleinere Zahl von Leistungserbringern.
Sprich, es gibt halt immer weniger Arztpraxen am Ende und auf die kommt halt eine immer größere Nachfrage.
Das heißt, du hast halt immer mehr Mismatch eigentlich zwischen, wie viel Zeit bräuchte ich eigentlich, um für Gesundheitsdienstleistungen ausreichend da zu sein und wie viel Zeit habe ich tatsächlich zur Verfügung, um das dann auch zu machen.
Und das dritte Eck in diesem Dreieck ist dann halt eigentlich diese unfassbare Bürokratie, die in diesem System drin steckt, weil halt man sich zu Tode dokumentiert, alles fünfmal so aufwendig ist, wie es eigentlich sein müsste, wenn man es mal effizient denken würde.
Und das ist halt irgendwie so ein Teufelskreis, der sich eigentlich immer mehr verstärkt, weil mit immer mehr Leuten einfach gleichzeitig halt auch dann der daran hängende Bürokratieaufwand immer mehr wird.
immer weniger Leute noch da sind, die das Rädchen am Laufen halten.
Und das merkt man halt an allen Ecken und Enden.
Wie gesagt, als Patient merkst du es schon, wenn du einen ersten Kontakt zu einer Praxis hast, bis du mal irgendwo überhaupt noch am Telefon durchkommst oder eine E-Mail beantwortet wird.
Vergehen ja da zum Teil schon irgendwie gefüllte Jahrhunderte.
In der Praxis stößt du auf gestresstes Personal, die hinten und vorne irgendwie nicht mehr um die Runden kommen.
Die Hälfte geht irgendwie unter, weil wieder irgendwelche Unterlagen fehlen, die irgendwie ein Facharzt nicht an den Hausarzt verschickt hat und so weiter.
Also es ächzt und kracht halt irgendwie an allen Ecken und Enden und das merkst du halt sowohl, wenn du in der Medizin arbeitest, weil du halt irgendwie permanent im roten Drehzahlbereich fährst und als Patient merkst du es halt eigentlich bei jedem Arzt- oder Gesundheitssystemkontakt, dass da halt auch ganz vieles im Argen irgendwo liegt.
Und gleichzeitig ist es ja ein riesengroßer Markt und ist ja noch immer dominiert da von einigen sehr älteren, trotzdem großen Playern, die die Kernsoftware dann oftmals bereitstellen und nicht so richtig auch aktualisieren und dann tut mir immer die Kollegin leid, die dann wieder vorsitzt und dann einen Klick macht und erstmal warten muss, bis es weitergeht.
Und du hast dann irgendwann gesagt, okay, ich...
Ich will mich dem mal annehmen und die Welt ein bisschen besser machen.
Das ist ja schon ein paar Jahre her.
Also wie waren die ersten Schritte?
Naja, ich habe irgendwie so, ich sage jetzt mal so, die Frustration ist eigentlich so über das Jahr 2021, 2022 in mir eigentlich so groß geworden, dass ich da eigentlich in der Zeit wirklich ernsthaft angefangen habe, mir zu überlegen, wie würde ich es denn eigentlich gerne haben und welches System würde ich mir eigentlich wünschen.
Damals war halt der am heißesten brennende Schmerzpunkt, sag ich jetzt mal, im weitesten Sinne, das Thema Kommunikation.
Also unfassbare Flut von Anrufen, die reinkommt, unfassbare Flut von E-Mails, die jeden Tag reinkommt.
Was ist da so, kannst du mal so, ich glaube, ich habe da gar kein Gefühl zum Beispiel dafür.
Also was ist so eine durchschnittliche...
Was ist so ein durchschnittlicher Kunde, sag ich mal, von dir und was kriegt der so an E-Mails und Anrufen am Tag?
Also es ist natürlich so ein bisschen fachrichtungsabhängig, ehrlicherweise, und natürlich auch ein bisschen größenabhängig, aber einfach, damit man mal so ein bisschen Bauchgefühl kriegt.
Es ist nicht unüblich, dass in der normalen kleinen Hausarztpraxis, wo es einfach einen Arzt gibt, also jetzt nicht irgendwie 20 Behandler oder sonst was, ein Arzt und vielleicht zwei, drei, vier Mitarbeitende, davon sitzt einer, ein Näh, ein Nährer vielleicht am Telefon.
Da ist es nicht unüblich, dass du an einem normalen Arbeitstag ungefähr 250, 300 eingehende Anrufe und nochmal ungefähr 150 E-Mails hast.
Das kommt an einem normalen Tag in der ganz kleinen Hausarztpraxis rein.
Wir haben Kinderarztpraxen, die haben am Tag mit zwei, drei Behandlern 1.500, 2.000 Anrufe, weil einfach Facharztpraxen in der Fachrichtung extrem rar sind.
Gleichzeitig halt irgendwie bei Eltern, wenn mit den Kindern was ist, natürlich emotional auch gleich immer ein ganz hoher.
Druck da ist irgendwie auch durchzukommen und da hast du halt in der normalen kleinen Kinderarztpraxis mit zwei, drei Fachärzten zum Teil eine vierstellige Anzahl von Anrufen, die jeden Tag reinkommt.
Wenn du da mit jedem nur zwei, drei Minuten sprechen würdest, da bräuchtest du fünf oder zehn Mitarbeitende nur fürs Telefon.
Also das ist halt einfach nicht zu stemmen.
Und wenn du größere Konstrukte hast, Radiologien mit ein paar Standorten, da haben wir Kunden, die haben eine sechsstellige Anzahl von Anrufen jeden Monat sofort beieinander.
Also das ist Wahnsinn.
wie stark die da zum Teil frequentiert sind.
KI, wie wir sie heute kennen, gab es ja 2021, 2022, Ende 2022 ging es dann so langsam los, aber so in der Form noch gar nicht verfügbar.
Also wolltest du das erstmal anders lösen?
Klar, damals war KI, man hat allenfalls am Horizont mal die ersten Schimmer von ChatGPT gesehen.
Das war aber eher so ein nettes Gimmick, wo man sagt, hey, guck mal, du kannst da was reintippen und da kommt irgendwie was halbwegs Smartes zurück.
Und vor allem war es halt auch auf Programmier-Ebene noch überhaupt nicht so, dass man damit arbeiten konnte.
Also ich habe halt einfach selber, weil ich super gerne auch immer gecodet habe, halt das erste System selber gecodet und quasi eine Lösung gebaut, die Kommunikation sehr effizient und automatisiert eben weg holt von Telefon und E-Mails in eben einen Kanal, der da einfach performanter funktioniert und halt vor allem auch asynchron läuft, damit ich als Patient eben da...
zeitunabhängig und ohne Wartezeit eben mein Anliegen loswerden kann und auf Praxiszeit ist aber eben auch mit etwas mehr Wasser unterm Kiel abarbeiten kann, das Ganze.
Und das war eigentlich so der erste Anfang, der eben super gut funktioniert hat.
Und von da ist es dann aber halt relativ schnell deutlich größer und funktionell umfangreicher geworden.
Ja, dann lass uns mal ein bisschen vorspulen.
Also du hast dann so eine Art Online-Rezeption.
entwickelt und hat dann ganz gut funktioniert und hast dich dann auch irgendwann entschieden, da all in zu gehen.
Du warst ja auch zu der Zeit auch noch behandelnder Arzt.
Genau.
Wie kann ich mir das vorstellen?
Warst du in einem Kittel unterwegs?
80 Prozent des Tages und dann abends ging es an den Laptop oder wie soll das sein?
Genau, also das war gerade so 2023 dann, nachdem das System irgendwie lief und dann immer mehr Kollegen irgendwie kamen, hey, was hast denn du da, kann man das auch mal ausprobieren?
War das eigentlich so das entscheidende Jahr, sage ich jetzt mal, weil da bin ich am Anfang des Jahres, hatten wir vielleicht 15, 20 Praxen, die da mitgearbeitet haben.
Ende des Jahres waren es dann schon fast 300 und ich habe das über dieses Jahr parallel zu eigentlich Vollzeitschirurgie eben als One-Man-Show aufgebaut, Entwicklung, Vertrieb, Marketing, Support, Onboarding, also alles, was es halt braucht, dass so ein Produkt in der Arztpraxis läuft.
Und das war halt dann tatsächlich eigentlich, wenn man nicht mal zwei, drei Stunden geschlafen hat, mehr war es tatsächlich in der Zeit auch nicht.
Da ist man halt als Chirurg mit Notdiensten dann auch ein bisschen gut oder ein bisschen trainiert, dass man auch mal eine Zeit ohne viel Schlaf irgendwie auskommt.
Aber da war eigentlich jede freie Minute entweder halt Arzttätigkeit oder...
halt am Unternehmen arbeiten.
Und das war halt wirklich so, keine Ahnung, in der Pause zwischen zwei Patienten irgendwie zwei Support-Anrufe machen, wieder eine OP machen, danach irgendwie kurzes Onboarding, dann irgendwie im Notdienst in der Nacht, wenn mal eine halbe Stunde Lücke war, irgendwas gecodet.
Also genau so lief das halt.
Also das war schon ein wildes Jahr.
Und Ende von 2023 war dann aber eigentlich schon klar, hey Baringer, jetzt musste ich entscheiden, entweder das eine oder das andere.
Und dann habe ich eben Ende 2023 gesagt, ja, ich traue mich das jetzt, habe die Medizin eben pausiert und dann eben wirklich diesen Weg gewählt zu sagen, ich schaue jetzt mal, ob man da nicht ein Unternehmen drauf aufbauen kann.
Genau.
Und ab da ging es dann relativ rasant weiter.
Was war dann der erste Moment, wo für dich KI präsent wurde und du auch verstanden hast, dass das nochmal...
die Art und Weise, wie du über dieses Produkt nachdenkst, was du damit machen kannst, welche weiteren Anwendungsfälle sich ergeben, aber auch wie du über den weiteren Aufbau deiner Firma nachdenken musst.
Das sind ja immer diese beiden Welten, wo das dann ins Spiel kam.
Also ich würde sagen, es waren zwei, ich sage jetzt mal so ein bisschen Zeitpunkte, wo es bei mir im Kopf so einen gewissen Klick-Effekt gegeben hat.
Das Erste war, als einfach diese ersten KIs wie jetzt ChatGPT einfach plötzlich so gut zumindest im Frage-Antwort-Spiel waren, dass man das Gefühl hatte, hey, da entwickelt sich eine Technologie, die man einfach jetzt auch in der Medizin, wo ja auch ganz viel Frage-Antwort-Spielchen erstmal ist, hey, kann ich parken bei dir und was muss ich denn mitbringen zum Termin und so.
Und wenn man diesen Geist so ein bisschen aus der Flasche holen könnte und für diese Anwendungsbereiche eben...
machen könnte, dann wäre da ein wahnsinniger Hebel drin, der sich dann halt ab da, wo man Dinge eben auch über APIs dann auch wirklich in Produkte einbauen konnte oder es Modelle gab, die man selber betreiben konnte, halt wahnsinnig beflügelt wurde, weil man plötzlich wirklich das erste Mal die Möglichkeit hatte, wirklich den Flaschengeist aus der Flasche rauszuholen und dafür herzunehmen.
Und dann natürlich der zweite Moment war dann eben auch so eher für, wie kann ich denn ein Unternehmen bauen?
Auch der Zeitpunkt, wo man gemerkt hat, man kann natürlich auch für den eigenen Bedarf unfassbar viele Dinge, jetzt von Entwicklung mal abgesehen, aber da eben auch irgendwie automatisieren, dass man sagt, hey, wie kann ich denn irgendwie vielleicht Kundensupport ganz anders denken und automatisieren, dass ich halt nicht irgendwie pro 100 Kunden 10 Mitarbeiter brauche, sondern wie kann ich sowas irgendwie automatisierter bauen?
Wie kann ich Onboarding-Prozesse automatisierter bauen, indem ich eben produktisierte Intelligenz irgendwie in diese Prozesse reinbringe?
Und das waren eigentlich, würde ich sagen, so die zwei zündenden Dinge, ab da, wo man es wirklich über APIs und selbst hostbare erste kleine Modelle halt schon wirklich alltagstauglich, als nicht mehr Flaschengeist in echte Probleme reinbringen konnte und einfach dann auch diese Erkenntnis, hey krass, was kann ich denn eigentlich auch intern in einem Unternehmen damit hebeln.
Okay, lass uns mal in diese beiden Welten ein bisschen tiefer reinschauen und wir starten mal auf der Kundenseite mit den Anwendungsfällen, die es dort gibt.
Was sind denn heute in einer Arztpraxis?
und in einer Klinik so die Anwendungsfälle.
Also du hast jetzt schon über Kommunikation gesprochen, das ist recht eingänglich.
Mir wird wahrscheinlich noch so Dokumentation einfallen, aber wahrscheinlich gibt es da noch viel mehr.
Und spannend ist natürlich auch, wie sich das am besten so lösen lässt.
Weil ich habe jetzt, also wenn ich jetzt an so eine Arztpraxis denke, auch an einen Arzt, der ja da selbst noch arbeitet, der hat ja gar keine Zeit oder so, sich da jetzt großartig mit zu beschäftigen.
sowas da für sich aufzusetzen oder das muss ja wirklich auf den Knopf drücken und laufen.
Wahrscheinlich ist ja auch der Schmerz so ein bestehendes System in so einem laufenden Praxisalltag abzulösen.
Das ist ja relativ groß, stelle ich mir nicht so einfach vor.
Ich meine, dem habt ihr euch ja jetzt angenommen, aber gut, jetzt habe ich dir wieder zehn unterschiedliche Fragen.
Da steckt ein gewisser Faden drin, den du eigentlich intuitiv jetzt auch erkannt hast, wo bei uns da so ein bisschen der Problemfaden entlang liegt.
Also das Erste ist mal, worauf kann ich blöd gesagt irgendwie KI im Medizinsektor irgendwie draufschmeißen?
Und da muss man eigentlich ehrlicherweise fast sagen, überall, wo jetzt Menschen irgendwie ihren Hirnschmalz in der Medizin reinstecken, wirst du relativ schnell auch KI finden, die das jetzt dann immer mehr ablösen wird.
Das größere Problem ist da meiner Meinung nach gar nicht mehr, kann KI das, sondern wie kriege ich KI eben in den Alltag so rein, dass es da funktioniert.
Und das ist eigentlich jetzt mittlerweile das größere Problem, weil du hättest...
Egal, ob das jetzt diagnostisch ist, jetzt unabhängig mal von unserem Produkt, allein, was weiß ich, Röntgenbilderbefundung, Medikation für einen Patienten optimieren zum Beispiel, das könnte KI mit Sicherheit funktionell schon relativ lange, mindestens auf dem Niveau, wo ein Mensch das macht.
Das Problem ist da eher, wie kriege ich sie denn in den Alltag rein?
Also wie kriege ich, weiß ich, die Gesundheitsdaten des Patienten so verfügbar gemacht in einer Klinik zum Beispiel, wo alles halt noch auf Papier dokumentiert ist, dass eine KI damit arbeiten kann.
Das ist eher der Flaschenhals an der Stelle.
So ein bisschen auf das, was wir machen, bezogen, ist das Hauptproblem schon wirklich das, was du gesagt hast.
Ich muss irgendwie diese, sagen wir mal, diese Intelligenz, ich vergleiche KI so ein bisschen mit Strom.
Wir haben mittlerweile eine Stromstärke erreicht, wo man sagt, es ist nicht mehr das Problem, im Prinzip jedes Elektrogerät damit anzutreiben, aber du musst den Strom irgendwie dahin kriegen, wo das Problem ist.
Und dafür brauchst du in der Praxis Kabel und die passenden Elektrogeräte, weil ohne den Föhn und die Stromleitung in der Wand.
macht der Strom keine Wärme, blöd gesagt.
Und es scheitert mittlerweile nicht mehr daran, dass wir die passenden E-Werke haben, also OpenAI, Anthropic und so weiter, die genug Starkstrom liefern.
Es scheitert in den Praxen in der Regel an den Verkabelungen und den Stromverbrauchern, die das dann wirklich in Arbeit umwandeln.
Und das ist quasi eigentlich die größte Herausforderung, die wir jetzt aber halt mittlerweile extrem gut lösen können und die, glaube ich, auch ein Teil ist dessen, warum wir so gut wachsen, dass wir eben dieses wie baue ich ein Stromnetz und die passenden Verbraucher, die dann in der Praxis eben schnell funktionieren, sehr gut gelöst haben.
Dafür ist halt unser Produkt so aufgebaut, dass wir sagen, wir schmeißen AI nicht irgendwie blind rein.
AI ist ja im Prinzip, sage ich jetzt mal, ein Werkzeug, das einen Teilbereich abdeckt.
Also du hast ja schon ein paar genannt.
Kommunikation, Dokumentation, irgendwie so ein bisschen organisatorisch mithelfen, dass man nicht irgendwas vergisst.
Das sind so die Themen, aber dafür brauche ich eben immer den Kontext, damit das Werkzeug...
sag ich jetzt mal, entlang von einem Bauplan auch vernünftig funktioniert.
Und so haben wir eben auch unser Produkt aufgebaut, dass das Fundament von unserem System erstmal so eine Workflow- oder Prozessautomatisierungsplattform oder Digitalisierungsplattform ist, über die ich quasi meinen Arbeitsalltag halt wirklich digital nachbauen kann, um einem digitalen Ökosystem erstmal beizubringen, wie schaut denn mein Arbeitsalltag aus, weil ohne den kriege ich diesen Kontext nicht rein.
Und diese Ebene, die schafft eben gleichzeitig auch diesen Datenstrom, damit eben die Daten dann eben auch an der richtigen Stelle, wo dann ein Werkzeug in Aktion treten soll, sage ich jetzt mal, verfügbar sind.
Und ohne diesen Kontext und diesen Datenfluss hilft dir halt die beste KI nichts, weil sie ist halt blind.
Und das ist aber genau diese magische Orchestrierungsebene, die wir da erstmal reinziehen und wo wir halt eben mittlerweile auch ganz gut verstanden haben, wie kriegen wir...
echte Praxisabläufe in diese digitale Orchestrierungsebene übersetzt.
Das ist eben ein ganz großer Teil dessen, was wir halt mit unserem Team da auch machen.
Und dann, wenn diese Orchestrierungsebene steht, dann docken wir an den richtigen Stellen im Bauplan eben die richtigen Werkzeuge an.
Und das ist dann halt zum Beispiel eine KI, die Doku macht, eine KI, die ans Telefon geht, eine KI, die Kalendermanagement optimiert und so weiter.
Aber diese KIs, die stehen eben...
miteinander in Verbindung über einen Bauplan, der eben meine Praxis repräsentiert und sie haben immer die richtigen Daten zur Verfügung.
Und dann fängt es eben plötzlich an, dass KI eben schnell wirksam wird, weil du auf diesen Bauplan oder diese Orchestrierungsebene super schnell aufsetzen kannst.
Und das ist eigentlich so ein bisschen die Magie, die wir jetzt da irgendwie auch so ein bisschen reinbringen an der Stelle, dass wir halt dieses Übersetzen von echtem Alltag in einen maschinenverständlichen Bauplan extrem gut gelöst haben und einfach da wirklich irgendwie gut hinkriegen und dann eben die passenden Werkzeuge auch mit draufsetzen, die dann an der Stelle halt aber eben mit Kontext und Wissen entsprechend schnell anpacken können.
Das, was du gesagt hast, ist ja eine Herausforderung, die ich ganz, ganz oft beobachte, nämlich wie schaffe ich es so einer KI, so einer Plattform, meinen Arbeitsalltag, meine Prozesse, mein Wissen, meine Anforderungen, meine Standards?
zugänglich zu machen, sodass sie diesen Kontext hat und mir dann mit bestimmten Fähigkeiten, Funktionen, wie auch immer, genau dabei helfen kann.
Und das ist jetzt, da beschäftigen sich ganz, ganz viele damit.
Wie schaffe ich das zu erklären?
Wie macht ihr das denn bei euren Kunden?
Diese Daten und Prozesse und so weiter da reinzukriegen, weil sonst geht es ja nicht.
Ich würde sagen, der Schlüssel dazu...
dass du so ein Problem branchenunabhängig oder jetzt nicht nur in der Medizin gelöst bekommst, ist, dass du erstmal die Branche unfassbar tief verstanden hast.
Weil nur so kannst du irgendwie, ich sage jetzt mal, diese Orchestrierungsebene in dieses Problem reinbringen, die dann auch wirklich funktioniert, wenn du einfach bis ins Mark verstanden hast, wie diese Zielgruppe funktioniert.
Also wenn du keine Ahnung von, ich sage jetzt mal, Autohäusern hast, dann wird wahrscheinlich irgendeine Automatisierung, die du einfach mal so auf ein Autohaus drauf wirfst, im besten Fall auch einfach nur mittelmäßig sein.
Erst wenn du dich da irgendwie tief rein arbeitest, dann wird da was Gutes draus.
Also das ist schon mal das erste Thema, dass wir halt zum einen, weil ich selber aus der Medizin bin, aber eben auch fast alle bei uns im Team aus der Medizin sind, das ist eben auch was, was wir ganz bewusst machen.
Wir heiern jetzt keine Sales-Experten oder Onboarding-Experten, sondern Wir stellen bei uns Leute aus der Medizin ein, die eben den Alltag erstmal bis ins Markt verstanden haben und bringen denen dann halt den technischen Teil bei.
Das heißt aber, die haben einfach schon dieses Prozessverständnis dafür, wie funktioniert Alltag.
Und gleichzeitig haben wir dadurch aber eben auch das Wissen, dass man sagt, wie aufwendig oder unaufwendig muss ich denn dann am Ende, ich sag jetzt mal, dieses Tool bauen, damit jemand, der den Alltagskontext kennt, aber jetzt kein Techie ist.
trotzdem damit arbeiten kann.
Und weil wir das halt am eigenen Leib immer auch verproben können, versteht es unser Team gut und funktioniert es, wenn wir damit arbeiten, treffen wir halt relativ genau auch den Nerv unserer Kunden, weil die quasi exakt auf demselben Level unterwegs sind.
Und gleichzeitig können wir aber dann mit denen zusammen das Produkt auch super gut in deren Alltag reinbringen, weil wenn die dann eben kommen und sagen, okay, wir haben ein Problem XY, wir wollen bei uns die Terminvereinbarung irgendwie optimieren.
dann predigt da halt kein Blümter von der Pracht der Farben, sondern wir verstehen, was die meinen, wenn die uns ein Problem schildern und haben sofort verstanden, wo da der Schuh drückt und können es dann halt aber auch in dieses digitale Ökosystem übertragen.
Und wenn wir das dann halt in so einem Onboarding-Prozess mit denen machen, lernen die halt auch gleichzeitig, wie wir das machen.
Also du hast ein Problem in der Praxis, so würdest du es digital nachbauen, die Werkzeuge bindest du so und so in dem Prozess an.
Und aus dieser Kombination aus Wir haben das Werkzeug halt perfekt auf das Problem der Zielgruppe zugeschnitten, sodass die das verstehen, weil wir es selber verstehen und wir sprechen deren Sprache und dieser Übersetzungsprozess klappt deswegen eben extrem nahtlos.
Das führt dazu, dass die dann am Ende eben auch selber verstehen, wie das Ganze funktioniert und das dann weiter selber tragen können, ohne dass wir jetzt bei jedem Prozessschritt dann noch involviert sind am Ende.
Kurz in eigener Sache.
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Für dich und die gesamte Community.
Ich danke dir.
Was sind denn mal so drei ganz konkrete Use Cases, wie ...
eure Kunden dann KI in ihrer Praxis jetzt einsetzen und was können sie damit besser machen als vorher?
Ist ehrlicherweise wahnsinnig fachrichtungsabhängig, aber ich schaue jetzt einfach mal zwei, drei.
gut nachvollziehbare Beispiele zu bringen, die so ein bisschen eine Bandbreite hergeben.
Vielleicht so ein bisschen so, was war die alte Welt?
Wie hat man es vorher gemacht?
Wie kann man das jetzt machen?
Fangen wir mal mit dem ersten Thema einfach Kommunikation oder Telefon an, weil es das Greifbarste ist.
Hat man ja wahrscheinlich selber schon an tausend Ecken und Enden gesehen.
Früher sind die halt noch selber ans Telefon gegangen.
Jetzt kann ich mit einer KI eben das Telefon bedienen.
Aber da macht halt auch wieder, ich sage jetzt mal, die Qualität, die Musik zum einen natürlich wie gut.
Telefoniertes System, das ist schon mal das, was ich erstmal wahrnehme, aber vor allem liegt die Problemlösungsqualität dann halt auch da wieder so ein bisschen darin, wie gut ist das System angebunden.
Weil in der Regel ist es in der Medizin halt nicht damit getan, dass ich irgendwo einen Termin in den Kalender eintrage, sondern ich brauche von dem Patienten vorher vielleicht Unterlagen, einen Medikamentenplan, der muss mir irgendwie einen Anamnesebogen ausfüllen und so weiter.
Da hängt also in diesem Prozess deutlich mehr dran.
Und wenn jetzt die KI nur das Gespräch führt, Ich danach aber händisch einfach wieder den Anamnesebogen verschicken muss und noch sich den Medikamentenplan einsammeln muss, dann habe ich mir nur bedingt viel Zeit gespart.
Und das ist eben zum Beispiel was, wo wir halt jetzt eine sehr gute KI-Lösung auf dieses Problem draufwerfen können, die halt nicht nur den Termin ausmacht, sondern während dem Gespräch auch schon den Anamnesebogen verschickt und die Unterlagen einsammelt.
Und das, was halt sonst ein Mensch mit zehn Handgriffen macht, erledigt da halt an der Stelle eben eine KI zum Beispiel.
Das ist jetzt einmal so ein Kommunikationsthema.
Das nächste ist dann...
Was passiert, wenn ich in der Praxis sitze zum Beispiel?
Also ein Arztgespräch, da ist ja ein Teil schon mal Dokumentation.
Klar, wenn ich als Arzt mit dem Patienten spreche, braucht er hinterher vielleicht einen Arztbrief und so weiter.
Das heißt, in der Regel habe ich mir früher halt, ich habe das Gespräch geführt, danach habe ich mir Notizen gemacht, dann habe ich selber irgendwie einen Arztbrief daraus zusammengetippt oder ein Mitarbeitender in der Praxis hat das eben entsprechend gemacht.
Dann sind daraus vielleicht noch irgendwelche To-Dos entstanden, wie, ja, wir müssen noch ein Blut abnehmen und in zwei Wochen müssen wir noch einen Kontrolltermin ausmachen.
Dann ist jemand losgedackelt und hat irgendwie vorne an der Rezeption irgendwie den Termin ausgemacht und so weiter.
Also das war so der alte Prozess.
Jetzt läuft halt von uns eben unsere Doku-KI an der Stelle mit.
Das heißt, ich habe das ganze Gespräch schon mal erfasst.
Automatisch wird ein Arztbrief draus generiert.
Ich kann danach mit dem Arztgespräch in Anführungszeichen chatten.
Das heißt, ich kann eine Woche später nochmal...
in so einer Art Chat-GPT-Oberfläche einfach sagen, hey, haben wir damals irgendwie über die Medikamente gesprochen und das zieht mir das an der Stelle raus.
Es leitet gleichzeitig aber auch schon die passenden To-Dos aus dem Gespräch ab.
Das heißt, wenn ich sage, hey, wir brauchen in zwei Wochen einen Termin, kann ich im Hintergrund direkt schon den Termin von der KI koordinieren lassen.
Ich kann dann auch gucken, was weiß ich.
Es gibt durchaus Fachrichtungen, die zum Beispiel einfach darauf angewiesen sind, ich sage jetzt mal einen Zahnarzt, Patienten zum Beispiel dann auch auf eine Zahnreinigung hinzuweisen.
Das ist einfach ein relativ elementarer Teil von dem Prozess.
Das wird halt gerne im Eifer des Gefechts im Alltag vergessen, wenn du jetzt so ein Gespräch einfach mit monitorst und dann an der richtigen Stelle nochmal sagst, hey, in dem Gespräch ist aber noch nie irgendwie darauf hingewiesen worden, dass man die Zahnreinigung auch nochmal machen sollte, kannst du halt auch schon im Gespräch einfach den Patientenfluss optimieren.
Und das sind halt eben so Dinge, die vorher nicht möglich waren, die halt jetzt einfach so von einem guten Geist im Hintergrund mitlaufen.
Und da lassen sich halt...
sind wir fachrichtungsabhängig und szenarioabhängig, tausende Sachen finden.
Was ich bei den Radiologen ist, ein Riesenthema, Patienten, die ihren QR-Code mit den Bildern vergessen haben.
Wenn du eine etwas größere Radiologie hast, du hast eine Radiologie, die hat zwei, drei Großgeräte, die machen am Tag keine Ahnung wie viel 100 Untersuchungen.
Die Hälfte der Patienten vergisst danach irgendwie einen QR-Code.
Das heißt, du hast in der Woche schon tausend Anrufe, nur von Patienten, die sagen, ich habe meine Bilder vergessen und meinen QR-Code und jetzt sitze ich hier beim Arzt.
Der wollte sich eigentlich die Bilder anschauen, wir können nicht darauf zugreifen.
Was machen wir jetzt?
Ja, klassischerweise musst du dann irgendwie ein Mitarbeiter in der Praxis gucken, wie regelt man es.
Oder man kriegt halt eine gute KI-Lösung hin, die in Echtzeit halt sagt, okay, lass mich gucken, ich suche deinen QR-Code raus, ich schicke dir den nochmal aufs Handy und 10 Sekunden später ist das Problem halt gelöst.
Also Beispiele gibt es da viele, ist halt sehr fachrichtungsabhängig, aber man kann eben sehr viel, wenn das gut integriert ist, da einfach mit KI jetzt mittlerweile brutal hebeln.
Was sind die hauptsächlichen Mehrwerte für die Praxen?
Geht es da darum, mehr machen zu können, mehr Zeit für die Patienten zu haben?
Was sind da die Treiber?
In der Regel ist es immer einfach ein Zeiteinsparen, um mit den begrenzten Ressourcen, die ich habe, wieder ausreichend gut für die Menge an Patienten da zu sein.
Also du hast sicher auch Fälle, das ist aber mit Sicherheit der deutlich kleinere Teil.
die einfach sagen, wie kann ich mehr machen?
In aller Regel ist es aber eher ein so, wie kann ich meinen eigenen Laden und das Team vom Absaufen bewahren, auf gut Deutsch gesagt.
Und da ist halt ein Rettungsring, der einfach so viel wie der Wasser unter den Kiel schafft irgendwie, dass man nicht absäuft.
Genau das, was die da halt brauchen.
Also in aller Regel ist es wirklich ein, wie kann ich den Zeitaufwand pro Patient wieder so reduzieren, dass ich für alle Patienten ausreichend Zeit habe und nicht irgendwie nach der Hälfte der Patienten halt Schicht im Schacht ist oder sich.
nur ein Drittel der Patienten am Telefon durchkommt und die anderen zwei Drittel fallen dann hinten runter und ob die einen Facharzttermin kriegen oder nicht, ist halt dann so, musst halt selber gucken, wie dann dein Gesundheitsproblem gelöst wird.
Allein da, wenn man es hinkriegt, dass alle Patienten durchkommen und man irgendwie schaut, kann ich jeden davon unterkriegen, ist ja schon unfassbar viel geholfen und das ist in der Regel das Kernproblem in der Medizin.
Hast du da Zahlen, wie viel Kapazität ihr durch jetzt so Lösungen, wie du sie gerade genannt hast, schaffen könnt?
Das ist...
Auch wieder sehr abhängig davon, wo bist du unterwegs.
Aber ich gebe dir mal ein Beispiel aus der Radiologie zum Beispiel.
Also die Radiologie ist eben eine wahnsinnig frequentierte Fachrichtung, einfach weil sie halt zuweiserbasiert ist.
Das heißt, die Nachfrage entsteht halt dadurch, dass irgendwie der Hausarzt oder der Orthopäde sagt, hey, wir brauchen irgendwie ein MRT von deinem Knie, geh mal da hin.
Dementsprechend sind die halt unfassbar überlaufen.
Und ein sehr regelmäßiger Effekt, den wir zum Beispiel haben, wenn wir mit Radiologien das Arbeiten anfangen, ist, dass die in den ersten ein, zwei Wochen komplett aus allen Wolken fallen, wie viel Traffic plötzlich entsteht.
Weil die haben, ich sage jetzt mal ein Beispiel, du hast eine Radiologie mit fünf Standorten, die haben irgendwie ein zentrales Callcenter, zehn Mitarbeitende machen da den Telefon Traffic.
Und die telefonieren halt den ganzen Tag so viel sie können.
Alles, was darüber hinaus nicht durchkommt, sieht in der Regel keiner.
Also sagen die, ja, wir haben in der Regel so in der Woche 2000 Patientenkontakte, weil keiner die Dunkelziffer kennt, was hinten runterfällt.
Und das ist so ein Klassiker.
Wir starten mit denen.
Plötzlich kommt jeder Patient mit seinem Anliegen am Telefon durch oder jede digitale Nachricht kommt rein.
Und plötzlich sehen die, ey, krass, wir hätten eigentlich in der Woche 10.000 Patienten.
Die 8.000, die hat nie einer bemerkt.
Und sie fallen quasi aus allen Wolken, wie viel da eigentlich die Dunkelziffer ist von denen, die halt runterfallen, weil die Kapazität fehlt.
Dieser Effekt, dass man sagt, eigentlich hätte man das 3-, 4-, 5-Fache von dem, was man aktuell schaufelt, eigentlich als Dunkelziffer, das ist in manchen Fachrichtungen der absolute Standard.
Wie hoch schätzt du die KI-Durchdringung in den deutschen Arztpraxen und Kliniken ein?
Von 0 bis 100 Prozent.
Also gibt es ja ein paar Studien dazu.
Gut, da ist auch wieder die Frage, wie gut sind die, aber...
Da würde ich jetzt aus Bauch, mein Bauchgefühl, ich sage jetzt mal educated guess, ist irgendwo im einstelligen Prozentbereich.
Und wenn man sich so die Studien und die Umfragen anschaut, geht das auch in diese Richtung.
Also da ist unfassbar viel Luft nach oben oder eigentlich noch ein gigantischer Ozean und ein genutzten Potenzial, was das angeht.
Hängt aber halt auch damit zusammen, dass halt...
Es ist eine sehr schwere Zielgruppe.
Du hast natürlich, wenn du da rein willst, ganz andere Voraussetzungen an Datenschutz, Zertifizierungen und so weiter, was es halt auch erstmal wahnsinnig schwierig macht, da irgendwie reinzukommen.
Dann muss das halt auch funktionieren, weil eine KI-Lösung, die halt nicht funktioniert, die wird natürlich nach zwei, drei Tagen schnell wieder aussortiert und dann sagen die Ärzte, haben wir schon immer vorher so gemacht, machen wir jetzt auch weiter so, schau, habe ich da doch gesagt, funktioniert nicht.
Also das ist natürlich einfach schon viele Hürden, über die man darüber muss, bis sowas mal etabliert ist.
Und deswegen wundert mich das jetzt noch gar nicht so sonderlich, dass das einfach wahrscheinlich 2, 3, 4, 5 Prozent sind, wenn überhaupt.
Aber es wird halt in diese Richtung gehen müssen und das Potenzial ist gigantisch.
Ja, vor allem, weil es halt auch einen gesellschaftlichen Nutzen hat, also über den reinen wirtschaftlichen.
Was ist neben den so regulatorischen Hürden und so, die du beschrieben hast, in der Implementierung von einer KI-Lösung in einer Arztpraxis oder Klinik, größte Herausforderung, die ihr gerade seht?
Ich würde sagen, die größte Herausforderung ist es, mit einem ganz, ganz kurzen Beschleunigungsstreifen direkt auf Betriebsgeschwindigkeit zu kriegen, blöd gesagt.
Also dadurch, dass in der Regel wahnsinnig viel Druck auf den Kessel ist, weil die Patienten halt in der Regel einen Schmerz haben, im echten oder übertragenen Sinn.
ist da natürlich schon immer ein bisschen mehr Dampf drauf, irgendwie wie wenn du halt sagst, ich rufe jetzt im Möbelhaus an und da geht eine KI dran, blöd gesagt.
Und gleichzeitig sind die natürlich auf Praxis- oder Klinikseite auch so in ihrem roten Drehzahlbereich, dass die natürlich auch relativ wenig Toleranz für nicht funktionierende Dinge haben.
Das heißt, wenn du damit was Neuem ankommst, hast du halt nicht irgendwie 10, 12 Wochen Zeit, um zu sagen, hey, wir setzen jetzt da mal ein Projekt auf, jetzt starten wir mal los mit einem Prototyp.
dann schauen wir mal, der lernt jetzt irgendwie drei, vier Wochen und dann gucken wir mal, was man optimieren kann.
Sondern wenn du da halt reingehst, zum Beispiel mit einer Lösung, die ans Telefon geht oder einer Doku-KI oder wie auch immer, dann hast du halt in der Regel einen Beschleunigungsstreifen von zwei, drei Tagen.
Und wenn das da irgendwie schon nicht so funktioniert, dass die sagen, hey geil, und die Patienten sich irgendwie einen Myzoviel beschweren, dann fliegst du halt sofort wieder raus an der Stelle.
Das heißt...
Du musst relativ schnell den Nagel schon ziemlich gut auf den Kopf treffen, damit du nicht sofort wieder aussortiert wirst und du dann aber auch nicht so viel Skepsis hinterlässt, dass so ein Arzt oder so eine Praxis oder Klinik für die nächsten drei Jahre eigentlich wieder zu ist, weil die halt sagen, wir haben da schon mal so eine KI probiert vor einem halben Jahr, das war nichts, für uns ist das jetzt erstmal gegessen.
Dass aber ein halbes Jahr in dieser KI-Welt einfach...
Lichtjahre an zurückgelegter Wegstrecke bedeutet.
Mittlerweile ist denen halt nicht bewusst.
Also muss man es einfach direkt treffen, weil sonst ist halt wieder jemand rausgefallen, der für die nächsten fünf Jahre eher nicht in der KI-Statistik auftaucht.
Merkst du Widerstände von den Mitarbeitern in so einer Arztpraxis?
Weil ich meine, ihr braucht ja da auch sehr viel Input.
Die müssen euch ja eigentlich erzählen, was sie den ganzen Tag so machen und wofür sie auch ihr Geld bekommen.
Und ihr sagt denen ja, jetzt ist hier eine KI und die hilft ihr dann dabei, aber wer weiß, wie lange sie noch hilft und ab wann sie vielleicht auch den Job macht.
Ja, ist also natürlich mit sehr viel Widerstand emotional erstmal da irgendwie behaftet.
Gerade erstmal bis zu dem Zeitpunkt, wo man da hinkommt, dass sie das wirklich mal ausprobieren.
Weil natürlich einfach die erste Skepsis ist schon mal, werde ich dadurch überflüssig, die KI nimmt mir dann meinen Job weg.
Dann ist das Zweite natürlich eben, ja, funktioniert der Krempel für uns überhaupt?
Wir haben doch da schon mal irgendwie damals so eine Software probiert, das war auch nichts, dann wird KI da auch nicht funktionieren.
Und wir haben eh hinten und vorne keine Zeit, jetzt muss ich mich da mit euch zusammensetzen und so.
Nee, will ich alles nicht.
Das sind natürlich die Hürden, über die du mal drüber musst.
Da haben wir natürlich für jeden dieser Bereiche schon mittlerweile auch gelernt, was da so ein bisschen der Angstlöser ist an der Stelle.
Und unser Ziel ist es halt eigentlich, die so weit zu ermutigen und den Weg eben so eben wie möglich für die zu gestalten.
Also indem man einfach möglichst wenig Zeit braucht in so einem Onboarding-Prozess, weil wir einfach schon bestmöglich gewappnet da reingehen und wir halt nicht drei Tage Onboarding haben, sondern in der Regel auf ein, zwei Stunden Zeitaufwand der Praxis da durch sind zum Beispiel.
Die aber halt damit so dahin zu bringen, dass die es mal ausprobieren.
Und wenn die das dann mal ausprobieren, einfach in so einem kostenlosen Testlauf über ein paar Wochen.
dann merken die plötzlich, dass das einfach Zeit spart, aber auf gar keinen Fall in die Richtung geht, dass es die Mitarbeitenden in der Praxis einfach nicht mehr braucht, sondern dass es eigentlich der Enabler dafür ist, dass ich meine Zeit wieder für das hernehme, wofür meine Zeit in der Medizin eigentlich sein sollte, nämlich Arbeit am Menschen und nicht außenrum am PC.
Und das ist eigentlich was, was wir recht schnell erleben.
Wenn die sich mal trauen, das auszuprobieren und es dann gut passt und die auch gemerkt haben, ja, es kostet mich nur ein, zwei Stunden Zeit Vorbereitung und nicht irgendwie eine Woche und die Praxis steht still bei Softwareumstellung.
Wenn die es dann mal ausprobieren, dann fällt relativ schnell diese Angst.
Und man hat natürlich jetzt mittlerweile auch dann schon den ein oder anderen Referenzkollegen, den man dann auch mal in der Umgebung nennen kann, einfach jetzt bei uns, weil wir halt schon ein paar tausend Praxen und Kliniken da auch unterstützen.
Dann kann man auch mal sagen, hey, übrigens der Dermatologe ums Eck bei euch, der nutzt uns auch schon, fahrt es doch mal kurz vorbei oder da habt ihr die Telefonnummer.
Ruft es mal da an und fragt sie, ob die irgendjemanden entlassen haben wegen uns oder ob es vielleicht einfach doch irgendwie besser läuft.
Und wenn man diese Ängste, ich sage jetzt mal, ernst nimmt und ihnen dann wieder auf einer sehr menschlichen Ebene begegnet, dann kriegt man das in der Regel, also unsere Erfahrung zumindest, dann auch irgendwie ganz gut hin.
Aber klar, ist ein Thema.
Du hast ja angefangen, das Produkt als reine Software zu bauen ohne KI.
Und jetzt?
ist KI ja ganz stark im Kern von allem, was ihr da tut.
Was ist daran anders, so ein Produkt mit KI im Kern zu bauen versus ohne?
Jetzt auch mal unabhängig davon, dass du natürlich KI nutzen kannst, um das KI-Produkt zu bauen.
Meinst du anders im Sinne von, wie man jetzt entwickelt oder wie man denken muss?
Ja genau, wie du über das Produkt, wie es aufgebaut ist und wie du es auch weiter...
entwickelst, nachdenkst.
Also ich sage mal ein Beispiel.
Wenn ich ein Produkt habe mit reiner deterministischen Software, dann weiß ich, der Nutzer klickt auf diesen Knopf und dann geht irgendwas auf oder passiert irgendwas, wird ein weiterer Prozess angestoßen.
Es passiert immer das Gleiche, wenn der Nutzer auf diesen Knopf drückt.
Wenn ich jetzt sage, ich habe jetzt hier diesen Voice Agent und klar, wir setzen den auf, aber der verhält sich ja auch, ist ja nicht deterministisch, also...
kann sich ein bisschen unterschiedlich verändern.
Plus, du hast auf einmal Large Language Models, die Tokens dahinter verbrennen.
Also hast ja auch eine ganz andere Kostenstruktur, die vielleicht mitgedacht werden muss.
Also sowas.
Vielleicht ist es auch total ähnlich, aber vielleicht sind auch manche Sachen, wo du ganz anders heute darüber nachdenkst mit einer KI-Software versus normaler.
Also das hat sich natürlich unfassbar verändert, weil du halt eigentlich an allen Stellen, wo du vorher irgendwie, ich sage jetzt mal im plumpesten Sinne gesagt, sehr komplexe, wenn-dann-Systeme aufgebaut hast, um halt irgendwie ein Problem mit vielen Variablen irgendwie doch deterministisch trotzdem irgendwie hinzukriegen, kannst du halt jetzt einfach einen produktisierten Geist an der Stelle reinpacken, was einfach die, ich sage jetzt mal, die Flexibilität, so ein System zu bauen, einfach unfassbar erweitert.
Gleichzeitig hast du aber eben genau das Problem, dass es halt nicht mehr in allen Fällen exakt voraussagbar ist oder du mal mit Halluzinationen zu kämpfen hast oder ähnliches und du dann natürlich auch ein anderes Abrechnungsmodell brauchst dafür.
Und das ist halt in der Medizin, wo es halt gerade auch noch darauf ankommt, dass halt nicht irgendwie zu krass was halluziniert oder irgendein System den falschen Käse erzählt, blöd gesagt.
ein Riesenthema.
Aber für all diese Themen finden sich dann am Ende irgendwie doch auch wieder Lösungen.
Also man muss halt gucken, wie kriegt man in so ein Ökosystem zum Beispiel einfach die Leitplanken reingebaut, dass halt eben kein Quatsch rauskommt.
Und was wir halt zum Beispiel an vielen Stellen machen, ist, dass wir halt sagen, okay, wir bauen halt mehrere Positionen, die es eigentlich in so einem Ökosystem bräuchte.
halt aus verschiedenen KIs oder Agenten, die voneinander nichts wissen und sich gegenseitig aber halt so ein bisschen auf die Finger gucken.
Also wenn ich sage, okay, ich habe Angst, dass die eine KI dem Patienten erzählt, er hat Schulterprobleme, obwohl er einen Herzinfarkt hat, dann baue ich halt eine zweite, die die erste überwacht und halt bevor das rausgeht, einmal nochmal drüber guckt.
Das wäre ein Edge Case, vor dem wir Angst haben, in Anführungszeichen.
Ist da was, was wir nicht hören wollen und dann eben einen Cut reinhaut?
Und...
ich sage jetzt mal das jetzt plump ausgedrückt, aber aus dieser Kombination einfach von verschiedenen produktisierten Positionen, da haben wir halt zum Beispiel die Erfahrung gemacht, dass das unglaublich viel dabei hilft, eben diese Leitplanken an den Stellen dann irgendwo da reinzubauen und dann kriegt man es tatsächlich schon auch hin, die Systeme halt so zu bauen, dass sie in der Regel das tun, was sie tun sollen und vor allem diese ganz groben Schnitze halt nicht mehr passieren.
Bei den Kostenthemen, da ist es natürlich auch einfach bei uns jetzt so eine Abwägungssache, dass wir sagen, wie viel Dampf braucht man denn für welches Problem?
Und muss ich auf alles vielleicht irgendwie gerade das komplexeste und teuerste Modell von Anthropic oder OpenAI draufschmeißen?
Oder kann ich für kleinere Themen vielleicht auch selbst gehostete, spezielle Modelle verwenden, wo ich halt weiß, die Rechenleistung ist überschaubar und ich weiß einfach, was kostet mich der Server im Monat?
Und da kriege ich halt so und so viele Praxen damit abgedeckt, wenn das jetzt einfach nur an irgendeiner Stelle eine kleine Entscheidung treffen muss.
Und darüber kriegen wir es tatsächlich auch relativ gut hin, fast alle unsere AI-Produkte wieder eine nicht-tokenbasierte Flatrate-Abrechnung reinzukriegen, was unsere Kunden, sprich die Ärzte, wahnsinnig zu schätzen wissen, weil die hasten wenig mehr als irgendwelche unkalkulierten Kostenmodelle, wo die irgendwie wieder nach Verbrauch abrechnen.
Das ist ein riesen mentaler Roadblocker bei denen.
Und dadurch, dass wir aber halt sagen, okay, wir hosten halt möglichst viele Sachen dann auch selber und wieder zu einem kalkulierbaren Preis kriegen wir auch bei uns fast alle Dinge dann wieder in irgendwelche Flatrate-Pakete reingepackt und müssen eben nicht nach Tokens abrechnen.
Aber es ist halt einfach ein konstantes Rum-Ingenieren und ehrlicherweise muss man halt auch sagen, das ist so ein fluider Markt, in dem sich so schnell die Dinge verändern, dass wir halt mittlerweile ehrlicherweise alle sechs, acht Wochen auch auf den Prüfstand stellen, ist es noch Status Quo oder gibt es da nicht irgendwie jetzt plötzlich ein Open-Source-Modell, das man für dasselbe Problem genauso hosten kann und das es halt ohne eine Token-Abrechnung am Ende für uns in der Kalkulation irgendwo möglich macht.
Also es ist halt ein konstanter Sichtflug mit einer Kalkulation, wo wir eben sagen, wie niedrigschwellig können wir es irgendwie von Ressourcenbedarf irgendwie bauen, dass wir eben mit dem kleinstmöglichen Modell das Problem noch gelöst kriegen.
Dann lasst uns zum Abschluss nochmal einen Blick auf euch intern werfen.
Bei 321Mate, also ihr macht es jetzt ja für die Praxen, stellt ihr dann ein Produkt hin.
Manchmal ist es ja so, dass der Schuster selbst nicht die besten Leisten trägt.
Wie ist es bei euch?
Wenn ich jetzt bei euch mal Mäuschen spielen würde, was sehe ich da, was die KI schon macht und was bei euch noch Menschen machen?
Also da sind wir glücklicherweise jetzt irgendwie zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen, dass wir noch nicht so groß sind, dass du Dinge, die etabliert sind, nicht wieder schnell über den Haufen werfen kannst, dass wir aber gleichzeitig eben auch die menschliche Firepower haben, um solche Dinge dann auch schnell umzusetzen.
Also dadurch, dass wir ja schon allein von mir ausgehend so...
AI motiviert sind, versuchen wir bei uns halt einfach schon von Anfang an ganz konsequent auf jedes Problem jetzt erstmal AI draufzuwerfen, bevor wir es mit mehr MI-Ressourcen irgendwo angehen.
Und das ist bei uns im Prinzip in jedem Bereich des Unternehmens so.
Es fängt natürlich in der Entwicklung an, wo wir irgendwie vor einem Jahr noch 95% vom Code menschlich gecodet haben, findest du bei uns eigentlich fast keine menschlich gecodete Codezeile mehr, sondern das ist halt jetzt ein Schwungrad, das irgendwie mit dem zehnfachen Output von vorher läuft, wo eigentlich die Leute nur noch anschieben, aber das eigentliche Coden macht keiner mehr selber.
Geht über den Support, wo wir natürlich auch irgendwie versuchen, auf jedes Thema erstmal AI draufzupacken.
Was ich eine KI, die auch an unser Telefon geht, eine KI, die bei einer eingehenden E-Mail eigentlich sofort mal guckt, kann ich das Problem nicht selber lösen, indem ich schon mal die passende Antwort drafte oder wenn ein Kunde irgendwie ein Einstellungsproblem hat.
kann ich nicht die KI, die in dem System des Kunden in der Konfiguration hängt, selbst beauftragen, die quasi die Konfiguration vornimmt und das Problem löst sich quasi automatisch, weil einfach mehrere KIs miteinander zusammenhängen und endet auch in so Dingen wie jetzt Erklär-Content zum Beispiel, wo ich jetzt unlängst gerade mich selber als AI-Avatar quasi da KI-isiert habe und wir jetzt anfangen zu experimentieren, kann man nicht Erklär-Content.
zum Beispiel einfach von dem KI-Avatar machen lassen, um da einfach Zeit zu hebeln.
Also das versuchen wir wirklich bei uns wirklich auf jedes Problem erst mal KI drauf zu packen und da auch immer mit sehr offenen Augen irgendwie durchs Leben zu gehen, was gibt es da gerade Neues.
Und da haben wir eigentlich wirklich wöchentlich jetzt da auch schon fixes bei uns, wo wir halt irgendwie gucken, ob jemand wieder irgendwie was entdeckt, was wir uns mal angucken könnten irgendwie als Tool.
Und so zieht sich das eigentlich bei uns tatsächlich durch jeden einzelnen Bereich im Unternehmen durch.
Und wir versuchen eigentlich, da hinzukommen.
Klar sind wir da auch jetzt noch nicht in allem perfekt.
Das ist halt ein Prozess, der eine gewisse Zeit dauert.
Aber eigentlich ist unsere Philosophie, da hinzukommen, dass wir sagen, nur noch an den Stellen, wo der USP wirklich Mensch sein ist und irgendwie auf zum Beispiel eine Conversion Rate in einem Sales-Prozess einzahlt.
Da nehmen wir noch Menschen mit her und ansonsten soll es immer mehr eigentlich KI-basiert gehen.
Und es gibt halt noch zwei, drei, die so ein bisschen drüber gucken, aber die Skalierung passiert eben nicht mehr auf Menschenebene.
Sprich, bei uns ist eigentlich schon der Plan so ein bisschen, alles was nicht wirklich über direkte Arbeit am Kunden, zum Beispiel weil einfach jemand in einem Beratungsgespräch sich lieber von einem Menschen beraten lässt, der wirklich aus der Medizin kommt, schon allein diesen Trust-Faktor hat.
Das funktioniert einfach besser, wie da einen KI-Avatar hinzusetzen.
Da werden wir sicher noch weiter einfach auf Menschen bauen, einfach weil der USP Mensch sein ist.
Aber an allen Stellen, wo eigentlich der Qualitätsunterschied nicht mehr da ist und der USP Mensch nicht den Unterschied macht, ist eigentlich das Ziel alles AI und dann noch ein, zwei Menschen, die halt rüber gucken.
Neben Kundenberatung, wo siehst du noch den USP beim Menschen?
In so einem Business wie eurem?
Tja, er schmilzt so ein bisschen dahin, aber was du glaube ich...
neben der Kundenberatung immer brauchst, ist eben das, was ich vorhin schon gesagt habe, dieses Verständnis für den Alltag, den du automatisieren willst.
Und dieses Verständnis für den Alltag kannst du halt auch nur haben, wenn du den Alltag selbst erlebt hast.
Und weil eben das, was wir jetzt aktuell ja alles automatisieren, in der Regel menschlicher Alltag ist, ist auch der beste Erfahrungsträger für menschlichen Alltag halt ein Mensch.
Sprich, ein Bereich, der mit Sicherheit auch noch relativ lange, wenn nicht...
für immer da erstmal menschlich bleiben wird, ist einfach dieses Architektonische, wie baue ich denn das Produkt zum Beispiel oder wie baue ich den Prozess eines Onboardings, weil dafür muss ich halt das Problem oder die Zielgruppe bestmöglich verstehen und da weiß halt unter Umständen eine MFA, die selber zehn Jahre mit Software an der Rezeption gearbeitet hat, intuitiv besser, wie hätte ich gern ein User Interface gebaut, wie das eine KI irgendwie, sagen wir, auf Basis von, ja.
einen Massendurchschnitt irgendwie machen würde.
Und da kriegst du immer besser den Nerv getroffen, wenn du für diese Themen halt meiner Meinung nach immer noch einen Menschen hinsetzt, dessen Problem du lösen willst, weil der halt sein menschliches Problem auch am besten kommuniziert und dann übersetzt kriegt in ein Produkt zum Beispiel.
Ich habe noch zwei Fragen.
Das eine ist, ihr habt ja die gleiche Herausforderung wie so eine Arztpraxis, dass ihr einer KI, die alle möglichen Sachen bei euch machen soll, auch beibringen müsst, wie ihr eigentlich arbeitet, wie die Prozesseablauf in Daten Zugriff geben muss.
Wie habt ihr das für euch gelöst?
Wir haben da in Anführungszeichen, ich hatte da so ein bisschen das Glück, dass ich da auch von Anfang an Dinge relativ unorthodox gemacht habe.
Ich habe zum Beispiel nie auf ein externes CRM aufgebaut, sondern von Anfang an einfach, weil ich als One-Man-Show unfassbar viel auch für mich selbst automatisieren musste.
Sonst hätte ich es einfach neben Medizin nicht gepackt, das irgendwie so hoch zu skalieren.
Da gab es einfach kein passendes System von der Stange, zum Beispiel als CRM, das irgendwie perfekt auf uns customisiert, schon ganz viele dieser Kundenprozesse automatisiert hat.
Also habe ich unser CRM von Anfang an selber gebaut.
Und aus diesem CRM ist mittlerweile halt ein Zentralhirn geworden, das von interner Organisation über Buchhaltung eigentlich alles für uns schmeißt und wir haben nahezu keine externe Software mehr.
Das heißt, alles, was es bei uns irgendwie an Daten oder Wissen gibt, liegt halt schon in einem Ökosystem, das maximal customized auf uns ist und quasi auch komplett bei uns liegt.
Das heißt, wir haben halt eine extrem gute Datenhoheit darüber und wir können halt auch ganz genau steuern, wann welche Daten wohin laufen sollen.
Das macht es halt signifikant einfacher für uns zu sagen, hey, was weiß ich, eine Datenbank liegt eh schon auf dem Server.
Wir packen auf den Server auch noch ein AI-Modell damit drauf, das lokal läuft und halt permanent Zugriff auf diese Datenbank hat.
Wir haben kein Datenschutzproblem, gleichzeitig kennt es trotzdem immer unser ganzes Wissen.
und kann halt auf einem ganz anderen Level anschieben, wie wenn du halt, weiß ich, ein CRM von HubSpot oder Salesforce hast und deine AI liegt bei OpenAI, dann gibt es irgendwie eine Schnittstelle dazwischen.
So wirklich geil funktioniert es irgendwie doch nicht.
Da sind wir halt glücklicherweise, kannst nicht planen, war halt eine gute Fügung, halt von Anfang an irgendwie schon so aufgestellt gewesen, dass wir halt im Prinzip fast alles in-house irgendwie bei uns liegen haben und dementsprechend uns da halt viel leichter tun, um dann auch zu sagen, okay, für den Support.
docken wir jetzt irgendwie ein AI-Modell an, das halt irgendwie unsere Kundendatenbank anzapft und dann, wenn eine E-Mail reinkommt, halt sofort weiß, was hat der Kunde für ein Problem, weil wir es nicht irgendwie mit externen Tools zusammenschustern müssen.
Also ein eigenes Betriebssystem, was ihr schon hattet, wo ihr jetzt KI mit reinbauen könnt.
Genau.
Und klar hängen wir dann auch wieder an alle Ecken und Enden, was weiß ich, dann irgendwelche Vektordatenbanken mal dran, dass man sagt, okay, natürlich haben wir irgendwie...
bei Superbase eine Vektordatenbank, wo wir irgendwie akkumuliert irgendwie E-Mail-Texte sammeln, einfach weiß, dann schneller wieder mit einem AI-Modell zum Beispiel zusammenarbeiten.
Aber es speist sich aus einem zentralen Hirn, sage ich jetzt mal, das wir halt komplett selber gebaut haben und ownen.
Und das nimmt halt ganz, ganz viele Flaschenhälse raus, die du halt hast, wenn du irgendwie zehn Drittanbieter-Systeme zusammenstecken musst irgendwie.
Jetzt haben wir ganz viel über eure Kunden und die Firma intern und, und, und gesprochen.
Jemand, der das alles aufgebaut hat, wie nutzt der KI?
Wie, wenn ich dir jetzt mal über die Schulter schauen würde, wie du selbst so arbeitest und dabei KI nutzt, was würde ich da sagen?
Irgendwas Überraschendes?
Dadurch, dass mein Leben ja eigentlich eins zu eins fusioniert ist mit der Firma, wenn ich jetzt nicht gerade daheim irgendwie...
bei der Family bin und da noch schaue, dass ein bisschen Zeit dafür übrig bleibt, bin ich ja eigentlich verwoben mit der Firma.
Das heißt eigentlich, alles, was wir da in Automatisierung machen, entspricht eigentlich auch dem, wo ich irgendwo KI nutze.
Und immer wenn ich auf irgendein neues Nugget stoße für mich selber, ich sage, hey, das könnte man mit AI jetzt auch irgendwie abdecken, dann überträgt sich das eigentlich sofort auch in die Firma.
Ich versuche halt auch bei mir irgendwo jede Leistung, die ich irgendwo mit Gedankenleistung erbringe, mir immer jede Woche die Frage zu stellen, gibt es nicht jetzt mittlerweile irgendein Tool dafür oder irgendeine AI, mit der man das machen kann.
Fängt bei meinen eigenen E-Mails an, geht über Controlling, was weiß ich.
Wenn ich sage, hey, irgendwie setze ich mich jede Woche gerade hin und gucke mir die Sales KPIs durch, kann ich mir nicht selber jetzt irgendwie eine AI zusammenstellen, die mir jeden Morgen ein kurzes Update gibt.
einmal in der Minute da drüber guckt und wenn halt was aus dem Ruder läuft, so wie ich auch selber gucken würde, mir halt einen Alert gibt zum Beispiel.
Also kann man aber sich Design besser machen, indem man halt keinen Designer mehr angestellt hat oder eine externe Agentur, sondern sich halt mit Cloud Design irgendwas zusammenbaut, was man wieder in zehn andere automatisierte Prozesse mit reinhängen kann.
Also da ist es relativ eng verwoben, wie ich arbeite und wo wir in der Firma eigentlich AI auf ein Problem draufschmeißen.
Ich stelle mir halt jeden Tag die Frage, mache ich gerade noch irgendwas selber händisch und gibt es dafür schon irgendwas und an dem verbliebenen händischen Teil versuche ich halt immer mehr zu knabbern.
Manche Teile werden halt übrig bleiben, zum Beispiel Entscheidungsfindung, wo du halt irgendwie das Gesamtwissen deiner Erfahrung haben musst und wo du halt auch mal in tausend Sales Calls gesessen haben musst, um zu wissen, wie ticken Kunden.
Das wird wahrscheinlich noch eine ganze Weile bei mir bleiben, obwohl man auch daran schon wieder sägen kann, weil wir halt jetzt auch AIs haben, die die Sales Gespräche auswerten, um zu gucken.
Wie läuft es?
Können wir da vielleicht optimieren?
Aber im Prinzip ist die Antwort eigentlich, ich bin da so eng damit verwoben, dass alles, was ich mache, eigentlich relativ schnell auch das Unternehmen macht und andersrum.
Wenn du auf die letzten fünf Jahre zurückblickst und nochmal von vorne anfangen könntest mit dem, was du heute weißt, gibt es irgendwas, was du anders machen würdest?
Also da bin ich in der wahnsinnig glücklichen Position.
wo ich auch total dankbar bin dafür, weil es nicht meine eigene Leistung war, in Anführungszeichen, sondern eher Glück, dass ich, würde ich sagen, für mein Verständnis genau zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle irgendwie gelandet bin.
Also ich habe irgendwie zur richtigen Zeit irgendwie den Mut zusammengenommen, zu sagen, okay, ich höre Medizin auf und mache jetzt ein Unternehmen draus, wäre mir ein halbes Jahr später dran gewesen, wäre es wahrscheinlich nicht so schnell gelaufen.
Und gleichzeitig waren wir irgendwie genau zur richtigen Zeit mit der richtigen Teamgröße jetzt auch noch unterwegs, wo wir halt nicht irgendwie schon 300 Mitarbeiter sind, sondern jetzt aktuell halt irgendwie 50, dass man noch Dinge schnell über den Haufen werfen kann und der Widerstand überschaubar ist, sodass man das auch wirklich hinkriegt, von einer Woche auf die andere einen Prozess über den Haufen zu werfen und ihn halt zu automatisieren oder komplett neu zu denken, sodass ich eigentlich retrospektiv ehrlicherweise nicht so viel anders machen würde.
Vielleicht an der einen oder anderen Stelle, vielleicht noch einen Tick früher, sich zu überlegen, geht es schon mit AI?
Wobei wir da eigentlich auch von unserer Wahrnehmung aus immer ziemlich nah am Puls der Zeit waren, einfach weil es immer schon das Thema war, das mich total interessiert hat und ich einfach jede Woche eigentlich gucke, was ist State of the Art und eigentlich in der Freizeit auch immer mir diesen Input reinziehe.
Wenn du mal in der Bubble drin bist, dann ist ja dein YouTube-Feed voll mit entsprechenden Vorschlägen.
dann bist du bei X und Insta und Reddit und überall einfach auch mit Content aus dieser Bubble irgendwo zugespült.
Das heißt, du kriegst einfach, ob du es willst oder nicht, auch in deiner Freizeit immer mit, passiert irgendwie gerade was, weil auf irgendeinem Weg wirst du immer damit geflutet.
Und da waren wir glücklicherweise, muss ich sagen, halt einfach, und das ist keine eigene Leistung, sondern halt glückliche Fügung, bisher ziemlich immer zur rechten Zeit am rechten Ort, sodass ich eigentlich da Gott sei Dank jetzt gerade sagen kann, so viel würde ich gerade nicht anders machen.
Magnus, vielen, vielen Dank für den Podcast und die vielen spannenden Einblicke.
Ich habe großen Respekt vor deiner Schaffenskraft, also Hut ab, wirklich toll, was du da auf die Beine gestellt hast.
Ich glaube, es ist eine wichtige Arbeit, da KI-Fähigkeiten in diese Branche zu bringen, die so wichtig ist, auch für alle von uns und das unsere Gesellschaft auch einfach.
gut funktioniert und deswegen wünsche ich euch da ganz, ganz viel Erfolg auf dem weiteren Weg.
Ja, vielen Dank, lieber Felix.
Es hat mir auch wahnsinnig viel Freude bereitet, mit dir zu quatschen und ich meine, ihr seid ja da auch auf einem super Weg, weil auch das ist ja mindestens so wichtig, wenn es nicht auch auf AI-Seite immer die Vorreiter gibt, die auch da wieder irgendwie gucken, wie kann man die ganze Welt auf ein Thema AI ein bisschen besser machen, dann funktioniert es in keine Richtung.
Deswegen natürlich auch euch da das Allerbeste und ich glaube, wir sind da, allein, dass wir zwei jetzt hier schon in dem Gespräch saßen, zeigt, dass wir, glaube ich, was diese Welle angeht, unser Surfbrett gerade an der richtigen Stelle aufgestellt haben und da eben Gott sei Dank auf der Welle in die richtige Richtung hoffentlich segeln können.
Also von daher auch von meiner Seite aus vielen, vielen Dank für das tolle Gespräch und auch euch alles Gute.
Dankeschön.
