# AI Efficiency, Workforce Culture, and Cybersecurity Shifts

**Podcast:** Kollegin KI
**Published:** 2026-07-17

## Transcript

Happy Friday, liebe Leute.
Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge KollegIn KI Snackbox.
Ich bringe euch wie jeden Freitag einmal durch die Newswoche rund um KI in unter zehn Minuten.
Und wir widmen uns heute mal wieder der leidigen Frage.
Gleich zum Einstieg.
Klaut KI eigentlich unsere Jobs?
Und da gibt es einen ganz coolen Take.
Und zwar im Bloomberg Podcast hat ein Chairman einer großen US-Anwaltskanzlei gesprochen und hat zu dem Thema gesagt, naja.
Wir werden dadurch, dass wir viel effizienter sind mit KI, deutlich mehr Arbeit bekommen.
Und er erklärt das Ganze mit dem Jevons-Paradoxon.
Habt ihr vielleicht schon mal gehört, wenn nicht einmal kurz zuhören.
William Jevons hat 1865 festgestellt, dass effizientere Dampfmaschinen den Kohleverbrauch nicht senken.
Im Gegenteil, denn weil Kohle plötzlich...
günstiger genutzt werden konnte, wurden immer mehr Maschinen gebaut und am Ende wurde deutlich mehr Kohle verbraucht als vorher.
Das ist so das Stevens-Paradoxon.
Ja, etwas wird effizienter, das heißt, es wird häufiger genutzt und dementsprechend steigt am Ende auch die Nachfrage.
Und der werte Herr Anwalt sagt hier, dasselbe könnte jetzt natürlich mit KI passieren, denn wenn...
Prozesse nur noch ein Drittel kosten von vorher, dann können auch Projekte durchgeführt werden, die vorher vielleicht gar nicht wirtschaftlich waren.
Das heißt, mehr Effizienz führt zu mehr Nachfrage statt zu weniger Arbeit.
Und ich finde das einen ganz spannenden Take.
Wir hatten ja auch schon mal einen Anwalt bei der Kollegin KI.
Im April war Tobias Vossberg zu Gast und hat gesagt, dass er deutlich mehr Arbeit hat gerade, weil ja viele schon irgendwie so...
Ersteinschätzung ihrer Fälle Vibe-Coden beziehungsweise mit KI so ein bisschen Vorarbeit leisten und ihm die ganzen Dokumente schicken und er sagt, naja, ich muss mir das ja alles durchlesen und da ich Minuten genau abrechne, ist das einfach deutlich teurer, als wenn Leute mir einfach wie vor KI schreiben würden, hey, ich habe ein Problem, lass uns mal eben telefonieren.
So, jetzt gibt es halt diesen anderen Take mit dem Jevons-Paradoxon, finde ich ganz spannend, kann man, glaube ich, auch auf andere Felder übertragen.
Zweite News, mal Hand aufs Herz, Leute, habt ihr...
eigentlich schon mal verschwiegen, dass ChatGPT euch bei irgendwas geholfen hat oder irgendeine andere KI.
Weil es gibt mehrere Studien, die jetzt gerade belegen, dass sich viele Beschäftigte schämen, einzugestehen, KI genutzt zu haben.
Und das ist, finde ich, eine spannende Sache.
Also, dass ich KI nutze, ist klar, gehe ich ja sehr oft mit um.
Aber tatsächlich haben viele wohl Angst davor, weniger kompetent zu wirken, faul zu erscheinen oder...
leichter ersetzbar zu sein, wenn sie sagen, naja, das, was ich hier geleistet habe, habe ich im Grunde mit KI gemacht, dann heißt das ja, dass das irgendwie auch jeder andere kann.
Und ich glaube, da ist ein kleiner Denkfehler drin, aber ich finde es irgendwie spannend.
Also Leute, man hätte damals ja auch nicht irgendwie, man hat sich ja auch nicht geschämt zu sagen, ja, ich habe das gegoogelt oder so.
Oder, ah, Mist, ich habe Excel genutzt.
Ich habe Excel genutzt, um diese Zahlen herauszumenden.
Absurd eigentlich, ja.
Ich glaube, wir stehen einfach so am Anfang dieser Technologie noch, dass wir noch gar nicht genau wissen.
wie das ankommt.
Ich glaube, wir müssen vorfühlen und wir sollten da vielleicht auch offen damit umgehen, denn ja, natürlich nutzt man KI, natürlich nutzt man die Technologie, die einem gegeben ist, um effizienter zu sein.
Aber ich finde es mal ganz spannend, wenn ihr mal eure Erfahrungen berichtet, ob ihr euch darüber schämt, ob ihr vielleicht auch gar nicht KI nutzen dürft und deshalb ist es auch gar nicht erst Publikmacht, gerade im beruflichen Kontext, das kann natürlich auch sein.
Aber auf jeden Fall ist hier...
mal wieder ein kleines Kulturproblem bezüglich KI-Nutzung zu erkennen.
Studie verlinke ich euch natürlich in den Shownotes, wie alle anderen Quellen auch, könnt ihr gerne euch nochmal angucken.
Dritte News, ganz spannend, was KI in der Medizin gerade so anrichtet, beziehungsweise verbessert, denn...
Das US-Unternehmen Pathway Labs hat ein KI-System entwickelt, das strukturelle Herzerkrankungen anhand eines normalen EKGs erkennen kann.
Also wieder so Dinge, die die Ärzte und Ärztinnen vielleicht mal übersehen, wo eine KI aber sehr, sehr klar sagen kann, hey, auf Grundlage dieser Daten sehe ich hier eine Anomalie und das könnte auf eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems schließen.
Und das ist ganz spannend.
Das Besondere ist nämlich, dass das nicht einfach nur ein Experiment ist oder ein Prototyp, sondern dass diese Software tatsächlich eine FDA-Zulassung bekommen hat.
Also die amerikanische Arzneimittel- und Medizinproduktebehörde, die im Grunde gesagt hat, ja, die Software funktioniert, die lassen wir jetzt mal zu.
Das heißt so, das erste regulatorische Prüfverfahren wurde tatsächlich durchlaufen.
Und das ist halt ein Riesenunterschied zu den ganzen KI-Demos oder theoretischen Sachen, die man immer überall hört.
durchaus relevanter Schritt ist, zumal Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein Riesenproblem sind.
Ich glaube, also immer wieder irgendwie in den häufigsten Todesursachen weltweit genannt, bedeutet, wenn KI hier hilft, wäre das natürlich eine ziemlich coole Sache.
Wir bleiben dran und gucken mal, was da weiteres kommt.
Ja, die vierte News, wir haben jetzt, ja, das ist jetzt irgendwie positiv gewesen.
Wir müssen jetzt auch mal wieder auf die negative Seite gucken, was so passiert.
Vor allem im Bereich der Ransomware.
Da gibt es nämlich gerade irgendwie ein paar News zu, die die Runde machen.
Und zwar gibt es die erste agentische Ransomware.
Ransomware, vielleicht für die, die es nicht kennen.
Ein Unternehmen wird gehackt, die Daten werden verschlüsselt und dann erscheint so eine Nachricht auf dem Monitor.
Überweist irgendwie Bitcoin an diese Adresse oder so, sonst bleiben eure Daten gesperrt.
Also so sehr, sehr simplifiziert.
Im Grunde geht es darum, dass Systeme gehackt werden und dann gesperrt werden.
Die eigenen User werden ausgesperrt und müssen im Grunde so Lösegeld zahlen, um wieder reinzukommen.
Und Sicherheitsforscher haben jetzt das erste vollagentische Ransomware-Tool entdeckt, das tatsächlich alles automatisch macht.
Also Angriffe auf Infrastruktur selbstständig plant und auch durchführt.
Das heißt, es werden Informationen gesammelt, es werden Schwachstellen gefunden, es werden Daten ausgewählt, dann werden Lösegeldforderungen formuliert und dann geht es los.
Das ist so krass.
Ich meine, auf der einen Seite Räuber und Gendarm.
Mit dem Internet kamen auch im Grunde neue Betrugsmaschen auf.
Genauso ist es jetzt mit KI auch.
Warum sollte das nicht so sein?
Und natürlich müssen die Sicherheitsbehörden da aufrüsten.
Auf der anderen Seite finde ich, um jetzt dieses Kapitel auch zu schließen, ist ganz interessant, dass selbst Scammer arbeitslos werden durch KI.
Das tut mir leid, aber ich muss es bringen.
Ich hätte es fast nicht gesagt.
Ist auch irgendwie abgefahren, oder?
Dass Selbstbetrügern jetzt tatsächlich, dass so Einstiegsjobs bei Betrugsmaschen tatsächlich jetzt auch wegfallen, weil wir KI haben.
Ironie.
Das ist großartig.
Aber ja, natürlich ist es ein ernsthaftes Thema.
Schützt eure Daten.
Ja, immer irgendwie darauf achten, dass auch die entsprechenden Schulungen in Unternehmen stattfinden.
Denn Cybersicherheit wird...
im Zeitalter von KI einfach nochmal zunehmend wichtiger.
Ja, und das zeigen auch so diese ganzen Modelle wie Mythos beispielsweise von Anthropic, die ja im Grunde damit dann auch an den Markt gegangen sind zu sagen, ey, wir können Sicherheitsrisiken in jahrzehntelanger bestehender Software detekten, die Menschen nicht detekten konnten.
Und vielleicht, ja, muss man tatsächlich hier die gute KI mit der bösen KI irgendwie mal kämpfen lassen und mal schauen, wie wir uns in Zukunft besser schützen können.
Aber ich fand es irgendwie eine schöne Nachricht, oder?
Scammer verlieren ihre Jobs durch KI.
Niemand ist sicher, Leute.
Doomsday-Stimmung auch im kriminellen Bereich.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Der Redaktionsschluss war Donnerstag, der 16.07.
um 11.41 Uhr schon.
Ich hoffe, jetzt kommen hier nachmittags nicht noch irgendwie die Mega-Nachrichten rein, sonst seht es mir nach.
Ich wünsche euch allen ein fantastisches Wochenende und wir hören uns kommenden Dienstag wieder zu Kollegin KI.
Bis dahin.
Ciao, ciao.
Dieser Podcast wird produziert von Podstars bei OMR.
